1890 / 179 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 26 Jul 1890 18:00:01 GMT) scan diff

Teutscklands. _ colo*isches Crchuium. _ ])r Karsch: Ueber die der Lankwirtkiézbaft vküßliÖTU Uno schädlichen Jysekten, unt beson- derer Berücksichtigung 'der Bienenzucbt un_d dss Setdenbaues. _ _Pro- fessor Vr Zun : vafiolwgie des tbiexiichen_S1cffWechs_e_ls. Geiund- beitsrflege der Zaukibiékk. Arbeiten im tbrerpbyfiolvgrnhen Labo- ratorium. _ _

ZzVeterinarkunde. _ _

Proieffor Dr. Dieckerbojfz Seuchen und varafiiwche Krank- heiten der HÜUÉTkiéké. _ Profeiwr Müller; Anatom": der Haus- tbiere (Eingeweide), barbunden mit Demonstratwnen. _ Obsr-Roß- arzt Küxxner: Huibeicksiagslebre.

4) Rechts- und Staatswiifenscbqst.

Prrfkiior Vr. Serin_;:: Ygrarwesen, Agrarpolitik und Lankxs- fixiturzeisxinung in Deut'Ölaud. Nationalökonomzicbe Uebungen ix_n staat:n'iffxnichaft1ichen Seminar Reichs- und Neumicch R:“Öt, mlt beionksrér RÜckfiÉ-t auf die für dcn Zandwirtb, LanYmMi-r und Kultur- téÖüikék nich2igen Rechtéberbältnisie; ]. Theil: Staats- und Ver-

waltun Fr? t. g ck 5) Kulturteckxnik und Baukunde. _

Mcliorationß-Bauinivkktor Gerbardt:_ Kniturtxckmk. (?at- werfe.» ku!!m12ckniscker Anlagcn. KulTUkkLÖUÖJÖSS Seminar. _ Fro- “ci"irr Sckxiicbting: Wafferbau. Brücken- und Wegebau. Ent- werWn wafferkaUltcOer Ak-[QJZW

6) Geodäiié U:“.d Mathématik. _

Prciciicr Dr. ngler: Ausgleicbunssrxibnangck§ani€§rermeiibng Pr.“,kiiicbx Exbmstrie. Meßükunxsn. (_HebkaiUÉe-I xémmak. _inckéen- übwnxen. Uébungkii zur Lankekbßrmxnnng _ mit dem AYfiitenten Hegemann. (.Hébdätik'äoe chbynubizngxn _ nitt_dem Aifiitbntxn Frisbe, _ PkkiiffO-k Or. BOYiiitetn: Daerxxnke Georiictxte. Ucbixngsxi zur 'UlZCZJZCl UNT _?qr'tcilcnkén Eequtric _ mit „Ln Assi'":enxk.1 Friebc UND Ser*'é_rx. _ Profeiibr ])15. R81chL[I Analytisckx (Hécmctric mik Amalriis. Marbematwckoe Uerux-„gén,

D:.- Winierxmeitkr bsxinxil am 17). Oktobkr 1890. _ Pro- ZkQMTUZ fikib kiircb ka; Sskretariat za Lrbalisn.

Tikriin, TM 12. Juli 1890._ _ _ _ _ _

T*?!" Rsfxyr dsr KönigliÉsri Lankwxribkckxaxtlicksen Hock'Ö-ulc.

Wittmack,

Angsfonimon: S9. _Exchénz dsr S1aai§=Minifter und Ministsr des Innern Hérriiirtb, aUH Pbien.

Abgereist: S9. Excsilsnz iér kommandirexide Admiral, Vizc-Admimi Frsibérr von dsr 050115, nacb WilbélmsbaMn.

Yicxjtamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 26. Juli.

Ze. Majestät dsr Kaisér Und König haben bsiite Mitxag in Bsaléitimg DSL“ Kbrbéiie „Zrene_“_ und des Y_viio „Zcigd“ VM BUILT! aus bis REUS nacb Wilhelm-Ybaven wrt- gSiEHt, wo diE Abkunft Mbiitag skÜk) ersolgsn diirste.

Nack) Liner Tépsscix ÖLS „W. T. B.“ warén S9. Majéstiit gestern Ichbniiitag 211.3 Uhr (mf dex Rlzsds in Bergsn LM: thWffM. Ss. Mazcitkit bßgaben Stck) ipätér aii L_and und macbtsn bsrichiebsns Einkäuxe cin Psizwoxk und Goldiachn.

Wie. „W. T. B.“ aus Ts1211_de meldst, :yerbxn ZUM Enrpéangb Sr. Majsstiit bés Kaiier-Z dort großartig? Vor- bsrsitangsn getromen.

Zn volier Würdigung der hoben BebeUtung derWasssr: wirthickiaft fiir die Bodenkiiltur hat bis landwirtb: icbafiUcbs Vsrwaitnng PrkußenH es isit langer Zeit alH__eine Hanbmufgabs (LUZLsSkILU, die Bsnußung ÖL?- inläxidiicben Wasiérichaich in einsr dM Bediirinisssn dEr Landwirtbicbaft Exitsiirkcbsndsn Wéisé rechtlich zu régeln. Dii nach disser Ricbxun-J vorgétiommsnen Aibeitéri mußtsii (iber _ abgssehén von dsr durcb (Heisß vom 1. Avril 1879 erfolgten ngelung DLT Bildung von *LÖÜffSMLUOffSUichÜflSU _ sistiri WErden, als dic: YUÖÜTÖLÜUUJ xinss Deutschen biirgsrlichn Geseßbuch von R9ich§wsgsn beicbloisen und einer fiir den Zwsck gébildeten Rsichs=K0mmissi0n übsrtragen Winds.

TS).“ v?xöifsnilichte Entwurf dieses Gsisizbuchs Ergab in: 13917971, bai; darnach daes Wasiérrkcht _der Bestimmung dsr Landésgsisße iibérlaffcn wird. (Ait. 39 dsS Entwurfs in Vérbixibmig mit Art. 3 OW Enthrch zam Einführungs- gsséß.)

Zu den Kreiiéii Dor Bstbsiligien machte fich nunmehr von NSUSm DUS VLTlCMJSU nacb Liner €inb€itlichen Rege: lung OSS bsuticheii Wasiizrrsckzts gsltsnd, und sprach sich Ws breaßiickxLandes:LekomomieKoUegiUm 110ch Eingehen: dsr Veraibung dafiir ach, bai; dsr privatrechtliche Tb-xil bes Wassérrschtß Sii1HSiTlich durch Reicichgsssß zit régéln, dagegen ein? giéicbmiißigé Orbiiung der wichtigstsn Punkte bes bffent: liabén Wafferrschts einst Verständigung der einzklnsn BUNDES- staaten zU iibsrlaisén sei.

Die? seitdxm gspüogenéri Vérbandlungen fiihrten jedoch zu dsr Erksnntniß, dcn"; €€“- mit Riicksicht cmi die in VSU süd: deutschen Bundésstaatén erst in iieuersr Ziit erlaffeném und anschsinend dénbortigsn _ von den preußischen msbrfach verschiebensn _ Bbdiiriniffen JLUÜJMÖLU Gsieße zweckmäßiger sei, zuniichst fiir Preußén ein Waffergeieß im Ministsrium für Lanbwirthschaft, Tom'cinsn mid Forstén unter Mitwirkang von Kommiffarien Der iibri en betbei- ligten Resorts und SMS?: VLkTré-TSTI des ieichHKustiz: amis ausarbeiten zu laffén. Die_BLth€iigUng des Weichs- Justizanits erscheint deshalb wünicbencswsitb, msii bie BLT- eiiiftige AuWehmmg des WUfférgésSZSE auf Die Preußen be: nackibarien dcuxschen Bunbssstaaten in Aussicht zu nehmen ist und dssbalb bki ben Vorarbeiten auch die in dem letzteren be: stehenbsn, wie in Preußen sebr zeriplitterten und lückenhaften Geseßé in Beirackzt zu ziehen sein werden.

Erst nach Aufstéllung eiiies formulirten (Heseßentwurfs wird em Urtbsii darüber zu gewinnen sein, inwisweit wegen des Uxitrennbaren Zusammenhangs mit den privatrechtlichen Beziehungen des Waffers auch öffentlichrechtlicbe Bestimmungen in dem Gesetze vorgssebén werdsn müssen.

Die kmnmiffariichen Berathungen wzrben voraussichtlich aleaiO beginnen, aber bei dsr aufzsrordentlickoen Schwierigkeit der zu behandelnden Matérie längecmeit in Anspruch nthen, obwohl die in dem landwirtbscbafilichen Ministerium bereiis iriiber aus;;earbeiteten bcziiglichen (Heseßentwürie sowie das _bbrt angesammelte Material hierbei würden bénußt werken

onnen.

! 1.

In die aufUntersiüßungsnesucbe derHinterbliebenen von Beamten, namentlich von Untexbeamten_ergehenden Bescheide wird nach Anleitung _der Cirkular-Verfygung vom 27. Dezembsr 1835 nicht selten die Bemerkung agxgxnoxnmen, daß den Gssnchstellern in FäUen von ErwerbSUnsabigkeit und Hülfsbebürftigkeit nur die Jnansbruchnahme der Orts- armenpflege überlassen w-erden kbiine. _ _

Dieser Hinweis ist nach den ie:t déniJabre1ZZZein: gétreienen wesentlichen Veränderunge;1,_ _wxlche die die S_oxge bes Staats fiir die Hinterbliebenen 1_em€_r_ Vecxmten bestim- menden Vorschriften und sonstigen Verbältmne erfahren haben, nicht mehr zutreffend und giebt zu Mißdeutungeqbes von ber StaatSvsrwaltuna gegenüber UnterstüßungMntragen der in dee stehe-nden Art eingéiiommenen Standpuxixtes Grund. Deshalb siiid die Königinth RegieryngsWrc_11i_d_€nten von dem Ministsr des Innern und _dem Finanz:Mi__ni1ter_eriucht worden, für die Folße in Bescheidsn auf Unteriiußungßgeiucbe der Hintérbliebenen von Staatsbeamten Verweiiungeri _an dl? gsietzlicbe Armsnpfsege iiberaU zu" vermeiden. _Dieie Be- stimmung findet nach einer Verfugung d_€§ Ministsrs der geistlichen xc. An elegenbeiten auch aus 018 Hmtstbliebßnen von Geistiichsn und Lhrsrn Anwsndung.

Die Hslaoland-Bill ist in der gestrigen S_ißurcg de_s englischen Unterbauiés, d€m_„W. T. B.“zu10[g€, mit 209 gegen 61 Stimmen in zweiter Lesung angi'nommcn wordsn. (“119er die Sißung d:“cZ Unxerhaugés veer. _bLn Bericbt untér „London“.) Die “dritte Lemng sindst nachiten Montuix statt.

Die im Reich: Eiienbahnamt_ aufgesteilte, in dsr Ersten bszw. Zweiten B€ilag€ zur__hsuti_geii Nummsxbes „ReichH: und StaatS-Anzeiqsrs“ vsrbsssntlichte__Ueber11cht der Vetriebssrgebniiss deut1cher _Eiien_b_ahne_1i fiir dsn Monat „Juni! d._ J. _ergiebt 1111? die 71 Bahnsxi, welche auch schon im entiprechendexi Monat dss Vorjahrecs im* Betrieb warén m_id zur Vexgleichung g?- zogsn WLTÖSU konnten, mit einer Geignimtbetriebslaxige bon Z5887,87 km, Folgendes: Jm Zum 13. I; war_ die Ein: nahmé aus aUeU Verkehrszweigen atis ein Kilometer BStkiechKingS [)Si 33 Bahnen mii zuigmmen Z(_)_1_13,88 km höher und bei 38 Babnsn m1t zuiammen 5443,99_1chW (darunter 4 Bahnen mit vermehrter Betriebsläxige) msdriger als in demileen Monat OLS Vorjahres. In der Zeri chm Begimi dss EtatsjiilMs bis Ende Juni d, I. war 171916le aui ein Kilomster Betriébéo'lätige bsi 54 Bahnen mit zuxammen 342763915111 [10th und bei 17 Babnsn niit JUWMMM 1611,38 ](111 (dariinter 2 Vahnsn mit vermehrter BS_triobH: länge) geringer alÖ in dkmislbén Zeitraum dss V0r19hres. Bei ÖM untsr StaatSUSrwaitung stßhetiden Privat: bahnen, ausschlioßlich der vom Staat iii): eigene Rechnung verwaltetén BÜHUSU, betrug Ende 313111 d. I; das ge- sammie fonzessionirte Anlagekapitab22859900 „FH (15 405 000 ;“: Stammaktisn, 2 454 900 ;FL wamtäts-Stamm- aktién und 5000000chß Prioritäts=Lbligationen), und die Längs dsrjsnigsn Stréckét'i, fiir wslche das_Kapital bestimmt ist, 116,83 kw, sodaß auf je 1 km 195668 416 entfallen. Béi den Uiitsr Privatverwaltung ix_ebenden Privat- babnén bsxrug Ende Juni d. “J. das géiammte konzéiiio- nirte Anlagekapital 550768529 HFL (283652550 „zx Stammaktisn, 81201650 „FH PrioritätKStammaktien und 185 914329 „FU PrioritätL-Lbligatioxieti), _und die Länge berisnigen Streckén, für welche diss Kapital bestimmt ist, 327304 km, sodaß auf je 1 1er 168 274 „16 Lntiallsn,

Eröffnét wurden am 1. Juni die Strkcken Barmen- Riiiersbaussn-Tbsr:Barmen mit Abzweigung nach Langkr: féld 4,15 15111 (Kbnialich€ Eisenbahn-Direktion zu Elberfeld), Lindern_Hsiné-bem 12,27 12111 (Königliche Eiienbahn-Direk: tion [(inkSrb.] 311 Köln), Berga_Kelbm_Stolberg_R0n[eb€: Wb? 9,52 12111 (Kbnigiichs Eisémbaanirektion zu Frakaurt a. M.), Hungen_Laubach 11,77 LM (Großherzo lici) hessische Staatsézissnbabnen), am 15. Jimi Bitxeibach_ (1U111[(111D_ Berlsburg) 12,550 km (Königliche Eiienbahn-Direktion zu Elbérfsld).

Tyr GkneraLNiLx-ttknant von K_altxriborn:Stgchau_, Commandeur dEr 2. Garde:Jnfanter1K:Tivmon, bat iich Mit Urlaub nacb dem Hurz begeben.

Ter Regimenisstab, das 1._ und 2. Bataillon des Kaiser Franz Garde:Gxenadier:Regimetits Nr. 2 sind, nach Abhaltung von Schi€ß= und GefechtSiibungen bei Jüterbog, heute in die Garnison zurückgekehrt.

Breslau, 25. Juli. Der Ministér ÖGZ Innern Herr: furth, dessen Anweienbeit in Breslau, der„Scbles. thi.“ zufolgs, vorwiegend dsr Erörterung von Frageti bees Gefängnisz- wssens galt, bsficht'igts heute Vormittag, begleitet von dem Ober:Präsibcnten oon Skybewiß, dem Regiengs-Präfidenten Freiherrn von Juncksr und dem PolizedPräfidenten Viénko den in der Kletschkaustraße gélegenen, zur Errichtung eines U?ULU großen Géfängniffes aUSersehenen Bauplaß. Mit dem Ver- sonenzuge Mitta s 1 Uhr 25 Minuten seßte der Minister ssine Reise nach Po?;xn fort. Der Ober-Präfibent und der RegierungS=Präsident hatten dsn Minister nach dem Bahnhofs begleitet; bei der Abfahrt war auch der Poiizei-Präsident zugegen.

Wilhelmshaven, 24. Juli. Bezüglich des Stapellaufs des neuen TraneZportdam sers (Mmendampfers) ist, nach dem „Wilh. Tgbl.“, nunme r Folgendes bésiimmt worden: Der Stapellauf Wird am Montag, 28. Juli, Vormittags 111/2 Uhr, auf der biésigen Werft in ngenwart Sr. Majestät des Kaisers Erfolgen. AÜerböchstderselbe wird in Beglxitung des Vize-Admirals Paschen nach 1114 Uhr auf dem Fenylatze erscbeiaen und, während die nördlich der Tauf- kanzeiauigssteüte Ebrenwache präsentirt, dort vom Ober:Werst- Direktor, C0ntre:Abmiral von Pawelsz und dem Schiffsbau- Direktor, Wirklichen Admiralitäts=Nath Guyot empfangen und nach dem südlich der Taufkanzel zwischen diessr und den Zu- schauertribünen stehenden Sessel geleitet. Inzwischen bestei t Vizs-Admiral Paschen die Tauykanzel und voUzieJt den Taufakt. Nach dessen Beendigung begiebt fich S_e. Maisstät in Begleitung des Ober-Werft-Direktors bis zum Baubasfin und nimmt hier Aufstellung, um

den Stapellauf von hier aus zu besichtigen, Sobald der

Kaiser hier angekommen, ryird die Kauetflagge gehißt, auf welches Zeichen hin das Schiff, von den _Tauen loSJelöst, in das feuchte Element gleiten mird. Sobald sich das S_ch1ff in Bewegung feßt, präsentirt die Ehretzwacbx, die _Mufik intonirt „Heil' Dir im Siegerktanz“, und beim Enitritt i_n daß Wasser ertönen 3 Hurrahs. Die Ebrenwgckxe mird prqsentiren, bis das Schiff, das später am Nordkai vertaut werden soll, den H'elling verlassen hat.

Bayern.

Münckien, 25. Juli. Se. Königliche Hoheit der kom: mandirende General Prinz Leop o l d begab fich gestern mbrgen auf das Lager Lechfeld, wo gestern und_ heute unter Leinzng des Brigade:Command€urs, General-Maxors bon Malaisé, das Prüfungsscbießen der 1. zsld=ArtilTsrie-Brigade (1. und Z. Feld=Artilierie-Rygiment) statt and. Dexn Schie߀n wohnie auch Prinz Arnulpb in seiner Eigen1chaft als Pivifioxis- Commanbeur bsi. In den niichsten Tagen b?Ui€bt_1lch Prinz Lsopold, einer Einladung seines Kaiserlichen Schw1€gervater_s folgend, mit Familie nach Oestsrreick). Se. Königliche Hoheit wird in 10 bis 12 Tagen wieder hierher zurückkehren,während die Prinzessin Leopold mit Kindern einen längeren Auf- enthalt dortiélbst nébmen wird.

Fürst Günther von SÖwarzburg-Rudolstadt bat sich gestern zunächst 17Üch Hohenschwaiigau begeben und kommt Über Oberammergau, wosolbft Se. Durchlaucht am Soxmtag bsm Paffionsspisl beiwohnt, wieder zurück.

Das Staats-Ministsrium des Innern hat durch Ein vom 12. Juli datirtc-H Schreibén di? Königliche Kreis- reizikrung von Lbsrbaysrn, dsn MÜTLÖLULL' Magistrai und das landwirtbschafiiick)? Krei-Zcomité bon Oberbayérn aufgefordert, alsbald iiber die Ursachen der hohen Flcisckypreise Unxeriuchuna anzusteuen und die Resiiltate diéfer Unter- sucbimg mit lhunlichstyr Beichlsunigung dem Ministerinm vorzalegen. DiE Vérschiéd€116n Behördkn sind auch er- mächtigt, Privatsachv€rständige beizuzishen. Die vsrschiedenen Guxacbtsn wsxdsn in dsr Nächstsxi Zsit bekaimt werben. _ Jm [andwirtbschastlichén KTSÄÖCOMLLÉ 1011, der „AUg. Ztg.“ zufolge, von gewichtiger Seits auch dék Ansicht AuSdruck vérlieben worden seiti, daß die geringe Sckiwsineeinfuhr von dem jetzt gebffnetsn östérreicbiiiben Maik? nacb Miinchen _ per Woche beiläufig 1000 Stiick _ auf den Umstand zurückzuiühren sei, dass bis Hänblér und. die Msßgsr ihren Voxtheii in der Auf: rechterbaiiung der hohen Pr€is€ fiiiden, daher kein Intereffe daran habsn, diE Einfnbr von ScbWSinsn zu erhöhen.

Sachsen.

Dresdén, 25. Juii. Tsr bisherige VikariatH=Rath ])r. 0190]. Ludwig Wahl, Bischof von Cucusus, ist, wie das „TréeanLr Journal“ mittbsilt, vom „päpstlichegi Stable zum apostolischen Vikar in den Königlich säcbsiichen Erb- lcmden ernannt und nach erfolgter Alierhöckzsier Ansrkénnung von Sr. Majésiät dém König in Gegemwart dss Staats- Ministers und Minister des Kultus und öffentlichen Unter- richts heute in dieser Eigenschaf; berpfiicbtet worden.

Württemberg.

Stuttgart, 25. Juii. Der „Staats-Anzéigür f. W.“ schreibt: „Nach dem nsuen Programm der Königlickwn Technischen Hochschule für das Studienjahr 1890/91 werden die Studirenden der Technischen Hochichule, wclche nch bei Uebungen in der Matsrialpriifung-Zanstalt imb de_m elektro- t€chiiiich€n Instituts, bei Untériuckzung MW Beiicbtigung von Maichinsn und dergl. innerhalb oder außerhalb OST: Technischen Hochschule, béi Exkurfionon und beim VéiUfh pon t€chn11chen Anlagen jeder Art betbeiligén, gegsn alle Unfälle, welche fich hierbei ersignen ioUten, im ersien Jabre__ der Vex- sicherung aus Mitteln der H0ch1chul_0 vsr11ch€rt._ Die Versickisxung bleibt zunächst bSsÖLÜslkt ans bie Stubirexiden dEr Maschinen-anenieurfacbschul€ Und aiif diejémgen Studirsndéii andsrer Fachschulén, welcbe aii ben_ be- zeichneten, von Lshrern dir Maschinen:Jngenre__uriachichule veranstaltetM USÖUUJLU, Unterixxchungen, Exkurnonen _und Besichtigungen theilnehmen. In den Krei1en der thheiligten hat es dankbare Ai=erken11U1ig gkfundkn, daß iiir unsere technische Hochschule bikrmit eim) Fiirsoxgé fiir die ANJA hörigen derselbsn throffsn wurde, weiche; i_o viel uns bekannt ist, zur Zeit noch an keitier anderen techni1chen Hochschule be- steht. Nach der aUg-Zmeirien Entwicklung unseres Versicherungs- Wiens wird diésé Einrichtung, welche auf Grund der mi_t_ dem Mgsmeinsn deatscben VersichZrunchverein bier getronenen Vsreinbarung ksincn namhaften Aufwand verursacht und aus vsrfiigbaren Mittelti der Anstalt bkstrittsn werdén kann, auch in weiteren KLSiién Zustimmung finden.“

Heffen.

Darmstadt, 26. Juli. (W. T. B.) Se. _Königüche Hoheit der Großberzog empfing heute Vormittag den bisher am hiesigen Hofe beglaubigten preußischen Gesandten Freiherrn von Tbielmann in Abschied§aud1enz

Mecklenburg=SchWerin.

Schivérin, 25. Juli. Aus Comes gsht den „_Meckl. Nachr.“ die Nachricht zu, das; S?. Königliche Hoheit der Großherzog am 24. Bembribge? verlassen hat und am Sonntag Abend nach Cowes zu kommen gedenkt. Das Ve- finden Er. Königlicbsn Hoheit war ein leibliches.

Sachseu-Weimar-Eisenath-

Weimar, 25. Juli. (Tb. C.) Am Gxoßberzoglichey Hofe wird béute der Geburtstag Zbrer Königlichen Hoheit der Erbgroßberzogin gefeiert. Der Erbgroßherzog und die Erbgroßberzogin, die mit ihren Söhnen in (Zttxrsberg weilen, Empfingen daselbst heute den Besuch Ihrer Komgltchep Hobeitsn des Großherzogs und der Großherzogin, _die aus_ Anlaß des festlichen Tages von Wilhelmsthal dort em- trafen.

Anhalt.

Dessau, 25. Juli. Der Prinz Friedrich Carl vpn Hessen ift, wie der „Anh. St.:A.“ meldet, gestern von hier wieder abgereist.

Sachseu-Coburg-Gotha.

Coburg, 26. Juli. _(W. T. B.) Die Clementine und die Prinzen Aygust und von Sachsen-Coburg sind hier eingetroffen.

rinzesfin erdinand

Oesterreich Ungarn.

Wien, 25. Juli. Der Minister des Kaiserlichen Hauses und des Aeußern Graf Kälnoky, welcher fich vor einigen Tagen auf sein? Bkfißung ::ack; Mähren begebeti hatte, ist, wie die „Wien. Ztg“ meldet, gestern Nachmittag Wieder in Wien ' etro"en. _ _ emg Dex1 Reichß-Finanz-Mimster pon Kalkar) hat, nach Liner Meldung des „W. T. V.“, die voni Gemeinderatbe von Serajewo beschlossene Errichtung eines Monumentgs für ihn entschieden abgelehnt und dabei_er_kliirt, er ssi genügend belohnt, wenn das Volk _anerkexine, das_dieRngisrung nur “sein Wohl anstrebe, mid bie Régierunß m diciem Ve: streben unterstüße._ Nach _emer interen Mitlbsilung aus Serajewo hat die__bosnische Rexiwrung aus Grimb einer Verordnung des Ministers von Kallay den Weinzehnt für

immer abgkskhafft- Großbritaunien und Irland.

London, 25.Zuli. Der Hexzog von ClarEnce und Avondale ist, der „A. C.“ zuwlge, zur Stärkung seiner Gesundheit in dem Seebade Scarborough angskommén.

Tas Uxiterhaus icHte heute die Berathng derHelgo- [andbill sort. Uéber_ den Vs:“lauf der Dsbatte bsricbtet „W. T. V.“: St evsnxon erklärte, die ngiermxg habe in dem Abkommen nicht genug Rücksicht genommen auf die zukiimtige Entwickslung der Capkolonie; Er werde für die Verwerfung Der Bil] stimmsn. Admiral Mayne billigte das Abkommen, England habe fÜr die Abtrsmng Hélgoland-Z wesentliche Zugeständnisse erhalten. Atherley : Jom??- biÜigte L_bMsaÜS das Abkommen, welchsS die Freundschaft mit Dkutjchland féitigs, da Leytsreé der natürlich Bunbeß- génoffe Ermlands ski. Leighton Stanlßy dagsgen erklärte, wenn die Regierung nicht die Versicherung geben köntie, daß die betreffendsn maßgebendenKri-xise in Süd-Afrika mit deniAb: kommen zufrieden seien, könne Lk nicht für die Bil] stimmen. Os borne Morgan tadelte, daß England keine Sich9rbeit dafiir baby, daß_ es das Protskiorat Über Sansibar erhaltén wsrde. Temple iprach fick) für die Bill auH. Laboucbérs erklärte, er sei nicht gegen die Abtretung Helgolands, glaube aber, daß England keinén genügenden Erst-H dafiir erhalts, womit er jedoch nicbt sagén xbolié, daß England_zu wenig Gebiet in Afrika zumlle. Wired Pease bLkÜMPUL, Votbell befür- wortete die ViU. Storey biUigie die Abtretung Heigblarids, tadelte jébock), daß England es zum Gegenstande eines Tauschhandels gemacht habe. Harcourt wünschte Aufklärung Über die Haltung der Regierung betreffs der TUM Gladstone erhobénen konstitutionéüen Bédenken. Die liberals Partei WOÜS die Prärogativs der Krone nicht der Gnabé DSS Qberhauies überlisfern. Scbliéßlich nahm das Haus die Helgolandbil] in zweiter Lesung mit 209 qsgen 61 Stimmen an. Die Minoritiit bestand aus VariieUiten und einigen Radikalén.

Zn dsr Admiralität wurde geftérn unter dém Vorsiß dss Marine-Ministch Lord Gsorge Hamilton Line Beratbung ge: PflLJSU, um im nächsten Fabre eine MarinßÄthellung, ähnlich der gsgenwärtig auf dim Cbelsea-Hoipiiai-Plaß statt: findenden miliiärischsn, abzubalten. Das ein eisßtéprovisoriickze Comité bekicbt aus den Admiralen Ing efieid, Phillimore, Boys, Mayne, Colomb u. A.

Die heute abgehaltene erste Genßralveriammlung der Vritisch=Oftafrikanischen Gesellschaft genehmigte “ben Jahrssbericbt. Mackinnon und Mackenzie äußerten sich mit Befriedigung iiber das mit Deutschland getroffene Abkommen. Ersterer gab fsrner die Er- klärung ab, das Bestreben dsr Verwaltung worde darauf gsricbtet séin, mit der Tsutsch = Ostafrikanischen Gesellicbait in freundlichem Einvernehmen zu bleiben. Der Antrag auf Erhöhung des Gesslischaftskapitals durch AUSZÜÖE neuer Aktien wurd? gsnebmigt.

Frankreich.

Paris, 26. Juli. Dsr „Sié-cle“ erklärt bsute, wie „W. T. B.“ meidét, es sei miérläßlicb, daß das Parlament eine Enquéte über den Zustand der Flotte und di:? wiZbZrholt fignalirtén Mißbräucbe in der Maritievei'waltung amt? ?.

Der russische Botschaft€r Baron von Mohrsnbeim hat der Einfahrt des Manöbergeschwaders in den Haiku von Ch erbourg beigewohnt.

DLM „Temps“ zufolge befürwortete der her 8 A cker 1) an : r_ath bie frsie Einfuhr und Aiisfuhr von minsra: lischen Düngmittein und von Rohmaterial zur Er- “eugung derselben. Ferner befürwortete kr Zölle ?Ür Talg, verschiedene Nußhölzer, Brennholz, Gerberlohe und Kork. Der 21cksrbau=Minisier er: klärte, er hoffe, die miisten der von dem höheren Ackerbaurath befürwortstyn ZöUe nach Approbation im Ministerrathe der Zonommisfion unterbreiten zu können.

Die „Liberté“ bestätigt die gestern mitgetheilte Msldung des „Matin“, betreffend dSn nahe bevorstehenden Ab: schluß der Verhandlungen zwischen Frankreich und England wegen der Entschädigung für Sansibar. Da? ?ebereinkommen werde für Frankreich durchaus befriedi- gen em. in dem ganzen Gebiet zwisehen Algier, Tunis, dem Congo und dem Senegal. Das Ergebnis; spreche fiir die guten Beziehungen zwischen Frankreich und England. An Ersterem sei Es nun, durch Ausführung einer TranS-Saharischen Bahn und durch örderung niißlicber Unternehmungen aus diesém Gebiet ein Fran reich würdiges Kolonialreich zu machen. Das „Journal des Débats“ byspracb gestern Morgen ein angeblich auf pri- vater Initiative beruhendes Unternehmen, das die Erfor- schun des französischen Congogebiets zum Zweck hat. ie die ,N. P. .“ erfährt, ist dies Unternehmen das- jenige, dessen Leitung ck in_ den Händen des zur Zeit in Afrika weilenden Forschung-Zreirenden Crampel befindet.

Militärische Vertreter bei fremden Staaten Ji rankreich „:,ur Zeit dem „Progrés militaire“ zufolge: In

eutchland zwei ArtillerixOsfiziere; in England zwei See- und einen Artillerie-Offizier; in Oesterreich-Ungarn, zugleich für Rumänien und Serbien, einen Infanterie; und einen Kavallerie-Offizier; in Rußland einen Jnfanteriß, einen KavaUerie- und einen Ses-Offizier; in Italien einen Genie: und einen See:Offizier* in Spanien und Portu al einen Genie-Offizier; in der Türkei einen JnfanterixO fizier; in Schweden-Norwegen und Dänemark einen Kavalleriß und _emen zugleich in Rußland beglaubigten See Offizier; m den Niederlanden und in Belgien einen Artillerie- Of zier; in den Vereinigten Staaten einen Artiüerie: O1 ziex; in der Schweiz einen _Jnfanterie:Offizier; m China einen JnfanterixOffizier; in Japan einen

Frankreich erlange die Aktionsfreibeit -s

JnsanterixOZTizi . Zn Militärkreisen wird, nach einer Mel- dung _der „_. Pr, Ztg.“, der Verlauf der Kavallerie-

__anbver _in der Umgegend von Luneville lebhaft erortert. Ein einzigss Vataiiion bat daselbst gegen 16 Schwabronen Kavallerie und 28 Geschüße, die einen von Straßburg anrückenden Feind markirten, zwei Tage lang Stand gehalten. Nach vorausgégangenen Versuchen ist fiir die Kavallerie ein Repetir-Kgrabiner angenommen worden, dessen Gswicht 2 kx- 900 ;; gsgen 4 1»,- des älteren kaebrs beträgt. Die ganze Reiterei soli damit bewaffnet werden.

Italien.

Rom, 25. _Juli. Gelegentlich des Besuches des néuen Panzerschiffés Saidinia wird König Hum- be_rt, wis man der M. „AUZ. Ztg.“ mslbet, in den Ersten Tagen des Dezsmber das italienische Geschwader in Spezzia REVUE passiren lassen. _ Der VbtsckzaftsWatb (T_atalani in London, welcher die 193th Untßrbandlungen mit England gésührt bat, WdeS wegsn seiner Veriisnste zum außHrbrbentLich-Zn Essandten in Kopsnbagen ernannt. _ Naxbricbtsn ach_ Maiivaak) melden, Gsnsral Gandolsi vxrioine_ exiergiich bi? Organisation dsr Kolonis, in welcher 1112 1109119 Rub: bérrschs. Graf Salimb€ni ist in Toto bei YZRÖZUk eingstroffen, wo Sr mit Auézeicbnung empfangen wur e.

_ Tas beutig€ AmieZblait vsrbffsmlicht, dém „W. T. V.“ zufolge, dis VErieibung déi" golbenen Gsdenkmedaille durch deri MariiiS:Miniiter an den Fiirsten von Monté- negro fiir die zwei italinrischen Bakken bei Antivari ZL; leistet? Hiilfs.

Portugal.

Lissabon, 25.31.16. Die Pairskamnier hat, EMEW Woin'JchM Tslegramm zufolgy, k-sri Antrag auf Line iecbs- prozentige Erhöhung sämmtlicher Abgaben, von d9_t1€ti nur iblck)? von Ziiiikii dsr bffentlickién Schuld Und die Emkommemtéusr au€59110111men sind, aiigenommsn,

TiO „Pol. Corr.“ meldst in Bestätigung der von dkm Engliicben Unter-Staatssskretär Fsrausson im englischen Untkrhauss am 24. Juli (bérgk. Nr. 178 de?» R.: U. St.:A.) gexnachtén Mittheiimig: T€?) zwiickzen dsr portugié: 1i1ch€n Régiérimg eimérisits Und den Regierungsn Englands und Der Véréiniati'n Staaten Nord: Amsrikas aiibérerseitcs in OEL" Frage der Lourenßc) MarqueS-Eisknbabn Stitstandsne Stréitfall ist nun: xnebr seiner Erlsdigung im frisblicbexi Wege nahe gsriickt, “ba iich dis LrWähUTSU Kabinéts gssitiigt babon, dis Vsstimmung der yon Ssiten Portugals dyn sngiiich-anisrikanischen JUM- effsnten zu [Sistenden EUtsTWOigUUgÉsUMMS einem Schisds: gericht anhsimzugsbsn. Als bio bortngieiiicbs Regierung durcb Dekret vom 24. Juni U. J. bie der Baugéiküschast ertlxilte Konzession wsgen Nichtsrfiiüung dsr Verbindlichki'iten Seitens dsr Gsiéiischaft sii; srloichsn ékkläkté und den “Bau iomis ben Betrisb dsr Eisenbahn in Ligétié ngie iiberrmbm, sprach sie ihre Béreitwisligkei: ach, ber Gsisllschast LMS den ausgéfiibrtén Akbéifén entsprchLnde Entschädigung zu gez: währen. Da j€D0ch die VW den englischen und nordamerika: nischén Unternehmern gssteÜtM und von den betreffenden Regierungen vsrtretensn iibsrmäfzißen Ersaßanspriick)? in kSiUSm Verhältniß zu der von Portagai angsbotemen Abfinbungs: summe itandén, so konnte im Wegs dsr dikkkkéll Vsrhand: [ung keine Einigung erzielt werden, bis vor Kurzsm DiE Enticheidung dsr Streitfrage durcb einen Schi€bsspruch und die Uébertmgung bes lthereii an die Regierung einss kleinen__ unabhiingigsn, in der vorliegéribsn Streitfrage nicbt ixiteresiirten Staatss bsrsinbart wurde. Dis diesbezügliche- Wabi fiel auf die schw9izerische Bundesregierung, w=lche nun SSÜSUI Portugals, Englands und 'der Véreinigtén Staaten ersticht wsrden wirb, bin aus drei bérvorragenden RéchtWélehrthZUsÜMMMQEsSHtSS Schis d Igericht zu ernennen und mit der dxfinitiVSii Fsstseßung dsr von Portugal dyn in Rede stshsnden fremdén Staatsangehörigen auszuzahlenden EnticbädigungSiummé zu betrauen.

Belgien.

Brüssel, 25. Juli. Die Répräsentanrenkammer ssßts in ihrer byutigsn Sißung bis Berathung dsr Vorlage iiber die belgische Konvention mit dem Congostaat fort. H0 itzeat: Verlangt? Auskunft von der Rexxierung, welche Haltung Frankrsicb dEr Konvention gégeniiber emnehme. Tsr Minister Ye er n (: ert erklärte, dem „W. T. B.“ zufolge, das; im Jahre 1884 bis intermationals Congb:GeseUschaft Frankreich das VorkanSrEcbt zugefickxrt babe siir den Fall einer Ver: äußerung ibrer Besißmigen _am (T_oxigo. 111 Jahre 1887 er- klärte dsr Congoftaat ber Franzöiiicizén egierung, daß er Frankreich in Betreff des Vockauiesrecbts nicht versichern könne, ob disse?) Récht von legién nicht bestritten werden wiirde. Frankrsicb bestätigte diese Erklärung, und es sei disser Punkt somit geregsit. Die in Verathung befindliche Vorlage beziehe_ iich aux den Vorschlag des Königs, den Congostaat mcht zu_ verkaufen, sondern ihn Belgien anzubieten. Der_König werde noch 10 Jahre fortfaZren, jährlich eine_Million dem Congosiaat zuzu- chie en. Tas franzbiiigbe Kabinet habe gegen die RECHTS Belgisns keinen E_in1_pru_ch exhoben und wünsche in Afrika ebsnso gute Nachbaricbast mitBelgien zu pflegen wie in Europa. Nach längerer Debatte wurde schließlich die Kon: vention zwischenBelgien und dem Congostaat mit 95 gegen eine Stimme_ angenommen.

Die Kammer hat die Wahl des_ liberalen Abg. Gigot kassirt, wodurch eine Stichwahl zwischen zwei Klerikalen nothndig wird. _ Ter Provxnzgalratb von Brabant bewiÜigte, der M._ „A. Z.“ zufolge, Für das Projekt, Brüssel zu einem Seehafen zu macheri,_ Millionen Francs. Da auch bereits der Staqi 4 Millionen zugestanden bat, so erscheint das Projekt geiichexy da die_ unternehmende Gesell- schaft danach nur noch 8 Millionen umzubringen hat.

Türkei.

Konstantinopel. _ Die „Times“ bringen in ihrer zweiten AUSgabe vom 25.__d. eine Meldung aus Konstan: tinopel, wonach der x_usiische Botschafter von Neli- dow der Pforte eme_ neue Note überreicht bgben soll, worin er erklärt, dax; das Entgegenkommen der Pforte in der bul arischen Bischofsfrage ein wenig freund- xchaftlicher kt sei, weicher noch ernstliche Konsequenzerxnach ich ziehen könne, da die bul arifche Re ierung der rusyischen feindlichÄegenüberßehe. _ n _unterri teten Kreisen ist, wie „W. T. .“ hinzufügt, außex dieser Me dung bisjestWeiteres nicht bekannt. (Vgl. auch die nach Schluß der Redaktion eine

getroffene Depesche auf der vierten Seite, D. R.)

Griechenland.

Athen_, _25. Juli. Ein englisches Geschwader von fünf Kriegsichiffen imd einem Aviso wird, dem „W. T. B.“ zufolge, Ihre» Majestät die Kaiserin Friédrich im Hafen

haleron erwarten.

Bulgarien.

Sofia , 25. Juli. (W. T. 23.) Di? „Agencé Balccmique“ bezeichnet die Über die Hinrichtung von Offiiieren, Unteroffizierén und Solbatsn in Sofia, Plewna und Vraßa verbréitetsn Gerüchte als vollständig un: begründed

Amerika.

Guatemala. Nach Sinsr in Nsw-York am 25. Juli eingetroffenén DéPesThS dss „W. T. 23.“ ans El Paso sind bis Truppen von Sczn Salvador in Gautsmiiia sii:- gefailen und babén am dem Vodsn GUÜTLULÜWÖ ihre Flaggiz gehißt. Guatemala erklärte hieran San Saivadbr den Krieg. Die Truppsn Guaxsmalas OCLÖSU bsi Coatsbsqus und Chin 0, wo bkide Tbsijegrbßs Vsrlusie SkiiUSU, aus- dausrnb ge ämpst, und es bsiszt, ii€ hättsm am 24. b. M. Die Streitkräfte von San Salvador cms GUÜTSMÜW [F?rans: geworfén.

Nach einer T€pesch€ des „:isw-YorkÖsraid“ aus Msxiko hätts Général EZLUL dym Präsibsnten von Gaatemala, Gétisral Barillas SÜW persönliche Hérausfordsrung geichickt. Sänimtlich Kämyfé der Stréitkriifte von SanSai: vador und GUatsmaka sOUM i:: Dér Nälé DLS bsibe Liindér sch€id€tib€n Rio ds Paz stattgsfimdén bci Sti. Msxiko wiirbé, beißt ss weitsr, nsutral bléibéfi, so lange Oi? Rechie seiner Staatsangsbbrigén UUVSTlSHT blisbsn. Tis VsrlUfte in den Schlachten, durcb Mélché diSTrUiipén von San Sai: vador ÜUÖ dem (Hébiét von GUatomala hiriausgéworfén worbsn, ioiien iich béibsrieits auf 400 Mann beliiiifen. Tis )lrmee von Guatemala wiire bemorciliiirt, bis Bevbi srung hätte sich dEr HauPtstadt bemächtigt und bi? Frsmden hätten zam Schuß? "dsr Stadt SÜW Poliisimacht orgaxiii'irt.

Argeniinien. BUenos AireÖ, 25. Juli. Tér Minister dsr Answärtigen Angelezgsnbeitsxi Roiius Sasnz Ventia verismdet fOlgSUÖSS Communiiiué:

,Die Finanzlags béffkkk sicb in Fblge dsr von dar Regierung beabfiänigtén Sparsamkeirémaßrsgsln. Ti: kiÉjäkaZe *JiUH-ibbr übersteigt um ein ganz Bkdcutsnres 'die vorjäbrige, kräbrsrid die Einfuhr akgönommen bat. Dis Ausgabe (“On Hrwsbskariwten iii Paxierwäbrung wird dsm Mamgei an Umlaaismittcln abbejfsn, ohne den Krkdit 3a bclaite'n. Zn dsr wiitiicben Lage des Lankss ist kkiUk Vsränrérumg cingkérsrsn. E:: gicbt cixie Régicrungs- und eine Orbcfitionsbartei wie in jsrsm freikn Land;“, .? sr es find kiine Verschwbrér korbankkn. (Fim: Wablkomvsmwri wird, wie immsr, dkn Nachfolger dss jkxxigkn Präsidenten mowiniren mib die Regierung wird fick) jédsr EinmisÖung biérbci enxbaltcn; rie öffentlicke Meinung zeigt ein fichtbare§ Vcrtraucx in di? sbriicbkn Absichten b-r Regierung.“

Chile. Die chilenische Gesandtschaft in Paris theilt, (aut Meldumg dés „W. T. 4.“ von dort, mit, bis T rbnung in ÖM Salpeterdistrikten isi bérgestéllt; Die Nachricht Bstreffs des Bombardements durch Ein G€ichwiidsr sei falsch; inValparaiso ssisn die Uanbén Untsr den Strikénden dnrch die bff911t1iche Gewalt untsrdriickt WOW??? und dé); Verkxsbr iSi ungsstört.

Kunst und Wiffenschaft.

Geheimer SanitätZ-Ratb Profkffbr ])r. Tbbblk, der bekannte

Kebikqbfarzt, begebt, wie die,N. AZ,.“ mittbeilt, beute das 25jäbrige Jubiläum als Dozxnt an der Berliner Universität. Gsbbren zu Flatow ir1_ Weßbrkiixen am 22. Novembkr 1527, gknoü er sein::- ärzt- liche Ausbtlxung_in Yerlin _und promovirte bier 1555. Alsbald wrdmete_er 71:1) icmsUi SVézläÜäÖ, Tbbbld bat eine tricks rUblizistiickye Tbätigkatt enkfaltet. _ _ _ Jn Mainz _?kieß man am Mitwoch) bei einer Ausgrabung tn der untern_ Neuitadt, im Gebiet des altbistoriiaben .Dimeffer- Orts“, der ap1cheinend_die Forxseßung ber Jngelbeimer Ame und den obern AUélaui diesir trübsrn R eininsei bildcte, an römischc§ Mauerwerk. Dassélbe ist tbeilwsiie Kalkstein- unk Veronmauer- kark, tbeichiie Ziegßlmauertrerk, und xebörte, nach DEU gsfunkknen ixbönen Wandverpuyitüxxkn und Ziegelfußböken zu schließsm zu einem vornehmen_ kÖlTMÖLn Gebäude. Dabei wurden, wie der .KHln. Zig.“ mxtgetbeilt wird, aucb einige bunte Gläser, zaxer S_Fuxz bob: Amxboren und eine Schmale an:“: térka sjngata mrt pracbngem figürltcbem Bildwerk, gefundkn. Das lsßtere stellt, somett bis jexzt ermittllt, baÜsbielends Liebesgétter in einem NOS- Werk vor. Die Funke lagen nur 1_1,25 111 unter ?ck: jcsigen Erk- obxrfläcbe. In der Nähe wurde'n scbon früber einmal römische Reste gesunden, und man glaubt einen altcn Kalturboden angcicbnitten zu baben, der noch waitere interöffante Alteribueresta in sicb bergen Fiirxte. Dic AuLZrabungen werden kabcr mit Vorsickyt wcitcr be- rie en.

Verkehrs - Anstalten.

Bremeg], 26. _Juli. (W. T. B.) Nach bicrber gelangten Meldungen M der früher hierher gebörige Petroleum-Tank- dampfer „Vorwärts“ in Savona (Italien) in Brand geratbcn.

Theater und Musik.

Victoria-Tbeater.

Das Victbria-Tbcater batte auch in dieser Woche_ mit seinm .Stanley*-Auktübrungen fortwährend gut besetzte Häuicr zu ver- zeiÖnen. Bei der 338. Wiederbolung ist als neuengagirtes Mitglied der jugendliche Komiker Hr. Siegburt auigetretxn, der sick) _als Friß Dräseler, gleich seinem Vorgänger, die Gantt des Publikums zu errin en wußte. Hr. Jaffé übernabm die RoUe_des Brandwrd und Dire or Emil _Litascbv bat fick) mcbrfack; wieder als Stanley präsentirt. _

Friedricb-Wilbelmitädtixcbes Theater.

Die morgige SonntagS-Aufsübrung des „Armen Jonatban' isi die 191. Wiederholung dieser Operexte, welcbe Troy der Hohen _Auf- führungßziffer nach wie vor das lebbarteste Jnterene der Einheimiicben und Fremden in Ausbruch nimmt. Binnen Kurzem itebt das Operetten-Tbeater wieder im Zeichen der großen Jubiläen, da die Vorstellung des „Armen Jonathan“ auf Dienstag, den

5. August. fällt. _ Belle-Alliance-Tbeater. Morgen findet im Belle-Alliance-Tbeater wiederum eine Sonn- tags=Vorftellung zu billigen Preisen (Eintritt 50 43 :c.) statt. Thomas-Tbeater.

Jm Thomas-Tbeater ist bereits mit den Malerarbeiten begonnen worden, welche der bestens bekannten Firma_Vodenfiein übertragen wurden. Für die Dccken find besonders kanJde farbensatte Ent- würfe vorgesebm. Dix Bübnexibalustrade _sowte die Rangfront er- halten ebenfalls maleri1che Verzteruygxn. Dte_ Planirung _des Parquets und die Einstellung der Sitzreihen durfte bereits in der nachsten Woche

erfolgen.