Nach usammen er Verst
tungen beruht, betrug die 1891 bis einschließlich Juni 1
der im Reichsversichemxngsamt efertijgten tellung, welche auf den Mitteilungen der orstcmde erungSanftalten und der zugelassenen Kaffeneinrich- Zahl der sert dem 1. Januar 10 von den 31 VerstcheruanS-
&
an talten und den 10 vorhandenen Kasseneinrichtungen wi1ligten Invalidenrenten (§§ 9, Absaß 2 und 10 des
Invaliditäts- und AltersversicherungSgeseßes und des InvalidenversicherungSgeseßes) “ . . .
15 Absaß 2 . 1 806 214.
Davon sind in ol e Todes oder'AÜSWandemng
des Berechtigten, fähigkeit, Bezuges von Unfallrenten oder aus andere_n Gründen weggefallen . . . . . . . . . . sodaß am 1. Juli 1910 liefen .
1edererlangung der Erwerbs-
899 519, 906 695
gegen" 898 872
am 1. April 1910.
Die willi ten
YF der während desselben Zeitraums be-
terSrenten §§ 9 Absaß 4 des Zu-
valid täts- und Altersyersi erungSgesesHes und 15
AbsaFck
3 des Jnvalidenversicherungsge eßes) betrug avon sind infolge Todes oder Auswanderung
des Berechtigten oder aus anderen Gründen weg-
gefallen
sodaß am 1. "Juli 1911) l1efen .
gegen"
am 1. April 1910.
vaalidenrenten ?emäß § 16 des Invaliden- verst erungs eseßes (Kran
1. Januar
enrenten) wurden seit dem
"1 bewiUigt 109 144.
Davon sind infolge Todes,*Wie6er6rlc111g11n§ der Erwerbsfähigkeit oder aus anderen Grunden
weggefallen
sodaß am 1. Juli 1916 15an .'
. . 91 320, 17824
gegen 18 487
am 1. A l 1910. ' BeitxxigSerstattungen sind bis zum 30. Zum 1910 be-
willigt:
3. an weibliche Verficherte, die in die smd..........20-*'
Ehe getreten Z.) 430
gegen . 1 994 738,
1). an versicherte Personen, die durch einen Unfall dauernd erwxrbs- unfähig im Sinne des Invaltden-
versicherungSgeseßes geworden sind
. an die Hinterbliebenen von sicherten . . .
6 288 ge en 6 157, er-
. 456 250 gegen 446 545,
zusammen . gegen
. 9497968 . 2 447 440
bis zum 31. März 1910.
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist der R.- .-D. „Prinz-
Regent“ mit dem TranSport der von S. M. S
. „Sperber“
und „Seeadler“ abgelösten Besaßungen auf der Heimreise am 25. Juli in Vlissingen eingetroffen und hat an demselben Tage
die Reise 11
ach Bremerhaven fortgeseßt.
Großbritannien und Irland.
der gestrigen Sißung des Unterl) auses brqchte der Handeinister Buxton einen Gesetzentwurf zur Abanderung des besteZFden Urheberrechts em.
Der
inisier führte in seiner Begründung, „W. T. B.“ zufolge,
aus, die im Entnmrf enthaltenen Vorschläge seren bas Ergebnis der Konferenz in Berlin, auf der man zu einem Ueberemkorpnxen gelangt ei, die betreTenden GYM der vertretenen Lander mttemander 111
inklan? zu der engl
Aenderungen jedes andere gestaltet wie
schen Geseße notwendig, und zwar seien in
ringen. ieses Uebereinkommen MAX Aenderungen
ngland größere erforderlick?) als in irgend einem anderen La1_1de, denn Land babe ie Urhebenechtsgesevgebung zeitgcmaßcr aus- England.
Im weiteren Verlaufe der Sißung erklcétrte, derselben Quelle zufolge, der Unterstaaxssekretär für Jnd1en Montagu bei der Begründung des indtsYen Budgets:
a
Die Re ierung von Indien 1)
e in der Lage der Dinge in Tibet
nichts gefun en, was ein Abweichen von der Politik der MYL-
einmiscbuxtg Die Regieru
in die inneren An ele enheiten Tibets notwendig ma ng habe es der Änesßscben Regierung klargemacht, _daß
e ein enaucs Festhalten an den Bestimmungen der engl1sch- kibetanis en und en li (!)-chinesisxben Abkommen
Die von der ließen keinen Zweifel an
fordern werde.
erhaltenen Zusi erungen
Regierung ; ontagu
cbine s en Chinas 1)0U8- (11163 zu.
a dann aus "brlieb über die innere Lage Indiens. „ Er er- ?chté, es hättenfukürzli politische Unruhen stattgefunden, m1t denen
niemand s mpathifieren önne. und Au ezungen zu Gewalttaten gekommen. ' ' diese verderblichen Bewegungen ausbreiteten, so wurde em
Zustand (;Faffen Werden, welcher 'edem FoMYritt feindseliger wäre
daß si
als die kenne die drücken,
Umschwung werde . egen . eit
ärfsten Zwangsmaßrege 11.
welche Während der leßten sechs
er berechtigten Bestrebungen verme
Morden, zu Mordanscblägen
Es seizu Wenn man gestufte,
Die rbeit der Jndier er- efabr und bemühe 1*1ch, die radikalen Elemente 311 unter- die berechti ten Bestrebungen nur gefabrdeten. Dkonate babe fich eit) wesentlicher zugun ten der Regierun vollzogen. „Dte Regierung jede ufwiegelei unnachg ebi Krteg fuhren, zg gleicher Arte Förderung zuteil werden
affen. Monta u betonte, daß die im vori en Jahre erlafsene Akte,
betreffend die eines Wahls
Emir von
äte und die Einführung efübrt hätten. Der
rweiterunY f17er legislativen e ommission ernannt,
stems, zu riedigenden Erfoxgen fgbanistan babe Vertreter zu emer
w e in Simla zukammen etreten sei, um vers iedene Grenzfragen
in “ rwägung zu z verspreche eine schnelle Erledigung der
ie Haltun der afg anischen Vertreter
ragen.
eben.
Spanien.
Der „Temps“ meldet aus Madrid: Die Karlisten
feierten den Geburtstag Don Jaimes.
Fu Barcelona
wurden die Karlistenkuanllnlxngen von der Po izei zerstreut. In 1
Portugalete
bei ao erfolgte ein Zusammenstoß
zwischen Karlisten und Republikanern, wobei fie en Personen
verwundet
Unter
be ("1 ten Soldaten ist, , sch KZchen. DaschWsach1ommando dt en “ etötet, a t wer verwun e._ , , w Mmmen un die Wache verstärkt. D1e So daten
aus e
wnrden
Thann zu
wurden. Türkei.
bi Strumi a a eie beim Straßenbau den e W.HT.É.“23foslge, eine Meuterei
griff ein, vier Meuterer Acht Rädel "hrer
wegen Meuterei aus Konstantinopel entfernten en.
Der Ministerrat hat, „WFT. B.“ zufolge, beschlossen, das Geseß, betreffend die Re n-iguyg des Lehrkör ers der Universität, durchzuführen „und etwa 15 Profe oren ver- schiedener Fakultäten zu entlassen.
Nortvegen.
Die „Hobenzollern“ mit'dem Deutts chen Kaßs er a11 Bord, die estern Vormittags unter dem Sa ut der Krtegsscht e von Mo e abgegan en war, traf gegen 12 Uhr Mtttags m ale- s und ein und Fr Nachmixtags nackYLBerZVeri wetter. '
Das Start ing hat stel), wie „ „T. .“ aus Chrtstiania meldet, gestern vertagt.
Amerika. In einem amtlichen Telegramm aus Havanna wird
* mitgeteilt, daß die Regierung iiber die Insurrektion des
Generals Miniet nur. die Tatsache erfalxren hat, daß dieser mit einem Du end Leiner Leute aus" unbe annter _Ursache ge- meutert und s13) in as Innere _gefluchtet hat. Dze Meui'erer werden von Landpoli ei und Müiz veYylgt. Dre, Geruchte von Unruhen in der rovinz Pinar del 10 haben bisher keine Bestätigung gefunden.
Der Rücktritt des peruanischen Ministexiumg te wie „W. T. B.“ aus Lima meldxt, wegen Me_mu11gs- ieidenheiten über Fragen der internatwnalen Politrk.
Asien.
Nach einer Meldung der „St. Petersbutzer Telegraphen- a entur“ aus Teheran ist die Ministerkm 111, die _länger as zwei Wochen gedauert hat, beendet. _An der Sytße des neugebildeten Kabinetts steht Mustauß el Memalik; das Ministerium des Innern “übernimmt PrnZuFerman Forma, das Ministerium des Aeußern Huffem 1 Nayab, ,das Ministerium des Krieges Kavam es Saltgneb, das Mmrstemum der Justiz Debir el Mulk, das Mintsxexium dexr Finanzen C akim el Mulk. MitAUSUahme des thstexprästdenten smd a e Mitglieder des Ministeriums extreme Nattonalrsten.
Afrika.
Wie „W. T. B.“ aus Tanger meldet, ist El Mokri an Stelle von Sid Aiffa ben Omar zum Mimster dxr aus- wärtigen Angelegenheiten ernannt warben; sem Sohn Si Tajeb soll zum Finanzminister ersehen sem.
erfol vers
Statistik und Volkswirtschaft.
Die häufigsten Preise für Fleisch im Kleinbandel betrugen im Wochendurcbscbnitt der 1. Hälfte des Monats Juli1910
für 1 Kilogramm
Rindfleisch Kalbfleisch
Hammel-
Schweine leises)
i lä di e ,. (Linscbl. von ückcnfctt) n U schn
geräucherten
fleisch
in den preußischen Orten
lume, Kugel,
Nuß, Oberschale) vom B u g
(Sckpulter, Blatt)
von der K e u l e chwanzstück, (Schlägel)
BS
von der Keule
vom Bauäh
1111 Gesamt- im Gesamt- durchschnitt Von der Keule
durcbsébnitt
(Schkägel)
Schweine-
, ück,
t t Vorderschinken)
(frisch) Rößfleiscb
im Gesamt-
Speck
vom B u ;; (Schulter, Blatt vom B u g (Sch Schulte
Kopf und Beine
Rückenfett durchschnitt
du rcb schnitt von der Keule (Hinterschinken)
im Gesamt-
:: I -o- D
Königsberg 1. Pr. Memel . . . . Tilsit . . . Allenstem . . . Danzig . . . . Graubenz . . . Berlin otsdam . . . randenbur a.H. rankfurta. der ottbus . . . . Stettin . . . . Köslin . . . . Stralsund . . . Bosen ..... romberg . . . Breslau . . . . Görliv . . . . Liegnitz . . . . KönigWütteO-S Gleiin . . . . Ma de urg . . Ka 6 a. Saale . rfurt . . Altona Kiel lensburg . . . annover . . . ildesbcim arburg a. Elbe tade . . . . OSUabrück . . . Emden . . . . Münster Bielefeld . Yaderborn . ortmund . . . Cassel ..... anau . . . . Yankfurt a. M. iesbaden. . . Koblenz . . . .
140 115 150 140 140 140 118 120 120 130 160 158 160 150 147 120 150 150 140 140 130 160 135 150 140 140 150 150 140 150 150 143 130 130 130 147 150 140 160
168 160 170 155 160 140 160 200 182 170 200 173 190 180 160 160 160 160 200 150 170 150 160 175 160 170 170 180 170 170 150 155 175 170 190 160
130 150 130 140 180 170 17 0 160 160 160 160 160 140 150 150 180 145 160 150 150 163 160 170 160 155 160 150 150 145 169 160 170 160
Aachen . . Sigmarin en . . im Dur schnitt: 1.HälfteJuli 1910 . . „. 11. Hälfte Juni 1910|. .I. . [. ä e uni ZW . .IN. 170,5 ]. ("11 e u Z09ft. . . . 168,4
Die S weinefleis . , Bug auf je 170, esamtdur schnitt auf 159, Scbmken 1111 auf 174,6, Bug auf 164,0,
172,9 157,8 141,1159,6 186,7
171,1
Die An en eilansialten und die Entbindungsanstalten (; b in Preußen 1908.
Die Zahl der Augenbeilanstalten, die Fich_ 1908 an, der Morbiditätsstatistik beteiligten, betrug _ ausschließlich der Priyat- heilanstalten mit 10 und wemger Better), abxr_einschließlicb der Ab- teilungen für An enkranke in allgemeinen Herlanstalten _ 94 mit 2766 Betten. Se bständige Augen?eila11stalten Waren 67 vorhanden. Nach dem Be ße verteilten fich die e, wre folgt,: 10 Anstalten Haren als Königli UniverfitätSimtitute _ Staatsergxntym; 3 ge orten
rYinziaU ezÉrks-O und Kreisvfcrkbafrxden, 2 stadtnchen Gerne nden, ere nen un rdensgeno en a en „
45 waren Privatei entum von ' rzten. In samtlichen 94 Anstalten wurden im Veri Yabre 30850 Personen zusammen 701736 Tage lang verpflegt. u die einzelne Person entfielen somtt 22,7 Ver- pftegunkzstage ' ,
D e Entbindungßanstalten bezifferten fich 1111 Veri tSjabre _ oäne die Privafanstalten mit “unter 11 Betten, aber einL ließlicb der bteilungen für Entbindungen in allgemeinen Heilans alten _
180,2 157,0 139,7 158,2 186,6 163,4 177,3 179,2 162,4 172,5 154,9 138,1 156,8 186,4 163,7 177,3 177,7 160,4 170,8
155,6 135,1 155,5 179,0160,5 171,6 174,4,1598 168,5
- und Schinkenpreise der 11. Hälfte des YYYFSÖJUÜ find für Crefeld, wie folgt, zu berichtigen: anzen au ' ; ' , „ esamtduccbschnitt auf 159,0, S inken im ganzen auf 25" ,6 „_3, Un Durcbjcbmtt Jam: auf 164,1, Gesamtdurcbschnitt auf 159,3 und Schinken im ganzen auf 254,3 „_3.
für arme Augenkranke;'
180 200 185 200 170 200 180 160 180 200 200 185 190 200 160 200 200 188 200 200 200 180 191 200 180 183 180 180 180 190 200 180 160 170 180 180 180 185 240 240 220 200 190 180 170 190 186 180 170 200
___-_p- WQWPW OOMOO
186,5 186,3
159,6 75,0 253,8 340,5 159,0- 74,9 253,6 339,4 159,6 74,7 25513399
187,2
*- 156,3 73,9 254,5 178,9- Ksuleund
nitt der Berichtsorte: Keule ck Keule auf 174,5, Bug
(Stat. Korr.)
176,0 174,6 174,5 173,4
164,8 164,0 164,2 161,4
84,8 87,6 158,4 89,9 161,1 81,7 154,4
173,7
des [. im Durchs
Hiervon waren
auf 61 mit 2393 in ihnen ernger1chteten Betten. Selbständige
9 Anstalten mit 161 Betten im Privatbefi e. Entbindungsanstalten waren 51 vorhanden. Iskacb' den BCN verhältni en unters ieden, Wareri 10 Anstalten, dre Komglt € 11111th tsinstitute nd Staatsetgentum; 17 "ebammenlebr- un Entbindungöanstalfen gekörten den Provinzialver anden, "6 AnstalteZ städtischen Gemeinden; 18 Entbindungsanstalten, gegrundet „dur milde Stiftungen, waren Eigentum Von'Vereinen zur Unterstu uns armer Wöchnerinnen. Die Zahl der in sathichen 61Anstalten FNF bundenen betrug 28703, von denen 359 mtt Zwillingen und 6 m Drillingen niederkamen' 274 Wöcbnermnen starben. 3636 Frauen mußten mittels geburtsbilflickyer Operationen entbunden werden, benen 152 erlagen. Im anzen wurden in d1esen Anstqlten 27 808 Kinder eboren, einschließli? 1798 tot eborener; 913 Kmber von der (F: amtzabl Ztarben wä rend der e andlung ihrer Mutter. Die 8?) geburten eliefen sich auf 1266 F lle. (Stat. Kork-
Zur Arbeiterbewegung.
In Coesfeld baben,'der „Rh.-Westf.Ztg.“ zufolge, am Montag bei allen Unternehmerti d1e Bauarbeiter die Arbeit niedergelegt. Zwar haben die Arbeiter teilwérse die gefordc'rte Lohnerhöhung er-
alten; aber nur die tuchti sten. Die Arbeitgeber sind nicht ewillt, die Löhne zu erhöhen, und ? Heranzuzieben. '
Der Verem Her deutschen Seeschiffswerften in Ham- bur bat, „Wie du; ,Köln. ta.“ mitteilt, die orderun en der Arbeitxrverbande bezuglich des obus und der ArbeitSzeit a gelehnt und 1718 Ablxhnunxz in einem ausführlichen Schreiben begründet, sch dagegen bere1t erklart, den Arbeitern eine Besprechung zu gewähren,
ind erfolgreich bemüht, auswärtige rbeiter
_ um die ablehnende Haltung der Werften näher zu erläutern.
Aus Lens wird dem „W. T. B.“ gemeldet: Die am 25. d. M. in den A'usstanb getretenen Bergleute der Grube von Liévin durchschn1tten"d1e Telepbom und Telegrapbendräbte der Grube sowie die Slgnßkdrabie der Grubenbabn. Es wurde beschlossen, mit der Grubenlettung nur dqnn in Verhandlungen zu treten, Wenn Wei vorhcr'entlassene Arbe1ter wieder eingestellt würden-
Em Ausstand der Straßenbahnan estellten in Béziers wurde wie d1e „Frkf. Ztg.“ erfährt, nacb 171ägi er Dauer beendet. Die Mehrzahl der Streikenden nahm die wieder auf.
In Barcelona herrschte „W. T. B.“ zufol 6 gestern voll- kommene Ruhe. In allen Fabriken wurde gear eiter. Nur die .Koblenauslader streiken. -
rbeit bedingungslos
Kunst und Wissenschaft. „
Für die 82. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, dte Vom 18. bis 24. September in Königsberg stattfindet, ist soeben die Einladung erschienen. Sie brin t die aus- führliche Tagesordpun , Mitteilungen über die Jusammen?eßung des Vorstands, des Wt'ffenJcbaFtltcben Ausschusses der esellschast, über die Leitung und ArbcttSVertUlung für die 82. Versammlun ein Ver-
'zekchnks ÖL! Abteilungen, den Plan der wissenschaftFiZben Ver-
handlungen und die Angaben über die teilungen angemelbeten Vorträ e und Vorführungen, die die verschiedxnsten Gebiete aus den ereichen der Naturwiffenscbaft nnd der Medizin behandeln. In den aÜgcmetnen Sißungen, die am 19. und "23.September ab ebalten Werden, Werden folgende Themen behandelt werden: Kulpe- onn, Ueber Erkenntnistbeorie und Naturwissen- schaft. Cxamer-Göttin en, 'Ueber Pubertät und Schule. yon M0- nakow-Zurtcb, Ueber okal1satron der Gehirn unktionen. Planck- Berlin, Ueber die SteÜuy der neueren Y)!)y k zur mechanischen Naturanscbauung. Tornqmt-Königsberg, eber die Geologie des Samlandes. Fux die gemeinsame Sitzung beider Hauptgruppen am 22. Septemberr smd folgende VorträZe angemeldet: Zenneck-Ludwi s- hafen, Ueber d1e Verwertizn des uftstickstoffs mit Hilfe der 821"- trischen Flamrtzezibogen. Ftl ner-Berlin, Ueber die neue deutsche Südpolarex edition. AÖ-Königsberg, Ueber den Willen. Dem Kon ref; „ge t exneRundfabrt durch die Ostsee voraus, die am 5. Sep- temver 111 Swinemünde beginnt und am 18. September in Pillau endet. Die Entladung kann von dem Zentralbureau der Versamm- lung (Königsberg, Drummstraße25_29) unentgeltlich bezogen Werden.
bei den einzelnen Ab-
Durcb die' FreigebiZkeii eines Kunstfreundes, der eine Summe 'von 150000 Ltr'e zur erfügung gesteüt hat, sind jeßt die Aus- rabungsarbeiten an der östlichen Seite des Palatins 7011927th worden. Das Ziel des grbßen Unternehmens ist, wie der ,Tägl. Rundschau“ gemeldet wird, d1e Herstellung des urwrünglichen Kügelprofils; dann soÜen die antiken Stätten der byzantinischen
stehen von San Teodoro und Santa Anastasia wieder frei elegt und isoliert, und schli€ßlich die topographischsn Probleme des Dicus Tuscus geklärt werden. Nachdem der Fels dcr Luperkalicn, der Von dem Tempel der 1111 119. WWW beherrscht wird, nunmehr herausgearbeitet ist, werden die 70 crxannten Faviffae durcbforscht. Diese horizontalen Galerien, die tie 111 die sandige Tonerde eingegraben sind, weisen zahlreiche LuftschIacbte auf, durch die man in die alten Bauwerke ein- gedrun en ist. n den Faviffae hat man bereits eine Fülle wertboller, alter 636531171611106 gkfunden, etruskische Töpfereicn, Terrakoiten und allerlei 5 eibetafeln. Mehrere Von ihnen zeigc'n den jugkndlichen Kopf des Attis mit der vbrygischen Müxzc, andere Gegenstände hatten die Widmung: „1115571 1)011m 881116511 .
Literatur.
_ _ (Henrebilder. Erzählungcn bon Maris bon Ebner- chbenbacb. Berlin, Verlag bon Gebrüder aetel. Freis ungeb. 5.45. _ Die greife Altmeisterin der deutschen chriftsie erinnen hat der literarisch gebildeten Lesewelt, kurz Vor der Feier ihres a tzigsten Geburtstages, in dem Vorliegcnden Buche cine Wertvolle abe be- schert, die mit Dank begrüßt Werden wird. Dcr schriftsteÜerische Er- trag der letzten Jahre ist für Marw von Ebner-Cschenbacb sehr reich gewesen, wenn fie auch von dem Gebiet, auf dem fie ihren Ruhm begründet hat, dem der Nobeüe, bio- qupbisch gefärbten Darbietungen zuliebe abgewendet zu haben chien. In dk" Genrebildern kehrt sie wieder zu der vom _eigenen Ich [09 elösteren, breiter ausgeführtsn Crzäblyng zurück. Es tstnatur emäß [terskunst, die sie uns in den seHs Novellen dcs Banbes ietet, eine innerlich Vertiefte, Von reicher Erfahrung erfüllte Kumi. Wenn in den beiden ersten Erzählungen die Umrisse zuweilen etwas blaß und matt erscheinen, so Verkörpern die anderen Nobellcn doch, neben den allen Stücken eigenen Vorzügen, eine Fülle e ten Lebens, wie sie uns durch Marie von Ebner auf der Föbe ires Dasems nicht erquicklicber aeboten 111011811 ist. .)ian wird den greissn Helden der Erzählung „Fritzens Ball.“, ben
aron Aurel ebensowenig VergIcn, wie sein W1bersptxl, das „leicbtmnige Millionärssöbn en. Bewundernswftrwg ist auch die S ilderun der troß herzlicher Reue nicht 311 rettenden
Cdmek in „U11berbe?serlich“. Ein Meisterstück dcr Erzahluygskunst tstscrner die Geschichte von dem aeépenstischen Jäger. „Dre, leyte NOVell'e des Bandes .Das tä?liche Lc en“ handelt von, ciner m den anfzerl1ch glücklichsten Verhä tnissen lebenden Frau, die butch den Mapgel an Verständnis in ihrer nächsten Umgebung zu, 71an xmr WMW Tiefblickendcn verständlichen Selbstmord " etrtcbcn 'w1rd. Der Inhalt des Buches ist reich und vielseitig, er la 1 uns 11111 den
ngen emer bocbbe abten, lebenskundi cn rau in dre Verschieden-
“Ysten Verhältni e und Charaktere inemblicken. Wer, es auf- m' sam liest, desen Lebensbild hat fi bereichert und crwetlert. Es wird den Zahlreichen Verehrern der erfafferin cine wertVOlle Ab- kuudung ihres literari chen Schaffens bedeuten. . ,
„* Vyn der be annten gediegenen Sammmluyg 11'1ffi'11s aftlrch- ßWUnverstandlkcber Datstellungen, die unter dem Gesamttxte „Aus dkatur' iind Geisteswelt“ in handlichen, fest gebundenen Bandchen zu .Mb1111gen Treis von meist 1,25 916 im Verla Von B. GTeubyer in Leipzig er cbeinen und auf die an dieser telle wiederholt bin- ge"Uessn wurde, lisgen wieder eine ganze Reibe yon Bandchen, teils a, Neuerscheinun cn, teils als neue Auflage vor. Einige [Tien kuxz in Fo gendem gewürdi t. Der Professor ,an der VU, tat in Bonn Dr. Kar Sell behandelt in “zwei sand en 297 und 298) Christentum und Weltgeschichte d'eit ber eformation. Er unterßucht und stellt dar, was
“ seit dem Altertum erWacbsene und be den die Welt des Westens «ck enden höchst gebildeten Völkern einbeimiéche Kultur bem eb stentume verdankt und was wiederum das C ri[ientum samer 136 mannigfachen Entwicklung durch die Weltges xbte verdankt. «Darsteuun sieht von dem rein Dogmatiscben unb tr engeschicht-
ab und tellt die auf dem Gebiete der Religwn s öpferischen Mönlickxkeiten in den Vorder rund. In erster Linie werden dem Gle' de Heili en, étopbe en und Helden auf religiösem 1 Wk- in weißer de Denker, Theo ogenU sozialen Organi- Der 21 Künshtler, Kirchen- und Staatsmanner vorgefubrt.
eksuch des Verfassers, auf Grund der weltgeschicbtlicben Tat-
sachen zu einem Verständnis des Wesens und der Bedeutung des Cbristegtums' zu gelangen darf bei dem lebhaften Interesse, das gegenwartiZ) m den weiteßen Kreisen religiösen Fragsn wieder ent- LYEUYHM t wird, ber den Anhängern aller Richtungen auf freund- li e anabme rechnen. _ Von dén sozialenVewegungen und Theorien bis „zur modernen Arbeiterbewegung handelt Gustav Ma„1er in Zürich in einem Doppelbändcben („ck 1,25). Er bat dezt sproden Stoff in einer Reihe „lebender Bilder“ anregend veraxbettet. Daß er mit seiner DarsteüungsWeise die richti e Form gewahlt bat, erhellt aus der Tatsache, daß das Büchlein n kurzer rist Fcbon in 4. Ayflage erscbeinen konnte. Der Verfasser führt an- chaul1ch uxtd gememverständbch das StaatSideal Platos, die Agrar- bewegung tm alten Rom, die Utopie des Thomas Morus, die deutschen Bauerrxkriege zur Reformationßzeit, die ökonomische Ent- wick1ung Frankretcbs Von Colbert bis Rousseau, die Lehren der engl1sch§n Oexonomxften _bis auf Cobden und den großen deu1schen Volkswzrt List, dte Theorien der Französischen Sozrasisten von St. Stmon un,d _Fourter bis roud on vor, charakterisiert den modernen Soz1altschus und narcbismus und schlie t mit xmem Ausblick auf d1e sozialen Auf aben der GegenWart. 111 Ende jedes Kapitels findet der Leser ein iteraturverzet 11113, das ihm die ertiefung i11 einzelne Fragen erleichtert. _ De VerkehrSent- Wrcklung in Deutschland 1800_1900 (fortgeseßt bis zur Gegenwgrt) schildert der Profeg'sor Dr. Walter Lotz (Band 15). Das Buchlein gtbt nach emer urzen Uebersicht über die Hauptfort- schritte in den Vezrkebrsmitteln szchn 1500 und 1800 und deren wirtschaftliche Wirkungen eine e chichte des Eisenbahnwesens, insbesondere der Durébfübrung der Eisenbahnberstaatlichung und eine Ueberficbt über den gegenwärtigen Stand der Eisenbahnve'rfaffung. Besondere Kapitel sind dem Güter- und Yexsonentartfwesen gewidmet, wobei neben der Entwicklung in eutsclzland Vor allem auch die Reformverjucbe im Ausland und der gegenrvartige Stand der Reformfrage in Deutschland berücksichtigt smd. Ferner gxbt der Verfasser auf die Bedeutun der Binnen- wafferstraYn e1n u_nd schildert zum Schluß die irkungen der anderen erkebrsmtttel zu Wasser und zu Lande. _ Mit _ in weiterem Sinne beschäfti en Bandchen 213 und 321. In jenen hat er 'rofe ox an der T„übinger Universität Dr. Rob ert Gaupp eme ethe von Vortragen verarbeitet, die er 1904 in Heidelberg bei dem,Fer1enkurs deutscher Lehrer und Lehrerinnen über auSgewäbltc Kaprtel aus der Psyckpolo ie des Kindes gehalten hat. Er bat den Stoff derart geordnet, aß der erste Teil des Büchleins über die Psychologie pes kl_e1nen Kindes, der zweite über die des Scbulkindes und der butte uber seelikcb abnorme Kinder handelt. Das andere Z321.) Band'ehen „bescbäft gt fich mit „Körperlichen Ver- 1ldungen1m K1ndesalter und ihrer Verhütung“; es bat den Speziälarzt für orthopädische Chirur ie in Berlin Dr. Ma David zum Verfasser. _ Von des rofe ors Dr. Alfred Kir hoff Schriftche11 „Menseh und Erde“ Skizzen Von den Wechs21bezxehungen zwischen beiden) liegt die dritte durYxesebene Auf- lage m1t emem'Anbang erklärender Anmerkungen Von r. K. Müller bor (Bd. 31); kem Gerin erer als Friedrich Ravel hat diese kleine Schrift em Juwel der geo rapbiJcben Literatur Benannt. Jn geistvoÜer Weise Werden folgende robleme erörtert: ie Rückwirkun der Länder- natur im ganzen und die Ausbreitung der Kultur, die „telluriscbe Auslese“, die jedes Land auf Leib und Seele seiner Bewohner ausübt ferner das Meer im Völkerleben, die Einheitszüge in der Ausbildung von Steppen- und Wüstenvölkern durcb aüe Erdtei1e, der Mensch als S öpfer der Kulturland chaften, die Entstehung bon Nationen inner alb txatürlich geschlo ener Verkehrsprovinzen auch ohne ursprüngliche nahere Blutsverwandtscbaft. Den Schluß des inhaltreichen Büchleins „bilden zwei Vorträge Kirchhoffs, die zwei für uns besonders Wichtige Beispiele der Beeinflussung eines Volks durch seinen Wobnraum erläutern: „China und die Chinesen“ und „Deutschland und sein Volk“. _ Endlich set des in 3. Auflgge borli enden 51. Bändchens gedacht, in dem der Leipziger Ltterarbistori er Georg Witkowski ,Das deutsche Drama des neunzehnten Jahrhunderts“ in seiner Entwicklung darsteth. Es werden die [iterarbistoris wicbti sien Dramatiker „dieser Epoche herborgeboben, neben ibnen a er aucF die Dichter zWe1t8n 11111) dritten Ranges berücksichtigt, im Hinblick auf die; unverbältmßtyäßtg große Rolle, die fie oft auf unseren Bühnen sp1elen. Auch die romant1sche Oper und das Mufikdrama Richard Wagners sind in den Kreis der DarsieUung einbezogen.
Technik.
Dic Luftverflüsfigung und ihre praktische Bedeutung.*)
Die technisch hochbedeutendeAufgabe, die Werwollen Gase Sauer- stoff und Stickstoff zu sehr niedrr cm Preise berzustellen, ist mit den Luftberflüssigungsmascbinen von inde und Claude vonommen gklöst. Um einen Begriff davvn zu geben, welche umfangreichen Vcrwcndungs- gebiete fick) die rxinen, durch Rektifikation gewvnnenen Bestandtccke der Luft in den wenigen Jahren, die fett der Vollendung der Trennungs- apparatc ver angen sind, erobert haben, sei e'ne kurze Aufzählung der Dienste, die kZis leisteten, ge eben.
Der gasförmige SauerJioff fand schon früber, als er noch durch chemischc Umseßungen erhalten wurde und in Stablflascben auf 100 bis 200 Atmosphärext komprimiert zum Einzelpreis von 6 bis 10 „js für den Kubikmeter m den Handel kam, vielfache Verwendun . Der Luftschiffer, der größere Hö en erreichen wollte, fand Ersatz 7111" den oben mangelnden Sauerstoff durcb künstliche Atmung aus der Flasche; ähnlich war der Gebrauch in Rettungsapparaten ür Brände ins- besondere in Beererken, bei denen ein Helm das esicbt voll7tändig von der giftigen ußenluft abschließt und ebenfalls direkte Atmung aus der Sauerstoffslasche erfolgt. Die Belxuchtungstechnik brauchte das Gas zur Erztelung sehr großer Heilt keiten im Wasserstoff- Sauerstoffgebläse, und 'die mit die em erreiZbare hohe Temperatur erlaubte, die für Wissenschaft und Technik wertvollen, schwer schmelzbaren Metaüe der latingruppe zu gewinnen und ?u formen; als ganz nmtcs Material iefern seit jüngster Zeit die Plat nscbmelzen den rein geschmolzenen Quat, das Quarzg as dessen einzigarttge Eigenschaften bei vielen wi enschaftlichen Arbeiten keinen Ersaß durch ein anderes Material zulaffcn. Alle diese Anwendungen kannte man allerdings schon früher; fie Wurden dur die verem- fgchte Sauerstoffgewiyyun nur verbiütgt und wären ncht imstande, dre heutige SagerstofsmdukiXtrie zu unterhalten. Deren wertvollstes Anwendungsgewa liegt vielmehr in modernen Formen der Metallbearbettung. Das Knallgasgebläse, in dem Sauerstoff mit Wasserstoff perbrennt, war rüber wegen des hohen Preises der'beidenßase cm sebr kostspieliges HilfSMittel. Mit dem jetzt billtg erbaltlicben Sauerstoff und xnit Leuchtgas oder Azetylen betrtechn, hat es eine weite Verbreitung besonders in der Eisen- verarbcttung efunden. Seine Leistun en sind auch wunderbar. Ju eionzen Augen licken brennt die Stich amme ein Loch in die dicksten
“fragen der Kindererziehung ch, die
Ke elblecbe. Bewegt wirkt sie mühelos wie die schärfste Säge und lie ert einen „glatxen Schnitt. Ist das Eisen einmal zum Glühen 8- kommen, so Ut die Gas ufubr gar nicht mehr nöti ' glühendes Ei en verbrennt im Sauerstonstrom allein mit soleher Zißentwicklung, daß
*) Die obigen Ausführungen entnehmen wir dem 311. Bändchen der Sammlung Aus Natur und Geisteswelt: „.Die Kälte, ibr Wesen, ibre Erzen ung und Verwertun “ von Dr. Heinri Alt, München. Mit 45 A bildun en und 2 Ta eln. Verlag von 5 . G. Teubner in Leiv i? und Ver kn. ?reis in Leinwand geb. 1,25 .“. Der Verfa er säZi dert an der Han zablreicber Abbildungen und an- schaulich be chriebener Versuche das Verhalten der Gase und Dämpfe unter den tafsten, Temperaturen um sodann die Kältemas inen, d e ibncn- zugrunde ltegenden Prinzipien, ibre modernsten Kon ttuktionen und Vervollkommnungen und endlich die techniscAebAnwwd solcher tiefster Temperaturen darzustellen, und gibt, so, jeden Wändlicb, einen Ueberblick über eines der interessantesten und wichtigsten Gebiete der modernen experimentellen Physik. * _
1“.
richken und ihn urch einen Eisen- so, wenn er einmal „glüht, mit dem Sauerstoffstrahl in 2 Minuten ein armdickes Lo? gebohrt werbetx. Das Sauerstoffgeblä e trennt aber nich nur, es verxtntgt aucb. (Auto ene S weißun .) Biest man z- B. em Stuck Kekselblech' zum_ ing und schragt ?ne Endflacben an dex Sto lage ab," oda? eme Rmne entsteht, die mit einein dicken E1fendra t ausgefallt w td, so verschweißt das Gebläse in kurzer Zeit die 11 e _so, daß -am ab edrebien Ring keine Schweißnaht mehr kenn [1 ist. Bei aUen 5Jdroztxssekn, bei denen die Luft eine Ver- brennung unterhalten mußte, z. B. beim Hochofen, bei der B emer- btrne erlaubt die Verwendun von reinem Sauerstoff eine Meiser: AuMußun des Brennmateria s. Die Luft besteht ja nur zu 1/5 aus dem die erbrennung unterhaltenden Sauerstoff; % bildet der trä e Stickstoff, der bei jeder Heizanlage entweder in dieser selbst oder
getrennten Vorri tungen mit dem Sauerstoff vorgewärmt werden nzuß, da fich sont das Feuer zu stark abkühlt. Dte onze Wärme, 1116 der erhtßte Stickstoff durch den Schornstein entfü rt, oder die xorlber zu seiner Vorwärmung aufgewendet Werden muß, ist nußlos er oren.
Die beffere Au9nußung des Brennmaterials bei Verwendung reinen Sauerstoffs statt L_uft Wurde auch schon für die Leuchttechnik nu bar Jemacbt. Dre be1ße Flamme die die Glübstrümpfe des Gass; b- ichts zum Leuchten brmgt, ikt eine sogenannte Bunsen amme bei der vor der Verbrennung das Leuchtgas sich mit der nö en Menge thft mischt. übrt man statt dieser Sauerstoff zu, so erreicht man mtt ck der Leu tgasmenge dieselbe Temperatur, sodas, wem man im roßen d'en Preis des Sauerstoffs gleich dem des Lecht af88 s t, noch mmer eme wesentliche Ersparnis erzielt wird. Freili-Z br tdieses sogenannte ,Nümbergerktcht' eine doppelte Rohrleitung für Leuchtgas und Sauerstfoff. Gegenüber der vielseiti en Verwendbarkeit des Sauer- stoffs stekxt dre des Stickstoffs urück. Das estreben der Gastrennung ging auch zunachst dahin, reinen c-1c1ueri'toff herzustellen. Als sich dannaber gewissermaßen al? Nebenprodukt aucb reiner Stickstoff ergab, wußte man an für diesen nußbringende Verwendung. Stickstoffsalze find- bekanntli das wichtigste NabrungSmiftel der Pßanze. Die Düngung mit Salpeter, von dem Deutschland jährlich 500000 6 einführt, be- ruht auf dem Stickstoffgehalt dieses Salzes. Von der künstli
erstellung stickstoffbaltFer Salze war in der le ten Zeit im u- ammenhan m1t der uSnutzung der Wafferkrä e 13161 die Rede. Das eine dieser ?erstellnnngerfabren besteht darin daß über glühendes Kalziumkarbid se r reiner Stickstoff (er darf nicßt mehr als 0,4 % Sauerstoff enthalten) geleitet wird. Dann geht dies sonst so träge Gas mit dem Karbid eine Verbindung ein; es entsteht ein Salz, das 14 bis 22 % Stickstoff enthält und den Namen Kalkstickstoff be- kommen bat. Obwvbl diese Industrie noch sehr jung ist, betrug die Jahresproduktion 1908 schon 166000 t..
Zum Schluß sei noch eine hübsche, für die Wissenschaft werkvolle Nebenproduktwn der Claudescßen TrennungSmaschine erwähnt. Es wurde oben berichtet, daß die atmosphariscbe Luft Spuren der sogenannten seltenen Gase enthält. Es ist nicht obne Bedeutung, größere Mengen dieser Gase zu erhalten. Mit Hilke der Gas- irennyngsapparate, die die atmosphärische Luft tonnenwei everarbeiten, ist dies möglich. Indem Claude den Rest der Luft, der in seinem Treynungsapparat noch gasförmig bleibt, unter Ueberdruck in einer Sptrale an die kälteste Stelle seiner Maschine leitet, gelingt es ihm, die 'am schwersten zu Verflüsfigenden Bestandteile der Luft, Neon und
21mm, in reinem, gasförmrgem Zustande zu erhalten. Die erzielten
engen von 6 bis 9 1 in der Stunde bilden ein wertvolles Neben- produkt, da insbesondere das Neon durch andere Methoden nicht in solcher Menge aus der Luft erhalten werden könnte. Gleichzeitig kann so mit großer Genauigkeit der Gehalt der atmosphärischen Luft an diesen seltenen Gasen bestimmt werden, und wurde zu 15 Teilen Neon und 5 Teilen Helium in einer Million Teilen Luft gefunden.
es genügt, einxn solchen auf die glühende Stelle F langs der gewunschten Schnittlinie weiterzuführen. block von 1 111 Dicke kann
allein
Gesundheitswesen, Tierkraukheiteu und Absperrungs- maßregeln.
Vom 25. bis 26. Mittags sind in St. Pßtersburg 58 ersonen an der Cholera erkrankt, von denen 16 gestorben find. ie Zahl der Erkrankten beträgt jest 280.
Verkehrsauftalten.
Ueber die Tätigkeit und Entwicklun des Internationalen Bureaus des Weltposivereins im ahre1909 enthältdas [exzte Pest des „Archivs für Post und Telegrapbie" ausführliche Angaben. Danach ist der Pensions- und Unterstüßungs onds von 67 675 im Vorjahr auf 68 466 Fr. angewa sen. n Ruhegehalt waren 11437 Fr. auszuzahlen. Die Za [ der von dem Bureau be- arbeiteten Schriftstücke ist Von 5670 im Jahre 1908 auf 6007 gestie en, dia Zahl der Rundschreiben dagegen von 270 auf 264 zurü gegangen. Die auf Grund der Angaben der Vereinsverwaltungen Vom Internationalen Bureau zusammenzusteüende allgemeine Statistik ist im Februar 1909 für das Betriebs'ahr 1907 veröffent- licht worden. Sie enthält schon Zahlen Von 97 erwaltun en, weist absr immer noch Lücken auf; es _feblen noch An aben 11 er einige Kolonialgebiete und über dre meisten Staaten ittcl- und Süd- amerikas. Den 12 Vereinsverwaltungen, die sicF an dem vom Inter- nationalen Bureau Vermittelten Zentralabre nungsverfabren beteiligen, ist, seit Mai 1909 die dänische Postvmvaltungals 13. bei-
etreten. Dre Gesamtsumme der dur dreses V abren verrechneten Schuld- und Forderungsbeträge hat 1171) im Ja re 1909 auf rund 75 Millionen Francs belaufen, Wovon nur 39 Millionen Francs u Barausglei ungen verblieben. Durch das Verfahren bat iich sonacb die bare Ausgleichung von 36 Millionen ancs vermeiden lassen. _ Auf Grund der Beschlüffe des Postkongre ck in Rom hat das Internationale Bureau eine Neuausgabe des er- zeichnisses der Postanstalien der Welt veranstaltet. DaS umfangreiche Werk ist im November 1909 fertiggestellt worden; ck umfa t 1416 dreispaltige Quartseiten und weist gegen 230000 Namen Von ostorten auf. Die Kosten der crstellun betru en 69 638 Francs. _ ie Einrichtuna der Antwort chaine Lat siÉ im Berichtsjahre weiter entwickelt; e ist auf Liberia, auf die britischen Kolonien Stem Leone, Trinidad, apua und Betscbuanaland sowie auf die franzöü che Kolonie Guadeloupe aus edebnt wvrden. Die ahl der im Ja re 1908 eingelö ten Antwor chaine bat sich auf 328 85 Stück belau en, die einen ert von über 92000 Francs darstellten. _ Jm J re 1909 hat das Internationale Bureau die erste Abrechnung über Transitgebübren auf Grund der statistischen Ermittlungen die im 5chyvekmbexr 1907 stattgefunden haben, aufgestellt. ür 1907 war fie _nicht vollständig, da nur ein Teil der Nachwei un der Vereinslander beim Bureau einge an en war. Die Ab nungen In 1908 und 1909, die im we enti en alle auf diese beiden abre entfallenden Tranßtgebübren au weisen, er eben an Schuld und an Forderun je 141 6574 r. D ese Za [ jgetzt |ck aber nur aus Beträgen zu ammen, die sich ür jede Verwa tung nach Abzug der Schuld- von den Forderun ssummen oder umgekehrt erge Werden alle Einzelbeträge, d. Z. alle zwischen e zwei Verwaltun en cb er ebenden Reftforderun s- oder Rest cbu dbeträge berü gt o ste t ch die Gesam umme an uld und oran an 4401892 Fr. oder 12200946 r. für das Jahr. die Ab- recbbnung des Internationalen ureaus ist sonacb für die beiden Ja re ein Barauögleich von 10 275 318 Fr. ers rt worden. _ Eine Gebiets unabme hat der Wel ostverein Laufe des Jabres 1909 ni t erfahren. Er umfa Ende 1909 ein Gebiet von 114 249 810 (111111 mit 1 203 997 43 Einwohnern. Die Eimwbner- zabl war lßer das Vo abr um rund 37 Millionen MY _ Die Gexxmt o ten für d : Unterhaltung des Interna Bum» im abre 1909 betrugen 115 553 Fr.; von dieser Summe batte Deutschland 5208 Fr. xu xablen.