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Vinoi) hatte Truppen am den Montmartre herum aufgestellt und in jeder der auf den Montmartre mündenden Straßen mit der Richtung auf denselben eine Mitrailleuse auffahren lassen. Arif Verlangen des Volkes ließen die _Truppen es zu , daß die Mitrailleusen fortgeschafft wurden. Auf dem Montmartre fra- ternifirte die Linie mit der Nationalgarde. Auf dem Plaßc Pi alle wollte ein Chasseur-Lieutenant sich von der ihn. um- drängenden Menge befreien und machte dabei eine drohende Bewegung mit dem Säbel. Das Volk fiel über ihn her und tödtete ihn. Auf beiden Seiten fielen darauf eininglinien- „ichüffe, welche mehrereVerwundungen verursachten. Die Linien- truppen“ verließen darauf ihre Strüungen und fraternifirten mit dem Volke, das sich zweier Mitrailleusen bemächtigte, Viele Bataillone der Nationalgarde zogen nach dem Montmartre, alle die Gewehrkolben nach oben haltend, unter dem Rufe: :Es lebe die Republik!-
- In Folge all' dieser Umstände hat Thicrs an die Be- völkerung von Paris eine Proklamation erlaffen, wclche heizte MioigY durch Anschlag veröffentlicht wurde. In derselben
e e : b „;»Wir wenden uns an Eure Vernunft und an Euren Pairioiis- mus. Eure Stadt, die bei ihrer Größc nur angemessen bestehen kann, Wenn Ordnung herrscht, ift auf das Tiefst: erregt; in einigen Quartieren ist es zu Ruhestörungm gekommen, welchc fiel) jedoch Üi'Öt auf die übrigen Siaditheiie ausgedehnt h-abcn,“ indeffm war die;? doch genügend, Um die Wiederaufnahme der Arbeit und die Rückkehr all- gemeinen Wohlbefindens zu hintertreiben. Männer, Welche schlimme Pläne verfolgen, bciben unter dem Vorwande, den Preußen Wider- ßand zu lcißcn, fich zu Herren eines Theils der Stadt aufgeworfen. Sie haben dort einen vollständigen Wachtdienft organifirt, indem sie Euch zwingen, diesen Dienst zu versehen und zwar auf Befehl eines geheimen Komite's, welches fich das Recht bcilegt, ailein die Gewalt auszuüben. Ein Theil der Nationalgarde verWei ert so der Autorität des Generals Aurelies de Paladines, welcher in Jo hohem Grade würdig ist, an Eurer Spiße u ßshen, die gebührende Anerkennung; fie verfolgt den Zweck, eine Ziegicrung zu bilden, welche der durch das allgemeine Stimmrecht auf legalem Wege gebildeten Regieruaneindselig gegenübertritt. Diese Männer, wclche Euchschon so viel chlimmcs zugefügt haben, die
Ehr selbst am 31. Oktober auseinanderiprcngiet, als fie vorgaben,
uch gegen die Preußen zu vcrtßcidigeu, dir doch nur“ vorübergehend in Euren Mauern erschienen und deren defmitiver Abzug nur durch die Anordnungen in der Stadt diimusgeschoben wird -- diese Män- ner find eL, Welche jeßt die Gcschüße richten, dercn Feuer EureHäuser und Euch vernickxtcn würde. Diese Männer find rs, welchc die Re- ,publik kompromittiren, anstatt sie zu vertheidigen, denn wenn sich in der öffentlichen Meinung Frankreichs die Ansicht befeßigt, daß Unordnung einc nothwendige Be,;leitxrin der Repu- blik ist, dann dürfte es bald -um die Republik geschehen sein. Glaubt ihnen nicht, höret aUlf uns, die wir Euch die Wahrheit in vollfter Aufrichtigkeit sagen." Die Regierung, welche durch die gesammte Nation eingeseyt ist, ware sxhonlängft im Stande geivesen, fich der Geschüße wieder zu bemächtigen, weiche ja doch augenblicklich Niemand anders bedrohen, als Euch felbst,“ der Regie- rung würde es nicht schwer geworden „sein, dem Arm der Gerechtig- keit jrnc schuldbeladene Mcnschen zu ubergcben, welche nicht davor Lurückbebtcn, auf den Krieg mir dem auswärtigen Feind den Bürger- cieg folgen zu lassen, abrr der Regierung lag daran, eine Frist zu eivähren, innerhalb diren dieMenschrn, Welche selbst betrogen ivurdeii, ch lossagcn konnten von denen, welche sie betrügen. Durch diesen Stand der Dinge ist cine Wiederaufnahme des Handelsveikchrs un- möglich gemacht. Die Kaufläden stehen leer, die Aufträgr, welche von allen “Seiten kommen müßten, find gegenwärtig suspendirt; uniere Arme ruhen müßsg ; der Kredit will noch immer nichi wiederkehren, dir Kapita- lien, deren die Regierung bedarf, um das Land von dem Feinde zu befreien, halten fich zögernd fern. In Eurem eigenen Interesse, im
Interesse der Hau istadt und des ganz-rn Landes ist die Regierung ; nunmehr cntschlo cn, zu handeln. Jene verbrecherischen Menschen, '
Welche rs als ihre Absicht aussprachen, eine besondere Regierung zu konstituiren, werden jeßt dem Arm der (Herrchtigkeit überiikfert wer- den. Die geraubten Geschüße Werden nach den Arsenalen zurückgeführt Werden. Um diesen Akt, der ebenso dringend von der (Gerechtigkeit, wie von der Vernunft geboten wird, zu vollbringen, riciznet die Regie- rung aufEureUnterstühun . Mögen die guten Bürger fich vondenschiech- ten trennen, mögen fie deröfßentlichen Gewaltzu Hilfe eilen, statt ihr Wider- stand zu leisten; so wird es ihnen gelingen, der Hauptstadx um so rascher chethcn und Wohlstand zurückzugeben,. So werden iir rincn wichtigen Dienß der Republik leisten, welche durch die Fortdauer dir Unruhen in dcr ailgcmeinen Meinuna Frankreichs zu Grunde gerichtet würde. Wir richtet? aii Euch diese Worte, weil wir Euren gesimden Verßand, Eure Weishxii, Euren-Pairioiismus würdigen," abrr miri)- dem wir diese Ankündigung _haben ergehen lassen, werdet Ihr uns nur beisiimmm, ivenn ww ]eht zur Anwendung der Gewalt imscre Zuflucht nehmen; denn mir Leden Preis und ohne auch nur eiiien “ ag zu verlieren, müssen Wir jest dafiir Sorge tragen, daß, ein Zu- “ßand der Ordnung und des allgemeinen WohlbcfindrnL vollßändig und unerschütterlich wiederhcrgesicilt Wird.-
“ Bis Nachmittags 6 Uhr (am 18.) hatte die Situation sich nicht wesentlich geziiiidert; dic Stimmuiig war noch immer sehr errcgt. _ Die Militärbxéörde hatte die Trquen, soweit mög-
" lich, aus den aufruhrerichen Faubourgs zuruckgezogen. Dem General Fawn, welcher auf dem Montmartre mit einer An-
zahl Truppen von den Aufständischen xingeschloffen war, ist es Ylangen, sich durchzuschlagen, wobei“ semeTruppen, wclche drei arrikaden zu übersteigen hatten, von dem Bajonnet Gebrauch machen mußten. General Lecomie und mehrere andere Offiziere werden vermißt, man nimmt an ,_ daß dieselben in Chäteau Rouge gefangen gehalten werden. Ein Generalstabs-Offizier wurde von den Aufständischen mit dem Bajonnet niedergestdßen. General Paturel ist veeriidet, mehrere Linienoffiziere sind zu Gefaiigenen Yinacht worden. Auf dem Montmartre, in den Faubourgs elleville und St. Antoine wurden Barrikaden erbaut. Die Truppen hatten auf dem Montmartre 40 Ge- schiiße genommen, von denen die Aufständischen 5 am Morgen wieder in ihren Besiß brachten , ohne daß die Linientruppen Widrrstand leisteten. Die Regierung hat eine weitere Proklamaiion an die Na- tionalgarde gerichtet, in welcher es heißt: - »Man verbreitet das absurde Gerücht, die'Regierung beabsichtige eincn Staatsstreich, indessen die Regierun der Repuvlik hat und kann keixicn anderm Zweck haben, als das „„eii der Republik. Die ge- troffenen Maßregeln waren rmumgänglici; nothwendig, denn die Re- gierung wollte und wili ein Ende machen mit jenem Insurrekiions- Komitc, dessert Mitglieder fast sämmtlich der Bevölkerung unbekannt smd; diestlben vertreten kommunistisch Doktrinen und Würden Paris der Plünderung iiberantworten und aus Frankreich ein großes Grab machen, Wenn nicht die Nationalgarde und die Armee sich erheben, um gemeinschaftlich das Vaterland und dieRePublik zu verti)eidigen.a Picard hat in einer Proklamation die National arde auf- ßefordert, zu den Waffen zu eilen, um die Herrscher t der (He-
eize wieder herzustellen und die Republik vdr Anarchie zu be-
wahren.
»» Das Journal vAvantgardea bringt in einer Extra-Ausa gabe von 7 Uhr Abends die Nachricht, das; die Generale Le- comte und Clement Thomas von den Jnsurgentcn auf dem Montmartre Legen 4Uhr Nachmittags nach einem summarischen Verfahren fü ilirt worden seien. Diese Nachricht entßehrt bis jeßt jeder authentischen Bestätigung. General Vinor) hat sich mit seinem Stabe, sämmtlichen Linirntruppcn und der Gens- d'armrrie auf das linke Seine-Ufer zurückgezogen, und es aus- schließlich der Nationalgarde iiberlaffrn, die Ordnung wieder- herzustrilen. Die Nationalgarde hat sich an verschiedenen Punk- ten gesammelt. Auf den Boulevards stehen zahlreiche Gruppen;“ die Lädeii find geschlossen; seit 6 Uhr ist der Omnibus-“Vcrkehr cingest-eljt. Der Barrikadenbau in den Faubourgs dauert fort. Ein writerrr Ziriammcnstoß hat, so weit bis jeYtAb-cnds 9Uhr gemeldet, nicht stattgefunden.
-* „Diis pIdUrnal des Débats- dcmcniirt das Gerücht, die Regierung beabsichtige die Anleihe in ZProz. Rente auszu- geben. Im Gegentheil sei die Regierung entschlossen , eine 5proz. Anleihe abzuschließen. Hierdurch werde in kurzer Zeit eine Konversion und ferner der Beginn einer wirksamen Amor- tisation in einigen Jahren möglich sein. Der betreffende Gesek- cntwurf, welcher den Abschluß eincr 5proz.Anleihe betrifft, wird voraussichtlich bereits am nächßen Dienstag der National- verscimmlung vorgelegt werden. Wie es heißt, würde mit dem Haitis“. Rothschild betreffs dieser Anleihe kontrahirt werden und zwar würde es ck um LZ Mikliarden Francs handeln. Als- Emisfioriscdurs wird 85 genannt.
„"7 19.„März (W. T. B..) Die heutigen Morgenblätter bestatigen dirNachricht, daß die Generale chdmte und Clement“ Thomas in eiiiem Garten, der Rue des Rosiers, wo das Cen- tralkdmite der Insurrektion seinen Siy hat, gestern vom den Jnsurgenten erschossen worden sind, und fügen hinzu, daß sie wie tapfere Soldaten gestorben sind,
*Das „Jorirnal des DSOatSa schreibt: Der 18.März wird 39 den _traurrgsten Tagen unserer Grschichte zählrn. Dic“. Cmeutr ist Hrrrm von Paris. Dieser furchtbare Tag hat der“ Regierung größeres Ucbei zugefügt, als es alle Jniriguen der BonaparixsieN gekdmit hätten.. Frankreich, das sich mit seinen eigeneti Hayden zerfleischt, leidet hierunter nicht mindsr, als die rrpublikanizsche Vrrfaffung. Alle gaten Bürger haben 'die Pfticht, sich um die Regierung, welche durch die legitimen Repräsen- tanien des Landes konstituirt ist, zu schaaren. Die National- versammlung und ihre Delegirteii haben aliein ein Recht, zu befehlen mid YUV dadurch, daß ihmen gehorcht wird, bleibt noch- eine leYte HVUUUUJ, unser imglückliciérs Land zu reticn.
'Der »Clectcur lidrea meidet: Ein Theil der Regierungift in Paris gedlirben, ein anderer iii nach Versailles gegangen, um in der Nahe der. Nationaldersammlung zu sein und um alle Maßnahmen, welche dieEreigniffe erfordern, treffen zu können. Gestern Abend haben Nationalgarden vom Montmartre das
“ Generalstadsgebäude der Nationalgarde auf dem Vendömeplaß beseßt. Die Anhänger des Central-Komites verkünden,_ihre .
Absichten Feien durchaus friedlich Und fie wollten nichts weiter,. als daß die Nationalgarde an ihrer Spixxe einen von ihr selbst ernannten Chef habe, dem das «imperative Mandat« über- tragen werde, die Republik zu vertheidigen. '
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Das heutige »Journal officiei« ist noch nicht erschienen. .*
-- Morgens. Die Aufständischen haben sich des Hotel de viUe bemächtigt, woseibst auch das ,Centralkomite der National-
gardea seinen Siy genommen hat. - Nachmittags. Das Centralkomite der Nationalgarde,
"bestehend aus folgenden Mitgliedern: Assi, Believrar), Ferrat,
Vabek, Moreau, Dupont, Varlizi, Bourfier, Mortier, Gduhier, Valette, Jourde, Rousseau, Lullier, Blanchet, Grollard, Bardn, Ieresmc, Holse, Pougeret, hat zweivdm Hotel deviile, 19. März, datirte Proklamationeii erlassen. Die erste lautet:
»Biirger! Das Volk von Paris hai das Jock) abgeschürtclt- Weiches man ihm aufgelegt hat. Ruhig und unerschütterlich in seiner Kraft hat es ohne Furcht und ohm: Provokation die schamlosen Thoren erwartet, welche die Republik antasicn woliten. Diesmal haben unsere Brüder von der Armee nicht die Hand an die Heiiig: thümsr der Freiheiten le en wollen. Dank Allen. Möget Ihr und ganz Frakceicb jeßt die rundlagen ZU einer Republik legen, die mit aüem, wirs sie bringt, freudig begrüßt wird. Nur eine solche Re-
icrung Tami für immer die Aera der Invasionen nnd der Bürger- riege abschließen. Der Bel-xgerungx-zuftand ist aufgehoben. Das Volk von Paris wird in seinen Comitien zusammentreten, um 'die Kommunalwahlen zu voUziehen. Die Sicherheit aller Bürger ist durch die Unterftüßung dcr Natidnxilgarde, verbürgt-
Jn der anderen Proklamation heißt es:
„Jhrhabt Ms mit der Vcrtheidigung Vdn P&ris imd mit der Veribeidigung Eirrer Rechte beauftragt, wir smd uns bewußt, dicse Mission, unterstüßt durch Euren Muti; und Eure Kaltblütigkcit, cr- füilt zu Haben. Wir haben die Regierung, welche uns soeben ver- rathen hai, vertrieben, unser Mandat ist erloschen. Wir geben es EUCH zurück, denn wir wollm nicht darnach trachten , die Stelle derjenigen einzunehmen, Weiche ein Volkshaach umgesiiirßt hat. Bereitet Euch vor, voUiiehet sofdrr die Kommunalwahlen und gewährt es uns als einzige Belohnung, daß wir ctlc'dcn dürfen, Euch die wirkliche Re- YYY begründen JU sehen. Bis dahin handeln wir im Namen des
[) „ck
-- (W. T. B.) _ Die 'meisten Journale sprechen die Ansicht arts, _daß die Regierung nunmchr ernstliche Maß- regeln gegen die aufrühreriicize Nationalgqrde auf dem Mont- martre erareifen werde. _,Victor Hugo trifft morgen mit dem Leichnam seines Sohnes hier ein.
Marschali MarMahorr hat den Entschluß arrsgesprochrn, sich gänzlich ins Privatleben zurückzuzrehen, „derselbe wii sich jedoch bereit erklärt haben, der Regierung !eine Untersiußung zu»gewähren. , , ,
- Die ,Indépendancea meldet , daß die in Paris wohn- basten Luxemburger mii Auchisung bedroht seien. Diese Maßregel würde dadrirch motivirt, daß die luxemburger Ne- gierung dem französiicheannsul da?:„Exequaiur entonU habe. Nach einer anderen Mitthriiung waren_nur wiede ersonen mit AU5weisung _bedroht , welche den Besiß von Subfistenzmit- teln nicht nachweisen könneii. , , _ . '
-- Die französische Artillerieschule, die fich bißher in Meß befand, wird nach Bourges verlegt, wo bekanntlich die fran- zösischen Kanonengießereien sind. ' _ _
-- Dem »Genfer Journals Wird von Paris folgende Kund- gebunlg des republikanischen Aitsscbuffes vorn Montmartre mit-
et ei t: (; hxDer republikanische Ausstbuß der Nationalgarde und das Centrai- Komite dcr rcr-iiblikanisÖen Föderation der Nationalgarde haben die Noth'wendigkeii einer FUÜVU im Prinzipe bescixldffejn und eine Kom- mission von 7 Mitgliedern hat deren Grundiaße in folgenden Sta- tuten anfgcstrllt:
Vorbemerkung. ' „
Die Republik ist die einzig mögliciye Staats'form; fie „unterliegt keiner Beanstandung. Die Nationalgarde hat die unbestreitbare Be- fugniß, aU-s ihre Führer zu wählen und ste_abzuseßen, sobald „sie „das Vertrauen ihrer Wähler verloren haben, immerhin erst nach einer vorgängigen Untrriuchixng zm" Wahrung der Anfrrderungen von Recht und Billigkeit. ' _ '
Art. ]. Die rcpublikaniscde Föderaiion der Nationalgarde ist folgendermaßen organisirt: ]) Die Generalversammlung ohm Dele- girte; L* der Bataillons-Ausschuß; 3) der Kriegs- oder Legionsraih; 4) das 5eniraleite. , . .
Art, 11. Die (Herteralvcrsammlung Wird gebildet: ]) von Einem aii U00 durch jede Compagnie zu wählendrn Delegirten ohne Narrg- unterschied,“ 2) von einem Offizier p'cr Bzitatlldn, durch dcssenOffizter- Corps gervählt; Z) von allen Bataillons-Chefs. „
Arx. 111. Der Bataillons-Aussckxuß _besteht aus folgenden Per- sonen: ]) drci Delegirten per Compagnie, ohne Rangunterichied; 2) dem Oifizich-Delegirten zur Gencrriiversammlimg; 3) dem Ba- taillons-Cbcf. „
Art. 17. Der Legionsratl) ift zusammciiiicseßi aus: Y) zwci De- iegirtrn jedes Bataillons-Ausschuffrs obne Ranguntcrschied; 2) drn Bataillons-Chefs dcs Arrondifferncnts. , ' , _
Art. 7. Das Ceniraikdmitc iii gebildet: ]) Durch zwei Delegtrte per Arrondissement , odne Rangnnirrschied diirch din Legiondrati) ge- wählt; 2) aus einem Bataillons-Chcf per Legion, dnrch feine Kollegen gewählt. „ _ „
Art, sl. Dir Delegirten zum Bdtmllons-Ausschirffe, Legwnsratbe und zum Centralkomite sind die natürlichen Vertberdiger aller _Inter- essen der Natioiialaarde. Sie haben Über den Stand der Auskuftung der Spezial- und anderen Corps der genannien Garde zu wachen Und
jedem Versuche ziim Siurze der Rxpublik zuvorzukommen. Sie haben gleichfalls dle'AUf abc, em Proxekt zur völligen Reorganisation der nationalen StreitkräLie auIzuarberten. ' , Art. sil. Die Zusammenkünfte der Generalversammlung finden ]e 'am erßxn Sonntage im Monat statt, dringliche Fälle vorbehalten. Die verschiedenen Ausschüsse und Kommissionen der Föderation wer- den durch eigene Reglemente Mddus, Ort und Stunde ihrer Be- rathungen näher beßimmen. .
Art. 7111. Zur Bestreitung der ailgemeincn Kosten der Ver- waltung, der öfferitlichen Anzeigen rc. des Centralkomites wird in ]eder Compagnie die Selbstbesteuerung eingeführt, welche ein monat- liched Mixiimum von 5 Francs ergeben muß; der Ertrag wird vom 1. bis 5.1edcn Monats an den Schakmeister durch die Delcgirten abgeliefert Werden,
Art. 1)(. Jedem Delegirten und Mitglied der Generalversamm- lung wird eine auf den Namen lautrnde Eintrittswrte für die Zu- sammenkünfte verabfolgt. _
Art. )(. Alle Nationalgarden haften solidarisch für einander und die Delegirten dcr Föderativen smd unter den unmittelbaren und direkten Sedus dervganzen Nationalgarde gefteslt.« , ,
- DirRegierung hat folgende, vori den in Paris an- wesenden Ministerii Dufaure, Favre, Picard, Simon, Pdthuau imsd Leslö unterzeichnete , von heute datirt? Proklamation er- a ien:
»Naiionalgarden der Stadt Paris! Cin Komiie, Welches den Namen »Ccntralkomite- angenommen , hat fich einer gewissen Zahl von Kanonen bemächtigt, hat Paris mit Barrikaden bedeckt, auf die Vertheidiger der Ordnung Feuer Zegebcn, Gefangene gemacht, und hat Zntdlich mit kaltem Blure die Generaie Lccomte und Thomas er- mor e .
Welche Männer sind Miigiieder dieses Komites? Niemand kennt dieselben, Niemand kann auch nur aanen, zu welcher Partei sie ge- hören. Sind es Kommunisten, oder * snapartisten, oder Preußen? Sind sie hervorgegangen aus einer dreifachen Koalition? Wer sie aber auch sein mögen, fie find die Feinde der Stadt Paris, welche sie der Piünderung überliefern, fie find die Feinde
rankreichs, rvelches fie den Preußen überliefern, se find die
einde der Republik, welcbe fie dem Despotismus überlie- fern. Die verabscheuungswürdigen Verbrechen, welche jene Männer begrhin, benehmen denjenigen, welche es wagen soüten, ihnen zu folgen oder sie zu dulden, jede Entschuldigung. Wsüt Ihr die Ver- antwortlichkeit für ihre Mordthaten und VerbrecHen, die sich noch steigern werden , auf Euch nehmen? Dann bleibt in Eurer Behau- sung. Wenn Euch aber an Eurer Ehre und an Euren heiligsten Interessen gelegen ist, so schaart Euch nm die Regierung, um “die Re- publik und _die Natidnalversammlung!
- Die Aufstandiichen haben auf dem Stadthaiiie die rothe Fahne aufgezogen. DasStgdthaus, ist von Barrikaden um- geben. Die Cirkulaiion ist ]eddch nicht gehemmt. Bis jeßt ist ein neuer Konflikt mcht gemeldet. _
Aus dem Wolff'schen Telegraphen-BUreau.
Paris, Sonntag, 19. März„Mittags.- (Auf indirektem Wege.) vJournal diftrielccdringt Über die Vorgänge des gestri- gen Tages folgende Mittheilungen: Die Regierung, wel e “eden ernsteren Zusamnirnstoß Vermeiden wollte, war bisher mi ilde und Geduld gegen ]rne Mrnschen verfahren, von welchen sie hoffte, daß es gelingen würde, sie auf giitlichem Wege zum Verstande und zu ihrerPflichi zurückzuführen. Das amtliche Blatt führt aus, wre die,_N,egierung sich schließlich doch zum energischen Handeln , endihigt gesehen habe , und schildert alsdann die Ereigmi e wre folgt: Die befestigte Position auf dem Mont- martre war alsbald genommen, die Geschirre sollten eben nach den Arsenalen zurückgeführt werden, als plößlich aufriihrerifche Nationalgarden, zu denen sich „noch zahlreiche VolkSmaffcn ge- fellt hattrn, auf die Sdldater fturzten iindihnen die Waffen ent- riffen. Mehrere Vataiüone wurden von der Volksmengc voll- ständig cernirt, andere sahen sich zum Rückzugs genöihigt. Die Erneute hatte „somit das Feld behauptet. Unter diesen ungeordneten Zuständen ging der Tag dahin, ohne daß die Nationalgarde, weiche ichon am Morgen zusammengerufen war, irgendwo in hinreichender Anzahl erschienen wäre , um die Ordnung wieder herzußellen. Am Abend _bemächtigten sich die In- surgenten des Generalstabsgebäudes dcr Natioüalgarde und des Iustiz-Minißeriums. »MidErstaunen,« fährt das vJour- nal officiela fort, „fragt ix_ian sich, welches denn eigentlich der “"weck ist , dcn die'se ubelwoliendcn Menschen verfolgen. & Tan hat das Gerucht verbreitet, die Regierung beab- sichtige cinen Siaatsftreich. Es ist das eine erbärmliche Verläumdung; die Regierung,. wclche hervorgegcm en ist aus einer durch allgememcs Stimmrecht gewählten Ver ammlung, hat zu verschiedeneii Malen [aui erklärt, daß sie kcinr andere Absicht habe, als eine feste Begründung der Republik. Diejeni- gen" dagegen, welche die Republik stürzen wollen , smd die Manner" der Empörung, jene Meuclxelmördcr, welche nicht da- v_dr zuruckbeben, Tod und Vrrderbcti 'm eine Stadt zu tragen, im: die es nur Rettung- iebt durch ruhige Arbeit und Achtung vor den Gescßen. Jene erbrechen werden, wir hoffen es, eine gerechte Indignatidn wachrufen in der Bevölkerung der Stadt