1870 / 339 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

4274

1111550 111 13011111 27111113 (10111 1111131101" (110501 801111121111- ??01511119; , 1'101' 1110nx1t0 113011 1101110 (1011 1301111Z 17011 (m schwarzer Farbe) * _ 10,000 (1000 oder 100) “11111101 . ck in der Far'b'e 111 117011011: 2011111311501111 (1211113050110, 143111- , der 110be 21115011 211 3'/, 1)1'000111;. - ' 13011111, (1011 0151011 1810170111001 (1051). 1)0001111101') 30111; 2011111111111101'1: 111111 51011215 [(öan11011 7101155150110 UUUPÖULL'WÜWUZ (101 Zb3-3155011u1c1011. 17. 117011011. 110170. Meinecke. 12011. (In schwarzer Farbe.) , . Die Kehrseite der Schay-Anwetsungen 1ft vollständig m der Farbe der Einfaffungey der Schanscttc hergestellt, sie ent- hält innerhalb einer Randemfaffung folgenden Text: ZGUÜÜ-Z-ÜUK'ÜZMJ (105 151010001115011011 131111005 1. 1111 (10111 0111501117; 11. s. w. wie bei 801. 171. Außerhalb der Nandeinfaffung an der lmkxn und an der rechten Seite sind in gemusterten Feldern d1e Werthzahlen

10,000 (1000 oder 100) gedruckt., ' Jede Anweisung war mit cmer Stamm- und emer End-

leiste versehen, welche vor Ausgabe derselben durch Abschneiden in wellenförmiger Linie von der Anweisuncg- dkrgestalt getremzt worden sind , daß die Schnitte auf der c“ckau e1te durch d1e Mitte des links- und rcchtsseitigen gemusterten Feldes gnd des Aufdrucks dcs Werthbetrages 111 Worten, auf der Kehrserte aber durch die gemusterten Felder nut den Werthzahlen gehen.

Bekanntmachung, betreffend die fünfprozentige Anlc1he des Norddeutschen Bundes vom ahre 1870.

Wegen des au'f'dcn 1. ünftigen Monats faUenden katho- lischen Jeiertagcs werden die bctrcffcyden quscq die am 1.910- vember 012, einschließlich vikTMMatlichxr Stuckzmsen zu, leisten- den Einzahlungen auf die fünfprozenttge Bundes-Anlethe von 1870 schon am 31. Oktober und bis zum 3. November d. I. einschließlich annehmen.

Berlin, den 26, Oktober 1870,

Das VundéeTsckkanzler-Amt.

Bekanntmachung. Ver*b111du11ge'n"mittelst der französischen Post- Da“mpffchiff=Lini_en. -

Einer Mittheilung der. fra11zöfischcn Ober; Postbkhö'rde Zu- folge find französischePost-Dmnpfxchiffe zur Zett, abgcschcn von den Linien nach Corfica und nach Algwr, nur auf folgenden Linien im Gange: , ,

1) von Marseille n'ach Ake a11dr1en Über Messina, Abgang aus Marseille wie bisher am ( ., 19. und 29. jeden Monats,

2) von Marseille nach Konstantinopel über Messina, Pi- räus (Athen) "und die Dardanellen, Abgang aus Marseille wie bisher jeden Sonnabend, ' '

3) von Marseilke nacb Ostmdten, China, Hongkong und Yokohama, mit Scitenlini'vn nach la Réunion und Mauritius, nach Calcutta, nach Batavia unH-naQShanghav, Abgang aus Marseille jeden 4. Sonntag (bisher Heden 2. Sonntag) und zwar zunächst wieder am 30. Oktober . J., .

4) von Bordeaux nach Brasilien und den 'La-Plata-Staa- ten (Bucn'c-séAy'rcs), Abgang aus Bordeaux wie bisher am 24. jeden Monats,

5) von St. Nazaire nach Veracruz, 111itSeitcnlinién nach den Französisckzcn Antillen, den Englischen Antillen, nach'Eng- lisch-, Französisch- Und NiederläUdifch =Guyana, nach Jamaica und Aspinwall (Colon), sowie nach Venezuela und CuraFao, Abgang aus St. Nazaire am 16. jeden Mynats,

endlich 6) werden die Schiffe der Linie von HaVre und Brest nach Ncw-erk, vom 20. Oktober d.I. ab gerechnet, von 4 zu 4 Wochen (vtshcr von 2 zu 2 Wochen) abgefertigt.

Berlin, 24. Oktober 1870.

Gcneral-Postamt. Stephan.

Bekanntmachung.

Kortespondcnzverzögerung bei der Feldpost.

Am 23. und 24.'Okwber 0. hoch die Fcldpost-Transporte von und nach der Maas-Armee auf Befehl der Etappen- Kommandantur zu Clermont-en-Argmme nn dlcsem Orte zurück-

gehalten werdcn müssen, weil dicStmßen nach St. Mihiel und Vouziers wegen Unsichcrhc11 nicht zu pasfiren waren.

Dies “wird zur Erklärung der Verzögerung, welche in Folge

dessen in der Bexördertmg dex Feldpostkorrespondenz eingetreten ist, hierdurch be annt gemacht. . Berlin, den 25. Oktober 1870. General - Postamt. Stephan.

Mini erium für Handel, GeWerbe und öffentlj | Arbeiten. ck“

Der Königliche Eisenbahn-Bqu- unxd Betriebs-Jnspektor Hardt u Altena ist in gleicher Eigenschaft nach Elberfeld ver.

setzt wo en. , Der bisherige Kanzlei-Dtätar Aurcltus Von Dobro-

01811 ist zum Geheimen Kanzlei-Sekretär bei „dem Königlichen ?Ninistcrium für Handel, Gewerbe und öffentltche Arbeiten er- nannt worden.

Justiz - Ministerium.

Der Rechtsanwalt und Notar prink ,in, Gnhrau ist in gleicher Eigenschaft an das Kreisgertcht m Görkß, mit Anwej. sung seines Wohnfißes daselbst, versetzt worden.

.Der “Kreisrichter von Wedell in Neurode ist zum Rechts- ;anwalt bei dem Kreisgericht in Frankenstein und "zugleich zum Notar im Departement des Appeüaxionsgerichts zu Breslau, mit Anweisung seines Wohnsißes m Frankenstein, ernannt

worden. '

Haupt-Verwalf'ung der Staatsschulden.

Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf unsere Bekgnntmachung vom 21. d. Mrs., (Staats-Anzeiger Nr. 337) (mu en wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß auf Veranla un des Herrn Kanzlers des Norddeutschen Bundes der'Umtay ck der voll- bezablten Zusagescbeine gegen Schuldvexschretbungen nebst ZinZ-CouponI und Talons der fünfprozenttgen Bundesanleöhe v. I. 1870 durch die Zeichnungsstellen -in Berlin schon vom 28, d. Mts. ab„ in _der in der vorbezeichnetenVekannt- machung vorgeschriebenen Wkise stattfinden wird. Berlin, den 26. Oktober 1870. Haatpt-Verwaltung der Staatsschulden. von Wedell. Löwe. Eck.

Preußische Bank.

Wochen-Uebersicht der Preußischen Bank von122.Oktober1870. .

A U 1 v a.

1 Geprägtes Geld und Barren ............ Thlr. 88520000 2 Kaffenauweisungen, Privatbanknoten , *und Darlehnskaffenscheine.... ........ 3979000 3) Wechselbestänpe .............. . ........ ; 85,188,000 4 Lombardbestände; ........ . .............. , 23,003411) 5) Staatspapiere , _dtskontirte Schay-Anwei-

sungen, verschiedene Forderungen und _

Aktiva ................................ ; 22,1501100

P a s s i v a. - 6 Banknoten im Umlauf .. Thlr. 174,045000 Depoßtenkapitalien . ..... .. ....... , 16,794,000 8) Guthaben der Staatsraffen ,_ Institute und Privatpersonen mit Emschluß des Giroverkehrs. .. ........... ........ Thlr. 351,00) Berlin, den 22. Oktober 1870. Kömglich Preußisches Haupt - Bank - Direktorium. von De*chend. Boese. Rotth. Galle-nkamp. Herrmann.

_...“-

Bei der Telegraphen-Station zuKrcuz wird vom 1. November 01- ab der volle Tagesdienst wieder eingeführt. Stettin“, “den 24. Oktober 1870, Tclegraphcn-Dirxktion.

Nichtamtliches.

' Prcnszeu. Berlin, 26. Oktober. Sr. Majestät dem K önige sindauch in ncuestechitwiederumviele Glückwunsch“ Adressen und Telegramme nach dem Hauptquamere zu- gesendet worden, so von "den Mitgliedern “der Kreissynode Minden, v0n der Gemeinde Steinhilvcn (Sigmaringen), VON den Kreisständen zu Dramburg, aus Soltau (Hannover), fkk'

Gemeinde Coldiy und Umgegend in Sachsen 11. . m.

Dessus gegen

ner aus Klagenfurt, vom Gaufängerbunde in Bei zig, von der *

42,75

... Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin von Baden ist- Wk? telegraphxsch gcmxldet wird, gestern Abend 6 Uhr bei Ihrer Majestät der Königtn in Homburg ein- getroffen.

_- Das Staats- Ministerium trat heute zu einer Sjßung zusammen. s

, Offizielle militärische Nachrichten.

Versailles, 25. Oktyher. General von Werder warf den 22s1en die aus 2 Dlvtsionen bestehende sogenannte Oft- Armee unter General Camhxtcls, welche sich bei Rioz und Etuz stellte , in hißiYm Gefechte xtber dle Oignon und aus Auxor-

esangon zurxtck. Diesseits im Gefecht: Brigade

Degenfeld, Truppen der BUZTade Prinz Wilhelm und Keller,

Und2VatailloneRegime111s r. 30. Unser Verlust 3 Offiziere,

etwa 100 Mgnn. Der cmd hatte bedeutendere Verluste, dabei

2 Stabsoffizxere, 13 O fiziere, 180 Mann Gefangene, und zyg sich in“ größter Unordnung zuruck. ' von Podbielski.

Versailles, 25. Oktober.

Die in Versailles emgegangenen Berliner Zeixungen “lassen ersehen, daß in _dem Telegramm über das Gefecht dsr Bayern vor Paris am 13. d. M. nur ein Verlust von 19 Mann statt eines solchen von 190 Mann aufgeführx ist, wie die ersten Meldungen angaben. Dxr „heute konßattrte tbatsächliche Ver- lust beträgt todt: 3 Offiztere, 57 Mann,“ verwundet: 7 Offi- ziere, 255 Mann,“ vermißt: 59 Mann.

von Podbielski.

Weiter liegt vom K r-i e g s s ck a u p l a ß fOlgendes Telegramm

r. „Kaylsruhe, 25. Oktober. Ein ExtY'ablatt der »Karls- Jheßrh Zettun-ga veroffentlicht folgendes elegramm an den ro er og:

Ep?na_l, 25. Oktober. 12111! 22. 1). haben sie reiche Ge- fechte am Otgnonfluß; bei Voray, Ems,; Cussey, 1: on und Geneuixle stattgefunden. Der Feind wurde mit star en Ver- lusten uberall geworfen." m Gefecht- waren Bataillone des ersten, dritten, merten, fun ten badischen Regiments und drei Batterien. Dioffeitiger Verlust etwa 7 Todte und 38 Ver- wundete. An Gefangenenhaben wirr 2 Stabs-, 11 Oberofsziere, und gegen 200 Mann. Die Haltung der Truppen ist vor- trefflich. Das Hauptquartter des Divisicmsstabes befindet sich heute 111 Etuz. Beyer, Genera!-Lieutenant.*k

-_- Franzöfifchersetts find vom Kriegs schauplaß folgende Nachrxchten eingegangen:

Em Schreiben des (Hrnexals Trochu vom 15. Oktober an die Maixcs von ,Pgrts, m denen er ihnen den Mobilis- rungsplan emcs- Thul? der scßhgften partser Nationalgarde auseinanderseßt, lautet 1m Wesentltchen:

Ich habe die Ehre, Ihnen die Grundlage bekannt zu machen, auf Welcher ich im Einverständnis; mit dem kommandirendcn General der seßhäften National arde die Organisation ihrer mobilifirungsfähigen Bataillone durchzu?übren gedenke. Diese Mobilkfirung stößt auf be- trächtliche Schwierigkeiten und deshalb auf Verzögerungen, wchhe das Publikum in seiner erregten patriotischen Stimmung nur mangelhaft vferftebt. Als ich dieVeUheidigung von Paris übernahm, hatteicb mit emer von der jcßigen sehr verschiedenen Stimmung zu rechnen, Man behauptete damals, eine Stadt wie Paris könne, ac nicht vcrtheidigt m_erden. Es schien fast unglaublich, daß die untcrseßr verschiedenen Um- ßanden errichtcte Enceinte und die Forts in denStand geseßt werden kßnnten- ohne Unterstüßung eines von außen her operirenden Heeres emem siegreichen Feinde zu widerstehen. Noch viel weniger gab man zu, daß die Einwohner fich zu Opfern al1er Art verstehen würden, w1e ße jede Belagerung“ von irgend Welcher Dauer auferlegt. eßt, Wo duese große Probe gemacht ist, wo die Ringmauer einen rad pn Vollendung erhalten hat, der fie unangreifbar (?) macht, indem dte Außenwerke in großer Entfernung smd,“ jekt, wo die Einwohner hren PatriotiSmus fundgcgcbxm und die kleine Zahlderjenigen stumm emacht hat, deren ßrafbare Abficbten den Plänen des Feindes dien- en; ]eßt, Wo der Feind sich begnügt bat, die Stadpmit seinen Coffer) zu umring-en, ohne einen Angriff zu wagen, 1th ist die sentliche Stimmung umaeschlagc11 und hegt nur dxn einen WUnsck), _ unsererseits Massen von Soldaten _ über dre Ring- - guer h_maus zu werfen und die preußische ermec anzugrerfen. le Regterung kann diesen EnlhufiaSmus nur ermuthigcn, aber dem bekbi'fkhlshaber kommt es zu, ihn zu leiten, Weil mit seinem Recht

Vl)

. kybcschränkte Verantwortlichkeitcn für ihn verknüpft find. In dieser

'"fillxt muß man sich lediglich von den allgemeinen Regeln der _" kikgfuhrung und den speziellen Erfahrungen leiten lassen, welche uns je schmnzltchen Ereigniffe, die der Rhein-Armcc verderblra) gxwor- “1 slpk- gegeben haben. Sie ergeben, daß keine Infanterie, nne fest 'ucl) unmer, mit Sicherheit der preußischen Armee entgcgengcfiellt Zkkdxn kaxm, wofern sie nicht von einer der feindlichen gleichüehenhcn

xttllemc begleitet ist. Der Formation dieser Artillerie schenke ich zeßt "ne _ganze Aufmerksamkeit. Sodann find unsere PerkusfionSgeWehre wakhlnter den Wällen, Wo es aufscbnelles Feuernnickatanfommt, vor- “fflkch Waffen, aber ihre Träger Truppen mit schnellfcucrndcn Ge- Ehren entgcgcnzyßcllen, hieße 'sie dem Verderben ausstßen. In Be-

?ug am den Appell an den Patriotismus der Compagnien Welch ür den Dienst außerhalb besxi-mm-t find, kann die Reg-écrun ck ni _“ anéschlteßtia) an die mit Schnellfcuerwa en versehenen Zzammone wenden; daher die absolute Notbw'enxig-cit eines freundschaftlichm Waffenaustausches, so, daß die Freiwiai n füx Hm rie chnsi mit den besten Gemehren 'des Batailjons zu ver chen sind. ie Ztekrutiryng dxx Ccmpagnien wtrd d_urcb in jedem Arxondiffement ausgele te !sten geschehen. Die, Frenvilligen-„Compagnie wird so viel wie Ml? - lich 150 Mann ayf ]e es „Bataiüon enthalten, dock) kein Ba'tai - [on gezwungen, dws Kontmgent zu liefern. Ueberftei t die Zn [ 150, so Werden vorzugswejse unverheirathete Männer 1111!) unter 3 ' “aht genommen, wclche _traftig find und den Dienst Verstehen. Vier om- pagnien Werden em Feldbataiuon. bilden und unter den au0fchließ,- ltchen Befehl des .Commandeurs der aktiven Armec-Divifionen ge cllt werden,“ der Batgtyons-Chef Wird von den vier Compagnien gewkblt. ; r „010 Jrnrvtllxgxn ist eine Uniform unerläßlich. Die Kriegs;

atatllone der Nat1onalgard_e„s1nd gleich der regelmäßigen Armee u.nd den Mobilen dem Milttargeéeß Unterworfen. *Ich schlicße hier. emige Bemerkungen an. “Als im Monat Juli die französische Armxe tm vollen Glanze tbrerStärke unter dem Geschrei: Reick) Bcrlm! Nach Berlm! durch dre Fauptßadtsmrschirte, war ich Weit entfernt, ihr Vertrauen zu thei en, und wagte, vielleicht allein untcr aUm Gencxalen dexy Kriegs-Minißer über diese lärmendeArt der Kriegserößnung , o wxe dae m chuisttion Jesejten Mittel meinx Bedenan zu außern, Der 1eßtc Walle, den ich amals einem pati er Notar uhexqab, kann bxwetsen, 1) wie peinlichen und nur n e- Hründeten, Ahnungcn meme Seele, er üllt war. Heute, Angef1ch18 des ?

?

iebers, das fich mit Rxcht der öffentlichxn Stimmun bemä ti té-

oße ich auf Sch1vixrjgkeiten ähnlicher Art, Bei demgvoußejé c't- tkauen auf die Wuderkebx des Glückes werde ich doch nicht dem Drän en der Ungeduld w'etchen, sondern bis zu Ende den Plan, den teh en worfen wbt, ohne tbn zu enthüllen, verfolgen Als Lohn für meine Anstrengungen fordexe ich nur die Fortdauer des wir bishxx gewordenen Vertrauens.

„- Es stellt slchÉeßt heraus, daß ein Bericht über einen großen_ Ausfall aus ck, welcher am 22. d. M. von Tours verbreitet wurde, nur cm* Manöver Gambetta's war, um den schlechten Eindruck zu vxrscheuchen, welchen die Nachricht von den Ynterhandlgngen, d1e„Bazmnx mit dem preußischen Haupt- quarner angekmrpft hqt, uberall gemacht hatte. Wie die „Ga.- zette de France: bestängt, war dte Depesche nur eine einfache Wiederhoylung der_ fakschen„Bokschaft, welche vor ungefähr 14 Tagm voy Marsexlle aus uber Mey verbreitet worden war. WM- R-W-MM-ZÉUa-x- «“,"- ;- :; ' _ Erne Meßer Zettung (1. (1. 15. Oktober 1870, veröffent- ltcht fylgenpe Antwort des estungs-Kommandanten von Meß auf eine Eingabe des dortigen Gemeinderathes:

Herr Maire!“ Der Meßer' Gemeinderatb hat mich mit einer Zu- schr1ft [Yeehrtx worm er sehr e.dlc und patriotische Gefühle aussprtc'ht. Ick bxetlc 111111), Ihnen für dxese Kundgebung zu danken, welche mich sucht uberrascht hat., denn mc habe ich an der tbätigen Mitwirkung der Bevölkerung von Meß mit den zur Vertheidigung unse- rer Fesiung berufenen Truppen gezweifelt. In gleicher Weise kön'nen Ste _ darauf rechnen, daß wir energixch unsere Pflicht erfitlxen werden. Alles, was in menschlicher Möglichkeit liegt, werden 11'1r ohne Zaudern thun. Aber ich bitte Sie, den Ein- wobnxrn kund zu thun, T*.aß, um dieses von Wien gewünschteResultat zu er telcn, vor allem die mige Besonnenheitnoththut, welche fest ent- scvlo enen Nuten etgkn 1“ , so wir, daß es darauf ankommt, einig zu bleiben und deshalb alles zu yrrmeidcn, was den Anschein von ?ndisziplin, Aufruhr und von nußlosm Dcklamationen hat.

ns'be'fon'dere müffen wir uns alles Politifirens enthalten, Weil die Poltttk c'men zerscßcndaninfiuß hat, Welcher die unter uns so nötbige „Harmonie nur stören könnte. Es rxistirt augenblicklich ein faktisch Gouvcrnemcnt in Frankreikh, Welches den Titel Ncgigrung “cr nationalen Vcrthcidigung angcäommen bat. Wkr muffen diese Regierung m_:crkennen und die Bcfchlüffc abwarten, welche das vom Lande zu Lvählcnde konstituircndc Parlament faffcn wird. J1111vischén müssen wir uns in de'm von Ihnen selbst aufgestellten Rufe Vercini- gen: Es le,.be Frankreich! Sie sagen mir, daß die Einwohnerschaft schmerzltch ubetrascht woxden ist, zu vcrncbmcn, daß u:“;scrc Hülfs- quellen an Lebensmitteln sehr beschränkt sind. Man konnte aber doch leicht ermcffem dmß- nacbdcm cine Civil- und Militär-Bcvöikcrung von mehr als 230000 Seelen während zweier Monate ihren ge- sammten Ledcnsunterbalt aus einem Pw:; wie Meß bezogen hat, jekt nur noch schwache Hülfsqueücn 11er sein können. Ucb1igcns habe “:ck niemals ein Gchcinmiß aus dicser Lage gemacht, die Rexuzirung der Nationen für dichtmec, dir für dicStaTt scl'ost getroffcncn einschrän- kenden Maßregeln, die Anordnungcn, um fich dcr Bäckereien zu ver- sichern und meine Unterhaltungen hierüber mit Ihnen Herr Maire und mit verschiedenen Einwohnern der Stakt, 501111 in [) nlänglicher Weise die allmähliche Erscköpsung unserer Voxrqätl)» 0118c11ensmittcln dargelhan. Uebrigens Würde es uunöthig sein, nch in Beschaldiaungen wegen der Vergangenheit zu ergehen und den Einen oder den Andern dafür verantwortlich machen zu wollen. Fassen wir viclnnhr muthig die Lage, wie fie einmal ift, ins Auge und, wie Sxe schr verständiger Weise sagen, nehmen wir mit Energie ihre Konsequcnzxn auf und mit dem festcn Entschluß, fie _noöl) so 0111 als 111511011) zu unseren Gunsten auSzubcutcn (W011 111'01' 10 11101110111' 1131110“ 150551010). Dcr Divifions-Gcneral und ]. Kommankam der Festung Meß.

F. Coffiniéces.

_- Aus Douai berichtet man Unter dem 24. d. M.: pri-

schen der gefangenen Garnison Smnons und der feindltchen

535"