1890 / 183 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 31 Jul 1890 18:00:01 GMT) scan diff

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der Sirikekaffen, ohne zu arbeiten, eine Zeitlang unterhalten laffxn. Was die Wirkung der sozialen Geseßaebung anbelangt, so wird die- selbe im Allgemeinen als segenSre_rch bezeichnet. Der Nuyen der Krankenverficheruna wird i_rnbefxrittrxt anerkannt, doch wird auch auf ihre Nachtbeile mebrsach_ brngewterxn, so z. B., daß die Be- schränkung der Höhe der Leistungen, wie sie in §. 21 und §. 33 Absa 2 des Gesehs vom 15.Juni 1883 enthalten sind, d__ie Doppel- versi erung der Arbeiter befördert und den freien Hülfsfqnen, dre_ als ein Hort der Sozialdemokratie angesehen werden müssen; in die Hande arbeitet. Die Unfallversicberung wirkt troY einiger Mangel des Ge- seses „sebr segenSreick). Jm Weißrnfc s-Zeißer Bergwerksrevrer ist man Seitens der betbeiligten Gese111chaften niit der Bildung von Arbeitsrausi chüssen vorgegangen, um aur friedlichen) Wege MeinungsvnsÖiedenbeiten zwisehen Arbeitgebern und Arbeitern zu ordnen.“

Bevorstebenke gemeinnützige Versammlungen

Der 6. ailgemeine Vereinstag der deutschen landwirrbxcbaftx liÖen Genossenschaften, der in den Tagen Vom 3. bis 5. Juin in Mainz abgehalten werden wüte, ist verlegt und firidet nunmehr in den Tagen vom 21. bis 23. August 1890 _zu _Dcrxmstadt sm_tt. _ Die 20. Generalversammlunz der Gesellxckiaxt sur VLrbreiturig von Volksbildung findet am 31. Auguit und 1_. September in der Klemda zu Eisenach statt. Als Redner Und angemrldet Generalsekretär H. Röstel, 131". PoblmUxék, Uk- WWI- WIA-

Jordan, Aba. F. Schenck, Abg. Ebsrty, 2159. 131". _Yachntcke, Abg. Rickert, Abg. Kalle und I Tews. Dre _Gegenytande der öffentlichen Beratbung find riameritlick); ]) die _Frage: Wie [affen fick) die Bildungsvereine aur umrre landitche Berolkerung aus- dehnen? 2) Grfeßeskunde und Volkswirtbscbartslehre in der_ Volks- schule. 3) Ueber die Zersplitterung im _ Vrreinsweiexi DcuUchlands, und 4) Der hauswirthfckoaftlicbe Unxrrrrcbt fur Mqrckoen aus dem Volke. _ Trr10. deutsche Kongreß sar e_rzteblrcbe Knabezi-

andarbeir findet vom 23. bis 25. Auguit zu _Straßburg tm

[saß statt. Reden oder Vortrage haben zugeiagt Y. Lammers, 131-. W. Göße, von SÖrnkrndorff, Nöggeratb, _C. Grunow _und Grevpser. _ Die Genrralreriammlrtng drs Vereins fäur Sozia_l- politik findet in diesem Jahre am 26. _und 27._Srptember1n Frankfurt am Main statt und __zwar_ im_ Hörmal der Poly- technischen Geseüsckéaft. Der Beginn nt auf Freitag, den 26. Sep- tember, früh 9 Uhr, festgrer. __Die Tagesordnung l;:utet: ]) Ein Wort zur Crinr-erUng cm Erwin * ane, Prosémor 1)r. KnapwiStrqßburg im Elsaß); 2) DieReform der Landgemeindeordnung, exitkr Referent: Landtags-Abgeordnetrr Sombart (Berlin), zweiter Reierenx: Ober- Präfident a. D. 5011 Crnstbausen (Verlm);_ 3) Arbeitseiniteüungm und die For15ildung des ArbeitSvertrags, erster Referent: Geheimer Hofrath Profcffor 1)r. Brentano (Leipzig), _zwéiter Referent: Der Geschäftsführer des Centralverbandes Dqucher Jndustrieüer Bueck (Vkrlin), dritter Referent: ReichstaZs-Abzrordncter Redacteur Stößal (Effen), An den Verhandlungen können nur Mitglieder des Vereins tbeilnebmen. Der Eiritritt in den Verein e_rsolgt durcb schrift- liche Anmeldung beim Schriftführer (Verlagsbucbbanrle: Carl Geibel in Leipzig) oder Scbätzmeister (Stadtratb L. Lukwig-Wolf in Leipzig) gegen gleichzeitige Einzahlung des jährlichen Vereinsbeitrags von 10 „46 oder auf mündlichen Antrag an das Vereinsbureau vor dem Beginn der Generalversammlung in_ Frankfurt am Main. Die Mit- gliedschaft beginnt mit dem Cmpsarig der Mrtxlierskarte. _ Vor dieser Generalversammlung tagen ebxnraUs in Frankfurt am M:: in am 22. September die JahresveU-ammlung _des Deutsckkcn Vereins gegen den Mißbrauch gxistiger Gerrcznke und vom 23. bis 25. Séptrmber der reutiche Armenpslegertag. '- Der 31. Vereinsrag dcs Aügemeinen Verhandrs der auf Selbstbülfe kc- rubcriken Erwerbs- uknd Wirtbicbafts-Genossenscbaffen findet vom 23. bis 28. August zu Freiburg i. Br. statt. Die Versammxrmg wird fick) zumeist mit_ irinercn Angelegenheiten drr Ge- noffenfcbasten und des Verbandes besaßen.

Zur wirtbscbaftlicben Lage des Jahres1889 schreibt die Handels- und Eewerbekammer von Zittau in ihrem Jahresbericht : _

.Der Rückblick auf die wirt51chaftliche Entwickelung im Jabra 1889 läßt ein im Großcn und Ganzrn erfreuliches Bild in die Er- scbcirmng treten. wennßlcick) niÉt verbsblt werden darf, daß das (Hriübl, als sei mit diescm Jahre der Höbrpnnkt dsr Prosrkrität überschritten worden, die Befriedigung bcrinträcktigt, mit irelÖer die Ergebnisse desselben 5etrachret werden können.

Auf dem writverzweiaten Gebiet der Trxtil-Jndustrir 58- gegnrn wir :um großen Theil AUslaffungcn, wrlcbe ein günstiges Résultat bezeugkn.

Ein besonders gutrs Gésckxäftsjabr batte fernrr dir Granit- Jnduftrie; ckenso günstig war dis Lage dcr Maschinen- fabrikcn, rinicbließlicb dcr Fabrikation [andwirtbsckiaftlicher MZichinen. Das Walzeisengrschäft war lebkaft. Die kera- mi1che Industrie war zufriedrnstellend; die Töpfereien drs Kawmrrbezirks waren, wie (ich) dir Fabrikation von emaiUirteM Gr]chi_rr, wenn aucb bei nicht Voll grnügrnden Preisen, vol1_aur keswäftizt; rie Glaswaarcnfabrikation war in ihren vérichiekcnen Zweigen in rrger Tkätizkeit; die Papier- fabrikatirn, insbesondere auch die Buntpapicriabrikatiom kalte réicixlickcr zu kuUn als in den Vorjahren; die Graupapwenfabrikation war 1111“ Verankrrt Legen 1888. Dagegen ist dir Lage des Farb- und Gerbstoff- extra_kt-_Geichäits, anblick) die des Farbwaaren- und Chetnikalirnbankels fckxwieriger gewo_r_dsn. Die Zuckrrindustrie, die Viecbrauereicn find rnit _den Ergebnmen des Vcrichtsjabres rcckxt zufrieden; dieHcrsthung deuYÖen Cognac; findet m_ebr und mrbr Anklang und erhofft weitere Bemeraqs. Positiv ungirnixig waren im Kammerbezirk, zum Wesent- lichen mrtbediqgt darch ieine geographische Lage, die Mühlenindustrie und der Getreixeßandel. Endlich flagrn auch dir Cigarrenfabrikamtcn über das verrionene Jahr.

_ Dic .Ker-ttverbäliniffe und dcr (Heldrerkelxr smd im J:: bre 1889 m aUen_Therle_n dsr LaUfiZ normal gewessn.

Bet den _eigzelnen Kleingewerben [affen sich in einem einen Waitm Kogiplrr umranenken Bezirk begreiflichrrweife weniger gemeinsame G§11chtspunkte finden, aus denen ein Urtbeil übsr ihre Prosverität be- grundxt werden könnte; Die örilicben Verbältniffe, die Untrrschiede von Stadt und Land_1ind vxn so einschnrikendcr Bedeutung, da?"; ein Gewarhe, Welches 51er gedeiht, Dort mszbsamer seinsn Träger nährt. Nur die Klagen uber den_schweren Kampf mit dchroßindUstrie, über die Auswüch1e im HaujrrWesen, übst die Handhabung des Sub- misfionswesens kehren in dcn Berichtrn der Innungen, ker Gewerke- vereine und Einzelner regelmäßig wiedrr.

_ _ In_ einzelnen Gewerken macht sich der Mangel an guten Ge- BUlfen immer mehr fühlbar; andere leiden unter einer unbezrenztcn Konkurrenz, _Jn der sich, Mangels eincr Jeseylickxen Altersgrenze für die Erlaubmt; zum selbständigen Gewerbrbetriebe, selbst davon- gelaufenx Lebrlirxge beibeiligen.

Yexden getteigerten LebenGansvrücben ist es gerade der kleine selbstxzndtge Handwerksmeister, desen Lage einer Verbesserung dringend bedarf. _Cs wird eine wichtige Aufgabe unserer verbündeten Regie- rungLi um, auch für diese, jederzeit treubcwährt befandenen Bürger des Staats den Weg zu finden, auf welchem sie zu glück1icheren Existenzbedmgungen qeiangen. Daß freilich die auf diesem Gebiet zu Tage getretenen Wunschx bei dem Widerstreit der in Frage kom- mende_n allgemeinen theremen nur in beschränktem Maße erfüllt wer- den k_onnen und daß em_ eseßaeberiscbcs Vorgeken nur Schritt vor Schritt erfolgen kcznn, mu en sich die betbeiligten Kreise wohl vor Augen halten. Die_A_ufgaben, welche in der heutigen Zeit von den Regierungen zu_ bewalttge_n find, sind so große und schwierige, daß sie nur mit der thgebung uberhaupt erfüllt werden können, welche den Leitern unserer staatlichen Ordnung innewohnt, Das Berichtsjahr liefert von nun einen unumstößlicben Beweis. In ibm gelangte das Alters- und JnvalrdenvnsicherungSgeseß für die Arbeiter zur Perfektion; in

ibm wurden die gewaltigen_ Vorarbeiten begonnen und gefördert, welche zur Durchführung deNelben nothwendig sind. Möchte es ge- lingen, aucb dureh die Segnungen dixses Gesetzes de_n arbeitenden Klassen den Frieden wiederzugeben, der rbncn durcb gewtffenlose Heyer systematisch geitökt wurde. Auch in den Kammerbezirk sind im Ver- laufe des Berichtsjabres weitere Elemente eingedrungen, welche ihre Bemühungen bei der Unerfahrenheit der Arbeiter und ibrer Neigung, Alles, was man ihnen als zur Verbefferung ihrer Lage dienend darsteÜt, aucb für ausführbar zu halten, nicht erfolg- los betrieben. Fachvereine wurden neu gegründet, wodurch auf der anderen Seite die Arbeitgeber zu einem engeren Zu- fammenscbließen _gezwungen wurden. Der hierdurch herauf- bescbworene Kamps wird und muß zum Nachtbeil der Arbeiter aus- schlagen, weil dadurch auch die auf die Befferung der Lebensbedin- gungen derselben gerichteten Bestrebungen der Arbeitgeber, seien diese als die Folge der Gesesaebung, oder, wie besonders aucb in unserem Kammerbezirk, als freiwiliige Gewäbmngen zu betrachten, im Keime erstickt oder wenigstens in der Entwickelung gehemmt Werden. Und dieser Kampf ist um so beklaaenswertber, als er beiden Theisen nur Nachtbeile bringt, den wirtbscbaftlixh schwächeren aber, den Arbeiter, in ungleich verbängnibßvollerer Wei]: schädigt. In keiner Zeitepocbe ist eine so große ar eitcrfreundlicbe Stimmung vorhanden gewesen, wie in der gegenwärtigen. Möchten doch die besonneren Elemente unter den Arbeitern _diese Erkenntniß in ihre Kreise tragen und davor warnen, durcb unerfriübare Forderungen das, was_ gewährt werden kann und was ju gewabren ein_e von humanitären Anxcbauungen durch- drungene Zeitricbtung gewillt itt, in Frage zu stellen.

Bei der Wiederkehr des inneren Frieden?, wie bei den opfer- bereiten Bestrebungen unserer verbündeten Regierungen. auch den äußern Frieden zu erhalten, ithussicbt vorhanden, daß fich Industrie, Handel und Gewerbe auf dem gedeihlicben Standpunkt, welchen fie zur Zeit einnehmen, werden behaupten können.“

711. Deutscher Tischlertag.

Seit Sonntag findet in Magdeburß der mit einer Fachaus- stellung verbundene 7. Deutsche Tischlerrag statt. Aus den Vrrbandlungen dürften folgende, der „Köln. Ztg." entnommens Mittkeilungen bemerkenswert!) sein. Der Vsrband zählt gegenwärtig 121 Innungen mit 6015 Mitgliedern. Dem frühem Bundes-Präsidenten Brandes so!] ein Grabdenkmal errichtet werden. 200 „46 wurdrn zu einem Preisaussckrchiben für einen Leitfaden für dj_e Innungs- fachckschüler bewiÜigt. Tie Erstrcbung einer eig_enen_Ti1chler-Unfa[l- Berufsgenoffenscbast wurde abgelehnt, dagegen be1chlm1kn, das Reichs- Verficherungsamtzu ersUÖen, veranlassen zu rroklen, daß das gesammte Tischlergewerbe verfiÖerungépflichtia gcmachi werde. Ueber die Er- richtung einer besonderen Feuerversicberung für das Tischlergewerbe waren die Ansichtrn sebr grtkeilt, obschon gemgt wurde, daß fich Ynanzkräffe gefunden hätten, welcbe :qu 50000034€berleiben wwÜten. ___Ölieézlich wurde die Sache dem Vor1tande zur weitéren Vérfolgung u ergo en.

Die li_e_genschaftl_ichen ZwangsVeräußerungen und die Psandeintragc im Großherzogtbum Baden während des Jahres1888.

Seit dem Jahre 1883 kalen sich im Großherzogtbum Baden die wirtbsckoaftlichen Zustände gekeffert und in Folge deffen auch die wangsverkäufe an Zabl erheblich abgenommen. Während im abre 1883 ihre 35:51 1454 betrug, Hat fir im Jahre 1888 nur 820 erreicht, Von welch letzteren 91,3% auf richterliche Verfügung im Mabnverfabren und 8,7 0/0 im Konkursweze erfolgten. Die außer Bcsiß gescßten Eigentbümer waren nach den . Statistischen Mittheilungen_über das Großberzogibum Baden“ bin- fichtlicb des Berufes 372 Landwirtbe, 392 Gewer'xe- und Handel- treibende uud 56 Personen sovstigen Verufcs oder ohne einen solchen. Die zwangswciie veräußerte lankwirtbsckIaftliche Fläcke machte 0,18 0/9 der landwirtbscbaftlichen Gesammtßäckxe des Landes aus, und zwar wurde von der gesammten Fläche der Besitzer von weniger als 3 118, 0,22 0/o, von derjenigen der Vrsißer von 3 128 und mehr 0,17 % veräußert. In der Mehrzahl der Fälle (742 oder 90,5 0/0) traf der zwangsweise Vrrkauf das ganze liegenscbaftliche Vermögen des Schuldners, in 78 FäÜen (9,5%) nur einen Theil desselben. B:»i den 115 reinen Hausverkäufen War in 105 Fäüen (92,9 %) das Haus, bei kin 217 reinen Gekäuderérkäufén in 177 Fällen (81,60/0) das Gelände, bei den 490 Verkäufén WU [ardwirlksckafriickwn Anwesen in 460 FäÜen (93,99/0) kus Anwesen das ganze licgensäpaftlickxe Ver- mögen des Schuldners.

Ter gesammte Erlös aus den Zwangsvrrkäufen rvar irie gewöhn- lich nicht unerheblich Höher als “der Steueranscblag und bezüglich der Gebäude aucb böber als der Vrandvcrücherungsanscblag, dagkgen gc- ringer als der Scbäjzungswertb.

In den IaHrrn1883-1885 zeigcn die Pfandeinträae xine geringe Veränderumz, seit dem Jahr? 1886 tritt eine raschere Zu- nahme drrselben auf. Wäkrénd 1883 auf 1 Einwohner 74,5 „44 und auf 100 .,“ Steuerkapital 5,2 .“; eingetragcn wurdcn, find diese Re- träge im Jabrs 1888 auf 111,1 „76 und 7,7 „46 aestiesen. Jm Jabre 1885 beschränkte fick,) die Vermebrung auf die Vorzugsrecbre, in den folgendenIabren rear fie cine ,k'ast aUgemeine; 1888 zeigte sicb nur bei den Kaufsckyiüingen ein schwacher Rückgang von 53,3 aiif 52,8 „46

Bekämpfung des Bettelns und der Landstreickerei im Großberzogibum Baden in den Jabren1886 und 1887.

Die im Jaere 1885 im Großherzogtbum Baden eingetretene Abnahme des B:!tels und dsr Landstreicherei bar in den Jahren 1886 und 1887 angebalien. Damit ist naturgemäß auch die Incin- Wruchnabme der zur Bekämpfung diessr Mißstände aetroffrnen Em- richtungen gerinzer geworden, und es ist sowohl hinsichtlich der Zahl der Unterstürzrmgsfäklo, als auch des entstandenen Aufwandes_ cin Writerer Rückgang, für einige Orte sogar das Eingebrn dsr brjian- denen VerpfirgungSeinriÖtungen zu verzeichnen. Im Jahre 1887 sand nacb dan „Statistischen Mittheilungen über das Großberzogtbum Baden“ noch in 688 Gemünden (gegeii 728 im Jahre 1885) eine geordnete Unterstükung bedürftiger Reiiender statt, und zwar wurde dieselbe in 661 Gemeinden Seitens der Gemsinde- behörde, in 27 Gemeinden Seitens eines Antibettelvsreins gerräHrt. Die Gcmeindeeixrickptungen vertbejlcn sich auf 42 Amtsbezirke gegen 41, die AntibettelVSreine auf 17 Amtkbezirke gegen 20 im Jahre 1885. Die Gesanrmtzabl der Uuiersiüßungsfälle betrug im ;rgannten Jahre 253 497, wovon auf die Gemeindeeinricbtungen 164 367 u_nd aus die Vereine 89130 enrxaUen; der Verpflegungsaufwand belief fich auf 78147 „44, bei den ersteren auf 44 379 „13 und bei de_n leßtcren auf 33 768 „46 Was die Art der Unterstüyung betrifft, 10 ist die Zahl der Geidgaben gewährenden Stationen in den Jahren 1885/87 von 105 auf 35 kerabgegangen, und zwar unterstüyen von Gemeinde- bebörkrn mit Geld nur noch 28, von Vereinen noch 7, und es wurden von den le teren auf diese Weise im Ganzen verausgabt 1462 gegen 2301 im ahre 1885. In der großen Mehrzahl der Gemeinden, nämlich in 656 von 688, wird Naturalverpflegung geleistet; davon gewähren 9 nur Herberge obne Beköstigung. Der durchschnit21iche Aufwand für die einzelne Unterstüßung hat im Jahre 1886 30,3 43 und im Jahre 1887 30,3 45 betragen.

Als U rm (5 e n d e r A b n a 5 m edes Bettler- und LandstreiÖerwesens, Welche_neben_ rer geriugeren Jnanipruchnabme der Skationen fast durcbgangig iowohl in der Verminderung der Zahl der Bestrafungen, als auch in der seltener gewordenen oder XW geschwundenen Be- lästigung des Publikums durch den Haus- und _ traßenbettel sicb offen- bart, find im Wesentlichen anzusehen: diegebes1erten wirtbschaft- lieben Verhältnisse und diedamitzusammmbängende häufigere A r b e i ts g e l e g e n [) e i tfowie die verschärfte Handhabung der polizeilichen Strafbefugniße, namentlich aber auch die wobltbätige Wirksamkeit der Yaturalverpflegungsstationen, deren Werth von der Bevölkerung fast uberal], wo solche bestehen, anerkannt und nach Gebühr gewürdigt

wird. Eine bemerkenswertße_3unabme det Befirafungen wegen Bettels und Landflreicbens hat nur im Bezirk Freiburg siattaefunden, wofelbfi, von_ einer einzi en AuSnabme abgesehen, keinerlei Verpflegungs- einrrcbtungen vor anden sind.

Dem Verbande der Raiffeisen'scben Kassen gehörten zu Ende des Jahres 1888 423 Vereine an; 610 war ihre Zahl Ende 1889, und seitdem sind weitere 74 hinzugekommen, sodaß die Gesammtzabl der dem Verbande beigetreienen Genoffenskbaften derzeit 684 beträgt. Davon gehören an 221 Vereine der Rheinprovinz, 1 Westfalen, 118 dem Reg.-Bez. Kassel, 23 dem Reg.-Bez. Wies- badxn, 28 der Provinz Sachsen, je 4 Brandenburg und Ostpreußen, 3 Westpreußen, je 12 Schlesien und Thüringen (Gotha), je 16 Thü- ringen (Sachsen-Wetmar) , Obcrfranken und Mittelfranken . je

Coburg und Miltelfranken , 74 Schwaben und Neuburg, 19 Oberbayern. je 3 Hohenzollern und Rheinpfalz, 8 Hessen, 75 Elsaß , 2 Mrcklenburg - Schwerin. Die Jahresberichte liegen _nur _ von 364 Vereinen mit 33166 Mitgliedern vor. Die Aktiva i_ener Vereine umfaßten 17184361 .“. die Passiva 17011439 „44, alw Gewinn 172 922 „zz Gemeinschaftlicb bezogen wurden _1889:_ Kohlen und Briquettes für 147 756 „44, Dünger und Futtermittel fizr _1 251965 „44. Sämereien für 7600 «44, landwirtb- chaftlrcbe Maichrnen fur 12000 „44 Der Wert!; der gemeinschaft-

lichen Bezüge im Jahre 1889 überragt den von 1888 um 341735.“ Neue Vereine wurden 1889 besonders in den Provinzen Branden- burg, Sachsen und Schlesier), im Königreich Sachsen, in Mecklenburg und tm Herzqgtbum Metninaen errichtet; auch in Oesterreich (besonders in Tirol), ferner_in Italien, Frankreich und in den Nieder- landen haben dre Ideen Rarffeisen's festen Fuß gefaßt.

Die Thätigkeit des Vaterländischen Frauenvereins in Straßburg i. E.

Der Vorstand des Vaterländischen Frauenvereins, Zweigverein Straßburg, _bat, wie die .Straßb. Post“ berichtet, über die Thätig- keit des Zweigvereins im Jahre 1889 einen Bericht rersertigt, nacb Welchem der Verein 548 ordentliche und 21 außerordentliche Mit- g_lieder zählt gegen 528 bezw. 23 ch Vorjahres. Die Mitgliederzahl iit also in_ itetem Wach1en_ begriffen. Die Leistungen des Vereins sind uberra1chend große. Die Arbeits-Kommission beschäftigt 29 Frarren, die einen Arbeitslohn von 1041,33 :“ bezogen, der Waarcnverkaur errxicbte einen Betrag von 3.365,85 „46, das vorhandene Jnvrntar hat einen Werth von 4405,19 „46 gegen 453966 „46 des Vorxabres. Der Vercirr battx also in dieser Abtheilung einen Verlust vo_n 134,47 „34 Die Kommiision für Armen- und Kranken- Pflege unterstützte das ganze Jahr hindurch 68 Familien, darunter 34 Wittwen. AUCH fandcn Weiter; 20 Familien regelrechte Berück- 11chttgung; der Um1cblag in der Kane beziffert fich in Einnahmen auf 684211 „44 und in AuSgabe auf 6517.72 „46, sodaß in der Kaffe der Kommr_1swn noch 326,39.“ am Jahresjchluffe vorhanden waren. Die rrwnatlicberi Gelduntxrstüßungen betrugen 1195 „44, die außerordent- lichxn, Mietbe u. 1. w., 841,18 „74, für Lebensmittel 306446 „44 u;1.w. Jn deg Kfoejcbänken wurden 118566 Personen be- dient, Welche 5__3 -*27_2a11en schwarzen Kaffee, 48 637 Tassen Milch- kaffrc, 4779 Tanen Mrlck; urid 1413 Tassen Cbokolade tranken. Der Zweck der Kaffee!;ipankrn, dre Arbeiter worn Besuck; der Wirt545äuser abzuhalten, wurde, wie dre Zahlen beweixen, in reichem Maße erfüllt. Die Frauen-J_ndu_srrte= und Fortbildungsschule hatte zum Schluß des Jahres 107 Schu1ermnem Die Zöglinse der Anstalt verbreiten fick) als L_ebrertnnen trr_1_ ganzen Lande. Die Jubiläumsstiftung (2000 344) und dre _Dgrsy-Sxtrtung (500 344) wurden saßungégemäß verwertbet. In der freiwilligen Krankenpflege wurden, wie früher eingehend bcricbtet, 24 _Damen und 15 Männer ausxzebildet. Ueber die Gründung einer Krippé wird mitgetheilt, daß die Baupläne in Arbeit sind. Der Kanenbrricht kes Vrreins schließt in Einnabme mit 18 024,84.“ und in Aus.:ake mit 16 377,89 „46. Das Vermögen des Vereins ist auf 14 646,90 „54 angewackoscn.

Mosel-Landtag.

Wie die „Trirr. Ztg.“ Vernimmt, wird der nächste Moscil- Landtag nicbt am 1. Oktober, sondern bereits Mitte September in Meß stattfinden. Die Brrathungsgegenstänxe smd: Bedeutung der Moselkanalifirung für die Mojeliandsckpast _1e15st und sßr eine engere Verbindung der Reickoslanre mit Altdcutxcbland. Aus der Metzer Honfcrcnz seller: alle diejsnigen Punkte erörtert werdm,welche aufdem Koblenzer Morel-Landrage nicht zur Be1prechung gelangten.

Literatur.

:ck Von der_n Werke ,Das DeutsÖe Reich“. Vaterlands- kunde von Prof. Dr. Otto Richter. Leipzig, _Verlag von Otto Sramrr, ist soeben die dritte Abtheilung rr1chienen. Der bis Seite 210 reichende Haurttßeil diescr Lieferung sÖließt d:.s „Erste Brick)“ kes Eeiammtrrerkes ab, in dem es zum Titel , Allgemeines ' in Kapitel 111. .Die wirtbscbastlicben Verhältnisse des Deutschen ReiÖcS“ und zwar §. 26 die geschichtliche Entwickelung des deUtscben Handels, §, 27 die Maaße, Gcwicbte und die Münzen, Z. 28_ das Geld- und Kreditwesen, §. 29 das Verficherung§-, Sparkapen- und Genossensckoaftswesen, §. 30 den dcutschrn Binnenbandel und seine Crntralvunkte (Aus- stellungen), §. 31 den deutschen Außenhandel und 1eire Centraipunkte (Konsulatswesen), §, 32 die déutschen Kolonirn; in Ka:). 911 die staatliche Organisation und das politisÖe Lebe“ Deutschlands, wrd zwar §. 1__ die gexckxicbtlicbe Entwickelung des Dcutschcn Reichs, §. 2 die Verfanung des Deutschen Reichs, „6. 3 die Rcichsbebörden, §. 4 die KrieaTmak-bt ch Déutscben Reichs, §. 5 die Entwicklung drs öffentlichen Lebens und die politisÖen Parteien in Tcutschlakd ausführlich behandéit. _ Mit Seite 211 beginnt: „Zweites Buck)“. _ Die Einzelstaaten _ die Schilderung des König- reichs Preußen, und zwar § 1 Allgemeines, §.2 die Provinz Ost- preußrn _ bis zur Darstellxmg der Provinzialrerwaltung derselben (S. 240). Erschöpft ist die1er sorasältig gefichtete Inhalt aus den kerräbrtcsten neuesten Qucgen; die Darstellung ist ixberfichtlicb geordnet, umfassend, dock) wohlbemenen, die Sprache ist anichaulich, licht und klar. Auf dem Ganzen ruht der Hauch wabrer Vaterlandsliebe. “Sichtlich ist auch diese neue Abthrilung von dem Bestreben belebt, Freude am Vaterland zu _wecken. Eine intereffante Beigabe bildet die Bodenkarte von Deutxchland in farbenprächtiger Gestalt. Der Preis dieser 111. Abtheilung ist 1 „44

:U: Von der in Otto Spamer's Verlag in Leipzig (1890) ver- anstalteten AuSgabe der „Geschichte DeutsÖlands im neun- zehnten Jabrbundert“ von Berthold Volz liegen die U., 111. u. 17.21515eilurg vor, Preis je 1 „44 _ Abtheilzing 1]. verweilt größtentkeils keim „Banne der Fremdberr1cbaft', schildert auf den ersten 50 Seiren .Preußens Kampf und Fall" und auf den nächsten 12 den ,Fürstentag zu Erfurt“, womit das „Erste Buch“ abschließt Die zum „Zwäten Buck!“ überleitenden fol- genden 48 Seiten kennzeichnen den ,WJderftand der natio- nalen Eigenheit“ (1809-1815) in der Erhebung Oester- reicbs und der Wiedererstebung Preußens bis zum Stein- scben Cmanzipaiions-Cdikt. _ Abtheilung 111. vollendet die Zeich- nung der Wiedererstarkung Preußens, beleuchtet die Wandlungen des Jahres 1812 und entwirft dann das Gemälde des Krieges der großen Allianz, defien Vordergrund der Frühjahrsfeldzvg der Preußen und Russen, deffen Hintergrund der Kongreß in Wien und der belgische Feldzug bilden; _ _Abbrldung 17. vollendet das vorbegonnene Kriegs emalde, wird dann „Drittes Buch“, welches unter der Au christ „Stille Zeiten" (1815- 1848) den Bundestag die Bvrscbxnscbaft, den Zollverein, die Radikalen und den Ébronwecbsel in Preußen cbarakterifirt und die Revolution und ihre Folgen schildert. vorzugSweise die Vorgänge in Wien, Berlin und Frankfurt _in den Vordergrund stellend. Zu der ganzen Darstellung herrjcbt sichtlich des Bestreben vor, die ge eimen

,k

äden des Entwickelungsganges bloßzuleaen, die innzrfien Ent- cbließungen der handelnden Personen an _das Licht zu ziehen und so gleichsam den verborgenen Nerv der Geschichte offenbar zu machen, wodurch das Ganze von erbeUender, fesselnder Wirkung ist. _

*Handbucb der gesammten Un_falloersrcherung fur untere Verwaltungsr, Ortsvolizei- und Gememdebebörden. Nach amt- lichen Quellen bearbeitet von F. Er_igelmann. St_endal, Verlag von Otto Fehrmann. Das binnen Wenigen Monaten m_ 2. Auflggx xr- schienene Buch enthält eine Zusammenstellung aller fur das Kyntgrercb Preußen ergangenen Gesche, Verordnungen u_nd Ausfuhrungs- vorschriften, einschließlich der Eytscberdungen _des YeicbszVersicherungs- (nuts, soweit durch diese Bestimmungezr die Thatrgkert der oben ge- nannten Behörden geregelt_wtrd. Mit _tbunlicbster Vollständigkeit verbindet es große Zuverläisigkett und bietet durch Hinzufügung der erforderlichen Formulare eine bequeme Handhabe zur_ schnellen und fackrgemäßen Bearbeitung der Unsallverficberuychxresebafte. Der auf 2,40 .“ gestellte Preis, b_er_Baarzc_rblung mit einem Rabatt von ZZZ %, ist ein verbältnißmaßtg n-edrrger zii nennen. _

* Der technisckpe Telegravbendtenst mit ipeziellerBerück- sichtigung des Fernsprecbxvesens, bearbeitet und Herausgegeben von Raddaß, Telearapben-Dtrrkwr. Verlag der Hofbuchdruckerei von Trowißsch u. Sohn. Frankfurt a_.O. Bei der erheblichen Ausdehnung, welche das Telegravbenwesen rn Deutschland während des leßten Decenniums erfahren bat, bat fich_ für 15mmtliche Postbeamten die Notbwenk-igkeit brraußgesteüt, sich wweit mit__d2m Wesen der Tele- grapbie bekannt zu _mgch2n_, _daß 11e nicht nur den tecbnisebcn Telegravbendienit ielbitändig wahrzunehmen _ver- mögen, sondern auch bei Betriebsstörrxngen und_ sonstigen technischen Mängeln die Ermittlung und Beieirigung derjelben selbst herbeizuführen im Stande sind. Urn den Postbeamten die Erlernrzng des Telegrapbendienstes zu erleickytern und ihnen ein für aUe cFall: ausreicbendes Kompendium an die Hand zu geben, hat sich der «3er- faffer zur Herausgabe des nunmehr bereits in vierter Auflage e_r- scbienenen Werkes entfchloffen, welches sämmtlickoe bis in die neueste Zeit in Gebrauch genommenen Apparate und deren Behandlung er- örtert und durcb 67 Abbildungen im Text erläutert.

* Die Anstellung vonMilitäranwärtern im BereicLe der Post- und Telegrapbenverwaltung. erlin, bei E. S. Mittler u. Sohn. Das Heft enthält sämmtliche aus die Anstellung als Unterbeamte und als Subalternbeamtx bei der _Neicbs-Pon- und Telegrapbenverwaltung bezüglicben Vorschri7ten urid ist deshalb Allen, welche auf eine derartige Stellung bedczcbt und im Bens der erfor- derlichen Militärpapiere find, zur_Ortenti_rung über Gebths- _und Penfionsverhältniffe sowie über die nöthigen Vorkenntnine besten:? zu empfehlen. _ _ _

* Raumlebre oder Geometrie fur_Stadt1chulen un__d Handwerkerscbulen von Franz Toselowskr. _V2r1ag vori (8. S. Mittler und Sohn in Berlin. Das Buch zeigt eme_leick_;_t rer; ständliche Behandlung des Stoffs, welcher derart ausgewählt Ut, dax; er in einer Elementarscb'ale bewältigt werden kann. Neben den 11th- wendiaen Lebrsäßen und Erklärunaen bistet e_s prakmcbe geometrricbe Aufgaben, sowie die Anfänge _des Projektionszetchnens. __Daß der Inhalt dem beabsichtigten Zwech vollitcindig enriprrcbt, bervertt der Umstand, daß es bereits in 7. Auslgge er1chxe_n_en Ut. __ _ _

* Lehrbuch der sranzöir1ch_en Svr_ache i_ur Poxtxurid TesegrapbenÖeamke von Rudolf vor) Zulow. Wien, Pest und LLlVZtZ, A. Hartleben's Verlag. Das vorlrrgende Leixrkxucb kat den Zweci, in einfacher und praktischer Weixe untxr Hrnweglanung aUer entbecrltckxxn Regeln und AuZnab-men den Poji- und _Telxgraybcnbeamten, sur welche die französische Sprache unentbehrlich iir, die Erlernu_ng_der wichtigstrn technischen Fachausdrücke zugleich mr_r _rer notbzaen Kcnntuiß der Sprache zu ermögiichrn. Dix sorgfalttge und leicht- faßlicbe Aqurachebczeicbnung nnd die Ueberießizngsanfgaben, welcbe meistens auf ersceriften des internarionalen Poit- Und Teicgrapbcn- Verkehrs Bezug haben, verdienen besonders eine lobende Anrrkennung.

* * Von den Verdeuiscbungsbücbern des allgemeinen deutschen Sprachversins ist ießt das 111. Heft, .Das häusliche und gesclliÖaftliche_ Leben', im Verlag von F. Hirt u. Sohn in Leiyzig_ erxxbienen. Es enthalt eine Verdeutschung drr bauytsäckolichiten mr_taglicben Verkehr gebrauchten Fremdwörter, wwöei der Vieldxutigkett _einzelnerdadrxrch Rechnung getragen worden ist, daß start eines dquciZen Ausdrucks mebrxre den verschiedenen Beziehungen cmwrechenke gewahlt, auch durch Aurnabme gaazcr Redewendungen die nötbißxn Jingerzeige _ gegcbrn worden find. Lo-Iend hervorzuheberr iit,_ dax; in den FaÜen, in welchen fich das brtreffenke Wor:_nur sür_ rmigeWxndungrn gut rer- deutickyen läßt, rs wicder au_fgekük:rt wrrd urd ihm kann die ent- sprrchenden Verdeutsckxungén sclgßn, so_Lvie daß wlcbe Fremdwörtsr, die das Heimatbsrecht in der deut1chen Sprache erworßexx haben, wr; Idee, ideal, Nation U. 1". w. überbaxyt__in das Verzeichnrß nicht auf- genommen worden sind, Ein die STUUYUJ, Einrichtung und Entwickelung des Vereins_ betrrrsrndes Buch, rvslches d_i_e Namen des zeitigen Vorstandes, die Saßungen _und _e_in Verzetckamg sämmtlicber Mitglirder bis Ostern 1890 errrbalt, Ui _ebensaUs er- schienen und von der Buchdruckrrei von D. H. Meyer in BraUn- schweig zu beziehen.

* Forschungen zur deutschen _Landes- u_nd _Vqlks- kunde, im Auftrage der Crntralkommi7fion fur Wlff2n1chaf_1[lchk Landrskunde von Deutlchland, herausgegeben von Profeffor Dr. A. KirÖboff. Stuttgart, Veriag von J. Eng.:ll'orn. _ Von dem vorgenannten Sammrlwrrke ifi weben d_as 1._Hert des ?. _Bandes erschienen, in welchem Dr. F. Höck die Nabrpslanzen *.Nrtfel- europas, deren Heimatb, Einführung in da;“? genan_nte Gebt?! und horizontale wie vertikale Verbreitung _innerbalb_des1_elben bespricht. Unter Näbrpklanzen versteht der Yerka'icr nur diejenigen, welche un- mittelbar zur Nakrung des Men1chcn dienen, er hat 5:1th die nur zur Würze der Syeisen gebrauchten _oder Yarkotrca und Getränke liefernden Pfianzen unberüchfich_trgt gelameri, fich aucb andererseits im Wesentlichen auf die br]chrank_r, welchr tri Kultur_ ge- nommen sind. Dre andsren werden als weniger wichtig, höchstens nebenbei erwähnt. Die Eintbeilung der Pflazrzen, wie sie der Bar- faffer für das vorliegende Werk macht, in Getreidevßanzen, Obst Pflanzen und Gemüscvflanzrn, ist eine etwas ergemtbumliche und entiprrckxt nicbt immer rkn landläufigen Begriffrn. Zu den ersten rechnet er alle die Pflanzen, deren Samen zubereitet een wertbvolies Nabrurigs- mittel bietet, alsoz. B.auch die Hülsrnfrücbxe, zy denzwettert die _Nabr- pflanzcn mit eßbaren Früchten, die weniger wesentliche Nabrrxrittel liefern, aber durch Wohlgesckymack oder leichte Verdaulichkext,1heilwetke aucb dizrcj) einfachere Verwendbarkeit eine wichtige Roi]? sprelrn, zu den Genime: pflanzen endlich alle die, deren vegetatwe_Tberle_5enth werden. Unter Miltel-Eurova werden außer dem Deuthben Reich aucb Brigien, die Niederlandr, die SÖweiz und die nicht zu den Harvatbenlandern oder der Balkanhalbinsel grbörigen Theile OesterreiÖ-Ungarns ver- standen; als Südgrenze wird indessen überall der Kczmm drr Alken angesehen, da ionst viele Pflanzen in die Vesprechung_batten einbezogen werden müssen, welckoe etgrntlicko keine mitteleuropaiscben sind; einige vereinzelt auch nördlich des Kamms der Alpen vorkomrxrende Arten sind vermutblick; aus einem äbnlicbxn Grunde ausgeichlonen worden. Die Verbreitung der einzelnen Pflanzen mnerbaib dcs Degtschen Reichs ist natürlich in erster Linie von dem Verfasser beruck11chtrgt worden.

* Von Klever's Encyklvpädie _ der_ gesamrxrtrn mathematischen und exakten Naturwtssen1chaften tit ein neuer Band, das Lehrbuch der angewandten Pqtentiql- theorie von Dr. H. Holvestadt, jetzt im Verlag vori Julius Mater in Stuttgart erschienen. Die sogenanxite 51)otenttaltheorte, _deren Hauptinhalt die Theorie derjenigen Krafte bildet, welcbe mrt_ dxn umgekehrten Quadraten der Entfernungen abnehmen, zu_ denen mithin die gegenseitige Anziehung schwerer Massen, dr_e _elektrtseben und dre magnetischen Kräfte ebören, darf als das wirksamste Werkzeug_be- zeichnet werden, dessen ich die theoretische Forscbuztg auf den vers chreden1ten Gebieten der vafik erfreut. In dem vorliegenden Werke, welches für das Selbststudium und den Gebrauch an beranftalten, sowie zurn Nachschlagen für Fachleute bestimmt ist, werden in 588 Erxxarun en mit 37 in den Text gedruckten Figuren durcb rein mathemanjcbe e-

trazbtrmgen bestimmte Säße abgeleitet, welche für die oben erwähnten Krafte gültig sind, und deren Anwendung auf den verschiedenm Ge- bieten der theoretischen Pbysik ausführlich dargelegt. Die Beweise für die Richtigkeit dieser Sätze werden indeffen nicht geführt, da das Verständniß des vorliegenden Lehrbuchs von der Kenntniß derselben nicht abhängig ifi, sie werden vielmehr einen besonderen Band diefer Encyklcpädie bilden. Ueberdies ist zu erwarten, daß die wichtigen Anwendungen, welcbe in der Physik von den Süßen der Potential- tbeorie gemacht werden, das Jntereffe für die spätere Beweisführung der letzteren bei den Studirendm nur noch_ vermehren werden. In der Darstellung irt ausschließlich von Hülsßmitteln der elementaren Mathematik Gebrauch gemacht worden, doch sind in einem Anbanae dir in der Potentialtbeorie vorkommenden Differential- und Integral- formeln zusammengesteüt. Die beigegebenen erläuternden Beispiele sollexi an denjenigen SteUen, an welchen sie eingeschoben find, das Verständnis; des Vorgetragenen erleichtern, kräbrend die gesteUten Uebungsaufgaben den Zweck haben, das bereits Verstandrne durch weitere Uebung zu befestigen.

:U: Eine höchst interesante neue Galerie geschichtlicher Frauen- Ckaraftere brin t Lina Morgenstern's Werk: .Die Frauen des 19. JabrIunderts', 5. Folge. (Berlin, 1890. Verlag der „Deutschen Frauenzeitung“) Die 20 zarten Federzeichnungen: Clara Crog. Anna Gräfin von Meran, Anna Luise Eetruika de Bosboom Tonnaint, Luise Mühlbaxb, Karoline Pierson-Leonbardt, Therese Pulßke, Josephine von Hoffinger, Melena Elvis, 1)r. meä. Elisabeth Blackwrl], 131". m€c1 Emily BlackwéU, 131". meä. Mary Zakrzewska, Eugenia Pavin_ Gentilomo Fortis, Auguste von Littrow-BisÖoff, Paolina Ranierr, Giannina Milli, Julie Salis-Swwabe, Marie Simon, Pauline Worm, Lea Ahlhr'rn und Mathilde Marchesi beanspruchen in vorliegknder Gestait in der That den Werth schön vollendeter biograpbisckoer und kulturbisiorischcr Zeit- und Cbarakéer- gemälde von bleibender, reizvoller Geltung und Wirkung. Ein 52- 1onderer Schmuck des Werkckpens ist das Lichtbild: Alice, Groß- herzogin von Heffen-Darmstadt.

_ Unter vier Herrscbern. Aus den Erinnerungen Al_xbea Aüingbam's 1785-1842. Von Emma Maerall,_ Ver- fanerin von „Von Herzen treu“ u. 1". w. Autorifirte Ueberießung. Gotha, Friedr. Andr. Perthss, 1890 (Preis geb._4 „kb) __Vor uns liegt ein Unterhaltungsbucb, ercbes wir allen deut1chen Famtlien aufs Arxgelegentlichste empfehlen möcbien. Es liefert einen nruen Pervers dafür, eine wie anziehenre, wir möchten sagen liebenswürdige Lektüre die englische Literatur aufzuweisen Hat. Warmer Patriotismus, schlichte Gottesfurcßt, praktisches Christentßum, _gesunde Tbgttgkert fürs Lebrn sind die Grundlagen, auf welchen die seffelrxde Erzablung fick) aufbaut. S&M der Titel deutet an, dax; eine bin- gebende Liebe zam Hrrrscherkiaus die gaxize Darstellung durchdringt; denn die Geschicke der Könizsfamilie find es, in welcbe auch die Züge des Familienlebens fick) einreiben, sodaß das Band, welchcr“- Königsbans und [!!-irrthaneri Verknüpft, leuchtend und Herzgewinnend berhortritt. Ergreifend wrrd die Er- zäblung besondcrs dadurch, daß sie durxkxaus die Farbe des Lebrgs trägt. Es find nicht Pkantafiegebilde, 1_o_nkern wirkliche Crlebmjie und Erfahrungen, sowohl frrudigrr als tief1chmerzlicher Art, in denen wir ur-s bewegen. Die Darsteüung folgt den Auszeichnungkn einer Miß Aüingbam, welcbe ein volles und reichchs MrnsÖenlebZn z1_1k Anschauung bringen. Unter dm äußeren Führungen aber pulnrt ern frucht- und blütbenreicbss _Jnncnlrben,_das durch eine FÜUe von treffenden Gedanken und ticken Eeiitcsbircken sich kund giebt. Das Buch gehört zu denjeniaen, bci Welchen man die Schlußakkorde mit dem Bedauern des Abschiedrs vernimmt. _

_ Nach Oberammergau! Woblunierrickytater _Begléifxr zum Passionsspiel von Carl Albert Regxet. Fünste Aysl. Vearbcitet vrn August Edelmann. 90 Seiten 16", gebesxet Preis 60 „z. _ Bereits im Jahre 1880 einer der beliebtesten Führer, zeichnet sick) derselbe in der neuen Bearbeitung,_1ve1che den jeyigxn Vcrbältniffen sorgfältig angcpaßi isx, ebenso wre vor 10 Jahren in Vortheilhaftester Weise dur-Ib zweckmäßige Be1chrankung auf das Nxtb- wendige aus, welches er in ariiprecÖcnder, le_icbt über11chy licbcr Darsteüung bringt. Ein _besonrerer_Vor5ng iti,_d_aß er die ganze Handlung, wie src aur drr Bubne sick) abiptelt, kurz, aber genau schildert und al1e begleitrnden_ oder verbindenden Gesangstexte wörrlick) wiedergiebt. Ueber die_Reiie nach dern Pgifiorxs- doris, Preisverbältniffe u. f.w. find alle wü_n1chenswertksen 2111051711177: mit ZUVcrläsfigkeit geboten. ebenso über die mit dem Bc1uch Ober- ammergaus brquem zu verbindenden Gekirgstoursn. Angknebme_Bei- gaben find die Psäre des Tbkaters urid Zuschaurrraurrixé, ren 11m'ch_)_lag ziert rine Abbildung drr von König Lukixig_1l. geitiitetrn Kolomßl- Kreuzigungsgrupye. Tas [*:i_crUedem äußerxr wwhlkeile Werchcn iki jedem Ammergau-Pilger in kriter Reibe empfohlen. _ __

_ Der durch seine lsbhafte Theilnabme an den Geickxasten des Reichstages und des Landtagcs bereits weithin 5ekannte_Abgroan_ete für Krefeld, Rechtsanwalt Or. Fur. Karl Bachem, läßt in nack1t§r Zeit einen Kommentar zum Reichsgereß, betrciiend die Gewerbegericbte, ersÖ:inen_(Kö[-1, 561 J. P. Bachem). Man darf auf dieses Werk um 1"0 gewannter [sin, :le 131“. Karl Bachrm in seiner Eigensckiast als Refererit der Kommimwn kes inebstages zur Vorberatkynng des Entwurfs eines (Heseyrs 5_etrenend die Gewsrbrgrrichte, in Hervorragender Weise an drm_Zuytandek0mmen des (Heseßes tkeilgenommsn hat. Wir werden aus rén Inhalt des Buches noch zurückkommen. _ _ __ _ _ __

_ Von „Meyer's Rei185uchern' Ut Weben m funftex Auflage der Wegweiser durch den Schwarzwald _nebit Odenwald, Bergstraße, Heidelberg und Straßburg (Leipzig, Bibliogravbisckyrs Institut. 1890._ Roxx) karton. Preis 2 „FC) erschienen. Unter Mitwirkang _drr beim] Eckrwarzwaidkenncr und des Schwarzwalrvncins bat sr wiederum eme grundlickoe Durch- arbeitupg und Erweiterung des Tértes erkabren, [esteres unter anderem diirch die ausführliche Tarkteüung der rmxerr strateg11cher1 qun im südlichen Baden. Aber aUch dcr _kartographtwbe TÖeil isi we1en11ich vermehrt worden, er enthält jetzt nicht weniger als 11 vorzüglich aus- geführte Karrcn und 8 Pläne. Da dem bewaßrtrn Führer trotz der erheblichen Verkcfferungen und Berstcberungrrx die (1112 Handliäx- keit und BiUigkeit geblieben ist, 11) _Und wtr_1ic_ber, daß er aiich in dieser neuen Auflage wie alle_MeVerrchen Reikcbucher bald Tauxcnden als geirruer Mentor dienen wrrd. _ _

_ Nr. 51 der Verhandlungcn, Mittheilungen und Berichte des (Zentralverbandes deuticber Industrieller, herausgegeben vom Gesckxäitskübrer H. A. Bizeck, bringt einen Bericht üker die Verhandlungen der Reichstagskommrsfion über den Entwurf eines Gesetzes, betreffend Abanderyng der ererbeordnung,_ferner eine Zusammenstellung der BesÖluffe drr Reichstagskommismon zu dem Entwurf eines GMBLS, betreffend Abanderurrg der (Gewerbe- ordnung, und eine Zusammenstellung der Bescklüne des Reichstages zu dem Entwurf eincs Geseßek, btthffend die Gewerbegerichte.

_Heft 7 der Monatssckorist fur Turnwesen enthält folgende Abhandlungen: Oberst von Dreskv Vorx Dr. C. Euler. _ Zur Schulgesundbeitsvflege. Von Prof. Dr. Hetter-Paderborn. _ Konrad Boppenbausen. Von Dr. _C. Euler.

_ Die „Apotheker-Zertung“, Organ des Deutschen Apotheker-Vereins, mit der Beilage „Repertorium der Pbarmaxie', herausgegeben vom Deut1chen Apoxhcker-Verein durch den GefÉafts- führer J. Ereiß in Berlin, hat zu der Nr. 60 des ?. Jabrgqngs folgenden Inhalt: Amtlicher Theil: Bekanntmachungen. _ Nicht- amtlicher Theil: Das Apothekenwesen im Regierungsbezirk Kösiin 1886 bis 1888. - TageSnachricbten und Personalr-otizen: erlin, Celle, Darmstadt, Köln, Oesterreich, Schweiz, Zürich. Verlieben. Beratbung des Statutenentwurfs in Rostock.

_ Die am 26. Juli erschienene Nr. 2456 der Jllustrirtxn Zeitung (J. J. Weber in_ Leipzig) enthält u. A. folgende Abbil- dungen: Die für die Königliche NationalYerie zu Berlin h_estemmte Statue der Königin Luise von reußen. odeliirt von _Emil Hirnd- rieser. _ Kaiser Wilbelm's ordlandsfabrt: Nornsegrscbe Stadte- und Landschaftsbilder. 3 Abbildungen; Bergen. Nach einer pbotogr. Aufnahme, Das Närödal hei S_talberm, Nach der Natur gezeichnet von Friß Stoltenberg. Christiania, Nach einer photogr. Aufnahme.

_ Von der Wiffmann-Expedition in Ost-Afcika. 2 Abbildungen. Nach Zeichnungen unseres Spezialzeicbners _ und Bericht- erstatters (C. Weidmann. Das Araberfcrt, frubercs Walioaus, in Lindi. Lindi vor der Beschießung am 10. Mai. _ Gottfried Keller. + am 15. Juli. _ Karl Steffeck, "i' am 11. Juli. _ Aus dem Passionsspiel in Oberammergau, 2 Abbildungen _ Aus der Münchener Iabreßausstellung von Kunstwerken ailer Nationen. _ Leo von Elliot. Skizzen vom 10.Deutschen BundeéWießen in B:rlin. 10 Abbildungen. Gezeichnet von E. Hosang, C. Koch und F.Wittig. _ Schach: Der Einsiedler von Tirnau. _ Polytech11ische Mitthei- lungen. _ Moden. __ _ _

_ Die .Pbarmacxntiiche Centralbczlle fur DeutZcky- land“, Zeitung für winenscbaftlicbe und g21chäftliche Interemen der Pharmacie, berauSgegeben von 131-. Hermann Hager und Dr. Ewald Geißler, hat in drr Nummer 31 des F1. Jahrgangs (der ganzen Zolge UF]. Jahrgang) folgenden anqlt: Chemie und Pharmacie:

ie Tbeeröl-Seifenlösungen und das val, ein neues Desinficiens. _ Eine neue Dauernabrung. _ 1125er Verbaydmrthoken und die dazu gebrauchten Hülfsmittel. _ Verickytedene MittÖetlungen. _ _

_ Schorer's Familienblatt (_Redacteur:13r.FranzHir1ch) bat in Nr. 30 folsenden Inhalt: Künitlrrblwi. _Roman von H. Schobert (4. Fortsetzung.) _ Coca und Col» Erne vafiognomik falscher Propheten. Von D. K. Freystadt. __ Der p_ens (Ganymed. Ein milesisckdes Märchen von Oskar Linke. -Mit Jüuitrgtwneq von Alexander Zick. _ Gewißenbatte Zeiteintbeilung, ein Kulturfakwr. Von Dagobert von Gerhardt-Amyntor. _ Sinngerickxt. Von Hans Brenncrt. _ Die Stumme. Erzählung von L_eovoxd Don S_qckper- Masocb. (Schluß.) - Plauderecke. _ Kunitblatter: Fl7cher- frau aus Serbeveningen. Nack.) dem Gemälde von_W. Moes. _ Kommt zum Essen. Nach dem (Gemälde vori C. Hemslsr. _ Die Stöße der Großmutter. Nach dem Gemalke _von H Sonderland. 2. Blatt: Henrik Ibsen im Sa'é Maximilian m MÜnÖen. Origi- nalzeichnung von P. J. Mefferscbmitx. _ Ein Münchener Cars- Siammgast. Zu dem vorstehenden Btlde.___ Aus de_rJrquenwelt: Gute Gedanken, _ Neue Raievte. _ Haussiche Kunitssrtrgkeit. _ 3. B [ att : Literarisckoe Neuigksiten. _Denfübungen. _ Harrior_i1ti'che§: Sehr begreiflich. Mix einrr Originalzéichnunq. _ _Auflöiurig der Denkübungen. _ Iuri!tischer_Ratbgeber. _ Brieskaitsn. Mit dem Porträt von Johann von Nußbaum. _ _ _

_ Nr. 43 der vaterländisckyen Wock-rnicbrikt „Der Bst“ hat folgenden analt: Die sch5ne Elis, von O. Schwrbel. (Fortxeyung) _ Blütbe und Verfall der askani1chen Macht im ?.kkittelalter, von A. Güntbsr, (Schluß.) _ Rrckahp. vdn Hermann_Ja5nke. (Fort- sryung) _ Rückblicke _auf das F. Deutkche Bundesickzießen, von 1_)r. Hans Brendicke. _ K[_eine Mitxyeilungen: Dcr Gakrntemvel für das F. DeutsÖe Bund€81chießen._ Far-_;1v Lewald. _ Bérlins Tkore und Straßen im Jahre 1448. _ Dié Königserle.

_ Den Mufikfrenndcn bieten die letzten Nummern (13 und 14) der „Neuen Musik-Zsitung' (Verlag von Carl Grüninger in Stuttgart, Preis 80 „„I vierteljäbrlicb) sebr !ckäßbare Gabxn. Eine pWÖVlOZisÖ fein dUrchgefübrte Erzäblrmg desGrasrn La 335158 .Der Baum der Erkenntniß' behandelt die Lausbakyn und falrcbe Entwickelung eines musikalischen Wuxdsrknaben“. ' Auf Hérz Und Ge- müth wirkt eine Exisode aus dcm Leben dcs Kaisers Friedrich von R. von Hagen; als Gegrnsaß bisrzu ont die Erzählung .Srirxe erste Concrrtrrisc' 5511 Arthur Büttner in iebr gelungener Wein dern Humor ihren Tribut. ,Die Bedingungen einesguten Gejangs- unterriwts' betitelt sich ein ivstruxtivrr Beitrag Jo). Sittarxs, der auch außerl'alb ker vädagogückorn Fachkreike Jntrrene _ [:e- ansvrucbt. „Sing und Klang im Oberlanx' von F. H. Löicher charakterifirt sebr anziehend das Gebiet der OÖnadaHüpfl_ 2.170 der .Mufik im Oberammergauer Pai1i9nssviel' bcicbästigt 1765 H. R. Schäfer, einem Thema, welcbcs un1ere§ Wiffens Seitens der Preffe bisbrr noch keine Würdigung fand. Die Biographien der Sängerin Ellen Forstér und des Komponistxn J. J. Wert mit Porträts find fÜr die Verrbrer kiesrr briden Kunstgrößen eins ange- nehme Zugabe. Die Mufikbeilags enthälr eiii sebr ansprechendes Klavieryrück von H. Almeder, cin Morgenlied ron Edvard Grieg und eine srbr melodiöse Komposition für Violine und Pianoforte von W. Rudnick.

_ Die „Musikaliscbe Jugendpost' bat den Zweck, durch Aufsäße belehrenden urid unterbaltrndén Inhalts 0211 Sinn für gute Musik zu wrcken und zu pfiegen. Diesem Programm gemäß find die Nummsrn 12 und 13 eingerichtet. Die Jugenkfckxriststeüer von _Ruf, Wilk). 2155817, Throb. Groß, H. Proschko u. &. bieten intereiyante Crzäklichn, M'ärcbrn und (Hekickyte (mrist i(luktrirt). 1)r'. Rob. Vkrtin erläutert die Orvbeussage nacb Ovid. Ernst Pasqus vlaUdert Von der Opxr „Maurer und Schlosser“ und giebt Erklä- rungrn daZU. Tie LUkqu-Beilagen bringen Klavierstücke von Aug. Reisrr. H. A. Schcfer, 'cwic Liskrr und Violinstückc von R. Kügele, Richards, laUtkr melodiöse, leicht spielbare Sachen, dis dem kindlichen Simi faßbar find und Spielfreudigfeit erzeugen. MHZ? die “ckMusik;- lische Jugrndvost (Vrrlag von Carl Grüningrr in Stuttgart, Preis vierteljährlich 1 „M) in rekHt vielen Familien Eingang finden.

- Die Nr. 30 der „Gefiederten Welt', Zsitfckprift für Vogelliebkaber, -Züchtrr uud -Händlrr, berausgegekén von Dr, Karl Ruß (Magdeburg, Crevtx'scbe VrrlagsbuckIÖandlnng, R. U. M. Kretsch- mann), enxbält: Vom Nosenstar. _Mittheilungrn über den Sonnen: Astrild. _ Ornithologiscbe Mittbeilungcn aus Süd-Rußland (Fort- setzung). _ Kleibrr oder Svrchtmrisk, Baumiäaser, Y_lpenmauer- läufer unk Biencnfreffrr im Freileben und in der Gstangensckoaft (Fortsrxang). _ Tie Vogrlwsit ron Neustadt a. O;). und seixicr nächsten Umgebung (Fortsetzung).

Preußische Klaffenlotterie. (Ohne Gewähr.)

Bei der gestérn fortgesetzten Ziehung der 4_._ 5111176 182. Königlicß preußischer Klas1enlotterie neten in der Nachmittagsziehung: _

1 Géwiiin von 75000 „46 auf Nr. 118037.

1 Gewinn von 40000 «44 auf_Nr. 31599.

2 Gewinne von 30000 «44. am Nr. 136 507. 140338.

1 Gewinn von 10000 „44 auf Nr. 177152.

4 Gewinne von 5000 „X(: aux Nr. 18 765. 97 817. 173 999. 186 516,

28 Gewinne von 3000 „46 auf Nr. 4632. 14 231. 14 737. 19 508, 30 521. 30 967. 36 508. 41242. 45 321. 50061. 52 867. 64 563. 68 032. 71745. 74 814. 77 782. 83 951. 94478. 97 305. 100 809. 101815. 107 544. 131833. 140163. 154 027. 168 016. 178 486. 179 954.

26 Gewinne von 1500 „44 auf Nr. 1009, 8729. 9303. 32 385. 39 508. 40451. 40 745. 43 288. 53 890. 63 623. 64717. 100613. 109 491. 109699. 113158. 120138. 130 895. 131 752. 149681. 152 252. 160577. 162 084. 170153. 172 733. 182 540. 188 696.

40 Gewinne von 500 „47; auf Nr. 3720. 13 908. 20 412. 22107. 24 677. 26 269. 27 803. 34179. 41423. 45188. 57 977. 60238. 69 776. 72 453. 73 697. 81733. 86 085. 87115. 87957. 88280. 94418. 105519. 107485108890. 112211. 112 361. 129 947. 132 746. 133256. 136154. 140 478. 142 033. 145 885. 153159. 163 843. 166 086. 169006. 171837. 174 311. 182069.

Bei der heute fortgeseßten Ziehung der 4. Klaffe 182.Kör_1ilich preußischer Klassenlotterie fielen in der Vor- mittagsÉeZung :

1 ewinn von 10000 „44 auf Nr. 22242.

3 Gewinne- von 5000 „44 auf Nr. 107166. 114478. 158 220.

34 Gewinne von 3000 „44 auf Nr. 3640. 7667.