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Aus den Haup'tM-artieren in "VersailL-rs, 15. November.
Eine Bcrkwnpsß, dre von Truppen Des 46. Rrgimrnk's auf- ,
gebracht wurde, ,hat eine reiche Außheute an Zeitungen und Privatkorrcspondenzen ergeben. Diese dem Feinde abgewonne-
nen Dokumente werden von den Soldaten, die stch drs „glück -
lichen Junges rühmen können, jcdeémal soforrbcidrm Gewerch- “' Kommando, dem der Misprechende'TrupJnxherl zugrhört, ab e- liefert. Der Gcneralstab__ der betdcn „cmptquartzere rst ?
Stelle, wo ?Die Briefe «cöxffuct unh, ?sammt dxn Zetxungey, zu 111ilitäri§§hen »Zwvckeu Mere-ZM Merch. “Dr_r Arhctt- erfvrdrrr oftÜnon größererl Zeika-ufwand, doa-Naxmexrtltch MZahldrr Brixfe in der Regel cinae se-hr bcdeutcnde rst, und „sich selten ()!-f wemger als 4»5000 bcläks'ft.“ Gcgenseitige Mitthctlunge'n, dre ßcts nach der Durchsicht des reichen Materials zwtschen dyn [*erDM-H-FWB- quarticrcn stattfinden, sehen die Offtztcrrder„leitenden M1lttär- de_hör'ven fort und fort in den Stand, slch uber die Lage von
Paris ein klares Bild zu verschaffen.
DK Privatnachrichten ftimxrreu ohne- YUMWÉWLL dariné;
“ überein, daß die Lebrnsmittelnoth in rapidem "Wachsthum bc- gri'ffc'n ist. 'Währkir'd "*die Vörkä'khc (M WUWTM 'SMUM-
vieh, wie diesseits richtig berechnet wurde , seit dem 10. Novem- -
ber erschöpft sind, werdcn “außer Pfrrdew Maarkrsrw urxdeEseln bereöis cmdere ?auIt-hirre zum F1etschv6rkxmf «ius den: „45. “ent- kkthcn Markt gekracht: Was die „Brurkhcrlmxg, drr pvlm cn Sa-Wg'e an'grbt, so “zieht ftch durch=die große*Ma„ ezvverrw'a-r- Hriefeß der eme Grundgedanke, “daß der fernere“ kdrr'stanh der Hauptstaxdt den BÜZFM ein ü-herflits cs Heldrzwpfer „auferlxgen Würde, wenn die a-ie-runa richt as Erschemen .emer Hulfs- armee für *die alkerxxä-Hste ZM 5-11.- Ausßxht stelletr köNnr. Es muß besorn-ders :hengohobenhwerdeW daß auch 516 von MW- glie'dsrn 6er National“ “M13 Msbikgnrde geschr1ebsne11,Vr1-cße, derrn rmÉvi-cke durch die YM _gegange-n si-nd, 'auf dieselbe Schlrrßfolgerung hinauslau . „ _ „ „ Es ist unvrr emrbar „ daß der AuSd'c-uck dresrr zu_ einem friedlicheren Charaktzcr 1111) neigender),Sfimmrmg Wmältg auch rn der öfferxtliehry Presse», mit alleiniger Ausnahme,.dtroffio ziellen Or ane und drr auf das-Leidcwsrhaßltxizße «regten Bxat- Kr dsr lltrapartei, ftärkexr Wird Dre stkuéssionen,.11)k1che eikflußreicheOrgane, wie die »Gazette de Francr-„Wa Patma, »Le petit Moniteura, »Le Temps“- 'rmd »Le Shun: anstellen, kommen sämm7tlich zu dem Resultat, daß Parzs, ohne von eÉmr Maßenerhebungn den Provixrzcn unterstußt'zu' werden, nicht- mehrrlä-ngrr w16erslxandsfähtg ser. Die vGazettc "de_Fra'ncea eutwickelt Meinem Leitartikel, daß der intpunkt „Zur _ctnen Mn-ffenausfakl von- dem Gouvernement bemts herpa t-ser: vor vker Wochen "hätte man dicLinien dsr'Preußen vxelleicht durch- brechen “körmen , jrßt, um!) der Vollendung der Vehageruvg's» arbritm , frien si'e unängreifbar. „Es Werden „noch, Hulsruhe an 616 Pwvinzen erlassen, 'allrin fir sind *bcrcttY xm Tone der offenen Anklagen gehalten. Man :yacht drn sudli'chen Departe- ments Vorxm'jxfe, daß fie nicht längst 'cnmxütth unter die Waffen getrexln, und will in ihrer Saumseligkeit sogar den Beweis “ 'T'chen , daß se die republikanischen Gefinnun- gen nicht ' fheilen. Am schlimmsten komnxen dabei die großen Städte des Südens fort, denen em Verbrechen daraus gemacht wird , daß fie extreme Parteien duldrn, welche an der Auflösung der bürgerUchen Ordnung, arbeiten, Die »Scbreckensherrschafta (réijc-z (16 Wrrsnr), welche an einzelnen Stellen ausgebrochen sei , der »Iakobinismusa von Lyon, Mar- feille, Toulouse, werden mit den_ heftigsjcn Worten gegeißelt. Man richtet an "das *Prvvif'orlum die“ Frage, wo dte ver- hoißenen Armeen von der Loxre, von .der Normandie und der Bretagne blieben? Man hört aus diesen Artikclp schon die künftige Rechtfertigung eines _UZeYt dock) unvermetdlichen En't- schlusses heraus indem die ettungen Verkündigen, daß der Fall von Pari , wenn er eintrat» sollte, der erichxsültigkeit des übrigen Frankreich zuzuschreiben ,sein worde. Die »Pcotriea vom 12. Noyemher fürchtet, _da,ß es zu einem. Friedensséhluß kommen :könue, deu; dieProvmzen für sich allein den „deutschen Armsen anbjexan würden. _ _ - " , - Das -Wichtigße ist ohne. Werfel, daß das Zurquerben der Provinzm zum Theil. der» egicmmg, zur Last gelegt wird.
Das ebe-n genannte Blatt hält den Leitern dcs nationalcn Ver: -
theidiguagßauhsckyuffes vor, daß„ sie Mit xinexn Plebiéci/c, wie das vom 3. Roven1bar,4velches nur dre Abstrmmung von Paris umfaßte, einen offenbaren Fehler be ngey hätten. Denn nach dem allemigon Vr/Mm der Haupt. adt set das Komite national ssi: “dem 3. November nichFs anderes, als das Gou- vrrne-mrnt von Paris. »Ihr seid“ jeßt-nur noch die Répräsen- .tantsnro-n Parise- -- heißt es an jener Stelle - “Eure „Voll- machten reichen nicht weiter, ais-von St. Denis bis Visl'e'juif “und 15011 dchSvresbrück-s bis zum Fort von 'Nvgent.a
Dre »1-6766 611 1113556“, mit der das Gourernrment “am 10. November vorgegangen, die Mobilistrung der National- “ garden, dre man mit diesem AuZdruck bezeichnet, findet eine
, dung. von; 18364611Marsch-Regimentern, einem vierten
"sehr ungleiche Beurtheilung. Man sieht “es aks Ödekkkkh-an, „"daß, aller GWWZRÜZWMY .der einheitliche!Uk'édgleiéh'mäßi e Charakterder burgerlichen Miliz dtkkkhbkßkhen MWM “s
Auch erhltckt man_ in d_er Maßregel das Mckzwekgende Zu- grßan-dxuß dfgß drr Reglergng die aktiven "Truppen in'kkhkér hrshr-rxgen ßxarke rucht für hmreichend hatte, um der belagern- den Armee ?dtr prße zu bietxn. Der schwerste Einwurf aber, dW d-as-Parts-Iournal“ etht, bezieht sich darch, ÖW durch
' .die nrrce Einrichtung ein Theil *drr Nationskgardr, Eder
fOrtrm Für dt-n anßWzgcttDcn mad Yeßahruollcn Dienst
- auf den “Wällen oder 611 Den Forts ?vxrrwardt wchen “7611, Kein-
:Lkben cms Kosten verandern, in_ der Stadt zur'ückblcibenden, "aufs Spiel zu schen hahe. Es wrrd bsi dieser Gelegenheit zur SMW? xxrhracht, daß eme große Anzahl waffenfähiger Bür er s1ch thhcr unter allerhand Außflüchtcn der Einreihung in iZM MZF; GKarhfcmetZtM hdrjbcét Mäxnansin MWM be:- - rer en “, an “111 vffenmr Sendschxeihxxyxvächc Mitgüeder der Nationalgarde an die Re- gierung rrchtxn uud, worm ste diejenigen ihvrr Mitbürger .Wu-nrxrc4r, drr sirh Wr WU denMMä-rxßoher; Verpfchhrurch „fret zu halten gewußt haben.
In den Hau tquarticren von Verxailles folgt man dem Umschwung der öffe'nrkirhen M'eimrn , drr “seit'rini'géü TFM urercrlrglich Werhankdrn'iF, Nkit größer Aufnarrkfätjrkeit. (1- ckckck Joer“ éh'ltt “man Krb “"Wein-11131, Daß *in miMär-éschrr Br*- zrehung 170 a-ll-Ys von den TntsWffrn Trhchu-s äbhäitrgét. "Daß derselbe, falls 1hm Hoffnung bletht auf eine korrespwsnhirrnde- Bewegung von Norden oder Südenher , die leßte Anstrengung, Von, Paris auf einen, großen Ausfall richten wird, steht man noch mnurr aks xnöglrch, 111 als- wahrschoknlich an. MM lebt dnhxr augkmblieklreip mdr: Erwa-r'ang .dc-r Wworstehench Enr- schechdungem :Die Lag? der DM“ *1st xrdrnfaüs sv, Daß émétder Katqß-rcxphe der „neuen Loire“) rmse aus; das Schicksal v-sn Parts hrfiegejx sern wÉrd.
„ Sr... Majzckßät. der KH wi-g vexrwei-Xkrn .geßern Bärtige „Zeit m der Wikia, Sirch, oberth-b Ville“ d'Arte», von wo sieh eine Vorzüglichc UebeWt xder *s-ü'dlirhen Forts darbietet.
-- Weiter liegt vom KrirgSschauplaße folgendes Telegramm- des »W. T. „B.- :vor: _ „ . - Versai'lles „19. November. _ Der Großherzog von Mecklenburg stieß gestern bei Cha- teauneuf auf em französisches Corps, dem er einige Hundert“ Gefangene, darunter 150 Mann Linirntruppen, abnahm.
-F*ra.nzössi,scherse_jt-s nd vom Krie s“ a - la ol *ende» Nachrichten eingegangen.: si g sch up 8 f g _ Brüssel, 19. November. (W. T. B.)
_Dem »Erho du Par.!rmeutc wird aus Arlon ganwldek, daß zwet Compagnwn Mobj-lgéxrdrn ,“"we-lche „crm 16. d'. eine Re- kdgnoszirnn'g , “arrs Mon-tmedy unternomme-n harren? , Vom Fetnxe vollständig aufgerieben oder zu Gefangenen gemacht war „en. -
Nachrichten aus Torxrs zufolge hat dieRegierun'g dieVi'l-
uaven- Regiruente, 6-Ba1aillonßalgerischen Tirailleur's xmöZ-„5 "Va- tqu-onen Infanterre angeordnet. -- Ein anderes Dekret ver- längert den Termm für dir zollfreie Einfuhr von Puwer, Mu-
- nition und Geschossen bis, zum 31. Dezember.
„_ Die »Köln. Ztgxc entnimmt einem Schrribsn aus Bruffel vom 18. November Folgendes: Hritte Abend“ heißt es,h1er, das; _in Folge _der Niederlage der 'fraUzöfiTrhen Armee: ber Dreu-x dre Delegation der-»Regie-rung von Tourssof'ort-nach Bordeaux verlegt werden soll. In Tours, wo man außerdem
Delegation fich _jeßt nicht mehr halten zu können. Zugleich- verbrettei'manhas“ Gerücht , daß Gambxtta- ernßlich erkrankt se'i. Was Parts anbelangt, so g-lajuht man, daß fich derselbe dte's'er Tage ergehen muß. „Vom'12. ab -- dieses wird “als kLichers ibehauptet -- soll dre Flctschvertheilung eingesteltf wora- on e n. .
G;cn.f,.19. Roycmber. "
NCC) Vertchtcn aus Lyon haben 'die d.sutschen Truppen (Holy wredsr erafséM und “haben, bei .Moiffey (15 „Kilometer- sydltch von Dole,“ Strü-ung genommen. Die Einschließung von. Auxonne gilt al nahe “bevorftehend.
Brüssel- 19- Novembre.»
_ Nachfranzöstschen Vcrtchtcn hat die Belagerung von La Ferre beYan is 5 ts " -- er * ramxa * ring .olgende bioxra is e Rouen uber den „General d'Aurel-les .de Pala dix1e,pZeYe)nwärfiZen Oberbefehlshaber der :französisrhen Loirearmec.
Derselbe, 67 Jahr alt, wurde vor 18 Monafen dcenCadr-es
den Anmarsch des Pornzen Friedrich Carl. kcnnt, gkaubtc die *
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Der Reserve übermoicfen. Ungxachtet, seines votgxrückten' Alters noch sehr kräftig,. “||? er in der ganzen Armee wchn der. Emrgie seines Charakters" bekanpt. Er hat dieselbe in“: diefer [(.-sten Zeit durch:; die; Gntschloffc-Uhettc hexmesan, mit welcher, es ihm gelun- "gan ish, in 5,611 Morseh-éskegxmerrtern eine“ ersrhüttech Und fast zerstörte stzxpl-ixx McDerhex'xzußcUe-m _. , „
' Anrelles hat vor 47 Jahren die Mtlxmr-schyls VNla-ffen, lange, Zcit war, er zum 64. Linien-Regjment kommandirt. Im Iahrr185'4 *machts er den orientaltihcn Kric zurrst“ im Range eines 'Vrigade-Gcnera-Ts' mit“, dann bald als "wiswnär an der Spißc eines der besten Theile der“ bei der Ve'lagerung von Sebastopol Verwendetrn Infanterie. Nach frirzor ijckfchr nach Yankreich'hcfehligte er mehrere Fahre dieMtlrtär-Divifion von
arseille und befand sich daselbst, als 18591cker italienische Krieg ausbrach. ' -, , _
„(Hr nahnr daran? ke-Mra; ancxrneltehsxz, A-nthrß durch seine Wachsamkeit, die Regelmäß'xgkeit dcr zahlrexchen Zuge zu fi'chern, welche nach Gonna 1111-13" nach der Halbinsrl gthgM. wei-Iahre vor seiner- Ste-U'trng zur Dlépoßtihn haiko er ein - “.ommatjdo im Osten, und “016 er m die zwsit-e Sektioy eintreten mußte, empfix7g er als Belohnung für seine langen “'Drrixst'c das Großkreuz dcr Ehreniegjon. *
--- Se. Königliche Hohoit der Großherzog van Merklru- b-u-r-g-.-Schwer«i.n hat dre beiden franxösT-W-ein Adler (eine Standarte des 4. französischexr Dragoncr-Negiments und. cinr Fahne der Mobilgarde), welche. bei dcr KÜPitUthiOU von Ton! mit erobert wurdcn, hierher gxsandt. Dicsrkhxn trafen vor- gestern auf dem Potsdamer Bahnhof ein und wurden gestern Vormittags 11 Uhr dura) eme», Fahn-en-Sektion vom Erfah- Bata'ka-n des Kaäser FxmrzGardc-Grcnadier-chiments Nr. 2 (1 Offizier, 2 Unteroffi-xrere und 12 ManU) vom Bahnhof ab- geholt und nach dem Zeughause gebracht. *
Meähl-eubn-rg. -Schwcr1'n,x19. Novrmbcr. (Mecklenb'. Anz.) In Anlaß der gestern Vormittag gegen 11 Uhr hier
' eingetroffenen erfreulichen Nachricht von dem gegen die Loire-
Armee erfochtcnen Siege waren die Häuser mit Fahnen und Flaggen. geschmückt. Nachmittags 33; Uhr wurde der Sieg durch VictoriasMKßen gefeiert.
Sachseu. Dreßdeu, 19. Novrmher. IouMala schreibt: In Anwesenheit Ihrer Majestäten des Kö- nigs und der Königin, Ihrer Majestät dor Königin Marie, Ihrer Majestät der Königin Elisabeth von Preußrn, Ihrer
Gnigl. Hoheit der Kronprinzessin und Sr. Kötxigl. Hoheit des Prinzen Gustav von Wasa fand gestern Mittag 1 Uhr in dem. Palais Sr. Königl. Hoheit dcs Prinzen Georg die Taufe des jü-ngstg..ebornen Prinzen statt. Der ncugeborne Prinz hat die Namen: Max August Alhert- Karl- Gregor Odo erhalten, Tauf- zeugen waren: Ihre Majestäten der König. und die Königin Augusta von-PreufW und Ihre Königlichen Hohei- ten der Kronprinz und die Kronprinzessin (von Sachsen). Se. Majestät der Kömig Wilhelm Und Se. Königliche Hoheit der Kronprinz wurden durch unseres Königs Majestät, Ihre Ma- ]estät die Königin Augusta durch unsere- Kronprinzesstn bei
' der feierlichen Handlung, wclche durch den apostolischen Vikar
Bischof Forwerk voljzogen wurde, vertreten. Außer den obigen
fürstlixhen Personen waren bei der Taufe -110ch zugegen das
Gefolge Ihrer Majestät der Königin Elisabeth und der hiefige
Königlich preußische Gesandte nebsx Gemahlin, die akti-
ven Staats-Ministcr, die Zutrittsdamen Ihrer Majestät
dSer Königin, der Königlixhe große Däenst und die priUzlichen uiten. . '
-- Nach dem heute im Königlichen SchYOffc auslicgsnden Bulletin ist das Allgemeinbe'findcn Ihrer Königlichen Hoheit dcr , Prinzessin Georg gavz zufriedcnstcüend und eben so wohl- bcfindet sich Prinz Max. Weitere BUUct'ms werden nicht arrfgelegt. „
Wayern. Nürnberg, 18. November. Der »Nurnh. Cora schreibt: Der erste Bürgermeister von München hat Verreffs des Standes der Verhandlungen in dcr deutschen Frage, dxe zu kasailles geführt'wcrdrn, von dem Minister v'Vranxj dxeaanzcnt- schiedene Zusage erhalten, daß die Gerüchte (ther rtncn Ahhrnrh der VrrhaUdltmgen mit Bayern gänzlich [;_nhcgr'inzdot, daß _dxc leytercn vielmehr im besten Fluss, daß eme Enngung e-rztelt sei und schon in der allernc'ichsten Zéjt auch d'er formale Ab- sch1uß erfolgen werde. Die Minßster würden 5161er, Tage nach München *zurÜckkchren, worauf sofort die Detarls der Vcrhand- [Ungen bekannt gcgchcn wurdcn sollen. Von dxesemStmxp dcr Sache wurde dcr hxcxge» erste Bürgewncxstcr durch den BUMM" meister vo11.M*iim*hen unterrichtet, und Herr v. Stromrr gab des Ersteren Zuschrift in der heutigen öffenÉ-lichcy Mag1strats- Sihung bekannt.
Däs »DreZcher
Wilhelm '
OefEerreick) U-"ngarm Wien„ 19". Novembre. (W. T., B. In deerßrmg- des Abgrorane'y“ hxa-useZ gab“ (5er her 'Bemnn der Adrxßvebatre im WWW der polnischm W geordneten aus* Galtziey die Erklärung“ ab,__di-ejekben würden sich an der Debgtte mcht bcth'cil-igen, wohlaber gegm den Adreßentwurf stimmen , weil detsclb'e die von: drr Regi?- rgng uzrtern-ommenxn V'ershhnUnqsversrxche-- vcrurtheile, eknm fur dle. Monarckno per-dcrbli'chcn' Standpunkt; einne-hms, zrud werk „dw- Polen un egrnwärtigen Augenblicke,- wo Lem einhxttlrches ZUYsU-mxnengeÉen aüer Nat-io-nalitären Oeß-eß“ reichs .nothwemdrg set, mehr die bestehe-nd'e Zwisxracht noch- vergrsßern- woljten; Baron“ Giovanrlki schloß! ßch Namens der“ Abgeordneten aus Deutsch-Tiwl Und“ der Natronalen der von Grolholski abgegebenen Erklärtxngz' an;“ --
. In der heutizsnn Aben-dsigung des Unterharrxes wur-De dir AWBsse
in drither Le ung bei namentlicher Abstjmmuyg mit 90-gchu 62'St1mmen mjgenommen. Die Mitglieder der Regierung enrhtclten steh der Abstimmung.
Prfih, 18. Novemher. _ Im Unterhaufe irrterpellirke (Yer- nat-om) den Y_T-xmfter- Präsidentsn, ob" die Gerüchte über einen Pcrsonen-wechfol im Mim'sterimn dcs Aeußern wahr sind uxnd warum das Parlament-,.dirsbezüglieh noch nichr informirt sei? 7 Wahrmaun fragte , welche Schritre geschehrn seien., damit dre Verloosung der „Obl-“igationen- des ungarischen Eisenbahw- ajzkehens, die in Parks hätre stattfinden soüen, am 1. Dezember wle- sonsr vorgenonunenwrrden möge? Kerkäxpolyi erwiederte, _1e_tr thcfiihed dasttr gesorgt, daß die Verloosung pünktléch in Pcfth a n e. *
, Schweixz. Ber_n„14.November.(-Köln.Ztg.-) Nachdcm cmcvor estern in Mrndrrsio abgehaltene Voiksversammlung dem Vc-schlu-r der,Volksror-sammlung in Lugano vom 5. MM., den auf ,grstern anberaumten Großratthahlen keine Folge zu leisten, sondern gegen das Vorgehen. des Bundc-„srathes bei der B-undeZve-rsanuvlung, Protest zu erheben- und von dieser die Anerkennung der LoJrejßrmg drs Unter-Cenere, von? dem Kanton Tessin. zu vrrlangerz, brigxxreten, ist- der geßrnge Wahltag, wie erwarret, resultatlosabgclaufen. Das Unter- xyrre hat keine neuen Vertreter in den: großen Rath von Te fin gewählt, wo- mit es die Trennung besiegelt. har. Eine heute an- die cid- genösst-scheu Ko.:nMffari-sn naehBrUinzon-a ab cga-ngrne Depesche drs,- VWrat-hcshat dieselben aufgefordert,?ojrrt Behufs per.- sönliche-r BerichÉerstattungMW Bern zu kommen,“ wo dam; im:. Verein mit ihnen die SeLtens des Bundes weiter zu thuende-n Schritte berathen werden sollen.
-. Dcr Bundes-Pxäsident theilt heute folJndes offizielle De-
menti dor hiesigcn-Preffc mit: ;Eine berliner epcsche der “Neuen Freien-Preffee in Wicn, die auch in schweizer Zeitungen übergegan- gen, weiß von einem Schreiben des norddeytsohen Bundeskanzlees an den-scbweizcrischenBundesrath zu bcrichten, welches dieser Be- hörde in Erinnerung, bringe, daßim Sinne der Neutralität die auf Schwrizerboden ühertretcnden Soldaten, der krjcgführendcn Mächte entwaffnet werden müffen, was biZhrr nicht immer geschehen. sei. Im Bundesrathe ist. von einer solchen »Erinnerunga mchts bekannt, der Bundes- Präfident hat keinerlei derartige- Eröffmmgen erhaltrn, Lu denen übrigens auch nicht die geringste Veranlassung vor- icgen könnte, Die Stellung, welche die Schweiz gcgenüher den Kriegführenden einnimmt, ist in der bundeSräthlichcn Verord- nung Über Handhabung der Neutralität vom 16. JUN 1870 bestimmt und klar gekennzeachnet, und die Verordnung hat aUerorts von Seiten drr schweizerischen Civil: und MU'ttär- Behörden Nachahmung gefrmdsn.
- Der Bundesrats) hat heute den Voranschlag dcs eidgenös- sischen Budgets für 1871 fcs1gcstcllt und genehmigt. Dasselbe zeigt eine Emnahmc von 22269890 Francs und eine Außgabe von 22,456,Z00 Frcs, somit ein Defizit von 187,000 Fxcs.
-*- 18.- November. (W. T. V.) Der Vuudesrath hat" das eidgenösstschc Milliär-Dcpartemcnt mit den nöthigen Vorbereitungcn zur militärischen Bescßung des Untcr-Cenere
im Kanton Tessm beauftragt.
Frankreéxch. Man hat aus Paris“ Iournalc erhalten, die bis zum 12. reichen. Ein großer Thul derselben zetgt fich äußerst ungehalten, daß die Regierung der natwnxtiW Ver-thäx digung auf so lrichtfinnige Weise die Waffezxsnllßaardsproxekte zurückgewiesen, und verlangt, daß man, cmerlrr auf welche. Weise, endlich zu der Konstituirungciner Versammlung gelange, welchc fich darauf ausjprrchcn könne, ob 'derKrie noch weiter Fortgcseyt werden soll oder nicht. ZWU dtexer ätter gehen - ogar 10 Mit, die Erfülltmg der vm) den Deutschen gefteüten Bedingungen anzurathcn, da ein wettrrcr Widerstand „doch zu nichts führen werde. -Ncbcn dcm pJ-xgaro- spricht steh, auch der xGauwis-e in dieser Weise aus. Die vVleité-a macht sich dar-éäher lustig, daß die Rxgxerung nach der Verwerfun des WaffenstQUßandes das offiztelle Blatt sagen. läßt: ;Die egie-
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