Sund statt. Beide EHcadres näherten |ck) nun einander lan : sam, während die Salutschüffe erdröhnten und an den Groß- topps die deutsche bezw. die däixische Flagge gehißt wurde. „Dannebrog“ lief dann dicht (_Tus zum „Kaiser“, und Kön: Christian, begleitet von den Prinzen und dein Ehrendienst, bega Sich mit einer Schaluppe nach dem „Kai1er“_zur Begrüßung des Kaisers Wilhelm. Nach kurzem Verweilen fuhren die Allerhöchsten und Hohen dänischxn Herrschaften wieder nach dLm „Tannebrog“ zurück, während nur Admiral Meldal an Bord des „Kaiser“ blieb. Während „Dannebrog“ nach dem Hafen von Hzlsingör zurückgina, lxgten sich um 31/2111» „Kaiwr“ „Irene“ und „Hohenwüern“ ?owie die däni1chen Panzer: schiffe „Valkyrien“ und „Jver Hvidtfeldt“ in langer Linie guf der Rhsde vor Anker. Nach kurzer Zeit wurde die Kader- flagge aui dsm „Kaiser“ géstrichen, und mit einer Barkaffs kamen Kaisér Wilhélm und Prinz Heinrich, Beide in Mariae : Uniform und mit dem blauen Bande "dss ElephantsnDrderrS, an das Land. Der Kaiser war heiter, grüßte frsmidlich und machte Üdérhaupt einen besonders frischen und gewinnendsn Eindruck.
Den Berichten "des „W. T. V.“ an?: Helsingör und FredenéZborg entnshmen wir noch Folgendes:
Das drutsch€ Grschwader ging Sonnabend Nachmittag 33/4 Uhr auf drr Ndeds in Helsingdr vor Anker. Der „Danne- brog“, am deffrn Bord fick) Se. Majestät der König von Dänemark, drr Kronprinz, die Prinzsn Christian, Waldewar und Karl defandsn, war Sr. Majestät dem Ka11_€r entgsgrngedampft und lief kurz irach 4 Uhr dort ein. Se. Merjssiät der Kaijer degad Sic!) uxrter dsm SalUt der KMWULU und dsn Hochrufeii der zahkréich _a_U_i der Rhsde versammeltsn Mßnge von dem Panzémchm „Kaiscsr“ ans. Lcmd und warde an drr LaiidnnngrÜckE von dem König, ÖM PTÜUZSU und den Spißsn der Civil: urid Militärdehörden dégrüßt. Drr Kaisér schritt untsr VSU Klängen dss Fahnsnmarschss die aufgssreklte Ebrénwackx ad und begrüßte sodann die von dem König vorgssteklfen Offiziére und (LUISE? hdl)? Psrsönlichkeiten, daruntsr auch den Gedkimen ExatsRatl) Tietgsns, der jimxrst als dänischsr Delegirter der Berliner Kdirferenz deiwodnie. Nack) kurz,?m Aufrnthalt fuhren die deidsn Majestätrn in einem Wagen, Se. Königliche Hohsik der Kronprinz von Dänemark und Se. Kdirigkicde Hodx-it dsr Prinz Hsinrich von Vréußen in einem zwsrten Wagen durch die flaggéngßsämrückte Stadt 11ach dsm Bahnhof, von wo mittels Extrazugs die Fahrt nach Fredensdorg angetreten wurde. Der Weg nach dem Badmdoi war von einsr großen Menschenmengs angefüllt, wslche Liithsiastisckze Huldignngen dardrachte.
DiE Ankunft in Fredsnsdorg erfolgte Nachmittags um 5 Uhr. SS, Majestät der Kaissr Wilhelm wurde an der Trepps dss Schlosses von Ihrer Majéstät dEr Königin von D Ü 11 em ark, der Kronprinxessin, dEr Prinzessin Waldemar UND ddr ErbprinzÜsin-Witrrvé Elisadsrk) von Anhalt emspangen. Die Stadt war Wir!) mit FLciggen gßschmiickt.
Um 7 Uhr Adsnds sand zu Ehren Sr. Majestät dss Kaissrs im Sck)[OffS Tasel statt, AUerhöchstdoerlds hatte zwischen der Königin von Tänsmark und der Kronprinzessin Plaß ge- nommen, währsnd Priirz Héiiirick) zur Sritr der Kronprinzessin und der König von Dänemark zur Seitsseiner Grmahlin saß. Se. Majestät der König brachte deanast aufSi». Majestät den Kaiser, Jdre Majsstät die? Kaiserin UNd das ganze Kaiserlich? Haus auI. Sodann spiélts dis Kapelle das „Hsil “Dir im Siegsrkranz“, welches stshend angehört wurdc. Hieran erwidsrtc Se. Majestät der Kais-sr: Es sri Ihm eine wahrs Freude, die Majestäten begriißén zu köimen. Er trinke auf daS Wohl Jhrrr Majestäten und des :thiiglickxen Hauses: Gori OLHÜTL den König und dir Königin noch ViSlS Jahr?!
Gesrsrn Mittag nahm Se. Majéstät dsr Kaiser die Sammlungen und andere SehenSwÜrdigkeith auf Schloß FrSdLriksborgin Augenschein. Nach dem DLjSUULk erfolgte alsdann die Rückfahrt nach Fredsnsbdrg durch die prachtvoÜLn Buchenwaldungen.
_Ueber die devorstedrnde Ankunit Sr. Majsstät de?» Kaiyers und Könige; in Christiania, welche am DWUT stag Erfolgsn 10T, wird uns von dort békLchtST: _
Des Kciiskrs und Ködigs Mäjkstäs wird, nachdem das die Kais?!- siandarje führend? deutsche Kricg§schiff im Cdtistianéfjord Akikkk ge- worfen, an Bord dkéselden ron Sr. Majestät dcm Könige Oskar degrfißr und mittrW „((önixxlichkr Barfuss zur Landdngstrche am Tordrnßkioldplads und don dort in drn Unmittslbar vor der LMBUUJÖNOYVC erbadxsn EmpfangßdariÜrn gcfkidrt werden. Leßtsrer ist ein PracbtbaU, drr cine irrite Kuppel in den deutscden Farben trägt urd als Krönnnz eine kiéfigk goldene Kaiserkrone ;,kigt. Die Decke im ercrn ist säuberartig aus rotbcm Tuch aaIgefsidri, während die Skirenwände haixrtsäÖlick) in Gold Und Weiß gehalten find. Dcr Tordmsiioldpladß selbst ist zu deidén Seiten von je» einer grosxen Tribüne fiankirt, wäbrrnd die mächtigo, langé Tribüne dcr Teutschkn L_1_ch_Ze_chts seitwärts der Landungdtrcpys an der Piderviks-Briicke
11131? .
In See wird S?. Majestät der Kaiser und König don den bsreit§_dskax:nten norwegischen Kriegsschiffen begrüßt werdsn, und so- bald disKaiscrlicbe Flotte das nrrrvegische Fabrwaffkr erreichs, begeben fick) _der deuisckoe (Gesandte am Hofe zU Stockholm, Wirklicher Gekrimrc _chations-Ratk) Dr. Buick), dcr biss»? kCUjscde (General- konsul Frcthcrr ddn Oer en und der bei Sr. Majestät befohlene Dienst an Byrd des Kaiicrsédi SZ. Zinn Dienst bei dem Erlaucbtrn (Haste des Konxgltcdcn HMS sind von Sr. Majrstät rem Köiiige Oskar 1], befohleii worde_n :dsr Gexikral-Feldzrugmrister, Gcnrrab '.Ukajor Ki er u l f, der Odkr-Adxutant “Sr. Majestät des Königs von Sedireden und Ndrwegcn, Oderst quwist und der Adjutant Sr. Majkstät des Kdntgs, Kamign der_Marine (Kapitän-Lieutenant) Dannevig. Zum Dienst bei Er. Komglichen Hoheit dem Prinzen Heinrich von Preußen Wurde Marmc-Kapifän (Kavitän-Lieutenant) J. Salvesen befohlxn, wahrend zum Vi_ze-Admira1 Deinhardt der Commandeur- Kamian (Kordettsn-Kawiian) Sverdrnp, zum Contre-Admiral Schröder der Marine - Kapitän OHcar Rieck kommandirt worden ist_. _ _ _
_Ob irJend eine 0xfizze_l1c_ Begrißunq des Kaisers und Königs Seitens der Stadt Christiania unmittelbar nach erfolgter Landung stattfinden wird, unterliegt noch der Entscheidung Sr. Majestät des Königs Oskar 11. Wxnn cine solche genehmigt Werden soUie, so rrird dieselbe dureh eine Ampracbe Seitens des neuen Stadt-Cbefs und erst vor Kurzem in sein Amt eingrfübrten Bür ermeisters Christie er- folgen, der als ehemaliger Beamtkr_des Lchwedischen Ministeriums des Innern Sr. Majestat dein Deutxcben Kaner nicht unbekannt ist und, wie wir erfahren, auch in Y_erlm früher einmal sich der Ehre zu erfreuen batte, von Sr. Majestat empfangen und in ein (Gespräch gezogen zu Werden _ _
Beim Empfangsvavtllon werdén nach stattgebabter Vorstellung die Königlichen Equipagen bestiegen werden und gebt dann die Jahr! über den Tordenskioldplads, durch die Rosenkranßgade, am CidSvolds- plads Vorüber in die Karl Jobanégade links einbiegend, die Anhöhe hinauf zum Königlichen Schlosse. Ob_Jbre Majestät die Königin den Crlauchten Gast hier oder bereits im Empfangspaviüon bei der
.
Landung begrüßen wird, ist noch nicht bekannt. Se. Majestät der Kaiser und König beaiebt sich nach AUerböÖsiseiner Ankunft zunäcbfi in die für ibn eingerichteten Zimmer, worauf dann gegen 7 Uhr Abends Familiendiner stattfindet.
Am Mittwoch, 2. Juli," sol] nach den bisherigen Bestimmungen Vormittags ein Ausflug nach dem Landfiße der Erben des Konsuls
eftye, Jrognersaeter, 8? km von Christiania und 415 m über
eeresflacbe gelegen. stattfinden, wwselbst auch das norwegische Fest- Comitéz ein Frühstück arrangirt. Erwähnt sei nämlich, daß fich hier sowohl ein deutscheH, als auch ein norwegi- sches Fest-Comité qebildct bat; beide wollen zu Ehren des _Besucbes Sr. Majestät des Deujscben Kaisers besondere Festlichkeiten Veranstaltrn. Am Abend ist dann Galatafel im Köni - lichen Schlosse, während am Donrkrsiag, 3. Juli, das große Fes?- effen der Deutschen gehalten werden soll, und zwar auf der mit zahl- rNchL_n Viüen bedeckten Halbinsel karö, woselbst sich auch das derrlich_e Schloß Oskarball bsfinder, dsm - wie ma_n vermutbet _ des Kaisers und Königs Majestät an diesem Tage einen Besuch ak;- statten wird.
Unsere_ obigrn Mittbsilungen ergänzend, mag noch erwähnt sein, daß der MK Triumphbogen auf der Fahrt vom Landungsvlaye nach dem Königlichen Schlosse ßck) den Augxn Sr. Majestät an der Ecke der Roscnkranß- und StorihingS-Gade darbiefen wird, Der Bogen wird durch einen in deutschxn und einkn anderen in norwegischen Farben gekleideten Obrlisken getragen, wrlcbe an beiden Seiten jeder den goldcnen, die Axt in dén Prankcn tragéridexi Löwen im rothen Felde zeigen, während der Bozzen nach der Haremcitc zu einen wei en Schild mit einem großen W, nach der Stadt zu einen eben sol en mit dem Namenßzugc 0.11, auikveissn. Ein großer Globus krönt dIS Ganze. Eine zweitc Ebrenpfvrie wird den Kaiierlicben Herrn cm der Univnsitäi in der Karl Jobans- (Gade, unmitieldar vor dem _Denkmalk Schiveigaard's, begrüßen Hisr Wachen vor jedém Obelisken chi riesengroße, aus (Gips hergestellte Löwen, und die Obeliskrn selbst tragen an ihrém oberen Ende urnenartige Knaufe, aus denxn sick) je ein kurzkr Flaggenmast mit der deutschen bezw. drr norwegi'cben Flaaae erhebt. Bride Seifkn dec ??stlickyen Einzugs- ftraße find mit Masten in verschiedener Höhe besetzt, Welche dazu bc- 1timmt smd, abwechsklnd deutsche, schwediiche und norwsgiiche Fahnen zu tragen, [eßtkre natürlié.) iii Jrößersr Anzahl, Weil es dié nor- wégllcbe Hauptstadt ist, in die der Kaiser einzieht.
Ueber die Ankunft Ihrer Majestäten deH Königs *
und _der Königin von Schwedeu und Norwegen in Chrtsttania wird uns geschrieben:
Die Ankunft Ihrer Majestäien eriolgie am Freiw.", Vormittag um 10? Uhr; in ihrer B2gksituna dsfand sich auch S:. Königliche Hoheit Prinz Eugen. Schon längere Zeit vor dsr Ankumt der Höchsten HerrsÖaftkn Haiten fich alia dier weilende Autoritäten vom Civil und Militär, der ersts Geistliäxc der Stadt, zahlreicde Damen und Hsrrcn drr böbkren (stseüsäyaft anf dem Bahnhof? zur Begrüßung eimgrfundem, die Damen meist mit kostbarsn Bl_umen- svendey, welcke Jbrc Majéstät die Königin buldroUst nacb erfolgter Ankunft entgegenwnehmen gcrudie. Unter den zur Begrüßung des erlauckptrn Königépaares auf dem Perron anwesendsn_Personen be- fanden fich ÜUÖ der kerrits vor einigen Tagen hierseldtt eingetroffene deutsche Gesandte in Stockholm, Wirkliche deeimc Legations-Raik) 1)r. Wusel) sowie dsr bissige deutsche (Generalkonsul Freiherr von Oerßen. Als der Königlich Sondchug fick) drr Bahndosédakle nadtk, wurde von zwei Trompetetn der KavaUsrie ein Signal gc- blasen, woraxs die GSsÖÜZL den KönigSsalut abJadrn. Dix srlaucbtkn Herrschaft€n wurdrn nach dem Halten des Z::gks ebrsurcbtßroü von de:“: auf dam Perron Versammeltcn begrüßt und nabnzc-n in den Ködiglichen Zimmarn drs Wéstdabnboies die_ üblichzn VoriteUUngen entgeßen, w€lche ungéfäbr 15 Minuten erforderten. Dann Wurden die inzwischen vorgefabrenen Königlichen Hofequivagen bestiegen. Im ersten Zweispänner Hatten der Hof-Cdef Gensral- Lieutenant Röser, der Kadimetß=Kammerberr Schlytter und dsr Adjntant, Oberst-Lieuirnant Stillesen Play gsnommen. Es folgte sodann ein vicrspänniger, lang vom Bock aas gefahrener Hofwagen mit dem schwedisch-norwezisäyen Königspaare, dem der Hof-Stall- mristkr Swordruv in Gala-Uniform voraufritt. Se. Majestät dar König trug Marinc-Unifcrm, Jbrr Y'iaikstät hatte eine braunseidene Robe rnit SpißenmantiÜe UND Capotkätchen angelegt. Schon beim Verlassewdés Badnhofs hatté die zahlreich dersammelte Volksmenge die Maicstäten mit freudigen Zurufen begrüßt, und dies wiederholte fich QUs drm ßanzxn Wkge durch die KarlJoHaUH-Gade nacky dem Königlichen Schirme. Die Hänser JLiZth sich sowohl an diefer Hauptstraß: als uncl) in den Nsbenstraßen vielfach im norwegischen Flaggenschmrick. (Lins schwedische Flagge rrsbte neben der norwegischrn nur an dem Dach drs Grand Hötel.
In einem Zwei"“Pänncr, unmixtelbar Hinter dem Königlichen Wasen, folgxen die Obsr-demeisterin Ihrer MajcstäsFraULövenskjold wit dcm Hoffrädlein BÜU Und dann, edenfaÜs in eincm Zweispärner, Se.König1iche Hodit drr Prim Eugen mit ssinem militärisÜn Begleiter, dsm ArLiULr.e-Kapitän Roder Und dem Leibarzt Sr. Majisiät dss Königs, Egcbcrg. Hofbeamte und Dienerstbaften bildeten dm Schlaf; drs Wagenzdgcs.
Auf dem Plaß Vor dem Königlichen SÖloffe " ron der Zinne dessslbén Webte die norwegische Flagge - war iwzwisch2n eine Compagnié der Norske - Garde als (ZHrenwaÖe auf- marsckyirt, welcbe bci Ankunft der Majestät» das kaekr präsentirte und das Spisl schlug. Hicr war 43, wo der erste Hof- marschaU Oberst Frölich die Honneurs machte und die Boden Herr- schaften in ibreGemächer geleitete. Urber Nacht waren dre zu Ehren des Drutscben Kaisers errichteten Triumphbogen und EHrenpfo_rtcn fertiggestellt worden, sodaß die Majcstäten, wenigstens in der Karl Jobans-Gade, schon bsi ihrem Einzug? etwas,? von den festlichen Vor- bereitungen zum Empfapge des befreundeten Monarchen wahrzunehmen vsrmocdten,
Es wird uns bei dieskr Gelegenheit wobl gestattet sein, der Stadt Christiania und dcm Leder. und Treiben bierselbst einige fiüchtige Worte zu widmm Die romantische Lage der norwegischen Zauvtstadt ist so Häufig gerüdmt worden, daß wir Uns eincr näheren 5.eschreibung in dieser Beziehung wobl enthalten können. DLTMOÖ können wir nicht umhin, der köstlichen Umgebung kurz zu gedenken. von der man erst den richtigkn Begriff erdält, wenn man vom Dachs des Köni lieben Schloffes aus, wie es uns gestattet wordkn war, den Blick au;! die Stadt selbst und kann auf dicbrrrlicben Natursckxöiabeitcn ringSumber schweifen läßt. Der Eindruck dieses berrlichen Panoramas ist ein bleibender, und Niemand, der fich desselben einmal im Leben zu erfreuen gehabt hat, dürfte ibn jemals wieder vergeffen können. Christiania selbst bietet allerdings nicht viel für den Fremdén. D.:s Ctadliffement Tivoli ist ein schwacher Versuck), dem Publikum „Kunst- genüffe“ zu bieten, und man würde sehr enttäufckot sein, fick) von dem- selben etwa das zu versprachen, was das Korenbagener Tivoli, Sternécker und Neue Welt bei Berlin oder die bekannten Hamburger Vérgnügungsorte bieten. Die Norweger sind aber auch in dieser Be- ziehung in ihren Anforderungen sehr bescheiden und begnü en fick) mit dem Wenigen, was ihnen hier eboten werden kann, te 1 gern.
Es ist eine wahre Freude zu se en, mit welcher Emfigkuit die biesigen Comiiäs für die Vorbereitungen zum KaiserbesuEe Sorge tragen. Auch die biedere Bevölkerung führt nur noch leisteten im Munde und bebt stets als besonders chrend für Norwegen hervor, daß zum ersten Male ein „Kaiser“ den Boden Christianias be- treten wird. In auirickptiger Sympathie schlagen ihm_ Aller Herzen entgegen. (Es ist in der That erbebend, Zeuge diem Freude zu sein und wahrzunehmen, wie Alles hier in gespannter Erwartung den kommenden Kaisertagen entgegenbarrt. '
_ Die seit dem 1. April d. Js. im Auswärtigen Amt gedrldete LU. Abtheilung wird nach einer Verfügung des Reichskanzlers vom 29. Juni fortan den Namen „Kolonial-
“dortselbst
Abtheilung“ führen; ihre Leitung ist nach Beurlaubung des Geheimen _Legations:Raths ])r. Krauel, welcher für einen diplomatischen Posten ausersehen ist, dem Geheimen Legations=Rath Vr. Kayf er als Abtheilungk-Dtrigenten über- tra en.
gSo weit es fich um die Beziehungen zu auswärtigen Staaten und um die allgemeine Politik handelt, bleibt die Kolonial-Abtheilung dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts unterstellt._ In auen eigentiichen Kolonialangelegen- beiten dagegen, msvesondere auch in allen organisatorischen Fragen, wird in Zukunft die Kolonial-Abtheilung derartig selbst- tändig unter der Verantwortung des Reichskanzlers funqiren, daß der Abtheilungs-Dirigent dem obersten Chef der Reichs- verwaltung unmittelbar die erforderlichrn Vorträge erstattet und unter der Bez8ichnung „Auswärtiges Ami, Koxonial- Abtheilung“ die von der letzteren ausZehenden Schriftstücke selbst zeichnet.
Der Bu“ndesrath hielt am Sonnabend unter dem Vorsitz drs Vize-Präsidenten des Staats-Ministeriums, Staats- sekretärs dss Innern 131“. von Boetticher eine Plenar- sißuna ab. In dersslben wurde dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Konsulargerichtsbarkeit in Samoa und die Uebkrnahme einer Bürgéchaft Seitens des Reichs für di? durch Eidrichtung einer anderweitrn RechtL-pftege erwachsenden antheilmäßigen Kosten, die
astimmung ertheilt. Außerdem wurde in medreren , oll: und Steuer : Angelegenheiten Beschluß gefaßt. Für die erledigte SteÜe eines nichtständigsn Mit-
gliédrs des ReichH-Versicherungsamts wurde die er- forderliche Ersaßwahl vorgenommen. Der vom Reichstage an- gMOWMSUL Geseßsntwurf, detréffend die FssrstLÜUi-g eines Nachtragß zum R€ichZhausha1ts:Etat für 1890 91, wird zur AUSTHÖCÖÜM VoUzi-Ihung vorgelsgi werden.
Das Königliche Staats-Ministerium hatte in seiner Sißung vom 2. März d. I. beschloff-Zn, daß die wsgerx der Erbauung von Geschäftscisdäuden für die_ berden Häussr des Landtages angefsrtigten Entwrxrßsizzen den parlamentarisch Körpsrschaftrn BshufH einer Aeußrrunß in der Angslegknlxit vorzulegen ssien. Demgemäß sind diese Skizzen an den Präsidenten des Herrenhaufe§,1odann auch an den Präsidentsn des Hause?, der Adasordneten mit_dem Ersuchen um eine entsprechsnde wsitere Veranlassung gemridt WOMEN. Darauf hat dsr Gesammtvorstand des Herre_n- Laufes sich am 10. Mai für die neu gefertigt? Entwurss- kizze vom Jahrr 1889 ausgssprdckzen, welche eine Anordnung von zwei getrennten, durch Linen Zwischendau mit einander vrrbundenen GLsthäfLSngäUdén nach der Tiefs der Grundstücke Leipzigerstraß-Z Z und 4 in Aussicht nimmt und auch die „Be: schaffung der Erforderlichen Disnstwohnungon berücknchtigt. Der Vorstand hat 'dech dabei den Wunsch ausgrsprochen, _daß dri der weitéren Ößardritung der Angelegrnhert _von Liner Gemeinsamkeir der Nepräsentation-Zräume der Präsidenten der parlamentarischen Körperschaften abgesehen, auch dem Herren- hause seinsr Zsit ein gssondczxter Gartenthsil über- wiesen werdeii möge. Weiterhin hat der Vorstand für wünschenswert!) eracht€t, daß das GsschäftSJedäude für das Haus der Adseordnsten, unisr entsprechendrr Verlängerung des ZwischrxndauW, bis auf 25m Entfernung an die Zimmer- straße herangerückt WSWS. Der leßtgedachte Wunsch geht davon aus, daß die im Znnsrn dei; Bauplatzes Nrbleibende Gartenfläche thunlichst groß zu erhalten und daß dies nach dem Vorschlage auch ohne Beeinträchtigung der Beleuch- tung der Unterricht?:räume an der Nordseite des Kunst- grwerd2=Mufeum§ zu LrJiéan sei. Der Gesammt- vorstand des Hauses der Abgeordnetsn ist am 14. Mai der Auffassung des Gssammtvorstandes des Hérren- hauses beigetreten, auch insoweit, als es fich um die stärkste Osranrückung drs Geschäftedebäudeéo des Hauses der Abgeord- nsten an die Zimmerstraße handslt. _
Wie wir hören, lieat es demgemäß in_der Abncht, auf Grundlage diSser Beschliiffe zunächst die €r10rderlichen Bau: skizwii und Kostendérschnungen auszuarbeiten und gégkbensn Falls bsreits in den Etat fÜr 1391/92 eine Baurate eiiizu- steUcn. -
Dsr Kaisérliche Botschafter am Königlich italienischen Hofe, Wirkliche Geheime Rall) Graf zu SolmS=Sonne= walde ist nach Rom zurückgekehrt und hat die Geschäfte dEr dortigén Botschaft wieder Üdernommen.
Der Königliche Gesandte in Weimar von Derenthall ist von dem ihm A(lerhöchst déwiÜigten kurzsn Urlaub auf sLiUEU POstM zurückgekehrt und hat die (Hesthäste der Gesandt- schaft wiédrr iibrriwmmen.
Der Gesaudte dsr schweizerischen Eidgenoffenschaft am bissigen AUerhöchsien Hofe Oberst Roth hat emen ihm von ssiner Regierung bewiÜigten Urlaub angetreten. Während seiner Abwesendsät fungirt der Lrgations-Sskretär Dr. F 4. ning er als Geschäftsträger.
Der hiesige japanische Gzsandte Marquis Sa'fonzi YT sich auf einige Wochen nach Vrüffsl bsgebzn. Für die auer seiner Abwssenheil fungirt dcr Legations-Sekretär Znouye als Geschäftsträger.
Der Archiv-Hülf-Zarbeiter 1)r. ydl]. Konrad Wuike bei dem StaatS-Arcbio in Breslau in zum Archiv-Asststenten ernannt worden.
S. M. Kanonenboot „Hyäne“, Kommandant Kapitän- Lirutenant Freiherr von Sohlern, irt am 27. Juni in Port Nollotk) (Cap-Kolonie) angekommen und an demselben Tage wieder in See gegangen. _ Der Dampfer „Adler“ mit dem Ablösungskommando für S. M. Kreuzer-Korvette „Carola“ und S. M. Kreuzer „Schwalbe“, Traanort- führer Kapitän-Lieutenant Brinkmann, ist am 29. Juni in Sansibar eingetroffen, und wird der Dampfer am 3. uli mit den abgelösten Mannschaften die Heimreise antreten.
Bavern.
München, 29. Juni. Se. Königliche_ Hoheit der Prinz Arnulf hat fich, dem „W. T. V.“ zuiolge, als Ver- treter Sr. Königlicher: Hoheit des Prinz-Negenten m_it den Ministern Freiherren von Crailsheim und von Fe:- li§sch nach Ulm zur Theilnahme an dem Münsterfeft be- ge en.
_ Yi dem Vefindep des Freiherrn von L UH ist eine wesent- liche D esfs erhun enfigätretsn. T
_ er rü ere ro e or er heologis, Domka itular, Ober- Ktrchen-Rath Herb ist gestern gestorben. p
Baden.
KarlSruhe, 29. Juni. Se. Köniqli e () eit 'der Großherzog hat dén Legations-SekretärYoriÖÉhelius zum KabmetS-Sekretar Ihrer Könislichen Hoden der Groß: herzomn erncinnt. *
_ Am Frxnxag Nachmittag traf, WW; die „Karlsr. Ztg.“ mit: theilt, de_r ]uxrgfte Sohn Ihrer Königlichen Hoheit dsr qunprrnz_es11n von _Schwsdsn und Norwegen, Prin z Erik von Schwsdsn, Herzog von Westermanland, 1n__ Baden-Vaderi ein. Die Kronprinzessin mit ihr?" Sohnen, den Prinzen Gustav und Wilhelm von Schweden, Herzogen von SchOUSn und von Södermanland, forme Ihre Kdmgl1ch€_x1 Hoheiteir dsr Großherzog und die Großherzogin Empfingen das Fürstliche Kind am Bahnhofs und golertctsn da?:sélde zum Großhsr30g11cheii Schlosse.
Hessen.
Darmstadt, 28. Juni, (Darmst. Zr .) Der Landtag wurde héutr Mittag durch Se. Königliché Zohsit dM Groß- herzog tmr solgender Anreds gxschloffén:
_Mxizie Hsrrcn Stände!
Es itt Mir sine QZTFLMÜML Err-Pfinrdnd, Jknsn bei dem SÖlusk d“? FFW]. Lmrtages vkrsör-liI-o Msinrn Tank und Msine Anerkkn- 111111g aiissrrecken ZU könxen fiir die HikMikUtiÜ und Pflicdttrsue, mii MWM Sie währexxd 'deé-sclbsn fräi, dcn Angslxgcndeiwn des LMU? gswid-riet babkn.
Naci'dcixi in den derU§,Zc,;ang€i1s11 Landtagédkriddsn di? Gcséß- gébunzr auf fast allen Gcrixién, ZUTsiZk in Brzm; auf die dirckkk **»- stkasrimg und die Lamdrskaliur, xu sincur grwiiscn AbsÉlnff? gslandk n*9r,_1"md _rs jcßr rar der_dälkrißmäßig WTTLiJL, rrrnn aucb nickt Um- wichtigs griexg.-bsr1ichr Amgakexi gcwcscn wcläxe Ihre Tdätigkcir in Anspruch yahmrn.
_ Um 10 mrbr duriten Sis, Tank dcm günstigen Stande dsr Finanzen_UH Landes, im Eindsrnrbmcii mix Mriner ?Kkaikradg sick) mit E:nr1ch_langen tmr Maßnzdmrn zur Xdrrrrung der WéfféWÖafs, der) Unterricdtcs, drr Öffrnrlichsm Wohlfdhrt 1le Allgemeinen, ins- beWndkre drr Lawrwirtkséait, rds Hardclé Und der Gkirerdc Und drr AUkm de;"- _VKrk-ZHrSkresens bxfaffxn.
_ Zahlrstckoér Und nqmbafT-sr als jé fird die Mitt-sl, rreléké Si? fur _dxr Z""kkx? drrHoZHicdulkn, dcs VolkZsckpulirsssns, dor rrrsrbikdéirrm Zweig? _klk_Lchnkkl*1ka1-Éäff sdxrié zUr Unirxstüydng drr Krsiso imd GLWU!1TL!_1_111___B€FUJ aui Öffcxxtlicde Uniwnebmungen Meiner ngié“ rung iUk BEYUZUUZ qksteUt 173-3611; VOk AUM! reichlich haber SiS dir Miiici *?!21S'1kk1, :rklcbé der ?CasrcsrmUr-g Uréd VerdoÜkrmmme »? E1s€11§äkkikié1HkI ix): Lands zx; dir::m ['A-111x711]! find.
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Indem JX: Eis mir dich HdffitUnZ 2:77?“ dissrm WMW? za Jkrrr ,]rwdbnlickyri; Tdätigfkit emtlasse, ?rt'rrilc Ick) Jdnsn ;;[Iirdzéitig dio Vsrfirbsrrixg Meines fOka-YXCTUÖLU lamdeéiürsiliciwm WOÖllL'OUMÖ,
_ szrrx-r 1and Ml Ka11€r1aale_desGroßherzoglicden Schwffes Tasdl statt, __zu mélcher a_n die Mitgliedsr der Ersten Und Zweirsw Standeawm-Ir 10wi€ ati die Großhrrzogliéhen Mimjtrrren und Hoistaaten Einladungen Ergaxigen warrn.
Oesterreich :Ungarn.
Wisn, 29. Juni. SS. Majsstät der KaisEr und König ist brate früh auß Vudapsst hisr wied-Zr eingetroffen. Ihre? Maj-stät die Kaisrrin und Köiiigin ist mit der Erzhsrzogin Marie Valeris vorgestsrn Abend nach Gastein abgereist, wo die Ankunft g-stsrn friih erfolgte.
Dis dicsigc tiirkisché Botschaft ist, wie „W. T. B.“ meldet, srmächrigt, daS Gerücht von einer angédlichén Absicht der Pforte zur Bsseitigung dss Verwaltungsraths der .,1)x_-rt9 x;]u1,-]ic;11€“ UW zur Usbértragung dsr Be: fugniffe disses VßrwaltmrgSraths (m die „Ottomanisché Bank“ in aller Form zu deniéntiren.
Großbritannien und Irland.
London, 29. Juni. *Die? Königin kam, dsr „A. C.“ zufolgé, am Frritag nack) Londorr, Um daS Grad ihrsr lang: jährigsn, kiirzlich verstordéiién _vsrtrariteii Freumdin, der Mar: quise von Ely, arif dem Kenxal GrsewFri-edhof zn dssnchsn. _ D€r gestrigé Krönungßtag wurde in Windsor und London auf die Übliche Weise gefeiert. Am Abemd fand im Schlosse Windsor ein Festmah[ statt, wslchem auch die am Morgén mit ihren Töchtern, d€n Prinzessinnrn Victoria und Marga: rethe von Preußen, angekommene Kaiserin Friedrich bej- wo nte.
h Eine gestern Adsnd in der Cen“_ra[=Halle adgehaltsne große Versammlung nahm, wre „W; T. B.“ MLlÖSt, mit Einstimmigkeit eine von dem Dsputrrtsn Bortdwick beantragte Resolution an, in_ wrlcher dre_ Versammlung ihr Vertrauen zu der RLngUUg auswrach. Später nahmen der Kanzler der Schaßkmnmer Goschen , der Staatssekretär dss K:iege§ Standope und der General: Sekrstär „fiir Irland Balfour das Wort; Léßterer bemerkte, daß das jüngste Uebereinkdmmen mit Deutschland jede Möglichkeit von Differenzen mit Deutschland beseitigt habe, mit welchem England durch visle enge Bande verknüpft sei. _ _ _
Lord Carnarvon, früher Minister d_€_r Kglonien und ehemaliger Lord-Lieutenant von Irland, Ut ge1tern Nach- mittag gestorbkn.
Frankreich.
Paris, 28. Juni. Der Ministerrath hat, nach einer Mittheilun der „Köln. „Mr.“, fick) dahin entschieden, daß im , Journalo?ficiel“ morgen 0 génde Aktenstücke über den „ C réd lt
oncier“ veröffentlicht wrrden sollen: 1) der Bericht der Finanz-Jnspektoren, 2) die Antwort Christophxe's, Z)_ der Bericht des Ministers Rouvier, 4) der Brief Roumer's, in welchem er die Beobachtungen, welche aus der Untersuchung sich er- gaben, aufzählt und die Veränderungen angtebt, dre am ,Crédit Foncier“ vorgenommen mérden sollen. Chrrjtophle dleibt Leiter de?» „Crédit Foncier“.
Rußland und Polen.
St, Petersburg, 29. Juni. (WTB) Der Kaiser und die Kaiserin haben fich gestern mit den Großfürsten Georg und Michael und der Großfürstin Zenta nach denfinnländi1chen Scheeren begeben. _
Der „Regierungs=Anzei er“ veröffentlicht die Geseße, be: treffend die Prägung sil erner Scheidemünzen im Be:
trage von 6 MiUio-ien Rubel, und betreffend die Einführung einer Zuschlagssteuer auf Zucker von 40 Kopeken pro Pud, f9r_ne_r daS Cirkular des Eifenbahn-Trpartemsnts und des Finanz: Ministeriuch, betreffend die vorßensrn angekündigte Einführung drr neuen Tarife für den TransPQrt ausländischér Waaren auf den Bahnlinien, welche von der Grenze bezw. den Häfcn in das Innere des R-xicdH fiihrsn.
- 30. Juni. (W. T. B.) Das deutig? „Journal de St. Vétersbourg“ bespricdt dis Hinrichtung Panrßa's und bemerkt dadki: Prinz Ferdinand habe vor dersElbsn das Land verlassen, ixidsm Lk daranf vsrzichtstc, von dem ihm allein zustshsnden Nscht der Gnads Gsdrauck; xxx machen. Der Prinz habe hisrdurck) dewirsen, daß Ek nicht alwi]: nicht hcrrschE, somdern, daß Lr sogar nicht Emmal in Bulgarien regieré, und daß SkambUldff dort zu: g_l_€ich Herrschsr und Regent sei. Was Sramduldff axigsds, so halts)"; wahrlich nicht diesés nsusm Aktes vom Grausamkeit drdUJf, um die Art seiner Hsrrsckyaft ksnntlick) zu machen, dis em “;ckzrrckzxi sei; er habs UU? “diess Wsiss zii g(eichxr „Zsit dsnwsnigrr Voreingenommenen dd: fliichtizzs Daasr derssldsm gezeigt.
Italien.
Rom, 30. Jwri. (W. “4. B.) Tié „Agsnzia Stsfani“ méldst (iris Maiwval): Die Derwisws kwisn im da?, italrsnrxché Scdußgedist von V911i:21msr (in. Kom: mairdmir Ksrer miidte iimsn Linhximistk)? TrprM SUYMJSU, wrlÉ-S dis Dsrwiiche Üdérrmnpslt n und in di? Flucht LchZUZLLU wobei léßtdre 150 Todts, 100 Gswsdrs Und die: zxadnén vsrldrsn. Tir “einheimisch? Cdnwagiiis WklOk 2T0dt€ und 4 Vsrwandsr.
Schiveiz.
BENZ, 30. Irmi. (W. T. B.) Bei dsr assrrigsn V0_[ksad1timmung im Kanton Zürich wnrde Lins Gsxed-ZHeragy, 11ach wslchrr die Koftsn d r LEWM- déstattuxigén VOM Stams [wfirittsix WSLÖM soils", mit 34099 gsgsu 16 4Z4 Stimmeii (MFSTWMMSU.
Belgien.
__ Brü11€[,2-§.Juni. Dis AnxisklavNei-Konfsrémz halt (im Pkdxrtag ihre» [Eßte Sißung ab, in OL!" diy, GMLral: ak__t€_ U_n197391ch11€t„wir_d. Morg-xn findet ein JWÖSS Titirr im Kom-gUch-cir Schld11€ statt. Di? G€n€rmlakt€ drsrimmt, iiach der „M. Msg. Ztg.“, im Wessntlichén Folgéndss:
_ _Dic _Bckämrfdng des Skiarendandsl? ii: ZUNOT- Afrikziki diirÖ 7111? kroarcssrrk Or,]aiiisaiiom drr Ykiiiinisrrxirii, dar Jimi!» ker rcliiiiöien und miiitäxiickx-ii VSYKCZÜLMJ T's Tsrrixorirwéo "I'd a_Umäd1iche-' EkkiÖTUNJ ft:rk drirxxsr Skarérrxn, 'Es-xn 24in rrii Ztmysn urid Eissnbakiisn 2,2: [*61r*irkci7, fsrmr ?Ukéd rdrMcksrrene 5;t_zttdx17ri,_dir mit dsr Kiii'ir :ri :*(kkJZPÖYU FUT, drr; DardWLr- [ix_i1=*_n aaf dm SLT!"- ixnd F1Ü*"'911 inr merrm, UWrWrTS, TélLMOPZMLiZRZEU mit Ziriscbsnstatiriién Vsr:r*dltun-§;chixirrm und dsr Kiistr, kxidiikb durcb Or,;anisaxidn drm__(§rdcditionxn flzkgenrér Kolrndxii L*»!k Urierkaléxxrig dsr V?!|ch111k1111ß,__ UUUcmUakikkr m.? in?! der KMK, Sich€r11n,x der STURM Und Y_e'chcankung dsr Waffcnrinfndr. Dis Regisrarixsxr könnrn diess Vsrrslkäxtnrgen cin mix Clartrr rerscbsns COMDIANUU Üöcrtraxsn, bleiben indsf; se1bsi rsramwsklikd. Befrrixr Skiarxr. find in die Hdimgid zuriicszx'Üb-ren rdrr axxzusiedéln, fisickxtigr Sklaven staatlick) ZZ bexchirtZEU,_ Tic Einfudr ron Fcncrwakfsn, Pälrrr Und F:“rdnapÖ iii rerdrtsn zwiiwrn 20 Grad nörd'iickdsr Und 22 Grad *Üdlidrr Breirs, (ruf drm Atlantis-Érn und ZUdiicbsn Tcean incWsirc dsr Jmssln bis 110 Msilen ron drr Krista Iridi- vidxi_e_11e Außnabmcn und Transit smd Ukike'k Nagisrungxkonridle zulayng. Wackptdostsn irsrden errichtet zur Aufhebung Und Bekreiizng drr Skkarknkarawancn. Die 98.773112 Urderwackoumg der Kürterjtricks zur Vrrbinderuxg drS Sklarcnbxndsls, sowie Maßrrgeln widsr FlaWemniÜkräuÖ-x Und Sklarcntransportr auf amtorisriNn Schiffen m_exdexi fsstgrskat, (Fin inlcrnationalrx Kontrol- barcaU rrird m_ Sanxidar eingeicht. Dir schäifstc Kontrdie der ngrzeade don EZUJLÖOTMSU dat Play ZU greifsn; kein Fadrerg von Ctrzgeddrkncwdarf QU drr Küsts und da!" de.“: Jnssln drm Airikasckywaxxe Padagker? aiichrmcn, aUßer untsr Kontrole enrdpäikcÖLr Refircntsn. Kein S-Cbxrarxer dzrfqleitErrMti 117178751“)ka dr! maritimcn Zrnrgslardrt rrsr- kcix. Zeridkrhanxeinde rcriaürn drn Geseßrn UH Uax'ÖCI, dcffcn Flaxxge daß Schiff Fährte. Wiitkké Attika! bestimwcn die Eir'zrlkkiteuÉrr“ UU)?- fudtung ron Maßnalxmsn Mm SÉUH [;(“rkitcr Sk13ren U:“„d bszüglick) des AusßaiUsnÖ ron Sklzrcnsckyiffrm. “L.); V isita tious rLÖT erstrsckt ÜL" aW dsxdäcétigr Sckiffe i!“- “rsr maritime" ZONE don Belndschistan [ck15 Quilimank; dis Türkei, Pcrüen ".ind Sanfidar unterdrückrn die SklZLVWLl in ihren (Hsbiexcii. Dis Signaiarmäkdtc notifixired dem Körnz Lerprld die Ratifizirnng drr (H»"cnrralaktk, dic 60 Tage nach dem Eintrkffen der llyxcn Bsitrxttssrklärung in Krait tritt. Vér- dandlungen findkn statt dszd'gliÖ der (Finiüdrnng drm 10% W ertd-Ulc r, im Corsr-Becksn. Diess Briximmunxsn gcltcn für 12 Jahre, *
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Bulgarien.
Sofia, 29. Juni. Nachdsm dsr Prinz Ferdinand dem Antrag des _Grrichtshofes auf Umwandlung drr gegen drn _Ma10r Y_anißa VSThÜUgthT Todesstrafs in fünfzehn- ]ahrUSH Gésangriß adgxlchnt und das T0deSurthsil ds_stätmt hatte, wurd? daHs-Zlbs, wie „W. T. V.“ msldet, g€1tern Vormittag im Militärlager bei Sofia in Anwesenheit drr _Truppen und des Prokurators Markdff vollstréckt. Pamßq starb vollkommsn gefaßt mit den Worten: „Es leds Bu_lgar19n!“ Tyr Lsickmam wurde dEr Frau Panißa's zur Bestattung iibergsdsn. Aus Anlaß der Exekution hielt heute der Kommandant des Lagsrs an die Truppen sine An: 1pr_ach9_, m wckcher er das Verhalten Panißa's, der eiiie Ver1chw0rung zum Umsturz _der gegénwärtigsn ngiernng an- gezextelt hahe, auseinanderysßte und auf die im Fakle des Gelingens fiir das Vaterland hervorgehrnden Gefahren hin: w1€§._ Panikza kmbe die Strafe vsrdient und man. könne da?- Urtheil nur diüigsn. Ein solches Ende erwarte alle Vater- landsverräther,
Selmeden und Norwegen.
(D") Stockholm, 27. Juni. König Oscar und Kbönt_g__tn Sofia sind gestern Abend nach Christiania a geren.
Als Mitglieder der Abtheilung des StaatSraths, welche verfassungsmäßig amvksend sein muß, im Falls der König über eine RégierungSangelegenheit sslbst zu beschließen für gut befinden soÜte, sind, wie die „Post- och Jnr. Tidn.“ de- richtet, der Minister des Aeußern Graf stenhaupt sowie die Slaatsräthe Freiherr von Otter, Freiherr von Essen und Freidherr von Z erhielm vom König nach Christiania berufen wor en.
Der MarineYttaché bei der hiesigen Kaiserlich deutschen Gesandxschaft Freihsrrvon Plessen sowie der schwedisch- norwegische Gemndte 111 Berlin, Kabinetö-Kammerberr von
Eine Deputation des Königlich preußischen Neu- märxrschen Dragoner : RegimentH, bestehsnd aus Obern-Lieutenant vonKraUse und denOffiziersnvon Barnekow und von VHS. ix“: hsnte dier angskommen.
__ D-sr [)!SUJE (Hssandte dss Dsutschen Reichs hatte kurzlicY drin König gemsldét, daß der préußisckzé Minister der onsntlrchsir Arerten anxäßlick) der in Frag-x [:ck-enden Anordnumxi einer dirskt-zn Zéommunikatior!slim? zwisch-Zn Schwed€n_uxrd Deutschland iidrr Saßiriß aaf Rügen beabstchttgt,1_11rL-iui€ diSsSS ZOMLUBTL dsnGélxim-yn TdsrBaurath Oberdeck urid drm GshsimenBaUrath Drrsel track) Scdwsdén zu 1S:1d_?17,_ um _di-s Haisnvérhädniffe ixi Yst-ad und Trsllsborg somiedeexrirdddzrkälmiffsderiisndcihmsnxuuxrtériuchsii,d€ren EUÖPU11FTS__Ö_S 0911011111911 Sridr-k dilxrn. TKL) Gésandte r1cht€t€_m dir!?r Brranlaffamg di“ Anfrdch am den König, ob Kr gLiiélZT_1:“1, die- HÄLTZU sridrdsrkichc-Erxandxiiß xu gédsn und den betrsfténdsr) Zwddrdwr 57.1 siiidfsdxrn, DSU Örrn. Tdsrbkck mid Truss! d€1_d€r AUSiiilsuxig ihrké; Aufrraßxs dediilfkich zu sxm. Taramdi» dat jxßt dsr KMU DM dsidsii aéimirritén demxchsii Brainisxi gsitaitsz 016 im FTQJL sisdriidsir Uxitsr: 1UchUX1JLU O_OkTUUSkWWZT, uxxd kW ii1»_ich;ckiti.i dsm Mixxisrsr dss JUNLL'Ü bswdk-“U, _cx-x-i-Uirtr Psi'sdxrén XU d&rrxkiraqsm, dri: Hrrn. Ldsrdrck UN.) TresU ck11» ZSWÜTÜÉITYU LlUfklarmigen zu geben. - _- *“
Der ErmsFisMerffistex-i lsr. F. TTD'UOM dat Von dsr RLJLSUX_UZ dM Aixfrrrrm, rrkydlrsw, dEr (1111 ];"). AWM in Danzig ÖSMWLL'UOSTL fÜUfTSU Kr-Uisrsnz der dSUTsch€1i Fiiéd: 3Üchr€r OSÄZUWOLMLU.
Dänemark.
Koprxxdagrn, 29, ZUR. (W. T. B) MWS BSL) umd Mrdémrd Ali Bst), dis SÖHNE OSZ dedids voir EZYMM, siiid [Mats Jldeiid di:)!“ Eixigétrchti.
Parlamentarifckze Nachrichten.
Jiidrr déUxixisn (“520.) Ziericx WZ Reickistcigcs, wsrcdrr am T11ch€ dss BZZUNÖMTOÖ Ii.- StrrdtI-Ißikiiiisrsr ])r. dcm VO-Fttickisr und VW] Vsrdr), dis Zsaaixsrkrsräre Frsidrrr UML Malßalm UND Wx“! Tsdl'krdl-„isgsx“, sdwic »MZ'QL'S BZVOÜTUÜÖLÄJTSAULU BWKCÉWW d-„inwdrxxsxi, sramd MUMM aiif dsr deirédrdxi'dmg ÖW _ZFOTUSYUUJ dxr zwsitsm kadidiixrg ds: E;;twurfs sims GSWHLS, dctrrséknd dis ;“?ssxsstumZ Six'lGÖ AWSUSU Nachtrag?» _zrxm ZiéickyésddiichalxH-Ek-„ir fiir daS Etatsiglir1-Iéj091, cker (6er ds»; miixid'icly-Zxx ericdds' dsr K0171111.1'20:r fiir dsr! NeWINET*,(ier-Exiir. B;“ricdisrsrdTr-Z? war
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La erheim werden zum Empfange der AÜerhö sten Herr- scha?ten in Christiania eintreffen. ck
Tadirr ri;»tx€t_§x'«_-U _!rriirri, d'r iixchr c-iixs TU,;OMLÉTTC Einiüdmng rsr “__D!ét!'t.1[k_:*k§'_111"é.2 sérr Tir Vösdikxxiixén dsr MWFmäkzigM Beamxen „ck cmWisÖlt.“ “ Abg. Aaér U. (55911. ÖZÜXLTWJMI De“: KOMMÜÜOUIQKTTJZ K* rrir fxlzx akzixäiidcrm Z'. Karitrl ZH Titrl 4 dsr irxiraxrxrnden Angabrii: 511Dir-n'tcirkOinmsxißre"!Ocsscsxrxr;3,611 ?Ür diätarisck) défckxäfkigte
Vramts Und Unterdxamrr 17.111) *.*)iaßqads Ts: Umag? RU
3 304 985 “L M dkrriiiigsn,
_ Add. Sixigrr dsxiriiirdc-rs dis Erhöhts Fordsrung, die wxrsutlrch der Poxwdrwalmiig ;ufaUe, mir dsrii Hiiiwsis auf di? kärglmhé indldumg dsr Hiilerdrit-zr im Pdsrfack), auf YE dnrch SUUPTMJSUOSU Mdlréirdsn U'lscrskblagUTlJLn Herr_éiis dor Pdstdiilfsdsamtsn UND auf dem UTÖST: &in Wii _30 Millidiwii, DSU dié POstV-ILWQLTUUJ ?_Ulélé. Dis Erhöhung der Gedädér Diésék Bsaniteii, die 11__ch zrmwrit _m 1s_k_1r schlechrer wirrhscduftlichsr L gs [)e- faiideii, Kmpséhlé mch s0w0h1 im Jirtsrsffs der Bsamien w1€__ drr Vérwaltang. Beziiglick; der Hiilfédeamtsii déim Kairsrlick) Starisrifibsn Amt sri zu dsdausrir, dax“; dis UlLtLr- sUchung iibsr ki? Zastände iir dsmssldsn mit der Entlaffung dr.]: béiden Hiilfsdcamten, die 'die Bcicdwsrdzn durch Ver: öffentlickzrmg SÜW?) Artiksl-Z in drr „lekHZSitumg“ in die LEffCLtlichkLit grdracht, J€sck)[0s1811 WOWSU ssi.-
_ SiaatS:M_inister ])r. VOU Bostticdsr ddd d-krvdr, daß nUt_ dLr Unxermchizng dsr SlaMZanalt [Wim dissigsm Land: gértchx bearqtragt 181; _dtsH djirgd fiir die Ldjsktiditdt dsrsdlden. TW _(Ynxldmung WU YiilsHarbxitsrn fish? dem Direktor dss Statijthchsn Amts zu. Ein? chchw9rds dagcgsii dri ihm, drm Staatsyékreta'r, sei disbrr nichr Siirgsgangen; €€; sei dchhald an- zunehmén, daß dis B.,troffciiem nicht dsr USbékZSUZUUJ [thékh daß YUM Unrscht g€schsh8n ssi.
ei Schluß dss Blattds sprach Abg. Baumbach.
(Der Schlußdericht _üder die' rorgeüriae Sitzung ÖSZ Reichs: tages benndet nck) 1'1 OSL" Ersten Bxikags.)
_ - Dsm Rétchstdge __ist drr nachsi€hendr Entwurf eines Geysßss, betreffend VLS Koniulargericdtsdarksit in Samoa und dir» [l_edernahme einer Bürgschaft Sertensdes Rexch§1iir die durch Einrichtung einer anderwmr__e_n_ Rschtsdslegr dortssldst «wachsenden anthetlmaßrgen Ko1ien,zug€gangsn:
Wir Wixhelm, von Erkteß Gnaden Tsutscher Kaiser, König don
Preußen 2c. verordnen i_m Namkn dcs Rsicbß, track) erfolgtsr Zustimmung des Bundesratks und des Reicbstaxes, w.:Z folgt: _ _ Artikel 1 Ti? dim Kynwl dcs DeUtsÖen RLiÖS in Samoa kür die Inseln don Samoa zuitei'exirc (Garickotsdarkrit kann mit Zustimmung des Bundeskaibs durcb KaiserliÉe Verorknang eingeschränkt oder aaßer Uebur'g gescßt werden. Artikel 2.
_ Tie Uebernahme Sinkt Bürgschaft zu Lastcn dcs Reickos für die Koitcn _der an Stclle dcr Konsulargcricdtsbarkeit cimzurichicnden Rechts- pf'lege tn Samoa im Höchstbetrage von 200€) amerikanncch Danrs jährlich wird genehmigt.
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