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, Versailles, 11. November. Jm, xMoniteur officiel du "Département de Seine et Oise- benachr1cht1gt der Präfekt des Departements, v. Vrauchitsch, das Publtkum, paß von heute ab eine offiziekle Sammlung aller deutschen offizzellen und“a,d- ministrativen Aktenstücke erscheinen werde. Dteselbe soll 111 allen Mairien angeschlagen und außerdem von allen Restau- rants, Gastwirthen und Cafetiers gehalten werdxn. Im alle, daß leßtere sich weigern, wird ihnen mit Schlteßung de Ge- schäftes gedroht.
Hessen. Da“rmstadt , 16. November. Die »Darmst. Ztg.« berichtigt heute ihre gestrige Mittheilung Über die Ver- leihung des St. Georgs-Ordens an den Prinzen Wilhelm und den Landgrafen Friedrich von Hessen dahi_n, daß den- selben _die 4. Klasse dieses höchsten russtschen Milttärverdienst-
, Ordens verliehen worden ist.
Württemberg. Stuttgart, 15. November. (St. A. f. W.) Ihre Kaiserliche Hoheit die Prinzessin Wilhelm von Baden, geborene Prinzessin Nomanoffska Herzogin von Leuchtenberg , 111 gestern Nachmittag zum Besuche der König- lichen Familie hier angekommen und im Königlichen Residenz- schloß abgestiegen. _
' Bayern. München, 15. November. (R. C.) Vor eimgen Tagen ist ein ausführliches Schreiben des Königs an den Grafen Bray nacb Versailles abgegangen.
- Der General-Adiutam, General-Lieutenant C. Graf zu Pappenheim, ist der Stelle als Kommandantder 2. Armee-Divi- fiyn aus Gesundheitsrückfichten enthoben worden. Zum General- Lteutxnant und Kommandanten der 2. Armee-(Jnfanteric-)Divi= sion 1st derGenxral-Major und bisherige Kommandant der 8. Infantertx-Brtgade I. Maillinger befördert worden. Der General-Major und Kommandant der Z. Infanteric-Brigade I.Schmnachcr ist zum Stadt-Kommandanten von Augsburg,“ der Oberst M. Graf von Leublfing vom “1. Infanterie-Regi- ment zum. funktjonirenden Brigadier und Kommandanten der 8. Jnfanterxe-Brtgade, und der Oberst J.Horadam vom 2. Ehe- vauxlegers-Regnnent zum funktionirenden Brigadier und Kom- mandanten dcr Ulanen-Vrigade ernannt worden.
Oesterreich Ungarn. Wien,]6.Novbr. (M.TB.) Das Herrenhaus begann m seiner heutigen Sißung die Adreß- debatte. In der Generaldebatte sprachen Graf Falkenbayn gegen, Hofrath Ungex xmd FürftPCarlos Auersperg für den Adreß-Ent- wurf. Der thster-Präftdent Graf Potocki erklärte, die Enttäu- schung, welche er bezüglich der Unterhandlungcn mit den Czechcn erfahren hätte, set der härteste Schlag gewesen, den er je erlttten hqbe. _Er hqhenur aus österreichischemPatriotismus ge- handelt. DW seuzerzetttge Auflösung des Reichsrath sei angesichts dex pwhendenn, außern Verhältnisse nothwendig gewesen. Der Mtytfter-Praftdeqt wies mit Entschiedenheitdcn Vorwurf zuruck„ daß er die erfaffung verleßt habe, und erklärte einen AUZglelch als unbedmgt nothwendig. Von dem Bestreben, ein'en, solcheq zu- exrcichen, werde er niemals, so lange er Mintster blextbe, abgehen. Schließlich ersuchte Graf Potocki, dte Delegationswahlen sobald als möglich vorzunehmen. Nachdem noch Unger und Lichtenfels auf diese Ausführungen geantwortet hatten, wurde die Generaldebatte geschloffcn.
- Im Abgeordnetenhause wurde der Dringlichkeits- antrag gestellt, das Abgeordüetcnhaus möge die Regierung auf- fordern,. eme sechs- bis achttägige Vertagung der Eröffnung der Delegat10n_ zu erwirken. Die Dringlichkeit des Antrags ward abgelehnt, ]edoch beschloß das Haus, von der Drucklegung des- selben, Umgang zu nehmenund ihn auf die Tagesordnung der morgigen S1Yung zu stellen.
- Die »Korrespondenz Warrensa schreibt: Die Erklärung des russtschen Kahlnets, wodurch dasselbe wichtige Bestim-' mungqn dcs Partser Vertrages aus eigener Ma-“xtvonom- menhett aufhebt, hat eme prinzipielle Tragweite außerordent- ltchster Ark. Der Wunsch der russischen Regierung bezüglich der das Schwarze Meer betreffenden Stipulationen hätte auf dem Wege" d1plomatische'r Verhandlungen mit den übrigen Vertragsmachten zu einem Resultate führen können. Der von Rußland betretene ng der Selbsthülfe aber führt zur Verleßung von Vertragsrechten und zur ttefsten Erschütterung des Rechtszustandes , auf welchem der Friede im Oriente beruht. Durch die Note des Fürsten Gortfchakoff vom 31. Oktober wurde eine sehr“ ernste Situation geschaffen, die fUr aUe Mächte, welche den Pariser Vertrag unterzeichnet haben, die 'Mahmmcy ersiehen läßt, mit Festigkeit und Entschiedenhelt _für das bedrohte öffentliche Recht einzutreten. Es haydelt stxb hier um eine die eigensten Interessen Oeßcrrerchs “beruhtende Angelegenheit. Die pariser“ Vertrags- Mächte haben alle Ursache, eine gemeinsame Abwehr eintreten
daß der russische Geschäftsträger am 15. November die Note der russischen Regierung, betreffend die Lossagung von den auf das schwarze Meer bezüglichen Stipulationen des pariser Vertrages, der Pforte übergeben habe. .
Niederlande. Haag, 16. November. (W. T. V.) Die Entlassung des Ministers der “Kolonien,. de Waal, wurdean- genommen. Der Minister der Marine, Vroex, wurde mit der interimiftischen Leitung des Kolonie-Minifteriums beauftragt.
Belgien. Brüssél, 16. November. Dér xMoniteurce veröffentlicht die zwischen Belgien und Italien am 30. Juli 118171) abgeschlossene Konvention über Gewährung der Rechts- u e.
Großbritaudxaéaxu und Irland. London, 16. November. (W. T. B.) Die *Timcs-r spricht sich bezüglich der theilweisen Aufkündigung des pariser ertrageT seitens Rußlands dahin aus, daß England eine derartige einfetttge Lösung des pariser Vertrages nicht acceptiren könne, wofern die Türkei dagegen Widerspruch erheben sollte. " _ , - „
Aus Wien vom 15. d. wud dcr »TimeW telegraph1rt, daß Graf Beust zu sofortigen diplomatischen Schritten ent- schloffen sei und ebenso wie Graf Andraffy den Abschluß einer Allianz mit England und Italien wünsche. - „Morningpofta hofft, England und Oeserreich würden auf Einhaltung des Vertrages bestehen. - „Daily Telegraph« beschränkt sich darauf, die Faffung der russischen Cirkularnote und den für die Kün- digung gewählten Zeitpunkt zu tadeln.
Frankreich. Den leßte11Nachrichten 1111-0'Paris zufolge ist nunmehr auch Flourens verhaftet worden, als er in Civil- kleidern in der Rue Menilmontant spazieren ging. Jules Ferry traf den aus »dem Ministerium ausgeschiedenen Rochefort, der seine Adresse bekanntlich geheim hält, zufälliger Weise in einem Theater, und drang in ihn, -daß er der Regierung, der natio- nalen Vertheidigung wieder beitreten möge; seine ehemaligen „Kollegen würden ihn mit offenen Axmen empfangen. Roche- fort gab den Bitten Ferrys zwar fürs erste mcht nach, aber marx bezweifelt, daß er lange bes-seiner Weigerung beharren wer c. *
Spanien. Madrid, 16. November. (W. T.. B.) Bei der feierlichen Königswahl, die heute durch die Cortes stattgefun- den, hat man mit 191 Stimmen ,für den Herzog von Aosta gegen 27 für den Herzog von Montpenster gestimmt.
» Um 772 Uhr Abends wurde die feierlrche Abstimmung. zur Königswahl geschlossen. Von den 345 Deputirten haben 311 Theil daran genommen. 2 Deputirte durch Krankheit ver- hindert, der Wahl_ beizuwohnen, haben ihre Stimmen schriftlich abgegehen. „Für dre öderativ-chublik waren 60 Stimmcn, für die Umtar-Republi 3, füv den Herzog von Montpensiér 27, für den Herzog de la Victoria 8, für den Prinzen Alfonso" 2, für die Herzogin von Montpensier 1 Stimme. 17 Wahlzettel, von welchen 12 karlistischen Deputirten gehören, waren unbe- schrieben. Die dem Wahlgeseße entsprechende Majoritc'it müßte 173 Stimmen sein, und da der erzog von Aosta 191 Stimmen und vor der Abstimmung chon 2 schriftliche erhal- ten hatte, so ist dersclbe von dem Präsidenten der Yonstituiren- den Cortes zum König Proklamirt worden. Arnllericsalven verkündigten dieses Ereigniß der Bevölkerung,„unter welchcr vollständige Ruhe heryscht. ,
Rußland und Polen. Das teeraphisch bereits er- wähnte Rundschreiben des Fürsten, or_tschakoff lautet nach der Wiener »Neuen fr. PQ- wörtlich, wxe folgt: - „ Zarskojc-Selo, 19/31. Oktober 1870.
Die mehrmck) auf einander folgenden Veränderungen , Welche die als die Grundlage des europäischen Gleichgewichtes angesehenen Trank- aktion_en in den letzten Jahren erlitten, haben das Kaiserliche Kabinct in die NothWendigkeit versetzt, die daraus für die politische Stellung Rußlands hervorgehenden Konsequmzen zu erwägen. , Unter diesen Transaktionen ist jene, welche Rußland am un- m1ttelvarsien berührt, der Vertrag vom 18./30. Märx 1856. Die Spezial-Konvention zw1schsn den beiden Schwarzen Meer- Uferftaatcn, welche einen Anhang zu diesem VcrtraFe bildet, enthält für Rußland die VerpflitDtung, seine Sce- Streitkräfte bis auf das gerinaste Maß zu beschränken. * Dagegen bot ihm dieser Vertrag das Prinzip der Neutralifirung dieses Meeres. * * . “ Nach der Meinung der untcrz1ichnenden Mächte sollte dieses Pxinzip jeBe Möglichkeit von Konflikten, sei es unter den Uferstaaten, sei es zwischen ihnen und den Seemächtem beseitigen. Es sollte die Zahl der durch einhellige Uebereinkunft Europas zum Genuss der Wohl- thaten der Neutralität berufenen Gebiete veri'nchren und solchcrgestalt Rußlapd selber vox jeder (Gefahr eines Angriffes sicherftellm. “_ Erne fünfzehnjährige Erfahrung hat dargethan, daß dieses Prin- ztp- vonwch_chem di; Sicherheit der Grenzen des russischen Reichks nach dieser R1chtung m ihrer vollen Ausdehnung abhängt, nur auf
31: lassen. _, Die »Korrespondenz Warrensa meldet ferner,
einer Theorie beruht.
_ 10111'8 8,1'1'0138).
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irkli keit, Während Rußland im Schivarzen Meerx abrustete Und ?hLsZgar c31110) eine in den Konferenz - Protokollen mrdergclxgte Erklärung loyalerweise die Möglichkeit versagte, Maßregeln zu wrrk- samer maritimer Vertheidigung ig dxn anRenzenden Meeren und „Häfen zu treffen, bewahrte die Turku das echt, unbegrenzte Sec- Streitkräfte im Archipel und den M_eeren en zuunterhalten, gm“ blieb es JWUkrFTO unds England 'föetgeste t, thre Geschwader nn
' i en * eere zu ammenzuzte en. . _
MUFMYdsiés ist; nach“ dem Wortlaute d_es Vertrxtges, dte Cmfahrt ins Schwarze Meer förmlich und für ,nmnerryahrende Ze1ten der Kriegsfiaggé, sei es der Uferstaät-xn, sei es trgend cmer anderen Macht, untersazt; allein kraft dcs s?.xgenannten Mcxrenzen' Vertxages 1st_ dxe Durchfährt durch diese Mcercngen nur in Frtgdxnszeiten fur dxe K_rxegs- schiffe gesperrt. Aus diesem Widerspruche crgtebt fick,)- daß, dte Kußen des russischen Reiches allen Angriffen, selbst von Seite mmder 111011)- tiger Staaten, von dem Augenblicke an preisgegeben fin,d„ wo dxese über Seestreitkräfte Verfügen, Yenen Rußland" mchts als etmge Scbtffe yon geringem Umfange gegenuberfzustsellext hgtte. .
Der Vertrag vom 18./30, Marz tst ubrtgens mchtden Awaij- gen (äérogationZ) entgangen, wovon die Mehrzahl der europatschen Transaktionen betroffen worden ist, _und angefichts deren eZ; schwer 1väre,zu behaupten, daß das auf'dte Achtung „der “Vertrage, als Grundlage des öffentlichen Rechtes und Regel fur,dte Beziehungen zwischenken Staaten begründete geschriebene Recht dieselbe moraltfche «Xankxion bewahrk habe, die es zu anderxn Zeiten gshabt haben mag. *“ Man hax gcschen, wie die' Fürstenthumer Myldau Ymd Walqchci, deren Geschick durch den Friedensvertrag und "dre fi_ch 10171 anrethen- dcn Protdkolle 111111 der Bürgschaft dcr Großmachte, sestgefeßt worden, eine Reihe von Umwälzungen vollbracht hahen, dre ebenso'sehr dem (Geiste, rbie dem Buchstaben dieser Transak-twnen zjuwiderltefen und sie zuerst zur Union und dann 3110 Berufung emes auswärtigen Fürsten geführt haben. Diese Tbatsczchen haben fich vollzogen mit Einwilligung Der Pforte, mit Zusnmmung der (onßmächje, oder wenigstens obne dax“. diese für notthdt-g, erachtet haxten , threr ab- weichenden Mein1111g Achtung zu verschaffen ((10 13110 kSZpSGt-SL'
r B*rtreter Rußlands War deé Eiyzige, „Welcher seine Stimme erhokéeum Zie Kabinetts daraqs ausmerktaxn zu machen, daß ste fich durch diese Duldsmxxk?“ in W1derspruch m1t den klaren Bcsnmmun-
tra es" e en. ' „ _ gen FUZZI Wegnn sdißese einer der christlichen Natiynalttatxn des Ortetzts gewährten Konzesfioncn aus einem allgeznemen "Emperftandmffe Zwischen den Kahinettetxz kund dcrd§11fÉYtek _m YeanJsYetrx EZinZZsf " ' '*' Bvlerunen er uretan er: e . ammtliche chrmltch'e c das KaZserliche Kabinet hätte dem nur semcn
an en wären . . FZZMgezgoUeY können., Sie waren jedoch exklustver Art.
" ierli e Kabinet mußte also be1roffen sein, zu sehkn, daß kauchYan? s Jaén nach seinem Ahschlusse der" Vertrag vom 18 /30 März 1856 angesichts der zu Parts m'Konferetzz'versammelten 11111: 111 ihrer Gesammtbeit die hohe Kollektw-Autßrttät, auf welch_er der Friede des Orients ruhte, darstellender) Großmachte ungestraft 111 einer seiner wesentlichsten Bestimmungm ubertrctenjwerden konnte.
*Diese Verleßung war nicht die einzige, „Zu Wtchrholtcn Malen und unter verschiedenen Vorwändezt ist dtLEmfahrt 111 die Meeren en fremden Kriegssthiffen und jene m das Ochrvarze Meer ganzen. e- schwadem geöffnet worden, deren Antvcsenheit eine Verlegung des diesen Gewässern beigemessenen Charakters unbedingter Neutralität bildete. '
“' a e als solchergestaFt dl? vox) dem Vertxage darge- boteü'e? FYeJäßöer und namentltch dt;: B11rgschaften emer wirk- samen Neutralität des Schwarzen Mec1es an Werth verloren, ver- mehrte die Einführung der zur Zeit der AbschließuY des BMW xs von 1856 unbekannten und nicht „vorhergfeschenep anzersch1ffe ux Rußland die Gefahren eines ctwaxgxn Krteges, mdem dadurch dte Zhnehin schon offenkundige Uxägleichhftetx Hetr 1be'trZffenDen Seestreitkräfte -' nden Ver ältni en ge erger vur e. . „
m stYeibeZFsteéc Lage de? Dinge mußte sich Se. Ma,]cstat'der Kaiser die Frage vorlegen, welches die Rechte'und welches dle Pfttcbten sind, die für Rußland aus diesen Modifi_katwnen der allgemetxten Lage und aus diesen AbWeichungen äérogarwns) von den Verpfltchtungxn sich er eben denen es unausge etzt gewissenhaft treu geblieben ist, tvtewohl sieg im ,Geiste des Mißtrauens gegen Rußland abgefaßt worden waxen
Nach einer reiflichen Prüfung dieser Frage gelanth Se. quser. liche Majestät zu folgenden Schlußfolgeru_ngen, welcheSte angewusen wcrden, zur Kenntniß der Regierung, bet welcher Sie beglaubigt sind, zu brin en. ' ' t ulaffen daß Vcr-
ter err vermag (10 31110 mch zuz _ , trä eUnTeire YaZFhrere? ihrer wesentl_ichen und allgememen Klguseln ("tbegrsc'hritten worden sind, iZ denjemgsy 151331le erxeslshneexie dtrekten ' ' s der ren ver m,1 _ . _ IUtexSeseséntheilsYéiZien§1c1jestät hl,'an,n (10 100120 mcht zugeben, daß dre
' ' tion ab än e die der Probe der Sicherheit Rußlands von “111111301 diese Shiche1hjeit durch die Achtung
' den at .. JsiäsZleésteijiTeerxsjthgx-n ZzeÉpflichtungen gefahrdet werde, die in ihrer
nte rität nicht beobachtet worden sind. „ J Jm Vertrauen auf das B
ertra . . YS dixxse Mächte von threr etgenen
KaisTkéazéxYekleYÖrUM Majestät an dié Verpflichtungen des Ver-
" ' ' “ ' äne- . 0. Mar 1850 xns1-1vxtt dicsclben seine SoUVer TZngrLeschF t1:111ZS/Zwarzc11zMeere, emschmnken, sich nicht, langer mehr
'Majestät keinen anderen Wunsch, als den des F
der Kriegsschxffe, Welche die beiden Ufermächte im Schwarzen „Meere z:: bcfißeu sich vorbehalten, -feftße[lt; _ _ „daß Allerhöchstdicselbe den Mächten, welche den allgemeinen Ver- trag, dessen integrirenden Beßandtheil diese Konvention bilx-et, unter- zeiißchnietbtund gewährleistet haben, davon in loyaler Wexse Kennt- n g e ; , ,daß Allerhöchstdieselbe in dieser Beziehung Sr; Majestät dem Sultan den Voügenuß seiner Rechte wieder zurückgtebt und ebenso diesen Vollgenuß für fich selber wieder zurücknimmt.- , „ Indem Sie fich dieser Pflicht entledigen, Werden Ste'ftg, den- Nacim'eis. Sorge tragen, daß unser erhabener Gebietcr nux dre Oxcher- heit und Würde seines Reiches im Auge hat. Se. Kaiserljche Majestäk trägt fich keineswegs mit dem Gedanken, die orientaliscveangx anzu- regen. Auf diesem Punkte, wie überall,sonft- hegt Se. Katserltche ortveftandes ynd der Befeftigung dcs Frixdens. Allerhöchftdieselbe verharrt vollständig in der Zußimmung zu den allgemeinen Prinzipien des Vertrages von 1856, Welche die Stellung der Türkei im europäischen Concerte [est- gestellt haben. Se. Kaiserliche Majestät ist bereit, fich mrt dext Macb- ten, Welche diese TranSaftion unterzeichnet haben, zu verständzgen, sei es, um deren aügemeine Stipulationen neu zu bestätigen, set es„ rxm fie zu erneuern, sei es endlich, um an dsren Stelle ]edes andexe btkltge' Abkommen (UWWISWSUT) zu seßcnkdas geeignet ersch1ene, dte Ruhe des Orients und das europäische Gletchgewicht zu sicbexn, „ Se.Kaiserliche Majeßät ist überzeugt, daß dteser ?rtede und dieses Gleichgewicht cine Bürgschaft mehr erhalten, wenn ck auf gerechter und feßerer Grundlage ruhen, als auf derjenxgen, Welche aus emer Stellung gervorgeht, diefeineGroßmacht als eme normale Bedingung ihrer Ex1stenz hinnkhmen kann. , - „ _ Sie werden eingeladen, dem Herrn Mmifter der auSwarttgen Angelegenheiten gegcmvärtige Depesche vorzulesen und in Abschrift zu hinterlassen. _ *
Kunst und Wissenschaft. . '
Von vKarlSchlossers Reuestem Geschichtskalenderc ist im Verlage der F. Boseüischeq Buchhandlung (W. Rommel zu Frankfurt a. M. die erste Abthetlyßg des z1ve1ten Jahrgangs 870, bis Ende Juli 1870 reichend, ersch1snen._ Nach der Vorxede hat sich der Verfasser zu der Trennun des zwetten Jahxgangs m zwei Ab- theilungen theils durch den *.;nsck) des Publtkums, thet'ls _durch eine größere Ausführlichkeit in ,der Darstellzmg der Mchtxgeren Ereigniss bestimmen lassen. Dte lektere -zetgt sig) schon außer- lich darin ,' daß die erste Acheilung des zwerten Jahrgangs (216 S.) umfangreicher als der „gesammte crße, thrgang (186 S? ist; die Erweiterung ist zweckmäßig dadurch herbetgeführt worden, da der In alt der betreffenden Dokumente, Reden u.s, w. an der. bezüg- lichen Stelle mitgetheilt is. „Hierdurch 'hat_ besondcrs„ Her Kalender für dm -Monat Juli, der eme Hollßändxge aktenmqßtge Uebersicht über die Kriegsprovokation Frankrch1chs gersvahrk, an Werth gezvonnen. Das Regiüer über die ex_fte Abthetlung tft bet dem Erschemen der zroeiten, Anfangs Februär f. I. in Ausficht geftellt.
München, 15. November. Der Professor und Konservator am Königlichen Kupferstichkabinet Tbäter, Ritter des Verdienstordens St. Michasl 1. Klasse, Meister des Frankfurter ochstzfts mxd Ehren- mitglied der Kunftafademieen Wien, Dresden un Wetmar, ist gestern
hier gestorben. _ Landwtrthfchaft. . „
Berlin, 17. November. (Annalen der Landw.) Dte -naxh|e Sißung des Königlichen Landes-Oxkonomie-Kollxgitzms, aber welche verschiedene Zeitungen neuerdmgs ungengue M1tthctlungen ge- bracht haben, wird, sobald die Umüände es trgetxd gestatten, statt- finden, wenn auch vielleicht nur behufs der Koyftttmrung des Kol- legiums und der Bildung des im neuen Regulattv vorgesehenen Aus-
schusses.
“[Next-111111813110 Witterungsberlohto 17. 17 . 1107011113013
r. 111107410111 . 013177 . 1111 011101110 - FFF ()rt. 178.811. 7.111, 11,1) 10.171! KUR!" 1111111118018011810111. "" 832,4 -4,5 0,8 +05 811, 861111173011. [[LÜÖG, 11st 6 KYZZZLHWMZZLZCQY 00!+0,s]§., 8. 8011127. 1101100111, 1101101. Ostmix .:. 332,8 “4,4 - 0,4 “0,8 SG., 8. 8011177. 117911!» 8T. 110111 (3681111 ..... 332,7 -3,4 -- 1,1 “1,0 ZW., 801113170011. 110001". 1111011111. . . , 333,0 “4,0 "0,4 ZZMU 8011177. 1101101". k'ut-tbus. . . 330,3 "4,9 "0,2 ZW., 801112711011. 1101-7„ ZR. 801111. 3011111 . . . .. 332,7 "2,9 +1,1 ZW., 8011078011. 110.1t01'. 1) 1508011 ..... 330,8 +3._1 WIN„ 80111“. 111150. 3111-1110!“ . . . 324,5 “14,9 W., 16b118kß. dki1bs. 81-13-5181; . . 328,3 “- +3,3 M., 8. 8011170011. 11011301“, "1" organ . . . 330,3 +27 ZW., 11158819; 00600110. Uünztsr . . 330,6 "0,1 ZW., 8011078011. 11131101'. . (76111 ...... 330,7 "- +1 0 ZINK, m5881g. 2101111. 1101v01'. '1'1'101' ...... 325,5 3, “2,5 ZW., 8011177. drübs, 1103011. 171011811111'Z. “131,0 _ 1771111181010. 1011110. "1171031021011 329,1 * 17., 8011078011. 81011101“ U0b01.')
1110101 1101“. 331.2 2 : 10781070 1115-8813. 8011511, 110111'1g.
Z., mäßIiZ. 2101111. 1101t01'.
-- WWW., 8011177. vrüb0.
-- ZUR, 8011070011. ]b020g011. 13158801 . .. 330.9 , ZW., 861111173011. 80111“ 1101205011.
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„gebunden erachten kayn; , " d v r flichletglaubt Ma e at ck berechtiat un c p , Sr. ZTFeFZÖTTLUYYTtan 111011sz und Zusaßkonvention zu dem
besagten Vertrage zu kündigen, welch lehtere die Zahl und die Größe
1) Yachts gtarksk ' , 2) (108t01'11 1701111. 8011071101101' 1103011.
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