beeinträchtigt, sondern gestärkt; fie erzeugten ein schä1feres Bewußt- sein der Solidarität der Interessen der Völker büben und drüben. (Sehr wahr!) Sie ermöglichten, daß jedes Volk für den Weixmarkt produzire,was seiner Eigenart entspreche; fie förderten die nattorxale Entwickelung der Völker und zugleich eine internationale Arbeit?- tbeilung, bei welcher alLe Völker fick) am Besten ständen. Die Verträge bänden dLl" Form nach die einzelnen Staaten; die leßtxren verpflichteten fich aber nur dazu, wozu das eigene Zntereffe gegenuber den Konsumenten schon Veraylaffung gebe, Daran] habe 1a doch Fürst WiStnakck selbst gerabe in der ersten Periode jeiner Regieruxig, diese durchgreifende Tarifreform im Wege der HandelSvertrqge eingeleitet, auch mit Oesterreiäb. Er habe solche zwckimal, tm Jahre 1865 und 1868 abgeschlossen. Es sei durchaus unwahr,_ dqß ein solcher Vertrag irgendwie nachjbcilig a11f das, Bundeßverbalfmß einwirken könne. Jm Gegentbeil, die Gesch1chte zetJe, daß gera_de der Tarifvertrag mit Oesterreich, welcher zehn Jahre 111 Kraft geijayden babe, wahrscheinlich viel einschneidendkr als der MST" bkqbsiÖtigte, unmittelbar vorbergeaangcn sei dem Abschluß des Bundnmes. Er habe also erst die Stimmung berborgebracbt, „aus der heraus 111011 1111117561: 511 Politischer Vkreinbarung 1321511111061. _in dcm_gle1chen Sinne habe fich d-ieAdreffe desZOÜParlamcnfs glerch 11ack21emem er11maltgen Zusammentrijt Übsr dcn Werth dcr HandelSvertrage ausge1yrocb811. Er b1be fich verxflickytet gefühlt, Wegen der Beafcbktung, wélcbe dre 211131ti im 211151111156 gefunden haben," e1111ge Worte- zu sagen. _ Die „Post“, Welcbe 1879 zucrrt sur Scbqtzzblle eintrat. schrieb neulich, die Ciaführung Von Getreidezöükn _121 em „Plumsz Mittsl“, um dsr Lanbwirtbsebafi zu belfsn, 511811152 wtrke Wle Morbbiuméinsprißungen, d_ie, je öster wikdsxbolt, Um so ficberer zUm Rain 1111111211. Er 1111111: sagen, ibm 1ei 11011) niemals solch politischcr P11rzchlbamn rorgskommen. Cs 521118 das allerdings darauf hin. daß selbst im Lager der Schußxöüner 81? Auflösang schon Mit vorgxrückb ssi. G3rake__die_ Jößtzeii 161 (1121111121, die' Wenöunß bsrbsizuiübrcn. Die 315an112111211 „11er- langtsn 5111111111) 11111?! kam Druck ds_r 12511211 Preiß: der Lébknstmttel, die Produzentcn seien gsnüsend gskrästigt, 5211_Uebcrganq zu extragey, Die Finanzlage 568 91211131“?- ski die ailsrgünstigite. Dkk Staatsxekretac Freiherr von Malxzabn babe rieMebr-Einnabms (111831511211 gegxn _den Etatsansaß im 151116115111 Fabre auf 649 Millionen Mark ge1chaßt. anwiscbkn sei der vaembcrausMis pnblizirj Worden, und es ergebe sich nun, daß die ZOUeinnahmsn TU den lsßtcn 11:51 Monaten des laufenden EtatHjabres um 234 Mi[lionen Mark böber slien, als im abgejaufcnen Etatsjabre. Wknn in den noch aUsstebenken bier Monatsn aach nur 521 Ertrag des Vorjabrés errci-zbt 1112152, könne man (1110 aus ein Plus von 88 Millionen rechnen. Man könne daber obne Hianziebung von nenkn Steuern große Reformen einführen. Weny der Antrag an die Vudgetkommisfion verwiesen wsrds, so werde Nine Partei dort an 521: Hand 12? Eiais und dsr Zoslrecbnungkn neue leege für ihre Ansichten vorbringsn könnsn. stne man 5211 Antrag ab, sc) beneide seine Partei dis Mébrbeit nicht um das" Odimn, das diese Mehrheit der 5ffentlich2n Msinung Zegenüber aus fick) nehme. Die Macht der Verbältniffe sei stärkér, (118 der WiÜe dé“? Mémchen,_ und er hoffe, daß für 1115116526 5511 Démjemigkn, was der Antrag erstrebe, fick) auch schon jstzt eine 2115111520 des Hauxes finden Werds. (Beifall bsi den Freifinnigsn 11115 Sozialdémokraten.) _
Abg. 81113: Im Namen ssiner politi1chén Freunde könne er erklären, daß sie fich dsm VorlieJenden Anfrage gegenüber aaf das Ent- schiedenste ablébnend bßrbielten. Sie hielten an den ZöÜen fest, die einc Grundlage für das Gedeihen dér_D2utschen Volkßwirtbscbaft geweßn seien. Sie trisbsn ksine Interemknpolitik, kcine einseitige Politik, sondern glanbten, das; 28 nur den1SchU13 der Zölle zu danken sei, wenn 521111? der Landwirtb seins Arbeitér einigérmaßen gut lohnen könne. Sie seien fick) bewußt, im aÜgemeinen Vaterländischen Interesse an den landwirtbfckxaftliMn ZöUen festhalten zu müssen. (Bsifall) Die SÖUZJÖÜL kämen nicbt (1112111 Dem Großgrundbefiyer zu (Gute. Er selbst sei Bauer, 1252 in einem Wahlkreiss, in dem es Großgrundbefiß Überhaupt nicbt gebe, Und könne nach seiner ganzen Lebensfübrang und seiner innigstsn Uebsrzeugung erklären, das: die Zökle ein Lebensintereffe für die gesammte Landwirtbscbaft, also 5116) fÜr den Bauernstand, involvirtkn, In den allermeisten Fääen werde 175 der Erlös aus Getreide und Viel) sein, mit dem der Bauer seine nothwendigsten AUSgaben dkcké, seine 217511113211 bezahle. Seine Ausxzaben an Arbeit:“;- löbnen und KOMMUUÜÜLUUU 121211 in den letztkn Jahren ganz er- heblich gewachsen, (1111111 durch die nOUen Vcrfickyerungsgcseße um fast 100 Bei 1510145 [1111115115811 Werde dcr Bauer eine Sckymälerung scin2r bisherigen Einnahmen 1111121 keinkn Umständkn “ertragen können, weil er schon jth Unter 5211 Sébmzzöllen schwer 11111 ssine Existenz zu ringsn habe. Eine Sa'xxnälerUnJ des Einkmnmens der Bauern wäre aber die 5301015112113 568 211111111166 Richter. Seine (des Redner?) Jnformationsa in seinem Wahlkreise ließen ibn auch zu einem Mit anderen 9181111151 kommsm als den 116111111211 sozial- demokratisch Redner. 211111) im Eifclgcbiet Werk? der Bauer dUrch eine Herabsetzung der JLU? 11111 2 „44 durchschnittlickp mindestens 160 „44 weniger Einqabme bach. Abcc 111151) bis andrrca landwirib- scbafllicben Erzeugrziüe würden bsi 1111er Ermäßignng dcr ZöUe im Prciic faklen. Es rei die eigenkbümlicheTaktik der Sozialbemofraten, in inbustricUcn Bezirken von 011111 Blatstéucr, Liner Vkrtbeuerung der Lebenémittel za sprechen, wäbrcnd 111111 52111 kleinen Grundbifiser sage, daß die Getreidezöüe das Korn 556) nicht tbkucer gemacht hätten. Man voricbweigo den Umstand, das; 2111 WésfaU der Schu133511e den Ge- tréidebau überhaupt 1111111551105 machen würds. Das Verfahren der Sozialdemokraten sei ebkmo, ab:? wsnn kaayd fick) ais Frennd des kleincn Beamten binsteüe 11111? 1111111 dafiir 811111212, daß déffen Gsbalt verrinxert werde. Der ©1515,1r111117bes1151?r wsrde die Schmä- leruxg dks Einkommens nach HsrabWUn-g dcr Zökle durcb bermebrte Sparsamkeit, kUrch Abschaffung 1511 szlicbem "3111118 11511) einiger- maßen 2111511211 können, dem Bauer 119111112 man mit diesem Anfrage das täglich? Brot. Dem kleinsn Landwirts), dEr gar keine Arbsüer bssckyäftigen könne, wolle man 1321518511 5211 saueren Verdienst seiner Arbeit wsrringern. W611" man alxo wirklich die Abficbt babe, den Großgrundbefiß zu ruiniren, so "LM 1111111311 gleicher Zeit auch dkn BaUkrnjtand vernichten. (Hsbr richtig! MMS.) Daf; dsr Banernstand die Konkurrenz der cxyortirenkén Getreide- [änder 111611 (111531113111th vermßge. 321,18 das Bsix'pikl der österréicbiscben Bauern. Sie befanden fick) in einer gsrakézu uyértrÜJTickysn Lage, ka fie unter den Probnktionskoiten ver- kaufen müßten, und gingen zu Grunde an der Zoll- und Hanxels- Politik Unaarns. Man werde auch _nich im Ernst dem dsut1chen Bauernstand Das Schicksal des russl1chen_ Banern bcreitkn onen. Man sébe, daß in Nord-Amerika das rü_ck1icht:“xloseste Großkavital swb békkits ch bestcn Gctrkidebodens 5211151811111 babs, daß der Mine Farmer an dcr Konkurrenz dieser Kapitaliqkn zu Grvnde gebe. Das- selbe Schicksal würde der Antrag dem deut1che11 Bauer kerxitkn. Die Antragsteller würden mit ibrem Antrag?, Wenn fie kgrchkcaygen, auch zwei Fliegen mit einkm Sch1age triffen: fie exquten tbre Ver- sprecbungen bei dkn Wahlen und verfolgten noch emen andern'Zweck. Sie wüßten nämlich ganz genau, daß ein chfZÜ der Zölle die Vz;- nicbtung des Baaexnstandcs zur Folge babsn wurde 11115 daß es fur sozialdcmokratiscbe Agitatoren féin besseres Matertal gebe ais einen verschuldeten, verarmten Bauernstand. (Lebhafter „Bei- ialT rkchké.) Vergleicbe man die Behandlung der agrarxschen Zöiie 111 Deutschland mit der in anderen Ländern, so finde 111911 k?„kx„6kößfen Romrast zUm Nachtbeil Deutschlands. Jn Frankrerck; MUM, ebenso wie in Deutschland, ein a rarischer Schußzoll unb d9ch smde man dort bei einer irgendwie ernßt zu nehmenden Partei nicht den leisestkn Angriff auf diese Schußzölle. Wenn man Uymgl etwas über dieselben höre, so sei es de_r Ausdruck der Be- .fMUAUnJ darüber, daß unter den landwirtbschastlicben Zöüen fich "* Frankreich die Landwirtbscbaft so günstig gestellt habe, daß, 111
sebbakek ZM der ganze inländische Getreidekonsum Frankreichs “521111 Lande ?"“cb werde decken Lassen. In Frankretcb sei seit der 321tHeinrich's 17, die Fürsorge für die Landwirtbschaft traditionell geblwben. 11115 auf dieser Fürsorge berube nicht am wenigsten die groß; wlksw1r1hschaftliche und finanzielle Kraft Frankreichs, die von
der ganzen Welt angestaunt werde. In dieser Beziehung al'so könne Deutschland von den Franzosen sehr viel lernen. Unter dem bisherigen Schutzzollsvstem habe auch in Deutschland der Roxigcnbau erbxblich an Ausdehnung geWonnen und die Anwendung yon kunstlrcbem Dunger viel zur Hebung des Bodens beigetragen. Bei _den fortgese ten_Be- unruhigungen durcb solcbe Anträge aber kbnne dle Lgndryixt schaft zu größeren Kulturunternebmungen nicbt schre1ten. Gleichzetxtg mit dem Angriff auf die landwirtbscbaftlichen ZHÜe habe man emen solxben gegen die Grenzsperre gerichtet. Gerade in Suddentscbland sei darubxr ein heftiger Kampf entbrannt. Der Grund der Abneigung gegen die Grenzsperrc sei aber nicht in dieser Maßregel allein zu suchen. Die Jahre 1887 und 1888 bätten schlechte Futtxrernten gebracht, und der Landwirtb sei im Winter 1888/89“ genötbtgt gewesen, [eine Viebstände bedeutend zu verringern, 111 den 'meisten Fallen geradezu auf die Hälfte. _Da habe ein _]edes„K1nd voraußseben können, daß die Viebpreije evvas in die _Hobe'geben “wurden. Die Mißstimmung gegen die erhöhten Fletschpretse' sx! aucb in Bayern noch gesteigert w,orden durch „die Agitation bx! den [eßten Gemeindewahlen. Die Sachverstandtgen aber. batten th ihren für die Grenzsperre sprechenden Gutach„ten_ nicbt zuruck- gebalten. Eine Versammlung Von über 200 Tbterarzten babe fich dahin angcsprocben, daß eine Milderung'oder gar Außbebung der Sperre absolut untbunlich sei, und die erst; Autoritat' auf veterinärärztlichem Gebiete in Bayern babe fick) gleicbquls in _dlesem Sinne auSgesprocben. Man habe aber in _Bayern dre Au§1vrüche der Ex:)erten mißachtet und einen Antrag auf Aufhebung der Spexre beim Bundeßratb eingebracht. Nur aus Courtoifie gegen den zweit- größten Bundesstaat habe dann die Reichsregierung dem Anfrage nachgegeben. Die Experten hätten aber doch Recht gehabt, denn fortwährend höre man von Viebtransporten, bei denen _ein großer Prozentsatz der Thiere erkrankt sei. Allein in Nürnberg _1eien in der aklerleßten Zeit bei einem Transport acht, bei anderen 16:53 an der Maul- und Klauenseuche kranke Thiere befunden wvrdZn, und dxr Nürnberger Magistrat babe deshalb bekannt machen münen, daß 111 der Stadt die Maul- und Klauenseucha angebrochen sei. Bsi den örtlichen Verhältnissen Nürnbergs müsse das kranke Vieb, um_nach dem Schlachthof trcxnsportirt zu werden, durch die Skadt geführt werden, und deshalb 1el Ansteckung geradezu unvermeidlich. So lange die (Grenzen offen blieben, sei die Verseuchung§gefabr eine akuts; Den Werth des gesammten 111111741211 Viebstandes könne man aus 5000 Millionen Mark anschlagen, cr bilde neben dem Getreidebau dsn herborragendsten Zweig der nationalxn Produktion, der nicht 111 so unverantwortlicber Weise Hätte der Gefahr ausgeseßt Werdon 1011211, trotz des (Gutachtens der Sachverständigen und 1153 der bisherigen Erfahrungen. Die Nachbar1taaten dächten_nicht daran, ihre Jnxer- effen vreisMgeben. Das Lockern der GrenzWerre bei uns babe sofort die Schwei3 Veranlaßt, ihre Grenze_n zu schließen, und es Wkrdk noch lange ein frommer Wunjch bleiben, daß England seine Grenzén öffne. Wenn er unter solchen Umständen an den Reich§kanzler die Bitte richte, die so überaus wichtige Angelegenheit nochmals untersuchen zu laffen, so sei das nur eine berechtigte Bitte, damit al1e gefähr- lichen Viebseucben von den deutschen Viebbeständen fsrngebalten würden. Die verbündeten Régieryngen würden fick) gegenüber den Kämpfen gegen die Schußmaßrcgeln für die Landwirtbscbaft ihrer vollen Verantwortung b&vußt bleiben. Wenn ihnkn an der Erhal- tung der Landwirtb1chaftnichts gelegen )ei, so möchten fie immer- hin den größten Frevel begeben, den man an der Landwirtbschaft begeben könne, und die ZöÜe aufbeben. _Wenn aber die bxrbündeten Regierungen in der Erhaltung eims kräftigen Bauernstandes in ge- funden, auskömmlicben Verhältnissen einen Haubtfakwr der nationalen Woblfabrt erblickten, dann würden sie die jetzt bestehenden 85112 in ihrem voÜen Umfange arxfrecbtbalten. Obne dieselben sei der Bauernstand ruinirt: nicht lang1am und fieber, sondern schnell und fieber. (Lebhaftsr, anhaltender Beifall rechts und im Zentrum.)
Abg. von Schalscha= Die soziaxdemokratisck)? Partei babe die Parole ausgkgeben, die Agitation auf das Land zu führen durch Leute, die mit der Lanbwirtbscbaft Bescheid wüßten. Er könne nicht behaupten, daß der 81111? Redner zu diesen Sachwerständigen gehöre. Dann habe der Aba. Richter gesprochen, dessen Partei auch heute noch nichtein besondereanteresse für die Landwirtbschast babe. Eins babe ibn (Redner) gewundert. Während man früher den Abg. Richter immer nur Tadel nach dem Regierungstiscb hin richtkn gehört habe, babe man heute mit Erstaunen wahrgenommen, daß er (der Abg. Richter) eigentlich recht unberblümt den Handelsvertrag mit Oester- reich gut gebeißerz habe, obgleich er ibn nocb nicht kenne. (Heiter- keit.) Das sei eine merkwürdige Veränderung. Dann habe ein Vertreter des kleinen _Bauernstande; gesprochen, dessen Ausführungen er(Redner) nur für voilitandig gerechtsertigtbalte11 könne. Auch ibm (dem Redner), der dem Großßrundbestßerstande angeböre, sei von Seiten kleiner Grundbesißer ganz spontzm energtsck) ans Herz gelegt worden, nicbt an den [andryirtbsckyaftltcben ZöUcn rühren zu lassen. Er habe stets zu Denjemgen gehört, Welche die Getreidkzölle nicht als Schu15-, sondern lediglich als Finanzzöile angescben bättkn, Man habe ibm nun neulich im Landwge Vorgeworfen, daß er keine Zahlen Q: seine Bcbauptungen beigebxacbt habe. Er habe dicsen Vorwurf als gerecbi- fertigt ansehen mümsn und fiÉ) die Ehre gcaeben, den Herren vom Bundesrat!) und ÖM Mitgliedern dikses Hauses eine T_abeUe zu Unterbreiten, die er als 0111611 Versuch zu betrachten bitte, wie die ZöUe auf den Getreidkyreis gewirkt bätfen. Die Regie- rung möge ihrerseits dieses Material ergänzen bezw. Verbessern. Die von ihm vorgeleate TÜÜLÜS beWeise, daß die Bewegung des R5gge_nbrei'es im Wesentlicbkn abhänae von der 2301131111111; dcs Rubelvrxiies. Während der Rubel von 1868-78 gefallen sei bon 280 (1111 203, sei de_r Roggknbreis in Kiew von 1033 auf 75, 9711111 in kerjslben Proportion gkfallen. Er babe nun die Jahre 1884/85 111181887188 berausgcgriffen und géfunden, daß 1884 der Rubslbteixx gescbwankt babe von 214 auf 197 „44 und der Roggen von 157 aux 114 „44, im Jahre 1885 dsr Rubel von 192 aus 165 „44, der Roggen von 134 auf 118 „44 Der Preis des Roggexs babe sicb also zu dem des Nabels bis aus eine unbedeuténde Schwankung in dem'Verbältniß von 1,4 erhalten. Dieses Ver- hältnis; séi nicht_ alterirt worden, Obgleiéb zweimal der 3511 wesentlich erböbt wordxn 1ei. _ Für ihn gebe daraus zur Evidenz hervor, daß der Zoll (mf bie Prciébildurxg einen Einfluß nicht gehabt babe. Troß TW 31106 121611 die Prei1e bsruntergegangsn. und er bebaupte, daß der Prxis bes Rubels dcn Rogsenpreis bestimme. Es handele fich im Westntltchen Um das Schwanken des Preises von dem (Gelbe, in kern gezahlt Werde. Was vom Rubel gelte, gelte ebenso vom Silber, und was vom Roggen gelte, (1211? auch Vom Weizen, und wenn das Silber stZige, steiße dkk Weizen. Das Habe auch der la_ndwirtk)scha1!liche Minister in Nord - Amerika erkannt. Wenigstens sei ihm (dem Redner) mitgetheilt worden, daß die ganzen Operationen in Nord-Amerifa ibre Veranlassung darin ba_tten, _daß man den Silberpreis und damit den Weizen in die bex brtnaen wolle. Er möchte gerade bei Abschließung des öster- re1ch1sche11 HandelSvertrages der Regierung recht dringend ans Herz legen, diese'Frage mit zu berückfichtigen. GesÖcbe dies genügknd, so werbe die Aufnahme de_s Vertrages in Deutschland eine um so freundltchere fern., Die österreichischen Landwirtbe wünschten den Handelébxrtrag unt uns'nicbt etwa, weil dann der Weizen bei uns fallen mzrde, sondern 111 der Meinung, daß dann ihr Mandat stxigen mußte. Wenn er nun auch die Getreidezblle nicht als Schutz- zolLe betrachte, so möchte er fie _andererseits als bedeutende Ein- nahmequelle n_1cht aufgeben,. Es Ware ein wunderbarer Standpunkt, wenn man Einnszmen' die _vom Auslande bezahlt werden, so obne Weiteres prethabe, Einnahmen, die in Preußen in der 18: Huene einem erheblichen Theile Ns; Landes zu Gute kämen. (Zuruf links: ve_rdoppe1n!) Alles babe„se1ne Grenzen! Seine politischen Freunde standen also beiden Anfragen sYtYPatbisck) nicht gegenüber.
Ab.]. 131“. Bubl: Er 11111118 zyerst seinem Bedauern darüber Außdruck geben, daß des unvergeßlichen Begründers des Deutschen Reichs, seines „ersten Kanlcrs, des Fürsten Wißmarck, heut vor dem Reichstage in emer We11e gedacht werden konnte, wie es von Seiten des Abg. Richter geschah. - Wenn er auch nicht soweit gebe
wie der Abg. Laß, daß das Ausland d_en Zoll ,bezable so stimme er (Redner) doch darin mit ihm uberetn, ,das der kleine und mittlere Bauernstand von dem Zoll emen erheblichen Vortheil habe. Von den Bauern werde nicht sowob! der Preis an sie!) als zu niedrig empfunden„ sondery gekla 1, daß überhaubt zeitweise eine Verkaumeöglicbkett förm11ch 'gefe lt babe. Durch die Getreidezösle sei diese „Verkaumeögbcbke'tt den kleinen Leuten in außerordentlicber, viel wettxr gxbender Werse gx- geben worden, als früher der Fall gewesen set,; insofern batten dte Getreidezölle dem kleinen Bauern außerordeniltcb viel mehr genüßt, als den Großgrundbefi ern. (Sehr richtig !) Man habe viel 11011 der Wablbewegung gespro en. Er konstatire, daß „man aux!) tn den städtischen Kreisen für die Nothwendigkeit der Getretdezöllx ein warmes Empfinden habe. Man habe eingesehen, daß die Landwtrtbscbaft für die Jewerbetreibende städtische Bevölkerung von sebr großer Bebeutung sei, und daß dagegen die Vertbeuerung der LebenGmittel 111 den Hintergrund treten müsse. Anu!) die Arbeiter hätten begriffen, daß, wenn die Landwittbscbait an Kaufkraft Wesentlich verlieren würde, die Wahrscheinlichkeit bestände, daß die Löhne dann in weitergehender Weise berabgedrückt würden als die Vertbeuerunq des Brotes durck) die Getreidepreise betrage. Man füxchte in Arbeiterkreiscn gewiß nicht mit Unrecht, daß, wenn die LankzwutbscHaft noch weiter berabge- drückt werde. der Zuzug der ländlichen Arbeiter nach den Städten immer größer und die Löhne in Folge dessen immer geringer würden. .Es wäre für Deutschland ein noch viel größeres Un- glück als für England, wenn sich das Verhältnis; zwischen Stadt und Land zu Ungunsten des lexzteren noch mehr Verschöbe. Um nun zu beweisen, das; die Getreidzzökle nicht bloß den paar Tausend Großgrxndbefißern zu Gute kamen, Habe er in seiner Heimatb, der Pfalz, Untersuchungen über die .landwirtbscbaftlichen Verhältnisse ngesteÜt. Dort seien lauter kleine Landwirtbe, nur 1,“10 Prozent Jabs über 100 Hektar Land. Selbst kleine (Gemeinden in der Pfalz Verkauften nach Abzug des eigenen Bedarfs noch bis zu 10 000Zentnern Gexreide in einem Jabr. Unter dtesen Verbältniffen sei er, zwar nur per1önlich, nichtim Namen seiner Partei,_qegen die Anträge. Es sei auch noch etwas Anderes, 3611er bewilligen und bestehende Zölle abzuschaffen. (Seb: richtig! rechts und im Centrum.) Er habe seiner Zeit gegen die Erhöhung der Zölle aestimmt, trete aber jetzt mit demsélben guten Gewissen gegcn die Anträge ein. Wie kveit di?_._ Ectreidezöüe auf eine Vertbcueruna des Brotes dirékt einwirkten, lane er unentscbiéden. Jn Heilbronn seien die Brotpreise seit Jahren stationär geblieben. Bei der Preisbildung wirkten auch anders Faktoren mit. In seiner Heimatb koste in einer Stadt das Pfund Scbweinefleisch 60 «5, in einer benachbarten 75 bis 80 „Z. Dkrartige Preisschwankungen kämen selbst an einem und demselben Ort vor. Es sei scbwcr, zu entscheiden, wierveit die ZöUe Prietsstetgernd katen. Deshalb hätten die geseßgebendsn Faktoren mit besonderer “Sorgfalt zu 111111211, wie weit unter diesen Umständen bei den entgsgenstebendcn Intéreffen auf die Erhaltung dcs Bauern- standes Rückficht genommen Werden könne. Und darum habe man (1112 Veranlassung, die Anträge abznlebnen. (Beifaü rechts.)
Ein YerfaguygSantrag wird angenommen. Schluß nach 5 Uhr.
Preußischer Staatshaushalts-Etat - für das Jahr 1891/92.
(Siebe Nr. 11 des „R. 11. St. A.“ vom 13. Januar.)
' Der Etat der Verwaltung der indirekten ZSteuern weist an Ein_nabmen überhaupt 72 532000 „44 gegen 67 349000 „44 im Vorxabre auf. Von dieser Summe entfaUen auf die Vergütung für Crbebungß- und Verivaltungskosten der für Rechnung des Reichs er- bobenen Steuern 36 831 950 „44, 1605 640 „44 mehr als im laafendcn CtatSjabre, und zWar kommer] auf die 36116 9600000 „44 (+ 700 000 „44); auf die Tabacksteuer 183 000 „44 (_ 800 „44); auf die Zuckgrrteuer 3592 000 „44 (+ 410 600 „44), davon auf die Materialsteuer 2090400 „44 und auf die Verbrauchéabgabe 1502 000 „44; auf die Salzsteuer 184 760 „44 (+ 4360 „44); auf die Branntweinsteuer 20 202 350 „44 (+ 283 000 „44), nämlich auf die Maiscbbotticb- und Brannxweinmaterialsteuer 4 221600 „44 und auf die VerbrauchSabgabe und den ZU1ch1ag zu derselben 15 980 750-44 ; auf Brau- steyer und die Usbergqngsabqabe von Bier 2723 700„44 (+ 147900 „44); aus den Spielkarxenftempsl 38.700 „44 (_+ 1500 „44) und auf die Stemwelabgabe fur WertbpaptZre, Kaasgescbäfte und Lotterieloose 307 040 „44 (+ 59140 „44). Dte Einnahmen für aÜcinige Rechnung Preqßcns belayfen sicb tm Ganzen auf 35 700050 „44 gegen 32122690 „44 tm Vorjahre. Hiervon kommen auf die Entschädigung für 118 durcb die Statistik des Waarenverkebrs mit dem Auslande erwackosenden Kosten 10 420 „44 (+ 20 „44); auf den Antbeil an der deutsÖerxWechselstempelsteuer 74 260 „44 (+ 2800 „44); auf die Stempelsteuer 23 500000 „44 (+ 2900 000 „44): auf die Erbschafts- steuer 7400 000 „44 (+ 500000 „44); auf Brücken-, Fähr. und quanelder, Strom- und Kanalqefälle 2 900 000 „44 (+ 150000 „44); aux N1ederlags-, Krabn= Und Waagegeld 151000 „44 (+ 6000 „44)“ (1111 die ,Koytrolzebübr für Salz 113000 „44 (+ 4000 „44); an 1712 W1rtb1chaft§abgaben 111 den HobenzoÜernsÖen Landen 34 000 „44 (+ 1000 _ „44); auf Strafgelder 380000 „44 wze 1'm Vorxabre; aus „Verkraltunßskostenbeträge 900 000 „44 wie 1m Vorthrxz auf Mietbe für (Gebäude, Grund- stucke und Dikmtxvobnungen 90 000 „44 (+ 5000 „44) 11115 auf avßerordentltche Einnahmxn 147370 „44 (+ 20540 „44). Mit Auerabme dcs Arztbeils an der deutschen Wechselsteuer, welcher darm besteht, daß xedkrBundesstaat für die in seinem Gebiete p_erkauit_en Wech121111111pelzetchen cinen Antbeil von 2% erhält, find 1ammilrche Positronen „nacb dcn Durchschnittßeinnabmen der drei Etatsxabre von 1887/881518 1889/90 berechnet worden. Die !) auernden Außgaben stellen sta) bot der Central-Stempel- und Drucksachen- Verwatung_ auf 231750 „44, um 3970 „44 höher als in 1890/91. Auf_dte Bewldungen kommen 26200 „44, 2980 „44 mehr als im Vorjahre , auf WobnungSgeldzuschüÜe 4200 „44, 540 :44 mehr, auf aydexe persönliche Außgaben 1350 „44 (+ 450 „44) und auf sakbltcbe AUSgaben wie im Vorjahre 200000 „44 Die Mebxausgaben _find sämmtlick) durch Geballöetböhungen und dte _Cyckpafiung elner neuen Asfistentenstelle begründet. Bei der Proytnztal-Stßuervsrwaltung werden für Besoldungen 1847 725.44 (+ 24 925 „44);„fur WobnungSgeldzusäoüffe 281065 „44 (+ 1405 „44); f11r qndere personliche 2111656111211 201900 „44 (+ 5950 „44) und für sacbltckoe Ausgaben wre tm Vbrjabre 336 490 „44, zusammen 2 667 180 „44,“ 32 280.44 méhr als im laufenden Etatsjabre beansprucht. Auch hier bezteben fich dre Mebrausgaben ausschließlich auf Stell- vermehrung und Gebaltsaufbefferungen. Bei der Zoll- und Steuer- Erhebung und -Kontrole _find für Besoldunaen 19 345 013,34 „44 (+ 1032 527,43 „44); fur WobnungSgeldzuschüffe 1 880000 „44 (- 25 300 „44); fur andere persönliche Außgaben 1 240 670 „44 (+ 80 670, „44) und für sächliche AuSgaben 1080 226,66 „44 (+12,57„44) 1111 Ganzep 26 343 910„44 gegen 25 256 000-44 im Vorjahre ein- gesteUt. Auch bier gilt hinsichtlich der Mebrausxzaben das bereits oben Bemerkte. Die aUgemeinen Ausgaben stellen sich auf 3042 56094 gegen 3 054 820 „44 111 1890/91 und Haben nur bei der AUFrüstung und Bewaffnung der Grenz- und Steue'raufseber eine Verminderung Von 12 260 „44 erfahren. An xmmaltgen 11115 außerordentlichen AUSJaben werden zum Neubau eines Zollgebaudes in Altona als Ergänzungskate 4200 „44 verlangt. Dte gejammten Außgaben stellen stab mithin auf 32289600 „44, sodaß em Ueberschuß von 40242400 „44 gegen 36175500 „44 111 1890/91 verbleibt.
In dem Etat der Bau - Verwaltung einschlie lich der Centralverxvaltung de_s Ministeriums der öffentlichen rbeiten find die Emnabmep tm (Ganzen auf 1902 885 „44, um 106 385 .44 höher als im Vorxqbre angefeßt. Von dieser Mebreinnabme kommen 20 000 „44 auf Mtetben und Pacht, worunter sich 17 462 „44 an Mtethen befinden, welche von fiskalischen Grundstücken in den Häfen
zu Geeüemünde, Brunsbausen und Osterholz, erhoben werden und die von dem Etat der Handelöverwaltung_ hierher übernommen find. Eine weitere Mebreinnabme von 82 500 „44 ist in den Beiträgen zur Unterhaltung der Land- und Wasserstraßen“ u. s. w. angescßt, da hier die erste Rate des" Beitrages, der Stadt Köpenick zu den Kosten des Neu. baues der Bruckx uber die Spree in Höhe von 70 000 „44 neu binzu- getreten ist. Die dauernden Außgaben betragen bei dem Mini- sterium für Besoldungesn 467 200 „44 gegsn 450650 „44 in 1890/91. Diese Mebrforderung rst einmal durck) die nothwendig gewordene Ansteklung eines besonderen Beamten für die Ausführung bez. Leitung der Hauptniveüemenxs an dxn Strömen, Kanälen u. s. w., sowie andererseits „durch die Aufbe11eryng_der Gehälter der Unterbeamten motivirt. Fur WobnungßJZldzb1chu1je find 7188024, 1440.44 mebr eingestellt, für andere per15n11che AUSJaberz 237 350 „44, 36 700 „44 mehr in Folge der VermebrYnquer techni1chen Hülfskräfte und der Geballßaufbeffergngen," und fur 1achliche Außgaben 82 700 „44, 5000 „44 mehr an Reiseko11en fur den ständigen Hülfßarbeiter für die Leitung der HauptniveUTments-Arbeiten. Die Gzsamm11umme der dauernden Aus- gaben bei dem Ministerrum stellt fich somit (1111859130 „44 gegen 799 440 „js im Vorjahre. Die gesammten AusJaben der Bauvertvaltung be- tragen 20 514 242 „44 gegen 19 940421 „44 in 18911/91. Davon ent. fallen auf Besoldungen 3594 513 „44,_440 949 „44 mebr als im Vor. jahre und zwar kommen hiervon gut die Gehaltsvabsfferungen dcr Bauinspektoren 226800 „44, auf die Schaffung von vier neuen Vau- insvektorstellen 16800 „44, aur die Vermehrung der sogenannten „fliegenden BauinWsktorstellcn' 12000 „44 und auf die Errichtung einer LandmeffersteUe bei bar Rbemstrom;Baaverwa[tung 2850 „44 Des Weitem kommen bier die Gebalkjsczyibenerurxgen mit 176 571,67 „44 in Betracht. Die Wohnungsgekxzmchumc belaufen fixb (1111361768 „14 (+ 2692 „44), die anderen Psrsönltcben AUMQÖM auf 631580 „44, 18 600 „44 mehr in Fo_lge,der Stellenzulagßn an Bauinspektorsn und Unterbeamte, und die sachlrcben Aus,;absngus 15 926 38124111 580„44 mehr als im Vorjahre, und zwa; find iur Dienstanwands-Cntscbädi- gungen u. s. w. 10 785 „44, fur KMM 1ür Vorarbeiten größerer Bauausführungen 25_000'„44,__fur dre _Unterbaltxmg dkr Regierungs- Dienstgebäude unx) jonstige S-taatsgcbaude 4350 „44, für die Unter. baltung der Seebafext u.s.w._27530 „44_u11d mr die Unterbaltung der Binnenhäfen und anengewaffer 43 915 „44 mehr eingcstéllt wordsn. Die vermischten Atisgaben betrage'n 1111 (555115211 21 609 892 „44, 22000 „44 mehr als in 1890/91. und War tft drs)e_ Mehrausgabe in erster Linie durch die Kosten der Alter» 11115 Jnvaltdxtatsverficherung bedingt. Zu einmaligen außerordentlrcbxn Außgabén wcrde1113910017„44, 3978 017 „44 mehr als im Vorj'abre verbangt, darunter 2000 000 „44 zur Regulirung der Weicbiel M1 Bexetcb der Weichssl-Stwmban- verwaltung und 586 91521116 von Bingen abwärts, 9,00 000 „44 als zweite Rate zur Sch111barmachung der Fulda von 2111111811 bis Kaffel, 1000000 „44 erste Rate zur Regulirung der 5112132, 1500000„44 zur Vertiefung der Fabrrinne des kanalifirten Mains von Frankfurt bis zum Rhein, 1000000 „44 znr Herstellung einer Fabrrinne von Königs- berg durcb das Frische Haff nach Piklaq, 250 000 „44 zur Erweiterung des Verkehrsbafens zu HarbUrg, 325 820 „44 zur Verbkfferung und Vervoüständigung der Hafenanlagen zu Harburg, 250000 „44 Mr Vergrößerung ch Haxengebieis zn Geestemünde, 120 000 „44 zum Neubau der Brücke Über die Spree bsi Köpcnick, 80 00) „44 zu Der- schiedenen baulichen Außiübrungen_an VLM Königlicbsn Schlosse zu Königsberg 1. Pr., 100000 „44 eri1e_ Rate zn einxm Anbau und zu dem Umbau einés Flügels am Königlicbcn Sch1511e zu Stettin und 1000000 „44 als erste Rate zum Ankauf des Gruyditücks Leipziger- straße 125 und zur Ausführung 211126 912116111128, auf diessm Grund- stück Bebufs Erweiterxmg der Ge1chaftsraume kes Ministerinms der öffentlichen Arbeiten.
Der Etat der Eisenbahn-Verwaltuug 12152 bie Einnabmen aus den vom Staat verwalteten Eisenbahnen aux 929 851000 „44, um 79 381 000 „44 höher an als im Vorjahre. Aus dem Antbeil an der Main-Neckar-Cisenbabn ist eine Einnahme von 476 837 „44, 80 324 „44 mehr als in 1890/91, eingesteüt, ferner aus de_m Anlbeil an der Wilhelmshaven-Oldenburger Eisenbabn eine 15_lche Von 378 268 „44, 16104 „44 mehr als im [aufenäden Etatsjabre, wdaß fich die Einnahme aus den für Rechnung des Staates vsrchltsien Eisen- bahnen auf 930706105 „44, um 78166 228 „44 höher stellt, als im Vorjahre. Die Einnahmen_ aus den Prrvc11babnen, an welchen der Staat betheiligt ist, smd zusammen mit 245 340 „44, um 72 269 „44 niedriger als tm Vorjahre, eingeneilt; bie sonstigen Einnahmen mit 100000 „44, 1600 „44 wxmgerAals im laufenden Ctaisjabre. Die Summe der Einnahmen 116111 1115 5111- bin auf 931051445 „44, um 78 092 359 „44 [16521 215 "111 1890/91, wo fie 852 959 086 „44 betrug, Die Betrißbslmxge Tkr_f11r RLÖUUUI des Staats verrvalteten Eisenbahnen ist fur den 2311311111 des Etats- jabres 1891/92 auf 25 089,14 11111 angeseßt, und 113115 9111 Ende Hes- selben 25 599,19 15111 betragen, jodaß fick) die Betrtebélange im nutt- leren JabreHdurÖscbnikt auf 24 658,62 11111 steÜt._ Dre dauernden Außgaben bei den vom Staa? VérWaltsten Eisenbabnen smd an persönlichen Außgaben auf 120 078 551_„44, um_ 11259 235 „44 bbber als im Vorjahre angefkßt, und entfallen hiervon _auf bealter 108 864 018 „44, SLIM 94 903134 „44 im Yorjabr2,_ aur,Vergüt1111gen an frühere Mitglieder 11511 Direktionen u. 1. „w. verstaatltéyterPrwak- bahnen 21150 „44, 60 087 „44 1112111961: als nn Vorjahre, ,an Wob- nungégeldzuschüffe 14060 800 „44, 1 201 600 „44 mehr als 1111 laufen- den Etatsjabre, auf andere Persönliche AUSgaben 79 617 933 „44, 8340 950 „44 1116111 018 im Ctatsjabre 1890 91, aur Tagegelxer, Reisekosten u. 1“. 15. 25068800 „44, 2219900 „44 mehr, 1111 außer: ordentliche Remunerationen 2485 718 „44, 1.87 685 „44 mehr, aux Untérstüyungsn an Arbsitcr und berxn Hinterblikbene 12906100 „44, 510700 „44 mehr. An sächlicbsn Kostsn sind eingeßsüt: 1111 Yurean- bedürfniffe u. s. w. 17215500 „44, 1 478 600 „44 Mkhr; fur _Stsuern, Kommunalabgaben und öffentxicbe Lasten 7463 000 „44, 155 000 „44 mehr; für Eriaßleistungen 11. 1. 113. 5953881 „44, 409 668 „44 mehr; für Unterhaltung der Babnanlagxn 61709000 „44, 6329 000 „44 mehr; für die Kosten des Babutmnéports 108 469 000 „44, 1323800034 mehr; für die Erneueran dss OberbaUZZ der Bahnen 46 178 000.44, 9759 000 „44 mehr; ür die Erneuernng' der JetrtebStmttel 38 646 000 „44, 3969 000 „44 mehr; für e_rbsbltcbe Erganzungxn, _Er- weiterungen und Verbesserungen, einschließlich derer der Wcrfttatten 12 483 000 „44, 2 724 000 „44 mehr; für die Banyßung fremder Bahn- anlagen 3 577 300 „44, 61500 „44 me'br; für die Benyßungf frsmber Betriebsmittel 7737 700 „44, 1258000 „44_mebr, für dre Mam- Neckar-Babn 86 224 „44, 11216 „44 mehr; für die Wilbelmsbaven- Oldenburger Balm 202870 „44, 194870 „44 MEHR!,“ und für unvorher- gesehene Ausgaben 800 „44, 600 „44 mehr. Für Ztnsen und T:]gungs- beträge sind 3730959 „44 gegen 33 990 846 „44 in 1890/91 emgesteüt. Diese MinderauMabe ist zum Überwiegenden Tbetl dUZÖ Umwand- lung von Prioritäts-Anleiben in konsolidirte Staatéjchuld, bezxv. Kündigung des Restes der bctreffendeq Anleibcn xntstanden, „theils rührt fie daber, daß die noch verbltebenen Anleihen, sbwctt der Staat Selbstscbuldner ist, vomK1. Avril 1891 ab auf dre Haupt- verwaltung der Staaté-scbulden ubergeben. Die Gesammts'umme ker Aupgaben für die für Rechnung des Staats verwalteten Eisenbahnen stellt fich somit auf 556 477 753 „44 gegen 520 787 054 .“ tm Emts- jahr 1890/91. Die Au§gabe11 für die Centralverwaltung und das Eisknbabn-Kommiffariat zu Berlin sind im _Ganzen auf 1 318 830 „44, um 43 500 „44 höher als im Vorjahre ange1e 1. Davon komme_n _agf Gehälter 640960 „44 (+ 27060 „44), au. Wobnungßgeldzmcbune 110 820 „44 (+ 4140 „44), auf andere vexsönlrÖe AUZJaben 230 450 „44 (+ 7300 „44), auf sächliche und vermischte Außgaben 166600144 + 5000 „449 und auf die Kosten der Vqrarbeiten zu neuen Eisen- babnen wie m Vorjahre 200000 „44 Dte Summe der dauernben Zuszzabben beträgt somit 557 796 583 „44 gegen 522079184 „44 un
orja re. ' „ „
Bei einer Einnahme von 931051 445 „44 ergxsbt sich somit tm
Ordinarium ein Ueberschuß von 373 254 862 „44, bei dem aber zur Ver-
zinsun der Eikenbabnkapitalsschuld 207 584 016,99 „44 in Rechnung
zu ste en find, o daß 165 670 845,01 „44 verbleiben.
An einmaligen und außerordentlichen Außgaben werden im Ganzen 20 486000 „44, 267900034 mehr als im laufen-
den Etatsjabre, verlangt, wovon 2500000 „44 auf den Dispofitions- fonds zu unvorbergesebenen AUSgaben für die für Rechnung des Staates verwalteten Eisenbahnen, sowie zur Deckung von Außgaben bereits gescbloffener extraordinärer Baufonds kommen. Die übrigen Forderungen'im Extraordinarium beziehen fick) in der Hauptsache auf die durch die Sxeigerung des Verkehrs nothwendig geWordenen Um- bauten und Erweiterungen bon Babnböfen.
Bei der Veranschlagung 17er „Betriebs-Einnabmen und Außgaben ist im Aügememen von den wirklrcben Ergebnissen des “Jahres 1889/90 außgeganJen worden, doch find selbverständlick) auch die zur Zeit der EtaTSaufiteÜunq berrschenden Verkehrsverbältniffe, sowie die auf die weitere Entwickelung derselben vorausfichtlich einwirkenden Umstände unter Beobackptuyg der gebotenxq Vorsicht entsprechend berücksichtigt worden. Bezügltck) der neuen L1n1en ist die Veranschlagung der Ein- nabznen und Agßgaben unter Vergleichung anderer, in annähernd benjelben Verhaltnissen befindlicher Bahnen unter Berücksichti- gung der besonderen _Verbältniffe der einzelnen Strecken be- wirkt wyxden. , Bet der, Veranschlagung der Persönlichen Au§gaben 111 im Hinblick auf die Eröffnung neuer Bahnstrecken und die Zunabuxe des Verkxbrß auf eine Verstärkung des Beamten- und Arbeiterperwnals Rück11chtg2nommen worden, ebenso bat in Folge der darch den Nachtrag zum _Etat für das Jahr 1890/91 vorge= nommenen Erhöhung der Gebalter der unteren und einer Anzahl von mittleren Beomtenklaffen, sowie der Vermehrung von Stellenzulagen 11115 der Erhöhung der Besoldungen der außeretatßmäßigen Beamten eig erheblicher Mehraufwand vorgesehen werden müssen. Derselbe be- ziffert s1ch auf 7 328 000 „44 Bei der Veranschlagung der Aufwendang anFerbsiterlöHnsn bat, abgesebZn von de_r Vermehrung des Personals, darauf Ruckfich1 genommen werden mussen, dax; dieLöbne derEiienbahnarbeiter mit der_Steigerung der Löhne. _namentlicb in den Gruben- und Hütten- beztrken unxd an den Hafenpla en, fich niÖt-unwesentlicb erböbt haben. Em erheblich böhexer Mehr etrag an Zu1chüffen wird 611111) für die Krankcn-, ferner fur Penfions-, Wittwen- und Waisenkaffen, tbeils 111 Folge der. Vermehrung des Verficherun985flicbtigen Dienstversonals und de_r Steigerung der Löhne, theils in Folge des Inkrafttretens der Invaliditats- und Alterßverficberung erfordert. Die Durchführung der 927031011211 Vorschriften der leZtgenannten Verfichsrung erfolgt durch etns_b_e1ondkr_e Kxxffenxinrichjuna, Welche zugleich d:r Weiter- gehenden'FurWrge fur die standige" Eisénbabnarbsiter 11115 für deren thtkrbltcbene dient, und eine gleich bobeBeisteuer von der Eisenbahn- Vsrwaitnr1g ,und dsn Arbeitern erhebt.
Die Mittel zurkDeckung der Kosten für die [LUterbaltung der Bahnanlagen find mtt Rücksicht auf die Erweiterwng des Babnneßes, dre Vermehrung dex Unterhaltungsgégenstände und die Steigerung des Verkehrs, 1015518 1112 ErhShung der Arbsitslöbne stärker bemeffen worde". P1n11ch111ch der Kosten der Züge ist in Betraébt Wogen worDen,"daß durxb die Erweiteruna des Babnneßks, die Einlpgung neuxr Zuge 11,111) dt"? zuxrwartende Yerkebrßsteigerung, sowie durch die erbybten Pretse fur Jokes und Kohlen wesentliche Mkbransgaben bedingt werden. (Ebénso smd die Kosten für die Unterhaltung und Erneuerung der Betriebsmittel in erheblich höherem Maße in Ansaß gebrLÖY worden. Für die Erneuerung des Oberbaues ist der Bedarf an chtexxen, Schweüen 11. s. 111. _aus (Grund örtlicher Aufnahme nach dem tbatmxblicben Bedür_sniffe fe1tge112111 und die Einheitspreise nach 5211 zur Zeit der Veranjckylagung maßgebenden Materialpreiseri e::- m1ttelt wvrden.
Von dcm Überschuß von 165167084501 „44 find zunächfi zur Deckung der zur planmä igen Tilgung der vom Staat für Eisen- babnzMcke vor dem Jahre 1879 aufgenommenen oder vor oder nach diesem Zeitpunkte selbstschuldnerifck) übernommenen Schulden 5 584 161,66 „44, ferner zur Deckung von Staa1§ausgabem für welcbe die Mittel andernfalls durcb Aufnabme neuer Anleibén bcscbaffx xverbZn müßten, und zwar zur außerordentlichen Tilgung von Staats- 1chulden bezw. zur Verrechnung auf bewilligte Anleihen 17 851 751,79 „44 11111) zur Deckung anderweitiger etatsmäßiger Außgaben “des 8121511511116- xabres 1891/92 142 234 931,56 „44 zu Verwenden. Da aber in Folge des 111 d'en letzten Jahren eingetretenen außergewöhnlichen Vexkebrs an derz Eisenbahnen die Verivaltung den an fie gestsüten Ansbxderuygen mcht ÜberaÜ bat gerecht Werden können, so 1511, um d1e dtépomblcn Fonds zUr Vermehrung der Betriebsmittel zu Haben, neben_ den etatémäßig zur Erneuerung der Betriebßmittel vorgesehenen Betragen, dex VerwaltUng ein Fonds von 20 000 000 „44 zu diesem Zweck zur Drsvbfitiyn gesieÜt werdsn. Die Höhe diescr Summe ist nach dem YZrbaltniß dsr Mehrleistungsn bemcffkn Worden, 11*e[ch1e er- fahrungsmaxig'zur BewiÜigunZ des steigenden Verkehr:“; von Jahr zu Jabx eriordßrlrch werdxn. Der Betrag soll zunächst von der Eisenbahn- Hapttabchuld abgejchrteben werden, während die auf denselben zu ubernehmsnden Llnsgaben derselben wieder zuwacbscn.
In dem Etat der Lotterie-Verivaltuug bsziffern 1115 die Ein- nahmen aus dem Lotteriespiel auf 8256 000 „44, 24200 „44 geringer (115 im Yoriabre, die sonstigen Einnahmen (für Drucksachcn, Entschädi- 0111*_11Zn_ fur die Entnahme von Papier und FcuerUngsmaterial aus den 2511111115911 der Behörde u. 1“. 111.) auf 10500 „44, 800 „44 weniger als 1111 lausexden Etatsjabre, sodaß fich einc (Hksammteinnabms 2511 8266500 „44 Hkgen 8291500 „44 in 189091 ergiebt. D1e AUS- gaben 118111311 fich insgesammt aui 167100 „44, 1600 „44 M11iger als tm Vorjahre, wovon 71300 „44,_ 800 „44 mehr, auf Besolduagen, 11400 „44 wie im Vorjahre aus W05nung§gsldzuschäffe, 9336 „44, 488 „44 mehr, auf _anrers reriönlicbe Außgaben und 75 064 „44. "2880 „44 Weniger, aus säkblicbe Außgaben entfallen. Der UebexschUß bCelauft ZW; somit auf 8099 40») „44 gegen 8122- 800 „44 im laufenden
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Der Etat 891: Müuzvcrwaltung setzt die Einnahmen bci aaf der Münze in Berlin 264 600„44 aus der Ausprägung vo_n Münzen und MedaiÜen, gegen 220 810 im Vorjahre, und die somfigen ber- mischtcn Einnahmen (für Probemetakie, Probir-, Ausbieb* und Schmelzgebübren 11.512191.) auf 17 570 „44, gegen 17 790 im Vorjahre, an; die der 5Probiranstalt in Frankfurt a. M. auf 8250 „44, 530 „44 mehr als in 1890/91, an, sodaß sicb eine Gesammt-Einnabme von 290120 „44 gkgen 246 320 „44 im laufknden Etatsjahre ergiebt. Die Au§gaben smd auf 67950 „44 für Bösoldungen, 300 „44 111651", 4500 „44 für Wobnxxngsgeldzuschuß. 3800 „44, 500 „44 mebx, für andere persönliche AuGgaben, 8200 „44, 1000 „44 mehr, für sachliche Yer- waltungßausgaben, 197500 „44, 44 500 „44 mehr, für Betriebskosten und 7100 „44 für sonstiße Außgaben angenommen. Die gesamuite JIMMY? stellt sich somit auf 269050 „44 gegen 222750 „44 tm
orxa re.
In dem Etat des Seehandlnngö-Jkftituts ist dex Geschäfts- gewinn mit 2350000 „44, um 298 000 „44 höher als im Vorxabr, die Einnahmen für Rechnung des Instituts 10 400 „44, 83 „44 nzebr als im Vorjahr, eingesteÜt. Erstere (Einnahme wird dem allgemxmen Staatsfonds, leßtcre den Erträgniffen des Scebandlyngs-erstuuts zugeführt. Die Au§gaben belaufen fick) ianesammt aus 271450 „44, 7250 „44 mehr als im laufenden Ctatsjabre; Davon entfaüen auf Besoldungen 151 300 „44, 7450 „44 mehr als 111 1890/91, auf "Wyh- nungSgeldzusckyüsse 24540 „44, 900 „44 mehr, auf gndxre personliche Außgaben 56210 „44, 2650 „44 mehr, und auf sachliche 2111591112211 39 400 „44, 3750 „44 weniger als im Vorjahre.
Der Etat für das Herrenhaus weist eine Einnahme von 1020 „44 (+ 20 „44) und eineAuSgabe von 176490 „44 (+ 1920 „44) auf. Von der ltheren kommen auf Bewldungen 40 200 „44 (+ 600 „44), auf Wobnungßgeldzuscbüffe 5040 „44,__auf andere personliche AußgabZn 42150 „44 (+ 1320 „44) und auf 1achliche Aussaben 89100 „44 wie im Vorjahre.
Der Etat für das Haus der Abgeordneten sejzt die Etn- nabmen auf 1175 «44 wie in 1890/911111. Von den Außgaben kommen 59300 „44 (+ 750 „44) auf Besoldungen, 8580 „44 auf Wobnungßgeldzuschüffe, 65 210 „44 auf anderx persönliche Außgaben und 1078 680 „44 auf sächliche Außgaben. Die Gesamrptaußgabe be- trägt daher 1 211 770 „44 gegen 1 211020 .44 im Etatßxabr 1890/91.
In dem Etat der Anüedlungskommisfiou für Westpreußen und Posen find bei den Einnahmen der Zuschuß zur Deckung
der Verwaitungß-AuSgaben mit 242 940 „44, gegen 206 639 „44 in 1890/91, die Einnahmen aus der_Ueberlaffung Von Stellén wie im Vorjahre auf 400 000 „44 11115 die wnstigen Einnahmen auf 1000 „44, um 900 „44 höher, eingesteüt worden, sodaß die (Gesammteinnabme 643 940 „44 gegen 606 739 „44 1171 laufenden Etatsjabre beträgt. Die VerwaltunJSauMab'en kktkäßkn an Besoldungen 90300 „44, 22 665 „44 mehr als im Vbrjabre, an WobnungSgeldzuschüffen 14640 „44, 3636 „44 mehr als im Vorjahre, an anderen persönlichen Angaben 62000 „44, 10000 „44 mehr 1116 im Vorjabrs, und an sächlichen AUEJaben 76 000 „44 An Ablieferungcn an den im §.1 des (Geskßes vom 26.211011 1886 bezeicbnaten Fonds sind 401000 „44, 900 „44 mehr a]s im Vorjahre, vorgeseben, Die gesammten Yqu-aben stellen fick) 11211111 auf 643 940„44 gugen 606 739 „44 im Etatsjabre 189091.
Der Etat für da:? Kriegs-Minifterium wxist eine Ein- nahme von 350 „44 gkgen eine solcbe Von 700 „44 im Vorjahre an. Von den AUSgaben entfallkn 58200 „44, 2550 „44 11113111“, auf die Verwaltung des Zeuabauses in Berlin, 8880 „44 (1111 Wobnungsgeld- zuschüffe, 4672 „44, 1050 „44 mehr, auf andére 126061111412 AUZZUÖZU und 54500 „44, 900 „44 mehr, auf säÖliÖe 2111511515511. Die Summe der AUSgaben beträgt sonach 126 252 „44 gegen 121752 „44 im [511er-
den Etatsjabre. _ „ (“Foktskyung folgt.)
Statistik und Volkswirthschast.
Hagelwetter und Hagklscbäden in Preußen im Jabre 1889.
In den Monaten Februar bis einschließlich Novsmber des Jabres 1889 warden in Preußsn 6823 Hagéliälls gézäblt, (169611 3878, 5677 und 5562 in den Jabren 1888, 1887 und 1886101143 gegen 11216 im Jahre 1885. Als Hagäfall ist Hierbei 12586 21111- treten eines Hageleters in einem Erhebungsbkzirk gcrkchnet, 1111!) zwar aucky dann. wenn ein (8111121151851 31451 osrursacbt wordkn ist. An der 311111151112 dcr Hagelsäüc skit dom Vorjabrs waren (1111: Provinzen außsr SÖleÉwig -H5lstein 11115 Heffkn -Na1"1au, bswnders stark aber Brandsnburg, Ostbrsußen, Sachsen und die _ HobenioULrUsÖM Lande bstbeiligt. Wie in xen Jabrcn 1885, 1886 und 1887 7131 anck) 1889 die überwiegsndk Mebr- zabl der Hagäwstfsr in die Monatc Mai, Juni Und Jali, 1115 zwar 5677 FäUe 5521 83,3 % dsr Geiammtbeif 11313911 89,7 bezw. 82,0 und 841 0/0 in den (1211511111211 Jabrén, Dagsgen 11511111 1888 der 2111131111 starker (111 dkk Gksammttn'nge dsr .H111-21wettcr Theil (118 in 5611 vor- angeaangeyxn Jabren. Nach der “Stärke Waren 1889 genau 33,3 0,40 der Hagelsalke gering, 8. 1. mit dem Verlusts von wwiaer als einsm 21chte1 der Ernte, 36,4 “ 11 11111181, 1) i. mit 52111 Verluste von einem Achtel _bis zur Hälité verbanden, 21,3 9/0 stark, 17. i. über die H5lsié_ einer scbnitirsifen Ernts, 11115 9,0 % sebr stark, 5. i. eine1chnittr€ifs Ernte gänzlich 5211111512115. Jm Turck)- scbnitt Waren 1889 dis HagelfäU-s stärker als in den beißen Weiter zurücklicgendkn Jabren, wo nur 16,7 bézw. 16,5 (),-“0 als stark, 8,1 bezw. 5,3 (),/9 als iQHr stark bezsicbnet Wurden. Unter den Pro- vinze_n war Po1en am Ungünstigiten daran; kkmnächst waren die bbchzten Stärxegrabe in Westpreußan 11115 Sch1es1211 vertreten. Be- zugl1chz53r Haufigkeik dcr Hagelfäklc, d, H. bezüglich der Msnga der Haßelexer, 11121th 111112111le 611128 Jahres die einzelnen Ekbevungs- beztrkc_ tr1ff1, ist 1211112112111, daß 17:89 in Preußen Unter den 5762 von Hagcl1chlag 11er5511131 beim11LsUchten Erbébungßbezirken 85,5 05 ein- znal, 14,5 *),/0 mehrmals betroffen Wurkcn. Nicht erhablicb anders war m den O_rei Horbergebenden Jabrén der Antbeil der wiederbolt bon Hagel heimge1uchten an der Gésammthkit ',“olcbsr Bszirke, nämlich 12,9 bszw. 14,5 11115 13,8 0/0.
' _Dic 3551 der durch Hageisckplag wirklieh geschädigten Bezirke belief s1ch 1889 in Preußsm (1111 4956 Und überstieg die entsprechenden Zahlen der drei vorangkgangknsn Jahre 11111 2351 bsxw. 126111115 1026, erreicht? jc'docb die Zabl dss großca Hagsljabrcs 1885, nämlicb 7235, noch lang? nicht. Während im S111119080 sämmtlicber ErbebUngsbczirks durcb Hagsl wirklikb beschädigt warden (116an 4,7 1121111. 6,7 11111“ 7,1% in 1311 85151211 1888-1886 rückwärts), 11011211 stk!) die bstreffenden Verbältnißzablén 111 Hohenzollern aus 15,7, in Schlesien 11111 14,9, dagegsn in SÖleswig- Holstein 11111: auf 2,9 0/“0. Von der oben (1691155211211 Fläche wurden 429 872 1111 57:81 2,490 sämmtlicber Aakcr- 11115 Garten- ländercien 111 Pchßkn beschädigt gcgen 2,6 0/0 im 211111121 der Jahre 1883/88. Unter 501 Probinzcn cntfälit aM Sablaücn das größte Areal, 1151111111) 126690 11:1 odcr 5,60/0 scincr Acksr- und (Garten- ländkrsicn einschließlick) dec Weinbsrgs; daran réibsn 114) Ostpreußen und Poscn mit 52 705 11111“ 49 343 115, Dkk 11111 24206144 „44 fest- gestsUte Hageisckxadenwsrtb für 1889 übkrstcigt dsnjenigen der Jahre 1888 und 1887 mit 11 893 608 11115 16 030 733 „44 erheb- lick), in geringerem Maße den Schadenwsrtb 11511, 1886 (22 346185 „44), bleibt kagsgen noch bedeuxend 011111"! demjenmen der beiden n'citsr rückwärts lisgenden Jahr?, welcbs je 11er 39 MiUionen Mark ergaben, 51111117 11110 erreicht (mch das 511111161 des Zeitraums von 1884 bis 1889 nicht. Die bagelrcicbstkn Tag? des Jahres 1889 15.1an für Prenßkn der 26, Mai, der 11. J1111i 11115 der 12. Juli, Welck)? eincn Hagklscbaden von 1956 315 16111». 2320157 und 2278218 „44 verursacbren. Am crstgcnamtcn Hagxirags litten die östlichen Provinzkn bis zur Elbe, 151511525“; 1tark aber US Provinz Posen (1180173 „44). Di- Hagelwelfxr des 11. Juni trafxn wieder kisselbkn Provinzen, vornebmlicb ZAMM, außerdem noch 111 niedkrkm Maße 5211 chierungsbkzirk Magrxbuxg. Auch gm 12. Jul! richtete wieder in Schießen der „131961 die axgsten Vexwustnngen (111; anßkrdem wurden an diesém Tage dsr 181,11131111136521115Erfurt, _dl? Provinz Heffen-Naffau und in dcr Rbsin1*_robinz dre RLJZYrUYZÖÖLZtrke Koblenz und Trick sebr durcb Haßel chadtgf, Verbalxmßmaßlg stark aucb Hobcnzollern. JeneU drei scbwsrerxHWélkägk" MHM Wb nach der Größe 528 in PreußeU Vsrursachten_Qchad€U_s der 1511151623511, der 4. und 8. Juni mit einem chatt1mt1chade„n von 16 aber eine MiUion Mark an, Weiksr ,der 10. Jah," der __10. und der 14. Juni mit cinemGesatnmtfch51211_von noch_1e 11ber 150 000 „44 Im Jahre 1889 bat unter (111111 Krcmen dec Jret's Duren den höchsten Hagelschaden zu Verzeickxnen 11015151, außer 15m_aber noch 21 Kreise einen Schaden von über 200 000 „44, 20 Kreise emen solch€n von 150000 bis 200 000 „44, 35 Krci1e cinen'solcben' von 100000 bis 150000 „44 Die Kreise, welche im Bcricbtsjabre emen QageUÖaden von über 200000 „44 erlitten, ordnen fick,) nacb der Schadenböbe wie folgt:
Krcise „44 Kreije _„44 Düren . . . , . . 648058 Lübxn . . . . . . 262961 LSObscbüZ . . . . . 584 788 Rößel . . . . . . 255 086 Habelschwerdt. . . . 541214 Brieg . . . . . . 250 380 Ratibor. . . . . . 538 2:16 Langensalza . . . . 248 341 MeseritZ. . . . . . 538269 Köln,(Land) . . . 244 866 Oschersleben . . . . 492 314 Mogtino . . . . . 238490 (Glatz. . . . . . . 405 694 Trebntxz . . . . . 234826 §yriß . . . . . . 314539 Bergheim. . . . . 232050
imbaum . . . . . 313 619 Lebus . . . . . . 231333 Bolkenbain. . 307078 Neumarkt. . . . . 212841 Euskirchen . . . . 279 430 Tost-Gleiwiß. . . . 211098.
Vergleicht man den im Jahre 1889 durch Hagelschlag ianeußen entstandenen Schaden 14011 24206144 „44 mit derjenigen umme, welcbe auf Grund der Hagelbersickperung von den Ve eberungs- geseUscbaften ersetzt worden ist (7 426415 „44), so ergie t leytere 30,7 9/0 des ersteren gegen 29,6 bezw. 390-248 und 28,5 '/o in den Jahren 1888-1885 rückwärts. Die VetfiÖerungssumme der ge- schädigten Flächen betrug 57 424 551 „44, wovon die Seitens der Ver- ficherung§ge1ellschaiten gezahlte Entschadigung 12,9 % außmachi.
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