1890 / 260 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 28 Oct 1890 18:00:01 GMT) scan diff

Dann kam der Rückschlag. Aus ben reduzirtew Viehbestäuden konnte Schlachtvieh nicht weh; iti dem bisheri en Maßwab- gegeben werden, und machte s1_ch dies beYi'tgltcb er_Schw§me- zufuhr um so mehr bemerklich, als _:e Schwemebestanpe in den beiden letzten Jahren durck) ine RothquiseUÜe m vielen Gigknden außerordentlicb starke erluste xrlt'tten hatten. Als nun im laufenden Jahre dteErnte einen reichlichen Er'lrag in Aussicht stellte und auch brachte, sychten dre Lexydwzrtbe ibre Viehvestände zur Vermexihung der m anfzergewokmbckzsn Mengen gewonnenen Futternnttel zu erhalten und zu vermehren. Daraus erklärt sich ider bixher zunehmende Mangel an An- gebot von Schlachtwaare, mie andererseits daraus auch noih- wendig gefolgert werden wuß, daß das Angebot _sich stark vermehren und emen Ryckgapg der Fleisch- preise herbeiführen wird, sobald die ' nufgesiellien Mgst- thiere, Rinder, Schweine und Schafe dW Maftretfe erreicht den. , habethwedrM Deutschiand benachbartenLandSYU haben ubrigens ähnlich Verhältnisse im laufendenJabre gleichfal1s sßhr- erbeb- liche Preissieiaerungen hervorgebracht und sbwti die Zufyhr von ÜUÖiändiich1r Schlacbiwaare' und von, auslgndischem Flemck) gerade in einer Zeit beeintiächtigt, mio em großerer Theil dczr deutschen Bevölkerung in Folge des Prospextreiw von Inbustrie und Gewerbe sowie der damit zusmnménhangendezi Erbobung des Arbéitsverdienstes seinsg 'Vs-rbrauck) an Fleisch stsxgern konnte und wahrscheinlich g91181gert bat. _

Um der zeitigen Fléiswtbemeruna entgegen zu. wirken, smd neuerlich, wie obsn bemerkt, die bestehendey Viebeinmhrvsrbote sehr wesentlich gemildert und ktJLLTLre Erleichterungerz de_r aus: ländischen Viebzufuhr in „AU.,SsLTHt genommen, soweit die??- zu- lässig erscheint, ohne dsn inlandischen Visbbestand der sichexen Gefahr der Verseuckynng auszuseßen. Zundem Zwecke Wird der Stand der Viebseiccben in 5611 Nachbarlandern aufs Neue gepriift und die Dort gegkn eme Seucheyversckyleppung ge- botenen Viterinärpolizeilickzsn Garantien emgz'bend krw'ogen werden. 1171171691111) können aber mis berechngien vetxrmär- polizeilichsn Griimden seiner Zcit erlasséne Einfuhr: verbote und Bsschriinkungen Ländern gegenüber aufgehoben werden, wo derartige Garantien garnicht oder nicbi in aus: reichendem Maß? vorhanden sind. ES würde dnrch em solches Verfahren das Resultat der unter großen Opfern dsr Laub- wirthe burebgefiihrtsn veierinärpoiizeii1chen Maßrégkln m “frage gestsllt werden, welchen aÜein mir LH zu verdanken baben, daß die Rinderpeft seit 10 Jahren von unsereb La71_be§- grenze abgewehrt ist Und die Sebaipockén gänzlich getilgiiind, sowie daß dic Lungsnseuche dLS Rindviebs bis auf zwei Rx:

,gierungsbezirke dur Provinz Sachsen unterdrückt ist und 516 in den ösilichen Nachbarländern 1eit länger als Jahresfrist außerordentlich weit verbreitete Maul: und Klau211seuche in Preußen eine verbältnißmäßig nur geringe örtliche Ausdehnung gewonnen hat.

Der Minister der geistlichen LC. Angelegenheiten hat die Königlichen Provinzial:Schu1kolli-gien beauftragt, _ durch aus- drückliche Anordnung festzustellen, daß die an 817121? höheren Schule angestslltenLehrer, welcbe sick) nobenbei alsVrivat- dozenten zu habilitiren gedenken, durcb Vermittelung ibrss vorgeseßien Direktors vorher dazu die Genehmigung des Königlichen Provinzial:Schulkoliégiums einzuholsn haben.

Der Minister dor geistlichen LC. Angelegenheiten bat es im Interessb der Seelsorge als dringend erwünscht bezeichnet, daß die zuständigen Geistlichen von sirafgericbtlichsn Unter- suchungen gegen Kinder im konfirmation-prlich: tigen Alter amtlich Kenntnis; erhalten. In Folge dessen hat der Justiz:Minister verfügt, daß die Beanxtén der Staatsanwaltschast von der Erhebung der öffentlichen Klage g6gen Persom'n evangelischer oder kathoiischer Kon- fession im Alter von dem vollsndeten zwölften bis zum voii: endeten serbszehnten Lebensjahre, sowie von der rechtskräftigen Vorurtbeilung solcher Personen dém ersten Pfarrgeisilicben dss Ortes, bezw. der Gemeinde, zu wslcber das Kind gshört, Mittheilung zu machen habén.

Die Königlichen Eisenbahn-Diwkiionen iind veranlaßt worden, den Dienststeilen bei der Abfertigung und Beförderung von Leichentransporten besondere Sorgfalt Und Pünkt- lichkeit sowie ein rücksichtsvolles und entgegenkommendes Ver- baiten [Wen die den TransPort bestellenden oder begleitenden Personen einzuschärfen.

Die im Reich?: : Eisenbahnamt aufgestelite, in der Ersten bezw. Zweiten Beilage zur heutigen Nunnner des „Reichs: und Staath - Anzeigers“ abgedruckte Uebersicht der BetriebSergcbnisse dcutschsr Eisenbahnen für den Monat September d. J. ergiebt fiir die 67 Bahnen, welchs auch schon im entsprechenden Monat des Vorjahres im Betrieb waren und zur Vergleichung ge; zogen werden konnten, mit einer Gesammibetriebslänge von 36131,11 17111, Folgendes: Jm Sepismber d.J. war die Ein- nahme aus allen Verkehrszweigen auf ein Kilometer Betriebsiänge bei 42 Bahnen mit zusammen 28 806,93 km höher und bei 25 Bahnen mit zusammen 7324,18 [(m (darimter (; Bahnen mit vermehrter Betriebslänge) niedriger als m demselben Monat 5821 Vorjahres. In der Zeit vom Beginn dxs thtsjahres bis Ende Septe:nber_d.J. war dieselbe auf 12111 Kilometer Betriebslänge bei 50 Bahnen mit zusammen 34234-59 km höher und bei 17 Bahnen mit zusammen VWD? km (darunter 3 Bahnen mit vermehrter Betriebs- lange) geringer als in demselben Zeitraum des Vorjahres. Vet den unter Staatsverwaltung stehenden Privat- bahnen, ausfchließlich der vom Staat für eigene Rechnung verwalteten Bahnen, betrug Ende September d. I. das ge- sammte konzessionirte Anlagekapital 22859900 „16 (15 405000916 Stammaktien, 2454 900 „% PrioritätsStamm- akiien und 5000000 „13 Prioritäts-:Obligationen) und die Lange derjenigen Strecken, für welche das Kapital bestimmt Y,. 116,83 km, sodaß auf je 1 km 195 668 «“a entfalien.

ei den unier Privatverwaltung stehenden Privat- bghnen beirug Ende September 5. I. das gesammte ko n ze s s i o- nirte Aylagekapital 504868829 «% (253997 500 „xz Stammakiren, 71507000 «„ Prioritäts:Stammaktie11 und 179 304 389 „1%: Pmoxtiätß-Obligationen) und die Länge der emgen Strecken, fur welcbe dies Kapital bestimmt ist,

. „4,50 km sodaß auf ]e 1 1er 173823 915 entfailen. Eroffnet WUTÖS am 15. „Sixptxinber die Strecke Großposiwiß- Cunewalde 8,41 17111(Kon1glick) sächsische StaatSeisenbahnen).

Der General,- nspecteur der 4. Armee-Jnspektion, Gxneral- Feldmarschall Gra von Blumenthal, Chei [Jes Reitenden Feldjäger-Corps und des Magdeburgiscben Füsilier-Regiments Nr. 36, hat sich nach Quellendorf bei Cöthen begeben.

Der General der Jnfantsrie e'Freihixrie vor) Loön, General=Adjutant weilaNb Sr. Majeität des Kaisers und Königs Wilhelm ]„ ist Wieder hier eingetroffen.

Der General der KavaÜerie von der Arch? von Alvens- leben, bisher kommandirender General des )(111. (Königlich Württembergischen) Armee:Corps, ist für einige Tage hier angekommen.

Der kommandirende General des RU]. Armee=Corps, General der Kavalleris Gmf von Haeseler, und der kommandirende Gsnerai des 11.(Königlich Bayerischen) Armee: Coxps General:Lieutenant von Parseval, General-Adjutant Sr. KönigiichenHohsit des Vrinz-Regenten von Bayern, haben Berlin wieder verlassen.

Der Commandeur dpr Gardo-Kavallerie:Division, Gensral- Lieutenant Edler von der Planiß hat sich mit Urlaub nach Schlesien bkgeben.

De'r General-Lieuieiiant von Köiler, Commandcur der 9. Division, ist 17111 Urlaub bier angekommsn.

Die RegierungS-Referendare Leiter aus Schleswig, Dr. _jur. Tull aus Aachen, von Meyeren und Lohmann aus Danzig und Hahn aus PotSdam haben am 25. d. M. die zweite Staatsprüfung für den höheren Verwaltungsdienft bestanden.

Potsdam, 28. Oktober. Jbre Kaiserlicben HOÜLÜLU der Großfürst und die (Großfürstin Wladimir sind, nach einer Msidung des „W. T, B.“, heute Mittag kurz tmc!) 1 Uhr auf der Station Wildpark eingetroffen imd haben sich mit Sr. Königlichpn Hobßit dem Prinzen Heinrich alsbald nach dem NEUEN Palais begeben.

Camenz, 27. Oktober. Se. Königliche Hoheit der Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braun- schweig, traf bsute wieder hier ein.

Emden, 24. Oktober. Heute Morgen kehrten die der staatlich, unterstiiizten Emdsner Herings:Fiichereiiiesslischaft gehörigen Logger „Vorwärt-Z“, Schiffer (Hroenewold, und „Minister v. Scholz“, Schiffer Luiken, von der vierten Reise ohne Fang zurück. Sie waren, wie die „Wss-Ztg.“ meldet, zur Rückreise gezwungen, weil sie den größten Theil ihrer Neßfleeth nach ihrer Vehauptnng durch einen U-Zberfall der englischen Trawlneß: iscberflotte eingsbüßt haben. Der Herings- fiich9rei=GLseÜ chaft sei dadurch ein direkter Verlust von ca. 15000 «Fk: zugefügt worden.

Sigmaringen, 25. Oktober. Anläßlich der Denkmals: entbiiÜung hat, dem „Schw. Merk.“'zufolge, Se. HOHLÜ der Fürst dem HohénioüernsMn Kriegerbund nachstehendes Schreibsn zugeben lassen:

„Bei der beute statismdknden feierlichen Entbüliung des Denk- mals für Meii7en_H0chseiigen Vater, den einstigen Protektor des Hobenzoüernscben Kriegerbundes, finde Ick) Mich bervogen, Meiner warmen Tbeilnabme an den lobenswertbcn Bestrebungen dieses Vereins dadurch einen 1baisächiichen Außdruck zu verleihen, daß Ick demselben zu Händen des Vorstandes des Hobcnzollernscben Krikgerbnndes die Summe 5071 1000 „M Ü'kaWLisL. Jeb verbinde _biermit den Wunsch, daß die patxiotiscbcn, von Liebe und Treue zu Kaiser und Reich 91- 1rageucn Gesinnungcn des Verxins in lebcnsvoiier Blütbe fortdauern mögsn. Sigmaringen, am 21. Oktober 1890. Leopold, Fürst von

HobenzoÜern.“ Sachsen.

Dresden, 27. Oktober. Se. Majestät der König und Se. Königliche). Hoheit dcr Prinz Georg sind, nach dem „Dr. J.“, vorige Nacht von Berlin wieder hierher zuriick- gekehrt. Württemberg.

Stuttg art, 20. Oktober. Der kommandirendé General, General der Kavaliewe von Alvsnsleben, hat, wie der „Schw. Merk.“ vermmmt, aus Anlaß der Enthebung von seinem Kommanob folgendes AbschiedsscbreibM durcb Parolebefehi an die Mannschaften békannt geben lassen:

„Se. Majestäk der K&isek und König und Se. Majestät der König Karl haben gérubi, mich in (Gnaden dss Kommandos zu ent- beben. Ick) Weide mit dcm Gefühl des ebrfurcbtsvolisicn Dankes für beide Ykonarchen, welcbe mir durck) 1ne5r als 4 Jahre bergönntcn, meine Kräfte dem HKL des Königlichen Armee-Cbrps zu widmen, eine Tbäjiskxit, in der ich nur Außzeichnungen Und Genugtbuungen erfahren hatte. Dem Armce-Cotps absr, an dessen Wohl und Wehe ich auch in Zukimfi den lcbbaitestem Anibeii nebmcn werbe, Mie ich mit meinem beleicbcn Lebewobl die trénesien Wünsche für Krieg und Frieden ZU. Seine bobe und zuverlässige Tüchtigkeit verdient das beste Lob. Gbit befohlen, Kameraden! Es lebe der Kaiser, Es lebe dex König!“

Eine am Sonntag 171 Ulm abgehaltene Versammlung von VertrauenL-männern württembergiscber Karbo- liken, welche von mehr als 100 Personen aus ÜÜSU Berufs- kreisen besuckt , war, beschloß, am 24. November Linen württembergrschen Katholikentag in 111171 abzuhalten.

Hessen. Darmstadt, 27. Oktober. Se. Königliche Hoheit der Großherzog ist, nach der „Darmst. Ztg.“, bsute Abend aus Berlin hier wieder eingetroffen.

Mecklenburg-Schwerin.

Schwerin, 27. Oktober. Telegrapbisch biereingsgangßnen Nachrichten zufolgs wird, wie die „Meckl. Nachr.“ 7711115111671, Se. Königliche Hoheit der Großherzog bis zum 28. d. M. in Athenwerweilen und dann die Reise iiber Korinth und Korfu fortseßen.

Sachsen-Weimar-Eisenach.

Weimar, 28. Oktober. , Se. Königliche Hoheit dex Großherzog hat sich zum Besuck) Sr.Königliche11H0b9-1t des Großhwzogs von OldEnburg heute von Berlin nach Eutin begkben. Se.Kö71igliche Hoheit der Erbgroßberzog, welcher sich nach Schluß der Jagdén in Blankenbuxg am vori en Sonnabsnd zur Theiinayme an der Moltke-Feter nach Ver in begeben batte, kehrte, wie die „Weim. Ztg.“ meldet, heute hierher zurück.

Sachsen - Meiningen.

Meiningen, 26-Oktober“. Der Landiag hRf, WW dEr „Magd. Ztg.“ geschrieben wird, gestern die Prufung ber Staatérecbnungen aufs Jahr 1888 beendet und em- stimmig deren Richtigkeit anerkannt. Weiter wurden Grund-

stücks-An: und Verkäufe Seitens des Domänenfiskus genehmigt, Der dem Landtage unterbreitete Geseßentwurf über Be- freiung von Gemeindesteuer. bestimmt, “daß diese für den Domänenfiskus und andere jurtst1sche Personen bisher eingeführte Befreiung aufgehoben wxrd und nur noch für Kirchen und Schulen fortbesteht.

Sathseu-Coburg-Gotha.

Coburg, 28. Oktober. Ihre, Kaiserlichen Hoheiten der Großfürst und die Großfürstin Wladimir von Ruß: [and sind, wie wir der „Cob. Ztg.“ entnehmen, gestern Abend wieder von hier abgsreist.

Anhalt.

Des sau, 26. Oktober. Ihre Hoheit die Herzogin und Ihre Durchlauchten die Prinzessin Alexandra und der Prinz Eduard sind gestern Vorm11tag hier eingetroffen.

Oesterreich-Ungaru.

" Wien, 28. Oktober. Se. Majestät der Kaiser uni? Konig besucbie nacb eincr Msldung des „W. T. V.“ gestsrn Nachwittgg die Perlmutter Aussieüung und ließ sich Über die? s?éetrtlmltmfftx dEr Psrimutteanduftrib eingehenden BNicht er-

a 271.

, Die Köniain von Rumänisn reifte gSsi€r17_Nach: Mittag pack) Vukgrest ab. Die Erzherzogin Maria Theresm batte dieselbe nacb dkiilBÜhUlebLgiLikLt, WOs-Libsi; auch das gesammte Personal der rumänischen Gssandtschaft anwesend war.

Das „Milit-Zir:Verordmmgsblatt“ Véköffetitiickjt die Er- nczniiung des Erzherzogs Otto zum Mcijor im Dragoner: ngimékit Nr. 4, des Prinzsn Josef Windiscbgräy und deS Byrons An ton Szoelteiioy zu GLULWiLU dsr KiLVÜÜU'iS imd die Beförderung von 8 Gsnerachn zu Feidmarstball- LteutenaniS urid von 15 ObErsien zu GMENbMajors. GMF Haxtenau,'b1§ber supzrnumerärer Obsrsi dW ()*. Dragoner- Regiments, ist zu dkm in Graz siationiiten Infanterie- Regimont „Köziig der Belgier“ v:?rseßt,

Das Nerchßgericbt verhandelte am Sonnabend die Bxschwwdc wegsn Aufkösung des Vereins „Pro Patria“. Die Beschwsrdefiihrer waren bemüht, nachzuweissn, daß der VL- schiusz ÖLS'VLWÜUB „Dante Axighieri“, an den Verein „Pro Patrm“ emen Glückwunsch zu ricbten, keine staatsgefähriickxu Tendenzen habe. Der Vertxeter der Regiérimg fiihrte aus den amtlichen Versammlungsberichten den Nachweis von dem im- patriotiscben Gsbohrkn dss Vsreins „Pro Patria“, sowis von dem irredentii'iisckien, ösierreichfeindlicben Charakter des italieni- schn Vsréins „Dante Alighieri“. - Der Urtbeilssprnci) wird am kommendsn Dienstag verkündet werden.

In einem zweiten am nämlicb-xn Tage vor derm Reichs: gerichi vexrhandeltßn Prozeß wegen NichtbOwilli: gung der Gründung des, Schulvereins „Lega nazionals“ konsiatirte der Regierungßvertreter gegsn- über dsr Ausfiibrimg des Bsscbwsrdefiihwrs, wonach der Versin ksin poiitiichér wärS, daß der Vercin „Lega nazionale“ mit dkm aufgslöstsn VerLin „Pro Patxia“_ibsntisch sei, und führte aus, die ngisrung verlange gewxsse Kautslsn, zumal der Verein „Lega nazionale?“ ve'rmöge semsr vici weiter gesteckten Ziele als politischer, aber 111cht ales Schulvercm (171 zuseban sei. _ ,

In dem ungarischen'Unterbause 1st gestern, [(Mk Méldung des „W. T. B.“, eme Regierunchvorlagb, be- treffend die dem Weinbau zu gewährenden, siaatiicbxn Begünstigungen eingebxacht worden. ES Wtkd darm eme iech§jährigß Steuerfreibc-it fiir Neuanpflanzung dk): 1114171) 018 Pbylioxera zerstörisn Gärten und Stsuewnachiai; bs: anberen Schäden in Voxschlag gebracht.

In der Organisation der Jäger, Genie- Ukld Train" iruppen find nacb der „Wien. Zig.“ nacbstebenre Vcrändcrungcrx angkordnet worden. Die Jägertrxxppc besteht nmrzme'br- auI einem Jägkr-Regiment und aus 30 sclbitämdigeii Feid-Jager-Wainiiionen. Das Tirole'r Zäger- Reßiment Kaiser Franz , Josep!) gliedert fich in din ngiinsntsitab, in 12 F?]d-Batmllone mit "0971 Nummern 1-12 und in 3 Ersatz - Bataiiione mit dsa Nummern 1-3. Die Feld- und CriaßBaiaiÜMx besiében (7111?- je einsm Bataillonssiabe und 4 Feld: bcziebungöxbeiie ErsaßzCOiri- pasnien. Von den (*Friay-Yiaiailicnm fink? im Fmdcu 'kiUk Cadms vorhanden. Die Compagnienbcr Fcii-Baiaxüone fuhren die Nummern von 1 bis 48, jsrw dcr (&:iatZ-Vataiilone von 1 bis; 12, Im: Mobiiifirungsfalie WSWM vo" den Criaß - Batailibnsn zwei Stabs = Coxnpnxxnieti mik den NUMMLsn 1 und 2 auf.“;cstsilT. Die Feldjägcr - Bataillone führen die Nmnmsrn DM 1 bis 30; jedes Felkjägcr - BaiaiUbn glicdcrt sich in der:. Bataiiionsitab, in4Fcik-Compagnien mit dan Jinnnnern box; 1 bis 41 und in eine ErsaH-Compagnic, von iVLich€r im Friedc'n m:!“ ein Cad» besteht. Wird der Landstarm zur (Frgäx'zuna des HNW in Anwxuch genommen, so find die dem Tiroler Jägct-Reginient und den Feld- jäger-Bataiüonen zugewieiencn L_.mdsiurmmänner bis_z11 ibker Abgabix an die Feld-Abibcilungen in Eriaß-Comyagnien zu sormiren.

,Die Genietruppe besteht aus zwsi mit den Nnnxmcrnii uni) 2 bczsickwctcn ?)ieJimcnicrn. Jédes Jicgimeni giixdexl sicb in bon Regimsntsstab und in fünf Feld-Baiaiiione mit den Nummx-rn von 1 bis 5 zu je vier Fklk-Cbmpapnicn, dann in zwei Reserve-Cmu117147771771 und in ein (ErsayBaiaiilbn zu fünf (Ersatz Comyagnien. Zn jLÖUU Regiment fiibrkn die Fkld-Comwagnien die Nummern von] bis 20, 1.11? Reserve-Cbmpagnieii bii- Nixmrrwrn 1 117-713 2, die Criav-Com“ pagnicn die Nummem Von 1 bis 5. DNS Erinß-Batc:ibon iitiw incbeix auf den Cadre gesetzt Und in der ?)iegimcntsi'tab-Statwn dibiozixt; bei jchm dciacbirten Feidbataiüon ist ein Ersaßcompagnic-Cadre aufgesteilt. Zum Vkrband dcr Genie-Regimenter gehören ferner 15 Sckyanzzeug-Kblomien und der Ginik-Haupipark Jm_ Fall 1311“ Mo- bilißrung der Landwehr, beziebuxgsMisc der Einberufung deb Lamb- sturws, werden aus den der (Hemetruxpe enxstammenden, dcm HLSW zur Vsrfügum] stehenden landwehrpfiiäviigen Landwebr-Combaauien, dann aus den Landsturmpfiicbtigen, insblange dicse nicht zum Erich benötbigt Werden, Landsturm-Compagnikn iormirt.

Die Traintruvpe bestebi aus drei Train-Regimentern, welcbe mit den Nummern von] bis 3 bezeichnetfind. Jedes Ti'ain-chimbnt gliedert sich im Frieden im den Regimentsstab, in fünf Train- Diviswnen und den Crsaßdepofoadre des Regiments. Die Faim- Divisionen sind administrativ selbstä-xdig und fiihren -- obneRucksicbi aus den chimentsvexband _ die Nummern von 1 bis 15.

Großbritannien und Irland.

London, 27. Oktober. Der Herzog Ernst 611111157317 zu Schle§wig= H olftein, Bruder Jhrex Mq]esiät dEr Kaiserin Augusie Victoria, ist heute Voimiitag hier 'Sijigetxoff7xn. _

Dem „szish Chronicle“ zufolge Lit im Ministßrium des Innern eine Bill ausgsmbeitet warben, wslckw M Er- gänzung der Fabrikgeseize namentlich dem Uebel des „Sei)witzsystems“ zu steuern sucht. ' * '

Gladstone richtete heute in Edinburg cm eme

Wählerversammlung eine Ansprache, in welcher er sich

mit den auswärtigen Anqelegenheiten beschäftigte und den Premie-x-Mmistxr Loxd Salisbury heftig angriff, weil derselbe eme SpeJ1alm1sston gn den Papst gesandtbabe; es komme die??- er lärte ex, fast einer Anerkennung der Forde- rungen des Pqpstxs „gleich, weiche sick) auf eine neuerliche Unterwerfung 1talte111scher beietstheile unter die Herrschaft der Geistlichkeit beziehen. Sodann fam Gladstone auf die Meldungen aus Rußland über strenge Maßregeln gegsn die Juden zu sprechßn _ und drückte die Hoffnung aus, die Thatsachen würdxn befriedigender stin als die ange- kündigten Maßnahmen, dW er entschieden mißbillige.

Zu der von Gladstone 171 West Calder gehaltenen Rede bemerkt die loyale „Irish Times“:

„Gladstone sagte xtwas, was (1112 Nationalisten sebr inter- esfiren muß und womit sie außZrst unzufrieden sein wsrden. (Er giebt zu, daß er die Untonßaktc nicbt aufbeben. nocb umqkbem kann. Diese Absicbt bat er aufgxgeben. Die Nationalisten müffsn sicb mit einem Parlament in Dublin begnügen, auf Grundlage der Unions- akte, d. 5. einem irischen Parlament, welcbes in dem Sinne, wie man ks in Irland meint, nicht naiional ist.“

Der, Finaxß-Sekxetär des Schaßamts Jacks 071 tritt heute seine dritte _Reise nach Irland an, um sich von der Lage in der Graiicbaft Donegab zu ÜÖSYZEUJLU. Der Scbaßkainer Goschjenbat Mr. Jackwn die Vsrwendung der großen Gummon __ganziick) azwxriraut, welche das Parlament in der letzten Sesiwix fiir irische Sekundärbabnen bL- wiiligt hat. Der irisch OerSckrelär Balfour bereist zu demselben Zweck gegenwärtig West-Jrland.

Dem Vernehmen iiach beabsichtigt die Regierung, im Hafsn von Belfast emen Schiffsbaubof atizUWJ-m.

Frankreich.

quis, _28. Oktober. Dsr Minisier-Präsident de Frey- (inet Lst, „mie „W. T. V.“ meldst, von einem leichten Un: wobiiein beimgeiuckzt.

Bei der 'WEULL'L'U Verathung d-Zs Budgets spraéb sich in der gestrigen Sitzung dEr Deputirtenkammer Léon Sai) 5369871 13611 Entwurf der Budget-Kommission aus, welchen er für“ wsnmxxr enwfeblenswerth bislt ais die Vorlage! des Finanz-Minisiéréx Rouvier, bskämpfie den Grundsaß, sowohi neue S?.xxwrn als eine neue Anleihe zn verwerfen, und sprach sick) fiir die Notbwendigkeit neuer Steuern und insbesondere Lines Zuschlags für Alkohol aus. -1ach einer Entgegnung des Deputirten Jamais (Gard), welcher den Znsckzlag fiir Alkohol bekämpfte und die Einfiil): rung teimzr Börsénsiwer forderte, wurde die Verarbung verum.

Der radikal? Depuiirts Moreau brachte, einen Gss LZ: Entwurf ein, in wslcbem für adelige Wappen und sTitisl Zine Abgabs von 500 bis 250000 Fr. festge- eßt wir .

Dsm „Journal des Débats“ zufolge erachtét der Vorsißeniw dEr Zoiltarif-Kommiision, Méline, dcn vorgelégten Ent: muri des GLLlSkUi-ZOÄiiarifs bezüglich dEr land- wirtbscbaftlichsn „Zölle fÜr unzureichisnd mid wird eine Erhöhung der ZöliL fiir landwirthickwftlich Produkte beantragen.

Der „Temch“ rätl) Behufs Vermeidung kiinfiig-xr Diffe- renien, Frankreick) möge die Frags beirsfch 592771511): lichen Gabon mit Spanien regein. Wie Frankrsicb mit England und PortUgal Véreinbarungen wpgsn deren Enklaven an dsr Wsstküste Afrikas getroffen habe, so sollts auch mit SPÜUWU die Feststellung der Gienze bsziigiick) der Enklavs am Muniffuffe versinbart werden.

Wygen der Thsilnabme Garibaldi's an 577711 Kriegs von 1870/71 bkgidsichtigt eine Anzahl von mpablikaniscben Deputirten ibm m Dijon ein Denkmal zu kaicht€11. Zu dem Comité: gehören unter anderen Jules Simon, Briffon, Spuller, Lockcoy und Clémenckau.

_Gestsrn fand die Civiktrauung der Tochter des rizssiichen Boticbafteréz Baron Mohmnbeim mit dem Lieutsnant 5017714"sz statt. Vor dem feierlichsn Akte iiberrsicbte dm? obsmaligs Deputirte des 7. Arron- dissements Frébauit im NMUN! der Einwohner des- selben der Braut ein Bouquet und richtite an den Voticbafter eine Ansprache, in welcher er bcrvorbob, diifs Heixati) sei ein bobér Vewcki§ für die Freunbscbast bsider LändLr und der Werthschäizung der Französiscb-m Armc-e Von Seiten des Botschafters. Der Bot (hafter dankto, indym er bStonte, diese Tbsilnahme wiirde dis Bande zwischen ikbm und 5611 Bswolmern des Arrondiffxxments noch fester nüpfen.

Rußland und Poien.

St. Petersburg, 27. Oktobi-r. Laui dem gestrigsn Billictin sind bis iebenßgefiibrlicben Erschsmungen bei dem Großfürsten Nikolaus 5, As. gsschwundsn; dw Krankheit nimmt ihrkn gewöhniickxn Isrlauf.

Wi? die St. Pxicrsburgei Blättßr m_eldßn, hat der Emir von Buchara beschlossen, [11.8 rusiische Sprache in den höbsren Lehranstalten Vucbaras eimzufiibrßn. ,

Ueber neu projektirte Bestimmungen gegen bie nicbtortbodoxen Kixcben fchr€ibt man Wk „Gzrmama“ aus St. PLtLrsburg:

Das Departement für geistlich? Angslegenbeiten fremder Kulte, Weiches beim Minisierium des Innern besteht, hat das Projekt eines wichtigkn (Heseßes ausgearbeitet. Die _ NoyeÜe soil noch im Laufe dieser Sesswn an den Rercbßratb ge- langen. Es handelt sicb um eine Verschärfung der Aufsicht über die katboliskbe und evangelisch-lutbe- rische Kirche im russischen Reick). Die in Aussickß gsnommenen Aenderungen solikn fick) vor allen Dingen richten aus eine Kompctenz- erweiterunß des Präsidenten des Kirchxxiratbs sowie des Verwatungs- raibs, Welchem die Aufsicbt über die Kirchenkapitalien und die Kon- trole der kirchlichen Einnahmen, von denen ein Theil fiir den Unter- halt der (Heistliebkeit, ein anderer zum Besten der Kirche 2c; ver- wendet wird, übertragen worden ist. Wie Maßnahmen dex Kcrchen- rätbe, sofern sie finanzieüen Cbarakters sind, unterlxegew der Konirole der Regierung. Unter keinen Umständen diirfen, trgend wclche Summen aus den Kitchcngclderniür die Bcdurfmffe ans- ländischer geistlicher Missione'n, Korporationen oder (Geselijibciften verausgabt werden; auch müssen die firzgnzterxi Rccbenscbaftsbertchie ncbst den erforderlichen Dokumente:) alijabrltcb demecpartement iur fremde Kulte zur Prüfung vorgesteilt werden". Außerdem bai'das Geießesbrojekt des Departements cine Etnsckpxankung der Zahl 181161" katholischen Klöstkr, die“ vom Staat Untyrstutzxmgen empfangen. ms Auge gefaßt. Solcher Klöster giebt es gegenwartig 34 m Rußland.

Portugal.

Ein Mitarbeiter des „Siécle“ hat, wie_ bis „Frkf. Ztg.“ meldet, eine Unterredung mit dem portygwsxfchen Gesandteii in Paxis gehabt, wonach seit der Neub1l_dung des 'Kabx- netS cine Beruhigung in Lissabon eingetreten ser. Die

portugiefisiheRegieryng wolXe der englischen neu e Vo rs chläg e wegen des guf Afrika bßzüglichen AbkommenSmachen. An neue Zugestanbmffe betreffs des Landbesißes Seitens Englands glaubedman' mcht, hoffe aber, hinsichtlich des Handeléz einige Vortheile fiir, Portugal zu erzielen. Direkte Nachrichten aus Lissabon bestizngen, daß eine Beruhigung eingetreten ist; man hofft allgemein von Engchnd weitere Zugeständnisse zu erhalten. Lord Salisbury sol] sich auch schon bereit erklärt haben, in neue Verhandlungen einzutreten.

Schweiz.

Dix Neuwahlen zum Nationalrath baben, wieman dezr „Koln. Ztg.“ aus Bern telegraphirt, das Parteiverbäliniß nicht geäxtdert; zwei Drittel sind radikai-liberal, ein Driitel konsérvativ:Ultramontan, woran die noch vorzunehmenden Stich- wahlen nichts ändern wsrden,

Der eidgenössischs Untersuchmichricbter hat gegen die Personen, die den freien Telegraphenverkehr anläßlich des ießten Aufstandes im Tessin hinderten, Strafunier: suchung eingSLCitet. Laut amtliche? Untersuchung trifft die Beamten selbst keine Schuld.

Heute wollte der Bundecsrath iiber den gegén die FLst: stellung des Abstimmungs-Ergebnisses im Tessin am 5.,Ok"t0ber „xxerichtsten Rekurs: der Konservativén entschsiben. Hisrnack) tritt in Bern sofort die neue Verständigungs- Konferenz zusammen Bebufs Vorberatbung der Wahl- Reiorm. Vom 30. 1). an wird der Kanton Tsssin durch ein emz7gss Vataiiion bEseßt sein. Mr Große Rath tritt end- gültig am 30. 5. zusammen.

_ DLL“ „Bcsrner Landbots“ veröffentlicht in einemExtrabiatt eme Erklärung dWZZundeS-Fiaths Droz, wslckze der Redakiwn auf ihr Er1uch€n um Aufschluß iiber Linen im Kanion ObewAargau gcpiant ngesenen Putsch zugegangen ist. Der wssenilichs Inhalt dLVsLWM iii, nach der „N. Züxch. Ztg.“, folgender:

Ein Wohiajlgcsébkslkk Biirgkr aus Dem Ober-Aaigau, dc-r fich ais Miißlied des Ca'mjiés dcr .Voikx-Partei“ bezeickmetc, babe ibm (Hrn. Droz) Mittheilungkn gemacht iiber _die erregte Stimmung, welche im Obkr=Aargan in Folge der Tessiner Angelegenbéit in den Kceissn der „Volkspartei“ herrsche. Cine geheime Comiiésitzung babe stattgefunden, ein Aufruf sei Vorbereitet geern, und man habe nur auf das Loiungswort Newariet, „um dranf los zu schlagkn“. Hr. “33701 sab swb bcranlaßi, vou diLsM Mittbcilunqen den Bundes?- PräiiOenten Ruchonnct, Herrn Bundes-Naib Hauser, Chczf dss sebweizeriicbsn “))kiiiiärdePUricments, sowie den Vermischen Polizei- und Z))"iilitärDirektor, RagiérungS-Ratb Skockmar zu bengckyricbtigen.

Nach einsr der „Polit. Corresp.“ auI Nom zugehanden Meidung steht es nunmehr. fest, daß Kardinal Mermillod von dem Bistbum von LaUsanne und Genf zuriick: treten und Dauernden Aufßntimlt in Rom nehmen wird. Wié versichert wird, ist bereits ein Nachfolger für ihn auf dcm genannten Bischofssiß aussrfeben.

Niederiarade.

Das ärztiickze Gutachten, weich€s dsmniederländisch Siaatßraib Bebufs Einieizqu der Regentschaft vorgel-xgt wurdcz, gisbt interessant? Auffcksiiffe iiber den Zustand König Wiibeims 111. ES rührt von den beidsn langjährigsn Leibärzien des Momarchen, den 1101: V1)!1ck[1111)zL11 und van Vlaanderen sowie yon Professor Ok. Roiensicin hei". Danach iii, wic: man der „Mgdb. Ztg.“ initibeiit, die körpsriicbé Konstitution des hoben Kranksn io kiäfiig, das; er, faUs nicht etwa eine plößiiche Ierändsrung eintritt, nicht nur 016 gegénwärtigs Krise überwinden, sondern sogar noch Jahre lang leben kann. Dic Ernährung ist zwar keins regelmäßige, aber doch eine genügende. Dagegen bs: zeichnet das ärztliche Gutachten dsn Geisteszustand dé?) Monarchen als unheilbar. Dis Gshirnerwsichunß babs ersith eim'n derartißen Grad erreicht, daß König Wilhelm oft seine nächste Umgsbung nicht kenne. Bei 65181“ der leßten Unterzeichnungen von Staatksakién babe dsr König sogar Vékgkffle, welcbc-n Namen er fiibke. Ferner habe 561" Monarch die größte Abtwigung gegen Schrcib217_u17d LLsLU. In Folge dessen erachten die Aerzte, daß die 0171191311an einer Regentschaft sich nicbt länger verzögern lass»). - Am Sonnabend hatt? iibrigsns der MinistLr-Präsident Macka 1), dLMsLWSU Blatt zufolge, eine lange Beratbung mit der Königin Emma, in welcher disse? sich nach langsm Zögsrn zur Uebsmabme der Jisgentscbaft bereit erklärté.

Belgien.

Belgiens Anrsgung, den lateinisckzen Miinzbumb nuf 5 Jahres oder 10 Jahre zu veriängsrn, hat, wie 777a71_d*.*m „Hamb. Corr.“ berichtet, bi-i Fraiikk81chliicht OM gewiimckUen Anklang gefunden. Die Folge davon ist, daß Yslgieix „an Frankreich 100 Millionen Francs silberner_Fiiniiraiichitiicke gegon Gold einzutausckxn hat, was fiir Bclgisn 20 Millionen Francs Vsrluft bedkutet.

Die von dem intertmtioxialmt Antwerpener Sirairscbté': Kongreß iibsr den Schutz dsr Kinder gefaßten Be1chl1isic werden zuerst in Belgien ins Lebsn trxzten. 'Der Justiz- Minister hat bereits ein auf diesen Prinzipien bsruhendch Geseß der Depulirienkanmwr überreicht; daßselbe Fol] 11071) in dieser Session zur Annahme kommen. Andsrerseits sind 3111,“ Ausfiihrung der Animérpcner KongxeßbeichliTffE bexsrts. die Ministerial:Verordnungen Ergangen. Es wirb s1ck alis zeigen, welchen praktischen Werth diese Beschlüsse besißen.

Griechenland.

Nach einer Meldung des „Neuter'scbsn Bureaus“ aus Athen hat die Opposition bei den Wahlen die große Mehrheit erhalten; der RegierungsPartei fei kaum der dritte Theil der Siße zugefallen.

Bulgarien.

Sofia, 28. Oktober. Der Prinz erdinand eröffnete gestern die Sobranje im eisein der Prinzessin Clementine, sowie der zur S_yuode versammelien Kirchenfürsten mit einer Thronrede, tn welcher es heißt, der Prinz werde die Politik der leßten drei Jahre, welche sich segensreich erwiesen habe für die Wohlfahrt unb_ den Fortschritt dss bulgarischen Volkes, fortseßen. Als bisher erzielte Erfolge führt die Thronfred'e an: den Bau der_ Bahn JamboliBurgas, die Neuorganisation der Armee, die Ein: fiihrung einer vervollkommneten BewaffnunZl, die Vorstudien fiir eine Bahnlinie Sofia-Tirnowa unk) de11 bschluß von Han- delsvelträgen mit Deutschland,. Oeßerreich Ungarn, 5Frank: reich und dsr Schweiz. Em beionderer Pqffuß 1si den erats des Sultans, betreffend die bulgarischen Bischöfe fiir Macedo- nicn gewidmet, durcb wslche der Sultan 6111871 offen-

kundigen Beweis des Wohlwollens für das bulgarische Volk, sowie des Wunsches erbrachte, daHselbe den Weg der Entwickelung und des Fortschritts weiter verfolgen zu sehen. Die Ruhe des Landes während'der Abweienbeit des Prinzen, die Sympathie, welcbe derselbe im Aixslande für das tapfere Verhalten des bulgarischen Volkxs be1_der Regelung seiner Autonomie vorgefunden habe, gewa'hrten ihm die Ueber- zeugung, daß der Tag des endgiilttgen Triumphes der gerechten bulgarischen Sache nicht fern sei., ,

Sowohl beim Erscheinen wre beim Weggehen wurde der Prinz lebhaft begrüßt. _ '

In der darauf folgenden Sißung der„Sobrame wurde das bisherige Präsidium Wiedergewahlt.

Amerika.

VereinigteStaaten. Wie schon mitgetheilt, „süßen

sich die gegen die verfassungSgemäße- NxchtHZÜltigkeit Der Mac Kinlsy-Bill geltend gemachten Einwande darauf, dax“; der Abschnitt 30 der Biil beim Kopiren des (Heseßes vergéffen sei. Dem „New-Yörk“Heralb_“ zufolge hat nun eme gsnauere Uiiterfuchung ergeben, daß die,Au§la,ssung des „Ab- schnitts 30 der Mac Kinley:BiÜ gar n1cht beim Abschreiben der Bil] nach deren Annahme erfolgt, solidem durch ein Versehen des Konferenzcomités selbji in seinem Bericht an den Kongreß verursacht worden sei. Der Präsident habe also die Bil] genau so unterzeichnet, wie sie von beiden Häusern angenommen worden ist. Daß der Abschnitt 30 in einer Nachsession der geseßgebenden, Körperschaften in Form einer Geseßeénovelle der TarifbiÜ einverleibt werden sol], wurde bereits gestern gemeldet. Auch „Reuter's Bureau“ exkläit die Bedeutung des Protestes der ameri- kanischen Importeure gegen die Gessßmäßigkeit der Mac KinleyBil], wie sie von einem Theil der Presse unierstüßt wird, für Ubertrieben und weist darauf hin, daß der Kongreß der Omission noch abhelfen könne, bevor die Frage vor den obersten Gerichtshof gelange. Der Tarif sei in der unter- zeichneten Fassung geseßkräftig. Auch der Schaßsekretär Window habs erklärt, der Tarif sei Geseß, und er habe die Pflicht, dasselbe auszuführen. _ In derGrafschaftCofsee in Georgia waren jüngst Neger-Unruhen ausgebrochen, wslcben Landsireitigkeiten zu Grunde lieg9n„ Die Ruhe wixd jeßt aÜmäblick) wieder her- gesteUt. 5 Weiße erhielten Schußwunden; 2 von ihnen soUen gestorben sein.

Asien.

, _ _Posibericbte aus Japan melden, daß der Premier- Mimster Gratho den Posten eines Präsidenten des Oberhauses 111 dem neuen Parlament angenommen hat.

Afrika.

Der „Times“ wird aus Sansibar vom 27. d. gemeldet; Am 25. d. segelten der Admiral Freemantle und der Gensral-Kgnsul von Lamu nach Kipini, wo das ge- sammts englische aus 10 Schiffen bestehende Expedition-Z: 0116schmgder'an,kert. Admiral Freemantle rückte sodann am 25. d. friih Mit einer Abtheilung von 1000 Mann auf Witu vor. Die Vorpostew waren schon am Abend zuvor ange- gr lfan worden, wober 3 Matrosen verwundet wurden.

Moltke-Xeier.

' Wir haben nur noch „wenig _iibexr den Verlauf der Moltke- FLr-xr 71achzutragen. Zynächst sei hier die Adrssse mitgßtheiit, wxlckpramews der Friedensklaffe des Ordens your 15 mérjw fiir Wissenschaften und Künste der Kanzler der riedenskluffe PkOfEffOk „Adolf Menzel und der Vize-Kanzler, rofeffor Dr. von Helmholtz dem Feldmarschall überreichten; sie lautet:

_ Enerc Cxceilenz bitten an dem beutigen Festtage die unter- zetcbnctcn YUtglteder des Ordens pour 16 mérite“. für Wiiienscbaft 111773 Knust ihre verchrungßbollen Glückwünsche entgegennehmen zu wo EU Wie die Miütonen des deutschen Volkes, gedenken wir beute der WWF; Jess FeldYsrrsrdeveYchetrsÖnit sicherem Blick, ruhiger Hand und unau (7 amsr ra te eu en eere n "" ' alier 1311106115181! Geschichte geführt HaHt. z Siegen obne gleichen m

animck) aber naben wix uns mit wärmstem Gefühl dem er- la11chtsn Ordcnsgenosiéy. der. m den Nebenstunden seines mächtigen Wirkcns durcb eme Reibe Wissenschaftlich“ Schriften yon bedeutendem 0395311 Mid VOUMUW Form M) ein bleibendes Ebrkngedächtniß 7111717 171 der Rutschen lekratur gesichert, und den als Mitglied zu besitzen dcr Ordén stets als einen seiner besten Ruhmestitel be- trch1chbtkt bai.

Mögs Gott Euere Exceilenz noch lange in Frische und Rüstigkeit uns crbalicn!

?Zeriiiix, denlYS *OFWHLYHKZJJi A

Ad. 51111737- 43 5071 em 0 . ndreas A e b . . . Negaö. B. J0bc717121'24 Brahms. BLE. voi1Bruck.ch§)ti1.ZYB§niY. (F. Ciiriias. (GUstÜU Frsytag. B. von Gebhard. R. von Gneist. A, W. von Hoimann. _ H. (5; Hähnel. L. Knaus. C.'Ludwig. Tb. Mommien. M. Miillsr. F. Réumann. FNSLQch. du Bois- Rrvwond. W. von Siemens. Johannes Schilling. Frcibecr von (?ckxzmlildtk F, Schaper. H, von Eybel. W.W;ber. S.Weierstraß.

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Die Abholung dsr Fahnen und Siandarten sämmtlicher RLJÜUSUWB dW GardeWor'ps aus dem Generalstabßgebäude vollzog sick) am Moniag MMM um 12 Uhr in gleicher Weise wie die Hinbringmig 71911) der Wohnung des General: eld: marschaUS. W.1l)rend die Fabnew und Standarten der ots- damer Garnison unter FÜHTUUJ Lines Ufanterie:Hauptman71s und Bedsckung eincr Abtheilung (Harde: nfanterie vom Königs- plaiz nach d€m_Potsdamcr Babnhof und diejenigen der Spandauer Garnison, ebenso gefuhrt und bedeckt, nach dem Lehrter Bahnhof abscbwenktscti, warben die Berliner mit klingendim Spiil nach dem zxahnenzmrmer des Königlichen Schlosses gebracht. _ ,

Gestbrn hatta? Graf Moltkebte hier zur Begli'tckwünschung eißgetwffenen Ahordxiungen seines Kolbßrgischen Grenadier- Regiments (Hmf Gneisenay Nr. 9 und seines 71. Ungarischen J„fantexjg:Regittxeiits_ (5117711 5119115: nebst seinen Verwandten und dsnjénigen Offizieren,_ bis an Den Festordnungen der letzten Tage besondeis beibeiltgt warxn, zu sich zu Tisch ge- beten. Währevd dsr Tafei_ erbob steh der Feldmarschall und sprach, wie „W. T. V.“ mxtthexlt, ctwa folgende Worte:

Meine Harrén, ich bitte (Die, auf das Wohl der beidcn boben Monarchen, Sr. Majestat des Deutschen Kaisers und Sr. Majcsiät des Kaisers von 'OeiWreick) und Königs won Ungarn, amustoß-n. Eng Verbündet, Mc Die Beide sind, dürfen wir auf Ib! Wohl ge- meinsam trinkcn. Sie leben bock) und nochmals hoch und lange

bock)!

_ Spätex trankx der Feidmarfchal] dem Commandeur seines 71. ÜUJUMCHLU JilfUUtLUL-REZUULUW Graf Moltke noch be-