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Staxke Festen, wie die uneinnehmbare Stammburg Zollern, ferzz-x'r VW Burgky Mühlheim, Hohsnsicin, die Schalksburg, Wußten und befeßlgten das umfangreicheTerrjtorium in so hohem Maße,)aß der päpstliche chatAlbcrk von Böhmen schon gegen d1§Mtttc des 13. Jahrhundcrts in einem amtlichen Schrtft- stucke „„von den Zoücrn und Hohenberg, einer der „edelsten und tapfcxxjcn *Fßnnnen Schwabens- hervorhebt , »ft'e vermöchtcn nut xbps11-215urger11 Und Städten, so lange ihnen belieben würde, der Rezchsgcwalt,Widerstand zu leisten.«
Die cxstcn m zuvchässiger Weise erwähxxtcn Glieder des Gcsckls'xbch vom Zollern findet man. in dem Grafen Fkiedkich tm S-Ulichgöxxl und Hattenhundert(1027)*“='5') und dessen ver- nmtvljchen Söhnen »Burchard und Wezel von ZoUerna, die ;;U Jahre 1061111 Limex der Fchdcn Wähkt'Ud der Minder- ]ahrtzxkctt dcs [Ungcn Königs Heinrich 17. fielcn.
Mit dem Anfang dk's' 12. Zahthundcrts trcten Gliedcr dcs edlen Gcschlccbts 11011 Zoklcrn ngleich als Grafen bczcich- Ust Uns. Duxch das Grafcnamt, wclche's auf unmittelbarer Belek)- 111111g_1»_0111 Reickykobsrha“ pte beru'tzte, wurde der ursprÜUgliQ ÖMWUUWDU Haustnacyt dcréclbkn NWT (19611: die Gerichtsobrig- kcttfund mm'. Art vom POUJC'Ü- undFinanzgcwalt Über größcre Bczxrxc 1111813177911 BLU'OÖULWWUÖLTU auch'dcr chrbefchl hin- JMchgt. D1eGrafschast Zollern wmv c'm FahUlchn des Reichs, wcichcs dcm BLllchkUEU auch WTI Mannschaft und dcn Heer- baxnja Üvcrtrug. '
In dem Gr'gfen Burchard 11. von Zollern UNd dcff-xn YaWkommen “biuhre dex “Zolleran Smnnn fort. Gt'af Bxxrchard 1]. 1st _dcy CML sicher :mcHg-Iwicskne Stannnvater dcmeibcn: denn Mit thm bcginnt cine Ununterbro-chcne Reihe der GescT-lecHtsfolgcn, welche bis in die gegenwärtige Reit [)erUbrth. *“
, J:),dem GrafBurcbard 11. durch den dritten unter Heinen vxcr Sohnexx m s'em Haus 0le für dasselbe so bcdeutungsvoljcn Naxw'cln Frtedrtch cxnführte, hu1digtc er einem Freundschafts- veryäitmnx , wenn nicht cine'r durch Heirath begründethn Vcr- waudxvchmt zu dem Edlen Friedrich Von Staufen, den Kaiser Hcmr1ch_17. zum Gemahl seiner einzigen Tochter, sowie im Jahr 1019 zgnxSebwabenherzog erhob.
Graf FUWUÜ) 1. (+ 1115), welchem der BENZ dsr Stamm- burg_und der alte Fatmllcmmme von Zoliern verblieb, tritt 1111139ny 11111) tm Gefolge König HciUricbs 17. bei. wichtigen Stanishandlungcjx mxtwixkend auf. Er bethciiigtc sich Nament- 11,ch_cm _dcm I;“:vertursireitc, den Hkinricly 1.7 . mit dem Papste 5111111911112? 11. zu führen hatte. Als sich der König in dieser Angslkgcnhctt umd wegcn keiner Kaiserkrösumg 1111 Jahre 1110 Nach Italien begab und zu vokläufigcr Unterhandlung den Papst dmr!) ,den Erzhiscbof von Mainz und einige weltliche Groke dcs chches beschickte, gehörte GrafJ-rTcdrich Von Zollern zu diesen Gesandtem
Nach den blutigen Ereignissen in Rom, dem erzWungLnen
„ Nacbgeben des Papstes undder am 13.21Pr111111 vollzogenkn
Krözxxmg Heinfrtchs 17. kehrte Friedrich 1111 Gefolge des neuen chijcrs ubs]: du- Alpen zurück. Auf diesem Hsimzugc wohnte kk UcUUCUtllchchlä), den 14. August 1111, zu Speick, der Stif- ttzng von thlren undSeclemnessen bei, wodurch Kaiser, Hein- Uch 17." dae Manen semes in Kummer, und Gram Über treu- losc Sohn? verstforbcncn Vaters Heinrichs 117. zu versöhnen suchte., Die daruber ausgestellte Urkunde bezeichnet den Grafen Frtrdrxch von. Zollern als einen der Fürsten und Edlkn, deren ZTYH und Bure den Kaiser zu diesem Akte kindlicher PlEkät e og.
* Von d'es _ersten. Friedrichs drei Söhnen seßte nur der Aclteétc, Fmedrtch, sem Haus fort. Im. Jahre 1133 verweilte derselbe Im Hofe des “Kaiskrs Lothar zu Basél. Etwa zwei Jahxe spate'r befander “"sich im Gefolge des nunmehr mit dem Kaner versöhnten Herzogs Friedrich von Schwaben. Als nach Loxhaxs Tode (1137) der Hohenstaufer Herzog Conrad zum Re1chßobechaupt erhohen ward, schloß er sich diesem an und exlte auf semerk Ruf tm Jahre 1139 nach Straßburg, wo die Großcy des Reiches deux Könige gegen den troßigcn Herzog Heumch von Sachskn dte Heeresfolgc geloßtcn. Rock) am 14. Oktober 1139 zxx Gröningen in der Umgebung König Comgds fand Frtedxtch 11., wie sein Vater, im Kampfe des Reichsobcrhauptcs m:.t dcn Sachsen sanen Tod. Von _de's_Grafen Friedrich 11, drei Söhnen war es wie- Fer 21151 FMÖFY- chrNdxn Stamm fortsetzte und «is Erwerber er urggra a um erg u der äteren Q “* ' HausÖ-s dfchGLunck? l[1e*1ate. "“ I bz sp Größe seines ra rie ri . ., vom _a re 1171 in den 6 entlf en Ver- handluygen uni,),im-Rathx der Fürsten genanf1f1t, sY-loß fick) dcm semer Farmlte hetmathltch nahestehenden Herr'fcdcrhausc der Hohenstaufen auf das engste an. Man findet ihn in jener
**)S-ammtafcl dcs chamnithauscs von o enkoll NUdOlf Grafen Süufried v Alcäntara und Raito'téißl.) 3 “" V“)"
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Zett -, namentlieh seit 1180_-- unter den vertrauten Nätbkn pes Kmserqurbaroffa, sonne im Gefolge seines Sohnes , des Herzogs thedmch vonSchwaben. Als eine Folge dieser cugercn Beztchuxxg zu dem Rétchsobcrhaupt erscheint seine Vermählung
des Buxggrafey Conrad 11. Von Nürnberg, .der unter den Räthen des Katsers emen besonders hervorragenden Platz einnahm. Da nag) damal1gcr Stttc das Reichsovcrhaupt Über die Hand der Tochker vox) Großkn des Landes vielfältig mit verfügte, znmal wcnn nut 1hrer Hand wichtige Neich§lebne vcrbunden waren, ,so da'rf man den Kaiskr Friedrich selbst als Stifter chscr" Egeverßmdung befrachten,“ dem: es lag darin zugleich die Vexfugung Uher das dem Reiche wichtige Vurggrafcnthum Nurnberg. Die Bklebnunqempfing jc'doc'v Graf Friedrich 111. xrß aus per Hand Kaiser Heinrichs“ 171. (1190-1197), an dessen Re1chsregterung cx vox1 Anfang an als vertrauter Rath Theil Nahm, Er bxglUtcte den neuen Kalssr auf dessen Rundreise durch das Reich (1191), auf der die üblichen Bestätigungen vollzogeU und ,die aufge-häxxften Geschäfte erlsdigt wurden. Zum srßxn MMS als Burggraf wird Graf Friedrich in Hei- ngsfcld 111Untexfrankchn am 8.Juli 1192 urkundlich be'zcichnct, tm Jahre 1193 zu Spear, Würzburg, Worms, Lautern und CohleNz, forme 1111 Jahre1194 zn Nürnberg Und Thun in Reichsvxrhandluyxxen ausdrücklich genannt.
, Wahrend Ums Nenen Zuges nach Jtalisn, den Kaiser ZYUYW nn, Mat 1194 unternahm, um sich zum König? von Otxtlten fröxzcn zu laffen,_ ging Friedrich in seine schwäbische Helmuth zuruck, wo man ck11 UMTTCXWSUL auch am Hofe des Hsrzogs Conxad 'von Schwaben wahrnimmt. Kaum war ]edoch der Kmser xm Sommer 1195 wieder nach Deutschland gekommcn„ so wwd auch der Graf oder BurggrafFriedx-ich, wxe max“: [hn abwechselnd genannt findet, in seinem Gefolge jvtedxr fichthar. Erst der nochmcxligc ZUg des Kaisers nach Miley _scdled ihn von dicsc'm Und zwar für immer, da Hetnrxch 171. am 28. Sept. 1197 zu Palermo starb.
' ,Aber aqchsKomg PhllZPP zog gleich, nach seiner Wahl zum römxschet) Köm c den bewahrtem Rath semes Bruders an scmm Hof. .?)th hal Graf Friedrich namentlich am 29. Juni 1198 den wxchxxgcn Staatsvertrag mit Frankreich abschließen, wo- durch dtefes'sixh gegen Richard Löwc'nhcrz und dessen Neffen, den 'GCJLUFÖUU Oxw, _znm Veistandc verpflichtete. Dann nahm er, tm Son1m€r 1199,an dem Fcldzuge Philipps nach dem NZedcrrhexn'geg-m Anhänger seines Gegenkönigs Theil. Hier- nfachst bkglsttexc er den König auf dem Zuge nach Sachsen, wo dtescr denchxxker zubrachte. Im Frühling des Jahres 1200 war qx mtt dem Könige „auf dem großen Versammlungstage zu Nurnberg, wo th1 JurstM, Prälaten und Edle des Reiches guss Neue xhxe Hu-lfe 111 “dem Thronstreitc mét Otto 117. zu- ?agteUZ 111113 dzcsem leöbmffe gemäß leistete auch Graf Frisdrich dkm KÉmg-z- scmen Verstand, als dZLser im Sommer des Jahres 1200 316 Belagerung Braunschweigs unternahm. .
DW venrgebltcbe, doch mit schwcren Verlusien für Philipps Heer ,UQrknupfte,BelagerUng von Braunschweig war das [SBK W1chttge Erstgmß, woran Graf Friedrich 111. sich betheiligtc. Ngch dev Auflzebung derselben kchrts der König mit ihm, nach Nurnlwrngzuruck, wo er zwar am 1. Oktober noch als Zeuge
Mal unter den Lebendsn erscheint. Er starb., wohl an den Folgey Hes [ey!en Feldzuges, ,am 14. Juni 1201 und fand für seme trdtschen Ueberrestc'; die Ruhcftätte in fränkischer Erde, im Kloster Hetleronn, das noch in späten Zeiten jährlixh seinem Todestag feierte.
Die deutschen Heere und die ausländische Presse.
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Dte gxyßxn Letstuzgen der deutschen Heere im Verlaufe per gegenwarngen Kriegsevoche sind noch vor Ablauf dLVsklben m der "ganzen §Presse Hes Axtslandes, nicht nur in militärischen Fachblattemx, euzer vielsetttgen eingehenden Kritik unterworfen xvordeq. D're Aßstcht eixxer solchen war, ein vergleichendcs Urtheil ubex dteKrtegItnchtigkcxt der beidcnsich bekämpfendsnArmcen zu gxw1t1nen , vor Allem 9er die Ursachen zu erforschen, welchm dle dqutschen Waffen „dtese großen Erfolge zu verdanken „haben. 'Zu dtescm Zwecke bltcb sowohl von militärischen Autoritäten als, von den bedeutenderen Organen der Prkffe im Rußlands, wie »Tunesa, New-Yorkcr «Nationa, russischen »Jnvalidena, schwe- dischen *Aftonbladeta, »Italia militarea, kaum Etwas unbe- sprochen, xvaäauf die Kringühryng von Einftuß gewesen sein kynnte, w1e, dte „OrgamsaU-Zu, dxe Administratx'on, die Taktik, dre Stratqgte, dle oberx Führung 11. s. w. Wie mannigfach und vyn emander abweichend von so verschiedenem Standpunkte aus dre Urthetle und dle aus diesen gezogenen Folgerungen
auch lauten mögen, so durchdringt sie ddch sämmtlich der
mit der Gräfin Sophia von Raabs. Sie war die Erbtochter _
bci einer Königlichen Außfertigung, damtt aber auch zum 1613th *
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Grundgedanke, daß die Ursachen solcher Erfolge ebensowohl Z in der gsistigen als in der militä-cischen Entwickelung und Durchbildung einer Nation gesucht werden müssen. In ersterer Beziehung stehcn Intelligenz, Willenskraft und Achtung vor k-cm GSW (mf Selten Deutschlands der geringeren Volksbildung in Frankreich Und der in Folge fortwährender Umwälzungen dort herrschsnden Mißachtung jeder geseßlichen Ordnung scharf gcgew Über. In militärischer. Hinsicht ist die Heercsorgamsatton der bsdeuterxdske der beide Armeen unterscheidenden Faktoren,“ dcm- nächst kommen in Betracht die pkaktasche Ausbildung der Truppen, die Handhabung der Disziplikx, die verschiedenartige Ergänzung der Offiziercorps und die ercrlegcnlzeit der strate- gischen Führung-
Disfen allgemeinsn Erwägungen §chl€sßem sich die besorxdercn über die Bewaffnung, Ausrüsiung und Leistungsfähigkcit der verschi€de11cn einzelnkn Waffengattungen, ferner Über die Orga- nisation dcs Proviant-, Foura c- und Sanitätswesens, so wie der,- Feldpost-, Feldejsenbahm und,“ eldtslegraphen-Abtl)eilungen an.
Im Ganzen läßt sich das Urtheil der ausländischen Presse dähin zusammenfassen, daß die deutschen HLSW ihre Siege und Erfolge eben'sowohlihrer patriotischenBegeisterung und Hewähr- ten Tapferkeit als der gsnialcn oberen Lcitnng, dcr gcychicktcn Truppenführung und dem eifrigen Stadium dsr KriegSwiffcn- schaften in Friedenszeiten zu danken habeN.
Die 311 Schuß und Truß vcrbmadenen deutschen Fürsten UNd Staaten fteUten unter einheitlicher Oberléitung ein Heer ins Feld, das mit Recht ein Volksvcsr gcnaxxnt Wi's'dkn darf. Gewiß ist es von Interesse, gerade Üvxr diesen Punkt die An- siebten eines repubiüamsehchlatxcs zu Mrnchmen. Die »New- Yorker NAURU äußerte sich 111 einem längern Aufsaße bereits 1111 Monat September unter Ande dahin: »daß ein Heer, dÜs der Hauptsache nach aus Leuten besteht, die 1316151111) aus der bürgerltcizet't Thätigkeit herausgeholt w-urdsn, mjt mehr Tüchtigkeit kämpft und nm-rschirt als ikgend «incVstcrancuarmee, die die Wklc je ge„sehen,1vie dTes von dem Preußischenchre behaupkct wcrdenkamx, und daß fexnev die Vcrrvaltung in musterhaftcr Weise für dre Vetpftsgixng,Bewaffnung UNO schnelle kaörderung Nr Sol- )?aten, für die Heilung der Verwundeten, die religiöscTrösxung ÖTV Sxerbcnden und die Bestattung dcr foUllenen sorgt. Aber auch das ganze Volk hax sicb nickztmtr ohne Murren, sondern mét Bcgeistsrnng Opfern untexrzogen , wie sie selten vmdem einer Nation amfcrlc'zéxt worden sind. Du's Aljes zeigt, das; in Preußsn etwas weit Exnßcrcs“ stattgefunDen hat als die Umwandlung Ns Lauch“ in eix: Hecrlagcr. Mit andere:“: Wortcn, wir sind nicht Zeugcn eincr einfacbcn Maffenaushebung, sondern dex Anwen- Dung der ganzcn Jnthtgcnz eines Volkes von an*ßérordent- licher geistiger Und sittlxcizer Bildung auf nnlitärisctx-e Zwecke. Das Bcsc711dere des preußischen Systems [iegt nicht in der Größe seiner Hekrc, nicks in der Vononnuenheit der Aus- rüsTung derselben, es gründet fich auf den Charakter der Leute, aus denen jene zusammengeseßt find.«
An ähnlichen Asußcrungeu über dieses »Volksheera fehlt es MM; so schrctbt z. B. der Astronom Schinparelli zu Mailand an einkn stettiner Freund: »Das Verdienst des deutskoen 2391ka ist wahrhaft groß; das Heer ist aber auch ein wahres VOLLZHcer, gleichsam eine AuZstrahlung des Volkes. Der König und (1116 Heerführer haben einen gerechten Anspruch an die Dankbarkeit von ganz Deytschland. Ane ohne Außnahme haben ißre Pflicht gethan,“ hterm beruht - das Gchcinmiß ihrer Siege,“ in Frankreich dagegen „th Nxe- mand seine Pflicht gekhan. Dies ist ein großes Betsptel fur aüe Nationen,“ ich hoffe, daß aucT) mcin Vatxrland davon Nußen ziehen wird.« Auf Grund solcher Elemente wie'dje angeführten ruht die Preußische, die deut»: HeereSorgamsatwn, und »Aftonbladcta, Stockholm, den 7. Oxtober, 111thsz diescr Organisath; vermag die Geschichte tem, Gegenstück aufzu- Weisena-
In einer im November 1870 111 Brösel uyter dem Tite1: »01'1 1101115 811 5011111165“ erschten€ncn Vrosxht'tre werden die Vorzüge der preußischen Organisation 11. gleub aUerkenner-dcr Weise hervorgehoben. Es heißt ,dort unter Anderm: „Diese Organißation hat gesiegt und mußte sichn, well max) m1t„tel| anhaltender und gründlicher wiffenschaftlicher Arbctteix uber Strategie und Taktik den rationellen Gebrauch der verschtedenen Waffen gefunden und zur Anwendung gebracht hat. Dre; deuxsche Armee hat studirt u. s. w.- An einer andern Stelle m dtescw Schrift heißt es: :Der Feldzug von 1870 lehrt d1e Verwerfung jedes Miliz-, Konskriptwns- oder Stellvertretyngssystems, dle radikale Verwerfung jedes Systems improvxstxter Reserven; jede solche ist eine Ungereimtheit, ihre Solidität “lst gxetch Null. Das Inßitut der deutschen Landwehr sagt „_mehr uber diefen szgenstand, als alle möglichen Phrasen daruber zu sagen Dkk- m gen;-
In gleichem Sinne schreibt aus Paris F. Petruccelli de
la Gattina, ein bekannter italienischer Publizist und Ab-
geordnefer von republikanischer Gkft'nnung, an, die „Gazzetta d'Italiaa: »Das französischeHe-Zr rcprciscUtirte mch1 dÜsxVOlk“; der Soldat bildete einen Stand für sich und betrieb sem Ge-
- schäft handwerksmäßig. Er hatte hinter sich die Tradition der
verschiedenen fikgreichen Krtkge dcs zwekitkn KUise-rreich's. Dies- mal aber standenYhm in “dcm deu15cheU VolksOe-ere Krießer gegenüber von unVerbältnißmäßig höhcrer Jntclligcxxz, dabei geschult, bcgcijéert, an STTÜPÜZCU gswöymtund here» Alles fürs Vaterland zu tragen und zu wagsxx, gsführt außcrdcm von den besten Generaien Wsercr Zeit.: AUCH Dcr 73jäyrig€ schwe- dische General. Hazelius in Stockholm 1pricht sick) in ?Unsm xKriget emalian TykZland och Frankxikc', Stockholm 1870: (Krieg zwischeU Deutschland Und Franfrxéich), ganz im Slums dEr Forsell'schen Schrift aus Upsaia (11145: »er erkenne die Vor- züge der preußischen Militär-Organisation «m und Verfolge- mit ungetheiltem Jntereffe dcn Sießsslcnxf dsr dcntsch€n Truppcn.« In derselben Weise tritt auch die »Göteborg's HandclI- sch Sjofartstidningée für Deutschland gegsn Frankreich in die Schranken. _
Eine Folge diesér allgemein anerkannten, guten Orgmnsa- tion war zunächst die moralische Stimmung, dsr chobeneGsist in den Rerhen dcr dLUUchkU Heere, wslkvc m-clk-r zn den Sicgkn Und Erfolgen bkigctragcn haben, als cs die numsristbe Uch- ikgknhcit je hätte thun können. Bcrciks unter dem 15.91Ug11st 1870 schrieb die wiener »Prcffe-e: »Die-sc p-atrwtiscbe Bsgxifte- rung offenbart in unwiderlegbarer Wcifc, daß die deutschen T*xruppen ein eminem kriegerischer (931171 bcseslt, wclchcr die sie befehligenden Genkrale zu de:! füynsxsen [[Ntex'n-ehxmm- ßen bcrcchtigta und weiteér: »Dik cklatamtcn Ex'éolge sind *eben nur die natürlichen KMsequeNzcn jexxcs mora- [lsÖLN Motors gewesen, "welcykr MMM die große Maffe :,cs deutschen Heerks zu so glämzench Waffexxthatsn an- 1P0rnte.« Eiuc 111 St-ockholm im Oktobcr 1870 vcröffcntliäzte Sébklst »Wcshalb haben dis: Preußsn gxfiegt?« sagk bezüglick) dicses Geistes: 'Mit 61116111 Worte, dk? Prsnßisch Axxncc bxsißt is,“: fick) di-z umralische Kraft, Miche 1:11 Krjegc chxe sx) «W:;e ROUL spielt.a Ueber 116 Offizier-Corps Und dis prakxjscbs Aus- wßldng dcr bciden kriegsührendkn Heere äx;s;x*rt si?!) de:; Vcrfaffc-k vorgcdcachter SWM in fslgcnder WELFs: »Wer sich von der Art und WU?? , wie die Rskrmc-m in der PWUßLscch Armes axtsgkbxldei werden, e'mc klare Vorsfsklung v'é-rscbaffen will, wird finden, daß dis cmgswandfc Mxthode bei Einübung dcrseiben bis zu deren Eintrnx in die 2111111111- schafr darauf gcgrüudet ist, seinBkobachtungßysrmögkx; für das Terrain auszubilden ..... Die Uebungen dcs Bathons gsven jmmcr darauf hinaus, die von der Mannschaft e'mzcln erwor- bene Fertigkeit im Ganzen nußbar zu nmchex1.« UnD wei- ter: 'Wenn (":ck der französichr-e Offizier, was die militäriscke Vßldnng béskifft, im Allgemeinen WM 10 tüchtig ist, wie die Offiziere in mehreren andcrc'n Armsen EUWPas, nnd viel1eicht sic Übertrifft, ss) ist er doch dem preußischcn Umkrlcgcn. ES fm- det sich bei ihm eine gewiffe Verachtung für alle Stubenngr- samkeit, der rr-arnendeSLimmcn, wie früher dis des Marschalls Bugeaud und seit 1866 die des Gen-xra1s T_ro-chu, 1.1.1691 (11.113,1- hclfen vermochten. Man kmm sagen, daß “dxc'sxr _eregjfur Preußen das Resultat fünfzigjährigcr krikgsw1118111chmftl1cher Studien und damit verbundener praktischer Erfahrungen ge- wesen ift.« „ „
In Betreff der strafegtschen Fubrung der deutschem Heere heißt es in der oben erwähntenbchischcn Scbrxftx, BDW chisch'e Armee verdankt ihre Uebcrlegcsnbett dcr vorxrcffluben Bildung ihres Generalstabcsa. Und die amcrikamsche »Unjona, der russische »Jnvalidea, die londoner »Tnncsaz und die eng- lifche »Army and Navy Gaxcttca, alle püxchten dcn, Wor- ten aus »Aftonbladets bei: »Dic Preußische Armee hat m dcm General Moltke den ausgkzrichnctsten Strategena Enz öster- rcichiscver Stabsoffizier schreibt unterm 12. Oktober 1870 der »Darmstädter Mtlitär-Zeimnga: »Jndem wn", also bet der französischen Armeeleitung und Tr'uppcnführung akte vcrrottete Kriegsmaximen in der unglückltcysten Gcbrguchsapwendxxng sehen, lächelt uns aus dem taktischen und strgtcgtscdcn Ver- fahren der deutschen Armeen das frische Lebensgrßn cmsZ neuen, auf die Fortschritte der Kriegswiffenschast und die Verbesserung der Feuerwaffen basirten Kriegssystems cntgcge11.«
Zur Geschichte des inctoriaschießens. (S. Bes. Beil. Nr. 6).
111. Nach Abschluß des zweiten Pariser Friedens am 20. Novem-
ber 1815 wurde noch län _ere Zeit anäyrlich das Andenken der großen Schlachttage des efreiunßskrieges durcb Paraden und Kanonensalvcn gefeiert. Aber evst wieder im Kriege von 1866
und zwar auch nur ein einziges Mal, nach dem Siege bei König-