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Ein Bericht des Generals Cluseret sa t: »Wir haben den Bahnhof von Clamart beseßt. Unsere Poßtion ist so, daß wir ruhig jeden Angriff abwarten können.-
- Die Versailler Truppen scheinen die auf dem linken Ufer der Seine gelegenen Stadttheile einschließen zu wollen. Gestern haben sie Bagneux beseht. _Heute werden fie vorans- sichtlich zur Besehung der Orte L'Hay, Thiais und Chorsy schreiten. Die Nationalgarden empfingen gestern uni 11 Uhr Abends den Befehl, die vor den Forts gelegenen Positionen _zu verlassen, fich in die Forts zurückzuziehen und in der Defensive zu bleiben. Die Forts Vanvrcs und Ifir) werden _stärkcr heseßt. Cluseret hat einigen Batailldnen den Befehl erthetit, sich behufs ihrer Reorganisirung nach Paris zurückzuhcgeben. Bergeret meldet “vom 5. Abends: Die Forts Vanvres und Isst) haben durch gutgezieltes Feuer die feindlichen Vorposten. zum Zuriickgehen genöthigt. Die Versaiüer Truppen halten cht keine Punkte mehr beseht, die für uns gefährlich wären. Vom Mont Valérien hatte sich zwar rine feindliche Kolonne gegen Neuilih zu in Bewegung geseht, dieselbe ist aber angesichts der von dem Föderirten-Oberst Bonrgoin getroffenen Maßregeln wieder zurückgegangen. Auf aUen Punkten wird die Defensive beob- achtet. -- Die Einwohner von Colombrs und Asniörcs haben die rothe Fahne aufgepflanzt und wider'scßen fich der Beseyiing ihrer Orte duroh die Beriailler Truppen. Heute Morgen bc- gann wieder eine lebhafte Kanonade, dic i_exzi noch fortdauert. Die National ardcn durchsuchen die Magazine des Lonvre nach Waffen und unition.
- Abends 10 Uhr. Die Kanonade und das Gewehr- feuer haben den ganzen Nachmittag in der Gegend von Montrouge und Zwischen AsniSres und Nanterre forxgedaurrt. Auch die Forts icStre, Ivry und Charenton waren mit der Versailler Artiilerie im Kampfe. Bei dem heftigen Angriffe der Regierungstruppen gegen die Stellung der Pariser hei Neuiliy wurde die Barrikade bei der Brücke von Neuiliy um 6 Uhr theilweise zerstört. Die auf der Ebene von Genneviliier eingeschlossenen Nationalgarden machten einen vergeblichen Versuch, die Linien der Regierungstruppen zu durch- brechen und nach Paris zurückzukehren. Mehrere Granaten e plodirten unter den Mauern von Paris und in der
venue de l'Imperatrire. Das Komite, scheint immer noch entschloffcn, den Kampf fortxusehen. Die Partei der Versöh- nung verdoppelt ihre Anstrengungen, emen AuSgleicb herbei- Yzifiihren. Es erscheinen täglich mehrere Mauercmschlägc auf
eranlaffung der verschiedenen Komites, die sich zu diesem Zwecke gebildet haben. Gerüchtweise vermutet, daß Hoffnung vorhanden sei, cinen achtundoierzigstündigen Waffenstiklstand mit Auswechselung der Gefangenen herbeizuführen. Das Iournal vTemps-c macht den Vorschlag, Paris sokle Louis Blanc nach Vkrsailles senden, um mit Thiers iiber eine Eini- gung zu unterhandeln, deren Haupthedingungen wären: ein neues Wahl eseß und Einberufung der Wähler zu einer neuen Nationalver ammlung.
-- 7. April, Morgens 7 Uhr. Die Nacht war ruhig, man hat keine Kanonade gehört. _. Der vCri du peuplea schreibt: Die Truppen der Kommune heWachen die feindlichen Stel- lungen. Bei dem Angriff der Versailler Trnppen auf die Brücke von Neuilly “wurde der Oberst der Kommune, Bour- going, getödtet,“ derselbe ift durch den Kommandanten Cennet erscht. Demselben Blatte zufolge wurden die Versailler Bat- terien bei dem ort Vanvres demontirt und zwei Mitrailleusen genommen. D e Kommune sendet Verstärkungen an Mann- schaften und Artillerie nach L'Hay.
-- Das heutige amtliche Iournal enthält keine Nachrichten über die militärische Lage. Ein angekündigtes Versöhnungs- meeting ist „von der Kommune verboten worden. National- garden überwachen die abgehenden Züge auf dem Nordhahnhofc und verlangen von den Flüchtlingen darüber eine Legitimation, daß sie verheirathet und Über 35 Jahre alt sind.
-- Nachmiita s 2 Uhr. Seit friihemMorgenfandein lebhafter Kampf m ourbevoi statt. Die Versailler Artillerie war auf beiden Seiten der, halbmondförmig auf den Höhen von Puteaux aufgestellten Ltmentruppen plazirt, welche leßteren auch in _den Häusern von Pu'teaux lagen. Die Artillerie der Nationalgarde , in der SertenaUee außer alb des Thores von Mail-let und auf_ den Wällen hei em Thore_ von Neuilly aufgestellt, beichoß die , Positionen der Versailler Truppen. Beide Theile unterhieiten auch ein _lehhaftes Gewehrfeuer. Drei Granaten find m das Innere derEnceinte beim Thore von Neuilly niedergefallen. Auf der Sxite von Chatillon fand heute keine Kanonade statt, nnch die Forts Zffy, Vanvres, Montrouge, sowie das Forx Valsrien schweigen.
in Dekret der Kommune verordnet: 1) Dre Entwaffnung aller sch dem Dienste entziehenden Nationalgarden. 2) Jeder wegen Dienßverwetgerung entwaffnete Nationalgardist geht des Soldes
verlustig. 3) Ieder Nationalgardist, welcher sich zu kämpfen weigert, verliert die bürgerlichen Rechte.
Die Londoner Blätter vom 7. April veröffentlichen Tele- gramme aus Paris, denen zufolge die Situation daselbst eine höchst bedenkliche ist; die Zahl der Verhaftungen wächst stünd- lich,“ eine Schrrckensherrschaft erscheint bevorsiehend.
Versailles, 6. April. (W. T. B.) Die Truppen der Natidnnlversammlung haben Courbevoie eingenommen und sich dort festgeseht. Sie haben dabei mehrere Barrikaden neh- men miiffen, was sie mit großem Muth gethan haben. Die Generale beilagen nur geringe Verluste. Auf der Seite von Meudon und Clamart halten die Truppen ihre Stellungen fest. Sie wollen auf die Forts keinen Angriff mit offener Gewalt versuchen„fie würden dabei zu viele Leute opfern müssen. Ihre Aktion wird sich vielmehr gegen die Stadt Paris richten. Die Lage der Stadt ist äußerst traurig,“ schon find die Aufständigen mii einander zum Handgcinrnge gekommen. Sie haben meh- rere Bürger verhaftet, namentlich Geistliche, und halten sie als Geißeln zurück.
In diesemSinne meldet einc Depesche vom gestrigen Tage aus Bordeaux:
»Wir hahxn das Plateau von Chatillon nunmehr voll- ständig beschr. Die_ Regierung , besorgt, das Blut der Armee zu schonen, hat mcht den Befehl zum Angriff auf die Forts Iffh und Vanvres ertheilt, da deren Schicksal an das von Paris geknüpft ist und die Forts mit der Hauptstadifalien werden, wenn der Augenblick dazu gekommen ist. Die Insur- genten befinden sich in der größten Bestürzung und verfolgen fich unter einander.- '
-- Abends 10 Uhr 55 Minuten. dete die Regierung folgende Depesche:
,Die Situation ist nach wie vor eine gute. Heute haben die' Truppen dit: Insurgcnten aus den Pofitionen an*«der Brüche von Neuilly vertrieben, welche fie seit Montag wieder beseht hatten. Die Truppen verfdigten die Nationalgordrn don Chatillon aus. Der Geschüßkampf zwischen den Forts Vanvrcs und Issy einerseits und der Versailler Artillerie andererseits d -uert fort.-
Eine Deputation Pariser Kaufleute- ist heute hier eingetroffen und hatte mit Thiers eine lange“ Konferenz, in Welcher, gutem Ver- nehmen nach, die Mittel und Wege zur Pazifizirung von Paris in Erwägung gezrgcn wurden.
-- Geßern erneute Wegnahme von Courbevoie und der Briicke von Neuillr), die Schiffbrücke daselbst wurde durch Feuer des Mont Valérien zerstört. Mit den hier eingetroffe- nen Gefangenen vom 5. sind auch 10 Mitrailleusen eingebracht. Nichts deutet quf Ergreifen entschiedener Offensve fiir heut oder allernächft'e ZM. In Paris zunehmende Anarchie und terro- riftische Herrschaft. Der Erzbischof und andere Geistliche be- finden sich tn Haft. Forts Issy, Vanvres, Montrouge und BicStre sind von Aufständischen besexzt und mit 4-, 7- und 12-Pfiindern und Marinegeschiißen armirt, deSgleichen die Süd- und „Westfront der Enceinte. Die vorhandenen Munitions- vorräthe sind nur gering. ur Kommunepartei ühergetretene Soldaten wolien nicht mar chiren, da fte bei Gefangenschaft kriegsgertchtliches Verfahren“ fürchten. Das Centralkomite soll Unterhandlungen versuchen, jedoch auf nnannehmbarer Basis.
-- In der Nntionalversammlung verlas Pi- card ein Telegramm, rn welchem angezeigt wird, daß die bei der Briicke von Nemklh eingeleiteten militärischen Operationen vollständig gelungen seien. Die dort befindliche Barrikade ist genommen, die erlitienen Verluste sind bedeutend. Genera! Montaudon erklärt, Herr dieser Position zu sein. Im ge en- wärtigen Augenblicke wird an der Hersiellung eines Brit en- kopfes vor der Briicke von Neuilly gearbeitet. Die Truppen
Am 6. d. versen-
haben große Bravour gezeigt. General Vision ist gefallen. Der"
Minister fordert die Versammlung auf, der Armee den Dank fÜr ihre heroische Tapferkeit auszudrücken. -- Heute wurde von den
Vureaux der Nationalversammlung die Kommission Zur Prü-
fung des Gesehentwurfs ernannt, wonach jeder Au schuh bei
kriegsrechtlichen Urtheilen abgeschafft werden soll. Die Kom-
mission hat sich mit 10 gegen 5 Stimmen: für Verwerfung des Gesehentwurfs ausgesprochen.
- In der gestrigen Sißung der Nationalversamm- [ung ergriff GeneralBiliot das Wort, um egen die in einem Briefe Garibaldi's ausgesprochene Ansicht, illot genieße das Vertrauen der Insurgenten, in energischer Weise zu protestirenx- der General fügte hinzu, daß er keine andere Autorität aner-
kenne als diejenige der *Nationalversammlung, welche aus-
freien Wahlen hervorgegangen sei. Der Iustiz-Minister brachte emen Gesehentwurf ein, durch welchen die Fristen abgeschafft
werden, welche bei dem gerichtlichen Verfahren gegen Personen,.
die vor'ei'n Kriegsgerichtgestellt werden, bisher uhlich waren. Der_Mimster motivirt diese Maßregel unter Hinweis _auf die- Pariser Insurrektion.
- Durch _einen im ,Iournal off.: der versailler Regie- rung veröffentlichten Erlaß vom 1. April sind das 88. Marsch-
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Regiment und das 120. Infanterie-Regiment wegen des am 18. März geübten Verraths aufgelöst worden.
-- Das »Iournal officiela Veröffentlicht die Ernennun des General Vinoy zum Kanzler der Ehrenlegion. Die vom an-- delsstande der Stadt Paris abgesandte Deputation ist heute von Paris nach Versailles zurückgekehrt, um die Wiederher- slellungl des Postdiensies zwischen Paris und den Departements u rege n.
z -- Thiers sagt in einem Erlaß an die Präfekten: »In Limoges hat fich eine weni gefährliche Aufregung gezeigt. Aber die Kommunisten diescr tadt haben den Obersten des 111 dem Departement kantonnirenden Kürnffier-Regrments ermor- det. Die Sirafe wird auf dem Fuße folgen.“ ' . _
_ Nach einem Telegramm aus Limoges ist die Wieder- herftellung der Ordnung daselbst baldigst zu erwarten.
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Havre, 6. April. Eine Anzahl von 150 im Kampfe mit den Insurgenten verwundeten Soldaten ist hier angekommen* es werden noch andere erwartet. Die Regierung in Versailleé verlangt, daß ihr das in Havre diöponivle Ambulanzen-Mate- rial gesandt werde.
- Nach Briefen aus Lyon meldrt das vIournal de GenSvea unterm 6. April, daß die Situation daselbst wieder weniger beruhigend sein soll: zwisckzen den Nationalgarden der innern Stadt und denen der Vorßädte sollrn Differenzen "herr- schen,* wie es heißt, sind zahlreiche Agenten aus Paris in den Vorstädten Guillotiézre und Croix rouffe eingetroffen.
- In Marseille ist, wie telegraphifth gemeldet wird, die Ruhe voilständig wieder hergestellt.
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Oeffentlicher Anzeiger.
" Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.
Steckbrief. Königliches Kreisgericht, [. Abtheilung (der Unter- suchungsrichter) zu Soma, den 5 April 1871. Der Tuchmacher- meister und Kommissionär Johann Friedrich Rogner aus Sorau, Kreis SoraU, soll ivexren Urkundenfäischung resp. Betruges verhaftet werden. Er ist im Bctrctungöfalle anzuhalten und an uns abzuliefern.
Steckbrief wider den Handlungsreisenden Ferdinand Rumler aus Landeshut, Reg.-Bez. Liegniß, mit Ersuchen, um einst- weilige Festhaltung und sofortige Benachrichtigung anher.
Cassel, am 31. März 1871. Der StaatSanwalt.
Verkäufe, Verpachtungen, Stibmiffionen :e. [1074] Bekanntmachung.
: "39,7 .--,- &,
Die Reftauration auf dem Bahnhofe zu Trakehnen soll vom 1. Mai d._ I. ab auf unbestimmte Zeit für eine ]ährliche Pacht Von 35 Thlr. ' verpachtet werden.
Pachtluftige wollen ihre Offerten bis zu dem auf '
den 17. April d. I., Vormittags 11 Uhr, ang-eseßten Termine fraucxo, verfiegelt und mit der Aufschrift: »Offerte zur Verpachtung der Bahnhofs-Restauration Trakehnen-c versehen, an die unterzeichnete Direktion einreichen. _
Die Offerte müssen die über Qualifikation und Fuhrung des Submittenten sprechenden Atteste, sowie eine kurze Darstellung des bisherigen Lebenslaufs beiliegen.
Der Submissions-Bedingungen liegen in unserem Central-Bureau zur Einsicht offen, werden auch auf portofreie, an unsern Bureau- Vorfieher, Eisenbahn-Sekrctär Reiser hierselbft, zu richtenden Antrag gegen 5 Sgr. Copialien mitgetheilt.
Bromberg, den 3. April 1871.
. * Königliche Direktion der Oftbahn.
Holzverkauf. Sonnabend, den 22. d. M., Vorm. 10 Uhr, sollen im Kurfürsten zu. Joachimsthal versteigert Werden: Eichen: Bci. Glambeck, Ing. 49 , 50, 88, 138 ca. 30 Rmtr. Klb. Schmelze, Zug. 145, 159 = 14 Rmtr.Klb. Bel. Bärendiete Iag. 97 = 7 Rmtr. Kib. Buchen: Ing. 49, 50, 88, 138 ca. 510 Rmtr. Klb. Bel. Bärendicte Ing. 58 = 280 Rmtr. 70-80jähr. Stangenspaltknüppel, Ing. 97 =40 Rmir. Kl. u. 10 Rmtr. Spltkpl. Bel. Schmelze, Iag. 145 = 49 Rmtr. Mi).- Jan. 49,150, 88, 138 ca. 100 Rmtr. Knppl. Birken: a , 58, 137 = 115 Rmtr. Kl. Außrrdem Iag. 49, 97, 145 = 7 [TKM, 130 Buchen (auch Weißb.).
Grumsin, am 5. April 1871. Der Oberförster.
1065 . [ 21111 21. April sollen von Morgens 10 Uhr ab, im Willschen Lokale in Mirow aus dem Mirower Forst
312 Klaffer buchen Modem
55? v ' Knüppel, 30-5 birken Kloben, ZX ' "Knüppel, 8x; erlen Kloben, 153.“ » Knüppel, 1544 kiefern Kloben, 230 , Knüppel, 13 v 3- Reisholz, aus der Oberförsterei Wesenberg 16 Klaffer bnchen, 168 - birken, ]] “ aSpen, 375 - kiefern Kloben- und Knüppelholz verßeigert rverdcn. F. Scharenberg. N. Hahn.
Holzverkauf. Am Mittwoch, den 19. April 0, von Vormittags 11 Uhr ab, sollen im Voigtschen Gasihause zu Rü- derSdorf aus den Schußbezirken Schmalenberg, Hohenbinde, Mittel- heide, Vrchhorst und Kalksce der Königiichen Oherförfterei Rüdersdorf folgende Bau- und Nuhhölzer öffentlich nach dem Mriftgebote ver- kauft werden: ca. 5222 Stück Kiefern-Bauholx, 10 Meter Kiefern- Nußholx- 73 Stück Kiefern-Stangen [. Klasse, 170 Stück do. 11 Kl., 185 Stück do. 111 Kl., 560 Stiick do."17. Kl. Das Spezieklere ist aus dem AmtSblatte z-i ersehen. RuderSdorf, drn 31. März 1871.
Der Overförsier Becker.
Pferde - Auktion. Freitag, den 14. April d. I , Vor- mittags von 11*; Uhr ab, sollen zu Berlin in dem Königlichen Ober - Mariial! - Gebäude, Dorotheenstraße 97, circa 30 vierjährige Hengsie, Wallalhen und Siuten, sowie ein Paar ältrre Stuten des Königlichen Friedrich - Wilhelms -Geftüts öffentlich meistbietend gegen gleich haare Bez;*.hlung verkauft Werden. Sämmtliche Pferde sind mehr oder weniger rittrg, und können am Tage vor der Auktion an dem bezeichneten Orte gemustert werden. „Das Nähere über deren Abstammung 2c. geht aus dem vom 12. APNle. ab im Königlichen Ministerium für die landwrrthschaftiichen Angelegenheiten, wie auch im Königlichen Ober - Marßau-Amte 'zu_ Berlin und im diesseitigen Bureau-Lokal zur Empfangnahmr berettlicgenden Listen hervor.
Friedrich Wilhelms-(Hestüt berReu-ftadt a. Doffe, den 23. März 1871. Der Königliche Landftalimcister. (gez.) Wettich.
[980] Bekanntmachung.
Die Lieferung des Bedarfs dcr Postanftalten und Ober-Poftkaffen in den Bezirken der Oher-Pofidirektioncn Berlin, Potsdam, Frank- urt a. O., Stettin und Cöslin an allgemein vorgeschriebenen, in
yvcndruck her ustellenden Poft-Druckfdrmularen soll v om 1. O k to her 1871 ab im ege der Submission vergeben werden. Die desfallfigen Submiifionsbedingungen sind bei der hiesigen Ober-Poftdireftion , im, Postgebäude Königsstraße Nr. 60, eine Treppe, bis zum 1. Mai in den Vormiita sßunden einzusehen.
LieferungsluZige haben ihre Angebote nebst Papierproben in ver- siegelten Umschlägen, rnit der Aufschrift »Submission auf die Lieferung von Druckformularena versehen, „his zum 1. Mai 1871, Mittags 12 Uhr, an die Kanzlei der hiesigen Ober-Pofidirektion abzugeben oder frankirt an dieselbe einzusenden.
Berlin, 26. März 1871. . .
General-„Postamc. Stephan.
[1064] Hannoversche Siaats-Eifenbahn. Bekanntmachung.
Die Ausführung und Lieferung des eisernen Ueberbaues von zwei Brücken auf der Hannover-Mindener Eisenbahnstrecke soll im Wege der Submission vergeben Werden, und zwar:
1) der Leine-Hauptbrücke bei Letter, in Meile: 0,82 , mit acht Oeffnungen von je 40 Fuß hann. Lichtweiie, für beide Gleise, in einem Gesammtgewichte an:
Schmiedeeisen von ca. ..................... 297,270 fd. Gußeisen ; 12,800 fd.
2) der Leine- Fintthrücke b . 0,92 mit f nf Oeffnungen von 1e'30 Fuß hann. Lichtweite, für beide Gleise, in einem GesammtgeWichte an:
Schmiedeeisen von ca ............. 117,870 Pfd. Gußeisen . p p . 6400 Pfd.
Die Offerten sind bis zum 20. April d. I., Vormittags 11 Uhr , portofrei und versiegelt mit entsprechender Aufschrift: *Sub- mission auf Lieferung des eisernen Ueberbaues für die Leine-Brücken der Hannoverschen Staats - Eisenbahn- versehen, an die Königliche Eisenbahn- Betriebs - Inspektion Hannover 1. ein ureichen, Welche die- selben zur genannten Terminftunde in Gegenwart er etwa erschienenen Submittenten eröffnen wird. _
Die Lieferun svedingungen und Zeichnungen liegen bei der be- zeichneten Dienst elle zur Einsicht offen und können von derselben auch argen Erstattung der Kosten bezogen Werden.
Hannover, den 30, März. 1871.
“ Königliche Eisenbahn-Direktion.