1890 / 291 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 03 Dec 1890 18:00:01 GMT) scan diff

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herbeiführen könnten, sieht der Entwurf vor, daß der Kaiser in Ueber- einstimmung mit dem Bundeskatb gewisse Vorschriften des Geseke] über die Reichs-Kriegsbäfen schon jest zur Einführung bringen daxf_ Diese Vorschriften, meine Herren, sind lediglich bau- und seepolizeilicber Natur, und ich zweifle garnicht daran, das; |: den Einwohnern von Helgoland selbst „nicbt die geringsten Unbcquemlickxkeiten verursachcn werden. Sie silber aber, meine Herren, indem Sie dem §. 5 Ihre Zustimmung ertk'etien, präjudizircn der Frage, obxkünftig Helgoland Reicbs-Kkiegöbafen wcrden

ol]. oder nicht, in keiner Weise, * s Was nun endlich den §. 6 anlangt, so bedarf der erste Absag

keiner weiteren Motivirung. Sie werden ganz damit übereinstimmen, daß es zweckmäßig der Kaiserlichen Verordnung untcr Zustimmung des Bundesraths überlaffcnxblcibt, den Zeitpunkt dcr Einführung d::r einzelnen Rejchggeseße zu bestimmen, und zwar- nach Konkurrenz mit der preußischen Regierung, die, soicrn das Geier; Ihre Zustimmung findet, in dieser Beziehung ja die crstc Stimmc babcn wird.

Bedenklicher könntc Ihnen der zweite Absaß erscheinen, insofern er Kajscrlicher Verordnung und der Zustimmung des Bundesratbs es vorbehält, auch gewisse Modifikationen bei der Verkündigung der Rejchsgcseße vvrzuscdcn. Sic tvcrdcn aber die Bedenken zurücktreten lassen, Wenn Sie erwägen, daß nicht aUcin die Befugnis; zum Erlaß solcher Modifikationen, sondern auch ihre Wirksamkeit zeitlich begrenzt ist und zwar bis zum 31.Dezcmber 1893. DerZustand, welchcr ber- gefiel]! wird, ist dcr, das; solche Aendernngcn, insoweit sie vor dcm 31.Dczembcr1893 durcb Kaiserliche Verordnung erlassen wvrdcn sind, mit diesem Tage ibis Wirksamkeit vcriieren, sofern sicnicbt inzwischen durch cin Rciii'sxicicx: sanktionirt worden find. Einc dcrartige Be- stimmung crickcixii iwtkyiVendig; denn, wic Sic, mcinc Hcrrcn, wissen, ist im Artikci 12 des dkutsÖ-englisckxcn Abkommens den Helgoländcrn Schonung idrkr Sicseße, Schonung idrcr (Gewohnheiten und Siiten zugesichert, ?'cwciidics irgend angängig ist. Es bedarf einer gründlichen Prüfung., inwicircitzur ErfüÜung dicser Vcrbcißimg gewisse Abänderungen solcher RciÖÉgcscYc, die an sich ziir Einfübrung reif und nüßlicb sind, erforderlich cricbcincn, um die Hilgoländer nicht in ibrdn wohl- erwdrdcnin Richten zu kürzen. Bedenklich, wie gesagt, scheint die Vorichriii durchaus nicht, Wenn Sie erwägen, daß mit dem 31, De- zcmdcr 1893 die Wirksamkeit aller dieser adändernden Bestimmungen We,;iäiii.

Ick glaiibc hiernach, meine Herren, Ihnen die Annahme des Gcicßcniwurss empfehlen zu können. Sie wcrdi'n damit wcsenilick) dazu dcitragcn, daß die Entwickelung Helgolands, von der ich hoffe, das: sie unter deutscher Flagge eine recht glückliche sein wird, sicher- gestclit werde. (Bravo!)

Aba. v, Venda: Cr schließe sich zunächst dem Wunsche des HerrnSiaatssekretärs an, daß diese Vorlage fich der unqetheilten Zu- stimmung der hohen Versammlung erfreuen möge. Was ihn (den Redner) bksiimme, das Wort zu ergreifen, sei der Umstand, das; er seit 50 Jahren diese Insel besuche, und das; er 20 bis 30 Mal auf ihr gcwsilt habe und mit den Verhältnissen einigermaßen Vertraut sei. Er könne versichern, daß so oft und so lange er dort gewesen sei, nnter den Deutschen vor fünfzig Jahren wie den gegenwärtigen nur der eine Gedanke vorherrschend und lebendig geWesen sei: Helgo- land müsse wieder deutsch Werden! Ueber die Weltgeschicht- licbe Bedeutung des AMS der Ueberaabe und über die Kompen- sationen in Afrika, über welchc er kein Wort weiter zu Verlieren habe, werde nicbt der geringste Ziveifel betrieben. Er sei auch mit der Einderlkibung in den preußiiÖen Staat vollkommen ein- verstanden, Wenn er auch wisse, daß das ohne finanzielle Opfer nicht geicipcbcn könne, Helgoland befinde sich aber, Dank der Vcrwaltung dcr friiheren Gouverneure, in einer finanziell günstigcn Lage. Ueber die Befreiung vom Militärdienst habe er mit Hclqoländcrn viel- fack) Msprochen. Die Stimmung gebe dahin, daß mit Riicksicht auf eine große 21113051 von HngOläiidckll diese Bestimmung undcrmcidlici) sci. „Vielfach sei ihm aber auch gesagt worden, wir wünschen und hoffen, das; unscre Söhne freiwillig in die deutsche Armee eintreten wcrden, und er selbst zweific nicht daran, daß dies geschehen iverdc. Dcr Ausfall , der durch die Zoll- bcfrciimg bis zum Jabrc1910 für uns critstibc, werde sich jährlich um- gcfäbr auf 40 000.34 bcianfcn, eine Summe, die im Laufe der Zeit durch die Bclcbnng des Handsid und „Verkehrs reickolick) wieder eingebracht werden dürfte. Die Bestimmung über die Option, imci) iL'i'iÖU“ die Bevölkerung sick) binnkn einer Frist noch crkiären könm', ob sie die englische StaatIangebörigkcit _vorläufig bedalteii woilc, werds, wie er Hoffe, Von kcinim cinziganeigoiänder bcnuyt Werden. Nur darauf Werde von der Bevölkerung Wcrtdgciegi, daß die bisherigen Rechn- vcrdäitniffc und Grivobndcitcn 1chdncnd bebmidcli würdcn. Dic Trauung, dicses cigenibiitnliÖc ÖlezOläiidisÖk Produkt, Werde sicb aiich vielleicht noch mit unseren Einrickxtnngcn Versöbncn lassen. Die drei oder vicr Trauungen, die er dort cricbt babe, däitcn zu den glück- lichsten Eben iicfiihrt. (Heiterkeit) Er wünsche, daß man dci der Ordnung der anderen, immerhin ciwas schwierigen Vcrdäitniffe thun- lichst nach 'Und-Iran;] und im (Findxrncbmen niit dcn Gemciiide- delcgirten vcrfiihre. Soweit cr dicje Dslegirtcn kcnno, scicn cs obne Ausnabmc vcrständigc Lcutc, und man könne sebr gut mit ihnen fertig Werden. Fiir Wobifabriseinricdimigen sci unxcrx dcn dciden leisten Goudcrncurcn bcrcits vici gdichsbcn, abcr sowohl aus der Inscl selbst, wie auf der Düne, wic illi Verkehr zwischen dcidcn, sci 110ch Vieles zn tbim. Nack) scim'n fünfzißiäbrigcn (Erfahrungen balie er es für absolut nothwendig, das; man die äußere Stcilung des Gouverneurs so ordne, daß dcr Mann dort auch lsbcn könne. Die aeseiiigcn Ansprüche, die man dort an ihn mache, seien sebr bedeutend. Er (Redner) Hoffe und wünsche, daß der Ztmiänrä of 111%? Untér dcr preußischn chicrung sick) noch ivciicr bebe. Mik 8_8000 „46 Werde der Gouvernsur seiiic gescilichaftlickpcn VainiiÖTimgcn nicbt crfüllcn könncn, Wenn Helgoland tricker eiiier unicrcr vornehmsten Kurorte Werde, Was zu kwffsn sci, Seit den [Wien zivanzig Jahren babe sich von dort die vornehmste und rciÖstc Gcseilscvaft etwas zurückgezogen; das werde Untkr der drcnßiichén Rcaicruxxi] widder anders kvcrdcn. Gott sei Lob und Dank, daß wir endlich Helgoland wieder in unscrem Bc- fiß haben!

Abg. 131“. Windibdrst': Er Hätte sick) nickxt zum Work gemeidci, Wenn cr nicht geglaubt däm, dic Geiegsnbcit denußkn zu sollen, um die große Einstimmigkcit zii koniiatiren, Mlckx in Bezug auf Hxlgd- land im Hause bcrtsäye. Die Freude üdér dcn Wiedcrerwnd Helgo- lands sei in dem ganzen Land: eine recht groß? gewesen, desondsrs in seiner Heimaid, tro man der Insel näher sei. Daß sie unter Zu- stimmung England; und der Bevölkerung der Insel voÜzdgen, ici ron besonderer Wichtigkeit. Er wünsche, daß die Verwaltung zum Segen der Insel, ibkék Béwcbncr urid auch des Deutschen Reiches sei. Die Gemdbiibeitkn und ReÖte der Jniél möge man nach jeder Richtung hin 1cho_nen. Es ici idm angenehm geweicn, das; man die Vorlage nicbt niit Geldforderunzcn bcgleitet 55122. (Heiterkeit; Abg. Bam- berger: Kommt noch!) Daß es nicht ohne alles (Geld abgeben werde, _sei „kein chiicl. Er wiinsckie aber, daß Alles möglichst billig emgxxtchtet werde, namenilich gelte diss von den militärischen und maritimen Einrichtungen. Den Appell von Venda's, den Gouderneur _kkcht_ reichlich zu dotirkn, unterikbreid: er nicht. Die Regierung sel in 113er Forderungen für Gehalt gar nicht karg. Der, Mann sVÜZ UÜCÜMJI _gebörig doiirt werden, aber er möchte die Regierung in dieser Besiehung nicht anfeuern_

Abg. Richter2 Tiefer Verwahrung gegen Hrn. von Benda könne e'r sicb nur aniÉlteßsn. (Gegen die Vorlage der Regierung Habe man nichts Wesentliches einzuwenden, ebensowenig gegen das deutsch-

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englische Uebereinkommen, welches die Vorausschau dieser Vorla e sei. Die internationalen Beschränkungen der Kolon alpolitik. wxl c das deutsch-erYliscbe Uebereinkommen zur Folge babe, entsprächen semen Wüns en. . olonialentbusiasten möchten es vielleicht bedauern, daß in diesem Uebereinkommen die ucrkennung des Protektorats über San bar_an eine andere euroväi (be Großmacht ausgesprochen sei. Inde en iii: dic theilweise Aufgabe eines Zukunftstraumes und einer mehr als Ykodiematischeu RciÖGbcrrlichkeit in Afrika hätten wir den reellen Ven einer Insel bekommen, Welckoe nach Lage und Abstam- mung der Yevölkermm zu Deutschland geböxe. Wenn sich "(;ck ein kleines Juielibcn irgendwo in den europäischen Gewässern finden 1911“, so würde er ts_mit Freuden begrüßen, wenn wir dafür noch einen anderen Theil un'crer airikauischcn Besißungen mit Anstand los- werden köimirn. iVeiiaii links.)

_Ndxi. ». Manicniiei: Er spreche die volle Befriedigung der Jvuicri'ativm Über den Wescycniiviuf (11.19. Jider Deutsche, Wenn er die Kiirtcziiixiciedcii däm, miiiic das Geiübl der Bescbämung gehabt hadeii, dax: dt? Fiori am “311511111": der (Elbe im Besiß Englands sei. (Beifall xechtö.) Dec PUV-„Uiviilisibx' von Bcnda's gehörten theils in den preuniichcn *.*qndiaxi, (dcm! "Nidau sie bei der zrveiten Lesung Erledigung finden können. Mit m'ajicr Freude und Ginuatbuung bc- grüße ma_n dic Vorlaac, Uilk' ivcmi in_ dcr Proklanmtion St.Majestät gesagt sei: um so freudiger de.it'itkit icdcr Deutsche die Wieder- vc'remigung Helgolaiids mit dem deutiibcn Volke nnd Vaterlande, so stimme man dem mit voller Bcgeistcrnng zn. (Bcifail rcckW.)

?_lbg. Stadthagen: Er habe gcgen die Vorlage jitrisiisäie und staatsrechtliche Bedenken und beantrage deshalb, den Ges»;- eiitwurf ciner Kommission von 14 Mitgliedern zu überweisen. s sci nicht klar,„rver denn eigentlich die Vertragscbließcnden seien. Auf der einen Seite ziveifellos Enaland, ob auf der anderen Seite die deutscde Regierung oder der Deutsche Kaiser, gehe nicht klar aus der Vorlaiie berdot) Nehme man an, der Vertrag iei Naznens Deutschlands abgeschlosien, dann würde Artikel 11 der Reicbsyerfaisung in Anwendung. kouimkn müssen und die Gxnebmigung des Reichs- tages erforderlich sem. Daß die Helgoländer selbst dic Zugehörigkeit zu Preußen wunscdten, könne er nicht anerkennen. Dcr Geschichte nach sei Helgoland nicht mit Preußen resp. Schleswig -Hol- stein, sondern Vielmehr, namentlich in seinen wirtbschaftiichen Interessen, mit Hamburg und Bremen verbunden, das Werde ihm auch der alte Badegaft aus Helgoland bestätigen. Die Helgoländer woiiten Dsutscbc, abxr nicht Prxußen sein, ihre Veranngcnheit Weise vielmehr auf Danemark zuruck. Die Helgoländer hätten von dcm Anschluß an das Diutsche Reich ermartet, daß ihre wirthichafiiiche Lage erheblich dcr- beffert werde. Der größte Theil der älteren Helgoländer würde sehr dgnkbac sein, Wenn Dicjenigi-n, welche das Lootsenexamen abaelegt hatten und als britische Untkrtbanen dcm Lootscngeiverbe nicht hätten nachaecht können. Wenigstens nachträiilich die Genehmigung erhielten, als Ldotsen ctwaFKVerienen zu können. Denn die wirtbschaftliche Lage der Helgoiander sei nichts weniger als glänzend. Wenn schon der belaolandcr GoxtVLrncur angeblich nicht in guten Vcr- baltniffen lebe, WikVikl chiger die Schiffer und Fischer. Ferner müßte den Fischern eine Subdcniion gcgidxn Werden, damit sie fick) größere Fahrzeuge fiir die Xiiclperci an- schaffen könnten, Ebenso wäre es im inffinsexafiliÖen Jntcrcsie wiinfcdegswertb, Wenn ähnlich wie in Neapel in Helgoland eiiie zoologische Station znr (Erforschung der Meercsianna errichtet Wurdx. Höchst bedenklich erscheine es ihm, das; in der Vorlage die Verkummerung'des Optionsrecbts dcr Helgoländer erblickt werden könnte. Es sei nicht richtig, daß die Helgoländer jp§0 ]111'0 dnrii) den Vertrag etwa Deutsche geworden seien. Die Helgoländer dättcn iveder Lust, Denisckye, noch Dänen, noch Engländer zu werds", sondarn zii bleiben, Was sie scicn, nämlich Haladiändor. Man habe sie gar nicht gefragt. (Es müßte cine rcichsgcic151icheKantcle geschaffen werden, daß die Helgoländer bis zu einem Zeitpunkt erklären könnten, ob sie Deutsche ode'r Engländer sein Wollten, und das; nicht Diejeni- gen, Welche nicht für Deutschland opiiiten, aus ihrem HeimdtRand vertrieben würden. In der Befreiung von der Militär- und ZdUlast sehe er das Einzigi, was auf die .Pclgoländcr giinstig gewirkt babe.

Staatssekretär von Boetticher:

Die Ausführungcn dss Herrn Vorredners nöthigcn miä) doch zu einigen ©egendcmcrkunch. Ick alaubc, im Allgemeinkn wird er mit diesen scincn Ausfiihrungen din Eindruck ertvcck't haben, das; er iier mit dcnscldcn sick) nicht vor der rechicn Schmiede befindet. Die Mebrzabl dcr Dcsidcricn, dic cr anfgcsicilt bai und iibcr dic sick) ja rcdcn läßt, können erst erfülit Werden, chn Über die staatsrechtliche Zugehörigkcii dcr Insel einc definitive Bcstimmung gcirchn sein wird. Also, Wenn cs nach unserem Plane cht, ist ('s Prenßcn, welchem die Cnischcidung bicrüdir zufälit. Dies trifft untcr Anderem dcn WunsÉ, das; den bclgdiändcr deisc'n, i:*c1ck)c cine Prüfung ad- gclcgt Und die Qualifikation ziir Führung dcs detseniicschäfts cr- ivordcn baden, auch obne Wciicrcs in Ziiiiinft dic Fiibrimg dcs Lootscngcschästs ;]estatikt wird. In dicser Bciiebung ist das Lootscn- nics'cn Landcösache und die' PrcußiscÖc chicrmig Wird darübi'r zu da- findcn babkn.

Was sodann die Siibdcntidn anlangt, fiir die dir Hcrr Vor- rcdncr eintritt, so möcht? ich darauf Hinweisen, daß wir inis jetzt bin- sichtiich dcr Jiiscl überhaupt in einem iicbcrgangssiadium, und zwar in cinem sehr kurzen Uebergangsstadiu1n, gewissermaßen in einem Noihstadium [*cfindcn, d. i). das Reick) mußte die Vcrwaltnng führen, da aiigcndlicklick) no&) kcixi anderes Sinatswsscn rccixilicl) da War, Welches dic Verwaltimg üdcriicßmcn konnte. Das aber ist iinzircifcl- liiifi, und die Helgoländer baden [chiis das Vcrtrauen ge- wwnncn, daß sie unter der ucucn chicrang _ mag ('s nun eine Reichörcgicrung bleich odcr mag es die Prcußisckxc Mrde11_,cinc Wohlwollcnde Berücksichtigung ihrer Jiiicrcffen zn erwartsn badIti werden, und ich zweifle gar nicht daran, daß, wcnn übcrbaupt die Ncigung, für England zu opiircn, untir den Helgo- ländcrn bcstanden baden sollts, sie jetzt schon bis zu einem Minimum zurückgegangen ist. Was dicse Option anlangt, so ist im Art. 12 des Vertrages Niles, was nothwendig ist, vorgcieden. Art, 12 iii seiiicr Nr. 2 sagt:

Die deutsche Régicrimg wird den aus dom ab.;circtcncn Gcbict bcrstammendcn Personen die kaagniß gcwädren, dcrmöge cincr 001“ dim 1. Januar 1892 von ihnen selbst oder bci minderjährigkn Kindern don dercn (Litern odcr Vormündern abzngcbcndcn Cr- kiärung die britiicde Staatßangibörigkcit zu wählen.

Dics-Ir Art. 12 ist auf Helgoland pudlizirt, er ist jedem Helgo- länder bckanni; ('s kann also jide: Helgoländer, der keine Neigung hai, Deutscher zu Werdcn, bis zum 1. Januar 1892 mit der Erklärung bcrvortreten: „Ick optire für England.“ Daf; _ wic der Herr Vorrcdner zu wünsckyen schcint _ nun eine namentlich? Abstimmung in der Gemeinde darüber herbeigkfübrt werde, wer Engländer und wer Deutscher werden will, das würde ich mindestens für kein Be- dürfniß, im Uebrigen aber auch für höchst unzwcckmäßig halten.

Nun sagte schließlich dsr Herr Vorredner, er sei mit dcr Ein- verleibung in Preußen garnicht einverstanden; denn die historische Vergangenheit der Insel weise nicht auf eine Vereinigung mit Preußen hin. Ja, meine Herren, der Herr Vorredner bifindet sick) eben in einem historischen Irrtbum. Auf eine Zusammengcbörigkeit mit Hamburg weist überhaupt die Geschichte der Insel nicht bin; zu Hamburg hat Helgoland nie gchört, und Wenn er die Zusammen-

gebörigkeit mit Dänemark betont bat, so bedauere iib, ibm darin nicht bebülflicb sein zu können, daß das Deutsche Reich ein Gesch macht, welches die Insel an Dänemark überweist. (Heiterkeit)

Der Antrag Stadthagen wird abqelehni; die zweite Berathyng des Geseßentwurfs wird im Plenum erfolgen.

DLS Rechnunaen der Kasse der Ober- Rechnungs- kammer pro 1887/88 xesp. pro 1888/89 bezüglich derjenigen Theile, welche ftch auf die Reichsverwaltung beziehen, werden der Rechnungskomrniifion überwiesen.

Der Gesetzentwurf, betreffend die Kontr ole des Reichs- bausyiilts und des Landeshaushalts von Elsaß- Lothringen für,1890;91, wird in erster Berathung ohne Fedbatte erledigt; die zweite Berathung wird im Plenum statt:

11 en.

Schiuß 33/4 Uhr.

Der Präsident beabsichtigt, in dieser Woche die Novelie zum Patentgesetz und zum Mysterschußgeseß und die Novelie zum Krankenkassengeieß auf die TageSordnung zu issen. Am nächsten Dienstag soll die erste Lesung des Etats beginnen.

Von dem Abg. TraeYex L| im Reichstage folgen- der L_lntnrexg iiber den Eria eines'Geseßes, betreffend die Entichad1gung fiir unickxuldig erlittene Strafen, eingebracht worden:

§, ]. Wegn der Vcrurtbeilte, argen welchen die erkannte oder umgewandelte Strafe ganz oder theilweise voÜstreckt ist, im Widder- aufnahmeverfabrcn freigcsvrochen wird, so ist der durch die Straf- volistreckung entstandene Vermögensschaden nach Maßgabe der nach- stebenden Vorschriften zu ersetzen.

2. Bereckptiqt zum Schadensersatz find der Freiacsprocbene, sowie nach seinem Tdde dessen Ei)cgatie und dessen Verwandte in auf- und absieiaeyder LtniZ und seine Geschwister, sofern diese Personen nach Voxschrift des burgerlichcn Rechts von ihm zu unterstützen ge- Wesen waren. ,

§. 3, Jiisowctt der Angeklagte seineVerurtbeilung durcb Vorfuß oder_gxodis Verfchulden berbeigcsiibrt hatte, ist ein Anspruch auf Enticdadiguna ausiieschloffen.

. §. 4. Zum Schadense'rsay verpfiichikt ist die Staatskasse des Bundesstaats, dessen Gedicht das aufgebobcnc Urtbeil gesprockpen hatte, Und, wenn das Reichsgericht in erster und leyter Instanz er- kannt batte, die Reichskaffe. Die Staats- bezw. Rcickyskaffe bat den Rückgriff an die Schuldiaen.

F. 5; 'Der Klage auf Eriaiz des Schadens mus; die Entscheidung der bcidciltgien oberstkn Justizverwaltungsbehörde vorbcracben. Zu dem Zweck Hat der Berechtigte binnen einer Frist von socks Monaten seit dem Tage der Rechtskraft des frkispreidendcn Urtdeils bci dcr StaatSankvaltscbaft des Gerichts, bci welchem das frciiwrcckocdde Urtheil ergangen ist, die Gewährung des Schadensersaycs in Antragzu bringen. Dcr Antrag mus; don eincm RecHisanWalt unterzeichxici sein oder zu Protokol] dss (Gerichtsscbreibcrs erklärt werden; er soll den Betrag der Entschädigungssunmic nnd dic den Anspruch begründsndcn Thatsachen und Bciveise angeben, (Heger! dic_Entschcidung des Chefs der Justizverwal- iimii finst binnen cincr Friit von sccbs Monaten seit Zusteliung dcr Ent|chcidmig dcr Rechtsivea statt. Für die in diesem Paragraphen vorgeschricdcncn Frisian sind die Bestimmungen der Civilprochz- ordnung 1";er Tiiotbsrisicn maßgebend.

§, 6. Für die Vcrbandlnna und Entscheidung über den An- sprua) ist die (Zivilkammer des Landgerichts, von welchcm odcr in dessen Bezirk das aufgchobcnc Sirafurtbcil gesprockcn war, aus- schließliib zustäiidig.

§. 7. Vor der endgüljigen Fcstsc ung des Betragcs der zu gewädrkndcn Entickyädigung [*ildi't dcr (*,ntfcipädixiuniisanidruch keinen Gegenstand des Arrcitcs, dcr Beschlagnabme oder Pfändnmi. Bis zn dissen] Zcitpunki kann dcr Berechtigte nicht Über den Entschädigung» anspruch Verfügen.

§. 8. Die Writsbendcn Vorschristen findcn cntsvrcckycndc 2111- niendung, n'cmn dic Wicderanfnabmc _zur Anwendung eines mildexcn Strafgkscch odcr bci eincr Gisanimtiiraic z:: cincr tbrilwciicn Frei- sx)rcchuna iikfübrt bat imd die nunmehr crkanntc Strafe xxciixigcr ist als dic bcreiis dollstrccktr.

Abg. ])1“. Freidsrr don „Sei)drlomcr : Aist vir- öffcntiicht in dcr Bochumdr „Wessi. Volksztg.“ sdlgindds Schrdiben an seine Wähler:

„An meine Wähler im Wahlkreise Bockum!

Naiddc'm cs zu mcim'm größten Bcdaaern mir_1mmöglich war, din Sitzdmicn dcs Reichstascs im Frühjahr dicies Rabrcs dci- ziiwddncn, [mir? ick) acbdfft. dri dir iiiiiitnkbrigcn Wicdcrcröiinungdes- sklbi'ii das Veriäiimtc nacbddlcn, mi'inc Pflicht voll und ganz eriülien zu können. Leider sollte sui) diesc Hdffimim nicbt verwirklichen! Skit VickZLbU Tagen bat mich ein schweres Herzlsidcn [*cfaUen, WUÖLS Mick) an jeder ft'éikn Bcwcgmig [)iiidch, desen „Heilung bisbcr nickii ;:cinngcn ist, auch nicht in baldigcr A1i§ficht siclit. iiiitcr dicicii Umitändin ist es mir unmöglich, mcinin Plak; im Reichstags, wie ich so gern woliie, citizmiclimsn. Wenn Wen die Behinderung im Friihjahr schwer auf mir lastktc, mus; ick) mir jcvt Umsomchr saacn, das; es absolut unzulässiii ist, cinkn fo grdsikn und wichtiqcn LVKblkk'ciI wic Bochum, dessen chciisiniercsscn in Verhandlung stcbrn, noch länger underircten zu lassen, Ick mußte aus dieser Erwägung die Folgrrnng zii'iii'n, das Mandat, ivolchcs Jbr Vsrtrduen mir iibrrtragcn bat, jiix'dkk'Mlc'Jkn, damit baldigst eine Neuwzdl statt- finden und der Wahlkreis damit zur ungestörten Vertretung gelangen kann. Dicscn (811113301an legte mir Pfiiibt und Gewissen anf. Jeb habe in diescr Crkknniriisi keinen Augenblick gczögert, denselben zur Aus- fiidrumg zu bringen, und daher beute dem Herrn Präsidcntcn dcs Dcnjsck)kn Iiicickzstngcs die Nisdorlcgung meines Mandats angczcisit. Indem ich Ihnen, meinen Wädlsrn, für das mir erwiesene, cdreiivwlie Vsrtraden do:! Hcrzcn danke, darf ici) dic Vcrfickoerung Hinzufügen, wie 68 mils) tief iÖMeri, das; ick) demselben nicht so cntsprech8t1k0:intc, wie ich cs nach meinem warmen Interesse fiir den Wahlkreis, ins- besondere 011ch fiir daI W081 der Arbeitcr Und für einen guten Frieden zwischen Nrbciixicbcrn und Arbeitnehmern, so gern gethan hätte!

Aist, dcn 30. Nowember 1890,

Dr. Freiberr von Schorlemcr-Alst.“

Nr. 47 der Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gé- sitndbeitsamts vom 26. November hat folgenden Inhalt: _ (Ii'iundbcitsitand. Vdikskramkkeiten in der BeriÖiStYocbe. _ Cdoicra-Naäyrickxten. _ Krankenbewegung in deutschen Hospitalcrn dcs Auslaiidi's. _ Sterbefäile in deutschen Städten mit 40000 und mehr Einwohnern. _ DesJeickicn in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankungen in erliner Krankenhäusern.'_ Desql. in dcéutscben Stadt- Und Landbezirken. _ Jnfekiionßkiankbeitcn ili Ocsterreick.) 1889. _ Erkrankungen und Sterbefälle im italixniscben Heere 1888. _ 9. thrssbecicht des GesundbeitSamts des «iaaies NewYork. _ Witterung. _ Zeitheilige Maßregeln gegen Volks- krankheitcn. _ Tbicxseuckyen. Roß im Deutschen Reiche 1889. _ Schiveincpest in Christiania. _ Maui- und Klauenseuche und „Roß in den Niederlanden. _Tbierseuckyen in Großbritannien, 29. Juni bis 27. September. _ Veterinärpdlizeilickye Maßregeln. _ Medizinal- Geseßgebunßu.s.w. (Preußen. Prov.Brandenbuxg.) Schweinefleisch- Untersuchung _ Benußung der Hunde als Zugtbicre._(Pr0v. Schle- sien.) Viebicblacbten. _ (Reg.-Bez, Breslau.) Letchenbeförderung. _ (Braunschweig.) Arzneibuch für das Deutsche Reich. _ (Italien) Alkoholstäcke der italienisckoen Weine. _(Großbritannien.) Toliwutl). _(Staat New-York) RauchenjunLZer Leute. _ RechtsYrechung. Ge- würzfälscbungen. (Schluß) _ ermiscbtes. (Britiscb- Indien.) Bikteriologisches Institut in Pana.

Rekursentscheidungeu des Reichs-Verücherungsamis.

(901.) In den Rekurßentscbeidungen vom 16. Juni, vom 21. Juni und vom 7. Juli 1890 hat das Reichk-Verficberungöamt über die Bedeutung einer bei verschiedxnen Bexufilgenoffenschaften wiederkehrenden Statutvorscbrift, wonach die Zustandigkeit für die Rentenfestsiellung zwischen dem Genossenschaftsvorsiande und den Sektionsvorständen derart getbeilt ist, daß die Leßteren dann eimutreten haben, Wenn es sich um dix „fur die Dguer einer voraussichtlich vorübergehenden ErwerbSunfabtgkeit zu Lewghrendexi Rente handelt, und der Genossen- !chaftsworsiand in den „ubrigen Fallen der Rentenfesisiellung zuständig st, Folgendes außgeiubrt: Einem durch Unfall verle ten Arbeiter steht als Schuldnerin die verpflichtete Berufßaeno enfÖaft als solche, nicht aber _ was auch ihr Statut Über die Zuständigkeit ihrer Organe zur Rentenfesiseßung bestimmen möge _ ein einzelnes berufs- genoffen'scbaftllcbks Organ gegenuber. Ist siatutariscb die gedachte usiändigkeit, wie hier, in Uebereinstimmung mit dem Regelfal] des . 57 Absay 1 des nyaUversicherung8gefches zwischen mehreren Or- ganen getheilt, sl? erreicht doch nicht etwa die Zuständigkeit des niederen Organes (SektionsvorstandeS) mit dem Uebergangc der für vorübergehend gehaltenen Erwerbsunfäbigkeit eines Verleßten in eine dauernde _ etwa, nach sechs Monaten (zu vergleichen Bescheid 334, „Amtliche Nachnchten des R.-V.-.A“ 1887 Seite 137) _ ihre Endschafi derart, daß von diesem Zeitpunkte ab die Zu- ständigkeit des böberen Organes (Genoffenschaf1680ritandes) einträte. Für die Regelung dex Zuständigkeit ist vielmrbr lediglich ent- scheidend, sb in dem Zciipurikt, in welchem die Feststeliung der Rente erstmalig in Fßage steht, die Criverbsunfäbigkeit sich als eine „vor- aussichtlich“ doruderaehende darsteÜt oder nicht, Konnte dcr Sckiions- vorstand „bsi yflicdtmaßiacm Ermessen ein Vorüdsrgehen dcr Er- werbSuZifabigkeit annebine'n _ was z, B. im FaUe des Verlustes cines fur die Erwerbsfabigkeit wichtigen Gliedis ausgeschloffen sein würde _, so'erliicht seine Zuständigkeit nicht, chn fick) seine „Vor- ausfichté bttitcrbcr als iriig erweist. In einem solchen Falle ,ist die Berufsgcnosiensckyaft durch die Festscßnng des zuständigen Scktionsvorstandks gleichermaßen gebunden, wie in dem unmekcbrte-rx ,Faiie _ wenn verständiger Weise worüber- gcbcnde Erwerbsumabtgkeit nicht angenommen werden konnte, fich aber später dennoch herausstclit _ durch die Fcstscßung des zu- ständigen Genoffcnsckpaitsdorsiandes. In beiden Fäilen hat. die Ge- wäiirung der Rente obne Endtermin zu erfolgen. (Zu di'rgleicben („?ntsckzeidung 401), „Amtliche Nachrichten des RL.“.VA- 1887 Scitc 351, sowie das ?)iundscHreibcn, bctreffend die Feststellung] der Entschädigungen, Vom 11. Januar 1888 _ R-V-A. ]. 1461 _ Seite 8 §. 18, ausiüglicb absixdruckt in den „Amtlichen Nachrichten des R.-V,-A.“ 1888 S. 48 ff.) Der Verletzte irlangt durch die Festsetzung dir Bérufsdcnoffenickyafk gegenüber ein selbständiges ReÖt, und nur der Eintritt der Vorausseßungen des „H. 65 dis Unfall- verfickierungMcscßss oder eincs anderen äHUlichen besonderen geisizlichcn Berichtigungsgrundcs (z. B.. des „S 7 a. a. D.) kann dem höheren Organ die “Befugnis; sebcn, von der getroffenen Entscknidung wieder abzugeben (zu dergleichen (11111) das Rundschreiben vom 11. September 1886, „Amtliche Nachrichten des I)ixV-A.“ 1880, Seite 159 zu Nr. 2 und Bescheid 643, „Amtliche Nachrichten des R.-V.-N.' 1888, Seite 350), Hicrnacb hat der Umstand, daß eine vom nicdcrcn Fesisicllungsorgan nach pfiickyttnäßiger Prüfung mit (Grund für vorübergobcnd gehaltcne Erwerbsunfäbigi'eit demnächst sich als ein? dauernde erwsist, dczicbungswcisc der Ablauf der nach den Statuten mancher Brussacndj]enschafteii für dicse Annahme maß- gebenden Frist von sechs Monaten an fick) nur die Bedeutung, das; alsdann die Weitere gcsckyäitlickye Behandlung der Sache _ Führung der Entsckyädignngsaktcn, Kontrdlc dcr Rentdnempfänger, Entschcidung über dieFrage dcr Fortgcwädrung der chte gemäß §§. 7 und 65 des UnfailVorsicherunasgcseyes und dergleichen _ Von dem niederen Organ auf das Höhere iibcrgebi. Nur durch diese Auslegung der Bestimmung des §. 57 Abiaß ] dss Unfallddrsicberdngs- geseßis wird der in Nr Praxis unleidlich, den Arbeitern unverständliche Zustand vkrmiedcn, das;, je nachdem die Statuten der cinzi'lm'n Bernfsgcnoffeuscbaftcxi die Renienicsiscßung in allen FäÜcn den ScktionSvdrsiänden zuwkiscn odcr dic Zuständigkeit hierfür nach den voraussichtlichen Folgen der Unfälle zwischen den Genossen- schafts- und Sektionsvorständcn deribciien, verschiedenes Rccht fiir die bei dcn cinzslncn Berufsgcnoffens(haften Versicherten Arbsitcr in dieser für sie böchst wichtige" Frage besteht. So ivknig dcr einheitliib für die ?)ientcnfcsiscßung zuständige Gcnomensclyaftsvorstand oder SLksiOnßVOksiÜnd von seinem einmal grundsäglich, ins- besondere in den Fragsn des Betriebsunfaüs, dcs ursächiichcn Zu- sammenhanges oder der ExitsclxädigungsdfliM dsr Gendsieiischafi cingenommcncn Standpnnkte in einem zunächst nur voraussichtlich dorübergcbcnde Folgen aufweisenden Entschädigunasfaile lediglich aus dim Grunde abgrben kann, ivc'il sick) dkmnächst die Erwirbs- beschränkung als eine solche von Dauck erweist, so Wenig kann bci Tdcilung dcr Znsiändigkcit der die Behandlung der Sache von dem Sektionsdorstande iiderncbmende GenosscnsÖaitsvorstand Hierzu fiir_be- fiigt crackxt-ct ivcrdcii. Aiidkrcnfaiis würde man für die Berufschoßen- schaften mit Zusiändigkeitsthkilimg in dem Genoffeiischafisworstaiide eine m'nc, frei entscheidendeJnstanz einführen und damit di: in Betrieben dicser Bsriifsgciwffcnsckxaftcn bcscdiifti-gtcn Ardciicr formeli denJckUdsiliaen gegenüber denjenigen, welche bei den iibrigcn Bernisgenoiienickmsten versichert simd. Eine adivciMnde Beurtheilung ist nur dann gerecht- fertigt, mann die von dem Siktionsvorsiande bei Erlaß seincs Be- scheides gehegte Ioraussicbt dinsickoilich der Dauer der Erwerbs- unfädigkeit widersinnig oder sonst von vornherein unzutreffend war, der SektionSdorstaiid mithin die ihm in diesem Falie nicbt zustehende Zuständigkeit fiÖ lediglich angcmaßt har.

Statistik und Volkswirthschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Dcr „Rhein. Westf. Ztg.“ schreibt man aus Saarbrückcn_unter dem 1. Dezember: Jm Saarkohlcngebiet finden jeßt fait täg- lich Vcrsammlungen statt, in denen die Berglcutc zum Eintritt in den „Allgemeinen Bergarbeiter -Verband" aufgemuniert jverdkn. Die Bergleute kommen auch dieser Anfidrdcrung zu viélen Haiiderten nach. Als (Eintrittsgeld werden 35 „_K erhoben, der monatliche Beitrag ist aaf 5 „5 festgesteut. In Liner diescr Versammlunsen erklärte Bergmann Thomé, der Vorfißcnde des Rechtsschuyvercins der Bergleute, ein Ztveck des Verbandes, welchcr sick) d11kch ganz Deutschland erstrecke, sei dcr, strikende Kameraden da- durch zu untersiÜFLn, daf; die Sendung don Kohlen nach den striken- dcn Gebieikn ver indert Werde. Einen allgemeinen Strike der Berg- leute strebe der Verband jedoch nicht an. ,

Aus Erfurt theilt man der „Goth. Ztg.“ mit, das; die noc!) im §Ilusstande befindlichen Arbeiter (vgl. Nr. 284 d. Bl.) am 29. d. M, bci Empfang der Strikeunterstüxzung den Empfang der bisher bezogenen Gelder dnrch Unterzeichnung cines Wcchscls cm- erkennen und zudem die Erklärung vollziehen mußten, das; sic, vim? den Strikeaußschuß gehört zu haben, die Arbeit nicht nJiedcr aufnehmen Wollen. anderniaUs fie gewärtig sein müssen, daß tbiicn der auSgefcrtigie Wechsel zur Zahlung vorgelegt werde. '

In Leipzig beschloß, wie die ,Lpz. Ztg.“ meldct, eine Ver- sammlung dcr Korbmacbergebülfen, eine Lohn- und Tarif- kommission zu wählen, deren Aufgabe es sein soll, ein Weiteres Zuräckgeben der Löhne zu Verbindern und die Verkürzung der Arbeitszeit anzustreben, auch auf tbunlicditc Einschränkung der Einfuhr von aus: wärti en bilLiacn Korbnmaren hinzuwirken. Der Kommission wurde aus- drück1?ch zur Pflicht gemacht, beiibren Verhandlungen mit den Arbeitgebern die Forderungen nicht zu hoch zu stell'en und auf eine gütliche Aus: einandcrseizung bedacht zu sein, _ Eine Versammlung von etwa 100 Wachstuch- und Jutearbeitern, Formstechern, 'Segcltucb- machern, Kattundruckern hörte am 30. v. M. den Bericht des Leipziger Ver-

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treters aufdemKongreß in Einbeck am 2. und 3.Nov. an. Der Kongreß bestand aus elf Deleqirten. Nach dem auf dem Kongreß mit- getheilten Ergebniß der statistischen Erhebungen beliese sicb der Durch- scbnittßwocbenlobn je nach der Branche des Arbeiters auf 15-21 .,“ und stiege im Akkordlobn auf 27 _37 „M an, während er im Mi- nimum bei den Maschinendruckern auf 12 „ck- berabsänke. Der Kongreß hat beschlossen, eine centralirte Organisation zu schaffen, in jeder Filiale dieser Organisation einen Arbeits- nacbweis zu errichten, dem Lebrimgßunwesen zu si-uern, die Akkordarbeit zu beseitigen, die ArbeitSzett zu verkürzen, für Ueber- stunden- und Sonntagsarbeit einen Lohyzuschlag von 25 9/0 bez. 50 0/9 zu fordern. Der SiS der Organisation wird Einbeck sein. Die Versammlung beschlo, mit Rücksicht auf das sächfische Vereins- gesxß sich in Leipzig zunächst mit einer örtlichen Organisation zu be- gnugen.

Wie demselben Blatt aus (Gera berichtet wird, batte der Geraer Stadtxatk) vor einiger Zeit von der Vereinigung der Stuhl- arberter die Einreichung einer Mitgliederliste verlangt, da der Verein als ein politisch er anzusehen sei. Dies unter- ließ der Vorstand, wandte Ack) aber mit einer Beschwerde an das Fürstlich reußische Ministerium. Die BeschWerde wurde absch1äglich beschieden, da in den Versammlungen des Vereins Vorträge über die Macht des Kapitals, die soziale Frage u. s. w. qebalien würden und der Verein mit politischen Vereinen in Verbinduna stehe. Auf Grund des reußiscben Vereins- geseßes vom Jahre 1852 sei der Verein als ein politischer zu be- trachten. Am vergangenen Sonnabend nun sprach der Verein in einer stark besuchten außerordentlichen Versammlung feine Auflösung aus. Von dxm gegen 280 „;ck betragenden Kaffenbesiande wurden 100 „M Ausstandiscben in anderen Städten überwiesen.

Kunst und Wissenschaft.

Das Koch'fche Heilverfahren.

Wie der Kultus-Minister von Goßler am Sonnabend im Abgeordnetenhause bei Beantwortung der Interpiliation Graf Mittheilte, ist der mit der Erbauung des Koch'schen Instituts für Jiifektionskrankheiten betrautd Land : Bauinspektor Böttger im Auftrage der Regierung nach Paris gereist, um das Institut von Pasteur u besichtigen und dort Anleitung für die Einrichtung des hießigen Instituts zu gewinnen. Ein Privattelegramm aus Paris meldet der „Nat.:Ztg.“ nun: „Bauinspektor Böttger hat vorgestern in Begleitung des der deutschen Botschaft in Paris beigegebenen technischen Attaché-s Mailiis das Pasteur'sche Institut besichtigt. Seitens Pasteur's fand Hr. Böttger dabei eine ÜberauS zuvorkommende Auf: nahme und hat dessen Musteranstalt bis in die kleinsten De: fails studiren können.“

In der morgen erscheinenden Nummer der „DLUtsckMU Médizinischen Wochenschrift“ (Verlag von Georg Thieme, Verlin:Leipzig) kommt ein Artikel aus dem hygienischen Jn- siitut des Geheimen Medizinal-Naths Ko iiber das Zustandekommen der DiphtLZerie - Unemp änalichkeit und der Tetanus Unemp änglichkeit von Stabsarzt ])r. Behring und 1)r. Kitafato zur Publikation; ferner: Weitere Mittheilungsn iiber das Kdch'sche Heilverfahren gegen Tubirkuloie von Profsffor ])r. O. Rosenbach-Brecölau, Dr. von N00rden=Vcrlin (aus der Klinik des Geheimen Medizinal-Raths Gerhardt), Privat-Dozent ])r. Kromeyer-Haile und Professor Dr. OppLiideiiiier:Heidelberg.

Der Fackelzug, welchen die Berliner StudentIn- schaft zu Ehren Robert Koch? veranstaltet, wird am 21.De- zember stattfindsn.

Der Direktor des Landes-Krankenhauscs,Geheimer Sanitäts- Rail) Medizinal-Rath Petri in Detmold hat sich im Auf- trage der Fürstlichen Staat?,regierung zum Studium des Koch'schén Heilverfahrens nach BSrlin begeben.

Zu der chirurgischen Klinik in Rostock unternahmen gostern in Gegenwart der Adrzte und der Hörer der Uni- versitiit die Professoren Madelung Und Thierfelder _ an 14 Tuderkelkranken Versuche mit dem Koch'schen H2i1m1ttei. Das städtische Krankenhaus reservirt für solche Kranke 30, sine von den genannten Aerzten deanisichtigte Privatklinik 15 „Betten.

In der gestrigen Sitzung des englischen Unter- lauies theilte der Unter-Staatsiekcetär des Auswärtigen Fergusson mit, der Botschafter in Berlin habe auf Anweisung der englischen Regierung bei der preußischen Regierung um Ucderlaffnng Koch'scder Lympds nachgesucht. Der Botschafter sei bxnachrichtigt wordsn, daß in Vsrlin geniigend Vorrath vorhanden sei und dieser nicht unter der Kontrole der preu- ßischen Regierung stehé.

In der Klinik des Professors Cornil in Paris, wo die Zmpfvsrsuche mit Koch'sckxr Lymphe sonst die giinstigsten Erfolge aufweisen, wurde, dem „Temps“ zufoixie, bei einem Kranken, welcher 5 m;.- Lymphe erhielt, Albuminurie konstatirt, und Haematin mit Fragménten von rothen Blutkörperchen vorgdfmidcn. ,

AUS Rom sind nach Berlin enifandt worden: ])1'. Quiricd, Hausarzt der Königlichen Famiiid, und ])r. CeÜi, Vorstedsr dss Gssundheitsiimts.

_ Jm Königlichen Kunstgewerbe-Museuni ist von [ckWie ab die ?idsitcliimg der Neu-ErWerbungen für di? “Samm- lung geöffnct. “Las Hauptstück derselben, ein getäfeltes Zimmer in Weiß Und Gold mit gemalten Wandfüliungen, eine [*öcbit zicr1ickc französische Aria?! der Zeit um 1720, ist in einen an die iintcrc Galeric äl-stOßkiikln Raum eingebaiit. Die übrigkn Erwerbungen haben im Lichtkoi idrcn Play gcfundcn. Hcrvorzuhebkn find Unter ihnen mittel- alterliode Bronzmi, zahlreiche Fayencen und Porzelianc, swaniscde Eisen- arbeitcn, einc Rcidc i'diiZiiiiischiis1cln, cinScbrank Wiler Gold- und Silber- arbcitcn, darunter fianzösiscdc Stücke des 18. Jabrbiindcris, cin Schrank mit Buckxcindändcxi, dier Schränke erlesener Stoffe und Stiii'crcicn, eine Wand faibigcr Kacheln, die dem Museum als Ecschxnk Sr. Königliékécn Hobsit des Prinzen Friedrich Leopold iiberwieicn ivur- den, und eine Reihe von Möbeln, unter denen ein mittelalterliÖes Buffet, Schränke des 16. und 18. Jahrhunderts und iakxlreicbc Stüdle verschiedencr Form zu crwäHnen sind. Zu gleicbcr Zeit sind ein als Geschcnk für Se. Hoheit den _Erbprinzen don Anbeilt ange- frrtigtcr chbstcin' seher Flugel, der nach kcmEiiiidurs des Pro- fessors SchüZ ausgcfübrt und Von Professor Kock), bcmalt wiirde, sowie zivei Scidemnalcrcicn von (G. Schöbel, ?tncm ibemaligcn Schüler der UntcrriäytsMstalt dcs Kunstgewerbe-Muicums, ausgestellt, ein Fächer, dcr niit eincm, von Putten ausiiciudrtcn Cortixrt ge: schmückt ist, und eine Violindccke, die _ für cine Concerixeife nach Amerika bestimmt _ eine von, launigen Bezicbungcn erfiiiiiedlie- goriscbe Schilderung der Reise über den Ocean und dis Eniriatzgs in Amerika zeigt. Dcr Flügel sowie die beiden Setddnmaiereic'n Werden nur bis zum 10. Dezember ausgestellt bleiben. Wadxend die übrige Ausfüllung auf die Daucr_einigcr Wochen bcrecbnet iii. '

_ Der Verein für dcntiches Kunstgewerbe beicbioß in seiner Sißung am vergangenen Mittwock), zur Hebung der Veieins- tbätigkeit während des Winters „regclinaßig Wiederkehrend? Witt- bewcrbungcn unter den Vcrcmsmttgliedern, deren Mitarbeitern und in Berlin lebenden Fackogenosien auszuschreiben, und die besten der

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4„.„ .

eingegangenen Arbeiten durcb Vereins-Andenken oder diesen entspreehende Geldpreise außzuzeichnen. Der Vorstand wurde mit der Auöarbeitung der weiteren Bestimmungen beauftragt.

_ In Sakrow bei Pdtsdam ist der „Bo . Ztg.“ zufolge am 1. Dezember im 75. Lebenßjabre _der Schriftfie er Wern er Habu gestorben. Er ist durch seine Buzber aus der deutschen Götterlebre und namentlich durch seine „Geschichte der poetischen Literatur der Deutschen' bekannt eworden.

_ Seitens des andtages des Gxoßberzogtbums Sachsen-Weimar- Eisenach waren auf Antrag der Regierung Mittel verthigt worden zur Wiederberstellung des Langbaus der ehemaligen Klosterkirche zu Thalbürgel, welche aus dem 12. Jahrhundert stammt und im Bauernkriege zerstört ward. 'Der Bau ist je t der „Tb. Cor.“ zufolge vollendet. Am 30. v. M. ist die Kirche 11 feierlicher Weise ein- geweiht worden. ' _

_214') Auf dem HofexOvedal m der Nabe von Bergen ist kürzlich ei einem schon fruher zerstörten Hünengrabe cin Runen- stein mit schön erhaltener Inschrift gefunden Worden. Professor Sofus Bugge erklärte den Stem für einen außerordentlich inter- effanten Fund; die Runen gehören der älteren Runenreibe an und die Sprache ist urnordisch, Wie auf den ältesten Runensteinen.

|:] Aus dem Verlage von Franz Lipperbeide (Berlin W., Pots- damerstr. 37) gingen uns zu: „Musterblätter fur künstlerische Handarbeiten“, berauSgegeben don Frieda Lipperbeide, 11. Sammluna, 13._24. Blatt. (Pr. 3 „M, einzelne Blätter 40 Z,) Diese Mappe (in „Großoktav-Format) enthiilt eine Reihe älterer Stickereien der vnscbredensixn Techniken, orientalischer, serbischer, bulgarischer, spanischer Herkiinft, einzelneauch moderner Entstehung mit Benutzung älterer ?),)iustcr, sammtltcb in kolorirten Photolitbographien ganz überraschend wirklieYkeitsgetreu wiedergegeben. Auch der in neuester Zeit in Damenkretixn beliebt gewordene Kerbscbnitt mit Be- malung ist in einer charakteristischeri Vorlage Vertreten. Sämmtliche Stick- muster smd mit Geschmack gewahlt und den verschiedensten Neiqungen in Bezug auf Art des Sticbs (Kreuzsiicko, Plattsiicb, Leinenstickerei, Ausnäb-Arbeit, Spiißenstickerei), des stofflichen Grundes und Stick- materials, Farbenzu ammensteilung ic. angepaßt. Die Ausführung der Tafeln ist vqn einer technischen Voliendung, die sich kaum über- bieten [affen dürfte, und da nebenher ein instruktives, ebenfaÜs reich illustrirtes Textheit alis wünsckzensMrTHen Aufschlüsse zur praktischen Ausführung der schönen Muster und über ihre Verwendung um häuslichen Schmuck giebt, so dürfte diese Sammlung wie ihre or- gängerin des Beifalls und der guten Aufnahme in der kunstfreund- lichen Damenkvelt sicher sein, zumal die mancherlei neuen, effektvolien Techniken, welche darin wörtlich und biidlich erläutert Werden, dem Ganzen einen besonderen Anreiz geben. Den Abonnentinnen der „Illustrirten Frauen-Zeitung' sind die ichönen Blätter allerdings bereilxs bekannt, denn fie erschienen dazu als monatliche Gratis- zuga ?.

Laud- und Forstwirthsthaft.

Prämiirung bäuerlicher Wirthschaften.

Aus Posen wird der SÖweidnißer „Täglichen Rundschau für Stadt und Land“ geschrieben:

Zum ersten Ykale wird im nächiikn Jahre in der Provinz Posen eine Prämiirung ganzer bäuerlicher Wirtbiebaften statt- findin. Der Vorstand des landwirtdsckoaftlicben Provinzialvereins für Posen beabstcbiigt, durch die in Aussicht stehende AuSzeicky- nung und den materieller) Wert!) der Prämie sowie durch die Seitens der Prämiirungs-Kommiifion zu ertheilenden Rathschläge kleinere Landwirtbe zu einer rationleen Wirihichaftsfübrung an- zuregen sowie andererseits durch die Tdätigkeit der Prämiirungs- Kommissionen Wirthscbafien zu ermitteln, rvelche für die betreffenden Verhältnisse mustergüliig sind; durch genaue Beschreibung dieser Wirtbschaften in ailen ihren Einzelheiten ein historiscb-statkstisckpes Material zur Beurtheilung späterer Aknderungen in der Witti)- schaftSiveise und in den VolkswirtHsÖastlichen Verhältniffen zu geben, sowie durch diese Beschreibungen don Musterwirthschaften anregend und fördernd auf andere kleinere Wirthe zu wirken. Im nächsten Jahre Werden sechs Konkarrenzen ausgeschrieben werden, und zwar für die Kreise Jnowrazlaw-Sirelno-Mogilno, Gnesen-Witkowo, Schrimm- ScHroda, Kosten-SÖmiegsi, Bromberg-SÖubin-Znin, Birnbaum- Samter. Für jede Konkurrenz find drei Prämien im Betrage von 300, 200 und 100 «js ausgesetZt. Zugelasien zur Prämiirung werden die Cigentbümer und Pächter bäuerlicher Wirtbsckyaften, deren Grund- besiß nicht höher als mit 600 „!(. eingeichäst ist, die aaf ihrem Grund- stücke wohnen und dasselbe selbst bewirthicbaften.

In der Sitzung der französischen Akademie der Wiffenicbafien vom 25. Nodember wurde, wie wir dem „Journal Officiel“ entnehmen, ein Bericht des Herrn Aimé Girard über die Her- stellung von Spiriius aus Kartoffeln in Frankreich zur Sprache gebracht. Dieser in Frankreich bis jeßt nicbt eingeiüerte ländliche Industriezweig dürfte danach große Vortheile die???» NW den von Herrn Girard angestellten Veriucbkn eignen 71:8 die in Frcxiikreick) gewonncnsn Kartofféln ganz kOkJÜZliÖ zur Herirriiung von Spiritus. AUf cincm Linsm H:!rx: MÜÖOK ZXi CWM- cn - Valdis gehörigen Gute wurdcii in der Zsix 792: 29. März bis zum 1, Juni d. J" 78 000 RZ Kartosiein 3:1 .Zdiritus verarbeitet, wclche var 100 153.)- 11,17 bis 11,20 1 1-5Trrozekxigen 'Ki- kobol lieferten, obgleich dcr Stärkcgebzl: der KINOFSZZL mir 18 “') betrug. JU Fdlg? disics zünftizsn Resuixaxs BUD in Musik:": Zsix Versuchs mit Karwffeln [“On “20, 09 Siärksxskaix ;Uzeitci]: wdrdsn, welcbe Pér 1C0 RZ 14,33 ] Alkodki 321 100 0-) [Zeiarkm Tie Fr.:ze der Errickytänxi läydiiéer Brenmreiem in Frankrcié; dßxike dem:;é.) als gelöst zu detraÖTcn seid.

Gesundheitswesen, Tbierkrankbeiteu und Absperrungs- “Maßregeln.

Ter Geinxidbeitsiiand in Vsriin iiieZ :ck; in Fisser WDM ("km 16. bis "ZL. Nkchiber ein .::“:ikiiigcr UNT di: S:?!Liickx- kkii cine niedrige, iL'ékM au.? die stxkiiÖkcixszixcr (_;vxri :;10TOEin- wobiicrn starben,.wks Jai): ÖcreÖrxcr,1Z,-*isi:7 MUZ; XF.“: 315 in dsr i'diiécrgchngemii WTÖT irak, Unix:: dci: Tcdcsuxix-Écn f.::nei: :kiite (Furzünkungey dcr Atdmunzzsorgarre &an :kcnxgsr 31:1.“ ärzkiiében, Kciinrniß, DOÖ UKA der Berlin:?" ein !chiz-cr mcidcc I]?“ '.K der VO!- woche. Wisi“ akUte Tarmkrankdeiien "sid::en ixäx'igcx 52.13“! Tyke. Ti." chiiiixidi: 2:2 Säugimg-Faiicxs 31: der SkerdiiÖLci-T tray gieicdiaiZs ein !ycxiig größer ais in dcr rdrécrgeßanzenen WHM; rdx'. Y.“ 10i'00 Lcdeitdcii sraidcxi. .::ks Jai: Herkiknex, 60 Säugiirxxc. _ Unter den Infektionserikkkcixen *I'i das VI!" kdmrnen :*dri iinicrieidstddbas, M*.iiern Und SÖaxia-Ö sin 1.7:- schräpktes, aui“ _;cigten sick) diciei'rsn in kchinem Sradxtkcii in de- ionkers ::cnricnswsrtder Zaki. Erkrankunxxen an “LWÖTÖU'L; wurdcn iii dirmindcrnr Zahl JUL" Limieizc .:ci'ra-Öf. Und zwar am Öäu-Égßm aus der icnfcixiicn LUixkiU'UU, der Tciiix'eidx'x'r ZUK Rokrnxbaic'r Vorstadt. Tie Zaki dcr 51.1! Ki'Mtrix'? gsdracdrcn Erkrankynsen an Kindbetifieder dltcd eiiie mäßig, bdke.

( , x“! . *..

Tazcgen baden rdsenartige EksZÜlikUl'rßUl W 361150in der HU:! erkx'dii-IÖ mehr Erkraxxkimgep vcraniaßi: .iuä: Erkraikaigen an Keuckbmien ircxxeii ;adirciib. die Zahl der Tddcsiäiie blieb akcr die giaicbe Me in der Vorwockxe. Erbeblick) seltincr kamcii abcr rheumakisäse Beiékwarden .:Uer Art, namentlich rdcumatisckoe Beschwerden der Yiuskiin in érzxiicbe Be- handlung.

Handel und Generbe.

Wie bereits in den Zeitungen aemeidet wurde, ist der Baronin Albert von Rotbsdhild aus "Waris in der Nack): vom 10. zum *.)0. Oktober d. „.I auf der "adxx UQÖkaMW vor der beigisch:franzöiischen Grenze ein eiieiack mit Schmuch sachen im Werthe von Um 60 000 Fr. entwendet wordm