1890 / 259 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 27 Oct 1890 18:00:01 GMT) scan diff

bei den Wahlen in einem Theile dqs Peloyonnes und auf den Cycladischen Inseln die Opposttton JEstegt; an,? den übrigen Distrikten fehlen die thlresultate noch „ganzlich, das Gesammt-Wahlergebniß läßt s1ch „dqhey UVch mcht uber- sehen. Die Stadt Athen wählte 7 mtmstertelle und 8 oppo- sitionelle Kandidaten.

Serbien.

Bel rad, 26. Oktober. Der König Milan, _chlckwr Ück) moran ins Ausland begiebt,_ 91111)le heute NUMLUYÜLL des Auswärtigen und srklarte demielbén' gegenuber, daß viele skinor Aeußxrungen cntstsUt und ubertrisben wieder: gegeben seien; sr sei mit dem Zustande des Landed, und der Regierung zufridden. Morgen wsrden sick) dle MMM?!“ von König M11an bexalisxhisdexi. "

In Folge der ]iingstsn Einfallc dcr Arndut-xn _uber- schritten 20 Bauern aus dem Dorfe T_ruomca die turkxsche Grenze, gerikthen mit den Ariiauxsn ins Handgemerige und nahmsn dcnselbsn 50 Stück Kleinvieh wsg. DLL Regierxxng mißbiÜigls dis stattgchabte S6lbitbxilf€ und drdnew sms streng? leiiersuchung sowie die AufsteÜung eines Grenz- kordons an.

Amerika.

Vereini teStaaten. G91“üch|1weise wurdéir) diesen Tagen die A1“; echtung dsr Mac Kinley-Tartfbill ge: meldet. Dieses Gerücht bestätixit stck), 112111 „Hamb. Corr.“ zufolge, insofern, ach dic „New York-Wdrld'“ behaupxet,„ man könne noch für visle I)iillwm'n Dollais Wanken emfuhrxn, ohne von Zollexhöbungeii bxtwffen „zu werden, da'zal)1reiche Importeure thatsächlick) den gsrtcbtlichen Weg beschrttten, um die Gültigkeit der Bill anznstchten. Agch _der „New-York: Herald“ meldet, daf; mehrer? große qmerikaiiisckw Handlungss- häuser die Gültigksit dsr MacKmley-Bill wegen Foxm- 1chler§ anfechten und gerichtliche Klagen guf Ruck: gabe der bilZl)C1-" auf Grund der Vtkl emgézogeiten

dllgebühren einbxmgen.„ . ' .

tells die Aussxchtslosigkert solchen Beginnend nut aller Entschiedenheit betont. So wird agngaslÜngton berichtet, der Schatzsekretär habe dahin entjchieden, daß das ganze neue Tarifgeskß durchausz gültig sei, obgleichfick) herdus- fteÜte, daß einige Kopisten irrig di'njenigen Theil des Geseßes, welcher dM Tabackrabatt regelt, in dem vom Prästdsnten unterschriebsnen Exemplare ausließen. Der Schaßsekretär behauptet, es sei zwar der betreffende Theil des Tarif- geseßes ungültig, aber keinsSwegs das ganze Gesetz. Der Kongrsß wird im Dezember vermujhlich ein Extrageseß an- nehmen, um den Fehler zu berichtigen.

Afrika.

Egypten. Kairo, 23. Oktober. Der K edive ist nach einer eimwöchentlicxgén Rundreise durch Unter: gypten hierher zurückgdhrt. Bei einer Ankunft in Kairo wuxde dsr Khedive begeistert vom Volke begrüßt. - Die letzten egyptischen Mekka-Pilger sind in Suez angekommen.

Die von dsr britischen südafrikanischen Gesell- schaft aUtdesandte Expedition ist, laut Meldung des „N. B.“ aus der Kapstadt, in Mount Hampden, ihrem „Bestimmungsort, angelangt. An die Mitglisder des Zuges werdsn in Gemäßheit des abgeschlossenen KOUtrale Schürf- rechte vergeben.

Kunst und Wissenschaft.

ZUr Ausführung pbotogrammetrisckxer Aufnahmen der Insel Helgoland jraf am vérgangenen Diinitag der Regicrunßs- und Bauraxb Dr. Meydenbauer aus Berlin dort ein.

_ Von den „Meisterwerken dcr Holzscbneidekunst“, Welche die Verlagsanstalt Von J. J. Weber in Leipzig berausiiiebt, liegen uns die Lieferungen 139-144 vor. Sie bringen den 12. Band der Publikation zum Abschluß und enthalten wieder eine AuEwabl der nacb Inhalt und icckmiscber Atwfübrung bcrborragend und bleibend werthvdklen Xylograpbien aus der von der Firma verlegten „JUusirirtcn Zeitung“. Die Lcßfcre bictet bekanntlich, wie sie allen bcdeuiendercn Tagesckcigniffen dllrck) wörtliche und bildliche Schil- deUUÜ folgt, auch stéts eine Revue der besten und originellsxen Werke der Malsrei und Skulptur aus den iäbrlicben Kunstausstellungen. Diese nacb getr-“uen Photographien von Meistern dcrHolzsÖiicidekunst mit allen Mitteln bochvexboükmnmneter Tcckynik ausJeführten Tafeln wiirden eiiier unberdicnten ergejienheit anbkimfallen, Wenn sie nicbt in dieser Sondkrpubxikaiion defammelt erschienen. Die Abzüge find mit großer Sorgfalt auf Kupferdruckpapier hctgesteüt und übertreffen durch die Weichheit der Linien des Holzschnitts an Wirkung sogar mancbcn Kupferstich in der äljereii barten Slrichelmanicr. Uixtkr dc-n RCPWdUklionén von Werkxn der Malerci finden sick) bcrborraaende Namen axis älterer und neuerer Zeit. Andrea 7561 Saito ist Vertreten durch die Madonna mit Hsiligen in der Berliner (Halsrie, Welche erst in neuester Zsit von den Schäden Wikdkk befreit worden ist, die ihr eine uugescbicktc Ucbermalung zugefügt bakte, (Carlo Dyke? durch eine schöne Madonna aus eincr römischen Pridaiimlerie. Von neusren «Münsilirn findkn wir Böcklin's .Pietä', eiiie Madonna von Tbcddor Große, eine Heilige Cäcilie von Friedrich August Kaulbacb; scrncr an Prosanen Werken u. A.: Charlotte WoM-r als Messalina von Makart, Lutbkr auf dcm Reichstage Vl)" Wornid bon Anion von W?Wkk und Lutbér als Chorknabe bei Frau Cotta vor. Gustav Spangenberg. Unter den vielen Genrebildcrn Uerdiknt Anton von Wernér's „Kriegs- gefanaen“ als cines der anziehendstsn besondere Hervorhebung. Aus dcm Gebiet der Thiermalerci fei OM) Reckiiaaei's „AUerbabnbalz in Ober-Steiermark' genannt. Die Landschaft ist in den vorliegenden kakkx“! nur durch Zeichnung und Photographic bcrtreten; mittels leßterer' sehen wir den Buarbrä bei Odde am Sörfjorb, eine wilde, großarjigc GebirgÉ-Landscbaft aus Norwegen, vorzüglich wiedcr- gegeben. Eine Reihe von Tafeln vcranscbaulicbi bedeutendere neuere Wexke de_r Skulptur, darunter das Landesdenkmal fiir die gkfallenen Bayxm m Wörth-Fröscbweiler, von Prof. Rümann und Rudolf Wagnerl's Hochrcliefs vom Giillparzer-Dcnkmal in Wien. Auch der Architektur sind einzelne Blättkr gewidmet; eiixes davon zyigi das praobtvoUe Treppenhaus aus dem neuen Hofbnrg-Tbeater in Wien. Selbst das Kunstgewcrbe fehlt nicht; wenigstens ließe sick; das präch- tige Boudoir der Königin von Rumänien im Karpatbenjcbloffe Sinaja am „Besten in diese Rubrik eivordnen. Wir haben aus dem mannig- faltigen Und keichen analt dir letzten Lieferungen mir einiges be- sonders Bewerkenßkvertbe beyczuégcgriffén, Was gekidnet ist, rie Nuf- nietksamxeit kiznstliebender Kreise wiederholt auf diesc Wbt PreiÖwcrtbe PybUkanonfbmzulenken. Dieselbe ersckxeidt in monatlichen Foliobeften mtt_1e Z'Bilderseiten und erklärendcm Text zum Preise von 1 554 3713011 5712121511110?" izebst Titel und Inhaltsberzeichniß bilden einsn BEW- IU MWP LMS künstkérisä) ausgeführte Einbanddecke auf Ver- langen ztzm Pxeiie vor) 4 „“- nachgeliefert wird.

(Gleichzeitig erschien in demstlbcn Verlage eine 4. Auflage von der 1. Sammlung der .Mxisterwerke der christlichen Knust“- ebenso VVÜWWL xvxograpknsche Nachbildungen einer Reihe der be- rühmtesten Exmalde altercr italienischer, spanischer, viederländiscber und deutscher Meister enthaltend. Wir nennen nur Rafacl's fixtiniicbe und zbie §);!kadonna cha Sedjcz iowie seine heilige (Cäcilie, Lionardo da Bincis Abendmahl, Tizian's Zinégroicbcn und Anbetung dér

Dagegen wird an amtlicher ,

Engel, „Die heilige Nacht“ von Corregio, das „11369 1101110“ v_on Guido Reni, die Himmelfahrt Mariae von Murillo. die Kreuzabnabme von Rubens und die büßende Magdalena Von Balkon:; Ferner sind vertreten Fra Bartolommeo, Annibale Carracct, Hans Holbcin, Theodor Mintrop, Gabriel Max und Bern- hard Plockbdrst. Rsmbrandt's berühmte Radirung mit der Dar- stellung Christi als Kr_ankenl)eiler (bekannter unter dem Titel als .Hundextguldenblatt“) ist in so überraséhend wohlgelungener Weise facssiu'itlirt, wie nian es mittels der Holzschnitt-Technik kaum für möglich dehalten batte. Auch ein edles Skulpturwerk, die „Krem- abnabxiie' von Achiermann, ist vortrcfflich wiedergegcben. Die schöne Sammlung kostet in Umscblag nur 2 „M, in Carton-Mappe 3 „FH, in Leinwand-Mappc 5 „16.

Theater und Musik.

KönigliÖL Theater.

In der morgigen Vorsteüung des „Othello' im Königlichen Yvernbause sind die Damen Leisinqer und Rotbauser. die Hrrn. Sylba, Balis und Stummer beschäftigt. In der Vorstellung der .Meisiersinger“ am Mittwoch setzt Frl. Molten ibr Gastspiel als Cya fort. Den Walther singt Hr. (Gudebus, den Hans Sachs Hr. BLZ. Die Vorstellung beginnt um 61; Uhr.

Ein Billetberkauf .u der für Donnerstag auf AÜrrlHchsten Befebk ayZetorsbntetten Fest-Vorsiellung des Ballets „Der Seeräuber“ fik'adét m a , &

„Jm Königlichen Sckyauspielbause geht am Mittwoch „Minna bon Barnbelm“ in tbeilweiser Nkubejeßung in Seene. Frl. Abick) giebt die Franziska, den Just Hr. Kahle, den Wirth Hr. Eichholz, dcn Wachtmeister Hr. Pfeil, den Riccaut Hr. (Grube.

Deutsäxes Theater.

Se. Königlicbe Hoheit der Großherzog von Sachscn-Weimar b:- s11chte am Sonnabend die Vorstellung der .Haubenlercbe' und folgte ihr mit dkm lebbaftesten Interesse. Während des Abends gab der Großbkrzog, Hrn. Direktor L'Arronae wiederholt seine außer- ordentliche Befriedigung über die Darstellung kund und beauftragte ibn zum Schluß, auch den Mitgliedekn feine Anerkennung auszu-

spxechen. Berliner Theater.

Theodor Herzl's .Bernhardincr', dessen Erstaufführung in Folge dcr Erkrankung Frl. BULLY vkrsckwben werden mußte, cht nunmehr nach der Gknesung der Künstlerin bestimmt Donnerstan, den 30. d. M., am Berüner Theater in Scene. Inzwischen haben die Proben zu (Gustad Freytag's ,Journalisten“ begonnen und werden so gefördxrt, daß die Erstaufführung voraussichtlich noch vor „Kabale und Liebe“ stattfindet.

Bclle-Alliance-Theater.

Es rvar keine Novität, mit welcher die Mitglieder des WaUner- Theaters die Besucher des BeUe-Alliance-Tbeaters am Sonnabend unterhielten. denn die Gesangsposse „Jm neuen Berlin“, von annz (Hutbery und Wilhelm von Hoxar nach den Schreyer- Htrschel'schen .Hawburger Fabrten" für die Berliner Bühne be- arbeitet, war bereits vor einigen Jabreki im Wallner-Tbeater zur Yuffubrung gelangt und hatte dort, wcnn auch keine besonders bei- faÜige, so,doch immer freundlicbe Aufnahme gefunden, Eine solche bereitete ihr das gut gefüÜte Haus auch am Sonn- abend, und auf die Mehrzahl dcr Zuhörer wirkte fie wie eine Novitat. Weniger ibr etwaiger literarischer Werk!), auf den sie wohl so gut wie gar: keinen Anspruch erbebt. als das flotte Spiel der Darsteüer war es, Welches einen Heiterkeitserfolg erzielte, und da muß in erster Linie Hr. Gutbery genannt werden, der fick) die red- licbste Mühe gab, den bergnügungssückstigen Rentier Ribbecke lustig und ausgelaffen zu spi61en, und dafür aucb die Anerkennung des Hauses fand. Frl. Biedermann Fbersucbte, die Ur-Berlinerin gls Adele StoUe mit großem Nachdruck zu spielen; Wenn ihr das auch nicht gelang, so war doch ihre rontinirte Dar- stellung eine solche, daß s'te ihr aüe Ehre machte. Am Besten war Frl. Seemany, welche sich Frl. Bäckers zum Vorbild genommen zu haben chemt und ihr in manchen Dingen vöUig gleichsieht. Sie war ein e tes Berliner Kind als Friß, den ja auch Frl. Bäckers im WaÜner-Thealer so drastisch darstellte. Frl. Schmidt wußte den Frankfurter Dialskt rccbt geschickt wiederzugeben, Hr. Worlißsck) war ein lustiger Fremdenführer „im neuen Berlin“, das wohl noéc) manche Wiederholung im BeUc-AUiance-Theater erleben dürfte.

Adolph Ernst-Tbeater.

Das Adolph Ernsi-Tbeater beging am Sonnabend unter freudig- sier Antbeiliiabme eines zahlreichen Publikums die 50. Vorstellung der Treptow'schen Gesangspoffe ,Unsexe Don Juans'. Dic Dar- steller, Welche mit demselben Eifer wie am ersten Abend “spielten, wurden durch lebhaften BcifaÜ außgezeicbnet, und die Träger der HauptroUcn durften auch zahlreiche kostbare und geschmackvolle Blumen- sperxden in Empfaiig nehmen.

Thomas-Tbeater.

„Das Jabrmatklscst zu Plundersnseilern“, welches im Verein mit dem lustigen Schwanke „Dkfizit“ am Sonntag wieder die undebun- denste Heikelkkit dec“- bid aus dsn lcßtxn Play ausverkauften Hauses erregte, geht mit „Defizit“ zunächst noch Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in (Szene. Am Freitag folgt eine ein“ malige Aufführung vom „Raub der Sabiiierimien“, worauf am Sonnabend die Premiére der _mit großer Sorgfalt Vorbereiteten (“rsten neuen Posse mit Gesang iéaktfindki Dicse_wird den Titel „Der Wetterfrosch“ führen und hat die Hrrn. Knei1cl und Hirschel zu Verfassern, wäbri'nd Gustav Steffens die (Gesänge komponirt hat.

Jagd.

Mittwock), den 29. d. M., findet Königliche Parforce- Jagd statt. Stelldichein: Mittags 11/4 Uhr am Forst- haus Plantagenhaus.

Mannigfaltiges.

Der unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin stehende Verein zur Beförderung der Klein- Kinder-Bewabransta [ten beging gestern in der Dreifaltigkeits- kirche sein 56. Jabreßfest, dkm (General bon Bülow und viele Freunde und Gönner des Vereins beiwohnten. Festprediger war Superintendent Döblin. Der Verein béwahrt zur Zeit in 16 Anstalten 12-1400 kleine Kinder. deren Eltern das täglicbe Brod außerhalb des Z::ausL-H Verdienen müfscn. Jm leßten Frühjahr bésuchte Ihre Majestat die Kaiserin mehrere der Anstalten persönlich. Der Verein batte„1m leßten Zabrc ein Budget von 30000 „16; die KoÜekte ergab uber 2000 „16 Einnahme.

Jm bissigen Königlichen Wilbelms-Gymnasium ber- band M) die Vorfeier für den 90jährigen Geburtstag des General - Feldmarscballs (Grafen von Moltke rnit der 25jäbrigen Erinnerung an die Einweihung des Schu!- bauses, welcbe weiland Se. Majestät Kaiser Wilhelm, als König am 24. Oktober 1865 ?errhöchst persönlich untcr Theilnabme dks General-Feldmarsckmlls Grafen von Wrangel, des Gkncrals der Kabal- lerieGrafen von Waldersee, des Generals bon Alvensleben, der_Staats- Minister von Bodelschwingh und von Selchow, des Obxr-Praßdenxen von Jagow 11.21. durch den Unterrichts-Minister Dr. von Mubler buldreick) vollzog. Der Direktor gedachte dankbar jener ersten großen Aus- zeichnung der Anstalt und brachte (“111 warm und [,ebbaft gerufenes dreifaches Hock) auf Se. Majestät den regierenden Katser aus. Die Festrede hielt Oberiebrsr 1)r. Rethwisch zu Ehren des Grafen Mol'tke, und der Schülerchor sang ein in gleicher Absicht von dem Gymnasial- lehrer Or. Draheim gedichtetes Lied. Die unteren und Vorschul- klaffen wurden durch eine Ansprache des Schulamtskandidaten Pfeifer und des Direktors über die Bedeutung des Tages belehrt. Der Feier

erwiesen die Geheimen Regierungs-Rätbe 131". Höpfner aus dem UnTerrickpts-Ministerinm und 131". Klix aus dem Schulkol1egium die Ehre ihrer persönlichen Theilnahme.

Die Erweiterungsbauten an der Potsdamer Bahn Haben seit Sonnabend, laut Mittheiltzng der „BV. Ztg.", einen neuen Fortschritt gemacht. Zum criten Mal wurden die nach Potsdam fahrenden Züge bei Zehlendorf über die neue Brücke und auf das neue Gelei1e der Wannseebabn geführt. Da dieser Betrieb eröffnet ist, kömien nunmehr auf der anderen Seite die Untot- führungSarbeiteii in Zehlcndorf [329111111211 werden. Auch auf den anderen Stationen werdm die Arbeiten auf das Eifrigste gefördert und soUen bis in den Winter hinein, so lange es die Witterung nur irgend zuläßt, mit mwermixidcrtem Arbcitspersonal fortgcseßt werden,

Ueber die Stiftung zu Gunsten bülssbedürftiger Töchter verstorberier R6ichs-P0ft' und Telegrapben. beamten bringt, in Richügiteüung von Rcbortcrmsldungen, die „Deutsch Vcikebrszeitung“ folgende Angaben: „Cs Kind bis tit über 106000 «16 bei dem vorbereitenden Ausschuß ein- gegangen, Es zeigt sich in Beamten- und Unterbeamten: kreisen xine Betheiliaung, die in solchem Umfang bisher in keinem früheren äbnlicben FaUe erreicht wurde. An die Errich- tung aucb nur eines Versowunqéhauscs wird voriäufia überhaupt nicht (iidawt; dazu würdkn nacb Lags: der Vsrhältniffe I,)kiÜionen er- fordxxlick) icin. Dageßen Werken die borbandenen Mittel und die bereits angcmeldeien, nicht unerbcblichen fortlaufenden Beiträge JLstaxien, ker Absicht gemäß, mit 0?! Gcwäbrung von Prämien- zuschusi€nn für chietivcrfickxerungcn 11. s. 1», sowie mit baaren ].Znterstuyuvgew in nabkr Zcit zU IMMS". Die Gruudiäße fur sokcbe Bewleigungen statuieumäßig fcstzustellen, wird Sacbc der berufc:i_i'xi Organe 1ein, d. i. der aus geordiictcn Wahle'n hervorgeicndcn Yudicbuiie. Wablbexciiotigt und wäblbar isi jeder Beamte Und Unjcr- beamRke der Rexcbs-Poit- und Telegtawßcn-Verxbxiltun,7, jvclcher bis ,Um 20. Ok'obcr einschl. einen Beitrag geleistet bat.“

Zum Bau des Spindler-Brunnens und dcr Umßestal- tung ““es Spittelmarkts in einen Schmuckplaß smd, dem „V; FUNKY zufdlze, am Donnerstag die Absteckungcn und am Fre„itag bereits ,die erstcn Spatenstiche gescbcben. Im kommenden Frubjdhr Wird die feierliche Uebergabe des Brunnens an die Stadt und die Freigabe des Schinuckplches für den Verkehr erfolgcn.

Die neuc Brücke, „melcbc die Friedrich - Wilhclmstraße mit dem Lutzowblaß bkrbindet,"ist. wie das „D. Tagebl.“ mittbeilt, jeßt Voljendet und dürste demnachst dem Verksbr übergebxn werden. Die Siadt Berlin hat mrt_ diesem Bauwerk eine zweite Herkulesbrücke crbaltcn; rmx Df; die netze die alte an grandioser Wirkung Über- trifft, weil die SPÜTLUUUI btel weiter und die Lage eine ireierc ist. Auf den Brückenwangen find je zwei Sphinxe gelagert, und in der Mitte erhebt sich die gewaltige Herkulesgruppe aus weißcm Sandstein. Sobald dcr Lüßowplaß freigelegt ist, wird durch die neus Brücke die Friedrich - Wilbelmstraße in gerader Linie mit der Maaßenstraße verbunden. Von der Höhe der Brücke aus wird man dann nach beidxn Seiten hin Ausblicke von besonderer architektonischer Schöiibeit genießen. Während im der Nordseite der Blick die Corneliusstrafxe und Friedrick) Wilhelmstraße bis in die Tiéfe dcr Tbiergarten-Wlee hinein umfassen kam:, öffnet sich (in der Südseite die breite Maaßknstraße, und über die Villen weg schweift der Blick zu dsn bochgelegénen Bautkn von Schöneberg. Ist erst der Lützowvlaß mit Gartenanlagen geschmückt, so wird die neue Brücke mit ihler Umgebung zu den schönsteri Theilen Berlins gkhören.

Merseburg. Der .Nat.-Ztg.“ schreibt man: Das [cbgnde Wahrzeichen von Merseburg, der in einem großen Käfig auf dem Schloßbof Untergebrawte historische Rabe, ein wahres Prachteximplar, schwebte dieser Tage in Lebensiiefahr Von rucbldser Hand War er mit Pbizébbdr von Streichbolzköpfcben ver- (Üftkt worden, doch War das Gift 11icht staik gming, um den kräftigen Vogel aus der Welt zu schaffen. Er wurde- nur krank daVon, und um ibn sorgsamer behandeln zu könnkn, etitfernte man ihn aus dem Bauer. Dieser Umstand gab zu dxm (erÜÖt Aiilisz, das; das historische THW gestorbkn sei, doch bat sich dies nicht bewdbrlwitet. Dkk Rabe ist em (Fiinncrungszeilbi'n an den BisÖof Thilo bon Tidiba, za dcssen Erbdltiiiza WLW mid :;53e1reidi'zinsen vom Rittergute Skopau, das Vom Bischof dcm Stifte geschenkt Wordc'n war, bestimmt find.

Si. Gallen Die bcideii beimBeitcigen ch Säntis bekun- glückten Bcrgstcigqr Paziziiini „Und 336116; (dercxk. Nr. 2548251) sind, laut Meldung der SÖMtzer Blatter, am .Oebrli“ tod! auigifun- den nwrden. Sie haben sich also nich1nach der Tbierwies gervendet, wie bisher angenommenwurde, sondkrnschen iiber die Pottersalv. INM hajte Alles gejban, um die Yerungliickten aufzusuchen. Unter großen Strapazen machten RCH die Knechte bon Schrvendi auf den Weg, mußten (iber wegen Unmdssen von Schnee unverrickytel'yr Dinge zurück. Auch, Von St; Gallen, (zus waren zwkj im Säntisgcbiet Vorzüglixb , bewunderte Mitglieder dcs Alpenklubs abgereist, um womoglick) Spyrsn der „beiden Vcrmißii'n zu finden. Es ist sckJWer erklarltck), ww die" jungen Leute Von der Pottersalp, ans, der sich mebxere 'Halten befinden, FWH dringcndcn Abratbens in dem Unwetter in vdÜrg unbkkannier Gegend die Richtung gsgen dds Oebrli zu, wobm ggr kein Weg führt, ein- schlagUi konnten, statt aufWPottirsalp zu bleiben oder zurückzukehren, Jbr Tod war, durch den S_cbneestyrm, bcranlaßt, jedenfallsscbmerz- loser, als wefäi er sic in de!" Tbxcrwieshüttc, von aÜem Proviant entblößt, ereilt Hätte.

New-YOkk- 25. Oktober. Einzelheiten über dcn Sturm, der die ganze Ostküste Anikrikaö vorgestern und géstcrn bsim- suchte. ergeben, daß er Fürchterlick; gewütbet und großen Schaden angeriÖtet hat, 73061) ist biebber kcin Verlust an Menschenleben zie- mclkkt wwrdcn. Cin Dampfcr soU aiif Long Beach gescheitert sein, dock) ist dée tslegrapbiscbe Verbindung niit dem Maße zerstört. Einige glauben, es ssi dcr niederläiidiswe Poitdainpfer .Obdam“.

New-York, 27. Oktober. Nack) Meldungen des „W. T. B.“ aus Md bil c (Alabama) brach kort gestern Abknd cinc große F ericrdbriinst aus, Welche ein Baumwollenmagazin und andére Häuser am Quai sowic mehrcre Oelmüblen und auf dem Flusse ankernde Fahrzeuge in Asche legtk. Bei Abgang der Meldungen war man des Feuers noch nicht voÜständig Herr geworden.

San Francis», 24. Oktober. Durch eine Feuersbrunst in der FlottenWerft dsr Marieninsel wurdcn beute, der „.A. C.“ zufolgs, viele werthboile Zeichnungen und Landkarten zerstört. _

Mexiko. Aus M exiko wird unler dem 25. Okiqber gemeldet, daß durch heftige Regenstürme in (Collina VLF]? kleine Städte iiberflutbet sind und der Eisenbahn- und Telegraphen- verkehr unterbroäyen wurde. Der Stauf" von Vera Cruz und andere Distrikte sind auch von schweren Sturmen heimgesucht worden.

Os aka (Japan). Am 5. September entstand, der .A. C.“ zufdlge, in Osaka eine fürchterliche Feuersbrunst, Welche ca. 3000 Hauser zerstörte und Schaden im Betrage von ca. 1000 000 Pfd. Stekl. arz- kiciz-tctc. Die Zahl der Obdachlosen wird auf 18000 angegeben, _Die zerstörten Stadttheile find die, welche die beruhmtesten Theebauser der Stadt enthalten. Der Feuersbrunst wurde nur durck) den Fluß, der die Stadt durchschneidet, Einhalt gethan.

«WL? 259.

Dritte BEilage zum Deutschen Reichs-Anzeigcr und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1Z90.

Berlin, Montag, den 27. Oktober

Statistik und Volkéivirthschaft.

Zur ArbeiterbeWegung

Der „Boss. Zig.“ wird aus Schlesien unter dim 24. d. M. «escbiieben: Die Befoxgmsse Wegen de?“ Außérbetricbssßung der Plüscb- und Chenillenfabrik yon Weigert 11,659, in Schmiedeberg haben sich als unbeizt'iindet erwiesen. Nach Ent- lassung von nur sechs Arbeiternsbabkn 1ämmtiicbe ArbLiLCk Unter den von der Fabrik gesteren Bedingung» die Arbeit am Donnerstag wiedsr aufyienommen. (Vgl. Nr. 255 d. Bl.)

Zn Yküncben'fand am 23.12.5111, Eine öffen11iche Vér- sammlung statt, in welcher, der ,lekß-Ztg.“ zufolge, der stchs- jags-Abgizordnete bon Vollmar und die iibrigen Di'li'giitkii zum so- zialdemokratisiben Paxtcitag in Halle Bericht «statisten, VoUmar wiederholte *uytcr außerft heftigen Angriffen die in Halle beicbloffene formeUe KrieJSexklai'ung gegen die Centrurnspartei umd forderte zum Kampf mtr aUen Mitteln gegen die uljramonidnen Gkgncr auf. Die Vcriammlung "gbm iinslimmig eine Rc'idlution an, in welcher sie fick) mit „den Außiübrungen der Dklegirton und der Ausiibdng ibrer Mandate in Halle einverstanden erklärte, fie wiinscht Line bcftigc Agitation bor Allein auf dem blattsn Lanba.

«Hier in Berlin trat in Links Versammlung sozial- dctxibkratisch€r Wähler des vierten Rcthagd-Wablkrcises am Freitag dsr Reichstags-Abgeordniéte Singer als Redner auf. Er be- inerktc, nach dem Bericht des .Berl. Volksbl.“ u.Ä.: In der sozial- dimokcatiicben Partei babe Jeder das Rscbt der freien Kritik, allein der ((Linzelne müsse sicbder (HUammkbeit unicrordncn. Wer das nicht Verwögc, der könne nicht zur Partui gehören. Er sei der Mxinimg, daß die Gmioffen in Berlin iiun endlich die Strsitaxt begraben und lediglich dem gemcidsamen Zie'le zustrcben sollen, Unbkkümmert darxim, ob der Eine oder der Axideke .:bweicbendcr *))ikiming ici. - Tiscbler Berndt vertbeidigß sick) chen Akakiffk, Miche ec aiif GL'UUÖ seines Verhaltens auf dem Parteitagc erfaßten. Die Dibaite, an der sicb zahlreiche Redner belbeiligten, nahm, wie aus dem Bericht des „Volksbl.“ ersichtlich, skbr lärmendcn Cbaxakter an. Nach dem Schluß derselben wurde auf Vcscbluß der Verxammkung di'm Reickystags-Abgeordneten Singer noch einmal das Wort zu etwa folgcnden Ansfübrurigen ertbcilt: Die beutise Varsammlang Wird nicht da;,n beitragen, die etrva vorbandsne Voreingenommenbeit gegen die Berliner zu beseitigen. Ich habe aUerdings auf dem Kongreß Eine solche Voreinaendmmenbeit nicht wahrgenommen, dllLin Wenn diesekbe bestanden haben soÜte, dann war dies lediglich Schuld

derjenißcn Bcrliner (Genossen, Welche monatelang bor dcm Parteilag,

in bkrwerflichster Weise gegen die Jrakiion gebcßt Haben. Es ijt sebr beédauerlick), daß die (Hedoffen heut, anstatt _kiber “dass glanzende Ra'iultat dcs Parteitages in Halle erfreut zu sein, sicb bier derartig parsönlich anfeinden. Wle Redner babci'. _ einsiim-ixtg «rkliirt, cs existiren keine sachlichen Differenzen in dcr Pdrtct und Was wir, abgesehen von den Ausführungen der Rcfsrcntkn, von den Genossen des vierten Wahlkrcises brut _gebört haben, 1111113 ich als kleinliches persönlicbes _Gezank bezeichnen. Ick) weiß, die Berliner Genoffen in ihrer gewaltigen Mehrzahl wcrden Unbekümmert um einzelne Störenfriede daß Banner der PUr-TAXWCH- Halten. Wir kennen nur die eine alte Parole: Eine Partki Wie die unsrige marschirt Vorwärts, vorwärts und immer vorwaits. _ Pcrsönlieb bemerkte nock) Buchdruckereibesitzer Werner: (Zr waL die Sireitaxt begraben, die Abgeordneten mSgen abczr aucb dafur sorgen, daß das „Berliner Volksblatt“ ebenfalls die Streitaxt bdgrabe und ihn nicht fortwährend beleidige. _ Dem T11chl_er B ?. rn dt wurde gegen eine starke Minorität ein Vertrauensvdtuxm ertbcixt und einstimmig folgender Resolution zugestimmt: Die erigmmlung ist" mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden, vcr]prtck)t„ ZUe pcrsönlicben Gebäsfigkeiten bei Seite zu lassen und dafür zu wirken, daß das Banner und die Prinzipien der Sozialdemokratie in itximcr Wkiti'kk Kreise getragen werden. _ Der Ausstand der Berliner Töpfergcsellen (Vgl. Nr. 255 d. Bl.) nimmt, wie der Vertrauens- wann der Töpfcr Thieme in einer Versammlung am Ddxirierstag mittbeilje, einen befriedigenden Verlauf. Da in den meisten FaÜlmdie Bauberrcn Von dem Beschlusse der (Gesellen durch die Meister nicbt in Kenntnis; gesetzt worden Waren, so waren Anfangs n'ach unaefabrer Scbäßuna 400 Geseüen zur ArbeitseinsteÜu-ig genötbigt." In, den meisten Fällen haben nun die Gesellen bereitwüligstc Berucksichtigung ihrer Wünsche gefunden, und da die Geseüen sicb cbensb entxiegen- kommend erwiesen, so konnte schon nach Verlauf bon wenigÄenfTagen die Arbeit wieder aufgenommen werden. Die Zahl der Stxlkenden belief fick) am 24 d.“ M. auf 90. Die ersten Unterstußungqn find bereits am Sonnabend Nacbmittag gezahlt worden. _ 5211165 die Maurer haben, wie die .Volks-Ztg,“ berichtet, emen Aufruf zu_r Unierstüynng der Töpfer ergehen lassen. Die .Fensterfrage“ soll mit Energie zum “Austrag gebracht Werden, und mim hofft, daß auch andere BaitbaddWerker, wie Maler und Stuckatcnre, die unter den- selbkn Mißständen leiden, fick) den Töpfern ansckyließeriwerden. . Nach einem borgesirigcn Telegramm des „Reuter ichen Bureaus aus Sydney ist der aUgemeine Strike als beendet zu betrachten. 'Eine großeAnzabl Seeleute suchen um ihreWiederaufn'abme n'acb. Die vereinigten Bergleute in Newcastle richtxten ein Schreiben an die Befißer der Koblenbergwerke und bittcn um „Wieder- aufnahme der Arbeit ohne Bedingung. Die Grybenarbeiter dxr anderen Bergwerke find in der gleichcn Weise tbcztig, Die Gruben von WaUSend Werden die Arbeit am Mittwoch wiedex quf- nehmen, und man nimmt an, daß auch die Anderen am Dienstag folgen werden.

- Statistische Nachrichten über das Großbexzog- tbum Oldenburg. Heraußgegeben vor; dem Großberzogltckxen statistischen Bureau. Zweiundzwanztgsies Hefx. Hie Bewegung der Bevölkerung in den Jahren 1871 bis 1887 mrt Ruckblickkn axzf die ältere Zeit, nebst drei karjbograpbiscben Tafeln und einer graphi- schen Darstellung. Preis 8 „M Oldenburg. Druck und Verlag von Ab. Littmann. _ Die vorliegende Darstellung dex vaölkerungs- bewenung im Großherzogtbum Oldenburg'veransckpaulicht dieses ebxnso umfassende wie lehrreiche Gebiet der Statistix in tbunlicbstxr AUSfubr- lichkeit. Sie umfaßt in der Hauptsache emen fiebzebnjabrigen Ab- schnitt (1871-1887), greift aber, tzm den Entwickelungßgazia der Erscheinungen gehörig nachzuweisen,. in der Regel bis auf viel *entlegenere, theilweise bis gegen die Mitte des vdrigen Jabrbuziderts reichende Zeiten zurück. Dabei knüpft die Bxarbeitung an die fxuheren Veröffentlichungen desselben Gegenstqndes, die das Material bls' zum Jahre 1870 beigebracht haben, auch insofern an, als sie gleich ibnen die Ursachen der Erscheinungen, ihre sziehungen zu andsren Großen Wie ihr Verßältniß zu ähnlichen Vorgangen fremder Biobachtgngs- gebiete zu untersuchen unternimmt und zu dem "Ende die exforderlicbxn Hilfsberechnungen in aUSJiebigem Maße gewahrt., Dalnngegen ut, entsprechend der ganzen, vorwieaend praktischen ,ZWLcken dieneriden Aufgabe der „Statistischen Nachrichten“, Von einer mathematisch- jheoretischen Begründung der vorgenommenen Ermittelungcn - ins- besondere auch in Ansehung der aufgestcüten Sterbetafeln „_ abge-

sehen worden.

Literatur.

Der Lebende odc-r der Tobie? Von Amélie Rides. Ins DcutsÖe sibcttragen von Hsm?!» KMZ). Mit Porträt der Vcr- fafferin. Frankfmt a. M., C KÖLÜHU'I Verlag, 1890. (Pr. 1,50 „FC) _ I)ie Verfasserin, eina jnnde Ulmckiknnc'rin, di'ren anziehendes Bild dcn Titel ziert, bat fich, Olms cffcnbar noch js selbst das (Glück der Ehe genossen zu babkn, den irikcrkffanten Fall ausdemalt, in welchem cim'r leidensckxaftlick) [iebciidcn jimai'ii Fran ibr jwnger (Hatte frül) durch den Tod geraubt wird und ihr dann in dessen Vettkr sein Ebenbild cntßegkntritt, Mit dcm sie eins Zeit laiig jändclnd Nrksbrt, mn sick) dapn enttäuscht von dcm „Lebknden' wieder los zu sagen und (xäiizsck) dcr (FrixmcrUng an den ,Todtcn“ zu widmen. Das Ganze ist mit Miner deidillikIcn Schilderung eiiier [amn'nbaft zwischen kalter Apathie und smnlick) gliibepder LeideiisÖaft- lichkeit bin- und berscbivank'enden SLimmung das Prodixkt einar krank- baften bvstcriscben Anlage und mebr bon pathologiscbem als literari- schem Intercffs. Demjynigcn, der das Buch gelesen. wird das Auf- sebcn, das es in Amerika erlegt bat, cbenso [)?JkeifiiÖ erscheinen wic

' dic VerschiEdenartige Benrtbeilung, die ihm zu Theil geworden ist.

_ Von dem bereits anxickündidien Werk 1)r. Fridtjof Nansen's: ,YufScbneesÖubcn durcb Grönland“, autorifirte deutsche Uebersktzuqig, ist nunmehr die erste Lieferung ersckIienen (Hamburg, Verlagsanstalt und Druckerei 21.-G., vormals J. F. Richter). Dcr kühne ndrtvsgiscbe Reisende erzählt in der Einleitung, wie ibm die erste Idee zu siiiier Expedition gekommen, wie er dann in dcm dänischen Etaté-Rafb Augustin Game?! eincn Gönncr fand, der ibm die uöibiain Mitiel bot, und sofort mit allstn Cifcxr und, ohne sich durch spöftisckpe Einridcn bdirrcn zu lassen, an die Aasfübrung sciiies PlaiieS gitig. Mit Bcbagen birweili er bei eiiiigsn jener Voriiäge und Zciiungsdriikel, die dem imm?" Zoowiien (er war damals Kon- skrvatoc am Museum in Birch) das Unmögliche, ja Unsinnige seines Vorbabkns darzulegen inibten. (Fr hatic die Genug- fbitung, daß ihm trotzdc'm 11er 40 Gesuche Von Männern der ver- schiedensten Siellungen znr BUHÜUUUUJ an dem Unternkbmen zugingen. Da er aber zu seinem Zweck nur Lkute gebrauchen konnte, die mit dem Scbncescbublaufen Vertraut und als energische, aquaucrnde Menschen bekannt Waren, so wählse er die Nordveger Oiw Swerdrup, früher SckyiffSkaPitän, Oluf Dietrickpson, damals PremierLieutenant, ießt Kapitän bei der norwegiscben Infantkrie, und Kristian Kristiansen Ikaria, cinen norwegischen Bauernburstben. ch-i Berglappen aus Finnmarken Vervollständigien die Expedition. Wir werden mit allen Tbeilnebmern durch ihre Bioarabbien und Porträts bekannt gemacht, aucb das Bildniß seines bocbbcrzigkn (Hönncrs ist Allen vdtangxstellt, nur die näheren Lebensumstände Nanskn's sklbst und sxme eigenen Züge Vermissen wir: ein Zkicben von Bcsckoeidcnbeit, 'Welibcs für ibn skb!) einnimmt. In seiner Art zu schreiben, ernieist sick) dersi'lbe übrigens als ein sehr chandter Erzähler, dem man gern lxuscht und folgt. Selbst die Schilderung dss Reise-Abpardts und der “Ausrüstung weiß er interessant zu gestalten. Bernbfc diese“ doch auch zum Theil auf seiner eigenkn Erfindung und wurde, wie die Schlitten und das transportable Boot, er_st_ nacb Angaben Nansen s andefcrtigf. Das lkßiere war sébk zweckmäßig gebaut, stark bnd doch elastisch, um dem Druck der Eisschollen nacbzugebcn' und leicht uber das Eis gezogen werden zu können; die beiden SÖUÜM waren gadz obne Nägel gebaut. Muck) die vcrswiedcnartigcn SOneesckwhawelcbedix Expedition mitnabm, die .Ski“, die indianischen Scbnccsbu'be und die normegisch711.Truger', werden genau beschrieben ynd abxblldct. „Den ,Ski“, dem HauptbkförderungSmittc! der Expcditioii, die ddnaw tbren Namen erhalten hat, wird ein ganz be1ondercs Kapitel der 2.Licferung acwidmet sein mit dkm Titel: „Schneeschuh und Schneeschublauf sowie die (Geschichte und Entwickelung des Sebnecickwbks“, auf das wir nwbl xxock) zurückkommen. Originel] und praktiiib wdxen auch die gleichfalls iiach Nansen's Angabe bekgkstkÜtknfDÖWssackL _aus Renntbiérfell, wovon zwei mitgeführt wurden. Einer dieser „Sac'kc, die halbe Expedition, also 3 Tbcilnebmer, m fick), cntbalchd, 111,1!!! Tcxt abga-biidet und gewährt mit dieser lcbendigcn FUÜUUJ einen höchst komischen Anblick. Die erste Lieferung erweckt nach aÜedem fiir den Fortgang des Werk? die günstigsten Erwartuygerx. Das tyvvgraybiscb sebr sorgfältig bergesteUie Buch soÜ, Wie tmr Wiederholt bcmsrken, mit über 140 Abbildungen, einer (Gencralkartc VVÜ'GTOÜÜUÖ, sowie mit 2 kleineren Karten ausgkstattet Werden und im Ganzen 20 Lieferungen zum Preise von je 1 „x(- um_faffen. "

-- .Dicbterworte für häusliche und offentlicbe Feste“, anklgewäblt von Heinrich Mirus. Bredlau, Verlag von Wilöelm Koebner, 1890. ,_ Was die edelsten Dichter und Denker unseres Volkes gesagt und gesungen haben, das ist dem Verfaffcr vwrlieaenden Werkes eine reiche Fundgrube gewesen, aus welcher er „daß Schönste und Beste“ gebobkn und zur Belebung und Per- schönerung Häuslicher und öffentlicher Fiste hier, in 14 Gruppen einge- ordnet, darbietet. Der Verfaffcr hat die Auswiubl mit feinem Taxi getroffen. Es ist eine schöne Gabe, welcbe Al1en wiUkomxnen'sem wird, welche die Fbeicr [)Juslicher und öffentlicher Feste init dichte- ri cm Glanz um e en wo en. _

sch* Ein Strxifzug durch die moder'ne'Velletrtstik bon Max Vorberg. Gotha, Verlag von Friedrich Andreas Perthes. _ Dieser Streifzug durch das Gebiet der Tagésliteratur beansprucht Weder Voüständigkeit noch Gründlichkcit. Es „kommt dkm Verfasser nur darauf an, die bekanntesten und am mcisten genannten Werke älterer und jüngerer Zeitgendffcn von eineni (Hes1chtspunkte,_wel'chen er für den entscheidenden hält, dcm chr_istlichen, zu „beuribeildn. Bestimmend war für ihn dabei die Rucksicht, auf die Familie, zu deren täglichem Brot in unserer Zeit nun_emma[ die Literatur gebört. Die Urtbeile, welcbe der Veriaffex fallt, smd zwar sehr scharf, aber nicht ungerecht, in einlenen, Fallewsogar"wohlwollnender als nötbig. Weniger angenehm, Wkll nicht dahin gebofrig, berubxen indes; die Steljcn, in welchen die AiZußerungen katholischer Schrift- steller über unsere Klassiker scharf Yrtttsirt werden. Der Yom Ver- fasser besonders betonte prottestantßscb? FFTWPYKÜYWL uberhaupt

' ritli en unemcor rie er . "

dem LUBW? démsTiéel „])r. Emin Pascha, ern Vorkampf“ der Kultur im Innern Afrikas" befindet sich fur den _Verlag von Otto Spamer in Leipzig eiiie der Feder des Afrikareisenden Paul Reichard entstammende Nemgkeit unter der Presse, auf_deren Erscheinen wir unscre Leser aufmerksam zu MW,?" _mcht versaumen möchten Gegenüber den anderweitigen deltkattonen ist das (nur 5" «“ kostende) Buch, dessen Ausbaugebogen uns , vor- lic'gen das Werk eines deutfcbeb Forschers. Paul Reichart) bietet , uns hin: eine auf, etiigebenden ZFoUchungen" bnd Studien sowie persönlickyen Mitibeilungen beru xnde du'sfubrlftche und lebendige Darstellung der gesammtexi qutigkeit §(Emin 5, seines Kämpfens und Ringens im Innern sowie niit den Unhangern dxs Mabdi bis zu dem Zusammentreffen mit Stanlcy dar, wxlcbe die W" **dj ung des wackeren deutschen Forschers fördern helfen, Wird, zu-

!" A d“ Füße der darin iniigejheilten eigenen Be- leick) aber auch durch ke g„obachtungen und Erfahrungen des erfaffcrs, der selbst 5 Jahre im schwarzen Erdtbcil vkrweilte, durch die anscFayltcbe Schilderung von Ländern und Völkern, deren Namen beute Faglicb genannt wcrden, anf ang-mejnes Interesse rechnen darf.. Die dem Text einberleibten Illustrationen rühren yon R, HCU-Ekac hkk-

- Georg Ebers bringt .in „diesem Herbst keinen Roman und auch nichts, das er aus seinem LiekbltngkxlandEgyvten oder dem Alter- jbum schöpfte, sondern „Drei Marche" , dic znm großcn Theil auf

heimischem Boden spielen. _ ,Das Elixir“ und ,Die argue Locke“ giben ernstkn chénsProblemen dichterischen Ausdr13_ck; .,le Nuffe', eiii Wéihnach16märchen, wird den Eltern als fkiiclndcs und herz- erwärxncndes Geschenk für die Kindkr besondérs willkdmrnkn sein. Die 0€sch1110ck00Üfte Ausstatnmg, die dem Buck) zweifellos durch die Deutsche Verlags-Ansialt in Siuttgark negeben werdkn wird, dürfte das Buch für den dießjäbrigsn Weihnachtstisch zu eins!: in erster Linie in Betracht kommenden Gabe machen. _

_ Das musste Heft, 20, 17. Jahrgangs1890 der „I1 [11 strikten Fraue n- Zeitung“ (Verlag von F tanz Lipperbeide, Bsrlin W., Potddamerstr. 38; Wien ], Operngaffe 3), bestebi aus einer Unter- baltnnciI-Numnier, Beiblatt und Modc-Nummer nebst Schnittmuster- und Muster-Vdrzeiäonungs-Beilage sowie zivei farbiaen Mddkbildern. Die Unterhaltungs-Nummcr bat folgcnden Inhalt: Text: Die, Alte, Noveüe bon Frida Schanz-(Schluß);„Cbarloite, Prinzessin Wilhelm bon Württemberg, von Karl Wilke: Sinnspruck), von Albi'lt Roderick); Die Reise um die Welt, von H. Lobedan; „Aschenputtel' in Schoki- [and, von Karl Blind; Versckxicdcnes: In der Klosterkückye, Bereift Fürs Haus: Etwas 17051 der Lamps, von Fanny Hartmann IC„ Brief- mavpk, Die Mode, Handakbeitc-n, Aus der Fraueiiwsli, Litcrarisckxes, ?)?sdakiions-Post. Illustrationen: In der Klosterküwe. von Crust Nowak; Charlotte, Prinzessin von Württembrg; Bcreift, von Hugo Darnaut; Altdeiitsches Waschschränéch7m bon J, A. Eyfferi; Moderne Herren - Toiletten; Die Mode. 15 Abbildungen; Handarbeiten, 3 Abbildungkn. _ Die .Jllustririe Frauenzeitung“ erscheint in Heften monatliä) zweimal mit je 2 bis 3 Doppelbogen: jäbr1ich 24 Unterbaltangs- und 24 Mode- 1111111111?!" mit Bciblättern, 14 SÖniitumsterbiilagcn, 12 große farbige Modknbildkr, 8 “Musterblätter für künstlerische Handarbeiten und 8 Ertrablätier, also außer den Schni1tmustcrbeilagen und Beiblättekn jährliéb 28 besondere Beigaben. Vierteljäbrlicber Abonnementspreis 2 „16 50 Y, einzelne Hefte 50 „Z. Die groß: Außgabe mit -allen Knpfcrn bringt außerdem jäbrlick) noch 36 große farbige Modcbildkr, also jährlich 64 besondere Beigaben, und kostet vierteljährlich 4 .“ 25-5. Alle Buchhandlungen und Postanstaltcn ncbmen jederzeit Be- stellungen an.

Sanitäts-, Veterinär: und QuarantäneWesen.

Marokko.

Der GcsundbeitSratb zu Tanger hat beschlossen, die 36 stündige BeonÖtUiigsquarantäne für Provenienzen aus Gibraltar aufzu- bsben, hingegen von den Passagieren ein Zeugnis; des Inhalts zu ver- langen, das; dieselben wäbrcnd der [.*-1,3th zebn Tage nicht an einem von der Cholera verseuchtcn Platze fick) aufgehalten haben.

Japan. Die jabanisébe Regierung bat die Quarantäneborscbrifteq für die aus dem Hafen von Nagasaki kommenden Schiffe außer Kraft gelsetzt. Demgemäß hat der Kaiserliche Konsul zu Hioqo die Pdizei- Vérordnunaen vom 3, Juli 1882 und 8. September 1885 wieder auf- gehoben. (Vergl. „Reicbs-Anzeiger' Nr. 215 Vom 6. September 1890).

Handel und Geiverbe.

Warschauer Hopfenmarkt. Der diesjährige War: schausr Hopfenmarkt hat, wie im vorigen Jahre, in der Zeil; vom 25. Scptember bis zum 4. Oktober stattgefunden.

Die Zufuhr, welche sich außschließlick) auf Hopfen aus Voli-n be1chränkte, beirug in diesem Jahre 1369 Pad :;(Z-Pfumd, also um 286 Pud 18 Pfund weniger als im vorigen Jahre.- Verkauft wurden 360 Pud. Die Verkaufs- preise stellten sich für Hopfen Huter Qualität, und war:

für gerdmigten Hopfen auf. . .39 hl., fiir Uiigereiiiigxen Hopfen anf . 28-31 Ndl., Für 130pr inixtlerer Qualität aux 25 Ndl., fiir Hopfxn geringer Qualität an 12 Nbl.

VonAchlan-dern smd auch auf dem diesjährigen Hopfen-

markte keine Ankäufe gemacht worden.

- Zn deni Konkxxrfe der Firma Bertha Hausen zu Helsingfors ist, wwuns von dort berichtet wird, der ge- richtliche Prüfungsternun, welchex vor dem Rathbaus- gerichte zu Helsmgfdrs stattfindet, auf Montag, den 22. De- zember d. J. 11 Uhr, Vormumgs, festgeseßt worden.

Berlin,_ 25, Oliodex. (Wochenbericht für Stärke Stärke Fabrikate,und-Hülsenfrüchte von Ykax Sabersky. 13. Kartdffclmebl “32-23 €“- la. Kartoffelstärke 22-23 .“, 11a. Kartoffelmebl undetarkx 193-21 „46, feuchte Kartoffel- stärke loco und Pari'iat Berlin 12,10 „M, Frankfurter Syrup- fabriken notiren frei Fabrik „Frankfurt a. O. 11,75 .“, gelber Svrub 241-251“, Capillatr=Export 273-28 .“, Capillair Svrup 215-4263 «“:, Kartoffelzucker Capiuair 26ck_27 .“, do. gelber 246-25-1 Mé- RUM'CVUUUT 34"3§ “Fé- Bier-Couleur 34-35 .“, Dextrin gelb und Weiß, la. 30é-31F „FC. do. sekunda 26z-284 .“, Weizensktärke (klemst.) 39-40 „sé, Weizenstärke (großst.) 42-43 „ki, Hallesche U.Schlefiscbe 42-43 «M, Schabe-Stärke ZZ-ZZZM, Reis- stärke (Strahlen) 45'Y_47 “M, W (Stücken) 43-44 „“, Mais-Stärke 30-31 „M, Victoria - Erbsen" 20_23 akk, Kocherbsen 17-22 .“, Futtcrcrbsen 15-16 „M, «tune Erbsen 19-22 .,“ , Leinsaat 23-24-1-26, Linsen, große 3274.4- dV-Mlttel 20-32,do. kleine 14-20, gelb.Senf18-26./16. Kümmel 30-405“, Byckxveizen15-16 „ji Mais loco 131-1484, Pferdebobnen 15-16„«, !nlandifche weiße Bohnen 23-26 „46, bxeite Flacbbobnen 25- 30 „M, ungarische Bohnen 20- 23 „46, galiziscbe und russLsche Bohnen 18-21- „M, Wicken 14-15“,

anfkörner 17-19 „ki, Lemkucben 16-17 „M, Wetzenscbale 10 .“, Zoggenkleie 10-10Y „kö, Rakaucbxn 12Z-13 .“, Vkobn. Weißer 60-68 „;ck, do. blauer 44-48 „ki, Hirse, weiße 20-23 „;ck AUes per 100 kJ ab Bahn bei Partien von Mindestens 10000 kg,

- Die vorgeftrige Generalversanimlung der Posener Sprit- Akticnges cllschaft wurde jchcn eines Formfehlers aufden 25, No- vember verle t, _

- Dix] Generalbcrsammlung _dcr Krollwtßer Papier- fabrik = Aktiengesellschaft beixbloß die Vettheilung einer Dividende von acht Prozent und ertbetlte dem Verroaltungsratb De-

ar e. ck gLeipzia, 25. Oktober. (W. T. B.) Kammzug-Termin- Handel. La Plata. Grundmuster 13. pr. November 4,721- .“, psc Dezen'iber 4,723 „kö, per Januar 4-65 “M Dkk Februar 4,571'66 per März 4,55 .“, pr, Apnl 4,50 «, pr. Mai 4,50 „16, pr. Jun 4.47z „kz, pr. Juli 4,47? „15, Pr. August 4.471 M, pr. September 4,474- „xs - Umsav 35 000 kg. Behauptet.

Wien, 25, Oktober. (W. T. B.) Ausweis der Südbahn in der Woche vom 15. bis 21. Oktober 895 086 Fl., Mebrcinnabme 12648 Fl. ,

AUIweis dcr österxetckztftb-ungariswen Staatsbahn in ?erWZVocbe vom 15. bis 21. Oktober 938 049 Fl., Mehreinnabme 3 Fl. '

207117011, 25. Oktx-bcr. (W. T. B.) An der Küste 5 Weizen ladungen angehoben.

New.?iork, "25. Oktobkr.s(W. T. B,) Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waapcn betrug 9463 755