1891 / 36 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 10 Feb 1891 18:00:01 GMT) scan diff

Danzig, Stettin, Lüneburg und Arnsberg ist die Krankheit

im Januar erloschen. _ _ _ Aufs Ncue trat die Seuche m den Regierungsbsztrken

Königsberg und Aachen auf.

In der Woche vom 25. bis 31.Januar blieb der Gesundheits- stand in B erlin ein guter und auch die Sterblichkett blieb nahezu die gleich günstige wie in der Vorwoche (don je 1000 Einwohnern, aufs Jahr gerechnet, starben 17,2). Wesentlich _seliener _kgmen akute Cnizündrrngen der Athmunaßorgane zum Vorschein und fuhrten auch in selteneren Fällen zum Tode. Dagegen traten auch akute Darm- krankheiten bäafiger zu Tage und forderten aucb erbebltckz mr_br Opfer als in der Vorwoche. Die Tbeilnabme dcs _Sauglmgsaiters an der Sterblichkeit war eine etwas größsre als 111 der vom:;- gegangenen Woche; von je 10 000 L_?benden starben, quis Jahr berechnet, 60 Säuglinge. __ _Die Jnfektwnßkraykbeiten zeigten fick) meist in gleich _bc-icbraxikter Zahl wie 111 der Vorwoche, .1ur Erkrankungen an Diphtherie, d1e 0115 der Tempelhofer Vorstadt am Häufißstcn 0211101501 wurden, und am Ktndbctifieber kamen in grsteigerter 3001 zur Anzeige. _Erqunkunßen an Uriterlrtbstypbus, an Masern und Scharlach traten rn keinem Stadttbetl 111 ne1111er18- Werther Zahl zu Tage. Eine weitere Er_krankur-g an Pocken und e11_1e Erkrankung sowie ] Todesfaü an Genlckiiarrx wurden zur K_enntntß gebracht. Erkrankungen an Keywbustirn blieben zahlreich, _dte Zahl der durch sie bedingten Sierbciaiie stieg auf 9. R5e_umat1sche_Be- schwerden aklcr Ari, namentlich akrrte _Gelenkrbeumattsmen, zetgten gegen die Vorwocbe eine Steigerung tn 11)er Vorkommen.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagsngcitellung für K_oblerz und Koks an der Ruhr und in Oberchlcsiexi. _ An der Ruhr find am 9. Februar gestellt 11159, nicht recht= ii' 1“ ieÜt 132 Wagen. _ ze lgZ(rx1sOberscblesien sind am 7. d. M. gestellt 3111, mchi rechtzeitig gesteÜt 1648 Wagen. SUL!)asiÄtikns-RZstulltatBe. __ __ __ __ _

Bsim Königli en 111 Meri „er 111 10n 0 im Gruxdbrlcbe 12011 den Niederscbbnhaussner Parzeürn Band 11 911.420 auf den Namen der Frau Rittergutsbeiißer Constanze Mertz eingsiragkne, in dcr Pavpel-Allee 6 belesene, mit 10070 „jk: Nußungswertb zUr Gebäudisteuer veranlagte Grundsiuck zur Ver- stsiiierung. Das geringste Gebot w11rde 0111550 „x!- festgesetzt. Fur das Meistchxt don 152 000 «16 wurde der _FabrikbefiiZer W. Ruppert in Herichsdcrf bci Hirschberg i Schiss. Er1teber.

_ Der AUffiÖtsratb der Berliner Ci_ckori_en_-Fabr1k Aktiengesell schaft bat bLsCblOffkll, für 1890 eme Dividende von 80/9 in Vor (510,1 zu bringen. __ _ _

_ OersAuisichisratl) der Sableiticben Voden-Cred1t- Aktirn-Bank hat auf (Grund der von_ dem Voriiand vorgelegten Bilanz brsch10ffem der dicsiährigeri ordentlichen Generalersammlring, wclcixe auf den 7. März cr._ einberufen wxrd, die Festieyung einer Dividende von 6% zu 0111512111211. _ _ _

Leiyzig, 9. Fskruar. (W.1L. B.) Kammzug-_Term1n- bändel. La Plata. Grundmuster 13. Dr. Februar 4,214 «sé, vr; Ykärz 4,278 .“, pr. April 4,278 „15, .!Zr. Mai 4218 „44,_pr. Juni 4,3044, pr. Juii 4,321 „44, pr. Anga?! 4321-14, pr. _Sevtembcr 4.35 „M, Or. Oktober 4,35 .“, vr. November 4,35 .“, pr. Dezsmber 4,35 „44 111111515 150000 kg. Behauptet. _ _

Bremen, 9. Februar. (W. T. B.) In der benttgen Styling des Aufficbtßratb dsr Bremerbarwner _Straßrnbabn wurde die Dividende 003 70/0 iestgrseßt, gegén 5 0/0 1m _Vorxabre. _

Wien, 9. Fcbrucrr. (W. T. B.) 521116113218 d_er Sudbabn in Nr Woch? 50111 29. Januar bir? 4. Februar: 610345 Fl., Minder- einnabme 35 068 F1. _ _

Answcis der österreichisch-unqari[cher_1 St_aaésbabn 111 der Woche vom 29, Januar bis 4 Frbruar: 160054 sl., Mehr- einnabme 118 254 Fl. _

London, 9. Frbruar. (W. T. B.) Wollauktron. Preise fest, unverändcrt.

An der Küste 1 Weizensaduna angcbbtßn. _

Glasgow, 9. Februar. (W. T. B.) Die Verich1ffung_en vonRobcisen betrugen in dcr vorigen Woche 3400 Tons gegen 5060 Tvns in derselbsn Woche des vorigen Jahres.

Bradford, ;.). Febx)u0r._ (W. T. B.) 2330118 und Garne rui,fri. Stoi ege“; äitéos. _

ÖASt.s8101crsburg, 9. Februar, (W. T_. B.) Die Priers- bUkJLk PriVat-Handelsbank _briiigt fiir das Gesckxastsxahr 1890 21112 Dividende nicht zur Wertbeilunß. _ _

Amsterdam, 9. Februxr. (W. T. B.) D1e Nieder- ländischc Barik [101 den DiÉkont von 38 auf 3 Puberabgescßt.

Nrw-York, 10. Februar. (W. T. B.) Vkstbxe Supply an Weizen 23 359 000 Busbels, do. an Mai:“; 2 592 000 Busbels.

Submissionen im AuSlande.

__BelYetF. 1 18. ebruar, Brü] eier 'ör e: __ 1111115136118 imF Rangirbabnbof zu Ronet. Ansckoxag: 216517 Fr. Sickcrbcit: 8300 Fr. (Lastenheft Nr. 5/1891)._ Plane: 2 Fr, _

2) 27. Fcbruar, Mittags, Prodmzial-Regrerang 111 Mons: _Bau einck“ Scblaäxtbausis zu La Louvidre. Anschlag: 78 271 Fr. Sicher. heit 4000 Fr. Anträge mittels eingeschriebenen BMW 1718 zum 25. ebruar. _

H3) NÜÖstMZ, Mittags, Brüsseler Börse: Lieferung_zum Mate- rialieniranßporr bestimmter kleiner Waggons sowie einer Anzahl Klarchrdrckc. _

1. 26 kl. Waggons mri Bremse, 11. 29 dergl., __ 111. 15 Klappvechke sur kl. Waggons,

117. 10 dergi. . Spanien.

1 15. März. Pusajes. Eeneralgésellscbaft des Hafens 0011 Pasast: Bau einer Mole. Voranschlag 665 042 Fr. Naberes beim Siß der (HsseÜsÖafk in Paris, 5 Rue des Malburtns.

2) Ohne Daxmn. Provinzialratb von Oviedo: Dampfsiraßenbabn 11011 Bibadcsekla nacb Jgsiesio.

3) Ohne Datum. Moron (Provmz Oevrlla): Wafferleitung wird chlant.

Dänemark, _ _ _ .

1) 18. Frbruar, _Bürgcrméisterei-Kontor tn Korsor: Lieferung don gußeisernen Röbren für das Wgfferwerk von Korsör. Be- dingungen und BeschreibUnaen zmr Einsicht auf dem Bureau des Ober-Gericbtssachfübrers H. C. Hansen, Börsgade 42 zu Kopenhagen und bei dem Sachfübrer “111111011 in Korsör. _ _ _

2) 19. Fcbruar, 121 Uhr, Kopenhagen, _Marine-Mmtsteriun). Liefernng 0011: Pommeriscben Fichtenbalken, Kalmarbalkeu, 11orwe_gi- scben und schwedischen achtzehn und zwölf (Ellen -Balken, véstervtker und sebWedischen oder norwegischen Fichtenplanken, Dr_ammenschen und Frederikkbalrer Fichtenbreiiern, Rispebord, norwegis_chcn Brettern, lybiscben Und finländifcben Aussibußbrettern, Erlenholzern, Eschen- und Bucbxnplanken, fichtenen Bootsbakcnstangen, Pockenbolz,_Haselnuß- stangen, Röbren- und Halbionnen-Dauben, Faßbodenstucken nebst weißrn Halbwnnenreifen und ViettelSreifen. _ _

_ Näheres an Ort und SteUe sowie in damscher Sprache zur Cmficbt beim .Deuijchen Reichs-Anzeiger'.

Bau eincs Lokomotiven-

Vau einer

Der Bau einer

Verkehrs-Anftalten.

_ Laut Telegramm aus Duisburg ist die _eng- lische Post über Vlissingen vom 9. Februar aus eblieben. Grund; Längerer Aufenthalt in Boxtel und Kalden rchen.

Laut Telegramm aus Köln isi die erße englische Post über Ostende vom 9. Februar aUSgeblieben. Grund: Zugverspätung in Herbesthal.

Koblenz, 7. Februar. (W. T. B.) Das hiesige Eisenbahn- Vetriebßamt macht bekannt: Der Trajektbetrteb Bont)- Ober-Kassel wird am 8. d. M. für die Tageßzüge 116 bis einschließ- lich 173 wieder aufsenommen. _ _

Koblenz, 10. Februar. (W.T B.) Das_btesige Vetriebs- amt macht bekannt: Der Trajektbetrieb zwischen Bingen und Rüdesheim ist heute früh für den Personenverkehr Wieder auf- genommen worden. _

Krefeld, 9 Februar. (W. T B.) Der _Trajektbetrth Spyck-Welle, Strecke Kleve-Zevenaar, ist fett heute auch fur den Personenverkehr bei Tage von 8 Uhr Vormittags bis 5 Uhr Nachmittags wieder eröffnet.

Bremen, 9. Februar. (W. T. V_.) Der neu_ erbaute Lloyddamvfer .Weimar“ ist heute in Glaßgow gluckl1ch vom Stapel gelaufen.

Triest, 9. Februar. (W. T. B.) Der Llo_vddampfer ,Aurora“ ist gestern Abend cms Konstantinopel bier eingetroffen.

London, 9. Februar. (W. T. B.) Der Union-Dampser , Durban“ ist heute auf der Außreise in Capetown angekommen.

Theater und Musik.

Königliche Theater.

Das Opernhaus bleibt am Mittwoch _wegen der Vor- bereitungen zu der Erstaufführung der Oper .Hmrne" ge1_ch10ffen. Am Donnerstag gebt an SteÜe der bereits angekundtgten Vorsicüung bon Lorßing's .Undine_' die Oper ,Mtgnon' mit Frl. Rotbauser in der Tiirlpartie m Serge. _ Jm Schau- svielbause gelangt am Mittwoch nach langerer Unterbrechung Sbakcspeare's Zauberkomödie .Der Sturm“ mit der Musik Von Wilhelm Taubert zu erneuter Darstéüung.

Königliches Schauspielhaus.

Gcsicrn Abknd ging auf Allerböcbsten Befehl .Der neue Herr“, ein Schauspiel in sieben Bor.:ängen von Ernst yon Wildenbruch, zum ersten M01 in Scene und erzielte einen schönen, zum Theil stürmiscben Ersolg,_ _

Wildenbrucb bat den Stoff zu d1eseu_1 _Schauswel wie schon frübsr den zu den ,Quiizow's' dcr vaterlandrsrben Geschichte exit- 110111111111; er seßt mir seiner dramaiiicbcn Arbeit jedeSmal da e1_n, wo die Mark Brandenburg vor einem bcdeutsamewchdepunxt in ihrer Entwickelung steht. Beide Male, in den .Omßow's" wie 111 dem „neuen Herrn“ wird das aufsteigende_ (Geschick der Mark durch das kraftvolTe Vorgcbkn eines Füriixn 0118 dem Hause der Hohenzoüern bestimmt. Wie in den ._quyyw 0“ der Burggraf Friedrich durcb stin kraftdoch und zugletck) mildes Auftrexen dem zucbtlosxn Treiben der Raubritter ein Ende bcreriet _und die Ruhe und den Wohlstand der Mark begründet, so_ greift 111 de_m ,xieurn Herrn“ Kurfürst Friedrich Wilhelm rettend m die Geschicke _1eines Landes ein. Das Stück spielt um das Jahr 1640, kurze Ze1i vor dem Ableben Georg Wilbelm's, der unier den Regenten aus dem Hause Von Hohenzollern wobl ani Wenigsten die angeborene Herrscher- gabe seiner Vorgänger und Nachsolaer auf dem Thron besaß.__ _

Das Land ist von den wilden Soldatenbordrn des ertßtgxabrtch Krieges verbeert, Elend und Verzweiflung haben ihr bocbstss Maß erreicht, da fick) in den verwüsteten Sxädteri und Dorferri aucb noch die Pest eingenistet hat. Der jugcndltÖe Kurprmz Fr1edr1ch 513311501111 wéilt in den Nikderlanden und Graf Adam Schwarzenberg fuhrt 11111 unbesÖränkter Voilmacbt das Regiment im _Lande fur dcn sÖwankenden Kurfürsten Georg Wilhelm. So sehr ist das Virtrauen aus" Brandenburgs und der Hobeiizoüern Kraft verloren gegangen, daß die märkischen Regimenter m_1_t dem Solde des Kaisers geroorben werden _ und dem Kat]er_ den Eid der Treue schwören. Urn dcs Kai1er1ichen Beistandcs 119111011 1011 d1e köblnisckxe Vorstadt, Welche den Schweden 018 Einfallßvforte dienrn könnte, niedergebrannt werden. In diese Zett der großten Verwu- rung fällt das plößlicbe Ableben des _Kurf_ursten, _ und der kaum zwanzigjährige Friedrich Wilhelm tritt _dre Regikrung an. Er ist der „neue Hsrr', welcher durcb e_m kraftvokles, bon dem bbckysteri Pflickptbewußtsein und der reinsten Herzens- güte getragenes Regiment die Mark 0116 1bre_m Niedergang wieder ausrichtet, das Land durch kluge Vertrage _ von _den rohen Kriegsbordcn erlöst und den Grundstein legt zu emem eigexien, nur ibm eidlicb verpflichteten, stehenden Heere und dadurch den festen Bau des künftigen preußischen Staats anbabnt. _Wildenbrucb brauchte, da er die (Geschicke eines ganzen Volks zu schildern quier- 11abm. einen weiten Rahmen, um darin de_n wechselnden eitgeist 111 die Erscheinung treten zu [offen. Er greift aus dem_ Olks- urid Staatsleben die packendsten Mornrnie heraus und brmgt_sie 111 großen Zügen nach der Weise Shakespeare's z11r_ DaritrUung; auf diesem bewrgten Hinterarunde beben sich, als Trager der alien und neuen Zeit, zwei Gestalten leuchtend ab: _der_ Kurprinz, welcher als auistrebender Aar der Sonne der Gerechtigkeit _und drs Fricdrns zustrebt, und der wilde Rochow (x_ls Urbild des troßrgen Und zügellosen Selbstbewußtseins einrs ritter11che11_ KriegSmannxs. Die heldenhaftkn und glänzinden Eigenschafteri des jungezi Kurprtnzen iind Kurfürsten hat der Dichter mit großer Kraft und kuniilerilcher Fein- beit gezeichnet. Er betont in ihm den Soldaten, welcher stets _zrzm Kampfe bereit ist, aber nur zum Kanzpfe fu_r heilige (Güter, für Vaterland und Ehre; Friedrich Wilhelm isi darin der edle und kühne Abnbsrr der preixß1schen Herricher, welcbe den Krieg nur zur Abwehr und zur Vertbxrdigung der (_Gbre auf die Schultern ihres Volkes [?gen. Daneben wachst das Géiubl der Ver- aniwortung für das Heil des Volkes, wel§hes ibm anvertraut ist, mächtig empor und offenbart 1111) in der Fursorge und dem warmen Mitgefühl für das Web) des Bürgers iind des_Bauern, da er die Kriegsfurie aus dem Lande jagt, Außer diesen beiden Gestalten, des Kurfürsten und des wilden Rochow, tritt nur nocb Graf Adam Schwarzenberg bedeutsam bervor. Schwarzenberg, welcher das Elend der Mark zumeist mitv.rschuldet hat, wird vorn Dicbter_in ein Licht ge- rückt, wclches an dem nach Macht und Retchtbum durstenden Mann Mitleid erregende Seiten des Gemüths entbuüt. _ We1l er vergebens nach kühnen und edlen Männern suchte, deren Dienste er fi_ch We1ben könnte, hat er in Weltweracbtunq und Haß nur sich [21511 und der eigenen Macbtentfaljung gelebt. Vor_ des jungen Kurfursten _wurde- voiler Männlichkeit beugt sicb der greife Staatßmann, i_im sem ver- febltcs Leben zu beklagen; er stirbt _ an seiner Schuld

in dem Augenblick, da er sie subnen Wll]. Die Obersten de Reaimcnter, welche er drm Kaiser geworbin und die starr an seinem Werke fcstbalien, nachdem er es selbst aufgegcbrn, bringen ibm den Tod. Wie in dem Gesch1ck des Grafen Schwarzen- berg, so läßt der Dichter aucb in dem Schicksal des wildcn Rochow, welcher fich dem Kurfürsten nicbt ergeben w1_l1 und dafur den Tod e_r- leidet, die Schuld, Rom und Sühne dxs zugellosen KriegSWnnes tn dramatischer Bewegung und klaren Zugen vor de_n Augen der Zu- schauer sick) eniwickeln. Der Dichter hat sich im Yllgememrn ziemlich geriau an die vaterländiscbe Eeschichte gebaiien, und d1e verschiedenen Ereignisse, die Vereidigung der Obersten fiir den Ka1ser,_ das Eintreten Konrad von Burgdorf's für den Kurfürsten, das friedliche Abkommen m1t d_en Schweden, erscheinen geschichtlick) treu, aber auf einen en eren Zett- raum zusammengedrängt. Die Handlung entbehrt des straffen usammen- hayges und macht oft einer breit Yigelegten Schilderung der Zeit- verbältnifie Pla ; aber in einzelnen Geenen erbxbt sie sich dennock; zu voller dramatis er Wirkung; eine sylcbe erzielte die Schwurscxne im Schwarzerberg'scben Palast, bc1_ welcher sixb aber unwill- kürlich die Erinnerung an den gleicbarttgen Auftritx tm ._Wallenstem' aufdrängt. Auch der dritte ,Vorxzang', welcher nn Wirtbsbau§_ des alten Blechschmidt spielt. bietet in dem erbitterten Kampf zw11_chen den Bürgern und Soldaten packende_ Momente, und eben 0 der vierte Vor ang,inrxelchemdemjungenKur r1 endurch die Nachri tvon Georg Wi elm's Tode die Krone der Mar suf l_lt. Jndenfolgxnden breit aus- gesponnenen Vorgängen tritt mehr die Rede als die Tbat in den

Vordergrund. Tro “dem fanden auch diese wie alle vorher eöenden Abtöeilungen des chauspiels, oder Vorgänge, wie Wilden rucb sie benennt, reichen Beifall. Das Stück ist in freien Versen ab- gefaßt und gewährt somit der Wahl des Dichters einen größeren Spielraum; einerseits gewinnt die Sprache dadurch einen volkstbümlicben Ton, aber andererseits scheint manchmal die edle Sprache, der glänzende Bilderreixbtbum Wilden- brucb's etwas zurückgedrängt worden zu sem. An Kraft und Gedrängtbeii der Handlung, an Macht der Phantasie und an Wobllaut der Sprache hält sich dieses neue Schauspiel nicht auf der Höhe der früberen dramatischen Werke Wildenbruch's. Dennoch bleibt genug Scbönheit übrig, um im Verein mit der warmherzigen patriotischen Begeisterung feffelnd und anregend auf die Zuschauer und Zuhörer zu wirken.

Die Darsteüung und Inscenirung war gleick) tadellos. Den Kurprinzen spielte Hr. Arndt mit edler Haltung und vornehmer warmherziger Empfindung; er bot in der Maske, wie in Ton und Geberdcn ein gleich schönes Bild fürstliéber Würde und ritterlicher Anmutb. Hr. Matkowsky Verkörperte den wilden Rocbow mit kraftsiroßender Energie; er brachte den Kampf des durch gütige Worte milder gestimmten Herzens und das fiegeride zügcllose Ungestüm erschütternd zur Darsteliung. Die schwierige Rolle des Grafén Schwarzenberg batte Hr. Grube übernommen und bot damit, weni1 man die schweren Regiesorgen, welcbe ebxnfcrlls auf seinen Schultern ruhten, in Betracht zieht, eine recht tucbtrge Leistung; der von seiner Höhe gestürzte, gebrockoene Schwarzenberg, in welchem noch ein unken seiner einstigen Größe und (Zerstedkraft lodert, war von er chüiternder Wirkung; weniger naturltcb _und überzeugend wirkte der Statthalter aus der Höbe seiner Macht. Alle übrigen_ Rollen, deren Zahl sehr groß ist, und welche alle ein beiiimmtes Jndividualifirungstalent verfcmgen, waren mit den besten Kräften der Königlichen Bühne beseßt und kamen voll zur Geltung, In den Einzelleistungen _wie im Gesammt- spiel trat uns eine künstlerisä) abgerundete Ausführung entgegen. Die Dichtung und die Darstellung ernteten reichen Beifal], welchcr oft genug dcm Brausen des Sturmes glich. Die _Darstekler sowie der Dichter erschienen ungezählte Male dor der Gardine.

Der Vorstellung wobnten Se. Majeftat der Kaiser und mehrere Mitglieder des Königlichen HaUses bei. _ _

(Gleich nach der Aufführung ließ Se. Maxestat dem Ober- Regiffeur Hrn. Grube eine Busennadel mit dem Namens_zuge Sr. Majestät und der Kaiserkrone in Brillanten 1_111d Rubmrn,_den Hrrn. Matkowsky und Arndt Mancheitenknöpfe 11-111 dem Kaijerlrchen NamenSzuge überreichen.

Lessing-Tbeater. _

Joscf Kainz wird sich am nächsten Sonnabend verabfcbieden, da ibn längst abgeschloffene Gastsvi-slverträge z_unach_st nach Graz und St Petersburg rufen. Der Künstler hat fur_s2menAi_)sch1ed§abend die Roar des Rastan in Griklparzer's dramat_11chem Marcben „Der Traum, ein Leben“ grwäblt, das somit am nachsten Sonnabend zum leisten Mal in dieser Saison wiederholt wird.

Kroll's Theater.

Im Theatersaal des Kroll'scbcn Etablissements fand gestern ein Concert des Vereins zur Veranstaltung von Muster- Militär-Concerten statt. Das Musik orps des 4._G_ar_de- Regiments z. . trug unter Leitung des Kön1g11chen Stabsboboisietr Hrn. Frz. A. Berthr mehrere Orrbefter- stücke bor, welcbe sicb durcb die_Praz1s10n _der Aasfubrung und durck) eine schöneei1ibeitliche Klangwrrkung auszeichneteri; nameni- lick) gab das Andante aus Beethoven's 0-m011-Sym__plwn1e Zeusmß von der sorgfältigen DUrcharbeitung_des Tonstuch und dem künstlerischen Verständnis; des Drrigenien;_ n1cht weniger glücklich wurden zwai Säße aus einer Satte yon Massenet zu Gehör gebracht. Den zweiten Theil der Auffahrung b1ldete Mendelsiobn's ,Atbalia“ für Soli, Chor und Orchester. Den Chor bildete der Oratorien-Verein, der seine Aufgabe unter LZitung ch Hrn. C. Mengewein sebr würdig löste; auch die Solisttnnen, die Damen Pauline Freudenberg, Martha Reu_ter, Anria Goldbach und M. Neumann funden sicb sebr vrrstandmßdoll 1_n ihre schwieri3en Partien hinein, sangrn klar und _zumeist_ 11111: scbönem Außdruck. Sehr anerkrnnend haben wir sch11eß11ch Frl. Olga Morgenstern zi: erwähnen, welche den Verbindenden Text mit ihrer schönen, vollen Stimme sebr _wtrkuxigsvoÜ uiid sym- pathisch sprach. _ AÜen Mitwirkénden wurde reicher Betfail zu Theil.

Belle-Alliance-Tbeater. _

Die eigenariige Kunstlristung der fliegxndcn Fer Frl. Prezwsa Grigolatis übt eine große Zugkraft 0118. Leider kann die anmutbtge Künstlerin anderweitiger Vrrpflicbtungen wegen nur noch an drei Abenden bier auftreten.

Philharmonie. _

Das achte Concert des Hrn. 131". Haris don Bulow brachte eine Reibe von Kondofitionen zu Gehör, die 111 drn Jrcuriden klas- fifcher Mufik grwiß manche Erinnerungen an _Altes _und Liebgewor- denes Weckten. Dies gilt besonders von dem im _Sttl des Altvaters Haydn gehalterien ersten Klavierconcert Bcctboveris (()-41111"), von der cht seltener Jebörten .Adelaide“ desselben Meisters, von (_Cberiz- bini's halb verschollener Ouvertüre „Famska“ und der 7. Sinfonie (()-(1111- mit dem Paukenschlag) _von Haydn. Der ganze erst? Theil des Concerts bestand außscblreßlicb aus Werken Beetbo_ven s, und wurde mit der Oudertüre_,Ler*nore' (Nr. 1) eröffriet. Hterauf sarig dcr Tenorisi Hr. Paul Kalisch (der von einer langeren Krinstreise durch die Vereinigten Staaten zurückgekehrt ist), die _AM 0115 Beethoven's .Fidelio', „Gott,1vclch' Dunkelbier !“ x_md ließ im Vortrag derselben cine dramatisckxe Lebendigkeit erkennen, die bci _den Worten: ,ein Engel, Leonore", der Gattin, so gleich'_ibren Gipfelpunkt er- reichte. Weniger glückte dsm Künstler die Ausfuhrung der „Adelaide , in der die tiefen Seelentöne drr Komrofition durxb eine zu gesuchte SÖatÜrunngeise beeinträchtigt Wurden, Des Sangers Bruststimme ist von geringem Reiz, während die Bebaudlung_ drs Falsetts_ lobend anzuerkennen ist. Die Aussprache der Worte leidet durch die Ver- wandlung des Vokals a in o zuweilen an Undeuiltchkeii. NZcb dem lebhaften Beifall des sehr zahlreich versammelten Publikumsfugte Hr_'_. Kalisch nocb Beethoven's Lied „Herz, mein Herz, was soil das eben hinzu. Die rübmlicbit bekannte Pianistin Frl. Clotilde lex- berg trug mit wobltbuendcr Klarbeit und mit sehr fern schattirender Ausdrucksweise das 0-äur-Concert von Beeiboden vor und erntete glcichfalls reiche und wohlverdiente Verfalls- bezeugungrn. Den Schluß des genußretchen Abends bildete die erwähnte Sin1onie von Haydn, deren Menuet_sav_auf Wunsch wiederbo1t wurde. Die unübertrefflicbe Art _der Direktion des Hrn. von Bülow wurde von Neuem durcb siurmischen Applaus aner- kannt. Eine ganz besondere Freude machte der Concertgebex den_Zu- börern noch dadurch, daß er die Klavierbegleitung der Geiange uber- nommen hatte. Das Philharmonische Orchester_folgie wre immer mit begeisterter Hingebung dem Taktstock seines Fahrers. _ Das neunte Pbilbarmonisckpe Concert, welches Montag, den 23. ckqu statt- findet, bringtWerke von Raff, Mendelssohn, R_.Strau__und rabms. Als Solist wird der Violinvirtuos Hr. Flortan Zaxtc genannt.

Ueber die 011 kur gemeldete erste Aufführung des „Lo !) eng rin" in Rouen arsnck) 7. d z5.171. erhielt die_,Köln; Ztg.“ nocb folgeridk näbere telegkaphischen Mittheilungen: .Die Ausfuhrung des „Lohengrin ging unter ungeheurem Andrang d_er Stadtbevolkerung und großer Betheiligung der Pariser, namentlich auch der Vertreter der _Preffe, Von Statten. Cbauvinistische Störungen oder wagnerfetndlicbe Kundgebun en unterblieben roklständig. Die Zybörerschaft verfolgte die Darste ung mit freundlichster Tbeilnabme, die mehrfach, mr_ment- [ich nach den Aktfcblüffen, sich zu wahrer Begeisterung steigerte. Das Crgebniß der Vorsteünng war fur viele Anwesende der Ein- druck, daß die Einbürgerung der Wagner'scben _Opern in Frankreich wobl nur noch eine Frage der Zeit sem durfte. Der Erfolg war um so bemerkenswertber, als die Vorstellung trotz der höchsten Bemübnn en der Darsteller doch nicht_ den vollen Eindruck dessen gab, was die agner'scbe Musik ist. Die schwache, wenngleich sympa-

tbiscbe Stimme de_r Darstellerin der Elsa, namentlich aber der na

Stimme wie Spiel zmgenügende Lobengrin brachten den Cbar-xktx? d_er Dyer nicbt auSretcbend zum Ausdruck und zur Geltung. Was die Mangel anbelangt, die bei Chor und Orchefier zu rügen wären,

so müssen dieselben mit den be ' kt ' Theaters entschuldigt werden. schran en Verhaltn urtbeilen, müßte eine mit ersten

nommene Aufführung ungebeueren Erfolg haben."

Maunigfaltiges.

_Jn _Anwesenbeit Friedrich Carl fand a

baus prangte in reich2r Beleuchtung.

Bouquet entgegen.

gruwpirL-“m sich hier zu Seiten des Podiums.

Bei den preußischen Ministerien

Stolze'sche Stenograpbenderein (Vorfi

slenograpb Böckler) mit der Leitung stenograpbis er Lebrkurse für die

Beamten betraut worden. Zu den sieben Kursen amte gemeldet.

wird Dorinerstag, den 12. d. M

Anfänger in der einen einleijrndkn Vortrag über ginnen; der Eintritt ist frei.___

Der Seitens des Publikums und der Préffe

genomwene, dix neuesten Entdeckun 211 auf dem Gebiete er [ek r' ' " (._Herß'icbe Veriucbe 2a.) behandeln?)? und vom „R r E ttzijat iubrltcb besprochene Exprrimrnial-Vortrag des Hrn. P. Spies „Wellen und S_trablen in ihrer Bedeutung für die neaeiien Ergebnisse der Naturwtffen1chaften' wird auf vieifach2n WUnsÖ morgen Abend wikderholt werden. Für

71 Uhr in dkr Urania noch einmal

Donnerstag und Freitag isi .Die ge_seß_t, weiche, racbdem sie nun nachitens fur immer von dem Repkrtoire der Urania

Geschichte

_ Am _Sonriabend hältHr.1)r. Reinold 0011 Hanstein noch élWal _setnen rniereffantexi Vortrag über „Waffen und Werkzeuge der Thiere im Kampf um die Nahrung“ mit Benußung des elektrischen

Projektions-Apparats.

Der große Kynologeniag, welcher auf Anregung des Vereins .Hektor'_ und ande_rer_kyn0[ogischer Vereine VOkbLkriTSt wird, soll am 16._Marz d._J. bier 111 Berlin absebalten werden. kynologtsche_Verem karin sich auf dem Kongreß durcb zivei Delegirte Vertreten l_anrn; nur d1ese_ Delegirten diirfen die Abstimmungen voÜ- wahrend im Uebrigen auch die Anwesenheit anderer Mif-

ziehen,

Nach der gestrigen Aufführung zu Kräften und großen Mitteln unter-

Jbrer Königlichen Hoheit der Prinzesfin , heute um 1 Uhr im Oberlichtsaale des Rath- uses die feterltche Vertbeilyng der Preise für Gegenstände der gestern geschlossenen Kochkunst-Ausstellung statt. _ Im oberen Treppenhaus war das Muhlenbrucb sche (Gemälde der Verberrlicbung Kaiser Wilbslm's 1. zum ersten Mal seit der Voüenduna entbüüt, im Oberlichtsaale selbst stand in _einem Blumenbain die Büste Sr. Majestät des Kaisers, vor Der dezn Pydtum batte das Fiicher'sche Bild der Prinzessin Play gefunden. Die Wande warm reich mit Fahnen drapirt. Die P Portal vom Stadtrat!) Borchardt und den Hcrren des Comiiés empfangen und nahm aus den Händen der kleinen Franzisxa Kock) ein schönes _ _ Auf den Treppen hatten die Banneriräger der Gastwrrtbßveretne mit den Fahnen Aufsteüung genommen; die Fahnen- Depuiationen folgten der Prinzessin im Zuge nJa_ch _ _ acbdem .Adlo - _.Hamburg die Prinzeisin begrüßt und das Kaiferbocb aUSJeerM batse, folgte die Prerßvertbetlyng selbst, die der Comité-Vorfißende (S.Wiese vornabm und die mit einem Hoch auf die Prinzessm icbloß.

_ _ der Finanzen, des Kultus, des Inyern und der landwtribsckiaftlichen Ar'gelegenbeiien, ferner beim Reichs-Martneamt, dem Retchs-Posiamt und der Reichsbank ist der

Fünf Kurse sind bcreits im Gan e, davon einer 1105er beendet. _ Der Stolze'schekSiknograpben-Vereiixi ,Süd-Berlin“ _ _ ., Abends 8:1 Uhr, im Restaurant .Hobenzollsrn, SUdelstraße 30, einen Unterrichtskursus für Neustolze'scben Stenograpbie durcb „Wesen und Nutzen derselben“ be-

etwa 200 Mal gegeben wurde,

Spandau.

zu den Bau

bochseligen Kai ers W'l issen eines Provinz- s tbelm 1

hiesige Joachims-Denkmal 2000

Dessau, 8. Februar. Das Raib-

dem Kaiserpla ge enüb dem Kaiser jZZZilkIeleWX. Gemeinderatb beschloß,

rinzesfin wurde am nehmen. Das

B rem en, 9. Februar.

dem SÜÜ ""d Meldung aus London ist der

leßterer gesunken. Nachrichten fehlen.

G i t s Öin. Bericht drr „Wien. Ztg.“ die R

endet Parlaments" im Jahre 1889 die find etwa 120 Be-

mälrrn.

gleich günstig auf-

gestellt. kaufs Hersteüung

.- 11. 7512.21“ 0118- dem Grafsn ClarwGalias und

der Urwelt' an-

vrrfch1vinden wird.

Edinburg, 9. Februar. sind Heute nacb Nord-Scbottland

Jeder deutsche

glieder und deren Beibeiligung an den Brratbungen gestattet ist. _

Bis zurzi 20._Februar müssen die Delkgirten, angemeldet sowie die Vorschlage fur Aufstellung der Tageßordnung dem Vorstande des

Vereins „Hektor“ unterbreitet sein.

Auf Antrag_ der Kirchengemeinde in Schöneberg ist, wie die „Voff._ Ztg mtitbetli, vori der Königlichen General-Kommisfion das Eylergnungöderfabren Betreffs der von der politischen Ge- metnde zum Kirchenbau zu erwerbrnden Grundfläche im Akazien-

wäldcben eingeleitet worden.

Ztsk . . immer recht fublbar iit.

kaukasischen Gebiet ein.

Wie_ der .A. s. d. H.“ mitt ilt ' “" auf Beschluß der stadtijcben Körperschaften einenbeBeitrLchlgel'ixoriSY?)x(j)d3lil osten des Gotteshauses, das zum Gedächtniß des

Charlottenburg errichtet wird. Stadt schon aus dem Grunde, weil seinerzeit Charlottenburg für das

Köln, 9. Februar. Der RosenmontagSzug nahm bei

außerordentlich starkem remd " ' ' Wetter einen glc'mzendenFVerlceiiizfx.TfLUß und begunsttgt von herrlichstem

_ e! ?, WTS Lk „Yk d t .. ' .

Monument soll auf granitnem Sockl d errscber des neuen Reicbs in andertbalbfackyer Lebensgxöße edßarsiellen rnit deu_1 Helm auf dem Haixvie, die Hand am Knaufe des Schwertes. „Oer Bildhauer Tondeur 111 Berlin wird das Kunstwerk schaffen.

N68??? “AZ“sTNBzZ “WMW . 1 e r 3 * . S ck) w an Mit dem Damvfer . D e [0 m b re?" or éUMben Lloyd

Der .SÖWan' ist am BUZ be]chädigt.

Im Laufe de_ts Jabres 1890 wurden nach einem _ _ _ esaurtrun Zarb ' Gitscbtrzer Schlachtsclde beßndlicben bst erreigch eiten der M dem und sacbsiscben Denkmäler forigesCeszt und beendigt. lege D k "[ ___am _?traßxnzuges i _ nen en 1110 er re auric wor en,ge (bab dasselbe im le 1 bft den an dem Straßenzug'e_Gtt]chin_Libun-Turnau gelegeßnxrki “YZ? _ An der Straße G111_ch_111_Turnau bintec dem Dorfe Kbelnic rYixrde Zn ZanxameY_?„111litarsrtedbof angeleiqt, wohin _ te 011_ (111 a] engra ern, deren Bestand e*ci rd t ' ' r . ' i' ' Fbxkxkst? SMW ___ Denkmäleß Fbcrtragen wuZdsenké ? war,dieLe1chn und drei Kinder aus Netra rte bo e wur xe em 5 m 0 er Obelisk auf rst [1 : ' rubmvoÜen Aridenkcn AUer, die am Ü * e t “GSWWMT dem Kampfe, _trrn tbrem Fabnenxidr, gefallen.“ wurdi'n dre Statuen der berlige11_ Apostel Petrus und Paulus auf- _ __ eines Parks wurden vori dem Fursten zu Schwarzenberg, dem Prinzen Croy und dem Prinzen 11011 Thurn Und Taxis, dann von dem Grafen Franz Thun und

111 Smnic Ziersträucher und Bäume überlassen. aber der Muntfrccnz des_Erbvrin1en Alain 0011 Rokxan Erwähnung 9215011 wsrdrn, drr zabiretckye Ziersträucher spendete und seinen Garten- Drrckior _1111t der Her]tel1u_ng der Gartenanlage betraute. Yiit der Bwurficbtigungder Denkmaler wurden mit Bewilligung des Reichs- Krregs-M1n_1st€r1ums zwei Invaliden betraut, Orte Kbelmc nahe dem neuen Milixärfriedbofe haben.

Dr. Peters und Oanr Borchert

Paris, 9. Februar. Zwischen dem Direktor der schönen Künste Larroumet und dem Journalisten Lordon, Welcher anläßlich der Ausfuhrung oon _.Tbermidor“ eine den ersteren betreffende, beleidi- gende Notiz verbffentlicbte, fand, Due[[ statt. wobri Larroumet leicht verwundet wurde.

St. Pxiersburg, 8. Februar. anf den Etirnbabnlinien im Innern haben, wie die „St. Pet. mittbeili, eine VerkehrsstörunZ zur Folge gehabt. die noch _ Am Meisten bat das Postreffort unter diesen Störungen gelitten und n_och am Donnerstag trafen in St. Peters- burg an einem Tage gleichzeitig secbzebn Posten aus dem trans- _ _ Man kann sich denken, welche Arbeit durch diese Maste Correspondenzen den Postbeamten geschaffen wird. _ «5111 ggnzen Turkestan_-Gebtet und in Buchara herrschen unge- wöhnliche Fröste und uberall ist viel Schnee gefallen.

Schafbeerd en

vom annaeliscben Kirchenbauverein

, Ka ck ar und Diese Spende gewährt die s g

„M gesperdet bat.

__ (: bindZn. ge rigen «i un d s . a an t,

S g ? Ge 6000000 bis bierselbst, Bankier

de_m anhaltischen em D enkmal das Anerbieten

Kriegerdenkmal errichten 110112. dankend anzu- ersten

Banda- Banda-Jns

kollidirt und ist

_ Ncira ganz Nabere

Gunong Avi,

__ _ Gipfels Hat 11chen,preu_i_;_iichchen _ a dem t]ch1n-Sobotka-Kost ge-

aus Einzel-

Jn der Mitte des JUslet) zum

fühl, als auf

29. Juni 1866 im tapferen begann, daß

Auf den Portalpseilrrn

drm Comité welches von B

Nr Kaiserlichen Doniänen-Direktwn Besonders muß Eine die ibrrn Wobnfiß im

Ick) ließ eine

abgereist. die Leitnng sel

sämmtlich in emen neuen

wie das „W. T. B.“ meldet, ein

blieben. Die Schneeberwebungen

zu läuten.

Zn Kasa-

linsk erreichen die Fröste bis 20 Grad Bergstraßen auf dem Altai verscb

viele Versammlungeri statt, in welchen der Plan V0_lk aufgefordert wird, bei den Wahlen seine Mannern zu_geben, welcbe für den Bau des Tun Zur Z_eit besteht gar keine Verbindung mit. de Dampferverkehr durcb starkes Eis gehindert wird.

des Vulkans Gunong Avi

dadurch hervorgerufene Erdbeben entnimmt die Privatbriefe eines dor „Am 25. November [)

Lanihoir mit dem

sich nicht_ wieder beruhigen zu wollen; 11011211 Mk wieder zwei kräftige Sföße.

standen ist, während der alte Kr Yer) 112132 Oeffnun Schwefeldampfe aafsieigen. bgben wir den Gurwng Api gerade Vor uns. die Erdrutscbungen, die

merken, wir die Felssn sicb An dem Tage des HaUptausbr

(Glücklicbérweisx befanden wir 11116 21112 in der Offenrn V daß Wir rmt 2111143211 Sprüngen im “Freien waren. ersten Augenblick, daß das Haas einstürzen würde,

kakae 1111) wie _ein 0011 schöner Hand gclkiieier Fächer. werke fruchten wn? bei einem schwer arbeiteiidkn Schiffe, 150 Arbeiter fingen_sammilich cm laut zu 1361611: 531601) il 211101)! Die Dauer der Pauptericbütterun Spanne Zeit, die unheimliche Vogcl börteöman fingen, nichts regte fick) in der Luft. die von der See kamen, bra dre_Bewegr_mgen auf See, meme Zustizi1mung_zrir Rückkrbr drr Damen nach Neira zu geben.

Avi Wrbei Über die Bai

wusterbast und ei_ner balbench Strénde einem S utt aufen, nur wcnigc äuier 111d under e rt e-

_ Der Rest des Tagrs verlief, H s sb g heingen Gewitter, wie man LS 2551 nur w1e auch der folgende Tag. S_cbreckrnßscenen, die [1 Die Eingeborknen verloren gänzlich den Kopf davon abhalten, (111 die Glocken zu [MM und _ Ueber den Schaden, den die lr 1acht haben, 5111151) n0ch_11icht unterricbtrt; das Schlimmsté ist, daß der (1811110110251 11011)“ fortwäbrrnd arbkitét und wir, man möchte sagen, stundltck) neuen Schééckn1ff611 aaWrsrHt siiid.“

; in den Steppen sind die Aus Neu-Margbelan wird gemeldet, daß alle _ nett sind. Die Verbindung zwischen Jarkend ist 111 olge der Schneeverwebungen fast gänz-

erfroren.

lick) unterbrochen; dasselb: ge chab au w' russischen Ansiedelung Kerki am AmUÖDz ischen Samarkand und der

Halifax, 6. Februar. Edwards-Jnsel ist zur Zeit den Bau eine_s Tun n els unter enge, um d1e_ Prinz Edwards-Jnsel mit Bereits sind Pläne der „A. C.“

arja.

Unter den Vewobiiern der rin eine starke Bewegung im ©01er für.:

der Northumberland-Meer- Neu-Braunscbweig zu ver- _ _ zu Teri YYYkÜkHélstkn entworfen, und man _ zuoge, ax; te , 01171 des Unterne mens 8 000 000 Doll. betragen würden. AUF der Insel kFinden _beiürwortei und das Simime nur solchen nels i_timmen werden. m Feitlandr, da der

Inseln. Ueber die“ ve'rhängnißdoile Thätigkeit __ _ auf der aleiebnamigen, zu den eln gehorrgen Jniel rm Molukken-Archipel und __ ,Voff. Z.“ einem 1 ansa]sigen_Deutschen folgende Schilderung: alten wir ein bedeutendss Crdbebrn, welches zugerichtet bat, während wir hier auf Schrecken davongekommen find. Der xenem Tage in Bewsgung ist, sÖeint bsute, am 15. Dezember, _ _E1n2 Untersuchung des der Oiisciir ein neuer Krater ent- atkr nach Süden (Lantboir gegen: gcn bekommen bat, aas densn fortdaaernd Von unserer Wobnring auf Lantboir Wir könnrn deutlich _ babrn, seben und be: tmmer mcbr mit Schwsfel bedecken. uchs hatten wir g-krade zivei Damen _ (aucb Néira ijt eins der Banda- Brsuck) bei uns. Es war ein fürÖtcrliÖes Ge- ernmab der Boden sich [wb und dann ein Schütteln man nicht auf dkn Beinen sieben blkiben konnte. Skanda, so Ich dachte in: denn das Dax!). ambus gebaut Und mit 21101) (Sébilfsbrir) gedcckt ist, Dix Holz- Und meine

Ishörig

der seit

ergrben, daß auf

stattgefunden

_ 9 war Ungefähr eine Minatc, eine kurze 1212111 unter dicien Verbältniffen sebr lang erschien.

SUÜL berrxchte nacb dexn Erdbeben, keinen _ FisÖer, (111811 11118 beuanbtgénde Nachrichten Über und 10 kntschloß ich mich nur schwer,

große Prqmo mit 16 Radein 5211101111211, Übernabm 511, und ging mxt Dunkelwerden, dicht 0111 Gunong . Troß ganz stiUer See befanden wir 11113 großer Aufregyxig,_wei1 wir jeden Augenblick Ausbruch besurÖtLTFn. Mkirie LeUte ruderten

brachte_11 11116 111 d?! karirn Zeit Von 11011) Neira. Die Stadt Meira gleich

(_:bgesebsn 0011 einrm äußerst _ _ 111 den Troprn kennt, ruhig, Die nachste Nacht brackyte jedoch gleiche (1) durch das Dunkel der Nacht noch erbbbten. und ließen fick.) nicht ganz zwrcklos Alarm Hirn Erdbewcgangen verur-

1. Untersuchun s-Sachen.

2. Aufgebote, usteÜun en 11. dsrgl.

3. Unfall- und Invaliditäts- xc. Versicherung. 4. Verkäu_fe, Verpachtungcn, Verdingungen :c. 5. Verloo ung xc. von Wertbpapieren.

1) Untersuchungs-Sachen.

[63249] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Landesbau-Kaffen- Rendanten PaulMaßlow aus Gsestemünde, Welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungsbait wegen Unter- schlagung verbängi. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichthefängniß ab- zuliefern.

Verden, den 6. Februar 1891.

Der Untersuchungßricbter bei dem Königlichen Landgerickpte. Tiemann.

Beschreibung. Alter 25-26 Jahre. Größe mittel- groß. Staiur schlank. Haare schwarz. Bart kleiner schWarzer Scbrzurrbart. Nase lang. Besondere Kennzeichen: Trtppeluder Gang.

[63245] Steckbriefs-Erneuerung.

Der unter dem 3, November 1885 in den Akten 1-1 45/85 hinter den Bäckergesellen Paul Hermann Jaefchke aus Leuchten erlaffene Steckbrief wird hierdurch erneuert.

Potsdam, den 4. Februar 1891.

Königliche SiaatßanWaltscbaft.

63246] iickuahme des Strafvollftreckuugs-Ersuchens. Das hinter den Knecht Franz Wilhelm Ueckert und Genoffen unterm 7. Dezember 1881 erlgsiene offene Strafvolistreckungs-Ersuchen wird bezuglich des unter Nr. 2 aufgeführten Friedrich Wilhelm Masur aus Warnick zurückgenommen. 11.1 31/81. Landsberg a./W., 5. ebruar 1891. Königl. Erster taatsanwalt.

[63247] Beschluß.

In der Straffache :gegen

1) Bertrand, Johann Peter, geb. den 21. April 1868 m_Kammern, zulevt in Pontoy,

2) Dietrich, Johann, geb. den 15. Februar 1869 zu Valette, Annexe von Oberbost, zuletzt in DZM“ F b i 1

eher, ranz, ge. den 24. Apel 869 zu Gro tänncben, zuleht dorten wohnhaft, a e drei gegenwärti ohn: bekannten Auf-

wird zur Deckung_ der die Angeklagten möglicher- weise ireffsnden hochsten Geldstrafe und der Kosten FZS Verfahrens in Gemäßbeif der §§. 325. 326 St.-P.-O. m_1d §. 140 St.-G.=B., da die Be- schlag11ab_m_e einzelner z1_1m Vermögen drr Angeklag- tdn arborigen Gegsnstande nicbt angézeigt erscheint, dte B21chlagnque kes gesammten im Deutschen Reiche befindlichen Vermögens der Angeklagten angeordnet. Metz, dcn 16. Januar 1891. Katserliche§ Landgericht, Strafkammer.

[63244] _ Beschluß. N_ach_ Einsicht d_es_ Ersuchens des Gerichts der Kömgltcberi 31. Division vom 3. Januar 1891, Nach Cmsxcbt de? Antrages der Kaiserlichen Staatsanwalticbaft bier vom 20. Januar 1891. wird das Vermögen des entwichenen Rekruten Eugen Dewiller des LandWehrbezirks Mols- bsim, geboren am 7. September 1870 in Ottersweiler, Kreis Zabern, bis zum Betrage yon dreitauiend Mark für den Fiskus mit Be- 1chlag belegt. Zabern, dcn 21. Januar 1891. _ Kaiserljcbcs Landgericht, Strafkammer. gez. Cremer. O_erßen. von Frankenberg. Für richtige Ausfertigung: Drr LandgeriÖtssekretär: (11. 8.) Hoffmann.

2) Anfgebote, Zustellungen und dergl.

[63272] In Sachen des Kaufmanns Otto Eckerlin in Wernigerode, Klägers, wider den Gastwirtb Fritz Heutvold in Heimburg, Beklagten, wegen Forde- rung, wird der zum Verkaufe des Antheils des Be- klagten an den Grundstücken, als:

den Kotbbof F0. 1155. 25 zu Heimburg nebst Garten und Zubehör,

46 []Rutben Land .in den saueren Wiesen“ Nr. 55 und

3 Morgen 52 []Nutben Land Heersbolze' Nr. 371 auf den 9. April 1891, Nachmittags 211 Uhr an-

,an dem

entbaltöort wegen Verßeßuug der Wehrpflicht-

,Oeffentlicher Anzeiger.

de§ Schieferbrucbsbefisrrs Wilhelm Fischer zu Huttenrode, Klagrrs, wider den Kotbsaffen Friedrich quWold zu He_1mbu_rg und den Spezialkurawr der mtnorennen Geicbwzxter Pauline, Friedrich und Rudobf Heuwold, Trichlermeisier Wilhelm Bebnecke daselbst, Bekjagte, Wegen Forderungen, Termin zur Zwangßversieigerung der ganzen Grundstücke auf reitag, den 15._Mai 1891, Nachmittags 2111 _r, vor Herzoglichem AmiEgericbt bierselbst im Knopf ichen Gasthofe zu Heimburg angeseßt. Blankenburg, den 6. Februar 1891. Herzoglicbrs Amtßgericbt. Ribbentrop.

[63281]

In Sachen dcs Kreismaurermeisiers Albert Sie- niann zu Lehre, Klägers, wider den Maurer Fried- r1ch Knigge zu Flechtorf, Beklagten, wegen Forde- rung, wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Besckxlagnabme des dem Beklagten gehörigen Plans 811 111 der Ortslage don Flechtorf zu 7 5. 50 0111

Y-

' _ „Z LILLY;

6. Kommandit-GssLLsckygftcri auf Aktien u. Aktien-Gesellsek. 7. Erwerbs- und Wirth]ebasis-Gsndssensäyaften.

8. N1ederlassung_2c. von Rlcht§m1wäitcw

9. Bank-Ausweiie.

10. Verschiedene Bckanntmacbungcn.

[63273] Auf cbot.

Dkk Schlachicrmriiirr5 ilbelm Klockow zu Warin 018 Vormund dk!" minorcnrien Kindrr des wailand ViebbäUdlers Reuter zu Warin und Kurator des abwescnden Adolf Reuter aus Warin hat das Auf- geb0t der angeblich ron ibm zerrissenen zébn Aktien dcr Glückstadt - Elmshorner Eisenbahngeseüscbaft Nr.1172, 1432, 1512, 1513, 1514, 1517, 1519, 0666, 0668 und 0669 (18 (13.10 Glückstadt, 1. Mai 1845 über je 100 Specikéjs lautxnd beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dm: auf Mittwoch, den 16. September 1891, Vormittags 11 Uhr, bor dem unterzeich- 11?th Errichte anberamnte-1 Aufgebotstermine seine Rechts 011zumslden__ und die Urkunden vorzulegen, widrigenfaüs die Kraftlosérklärung der Urkunden erfolgcn wird.

Warin, den 5. Februar 1891. Großberwgl. Mscklenburg-Sckowerinscbes Amthericbt. Konr. Krüger.

zum Zwecke de_r ZwangßveriteYerung durch Beschluß von beute_ versagt, auch die intraguna diefes Be- schlusses _1m Grundbuche am selbigen Tage erfolgt ist, Termm zu__r Zwangßversteigerung auf Montag, den 23. Ma d. J., Nachmittags 4 Uhr, vor unterzeichneem Herzoglichen Amtherichtc im _Wtddecke'sÖen Wirtbsbaufe zu Fleckytorf angescßt, m welcbexn die Hypothekgläubiger die Hypotheken- briefe zu uberreicben haben.

Braunschweig, den 5. Februar 1891.

Herzoglicbes Amtßgericbt Riddagsbausen. E. Kulemann.

[63265]

In Sachen, betr. Zwangsversieigerung der Hol - schen Büdncrei Nr. 2 zu Wustrow, ist zur Re - nungSabnabme, zur Erklärung über den Vertheilungs- plan, sowie zur Vertheilung Termin vor uns bestimmt auf den 4. März d. J., Vormittags 11 Uhr. Auslage der Rechnung des Sequesters sowie des Vertheilungsplans vom 23. d. M. ab auf der Gerichtsscbreiberei.

Nibniy in Meckl., am 6. Februar 1891. Großherzoglicbes Amtsgericht.

gesevte Termin damit aufgehoben, und in Sachen

- Ersigenannter

[63280] _ Aufgebot.

Der Berainvaltde Friedrich Haferkamp zu Gerscbede hat das AUfgebot des unterm 30. Juni 1886 aus- qesteÜten InterimMcbeins zur Aktie Nr. 387 der Borbecker Credtt- und Svargeseüsckyast beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 23. September1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstcrmine seine Rechte anzumélden und die Urkunde vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloöerklärung der Urkunde erfolgen wird. Borbeck, den 30. Januar 1891.

Königliches Amtßgericbt.

[50576] Aufgebot.

Der Schuhmacher Hemr. Gaedecke in Brome und deffen Neffe Arbeiter Friedrich Gaedecke in Köckte haben das Aufgebot der unterm 15. März 1877 angestellten Police Nr. 8605 der Kapital-Ver- ficherungßanstalt in Hannover über Einlagen von 45 „ja, 45 .“, 60 „;(-_ und 150 „sé, welcbe Police für fernen genannten Neffen er- wyrben bat, beantraLt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, ätestens in dem auf den 4. Juli 1891 ttags 12 Uhr, vor dem

unterzeitbneten , ericbte anberaumten Aufgebot!-