1890 / 278 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 18 Nov 1890 18:00:01 GMT) scan diff

e rundia e für die Shullast bilden; denn bei der YFYFFJÄF e :?; HNL bei der Beschränkung in ,der wirth- schafjljchen Benutzung des Grund und Bodens und tm sonstigen Erwerb bei der damajjgen Beschaffenheib dex Verkebrömtttel bildeten, die Hansväter jedes „Orts eixe tn" xbxer Zahl und Leistungskraft wie im Umfang 1brcs Schulbedursmsses nur sehr gerin em Wechsel unterworfem, mit (Grund und Yoden fest der_- knüp te Gemeiiiscbaff- Dis Theilbnrkeit der Grundstucke, die reibeit

5)“ run dsr Verkehrsmittel, u_nd vor 21 cm die YÜYLZZKUZÜFZFTYLdin? Lande wie in den Stadtkn die stabilen

.Ibäiersozictät bisxitigt. _Anfiedelungen, Industrie, Verijkjiikiiliéxkiieeki Ykriikiiiiitücke an AUKTwärttge, §Zlkiiengesxllschcxftcn mit ihrer unpersönlichen Natur verändern schnell und bedeutend das wirtbscbaft- liche Bild der (Hsmeinden. Die bloß petsom'iie Bksieuerung vérmag

.:., ' ' ändenUm so wsnigorzu genügen, als danxben qualrtaiiv 2355555 SSSSSSSS «„S-SSS S..... «. ,...,)... hieraus obne Weikerks dcr Axiich1Uß dcr Schuiunterl)-aitung ait die burger- lichen (Hemsindén- dkkéii Bestciicnmgßiysteni dcn heutigen Wikib- s(baftlicbcn chbältnisscn g8w0chikkl ist., Eine große Yinzcibl bon Städten und Laxidgcmcindkn 111 UUch bisber [ÖM “Us freier Elif“ schließung hierzu iibsrgegaimkn. _Wo fick fick) ablebiiknd gegeysdiese EntwickelUng NMUN], [aiimidich-denkcn ziim deil auf reitgchm Gebiet, Das Sbsicm der Sbiixtat gksiqitkt die Einrichtung be]o:idercr konfessibneller Vcrbändk und fuhr? damit engere Beziehungen zwxscbeii dem konfessibnsiisn (5115811198 dcr Schme und don Schuinnterbaitun'gs- pflichtigen bcrbci. Aber dieicr Guini) sikbt der Neuregelung nicht entgegen, da dcr kOnfc-MMWUA Cbaraixer der SÖUlL durch die Kommumaii'firimg gar nicht geandkrt Wird, im Geaentbeil'die VN?" affunssmäßigé Yxsrückfiäytrgung dex koyfessidnkllsn Verbaltmsic aack)

.voxlis-„imidcn Gsscyeniwurf »]Yivabrleistet isi. , _

chifelbair könnte is ersckiéinen. ob in dir That die biirgeritckien (Gemcmdzß bci drr gkringrn Ciiixvoi)zic'rzabl vrcl'cr Landgemeinden a'uck) bei Zusammenfaffimg kleinxrkr [an'211chkk'(GL'MLl115J-Ni und (Yitisbcztrkc zu cmsm ngLikiiämCU Scbzilbczirk [etstungßfabige Verbcinde dar- ßeilen, ob "iO? bielimkbr die höheren kommunalen,(851521151: der Kreis, dic Prbwinz, odir gab der Staat, die Schuilast übernehmsn soUTLU- Indifz würde dies bei ch'agung aUcr Umstände nicht zweck- mäßig erschwinkll-

Eincrssits iikgi bei dcr Uebkrnnbmk dark!) großere Verbande die Gefahr einer gkncralisikcnden- 1schablom§anitcn Bcbaridlung der An- gelegenheit skbr WWS. Dic Bleigestditigke'tt dcr biilichen Bildungs- intercffsn würde 177158: zu Wenig beriicksichtmt werdcn.

Es würds 1131 dcr Uebernahme dec Schullast auf größerk Ver- bändc auch das Interesse der Näciziibeibeiligten an der Volkssckmle selbst sich birminde'rn. Der Erfolg in Crziebnng und Unterricht ist wesentlich abbäniiig von der Tbeilnabme und dim Verständnis; der (Eltern für di? Schule, und ibc Interesse wächst naturgemäß mii ibrcr Betbkiiigung an dex Verwaiinnq des Schulwcsen5.

Gerade dicse Theilnabme der nächsten Jmieresfentcu dorbürgt auch am Besten cine wirthscbaitiickxc und spariame Vkrivaltmig, die bei den heutigin crbsblicben Ynfordcrnngen auf öffcnilick) rechtlichem Ge- biei noch iibtbwendiger ericbeint als je.

Emdlick) Werden die Bedenken gegsn die Leifiungsfäbigkeit der kleinenKommunaleinbeitcn beseitigt durch die crbcbliche Beibülfe, Welche der Staat in den chtin Jahren insbesondere in Folge der Gc- seße vom 14. Juni 1888 und 31. März 1889 zur Erleichierung der Volkßsibullasikn und in Folge des Pensionägescßes vom 6. Juli 1885 leistet, und nach dcn Bestimmungen des Entwurfs künftig in noch Weitérkm Umfang leisten wird.

Gerade diese gesteigcrte Untersiüßung dcs Staats erleicbtert die Unbcquemlidbkeiicn, Weiche natargemäß mit einer Umgestaltung der Schuilast und ihkkk Uebertragung auf die kommunalen Verbände der- knüpit isi. und läßt diksk Maßregei iin ngLiiWäktigLi-i Augenblick an- gezeigt ericbeinen.

Der Entwurf wiÜ daher in Uebereinstimmung mit den Vorsciirif- ten dcr Vérfassungsurkunds die Schuluntcrhaltung den bürgerlichen GéMkiUdéii Übertragen und stellidcnsclben die Gutbbkzirke, wie fie fich bauptsächlikb im Osten der Monarchie finden, gleich.

Die geringe Einwohnerzahl dcr meisten Gutsbkzirke und auch vieler Landgemeinden gestattet es nicbt, übsxali eigene Schulen anzu- iegcn, Dazu kommt die konfessibncllc Misch11ng der Bevölkerung, welche die bi-clfach wünsckxnöweribe Eiiixicbjung konfesfionelier Schulen für jede Gsmeindc noch mehr ersébwcrt.

EI wird daher in vielen Jäiicn noibwendig sein, mebrere Land- aemcindsn odcr Gutsbezirke zur gcmeinsamen Unierbaitxmg cincr Sibnie zu kaé'iiiigTU. Es kann sich auch empfehlen, dcrartige Ver- bände 7,11! Errichtung und Unterbaliuug mehrercr gemeinsamen Scbnien zu bilden. Z. B. ddr Ort 11 Hat eine evangelisch, 13 eine kajbbliiche Schult“, die Yvansciiscben Kinicr aus () smd nach 11, die kaibbliscbsn nacb 15 eiiigeichnit. Hic'r wird Eine Zusammenfassung der drei Ge- meii'dM ziir Unicrbaitmxg der bcidcn gemcinsamcii Schulen zwcck- mäszia LkiÖLiUU-i.

AW) sonst kann die Viidum] dérariigir größcicr Vsrbände angezeisxi sein, um dix:LLiiiUUinäiÜgilii dcr Biibciligten zu steigern.

Im Einzelnen läßt fick) die Notbwcndichit der Vorbandsbiidung nur nacb den besondsrcii thatsäcbiiciWn VUbäitniffen beurtbsilen.

Der (Hitmiirfgiebt nUr dic Möglicbkcit dci: Errichtung und die Normkn iiir ihre Begründung und Organisation. '

Dis Uebertragung der Schiillast ÜUf die bürgkrlicben Gsmeindcn und Gutsbezirke, wie fie in den Provinzen Oj't- Und Wsstpreußen durch die Schulordnung vom 11. Dezimber 1815 angeordnet ii-t, bat sick) durcbans bewährt; nur die Bestimmungen über dic Vertretung der (Schulen und die korporaiive Auchsiaitung dcr Vsrbända bedürfen der Fortbildnng.

Wcrdcn bikrnaÖ dic bürgkklickicn Gemeinden, (Gutsbezirke und Schuivxrbände zn Trägern der Sebtiliast gemacht, so empficbit es sich, dieselben zngleici) zur (Grundlage der Sibitlbczirke zu machen, un_1 „die im Gkbikt der Verwaltung wie der Schuiunterbaitung gleich- maszig lästige Durcbskbnciduug dcr Grcnzin der politischen Gemein- wesen zn varmeiken.

_ Der Entwurf gebt bisknaci) von der chcl der Identität der Koinmnnal- Und Sebulbeznke uns und trifft im Einzelnen die Vor- schriften in den

§§ 27 bis 36 1":er Sckiulbezirkc,

J. 37 bis 52 über Aufbringung der Scbullasien,

W". 53 bis 82 iiber die Verwaltung der Schulangsicgcnbeiien in dcn Gemeinden (Gutsbkzirken, Schulverbänden).

Schulbezirke. Schulderbände. §. 27.

' Dch§., 27 sitzt fest, das; jcdc Stadt ibrin cigenen Schulbeziik biidet. Städte bach überall ihre Eigenen Schulen, und bei dcr Eigcnortigkeit dcr städtisckocn EUUVickkiUnj] empfiehlt sich auch ihre feste Vcrbirnidung mit ländlichen Bézitken nicbt. Soiite solche in be- sondefrcn Fallen. wclche in dsr Regel mehr einen Uebc:gang zur Ein- getzxemdungbiiden, erwünscht krscbeincn, so ist einstweilen eine aast- weife Zuweisung chen entsprechende Vergütung zulässig. Die Schui- verwaltung dir Stadjgcmeinde soll dadurch ihre Selbständigkeit nicht verlieren.

§. 28.

Der ' § 28 virordnei, das; Landgemeinden und Gutsbezirke enitvedex'ibri'n eigenen Scbulbczirk bilden oder zu einem gemeinsamen Schulbszirx (Scyuiderband) verbunden Weiden, Die Bilduna der E_chuldcxbaiide wnd_sich dcn bisherigcn Organisationen anschließen m1t denjxnigen Modifikationen, Welche die Durchführung des Kom- muyalvrinzips krfdrderiick) macki. Nack) Inhalt der Ueberganßs' bestimmungen 202) ist Sorge getragen, die'. Biidung der Bezirke schon dor_ dem Ixikrasttrxten des Gesetzes vmzubcreitcn. Soweit btetnaä) Echu1viibande_mcht eingericbtct werdcn, bilden die Land- YYYFM UFZ) t.??ßiLbeztrkéeréibft Gesetzes _ ebenso wie die

_ ren eigkncn u e ir , o 1 ' = sonderen Erklärung der Behördenz bedarf?1e daß es bierzn einer be L. 29.

Der §. 29 bestimmt über*dic Organisation der S ulverbände

Soil in denselben ein selbständigks Leben sich entfalten, FY müssen sie

korporative Rechte besißen, nicht nur eine Vereinigung selbständiger Korporationen darstellen, Um dies korporative Leben zu stärken, soll bei der Abgrenzung auch schon äußerlich, soweit als möglich, auf die Uebereinstimmung mit den (Grenzen der sonstigen nachbariichen Ver- bände Rücksicht genommen werden.

Aus demselben Grunde soll jede Landgemeinde (Gutsbezirk) nur einem Schulverbande angehören dürfen.

_ (Es cntspricbt dieser Vorschrift und wurde bkreits erwähnt, daß die _(Hrenzcn der Schulverbände fich mit denjenigen der Land- gemeinden decken. §

. 30.

Der §. 30 regelt das Verfahren für die Bildung, Aenderung und Aufiöiung der Schulverbände.

'Der §. 18 bird. !( der Jnstrukiion zur GesÖäftsfübrung der Regierung vom 23, Oktober 1817 (Gescß-Samml. S. 248) überträgt der, Bezirksregierung die Befugniß, ohn? höhere Genehmigung Schul- sozieiaten einzurichten und zu vertheilen, wo die Ortschaften es wünichen oder Lokalumstände es nötbig machen.

In Uibereinsiimmang hiermit verordnet der §. 49 Absaß 3 des Gsieyes über die Zustämdigkcit dsr Verwaltung» und Vcrrvaliungb- gertchisbxbbrden vom 1. August 1883 (GI-esc -Sanmi[. S. 237):

.Die der Schuiauisichisbkböcde nacb aßgabe des (512121325311- sixbende Bsfugniß zur Einrichtung neusr oder Tbeilung Vorhandener Schuisozietäten bieibt unberübrt.“

Nach den staiistiscben Ueberficbien (Preußische Statistik Heft 101 S., 35) gab es 1886 im Preußischen Staai 53 722 ländliche Ge- metndeeinbeiten mit zusammen 30 298 Sebulén, sodaß aiif jedi: Gcmeindecinheit 0,56 Scbixlen entfielen. Dieses Verhältniß war in den einzelnkn Jabrkn und Bezirken sebr Verschiedkn und schneüem Wechsel untexworfen. Z. B. stieg der erwähnte Prozentsatz vom Jahre 1882 ab im Regiekungsbezirk Königsbkrg Von 036 auf 0,38, im kaiierimgsbezirk Miinsisr von 1,63 auf 1,85, fiel im Regierungsx bezirk Schie§wig von 0,80 auf 0,78, im Regierungxibkziri? Düsseldorf bon 1,93 auf 1,83. _ Im Jahre 1882 bestanden 29711 Schulortc, von denen nur 12692 lediglich Kindsr aus dem Ort:* hatten, während nach 17 019 O:“tc-n Kinder von aukwärts kamen.

Zabbund Wechsel der Schulbezirke machen es Hiernach notb- wendig, die Entsibeidung iiber die Einrichtung in die Hand der mit dcn örtlichen Verhältniswn Vertrauten Bezirksregierung zk! legen. Bei der Konkurrenz der sonstigsn kommunalen Jntkresien erscheintindeß eine Mitwirkung des Bezirköaußschuffcs gcboten, Welchem nach den geltenden Kommecnzbestimmungen eins Weitgehende Zuständigkeit auf kommunalem Gebiet zugewiesen isi. Bei einer Meinung?;versÖiedan- beit beider Behörden, sowie beim Wideri'prUck) der Bctbeiiigicn ist der Ober-Präfidcni aus dcnseleti1 Gründen di? JLWiLsLUL Instanz.

Der §. 31 sieht bor, daß die Schulverbände fich nicbt nur änßer- lich mit sonstigen kommunalen Verbänden dcckcn, soiidern auch völlig in dieselben aufgeben können, Wenn dies im Interesse einer Berkin- facbimg dcr Verivaliung oder sonst zur Stäriung und Entwickelung des kommunalen Lebens ziveckmäßig und mit den Interessen der Schule Vereinbar isi.

Derartige Verbände bssiebcn schon jetzt in einigen Provinzen, so in Westfalen und in der Rheinprovinz, und sollen nach dem für die Umgkstaltung dcr ländlichi-n Komrnunaivcrbäliniffe in den öiilich8n Provinzen bcsiebkndcn Abficbien aucb hier ins Lkbcn gerufen Wkrden. Die Verschmelzung wird hier besser von dem mit den kommunalen Angelegenheiten vertrauii'n BezirkbaubsÖuß in die Wige geleitei, kann aber nur im Einvernehmen mit der Schulaufsicbisbebörde erfolgen, wcil die Organisation auf die innere Einrichtung der Schulen zuriick- zuwirken geaignet ist.

Derartige Verbände unierliegcn im Uebrigen dcn über Schul- derbände gegebenen Vorschriften. Sie haben die Ritchie Und Pflichten der lcßtcrkn, ibrc Organe die Befugnisse und Obliegenheiten dec SÖUchbMdekgkmo. Sie sichert unter der Aufsicht der Sch*ui- auffickyisbebbrde u. s. f. § 32

Der § 32 bkgrcnzt die zivangsiveise Bildum; bon SÖUiVUbäUdM auf den Fail dcr gemciiifamxn Benußung dir SckWiLli durch die be- ibeiligten Landgemeinden (Gutsbezirke). Es soll als:; ausgeschlossen s(iki, Gemeinden mit eigenen Schalen lediglich ziim Zweck einer Steigerung ibrer Leistungdfäbigkeit oder aus foni'iigkn Rücksichikn mit 9111011de zu vkrbinden,sofern die Beibeiiigien nicht damit einderstanden sind. Diese Vorschrift findet auch Anwendunxi, Wknn Kommunal- berbände zu Schulderbändcn erkl§äri)werden sOULN.

. 53.

Der §. 33 bildet das noibwcndige Korrekiiv gegen cinzilne Un- zuiräalicbkeiien, Wklche fiir die (meeinden (]Uf dem Eisbiets der Schule aus der strknsicil Turcbfübrung des KNUWUnÜiPiinZiPT [ck21 der Bildanq dir Schulbiziike kutsieben können. Bei dir [ang- gésirccktcn Lax]?- mancher Ortschaften kann es zum Beispiel Vorkommen, daf; einzclne Theile der Schulc einer bcnacbbartsn Ecmeindq erbkblick) mibcr iimicn, als der OrtbsOule. Ami) befinden siä) nicbt *,citen Ko- lonie'n, Yiiiblcn und Jnsibäuscr außcrbaib des räumlichen Zuiammen- bands mit ihren Gemeinden. Hier soil die Möglichkeit gcgcbcii werden, die Kinder aus diescn Tbeiicn sämmiiich oder bei konfessionciier Einricbtnrg der Schalen dix betreffsnd-n Koni"?!fionSvsrwandtcn der benacbbartcn Schule :.UzUWkiiLn. DaSseibe Bcdürfniß kann auch bei ganzen Gemeinden für einzeln: 11:11errichibfäch-'r Vorbanden skin, z. B', Um fiir die konfessionclle *.),iiindkkiWit die Ecibcilung cines ordnungßmäßigen Religionsuntercicbis za ermögliébc-n.

Für die gastroeise Zurvc'isung ist von dcrikniiikn Gemeinde, wéiicbcr di: biireffcndcn Kiiidec angebbcev, cine VergütuW zu Skit- ri Ten.

In déi" Verwaltung des Schulwesens durch die Gemeinde der- jknigen Sckiuie, weicher Kinder in dieser Art übklkViLikU find, soli dadurch nichts geändert Werden. Der Schuiborstand prüft auch die Versäumnisse dcr gastwc-ise überiYieschcn Kinder (§. 91).

„5 Zi.

Der § 34 sicbt die Möglichkeit der Einricbiung von Schul- besuciisbezirken vor, wie solchs besonders in größeren Städten mit einem cnxmickelien Sckwiwesen notbwendig find. _

Daß dabei den örtlichen Bedürfnissen und berechtigten Wünscbcn ddr Betheiiigien in angemessenkr Weise entsprochen wird, soil durch die Zuziebung der Sobalvorsiänds bei der Veschiußfasfung gewähr- icisiet Werden. 35

§.

Dcr §. 35 giebt dcn Eltern und ieren Stciivkrireicrn die 21153“ lichkeit, ihre Kinder in eine andere Schule zu schicken, alk; iudiliszlliix', welchcr fie zugcwie'sen sind. Es kann dies aus pcrsbnlicch (Griinden wünschen8wektb erscheinen. Voraussetzung ist , das; ch Bor- siand der betreffenden Volksschule, weich2 rack) Wunikb, der Eltern von den Kindern bLsUÖt wcrden soil, der Au] nabmc znsiiiiinit; sc kann auch, Wenn die Kinder einer fremden Gemeinde angeboren, die Zulassung Von der Entrichtung cines Von den bctnifcnden Citcrn zu zabiendxn Schulgcides abhängig machen, sei es, Weil er bkiOsxdiL Einrichtungen fiir die Kinder zu treffen hat, oder ihm sonst Kosten, z. B. durch Abnußuug dcs Inventars, erwachsen, over; will er eine antbeiisweise T_„xagung der Schuluntkrhaitungskostcn fur die fremden Kinder angsmynen findet. ,

Dic Festseßunq der Höbe der Schulgeldsäßc sol] kvie bisher nach §. 181113. 1 der Regierungsinsirukiion vom 23. Oktober 1817 der Gencbmigung der Schulausfichtbbebörde vorbeba'ltkn bleibe,» ,

Der Lehrir ist auf Schulgcld nicbt angewieién, WMW? fließt vielmehr zur Schulkasse, , „_ ,

EntstehtSireit darüber, ob eine Gemeiiide bereckyitgt ist. ein Fremdenicbulgeld zu erheben, z B. bei Meinunßsversäpködknbeiicn dariiber, ob ein Kind als fremdes anzusebezi ,ist, „10, ioilen darüber wie biébcr nacb §. 46 des Gescßes über die Zusiandxgkett der Vex- Wc-ltungs- und Verwaltungsgericbisbebörden. vom 1. August 1883 (Gescß-Sumnü. S. 237) die VLUZFTUUJSJLTLÖK entscheiden.

Der §. 36 bestimmt über dré Reßelung der Vkrmösxénsverbältnisie bei der (Einrichtung oder Veränderung der Schulbezirke und schließt sich an die analogen Vorschriften des Geseßes vom 1. Angust 1883

. !

§§. 2, 8, 25, betreffend die Zußiändigkeit der Verwaltungs- und Ver- waltungögericbtsbehörden (Gese -S. S. 237), an.

Im Einzelnen lassen sick) ier keine weiteren Grundsäße für die Entscheidungen der Beschluß- und VerwaltungsgeriwiSbebörden auf. stellen. Es ist das Sache dir Billigkeit und des freien (Ermrffens.

Es soll (1er nicht nur eine Außeinanderscßung bezüglich des vor- Handknen' Vermöxens und der Schulden, sondern auch eine Atisgleicbung der„eiwatgen besondcrkn vermögenßrecbtlicben Vorjbeile und Nach- !betiexxfolgkn können, welcbe aus der Bilduna der Schulbezirkeiiir die Beibeiltgien erwachseg. Es muß 3. B. die Möglichkeit gewahrt bleiben, ,einzelnen zu Schulberbänden zu bereinigenden Gemeinden und GuthLinken, weiche besonders erhebliche außerordentliche Lasten, naMé'ni'llÉ) fu; großere Schulbauien, entwsder unmittelbar Vor der Vereinignuxg ubernommen babén oder alsbald nach dem Zsitpnnit dcr- selbxn batten ubernrbmcn miisienn, entsprech6nde Vergünstigunaen zn TMZ! We'rdenFu lasixn, od-Ir Präzipualleislungcn aufznerlkgrn. Selbst- vcrsmndlrch durfen dieselben nich! dauernd aiifcrieqt wcrden. Aehnlich kann einem Schulverbande, weicher durch das Ausscbsiden ciner (G:- meinde kine_ besondsre Erleilhterung seiner Lasten crfäbkt, eine be- sondcre Leistung fiir die Erfüllung der dem benachtbeiligtén Schul- Verbamd obiisgkndcn Pflichten zugemxxtbst werdcn.

Aufbringung der Volkssémllasien.

§- 37.

Dkk §- 37 spriÖi den allgemeinen Grnrdsaß fiir die An briiiiUU

dcr Schallasien aus. * i 3 8 . 38.

§ Dcr §. 38 beseitigt _ dm Vorschrificn der Vcriaffungburkunde entsprechknd _ das n0ch zur CFLYW ixclangende Schalgeld. . .).

Dcx §. 39 ordnci die Aufbringung der Lasten in Einzelgcmcinden und schlreßt bier die Erbebung ciner besonderen Sebuistcuer ans.

§. 40. b _kar §. 40 regeii die Aufbringung dcr Schuiiasicn in Guts- ezxr en.

Die „BeitragsdfiiäÜ dcr Großgrundbesißer zu den SchUilasien bc- rubie, ww Yoben ,dargcsteiit ist, bißber auf sebr verschiedenen Rechts- titeln (grundberrhiben, gutsberrlicben, Patronatiscbkn).

Die Dmxiimcn in Schlesien Tragen fiir dic (Gutssckmlcn fast die (i_anze Last, inc andere cin Drittel der Besoldung des Lebrxrs, boi Bauikn nack) der Bestimmung der Régisrung.

, Jn Ost: Und Westpréußen haben die Grundberren für das Scbulbcdürfmß dec Anwobnsr za sorgcn, soweit dioxse dazu nicbi im Stande sind; in dcr Reacl tragen sie bis vollen SQUllaiien wie die LMWJCMÜUÖM. Dcr Gutsbsrr bat gewisse Bauverdflicbiniigen.

. In dem [andxecbiiichcn Gebiete (Pommcrn, Brandknbnrg, evan- gelische SÖulc'n m Schlesien, Posen, Sachsen) mus; dcr (Gutsherr bei Bgutcn dis aiif dein Giite géwomicnen Yiaieriaiien Hergiben. Von einer,.Heranziebung zu den Subsidiarbciirägen fiir die Lebkcr- beibldung ist in den lcizicn Jahren zwar abgesehen worden, indesien 52213be tncici) dxr Vikch11pcechimg der Gerichisiobfe die Vcrpflicbtunß no or.

„Der Eninrf 43651 von dem Grundsatze aus, daß in Gutsbezirksn zunachst der Befißer des Gutes die Schullasien in derselben Wcise wic andérq bffentiicbe Lasten zu tragen hat.

Die KreiSordnungen fiir die einzelnen Provinzen sprechen es (1115, das; „für dcn Bereich eines selbständigen Gutsbezirks der Befißer dcs (Guis zu den Pf11chten und Liisiungen verbundkn ist, welche den (He- mxinden fiir den Bereich ibres Gittieindebezirks im öffentlichen Inter- esie gesetzlich obliegen“ (z. B. Kreisordnung für die östliÖSU Provinxen dom13. Dezember 1872 €*. 31). Ebknso verordnet das Gesetz, bc- treffend die Aubiübxurm drs Bundksgeseizcs über den Unterstiiyuugs- wobnfiß vom 8. März 1871:

„§. 8, Die Gutsbesißer haben in den Giiisbszirken die Kosten der öffMÜiOLn Armynpfleae gleich den Gémeindcn zu tragen..

Steht der Gutsbezirk nicbt aubsébliefilici) im (Figcnibmn dcs Guisbii'ißers, so ist auf dissen Amira» ein Statut zu erlaijen„n*elches die Auibxingung der Kosten der öffentlichen Armenpfiege t11,_dém (Gutsbezirk «?ndcrweii regklt und den mit bcramuziebendsn GWUdbkiiHérn oder Einwdbncxn eine entsprscbende Beibeiiigung bfi dk-k Verinitnng der Yrmeupflcge einräumt. Das Statiit m_uß bit1s1cktiich DC]; Regelung der Beitragspflicht dcn gcscßiiciwn, BcikUUMUWi'U Uk)?! “NZ Virtbeilung dcr Kbmniunallasicn in dyn ländléle Gi'mßmkgkli 7,016?"-

Dcr Eüjwmf giwäbrt in äbniicbsr Wciic dic YioiiilCiIkllt sitzer dcrartigeti statutarix'ckékn Rcaclung, MixLOAÖLiOUdAZ „da „MWMÄ sein wird, wo dic Heranzisbunq dcr BWGZ, VM ?MNÜÜWM- industrielisn Etablissements , odcr ker lkiklikliki)?" MUMM Lk" wüxiscbt ist. ,

EI ift iiiÖi QUZULUHMLP, dcis; dura.) dies? Neuregelung dix Groß- grundbeiiizer zu 5051) bslasiet ivsrdxn. _ IZM chndbcrrm tn Oit“ Und Wksibreuszen, sowie die Dominici: mx Schlcfien tragen Won jéßk im Wcsentliäzkn diese Last, Fiir die Bguictsiunxxcn der (Fithbkrrcn wird überaii die vorgescblaacpc Nbx'm jkkknfallsi1lkichmaßlgkk_Ulid garechicr wirken, als daß biöiksligi' RLM- Böikkffs kkk persönlichen Kosten Werden die Bexbcilixiicn bor Ucbsrbürdnng gesch-üßt sem, wc'nn die Beiträge das Staaiö „zu den Lci)_rcrbeso'ldimge11_ und zu dsn Pensionen, wie der Entwurf (F'J. 194, 198) [)Olsléht, cniiprcckpknd cr“ höht Werden.

§. 42.

Ost §. 42 rcacit dic Aufbringung der Lasiin in Sckmlbcrbänden, Djs (Hememdcn My iHntSbrzirkc' tx'aiisn die Kosten und haben sie für sich naä) dcn (55r1mdsöiicq_dcr FJ. 39-41 auizubrimiön. _

Die Vcribciiimg ziviicbcn dcn Gcmcindcn Mid Gutsbezirken silbii, jst jn dcn bisheriximi Vccbändc'n in vsrscbicdener Wsisc geordnet. In dcn Prbvinzcn Olt- 'Und Wsstpreußen erfolgt sic nach_dkr Zak)! der HauGbaitnngi-n. DW bat siki) als unzureichend crwicßn, wsil die bbikrcikbstcnx Orisciyaficn iiichi immer die leistungsfähigsten sind. In _Sch1csicn„ „zahlen nach den katholischen Schul- rc'xilcments die Dommtsn zum Lebrergebalt ein Drittsl ; m-x- Licitrog zn dcn Baaicn wird nack) dem Ermessen der Bezirks- ?)d-„iicrung bestimmt, welche in der Regel zur Hälfte nacb dar Kinder- .mbi, zur Hälfte_ nach der Staatssteuer vcrtbeiit. Die Abmeffumxnacky dcr Kinderzahl ist nicht nicht angezeigt, wenn die Scbullasien Kom- mmmilastcn ivsrdkzri. JU dcn übrigcn Provinzen fehlt ein aeseßliiber L).)insistab. Die S&M isi tbcils durch Anordnung der Behörden, tbeilölxnrch Verticixzc in der niannigialtigsten Art ohne festes Prinzip gsrcge .

Dcr (Entwurf will die Vertheilung nacb dén für die Wif- bringmig der Gsr-nsindiabgabcu gesetzlich geltenden Vorschriften ror- ncbmkn, ixus dem Koxiimunaiprinzip der UnierbalfungépfliM Entspricht.

Es ist dabei von der Erwägung auSgegangen, daß sich im AUM- meincn cin faster geskßlicknr Maßstab cmyficblt, um die Jnieressen- kämpfe zu Verhiiien. Andererseits muß der Maßstab bewaglick) genug 72171, um der Vcrschicdenbeit der örtlichen Verhältnisse Rechnung ?? tragen. Endlich muß er fick) dem allgemeinen Steuersystem ein- ugen. '

Die gesetzlicbkn Vorschriften über die Aufbringung der Ge- meindeabgaben tragen dcm Rechnung: fie legon in der Regel die Staatb'stsucrn zu Grunde, [affen aber Hier eine gewisse Frsiheit in der Bcrücküchtiaung der einzelnc'n Steusrarten (z. B. §. 43 Allge- meines Landrecbt Theil 11. Tit. 17, §. 57 der Landgetneiyde- ordnung für die Provinz Westfalen Vom 19. März 1856 _ Geieß- Samml. S. 265 _, §. 23 der Landgemeindeordnuna fiir die Rhein- provinz vom 23. Juli 1845 _ Gesey-Samml. 1856 S. 436 _).

Der Entwurf der Landgemeindeordnung für die siebkn östlichen Provinzen beabsichtigt in derselben Weise die Aufbringung der Lasten in den kommunalen nachbarlicben Verbänden zu regeln.

Die Feststellung des Vertbcilungbmaßstabs innerhalb der geses- licben Grenzen ist dem VerbandSorgan übertragen (§. 60 Nr. 2). Um indeß hierbei eine unbillig? Benacbtbeiligung Einzelner zu ver- hüten, ist den Gemeinden und Gutsbezirken die Beschwerde an den Bezirkßaußschuß gegebkn (§. 61).

Debgleichen beschließt der Bezirkbausschuß, wenn das Verbands- organ überhaupt zu keincm Beschluß gelangt (§. 61 Abs. 2).

§§. 4:9, bis 52. Die §§. 43 bis 52 treffen die notbrveizdigen Uebergangsbesiim- mungen fiir die anderweite Regelung der Scyullast. Das vorhandene

. Schu1vermögen mvß seinen bisherigen Zwecken erhalten bleiben. Dies

spricht der §. 43 für die selbständigen Schulsiiftun'qen' und „fiir die im Befiß dritter, den Scipuleecknen „ganz, odex theilweise gewwmeten Vermögensstücke aus. Fiir das ubriae im Eigeiithum der örtlichen Schukverbände :c. befindliche Vermöge_n ordnet der §, 45 dcn Ueber- gangauf die neuen Trgaer dcr VolkLichullast an. Entscheidend für die Bestimmung darubey, Welchen) örtlichen Verband hiernach das Vermögen zufällt, ![t der bisherige Sibuibkzitk. Soweit derselbe in Zukuxift sich m in'ebrcrd Schulbezirk ibeilt oder in mehrere Schnib-szirke audfgehi, isi _ctnc AUIcinanderséiZung vorzu- nehmen, für weich? Ück) blcx indes; bei deck Mannigfaltigkeit der Ver- hältnisse fo Wenig Wie bei § 35 materielle Gcficbispunkte hinstellen (: en. [ ff Der Absatz 2 des §, 45 rxgeit die Y_srbältiiiffe der soczenannten KirÖ- und Piarricbulcn, Weich „qui kirchlichem Bodsn erwachsen, theils cini StiitUnsiLn bernben, xbetis yon _den kirchlickzen Interessenten unterhalten werden, aber, aliiriablich m die Organisation dcs öffcnß lichen Volkssäzulwesxns cxkisMglikdért „find. Die kirchlichc Stifti-mg, Kikckb", Kirchengemeinde Wird von ibkkr VLBPfiiÖtlimZ znr Unm- haiiimg frei., L's MU); Haber (11:11) das dafür beiiimmic Vermögcu in das Cigcnfhum deSxemgen Verbandis übergeben, dem fortan diese

1 “t obiie i, Tai Z I„ 46.

Der §_ 46 iriffi ein: bxsOiidxrc Beiiirnmnng 5er das anf (Suis- bezirkc iibergi-bcndß Virmögen, mcil es hier nicbt“ in das private Eigkn- ibUm des eigrniilchi Veriretsrs dcr Rockerrbäitniffc. dcs Gitti?- bgsjßsxs 40), nberxxeben „kann, obxie d&ßdié dciiiernde Bkrcitsieiiunß für SciyuiszkE dés OffMUkck) TLÖiLlKCU SÖUHLI entbehrts. *

Dkk §, 48'giebt di? Sicherbéii„daß das bisherixie Vermögen der Schule auch bei dcm chbici dcs ißtgenibütmrs seiner iirsbrünglicben Bestimmung, dcn Schulzwcckcn, erbaZten bleibt.

§. 49.

Dkk §- 49 NNW di? kabäliniffe der mit anderiveiikn Ynsidiien verbundencn Schul?» Es gehörxg dahin die SchUien der Waisen- bäuser, RÉtungsbauser, Armcxibansir, Arbeitsbäuser, Erziehungs- ansialten, Semmare u. s , H 50

Darß. 50 sikbt_vox, daß die Verbäliniffe deriéniaen Fonds, welcbe 1111131 (1143 ielbstandige Stiftung bestehen und nicbt für eins be- sondere «(bule bastimmt smd, dcn nensn Verhältniffcn entsprechend geregelt werden können.

Es gebörc-n dahin z. B. die Kirchschuiipiciiaffen in den Pro- vinzen _Ost- Und Westpreußen, die Freikuxgelderfdnds, der Münstersche Zulagkionds u. s. f.

§§. 51, 52.

Der §. 52 bebt alle andertveiten auf Gesetz oder Gewobnbeits- reibt beruhenden öffentlich rechtiichen Vervflicbiungkn zu Schal- leiiiungen auf. _-

Es bleiben nach „H. 51, entsprechend der Verfaffungéarkmudc, die auf besonderen Reebtstitiln beruhenden Verpflichtnnaen Dritter be- itebkxi _ Verträge, welcbe Inhalt der Ortsckxulderfassung geworden smd, ialien unter §. 52.

Eine besondere ailgemeine Verbfiickytung Dritter läßt der §, 44 besicben: die Tbéilnabme der kirchlichen Jnicrcsienien (m der Bau- prich bei Gebäuden, Welche dcn Inbabcrn berkömmkich vereinigter Kirchen- und Sebuiämier als Wohnung dienen. Cine Trennung dicser Akmter ist im AÜgcmsinen nicbt iiiAussicht genommcn (dergl. §. 118). Das Vexmögeii derselben bleibt seinen Zivccksn erhalten. Die Bau- pfiicbt ist bisher durch aligemeine (Heséße, Provinziairecbtc', Judikate, in „iebr Verschiedsner Weise geregelt, Der EniWUrf schlägt hier eine gleichmäßige, der Natur der Sach? entspr2chende Vertheilung der Kosten vor.

BerWaltung der SchUianaeiegenbeiten, Schuldbrstand, Schulausscbnß. §§. 53 ff.

Die §§. 53 ff. ordnen die' Vcrwaliuvg der Sckxuianzelegénbeiten; und zwar enthält §. 54 die besondsren Vorschriften fiir (Gemeinden, §§. 55, 56 für Gutsbezirke, §§. 57 bis 70 für SÖqubänd-e, §§. 57, 82 diejenigcn für die zn Schuldcrbändsn Erklärten kommu- nalen nacbbarlicbcn Verbände, §§. 71 bis 81 die aligeméixie BCstiiil' mungßn über die Schuivorstände, '

Für die Verwaltung der wirtbsibaftltcbm Angelkgenbeiien der

Schule und der Sibiilge'meinden, sowie für die Bktbeiiigung dcr Gc- msinden an der äußeren Und inneren Ordnung dens SchUlivesens bestehen im preußischen Staat fasi übsrail Sckiulbdrstatzde „untcr vir- icbicdcncn Nomcn und mit schr verschii-denec Zusiändtgkxii. Tbetis ist ihnen eine Betbeiligung bsi dcr Vernialiung dsr mnexen mid äußerkn Schulangkiegenbeiten (so besonders den Sebuldcputaiwiicn m dyn Städten, di'n Schulvoritänden in Nassau),„ibeils mix die außere Ordnung das Schulwesen§ (so den iändlichn Gchu1vorstaiidkn in den msisien altcn Prdvmzky, neben dcnen kann zuwkilcii b-zibndcrc Re- );räsentanten als Vertreter der Scbuiiozietäten fungircn), 156111; d(liiéb?" die Vertretung der Sckyuigemeinden (so den Scbuiv-orstanden m HMmMr) übertragen. . , Ebenso verfcbiedenarlig ist die Znsammeiisc-xzunß. Jm AUJOMLUW smd die Ortßvorstände, Gcmeindevertrctungen, GemeindWe-rsqmmlumien viitreten. Nebcn ihnen fungircn Schulaufsichisbcamie, Getsilichc, so- wcti fie Ldkal-Scbulinspkkan siiid, Schuilebrer und des Schuijvesexs kundige Pirioncn. ,

Die Bestellung erfolgt bald durch Wahl der Betbctligten, baid ÖUZÖ Ernennung der Behörde.

Im Einzelnen ist dir Re'cbiéizusiand folgender: _ _

T'i [UUDW Aligemcine Prcußische Landrecht Verordnet im Tbcsil 11 l e ' :

,-§. 12. Geweinc Schulen, die dem ersten Unterricht der JUJend gedemet find, sieben Unter der Dirkkiion der (Hérickitdobrigkeit Lines ]cdeixOries, welcbe dabei die Geistlichkeit dcr (Ge-meindö, zu welcher die SchUi€ gibört, zuziehen muß. ,

§.13. Die Kirchenvorsieber einer jeden Gemeinde, aufdem Lande und in kleinen Städten, sowie in Ermangelung derielben SCHULEN, Und Gerichte, ingleichen die Poli.i€i-Ms*xiisträte, find ick)1li"dlg, Uptex Direktion der Obrigkeit Und der Geistlikbcn die N11ffich1 uber die “Ui??xe Verfassung dcr Schuiansialt und über die AUfkcchiechaitung der dabei eingeführtén Ordnung zu übernehmen.“

Fur die Städte batte sodann die Städteordnung dom 19. N0- Uember 1808 bkstjmmt:

„Von gemischten Dcputationen und Kommissionen (Ws dem Magxstrat und der Bürgerschaft:

9- -- ZU? Geschäftsverwaltung in Deputationcn und Kom- m1sfionen find geeignet 2c. , , b. Schulsachen.

Die'Orgamsation der Bebörde zur Besorgung der inneren An- gelegenheiten ward besonderer Bestimmung vorbehalten." _

Dieie dorbebaitene Ariordnung erging in der Instruktion Vom 26. Juni 1811. Welche vorschreibt:

„]) Dl? Bkbökden für die inneren und für die äußeren Ange- legenheiten des Sebulwesens der Städte im Allgemeinen solxen nicbt abgesondert wn einander bestehxn, sondern es soll. um das (Ganze unter eine einfache und baryonxsckyeLeitung zu bringen, in jeder Stadt nur eine einzige Behörde fur die inneren “sowohl, als für die äußeren Verhältnisse ihres Schniwesens unter dem Namen der Schuldxputation errichtet werden. _

2) Die Schuldepui'attbnen sollen nach Maßgabe der Größe der Städte und ihres Schulecns bestehen aus einem bis höchstens drei Mitgliedern des Magistratß, ebenso viel Deputirten des Stadtder- ordneten-Kochii, eincr gleichen Anzahl des Schub und Erziehungs- wesens kundiger Männer. _ Außkxdeni sollen in den großen Städten die Superintendenten, inwiefern ße nicht schon zu ordentlichen Mit-

liedern der Schuldeputajion g-swablt sind, das. Recht haben, in den- elben die Sciyulangelegenheiten ihrer resp. Diözesen vorzutragen und darüber ihre Stimme abzugeben.

3) bis 10) 2c.

11) Das den Schuideputationen zugesiandene Recht der AuffiÖt erstreckt sich dahin, daß sie auf genaue Befolgung der Geseße und Anordnungcn des Staats in Ansehung des ihnen untergebenen Schul- wesens halten, auf die ziveckmäßigsie und den Lokalderbältnissen ange- meffenste Art sie außzufübrcn suchen, darauf sehen, daß das Personal derer, die am Schulwesen arbeiten, seine Pflicht tbue _ endlich daß sie regelmäßiocn und ordentlichen Schulbesuch sämmtlicbcr schulfäbigen Kinder des Orts zu bewirken und zu befördern stichen.

12) bis 15) 2c.

16) Sie haben dafür zu iorgsn, d&ß jkder Ort die seiner Be- vsli'erung und seiner Bedeutsamkeit angermffene Anzahl und Art von Schulen erhalte.

17) Mit der Fürsorge iür die Schulen Hängt zusammen die AUifiÖt übsr die Verwaltung ihres Vermögens, Miche den Schul- deZuHcfetidnen in Betreff der ibncn uneingcickyränkt Übcrgebcnen Schulen zu .“

Diesc Bestimmungen, Weiche sich nicht bloß auf dcm Gcbist: der piiicntlicixn (Gemeindeberwaitunq bewegen, sind durch die Städie- Otdmmg vom 30. Mai 1853 für die sieben ösilichen Provinzen nicbt bsriibri und haben in der Sibulordnung fiir die Provinzen Ost- und Wsi'iprsnßen vom 11. Dkzcmber 1845 §. 36 ihre gesetzliche An- (kkSMUUU-i gEfiiUdLn.

Nack) dikii'kl Vorichrificn wird in dantädien dcr fiabcn östlichen Provimen diE Vsrwaitung des örtiichcn Sibulwessus geführt.

Fiir "cas platte Land ergixig die Instruktion vom 28. Oktober 1812:

„Zur Einführung Und Handbabung einer bestimmten AUMÖT und guten Ordnung mich im Landschulwsien ist es nothwendig, fiir didicI ähnliche Skipiilvorstände, wie in den Städten, anzuordnsn. _ Der Vorstand jedcr Schale sol], Mun sie nicbiKöniglicben Patronais ist, aus dern Patron dcrselbkn, immcr absr aus dem Predigkr und, maxb Verbäiinif; dcs Umfangs dar Sozietät, aus zwei bis vier Familienbätsrn derselben, Unter denen, wo es angeht, Oder Sci;u!ze des Orts sein muß, beitebsn. Der Prediger soli vornehmlich für das Innere d€s Scbmiivescns Sorg? tragen, die iibrigen Vorstebér fiir das Aiußere.*

kagkmäß sind auf (Hrnnd von speziellen Jnstruktionsn der be- ibeiligten BezirkSregieruniic-n dic Schulvorstände eingerichtet.

Neben den Schuiddrsiänden virtreten besondere auf Zeit oder für ein besondere-I Gesibäft gewählte Ripräséniaiiten die Schulfozietät, z. B. bei Bewiiiigung neuer AuMabkn, Außichreibung bon Schul- sieusrn, Ausführmig von Bauten. ,

2) Für die Provinz Osi- und Westpreußen bestimmt di? Schul- ordming vom 11. Dezember 1845 (Gcseß-Sammi. 1846 S. 1):

„§, 31. Der Scbulvorstand [)?stthT

1) «US dem Pfarrer des Kirchspiels (Lokal-Scbuiinspcktor der Schule), walther in Abwesenheit des Schuipatcons den Vorsitz führt,

2) aus den Ortßvorstehern dcr kaeinden dcs Sckiulbezirks,

3) aus zrvc'i bis vier Familienväicrn der zur Schule gehörigen (Gemeinden. Diese Familienväter Werden von den zur Schule ge" hörigen Gemeinden gewählt und vom Landratb bestätigt. _ Gehören mehrere (Hemeindm zur Schule, so muß ans "eder kaeinde mindésiens ein Familienbater Mitglied des Schulvbrixtandrs sein.

§. 32. Der Schuivorstand bat für die Handhabung der äußeren Ordnung im SchuliVesen zu sorgen. _ Auch liegt ibm ob:

1) bei alien SÖUiPrÜiUUJL", bei Einführung neuer Lehrer und bei sonstigen Schulfeicrlicbkeiten zugegen zu sein, _

2) das Vermögen der Sckiule und die Schulkasie, wo eine solche noch neben der Kommunalkasse besteht, in derselben Wéisc, wie Kircbenvorsicbec das Kirchenvermögen, unter Aufsicht dcsSchu1pairons zu verwaltén, _

3) die SchUic in Prozciscn und sonstigen Rechi§angclcgenbciicn unter Tbeilnabme des Schuldatrons zu Vertreten.“

Jm Einzelncn find die Verpflicbtnngen der Scbulvorstände durch besondere (GesÉäitßanWeisun en der Bezirksregierungen iestgssiciit.

3) In Schlk§wig-Hdl icin Vewrdnei für die Landsckyulen die Aßgemeine Schuiordnunci bon 1814:

„§ 64. “Fiir jede DistrikiSscbuic find zivei Schuidorstéber _ mit Gkncbmignng der Kiribenvisitawxen _ zn besteiicn, welchc nicht nur die Hebungen dsx Schnilebrcr cikxifdrdern und zu bestimmten Zeiicn an sie abliefern, sondern auch dafur sorgen, daß„das Schulgebäude in baulichen: Zustands erbalietx Werde. Yuch nigssen sie durch ihren (Einfluß auf ihre Mitiziteresiexxten den Schulfieiß der Kinder zu be- fb'rdern sicb angelegen iein lancxxix“

Füc das Herzogtbum Hoiiiem bat das Paient dom 16. Juli 1864 (Geseß- und Bcrordnungbbl. S. 221) verordnet:

,§. ]. Zur Vertre1ung dcr Schulkommunen in der Vcrivaitang des Sckpulwesens, insbcsondkre der ökonomischen Angslegcnbeiten der- selben, solicn in sämmtlichen Schuldiiirikten dcs Herzogibums Hoi- stciri, wo solcbcs ausführbar erscheint, Schulkoilegien besicbcn.

§.'2. Die Sebuikoilcgien iind zusammknzuseßcn aus dem Schui- inspektor ais Vorsißöuden, 3 bis 5 ßcwäblten Mitgliedern der Schul- kommune, Wenigstens einem Mitgliede dcs Ociöddrsiandes.

§. 7. Die Sckxulkoliegicn sind im Allgemeinen befugt, innerhalb der dnrck) den Zivkck des Schulkvesens gegebenen Grenzen für die Scbulkommune selbständig zu handeln.

§. 10. Der Förderung ch innxren Schulwciens„ nainkniliib in 25731141 auf den Unterricht iind 'lM Schulbesch), haben sicb sämmtliche Mitxiliedcr dcr Sckpulkoilegtcn in gleicher Weise anzunehmen."

Für das Herzogtbum Lauenburg sind durch §§. 35 und 36 der Landscbulbrdnung 1)th 10. Oktobcr 1868 Schulvorftände eingescßt, denen Wesentlich die Sorge fur die äußere Ordnung des Schulwesens obliegt.

Jn dcn unter dätiischer Scbulgesetzgebung stehenden Distrikten des Krciics Tondcrn babkn nach den Gesc en vom 13. August 1841 und 22, März 1855 die für alle qumuna angelegenheiten der zu einem Kircbipiki Vexeinigten Landgemeinden eingeseßten Vorstandsäzaften auch das Scipuiweicn zn bcrwalten. Der Schulinspektor hat in Schul- angelegenheiten dcn Vorfiß.

In dcn Siädtcn tznd Fleckxn dcr Herzogtbümcr sind, da die Scbuiiasten jetzt iast uberall, Kommmiallqften find, Schuikdiiegien durch die Reguiaiive in verschiedener Yerfaisuug - ähnlich den alt- ländischen Schuldcduiationem doch dreifach in selbständigerer Stel- lum; _ eingerickytci. '

Anf dem Lande Werden auch jetzt noch l_n Schleswig die Schu[- vorstcbcr nacb §. 64 dcr Schulordnung gewahlt, Bci allenwicbtigen Arigclcginheiicn (Bizutcn, 11611211, AuGgabcn) brschiic en die Schul- inicresientcn. NUr tm Kretic Eiderstedt, der Lanks aft Kagclbolm, in den Marscbdisiriktcn der Kreiie Husum und Tondern, in den Kirch- spielen der Nordcrbarde auf Alien und auf den Inseln Nordstrand und Peiiworm besicbsn gxoidnete Ver'trctunaxn.

In den adligcn (8511th (aucb in Holstein) werden die Schul- worstebcr mcist auf Prasentation der Gutsbesiyer, als der Patrone, ernannt.

4 x-ür die Provinz Hannover bestimmte das Gese vom 14. Okthber 1848 (Gcsiii-Samml. S. 301): U

„§„ 26. Zur Vertretung der Schulgemeinden und zur Verwal- iung des Vermögens dec VolkczickWlenn, sowic ZL" Mitwirkung bei der dem Prediger obliegenden 2luf11cht 11er das, «(bulwesxn können be- sondere Scbuivorstände err1ch1ct oder _die Ktrcbendocstande für ihren Bezilk zugleich zu Scipulvorstandcn erklart Werden.

Ein Schulvorsiand soll in aUcn Gemeinden eingeführt Werden, wclche solches verlangen.

§, 27. Die Schulvorsiändc sollen regelmäßig aus einem Geist- lichen der Par0chie, in welcher der Schulbtstxk lich, dem Orts. schulicbier und einigen Schulvorstcbern bestehen.

Jm Ucbrigcn gelten in Betreff der S_chulvorstände die vor- stehenden Bestimmungen über Kirchenvorstande in entsprechender Weise (d. b. Wabl durcb die Gcmemdeversammlung- Verwaltung durch den Vorstand, Rechnungslegung an die Gemeindeversamm- lung Étcack) dem Zusatz esrtz vom 5. Rovexnber 1850 ist auch in den xuSchu1vorständeu er iärtcn Kirchenvorstandcn Ein Lehrer stimm-

berechtigtes Mitglied.

Für die Städte sind auf (Grund der örtlichen Verfassungen be- sondere Schuldeputationen gebildet. '

5) Für die Provinz Westfalen bestehen Schulvorsiande auf Grund der Dienstinstruktion vom 6. November 1829: .

Der Schulvorstand ist biernach in allen Schulangeleaenbeiten die nächste- Vebörde für die Schulgemeiyde urid den Schulnlebrer (§. 2). Er bildet eine beratbende und Aufsicht iUhZLUde BEHNÖL, UUd xn Ansehung der Verwaltung des Schulvermogens bat er eben die Rechte und Pflichten außzuüben, welche , durch das AÜ- gemeinc Landrecht 11. 11, 619 . den Kirchenvorstebern und den Kirchenkoilegien in Ansehung der Verwaltung des Kirchenvermögsns beigelegt sind 3). Der Vorstand soll 'den Pfarrer (oder die Pfarrer), den Patron und chu ersiezi Gemeinde- bkamten zu ständigen Mitgliedern Haben. _ Diesen, standiALn Mik- gliedern r«*erden als wMselnde Mitglieder bet gewöhnlichen Elemeniar-f , schuiLn ZWLi, bei größeren Anstalten drei oder vcer der emsichTSVOUitem gemeinfimiigsten. geachtetsien und für das Wahl der Schule fich dock zügiick) iniLresfirenden Mitglieder der Schulgemeinde betgeordnet (§. 5). _ Die Wahl der wechselnden Mitglieder 1011 das erste Mal vqgf-der SÖulaemi-inde und weiterhin jedeSmalWri dim gesammten Kollegium der bleibenden und ausscheidenden LUZlkglikder ZLiMben (§. 9). Dem Schulvoritand lisgt die Fursorge _ fur das innere und äUka'ké Wok)! der ihm anvertrauten 7Schulen ob 14), Der Aufsicht übsr die inneren Angelegenheiten dxs Schulwesens baben 71-1) vorzugSweise die Pfarrer zu unterziehen (§. 22). Den Vorsiß in dcn Versammlungen_ deZ Schulvorstandes _und die Lkiiuna dcr Vsrbandlmigen hat in außeren' Angelegenheiien Xr 2erste deeindcbeamte, in inneren Angelegenbkitén der Pfarrer

. 3).

In außsrordenilicben FäÜen (Ausnahme yon Anleib'xn, Ermerb und Veräaßcrung von Grundstücken, Festseßung NUM VAWJL, Aus- führung von Bautem) sind gemäß B. 159, 643, 647 A.-L.=R. 11. 11 besondsre Ripräsentanien der Gemeinde zu hören.

(ES könnsn auch für mehrere Schulen ciner Stadt nach der Ju- struktion von 1829 GesammtsÖulkommissionen géblidkt Wsrdsn.

Wo die bürgerliche Gemeinde die Schullasten auf ihren Etat üblerrZommen hat, werden ihr die Schul-Etats zur Pruiung vor- ge eg .

In den Städten sind neuerdings nacb Ma gabe der Instruktion vom 26. Juni 1811 Schuldkputationen eingeri tet, neben denen die Schuisozietäten als Vertreter der Korporationen den bisherigen Schul- vorstand nach Maßgabe der Instruktion von 1829 behalten.

6) In der Provinz Heffen-Naffau sind für das vormalige Kur- fürstentbuni Hessen Sckyulvorsiände nicbt vorbanden.

Die Schule wird r-ertreten durch den Lehrer, Über dem als fBibbrtde der Landratb in Gemeinschaft mit dem Lokalschulinspckwr ungir .

7) Im ehemaligen Herzogtbum Naffau sind nach §. 13 des Edikts Vom 24. März 1817 „zur nächsten Aufsicht über die Volks- scht_1(en in alien Schwibczirkcn besondere Schulworstände aus den Orts- gciitiiÖM und dem Schultheißen als ständigen und nacb der Popu- lation aus zivei oder drei unständigen Mitgliedern vom Gemeinde- vorstand oder dkm Feldgericht bestehend an- und den Schulinspektoren untergkdcdnet.“

Aébiilichk Vorschriften bestebM für die Landestheiie.

8) In dcr Rheinprovinz bkstebt für den Regierungsbezirk Koblenz nacb dcr Instruktion vom 7. November 1835 für jede Pfarrickoule ein Ortsscbuivorsiand, in Städten für sämmtliche Stbuikn Einer Kon- fession mir Ein Schuldorstand (§. 1). Der OrtSsÖuldorftand besteht aus dcm Pfarrer als Vorsißxnden in innersn, dem Bürgermeister ais Vorfiyeiidcn in äußeren Angelegenheiten, ferner aus drei angesehenen, der bctrxffendcn Kbnfcssion angebörigcn Mitgliedern der Schl- gemsindo, Von diesen drei lekteren Mitgliedern muß wenigsters ein? uns dam Kircbenratb genommen werden (§. 2). Der Schulvorstand sorgt iii" die äußere Ordnung dss Schulwssens,

Jm Regierungsbezirk Düsseldorf bestehen (mf Grund der franzö- sischen Giseyßchng ähnliche Schulvorstände, in den Städten neuer- dings Sciynldkdutasionm ncba'n besonderen Lokalickyulvorständen.

Daxsklbe Hndct im Régicrunaßbézirk Köln statt, und in äbnlicbsr Weise in don Zicgikrungsbezirkcn Aachen und „Trier.

Da,“; Verhältniß der Schuibbrständc zu din politischen Gcmeixden,

welche die Sckoullastcn tragen, ist bier in vsrscbiadencr Wsiie ge- regelt. Theils hat der Schulborstand den von den Gcmändebebötdem aufgestellten Etat zu begutachtsn. theils entwirft dk! Scbuidorstaxd den Schni-Ciat und übergiebt ibn der Gemeindebehörde zur Befcbluß- (; un . f ff (Zic Ernennung dcr Wechselnden Mitglieder erfolgt in den erwähnten Bezirken in Verschiedkner Art. Theils werden sie von dar Gemeindevettretung erwählt, von der Aufsichtsbébörde bestätizx, theils Vom Bürgermeister oder Sebulinsbektor vorgeschlagen und 72:1 der Aufsichtsbcbörde bestätigt, theils von disfcr überhaupt crnannk.

In den Hobenzollernschen Landen endlich find ebenfaUs keion? xe SÖulbbrstände, bsstebend aus dem Lokal-Scbulinspektor, dcm Bärzcr- meister nnd einem Schulaufseber eingesetzt.

Wirden die Sobullasien zu Kommunaliasien, so muß _ wic aucb die Verfaffungsurkunde dies voxsicbt _ den Gemeinden uud dcn koni- munalcn Sciyulverbänden die Lsitung der äußcren Angelcgmbsixcn dcr Volksschiile zufaÜen. Der C:.ttricrf Überweisi daher di? wx-Örixcn Akte der Vermögenßverwaitnng dcm (Gemeindevorstandc umd der 13“:- meindevcrtretung und sieht 1111 Ucbrigcn für die Vcrwairuxg dcr Schulangelkgenbeiien und für di.“ mD „L. 3 ch Sckéulauiüzbrsgxicßcx vom 11. März 1872 dkn Gsircixikcn v:ri*1icbm'c Ti'ciinaerQ 37. der Schulaufsicht die Begründziéß cim“? bsionderrn k;n::::- nalin Organs vor, wie solckW ['i-Fick "ZOO?! Tb.:ikäéiicb 1:72:37 dcm Namen der SciyuldcbxiiaiiM und das Scbuivorkraxch in verschiedenartigcr ZusammMicxxmg m:? Zxkiéxdigkcir “:*“! überaÜ besteht. Es cntipriobi dics 211.121 1211!" dsr gc'Öiéxchx: ("!*-.:- wickelung, sondern bildet aucb dic noibiWidigc Vorchixgxkg “€:: dx.- gescizlichc Regolnng d:r Tbciinabmc dsr Gcmcindcn ::“. ?:: SIA- aufsicht. Denn um gerad? bier civ:_:735ch:bciiigc chxxickanx. 11721 kommunalen Fragcn 3.11 *.*crmxikcn, x:“...J: ?:? ;;: .;. ' "* tbeiligic kommunale Organ dieicxxigc €;:ixx'7;

Welche dnrch dic fort,;cfcyic Gcwöbmxxy :x: ** .

Gebiet begrenzten Arbeit 9,31»me w::k. T:.“cx? .. vorstand, soi] an? ITVabicxi d.“; übiizm &“;xn::rch..*k:*:.... gkbcn; es sollen ibm aber im Ziixcrckic 62715: .:cdc:ké:' * insbesondcrc dcr iimcrcn Schu1.1ichgcic,:crxbcircri, T:.“ auiiichiöbcbördc 111 i'crui'cndcn 'Miircikacn PIZZZZO“ anisiMk-bcamtc, (HeistiiM, Lum, mxzxci brxxzuxrcrrx: _

In dcn ans mcbrcmi Zaridgcmcxxrdcii xGx-TIdczik'icrri Ickx? »der. Sckiulvcrbänkcu wird zur Vcitreiung dcs Vcrbandcs Md FTU *I“??? Walfang dcr Sibnivcrdaxid x]",TkikYCtWéilkn UKE? 21752257: dx: .IN" anderen (Mbicicn dcstcdcndcn Vcrbältnii'): ('Fmtöquöiibu'W) six: do- s'.*1idcrcr SÖUiüuöWnß cms Virirctcm “dcr Ocmcmdm dn? 133-fo-- bczirkc gebildet. Im Inicw'ic einir cinwchcn und «'r-„ÖN-riZÖcn “Bcr- waliung empfiehlt :s '.W, dicicm VcrbaiWNganc dic „:*-:!:.“rcn und inncrcn SÖuliacch _m sikcrtmgcn uud ibm &»qu 77“. "OUR cr- iväbtitcn sckouichriaixbcn Ykiigiicdcr !*ctziwrdxicn: ck:c'c 11:7“97: 51er bei QicidbcwiUigiiiigm icin Stigimmkt bade» JMD mobi Tic "Bcr- ivaitnngsbcfusn:s: der 31: eincm SÖiiivcrdark VIKMTZTW Mmcmdch x. beschränkt werden “7911.

In Eutöbciiiicn, in dqiicn dcr (3111185131 xc: die SÖyiiach aUcén trägt, übt er dic dm Gcmcnxdcorsaricn zumZ inden RWK Zidfx axuk.

Wci'dcn ric Eniseiiin'ybncr iTTWtaU'Ö zu dcn. Wuüaimx herangezogen, io wird ein lnßondercr »,Öuivoritand ciugc'cstund dcffcn Tbeiinabmc an dir Liciwaltung dcr beuiangcjegcnbeitcn dumb das Statut geordnet.

H. 54.

Der „3. 54 [*.-1611 bei ch Vexsckicdcnartigkcit der anäitnifit in den einzelnen Geuwmdxn dic bcivndcre Regeixmg in Bokek de: Zusammenseßung dcs Dchuivorstandck dcr iiamtariycdcn Oxb- nung bor.

vormals hessischen