1871 / 54 p. 6 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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srlesfirt, 1150er er sich, während Granate auf Granate in die Batterie einschlug, durchaus nicht von seinen erschossenen Pferden trennen und versuchie, so gut es bei seiner Verwun- dung gehen wollte, wenigstens noch beim Auskleiden derselben behülflich zu sein. Erst das aUSDrückliche Verbot, dies ferner zu thun, sowie der Befehl seineS Zugführers vermochten ihn zu bewegen, seine Pferde zu verlaffsn und nach dem Verband- plaß zu gehen. Heindke befindet sich in Folge jener Verwun- 5ung noch im Lazareth. Er ist geboren zu Hasenan, Kreis Neumarkt.

Unteroffizier Otto Biedermann , geboren zu Stobernam, Kreis Brieg, ebenfalls von der Z. leichten Batterie, welcher während der Schlacht bei Wörth mit anerkenncnswerthem Eifer jhätjg war, seine Batterie mit Munition zu versorgen, be- dauerte, als ihm eine Granaxe drei Zehen hinwcgriß, nur, daß er nicht mehr länger bei seiner Batterie verbleiben könne.

Unteroffizier Biedermann ist wegen seincr Pflichttreue zur Dekoration mit dem Eisernen Kreuz eingegeben. Er befindet sich gegenwärtig noch im Lazarett).

Gefreiter Bartsch. In der Schlacht bei Wörth bekam die 2. reitende Batterie dcn Bsfehl, eme Mme Stellung, 1000 Schritt vorwärts, einzumchmcn. Die Batterie Proytc auf und ging unter dem heftigsten feindlickyxn Feuer im Galopp vor. Bei dieser Bewegung hakte sie eine mit t'xefcrn Gräben versehene Chaussee quer zu passiren, Troß ch Avertissements »Grabena ßürzte dex“ Vorderreiter des 6. GeschÜHeZ, die anderen auf ihn, Und das“ im stärkstsn Rocken befindliche Gesckzüy ging ihm Über den Körper, so daßer auf der Stelle für todt liegen blieb. In Tiesem Augenblick, sehr richéig erkennen?), daß es fich darum handelte, auf das Schleunigste vorwärts zu kommen, kam der Gcfreite Bartsch sofort unaufgefordert aus der etwa 100 Schritt der Batterie folgenden Wagewstaffcl in scht1ellster Gangart heran, half das Geschüß Meder in Ordmmg bringen, nahm die Stelle des Vwrderreit rs ein, so daß das Geschüß nur nach kurzem Aufenthalt den übrigen folgen konnte. Er benahm sich in derselben, troßdem er als F»«hrer nie ausgebildet wm» in ÜBUM folgenden Phasen des Gefechts mit größter Sicherheit und

ravour.

1." mobile Sappeur-Compagnie 17, Armee-Corps. (Glogau.)

Sergeant Weiß, Unteroffizier Rust. Am 25. Oktober sollten drk beidkn auf starken , massiven Pfeilern ruhenden Eisenbahnbrücken bei Chawn gesprengt werdkn. Dic Brücken waren bereits mit französischen Minen 13erschem konnten jedoch mit der französischen Zündung nicht qeéprxngt werden, weil diese, wie sich spätsr ergab, verdorben war. Um eine andere Zündrmg anbringen zu können, wurde die 2'5 F. starke Ver- maUerung der Mine 2 F. breit und 2 F. hoch herausgestemmt, und krochen alsdann der Sergeant Weiß Und der Unteroffizier Rust der ]. Sappeur-Compagnie mit dem ganzen Leibe durch diese Oeffnung in die Pul'oerkatnmer, zogen die französischen Zündungen hkraus und “legten neue preußische Zünder hinein. Die genannten Unteroffiziere bewiesen» hiqérbei eine um so Trößere Bxavour, als uicht bekannt war, mit “welchen explosiven «toffen dre Minen gclad-zn waren und möglicherweise durch kkyas tHervornehmen der französisckxxen Zündungcn explodiren onn en.

)(1. Armee-Corps.

Hessisches Füfilier-Regiment Nr. 80. (Wiesbaden, Diez und Weilburg.)

Füsilier Hirsch. In der Schlacht bei Wörth wurde ihm ng Gewehr“ durch etnenSchß zertrümmert. Aus der Plänker- 1xme_hcrau§tre1cnd, ergriff er ein Chassepot-Gewehr und suchte s1ch .tm fcindltchen Feu-xr Patronen dazu. Später bei einem Vorstoß des Feindes sah Hasch einen Turco mit einer Com- pagnie-Fahnc auf näherthstancc sich gegenüber, er verwundete

Diesen Turco dukch einen Schuß, sprang vor und entriß dem“

verwandeten Feinde ,die Co'mpagnie-Fahne. Dcrsexlbe ist für diese tapfere That mtt dem Etsernen Kreuze. dekyrirt worden.

' Fkxdwebel Käpplex ergriff beim Anklicken zum Gefecht bei We1ßenburg sofort em Gewehr, schnallte sich die Patronen- tasche cines Verwundeten um, zmd blieb während des ganzen _ Gefechts in- der vordersten Schüßenlinie , dort lebhaft feuernd und mit Ruhe und Kaltblütigkeit Probcschüffe abgebend. In gleicher Weise verfnhr Käppler bei Wörth.

Gefreiter (jehx Unteroffizier) Ott feuerte beim Anklicken im das Gefecht seme Kameraden durch Wort und That an,

und zeigte während des Gefechts bei- Weißenburg und in der

Schlacht bei Wörth eine ganz besondere Todesverachtung. Häufig dle Deckung verschmähend, rief er seinen Kameraden un heiter- fien Tone zu, »seht Ihr, es trifft ja nicht jede Kugel.«

Unteroffizier Franke zeigte im Gefecht bei Weißenburg neben UjlgTshk-iltlk Hingebung für den Dienst während des Gefecht€s 8516 große Fürsorge fÜk die Verwundeten. Eifrég bemüht, Ver_wm1dete aus dem feindlichen Feuer in einen in der Nähe bejéndlichen Graben zu bringen, verbat er sich jede Hülfe, da, wie er angab, Lr aklem fertig werden könne, und eine größere Anzahl MY] Leuten das feindliche Feuer auf dje Verwundeten ziehen würde. Mit durchschoffener Kleidung kam er zum Zug znrück, Beim Sturm auf dem (Zeisbergc war er einer dsr ersten am Thore des GLhöfts. Hier erhielk er eiUen Schxxß Durch den Hals und troß dieser bedeutenden Vs:"- wundmxg , die ihm jedes Sprechen unmöglich machte, verließ ex"- nur auf ausdrücklichen Befehl das Gefecht. -- Derselbe er- h_Wlt das Eiserne Kreuz.

Füsilier Maus war im Bivouak bei Rohrbach in _dsr Nacht vom 3. zum 4. August an heftigen Magenkrämpfen erkrankt, und wurde auf Befehl dss Arztes als erheblkch Er- krankter (“mf dem K*xankcnwagen nachgsfahren. Als Maus die crsien Schüffc des sich entwickelnden Gefechts bei Weißknburg hörte, war er anf dem Wagen nicht mehr zu, halten,“ er eßlte mit Aufbictung aller Kräfte sei'ucr Compagnie naeh, die er sch-m m voller Aktion gegen den vom Feinde, beseßten Geisberg fand,“ hiersclbst meldete er sich im dichtc11cn Kugelregen, bei seinem Compagnie- und Zugführer als rckcmvaleszirt, und war eiUer dsr crsxcn beim Sturm auf das Gehöft. Lcider war er uicht mebr zugegen, als sich die Vesaang des Schloffes Geisberg seinem Zuge ergab, weil einer der leßten Schüffe ihn schwer am Fuß verwundete, -- leslUW erhielt das EiserneKreuz.

Füsilier Schäfer zéichnete sich in allen Gefechten durch seine Ruhe bein1Schießen aus. Von Hause aus als Jäger gewöhm, feim'n Schuß umsonst abzugcbeU, hat er auch wenig, aber wohl seMn, ohne Erfolg ga-fcuert. In einem der heißesjera Momente in der Schlacht von Wörth verließ er seinen fichcren Play in der SchÜyenlinie, indemxr meldete, daß er zu wxjn'g vom Feinde sehen könnte und deshalb bat, sich einen andskn Ort aufsuchen zu därfcn. Ohne jede Deckung begann er nun- mehr ein erfolgreiches Feuer auf die anrückenden Zuaven,

Füsilißr Grebe. Im Verlauf der Schlacht bei Skdan war beim Angriff der Höhe über Floing die Compagnie durch Truppen der 232. Divisios1 und 7. Armee-Corps getrennt wor- den. Füßlxxr Grebe erhixelt dxshalb den Befehl“ vom Compagnie- führer, den dmrch die obigen Truppen akogctrcnnten Theil der Compagnie aufzusuchen, und während des Verlaufs der Schlaäzt zum RM der Compagnie zu dirigiren. Diesen Befehl voüzog Grkbe mit dsr größten Pütükthkeit; ohne Zaudern Überschritt er eine Wm Feinde stark unter Fkuer gsnommene Wiese. NM) Erledigun» seines Auftrages passirte er diexelbe Wiese in dem- 1elben heftxqen Feuer zurück. Hierbei sah er aus dem Trag- korb eines gefakl'enen Maultlzrieres einc Zagdflinte hervorragen. Ungeßört “durch das heftige „Feuer holte er die Flinte hervor und brachte sic: seinem Zugführer als GNchenk. Dieser gab sie ihm mit der Erlaubmß zurück, sie behalten zu dürfen, und mjt dem Versprechen, dieselbe ganz ausnahmsweise auf dem Com- pagniekarren transpoxtiren zu wollen“. '

Sexgeant Scorczewski, Unteroffizier Angermaun, Unterosßzier Vogt, Unteroffizter Herrmann. In dem Gk- fecht bet Weißenburg am 4.2111921111870 hatte die Z. und 4. Compagnie den Geisberg ungefähr 300 Schritt nördlich di's Gehöfts daselbst unter bedeutenden Verlusten erstürmt, mxxßte j_edoch, da , da Gehöft noch vom Feinde befeyt war, in der „Höhe desselben eine Zeit lang Halt machen. Der Sergeant Scorczcwskt und die Unteroffiziere Angermann, Vogt und Herx- mann zexchneten sich hisrbei besonders Dadurch aus, daß sie» dte vm) der Compagnie durch Knien und etwas Von'Terrain gc- sckn'tßt-e Deckung verließen , etwa 10 Schritte vorsprangen und den aus dem Geisbergc, resp. vor ihnen abziehenden Feind mit Ruhe und Kaltblütigkeit wirksam beschossen. -_

In der Schlacht bei Wörth hatten nach Ueberschreitung des Saucrbaches die Reste zweier Züge der Z. und 4. Compagnie, bei denen'sich auch die Fahne dcs Bataillons befa:xd, sich gegsn die_von emcr Mitrailleusen-Batterie b-efexzte, rcchts vom Wege nach Eberbach gelegenen Anhöhe gewandt und nifteten-stch hier, nachdem die Batterie abgefahren, ein. Die beidenCompagnien hatten sännntliche Offiziere verloren und führte daher Sergeant Scorczewski den Zug der 3. Compagnie. Nach etwa 10 Mi- nuten Außhaltens im hefxigxn Feuer von Mitrailleusen und GeWehren, welches selbst-btsk auf 3 und 400 Schritt abgegeben

. wurde, a-vancirten Zlöhlich die«feindlichen S'chü-ßen in dichten

Haufen _mit lautem eschrei. Scorczewski leitete mit großer-Um-

stcht däs Feuer seines Zuges, doch war an ein Zurückweichcn des sehr überlegenen Feindes Nicht zu denken xmd wurde" daheydte Fahne beim näher Herankommen NZD" Fenxdcs zuruckgeschtckt, während Scorczewski seine Mannschaxken nnt den Worten an- fcuerte: »Kinder, die Fahne muß gerettet werden, wir müffen athalten.-c Auf etwa 40 W 50 Schritt hcrangekonamcn, nö- !hTéxte das diesseitige Feuer den Feind zum Halten mw dieser Momcnt wurde von dem Scrgcanten benußt, um mit den 25 Ns Z0 Mann, dix vm! beidén Züge:? mxr nock) vorhanden “Wären, stch ebenfafls zurückzuziehen. dem spätcrsn Vor- gehen und Verfolgen glückte es ihm, mit mehreren Füsilieren Unige 220 Franzosen “rn einem Hause gefangen zu nehmen und dabei eWen gefangen genommenen verwnndeten Sergeanten 13011194. Regimmt zu bcfreicn. Leider wurde der für sein tapfe- res UND umsichtigcs Benehmen mit dem Eisernen Kreuz deko- “rirts, Ssrgeant bei der weiteren Verfolgung spät am Abend "Durch ainen Schuß durch das Knie schwsr wsrwundet..

kateroffizier Zastrow Unteroffizikr HermanN , Gefrei- “((-r Wkiland. In der S“ lacht bei Scdan hatten die Fran- zoserx, Die Höhe jenseits Floing bis fast zuletzt stark beseßt ge- !)altsn. Bei dem diesseitigen Vorgchx .?,rafm auf dieser An- Döhe Abtheilungen der Z. Compagnie mit solchen des 94. Regi- ments zusammen und wurden in ein lebhaftes_Schü߀ngefscht MU den in danald sichzurückzichcndcn französische Abtheilun- gm verwickelt. Während dieses Schüßengefkchts erschienen auch 11me auf etwa 7-800 Schritt feindliche Abtheilungen, die min- Nstens 2-Z Bataillone umfaßten, und die cöenfalls cin [cb- 541ftes Fkuer auf déi? dieffeitige Abthcikung richteten. Di.- Unter- offiziere Zafirow [Md Hermans! Und der Gefreite Wei- landfzeichneten sich hierbei besondkrs durch iHv wohlgezieltes Z'Y-cuer aus und wußten besonders die [»cidcn Unteroffiziere durch Wort nnd That die übrigen Mannschaftkn anzufeuern.

Fkldwebel Engler.._ IN dsr Schlacht bei Sedan hatte die 2. und Z. Compagnie Dic xxördchh Floing gx'legcne , mit einer sisincrxxcn Mcmer umgxbene und bewaldete Anhöhe beseßt und zwar- in Verbindung unit Abtheiluxxgyn anderst Regimenter. DL,? 3. Compagnie spezkxell war gcscbloffen vom Compagnie- J-i'xhrer als Souticn an der östlichen Umfassungsmauer iN der SWÜYenxinie aufgestellt. Der Feldwebel Engler bei der COMpagnie, ÖSV für sein tapfercs Und umsichtiges Be*n€l)111e11 in den focckzken von Weißeszurg tmd Wöxth [“Er-eits zum Eiscrnem Kreuz 11. Klaffer in Vorschlag «cvracht war, bsfand sich für _ seine Person auf 51111 [51ko Flügel der Compagnie, als ein ihm nicht bekaUnter Ü)MT“('0[ an diese Stclle dsr Schüßcxxlir'aéx kam und ihr zurief: „Es ist avcmcircn geblasen, Ach vorsxc'hen.a In Folge desen übex-rftic-g Fkldwebel Engler mik dcn th zunächst befindlichen Lenken der Compagnie die gut 5 Fuß hohe Wufaffungsmaucr umd avancirte in einem mörderléch-cn Feuer den ziemlikl) stkil akfalleyden Abhan in den vorliegenden Grund, wo das Bett «UW kleinen Bache ciUige Deckung gewährxe. Nachdem Von lyisr aus das heftige Feuer des Feindes cinége Zcit erwidert :yar, wurde an dem sogenannten brennenden Hause etwas WSUS? links vorwärts eine zweite Stellung genommen uud 7ch20ß W) der Feldwebel hier cinem HalbbataiUon des 87. Ré- «iments an. Mit diesem ging dcrstlbe kurze Zeit darauf in dem erstgenanrchn Grunde vor. Das heftige Feuer der 23 fsi11dlichanatatllone nöthigte jedoch bald zum Zurücxgehen in die Stellung am brennenden Hause. - Beim zwertcn Vor- thn wurde der Feind in den südlick) dcs Grundes gelegenen Wald hineingcdrängt und schloß sich hierauf der Feldwebel dem in dEr Nähe stehenden eigenen Halbbataillon an.

Füsilier Merz hatte bei der dierährigeU Mobilmachung auf seinen besonderen Wunsch die Erlaubraiß erhalten, mit st-inem Bruder zusammen bei der 4. Compagnie eintreten zu düxfcn. Beide Brüder stapden im Gliede neben einan-der,„bc- reitetén gemeinsam ihr Mahl und theilten bsßändig im Begmn des Feldzuges daffelbe Lager.

Jm dem Gefecht bei Weißenburg -fiel *dxr Fufilxer Merz U., Merz 1. sprang aus seiner Deckung zur Letche seines Bruders. Fkst hielt er den Entseelten umfangen und achtete nicht der zalekickzen Kugeln, die dicht um ihn auf dem freien Felde ein- schlugen. Endlich riß er sich in seinem Schmerz los von der theuern Hülle und noch einmal die erkaltende Hand drückend, “rief er: „Dich will ich rächen, das gebe-Gott! Nuk vorwärts Kameradenk Merz hat seine Gelübde treu gehalten. Stets war er einer der Vordersten, immer suchte ex den Feind. -_- Für sein tapferes Verhalten vor dem Femd 1ft Merz nut dem

Eisernen Kreuz 11. Klasse dekorirt.

Füsilier „Domiß , welcher bereits die Campagnef18jéx6 mit- «cmacht, hatte schon auf den ersten Märschen dcs dtesjährigm Feldzuges den Leuten fewer Abtheilung manchen Rath für M bevorstehenden Gefecht? “gegeben. In dem Gefecht bei'Weißcn- burg verschmähte er dtc Deckung eines Erdaufwurfs, mdem cr

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lacheixd_ sugte: *Dic- Franzysen schießen so schlecht, daß sie mich auch mcht treffen, wenn 1ch frei fiehe.« Bei dem ferneren Avancircn blieb er immer aufrkcht stkhcn, feuerte ruhig und gab den Nachbarschüßcn die Distanzen (“M, auf welche sie feuern mußten. Gegen Ende des Treffens erhielt Domiß einen Schuß in das linke Oberbcin. Zornig rief er aus: xFortgehen kann ich nun nicht mehr", das haben die Jeznde erreicht, aber fortkriechm kann ich noch.« Domiy machte nun wirklich den Versuchxauf HändeU und Füßen kriechen?) mit zu avancirsn und konnte ihn Yar der ernste Befehl dss Zugführers daran hindsrn. Hikkrfüv Ut Domiß zur Dekoration vorgeschlagen worden.

Füsilier Händler zeichnetf: sich in allen (HéfkkbfLU immer durch seine Geistesgegenwart und seinsn unverwüstlichen Hu- mor (LUS. Als sicvsrcr Schüße suchte er sich immer feimdliche _ Offizisre 11:15 Unteroffiziere aus. Dabei mackste er seine Neben- leute auf Ms Objekt seim'r Schüsse aufmerkyam und theilte mit, mit welcher Visirung er getroffen. In der Schlacht bei Wörth wurdc Händler mit einigen Leuten der Compagnie durch feind- liche Reiter Übkrraschf, die zweinml die sich sammelnde Sektion attaquirten, dock; beide Male abgewiesen wurde» Als nun Nach der zweiten Attaque die Füsiliere in Erwartung einesk dr'xtten Angriffs zaudcrteu, auf dem freien Felde wetter zu avaxxcirkn, scbwanxx sick) Händler auf ein feindliches Pferd, und Mt so den Füsilieren voran, die ihm nun lachend folgten.

Gefreiter Faulstich Zcichnctc fich iu der (Schlacht bei Wöxih durck; seme Fürsorge aus, oje er dem zugführenden Offtzixr bewies. Ganz seine eigene Sichcrheit außer Augen seYenO, folgte er auf Schritt und Tritt seinem Lieutenant“, Wehle diesen VVT jeder Gefahr JU warnen, schoß heftig auf die Feinde, diE jöm seinen Offizier zu [de'ohen schienen und suchte ohne Ra1“tD-3ckunge11, von dMéU aus der Zugst'Lhrer seinkn Zug überschen konnte Faulstich ist zux Dekoration vorge- schlagen.

Oberlazarethgehülfc Carl Lorenz rettete beim Durchwaten des Sauerbaches zwei Offizierenunter heftigen1fti11dlichen Feuer das Leben nud versah in der “vorderstom Linie sleen Dienst unermüdlich und ohn? Rückstcht auf Gefahr.

Sergeant Fridolin Carl Emil Haag, Gefxeiter Friedr. Wilh. Onfermann, karcitcr Hsénrich Dickie!) Bieler, Scrgéant Friedr. Cu ny , Füsilier Heinr. Wilh. Friedr. Böcker befandkn sich während ds?! Hin- und herwwgcnden Waldgefeebtes bci Eléaßhausen auf dem linken Flügel des aus- - geschwärxmtm SchÜxzcnzugcs. Als der rechte Flügel dcs “ages, von großer feindkicber Uebermacht bedrängt , eiue kurze trecke zurückgehen mußte, gelang es namentliä) dem Zureden der 5 Genannten, die beiden linken Flügelscktionen von einem vorhandenen Graben zurückzuhalten, von wo sie auf 100 bis 150 Schritt Entfernung cin sehr wirksamss Feuer auf M1 Feind er- öffneteu, bis die rxnserigen wicder vorgingen. Böckerund Cuntz wurden hierbei vu-rwundct.

UUteroff. Georg Wilh. Bauer , Füsilier Wilh. Fürchtegoth Hug!) Moriy U'nterstÜYten den Compagnie-Chcf m ausgezeich- neter Wejse, als es galt, Die Compagnie durch die Sauer zu führen, während deren starke Strömung vor dex; Aygen der L-sute Menschen und Material fortriß. Im Gefecht gmgeu fie ihren Kameraden mit aus;",kzcither Bravour voran.

Gefreiter Wilh. Martin. Im Anfang der Schlacht von Wörth mußte die 6. Compagnie den hoch aNgc1chw0U9nenSauex- bach durchwaten, wobei dcn Leuten das Waffex ws unter dle Armcging, “(0 daß nu'hrereinGcfahr kamsn zu ertrmken. Auch der Lieutenant M. war ganz unter Waffergekommen und dem Ertrmken nahe, als der Gefreite Wilhelm Martin hinzuxprang und Hen- selben heraushalf. Hierbei hatte Lieutenant M. semen Säbel ins Wasser fallen lasseU, wclchéß Gefreiter Martin _kaum be- merkte, als er auch schon Anstalt traf, sich zu entkletden, x_md troß dcs Abmahnens des Offiziers darauf bcstand, den Sabel wieder anzuschaffen. Jm heftigen Gewehr- und Granatfeuer warf derselbe Tornister und Kleider ab, tauchte mehrmals unter UNd erfaßte glücklich dcn Säbel, welchen cx,da1m,„ uachdcnxer sich ruhig wieder angekleidet hatte, triumphtrend semem Offizier nachbrachte. Gefreiter Martin ist aus, Frankfurt a. M. und hat das Eiserne Kreuz erhalten.

Füsilier Hermann Ballast. inm Vorgehen der 6. Compagnie durch den Niederwald wahrend der Schlacht von Wörth, sprang ““der Füsilier Hermann Vgllaft mzs Schneidemühl, Regierungsbezirk Bt_omberg geburtig- m dem Moment, als die Ku eln- emzuschlagen begannen, und hierdurch die" Vorwärts ewegung gegen den noch unsichtbaren Feind langsamer zu werden anfing, aus dem Gliede vor und rief feinen Kamerayen zu: »Wo unser, Haupt- mmm uns hinführt, da Folgen WU: Alle-La worauf _1hm_ cinem Hurrah gcqmtworte wurde und es frisch wetter gmg. Ballast hat das Exsernc Kreuz erhalten. ,