1871 / 68 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

* "*“-' „_..„4-„9-1-„3; «„a-„x-«UMMZW „,'-'. ?*ÉYKZMK' _ . "* y' * ' "“" “***“ *! “...*" “: “* ' * '

bisher beim Belagerungs-Pion. Bat. vor Belfort, 1)r. Witte, Asfift Lirzt vom Magdeb. Drag“. Regt. Nr. 6, disser unter Vrrseßung zum med. chirurg. Friedrich-lehelmI-Jnstiiut, ])1'. Weese, Assist. Arzt im Bureau des (Hen. Arztes 11T. Armee-Cdrps, z. Z. beim 2. Feld- Laxaxetl) des ])(. Armee- Corps, ])r Nachtwcyh, Assist. Arzt dom SchlcSrv. Holstein. FeZd-Art. Regt. Nr. 9, 131". Kopseel, Assis. Arzt vom ]. Meckxenb. Drag. Regt. Nr. 17, z. Z. beim Schlcsw.H01stcin. Fcld-Art. Regt. Nr. 9, [)r. Scherwinßfy, Nsfist. Arzt vom ] Pomm. Ulanen-Regt. Nr. 4, z. Z, beim 2. Sanitäts-Detachement des 11 Armce-Corps, ])1'. Schenck, A*kfift. Arzt Vom 7, Ostpreuß. Inf. Regt. Nr. 44, z. Z, beim 1. Sanitäts-Detach. des 1. Armee- Corps, zu Stabsärzten befördert,

Den 22. Februar. Knappe v. Knappfiädt, Oberst z. Disp. z. Z. Commamdeur der komb. Inf. Brig ,_ v. Zimmermann, Oderft z, Disp, z. Z Commdr, der Ö'sxpkkuß. Landw. Brig., der Charakter als Gen. Maj, Scheuermann, Ob. Lt. z. Didp. und 2. Cdmmdr. dcs ]. Bats. (Königsbkrg) ]. (Harde-Landwchr-Regiments, z. Z, Commandcur ch 1. Ofiprxußifchen kOMbW-„iktkn Landw«*h“:-chinxcnts, Haack, Ob. Lt. «. D., zuleßt im 4. Pos. Inf. Regt. Nr. 59, z. Z. Commdr. dcd Provinzial--Garn Pais. Nr- 37, unter gleichzc-itiger VNseYuN in dxe K.:xtcgorie der zur D.SP. gestellten Off., Ebeling- Ob. L.:. 3. DHSP. und Bezirks-Comnjdr. des 2, Bals, (Schrimm) 2. Pos. Landw RygtTNc. 19, der Char. a1s Obrrst, v. Mosch, „Mai. (1. D., zulcß: “im Königs-Gren. cht. (2. Westpreuß) Nr._7, z. Z. Commdr. des Pror-inz. ©5151. Batz. Nr. 59, v. Kampß , Major a. D., zulcßt Art. Off. yourPlaß in Glogarx, z, Z. Etapp. Commdr. in Glo au, v. „Haine Major a. D., zuleßt im 4, Niederschlcs. Inf.-

23?th V r. 51, z. Z. milit. Mitgl. de'r Res, Mz. Komm. in Hirschberg„

che dre"; unt=r gleiäxzciTigr-r Vcrscßung in die Katsgdrie der zur Disp. gsstcllxen Off, v. Wredncr, Ma10r 3 DM)., zuleßt im 3. Magdeb. kan Rrgt, N:“. 06,- z, Z. Adj. bei dem steUVLrtr. (Hen. Kdmmdo. 17. Armec-Corps, der Char. als Ob Lt., Schimmelfennig Von der Oye, Hau *.m. a. D., 3111th Comp. Chef im 14 Inf. Regt,

Z. Bahnhofs- ommdt. zu Troyes, der Char. als Major, vc'xl'ichen,

, Brandt, v. Alt-Stutterhcim, Port. Fä?nrs, vom 2, Hanseat.

Inf; Regt. Nr. 76, zu Src Lis, Wichern, D edetixhsen, Flem- ming, Ketjler, Petersen, Rodaß- JILllbOwsky, Durrieu, Michadcll'es, Georg, Kieniß,'Lassar, Helm, de Chapeau- rouge, Jtrgau, Pölchau, Vtze-Jeldjvebel von der “Reserve, zu Srconde - Lieutenants der Reserve des 2. Hanseatischen InfaUterie- Regts. Nr. 76,“ v. Bülow 1., Pr. Lt. vom Mecklenb. Gren. Regt. Nr. 89, zum Hauptm, und Comp. Chef, v. Bülow 11., Sec. Lieut. von dtms. Mgr., zum Pr. Lt., v Elderhorst, Port. Jähnr. vom Mecklenb. Fits, Regt. Nr. 19, zum See. Lt., Dous s in , Unteroff. von dsms. R“egt.,-zmn Port. Fähnr, 0Singer, Vize-Je1dw.» vom 1. Bat, (Schwerin) 1. Mecklen_b. Landw. egts Nr 89, zum See. Lieut. der Res, dcs Veecklenb. Jüs. Regxs. Nr. 90, v.Plessen, Gr.. Bernßorsf, Evers, von der Laufen, v. Blücher, Vize-Wachtm. von der Res., zu Sec. Lts. dcr Res. des ]. Mecklenb. Drag. Regis. Nr. 17, Schönc, Kochs, Untecdffe vom (Harde-Pion. Bat, zu Port.

äynrr.- Leibfried, Vize-Feldw. vom 2. Vat. (Oppeln) 4 Oder.- _chles. Landw. Regis. Nr. 63, zu-U Sec. Lt. dcr Res. des 4. Oder- schles Inf. RegtS. Nr. 63 befördch. Frhr. v. Dalwigk-Lichten- fels, Pr. Lt., a. D, zulest bei der Kw. des früheren 3. Bars. (Main*:edy) 1. Rbcm. Landw. Regis. Nr. 25, in die Landw, und zwar bei der Kav. des "2. Bals. (Düsseldorf) 4 Westfäl. Landw. RegB. Nr. 17, als Pr. LT. wiedcrcinrangirt,

13. AbschiedSbewilligungen2c.

Den 20. Februar. Dr,?insjeden, Oberstabs- und Regis. AW von der Ersaß-Esk. des Kur. Regis. Königim (Pomm) Nr. "2, alsxGen. Arzt mit Pens. und der Unis„ 1)1'. Ciiinther, Oberstakxs- und Regis. Arzt vom Erf. Bat. des 3. Hess. Infanterie Regis. Nr. 83,- mit Pens, ])1'. _Zcißing, Stabs- und BatT. Arzt vom Erf. Vat. des 6 OstpreußJnf. Regis. Nr. 43, mit Pens. nebst Qlussichx auf Anstellung im'Ctr-cldicnft, 1)r. Stenzel, Stabs- und Garn.“ Arzt 111 Reise, als Obcrßabs -Arzt mit Pension und der Uniform, Schmidt , Assist. Mrzt vom Kadrttenbaus-s in Wahlstatt, mit Pens. ZFH)? ZlusffÉns FULL ?ltdftZungdinx) Cindisean, FUNNPelßer, Affift.

z om ra - a. e leert ein, ü. -„- s. 1:39 mit“ . der Abschied bewilligt, g , Pens

Den'22. Februar. Lettow, Rittm. von der Kav dcs1.Ba9s. (Barxcnstrm),5 _Oftpreuß, Landw. Regis. Nr. 41, z. Z.. Commdr. emec Arnllcrxe-MmxitionSfolonne, wegen Ganzinvalidität mit seiner bishsr. Unif, v. Manteuffel, Sec, Lt, von der Inf. des Res. Lgudw. Bats. StetiinNr. 34, mit Pens. der Abschied bewilligt.

Nichtamtliches.

Pryußey. Berltn, 7. März. Ihre Majestät die „Kais erm - n i gtn war. „gestern im Deutschen Central-Komite anwesend- Und besichtigte dte Treibhäuser des Geheimen Kom- merzien-Rach Borsig m Moabit.

Jm Kömglichen Palms fand ein größeres Diner statt. - Abends nZgr Ihre Majestät in einem Vortrage des evangelischen Vereins fur kirchlichx Zwecke ugegen.

- Ihre Katserlrche und önigliche Hoheit die Kronprin- FTI?? Feuchte: gestern das Barackenlazareth auf dem Tempel-

* . .e .

Aus den Hauptquartieren in Versailles, 3. März. Gestern, am 2. März, herrschte in den von den deutschen

so buntes und bewegtes Treiben , wie es, nach den eigenen Aussagen der Franzosen, seit lange in Paris nicht er- lebt worden ist. Waren die weiten Straßen der elyseeischcn Felder, dée Alison und Boulevarös dicses vornehmen Stadt- viertels, die großen Pläße am Arc de ['Etoile und vor dem Tuileriengitter, dei Gelegenheix drs Eidzuges vorr- dcr pariser Bevölkerung stark besucht gewesen, so waren sie am zweiten Tage, an dem ein wolkenlos klarer Himmel und die heüste Frühkingssonne, die mit fast sommerlicher Wärme hermiederschien, dei mshr als 20 Grad zur V'Tittagszeit die Menge “ins Freie gelockt, geradezu Überfüklt. Wer vom Triumphthor die clyseeischen Felder bis zum Concordienplaß aus,; die wogenden Menschenmaffen hinuntersah, mußte fiaunen, wir es den Trupps don Infanterie, SoldatW, die ihre Quartiere wcchselten, und Zügen von Kavallerie möglich wurde, sich in geschlossenen Gliedern ohne Schwierigkeit und Stockung hin- durchzuwmden. Ein großer Theil der VerkaufÜläden-hatfe sich heute_ geöffnet; und dlirben auch die großen Speisehäuser in den .»,hamps Elysecs geschlossen -- fie waren es bereits während der Belagerung -- so fandenfich doch an der Place de 17Etoile, in den Nedenstraßrn des clyseeischcn Quartiers und in mllen Straßen vou Passy Kaffeehäuser und Restaurants genug, wo deutßche Offiziere oder Soldaten “friedlich neben den Frau- zosen saßen und,'nach uralter deutscher Sitte, durch das Sym- bol dcr Mahlzett die Vefißergreifuug feierten. war das »Journal officiela von Paris sagt, daß die BMW erung der innerenStadtihe11e nicht aus ihrem Rayon heraUsgegangen sei, und daß nur emzelne wenige Personm der pariser Einwohner- schaft die Demarkationslinie überschritten hätten. Aus eigener und genauestcr Anschauung aber kann versichert werden, daß an den Hauptzugängen , wie an der Außmündung der „Rue Rivolia und der ,»Rue Royale“ in den Cdncordienplaß, die Zahl derjenißen, die von den inneren Boulevards durch die von franzöfischen Soldaten gehaltenen Barrieren in die von den Deutschen beseßtrn Quartiere hinüberkamen, fich in wenigen Mmutcn auf eine große Zahl belief. In der Rue Royale ßand die Zuschauermenge Kopf an Kopf bis auf die „Stufen der Kirche Madeleine, und längs der Seinequats bewegten fich Tausende von Spaziergängern

- aus den b-xften Gesellschaftsklaffen. Jedenfalls ist die Aufforde-

ran?, weiche einige Preßorgane an die Bewohner der Haupt- stad ergxxh'cn [[Z-ßen, daß sie durch Zurückbleiben, in ihren Häusern eme “Exmöde um die okkupirten Stadttheile schaffen sollten, a1s vöUtg gescheitert anzusehen, und die besseren Zeitun- gen habet) Recht behalten, wenn sic behaupteten, daß es in dem Parxsxr eme Ctgenschaft gäbe, die noch stärker ausgebildet sei, als sem Patrtottsmus -- die Neugierde.

Dem deutschen Krieger-_abe-r wird Niemcmd vorwerfen dürfen, daß er “111 der luxurtöscsten Stadt der Welt seiner ein- LMHM, dena Ernst der Zeit „entsprechenden Sitte untreu gewor-

en sei. Die _wegen des Emzuges in Paris mit. französischen Offizterejx ahge1chloffene Konventimr bestimmte, daß die Truppen, soviel mdglchy, m' Staatsgebäuden einquartiert werden sollten. Es waren fur dtréen Zweck vom französischen Gouvernement der Industriepalaft az? der rechten Seite der Champs Elyfées, der Circus der Kaiser'n mr dcr linksn Seite des Rond Point und ,das Panorama, zwxschcn der Avenue d'Ant'm und den elx.)see1schen Feldern, hergegcben worden. Diese Lokalitäten zvurden deny auch xmt Truppen belegt,“ so hatte 3. B. tm Jndustrtepalgst xtne, Brigade Bayern ihre Kantorme- Unents. Dress Raumlxchkezten reichten aber bei writem nicht arts, -- und wcnn auch eme Anzahl von Truppen in Privat- grbauden yntergebrackydwqrcn, so blieb doch für mehrere Re- gtmenter dle Nothwcndrgkxtt, im Freien zu bivouakiren. Der Play por dem Arc de ['Etmle, der Concordienplaß und der Play dcs Kdmgs-von Rom, der in Paffy , oberhalb der Seine, ge- lxgrn 1st, verwandelten „sich in mächtige Kriegslager. Es war ka Alles vorgeschen; dte Truppen hatten nicht nur ihre Pro- vrsionen mit, sondern auch Streu zum Nachtla er. .Das Stroh wurde zur Ngchdauf den weiten Pläßen au gebreitet, einige Strohhutten fur. dte Offiziere mit geübter Hand schnell aufgebaut.

Der Kronprinz hatte am 1. März auf jeden Triumphzug yerzichtet. Erst am 2. fuhr Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit m Begleztupg des Großherzo ,s von Baden und. gefolgt von den persönltchen Adzutapten urch das Boulogner. Gehölz und den Trmmphbogen nz dteStadt. Es war Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr, wo dte Menge der Zuschauer ihre höchste Ziffer erreichte. Der Kronprinz fuhr durch die elyseeischen Felder nach dem Concordienplax bis an den Garten der Tuileräen, dann an derSeine entlang, uber den Trocadew durch-Paffy'zum Point du jour. SE. Kaiseriiche und Königliche Hohe“, der während“ der-Aus-

|ellung von 1867 mit Höchstseiner kaahlin längere “Zeit in Paris

Truppen bescßten Quartieren der französischen Hauptstadt ein“

971

verweilte, wurdévielfach von der Menge erkannt. »0'65b199rju06 krjt-Za, riefman, »]S 615 ck017Üm96k6111'“. Welch mannigfach bewegter Anblick, der sich “umcrhalv der deutschen Okkupations-

Linien darbot! Auf den BivouakpläZen lagerten die Truppen,

ihre erehre zusammengesteüt, die elme auf den Bajonetten befestigt. Die Musikcorps spielten, und zahllose Volksmaffen umstelltcn die Soldaten; Verkäufer mit aklerhand Waaren tratrn hinzu uud französisch? Marketcdder hatten ihre Zelte aufgeschlagen. Drüber: auf drm linken Seineufer waren in einer lcmg'eU Reihe von Zelten und Baracken die Franzosen auf dem Marsfelde kantdnuirt, und nur die Brücke von Jena, die Blücher 1815 sprengen [affen ontc, trennte die beiden Armeen, Am Brückenkdpf hielten französische Liniensoldaten W;:achr; die Dsrxtschen waren dicht an diese Posten herange- treten und ließen ihre Blicke zu den mächtigen Gebäuden der Militärß'chule und zur goldenen depcl des Invalidendoms hinüberschwcifrn. , _ In der Konvemtwn war ausdedumgen worden, daß dre deutschen Sdidaten in Zügen, ohne Waffen, und unter Füh- rung ihrer Offiziere das Louvrs und das Hotel der Invaliden besucden dürften. Der Bevölkerung von Paris war die?, natürlich lediglich auf Verantwortung des Commandeurs der Nationalgarde und der Truppen, 'Gcncral Pinoy, nicht ange- zeigt worden. Die Besichtigrmg des Invgndcnhaufes wurde auf Bitten Vinoys am 1. März unterlanen. Dagegen fand _ der Besrrci) im Louvre statt. Als die Menge, die fort und fort das Gitter dcr Tuilerien uud des Louvreumfiand, der deutschen Trup- pen im Innern der Räume gewahr wurde, änßerten fich Mißstim- mun und Tumult. , Zach den ursprünglichen Anordnungen solltsn die vor Paris lagrrmcn Truppsn in drei Staffeln in die Stadt ge- führt werden. ]. Staffkl: )(1. Corps, 11. bayerisches, 171. Corps. 2. Staffel: Gardc-Corps, Gardc-Landwehr, Gardc-Sckzüßen, Pioniere und das aus Orlcans hierher beorderte König?- Grenadier-Regimenk. 3. Staffel: )(11. Corps, Württemberger, 1. bayerisches Corps. Dxe Staffcln sollten sich in Zwischen- räumen von je “zwei TMM ablösen. In der Abendfißung des 1. März waren nun aber die Friedenépräliminarien von der Versammlung in Bordeaux angenommen und vollzogen worden. Mit der Depesthc, die dies in Paris anzeigte , Verließ der auswärtige Minister der RepUblik , Julcs Favre, am 2., Morgens 6 Uhr, Paris, um stch nach Versaiües zu bcge'oen und hier die Räumrmg von Paris zu, verlangen. Es wurde“. beschlossen, abzuwarten, bis die Urkunde der Prä1iminarien mit der Unterschrift eingrtrdffrn sein werde. Das Aktenstück war am 1. März Abends 9 Uhr vermxit'telst Couriers von Bordeaux abgeschicht_WOrde11, kam Vormittags nach Paris, wurde sogleich nach Versailles geschafft und um 2 Uhr von Sr. Majestät dem Kaiser und Kömg ratifizirt. Wegen der vorgerückten Tageszeit erging an die Truppen in Par1s Ordre, die Stadt am nächsten Morgen zwischen 8 und 11 Uhr zu ver- lassen. Heute Morgen 11 Uhr hielten Se. Majestät auf dem Longchawp über die Truppen des Garde-Cdrps Revue ab. In der Front standen im 1. Treffen hinteremandrr das 1. Und 3. (Harde-Regiment zu Fuß, das 2. und 4., das Ggrde-Jüfilier- Regiment nut den Garde-Zägcrn und Garde-Piomeren. ann die Garde-Grenadier-Diviston, die Regimenter Alexander, Enfa- beth, Franz, Augusta, die Gardeschüßen, die 12 Bataixlonc der Garde-Landwchr. Daran schlossen sich im 2. Treffendtc Mann-

. schaften der gesammten gegen Paris verwendeten Belagerungsar-

tiklerie, darunter auch die bayerischeBedienungsmannschaff, fernkr dre Kavakxerie des Garde-Corps, 2 Esxcadrons Garde du Corps, 2 Eandrons Garde-Kürasfiere, 2 Edcadrons vom 1. Garde- Ulanen- und 2 EIcadrons vom 3. Garde-Ulanen-Regnnent. Die ZUsammenseßung war wieder, wie bei der Revue am 1. März, so, daß alle Regimenter und Bataillone vertreten, wädrend ein Theil der Mannschaften aller Truppengattungen in de'n Forts und Kantdnncme'nts zurückgelassen war.

-- 5. März. (W, T. B.) Nach der vertrags- mäßig erfolgenden Räumung des linken Seine = Ufers dürfte das Kaiserliche Hauptquartier einstweilen nach Com- piézgne, und das Hauptquartier des Kronprinzen nach FrrriSres verlegt werden. Am 6. sollte eine Revue des 1. bayerischen Armee-Corps (v. dTann), der württembergischen Division und des1(11. (Königl. sächsische11)Ar113ee-Corps vor Sr. Majestät dem Kaiser stattfinden , der von dtescn Truppen Abschred nehmen wil].

“_

- In Verfolg früherer thtbeilungen an dieser Stelle dürften folgmde Notizen hinstchtl1ch ,dcs von deutscher Verwal- tung geführten Betriebes der okkuplrten französischen Bahnen von Interesse sein: Der Bezirkfder Eisenbabn-Betriebs-Kom- mission in Corbcil - be1 Parts -- umfaßte während des Waffenstiüstandes auf der Hauptroute Vlesme - Chaumont -- Nuits - Sens - Corbeil -- Orleans '- Tours 95, auf

den Zweiglinirn nach Troyes, Dijon 2c. 62, auf den unter ihrer oberen Mitlettung von Beamten der 2. Feld-Eisenbahn-Abtbei- lung betriebenen Strecken AsniSrcs - le Mans , St. Cyr -- Dreux: 36, im Ganzen 183 Meilen. AUßerdcm mußten von dieser Kommission bei Beseyung der konVentionSMäßig zur Ueberwachung durch deutsche Beamte bestimmten Stationen der Anschlußnahmen, auf welchen den _franzöfischen Verwaltun- gendder Vetrieb “gestatket war, ca. 30 Meilen mitverwaltet wer cn.

Jnnerhaib dieses Gesammtncßes von 213Meilen, zu dessen Beseßung 950 Bramte erforderlich waren , smd » neben den im Jntcresse der deutschen Armee ftattgehabten Transporte -- in der Zeit des Waffenstiüftandks von französischen Zi“: en nach Parls eingeführt wordexr: Brennmaterial 494 Achsen, Schlachtdieh 5225 Achsen, Fourage 2218 Achsen, verschiedene chenSmittel 19,832 Achsen , Diverscs 730 Achsen, zusammen 32,952 Achxen , welche Zahl die Achse zu durchschnittlicher Be-

1adung von 75 Centnern gereÉ-net, ein Tranévdrt-Quantum

von ungefähr 23 Millionen Centnern repräsedtirt.

Skettin, 7. März. (Osts. Ztg.) Der 42. Kommunal- Landtag von Altpdmmern wird heute unter dem Vorsiß des Gel). Raths 'von KöUer eröffnet und voraussichtlich bis Sonnabexxd, 18. d. M., tagen. Unter den Vorlagen ist von aUgemeinerem Interesse ein Proponendum des Ober-Präfidiums vom 10. September 1870 unter Beifügung eincs Berichts der Cöslincr Regierung Vom 1. Juli, wonach diese in Uebcrein- stimmung mit der hiesigen Regierung unter Uederreichung des Entwurfe eines neuen Landarmen-Reglements brstärwortet, daß die Regierungen von der Verwaltung des Landarmenwesens entbunden und diese an besondere ständische Konmüsstonen Übertragen werden. Wx-hrécheinlich wird aber der Kommunal- Landtag diese Vorlage 11061) nicht erledigen, fordern sie im Zu- sammenhange mit sonstigen durch das neue Gesch Über den Unterstüßungsrvd nft'ßerfordcrlichen Rsorganisatidnen dem Pro- dinzial-Landtage Überweisen.

«(:ck-fen. DreIden, 7. März. Während der am 5. März hier stattgchabten Sieges- und Friedenßfeier begab sich eine Deputation des Raids und der Stadtver- ordneten “ms Königl'ube Schloß , um Sr. Majestät dcm Könige die Huldigung der Stadt darzudringc-n. Der »Dr. Anz.: (das Amtsblatt des hiesigen Rach) berichtet dar- Übcr wie folgt: Nachdem Se. Majestät der König die Deputa- tion empfangen, richtete der Ober-Bi'trgermeister Pfotenhauer folgende Worte an Allerhöchstdenselben:

»Allerdurchlauchtigfter, Großmächtigstcr, Allergnädigster König und Herr! Vor wenigen Augenbiickcn hat die Bürgerschaft Ew. Majestät getreuen Residenzstadt in einem feierlichen öffentlichen “Akte den Gefühlen ihrer Freude über den uns wiedergeschenkten Frieden Auédruck verliehen und dem neubrgründetm “Deutschen Reiche und dessen erhabenen: Kaiser ihreWünfche gewidmet. Wir vcrmc-chtendies aber nur zu ihun , indem wir uns zugleich des hcrroxraaenden Ar.- t[)eils und der unakxläsfiqen Fürsorge erinnerten, welche Ew. Majestät der Neugesialtung Deulschlands von jeher zugewmdet und dabei die Stimme Sachsens zur Geltung gebracht haben. Ew. Majestät dafür. unscrn erneuerten tiefemvfundencn Dank darzubringen ist uns eine heilige Pflicht, mit deren Erfüllung wir zugleich den Ausdruck der Hoffnung verbinden, d&ß unser theures sächsiscbes Vaterland unter dem Schuße des neuen Reiches untcr Ew. Majeßät weiser Regierung alL ein Theil des großen Ganzen fröhlich fortblühen weide- Aus Herzens Grunde sprechen wir daher: x(Hc-tt segne Sachsxn im MM:! Reichk! Gott segne unsern thcuern geliebten König!« (Die Deputa- tionsmitglieder wiederholten einßémxxig die Worte: »Gott segne Se. Majeüät den Königs.) _

Se. Majestät der Kömg erwiderte hierauf -- nach dem ;Dr. Anzgr.- -: daß es allerdings ein glückliches Ereigniß sei, an deffen Ziel wir stehen, und das; Er sich des hervor- ragenden Antheils freue, den die sächstschen Waffen an dem glorreichen Siege gehabt. Den ihm vorgestellten Hofrath Acker- mann und 131". Schaffrath, deren Söhne an dem Feldzuge Thkil genommen und sich noch in Frankreich befinden, wünschte Se. Majestät glückliche Heimkehr derselben,“ Seme Majestät gedachte dann noch der schmerzlichen Opfer, „welche der Krieg gekostet, und erkannte in huldreichster Weise dre her- vorragende Theilnahme des sächfischen Volkes an demse1ben auf dem Schlachtfelde wie in Liebeswerken an. Nach 'emer Mittheilung Sr. Majestät wird das 6. Infqnterje - Regtment Nr. 105 und die Festungs-Artillerie einstwetlen m Franerich als Vesaßung zurückbleiben, während über die Zeit der Ruck- kehr Sr. Königlichen Hoheit "des Kronprinzen und des )(11. Armee-

' Corps noch mchts festgestellt sei.

-* Wie das »Dresdner Journala meldet, ist “es kriegsge- fangenen franzöfischen-Ofstzieren und Mobtlgar'den Heftattet, auf ihre Kosten jeßdt schon in die Heimat!) zurrxckzuehren. Die Mannschaften ' er Linke sowie der Garde blerben bis zu dem hakd b'eTo-rftehenden Rücktransporte in den Gefangenendepots m ermr. -

122 '