bis zu Thränen erschüttert Werden. Er muß fich überhaupttüßen,mit dem Grafen Bismarck nach preußischer Weise zu verhandeln und mit ihm so gute Bedingungen machen als er kann. Mit Sentimentalität ist da Ntchts auSzuriOten. Entweder der Unterhändler muß einen militärischen Erfolg aufzuweisen haben, oder aber suchen, die Forde- rungen der Deutschen zu befriedigen und die Opfer, die das Volk zu bringen haben Wird, möglichst zu mildern.-
- Eine Waffenfabrtk in thffield erhielt Lanz vor Kurzem von der franzöfischen Regierung einen Au trag zur Anfertigung von 100,000 Chassepotgewehren. Es war Voraus- bezahlung angeboten, aber die Bestellung wurde abgelehnt.
Frankreich. Tours, 5. Oktober., (W. T. B.) Ein Dekret vom 3. Oktober überträgt, anläßlich der Demjsfion des Admirals Fourichon, Crémieux die interimistiscbe Leitung des Kriegs-Ministeriums. Ein anderes Dekret verfügt, daß das durch die Geseke vom 13. August und 10. September bewilligte Moratorium für die nach dem 14. Oktober freirten Handels- effekten keine Gültigkeit babe.
-- Nach dem LSiScle- vom 2. Oktober sollen für die Nationalvertheidigung überall Spezialkommiffarien ernannt werden. Die ersten Ernennungen sind bxreits erfolgt: die Herren Alphonse Gent für Vaucluse, Testelm für Nord, Pas-de- Calais und Somme, Liffagaray für Tate, Tate und Garonne,
Jean David für Gros, Hautes-PyrSpSes. - Das Komite der Ligue du Midi hat seine dritte außer- ordentliche Sißung gehalten und 3 Komites ernannt. Die Re-
gierung zu Tours hat die Ligue anerkannt. - Gegen Forcade de la Roquette, Mini er des Innern, ehe das Kabinet vom 2. Januar ans Ruder am, ist ein Ver-
haftsbefebl erlassen worden., , ,
_ Mit welcher Brutalität dle Frayzosen, bei der Austrei- bung aller Deutschen verfahren, dafür liegt em neues Beispiel vor. Den *Hanxb. Nqchm zufolge hat der schon 70jährige Gelehrte und Orientaltst Julius „von Mohl, der bereits seit 40 Jahren Pryfessor der orientaltschen Sprachen am CoUSge de France, Mitglied des Institqts von Frankreich ist , Paris verlgffen müffen, um frtegsrechtltcher Vehandlunß zu entgehen. Er ist einer der bedeutendsten Gelehrten Europa , unter den orientalijchen vielleicht der erste,“ hat, doch sein Wissen und seine Werke für Frankreich„ für das xr fett 1850, in Welcher Zeit er seine, Profe ur jn Tübingen mederlegte und dem Rufe nach Parts folgte, exne große Fülle wissenschaftlichen Ruhmes ge- sammelt Und eme große Anzahl Schüler nach Paris gezogen.
_- Der vMoniteur universela vom 3. Oktober, Welcher in Tours pas Organ der Delegation der Re ierung ist, bringt an der Sptye semes Blattes folgende Prot amation:
*Franzosen! Am 8. September richtete die in Paris verweilende Regierung an Frankreich folgende Worte, die wir heute zu Wieder- holen verpflichtet md:
p_Europa mu aufgeklärt werden; es ist nöthig, daß es durch un- beßrettbare Zeugnisse davon Kenntniß nimmt, daß das ganze Land mzt uns ist., Der Eroberer muß auf seinem Wege nicht allein dem Hmderniß emer immensen Stadt, die eher zu sterben als sich zu ergeben entschlossen ist, begegnen, sondern auch einem ganzen, gerüstet und organifirt dastehenden Volke, einer Versammlung endlich, die überallhin, jedem Unglück zum Troß, das Leben und die Seele des Vaterlandes tragen kann.-
, Dieser Inspiration unseresJHerzens, die den öffentlichen Gedanken Wrederspiegelte, war ein Dekret hinzugefügt, Welches die Wahlbezirke zum Zwecke der Wahl einer konßituirenden Naéionalversammlung auf Sonntag, den 16. Oktober, zusammenberief.
Ihr wißt. daß die Berufung dann auf einen früheren Tag, auf den 2. Oktober festgeseßt wurde. Die Re kerung hatte geglaubt, daß unser theuxer Jules Favre, indem er bei iZelnem patriotischen Besuche beim Könige von Preußen sich auf ein Geseß ftüßte, welches _den Tag, an welchem das ganze Volk seinen Willen fundgeben soll, vordatirte, dem Jemdx das Vertrauen einflößen würde, Welches die Loyalität unserer Natton crbetscht _und dem Mitglieds der durch die Afflamation des Volkes yon Parts_ emgeseßten und von allen unsern Mitbürgern fxeudtgsckzegxußten Regterung einen ihm gebührenden ehrenvollen Em- prana 1 er c,
Es war kein Grund mehr für den Kampf zwischen zmi großen Nationen vorhanden,“ ganz Europa wußte aus unseren Debatten im gesetzgebenden Körper, daß alle Mitglieder der Regierung der nationa- len Vertbeidigung sich diesem unheilvollen Kriege widerseßt hatten, der nur im dynastischen Intereffe durch den ürafbaren Ehrgeiz eines Despoten beschlossen worden war. Der König von Preußen hatte keinen Feind zu bekämpfen, nachdem von beiden Theilen in diesem Riesenkampfc so viel Heldenmuth gezeigt war.
Während aber das Mitglied der Regierung der Nationalverthei- digung von dem preußischen Minister mit allen seinem Charakter und seinem Rufe geziemenden Rückfichten empfangen Wurde, habt Ihr mit schmerzlicher Entrüstung die Propositionen des Herrn von Bismarck ver- nommen. Paris, verzweifelt und durch eine Belagerung bedroht,
durfte nur an seine Vertheidigung denken, d. h. an die Vertheidigung der Hauptstadt der civilisirten Welt; seine unerschrockenen Bürger yer- langten Waffen, um fich zu schlagen, und nichtUrnen zur Abfiimmung. Die Wahlen wurden vertagt und das beßürmte Paris zei t uns täg- lich einen energischeqSoldaten in jedem seiner Bürger, d e Alle mit gletcher „Hingebung dre Regierung der Nationalvertheidigung umgeben.
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Uns ist die Ehre zu Theil geworden, die Regierung zu re räsen. tircn, die in diesem Augenblick„ßch nicht an Frankreich, den egen. stand unserer Verehrung, Wenden kann.
In ihrem Ramm und in unserem eigenen fordern wir jekt unsere Mitbürger zur Vornahme des wichtigsten Aktes des republikanischen Lebens auf. Das allgemeine Stimmrecht spreche sich aus, der Volks. wille wcrde bekannt und fonstatirt, eine tonstituirende Nationalver. sammlung trete zusammen! Möchten doch vor dem Tage, zu welchem die republikanische Regierung die Versammlung berufen wird, die Ereignisse und der Muth der Pariser die Befreiung herbeigeführt haben! Wenn wir noch käm fm müßen, so möge die Versammlun selbst der Armee, die Paris be reien wird, den Hauch dcs Patriotismu und der Ehre, die das Ganze beseelt, emflößen. Möge der Feind in der Tcht das ganze franzöfische V0lk.wie Einen Mann gegen den frem- den Emdringling, der in unser theures Vaterland eingebrochen ist, marscdiren sehen.
Bürger, ibr begreift die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen. Die voklständigfie Freiheit ist Euch gelassen; feine Autorität wird Eurem Wiklen Gewalt anthun, die öffentliche Verachtung hat die offiziellen Kandidaturen gebrandmarkt. Berathet Euch während der vierzehn Tage, die dem Wahltermin vorhergehen. Kein Tumult, keine stürmischen VercinigunLen! Niemals, zu keiner Zeit der Ge- schichte der Völker, war die Lage eine ernstere und feierlichen. Frank- reich wird auf dcrHöhe der Geschtcke stehen, die sein Votum festßellen soll..
Mit einem schmerzlichen Bedauern für unsere Mitbürger, die der Feind bedrängt, Werden fich die Repräsentanten noch mehr ihrer ruhmvoUen Pflichten erinnern, die sie zu erfüllen haben, nicht nur in ihrem Namen, sondern auch Namens der Abwesenden, die, indem sie eine Gewalt nicht ausüben können, die in ihren Händen so gut auf- gehoben wäre, dieselbe denen anvertrauen, die von ihren Mitbürgern
als die würdigften erklärt werden.
Es folgen die Bestimmungen, die auf den 16. d. M. die- Wahl einer konstituirenden Versammlung in Uebereinstimmung mit dem Dekret vom 8. September d. I. festseßen.
-- Nachrichten aus Beauvais zufolge, die am 5. d. M. in Brüssel eingetroffen find, hat der Gemeinderath daselbst die“ Einwohner in einer Proklamation aufgefordert, sich jeder Feindseligkeit gegen die deutschen Truppen zu enthalten. Das ;Echo du Parlement: erfährt aus Tours, daß die Regierun , dem Präfekten von Lyon rechthaltung der Ordnung gegeben habe. Drei Genossen Cluserets wurden verhaftet, die Francs-tireurs auf elöst. Ueber das Departement :Axpes maritimes: wurde der elagerungs- zustand verhängt.
Portugal. Lissabon, 5. Oktober. (W. T. B.) Die Cortes werden am 15. Oktober zusammentreten. An der Grenze wurden starke für die Karlisten bestimmte Gewehrsen- dungen mit Beschlag genommen.
Italien. Florenz, 5. Oktober. (W. T. B.) n der Provinz Velletri baben 10,912 Wähler mit Ja und mit Nein geßimxnx. Die das Abstimmungsresultat überbringende Deputatton wwd Sonnabend hier eintreffen und Sonntag vom
Könige empfangen werden. päpstliche Re ierung gegen die
_ Die Note, welche die Okkupation von Rom durch Italien an ie Mitglieder des
diplomatzschen Corps hat ergehen lassen, lautet nach der *Köln. Ztg.-, w1e folgt: Aus dem Vatican, 28. September 1870.
Ew. Exceüenz kemxt vollständig die gewaltsame Usurpation des größten Theiles des Ktrchenstaates, Welche im Juni 1859 und im September des folgenden Jahres von der Regierung ausgesührt wurde, die fich in qurenz festgeseßx hat. Man kennt gleichfaus d e feierlichen, von Sr. Heiltgkeit gxgen duese gottesläßerliche Spoliation - sei es in den in den Konsiftorxen gehaltenen und in der SFolge veröffentlichten Ansprachen, sei es tn den von dem Kardinal- taatssefretär an das bei dem heniligen Stuhle beglaubigte diplomatische Corps im Namen des souveranep Papstes gerichteten Noten - erhobenen Reklamationen u_nd Proteßattonen. ie uns überfallende Regierung würde cher- lxch mcht verfehl_t haben,. die gotteSlästerlicbe Spoliation zu En e zu fuhren, Wen_n dre von dxesen eh-“geizigcn Projekten unterrichtete fran- zöfische Regterung sie mcht aufgehalten hätte, indem se die Stadt Rom und ihr sehr beschränktes Territorium unter ihren Schuß ge- noxnmen hätte und dort eine Garnison unterhielt. In Folge von zwrschen der frannzöfischen Regierung und der von Florenz abgeschlos- 1enen Ueberemkunften, durch welche man die Erhaltung und Ruhe der dxm h. Stuble verbliebenen Staaten zu sichern glaubte, zogen fixh dte fratzzöfischen Truppen zurück. Diese Konventionen wurden mxht respekttrt, und im September 1867 warfen fich einige von ge- heimen Impulsen aufgeßachclte Norden über den Kirchenstaat her in der elenden Absicht, om zu überraschen und zu nxbmen. Es war damals, daß die französischen Truppen zu- ruckkamen mzd “fie, indem dieselben unseren Truppen, Welche gcgen den Etnfall schon siegreich ankämpften, .Beißand leisteten-
tfivé [Fchß die florentiner Regterung an die Verpflichtungen zu erinnern, e e ' '
die feierlichßen Versprechungen Betreffs ihrer Beobachtung geben zu lassen. Da aber das Loos der Waffen Frankreich ungünstig gewesen
unbeschränkte Vollmacht zur Au --.
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te die florentincr Regierung, Welche diese Unglücksfälle be- waxéesYxFßabgeschl-ossene Uebereinkünf:e zu brechen, detz unloyalen Bc- nÖlluß,- eine starke Armee abzusenden, um die Spolration der Do- “ Lnänen dcs Kirchenstaates vollständig zu machen, während, ungeachtet der ewaltigften Aufreizung von m_tßen, die vollständigste Ruhe überall sgchte und freiwillige und unauthö:liche Kundßebungen der Treue,
ZFFrAnhänglicbkeit und der kindlicher: Liebe für ie erhabene Person
en Vaters von allen Seiten emacht wurden.
des lZ§_xti)leigman diesen leßten Akt der chrccklichsten Ungerechtigkeit be- ann, sandte man den Grafen Ponza di San Martino, Träger eines Ligenhändigen Schreibens des Königs Victor Emanuel (m_den apst, nach Rom. Dieser Brief besagte, daß, da die ßorenttner egie- run weder dem Eifer der nationalen Aspirattonetx noch den Agiationen der Aktionspartei, wie man fie _nennt, _Emhalt thun könn?- sie sich gezwungen sehe, Rom und das thm bletbende Termo- xjum zu beseßen. Ew. Excellenz kann sch leicht den tiefen Schmerz und die lebhafte Entrüstung vorstellen, von Welchen das Herz des heiligen Vaters durch eine so seltsame Erklärung ergrßffen wurde. Indes; un- erschütterlich in der Erfüllung seiner heiligen Pflxchten und der göttlichen Vorsehung ganzvertrauend, wies xr entschlossen [eden Atxtrag zurück da er seine Souveränetät, sowie fie ferne VorgänZerihm hinterlassen aben, unverletzt aufrecht erhalten muß. Angesi ts dieser Thatsache, die unter den Augen von ganz Europg vor sich gegangen ist und 1velche die geheiligten Prinzipien eines 1edcn RUHE, speziell des Völker- rechtes, mit Füßen tritt, hat Se. Heiltgfett dem unterzeichneten Kardinal-Staatssefretär befohlen, laut zu reklamiren und Yen zu proteftiren, wie er denn auch in der That in seinen) erhabenen amen gegen die unwürdige und xxottcöläfterllche Svoliattorz der Domänen des heil Stuhles, welchesta tgefunden hat, lautreklamxrt und pxotesiirt, indem er zu gleicher Zeit den König und seine Regierung fur allen Schaden verantwortlich macht, welcher hier dem heil. Stuhl und den päpstlichen Unterthanen aus dieser gewaltsamen und gotteßläsierlichen Usurpationentspringt. Se. Heiligkeit hat außerdem befohlen, zu erkläxen, wie er auch in seinem erhabenen Namen erklärt, dgß diese Usurpatton einer jeden Wirkung baar und ledig, null und n chttg und ohne irgend einen Werth ist, und daß sie niemals irgend einen Nachtheil der up- beßreitbaren Rechte des heiligen Vaters oder seiner Nachfolger m Ewigkeit bringen kann, und daß, wenn die GeWalt die Ausübuy
dieser Rechte verhindert, Se. Heiligkeit sie unyerleßt bewahren wa , um zu seiner Zeit deren wirklichen Bess zuruckzunehmen. Indem ich Ew. Excellenz durch bestimmten Befehl des b. Vaters von dem nicht "qualificérenden Ereignisse, welches sich zugetragen, und von den Motestationen und Reklamationen, Welche die Folge desselben Waren, Kenntniß gebe, damit dieselbe Alles zur Kenntnis; ihrer Re- ierunq bringe, hegt der unterzeichnete Kardinal dle „Hoffnung, daß Liese Regierung sich das dem obersten Haupte der katholischen Kirche geschuldete Interesse zu Herzen nehme, „Welches zukünftigoin solche Bx- dingungen gestellt ist, daß es seine getstige Autorität mcht„mehr mat jener vollen Freiheit und jener ganzen Unabhängigkeit aysuben kann, welche ihm unumgänglich nothwendig find. Nachdem tch den hohen Willen des h. Vaters ausgeführt, bleibt dem Unterzeichneten nur
i r erun 2c. Übkkg- Ihm" ') “ V“ “ck “ J. Kardinal Antonelli.
Ein neues Kabeltelegrammmeldet auSNexv- York vom 4. Oktober: Ein Massenmeetin der Deutschen m
t. Louis abgehalten, nahm einen Beschlu an, welcher raf Bismarck auffordert, darauf zu “bestehen, daß Deutschlannd den Elsaß und Lothrin en behalte. Eme anpere Resolution wunscht, daß der Bundes anzler eine allgememc Vertretung in dem
Norddeutsche Parlament anbahne.
Amerika.
Aus dem Wolff'schen Telegraphen-BUreau.
London, Donnerstag, 6. Oktober. „*Standqrt- erxlärt er- mächtigt zu sein, das von der -S_ituatwne yeröffentltchte qn- ebliche Manifest Napokeons für unächt zu bezetchnen. -- ,Datly elcgrapha veröffentlicht Briefe aus Paris vom 28. Septem- ber; dieselben schildern die Sttmmung daselbst als gedruckt, dte Lebensmittel werden täglich theurex und schlxchter. - Lord Granville ist von Walmer Castle wieder hier eingetroffen.
London, Donnerstag, 6. Oktobex. Die vTxmes-c demen- tirt die Nachricht, daß das diplomatxsche Corps m Rom dem General Cadorncl1l anlaßlick) sZtth l)Emmarsches in dre Stadt eneri e Vor e un en ema a e.
gSscth Ilsetßrsbugrg,g Donnerstag, den, 6. Oxtober. Das »Iournal de St. PSteerourg-r besprtcht dle Ctrkular- depesche des Grafen Bismarck vom 27. Septemher und erkennt die Klarheit der Depesche _an. Es hofft m Folge derselben noch auf einen Waffetzstrllsjandsabschluß. Arxgen- blickliche patriotische Erro theit bätxe den ablehnenden uvex- eilten Beschluß der franzö schen Re xerung hexvorgerxxfen. Dte Wahlen sowie die Session der Con 1tuante_se1en , wahrend ,die Regierung in Paris eingeschlossen sei, doch eigentlich unithunltch. Cremieux, welcher in Tours die Pxoklanmxtoq vom 24. Sep- tember unterzeichnete, kann unmögltch _der eu1z1ge Reprasentgnt der Regierung vor der Constituantx sem. 9398 Journal sprtcht die Meinung aus, Deutschlands ww Frankxetchs Interesse? ent- spricht es, daß die Constituante während emes transitortscben
- Das vAmtsblatt der Norddeutschen Poüverwaltung- Nr. 69, enthält eine General-Verfügung vom ]. Oftobxr 1870, betreffend den Korrespondenzverkehr mitVorder- ndien, und htx Nr. 70 drei General- Verfüaungen vom 3. Oktober 1870, 1) Spedition per Korrespondenz nach ortugal, 2)Postbetrieb auf der Eisenbahtx zwrschen Cüsuin und Frank urt a. O. und 3)Korrcsvondenzvcrfehr thschn der österreichisch- uötäxartschen Monarchie und den von deutschen Truppen beseßten fran- 3
schen Landeßtheilen, -- Die Nr. 40 der vAnnalen der Landwirtbschaft in den Staaten: hat folgenden Inhalt: Mit-
Königlich Preußischen theilungen von der Versuchsüation Jena. Chemische Unter-
suchung der Knochen von knochcnbtüchigem Rindvieh, Von E. Reichardt. Der sogenannte amerikanische Kälbertränkapparat. (Mit Abbildung.) Berichte und Korrespondenzen: Aus London, Ende September. Li- teratur: Gcneral-Adrcßbuch der Ritterguts- und Gutsbeßßer im Norddeutschen Bunde. Neuer Kalender für die österreichischen Land- wirthe von Peter Nikolaus Feuser. Notizen: Weitere Nachrichten, die Rinderpest im In- und AUSlande betreffend: 1. Verzeichniß der Kreise und Ortschaften, in welchen seit den leßten Berichten vom 18. September die Rinder es neu auSgebrochcn ist. 11. Verbot der Ein- fuhr von Step envieh. ] 1. Verbot der Einfuhr von Vieh in Swles- wtg- olßein. ?. Beschränkunk] des Viehverkehrs aus Preußen nach Sach en. 7. Verbot der Abha tung von Viehmätkten im Königreich Sachsen. 7] Verbot der Einfuhr 2c. von Juttcrarten, Dünger :c. in Belgien. 1711. Verbot der Ein- und Durchfuhr von Rindvteh :e. in Holland. Ulll. Stand der Rinderpeß in der österreichisch-ungarischen Monarchie. JortsJung der Uebersicht von Anmeldungen in FoJe des Aufrufs des errn Elsner von Gronow. Landwirthschaftli e Winterschule in Merseburg. Personalien. Berichtigungen. Markt- berichte. Viehpreise.
Vereinöthätigkeit für die Armee.
- Der Magißrat der Stadt Nürnberg hat beschlossen, aus den Ueberschüssen des Sparkassen-Restrvefonds 20,000 Thlr. (35,000 Fl.), und zwar bedingungsws, der :Nationalen Victoria-Invaltdenftiftung-
in Berlin u übermitteln. ? Das :Iournal de Bruxeües- veröffent-
Brüs el, 5. Oktober. licht folgendes Schreiben: Brüssel, 3. Oktober 1870.
Gesandtschaft des Norddeutschen Bundes, Mein Herr! Man hat meiner Kanzlei die 7000 Franken übergeben, welche das oJournal de Bruxelles- für die Kranken und Verwundeten der deutschen Armeen deponirt hat. Ich werde dafür sorgen, daß diese beträchtliche Summe entsprechend den Wünschen der barmherzigen Personen, welche sie haben anbieten Wollen, verwmdet werde. Aber vor Allem liegt es mir am Herzen, Ihnen meinen aufrichtigen Dank für diesen neuen Beweis des mildthätiaen und wohlwollenden Geistes zu sagen, welcher in dieser an Unglück so reichen Zeit die Bewohner von
Brü el be eelt Genehmi en :e. s s Der Gesandtß des Norddeutschen Bundes.“ Vatan.
Kunst und Wissenschaft.
- Das Augustheft des 74. Jahrganges oder der Neuen Folge 9. Jahrganges der von Th. Oelsner herausgegeben") schlxstschen P rovinzialblätter enthält zunächst einen Aufsaß uber dre Volks- trachten in der Groß-Glogauer Gegend, von A. Knötex. Darsan schließt sich die lcßte Abtheilung der Mittheilung“; Über dte Erctgmsse des Jahres 1866 in der Grafschaft Glaß nach emem Tagebuche_des Apothekers Brosig (vom 20. Mai an ck zum Qlusbrych de_r Fenzd- seligkeiten). Der darauf folgende Ayfsaß' von Knobljch brmqt eme kurze Geschichte der Holzkirche zu Lugman m Oberschlesien. Oelsner liefert sodann spezielle Angaben über die Opferfreuktgkctt der Schlesier im Jahre 1813. Bäniß handelt von _der Schneekoppe zmd dem Koppenplane im Riesengebirge. An presen Aufsaß schlteßcn_ sich mehrere Gedichte, betreffend den Krieg tm Jahr 1866, an. Hterauf giebt OelSner eine Geschichte der schlesschcn Landschaft während des erßen Jahrhunderts ihres Beschens. Sodann folgt dar Schlußabthev lung des Aufsaßes von St. Kärger über Vezeubnungswetse dcr äuser in Breklau. Außerdem enthältvdas Heft noch Untersuchungen ubcr die Bedeutung des Wortes Rubezahl; M1tthet_lu11qen über einige Epitaphien in der Kirche zy'Rank'au, Wclche_fur dte Kennt- niß mehrerer schlesischen Adelsfam1lten mcbx unwichttg find,“ Z(rner Beiträge zu einer Literatur des gegenwärttgen deutsch-franzönjchen Krieges,“ eine Chronik des Monats Jul: nach den verschiedensten Be-
ziehungen, endlich mehrere Rezcnfionen.
Königliche Schauspiele.
Freitag, 7. Oktober. In) Opernbause. (156. Vorst.) Zum ersten Male wiederholt: Ztetcn-Husaren. Konusche Oper m 3 Akten von Tl'sobald Revvaum und Bernh. „Scholz. Maß! von Bernd. Sholz. Ballet von Paul Tagltom. Anfang 7 Uhr. M.-Pr.
Jm Schauspielhause. (182. Abonn-Vorst.) In der Mark. Zchauspiel in 5 Akten, von Hans Hopfen. Anf. halb 7 Uhr.
.- r. .
Lx(;“.Ionnaberüd, 8. Oktober. Im Opernhause. Keme Vor-
stellung. ' [ an e. 1W. Abonkaor . ans Lange. Im SchÜUsPlk b s ( |) ? [ .
Friedens berathe. Dann allein seien ruhige und würdige Be- . schlüffe zu erwarten.
Schauspiel in 4 Akten, von Paul Heyse. M.-Pr.