Verläsfigkeit des Ubrenwesens die Anzabl und allmählich auch die „Qualitat der Uhren, welche das große Publikum sicb anfcbafft. _
Was nun ferner die in den bisherigen sogenannjen .Wetter-Sgulen' untergebrachten meteorologischen JnsZrumepte anlangt, so tft es sattsam bekannt, daß deren Zuverlasfigkett gxmeinbm eine außer- ordentlich eringe ist. Mit Notbwendigkeit ' ergiebt sich bteraus eme gewisse Mißachtung der meteorologischen Wissenschaft selbst, da nur Sachwerständige zu erkennen vermögen, daß die fehlerhaften Angaben der Instrumente nicht diesen, sondern deren nicbt zweckentfprecbender Unterbringung zur Last gelegt Werden können.
Allein durch die Anwendung eines in neuester Zeit in die Wissen- schaft eingeführten Prinzips, welches auf der Vernzendung metallUchxr SÖikML von geringster Masse, Mlcbe wenig Warme absorbiren, in Verbindung mit massenhafter Lusterneuernng beruht, gelmgt_es, der obengenannten Schwierißkeiien Herr zu Werden, ivesbalb aUe m„Frage kommenden meteorologischen Instrumente der Urania-Saulen ausschließlich in dieser Weise aufgesteüt werden sollen.
Aber das Publikum fragt erfahrungsxcmäf] bei der Betrgcbtung
meteorologiscber Jnstrumer-ite viel weniger nach deren augenbltcklickyen Angaben, als nacb den vorangegangeneii und, zur Zeit Erfolgenden Acndermigén. Es interssfirt z. B. die chmtnxß der Thatsache, daß 3. Z. ein Barometersfand von etwa 753,7 mm herrscht, nur den Fach- maiin, nicht (1er danaiCn, Welcher mit dieser Kenptniß keinen Weiteren Bcgrikf zu vc'rbindin Vcrmag; Wohl aber inkereifirt ks ibn lebhaft, wenn er erfährt, daf: das Bawmeter in den [eytcn Tagen stark ge- siii'an, seit einigen Stunden aber in rapidcm Fachn begriffen ist. In äbnlicher Weis? interessiri es gar Viélé, zu crsebcn, daß in der vcrganmsncn Nacht das Tbermomctcr [mkkr dcn Gefrikrpunkt gesunken ist, während es zur Zcit in starkem Steigen fick) befindet; uiid'das- selbe gilt fÜr di: Wcrtbe der LUftfeuchtigkcit, übst dcren hygienischen Einßus; mcm in neueren Zeiten mehr und mehr Klarbeit zu erhalten anfängt. Dchalb sollen dem Publikum in den Urania-Säulen außer dem békanxitsn Baromchr und Thermométcr, Welche die AUSKU- blicklicbcn ZUstände der betreffenden Elkxnenfe wiedergeben, n0ch fortlanende, selbsttbätigk Aufzeichnuyigcn ies Luftdrucks, der Timper'cnur Und dcr Fcncbtigkcit dcr Luft in eincr gkmcinvkrständliÖLU, [cbrrcicbkn und interessanten Darsteüncxg geboten Werden. Dj_esc Aufzeichnungen rvcrden, dcn Zeitramn einer gamén W0chc_umfas1cnd, das zeitliche Zusammenfaüen dsr Aenderungcn der einszn Elemsnte Wr Augkn führen und biarbUrcb nicbt selten woblbcgriindete Schlüsse auf die Mitere Gestaltung der Witterung crmöglichcn.
Aber nicbt nur für die Varbroitung dis Jnicresies cm metcoro- l0xiischcn Vorgängen und ffll die' Bklebrunx; dis größerem Publikums an dcrcn Gcscbcbcn werden disse mij dem Namen „Aipirations- Meieorograpben“ bkzkicbnsten Réiiistrir-Apparatc Vl)" Werth sein, sondcrn sik werden aUck) dcr mcisorologiscben F0richunz selbst erheb- liche Dienst? zu [ristsn Vermögen, insofern sie die' Stall? von nie er_- müdsndcn Beobachtern vsrtre'ten, demnach übcr aUe Vorgänge, sc1b1t die kleinsten und kürzkstdauc-xxaden, cianrfsfreieBericbte licfcrn. Kein Gewitter, kcin Wirbelsturm, kein Hasiclwetfcr oder Wolkenbrucb wird durch das Land ziehen, ohne an einer Anzahl rcgisdrirender Apparate die unverkennbaren Svuren seiner bcgleitsnden Cr1cheinungen zurück- znlassen, sobald, Was binnkn Knrzem zu irivarien ist, keine Stadt in Central-Curopa ohne eine oder mebrsre Urania-Säulen existiren wird.
Außerdem könnte die Sicherbaif, mit wcklchcr die Aufzeickynungkii erfolqkn, häufig zur zweiiölloikn Konstatiruna vergangkner Witterungs- verbältniffe in mannigfacbcm Intereffe dicnen.
Auch für diese Apparate wird, wie bei den Uhren, cine selbst- Tbäiige Vorrichtung angebracht Werden, Welcbs ibrc Angaben den AUgen des Publikums cntziebt, sobald kicselben in Folge des Eintritts unsrmarteter Störnngen z. 3. nicht korrekt smd; bierdurck) wird das Publikum vor LtWaigcn Fehlscblüffen bcwabrt bleiben.
Außer der instrumenteüen AusrÜstUng ivcrden aber dic Urania- Säulcn noch Täglich die ncuesie Wetterkartc, in Links gcmcinfaßlicben Wcise darasstcllf und crläULcrt. enthalten, an Wclcbe sick) einc sac!)- gemäß begründeje Erörtkrung über dcn nmtbmaßlicben Verlanf der WiLterung anschließen wird,
Durch alls 0bigen Einrickjtungcn könnÉc im Zusammsnwirkcn von Industrie und Wisscnscbaft ein Zustand geschaffen Werder), dcssen Crrcichung an anderem WTI? in eine treit cntfcrnte Zukunft gkrükkt sein würde. , ,
Di? Mitwirkdxxg dsr betbeiligti'x, Behörden und w:]!ensWftlicbcn Anstalten, 5. L). der Stsrxwarte und dss Metcorologiscben In stitUts zu Berlin, zxr Erreichung obigsn Iicics ist dcm Unter- ncbmen geficbkrt, wodurä) zugleich Linc Gewähr fiir die dauernde Zu- verläifigkcit dcr bcabfichtigtkn Leistungen geboten ist.
[)r. Aßmann, Dr. von Ortb, Wm Kötiig1ich€n Mcteor010iiiichcn Jngsnieur. Institut.
Rekurscntscheidungen, Bescheide und Beschlüsse des Reickjs-Versickxerungsamts.
(916) In ciner Rekurséntscbeidung 00m 21. Okwber 1889, bat das Reichs-Vcrsickyerungsamt in Uebereinstimmung mit dem SÖlkds- gerichte angenommen, daß eiu im Regierungsbkzirk Frankfurt a. O. betribener Eisenbahnbaubetrieb n0ch als 21118111 s01ch7n im Régierungs= bezirk Stralsund im Sinne dss §. 5 Absatz 4 des UnfaÜverficberungs- geseßes .benacbbart' eracbtkt werdeU könne, Wenn, wie in dem be- treffenden FaÜe. WLÖLk ein näher belegener gleichartiger Betrieb pinb- ewiesen noch bebauptet wi-rden kann, daß die Lobn- und sonstigen
erbältniffe in je'nen beidcn Betrikbcn verschiedene geWescn seien (vergleiche Entscheidnng 746, „Amtliche Nachrichten des R.-V.-A.“ 1889 Seite 355). Gleichzeitig wurde ausgesprochen, daß die „Gleich- artigkeit' des lextereii Betriebes mit dém ersteren bei sonst gleich- lie enden Verhältnissen durck; den Umstand nicbt ausgesiblossen werde, da jener nicht in das Katasikr der betbkiligten, örtlich auch für ibn zuständigen Berufsgenoffcnschaft aufgenommen war, da sehr wobl auch völlig gleichartige Betriebe, insbesondere auf (Grund der Vors rift des §_. 9 Absas 3 des Unfallberficherungsgeseßes, Verschiedena gen BerusSgenoffenichastcn angehören könmcn.
(917.) Ein in berficherungspfiichtigem Umfange betriebenes Mi- litäreffkktengeschäft in L. bat eine Zweigniederlassung in U., in welcher drei bis vier Arbeiter hauptsächlich mit der Annahme und Ausführung von Riparaturarbeiten beichäfsigt werden. Die Betriebe steben unter qemeinfcbaftlickyer Oberleitung, in U. Werden Aufträge auf Neuan- fertigungen für L. angenommen, und dabei wird zugleich den Kunden Maß genommen, die gewöhnlichen Reparaturen werden zwar in U. selbständig gefertigt, größere aber aucb nach Bedarf nach L. gcscbickt. Die Verreckonung ist eine gemeinschaftlicbe. Das Reichs-VersiMrungs- amt hat in der Rekursentscbeidung vom 16. Juni 1890 angenommen, daß die Abhängigkeit der Zweigniederlaffung in U. von dem Haupt- betriebe in L. eine wirtbscbaftlicb fo erhebliche iki, daß erstere als Nebenbetrieb des leßteren im Sinne §._9 Absaß 3 des Unfallversicberungs- geseßes zu gelten babe. Die Berufsgenoffenicbaft wurde demgemäß für verpflichtet erklärt, einen Arbeiter des Betriebes in U. für die Folgen eines 0011 ihm in diesem Betriebe erlittenen Unfalls za ent- ichädigen. (Zu vergleichen Besckxid 122, „Amtliche Nachricbtcn des R.-V.-A.“ 1886 Seite 13.)
(918.) In einer nicht fabriknxäßig betriebenen Schlosserei, in dex den Hauptbetrieb die unmittelbar bei Bauten ausgeführten Ar- beiien und diejenigen WerkstattSarbeiten bilden, Wkllhc der Hersteüung
oder_ Vorbereixung dkk zur demnäcbsügen eigensn Anbringung an Gebunden bestimmten Gegenstände dienen, untcrliegcn auch die son- stlgkn Werkstansscblofferarbeitcn dir Versicherungsvflicht. Durch Rekursentstbxtdung quw 30. Juni 1890 ist nach diesem Grundsaxze ein Unfau fur emicbadigungspflickytig erklärt worden, Welcher sich in einem 191chen Scizloffereibetriebe beim Transport Lines in dem Betriebe angcfckngien Geldschranks aus der Werkstatt auf die Straße ereignet akte (zu vcraläckxen Ziffer 1 Absatz 2 der Bekanntmachung vom 0. Dezember 1886 und die Rekurßentscheidungen .837 und 838,
„Amtliche Nachrichten des R.-V.-A.' 1886 Seite 295 und 1890 Seite 455).
(919) Durch Rekursentscbeidung vom 4. November 1889 Hat das Reich6-VerficherungSamt anerkanrxt, daß'die Uebernahme dxr Be- sorgun einer Depesche im Auftrage eines Dritten_ und die Ausfuhrung dieser Besorgung durch den eigenen Arbeiter einer Speditionsßrma gemäß Artikel 379, 385 des Allgemeinen Deutschen Handelsgeseßbuchs dem gewerbetecbniscben Betriebe der Firma zuzurechnen, und der Arbeiter hierbei nacb §. 1 des Ausdehnungsgxseyes vom 28,"Mai 1885 gegen die Folgen von UnfäÜcn versicherx ist. In den Grunden der Entscheidung ist dabei zum Begriff der Guterversendung Folgendes auSgefübrt: Es wäre ungerechtfertigt, wollte_1nan den" Begriffdes „Gutes“, dessen Beförderung fü_r das Spedttionngscbaft Begriffs- merkmal ist, auf solche Dinge beicbränken, die um ihrer, körperlichen Beschaffenheit willen einen unmitielbaren wirtbschafxltchen Werth (Eigenwertb) haben. Als „Gut“ im Rechts- und wirtbscbaxtltchen Sinne muß vielmehr, soweit es hier auf diesen Begriff aki ommt, auch ein Schriftstück angesebcn werden, "welches, wre, die in Rede stehende Depesche, durch seinen Inhalt fur die Vermbgcnslaiie eines Betbeiligten bedeutsam ist. So bat denn auch „bereits das Reichs- Ober-Handelsgcricht (Entscheidungen Band 117 Seite 134) den Trans- port von Annoncen an eine Zeitungsexpeditiori als Gegenstand Zixes Speditionsgescbäftcs anerkannt, und nicht mmder bqt das Reichs- Gericbt (Entscheidungen in Civilsacben Band 20 Sctte 47 ff.) die Auffassung, daß die Beförderung 0071 einfachen Briefen dcn Gegen- stand eines FrachtNrtragcs bilden könne, bestatigt.
(920) Ein Ziegelmcister batte die Anfertigung, der, Ziegel und die Lieferung des Materials an die Baustellen -- dre Zxkgelet liegt in unmittelbarer Näbc Einer größeren ProvinKzialstadt _- [inrnommen und Lkbiklt hierfür neben freier Wohnung fur je 1000 Stuck'Ziegel einen besiimmien Preis. Daneben batte er das für den Ziegeleibetrikb nicbt erforderliche Areal, Welches außer Wic-senland aus einigen M0rgen Acker besteht, von dim Zicgeleibesißer gcpacbtet und b-xtrreb auf diesem Landwirtbscbaft. Theils für die Zwecke der Landwirtbfscbgft, tbeils für die Abfuhr dcr Ziegel hielt er mehrere Pferde. Ein im Dienst des Ziegelmeisters stebknder Arbeiter, Welcher Von diesem überwiegend in der Landwirtbscbaft, da11€bkn aber aucb bei der Ziegelabfubr be- schäftigt wurde, verunglückte aus der Rückfabrt zur Ziegelei, nachdem er mit seinem Wagen Ziegel aus der leisteten nach einer Baustelle
cfabrcn und doit abgeladen hakte. Das RkiÖS-Versickperungsamt at durch (Cünjscbeidung vom 24. September 1889 die Ziegelci-Berufs- genosscnsckyast zur Gewährung der «efeßlicben Entsckoädigung Verur- tbeilt. In din (Gründen ist zunächst dcr EiNivand. daß der verlsßte Arbeiter als ein landwirtbsckyaftlickper anzusehen sei, Weil er über- wiegend in dcm 1andwirtbschaftlichen Bexricbe dcs Ziegelmeisters bescbäßigt würde, Verivorsen worden. Nicht auf dic Eigeriscbaft der Arbeiter, ob diesclben landwir1[)schaftlichc oder cherblicbe sind, kommt es bei der Entscheidung der Frage an, ob und _evcniuall gciien welche BcrxifsgeyosfensWst ihnen ein Entschädigungsampruch zustebt, sondern wesentlich darauf, in welchem Betriebe sie zur „Zeit des WWW be- schäftigt sind, ob dieier Betrieb ein versicherungspflicbtiger ist, zu Welcber BerufsgenoffensÖaft cr gehört und ob der UnfaÜ fich ,bei“ diesem Betriebe ereignet bat. Kläger ist beim Ziegelabfabren 0er- unglückt. Ein solcber Ziegclabfubrbetrieb bildet dann einen Bestand- tbcil der Ziegelei, Wenn der Unternehmer der Ziegelei aucb Unter- nebmer der Abfuhr ist. Dies trifft hier zu. Denn der Zießelmcister batte nach dem Vertrage nicht nur die Fabrikation der 319.071, sondern mit dieser zusammen auch die Abfuhr für eiiien Einbeitsakkordsatz zu besorgkn. Bei dem engen wirtbsÖaftliÖLn Zusammcnbang, Welcher somit zwisckycn der Ziegelanfértigung und -Absubr stattgefunden hat, ist der Akkord-Ziegelmeister, wie er dadurch, daß er etwa die zur Her- stellung der Ziegelsteine erforderlickoen Arbeiten durxb [Édiglilh von ibm selbst angenommene und gelohnt: ArbeiTer ausführen läßt, die Werkzeuge und Gcrätbscbaften, die Maschinen und die 50:11 Trciben der lelHteren nötbigen Pferde selbst stellt, kein Unternsbmcr des Zicgeleibetriebes wurde (zu VLkglKichM Bescheid 413, „Amtliche Nach- richten des R,-V.-A.“ 1887 Seite 351), so aucb kein Untcrnebmer dcs Ziegelabfnbrbctriebes dadurch geworden, daß er die Pferdc gestellt und die Fubrlente gelohnt hat. Unternebmer fiir_betdcs ist Vielmehr der Besitzer der Ziegelei gcwesen, und der Unfall 1011111 dcm Zikgxiei- bktriebe zuzurechnen.
(921.) Die Eigentbümcr eincr Dreschmaschine vergabkn dieselbe: dergkstalt an andere Personen (die im Uebriaen als geiröbnlicbc Arbeiier tbätig rparen), daß die lesteren die Arbeitbgclegknbeiten selbst aufzu- suchen _baticn und für ihre Thätigkeit in dem Maschinenbetriebc keinen festen Lobi] erhielten, sondern den eine vcreinbaxtc Summe über- steigenden Betrag der TageSeinnabme für sich behielten und unter si€b tbi'iltcn, während fie jcnc Summe für chsn Arbeitstag bei den bon Ziit zu Zeit stattfindenden Abrechnungen mit den Cigentbiimern an diese abzuliefern batten. Die [esteren konnten die Maschine jedcrzeit zurücknehmen uud balken die Kosten aller Reparaturen, d?! Reini- gung 26, zu tragen. In einer RekurSeniscbcidnng vom 11. November 1889 bat das Reicbs-Verficberungsamt dic Eiginibümer der Dampf- dreschn1aschine für die Unternebmcr dcs Mascksinenbetriéb-Is im Sinne des §. 9 Absatz 2 des UnfaÜberficbcrungsgeseßcs erklärt und daher einer bei demselben Verunglückten Person der beieixbnetcn Art, weil sie als Arbeiter anzusehen ist, die von der GénosseniÖast' verwäiierte Entschädigung zugesprochen (zu bérgleichsn die Bsscheide 208 und 209, „Amtliche Nachrichten des R.-V.-A.“ 1886 Seite 230).
(922) (Line Maschinenbauanstalt batte die Lieferung und betriebs- äbige Aufstekluna cines Maschinenbauwerks für Ein Mitglied einer Baugerverks-Berungenoffenscbaft gegen eincn Gesammtvreis Über- nommen. Die Montagearbeitcn Wurdkn von cinem ibccr Monteure geleitet. während der Empfänger dis zu diesen Arbeiten ferner erforder- lichen Hülfsmannschaften (Tagelöhner, Handlanger 2c.) vertraglich auf seine Kosten zu stellen hatte. Sie unterstanden bei der Ausführung der Arbeitin dem Monteur und hatten dessen Anordnungm Folge zu leisten. Durch Entscheidung vom 3. März 1890 hat das Reichs- Vcrficberungsamt die zuständige Eisen- und Stabi-Berufsgenoffenschaft im Anschluß an die Entscheidungen 377, 597, 598 und 603 („Amt- liche Nachricht911 des R.-V.=A.“ 1887 Seite 201, 1888 Seite 316, 317 und 326) für Verpflichtet erachtet, einen Unfall zu entschädigen, welcßer einen dieser HülfSarbeiter bsi den Montagearbeiten betroffen batte. Hervorgehoben wurde _bicrbki, dafi privatrechtlicben Vercin- barungen darüber, wer die Hülkskräfte zu stellen oder zu lobnen babe, für das öffentlich-recbtliäoe und wittbschaftliche Gcbiej dcs Unfall- berfichkrungsgcseßes kein entscheidendes Gewicht bcizumeffen ssi. Maß- gebend sei, welcher Unternebmer die Arbeitsleistung der Arbeiter sick) aneigne und im Interesse seines Unternehmens verw«rtbe. Dies sei bicr, wo es sich um eine in Großakkord übernommene Montagearbeit bandkle, die Maschinenbauanftalt auch bezüglich der ihrem Monteur von dem Besteller des Werks aesteÜten und durch diesen gelöbnien Hülfskräftc. (Vergleiche die Entsckxeidunß 923 sowie die Entscheidung 774, „Amtliche Nachrichten des ,R.- V.-A.“ 1889 Seite 414).
(923) In einer anderen gleiibgcarteten und ebenso entschiedenen Sache war insbesondere streitig, ob ein derartiger Unfall auch dann, Wenn er fia), wie hier, crst einige Tage nach der Probebelastung des Maschinenbauwerks - es handelte sich um eincn großen Laufkrabn - beim Bewegen desselben ereignete, noch zu Lasten der Maschinen- bauanstalt beziehungsweise der betreffenden Eisen- und Stabl-Berufs- aenoffcnscbaft gebe. Das Reichs-Versicberunngt bat in einer Rekursentscbeidung vom 7. Januar 1890 diese Frage aus dem Grunde bejaht, Weil der Krahn selbst am Tage des Unfaüs noch nicbt fertig
estellt War, und die BLWi-gung desselben erfolgte, damit die einzelnen heile sicb einlic-fc'n, und etwaise Mängel zwicks alsbaldiger Abiteüung durch den noch anwesenden Monteur der Masckpinenbauanstalt auf- gedcckt würden. Da die Anstalt nicht nur die Aufstellung des Krabns, sondern auch deffcn HLkstEUUUJ in betriebsfäbigem Zustande für den Vereinbarten Gesammwreis übernommen hatte und bei derartig um- fangreichen, mit verwickeltem Gangwerk Versehencn T).)i'ascbinenbau- werken erfahrungsmäßig bäufig Mänge'l erst bei der ProbeiVeisen
vorgenommen wurden. Demge enüber konnte auch der von der be- klagten Eisen- und Stabl-Beru sgenoffenscbaft hervorgehobene Ulnstand daß usancemäßig die Probebelastung als Abnahme gelte, keine aus: schlaggebende Beachtung finden.
(924) In einem Eittscbädigungsfalle war allein zweifelhaft, in welchem von zwei Betrieben _ einem gewerbsmäßigen Fubrwerks. betriebe oder einem Straßknbaubctriebe - sich der Unfall ereignet hatte. Während das Verfahren gegn) die eine Genossenschaft * die Tiefbau-Berungenoffenscbast - bereits bis in die Schiengerickth- instanz gediehen war und bier zu einer Verurtbeilung dieser Genossen- schaft geführt hatte, batte die FabrWerks-Berufsqenoffenscbaft vbne Kenntnis; hiervvn ibre Entschädigungspfiicht dem Verletzten gegenüber anerkannt und demselben die geseßlickye Rente gewährt. Auf den von der Tiefbau-Berufsgenoffen](haft gegen dgs schiedsgcricbtlicbe Urtbeil rechtzeitig eingeiegten Rekurs hat das Reichs-Verficherungsamt durcb Entscheidung vom 21. April 1890 auf Aufhebung jenes Uxtbeils er. kannt. Ohne das; es einer sachlichen Prüfung bedurfte, ergab fich diese Entscheidung aus dem von der Fubriverks-Verufsgen0ffenschaft innerhalb dc-r zulässigen Grenzer) abgegebenen Anerkenntnis! (zu ver. gleichen Bescheid 770 und En11cheidung 793, „Amtliche Nachrichten des R.-V.-A.“ 1889 Seite 394 und 1890 Seite 163), da der Ver- [eßte aus dem Unfall selbstverständlick) nu_r Einen Anspruch hat, dieser rechtskräftig gsgen die Ful)rwcrks-Bcrussgenoffcnscbaft feststeht, und dabcr der in dem Urtbeil der Vorinstanz beruhende formelle Titel auf Vorläufige Befrisdigung dessclbkn aucb Seitms dcr Tiefbau-Bsruis. genossenschast durch Aufbebung dieses Uctbeils beseitigt werden 111117312, Aus diesem Grunde und im Hinblick auf die Enticbeidunß 614 („Amtliche Nachrichten des R.-V.-A.“ 1888 Seite 334) kormt? aiich dem von dem Verie*1ei1 gesteÜten :ilntragc, das Vcrfabren gegeii die Ticibau-Bcrufßgenos enscbaft mii Rücksicht auf das Aticrksnntiiis; der Fubrwcrks-Berquenoffenscbafi bis auf Weiterßs ruhen zu lassW nicbt stattgi-gcben werden.
(925) Ein Schisdsgericbt batte in einem chile, in ivclcbcm der Kläßer nach seinem eigenen Zugeständnisse zUr Zeit durch den Unfaü in seiner Criverbsfäbigkeit nicbt beschränkt war, in dem Urtbeil lediglich ausgesprochen, daß der Klägcr fick) durch einen Betricbsmtfall kin Leiden zngczogen babe, obne Übi'k die Eniscbädignngöverpflichtung dcr Berufsgcnoffenichst Lime Entscbcidung zu treff-en. Auf den Rekurs der Berufsgenoffenschaft bat das Riicbs-Vcrficberungsamt durcb Uxtbsil vom 17. November 1890 das ichiedsiiirichtliche Urtbeil aufgehoben, da der cntschcidende Theil desselben einen unzulässigen Inhalt habe. Wie die gcnoffenscbaftlickwn Bescheide nacb §. 59 Absaiz 3 des _UnfaU. verfickperungsgcsißcs iiur entweder die Anerkennung oder dieAblebnung geltend gemacbter En1schädiiimigsanspriicbe zUm (Gegenstandé habxn könnkn, so müssen aucb dic sÖieds.§erich11iche11 Uribeile entweder ijne Amerksmxung odcr einc Zurückiveismig dcs Entxcbädigungsanspruchs aussprccbmi. Cin? kntsprxcbcnde Antdeung der Bestimmungon der Civilprochxcvrdnung über die Ztilässigkeit von Zwischenurtbsilcn (iv. vkrglechn §§ 275, 276 a. a. O.) findet Weder in chi Vorschriften der Unfai]verfickxcrunasxieieße', noch in denen der Kaiikrliiben Vcr- ordnung über das Verfahren vor dcm auf Grund des Unfall. berficberungsgesetws crricbtctcn Scbiedsgcrickétcn 0001 2. November 1885 irgend Wllchc'n Anhalt; aucb würde fir dem („Geiste _und 310611? dicser Vorschriftkn widerstrcben, 113L1chL auf Lili möiilicbst einfaches und schleuniaes Vcrfnbrcn binwirken sollen (40 ver,;lcickxn Bescheide 848 und 849, „Amtliöbe Nachrichten des R-V -A„' "1390 Seite 487, 488). Den Rekurs silbst bat das Reickys-Versicherimgsamt im vorlixgkndcn Falle für zulässig eracbtct, da aus der Form und dem GMmmt- inbalti dcs schied§gexicbtlichen Urtbeils zu entnehmen Wax, daf; dcr Erlaß ein?! Endkntscbiidung bcabfichtigt iiewcicn ist. Gegen alle schiengericbtlickxen Endoutskbridnngen steht aber, mit alli'inigcr Ans- nabme dcr Fälle des §. 57 Absatz 1 Ziffer 1 des 1111fa110crsichcruchxso geches, gemäß §. 63 Abiaß 1 a. a. O. dcr_R€kurs an das Reichs- Verficberungsamt offen (zu vcrgleickpiu Entjchcidung 847, „Amtlich Nachrichten di's R.-V.-A.“ 1890 Ssitc 487).
(926) Ein Architekt, wclibcr die Ausführum; ?*sr BaUarbciiM [?(]leäßig an Baugi-Mtbetrcibkndc bergiebt, bat zeitweise ncbsnbei eincn Arbcitcr für seine eigcne Rcchnung mit der Rsinigung 0011 Neu- bautcn, SÖUUÖTÜTÜWM nnd dergleickocn bcschäf1igt. Dis 25610419112er- Berufsgcnoffcnscbaft bat dkl1Akch1UkkkU als zur Sclbstbsrficbcrimg Vcrpßicbtkt erklärt, Weil er an Wi'liigi'k als 250 BaugechrkÖtagcwckkcn Lpbnarbcitcr bssckxäftigt babs (zu vi'rglcicbkn der Beschcid 721, „Amt- lickye Nachrichten des R.-V.-A.“ 1889 Seite 321). Auf erbobcne Beschwerde bat das Reickys-Vclsicbérungsamt ausgesprochen, daf; dcr §. 2 Absaß 2 bis Ban-UnfalwersiäyerUngsgeseßes auf den vorltcgcxircn Fall nicht amvrndbar ist. Der §. 2 Absatz 2 a. a. O. bat nacb dcn Motchn zu di'm (HCsWc lckixilicb ,kssinc Yictricbsmrtcrnebmcr“, ?. b. sola)? Gewerbctwibendcn im Angy, „drin stenkderbäliniffk im 21118111- licbcn denen M; Arbiitcrs entsprechss“. Unter din in dem Wibezcicb- neten Paraaimpben cm*äbntcn Gewerbetreibenden find daber nur solche z'; chsicben, wclche ibrcn Unterbalt. ähnlich wie die Arbcitcr, durcb eigener Hände Arbcif wcrdicncn (in verglcicbcn dcr Nacbjraxi zum Normalstatut, Anmchnng 2 zn §. 52, „Amtliche Nachricbtcn des R.-V.-A.“ 1887 Seite 332),
Statistik und VolkSwirthsckzafi.
Rohciscn-Prodnktion.
Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins dcukicbcr Eisen: und Stablindusiriellcr belief sich die R0bc11cii- broduktiom des Dcntschen Reichs (einschl. Luxemburgs) „im Monat NoveMbcr 1890 auf 361384 r; darunter PUddelrokaen und Spikgelcisen 150431 r, Besscmcrrobeisen 33804 v, Tbmnas- robeisen 136 438 c und Gießereirobeisen 40 711 t. _ Die Pro- duktion im Roycmbkr 1889 betrug 389116 c, im Okwbir 1890 373 090 c. Vom 1. Januar bis 30. November 1890 wurden pro- duzirt 4200 465 c gkgen 3995981 t im gleickxn Zeitraum des Vorjabrks. „...
ZurArbeitcrbcwcgung. _ 1
Wie dic „Volks-Ztg.“ mitibcilf, bxsébloß eine stark be1uchFBcw sammlung von Grubcn-Aussckyuß-Mitgliedsm des_C-_aar- bezirkcs in Sulzbach ein (GesUcb am den Res 1 ort-erxlstkk- in Welchem die Wahl der Aerzte, BUHÜUJUUJ im Knachkxäiks“ Vorstand durcb freie Wahl Und richterliche Entscheidung bet IWM“ ditätScrklärnng verlangt wird. , ,
Die Schweidnißer „Til. Rdscb. f. St. u. L.“ theilt de:) Wort- laut der Pctition mit, Welche die Weber im (»Tnlengebtkgc 9," Sc. Majestät den Kaiser und König gcrichtetbaben. Yk? Petentcn Weiscn auf die schlimme Lage des gcznzcn InleÜUe“ zweiges der Handweberei hin, kennzeichnen die uzianskomm- lichen Lobnverbältnissc und führen an, daß dix Fabri“ kanten, welcbe obne Dampfbctrieb arbeiten lassen, beim ÖMZ" Willen selbst nicht in der Lage find, böbere Löhne zu zahlen UND f?r ununterbrochene Beschäftigung zu sorgen Die Lage der Weber kalx durcb die Tbeuerung der Lebensmittel und des FeuerunxismaterZa verschlimmert; selbst die Sonntagsrube müffe oft e'ntbeb'rt wer"??? Die Weber legen schließlich Sr. Majestät dem Kaiser die Abbt! des Notbstandes ans Herz. , „ b c-
Die Schriftgießer in Leipzig sind, wie die „.va. ZW ck“ richtet, vor einiger Zeit dem Unterstü ungsvi-rctn Deuts em Buchdrucker, d. 1). dem dort bc tehendet) Gauverein- ck em Verein Leipzi er Buchdruckergebülsen, bclqexceten, nadesfen ste Vorher i ren eigenen Unterstüßunaßderem 11117) mit Kassen aufgelöst batten. Zur Wahrung der ckan elung den Buchdruckern nicbt gemeinsamen Jykt'kcffkU ( eéfender der Lohn- und Arbeitsverbältniffe, Unterstußupg UW“, „ne„ Sciyriftxiicßergebülfen) batten sodann die Schriftg1éßkk ""e Fer An- besondercn Verein gegründet, dem indessen, da er, „Wbd ssäcbfi- sicht der Bkhörde mit öffentlichen Angelegenheiten im SmneMeitglieder
Inbetriebnahme entdeckt werden, so War anzunehmen, daß jene Probe- fahrten wesentlich noch im Interesse der liefernden Mafchinenbauanstalf
- MM.. «-,.-„ „.*-**.“- -- “» -s-- „““-e
schen VereinsiesetZes befaßte, die Aufnahme minderjähriger „ untersagt wuxrde. Diese bei den Verhältnissen der Schriftgieß“
x".- “I“ - ex; ; - )
..„--«-- -«--,*- & .
gxbülfen die Wirksamkeit des Vereins schwcr beeinträchtigende Ve- sttmmung war die Veranlassung zu einer am Sonnabend abgehal- tenen Versanzmlung, ' welcbe darüber beratbcn soUte, ob man unter solchxn Umnstan'den mcbt besser von der Beibehaltung eines eigenen Vereins ganzlich abzuseben babe. Diese Ansicht fand in der Ver- sathilung fast aÜgemxtne Vertretung und es wurde beschlossen, den ge_grundeten Verein wieder eingeben zu lassen und dem Tarif-Unter- stußunxsfopds der_ biesigen Buchdrucker beizutreten, der von der ört- lichen Tarifkommission vermaltet wird.
Em Telegramm,des .Wolff'scben Bureaus“ aus Glasgow Yeldet: Der Strike dex Eisenbahnbeamten in Süd- «chottland mmmt zu; die BabngeseÜscbaften haben beschlosssn, den ForderunZen der Strikenden nicbt nacbzugsben. Der erkehr de; Zuge geratb mehr und msbr ins Stocken, insbesonderk aus der Linie der North British Railway-Comvany, nxelcbe anzeigt, _daß fie keine Güiér zur Beförderung annehmen komize. Die Stxtkendcn 00n Carlisle, cinem wichtigen Knoten- yumxe'dcr eng11schsch01111chen Eisenbahn, Veranstalteten beute eine offentltcbe eraßen'kundziebnng. Der Posxzug aus London langte Zeit?? Vormxittcßg 1713?) dretithidigxr Versxätung in Pitti) an. Rube-
0 ngen n t er ni dor e ommen, di? , ' ' '
fick) aber in steter Bereitschaft. (; POM, halt
Kunst und Wissenschaft.
Die Erinnerungsstätte für die Hochseli M: Kai er Wilhelm und Frixdrich, welche im ersteng St0ck sdes Zeugbauies. gerade uber'dem großen Vestibül gescbaffen Wlkd, soll Mitte Japuar dem Plzbltkum geöffnet werden. Es werden Hier, wie 7ch0n trüber'nntgetbetlk, die Waffen, Helms und Unif0rmsjücke beider Kaiser sowic? dte'Oxden und diijenigen Ebrengcscbcnke Auf- stellung finden, welche militariscben Cbarakicrs sind, wäbrcnd bekcmni- lick) die' übrigen Geskbknkc u. dgl. nach dem Hobcnzoüirii-Museum überführt sind. „
-- Die Wahl des Prafidenten der Kunst-Akad-Zmic in Berlin Profxffor Karl Becker, "zum Ebrenmitgliede dir Münchener KU"st-Akadkmie, „n'elck'e axlaßlick) seinks siibzigsten Geburtstages crfolgte, ist, wie die „Münch. WW. Z.“ meldet, v0n Sr. Königlitbcn Hoheit dem Prinz-Rege'ntcn bcstätigt Mrdcn.
_- ?“:Zcr Geheime Regierungs-Ratb Professor Dr. Bastian bai sub dcn neuestcn Nachrichiensznfolße von C0107x:b0 (auf Ckyxon) aus nach Sydney begeben und 1th 001: dort aus ostwärts seinen Kurs fortsetzen. Der Gelkbrte hat in Ostindien mit (iroßcm Erfolg für die hiesigen Museen gesammxlt. In Piscbawc-r bat er Ubgiiffe gräco- buddbistiscbsr Skulpturxn 5016111 und wcrthOlke Ergänzunixkn linskkkk Sannylunaen übi'r Njgbamstan L'kWOlbLn, in Lakbnau bat er dm Profeswx Führer für die Intcreffen des Museums wewonncn, dicser 7011 im Gebiet vort Tbaru und Bassba sammeln; außeidem sind dort alte Meiachrätbe, Opferaerätbe dcr HariWar, gcsammelt und PapierabklaUcbe von Altertbümern der Matbura bestellt worden. Von (Gaya aus bai EZHeimTr 'Ratb Bastian dsn Baum des Buddha besucht Und einige Zwerge und Blätikr dicses beili,;cn Baumes bierbergescbkckt, Lk ba1_„ferner in Gaya einen Umbang der RZmapilger erworbsn und Koitumfiguren bcsÉcÜt. In Rbagalpur bat er Vantalwaffen gekauft 0111) in Kalkutta endlich (Hkgcnstände der BM.Ikktc, der alten Urrxliiioxi dk: Tibcéai-„kr, Kuiwsgcgcnstände der Jaina, Tbonfiguren von Handuexkern, Textfelsmaskcn und Abbil- dungen buddbistiséber Wiltsvstcme eritandkn.
„_ ngfeffor S chw crnxfu r t b, wilcher gegenwärtig in Genua weilt, bat dem „M. T. B,.“ zufolge tn'einem Briefe an Profcffor Cyra (in Turin) mitgetheilt, ec bkgbfichtigc di-mnäcbst nacb Massovab zu geben und werde in Keren ixbkrwiniern.
__JnSt_PZcfcrsburii Farid dieEtnweibnng desInstiiuts für (Experimenxal-Mcdiztn, das Von Sr.H01ck2it dem Prinzen Alexander Petrokvitscb 0011 OldénbUkJ kiricbtet ist, am Soim- abend, den 20. Dezembkr, um 11 Uhr Vormittags, staLt, bci welcber Gelegenheit der „Reg.-Anz.“ nachst€bcnde Einzelbeiicn dsr Bcschrcibi1ng der Feist vorausicbiiit: Das Institut ist ziim Zivcck dcr wissenscbai't- 1ichen11niersuchung der Mikroorganismen und ibrcs Einflnffcs auf den Menycben „sowie zum Studium dsr ebidkmisckyen Krankheitkn und ihrer Bekampfunqsczrtcn erricbtct. Die Anstalt bifilldkt sich auf der ?lpotbeker-JMcl dsr Lopucbinskaja-Straß: und bildst ein ganzcs Stadtbicrtc., in ivclchcm fick) Reiben 0011. Gebäxtden nnd vsrscbiechen BAU; bkcitcN zu beiden Sexten dir Straße bimicbcn. JU dk!" Zabl d. "* Gebäude nimmt die Erste Stille das Laboratorium Lin. Aas dcin géräumigcn Empfangsiaal desiclbkn mit seinem scbbiicn Ausblick anf dkn Garti" und die Newa führen Tbiirsrx nach dcn Korridorsn und einigen Einzel- kabinetsn für die anutomiicbcn, vaswlogiscbcn mid bakteriologiscbcn Untcrsucbungcn, dcn Sbezial-Vcibandzimmcrn und den Räumen für Imviung gegen die Tollivutb 2c. Ferner Enthält die Anstalt Räumc skzr die 17711 Vkrsncbkn und Korscbungen diencndkn Kaninchen, iiir die Hixndc, ein Kabinet fiir Prärarirunxx dcs Gehirns, ein Adizarium für Fiscbc und Zimma-r für ihre Untcrsuibmxz], 1001? Kabinete für, die Bakteiienkultnr, Vornahme 0011 mikroskopischen Untcrsuckéqnsxcn 11 s. w. an Herstellung 0011 Auf- riabmen von den mikr01kopischen Präparaten cmbält Das Institut eine Abtheilung für Pbotograpbie, die sick) in 211191" bcsonxcrcn Räiim- [„leko bcfindct. Jm dlm Gkbäudc des Laboratoriums bifindet 11ch fkkUk!“ eiii Kabincf fiir Si“. Hobcit dcn Prinzen chxander Petrowitscb 0011 Oldcnburg. Kabinete zum Arbeiten iii! zugereistc Gelkbrte, cin Veriammlnngssaal, Speisezimmer, eine kleine Küche, Wascbzimmer, Badezimmer, ('in solches für die Administration und ein Tclcpbonzimmer. In den untercn Räumlich- keiten des Gebäudes befindct sicb cin Ofen zum Virbrennen dcr Ka- da0er und ein Ciékküer. _Der Feierlichkeit si'lbst wobnjexi bei: mebrerx Mitglieder der Kai1er1ichcn Famixie, darunter S?. Hobcit der Prinz Alixandcr Petrowitscb Von Oldenburg, dcr Ministsr des Innern„ höhere Staassbcamtc, die Botschafter Dkutsckxlands und (onßbriiaiinieiis, Vertreter der obersten Medizinal-Verwalfung, dcr Militar-Mcdizinisckzen Akademie, der 11ni0ers1tätund eine große Anzahl boxi'Aerztcn. Nack) eiiikm einleitendc-n Gottesdienst verlas dir Minister „des Innern das folgende Kaiserliche Reskript an Oc. Hoheit den'Prinzen Yllcxander Pctrowitscb von Oldenburg:
(„ „(Ew. Hobeit! Das warme Mitxiéfübl für die Leidcndkn hat in Ihnen der] Gedanken angeregt, in St. Pktcrsburg eine Anstalt zu crricbten fur die wissenschaftlicbe Erforschung der in der Medizin der Gegenwart entstehenden Fragen ersten Ranges iibcr m'uc Behandlungs- metboden vieler schwcrer Krankheiten, die für unheilbar gehalten wurdexi. Nachdem. Ich das Von Ew. Hobeit errichtete Institut für Experimental-Medtzin, welches Sie gegenwärtig dcm Staate gespendet baben, besucht, babe,Jch Mich überzeugt, daf; Sie zur Errichtung desselben weder Arbeit n0ch Mittel gespart haben und daß dasiklbe Lack) der Vollkommenheit dcr betrkffcndcn Hülfsmittel cinen dekvokküsenden Platz tri der Reihe der far die Wahrung er Volkshygienc „bestimmtkn Institutionen eiiinebmcn wird.
“bdsm, Ick) mrt wabxbaftem Vergnügen die Annahme brer retch§n Spende genehmigt, halte Jcb es für eine an- [Zeneibme YMCA, Ihnen Meine herzliche Dambarkeit für Ihre gros;- dxxsckscn Bemuhungen zum,Besten des aügcmeinen Wohls auszu- k)?" en Md freue Mich, m_ denselben die herzlichen Eigenschaften ereerTktkktsn zu seben. die Sie von Ihrem Vater [cligen Andenkens imkR haben, dessen Name mtt dem (Entstcbcn violcr-.'.u§11chen Anstaltcn Woti k1ch„et1g _verknqut ist. Als Zeichen Mewes besonderen Wohl- das Ttis„kf)0kr Sie vexleihe Ich dem vori _Jhnxn gegründeten Institut Linean _! atKaiserlicb und „babe gleichzeitig _fur wobl beiundkn, durcb ie es Jefehl an den Dirigtrxnden Senat Ew. Hobéit zum Kurator
jw“ küstttuts zu ernennen, tg dxr Ueberzeusiung, daß Sie unter der selbenlrjung der bisten vaterlandtscbeix wissenschaftlrcbcn Kräfte di“!!!-
ünschk ne ZUkuzist sichern nwrdefn, die Meinen Absichten und Ihren
Wah “" ?Utsprtcht. Ick; verbleibe Ihr tmmcrdar wvblgcneigtec und kbaftIdankarer ZLle x an d e r “.
on er ei Julius Hoffmann in Stuttgart verlegten
SWM[U"19p".DekoratiVer Vorbilder“ wurden seit unserer
bar Verwendbaren Mustern aus aUen aiterxn Stilar'cn mid für a
moglichen Techniken. Wer aber, wie unsere jüngste Künstleklrk
generation das Alte durchaus für veraltet bält, weil doch
eben nur einmal das Höchste und Schönste lkkéiÖt werden
ko'nnte, und auf neuen WkJen etwas Neues- um jkden Pais.
sei es auch um den „des Geschmacks und mit kecker Auflehnung
gegen jedes Forxn- _und_Stilgesexz erstrebt, aUcb der findet hier
was er; sucht, tbetls m rein naturalistischer Darbietung, theils in frei
stilisirter Veandung ganz néukk, der lebendigen Natur entlkbxitcr
Form_cn._ Die Tafeln, namentlich die koloricten, find mik dcn wcix
vorgeycbrutenex Mitteln der modernen Tcchnik birgestellt. Auf den
Faxbendruckblattexn sehen wir 0, A. Flaibornamcnte im romanisckocn
Zttl, dxmt Relief0xnamente des Rococo nach Motwen aus den
Fccblöffern zu Bruch1al und Hirschberg, ferner FüÜungen für MMU-
aßizmi, Holzbemalung ec, Blumenmaléreien nach alten PMküan-
gxfaßnmdc Bésonders, beiiälliger Aufnabme dürften fich Wegen ibrer v'telfalitgen"und_ urxnntxelbaren VerWendbarkeit die mit feirwm rich-
tzgén Verstandnis; fur dre Heraldik dcr Rénaiffance erfundenen geMrb- lichen Wappen erfrechn; auch das Figürliche ist auf diesen Blättern retz-voll gkstaxtet, und die Farbengebung zeugt von nicbt minderem kiinst- lcrtsÖen Ge1chmack5 Em in seiner Art sehr origineiws Blatt zeigt
das Motiv des Zthenbocks und seines borngescbmückten Kopfes in mannigfacher dekoratwkr Bcnußupg; ein anderes bietet Beispiel? der 0rn0mxntalen Vernienduxiz pflanzlicher Formen. Auch die nichtfarbigen Tafeln entbalten „1160311 irnNer gültigen, guten altkn Mustern viklerlei moderne dekoratwsanrfmdungen. KunstgeMrblicbe Zciibnir Und Malex, grapbiscbe Kunstler, Dekorateur: und Arcbitékten werden also Junéegiingdésm nZicn „Bax'dektdeté „DebkoratiIrJn V0rbildcr“ mancbcrléi
n 0100 wre [rs enu are uter nden. ( *
Hlftés zu is 5 Blättern 1 «U) L s fi ZMS DLS _ (b:) Yu,c dem Yiecresgrunde der Ostsce bci Sandbammaren
an dcr Yudkustcbon «cbwcden wurden vor einiger Zcit tnkbrcre alte Sabsl gefunden, Mlcbe später in dkr Zonammer zu Ystad 0203013107101 wnixen. Auf dem Griff der Säbel war ein Adlek mit avsßebrettcicn Flugeln und ein verschlungenes KZ mit einkr Kron? d&xubc-r anßcbrczcbi. Man nahm an, daß diese Waffen von Einem giftrandkßß Kricgsscbiffe berrübrten, wußte aber doch nicht bestimmt, 01) cs'1111s1sche, schwckd11ck-b0mrxrersche oder französische seien. Dnrcb Yer'mkt'tklUmUdLS; schwchdischen Militärattacbés in Berün, (,))c'aj0rs erodtng, Ut dic Sackye _123? dahin aufgeklärt, daß die bei Ystad ge- iundencn_Wgffxn preuß11che Kürassiersäbel aUs dei Zcit Frtcdri ck I dss (Großen smd. Später sind an dxrfclben Stelle des Vikeres noch ca. 6,0 Stiick solcber Säbel, aUe von schöner Arbeit u'nd giit" crba1tyn, gciuxidcn Worden. Anfangs Januar wkrden aucb Iterxnénabel ats Strandiand im 3011016710101"? 30. Ystadt znr Auktion
Land:- und Forstwirthschaft.
, LUs Stockbolm, 21. Dkzembcr, wird uns qeschrieben: “Au Exn1adun'g der Ylkttfsngesellschaft ,Cxtractor“ batten fick) in dieseiT IMM „diele Mttgltcde? dir Landbau-Akademie sowie andcre Inter- essirts im 80511 dkx Gesiüscbaft eingefundkn, um den nku erfundenen „Gxxtraxtor 'm Tbaiiqkeii zx: sehen. „Diese: Apparat enksabnt nichf TU]? d:? frtscbk Milch, sonern liefert gleichzeitig die fertige "Butbe r. Scimmtliibe Fach1nanner sprachen ihre höchste Anerkennung uber die sinnreicbs (Erfindung _aus, die in dcr MeiereiwirtbsÖaff von epocbemachcnder Bedeutung ist. Die fertig? Butter wurdc (ieprobt pnd gerdann dcn lebbaftesten Beifall dcr Kenner. Der Apparat wird xeßt tn den Handel kommen.
thdapestx, 23. Dezember. Dem ,Ncmzct“ zufolge wird die YUJÜTUCÜL' Regiirnngdui dem Sandgebiet Von Deliblat 3000 ungarische Winzerfmmlten anficdeln, denselben Wohnungen bgnkii und. 10 [01,14]? die Ampflanzumien noch nicht gediehen sind, eine 1abrlicbe Unterszuwing'von 240 F1. gewähren. Von Vcrsecz bis Pancsowa soll eme Vizmalbabn gcbaxxt und in Vecsecz ein Muster- kcllcr angelegt :yerdi'n.
Handel und Gewerbe.
Taglicbc Wagengssteliung für Kohlen und Koks , an der RubrundiitObersch1esien. , ' An der Riibr smd am 23. Dezember gestht 9669. nicht recht- ZAM; gastellt 1185 Wagen, Weil in F0[gc des wieder eingetretenen Fkoitc-s das Rangixgcscbäft bebindkrt 1st und di? (iroßen Samywel- babnbcofe Ibbt ?_Llelgkyi) Wasgcn annkbtxikn und abfabrcn können. „,n, er 21 ien ind am “.:. d. M. étellt 4457, ni 1 recbtzctttg gcstc-Ut keinc Waziin. g , ck . *" Snbbastations-Re'sultata. Bernt Konigltcbcn Amtsgi'richt 1 Berlixi stand das ixn Grundbuche 0011 Tempelbof Band 22 Nr. 913 am den Nmnsn dcs Verstorbensn Restauraieurs Ernst Menzel eingetragcne, jetzt der: Erben dessklbcn gcbörtge. in dir Kreuzbergstraße bklegenk, 26 8. 84 (110 gxoße Exuckdstück ziir Verstiißeruna. Das geringste Gebot wnrde a_us 147 4000-7- iestgejsyt. Für das Mcistgebot von 380 500 .le wuxde die Handlung I. U. A. Richter zu Ber1i11 und der Maurer- mcistér Robert BrUf; zu Cbaxloitenburg 111 gleichen Rechlin und An- tbetlen Erstebcr.
Eine chckmäßige vcrglcicbénde Zusmnmenstcüung der 301115 ;c dxr Mdc .Kinlcvy-Bilk, verglichn mitdcnjenigcn des alten Tarift's, giebt cine ioebem Sailens dcs ?")?eicbsamts des Innern vcröffentiicbtc Zusammenstclbmg Dre Zollsaße des amerikanischen Tarifs
vom 1. Oktober 1890 veralici)cn mit denjenix en des (1 [ten Tarifs (JiackUxag zu: Die neuesten Geseße der Vi'reinigten Stgatkn 0011 Amcitka uber Einiubrzöüc 2c., Verlag der Königlichxn Hosbncbbandlung Von E. S. Ykittlcr u. Sohn, Berlin ZW., K*ycbstraße 68« 70. Preis „M 0,80). Die Ausgabe enkbält ei.“- 0011- standtgfcs Waarenvcrzeicbniß und bildet zu der Vor einiger Zeit vcr- cffkntltckyten Ausxiabc der Mac Kinlcy- Bill cine zweckdienlicbe Cr- ganzung.
- Nack) eim-m Telegramm des „W. T. B.“ aus aris vom 5811111011 Tage hat dkr Kongreß von Columbien eiYen Veritas,“ ratifiztrt, durcb welcken die Konzession der Panama - Kanal - (Ge1cllschaft m'txzcbn Jabra Verlängert wird.
." "Der „Zeiticbr. f. Swix.-Jnd.* entnehmen wir folgenden Bericht uberden Handel rnit Stärke nacb Mittheilunqcn der Vertraucnsman'ner m der Zeit vom 17. bis 22. Dezembcr 1890. Im Laufe'dcr YZer1ch1sw0chx sind folgende Abschlüsse in Kartoffel- fabrtkaten tmtgetbcilt Worden. Es wurden verkauft an: Kar- toiiclmcbl 100 Sack prima, Lieferung bis zum 15. Februar 1891, zu 23 „,.-i und 200 SacY Yuna, Lieferung bis zum 15. Januar 1891, zu 22,45 516, beides fret Station in der Prigniß. Feuchter Kar- to'fielita'rke 200 Sack zu 12,75 „“ und 300 Sack zu 12,80 „M, beides fret, Sinatwn an, der Mecklenburgiscben Südbahn.
- Die nachste Bdr envcrsammlung zu Essen findet am 29. Dezxmber 1890 xm „Rcrliner Hof“ statt.
Leipzig, 23. Dezember. (W. 18.21.) Kammzug-Tcrmtxw bandes, La Plata. Grimdumster 13. pc. Januar 4,30 9“, Pr. Februar 4,30 «kk, 237. März 4,323 .“, pr. Avril 4,3221 0“, Pr. Ykai 4,35 „“,-_pr. Juni 4,35 „M, pr. Juli 4,35 „js, pr. August 4,35 „ji, Pr. September 4,35 .“, Pr. Oktober 4,35 .“, pr. No- vember 4,35 „FQ ÜZUs-Iß 60 000 kg. Ruhig.
Rostock, 24. Dezember. (W. T. B.) Unter Betbciligunq aziswartiger ,angefebener Firmen aus Rbedereikreisen bat fich bier gestern eine Aktiengesellscbaft unter derFirma „Neptun “ , Schiffswerft u nd Maschinenfabrik mi! eincm 5011 eingezahlten Kapital von 1300 000 .Mi-"gebildet, Miche die bisherige Rostocker Aktiengesellscbaft fur Schiff- und Maschinenbau mit aUcn Aktiven und Passchn und dcn gesammten Vctrieb übernimmt. Zum Vorstand der Gesellschaft ist der bisherige Direktor HC. Johns
ausgegkben. Auch sie find sebr reicbhczltig an Motiven und unmittel- ' Mindekeinnabme
_ „ 598 Fl., die Einnahmen kks alten Netzes betrugen in dertylben (Zeit 195 344 Fl. Mindeteinnabmc 4568 F1.
Pest__, 23. Dexember._ (W. T. B.) Nach Meldung des .Ncmzet' haben zwmxhen den Mitgliedern des ungarischen Cisenkartells, dein Ungaxtycben Fiskus, der Rima-Mnranvek, dyr Salgo-Tarnjaner Eisenfabrik, dcr östkrrkichisch=ungakéschkn StaaésbabngeseUsÖth und denk Kronstadter Schmelze Verhandlungen stattziefunden Zwecks Ver- la_ngeruna des zwischen den österreichischen und ungarischen Eisenwerken nur bis zum JabreSende gültigen Uebkrcin- kommens. Es bkständen nur noch unsxbeblicbe Differenzpunktc.
London, 23. Dezcmber. (W.T. B.) An dLrKÜUs 3Weizen- ladungen angeboten.
Manchester, 23 Dezsmber. (W TR) 12! Watsr Taylor 7, 30: Water Taylor 9), 20r Water Leigh ZF, 30r Water Clgvton ZF 32r Mock Brooke 82, 40r Mayoll 9,15, 40er Medio Wilkinson 10Z, 32r Warpcops Lees 8), 36r Warvcovs Rowland 9, 40r Double Weston JZ, 60r Double Courant? 2110111131123, 32“ 116 yds 16 ckch 16 grev Printers aas 32r/46r 171. Ststig.
_, 'New-York, 23. Dezember. (W. T. B.) Weizen - :.(cxcr- sÖtfiztngen der ]eßten Woch? 00:4 dex. aUaniiiihex Häi-xn der Vereinigten Staaten nach Großbritannien 49 000, [:.“. Frankreich _, d0. nach anderen Häfen des Kontinenié: 6090, do. vox! Kalifornien und Oregon nacb Großbritunnikn 13000, ?*0. nach anderen Häfen des Kontinenis 33 000 Oris.
Submissionen im Aaölande.
]. Luxemburg. 1. Januar 1891. Großberwslicbe Wkinbau-Koxnmisswm zu GrebenmaÖ-r: 20 000 kJ SÖwcfeliäure (98 "/0).
1]. NorkPeix-xn. „30. Dczember. Christiania. deiditionsbure-IU der wegtscben Eisxnbabnen:
4 Waggons mit Bremsen. „ 111. Spanische Kolonien. _ 9. Marz" 1891, 2 Uhr. Stadtverwaltimg 0021 P0r10-Ric0: Konzession sur Ban Und Betrieb einer Wasserikiinng in Ö?!“ SGM San Juan dx P0it0-Ric0. Voranschlag 377 471,32 Pes0s. Ka::tion 18 873,53 Pews.
Näberss an Ort und Stekle.
N0r-
Mannigfaltiges.
Der Königliche Polizei-Präsident Von Berlin .*rläßt folgknde Wariiung:
„Von Verschikdenen Skitcn ist mit Rccbf daxübcr Klug;- ,xkiübrt wordkn, daß inder Sylvestcrnacbt vi-slfack) durch Skbissxcn, Joblen, Hutantrcibcn und deralcickxn grober Unia! VLkÜbf wird. *Ich nehme dcsbalb beim Herannabkn des ZabrcNÖlxxffes Virajilcxffimg, das Publikum vor der Verübung de:artigcn Unfuxxs dringkwd zu warben, und mache noch besonders darauf aufmerksam, das; die d0n den Aufsichtsbeamtsn eingereicbien Anzkigen über (11091192 Ueberire- tungen nicht im Wegx der vorläufiziin Straffestsetzunsz lklkdisit, 10m- der'n Vom Polsizet-Prasidium der Königlichen Amtsanwaltsckzaff znr Yettcrkn Vsrfoxgung WLden iibirmittelt Werden. Jm bsxgamiknen Jabra siiid 124 Mrfom'n zu Geldbußen, im Einzelfalie bis zu 75 „W, ebent. „10 Tagen Haft, und 68 Pcrsonsn zu Haftstrafe» im Einzel- falle bis zu 10 Tagen Verurtbeikt w0rden.“ “ '
Am 17. d. M. ist in Bcrlin der 15000, ern"«rech-An- schluß bcrgesxellt Worden. Der 10 000. ward Fm 181.4“April 1889 dem Bitrteb itbergeben. Es hat fich mithin in der kurzen Zeit 00a 1? "Jahren die Zabl der Ab0nnenteii Um fünfzig Pr0zcnt erbobt. ' In keinem anderen Ort (Europas bat fick) eine 10 rapide, Entrvickciung Jezkigt, und die Bcrlincr Fernsprscb- Anstait mnimt ,nzeitaus die erste Stelle ein. Es ist dies em charaktertstricbes Zsicben für das mächtig Pulsirknde Lebkn in der Hauptstadt des Deutschen Reichs. Daß Ls sebr groß?): 2111- strcngurigen der Verwaltung bedurit bat, um diescn ((is-Ikon und «UHU- ordentltckxexi Aufdrdkrungén der Verkehrswelt zu geniigcn, lisgr axii'der Hand, znmabkrc Anlagen und dsr Betrieb natmgcmäß mit, der Vermehrung immsr schwierigcr Wurden. In dieser Hinficbf is? es 0011 der großten Bedeutiing, daß die Anlage dss unferirdisÖLri Fernsprccbncßes 0001 RetÖs-P0itamt rechtzeitig in “Angriff JLUOMXUCU war. Daüjclbcj r'st cht fertig (1896111, mit kinsm Kosténaufwand (“OK rxabszu zwei Mxllioiißy Mark, Die Gcsammtlänge der umterirdiicbén *»8111111gc11 b€1ragt iibcr risk MilLion-sn Mster, das Gssamnit- gsnxtch' der, dekrlsgti'n jc acbtuxidzwanzig - adrizikn 'Nach 416 822 UZ; die É-esammtlängk dEr iiußcisarncn Röbrkn, in d:!ésxx die Kabebiich bcfixiicn, 42 000 111, Und das Gewicht disscr Uibbrkn 4x MiUtom-n Kri0,x_ramm. Dic Zabl d(“k LcitunNk-x; 7:0th 70:05 Ein- ztcbung neuer Kabel 111 die 91050]: jsdcxzcif mix Leicbxixxksil 0er- xiixbrt WLWEU, 311 001672111 Zweck 522 Kabelbrunnexi in dcr. dsr- 1ch1cdcnsten StadchiLsn auixxcmam'ii sind. ““Mit dicicr JWÜUIMM Anlagé befiyt Berlin jM-Kt das soltdssxe [md 0011k0mmsnstk FCkFisOkSÖ" nes auf der ganzen (Erde. ,
Cine hOÖQXlIElk/th Fußgängcr-Briicke Über die Sjctiixisr Bahn, Wird der „N. Px. 34“ znfolqc gszxcnwärtég an dem UebergaWe dxr Llescn- und Gattsnstraxic erriidtst. Wegen der im Friihjahr bé- mz-mcndcn_chuxigsmbsixM dcs Babnkörpkrs dcr Stettincr Babn nZird der Knotktivmikx dor *.*-[MN, Gartxn-, Gerichts- und Lisscnktraße fur ,Wagcnvsrkkbx“ fiir Mkhkkké Fabre vom April 1891 ab gespkrét, 1111011111 den Fußgang:_rberchr anfrecbt zn crbalten, obne die Umbau- arbeiten zu st0m1, errichtet man ißt die etwa 20 m 5052 :*aufbriicke, welche 0011 sebr starker Bauart ist und ÜNB fiiizstarken Balken anzie- fertlgt mird. Dic Treppcn zu dieser Brücke besitzen etwa 60 Stufen.
Dcr Kircbcnältestk von der F1“an,=,0sische11 Lniin'tadt-Gemcinde Hr. G. Haslinger, fciortc im Anfang dieses 331335 dcn Tag, ati WELCHE"!!! Lk funfztg Jabra lang demfcanzöfisÖ-rcWrmirscnKonsistorium angebdrtc. Zum Azidxnkkn an dieses Fest bat er der „Boss. Ztg.“ zufolge „dcm fratizöyiscbcr) Hospital 10000 „15 gescbc-nkt, cms dercn Zinsertrag die ,Jmafter: anäbrlick) cinmal feitlicb gespeist (Y??? sOUM. Ji: diejem JQÖTL bat dic Spsisung bsrcits statt-
n «11.
Troß derznncbmendon Aanndm:g dcs clcktri ck?11Li ts at w' dic „Staatst.“ crfäbrt, bei Verwc'ndung dses PKWLeÜmtse tin abgclaufenmVkrwaltumisjabre1889/90di2 Einfubr iv V erl iii dock) eiriexccbk crbcbltchc Zunahme aufoWLiscn. indem nacb dcn Angaben des Kontgircbcn HaUPt-StLULr-Alnsß die Einfuhr von Petroleum in Bikini gegen das Vorige Jabr um mehr als 5500 e, oder um nicht als„109/0 gegen das Jahr 1888 gestiegen ist. ““O-ic Einfui)r km! im 110rtgeer§1bre bc1ragcn 59 718 t gcgen 54138 t im Jabrc 1888. éerl'ncipedkllg'echZJis, wßléter Zastt ksväbrcnd des ganzen Jabres fich zern: get ma gera en a,it* erlichni 0117007“ diescn Mehrverbrauch geblicbcn. ' ck * cht [ MWH auf
Durch das_Erlöschcn des clcktrisckécn Lichts während der Vyrstelluxn; gcrtetbcn, wie das „D. Tgbl.“ mittbctit, die Besucbxr de_s Residenz- Tbcaths am Montag Abend im nicht iicringe Vc- sturzung. 'Der ZWLlse Akt dcs Daude'scvcn Stückes „.Der Kampf ums Dasein" batte cben begonnen, als plöylich die Bühne und der gesammte Zuschauerraum in dichtc Finstciniß gehüllt wurden. Das Yublikum Vcrm0chts sicb crit nach einigen “Minuten von seinem Schrecken zu erb017n,'dtc Rahe wnrde jedock) nicbt untcrbroWen, denn die Worte des Regtffeurs Hrn. Lessing, der an der Seite aims Fcuerwebrmann'cs uni brennender Laterne an der Rampe erscbicn und das Vorkommmß „damit erklärte, daß am der Maschine ein Riemen fdcicka JFZUDTU seystiakndcix geneigtes Gehör bei den Zuschaucrn. Nach un zig .-imu en er 01111 (* mit wieder er eiellt ***)“ :: Vorstellung fortgesetzt werden. b g f er “( “WOW 9 Ne
bestellt. Wien, 23. Dezember. (W. T. B.) Ausweis der Karl-Lud-
[ Men Be chung vier neue Hefte, 3 bis 6 des ziveitkn Jahrgangs,
wigsbabn (gesammtes Nets) vom 11. bis 20. Dezember 251880 Fl., :
" Jm Sbiesigcn, Z0ologiichc_n Garicn sind troß der Vor- gcrucktcn JÜÖUÖFLÜ imedcrum zwm junge Löwen geboren, die (gesäugt