1890 / 276 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 15 Nov 1890 18:00:01 GMT) scan diff

des Ge * s seine 'til-baldige WW führung und TeßHmäßig erscheinen lassen, t genommenen Termin - 1. Januar 1891 -„

Bundeßrath der Entwurf einer Ver- dem Formen des Verfahrens und den Ge- s-Versichernngdamts in den An: liditäts- und Altersversicherung, vor, rungSamt eine besondere Ab- d AlterSUersicherung gebildet

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?eqfxürbarllt Aus ge en wor en. Weiter lieat _ ordnung, betreffend bie schäftsgang des Reich gelegenheiten der I ck in dem Rei

[lür Inval

Von Etats ist" , für das Königlich wurttemberg1s Fussgangen. eule tagten die „WM 1) für Jusiizwese für Zoll: und Steuerwesen und

„.___-““"“-

chs-Verfiche

iditäts- un

dem Bundesratb nunmehr aucb der Etat che Neichs-Militär-Kontingent

werden so

ni ten Ausschüsse für Handel und n9 und die vereinigten Ausschüsse

VMM “" für Handel und Verkehr.

ehenden Vermählungsfeier find

mmandirt worden:

Prinzen Adolf zu Schaum- der O erst Synolb von Schüz, Commqndeur

egimenls König Wkthm 1- (1- NhLUUschkS)

bZi Sr. Dur laucht dem Fiirsibn zu Schaumburg- Lippe:. der GeYeral-Major von Otdtman U„ Jnspecteur äger und Schiißen- ei Sr. Königlichen

Aus Anlaß der bevorst zum Ehrendienst Allerhöchst ko bei Sr. Durchlau t dem burg-Lippe: des Husaren-R

Hoheit dem Herzog von Clarence und Avondale: der Gencral-Lieutxnant von Winterfeld, General-Adjutant Sr. Majestät des Katsers iind Köm s und Commandeur der 20. Division, urid der Ma1or von _ lügel-Adjutant und beauftragt Mit der Führung des Königs- lanen-Regiments (1. Haimoversches) Nr. 13.

Das ,Justiz-Ministerialblatt“ veröffentlicht die G e s (hä sts- und waldechischen iizbehörden atis d'en) Jahre 1889, welche durch eine Verügung des Justß-Mimfters vom 3. November bekannt

gegeben worden sind.

In der Ersten Bella e zur heytigen Nummer des „Reichs- , ahren wn: mit der Veröffentlichung der Reformgesxß Entwürfe fort, von denen wir heute den Entwurf zu einem Geseß, betreffend Abänderung des Erb- schaftsstenergeießes, und den Entwurf über die Ab- änderung des Geseßes vom 14. Mai 1885, betreffend die Ueberweisung von Beträgen, welche aus landwirthschaft- lichen Zöllexi eingehen, an dieÖKommunalverbände nebst Begründung m1tthe1len.

In der waiten, Beilage zur heutigen Nummer des „R. u. SUA.“ mird em Privile ium wegen Ausfertigung auf den Inhaber lautender Anleihe cheine der Stadt Lands- berg a. d. Warthe im Betrage von 666000 „14 veröffentlicht.

und Staats-Anzeigers“

Der Königli

[) 't ' . . Allerhöchsten HOf rianmfche Botschafter am hiesigen

. ix Edward Malet ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Botschaft wieder über-

Der Statthalter von Elsaß-Lothringen Fürst von Ho en- lohe, welcher sich vorgestern Abend nachTDresden beheben B.“ meldet, an der König ichen mmen hatte, ist heute von dort

und gestern, wie Tafel in Strehlen hierher zurückgekehrt.

Der Königlich sächsische General-Major von Raab, Commandeur der 64. Jnfanterie-Brigade (6. Königlich Sächsische), sche General-Major Freiherr von . ' 13 zum: Sr. Majestät des Königs von Württemberg, und Commandeur der 52. Infanterie- Brtgade (2. Königlich Württembergische), der Königlich baye- rische „General-Major' Bexg , Commandeur der 9. Königlich Bayerischen Infanterie-Brigade, ferner der Königlich bayerische General-Auditeur, Ober:Aubiteur Grimm und der Geheime gératb Hu tb, Abtheilungs-Vorstand im Königlich sächsischen ZS-aniertum, haben „mich Beendigung der Verhand- en der _Jmmediat-Kommisston für das Militär-Straf- t Berlin wieder verlassen.

Theil g'eno

der Königlich württember Falkenstein, General

S. M. Kreuzer „Schwalbe“, Kommandant Korvetten-

Kapitän Rüdiger, ist am 15. November in Bombay ein-

Vreslau, 14. November. resp. Ersaßwahlen sammlung wurden, dem ,W. T. B.“ u Abthxtiung gewählt 3 Fre Vereinigung und ein parteiloser Kandid

Sigmaringen, 15. November. Se. Hoheit der laut Meldung des „W. T

Berli ' .. ' ssierlichkeiéen 11 zur Thetlnahme an den Vermahlung

Bei den Ergänzungs- Stadtverordneten = Ver- fo e, in der dritten

sinnige, 8 andi aten der freien

von Hohenzollern ist,

Die Gene mi un der Schweinen ahusg g „golstadt, Landshu irmasens, Neustad ert, Landau, of, Erlangen, Würzburg, au außgedehnt worden.

14. November. Se. Köni

„Einfuhr von lebenden Italien ist nun auch auf die Städte t, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Spe er,

ardt, Frankenthal, Zweibrü en, chaffenburg, Neu-Ulm

liche Hoheit der per „Ang. Z g.“ zufo ge, na ionen, welche allerdings bei ortdauer e Abänderung erfahren ichaffenburg und von da mit Luxtppldruhe bei Rohrbrunn dort zu 1agen.

München, nt wird sich enen DisPo' dxs 1eßigen schönen W können, am 20. d. M. nach

n nach seinem Jagdschloß

en, um, uns alljährlich,

enero noch ein

Baden- . _ _ ' Das Minißerium der-Iuftiz, del Kultus “und des Unter- rlYts hat wie wir der Allg.,Z g.“entnehmen bekannt emacht, da zwiscben der Großherzoglich badiscben Reg erunog und der Regierung von lsaß-Lothringen die egenseitige Anerkennung der rüfungszeuqnisse ür das Lehramt an höheren chulen mit Wirkung vom 1. Januar 1891 vereinbart worden 1st._ Dabei ist vor- behalten, da die in Baden erworbenen BesähigungSzeugniffe für das Gebiet von Elsaß-Lothrin en nur Geltung erlangen, wenxi durch die Prüfun fesigeste tist,daß der Kandidat,sofern 91: einer der beiden chri tlichen Konfessionen angehört, nicbt blos m den in der badischen Prüfungsordnung verlangten rüfungs- egenste'inden, sondern auch durch seine Kenntnis; der ** eligionS- ehre seiner Konfession den an Lehrer höherer Schul-xn all emein zu stellenden quderungen entspricht, und daß zu diesem ehufe von dem Kandtbaten, ohne Unterschied seines Studiengebietes, Bekapntschgft mxt dem Inhalt und Zusammenhang der heiligen Schrift, eme, allgemeine Uebersicht über die Geschichte der ckmsiltcben Kirche und Kenntnis; der Hauptlehren seiner Konfession nachzuweisen ist.

Oldenburg.

(1?!) Oldenburg, 13. November. Das dem Landtage vyrgeiegte Bydget des Herzogthums Oldenburg für die Fmanzperiode 1891/93 führt an Einnahmen auf: Vom Staatsgut 873 171 „14 pro 1891, 862 388 «16 pro 1892, 861338 „FH pro 1893, von GewerbSrekogniiionen, Sporteln, Gebühren 2c. für den Gebrauch von StaatSanstallen 2c. 1 779 450, 1 775 450 und 1 772 450 „16; direkte und indirekte Steuern 2062000, 2 109000 und 2116 000 „14; ver- mischte Einnahmen 2899 478, 494 261 und 266 311 «FH; Gesammteinnabme 7 614100, 5241100 und 5016100314 An AUSgaben smd vorgesehen: AÜgemEiner LandeSaufwand 629 212, 609 012 und 640 297 094; Verwaltung des Innern 1 859 064, “1 571 209 und 1 380 704 «16; Verwaltung der Jgsttz 629 606, 628 706 und 633 356 «; Verwaltung der geistlichen Angelegenheiten und Schulen 757 318, 723 288 und 725103 (,k-6; Verwaltung der Finanzen 2 292 950, 2177438 und 2 128 203 „js; vermischte“ und unvorhergesehene AUSJaben 64 847, 66 344 und 70334 «W; GesammtausZabe 6233000, 5776000 und 5578000 „16

Anhalt.

D'essau, 14.'Novemb„er. Ihre Hoheiten der Herzog und die Herzogin sowre Se. Durchlaucht der Prinz Eduard smd, wie der „A. St.:A.“ meldet, gestern nach Leß- lmgen bezw. Berlin von hier abgereist.

Schivarzbnrg-Rudolftadt.

Rudolstadt, 14. November. n der ersten Sitzung des Laydtags, welche am 11. d. M; a gehalten wurde, wurden Zynachst die Wahlprüfungen Mit der GültigkeitSerklärung ammtlicher Wahlen erledigt. Nach Vereidigung der zwei zu1_n_ersten Mal gewählten Abeordneten durch den Staats- Mimster wur'de die Wahl des 5Zräsidiums vorgenommen und der Abg. Meisei zum ersien, der Abéx. Lüttich zum zweiten Vorfißendexi gewählt. Mit der Wah der Kommissionen und der Vertheilung der Vorlagen an dieselben war die Tages- ordnung erschöpit, Fiir heute haben der „Schwzb.-Rud. Los.- Ztg.“ zufoxge sammtliche Landtags-Abgeordneten Einladungen zur Fürstlichen Tafel erhalten.

Oesterreich-Ungarn.

. _Die „Presse“ meldet, heute und morgen werde im Munsterium des Achwärtigen die österreichisch-ungarische Zoll- unix Handelskonferenz tagen, die sich mit dem öfterreichtscb-deutschen Handelsvertrage, sowie mit

der Beziehung desselben zu dsn Handelsverträgen mit anderen,-

insbesondere den' südöstlichen Staaten, beschäftigen werde. Auch würden die Instruktionen fiir die bevorstehenden Verhandlungen wegen der Revision der österreichisch- fchixeizerischcn Veterinär : Konvention festgestellt wer en.

Der tiroler Landtag hat, wie; „W. T. B.“ meldet, den, LandeSauLschizß beauftragt, eine Petition an den in Srath zu richten, derselbe möge die Regierung ersuchen, beim , bscbluß ne'uex HandelLverträge mit Deutschland auf die Wirthjchaftliche Annäberung beider Reiche Rücksicht zu nehmen und insbesondere Er eichterungen für die Viehaus- fuhr nach Deutschland zu srwirken.

Wien, „15.N0v_ember. Die Nachricht, Graf Külnoky treffe, heute hier wieder ein, ist, dem „W. T. B.“ zufolge, un- begrbndet; m Bezug auf den Zeitpunkt seiner Rückkehr liegt Positives iiberhaupt nicht vor.

Im niederösierreichischen Landtagke erklärte gestern der'Statthalter,_ die Steuerreformvorlagen für den ReichUath seien schon in der AUSarbeitung oder nahezu vollendet.

, Der Klub der deutschen Abgeordneten zum böh- mischen Landtage hat auf die m der Auleeichskommisfion abgegebene Exklärun „des Statthalters in Bszug auf die na- tionale Emthetlung' ei dem Ober-LandeSgeriM eine im „Pra . Abdbl.“ veröffentlichte"Gegenerkiärung abgegeben, wel e den deytschen Standpunkt präzisirt.

Die ungarische Unabhängigkeitßpartei hat, wie der ,Presse? aus Budapest gemeldet wird, beschlossen, im Unter- bause die Einführung der Civilehe zu beantragen.

Die von dem Kaiser genebmigten Bestimmungen über die Neu- organisation der Kavallerie, des Pionier-Regiments und der ungarischen Landwehr-Jnfanterie xnd jeBt im Militär-Verordnungsblatt veröffentlicht worden. Dana besteht die Kavallerie aus 42 chimentern, und Mac aus 15 Dragoncr-, 16 Husaren» und 11 Ulanen-Regimentern. Sämmtliche Kavalierie- Regimenter führen den Namen der jeweiligen Regiments-Znhaber oder einen ihnen für immerwährende Zeiten verliehenen Namen; nebst- dem die Dragoner- sowie die Husaren-Regimenter dic fortlaufende Nummer ihrer Gattung, die Ulanen-Regimenter die Nummern 1 bis 8, und 11 bis 13. Das Husaren-Regiment Nr. 13 fübrt noch weiter die Benennung .Iazygier und Kumanier“. Jedes Kavallerie-Regiment

liedert fich in: den Regimentssjab, 2 Divisionen zu 3 Féld"

Scadrons und 1 Ersaß-Cadre. Jm Mobilifirunnsfalle „Werden aufZestellt vom Regimentsstab: 1 Zu Stabs-Kavaüerte und 1 elegrapben-Patrouiüe; vom Ersaß-(Zadre: 1 Ersaß-EScadron, 1 Reserve-Escadron und 1 Zug Stabs-Kavaüerie. Bei jedem Kavanerie- Regiment besteht ein Pionierzug. Zu Uebermitielungen von Mel- dungen und Befehlen auf telegrapbisYem Wege bat überdies jedes Kavallerie-Regiment zwei für diesen weck auSaebildete Unteroffiziere und zwei Soldaten als Ordonnanzen im 5 räsenzstünde, als, „Telc- grapben-Patrouille“ bereit zu halten. Ie es KavaÜerte-Regiment

_ _ . “rie'mindeftms Wölk KierfkrausaxWQJ * *- * * lin! . b;!“ 3: Falten, Sowohl für die Ausmusterung der Dienßp er e, als f den Ankauf und die Abriw'tung der Remontm hat der Grundsaß zu gelten, daß bis zum Frühjabu die größtmög- liche Schlagfertigkeit von Mann und Pferd erzielt werde.

Das Pionier-Regiment gliedert fit!) in den Regimentssiab und funf eld-Bataiksone mit den Nummern 1 bis 5 zu je vier Feld- Compagn en, eine Reserve-Compagnie, eine Ersaß-Comvagnie und eine Zeungeserve. Die Feld-Compaqnien führen die Nummern 1 bis 20, bie Resxrve-Compagnien, Ersay-Compagnien und ckck- reserven fubren die Nummer jenes Bataillons, zu welchem e ge- hören. Die Reserve- und Ersaß-Compagnien, dann die Zeugs- reserven sind im, Frieden auf den Cadre gesetzt. Zum Ver- bande des Ptonter - Regiments gehört weiter das Pionier- Zeugsdepbt, Welches zu den HeereSanskalten zählt, und von welchem im Mobtitsirungsfalle eine Zeugsreserve mit der Nummer 6 und- zwei mobile Pionier-Zeugsdepots mit den Nummern 1 und 2 auf- gestellt werdxn. Im FaUe der Mobilisirung der Landwehr, beziehungs- wetsx der Einberufung des Landsturms, werden aus den dem Pionier- Re tmezit xntftammenden, dem Heere zur Verfügung stehenden Land- we_rpfltchttgen Landwebx-Compagnien, dann aus den Landsturm- pflichtigen, insolang_e btese ' nicht zum ErscF benötbigt werden, Landsiurni-Compagnten wrtmrt. Das Pioniec- eugsdyvot in Kloster- neiiburg ,ist eine Heeresanstalt, welcbe sowohl im Frieden als im Lrtkge dre Erzeugung uiid Nachscbaffunq ber gesammten Kriegßaus- rustung des Ptomer-Regtments mit Kriegsbrückenmaierial und den besonberen Pwnier-Außrüstungserforderniffen zu bewirken hat. Dem Ywmer-Zeugsdepot obliegt ferxzer die Verwahrung, Verwaltung und

nstandbalt_ung dex Resetve-Kriegsbrücken-Equipagen, der zu ewiesenen Yorbut-Bruckentxams, der sonst vorhandenen fertigen riegßaus- rustungs-Gegenstande und der Robmaterial-Vorrätbe, im Kriege aber insbesondere die fcbleunigste Deckung des Materialbedarfes durch Nach- schube aus d'en vorhandenerz Vorrätben. Jm Mobilisirungsfalle bat dasselbe zwei mobile Pionter-Zeugsdevots und eine Zeugsreserve auf- zustellen. Der Friedensstand ist mit 90, der Kriegsstand mit 182 Per- sonenDbiemeffen. fck L k)

e ungari e andwe r-Jnfanterie bestebt im rieden- und im, Kriege aus 28 Regimentern, welcbe nack) ihren StabsstFtionen und nut „fortlaufenden Nummern von 1 bis 28 bezeichnet werden. Das Regiment besteht im Frieden aus dem Regimentsstab, 3 oder 4 Feld-Bataiüonen Uyd dem Ersaß-Baiaillons-Cadre, jedes Bataiklon aus 4 Feld-Cqmpagmen eu oaäre. In jedem Regiment werden die Bqtatllone mrt fortlaufenden Nummern von 1 bis 3, beziehungs- weise 4, - die Compagnien in der Reihenfolge der Bataillone von 1 bis 12., beztebungöwetse 16, bezeichnet. Der LandWebr-Steüungs- bezirk Fiume stellt _eine Compagnie auf mit der Bezeichnung ,meaner Compagnie“ welche im Frieden unmittelbar dem Kommando des Jnfanterte-Regiments Nr. 20 unterstellt ist. Vebufs Vorbereitung der eventuell notbwendiaen Vermehrung der Landkvebr- Bqtaione im Kriege besieben bei einzelnen Regimentern schon im Frieden mSgesamznt 11 Reserve-Cadres, welche nach den betreffenden Re imentern' bezeichnet werden. Im Kriege werden aufgestellt: &. Das Er (:s-Bataillon, durch den Crsaß-Bataiüons-Cadre, mit ebensoviel Ersaß-Compgqmen, als das Regiment Bataillone bat. Die Erfass- Batatlione fuhren keine sonstige Bezeichnung; die Ersaß-Compagnien weiden in jedem Bataiaon niit den Nummern von 1 bis 3, beziehungs- w,etse von 1 bis 4 bezeichnet. Wird der Landsiurm zur Er- ganzung der Landwehr in Anspruch genommen, so sind die einem Regimxnt zugewiesenen Landsturmmänner bis zu ihrer Ab abe, an die Feldabtbetlungen in besondere Ersaß-Compagnien zu ortmren. b, Stabs-Compagnien nacbsveziellen Anordnungen, durch die yon Seiten des Regiments-Kommandantcn schon im Frieden zu bezetchnend_e Feld-Compagnie. Die Stabs-Compaqnien werden mit der Nummer tbres Regiments bezeichnet. 0. Die Reservetruppen durch die Reserve-Cadres. Die Reservetruppen werden nebst der Benennung ,Reserve“ mit fortlaufenden Nummern bezeichnet. Die Formirung der Reservetruppen erfolgt nach speziellen Anordnungen. Der Regi- mentsstab und die Bataillone werden im Frieden im Ergäanngg- bezirke des Regiments stabil dislocirt. Das Gebiet der Länder der ungarischen Krone ist in 28 Landrvebr-Ergänzungsbezirke eingetheilt, Jedes der 28 Landwebr-Jnfanterie-Regimenter ist zum Zwecke der Erganzung an einen Landwebr-Crgänzungsbezirk gewiesen.

Großbritannien und Irland.

Nunmehr haben auch der Marquis von Salisbury, Lord Granville und Mr. Gladstone die üblichen Rund- schreiben an ihre Parteigenossen anläßlich der bevorsie enden Eröffnung des Parlaments erlassen. Die Adre se in Beantwortung der Thronrede wird im Oberhause von Lord Windsor, im Unterbaufe von d2m konservativen Abgeordneten Obersten WiUiam Kenyon-Slaney beantragt werden.

Ueber den Unter ang des Kriegsschiffes „Ser- pent“ an der spanis en Nordwestküste liegen noch keine weiteren Einzelheiten vor. Wie dem „Reuter'schen Bureau“ aus Madrid telegraphirt. wurde, ist der Schlepper „Veloz“ mit dem Vertreter des britischen Konsulats an Bord von Ferrol nach Camaritzas gesegelt, um die Ueberlebenden des Schiffbrucbes in seine Obhut _zu nehmen. Die Berichte der drei geretteten Seeleute, smd nicht ganz klar. Sie erzählen, das; in dem Augenblick, als das Schiff gegen den Felsen ranntejund, sofort zu sinken anfing, Alles in die Boote. stürzte. Bis 1th ist" aber noch kein Boot an das Ufer ge- schwemmt worden, uns es waltet daher wohl nur geringer Meisel ob, daß alle Uebrigen ertrunken sind, da die „Serpent“ nur

mvomGestades eiterte. Die dreigeretteten Matrosen werden auf dem Schlepper eloz“ nach Coruna befördert werden, wenn nicht das Kanonenboot „Lapwing“, welches in Vigo eintraf, früher als der „„Vel'oz“, in Camarinas ankommt. Die. „Ser ent“ hatte etnichließ11ch der Offiziere eine Besaßung von 176 ann* es waren also, nach Abzug der Geretteten, 173 ertrunken. Das untergegangene Fahrzeug war, der „A. C.“ zufolge, em gepanzerter Schraubenkreuzer dritter Klasse. Er hatte eme Länge von 225 UH, eine Breite von 36 Fuß, einen Tiefgang yon 14 Fuß 6 Jo und ein Deplacement von 1770 Tons ithascbinen von 4500 Pferdekräften. Die Arma- tur bestgnd aus 15 Kanonen verschiedenen Kalibers und- 2 Mitratüeusen. Der Bau des Kreuzers kostete 121000 Pfd. Stekl."- Der Dampfer„Jndia“ von der indischen Schiffa rtS-Ge- Lebstbaft, nyeicher am 13. 13.212. in Plymouth eintraf, beri tet, daß

ei Kap Ftnisterre Sonntag Abend und Montag Morgen furcht- bares Waztter geherrscht hat. Es regnete stark, und ein dichter Nebel hinderte jede Aussicht. Dabei wehte starker Sturm, u_nd ungeheuere Weben ergoLen sich über das Schiff. Man nimmt daher an, daß der apitiin der „Serpent“, nachdem diese durch den Sturm Beschädigungen erlitten, entweder Vigo oder Coruüa anzulaufen versucht habe, um dort Schuß u suchen und disnothwendigen Ausbesserungen vorzunehmen.

b nun, das Schiff ,in dem Sturm unlenkbar wurde oder pb es 111 der nebligen Atmosphäre seinen Kurs verlor, ist noch nicht bekannt. Es scheiterte wahrscheinlich mit Frcbtbarem Gekrach auf den Klip en des Kap Velano. Der

11mpf dss Schiffes erhielt ein rieäges Leck, durch welches das Waffer emsirömte. Ehe ein Boot herabgelassen werden konnte, sank es in Tiefwaffer und mit ihm die ganze Vesaßung bis auf die drei Matrosen, die ans Ufer schwammen. Die Leßteren soÜen sobald als thunlicb nach En land ge- fandi nzerden, um im Einklange mit den VorYZriften der Admiralität wegen Verlustes des Schiffes vor ein riegögericht-

eftellt Tzu werden. Es ist dies edocb btoße Formsache. ie brikiscbe Re erung hat die fpaniiiche ersucht, daszßr ein dem Ort des S iff7bruchs gut bewachen zu (affen, damit die anschwemmenden Uicben mit Achtung behaqdelt werden und eine würdiY Bestattung erhalten. Für die Auffischyng von Leichen find elohnungen auSgesth worden. Der spanische Marine-Minister hat ein Kanonenboot vor) Ferrol na Camarinas abgesandt, um die Küste abzusuchen. DLL an das U ex gespalten Leichen werden auf Kosten des spanischen Staats beerdigt werden. -- Da die meisten Seeleute der Befaßgng der _„Sexpent“ aus Devonporkt und Umgegend siammen, so smd die_Scz-tien, welchs sich vom Morgen bis Abend vor dem Admiralitats- hause daselbst abspiele n, herzzerreißend. Mütter, Frauenxund Brüder erkundigen fich jammernd nach dem S tcksal ihrer Ange örigen, und viele Frauen werden ohnmächtig ortgetragen. Die bmiralität hat ails Hoffnung, daß sich die' Zahl der Geretteten noch verérößern werde, aufgegeben. ,

Da das Ko onialamt ausfinizig machte,. daß die Bennett'sche Expedition„ welche m der nächsten„Woche nach West-Afrika segeln mird, durchaus nicht, xme ser- muthet, nur wissenschaftlicbe Zwecke zu verfolgen bestimmt ist, so hat das Amt dis Empfehlungen an die Gouverneure von Gambia, Sierra Leone und der Goldküste zurückgezogen. Commandeur Lovett Cameron, welcher den IKW leiten soÜte, hat seine Theilnahme abgelehnt_und macht r. Bennett für alle gebabten Verluste verantwoxtlick).

Die Jmperiai British East Afxica_ Company hat in_ Ost- Afrika einige Postämter erö net. Ste hat auch ibre eigetzen Briefmarken, auf denen das uppen der Gesellichat - eme aufftei ende Sonne, Überragt von der Reichskrone * das Mittel?iüch bildet. Ueber der Sonne ist bei" Werth der Marke in arabischen Ziffern anpegeben, daruntsr befindet fi das Motto der Gesellschaft „Licht und Freiheit“ sowie der erth in englischen Ziffern. _ , '

Wie das Dubliner Amtsblatt meldet, ist 018 irische Nationalliga nunmehr in 51 Ortschaften der Grafschaft Fermanagh und in 33 Ortschaften der Grafschaft Monaghan verboten worden,

Frankreikh.

Paris, 15. November. Die Deputirtenkammer beendete in ihrer gestrigen Sitzung die Generaldebatte iiber Has Marine-Budget. Bei der Berathung bezeichneie, auf xine Anfrage desDeputirten Admiral Vallon der Marine-Mimster Barbey als eine in der Floite eingeführte Verbesserung, daß Kanonen von bedeutendem Gewrcht nicht mehr berwenbet wiirden. Kanonen von einem Kaliber von 30 mm genix ten, em Panzer- schiff zu durchbohren, man würds also Schi e bauen können, die 18 Knoten liefen. Die Verzögexung 111 dem Bau'dxr- selben sei der Verminderuxtg der Kredite und der Unscbliisstg- keit in der Herstellung eines Floitenbauplanes zu uschxeiben. Schließlich nahm die Kammer mti 308 gegen 17 „Stimmen den Vorschlag der Regierung an, nach welchem ems Kom- mission von 36 Mitgliedern zur Prüfung der Marme-Vor- lagen ernannt werden 1011. ' . _

Ueber die im Juni 11. J. _veröffentlichte Jnstruitton über den Munitionsersaß im Felde entnehmen wxr der „Nat.-Zt .“ folgende Mittheilungen:

Die Ynstruktion betont zunächst in der Vorrede die überaus große Wichtigkeit eines regelmäßigen und gesicherten Munitions-Nachschubs. Die Grundzüge der in dieser Hinsicht gegebenen Bestimmungen sind folgende: 1) Während des (Gefechts erfolgt die Ergänzung der ver- brauchten Infanterie- und AriiÜerie-Munition stets von hinten nach vorn in der Art, das; die Verantwortung für die Bewirkung des Nacbscbubs stets den hinteren Staffeln zufällt, sodaß die vorderen Staffeln ihre Aufmerksamkeit ung etheilt dem zuwenden können, was vor ihnen vorgeht.

2) Wäbwnd des Gefechts wird der Nachschub. wenn auch möglichst ordnun gsmäßig, so doch nur mit Rücksicht auf die Schnelligkeit be- wirkt,liobne mit Förmlicbkeiten der Abgabe oder des Empfangs Zeit zu Ver eren.

An Jnfanierie=Munition werden für jedes Gewehr mitgeführt:

112 Patronen vom Mann getragen,

26 im BataiUons-Munitionswaaen,

66 in den Jnfanterie-Abtbeilungen des Parks, 46 im Corps-Park,

250.

Eine weitere Reserve wird im HauPt-Park mitgeführt.

Wenn ein Gefecht in_Ausficht steht, können den Mannschaften mehr als die vorschriftSmaßigen 112 Patronen ausJegeben werden. Während des Marsches und auf den Halten ist stets, wenn erforder- lick), die Munition der Mannschchtcn zu Ergänzen, und zwar dadurch, daß allen augenblicklich nicbt streikenden Mannschaften (verwundet, ab- kommandirt?) die Paironen abgenommen und veribeilt werden; erst wenn diese Maßregel nicbt genuat,_werden dem Bataillons-Munitions- wagen Patronen entnommen.. Wahrend des Gefechts aus der Gefechts- 1inie Mannschaften nach rückwärts zum Heranscbaffen von Patronen zu cntsenden, ist streng verboten.

Bei idem Bataiüons-MunitionSrvc-gen - welcher 36 Säcke mit je 500 Patronen enthält *- befinden sich 1 Unteroffizier und 2 Mann

ur Beumchuna und_Verausgabung der Patronen, im Notbfall„sollen He auch zum Vorwartsschaffen des Wagens Hand anlegen; diese Leute egleiten den Wagen zu YH und _dyrsen nur bei schneÜen Gangarten auf denselben aufsisen. te Munitionswagen folgen ihren Bataillonen ins Gefecht und nehmen Aufstellung nach Anweisung des Regiments- odcc Bataillons - Cowmandeurs, im Al] emeinen etwa 1000 m hinter der Gefechtslmie, unter Umstän en noch näher. Die Munitionsergänzung der Gefechtslinie erfolt mit dem Bataillons- MunitionswaHekn in der Art, daß Manns afjen der Reserve-Com- pagnien pro ann je einen Patronensack (Gewicht 16 bis 17 Kilo- ramm) vom Wagen nach der Gefecbjslinie tragen“ den Trägern der Säcke werden xinige Ersoy: bezw. Ablösungsleute beigegeben,

Die Bgtatüons-Mynittonswagen erhalten, ohne selbst aus dem Gefecht zuruckzugeben, ihren ErganzunZSHedarf aus den Infanterie- Abtbcilungen des Parks. Diese sowu die AkÜUekie-Abtbeilungm des Parks gehören zum Gefechtstroß, folgen unter Umständen bis auf das Gefxcbtsfeld_ und geben ihre Vorrätbe ohne Unterschied bnd jefden in ihrer Nabe befindlichen Truppentbeil ab, der derselben e ar.

In entsprechender Art ist der Munüions.Nachschub bei der Artillerie geregelt." "

G schorschriftsmaßig werden mitgefahrt für ein 90 mm. bezw. 80 mm- e u :

14? bezw. LLS SÖUß iin Fer Yatttäriei, A

62 , 7 . 11 en ri er e- bt eilun

54 d' 8,31 “©fo CorYS-Parki 5 gen des Parks, ür as mm- e us etner re tenden Batterie

KavaFerie-Divisionen: 142 Schuß in der Batterie. bei den

Das „Journal Officiel“ veröffentli t einen Präsidenten Carnbt, wonach die Verordémng vomÉr2l8t.ß JFK 1840, betreffend die Pxüfung von (Gold- und Silber- m_aaren, dahin abgeändert wird, daß sowohl in Frankreich wieder eingeführte Gold? urid Silberwaaren französischen Ur- sprizngs, als dergl. auslandische eingeführte oder wieder ein- ;;efiihrte Waaren nur in einem unter der Leitung eines be- onderen Controleurs stshenden Garantie-Bureau geprüft und

'thempelt werden _dürfen. Derartige'Büréaus befinden sich in

, M r*eille ntarlier, Besanoon, Bordeaux, NeeiltlietFFdFiancy,aL ille, ÖWFParis, “Rouen und Havre.

Durch Verfügung des Ackerbau-Minifters vom 12. d. M.

ist die Einfuhr und Durchfuhr von Rindvieh, S qfen,

iegen und Schweinen aus Belgien und den ieder-

anden nach bezw. durch Frankreich untersagt worden.

Rußland und Polen. , s [[ i ' llver icherung der Arbeiter" o , we man YZ? HM? Ztg.“saus St. Petersburg schreibt, furiolgende Berufsklaffen obligatorisch gemacht wexden; Ber axbetter, Ar- beiter in Steinbrüchen, Salzstedereien, Fabriken un industriellen Betrieben, Eisenbahnen, Dampfern, Werften und Bauten, „Erb- arbeiter, ferner bei Gemerben, in denen Dampf yder Elektrizitat benutzt“ wird. Die Werkfiihrer, deren tci licher Verbiexift 4 Rubel nicht übersteigt, smd ebenfalls vericherungspfti „tig. Die Regierung behält sich vor, gegebenen FaÜs den Verichx- rungszwang auf das Post-' und Telegrapheqpersotial, die Apotheker:Lebrlinge und Gehulfen, auf die'Arbettex bei chfen- bauten und FlußreguliruaneZ und auf die Arbeiter gemffer ' ' wei e au6zu e nen. ' ' HMMTZFFYFF „Z)Fowosti“ ey ahren, ist der Regierung das Projekt einer Aktiengesell! aft vorxzelegt worden, Be,!)ufs Anlage einesKanals zwxschen der Duna und dxm Dniepr bezw. ihrer Nebenflüsse SsU1sch€ffa Md Orschtza. Dieser Kanalbau würde nach dem Kostenanschlag der Jagemeuxe 10 Millionen Rubel beanspruchen.

Italien,

' Köni li e Familie ist, von Monza kommend, geftexlewieder it? Rc?) m eingetroffen. Der Minister-Präsident CriSpi ist gleichfalls von Palermo nach Rom zurückgekehrt.

Der Voranschlag für, das Budgetjahr 1891/92, welcher fast vollendet ist„ WLLst' dem „Hamb. Corr.“ ufylge schon jetzt in zolge der hlnstchtllxl) des thegs- und arme- Etats durchzu ührenden Ersparnisse so ziemlich das Gleich- gewicht in Einnahmen und „AUSgaben “ails. _ Nach einer Bekanntmachung des Finanz-Mixiisters wird der am ]. anuar fälli e Rentencoupoxi bereits vom 20. November ab ei sämmtli en Staatskaffen eingelöst. '

Eine Wablverfammlung vo'n föntgstreuen Ar- beitern im Bezirk der Porta Pia m Rom wurde am Donnerstag Abend durch drei Anarchisten gestört. Als diese vor die Thür eseßt wurden, schoß einer berselben einen Revolver in die Ver ammlung ab, doch wurde Niemand verleßt. Zwei der Ruhestörer wurden verhaftet, der dritte entkam.

Portugal.

Wie das „Reuter'sche Bureau“ erfährt, wäre der zwischen England und Portugal vereinbarte 11106115 ?iysyäi gestern in London ratifiziri worden. .

Studirende der Universität Coimbra veröffentlichten, mie „W. T. B.“ aus Lissabon meldet, ein mit 121 Untex- schriften versehenes republikanischss Manifest. - DLL m Lissabon erwarteten, aus Brasilien kommenben Frei- willigen, welche ihre Dienste für das portugiesische Ost- Afrika angeboten haben, solLen zunächst in dxn_Kasch.rnen ber Hauptstadt untergebracht und dann wahrscheinlich eingeschifft werden, um auf dem Plateau von Mossamedes eine mili- tärische Kolonie zu bilden.

SchWeiz.

Die neue Tessiner Versöhnungs-Konferenz, welche, wie schon gemeldet, in Bern ani Donnerstag Fsammentrat, hat, dem „W. T. B.“ zufolge, in Betreff der

ufstellung von Grundlagen für die VolksZählixng, das Stimmrecht und die Wahlliften zur Apbahnuna eme): Ver- ständigung gefiihrt. Dem Proportional-Wahwyftem stehen beide Parteien eher ablehnend gegenüber, und m .Be-

'treff der Wahlen in den Verfassunch-rath hat sich eine

Einigung als unerreichbar herange'stellt. Die bundLSräth- liche Delegation erklärte, daß sie dem BuydeSratl) Bericht erstatten und sodann den Abgeordneten ichmfilick) das Resultat der darüber gepflogenen Berathungen mittheiken werde.

Niederlande.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ wird die Königin Emma nächsten Donnerstag in feierlicher Versammlung der Generalstaaten den Eid als Regentin ixtsien. Der„Ver- fassungSeid, den die Königin m die Hande des Prasiden- ten des StaatSraths abzulegen hat, lautet, nach dem „Hann. Cour.“, folgendermaßen: ' _ -

„Jeb schwöre (gelobe) Treue dem König; ich schwöxe (gelbbe , so lange ich in Vertretung des Königs die Regtertzngiubre, die er- faffuna nicht zu Verlesen. Jeb schwc'5re. die Uqabbangigkeit des vater- ländischen Bodens nach Kräften zu vertbeibtaen uyd'zu erbalten, keinen Eingriff in die allgemeine und persönliche Freiheit der Unter- tbanen des Königs zu dulden und zur Erhaltung und Beförderung des allgemeinen Wohlstandes alle Mittel anzuwenden, die mir das Geseß als einer guten und getreuen Regentin erlaubt. Dazu belfe mir der allmächtige Gott!“

Die Vereidi ung der Königin findet unter denselben Ceremo- nien statt, wie te bei Eröff11,ung_deruK'atzime-rn _gebrauchlich smd. Prinzessin Wilhelmine Wird die .anxgm begleiten. Sofort nach der feierlichen Einseßung der Konigm als Rogentm smd die Minister verpflichtet, einen zweiten Geseßxntwurf ausZzu- arbeiten, dsr die Vormundschaft iiber den 'Kömg regelt.

Eine Anzahl Rheder m Schevveningen at si „an

die Kammer ewandt und um Verstärkung und ers cir- fung der o izeiaufkicht auf der Nordsee und nanxent- lich in der ähe der eng ischen Küste ersucht, da es neuerdings wiederholt vorgekommen 1e1, daß englische z ischerka'hr- eu ?. mitten durch die ausgespannten_ Nose er Zo län- biscZen Schiffer hingefahren und ihnen dadur gxoßen Schaden varursacht hätten, der gerade jest, wobec Herings- fang noch betrieben werden könne, sehr empfindlich set.

Belgien.

Ueber die weiteren Verhandlungen der, Cpngo-Kom- mission erhielt die „Köln. Ztg.“ folanden Bericht:

Gestern (13.) äußerten die Vertreter die ' nficbtcn ihrer Regierungen betreffs des Vorschlages bas konventionelle Congqbecken in ein mit- liches und östliches Gebiet zu tbeilen, deren jedes eme be ondere oll- scala nach Maßgabe der gemeinsam vereinbarten böcbsien ä eerb elta JedeScala wäre durch einen Unterausscbuß aulflzusteüen. Groß ritannien. ursprünglich für den einheitlichen Tarif, bi igte den Vorschlag, um keine Schwierigkeiten zu bereiten, jedoch unter der Bedingung, daß beide Zoljscalen durch das Plenum zu genehmigen seien. Portuaal, Italien, Deutschland nahmen den Vorschlag günstig auf. Frankreiebs Vertreter machten einen Gegenvorschlack: im Interesse der Selbst- bestimmung jedes Staates sei den Bei eiliLten die Aufstellung eincs

Tarifs bis zu den vereinbarten höchsten Sätzen freizulaffcn. Der

Gegenvor- (blaa veranlaßt abermalige Auftaken bei den Regierungen. Die näcb : Sißung wurde daber auf den 8. d. M. anberaumt.

Wie man dem ,H. 6.“ schreibt, üeht in Belgien eine beinerkensiverthe Re orm des Unteréiüßun' swoZnsißes bevor. Bisher hat jede Gemeinde für d e aus i 1: her ammen- den Bedürftigen zu sorgen. Zieht ein Bedürfti er nach einem anderep Orte, so hat diese Ortsbehörde- ihm zu elfen, ck aber ber'ecbttgt, die Gemeinde, aus der der Arme siammt, ur Wiedererstattung der veraUSgabten Hülmeittel anzuhalten. er 5Jahxe an einem Orte wohnt, hat einen neuen Unierftüßun s- wohnsxß erworben. Zur Erleichterung der Landgemeinden 2- steht em staatlicher gemeinsamer Fonds aller Gemeinden, welcher 34; der Kosten deckt. Nun hat die Regierung ein Geseß eingebracht, welches den UnterstÜHU-ngswohnfiß gan?) aufhebt, auch den gemeinsamen Fonds be ettigt. Staat un alle Ge- meinden sollen nun solidarisch fiir die rren, Taubstummen und Blinden sorgen; alle anderen Bebür tigen falXen den Ge- meinden, in denen sie ansässig siiid, anheim. Gegen diese Vorlage haben alle größeren Städte, welchen die Hauptlast aufgebürdet werden würde, protostirt. Der Aus chuß der Kammer hat die Vorlage angenommen, jedo mit der Einschränkung, daß der Unterstüßurxgswobnsiß bestehen bleibt, Jeder aber, welcher drei Jahre ir) einer. Gemeinde ansässig ist, emen neuen Unterstüßungswohnsiß erwrrbt.

Die Abgeordneten der rechten klerikalen Mehrheit haben in den leßten Tagen zahlreiche Besprechungen über die Sximmrechtsfrage gehalten. Es wurde Uebereinstimmung exzielt über die Nothwendi keit, unverzüglich die Anbahnung einer Revision der Ver assung vorzubereiten, um den politischen Wahikörper zu vermehren; in welcher orm, ist noch zu finden. Die Studien der Frage fo en un- verweilt beginnen. Das reine und einfache allgemeine Wahl- recht wird, der „Köln. Ztg.“ zufolge, von der Mehrheit der Abgeordneten der Rechten urückgemiesen; „aber man will ein Masi al] emeines Wahlrecbt mit Beschränkungen. Die Ne- ierung eßt ihrerseits ihre Untersuchungen über die Frage Hort und neigt dauernd zu der Berechtigung durch Lesen: und Schreibenkönnen.“

Schweden und Nortoegen.

(]5") Christiania, 12. November. In der Frage wegen der Behandlung der gemeinschaftlichen diplo- matischen Angels enheiten, die von den oppositionellen Blättern mit gkoßer eidenschaftlichkeit diskutirt wird, äußert sich jeßt aucb „Morgenbladet“. Das Blatt hält es für unklug, die Augen einer Bewegung gegenüber zu verschließen, die ohne Rücksicht auf die Parteistellung durch die anze Nation gehe, und deren Forderung eine bessere Ste ung Für Norwegen bezüglich . der fraglichen Angelegenheiten ei. Daß diese “Frage so s arf hervortrete, beruhe wesentlich auf dem Umstand, da der schwedische Reichs- tag im Jahre 1885, ohne deshalb mit Norwegen in Ver- handlung zu treten, durcb einseitige Veränderung der schw?- dischen Verfassung Bestimmungen einführte, welche die SteÜung Norwegens verschlechterten. Daß beide Länder je einen Minister des Aeußem haben könnten, hält „Morgenbl.“ ganz natürlich für unvereinbar mit dem Fortbestande des Staatsverbandes. Was dagegen auf Grundlage der bestehenden Union von norwegischer Seite gefordert werden könne, das sei ein gemeinschaftlicher unioneller Minister des Aeußern, wozu sowohl ein Schwede wie ein Norwe er ernannt werden könne, und in der Form, die ihn juridi ck und poli- tisch für beide Länder verantwortlich mache. Da aber diese Forderun fiir den Augenblick nicht durchzusesen sei, so müßten S1 die Norweger vorläufig damit genügen lassen, eine Verbs erung ihrer Stellung dadurch zu erlangen zu suchen, daß die Behandlung der diplomatischen Angelegen- heiten einem allgemeinen StaatSrath übertragen werde, oder aber dadurch, daß in den ministerieklen Staatsrat!) drei nor- wegische „Mitglieder eintreten._ „Aftenpoften“ stimmt diesen Ausführungen zu, will aber die Frqae wegen des Mintsiers des Aeußeru unverzüglich geordnet missen.

Amerika.

Die Zeitungs-Meldung, Präsident ngrison habe die Einseßung eines Ausschusses Behufs Milderung d«_er Be- stimmungen der Mac Kinley-Btll angeordnet, scheint fich wirklich zu bestäti en. Die Wieper „Pol.. Nachr.“ veröffent- lichen nämlich olgende Nachricht; . ,Wte man uns aus Paris meldet, sind dem thsierium_ des Aeußern offizielle Mittheilungen der nordanxerikamschen Bundes- regierung zuge augen, welche eine mildere Anwetzdung der Mac Kinley-Biüg in der Richtung ankündigen, daß bei den nach den Vereinigten Staaten eingeführten Waarey welche mit spezifischen ZöÜen belegt sind, von demuNachveife der Fahrt- kanonskosien, der bei den mit Werthzollen belegten Waaren beizubringen isi, Abstand genommenzmrb. Die entsprecbextden Weisungen sind bereits an- die ZoUdirekttonen der Vereinigten Staaten erlassen worden.“ , '

Das Sherman'sckze Gesetz, ibelches die Inspektiqn desViehs vor der Ausfuhr verfügt, trat am 11. d. M. in Kraft. Die Fleischpökeler behaupten, das Gase:; werd? das Geschäft nicht ungünstig beeinfluffen und auch „keins Erhohung der Fleischpreise verursachen.

Honduras. Nach einem Telegramm des „NSW=York erald“ aus Tegucigalpa zucht bey Insurgentenführer ancbez die Trup en durch die Aizkundigung _aufzuftackßeln,

daß Bogran im egriff sei, vorzuriigkenbnd die Haupt adt wiederzunehmen. Man hält eine ent1chetdcnde Schlacht für bevorstehend. _

Parlamentarische Nachrichten.

Die Arbeiterscbußkommissivn dcs Reichstages_b a_nn gestern mit der Beratbung des §. 1346. 'Derselbe tft neu ctneßugt und lautet: .Die ArbeitSordnunF sowie jeder Nachtra zu d elben ist binnen drei Tagen nach dem rlaß T" zwci Ausser gungen unter Beifügung der Verficbetung, da der Vorschrift des T:. 13441 genügt ist, der unteren Verwaltun s cbörde einzureichen; Du Arbeits- ordnung ist an eri neter, a cu Arbeite'rn ku ängltcber Stelle aus- zubängen. Der us ang muß stets in es tun Zustande er- halten werden.“ - Or. Hirsch schlu vor! daß die Arbeiu- ordnung jedem Arbeiter bei sengm Ein ritt n dte Beschäftigung zu bcbändigen isi. fkkeiberr yon Simm!) Witnscbtt, daß die Ausbaug- stelle nur den betbei iaten Arbeitern zuganYth sein so e. Bebel und Genossen beantra ten als Absav 1: Die kbeitsordnuna. sowie jeder Nachtrag zu dcrse ben ist unter Mittheilung der Seitens der Arbeit:! eäusierten Bedenken dem Gewerbe ericbt und, wo ein sol nicbt besiebt, den in §. 1391: he eicbneten ufficbtsbeamtm zur Gene YUV vorzutragcn u. s. w. is

das Unter-Amendtment, die Verpflichtung zur

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