1871 / 91 p. 14 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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hülse dieses dringenden Bedürfnisses zu sorgen. Ein_ öffentlicher „Aufruf hatte die Folge, daß zahlretche deutsche, schwc1zertsche und österreichische Buchhandlungen, sowxe andere Freunde der Sache erhebliche Büchervorräthe zux Verfugung fteYten. Auch Geld- mittel wurden speziell für d1esen Zweck gewahrt," so von dxm genannten_Central-Komite, vom Johamnter-Ordcn und mcht wenigen Einzelnen. Dazu kamen , bedeutende Gaben ver- “schiedener Bibel - Gesellschaften und'emer Londoner Gesellschaft. Auch darf nicht unerwähnt ble'1ben, daß,mehrere Redak- tionen von Zeitungen “und Ze1tschr1ften .]ene Vcstrebgn- gen bereitwillig gefördert haben. In eme- große Re1he von Lazarethen dcs Kriegsschauplaßes konnten dte Tageszeitun- gen täglich versandt und damit den Verwundeten und Krankxn, wie den Aer ten, Lazarethgeistlichcn und, dem Pflegepersonal em dankbar aUdenommene Wohlthat erw1ese11 werden.

Ueberall in den Lazarethen mußte zugle1ch dem Lesebedurf- niß der französischen Verwundkten und Kranken Rechnurzg getragen werden.. Gleichzeitig aber wurden von den verschw- denfien Seiten wiederholte Bitten laut, aucb zuyVersQr- gung der Schaaren französischer Gefangenen 11111 gee1g- neter Lektüre die Hand zu bieten. Es wxn: daher erfreu- lich, daß durch den Dienst und die Vermrttclung sch1yc1ze- rischer Freunde, sowie von der 5001616 1165 11111135 1'811Z1611x (16 “1011101156 sehr erhebliche Vorräihe franzßfischer Unter- haltungs- und Erbauuvgß-Literatur zurVerfugung gestellt wurden.

Kaum war es bekannt geworden, „daß das Bureau für Felddiakonie auf diesem Gebiet“,- sich tha'tig erwies, als von allen Seiten, aus den Lazarethcn Frankreichs wie Deutschlands und schließlich auch von den Kommandanturen zahlreixher Festungen Nord- und Südde11tschlands4in denen frqnzöstsche Gefangene internirt find, dringende Btttxn um Befr1ed1gu11g des Bitcherbedürfniffes bei demselben ein11efe11. Von Tagzu Tag mehrten sich diese Gesuche, so daß M1ttel und Kräfte kaum ausreichten, ihnen zu genügen. , '

Dazu |e11te es sich als wünschenswerth heraus, dte Cerm-

Rungstruppen um Meß und später die um Paris mit geeigne- ten Büchern zu versorgen. Der Transport derselben und 1hre Vertheilung, sowie die Versorgung vieler entlegener Lazaxxthe konnte, wie alsbald ersichtlich wurde, nur ,durchgefuhxt werden, wenn eigens dazu beauftragte Felddmkonm 11111 größeren Büchervorräthen an den Kriegsschauplaß entsendet

wurden. Das Königliche riegs-Mimsterium gab dazu mit Bereitwilligkeit seine (Henrbmigung. Zu vier Verschiedenen Malen erfolgten solche Sendungey, an denen im anzen 12

elddiakonen betheiligt gewesen sind. So waren “(318 Ende

ebruar im Ganzen ca. 114,000 Bände und außerdem 11rca 140,000 kleinere Schriften , illustmrte Zettungen , Knegs- karten 11.1. w. ausgegeben worden. Zu den CernirungstrqucU vor Meß "und 9“ 11115 sind von der genannten Zahl von Van- den etwa 13,7 zöstschem Boden ca. 34,000; in etwa 78 Lazarctbe Deutschlands ca. 26,000 und an die Kmnmandanturcn norddeutscher und süddeutscher Festungen für französische Gefangkne ca. 40,500. Erwägt man dabei, daß jedés der genannten Bücher der Regel

nach von Möhrcren gelesen ist- so zeigen 1912 Zahlen, daß ein

breiter und in zahlreiche Arme sich verzweigender Strom geisti-

gen Lebens vor Allem den deutschchruppen, dann aber auch“

den Gefangenen zugeführt worden ist. , '

Je§t(E11de März) ist das Werk der Felddmilome nahezu abgeschlossen. Nur auf einer E11ak11ations-Stc1tio11 und in eimgen Lazarethen ' des Kriegsschauplatzes sind noch .Felddiako- nen in Thätigkeit. Dic Büchersendungen haben, voenn auch in geringerem Umfange , noch ihren Fortgang.

Daß die Kosten der gesammten Arbeit durch freiwillige Beiträge aufgebracht sind, 111 schon oben erwähnt worden. Die Summe , auf welche sicb Dieselben belaufen, wird etwa 15,000 Thaler betragen. Außer den verschiedenen Theilen Deutschlands, namentlich Norddeutschlands, hat auch die Schweiz, England, Rußland und Nordamerika zu derselben beigesteuert.

Die Urbarmachung dcr Nehbrüche u11d dje Koloni- sation dafelbß unter König Fr1edr1ch 11.

(S. Bes. Beil. Nr. 13).

11. Neu entstanden und e1weitert wurden 14. im Driesener Amtsbezirk und zwar: 1. Im Beeliker- und Eiskuhlenbruch, in der Blaqke und im Mühlenbruch: 1) 1763, die Kolonie Neu-Deffau, m wel- cher 30 Familien aus Polen, jede m1t 40 Morgen, 1hre Nieder-

gebracbt worden; in die Lazarethe auf fran- )

laffung fanden,“ 2) 1763, die Kolonie Schönberg, welche der Kr.- und Dom.-Rath Beyer auf dem von ihm in Erbpacht übernommenen Driesem'r Verg-Vorwerk mit 11 Familien gegründet hatte ,' 3) 1764, die Kolonie Mühlendorf, von 11 Fami- 11111 aus Polen deren jede 12 Morgen Wiesen erhielt, angelegt. 4) Dem Amts-Éorwerke Holm wurden1763, statt der zerstreut belegenen Wiesen des Amtes, 627 Morgen, und in demselben

ahre der Kolonie Brand für jeden ihrer 10 Wirthe 4Morgen

iesen zugetbeilt; in den Jahren 1763 und 1764 auf Vordamm 10 neue, meist aus Polen angezogene Familien mit je 12 Morgen Wiesen und Hütung angeseßt.

11. Im Neuteicher und Veelißer Bruch und in der Liepe: 1) 1765, die Kolonie Neu-Veeliß mit ,5 amilie11_aus Polen 2) 1764, die Kolonie Erbenswunscb m1t 5 Fam1l1en, die aué Pole11 angezogen waren undje 40 Morgen Wiesen erhalten hatten ,' 3) 1764-1765, die Kylonie Neu-Erbach mit 49 Familien, aus Schwaben und zumeist der Grafschaft Erbach; 4) 1764, die Ko- lonie Friedrichshorst 11111" 20 Familien aus Polen und je 30 Mo-rxxcn Grund und Boden; 5) 1768, die Kolonie Liependorf 11111 22 Familien und eHensovielen einfachen Kolonistenhäusern und je 30 Morgen Wiesen,“ 6) 1766, die Kolome Aarhorft n11t60 meist polnischsn Familien 'u11d je 4 Morgen Rodung, sowie mit 30, für je 2 Familien eingerichteten, auf Staatskosten er- bauten Häusern,“ 7) 1763 und 1764, die Kolonie Neu-Anspach, 11111 Überhaupt 104 Familien, von denen 93 aus der Markgrafschaft Anspach eingewandert waren, mir 11 12 Morgen Weide und 46'/, auf Königliche Kosten erbau- ten Fa111111e11h1'1use1'11 für diese und mit 7 besondern, grö- ßeren, schon vorher eingerichteten Etaßliffements, sowie mit einer reformirten Kirche, einer hokländischcn Windmühle und einem Krugc, 8) 1765, die Kolonie Markcnthal, mit 25 aus Polen eingewanderten Familien und je. 40 Morgen Grund und Boden; 9) 1765, die Ko1onie Schartowswalde, mit 10 pol- nischen Familien und je 40 Morgen Rodung' 10) 1765, die Kolonie Neu-U1m, mit 30 Familien aus der Éegend von Ulm, 11111 je 40 Morgen Rodung und mit Häusem und Scheunen, auf Kosten des Staats gebaut. - _Diese Kolonie wurde der Kämmerei 11 Driesex1, ebenso 11:16 die 11) um dieselbe Zeit, ge- gründete olonie Milißwinkel zugewiesen. _ Dem11äch| wurde mit den Bestßverhältniffen 12) der alten Dörfer Neuteich uud Breuß eine vollständige Umwand- lung 1764 vorgenommen , und jenes zu 9, dieses zu 29 Baucrsteüen eingerichtet und jeder, außer ihrem Acker- grundk, noch 40 Morgen Wiesen zugelegt, auch dem Dragebruch, dem Dorfe Neuendorf Und de111Hammer wurden neue Wiesen 111113 Hütungen, und endlich den schon früher angesi-xdelten Nen- te1cherHoUä11dern (1764aus8K010nien bestehend) je 42 Morgen Wiesen zuge1heilt.

111. Im untern Neßbruck), rechts des Fluffcs: ]) 1763, die 5111101112 Neu Cnrbe 1111120 polnischen Familien, 2) 1765, die Kolonie Franzihal mit 14 M11111011itenfamilien aus Westpreußen und in demselben ZEW“? 3) die Kolonie Brcnkenhofswalde mit 19 Menno- niten-Fa1111licn, 4) 1766, die Kolonie Neu-Haferwiese mit 37 Familn-n aus vetkchicdenen Theilen des WWW und Polens, die in 181/2 Fa111il'1-711hä11sern, anf Königlickye Kosten erbaut, untergkbwacht WUL'ÖM und deren jede 5 Morgen Wiesengrund Erhielt,“ 5) 1768, die KolsNie NcU-Schöningsbruch mit 11 pol- nischen Familien 11111) je 20 Morgen Rodeland,“ 6) Schon vor- her waren 111 Alt-Carbe 21 Bauersteklen, ausreichende Necker und Wiesen zugelegt worden.

17. Am linken NeHe-Ufer: 1) 1768, die- Kolonie SchUlzenwcrder 11111 8 amilien_ und je 15 großen Morgen Wissen; 2) 1.7 9, die Kolonie Guschterbruck) mit „33 Familien und je 18 Morgen Rodcland; 3) Auch die BesiHVerZältniffe der alten Dörfer Trebitsck), Gott- sch11111711 und Guicht, owie der älteren Koloniln Modderwiese, (90111111111111111 Holjändcr, Vreitemwerder 11111) (911161111 Holländsr wurden in dcr Zeit von 1764-1769 durch Umlegux1g der Grundstücke 11111) vorthcilhafkc Eintheilunq, der Wiesen und Hütungen (1611-9111, und 1763 das Amtsvornoerk Guscht an zwei _PVMMUL Kolonisten 111 Erbpacht ausgethan.

17. Auf der Höhe: 1) 1766, das Vorwerk Marienland und

| die Kolonie Hammclftall. Das Vorwerk Marienland wurde mit

266 Morgen Aeckern und Gärten für einen Kanon von 201 Thlr. rund als Erbpachtgut ausgethan ,' auf dem übrigen Theil der Vor- werksländereien aber wurden 6 polnische Kolonisten, mit je 59 Morgen Acker, gegen 42 Thlr. 16 Sgr. Zins als Erbzins- leute angeseßt. Wiesen, ca.„52 Morgetz, warden unter die bei Carbe angeseßten Kolo111sten vertbetlt, und das Vorwerk Marienland und die Erbzinsleute zu Hannnelftakl mit Wiesen im Friedeberger Stadthruch gege11 emen an die Stadtkasse zu entrichtenden Grundzms angewwsen. 2) 1766, die Voigtei. Die dazu gehörtgen Vorwerksgebäude 11111 142 Morgen Acker und etwa 30 Morgen Wiesen erhielt der bisherige

Unterpächter gegen 182 Thlr. ans als ein besonderes Erb- zinsgut , und auf, den übrtgen Qandereien wurden drei Wirthe aus Polen mit He 64 Morgen Acker und 20 Moygcn Wiesen gegen 69 Thlr. 2 Gr., Erbzms als Kolonisten angeseyt.

13. Die Stadt Dr1ese11,erb1elt , wie schon erwähnt , die Ko- 1011ien Neu-lem und M111ßwinkel, zu denen demnächß auch noch ein Anthetl von der alteren, durch neuere Anfiedelun en erweiterten KZlonie Eschbruch kam. In der Stadt Drieen selbst, welche uherhaupt ihrx Erhebung aus einem unbedeuten- den Flecken zu e111erfreund11chen, gewerbrcichen und wothaben- den Stadt ganz besonders dem Geh. Rath v. Brenkcnhof zu verdanken hatte, entstand auf der Esplanade bis zum Jahre 1772 die Neustadt Drtesen, in der sich die aus weiter Ferne und zumal aus Polen herangczogenen Ansiedler, Handwerker aller Art - besonders Tuchnmcher - und bemittclte Juden niedc-rließcn.

(3. Dqs der Stadt Woldenberg zugehörige, durch die russi- 1che 311111111011 rumirte Vorwerk Rohrsdorf wurde auf Ver- anlaßung des Hrn. v. Brenkenhof mit 11 polnischen Ansicdlcrn beseßt, zu denen bald darauf noch mehrere neue kamen,

_, 1). Auf den Territorien der Friedebergcr Stadt: und Kannnerci-Besiyungen waren folgende 11c1xe A11s1'cdcl1111ge11 ent- standen uud Errveiterungcn der alten Dörfer und schon vor- bandcaen Kolonisn eingetreten: 1) In den Jahren 1765 und „1766 wurde die Kolonie NeueMecklenburg gegründet. Vom Muxkenburger Anger bis hin zum Mühlenfließ, auf einem The1lc, der abgetretenen Bürgerwiksen, wurden 80 Arbeiter- fa1111l1en, aus verschiedenen Theilsn des Rsichs , zumeist aber aus dem Mcck1cnburgische11 eingewandert, mit je 4 Morgen Wasengruny, m 40 doppelten, d. h. für je 2 Familien einge- richteten Häyserxx-angeseßt. Außerdem wurden noch einige roßere HoUäNderewn, darunter namentlich Grundsaue mit 264

orge11_ und der Zwick mit 40 Morgen gegründet. Zu 2111- fapge zah1te Neu-Mecklenburg überhaupt 85 Familien. 2) Die Känimereworwerke Schönfeld und Mückenburg wurden 1766 als besondere Erbpachthütcr ausgethan. In ersteren waren 1767 7 und 111 leßterem 3 neue Kolonisten- fteUen be1cht , und von dem abgeräumten Haidelandc wurden dem leßteren 60 MOTJM , den 14 Unterthanen daselbst aber zusammen 224 Morgen zugelegt und beiden Vorwerken und Pen U11terthanen das_elbst überhaupt 9293 Morgen ehemaltger Hmdeboden, als 1911111119 zu benußen , eingeräumt. 3) Das Vorwerk Stadxhof wurde 1768 ebenfalls in E16pacht ausge'han. 4) Jn1Fr1§debergschen Bruchc wurden von 1766 bis 1768 29 11_eue Hollandereien ausgewiesen,“ der (6111101117156 Bruch hatte [ckck zum Jahre 1768 sich um 100 neue Ansiede- 11111ge11 vermehrt. Der 1111tcresüdweftliche, zumeist ganz neu f_olo„111firte Thct1 dcffelhxn wurde nun Nk'u-Gurkowfchvruch, der ubmge abcr, 11111 den alteren Kolonien, Alt-Gurkowschbruch ge- 111111111. 5) Me Kolonie Birkbruch , im Jahre 1766 egründet, zählte 1769 19 'Holländercicn. 6) Die Kolonie anzbruch Wurde ebenfalls 1m Jahre 1766 mit 4 Holländereien auf dem urbar, «LmqchtYP GurkowschM Bruch neu a11gclegt. 7) Die Koloms Stemhofel hatxe M) von 1766 bis 1768 11111 mehr aks das Dyppclfe thker alten Holländcreien vermehrt. 8) Z11_ AUEUÜLLJ 1111115111 1768 die Frohndienste der Bauern und Kqffäthen 111 D1111stgeld 11111germ111d11t 11111) zur Hebung der Ackcrw1rthschaf1 der abgeholzt? Buchwerdcr in Erbpacht ausgethan. 9) (Hurkow 110121111111 hatte durch die Kolonisation dcs Bruchs genZonncn. 2111611161116) gefchüjzte und durch“ die amgelegten „911111116 und Abzugsgräben überhaupt erst ertragbar (3611191111116 Wtßsen 11111) Hütungcn wurden den Hofbefißcrn 111 genu11111d1n Flachexz 3111181111111, die so la11gc bestandene (661111111- schaft der 21111711“ , 1111 der Hauptsaäze n1111igste'ns, aufgehwben, durch Umwandlung _dcr méisjen Naturaldikwfte 111 (11111511- 11111) feste Gcldzah11111gc11 1119 (9111111115111 geboten, ÖM eigenanclderU axxhalteude 111111 111111117311631: Thätigkeit zu gönnen, 11111) durch dte Ucbkrwe1s1111g von 2824911011111: 1211111 Forßbodens die Dorf-Feldnzark dcrgcstaLt verändert, daß, währ-cnd sie 1011| 2708 Morgen F1s119'erzLuhscx1, 2156 Morgen Wissen (beide Mist cr- tragslßö), 1583 Morgeu Acker und 987 Morgen Hütung um- faßtc, 11131 4407 Morgen 211661, 1125 Morgen Wiesen und 920 Morgen„Hutung dazu gxhöxrten. Der Lchnschulzs, die Bauern, pzc Koffathey und dre Hausler erhielten gegen einen 11cs11n11111en jahrlichen st „eme chsse 2111311111 Morgen Acker, Wiesen und utung angewwsen, 11116 sonstigen besonderen Abgaben und ehnten aber wurden aufgeholven.

Erwerbngen des Köni [ichen Museums an Antiken in den Za ren 1869-70.

Diesarchäolog1sche ZkkkWa veröffentlicht in dem oebcn er- schienenen ersten Heft ihres 28. Jahrganges ein gemxues Ver-

zeichniß der in den beiden leytm Jahren vom Köni li en Museum 111 Berlin angekauften Anttten, unter denen dxixe cYol- genden das metfte Interesse erregen dürften. '

Unter den 17Marmorwerkcn, durch welche dieSc 1111) turen-

Sa n1n11u11g des'alten Museums bereichert ist, finden sich:

. Kopf emcs D1ad11n1enos (Atheu) --- Hermenköpfchen einer L1bya (Z13U0 311131130) -, Halbirte Herme eines Hypnos - Kleme Dyppelhexme, Zeus Ammon und dionyfifchc Maske -* Arte111is_ Hekgte 111 dm Gestalte11 um 6111611 runden Pfe11chr -- Standb11d “EMW Amazone (Rom), (die vielbesprochene, schö11e Statue tft m_ der Roxunde des alten M11)12U111s aufgcfteUt.) - Koloffalkopf dessScwty- An'geblicher Kopf des AMDWÖSI, -

Unter. den 21 thsqbgusfcn, welch? dsr Abgußsamm- lung des neuen Museums emgefügt worden, sind hervorzuheben:

Rel1cf aus E_leusts (Ausstattung cines athenischen Hcrdknaben durck) Priestermnen der Demeter und Kom,“ aufgestellt GallerieL) - Modell, der Akropol1s (nach v. d. Laanix) - Koloffalkopf emerHera, 111 Akragas gefunden - Koloß der Th1161111da(Florenz) - Kolossales Grabrelicf, 1111111111) dec Stele des Dextlcos - Gxdächtmßftcle des A111ph1araos (Sparta)(V01'd1-,rseite: Erivhvle wwd duxch ,das Halsbqnd von Polyneikes 311111 Vkrrath ver- 1ockt, Ruckse1te: Alkmmon rächt diesen Verrath durch Mutter- mord,“ aufgcfteUt Gall.1.) - Koloß dcs May,)solos (Britf. M11se11111) -- S1§e_11des Wetb, verschleiert(De111etcr) aus Knidos (2311.11. Mus.) - Kopf der Nike aus dem westlichen Aötos des Paxkhenon - Großes Relief, Sch111ück1111g einer Herms (Munchen) »- 3 _Metope111'el11fs vom Trmpel des Apollo zu„Phig-:111a - waidenreltef, _Ca111pana (St. Petersburg) - D1e 5K11mpfend„en aus dem östlichen Aötos dcs Athenatempels auf Aeg1na, Munchen,“ neu geformt. - Standbild des Dia- dummys aus der Sammiuug Farnese. (Brit, Museum).

, Dre Terracottensammlung dcs Anttquariums ist um 33 Nummern vermehrt die meist aus FrieSvcrzicrUNJen und Frag111entc'n Pompcjaniécher Malerei besjchen; an geschnittenen Sternen u11d MetallarbeUcn sind 14 aufgeführt, wozu dann noch 'der vxx1besprochcne, auf 81 Nummern inventaristrtc Hil- deshetmer Mlberfund kommt.

Besonders re1cha1t1g ist das Inventar der aus Cypcrn stammenden 11111) fur das Antiquarium des Museums erwor- benen Alterthumer,“ 1111161: den aus-diesem Ankauf herrühren- den 22 W1rke11 ausSte111 bemerkt man eineStatue und einen Kopf in agypt1scher Manu'r, sowie zahlreiche VenuSköpfe und Statuetten ,' U11te1: dxx] Bronze- Werken (Nr. 23 - 29) fällt e111_e Gruppe der Isis und des Horus 111 ägyptischsm Stil auf, unter, den Terxacotien (Nr, 30- 53) finden sich wiederum, v1ele Venusidole, sowie ein ägyptischer Kopf Und em deZgletcheu 2111111111,“ am reichsten ist der Erwerb an Vasen, von dxnen fast hxmdert aufgezählt werden (Nr. 54-150) ,' die gesch111ttene11 Steine und Goldsacben (Nr. 151-173) bestehen zumetsk aus Ohr: 11nd Fingerringkn, darunter auch 3 assyrische Swgelringc, 111113 d1c Gjaser 611131111) (174-180) fast (ausschlicßlich aus Bechern und Wcmflaschcn. Zu diescU cyvrischen Acquisi- tionen kommt dann noch eine ebcndaher stannnende Kollektion von 40 Txrracottxn, sowie die 11011) nicht i11vcntar1sirte'n Terra- cotten aus dem HeiligthUm von Paphos.

: , Twen intere'ffamén Zuwachs dcs 5211111q11ari11111§ bildet c1671117106) 11011) eme aus Cervetri ft11111111611de Kolxcktion von 246 Jrc1g111x111e11 vOn Akroterien, Stiruzkgcln, Fricsplathn 11111 figurl1chen Darstrllm gen und zahlrewhkn tcktoxxtschen Bruchstucken, zum Theil 111 vollen Farben. Auch das M'ünzkabinet erhielt 1869 6111-11 reichen uwachs an 1111116311 Münch , 1111111114! 775 grlccviscbe ( 1 goldem', 397 (111111111, 367 5101131111»), “442 römische (20 (101- dene, 196 silberne, 226 bronzene) ,' außerdem 170 römischs Blei- 11fie1'11c. „1111111: den Erwerbungen ganzer Sammlungen ist" 13161)“ Peutrmnxtsckyen zu erwähnen, ciner Sa11111111111q von 1500 111111an Muyzcn, weiche zu Pagani 1311 Pompx'ji g'ebildet und nach. des Bestßers Tode hierher gebracht wurde“ es konn- ten also M 111111? Auswahl sämmtliche werthvolle Stücke aus- gelesen werden, 1111 Ganzen 865, unter welchen zahlreiche schöne Exemplarx und vtcle Seltenheiten sind. An einzelnen Erwer- bungen ze1chnensjchfolget1de_aus: ein vortreffliches Dekadrachmon 'von Syraxus, d1c seltene Münze der Zenobja, die ersten Mém- zen aus T1ryns, merkwürdige von Euboia, zahlreiche schöne u11d_ seltene, von den Nomen Aegyptens, römische: ein von Traxan rest1tuirter Denar mit dem Kopfe des MarceUUs, ZessEÖoberers von Syracus, und 5 z. Th. großeKaisemnedaiÜons 11 101132. * Im Jahre 1870 betrug der Zuwachs 1781111tikc Münzen (9 goldene, 54 filberne, 115 bronzene), darunter einzelne von größtem Wexth, vor aUen das Tetradrachmon von Philipp von Make- dpnxen und dex Stater von Ephesus, ebenso zwci überaus seltene rönnsche Aurei. „Von den Anläufen der ägyptischen Sammlung ist zu erwähnen eine Statuette des Königs Usurtesen „l., zweiten