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Offiziere, was fie Neues wüßten. Man erzählte ihm _den Fakl von Metz. Er “bezweifelte jedoch die “Rickytigkeit der Mitthxi'lzmg und scyte ausführlich auseinander, wie man in Paris Über die jüngfien Vorfälle dss Krisch ganz anders berichtet sei. Durch Proixlamatxonen dcr chtcrung, erzählte er, wisse man nicht nur, daß Vazaitxe sich bis zum lcßten Mann .vcrtheidégcn WU'dé', sondern mxch, daß Garibaldi mit cimm Heere von 100,000 Mann im Arzuge sci, währsnd sich an dcr Loire eine Armee gesammelt und bcreits „von dort den Vormarsch gegen die denkschen Tkupp-xn auf der Südssite bcgozmen Habe. chse Mi'xthcilungx'n, an sich kaum der Rede werft», verdicm'n Beachxung, wcil sie auf die Zuséände von Pczris cin heiLcs Lickst werfen. DMU wäbrcnd man bisher .gLancn dmfkc', daß das augenblickliä; bcstshcnde Gouverncment sich der erfundcncn S-icgkstmchricvtcn nur bcdicne, 17:11 die Massen dex Stadt im Zaume zu haltcn, bleibt mmmcbr ksin Zweifel„ daß auch die Truppcn in den Forts .und selbst die höherxn Offiziere Über die. erhältniffe auf de'm KringschaUplcxß abstchtitch im Unklaren W[ÜffLU wcrden. . _ „ Herr «dhix'rs ist crsckzöpst uni? vcrstnmnt von Parxs zurmk- gekehrt. In den GespräMn, dte xc nut zpchrcren Herren der beiden hicr MMscudcn Hauptquarttcre, gefuhrt hat, giebt er zu erkcnncn, daß scén Vertrauen auf eine glitcklßcbe Durchführung der von ihm Überxxmnmencn Vemnittlerrolle bcrrits gesckannden isj. Thexls hat dies darin seinen Grund, ?daßder französisch“? Staats- mcmn bei Zelmer Anrvcfctxhc'it in arts sich von dcr'Vcrblcn- dung überzeugen mußte, welcbe dte vorherrschenden extremen
Partcim noch immer dcn Kriegseifer schüren .läßt, theils ('r-'
giebt sich die Thatsache aus scincr eigenen Stellung .zur Saclxe, da er der Meinung :| , daß eine Tcrritc-rialabxrctuxxg , durch welche die alte Schuld Frankreiäzs gegen Dcutjchland getilgt würde , auch unter den gegenwärtigen Umständen nicht m Frage kommen dürfe. Da Herr Thicrs Übrigens die kurze Beit von kaum 24 Stunden, die er _in Paris zubrachte, unter andkrcm dazu bsnußt hat, emt'n Theil seines Privatkigcnthums in Sich€rheit zu brm en'sund mit sich fort nführen , so scheint es, als ob er wenig,ens nicht in dem rrthum desjeni cn Theils seiner Landsleute befangen ist , dcr noch immer an en fiegreichen Widerstand der Hauptstadt glaubt.
Der innere Zérfakl dcr frauzößischen Parteien„ der die Lösung des KanPfes noch beschleunigen würde“, ist durch die neuesten Ercignisje jedenfalls eingclciket. Nachdem man hier durch einzelne Kundschafter schon am 3. November von de'm neuen Tumult vor dem. Stadthause in Paris wußte, hat eine heute eingetroffene Depesche d'ße offizielle Bestätigung gebracht. Ob sich dcr Aufßand seitdem wiederholt hat, ob cm seit wenigen Standen in Versailles verbreitetes Gerücht, nao!) welchem bei einem abcrmali-gcn Zusammenlauf der Masscn Trc-chu und Jules Favre wirklich gestürzt seien, [*.-cgründet istz läßt sich von hier aus nicht Übersehen. In den Kreisen der franzöjixckyen Bevölkerung, die dem Sicg der radikalen Partei fast ausnahmslos mit Schrecken entgegM'ieht, ist Wan der Ansicht, daß die Volksführer von Paris einige Männer von sozialistischer Gesinnung , an ihrer Spißé Felix Pyat, in Bereitschaft hielten , um das »(Iomjcéz (18 13. (10101156 nabjoxmwa“ durch sie zu erseßkn. Daß die in- nere Vcwegung Frankreichs mehrfach zu einer sozialistischen Tendenz bindrängt, erweisen die Vorgänge in MarseiUe, wo die äußerste Linke der Republikaner bereits einen Preis auf Gam- betta's Kopf gesetzt hat, und in Lyon , wo nach Aufhebung der mit kommunistißchen Umtrieb'cn vorgehenden »8001515 jubczr- 1131310118164 durch den Präfekten die republikanischen Klubs troßdcm ihre Thätigkeit unter anderem Namen fortsetzen.
Die Bewegungen in Paris können UUMÖKÜÉ) ohne Ein- fluß auf die unlitc'irischen Maßregeln bleiben. Selbst nach der Wiedorhcrstcllung seines Gouvsrncments wird die Autorität Trochu's erschüttert sein. Um sie zu befestigen, gäbe es für ihn mar Ein Mittel, das des kriegerisschen Erfolges. Daß er noch einmal versuchen wixd, dicsen zu erlangen, hat aUe Wahr- schcin=lichkett für sich. Ucbcrléiuft'r, die 111 den («ten Tagen cm- gebracht sind , und Bewohner „von Paris, welcbe freiwillig“ die Stadt verließen„ sagen Wit Emstimm-igkeit aus, daß sich die Vesaßung auf emen Auézfall in großartigcm Maßstabe vorbr- rcite. Da mehrfach Konzentratwnm außerhalb der Forts bemerkt wurdcn - gestern besonders in der Nähe der bayeri- schen Stellungen -- so erwartete man in diesen. Tagen, daß ein Angriff stattfinden werde. MH stcher ist vorläufig nur zu berichten, _daß die Kanonade sert dem 1. November mit. erneuter Lebhaftigkeit betricbcn wird , 'was theils m'it den Vorgängen in Paris zusammenhängen, theils in dcr Exnseßung eines neuen Gouverneurs auf dem Mont Valérien semen Grund haben mag.
Sqarbrücken , 9. November. W.T.'V„) Nachrichten aus Versatiles melden,daßGeneral1v. order, preußischer Militär- Bevoklmächttgter in St. Petersburg, im Königkichen Haupt-
quaxtéer eingetroffen ist*und«daselbst.einigeZeitrverweilcn Wird, - 'Der ?Erzbischof Ledochows1y lst von Postn “kn ch, saikles eingetroffen. , - -
Dcr Großherzog“ von Meckle'nbura-Schwsri-n “stattete, aus In Fcrriére kmnmcnd, Sr. Majcsxä't "“dem Könige-einen Vcsuch ab.
Einige Beamte der
höhere früheren Regierung in
Versailles Md wcgcn gch-cimc'r K011'111mmkat10n mit Paris"
1100 wegen Widersc-Hlichksit gcgen Ax*:ordn11„ngen der deutschen Vérwalttmg vkxhaftct worden. Der bei Verdun in die Hände unserer Truppan gefallene Luftballon hatte n1chre:*c Engländer zu IUsasscn, Wclche a:»,gcklich lediglich aws Paris c111flie1é-c'n onten. Der bei “ihnen vorgefundcne Briefbcntel ist dem großen Gcncralstak) zur Durchsicht zugefrxtjat.
Versailles, 9. Novcmbcr.(W.T.V.) Mitdenhicrin tmsere Hände gefallenen Z Ballons sind 7 Personen gefangen genommen, Welche zur kriegsrcchtliMn Almrthcilxmg in pxeußtsche Festungen gebracht wurden. Die ihnen al-ganmnknen Papiere kompro. mittiro-n Diplomaten und andere Personen“, dencn man mit Rücksicht auf ihre Sfclltmg und ihr Ehrgcfüyl den Verkehr von Paris aus gestattet hatte.
- Das Gefecht der 9. Jnfantcric-Brigade hat „'t! dem süd. ößlichen Theile der Champagne, im Departement der Haute- Marne, und zwar zwischen Bologne und Chaumonkbstatt- gefunden. Beide Orte liegen, von einander etwa „1H-Meile-n entfernt, an der Marne, auf deren beiden Ufern-n-i'cht unbe- deuten'de-Höhen an den Fluß herantreten, die namentlich-auf dem linken “denselben scharf kotovirm und von diesem sich erst mehr entfernen, nashdem bei.Chaumont..die Suize («uch Saize) von Weßen der Marne zugefloffen ist.
Die 9. Jusantcrie-Vrigade hatte am 7. Bologne erreicht und stieß 'in ihrem weiteren Vormarsch bei Brcthcnay auf fran- zösische Mobilgar-de-n. Diese wurden längs der Marne, süd. wärts bis nach Chaumont zurückgedrängt, bei welchem Kampfe sie 70 Todte und 40 Verwundete in unserer Hand zurückließen.
'Der „Schauplaßk des Gefeébtes ist an und "für fich der "beste Beweis fÜr das rastlose Vorrücken der 11. Armee. Es ist an* zunehmen, “daß das Gef..“cht'bei Brcthcnay nur ein Avant arden- g'cfeéht gewesen ist; wenn «1110 die Vortruppen des 111. - Unce- Cor'ps bereits die Hauptstadt des Departements HaUtcé'Marne (Chaumont) erreicht haben, so läßt sich annehmen, daß auch vom Gros der Armee die Linie Tr- ycs-“Epinal bereits "über- schritten sein wird. Die wesentxiche Bedeutung des Gefechtcs abcr „lic t darin, daß durch den fast vollendeten Vormarsch bis an du rcnze der Franche-Comté) die Verbindung dcr11.Armee mit dem Cprps des Generals von Werder cincr- , mit der Reserve-Divrston des Generals von Schmeling andererseits als völlig gcfichert erscheinen muß.
“"cht-v- Weiter l-iegt vom Kriegsschauplah folgende Nach- rt or:
K*axlsruhe, 8. November. (Karlsr. .) Die “Verbin- k'zu-n'gzmu-dem 14. Armec-Corps geht wTedcr eit dem 5. d. M. uber Ep-i-nal auf .Vesoul mi-t regelmäßigcr Post. Das Haupt- quartier dex Großherzoglichen Division war am genannten Tage noch m Dijon.
' _,Frqnzösischerseits sind vom Kriegsschauplaß fol- gende Nachr1chten eingegangen: _ ' Aus Toar/s, 8. November, wird folgende Depssche ver-
öffentlicht: _
Militärische Dcpesche. Loirc-Armc'e. Am 7. hat eine feindliche Kolonne, in S„tärke von 2 Batc-i'lxomn, 1500 Reitern und 10 Kano- nen die franzönscben Poücn in Poißly und VUUkzre angegriffen. Der KaWpf dauerke von 11Ul)r Vor- bis 3“; Uhr Naehmittags. Die PreUß'm ryurden von den *ranzoscn- welche Verstärktmgen erhalten baäen, zuruckgexrorfen und icßen 52 Todte und Verwandexe auf dem Play. «Gefangene wurden von der französischen Kavallerie cin-
gebracht.
Bern, 9. November. (W. T. B. Eine McldUng dcs schweizer Truppenkommandanten aus Vruntrut von heute berichtet den Einzug „der Preußcn i;? Montbézliard. - Der vBund-r meldet, Garckmldi habe sich mit den Francs-tircurs
überworfen.
H a m b u r. g., 9.Novex11bcx. (W. T. V.) Eine der »Börsenbalkee zugegange'ne amtliche Mtttbetlung aus Cuxhafen Abends 6Uhr meldet„ daß zuverlässiger Nachricht zufolge die französische Flotte, 30 Schtffe =sicktrk, in die Nordsee gegangen “ist. Die E1bsch1ffabk§ hört? 'auf,s al_1e Seezeichen find entfernt, die Lootsen gehen nicht me r au . “ . -
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- Der Reichstag de-SNorddeutschenBundeswird, der ,Prov.-Korr.e zufolgk, vermuthlich gegen den 20. d. M. einberufen werdm, um emcrfeits über die Beschaffung der Mittel zu? weiteren Kytegführuyg , andererseits über den durch die Vcrbandlyngen m- Versuch vorbereiteten Eintritt*süddeutschcr Staaten 111 den Band Beschluß zu fassen.
Die.. genaueren Vestixnn-mwgen Über die Reichstagssesfion können nur Micr Vcrückyichtigung der nächsten Aufgaben auf dem Kräög8fchaupla§e gctroffsn Wkkdln.
-- Dcr Gc'meml-LandsWfts-Dchktor von Nabe, Mitglied des Landcs-Osxkononne-Cyacgiums, ist am 4. d.M. aquesnian (Marienwerder) verstorben.
QLaZDeck. „ Arolsen, 8. November. Die von dem Landtage dcr Fursteythümer Waldeck und Pyrmont in der ordentlxclycn Stßung am 3. Novcmbxr, mit Stimmen- mehrheit beschloffenc Adrcße an Se. Majestät den König von Preußen lautet: -
»AUcrduxchlauMigftcr, großmächtigüer König! . NUcrgnädigster König] Md Horx!
Die g:,“oßen Ex'foége der deuxschcn Waff-m in dem jsßigen heiligen Kkiege stimmen zum Dank gegpn di-«x Vorsehung, Ml-(He woute, daß die auf die Ecxéicdrixung und das Verderben DcuisM-xmds gerichteten Aystchten dcs Ecbfeindcs zu nächte wMM sollten. Des einigen Deutschlands heldenmüxhi ks Hskr hat diesen Fsind innervaiö Weniger Monate niedergeworfen; (,w. Königlickxen Majsstät War es VOWLQU- ien, das geeinigtc dcutsäge Heer von Sieg zu Siegen zu fühlen., Das Vaterland PkU-ft Gottes Rathscblnß, der die: Füfrung- der heiligen Smhv in die sichere Hand Ew. Majestät l-xgts. [uch das Bundes- land, dem wir angehören; füßlt sich gehoben, daß seine Söhne an der Seite ihrer deuéschcn Bxüdck an diesem Kämpfen und Sisgm Theil- nehmen konnten. Schwere Opfer WWW zu bringen; auch unser Land hat seinen Theik getragen, um der g:.xten und großen Sache willen mit Freudigkeit gctra gn. Aélc haben ihren Theil an den Opfern. Diese- smd nicht um?]onft gebracht; die ErnZ-artsmgm Deuisckzkands Werden nach den qnädiaüen Lidschtcn Ew. Majestät in Er- füUung gevcn, will's Gott! durch e'men naHen und dauernden
rieden. F Bei diesen ehrfnxoxyksvollkn W*ortcn f:]hlcn wir uns in Uxberein- ßi-mmung mit unsorm vcrrßrth Fükftm Und Landesherrn, und wir vcrtrauen, Daß EW. Majcftät sic in gewohmcr Huld unB Grande auf- nehmen werden.
In tiefster Ehrfurcht erstcrben unterthänigft .
die Stände 'der Fürstenthümcs: Waldeck und Pyxznont. Der Präfident Der Vize-Prändent Gleiöncr. L. Waldeck.
Sckzwarzburg. Rudolstadt, 7. Noyember. Der auf Grund Landeßherrlichcr Anordnung (1. (1. Sannms , den 21. Oktober 1870 einberufene außerordentliche Landtag des Fürstenthums ist heut eköffnct worden. Dem LandFagc sind- folgende Vorlagen zugsganacn: 1) Drei Gcseßentwurfe, betreffend das am 1. Januar 1871 bxvorstchende Inmettreten des Strafgesexzbuches für dcnNorddeutWenVuyd, 2)em Staats- vertrag, betreffend den Bau der Saalthgl-EtscnbUhn, 3) der Entwurf einer neuen Geschäftsordnung fux dennLandtag, 4) der Entwurf eines Geschs , betreffend, dre Abanderung der grundgcscßlichén Bestimmungsn über dle Wahl der Landtags-
_ Abgeordneten, 5) der Entwurf eines neuen Wahlgcscßes für den
Landtag. , . Württemberg. Stuttgart, 7. November., Dte Ver- trauensmänncr der deutschen Partei haben gestern emen Wahl-
aufruf beschloffen, m dem es u. A. heißt: . * „ »Das Ergebniß dcr Verhandlunxxen, die 1m H:;upquartxxr zu
Versailles gepflogenworden, wird unsernStändcn Jux Gsnchmtgung
vorgelegt Werden. ZU diescr Zußimmung i:? in bexdcn Kammern
eine Zweidritt.lmcl)xheit erforderlick). Es sprixxgt in die Augen, vsn
ive1cvcr Wiäztégke'tt un“er diesen Umstänöen die Wahlm find. Bist Du für den Anschluß an den Norddeutscher: Bund?_ B_sst Du- Hafur, daß uns der Krieg mik scincn kostbaren Opfern dre Einhftt bringt? Das «ist die erste und Hauptfraqc, die das Volk an die Bewerber um- das legeordnetenmandat zu ßsllen hat.
WW die langen inedensxabre nieht vermo-tbtimZ unscr Volk zztm Staat zu bilden, das vollßringt jn-wenig Wochen dicserzxroßc Krieg. Jndcm. er uns AUM» gleiehe Pflxckzt nnd glexche Ehre brmgt, ruft er den cinzclncn Stämmen zu, altcn Hadsr 'ruyen,zxx lassen und nicht länger um besondere Vorzüge odcr Voctdexle mttmmnder zu K_rektcn. Wir wollen nichts srin, als was die Andercn smd, ein (lep des einen chIsckk-en VUnchstaates, mit denselben Roschten und Pflxchten wic Allo. Vieltausendstimmig ruft uns das Heutxche H„eer aus Waisch- land zu; Lasset nicht von einander, derwexl ww fm: Euch" bluten! Wxéblm! antworten wir den ruhmv-)[1cn Thatcn unsc_rer Sohne mit dex W.;vl von Abgeordneten, die den- Willen haben, tm ineden zu-
fichcr:_1, jvas..die- Waffen erftkittsen.“ , Bayern. München, 8. November. Der meCOtto hat sieh geftern» nach-Hohenseßwangazu zu Sr-Maystat; dem
KöniJ-bsgeben; wird aber bereiis heute wieder hierher zu-rücxkéerU: dann aläbald-x nachxdemKriegsxchaupM-ß resp. zunäebst-m
und»- das :H'a,uptq-x»1artier--in-Ver1ailles--abxcisen. » Unter“ preußischsr ELkorte, bestehend aus-x1 Hauptmann, 1 Ober-qutenant,“
1 Unter-Lieutenant und 100 Mann, werden heute 2000 fran“ zösischc Kriegsgefangene hler anlangknx - 9. November. (W.T. V.) Die als Eskortefranzöfischer Kriegsgefangener hier anwesende 5. Compagnxe des 19. Latzd- wehr-Regiments unter Kommando des waxtenant Kelm wyrde heute zur *csttafel in die Königliche Réftoenz gezogen, bci wclchcr Flügcl-5 djutantvon Sauer den König vertxat. Dem “?ftmahle wohnten ferner noch bei ein Gcncral-Adjutayx dcs ömas, dcr Sxadt-Kommandant und Dcputationen von Offtz(1*xcn Und “Unteroffizieren. Der Sänacrcbor dcs Hoftheakcrs uno cm_e Musikx-„Pc-[le besorgten die Tafslmusik. Heute Abend besnchsn die" pxeußtschen Syldatcn das Hoftheater, wo ihnen zu Ehren auf V="fkhl des Königs »Colberg« von P. Hsy7c gegeben wird. -- Morgen vcranstalket der Magißrat ein Festbankett in der Wcstcndballe. , Dic Preußen wurden seitens der Bürgerschaft auf das Herzlxchfte aufgenommen.
Oéestexreich-Ungarn. Wixen, 9. Nowotnber. -Dem Abgeordnetenhause sind gestern VOkgklkgt worden: eizr Goßexzentwurf, betreffend die Bcnußung des zur Bethel- ltgrmg des StaJtsWaßcs an dem dritten Theile der Kosicn der projektirtcn Don-au-Regulirung bewilligten Krcdxts' zur Erbauung einer Brücke Über den Donau- Durchstuh in der Rxchtung der Taborstraßk; ein Gesek- entwurf- betreffend die Bedingungen und Zugcftändniffe für di:: Untsrnehmung dsr Lokomotw- Exscnbahn von Lemberg an die galizisch-ungarißchc Landesgrenze am Besktd zur Verbin-„ dung mit dem ungarischen Eiscnbahxmeßc, dann von Strynach Stanisiaux ferner ein Gcscßxntwurf, betreffend die Ergänzung der Kronprinz-Rudolfs-Bahn durch die Eiscnbahnérccke 251111111)- Tarvis; ferner die Freundschafts-, Handeisß und Schiffahrts- v-crträgc mit den ostasiatischen Rsichcn: Sxam, China und JUPÜU,“ endlich der Handels- und Sch'xffahrtsvcrtrag mit Spanien.
-- Graf richterstatter der
Anton Auersperg ist einftimmig zum Be- Adrcß -Kommi?si0n des Herrcnhaußes ewählt. Die Kommission hielt heute eine vierstündtge ißtmg, in wcxchcr sämmtl'xäze Minister anwesend waren. Von derfclbsn ergriffen Potocki, Strsmaycr, TDa- bußckmigg und Taaffe wiederholt das „Wort , um die Polxtik dcr Negicrmxg gegen_ die Axmrtffe zu Vertheidi- gexx, wclclxs Lichtenfcls, Graf Hartig, Fürst Carlos Auers- Pcrg, UWcr und Schnwrling gcgkn picselbe vorbraxytcn. Na- mentiich wurde die Eri'lärxmg Potoéft's, daß er mehr an den den Grundlagen der Verfaffung rüttle, bcfämpst, und der Re- gierung der Vorwurf gemacht, daß sie in Böymcn und theil- weésc auch in Galizien eme Art von Anarchie herbeige- führt habe.
S-Exweiz. Bern, 7. November. Ans _Be[1_inzor1.1 ist heute eine Depssche der eidgenössischen Kommiffarlex. emgetroffen, welche dcmVundesmthe meldet, daß ihr Versuch, noch vor dem 13. November, auf welchen Tag bekanntlich die Neuwahl der GroßratHZmitgliedcr für das Untcr-Ccnere anberaumt ist“, eine Versöhimxxg der Parteien zu erzielen, gescheitert sci. DicJÜhrer dcr Großrathsmehrheit hätten erklärt, daß sie ohne bestimmten Auftrag ihrer Partei Unter keinen Umßändcn an der von der Kommission vorgeschlagenen Konferenz von Notabcln des Ober- und Untcr-Cenere Theil nehmen könnten; dagegen würden sie, wenn dsr Große Rath zusammengetrstcn, sich zu jedem billigen Entgegenkommen bereit zeigen. Demnach bleibt das Resultat der Großrathswahxen (111113. Novembep abzunnxrtcn. Enthält fick)- Untcr-Cencre dcr Theilnahme, wie dre [('th in Lugano ab- gehaltene V;)lfsvcrsammlung bcécbloffejz, so jst die L Irclßung vom Canton Tessin thatsäckxlrch ausgefuhrt. "
B:31gjen. Brüssel, 9. November. (W. T. V.) In der hcutigsn Sitzung der chräscntantcnkmnmcr wurxjcn B 51.11.11 )(17. zum Yräsidentcn, de Naycr und Thlbaut zu V'tzc-Präxidcnten
ewä t. -
g E- IN parlamcytarischm KrLiscn verlautst, es wcrde-in der Kammer demnächst eine Geseyksvorlagc cix7gcbracht wcrden, durch wclche der Volksantcrricbt obligakorifck) erklärt wsrdctxsoll.
-- Der PrinzNapolcon befindet sich seit dem 7. d. M. hier.
Großbritaxnßcn und Irland. London, 8. NOchbcr. In der Amtswohmmg dcs Prexnicr-Mmistcrs hgt abermals em Kabinetstrath stattgefunden, bei wclchcm nut AuSnahme- Brights sämmtliche Mmistcr zugegen waren.
Fkankr'eick). Die »Corrkspondance Havas-Bullicr- kommt neuerdings“ fast regelmäßig „in-Tyurs an,“ die ,Corrcspondance de-Toursc vom-6. bringt Ausziage aus derselben vom 3. No- vember. Man erfährt- daraus bci-Gclegenhcit dcr-Adstimmung, daß in Paris das Klubwescn starkzugenomnren“ hat.
-- Die Gefabv deZHVü-racrkrirges -rücht,“ wö'xe diexFrance- ck äußert; “immer nä-her,'u-nd. cs,*'ist“'“h0thctt, vdaß dieéIdegicrung-
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