9, In Folge der zu a bis ck vorgesehenen Ausdeönung des„Ge-„
schichtsunterrichtes wird der anderweitige L_ebrstoff der Geschichte ent-
sprechend verringert. f, Die geschichtlichen Lehr- und Hülfsbückper sind durch den
entsprechenden Lehrstoff Seitens geeigneter Schulmänner und Ge-
lehrten 11 er änzen. ' „ 3) 5Auf khie Durchführung des Grundsaßes, daß die Geschichte
und Literatur nicht formell und gedächtnißmäßig, sondern inhaltlich und ethisch erläutert werde, ist Mit Nachdrrzck bianWikkén-
4) Die Prüfungsordnung für die Kandidaten der hoheren Schul- amis ist im Sinne vorstehender Anordnungen zu revtdtren." .
5) Bei der praktischen Voriixdung der Lehrer (padagogtsche Seminare, Probejahr 2:.) ist auf Vorstehende Anordnungen besondere
Rückficbt zu nehmen.
Se. Ma'estc'it der König haben diesen Vorschlägen "durch die nachsjtehénde Alierhöchste Ordre 110111 30. Auguusi 1889 Ihre Genehmigung zu ertheilen und Mick) Mit der Ausfuhrung
derselben zu beauftragen geruht:
'“» Auf den Bericht vom 10., dieses Monats wii] Ick die hierneben zurückfolgenden Vorschläge zur Ausführung Meines Erlaffes vom 1, Mai d. I., das Unterrichtswesen betreffend, hiermit genehmigen und den Minister der geistlichen 2c. Angelegen- heiten beauftragen, die zur AUSJestaltung des Unterrichtswesencs nach Mäßgabe dieser Vorschläge erforderlichen Anordnungen zu !ieffen.
/ Neues Palais, den 30. August 1889. Wilhelm 11.
von Viswarck. von Boetticher. Freiherr Lucius von Wallhausen. von Goßler. Graf von ViSmarck. Herrfurth. von Schelling. von Verdy.
An das StaatsMinisterium.
zu, in noch m_irksmnerer Verfolgung seiner bisheriaen ie'le diejenigenGeselhchafteklaffen, welche zu maßgebendem Ein usse auf unser geiammies Volksleben berufen smd, nicht nnr mit dem dazu nöthigen fruchlbringenden Wissen ausiurüften, sondern ihnen auch durch eine arif dem Grunde des Christen- thums und des deutschen VolkSgeUles beruhende Erziehung eine dauernde Richtung des W1Uens und des Charakters zu geben. Dafür werden vor Allem diejenigen Lehrgegenstände voll auSzu: nuhensein, welche Gefühl und Willen unmittelbar zu bestimmen Yeeignet sind. Neben dieser al1en höheren Schulen gemein:
Dem höheren Schulwesen fällt hiernach die AUZabe
amen Aufgabe sind die den einzelnen Schularten gesteckten
iele fest im Auge zu behalten. Wird aber hierbei überall als Ergebnis; des Unrerrichts eine nicht bloß höher gebildete,
Zudem auch geistig gesammelte und sittlich gefestigte
eréönlichkeit erstrebt , so wird auch aÜe wissen- scha tliche Arbeit der höheren Schule in den Dienst der
Erziehun treten. Dies wird allgemein anerkannt, aber über die zur rreichung jenes Zieles einzuschlagenden Wege herrschen verschiedene und zum Theil einander widersprechende Ansichten. Es hat sich daher empfohlen, durch gemeinsame Berathung von Männern verschiedener Lebenssieliung zu ermitteln, welche von den zahlreichen Vorschlägen zur Verbrfferung unseres höheren Schulwesens berechtigt und "wie dieselben unter einander auszugleichen, besonders aber, wie sie für die ge: schichtlich überkommenen Schylformen zu verwerthen smd.
Se. Majestät der König haben geruht, eine solche Verathung Allergnädrgst zu genehmigen.
Dieselbe wird zur Zeit vorbereitet. Sobald ihre Er- gebnisse vorliegc'n, wird erwogen werden, in welcher Weise und m welchem Umfange sie bei der Aus estaltung des Lehr- plans der höheren Schulen zu verwenden kFind.
„ Um die em niederen Schulwesen durch den Aller- hochsten Befehl vom 30. August 1889 zugewiesenen Aufgaben Zu erfüllen, sind zunächst „Ergänzungen zum Seminar:Lese- uche“] ausrzearbeitet worden. Dieselben sind so cingerichlet, daß sie in aÜen LehrerbildungSanßalten benußt werden können, gleichviel, welches Lesebuch sonst dem Unterrichts in denselben zu Grunde liegt. .
1) Das beigefügte erste Ergänzungsheft enthält eine fort- laufehde Reihe von Lebensbildern der brandenburgisch- preußischen Herrscher von der Thronbesteigung des Großen Kyrfürsten bis zu derjenigen unseres jetzt regierenden Kaisers. Dre Leseslücke, welche zum größten Theile Meisterwerken der deutschen Geschichtsschrerber entnommen sind, bieten eine kurze Darstellung der Kulturentwickelung in unserem Staate und
lassen die Treue, die Thätigkeit, die Weisheit und dem ent-x
zLhrerhend auch die Erfolge erkennen. mit welchen die preußischen „ öxnge die Wohlfahrt aÜer ihrer Unterthemen, vorzugsweise die- ]emge der Geringen im Volke, gefördert haben. Urtheile über die er1scher sind vermieden, dagegen sind die Regenten selbst in _rlassen, Briefen und anderen Kundgebungen redend einge- fuhrt. Da das Ergänzungsheft auch solche Sprachstücke ent: halten soll, welche im Unterrrxht der Volksschule selbst zur Behandlung kommen, so sind m dasselbe außer den bezeich- nenden Aussprüchen der Hohenzollern, welche an der Spiße des Buches stehen auch die allgemein bekannten, sogenannten Hohenzollernsprüche und eini e Gedichte aufgenommen worden. „ Eur zweites Ergänzungs eft soll leicht faßlicbeBelehrunger-r Über dre Grundsähe, von deren Beachtung das Volkswohl abhangt, rider das Leben in der Familie, im Staate und in der birrgerlrchen Gesellschaft, insbesondere auch über das Wesen, dre „Ehre und den Se en der Arbeit bringen; es soll slch daran dre Geschichte von ännern anschließen, welche sich aus engen Verhältnissen emporgearbeitet haben, und Nach- richten über hervorra ende Werke der Barmherzigkeit und über deren Urheber und P eger geben.
Das erste Ergänzungsheft gelangt jest zur AUSgabe. Dasselbe Lsk- mit Beginn des nächsten Halbjahres in den Seminarunterrtcht einzuführen und in einer der Deutksche bestimmten Stunden, welche mö lichft dem eminar- Dire tor [_elbst zu übertragen ist, in Kla e 1 (Oberstufe) mit den Zögmgen zu lesen. „Bei der Behandlung desselben kommt es darauf an, daß d1e Seminaristen nicht nur selbst mit deux Stoffe bekannt gemacht und in das Verständnis; des- ZeiTXnKYZeZ Ort„ sorFertn dcr“)? fixe) auÉ) Zazu angeleitet werden,
rm n err: er ' zu "YSFFÜÜ i o sschule fruchtbrmgend . e a e m r vor, je dem Seminar so viele Erremplare des Ergänzungsheftes zu überweisen, daß jeder Lehrer und
„
jeder Zögling der beiden oberen Klasen ein Freiexem lar er- ?alten'kann, und sehe einer Angabe des bezügltchen edarfes ür jede Anstalt baldmöglichst entgegen.
2) Die Seminare werden der ihnen im Vorfiehenden ge- stellten erweiterten Ausgabe nur genügen können, wenn ihnen Zöglinge zugeführt werden, welchen die vaterländische Geschichte in ihren Hauptthatsachen so geläufig und so ficher bekannt ist, daß der Seminarlehrer nicht mehr genöthigt ift, auf deren Einprägung besondere Zeit und Kraft zu verwenden. Das Königliche Provinzial-Schulkoüegium veranlasse ich daher, bei der Aufnahmeprüfung an den Schullehrer-Seminaren hierauf Sein besonderes Augenmerk zu richten.
_ Wird dadurch erreicht, daß der Seminarunterricht auf
festen Grundlagen weiter bauen kann, so wird der in je zwei wöchentlichen Stunden zwei Jahre hindurch fortgeseßte Unterricht in der allgemeinen vaterländischen Geschichte, ergänzt durch dre hier gegebenen Belehrungen, ein Lehrergeschlecht zu erziehen vermögen, welches weiß, ein wie hohes Gut es an fernem Herrscherhause und an seinem Vaterlande besißt, und welchesx befähigt ist, die MiÜionen der ihm anvertrauten Kin- der mri Liebe und Dankbarkcit gegen König und Vaterland zu erfüllen. ' 3) Ferner ist dafür Sorge zu tragrn, daß auch die schon rw Amt stehenden Lehrer an der Lösung der durch König: lichen Befehl der Volksschule gestellten besonderen Aufgabe mttarb._iten können. Ick) habe daher Anordnung getroffen, daß kern Schulaufsichtskreis ohne eine Kreislehrerbibliothek bleibe, und daß keine derselben der erforderlichen Hiilfemittel vaterländifchen und wirthschaftlichen ?nhalts entbehre; ebenso werde ich jeder Kreislehrerbibliothe und jeder einzelnen Schule ein Exemplar des Ergänzungsheftes zu dem Ssminar- Lefebuche zugehen lassen.
' 4) Damit diese Maßregeln den erhofften Erfolg haben, wrrd es darauf ankommen, daß das Königliche Provinzial- Schulkollegium bei den zweiten Prüfungen in Gemäßheit der Verfügung vom 15. September 1888 auf die Kenntnis; der vxrterländischen Geschichte besonderen Nachdruck lege und daß die jeßt in den Vordergrund gestellten Fragen bei den anähr- lich an den Schullehrer-Seminaren stattfindenden**Lehrer- konferenzen zur Erörterung kommen.
Abschrift einer am heutigen Tage an die Könialichen Re: aieryngen erlassenen Verfügung erhält das Königliche Pro- vznzml:Schulkollegium mit dem Bemerken, daß sich die in dieser Verfügung enthaltenen Bestimmungen über den Unter- richt in Volks-, Mittel- und höheren Mädchenschulen auch an; die entsprechenden Schulen Seines Ressorts, namentlich au die Seminar=Uebungsschulen beziehen.
(Unterschrift.) 1) An sämmtliche Königliche Provinzial-SchulkoUegicn.
Abschrift erhält die Königliche Regierung zur Kenntnis;- nahme und Nachachtung.
1) Demgemäß wolie die Königliche Regierung xunächst die Einrichtung von Kreislehrerbibliotheken in Ihrem Bezirke, wenn dieselbe noch nicht durchgeführt ist, in Angriff nehmen und mir vor dem 1. Januar k. I. ein Verzeichnis; der Vi- bliotheken unter Angabe ihrer Vorsteher einreichen, damit ich diesen die von mir für "diesen Zweck aUSJesuchtetr Bücher zugehen [affen kann. Ich bemerke dabei, daß es nicht unbe- dingt nöthig ist, daß jeder Schuloufsichlskreis eine besondere Bibliothek habe, sondern daß die Vereinigung mehrerer Kreise zu einer Bibliothek gestattet ist,
2) In besonderem Berichte hat ferner die Königliche Regierung die Zahl der Ihr untersteklten Schulen nach land- räthlichen Kreisen geordner anzugeben, damit ich den einzelnen Kreisen die erforderliche Anzahl des Ergänzungsheftes zu: senden lassen kann. Einer Unterscheidung der Schulen nach Geschlecht der Kinder oder Bekenntnis; der Lehrer bedarf 9» dabei nicht. Die Zahlenangabe genügt.
3) Ehe die unter Abschnitt „0 b und 0 der Vorschläge des Königlichen StaatxZ-Ministeriums vorgesehene Ergänzung der Volkeschullesebücher in einer den Erfolg sichernden Weise ge- schehen kann, bedarf es einer auf Grund der Beobachtungen und Erfahrungen des ersten Jahres anzustellenden erneuten Prüfung. Ich behalte mir also weitere Verfügung vor, wil] aber nicht umbemerkt lassen, daß die meisten Lesebücher, insbesondere diejenigen von Engelren und Fechner, Gabriel und Supprian, Hirt (Bock), Schneider (in Schleswi ), das bei Du Mont-Schauberg in Köln erschienene deutsche *esebuch für Oberklassen katho- [lsthék Volksschulen, Verlag von Crüwell in Dortmund, das Lesebuch für höhere Mädchenschulen von Kippenberg schon jrßt reichlich Stoffe enthalten, bei deren Behandlung der “Lehrer seine Schüler zu königstreuer und vaterländischer Gesinnung und zu dankbarer Anerkennung der Wohlthaten erziehen kann, welche sie der gegenwärtigen (HeseÜschafiSordnung verdatrken.
4) Besonderer Aufmerksamkeit der Königlichen Regierung empxehle i den Religionsunterricht der Volksschule. DW Vor christ Ir. 15 der Allgemeinen Verfügung vom 15. Ok- tober 1872 weist demselben für die evangelischen Schulerr dre Aufgabe zu, die Kinder in das Verständniß der heiligen Schrift und in das Bekenntnis; der Gemeinde einzufirhrep, damit sie befähigt werden, die heilige Schrift [elbnandtg lesen und an dem Leben wie an dem Gottesmensie der Gemeinde lebendigen Antheil nehmen, zu können. Wonder Lehrer der Lösung dieser Aufgabe gewissenhaft und mit Verstandnis; zu- strebt, wird er si bewußt bleiben müssen, daß er n1cht auf äußere, edächtni mäßige Aneignung einer möglichst reichen Stoffes, ondern auf Begründung religiös-srttlrcher Gefixmung sein Augenmerk zu richten habe. Dre Königliche Regierung wolle daher bei den Revisionen der Schulen und den aus Anlaß derselben zu ertheilenden Anweisungetr gaxrz besonders darauf achten, daß der Religionöunterrichr m diesem Sinne ertbeilt werde. Wo den Lehrern die auSretchende katechettsche Bildung zur Seite steht, wird in den eva1_1 eltschen Schulen eine angemessene Behandlung der dem luthert rhei) Katechismus bei egebenen Hausrafel gerade für die gegenwarngen Verhält- ni e Werth haben. _ „
Bezüglich des katholischen ReligionSunterrtchts wird weitere Verfügung vorbehalten. ,
5) Für den Geschi t-Zunterricht m den VolkSschulen„ den Mittelschulen und den öheren Mädcherzfchulen bestimme 1ch:
a. die vaterländische Geschichte ist 1edenfa11s bis zum Ne- gierungSantritt Sr. Majestät Kaiser Wilhelm des Zweiten weiterzuführen; _
b. der Unterricht ift sowohl auf der Mittel:, als auch auf der Oberstufe zu geben; _ '
c:. in demselben smd auf der Oberstufe die Verdienste de?) rboreußischen Herrscher um das Volkswohl besonders hervor- zu e en; “
_ ' ,)» “kk
_ „ä. wo die besonderen Verhältnisse einer Schule Kürzungen ' “ nöthrg machen, dürfen dieselben nicht auf Kosten der Geschichte '“. der neueren eit geschehen, sondern es ist dann ein spätere AUSgaUZSpun t [Für die Gefchichtßerzählung zu wählen. ck
In Ausfü rung- dieser grundlegenden Bestimmungen“ werden besondere Lehrpläne zu erlassen sein für den vater- landtschen Geschrchtsunterricht der höheren Mädchenschule und der Mittelschule, der mehrklasfigen Volksschule, der Volksschule miteinem oder mir zwei Lehrern. Ich sehe der Einreichung der besonderen Lehrplans vor dem 1. November d. J. entgegen.
_ Exner besonderen Begrundung bedürfen diese Anordnungen U1cht.' Das deutsche Volk, insbesondere die Bürger des preußischen Staats, genießen das hohe Glück, ein Vaterland„ 6111 Herrscherhaus zu besrßrné auf dessen Geschichte sie stolz, sem durfen. Was zur Zeit Friedrich des Großen gesagt. WUTHSL Die anderen Völker beneidetcn dem Preußen feinen Konig, gilt noch heute. Der Fleiß und die hervorragende Begabung'vateriändisch gesinnter Geschichtsschreiber haben die deutsche und die preußische Geschichte nach aÜen Richtungen durchforscht und in einer Vonommenheit der Form dar- gestelLt, welche man vorher nur bei der Geschichte der alten Vöiker _kannte. Eine Fülle lobenSrwller Anschauungen und stttlich rief und nachhaltig_ anregender Mornente tritt uns aus der Erzahlung von der fast ein halbes Jahrtausend erfüllenden ununterbrochenen Arbeit der Hohrnzollern für ihr Land und Volk entgegen. _Es wäre Undank gegen das Herrscher- haus und gegen dre großen Männer, welche unter seiner Führung m Krieg“ und Frieden alle ihre Kräfte für unsern Staat eingesetzt haben; es wäre eine Versündigung gegen das heranwachsende Geschlecht, wenn man versäumen onte, es mit, den Segnungen bekannt zu machen, welche ihm aus seiner Zugehörigkeit um preußischen Staate er- wachsen; es wäre ein ebenso siarkes Unrecht gegen den Staat selbst, wenn ihm em vaterlandsloses Geschlecht herangezogen würde., Deshalb solXen sämmtliche preußische Könige in dem Unterricht der preußischen Jugend eine hervorragende Stelle erhalten, und ebenso sollen die auWezeiehnetenMänner, welche in den Befreiungskriegen und in den Kämpfen Kaiser Wilhelm des Ersten für König und Vaterland Kraft und Leben ein- gefeßt haben, der Jugend als leuchtende Vorbilder gezeigt
werden. Der Minister der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal-Angelegenheiten. von Goßler, 2) An
sämmtliche Königliche Regierungen und an das König- liche Provinzial=SchulkoUegium zu Berlin.
Abgereisi: der Ministerial:Direktor im Ministerium der geistlwhen, Unterrichts: ux1d Medizinal : Angelegenheiten„ YirskkWe Geheime Oder-Negierungs-Rath ])r. Bartsch, nach-
6 e .
Yirhtamtlichez.
Deutsches Reith» Preußen. Berlin,18.November.
Se. Majestät der Kaiser und König „hörten heute von 91/2 Uhr ab die Vorträge des kommandrrenden Admirals Freiherrn von der Golß sowie des Staats- sekretärs des Marineamts Hoümann, arbeiteten von 11 Uhr ab mit dem Chef des Marinekabinets, sowie daran anschließend mit dem Chef des Militärkahinets. Um 121/-_, Uhr nahmen Se. Majestät der Kaiser und König militärische Meldungen im hiesigen Stadtschloss entgegen.
Die Feierlichkeiten zur Vermählung Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzemin Victoria von Preußen mit Sr. Durchlaucht dem Prinzen Adolf zu Schaum- burg: Lippe haben gestern Abend um 6Uhrmit einerTafel bei Ihren Kaiserlichen urid Königlicher: Majesiäten in der Bilder:»)alerie des Kömglichen Schlosses fiir die Mitglieder und Gäste des Königlichen Hofes und deren nächstes Gefolge begonnen. Nach der Tafel fand im Königlichen Opern- ?ause Festvorstellung statt, zu welcher Einlaß- arten fiir Diejenigen ausgegeben waren, welchen nicht das Recht des Eintritts in die große Königliche Hofloge zusteht. Das Haus machte, wie bei solchen Gelegenheiten stets, einen festlichen Eindruck, In der rechten Prosceniumslogesaßen der Reichskanzler, die Botschafter und-Gefandten; auf dem Ersten Rang rechts die übrigen zum diplomatischen Corps gehörigen Herren und Damen, auf dem Ersten Rang links Damen der Hofgesellschaft, in der linken (“osceniumsloge die Gener'alität, darunier Feldmarschall (Hraf oltke. Ja der Occhester=Lxge zur Linken befanden sich gleichfaüs Mitglieder der Generalität, m der Orch91ier=Loge zur Rechten die Staats-Minister und der Chef der'Admiralität. Das Parquet war von hohen Beamten der Reichs: und Staatsbehörden und einer großen Zahl von Stabsoffizieren der Garnison beseßt. Um 81/2 Uhr trat unter Ankündigung des Ober-Hof- und HausmarschaÜS Grafen zu Eulenburg der Königliche Hof in die große Mittel- loge ein, voran das Hohe Brautpaar, welches die festiiche Ver- sczmmlung durch Verneigen begrüßte. Der Hohe Bräutr am trug; dre Uniform des Bonner Husaren-Regiments, die Hohe raut ein weißseidenes Kleid. Alsdann traten Se. „Majestät der Kais er und König, A(lerhöchstwelcher dre Umform- Seines Leib-Garde-Husaren-Regiments angele t Latte,. mri Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu S aum urg- Lippe an die Brüstung der Loge, huldvoll die Versamm- lung begrüßend, welche fich ehrsurchtSvoli verbeugte. Das Brautpaar nahm den EhrenplaYn der Mitte em, rechts,!)on demselben Se. Majestät mit der 'rstm zu Schaymburg=Ltppe, links Se.Durchlaucht der Fürst zu Schauxnburg=Lt pe mttJhrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Hemrtch vor) reußen. Die Übri en Fürstlichkeiten nahmen neben und hinter, den Aller- höch ten und Höchsten Personen Play. Zur Aufführung ge- angte Weber's „Oberon.“ Während der ersten Pause nahmen die AUerhöchsien und Höchsten Zerrsthaften im ConcertZaaxe den Thee ein, in der zweiten an e hielten Se. Ma estät. ebenda elbst Cercle ab._ Die Vorfie ung nahm einen guten. Verlauf und dauerte bis 111/, Uhr.
i i er der eisilichen 2c. Angelegen eiten hat unter em YerNYether an ;die Königlichen Ober-UZräfidenten und
Zn die Königlichen RegierunKS-Präsidenten je ein Exemplar
' Mer öchster Genehmigxmg Sr. Ma'eftät des IWF und ?iönig-s vom 13. Oktober d, I. m usshhrung de?- (im amtlichen Theile veroffenr11chten) Alierhochsien Erlasses vom 1. Mai 1889 an alle Komglrchen Regierungen und Provinzial-Schulkollegien yon ihm erlassenen, gleichfalls im amtlichen Theile veröffenthchten, _gllgemerrren Ver- fügung vom 18. Oktober d. J., betrenerzd dre weitere AUS- gestaltung des Schulwesens, und ]e em Exemplar des zugehörigen ersten Ergänzungsheftes „zum Seminar- Lesßb uch übersandt. „Den Promnzral : Schulkollegien ist gleichfä-ÜZ die erforderliche Anzahl von Exemplaren der vorgedachten aÜaememen Verfugung nebst der gleichen Anzahl Exemplare des ersten Ergänzungshests zum Semmar=Lefehuch behufs Ueberweisuhg an dre Lehrer: rind LehrerinnenSeminare zugegangen. WSLLLW' Exemplare ftir dre der Aufsicht der Provinzial-Sckgulkoüegren unterstehenden Taubstummen: und Blindenanstalten werder) demnächst fdlgen. Von dem Er.- gäszngshest zum Sermnar-Lesebuch smd 48 000 Exemplare hergestellt worden. WU? kommen auf dasselbe zuriick.
Dem Bundesrqth ist eine DSUksÖVift vorgelegt worden, welche den Beitritt Belgiens, Serbiens und Griechen- lands zu den auf der Verher Konferem vom 15, Mai 1886 WWW dem DMW?" R.Mb- Fra'lkrUÖ- Italien, Oesterreich- Ungarn Md der „Schweiz ZSÜqui-Znen Vereinbarungen über die onsichere Einrichtung von Exsenbahnwagen betrifft.
Heute traten die verchinigten Ausschüsse für das See- wesen und für Rechnungswesen zu einer Sitzung zu: sammen.
Dem Vernehmen nach wird dem Landtage der Entwurf eines Geseßes, betreffend Abänderung der Kir ch en 5; emeind e- und Synodalordnung fiir die Provinzen Preußen (Ost: und Westvreußen), Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen vom 10. September 1873, zugehen, wonach die von der letzten General : Synode vorgenommenen Aende- rungen des gedachten Geseßes die staatliche Sanction erhalten solTen. Diese Aenderungen betreffen die Befugniß des Vatrons zur Ernennung eines Aeltesten oder zum der- sönlichen Eintritt in den Gemeindekirckxenrath und die Rechis- gültigkeit von Beschlüssen der kirchlichen Gemeinde: und Synodalorgane.
Aus Anlaß der morgen stattfindenden Vermäh lungs- feier ist fiir die Garnison angeordnet worden, daß die militärischen Gebäude staggen und die Schloß: und Neue Wache in der Zeit von 3-9 Uhr Nachmittags den Parade- anzug anzulegen haben.
Eine Deputation des Husaren-Regiments König Wilhelm 1. (1. Rheinisches) Nr. 7, bestehend aus dem Commandeur, Oberst Synold von Schüz, dem Major von Wallenberg, etatSmäßiaen Stabsoffizier, dem Major und EWdronH-Cbef von Mühlberg, dem Vremier-Lieutenant von Weise und den SecondLieutenants von der Osten und von Vultrjus ist zu den Vermählungsfeierlichkeiten hier eingetroffen, ebenso eine Deputation des Westfälis en Jäger- Bataillons Nr. 7, bestehend aus dem O erst-Lieutenant von Vojanowski, Commandeur des Bataillons, dem, Haupt- Yannick von Bodelschwingh und dem Premier-Lreutenant
oed er.
Die Vorkehrungen zur beschleunigten telegraphischewVe'r: breitung der Thronrede vom 12. November haben sich 111 jeder Hinsith bewährt. Obgleich die Thronrede, deren Ver- kündigung ekanntlich um 12 Uhr Mittags hegann, ven dem Berliner Haupttelegraphcnamt zum größten Theil m voÜsiändigem Wortlaut nach einer Anzahl 'von Orten des In: und Auslandes mit zusammen nicht weniger als 89 514 Taxmörtern telegraphisch 'zu übermrttelu war, ist es ermöglicht worden, diese Leistung schon "vor ? Uhr Nachmittags ganz zu beendigen, ohne daß der gewohn- l1che, an sich schon erhebliche, Tages: und Börsenverkehr rrgend wie einer Ver ögerung unterworfen war. Zur Bewaltzgurtg dtkses regelmä igen telegraphiscben Verkehrs wurden, wre in früheren glei en Fällen, vorhandene Parallel- und geeignete Sertenlinien enußr.
In der Ersten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs: und Staates -Anzeigers“ veröffentlichen wir den heute, dem ZUM der Abgeordneten zugegangenen Ent wurf e r nes
ewerbesteuergeseßes. '
„ Ferner wird in der Zweiten, Dritten, Vierten und
unsren Beilage der dem Hause der Abgeordneten vorgelegte “Qntwurf eines Geseßes, betreffend die öffentliche VVlkssöhule, nebst Begründung veröffentlicht.
„Der Bevollmä tigte zum BundeSrath, Großherzoglich hessische Staats-Miniter Finger ist von hier wieder abgereist.
Der RWWVUUJS=Assessor von der Schulenburg zu Potsdam lst an das Königliche Ober-Präsidium zu Magde- burg verseF worden.
Der egterungS-Asseffor Chales de Beaulieu zu Magdeburg ist an die Königliche Regierung zu Stralsund verkehr worden.
Das Kreuzer-Geschwader, bestehend aus S. M. Schiffen „Leipzig“, „Alexandrine“ und , Sophie,“, Geschwader-Chef Contre-AdmiralB a l o i s, ist am .1 . November in Wellington (Neu-Seeland) eingetroffen.
Königsberg i.Br., -18.November. Die Provinzial- Synode nahm gestern, wie „W. T. B.“ berichtet den Antrag an, den Unterrichts-Minisier z_u „ersuchen, bei der bevorstehen- den Reform der höheren Schuten „dafür Sorge Fu trggen, daß der ReligionSunterricht namentl1ch in der ober len Stufe
der Gymnasien und Realschulen in keiner Weise benachtheiligt werde, sondern demselben die bisher zugewiesene Srellung überhaupt, wie insbesondere auch bei Zuerkennung der Reife, unverkümmert erhalten bleibe.
Posen, 18. November. Bei den gestrigen Stadt- verordnetenwahlen der dritten Abtheilung be- hguptetet], wie telegraphisck) gemeldet wird, die Kartellparteien, dre Freixinnigen und die Polcn je ein Mandat; ein Mandat verloren die Freisinnigen, um welches Stichwahl zwischen Karten und Polen stattzufinden hat. „
Die Provinzial-Synode ist heute geschlossen worden.
Breslau, 17. November. Bei der heutigen Stadt- verordnetenwahl in der zweiten Abtheilung wurden 1100) einer Meldung des „W. T. V.“ 7 Kandidaten der Frei- smnigen, 5 von der freien Vereinigung und ein Kandidat des Centrums, ])r. Porsch, gewählt.
Hechingen, 16. Novrrnber. Nach einem im „Amts- blatt“ veröffentlichten Erlaß hat der Finanz-Minister auf Verwendung der hiesigen Regierung für den Bereich der Hohenzoklern'schen Lande genehmigt, daß Brennereien, so- fern sie in einem Betriebsjahr nicht mehr als 100 ] reinen Alkohols erzeugen, von der Führung des Vrennereiregisters entbunden werden, daß ferner erwähnten Brennereien die gleichzeitige Benutzung zweier „Brenndlasen von dem Ober- Revisor widerruflich unter der Voraussehung gestattet werden kann, daß der Rauminhalt beider Vrennblasen zusammen nicht mehr als 200 1, bezw. bei ausschließlicher Verarbeitung Zotn" ?Leintrebern oder Weinhefen nicht mehr als 300 ] erag. '
Bavern.
Nürnberg, 17. November. Bei den heutigen Ge- meindewahlen wurden laut Meldung des „W. T. B.“ dre Kandidaten der deutschfreisinnigen Partei gegen die Sozialdemokraten gewählt.
Sackzfen.
Dresden, 17. November. Se. Königliche Hoheit der Prinz Georg, sowie Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz Friedrich August und die Prinzessin Mathilde sind, wie das „Dr. J.“ meldet, in der vergangenen Nacht nach Sibyllenort gereist.
Sackjsen-Weimar-Eifenackx.
Weimar, 17. November. Se. Königliche Hoheit der Großherzog empfing, der „Th. C.“ zufolge, gestern eine Abordnung von Vertretern der Gemeinden in den Herrschaften Blankenhain und Kranichfeld. Diese sind seit dem 15. No- vember 1815 mit dem Großherzogthum vereinigt. Die Ab- ordnung erfolgte, um dem Großherzog eine Adresse zu über: reichen, in der anläßlich dieses Gedenktages dem Dank der Bevölkerung für die Segnungcn, der sie sich Seitens des Groß: herzoglichen Hauses und der Regierung u c-rfreuen gehabt habe, und der Treue und Liebe, mit der Sie an dem Fürsten- hause hänge,Ausdruck gegebenwird. Se. Königliche „Hoheit der Großherzog ab bei dem Empfang der Abordnung jeiner Be: friedimmg 52er die dargebrachte Huidigung herzlichen Ausdruck. -- Se. Königliche Hoheit der Erbgroßherzog, har sich gestern zum Besuch Sr. Durchlaucht des PrinzenHemrich 711. Reuß nach Trebschen bei ZÜUichau begeben.
Der Leit längerer Zeit versammelte Rechnungsausschuß des Lan tages wird seine Thätigkeit Ende des Monats be,-
ließen. ich Bei den Wahlen zum Gemeinderath in der Stadt Apolda haben die Sozialdemokraten den Sieg davon- getragen.
Oldenburg.
(11) Oldenburg, 17. November. Dem Landtage ist der Entwurf eines Geseßes fiir das Herzogthum Oldenburg, betreffend Abänderung des Einkommensteuer:Gesehes, vor: gelegt, welches am 1. Mai 1891 in Wirksamkeit treten soll. Nach demselben soUen fortan inländische Aktiengesellschafien und Kommanditgesellschgften auf Aktien sowie inländische eingetragene Genoffe11schafte11, , welche nicht die ihrem Zwecke entsprechende Thätigkert stamtenmäßig und that- sächlich auf den Kreis ihrer Mitglieder beschränken, der Einkommensteuer unterworfen werden, und die nach dem Gesetze von 1804 nicht schon allgemein steuerpflich- tigen auswärtigen juristrschen Personen, Korporationen, Stiftungen und Gefellschaf1en auch dann der Einkonnnensteuer unterliegen, wenn ste im Herzogthum belegene Grundstücke oder Handels: oder gewerbliche Anlagen nur in Folge Pachtung oder eines sonstigen, nicht auf Eigenthum bc- ruhrnden RechtSULchält1Usses _bcwrrthschaften oder betreiben und daraus ein Einkommen von ]äi)1[1ch wenigstens 150 „W beziehen. Der Artikel 2 des Gesetzentwurfs setzt den neuen Steuertarif fiir das Gesammteinkommcn der Steuerpflichtigen fest, nach welchem [chtere zur Stufe 1 (1116 ausschließlich 225 «W) mit 1. «FQ Jahressteuer, zur Stufe 41 (von 31500 bis ausschließ- [ich 33 000 „M) mit 945 «jz Jahressteuer und für jede 1500 „15. Einkommen mehr zu einer nächst höheren Stufe mit einer ferneren thessicuer von je 45 „15 veranlagt wcrden „1011813. 12 untersten 10 Stufen des bisherigen Tartfs „smd “unverändert beibehalten und dieser Tarif ledialrck) dahin geändert, daß für die Einkounnen von jährlich 3600 „46 ab aufmärtsfder ]th bei 8000 «kk: steuer: barem ahreseinkommen'das Maxnnum von 2Proz. erreichende SteuerZaß ganz allmählich .und mit immer klemer werdenden Schritten weiter anstergt, bls er her_30000-31 501%“, ficuer: baren JahreSQinkonnnens, als demjenigen Betrag, welcher in den Fürstenthümern Lübeck uzrd Birkenfeld annähernd als Höchst- einkommen erscheint, rmyrrzdgthum aber zur Zett auch nur von einigen zwanzig Steuerpßrchngen iibersirexen wird, den höchßcn Saß von 3 Proz. erkélcht-_ Diese a mähltcbe Steigerung, welche beispielsweise bei omenx steuerbaren Einkommen von 5100 „xz nur 2 Proz., von 8500 «46 i_mr 2,30 * roz,„ bei 18200 «16 nur 2,50 Proz., der 21750 .“ 2, 6 Proz., bei 30 750 „46 2,98 Proz. heträat ,_ er cbeint wie die dem Gesehcntmurf bx'img'elwncn__„Motwe emer en, durch die allgemeine höherc Belsiznwssabmkext der höheren Ein- konunen'steuerklaffen goreckztsertmt sowie durch den ver: hältnißmäßig erinncrou Druck der indrrekten besonders der an die unentrchrlichmt Lebensvedrlrsuiffe geiegterr Abgaben, aux die sich größerer Einnahmen Erfreueuden motmirr;
Den Antrag dos vorigen Landtages auf eine Munny: des Einkommensteuergesehes imSinne dcr Entlaßmm der geringen und der entf rochend höheren Belastung der größeren _Em- kommen dem end, so hat dir“ Staatsrcmomrra die Entlahmrg der geringen Einkonmwn 'm smcékmäszigcr und wrrkxamcwr Weise.,
als durch geseßliche reilassung bezw. Ermäßigung der niedrig- sten Einkommensteuerxrziufen, durch eine Au f hebu n'g de ; V o [ks- schulgeldes und Uebernahme „desselben auf die Staarskasse herbeizuführen geglaubt, und ist em entsprechendes „Geseß filr das Herzo thum aucb bereits am 5. Marz _1888 publmrt, wahrend ähnli e Gesetze für die Für enthümer ]th ebenfaüs in Aussicht enommen sind, Durch iese Maßregel duthe gerade den zamilien mit geringem Einkommen und me reren Kindern im Allgemeinen mehr Erleichterun erwachsen, als durch den theilweifen oder gänzlichen Erla der Emkornmensteuer,_ zu welchem überdies -- wie in den Motwew werter aUSgeführt wird - auch das jetzt bestehende Emkomrnensteuergesecß Handhaben bietet, von denen 111 der Praxis deth an bisher in auSgiebiger Weise Gebrduch gemachi rst, und deren weiterer Gebrauch den Schaßungsxausschirffen _auch noch besonders empfohlen werden kann und soll. Dresen, den einzelnen Steuerpflichtigen "je nach seinen besonderen Verhältnissen zu veranlagen oder fre1zulaffen estattenden gesehlichen Bestimmungen gegeniiber wurde em Ge 68, welches dre allgemeine gänzliche rerlaffung sämmiltcher Steuer- pflichtigen bis zu einem be irmmien JahreSerhkommen ge- bieten würde, zu recht bedenklichen, Ergebmffen fiihren, indem es insbesondere neben den w1rkl1ch Zahluhgsunfährgezt auch viele steUerfrei machen würde, dre, wre z; B. dre ganze Reihe der bei Dritten in Kost _und Wohnung stehenden und deshalb durch die allgemeine Vertheuerxmg des LebenSunierhalts wenig getroffenen Pflichirgen. rehr wohl und ohne jeglichen Druck zu den S_taatS- und Kommunal- lasten zu ihrem Theil beizutra en rm Stqnde sind. Dazu kommt, daß auch kinanziell so che allgemeine tri höhere Em- kommenstufen aufsteigende Freilassung, besonders in der Werter- wirkuna auf die Gemeindesteuerlast, nicht unbedenklich erscheint, und daß sie ferner auch nachtheilige, eintretenden Fall!: wohl nur durch entsprechende Aenderung der Gemenxdeordnung zu beseitigende politische Konsequenzen in Betreq des „durch ununterbrochene Mittragung der Gemeindelasien bedingten Gemeindebürgerrechts nach fich ziehen würde.
In dem dealeitenden Schreiben an den Landtag wird be- merkt, das; die Staatöregierung weiterer Erwägung vorbehalten müsse, ob demnächst eine weitere durchgreifende Revifior“. des Einkommensteuergeseßes nothwendig erscheine; zur Zeit erachte sie es bedenklich, damit vorzugehen, da manche grundsäßiichen Fragen noch nicht wissenschaftlich geniigend abgeklärt seien, zumal auch sich noch nicht Übersehen lasse, wie sich die Sache in Preußen, wo die Dinge in voUem Fluß seien, gestalten werde, es aber doch wünschen6werth erscheine, bei definitive): Umaestairung unseres jetzigen Gesetzes mit der Einkommensteuergesesgebung des größten und benachbarten Bundesstaats, wie bisher, so- weit die Verschiedenartigkeit der zu beachtenden Verhältniß: ,es gestufte, in thunlichster Uebereinstimmung zu bleiben. * ““'
Anhalt.
Dessau, 17. November. Ihre Hoheiten der Herxog und die Herzogin sowie SL._ Durchlaucht der Van; Eduard find gestern von Berlin hier wieder eingetroffen.
Reuß ä. L.
+ Greiz, 17. Novemder. _ GesierwNach ' , sind Ihre Durchlauchten der Fürst und die Fiirrrin nach erlin abgereist. Im Gefolge (wänden sick) die Hordame Fräuiein von St_ietencron, Hosmarscbal! Freiherr von Tißenhofer Md der per1önliche Adjutant Rittmeister von MüUer.
Reuß i. L. Gera, 17. November. Gestern farrd hier in MMw-W
Sr, Durchlaucht des Fürsten die feierlrcde Weihe der dem hiesigen Landwehr-Bataiüon verliehenen Fahne fwrr, IiaÖdsm durch den Kirche11:Rath Barth die Fahne rihgriegnrt DU“, schlug, wie die „Ger. Ztg.“milthei1t, Se.. Turwiauärx dcr: ersten Nagel ein; ihm folgte Se.Turchlaucht der Erdprim M:: sämmiliche Offiziere nach Rang und Dienstaitsr. Dass VaraiM-n rückte dann wieder auf den Pius, nahm die Gewrdre ix; die ÖMZ“. und unter präsentirtem Gewehr nahm Se Turkhiaurd: drr Fürst das Wort, die Mamnsckzaftrn zur Treue m:. ZUM
ehorsam ermahnrnd. Hierauf ergriff er die Fadnr. TM.“: reichte sie dem OdersrLdntenam vom Veterédorii, MLM: *";e dem Fahnenträger übergab. Nunmehr rückte das LRir-KBYZFM nach der Bahnhofstraße und nahm am Unken FUNK! drr ““Dr.-77:7";- mmmschaften Aufstelimrg, Nachdem NMUN“. WITÖZZK. schritten der Fürs: und der Erdrx'xz zi.- IM:: ab. Als sie vor die Mixte germmrxr, kWÖU Max:? Schilier ein dreifmhes Hoch auf So. Tarcdlzac'é; «:::-k.. “7; welches die zahlreiche Mungo judcxnd di::srwxmx N.:Mrrx Gewehr iiber genommen, wurdc 110837723er :*:“Erryrxrß U??? S.- Durchlaucht brachte ein drcifacdss Hurrad „23:27 S:“. M:;er. den Kaiser aus, das judemd ÜUWOTTTLTÉMWT war:». ITF;- dann nahmen die dddcn Hcrrswaiten „mz 79.5765 F;:“rch I;,» stellung und cd cridlgtr r*.x'. V.".MJOTTLJWÖKLT“. §;::*:*M.:_
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