1871 / 37 p. 12 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Geseß, betxeffcnd die Beingung von Darlehnen an die Kreis-

verbände im Regiekungsbezirk Trier. , Vom 29. Januar1871.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. Verordnen, unt Zustimmung beider „Häuser des Landtages der Monarchie,

Was folgt:

Z. 1. Die S'taatSregierung wird ermächtigt, den Kreisverbänden

im RegierungsbeztrkTrier Darlebne aus der Staatskasse bis zum Gesammtbetrage yon dreimalhundert Tausend Thalern zu bktviüigen, um aus" den dieIsäÜigetchträgen kleineren bedürftigenGrundbestßern ,ux Erganzung. ivrxs Vrehstcmdxs und zur Beschaffung von Saat- uchten fUr dte nächste Jeldbestellung die erforderlichen Mittel dar-

lehnsweise zu gewähren.

Die Vextheilung der Geldmittel an die einzelnen Kreise erfolgt unter Mitwjrfung einer Kommission, deren Mitglieder von den Kreis- tagen zu wahlen find,“ den Vorsitz in derselben führt der Regiexungs-

Präfident.

Die Bewilligung der Darlehne innerhalb der einzelnen Kreise ist

von den' Kreisständen zu bescvlicßcn.

§. 2." Die zur Gewährymg dieser Darlehne (§. 1) erforderlichen Geldbetrage sind aus denxcxmgen Summen xu entnehmen, welche auf die: nach dem (Heseße vom 23. Dezember 1867(Gescß-Samml, S. 1929) zur Avhülfe d„es Nothftandcs in Ostpreußen bewilli-gten Vorschüsse theils schon ztzruckgezaylt wordeU find, theils noch zurückgezahlt Werden. Ein

. 3 D!? erzsjoerbände haben die ihnen bewikligten Darlehne mit drct Prozent ]ahrlich zu verzinsen und vom 1. Januar 1872 an

in fünf gleichen Jahresraten zurückzuzahlen.

Die hiernach jährlich zu vcreinnahmenden Beträge find in den

StaatSbaushalts-Etat des vetreffenden Jahns aufzunehmen.

§. 4. Die Ansfühnmg dieses cheßes Wird den Ministern des

Innern und der Finanzen übertragen,

Urkundlich unter Unsersr Höchfteigenhändigen Unterschrift und bei-

gedrucktem Königlichen Jnfiegel. Gegeben Hauptquartier Versailles, den. 29. Januar 1871. ([.. 8.) Wilhelm. Gr. v. Jßenpliß. von Mähler, von Selchow. Gr. zu Eulenburg. Leonhardt. CampDausen.

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Bekanntmachung, betreffend die Seitens beider Häuser des Laux).- taqes ertheilte nac_1)träqliche Genehmigung der V-érokdnung- vom 17. August 1870 für die Hohenzollervschen Lande zur Ausführung der Gsseße über die Kriegsieistungen und kie Unterstützung hülfsbe- dürftigcr Familien der zum Dienste einb'erufcnen Mannschaften der

Reserve, Landwehr und Ersaßrcscrve. VOM 12 Januar 1871.

Nachdem die unter dem 17. August 1870 für die Hohenzollern- schen Lanöe erlassene, durch die Geseß-Sammlung (Jahrgang1870 S. 541) verkündete Verordnung zur Ausführung der Geseße 1":er die Kriegsleistungen und die Unterüüßung hülfsbcdürftigcr Famili-m der zum Dienste einberufenen Mannschaften der Reseer, Landwehr und Erstxßreserve den beidsn Häusern des Landtages vorgelegt worden ist,

haben dieselkxen der gedachten Verordnung ihre Zustimmung erthcilt. Dies ijd Hierdura') bekannt gemacht. Berlin, den 12, Januar 1871. Königliches Staats-Minifterium. Gr. von Jxenpliß. von Mühler. von Selchow. Gr, zu Eulenburg. Leonhardt. Camphausen.

Nicht amtli ches. Berlin, 2. Februar.

;- Der Civil-Kommissar von Lothringen, Maquis Villers, hat_ eme chkgnntmachmxg erlaffen, welche aus Anlaß der Ent- we1churzg etmger aus qun als Geißeln abgeführten Personen aus Epmal, troß des von ihnen abgegebenen Ehrenwortcs, diese Stadt y1cht zu verlassen , und im Hinblick auf zahlreiche ähn- liche Fäkle, wo das Ehrenwortfranzösischer Krisgsgefangenen gebrochcxn wurde, zur Kenntniß bringt, das; künftig das Ehren- wort keines Franzosen mehr angenommen werden wird.

Sachsen. Dresden, 2. Februar. Wie das »Dresd- 11er Journale. meldet, tritt am 7. d. in Rodenbach .eine amtliche EisenbahUkonfcrenz zusammen, um die Beschlüffe Ivegen des Umbaues des Bahnhofes in Rodenbach und wegen der Umgestaltung des Verkehrs daselbst zu faffen.

, Bayern. München , 2. Februar. (W. T. B.) Anläß- lich der heutigen öffentlichen Feier der Kapitulation von Paris

. - „und des Waffenstiüstandes waren die Häuser der Stadt auf

“das inchste und Sinnigste geschmückt. Am Abend w&r die

_Illummation eine allgemeine und eine wahrhaft prächtige.

*Der Verkehr in den Straßen war den ganzen Tag hindurch

“und besonders während der Illumination so lebhaft , daß die

Cirkulation fast gehemmt war. Der König und die Königin-

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Mutter machten während der Illumination eine Fahrt durch dl? Stadt und wurden von der Volksmenge Überall mit be- getstcrtcn Hochs begrüßt.

, Oestexreéch-Ungax-n. Pefth, 1. Februar. (W.T.V.) Eme gememsckyaftltche Berathung dcr Komites der Delegation dxs Nelchsratheéz und dsr ungarischen Delegation, um eine Ver- einbarung zwychcn den Beichlüffen derselben über das Kriegs- bndget ztx erzre1en, war erfolglos, und es ist daher der Zu- sannnentrxxx bstder Körperschaften zum Behufe einer gemein- samen Abxttmmung erforderlich.

Vchien. Bxüjsel, 2. Februar. Die Repräsentan- tenkammyr l»eschaft1gt„11'ch noch immer mit der Kohlenange- 1697122232,“ dle Debatte uber diesen Gegenstand wixd morgen or gee .

' Frajzkreich. Bordeaux, 1. Februar. (W. T. V.) Dtc_chtcrung hat unter gestrigem Daßum ein Dekret erlas1en, durch welches die Wahlen für die konstituirende Vecrsan1tn1ung (mf den 8. Februar anberaumt wexden. 3ther Dekyet Erklärt verschiedene Personen für wahlunsahtg. 'In presem Dzekrct heißt es: Es ist gerecht, daß alle MttschulNgcn jener Regterung , welche mit dem Attentate vom 2. Dezember begann , um durch die Kapitulation von Sedgn 311 endigen, indem sie Frankxeich den Ruin und 516 Y_nvaswxx als Erbtheü hinterließ, + daß diese Personen 111 dtesem Augenbltck in dicsslbe politische Ohnmacht ver- seßx wcrd'en, m wslcher sich die Dynastie befindet, deren M1tschu1dtgc und Werkzeuge sie gewesen sind. Es ist dies dle nothwendtgc Sanktion der Verantwortlichkeit, welche „sie auf s1ch gknommen haben, indem sie den Kaiser bei Vyklbrmgung gcwxffer' Akte seiner Regierung unterstüßteu. Hierzu glhOBM alle dtexenigen Personen, Welche vom 2. De- zembxr 1851 bis zum 4. September 1870 die Steliung cines MunsterK,Seyator6, Staatsraths Und Präfekten bekleidet haben. Ebenso, wre diese, sind von der Wählbarkeit für, die Versamm- lung aysgesthloßen alle Individuen, Wklchs bei den Wahlen zur Legtslanve m der „Zeit vom 2. Dezember 1851 bis zum 4. September 1870 als offizielle Kandidaten in irgend einer Foxm, aufgxßeäk Words" sind. Ein drittes Dekret verfügt Hezuglnh dcs Vollzuge's "o_er Wahlen, daß alie Wähler im Hauptortx des Kantons 15xe Stimmzetiel abzugeben haben. Dem anfektqn steht es frei, auf Grund lokaler Verhältnisse dre Kantone n) 2, wdey Z Wahlbezirke zu theilen. In diesem Falle snxpet Die Wahl jeder Abtheilung in einer speziell von dem Prafcktm] bezexcbneten Kommune statt. Die Wahlen Hauery nux xznen Tag. Von der Wählbarkeit ausgeschlossen smd dre Mttgxxeder derjMigen Familien , welche in Frankreich fett 96111" I11hk6„__ 1789 regiert haben. Als Repräsentanten des“ Volk? konnen rxrner diejenigen Personen nicht fungiren, welche m emcr der mm:; ersten Kategorien des Artikels 79 des Ge- scßss [Jom 18. _Marz 1849 und durch die Bestimmungen des Artikels 81 NRWM" Gescßes besox1ders bezeichnet sind. Die Dequte smd von sammtlichen Mitgliedern der Regierungs- abthetlung unterzeichkret.

- Das grpßc Thcaécr ist zum Sißungssaale der Constituante bestimmt. Dre crfordcriixbca Vorbereitungen haben bereits begonnen. _

+ EML gestern 'Aldends mitgethsilte Note ver- offxmltcht den Inhalt emer Depesche, welche Gambetta gejtgrn an Favre nach'Versaich sandte und in welcher er sich daruber beklagt, daß die Dslegation in Bordeaux seit Empfang dés Telegramms 130131 28. Januar, in welchem der Ab- schluß “_ dcs Waffenstxüstqndes angekündigt worden _ war, ohn? jede jvmtere Mttthctlung geblieben sci , durch welche fie m den Stand geseßt worOen wäre, die nöthigen Maß- regeln, „zur Enzberrxfung der Wähler zu ergreifen. -'- Es folgt hterauf eme m dxcr vcrfkoffenen Nacht hier eingetroffene „Depesche _des Grafen Vtsnmrck an Gambetta, in welcher- an- gezeigt wxrd, daß Favre chsatkles soeben verlassen habe, und die Depcscknyambetta§ am nachsten Tage empfangen werde. Unter dem Tttel „Aufklarurzgene wird hierauf ein Resuch der am 28. „Januar q_bgesch_lo_s1cnen Kouvcntion mitgetheilt. Die hiesige Regxerungknupft htcran folgende Bemerkungen: Aus diesen Do- kumenten [| kemerlci Festsexzung zu ersehen, welche bezüglich der

' Frage desxKrieges oder Friedens in Versailles getroffen wor-

den wäre , dieselbe bleibt vielmehr der. konstituirenden Versamm- lgng vorbehalten. Ein gewichtiger 1111terschied jedoch besteht be- zug11ch der Ostarmee zwischen, den m der Depesche Favre's er- wähnten WaffenstillstandeeJdmgungen und dem Texte der Mit- 1hetltxpgen des Prinzen Friedrich Carl, in Welcher es heißt: vBezuglich der Ostarmee wrrd der Lauf der Linie einer Verständi-

gung vorbehalten, wclche eintritt, sobald die vertragschließen-

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arteien ck über die gegenwärtige Lage der im Zuge 13e- ZßndlYen 111ilißärischen Operationen i_x1 Hen Departements Cote d'or, Doubs und Jura werden verstandtgt haben. Jedenfalls wird die Linie das Gebiet dieser drxr Depgrtem'ents, schnc1den, indem fie der deutschen Okkupatxon dle 111157131111), gelege- nen , der französischen Armee hmgegen', dte', sudltch, von diesem Gebiete gelegenen Departements ub'erlaßtx, Dreselbe Depesche sagt ferner: »Die Kriegsoperatwnen nn Oste,n werden unabhängig vom Waffensttxlftand foxtge'seßt, [bis man sich Über eine Demarkatwnslmte Nrßändtgt haben wird, deren Lauf durch die erwähnten dret Dxpartemeyts einer “spätexen Verständigung vorbehalten ble1bt.e Ems Depesche Bismarcks über denselben Gegenstand sagt: ,Die Feindseligkeiten vor Belfort und m den “Devaxte- mems Doubs, CSte d'or und Juxa werhen fortgeseßt.a Es wxrd hinzugefügt, die Regierungsabthetltmg m Bordeaaux habe sofyrt _- die Anordnungen Javre's, betreffend den _Waffe11sttl1- stand) ausführen lassen, un„d es seien dleselben sert 48 Stunden durch die fraxzzosischen Generale beobachtet worden, dagegen habe dte preuß1sche Armee lhre Bewegungen insbesondere im Offen festgeseyt und verschiedene Po- sitionen troy der berechtigten Emsprgche unserer Corpskomman- danten beseyt. Die Regierungsdeleganon, welche btéher emztg und Mein die offiziellen französischen Dokumente empfing, hat das Recht und die Pflicht, dcm Lande diese Thatsachen mxtzu_tl)eilen, um ein Urtheil darüber abgeben zu können, wen, mtt Recht d1c Verantwortlichkeit für diese irrige Auslegung trtfft, aus welcher ür “unsere heldenmüth1ge Ostarmee sich Folgen ergeben, welche »Für. Frankreich nicht wieder gut zu „machen sind_. ,

-* 2. Februar. Das App.»:[latwndexLcht m Atx bat etzt- schieden, daß alle Beamte ohne Un_tersch1ed der Stellung fur den gcseßgebenden Körper wählbax seien, und 'dqß 9116 entgegep- stehenden Bestimmungen über dte Inkompatthmmt oht1e,Wlk- kung wären. SämnulicheJournale sind von dieser Entschetdung in Kenntniß geseyt worden.

' avre 2. ebruar. Dcr Personen-„und Güterverkehr zwiscéem HoéfleurJund Mezédyn, )crner zw1schen Rexmes, St. Malo “und Brest “ist wieder eröffnet. ' .

Natchrichten auZMarseille'vom1.Fcbrtxar zufolge 1st d1e Stadt wohl bestürzt und 1rauxxg, aber ruhig. Dte voy der Präfektur und der Muniztpalttat, erlassenen Proklamanorxen machten eine gute Wirkung. D1e Journale ermahnen el_n- stimmig die Bevölkerung , die Ordnung zu bewahren und s1ch aller SLraßenkundgebungcn zu enthalten.

Brüssel, 2. Februar. (W. T. V.) Nach einer der »In- dÉpendance belgea aus Lyon 110,11) 30. Januar zugegangenen Mittheilung hat der dortigeMumztpqlrath den Beschluß gxfaßt, das Gouvemement von Bordeaux emzulgdcn, semen Sxßsm Lyon „“zu nehmen und es aufzufordern, unt verdoppeltem Eifer

die Zeyßüakclung des Vaterlandes zu verhindern.

Wie der »Etoile Belge- ans Calais von) heutigen Tage meldet, ist das Eintreffen der Eisenbahnzüge unt Lebensmitteln sehr erschwert. Der ersieZug mit Mehhkaxm erst_ morgcn nach Paris abgehen. Nach demselbenBlatte L| nxParts der Mangel, an Brod äußerst fühlbar. -- Wie aus Ltlle gcmelhet wn'd, neigt sich die Stimmung dort mehr UNd mehr démFrteden zu.

Spanien. Der König von Spayien hat engltschanlät- tern zufolge den europäischen_Souveränqn semen Regterungs- antritt in nachstehendsm Schreiben angezetgt:

;Don Amadeo ]. durch Gottjics? GMT“? und dsen Nationalwillm

öni ; von S anien an seine Ma :* ät n. .w.'u. . w. . K Zkachdcmpdie souveränen Cortes der spamscbcn Nntwn Un_s dje Krone dieses edlen Landes angeboten 542691 und nachdem Ww dre Ueberzeugung gewonnen haben, daß tztne 1olclx'e Wahl feinerleroStö- rung des euro_päischen Friedens herbeiführen wurde -- waren Wir der Anstcht, daß Wir mit Dankbarkeit ein so ehrmvoües tznd erhabenes Ancrbicten annehmen sollten, so schwer auch die Pflachtcn xvären, Welche es Uns auferlegt. Wir habkn es auch ongMommen nxtt_dem festen und umrandelbaren Enischlussx, ach, unsere W))tren- gungen anzuchden und Unsere ganze Existenz zu xvxdmen für das Wohlergehcn und das Gedeihen dxescs" großen „Volk'es. Eines der fichersten Mittel, dicses deeihcn herbetzufußren, Wrrd sem, ein herzliches Einvcrnehmen mxt dxn fremden Souveranen und, Stag- ten zu unterhalten, besonders unt denen, zu welchen Spanten fett einiger Zeit in freundlichen Beziehungeq gestanden. Indem ww dem- emäß das Faktum Unserer Thronbsstetgung, wclches am 2. d. M. attgefunden, nachdem Wir den Etd geletstet, die „Verfassung dxr Monarchie zu achten und achten zu Lassen, zur Kenntmß Ew. Majesiat bringen, bitten Wir Ew. Majeßät, 11115 mit Ihrer Freundschaft bx- ehren zu wollen und zugleich die Unsrige anzxz'nch'men, welche Wtr , Uns beeilew Ihnen anzubietrn mit der voUfiandthn Uebcrzcugung, daß sie muvandelbar und dauernd sein wird., „Ja dtcsem Vertrauen bitten Wir Gott, Ew. Majeftät in Seinen he1lcgen Sämß zu nehme.».

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-- Am ersj'en Märzsoxmfag finden die Wahlen statt, da

die Kammern am 3. April eröffnet werden sonen.

Türkei. Konstantinopel, 31. Januar. Heute einge-

lan ten Nachrichten aus Yemen zufolge ,hat sich, ein großer Tth der Insurgentcnchxfs_unterworfcn. Max“. kömxc dte Ge- gend als vollständig pactfiztrt betrachten.

Vereinsthätigkeit fiir die Avmee. Berlin , 2. Februar. Das Deutsche Cemral-Komite hat für die

Lazaxcthe um lefort durch die, Versorgung der daselvß angelegten, Depots zu Altkirch und Southern“. so ausreichend gewrgt, dqß bercuits über einen Theil der, dorthin dirigtrten Sendunge_n anderwmt verfugt Werden konnte, da durch die genanntcn Depots "]edem Bedarfe abge- holfen worden ist, und auch für _die Folge Aßhulfe geschafft Werden wird. Die Nothrufe, die in verschiedenep Blattern wegen des Man- gels der Lazarethe um-Belfort veröffenxltchtzvorden finy, finden daher in den thatsächlichenVerhältnissen keine genugendeBegrUndung. Dele- girte des Central-Komites, die mit Sendungen nach Belfort abgegan-

gen und bereits seit mchreren Tagen hierher zurückgekehrt find, schil-

dern die dortigen Zustände als vollßändig befriedigend. - Für die

Südarmee sind bereits seit mehreren Wochen pie 130311 Celntral-Komite angelegten Depots zu Chaumontund C'pmal m Thaxtgfett. Nachdem die Eisenbahnverbindung nach Vesoul seit Montag eröffnet ivorden, tft

sofort mic Einrichtuag eines Depots zu Vesout vorgegangen,

so daß dessen Wirksamkeit in den nächst'en Tagen in Aus- sicht 'zu nehmen iß. Durch das bereithlltge Entgegenkommxn dcr Linien-Kommisfion zu Rheims war es dem Centrc),1-Kom:te gelungen, seine Sendungen _während der Unpasfirbarfxtt der ge- s rengten Eisenbahnbrücke ber Fontenay (von Toni) uber Meß,-

SziSres und Rheims dirigiren'lassen zu können, zvas um so wix- kungsvoller wurde“, als durch die Verbmdung Rhctxns-Epexnay, „dre Route Mcaux, Lagny, Vcrsaiües, Orleans u'nd Wetter „erremöt wrrd, mithin in den Sendungen keine Stockung emgetretetz tft. Nachdem seit Dienstag die Eisenbahnbrücke bei Fontenay Wieder'hergestellt, Werden die Transporte hier einen geregelten Weg uber Nanztg mhmen, während die bisherige direkte Eisenbahn-Verbmdung nacp Oßlxarts Übkr Blesme und Chaumont leider d'urch Sprenguyg emer Elsen- bahnbrücke wieder aufgehoben ist und dte Sendungen thren Weg über Lagny und Corbeil zu nehmen haben. In den Transpoxtcn des Central-Komitcs hat ungeakhtet des angsQloffenen Waffcnßxllstandes eine Verminderung nicht eintreten können. Nach wre,vor verlangen die Lazarethe auf dem Kriegssthauplaßc unp dre “fie speisenden Depots dic nachhaltigste Unterstüßung. Bei der Retchhalngfett dcr Senduygen. des Central-Komites kann in einzelnen Lazarethen wyhl vornher- gehend ein Mangel an diesen oder jemn Gxgchüändcn emtxcten, nie- mals aber längere Zeit andauern, da Hie'Spctsungsdepots ubemll so angelegt find, daß sic ohne große Schwwrtgketten auch von den fernst- gelegenen Lazarethen erreicht Werden können. '

Statistische Nachrtchteu. _ ,

In Danzig liefen nach amtlicher Ngchwcxßmg MJ. 1870 1134 beladene Schiffe von 141,433 Last ern, 204 Schtffc gnd 22,160 Last (15 pCt.) weniger als im- J. 1869; _anßerdcm 473 Sthffe in Ballast von 59,420 Laß, 58 Schxffe und 8069 Last mehr "als 111 1869. Unter den beladenen Schiffen warm 195 Dampfer an 46,580 Last, 22 Dampfer weniger, aber 1331 Last mehr als _in 1869; von den Heballasteten Schiffen waren 95 Dampfsr von 25.227 Lgst, 12 Dampfer und 504 Last mchr als in 1869“. Der Nattongbtqt 11äch Waren von den einlaufenden beladenen Schiffen 490 vgn 61,221 Last (43 pCt.) preußische, 288 von 52,641 Last (40 PCT) cyglxsche, 116 von 6396 Last norwegische, 91 von 8289 Las x1_1edcrlandxschc, 60 von 4755 Last dänische, 33 von 1658 Last sWindlZlhk, 23 von 3011 Last mecklenburgische, 11 von 796 Last französische, 10 von 920 Laß han- seatische, 8 von 1064 Last rnxfistc'ye, 2 belg1sche, 1 oldenburgisches, ] nvidamerikanisches. , _ '

Die Hauptgegenstände dcr Etnfuhr, „:e-, „land- und firomWärts- mit Begleitschein, warm Dem Gewichte nach (1111 Vexglctch zu 1869): Eisen, rohes und altes 124,16] er. (+ 2846_Ctr.),* Eisenbahnschicnen, Méist englische, 362,017 Ctr. (+ 1130.69 Ltr.), Etsen- und Stahl- waaren, meist englische und bclgxsche 148,278 C'tr. (-68,257 Etc.); Hexinge 104,864 Tonnen (+ 4914 CW); Kalfstcmc, Thon, _Cemcnr 103,817 Ctr. (_ 103,538 Civ); englxsche thlzl-en “3,174,2-7 Ctr.

-- 286,335 Ext.); Steine 135,087 Ctx. (+ 80.848 “Cry), Von 81 Positionen der Eingangsliste sind 31 m größeren, 50 m gcrmgerm Mcnacn (M im Vorjahr eingeführt w:)rdey. .

DiaZabl der auslaufexxden Schtffe War nn Jabre1870 1490 von 183,967 Last beladen (- 262 Schiffe UND 22,910 TZast oder 12 pCt.) und 66 von 8263 Last in Ballast (_ 33 Schtffe und 8199 Last). . ,

Die Liße der see-, land- und fterwärts" tmr BLÜlUtsÖcin aus- gehenden Güter zählt 67 Klassen von Gutem auf, von denen,32 eine Mehr-, 35 eine Minderausfuhr gegcn1869'anfwetsen. Die Wich- “tigsten AuGgangSartifel sind der Meng? nach: Etseanvtmschienen (land- und stromkvärts) 352,610 Ctr. (+ 349,028 Ctr.)- Exsen- und Stabi“ jvaaren 996,90] er. (+ 20,32] CM), davon 94,390 Ctr. land-m1d üromwärts; Eisen, rohes 2c. 73,679 er. (+ 14,667 Ctr.) land- und sromwärts; geschmiedetes Eisen in Stäben 2c. 68,702 Ctr (+ 19,720 Crr.) land- u. stromwärts; Weizm2,667,786 SOffl. (+ 53 994 SMK), Roggen 1,149,7]9 Schffl. (+ 338,434 Schffl.), Gexüe 353-628 S„chffl. (- 100,599 Schffl.), Hafer 41,188 Srbffl. (+ 18,089 Schffl-)- Halfm- früchte 510,443 Sevffl. (+ 119,163 Schffl.)- Oclsamerexcn112,471 Ctr '“

Vkadtid, den 30. Januar 1871. Amadeo,«

(+ 2586 Ctr.), Hölzer, mit bedeutender Minderausfuhr gegen 1869- Salz 115,523 Ctr. (+ 27,758 CN,), „.

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