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Bauernmädchen geschah. Für die Fürstlichen Personen waren alte norwegische Seffel auf den ampfer fochafft worden, während das Vi-r aus; alten norwegischen Silberhumpen ge: tranken wurde. * .
Unterdeffen hatte sich 'der Sonde-"zug Wieder in Bewegung geießt vnd hielt zunächst in Drammen an, wo don Gästen Sr. Majesiät des Königs Oskar em Frühstück geboten wurde. Der nächste Haltepunkt des Sond-rzuges war Skjsrkalen, auf weLchex Staxion “dis Merhöchstexi und Höchsten Herrschaften den S_ondsrzug _ wieder bestiegexz, um nach Hönefos zu fahrep, wo1€1hst sie Ankumt gegen 33/4 Uhr Nachmittags erwigte. Am Bahnhofe wurden die Majssxäten vom Ortsvorstand und einer Ehrßxmzache dsr 1. anankexie-Brigade, derkn Musikcorps die preußnchsHymne imoyirto, sowis von 20 weiß;]ekleidctén Mädchsn, dis Blumsn strsuten, empfangen. Nack) Abschreiksn der Front dsx Ehrsn- wachs heftisg-n die Erlauchleii Herisckpasten die bsreitrtethen Wagsn umd stihreki nach Glalvsd's Hotsl, mo um 41/2 Uhr daS Diner eingenommen wurds. Der ganze Weg dorthin war in sine wahre Fsstsiraßs umgewandelt und durch „e_me Stacketéinfriediqung bLZCichUék woern, die mit Fähniein dicht beikßt war. Vier Ehrenpforxen haite man an vsrxchiedgnen Punkten dieses We JES erbaut, ]“de in ihrer Art sin Méxxtergierk von kunstgeübter Hand. Die erste nur aus höliernen Erzxugmffen der Fabriken dex: Ort*:s _ Lk zählt ung;fc'ih:1500 EMWOMWY _ zeigte uns, was m2*1schlich3 Kunst Übsrhaupt zu €k1€1chMfV€tP mas. DiE iibrigen Ehrenpfortsn waren thnrmartig 11711) m
h:li§kenform gshulten, tiugen reich9n Enir'gjidk_1i;_u115 Em: blemen-Schmuck und waren eine jede dixrch_sitie xiiychs garze Kaisérkrone gskiönt, in WS1ch€r _ gkivinsrmaßexz Um 1318 Edelsteine dsr Krome zu versinnbildlichsxi _ elßkmiche 051111): lampen [LUchtét€t1. Zn DSU Straße.! hil'éstsn 018 Schulkind-Ir mit Fahnen Spalier. . .
Tér schöxrsie Genuß wa? natiiriich T-sr Anblick dLS hékr- lich-sn Waffsrfasch, wsicher von eiixm _Vei“§plateau h_érgb zuerst in KÜÖkÜOLUfOLM abstürzt 11:15 Lick) 55.1111 duxch verxchie: dene Fslébldcks in Skhkbi1ch8m (82111112 hmdUrciwnsYt, um dann “mit mächiigem Getose durch 016 Br_ii_ck€_zn 2001-3311 eilen. Uébér diése Briicke fiihrt? d1_é Fßmtraßéz _und Se. Majsstät [1810111109716 von da auI ZULM bei dcr Einsghri und später vom Hot.lpark aus das in Woxtsn kaum wxwdiZ zu beschikihsnde schems Jiatarichauspie1._ Arz der recht€n “Zeile der Brücks, i:;mitten aaf citiem von 11211 1chÜU1718110211 Wogen umtosten FelÉhlocke hatte man LWL]! ausgejtopxten gr_0xzen Bären mit offenem Rachen alH Symhql des Pérlizisr Stadtwappen? postirt: Der Kaisér 1181111? 11ch uber diesen Einfaii herzlich. Um 6 Uhr 11711706 miedér nach dem Bahnhofs unterfortwährsndsm REIM auigebrochen," und unter endlossm Juhsi setzte sich déi Sonderzug zur Ruckkehr nach Christiania in Bswegung. _ . . , _“
Zn TLÜMMLU wurde nur die Layer einer Vieitehtunde Halt gemacht, um dasslhst die Bégrüßung dxr Spitzen der Behörden [Uid einer Deputation dsr Dayélhii wohnen- de'n TéUlschSlk enixégenzmishmc-n. _TLS _Kaiiérs 11111) Königs Majestät unterhiélt Sich hisx 11111. den _em- zelnen Herren in 1€Utieligsi€r WMS, r_e1chte Einem Jeden die Hand zum Ilhschied und thriißte auch 1318 auf heiden Seiten des Bahnhofss, *.hZilH aux Tribünen, theils aui dsm Bahxistsige bsfindlichs, nach Tamenden zählende VolkÖmMgE, die unaufhör1ich ihre Hurrahruie ertönen ließ. Die Zahl dEr Blumenixräuße, WLlck)? hier von Damen dem Kaiser Überreicht wmde, war Legion, und bei der Abfahrt wurd? die juhelndé Bevölkerung dadurch noch hochheglückt, daß die Majestätsn auch d(m Volke wiezsr Blumen zuwarfen, Um die sich disses wacker stritt, 1391211 Jeder suchte eme dieser W[UMLU zu erhaschen. Bei _ der wundex- schönen Lage Drammens, desen Fjord-User UNd große Bxiicks ehenfalis mit dichten Menschenmenge!) besetzt warsn, machte der Aufexxhalt dasélhst und der Abichied von hort einen erhebendeii Eindruck. „In Christiania _ der Zug fuhr direkt von Trammm hierher _ traf der Sonderzug_kurz vox 10 Uhr Abends wieder ein. Nach dsr Ankumx iand au] dem Königlichen Schlosse noch 1111 Familismouper und MarsthaÜcItaisl 17-311, nach dersn B9€ndigimg König _Oskar jedem der Hsrren OLS Kaiserlichc-n (Hsfolg-es AUerhöch1tf€ine Photographis MÜSSUWL eigsnhändigcn Unterschrift überreichte.
Heute? (Sonnabend) Vormixtaa erfo1gte die Fahrt zur Lanvungstreppe auf dem Tordxiiskjoikplaß um 111/4_Uhr. Tes Kaiiérs und Königs Maj€stät r-krahschiedete Sich am dem Königlichen Schaoffe von Ihrer MÜ'LÜÜT der. Königin Sophie und küßte Aherhöckzstdsrielhsn wiedsrhuit die Hand. Mit Sr. Majestät dsm Kaiisr fuhren SL. Majestät der König Oskar, sowie Se. KönigliclxéHohNt der Krowprinz, ferner Prinz Eugen in Ysgieimng Zr. Königlicbsn Hohsit dss Prinzen Heinrick) von Preußsn imd Sr. Hohéit des ?rzogs Friedrich Wilhelm von Mecklenburg, um Haien, WMH“ kiihlifum dichtgedranßtauf den Tribünen die zziirstlichen Hsrrschaften erwartxje. Jm Empfangs- paviklon vsrahichiédete Sich Se.Maj-stät von dkn offizirhen Ver- sönlichkeitknund zog hierhsi tiamentlich den Bürgermeister Christie in sin längeres Gsspräch. Dann wuxde zu den Kaiserlichen Schiffen gekahrsn, mehreken derselben ein Besuch abgestattet und auf der „Hohenzoklern“ das Frühstück einge:iommén. Na 2112 Uhr Nachmittags hegahsn Sich die Hohen Herr- scha ten noch an Bord eines deutschen Kriegsschiffes, während
sämmtliche Schiffs salutirten und die VeYaHungI-Mannschaften an Bord paradirten. Später führte er Kaiser und König Seinsn Königlichen Gasxzeber und Höchsiheffen Söhne im Kaiferboot an Land zurii . In dem Boote hatte auch der zu Sr. Majestät befohlen gewesene Dienst Play genommen. Nachdem man wieder an Land gelangtwar, voUzog sich vor den Augen der zahlreickzen Zuschauer die ergreifende Ahschiedsscene. Die Monarchen umarmten und küßten fich wiedexholt, ebenso ver- abschiedeten Sich des Kaisers und Königs Majestät von dem Kron- prinzen und dem Prinzen Eugen, und dann stieß das Kaiserboot vom Lande ab, um dem „Kaiser“ zuzusteuern, an dessen Bord Kaiser Wilhelm Sich begab. Der Kaiser hatte die norwegische Admirals-Uniform angelegt und grüßte, auf der Kommando- brücke stehend, noch wiederholt der Landungsstelle zu, wo König Oskar, der die deutsche Admirals-Uniform trug, ssinem scheidenden Kaiserlichen Freunde noch lange nachbiickte. Der „Kaiser“ fuhr, nachdem die lutte fich in Bewegung geseßt und das norwegische Kanonen oot „Elda“ die Führung wie bei der Ankszt genommen hatte, als vorleßteH, die „Jrene“ als leßtes Schl . Als der „Kaiser“ in Höhe des Empfangßpaviäons vorü «dampfte, senkte sich die Kaiserßandarte für Augenblicke auf Halbmast, um gleiY darauf wieder hochzugehen. Kaiser Wilhelm ane Seinem öniglichen Gastgeber den leisten Ab- schiedSJru gesandt.
Heute fand eine Plenarßßung des Bundesratbs statt. Vorher tagten die verein“ ten Ausschüffe für“ Handel und Verkehr und für Justizwe en, sowie für Zoll: und Steuer- 'wesen und für Handel und Vkrkehr und der Ausschuß für Rechnungswesen.
Durch den Nachtrag zum diesjährigen Staatshauszhxlts- Etat find die Gehälter dsr Unterbeamten bei den Strafanstalten, die vom „Ministerium des szxiern alx hängen, wie folgt anderweit festgeseßt worden; 1) fur Hags- väter und Maichinenwärter von 1200 „76 bis 1800 „16,_1m Durchschnitt 1500 „16, 2) für Oher=Yufseher und Werkmeistxr von 1200 bis 1600 „E, im Durch7chmtt 1400 „(Q, _3) für Oher-AufsLHLrinnen und Hausmütter von MM bis_1500„16, im Durchschnitt 1200 „46, 4) für Aufseher und für die Führer bei den Erziehungs: und Beffemng-ZzAnsialten zu'Conrad-Z- hammer und Wabern von 900 „15 bis 1500 «15, im Durch: schnitt 1200.16, 5) für Auffeherinnen von 500 4.17. bis 900M, im Durchschnitt 800 „FH Jm Einverständntß m1t__dem Finanz- Minisier hat der Minister des Jnnertx beschlonen, 018916: gulirung dsr Gehälter der Béamten m_ der_i Kategorie]) 1 und 2 auch ferner vom Ministerium aus stattfinden zu_ lanen, den Obek:Aufseherinnen und Haußmüttern gllgemem das Durchschnittekgehalt zu gewähren, 1erner dis Au11eher_ 2c. (oor- ftehend 4) und die Aufseherinnem (vorstehend5) in jxdym Regikrungshkzirk je zu einer BssoldungSaemeimchast zu ver: einigén und die Gshälter d_erselheti vom 1. April 11. I. ab in dEr Weise abzustufen, daß für die Aufseher fünf Gehaltsklaffen zu 900, 1050, 1200, 1350, 1500 «FH und fiir die Aufsxherinnen drei Gehaltsklaffen zu 700, 800 und 900 «sx bsstehen.
Die Vevokimächtigten zum Bundesrath, Königlich säch- sischer Oberst von Schliéhen und Großherzoglich sächsischer Geheimer StaatSrath ])r. Heerwart sind von BsrTin ab: Zereist. .
Der Chef der Landgendarmsrie, General dsr Infanterie von Rauch, hat einen längersn Urlaub nach Böhmen an: getreten.
Der Ober : Quartiermeister ini _Großen Generglstabe, GerieralZLieutenant Graf von Schließen U., hat mh auf Dien6r611en begeben.
Der Oher-ngisrungß-Rath ])r. Scheffer zu Bromberg ist an die Königliche Régierung zu Düsseldorf verseßt, und es ist ihm dasslbst die Stehe als Oher-Regierungs-Rath bei dem Regierungß-Präfidenlen überLragen worden.
Dem R9gierung§=Affeffor Dombois bei der Königlichen Direktion für die Verwaltung der direkt-xn Steuern in Berlin ist die kommissarische Verwa1tung des LandrathSamt-Z im Kreise Prüm, Regierungsbezirk Trier, übertragen worden. Tér ngierungS=Asfeffor d? [a Fontaine zu Bromberg ist an die Königliche Regiexung zu Aachen und der Regierungs- Affeffor Schwindt zu Danzig an die? Königliche Regierung zu Könizshézrg verseßt worden.
Der neuernannte Regierungs-Afféffor von Puttkamer ist der König1ichen Regierung zu Danzig überwiesen worden. Die Regierungs = Referendare Winkel aus Posen, Tusbhen aus Marienwerder, 131". iur. Witte aus Breslau, 1)r. Jur. Erbes 161) aus Tiiffeldorf, Ramm aus Sigmaringen und von Keudell aus Kassel haben am 5. d. M. die zweite Staat?:priifung fiir den höheren Verwaltungsdienst bestanden.
Bayern.
Münchén, 7. Juli. Der Minist:r-Präfide_nt Freiherr von Crailsheim hat sich, der „AUg. Ztg.“ zukolge, heute Vormittag mit dem Schnellzug Über Landshut nach Passau begeben, um die dortigen Bahnhoföerweitkrungen und Umbauten zu besichtigen und sodann die Nottsthal: bahn, sowie die beiden demnächst zu eröffnenden W'ald: bahnen Passau=Fürsteneck und Gräfenau-ngiesel zu inspiziren. In der Begleitung des MinisterWrändenwn hefindsn fick) die Herren General-Direktor Schnorr von Karols- feld, Ministerial=Rath Ritter von Oswald, Ober-Reßierungs-Rath Ehermayer und Genoral-DirektionS-Affeffor Abt.
Sachsen.
Dresden, 1. Juli. Se. Majestät der König hat, wie das „Dresd. Journ.“ meldst, den LherCeremonieymeifier, Kammerherrn Frciherrn Alfred von Miltitz auf 16111 An- suchen von den Funktionen eines Königlichen Cer9monien- meisters unter Vslaffung seines Titels und Ranges enthoben.
Oesterreich :Ungarn.
Wien, 8. Juli. (W. T. B.) Das „Wiener Frem- denblatt“ hebt mit großer Genz: Zhuang di'e_ be- geisterie Aufnahme der österrei_isch-Yngar11chen Schützen in Berlin hervor. Es präae nch darm die gegen- seitige Sympathie der beiden Völxer und das treue Festhalten an ihrem Bunde aus, und stimmungsvokl hätten dabei die Worte des Führers dér italienischen Schüßsn hin- eingeklungen, sodaß das Schützenfest in Berlin als eine_be- merkenswerthe Kundgebung für die Friedensallianz erscheine.
Großbritannien und Irland.
| London, 8.Ju1i. In der gestrigen Unterhaus-
si ung gab, wie. „W. T. B.“ meldet, der Erste Lord des S a e:» Smith die Erklärung ab: Die südliche Grenze des ' alfischbay-Gehiets fei leider nicht genau definirt; es „ seien daher zwischen den, Behörden des Kaplandes und den deutschen Behörden im Damaralande Er- öxterungen darüber entstanden, ob eine gewiffe Landstrecke, die als Wassersiation für die Straßen von der Küste nach dem Jnlande wichtig erstbeine, in die Grenze des Walfischbay- Gebiets einb? kiffen sei. Ein Versuch, die bestehendexi Mei- nungWers iedenheiten durch eine gemeinsame Kommission zu regeln, sei fehl eschlagetz.. DZ der englische und der deutsche Kommissar ich nicht geeinigt hatten, seien in dem en lisch-deutschen Adkommxn Bestimmungen enthalten, um ie Angelegenheit einem Schiedsspruäje zu unterbreiten. „ „ Der „Observer“ schreibt: „Die Opposition, wel e sich
in dem Sonder-Ausschuß zur Begutachtung der Bo chlage der Regierung für die Uebertragung von Vorlagen
macht es in dieser Periode der Session unthunlich,_ die Suche weiter zu verfolgen. Die vorgejchlagenx neue GeschaftSordnunZ wird folglich dem Hause der Gemeinen mcht unterbreitet werden. Unter “diesen Umständen wird, wenn der „Obseryer“ recht unte:- richtet ist, eineHerbsisesfion zur Durchführung der "m der laufenden Session nicht erledigten wichxigen GLsLHLkltskafe ahgehalten werden müfsen. Da aber im konservativen Lagex keme gryße Neigung für eine Herbstsesfion zu herrschen scheint, _fo Wird der Re ierung nichts anderes übrig bleiben, aiß hte noth- wendig en Geschäfte der Session so rasch als moglich abzu- wickeln, und die irische Güterankaufs-Vorlage und Vielleicht auch du? Zehxtten:Vor1age gänzlich faÜen zu lassen. Die_Agttation unter der Londoner Schußmanrx- schaft ist in ein sehr akutes Stadiuxn getreten. Die „Ang. Corr.“ bericizl-zt über dem Anlaß daxu: „In der Bowstreet-Polixeistation kvislte sick) am Sonn- abend eine errcgte SLM? ab. Ein Säoußmann, der Führer feiner Kamcraden in der Aßitaiion um kürz-sre Dienststundm unD höhere Bewwvyx, er nacb ciném anders" Distrékt veissßt worden- UW “„Im"? Ubkk diese Mäßrégei versagten ki: meiiten SÉUJ' leujs rhrsn Vorgeseßtxn “den Gehorsam, in Folge deffen nabézu 50 SchuyJuie suspendiit wurdsn Zur kaältigung d&“- N.:chtdic-nsies anf kxn Straßen mußKn am Sonntag Abend Schitßleute aus drei Vorstudien „bekanaczchn Werden. Die Ersaßkonftabler wurden von den !uEpendtxten SÖußleutexi verhöhnt. In einer Versammlung von Delegirtcn sammthckxer hauptstäktischen S&i'ßscrxte wurde beschlossen, am Myixiag Abend zu cirkm all:.iimsinen Ausstand zu scßreiten. 370118 515 daH-n uicht ei:.e cxümstixyz A::xwort auf ihre an den Mini::kr Déi- Innern ngÖtrw Antw-x-rt ('ina-«xangen sei. An die HZUÖWÜTÖI und_Lad.-nh.fiß;_r wrd cine Auikorkxung gerichtet werden, ihr Eigeuthxm )xibkr 311 563125195“; “ “m Uxiterhausc erniiderts gsste'rn 5er Staatssekretär des “ nnern Matthews in Bsantwortung einer 'auf die Bewegung bezüglichsn Anfrage: Di:? Zeitung?."meldungen über die unter der Londoner Schußmannschaft aus- JLÖWÖZULR Unruhen ieisn sehr übertrieben. Nur 39 junge, unerfahrene Polizisten hätten sich am Sonnabend in der Bon-ftrxeiStation einer Jisuhoxdination schuldig gemacht, und diess seien OethaW heu.e einlassen morOen. Die alten, erfahrenen Folizisten dagegen betrügen fich würdig _der Traditionen der
ondoner Schußmannschaft. Uebrigens 1eien von dem Chef (er Polizei die umfassendsten Maßregeln getroffen, daß die Polizei der gekämmtcxi Stadt dis ihr obliegenden Pflichten im WMW Mcxße erfülle. Inzmijchen ist es, laut Meldung des „W.T. B.“, gestern Abend zu Nuheftörungen in der Bowstreet gekommen, wslche den ganzen Abend über fortdauerten. Gegen 9 Uhr hatte die Menschenmenge dort derart zugenommen, daß ße die ganze Straße (lte. Eine stärkere thheikung berittener Polizeimannfcha ten versuchte die Straße zu säubern, jedoch ohne Erfolg. Es wurden mehrere Personen verhaftet und eine Anzahl verwundet. Eine Abtheilung Kavallerie mußte den Wagen des Prinzen von Wales, als dieser die der Polizeikaserne gegenüber liegende Oper verließ, be leiten. Nach neueren Meldungen des „R. B.“ seßten fi gestern die Unruhen it) der Bowstreet bis tief in die Nacht hinein fort; erst heute nüh gegen 2 Uhr begann die Menge sich zu zerstreuen. Die berittenen Polizeimannschaften wurden durch Schußleute zu Fuß erseßt. Die durch die Volkshaufen an- gerichteten Zerstörungen sind beträchtlich; viele benach- barte Häu er wurden beschädigt, zahlreiche Fensterscheiben wurden zertrümmert. Die Zahl der verhaftetenPersonen ist eine sehr erhebliche Nicht minder ernst hat fich die Agitation unter den Londoner Briefträgern gestaltet. Eine große Menge derselben in den westlichen und östlichen Stadtbxzirken wüxde schon am Sonnabend u einem Ausstande geschritten sem, wenn fich nicht die Exe ative des Briefträger-Verhandxs ins Mittel gelegt hätte. Gestern Abendsollfe eine Maffenvermmm- lung abgehalten werden, um einen endgültigen Beschluß zu fassen. Inzwischen wird der gewöhnliche Postverkehr nur mit großer Schwierigkeit bewältigt. Die englischs Kris smarine erhiélt am Sonnabend einen Zuwachs in em gepanzerten Kreuzer „Blenheim“, der von der Werft der Thames Ironwork and Shipbuilding Company in Blackwal] na_ch voilzogener Taufe durch die Gsmahxin des Admirals Hopkixis, eines der Lords der Admiralität, in Gegenwart einer großen Zuschauermsnge vom Stavel lief. Der „Blenheixn“ ist 375 Fuß lang, 65 Fuß breit, hat emen «Tief- gang von 25 Fuß 6Z011 und ein Deplacement von 9000207» Kran seiner Maschinen von 20000 Pferdekraft 1st ex im Stande, nöthigenfaüs 22 Knoien in der Stunde abzuuiickeln. Die Panzerbekleidung ift stellenweise 6 Zoll. stark. Die Be- waffnung des Kreuzers besteht aus 9 zweizölligen, 24 Tonnen schweren Kanonen, 10 sechSzölligcn, 5 Tonnen wxeßendenGe- schüßen , sowie 16 Dreipfündern und Nordenfeldt'1chen Mitraiüeusen.
Frankreich.
Paris, 6. Juli. Der „Fr.C.“ eninehmey wir „don nach- fishenden ausführlichen Bericht über dl? gestrige Sißung der Depulirtenkammer: _ _
Auf der Tageöordnunq stand die ertte Lekmg dcs Vom Senat genehmigten Gesetzentwurfs, bekreffend 'die Arbeit der Kinder, minderjährigen Mädchen und Frauen in “cen Fabriken. Da dieser Gegenstand schon in den leßten zw..i 3-11;an ausgiebig er- Ölsckl worden war, so wurde nur dem Namsn nach eine General- debatte gehalten und dann sogleich die Verhandlung über Art, 1 be-
gonnen. Derselbe lautet: ' “_ , .
Die Arbeit der Kinher, mmderxahngen Madchen und Fraxxen in dm Fabriken, Werkstäiten, Bergwerken, Grubkn und S_tem- brüchen, Eauvläßen. Atelteks und was damit zusammenhangt, welcher Art sie auch sein möge, öffentlich oder privat, welt_lieb oder geistlich, gleichviel, ob diese Anstalten den Charakter eines Gewerbe- Untcrricbts oder der Wohltbätigkeit tragen, untersteht den von dem Gesc?1 bestimmten Verpflikhtungen. ,
uSgenommen sind die Arbeiten, welche in solchen Anstalten außgefübrt werden, wo nur die Angehörigen der Familie unter der AUffiÖT des Vaters oder der Mutter oder auch eines Vorwixnds arbeiten, vomußaesext jedoch, daß diese Anfiaiten nicht als gefahr- liche gesundheitsschadliche oder belästigende Y_lmsirt sind oder_ daß die Ärbeit nicht mit Hülfe von Dampfkencln oder mechanischen Motoren_ vz): [ich gebe.
Dcx Lozlölisii1che Abg. Dumav- entwickelte ein Amendement, Tem zuwlge der Aufzählung der abriken. Werkstätten u. s. w. noch die Worte: .Scbreibstuben und erkaufSläden' hinzugefügt, Warden sollten._ Der Berichterstatter Waddingtpn enxhegnete abxr, _etnesolcbc Beschrankung könnte zu weitfübren. Der Anita,; wurde mit 284 gegen 222 Stimmen verworfen. Absasz 1 des Art. 1 drang sodann durch mit einem Zusatz von Bals an, demgemäß die Bestimmungen des Ge- setzes aucb für die in Fabriken arbeitenden Ausländer gelxm. Fu Ab- satz 2 brachten Balsan und Aynar d die Streichung des Scblu es des Aitikels, betreffend die Venvendung von Dampffeffeln oder mechanischen Motoren in Vorschlag. Avnard, Abgeordneter von Lyon, begründete
auf die nächstfolgende Parlamentsfession bekundet,
den Antrag, indem er auf die zahlreichen .Familien-Atelierß' bin-
wies, welehe in seinem Wahlkreise e istiren uud jt '- wied“ mehr in AUfnabme kommen. „5 se "mg“ Zeit
durch GaSmotoren g-strisben,
liegenden Wortlaut angknommen würde, so wär? Dies für di: Fa- milien-Yicliets mit ihrer patriarchaliscben Cinxicbtung, aber ihrcm vervollkommueten Wérkxeug sin erbeincber Schaden. dicser Vorstellungen wi'rde der *Unirag mit 274 gegen 200 Stimmen
verworfen und der Teri des Art 2 lautet:
Die Kir-der dürfsxx vxn Meisiern nicht vor dem zurückgelegten
13. Altersjahre Beschäftigt
aufgezähltsn Anstaltén zugelaffen werden.
Jeni- Kikidék jedoch,
1882 eingefhhrtx AbgangszeugnZßaus der Primärscbule (Gertiüaar ä'étuäss pnma1tes)befißen, durfen vom 12. Alteréjahre an be-
schäftigt werden. Auf aÜe Fäüe darf
enannten Anstalten zuzelaffen Werden, wenn es nicht mit einem arztlichxxz Gesyndhcitßzeugniffe vexsehen isi, welches einer der mit der Aumck)! ubér die kleinen Kinder betrautsn Aerzte oder ein
Schularzt aussesieüt hat _ „Ja, den _WaxsenZ'äusur tbaxigketxsantialten, in We
darf dt: Erlernung eines Berufs oder dsr andarbeiten drei Stunde:: täzlich nick): übecsckyréiten. H
Der Gra) de Mun befürwoxteie warm und beredt die Streichung
des Absatzes "., welcher ken Mit Einem Schleeuzhiß Versehcncn Kin-
darn von 12 Jahren 1151 Zu es nach seinem Sinne «inge,
14 Jahren die W2rki“ätte betrekn; er :roll: - “3x - zurückgelegten 13, * Jahre * |ck ! VÖ UW rnit dem
der „Pyrmäxikhuie bcwsise gelehrtg, mcht aöer, 5
entwickelt ist, um eiae zehnstünkige Nibcik obne Nachxheil
für sein ganzes Leben zu (3ka
Wurde. 111th der Redner hinzu, so würden di: Kinder wie in einkm Treihhause' zig (Erlgngung dss Csrtificai d'étuxes xxedrängt werdsn, damit sie ein 3.117,81" früher ihr Brot VZrkienen könnten. Der Sozialist Dumay unföriTu tc den Grafen de Man und alle Widcrreds des add ingto n half nichts gegen die vereiaigrsn .Kon-
Berichterstattkrs servaxiven und Revolutionäre Stxetébung des Aßéases 2. Artrkcl 3 begynnen, Dexselk .Die Kinder Unter 1
und die anuen dürfe.“. nicht über zehn Stunden täglich zur Arbeit
angehalten werden.
Dixie Arbeitszeit muß durch eine oder mehrere Rasten unter-
brochen uzerden, :: zusammen nicht weniger als eine Stunde aas- machen durfen Und wahcsnd welchxr di? Arbsit untersagt ist.“
Die ganze nun folgende
des Abg. Chißhé, welcher folgende Forderungen aufstellt:
Die Kinder beiderlci 14. Altersjahre nixbx üb;
üker 8 Stunden 1äzlich arbeiten. Di: mxnrcrjährigen Mädchen
und die Frauen nicht über
Balsan Mxp'fahl dic Anyahme dieser Bestimmungen und Graf de Mun setner1eits trat dafur in einer fcurigen Rede ein. die er
mit der Aufforderung an Fra
Kongrxß voxgzxüchncten Bahn den anderen Völkern als Leuchte zu dienen, V."“; :::igeacbtet wurdk der Artrag Chické durch Händkauf-
beben verworfen.
Rom, 7. Juli. Die o_on Verhandlungen d
_lische'rz Regierung iiber die Abtrstung des unter italiennchem Prqtektorat stehenden Somalilandes an Eng- land_ und„übex die _Ueberlaffung des Bestßes von Zeilah an Italien fur ganzlich unbegründet.
Madrid, 7. Juli. (W.. TV.) In den beiden Häusern
der Cortes wurde heut
lesen, welches die Sißungen derselben sUSpendirt.
Niederlande.
Lu emburgß, 8. Juli. (W. T. B.) Bei der heute stattgehci ten Erganzungswahl zur Deputirtenkammer ist der liberale Bras) eur gewählt wordsn,
Brüssel, 4. Juli,
fur die' Veröffentlichqng der Zolltarife wird am 1. April 1891 U) Brussel" eröffnet; diejsnigen Staaten, welche noch n1cht_beigetreten und, dürfen es nachträglichthun. Die inter- nationale Zoéltarif-Konferenz, an welchek42Vertreter von 35 ausländnchen Staatén Tßeil nehmen, hat, wie man
der „Wzs.=Ztg.“ bsrichtet, Un'terzetchnungs-Prot okoll meinsamen Kosten üb : r die
die Art unh Weise, den Ort und die Zeit dsr Zahlungen, wie das Jykrasttretßn _des intsxnaiionlen Abkommens auf den 1. April 1891 xestxeßt. In der morzigen Schlußfißung wird nur noch die Unterzeichnung des internationalen Uedereinkom- menS, der _Ausführungßv-srordnun und dieses Protokolls er- folgen. Die Konferenz hat ihr:: Zl U h Griechenland.
1 en, 7.3u1i. Die russische Regierun at, der M- „AÜJ- Ztg.“ zufo_lge, hierher mit etheilt,daß der rgu? Thronfolg er aux seinsr bévortehenden großen Seereise auch Athen und dann weiter verschiedene andere hellenische
Städte besuchen werde.
Montenegro.
Cettinje, 7. Juli. und Vetter des ürsten,
„Neuen Freien reffe“ ?ufolge gestern ermordet worden.
Der Mörder wurde an
Amerika. Vereinigte Staaten.
Der Senat hat, dem
Resolution, nach welchsr Vehufs Berathung der Tati b'll die Erledigung der übrige n gsseßgeberischen Vorixiglen
vertagt werden sollte, gelehnt.
_ 7. Juli. W. T. „V.) Die Meinungsverschieden- " ommtssion des Senats und der Reprgsentatztenkammer über den vorliegenden Entwurf der'Silberjbxll find nunmehr beseitigt. kan11_chen Mitglieder der Kommisfion haben einem Verglei Zu emmmt, nach welchem das Bundess ßamt monatliZ
heiten in der
Unzen feines
Schaßnoten sind_ in gemünztem Siler einzulösen und «ttendectitlngeseßltches Zahlungßmtttel. Senator Sherman
wird. Die Mitglieder der versammlung zur Bestätig
encht ab, welcher dem Senat vorgelegt werden
ier werden die stßüble oft und wenn nun der Artikel in dem vor- Ungeachtet Ausschuffes aexebmigt.
und eben so wenig in die in Artikel 1 welcbe das vom Geseß vom 28. März
kein Kind unter 15 Jahren in die oben
n oder in Aziixel 1 angedeuteten Wohl- lcken ker Prtmarunterricbt ertheilt wird,
tritk in_die Werkstäiten gestattet. Wénn To :ursken ubsrbaupi kein: Kixkk-Lk unter
Hegnügen. _ Daß Ahgangszsugniß Zur, daß em Kind aufgewcckt und ax; cs auc!) körperlich hinreikhend
agen. Wenn Absay 2 aufrecht erh:ltsn
: 378 gcgen 105 Stimmcx bLsÖlxffcn die Daxxn Wurd: noch die Berathung über e lautet:
8 Jahren, die minderjährigen Mädchen
Verxthung drehte sich um einen Anita.)
Gssch1echts Türf'en bis zum vohendetcn : 6 Stunden, bis zum 18. Jahre niÖt 10 Stunden.
nkreiä) schloß, auf der von dem Berliner
Italien.
„Rifomqa“ ,erklärt die Nachrichtén er italienischen und der eng-
Spanien.
6 ein Königliches Dekret ver:
Belgien. Das internationale Bureau
in i'rer ge=1rigen Zißung das genehmigt, welches die ge1ammten gx theilnehmenden Staaten vertheilt und
ufgabe somit schnel] gelöst.
sische
Der Kommandant der inbgarde BoSco Martinowitsch ist der dem Marktplaße gelyncht.
Washington, 7. Juli. „W. T. B.“ zufolge, heute eine
mit 23 gegen 20 Stimmen ab:
Die republi-
Silber ankau en dürfe. Die
Kommission find zu einer Haupt-
Xpäixr werden die bezüglichen Berichte dem Senat und der Sprafßntarxtenkamnzer vorgelegt werden.
, Fiir die Marine der Vereinigten Staaten find nach Mitthexlung des„Engineerina“gegenwärtig auf amerikanischen Werften sieben große Kriegsschiffe im Bau. Der „Co!:corx)“ ist soweti vorgeschrinsn, daß nächstens dis Probe: fahrten'stattfinden konneh. Der „Renington“, in Chester er- ba_ut, _ij vor kurzer Zeit vom Stapel gelaufen. Für zwei sritklamge Kanoneuboote, Nr. 4 und 5, sind die Kiele gelegt auf der Werft der Bath Fron Works in Maine. Für zwei Kreuzer, Nr. 9 und 10, ist Ürzlich den Columbian Iron Works die zweite Rate; ausbezahlt. Die bei diesen [?thren Neubauten verwendetLL Kiels und Steven find aus Gußstahl von der Stahdard:_Ot_ah'!g_ußfabrik hergestellt. Im Bau dss „Tka“ ist 8111 unsreimilhger Aufenthalt €i:1getrete.1 durch einen un- vorhergesehsnen Feh1er des 1chweren Hinterstc-vsns. , Mexiko. 5299 AuLgabenbudget für das Finanzs- 1511518901891 ist, _mi-Z die „Msxikanische Finanx-Revue“ miitheilt, Jom Kongr_-.ß WW folgt festgesteUtworden: 1) Lsgis: latwer _Korper 1054 036,50 Doll., 2) Exekutiv-(Hervalt 4984945 “.O-311, 3) Maaistratur 46888425 Doll., 4) Ministerium 08-3 Yeußersxi 462 517,25 DOÜ., 5) Ministerium des Junexn (Poxiuyd Tslegraph einbegriffea) 3678 679,70 TM., ' 6) 2)?111=1ter_1um der Justiz 11110 BSS öffentlichsn UhterrichtJ 1 39394240 Dol], 7) O:“ffentliche Arhsiten 7310 326,50 Toll., 8) FinaaniniJ-érium 11 365 207,09 YOUR, 9) Armee imd Marine 12 629 543,90 DM.; ngme 38 413 017,11 Dokl. "Di? Einnahmen für das gleiche Finanzxahr _wurdén Nranschlagt mix folgt: Zölle 26200000va011, föderale Konsamsteuer 1 500000 TOL, Stempelgehuhren_ 9400000 Doll., direkte Steuern 1 400000 Danr-Z, LOUSUS 300000 TM., Post und Telegraph 1200000 DLM, versckdisdsns Einnahmequellén (Eintreibung 1U5Y0U0F08RÖ SäteueÖrJ, Verkauf von YationalläkridFeien 2c. 2c.)
0 ., iin Zsre kams „70000 „2.0 .; “U
41 770000 Dol]. 3 ck, C mme
San Salvador. YÜÖ einer Meldung dés„N. B.“ aus M 2 Li k 0 vom 4. d. M. VZrÖss€111[1cht€ di? mexikanische Amtszeitung ein Ylsgraxnm dS-Z Gensrals Ezeta, wox'in 0611211)? an- kundigt, daß er die Pyäsidentfchaft von San Salvador angetreten hahe „als Nachfolgsr des Gencrals Me: nßzidez, der, wie die Depssck)? besagt, gsiödtet wurde, wahrend „Zr, seine Am25wohnung verthéidigte. Präsident Diaz de_ytatigte denUEmpsamg des Telegramms des Generals Ezetg_au7 tclegraphnchem Wege, und es unterliégt keinem Zwsxsel, daß *).-(inko die neue Ordnung dsr Dinge in San S_alvador imsrkxnnen wird. Das Journal „Universal“ theilt mit, daß die Leiche ds“; Generals Mensndez von Kugeln durchbohrt gswsjen sei.
Asten.
„ Ching. Tch „Neutsx'ick)? BUWAL“ Mkldét aus Shan_ghai vhxn 5. Jah, daß die chinesische Régierung zum Bau 11rateg11cher Ei1enbahnen in Ver Mandschursi
ein_e Anleihe vori 30 M*“.[lionsn Taels amerikanischen Silhsrs aurzunehmen beabyichtige.
Parlamentarische Nachrichten.
Be: der am 2. d. M. im 4, Potsdamer Wahlkreise (Prenzlau : Angermündé) stait ehahten Reichstags: Nachwahl wnrde _nach amtlicher Zststeüung der Geheime RegierungHRath mix) Landrath vnn * intsrfelo-Menkin (koZn) mit 9968 St. __gswc'ihlt. Von den Gegenkandidaten erhtxlten RittergutJhenßer Rohland-EHoldhain-Zeiß (steif.) 4205, Tapezierermehter Wildhergsr-Berlin (Soz.) 13-16 St.
Kunst und Wiffenschaft.
_ Oßgleich die am Vcrgangenen Sonnabend eröff-«ete große akareixjt1ch2 K*uwtai-Zstsllung, wie Nahe liegt, die HauptanziebungSkrafi auf di.? kunstjievenre Welt dsc Reichshauptstadt ausübt, so findet der Kunstfreund. rre1chsr gérn kleinere Ausstellungen hesuckot, doch auch im Lokal des Vereins Veriiner Künstler eine Reihe Von Werken, Welche der Veackxtung durchaus Werth sink. Lenbach ist dort augenblickliÖ mit 11132in111»?an Okklkelén; das Eine keiselbcn, Kaissr Wilhelm ]., besxätxgt die immer (1wa NeUe gémach1e Bsodacbtung, daß Lenbaä: kci keinkn Porträté mit der Ausführung des Apgsfichts sein_e Aufgabe als exledigt Letrachtet_ und aües Uebrige, Hände und Kostüm, als Nebenyache ansicht, aus die ein Künstler, wie er, keine Rücksicht zu Nehmen brauc'ht, Dak- irreite Bild, ein Porträt des Prinzen Rurvri'cht von Bavarn aus deßén Knäbenzsit, ist so nach- gedunkilt, daß man fich 1207; dem ur'prüngiicben Kolorit kaum noch eine rechte Vorsxellung machen kann.
_ Von Schlabis ist ein „in Lebénsgköße ausgeführtes Poriräl (Kniestück) Sr. Majestät dés Kaistrß Wilbéim 11. auSJesteÜt. Während b€1_Lenbach rie intensiven Töne beliebt smd, zei : sicb Schlabjtz in kéejem und einem anderen Biid als Anhänger eüer Farben. Die Aufgabe, wklche er fick) x_nit dem Kaiter-Porträt steUte, war keine leichte, und cr steht mix jrinem Versuch, nach Art Herkome:'s eine hellgeklcidets Pkrso" aus e_iném then Hintergrundes darzusteücn, ent- !Öieden dem deutsch-engli1chen Maler nach Der Kaiser träxxt ki: Uniform rer (Harrks du Corpß und zwar den weißen Rock; da nun der Hintergrund, cin Vclaxix'ty, aus we_lckem der Reichadler bcügrau bervortritt, qu'iÖfQU-Z kreis; 111, so entrtand die rage, ob sick) die Gestalt auch n*irkung§_r021 _von dem wet en Grund;.- ab- bcisen würde. Tie 8511174; !st Hem Maler nur theilweise géglückt. Dcr erammtezndrch des Bildes ist" ein frostiger geworden, das Auge wixd beunruhigt durch das zu viele Wei“. Gegen die Porträtähnlichkeit l_äßt sich nur ws Eine cinWendxn, da? der Außdruck der Augep. nicht ycharf genug ist, _sondern unbestimmt erscheint, namxnxljckz, was. das xecht9 Auge betrifft. Wenig einverstanden wird sxch mancher Bejcbauer m:: der Haltung erklären: der Kaiser Wendkt das Gesicht dem Betrachtendken zg, der Leib ist jedoch zur Seite ge- dreht, und um etwas Leben m dte Gestalt zu bringen, ist das linke Bein nacb v-Irn gebeugt; dadurch bekoxnmt die Figur etwas Gezwun- genes und wirkt un_fret. Unqegchtet diem nicht zu bestreitenden Mängel ist d„Scbtlabiy' Gemalde ein f“letßtges Werk, das entschieden Beachtung der ten .
Jos. RummelspaÖer, vcn dem verschiedene Bilder hier zu
“
welcher das hier Gssagte aufs Neue eine Beitätigun abren dü ' Körner läßt in einer orientalischen StrandlandschFftéfeiner RULEZ; zu leuchten'psn Farben freien Lauf; soeben geht die Sonne unter, ihre G_lutb skbeznt dre Felsen dcs Gestades zu schmelzen. fie leuchten, als waren fie_ im Begriff zu_ie!f1ießen. Während sie 'die ganze Gewalt des sche1dende_n 'Taqgßttirns empfinden, licgt die Sohle dis Uferihals bereits in hlaulichxm Schatten, eine kleine Gesellschaft Ut gm Ctranhe gelagert_ und .*tent als anmuthige Staffage. Auch des- ]xiben _Ykeziters Genxaide „Toleko am Toko“ zaubert uns die Reize emer )udltchen Lankichaft in all ibrcr SUÖÜbéit auf die Leinwand. JJ Insch1uß _an diese treffiichen Bilker sei O. Prellcr's „:“-abtaco' erwahnt,_ sine in heroischém STZ] gehaltene Landséhaft, in welcher Zuch dcr ukli-er fiötenblaZSnDe Faun nicht fehlt. WMW nehmen 11ch JUL" TU?“ [?Bk-ZNMM große Werk die Miniaturbilder ?; Hogizet's aus, so zierlich kcmronixt und gemalt, daß fis dxm Salon Liner Dame zum kekxénkstén Sckouxuck dienen würden; fie übér= Treffen die dxneöen hängenden B 75 ker'sÖen, we1che flüchtig gkmxlx sim) 11551239 alte immer ivisdxr gesehene Motiv hchankeln. Genannt s'“ ]::er Hilxiers unt eincr solide dUkÖJefilblTM „Winterland- 1chast', ferner die .Ahxxnddämmerung““von L. Hsrmxs, R, Tkkbé A._Lutteroth_mit 1811122511811) abgestimmten .VéUa Piuma': Jugel's ,Lar-dxcHaxt mtt Schafhsexde' sei gleichfaUS hikhr vkrgsfferi schon wegen derteffskwosimx FarDen-xehung L. Munthe [737 ' in [Uher „Niederrheingegßndk dak; T:».xnstige 5-21: Temverarak i'ccht ge- 1chxckt anzudeutsn vertxanden, a::ch OLOCX'S .Hsrbstlandiécaft“ tit e/imekender Betrachung _wkrtb. Rieth? zeig! fich als gswandter Kreidkzeickoner, dkr xo geickxickt dsn Stift JU ÖQKTÜÜ'ÉM Miß, dai; sr den Eindrück echs Gemäldks ?" scinen .Marixisstücken“ eZzisli-ikie AbtönU-gen smd fein kurchgefübki Und 5112 Härten, rris man [7172 O'"! hei Kreidewicbyungkn ffndet, glücklich verknicden worden.
Die Landjcbast und das P.'rträtiach, aus dem noch H. Büch- mann's Damcnhildniß hervorgshobkn 121, sind in "den Ausstellungg. räumen des YSkelNZ Berliner Künstler wie auch überhaupt auf dér Mehrzahl u:;[eréz' nquren Ansstellungkn heiser vertreten als das GMK. Cs Yemf „WT, als seien unssr: Künstlkr in Verleuenhéit Vetrxffs 172€ ::wffs; oft find EI 10 nichtssagsnxe Motic-e, daß man sich ubs: ihre Wahl ryumkert, oft auch ist ck die natucaiißisÖe Lar- stellang, wc1chxe b_2_uxe für chic: gilt und m2nécm das Genre vsxlcidat. Numez Vals iilhrt uns sine Sekne aus dsm modernen 921211171)th- 1ichen Lehen x_or: ei-Z juxige Dame nimmt von ihrer im Couxé errisr Kian; abfahrenken MUtter zärtlich Ah- schied, wahrz-Zid 'em (Mirreéwnder ssinen Kcffer aiif ka-I Gepäckhrett l-rgt. Was ttt dies Wyhl eigentlich wc-iter (115 ein Vyrxxurf tür 8177? AugenblicksvhoiogravhteZ __Von kei“. Gssickxtera dsr kreé Personen sieht man Wenig, das _SeelUxL-é, Gkiiiisc sviklt (1175 "cier eine sehr untrrgeocdnxte Rolle, itatt dessen erblickt MTU lic Rückseite (“cr jangén Da_me 11110 das nüchterne Aeußere des Waggons. Fürwahr, Zeit und ZNUÖL könnten v0n_Vai§ wie von so vixlen unserer Gknremaler an x:".terenantkre_qugange_ gewmdet Wkkkkn, als .in einkn so nicht§- 15951er, aUtagliÖen,_ m wclÖem noch dazu das eigen11ich Packende der Schmerz dés AhrÖiedks, am schwäÖsten bewni ist“. ,
Handel und Gewerbe.
Danzig, 8. . Juli. (W. T. B.) Die Einnahmxn Marienburg-_M_l_a wkacx Eisenbahn hstrugeh im YZONQT B?;ri 1890 nach Provttcr11ch7r Fcitstellung 102 600 „FC- gegen 15“) 907." „46 nach VroVisOkisck'kk Festitellung im Juni 1889, mithin wenirer 53 301“ „i(- Di? dkfininxe „Einpahme im Juni 1889 bkkkU-Z 151 834?“
„Harburg, 3. Juli. JU _Zxr ?,?.xxigen ordemxiichi ((Rn.-ml- verfammlung der Unter-„E1be'ychkn Eisenbahn-i-„Hesel [schaft wurde nach Vorlage de§_Jabresberichts, der Bilanz Und Dcr Gswiun- Mid _Vexlust-RechnuW fu_r das Rechnungsjahr 1889 90 dem bisherigen Vor!t_a_nd Decharge crthetlt und die Vertheilung einer Dividende von 470 fur dre Aktien [Ltd .S., und Von 2,01% für die Aktien [.jtt 13 he1chloffén. „ ' '
Hauibyrg, Z. Jult.__(Wes.-Ztg.) Die Bürgersckoafr ver- handextz in ihrer Zestrtgsxi Sißung längere Zeit iiökr eine Vorlage VLS. Se_na1§, dg Ahan_derung des (Hefeßes, betreffend die Lo1chzett 7_ur_©e_e_1chtsfe im Hamburgi1chen Hassn. ES xvar nameptlxck) eine Koüektivcingabe an den Henat von den Rhedern tn chnron, Liverpool, (Ylakgyxv, Greexock und Dundee gelangt, welche fich iibcr ktzLangeq Loscbfrtnen in Hamburg glaubte beschweren zu muffen. Der Senat hatte daher die englischen Rhederéien veranlaßt, eine Anzahl Tslegtrter hierher zu entsenden, um in dieser Angelegknhcit mit ?er'Handelskammer zu verhandeln. _Die dieserhakb angesexzte Konferenz jtchxe nach langen Verhandlungen fest, duß in Zukunft bei Ssselschiffen yon Yehx als 1000 Reg-Tonß Nettogehalt die Löschxeii im Sommer ;rst sux 1ede_Wet_teren 100 Tonnen (ansiatt bisher 60 Tonncn) Und ;xn Wmtxr fax jekc wstteren 75 Tonnsn (anstatt für 50 Tonnen) um emen Tag verthigert werde. _ Seitens des bürgerschaftlicben Ausschusses wurke'dtefer SenatZantxag zivar tm Prinzip genehmigt, jedoch vielfach amendtrt, In der BurgerZÖaft wmde der Senatsantrag indeß als schon recht weitgehend anerkannt und dicsxr, unter Ablehnung aller Amendethn'ts, pure angcnommen. Dic Bescrgnisz, wclche man von aixdem Herre ausspxack), daß man wegen diessr angeblich nicht ge- migenden Ladungsfristén, die Schiffe pack) anderen Häfen bcordcrn wurde, _wurke_ voxi eifahrener Seite, als jeder Bkgründung cntbehrend .)hgekvteien_;_ 721131; 111 dexi 'mcisten englischen Häfen Werde niÖt so, 17317711 §ch101cht wie zur Zett tn Hambhrg mit seinen vexvoÜkommneten E51chemrtchtung;n. Es barxdelte fich eigentlich um den Kernpunkt das 10 bedeutend emporgeblyhte Salvstergesckoäft, von welcbeui heute Hamburg“ mshk als dre Hälsie der ganzen :Uropäiicben Einiuhr 111 211111211111) nimmt. (Es betrug der Import an Salpeter in den [213251 Jahr?": 1886 122 500 Tons, 1857 171000 Tons 1883 253150 Tons, 1889 31. 050 Toas, Der Werth der («ckck an Faleeter betrug 1888 ca. 50ck MiÜionen und 1889 ca. 70 MiÜionen * ar _ Hamburg, 7. 31111. (W. T. B. Heute Vormittag wurde kte 20.Generczlver7amm1ung des ier tagenden „Verbandes dxeut'!cher__Muller“ vo_n dcm Vorfiscnden van dcn Wyngaert- Berlin ,erosxnet. Im Laufe der Verhanolungen wurde einstimmig eme Re,!osunon auganmmen, dahin qehcnd, daß die Generalversamm- [ung rte Ucherxzroduktwn als Hauptpunkt des schlechten Geschäfts- ggngxß des Muüxchwierhes ansehe und den Vorstand beauftrage «Mitte zu thun. um ptejen Mißständen akzuhelsen. , bebaiévlt)?do§chß 'Jultü (HEIST. BLTAZolÉauktion. Preise fest,
?. etwoe . coure üer rö nunsre'. - suchten und Caywoße unverändert. ff 8 p [5 Kreuz An der Kuste „3 We,izenladungen angeboten.
GlaSgow, (. FUN„ (W, T. B.) Die Verschiffungen _vvn Roheisen betrugen in der vorigen Woche 10151 gegen 9006 c in derselben Woche deß vyrigen Jahres.
Bradford, 7. Jult. (W. T. B.) Wolle fester, jedoch halten sicb Kaufer zoom Markte zuruck, Garne ruhig, in Stoffen ziemlich gutes Geschaft, Fabrxkanten_ jedoch nicht voüauf beschäfiiat. _New-York, 7. Juli. (W. T, B.) Visible Supply an Weizen 19 638000 meels, do. an Mais 14463000 Bushels.
Verkehrs - Anstalten.
sehen sind, zeigt in feiner Waldlandschaft eine energische Pinsclführun bei satter effektvolxer Farbengebung, c's stroyt darin Aües von Saf? und Gesundheit; jedenfaüs “erfreut diese xchte Waldpoefie mehr als jene moderanen Versuche, die aucb bei Wiedergabe unserer prächtigen deutschen Walde; uns glaqben machen, wollen, es sähe darin Alles so grau und staubig aus, wre auf _germffen Bildern. Auch das zweite Bild „Corse auf S_qrßka' vxrratb, den tüchtigen Landschafter, der nicht nur naturalutzjcb xvtedergtebt„ sondern denkt und em- pfindet und Wahrheit mn Schönheit verbindet, ein Geseß, an welches zu erinnern Angefichtß so mancher Geschmacksver- irrungen' in unserem moderner) „Kunstleben durchaus zeitgemäß ift. Ltese_gang dagxgen zeigt sich in seiner KoUektion vm L_andschastey als _Anbanger der neuen Schule: aber wie verschieden aucb 1eine Motive sem mögen, immer ist es derselbe Vortrag, wer zwei davon gesehen hat, der kennt auch die übrigen. Beide eben er-
ung obigen Vergleiches einberufen.
Hamburg, 8. Juli. (W. T. B.) Der ostd ' .An_strali_a“ der quburg-Amerikanisckoen YackeTfuc'xkfrctk Zkttengeielischaft tft, von Hamburg kommend", am 5. d. M. in St. Thomas eingetroffen. Ebendaselbst traf, von Hamburg kom- TYZeiYstel-n der Postdampfcr .Flandria' derselben Gesel]- - 8". Juli. (W. T B.) Der Postdampfer „S ' - derHamburg-Amerikaniickoen Packejfahrt-Aktie:;xzßiyexlal- schaft hat, von Neerork kommend, heute Morgen Lizard passirt. R LsolqdoÉ, _7. Juii. (W. T. B.) Der Haftle - Dampfer k'omthen.U'1' aitle 1st gestern auf der AUÖWUL m Liffabon ange- _ 8. Juli. ZW. T. B.) Die Union-Dampfer ,Arab'
und .Durban' md gestern auf der Heimreise, ersterer von Cape-
wähnten Künstler haben auch die große AussteUung beschickt, auf
town, letzterer von den Kanarischen Inseln abgegangen.