1891 / 45 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 20 Feb 1891 18:00:01 GMT) scan diff

Vollendung des Kirchenbaues die Einrichtung rege

werden,

noch etwa

vom Panorama Jerusalem belegenen BauplaHe eine

kapelle errichten, welcbe mindestens können, und in der _d städtischen Kirche gewahlte dienste abhalten, sowie Taufen und

Die heutige Trauerfeier der Großen Landeßloge von Deuts aesialtete sich zu einer erbebend_en Der große Saal des Logengebau War mit tropischen Pflanzen, der sten Palmen- und Kranzspenden, als leiste Gabe dankbarer

Am u ende zwischen den _beiden J J Königliche

Kranz, den Leopold

franz der

aus Hamburg, * anderen Orten.

Kranzspenden ibre ZUZ' den drei Welt

Mutterloge Royal York jden _ Widmungßktanzen zur _ uernden Großen Landesloge waren mit dem Schmidt und mit den beid€n 2 Lagdes- d Landqericbtßdirektor Gartz voiliahxig nden befandsn sich der Gebemxe Prinzen Friedrich Leopold, die (Henkralarzt Wegener, und viele apdere “'?" Hofprediger 1) Frommel kickt die Ordensmeister 1)r. Alexis Schmidtxie Ybschxeßßreke. Ueberiübrung nach dem (Harmxonkirchhof m der

loge

Carolatb mit

Die Großbeamtcn der i_ra OrdenSmeister ])r. Alexis großmeistern Oberst ZöÜner un Unter den bekannten Anwese

ofraih Spielhagen vom Hofstaat des_ Z Ising und von Stefarrt,

Stadtrat!) Schreiner, der Polizei-Oberst Paris

erschienen. enerale (Goltz

gesehene Bürge Gedenkrede, der

Alsdann erfolgte die

Hafenbaide.

Mittels Verfügung dxs Polizei*Präsidiums find die Schußleute dahin angxwiUen worden, Frauen und Kinder, die, bahnwagen oder Omnibusse eiwarten, weisen, auch Kindern und Fubrverkebr beim Ueber

zu sein.

In der géstrigen ("Jffkntlicben S1 Versammlung exklarie sich der , lung mit der (Erw? Kottbuser Thor bx eignungSverfabrzn einverstande s Anschlagsweiens,

pachtung de

Se.

r der Stadt.

er zum dritten

übersandt hatte. Großen Niedersachsen ließ durckx e kranz niederlegen, ebenw die Vereinigten Logen wn _Scb Bresmu, K_ömgßberg,_ _ Auch ver1chiedene Kam Verehrung für den Entschlafenen. _ _ kugeln Halte den Profeffox Matzner, die Profeffor Flohr und den Prinzen SÖHnaicb- Trauerfeier

Landeßloge

rbung der zur Frei[cgung _ _ _ s Laufißer Play erforderlichen Flachen zm Eni- n. _ Die Vorlage, betrx_ffend dre Ver - mt

300

Hoheit der Darüber breitete aus. Die

wurde

rungen des Magistrats obne Debatte angenommen,

das P

rojekt zum Ncubau des Wohnhauses auf dlm Gutshofe der

Anstalt für Epileptiscbe bei Biesdorf genehmigt.

Der Berliner Tbiersckiufzverein wird am 6. März in dcr Philharmonie icin Stiiiunßsiest feiern. _ des Vereins haben im ießten abgelaufenen_ Monat unt Defizit ge- wirtbscbaftet, das Devot hatte eine Unierbilanz von_ 337, das Asyl eine solche von 355 „-s Jm Devot wurden 194 Findlingq und 259 efangene Hunde eingeliefert, eingelöst Wurden nur 160, in PÜLJe dem Asyl überwiesen 254, Von diesen leizteren und den Hunden wvrkkn 251 getödtet und 54 chiuß Waren in beiden Anstalten 210 Hunde.

eing gegeben 28,

sonst im Asyl einaelieferten 54 Am Monatss

verschenkt.

Das Depot

Wetterbericht vom 20. Februar, Morgens 8 Uhr.

Stationen.

Bar auf 0 Gr 11. d.Meeressp red. in Miüim

Wind. Wetter.

in Celsius " C. = 4 0 R.

Temperatur

|

Mullagbmore Aberdeen . . Christiansund Kopenhagen . Stockholm . Laparanda .

t. "etersb. Mos au . . .

Coerueens- town . . . Brest . . . . elder. . . . vlt ..... amburg . . winemünde Neufabrwaffer Memel . . .

«tis . . . . _ ünster. . .

Karlßrube. . 3 Wiesbaden . "1 München . . : Cbemniß . .

Berlin. . , . .* Wien . . . . ; Breßlau. . . ? Ile d'Aix . , x Triest . . . . k

770 771 767 773 769 751 763 766

769 770 7 74 773 774 773 772 772 772 774 7 74 774 774 776 7 74 776 774

771 774

.

]N NO

:W KAYSCY“, O 2 wolkenlos

3 wolkenlos 1 heiter

8 wolkenlos 1Nebel

2 wolkenlos 6 beiter 1z'bedeckk

1 Nebel

42Dunst

1 Dunst

1 Rebel

1 Rebel

1 Nebel

2 Dunst

1 bedeckß)

2 Weckt

1 wolkenlos

1 Rebel

1 wolkenlos siikl zwolfenl.')

W 372311116 stiüßNebel“)

WNW ZRegen stislxNebel

IOYWYOYW _.,

““OOOWBQ

W WNW OSO

ONO 1kwolkenlos

*) Nachts Wenig Schnee. ') Reif. ') Raubfkost-

Glatteis.

Ueberiicbt der Witterung.

Eine tiefe Depression liegt über Lavpland, _Wind und Wetter im Ostseegebiet beherrschend, wahrend der Kein des Hockydruckgebietes, Welcheß über Mittel- und Süd-Europa lagert, nacb Oesterretcko-Ungarn sieb

verlegt bat. ruhig, theils Niederschläge. meist Frostwe Nord-Europa

beiter,

Das Wetter

in Central-Europa ist

theils neblig, obne meßbare

Im deutschen Vinnenlande herrscht

iter,

ist das Wetter

in Ungarn strenge Kälte. Zn

andauernd warm.

München meldet N- Pest 17 Grad Kälte. Bei der Beständigkeit des Hohen Luitdruckes übex Mittel- Europa dürfte erhebliche Aenderung in den Witterung?- verbältmffen demnächst noch nicht zu erwarten sein.

Deutsche Seewarte.

fünf Jahre _ [mäßiger Gotteödiensie für dix neize Gemeinde aber immer mehr zur Notbwendiakeit wird, so wird die Dorotheenstädtiscbe Kirchengemeinde auf dem in der Bachstraße rechts

ersonen wird faffen Geistlichen an de_r _Doroibeen- Prediger Hagemann regelmaßtge Gottes- Trauungen xc. vornehmen wird.

für den Verstorbenen Großmeister chland, Obersten z._ D. Ne_uland, Kundgebung inniger Tbetlnabme. des in der Oranienburger S_traße Sarg mit einer Menge der pracbiig- welche aus auen Theilen des Reichs Verehrung eingegangen waren, _ Ordenskiffen lag der koiibare Prinz sich der Großloge ine besondere Deputation _einen Widmungs- die Großlogen von Preußkn, M_ecklenburg, leEwig-Holstein und zablretckoe Logen Ascherélében, Krefeld, Thorn und teilogen bezeugten in kostbaren

Personen, auf den Fahxdämmen stehend, Pfxrde- auf die Bürgersteig? ztzruckzu- alten gebrechlicben Personen bei sta1__kere_m schreiten des Fabrdammks behulflich

Jung der Stadtverordnxten= N. A. Z.“ zufolge die Vergamm- der Skalißerstraße vom

Der Ueberscbuß,

vergeben P resse ' ergeben,

Görliß, 19. Februar. den Prinzen Friedrich Nähe des Bio [)

Interims-

dem „D. Tgbl.“

gesichert. P reßburg, 19. Februar.

E r d b e b e n verspürt. Nachmittags

geschmückt. R om. In der Nacht vom 13.

Frixdricb RKW; zwölf Apostel eingebrochen. raubten fie die kostbaren goldenen

aufbewahrt sind.

Cordova. Ueber die Uebe 5. Bl.), Welche in der Nacht vom die Stadt Cordova „Argent. Wochenblatt' stündiger Regen hatte im Süden Fluth LkZSUJt;

Die Mutter-

abgeordnet.

riß Ach mit fick):

Karren und Bäumen, überall

rufe von Ettrinkenden. Geoirgsflüffe von WTULU buschten Bäume stromabwärts

3 m Tiefe wie _ voruber

inkbesondere isgcnd eine schrcckliche Scene aS.

wohner noch vermehrte.

mütbigen Beistand ans. über 150 berechnet.

den Aende- Gebäude waken aus ebenso wurde Yßajtersteine überaü

rümmerhaufcn von unter Schatthausen Bücher, b;:nt durcheinander. und dazu

in den St

und das Asyl Bäume; ein bochbetagter

in anderen

New-York, 18. Februar.

gctödtet, viele _[waer verletzt.

Theater-Anzeigen.

Xiomgliche .Zchausptcle. Sonnabend: Overn- baus. 44. Vorstellung. Carmen. Over inLAktcn von Georges Bizet. Text von Henry Meilbac und Ludovic Halévv, nach einer Novelle des Prosver Mérimée. Tanz von Paul Taglioni. Dirigent: Kapeümeister Kahl. Anfang 7 Uhr.

Schauspielbaus. 50. VorsteÜung. Der neue Herr. Sckauspiel in 7 Vorgängen von Ernst von

den das Ballfesi des Vereins „Berliner beträgt 21000 .“ Diese Summe kommt dem

Unterstüßunßsfonds des Vereins zu Gute.

Zur Errichtung des Denkmals für Carl auf dem Ober-Mühlberge in der auses ist nunmehr der „Schlei. Ztg." zufolge die Königliche Genehmigung eribeilt worden. zufolge den Betrag von 4000211 _ Aufstellung des Denkmals noch in diesem Jahre erscheint dadurch

Während eines heftizen Orkans wurde laut Meldung des .H.T.V.“ gestern Vormittag ein leichtes

darunter einer in der staatlicben Lebrerixznen-Präparandenanstalt, wobei unter den Schülerinnen eine große Panik entstand.

der .Germania' aus Rom meldet, in

Altäre und trugen al1e 8: foto und ein u_raltes byzantinisches, vom Kardinal Bessarion gesckxenktes Madonnenbtld fort. Unter Anderem

Jesuskindes wie auch eine fchöne goldene Rose. _ _ _ kamen rie Diebe nicht in die Kippia, wo kostbare Reliqmenschranke

in Argentinien heimgesucht bat, tbeilt das folgende Einzelheiten mit:

kurz vor 11 Uhr Nachts vernahm man ein dumpfes

Geräus , das ich sehr schneU näherte. ck s gunze Rancbos mit ihren Insassen.

breitend. Es wankten die Mauern und Häuser; Tbxiren_ und Fegsxer wurden eingedrückt; Vdn allen Seiten ertönten Noth1chre1e_und Hulse- Die Straßen wurden im Nu m reißende

Gespenster

aiigemsine Verwirrung trat unbeschreiblich und fast in jeder Familie, die in der Nähé des abgedämmten Flußbettes wvhnte, sptel_te_sich Währenddessen hatte sich die Po- lizei in dem Glauben, daß von einem Augenblick zm_n anderen eine Reroiuiion ausbrechen könnte, in ihre Festungen zuruckgezogen, von wo aus sie, als jemand absichtlich Rewolverschuffe abfeuerte, um da- mit bis Wächter berbeizulocken, als Antwort, etnfach gegen 200 Re- mingtonscbüffe abknaUte, was die Angst und den Schrcckeri d_er Etn- Dagegen zeichneten fick) e_tritge Oifiziere der Garnison sowie zahlreiche Mitglieder der Union Ctvtca durch helden- Der Verlust an Menschenleben wird auf Einen traurigen AgilicY boten die südwestlicbcn Stadtviertel, wo hauptsäcbltck; die Wasser tobten; Ganze dem Gleichgewicht gebracht, Mauerstucke und

Möbeln, Tbüren, Fenstern und Brücken; Luxusxxegenstände , ein fürchterlicher Schmuß. Familien retteten fili) auf die Dächer, einzelne Personerz kletterten auf Greis saß auf einem Feigenbaum. In einem Magazin warf die Springfiutb einen eisernen Geldschrank um; offen ganze Waarenladungen in das Meer. wurde auf underttausende von Pesos veranschlagt und bunderie von Familien waren brod- und obdachlos geworden.

Unweit Newton (Nord-Carolina) stürzte, wie der ,N.Pr.Z.* telegrapbirt wird, ein_ thnzug von der dreißig Meter hohen Brücke herab. Zehn Pasiagtere wurden

Wildenbrucb. Zn Scene aesest vom Ober-Regiffeur Mar (Grube. Anfang 7 Uhr. _ _ Sonntag: Opernhaus. 45. VoriteUnng. Die Meistersinger von Nürnberg. Große Oper m 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 6x Ubr._

Schauspieldaus._ 51. Vorsieüung. Roderick] Heller. Lustiviel in 5 Aufzügen von Franz von Schöntkckam Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Sonnabend: Des Meeres und der Liebe Wellen.

Sonntag: Die Kinder der Excelleuz,

Montag: Faust [. Theil.

Berliner Theater. Sonnaßrnd: Ein Freund der Frauen. Anfang 7 Uhr.

Sonntag, Nachw. ?? Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Abends 74 Uhr: Goldfische.

Montag: Die Journalisten.

Tessing-Theater. Sonnabend: Das Gnaden-

brod. Hierauf: Fortuna. Sonntag: Der Volksfeind.

5 Akten von Henrik Ibsen. Montag: Der Fall Clémenceau. Dienstag: Zum ersten Male: Der Probepfeil.

Lusxspiel in 4 Akten von Oskar Blumenthal.

Schauspiel in

Uictoria-Theater. Sonnabend: Zum 83 Male: Die sieben Raben. Romantisches Zaubermärcben in 5 Akten von Emil Pohl. Mufik Von G. Lebri- bardt, Balletcompofiiionkn des 3. Aktes von C. A. Raida. Ballets unter Leitung des Balletmeisters C. Severini. Ja Scene gesetzt vom Ober-Regiffeur W. Hock. Anfang Uhr.

Wallner-Theater. Sonnabend:Zum 15. Male:

Miß Helvett. Vaudeville in 3 Akten von

Maxime Boucheron. Deutsch von Richard Genée.

Mufik von C. Audran. Anfang 74 Uhr. Sonntag und folg. Tage: Miß Helyett.

Triedrith - Wilhelmßädtisthes Theater. Sonnabend: Mit neusr AuOstaitung. Zum 2, Male:

Beirut,19. einges

respondenten'

Die Sammlungen haben ergeben. Die

nicht erreicht werden. Hempel, Saak und der Spezialberickyterstatter des „Hamburger Cor- Benratb. ferner Etats-Ratb Kier aus Aalborg und Robert Lange aus Kiel. richten besagen, daß die Herren in Schotra aber sämmtlich wohlauf find.

Februar. Von den Fahrgästen des SchnelldamerJ

.Auaufta Victoria“ ist ua:!) einer Meldung des „W T ein Wa en mit slch3 Reisenden auf der Paßböhe ne it und konnte, stoß aller Bemühungen

des L'ibixno'n Hilfe zu leisten, Die Reisenden sind die Hamburger Bruder

Das Wetter ist sebr schlecht. Neuere Nach- (Libanon) eingeschnett,

Nach Sch

brachen mehrere Brände aus, Wien, 20.

zum 14. d. M. wurde, nJie_man der Basilika der heiligen Die Diebe beraubten mehrere

Zara, 20.

Kronen der Madonna und de:"- GlückliÖerweis ?

rschWemmung (vergl. Nr. 42 19. auf den 20. Dezember v. I.

Ein sechzehn- der Siadt eine außerordentliÖe Die gewaltige Waffermasie Thieren, Verderben vero vorrücken.

London,

Tod und

mitgetheilt

?) a den "" uf Santiago,

Thiere und hinaus. Die

umgewandelt Menschen, Nacht

daß in die

drückt wird.

Truppen. _ Der arts, 2

lande, nieder

s üblichen und

abgefeuert ; der B e r n , 20.

raßkn aufgstbürmt, unförmlicbe

Pianos 2c. Viele

wie

theilung _ R o d e. Der Schaden

einer Idee des Biéville von Held und West. Musik

von C. Zeller. In Scene gesetzt von Julius Fritzsche,

_“._Oi_1r_i_x_;ent: Hr. Kapellmeister Jedermann. Anfang r.

Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Rejidenz-Theatcr. Direktion: Sigmund Lauten- burg. Sonnabend: Zum 43 Male: Der selige Ton- piuel (ken 'l'ouploel). Schwank in 3 Akten von Alexandre Vision. Deutsch von Gustav von Moier. In Scene gesetzt von Sigmund Laufenburg. Vorher zum 43. Male: Friqnette. Schwank in 1 Akt von Benno Jacobson. In Scene geseßt von Sigmund Laufenburg. Anfang 7& Uhr.

_Sonntag: Der selige Tonpinel. Vorber: Friquette.

BeUe-IUmnce-Theater. Sonnabknd: Ensembie- Gastspiel von Mitaiiedern des WaUner-Tbeaters. Zam 10. Male: Pension Schöner. Poffe in 3 Akten rzacb einer W. Jacoby'scben Idee Von Carl Laufs. Anfang 711 Uhr. _ Sonntag und folg. Tage: Pension Schöller.

eAdolph Ernß-Theater. Sonnabend: Zum 8. Male: Adam und Eva. Gesangspoffe in 4 Akten von Eduard Jacobson und Leopold Ely. Couplets von Jacobson und Gustav Gö-ß. Mufik von Adolph Ferron. Anfang 71 Uhr.

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße 30. Sonnabend: Zum 19. Male: Der Registrator auf Reisen. Poffe mit (Gesang von A. L'Ärronae, G. Von Moser und G. Steffens. Musik von R. Bias. Ju Scene Jeséßt von 21. Kurz._ Die neuen Couplets von Altrxd Bender. Cäjar Wichtig: Emil Thomas. Yurang 711 Uhr.

Sonntag und wlgende Tage: Der Registrator auf Reisen.

Concert-Anzeigen.

Concert-Yaus. Sonnabend geschloffen. Sonntag: ©:sellschastß-Abend. Anfang 6 Uhr.

Sing -.Ikadkmie. Sonnabend, Abends Ubr:

Concert von E. v. Mühler, unter gütiger Mit- wirkung des Hrn. _Graf. H. Pückler, d. :; capslla- Chors d. K. Hoch1chule f. Musik, Dirig. Dr. Prof. Ad. Schu1ze, unter Mitw. des Pbilb. Orchesters,

gesellschaft bei dem _ Reuß wohnten bei: der Prinz Gustav von Sachsen-Wetmar,

die Minister Graf Kälnoky, Graf Schönhorn upd Freiherr von Gautsch, fernex viele Mitglieder des diplomanschm Corps, darunter Fürst von Lobanoff

David ist heute mit dem Kriegsdampfer zur Begrüßung des

Spalato abgereist. London, 20. Februar. schen Bureau“ wird aus El _ _ daselbst eingebrachter Gefangener habe mitgetheilt, Digma befände von Afafité an der Straße nach Toka_r_. _ __ beabsichtiate Vormarsch der egyptxxchen Streithafte von El Teb wurde durch einen Sandwxrbelsturm verhindert;

die Truppen soUten am 19. d. früh 4 Uhr gegen Afafité

„Reuter'schen Bureau“ aus Puente wird,

aufständische Geschwader i_md die __ _ Zrößte Theil des Landes nt ruhig.

Polizei-Kommiffar , _ verhaftete, wurde von einem

Vertretern der Schweiz sind ernannt: für London der bisherige LegationE=Sekxetär_ Buenos = A'ires der bisherige

Kairo, 20. Februar. _ _ _ __ zöfische General-Konsul Graf d'Au [) 1 gny begtsbt sich demnachst nach Frankreich zu einer Besprechung des Auswärtigen Nibot.

(Fortseßxmg deS Nächxamtlichen in M Ersten und Zweiten

luß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Februar. W.T.B.) Der gestrigen Abenp- rinzen und der Prinzessin

und andere Staatswürdenträger. (W. T. B.) Der Statthalter „Andreas Hofer“ deutschen Geschwaders nach

(W. T. V.) Dem „Reuter- Teb vom 18. d. gemeldet: Ein Osman sick) in einem Lager zwzi Meilen nördlich Der für den 17. 5.

Februar.

(W. T. B.) Wie dem de Inca (Chile)

Meldungen aus welche der

20. Februar.

offizielle

bestätigen Unterftüßung,

in Folge der

Regiérung Seitexis der Armee und der Nationalgarde zu Theil gsworden ist, die Revolution allmähxtcb unter- Die Jnsurrektion beschränkt sich xeßt auf das

in Tarapaca gelegenen

Fébruar. (W. T. B.) Wie die Blätter

melden, hatten fich währenp der gestrigen Loosziehqu der Militärpflichtigen in St. Denis Etwa zwaxi tg Anarchisten in einem Kaffeehause angesammelt und stie en

aufrührerische

Rufe wie: „Nieder mit dem Vater- mit den Soldaten!“ aus. Auf den welcher einschritt und die Demonstranten der Leßteren ein Revolverschuß

olizei-Kommiffar wurde nich_t verletzt._ ebruar. (W.T.B.) Zu dxplomatxschen

in Parix- Bourxard, für Sekretär der politischen Ab-

(W. T. B.) Der hiesige fran-

mit dem Minister

Beilage.)

.___- „__

Urania, Anstalt für Volksthümlicbe Naturkunde.

Am Lankes - Aussieüungs - Park (Lehrter _Babnbof). Geöffnet von 12-11 Uhr. Täglich Vorstellung iw wxßelnschaftlickxen Theater. Näheres die Anschlag- ze ?.

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Elise Hauschild mit Hrn. Kapitän 3. D. Andreas Reine (Leikzig). _, Frl. Hedwig von der Dkcken mit Hrn. Otto von Leuthe- Wresi._dt (Hannovor). _ Frl. Jeüny Wulsck) mit Hrn. Kaufmann Richard Burghardt (Magdeburg _Sudenburg) _ Fri. Margakethe Streuber mit Hrn. Prem. - Lt. Boke (3165151) _ Frl. Emma Vogler mit Hrn. Lieutenant Freiberrn von Horn (Brüssel).

Verehelicbt: Hr. Cbordirekwr Hans Rauch mit Fri Anna Klau? ('ngxburg) _ Hr. Pastor Martin Menzer mit Frl. Ernestine Voigtländer (Klösterlsin-Zeüe b. Aue-Cbemniß). _ Hr. Reg. Affeffor Or. Hslmentaq mit Frl. Paula von Kaiser (Berlin). _ Hr. Gustav Deubner mit Frl. Helene Deubner (S!oÜberg-Chemniß).

Geboren: Cin Sohn: Hrn. Albert H:"inecke (Maadcbgrg) _ Hrn. Major Adolf Werner (Gi.ß'p). _ HM. Kgl. Eisenbabn-Bau= und Be- triebs-Jnkpektor Ernst Nöbre (Köln). _ Hrn.

Major von Neixdorff (Frankfurt a. O.). _ Hrn.

C. Pötsck) (Libbsßdorf). _ Hrn. Hauptmann

Guido Grafen Matuschka (Spandau). _ en.

Anion Kurka (Hirschberg). _ Hrn. Pastor G.

Heyn (BraÜeniin i. Pomm.) _ Eine

Tochter: Hrn. (Ger.-Affeff_or Schmidt (Görliß).

_ Hrn. Pastor Job. von Böttickber ((E-(biex Han-

r-over). _ Hrn. Hermavn Heidgxn (Chemins). _

Hrn. Prem.-Lieut. Simons (Mainz).

Gestorben: Hr. Rentier C. Marten (Angersteiri). _ Hrn. Geora von Wißlcben Sohn Frtß (Gnichwiß). _ Frau Kaufmann Marie Siandke. geb. Hein (Frankenstein i. Schles.). _ Dr. Paul Möüer (Veriin). _ Hr. Guts- und Crbaericbxs- befißer Julius Kloß (Mchorf). _ Frau Pauline Reickoard, geb. Jenerv (' ieder-Peteréwaldau). _ Hr. Kgl. (Geb. Regierungsraéb a. D. Theodor Kramer (Boppard).

Redacteur: 1)!"- H. Klee, Direktor. Berlin: Verlag der Expediiion (Scholz).

Druck der Norddeufscben Buchdruckerei und Verlags- Anitalt, Berlin 817, Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen

Dir. Kogel. Rkinertrag für Stiftungszwecke.

Der Vogelhändler. Opkrette in 3 Aufzügen nacb

(einsibließlich Börsen - Beilage).

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeiger.

M 45.

Berlin, Freitag, den 20. Februar

Deutscher Reichstag. 70. Sißung vom 19. Februar, 1 Uhr.

Am Tische des BundeSraths: Der Staatssekretär F?r?xZYoetttcher und der Staats-Minister Freiyerr von

Vor per Tagesordnung verlangt das Wort der Ab . Bie [' In der Stßung vom 14. d. M. habe er, veranlaßt dars?) eine Ze: merkunc; des Abg.Bebe1, geaußert, daß der orthodoxe Jude am Sonnabend wobl Gßld einstecke, aber nicht quitiire. Dieser Aeuße- rung veranke er einen Brief aus Mainz von der deaktion des ._Jsraelrt _ und .Ieschurun', in dem es heiße: .Wir gestatten uns bte_ra_uf dle e_rgebene Bemerkung, daß es den orthodoxen Juden reltgwnßgeseßltch verboten ist, das Jncaffo von Geldern am Sabbath zu besorgerx die orthodyxen _Juden berühren nicht einmal gangbares Geld am Sabbath. Wir durFen demnach wohl eine RichtigsteUung ZFxteYeitßei-ung m der morgtgen Sißung des Reichstages von Ihnen

Die zweite Berathung des Arbeiterschußgese es wrrd fortgeseßi und zwar steht heute zur Verhandlungßder von der Kommission neu beschlossene §. 105i:

_ Dre §§. 1053 Abs. 1 bis 105f finren auf Gast- und Schank- wirtbsÖaftsgewerbe, Musikauffüörungen, Schausieiiungen, tbeatralisÖe Vorsiellungsn oder sonstige Luftbarkeiten sowie auf Vkrkebrs- gewerbe_keme Anwendung. Zum Arbeiten an Sonn- und Fsst- tagen kon_nen dre waerbetreibenden die Arbeiter in disiem Ge- rxxrbe ntcht_ verpfitchten. _Arbeiten, welche nach der Natur des (=."_.",.*L1'bebesktkbks einen Aurichub oder eine Unterbrechung nickyt (.*-:.;xtxexi, failxn unter die vorstehende Bestimmung nicbt.

Gleichzetttg hat_die Kommisfim) folgende Reso[ution angénomriien: den Retchßkan [er zu eriuchen, Behufs Förderung der Ge_wahrung_ auchetchexi er Sonntagßruhe bsim Eisen- b_ahndienst_ seme Verm1xtelung bei den verbündeten Re- ZiYiFgeréthmtrelxnh zu laYen, insbésYdere dahin zu wirken,

(1 Zr u 813er e r an onn- und etta en li kein: geschYxiktAnserdeÉ As I g M

_ ux _gg. U_tfleisch und Genossen beantxagen, aUck) dre Vorschrift des I. 100.3" (Véfugniß des Bundesraths zar Ausdshnung der _Lstrmmung Über die Sonntaa§ruhe auf anders Gewsrbe) kein? Anwendung auf die im §. 105i ge: nannten Gewerbe finden zu lassen. Das Gleiche vezmsckt ein Antrag des Abg. Krause.

_ Die Abgg. NULL _und (Henqffen beantrag-sn: „Jmsofern m den genannten Betxtebsn Perronen regslmäßig beschäftigt LV_LWLU, 1st denselben m der Woche eine ununtexbrochene Ruh?- zeit mm 36 Stunpen zu _gewähren. In jeder viertsn Woche muß diese NUhézeU ani emen Sonntag oder aÜgemeinsn Fest- tag fÉÜMFÉ“

_ ie ommissionßmitglieder aus der freisinnigen und Volks- partei (Abgg. Dr. Gutiletsä), Hähnle und Gen.) wollen dem §. 1051 folgenden Saß beisügen:

„Doch smd die_G_ewerbettei_benden in den VerkehrSgemerbM verpflichtet, jeden standig beschäftigten Arbeiter an jedem kritken Sonntage volle 36 Stunden von der Arbeit freizulaffcn.“

Referent Abg. Hitze: Die Kommission babe nicHt verkannt da_ß nn S_chank- und Gastwirtthewerbe viele und erhebliche Miszé stande bestanden, abex mxt Rucksicht auf praktische Schwierigksixen Habe sie geglaubx, dre Verhaltnime dieses (Gewerbes in dkm vor- liegknden Geiss nicbt regeln_ zu können, und habe deshalb den Antrag Y_uer abxzslebnx. Yus gkeikbcn Gründen empfehle die Kommisfion, die_ Anikagx Guißetxck) uyd Krame abzulehnen. Nur ein (Gewerbe meinc_die _KommUfion bexonders berücksiÖtigen zu soUen, nämlick) das dcr her Eis_enbabncn a_ngesteliten Personen, und zu diesem Zweck habe fie die vorxtkgende Rewlutiyn beschlossen.

Abg. Kl e m m (S_ach1en): Bei dem anzen Tranéportgekverbe und 121n2r_SonntagSarbc1_t handele es sicb 11th bloß um eingewurzelte Gewohnheitey des Puizlthims, sondern auch bis zu einem gewiffen Grad? um _direkte Bedxirfmffe, nämlich um Erholung und Vergnügen. U_m bier die Ueberscbrcitung dcs absolut Rothircndigen zu Verbindern, batten sick) sch_7o11 dre Gesesgebung und die Verwaltung der Einzel- siaaten_ bemubt, aber des Reichs Sache sei es, fich auch um d:esen_ (Gegenstand zu kümmern, und deshalb habe er in der Komm1sfion_ Beratburzgen hierüber angeregt, deren Resultat in der vom Abg. Htße formulirten RZsolution vvrliege. Um die Sackx nicht durch zx: Wette Ausdehnung zu gefahrden, beschränke seine Partei fich auf dZn Etsenbabpbetrieb_, sm_nal da, wenn der Eisenbahnbetrieb an Sonntagen emges_chrankt 1ei, die übrigen Zweige des Transport- gewerbes vor) selbjt nachfolgen würden. Den Personenverkehr wolle ex nicht berubren, denn da werde sick) das Publikum wenig vcr- btxten lassen, wexm er auch hoffe, daß man mit der Zeit in der R_tchiung werde wirk_en Yönncn, daß das Publikum die Befriedigung sxmes _Erbolungsbedurfmffes dYkÖ Eisenbahnfabrten ein klein Wenig emscbranxe, aber 0117 dem Gebtxt des Güterverkehrs werde viel gethan we_rden konnen. Cm boch entwrckeltes Industrieland, die Schivciz, sei m:t gutem Beispiel vorangegangen; dort sei im vergangenen Sommer der ganze Fraebtverkehr _am Sonntag, mit Außnabme des Eilsracht- verkehrs, verboten, und im Herbst _habe der schweizerische Stände- rgth be1chlossex1, den Bundeßratb zu er1uchen, durch internationale VL:- einbarungen die Synntagsruhe der bei der Eisenbahn beschäftigten Pexsonen durch EtnsteUung_des Frachtverkehrs zu fördern. Inter- nationale Abxnachuygen _seten aber oft sehr zeitraubend, und D_eut_sch1andsei aÜem machtig und wohlwollend genug, um selbst- sxandtg vorzugehen; man brauchte z. B. bei Berechnung der Liéferzeit fizr Frachtgutex Sonn) und Festtage nicbt einzurechnen, wodurch schon viel erreicht ware. Eine Hauptstöryng der Sonntagöruhe entstehe aber a_us den ganz außerordentlich oft aus den Montag gelegten Viebmärkten; dt_ese Einrichtung stamme_ aus früheren Zeiten und habe den Viel)- bandlern xte Möglichkeit geben s_o[len, ar) dem sonst arbeitsfreien Sonntag fur gute AufiteÜung Hes Vtebs zu 1orgen, heute aber mache fie dxn Eisxnbabnbeczmten, namentlich auf den Ein- und Ausladestationen, dze großte Axbett._ Es bandelx fick) bist nicht um eine wirtbscbaft- [:ck nothwendig: Emnchtgng, die man nicht beseitigen könne, sondern der Aenderung stehe eigentli nur eine gewisse Bequemlichkeit entgzgen. Im Jahre 1889 babe der sächsische Landeskulturratb die _egterung um Verlegung der Viebmärkte ersucht, und danach sei dies mehrfacko erfolgt. In außerdeutscben Ländern habe man seit langerer Zeit mehrfach Märkte mit Rücksicht auf die hohen jüdischen

e_iertage verlegt, und_ dqsselbe sollte man doch in Deutschland mit ucksicht auf den christlichen Sonntag thun können. Er empfehle also die Axxnabme der Resolution.

Abg. Stollx : Die Gebülfen im Gastwirtbstbafts- und Schank- gewerbe würden in ihrer Arbeitsrraft in einer Weise außgebeutet, xvie kaum_ in ir an emem anderen Gewerbe. Dazu seien die Leute in den meisten allen auf gar keine Bezahlung, sondern nur auf Almosen, das so . Trinkgeld, aMwiesen, seien also bezüglich ihres Lybnes ganz der une und Wi ": der Gäste überlaffen. Anderer- seits genöffen_die Leute auch von der Gesevgebung keinen Schutz. In Berlin wurden sie _genvun en, vor ihrem Eintritt Verträge zu unterschreiben, daß sie xeden 9 ohne die sonst übliche 14tägige

Kündigung entlassen werden könnten. Da sei es doch endli an de Zet_t, durcb dte_ Reichßgeseßgebung einzugreifen. Zn Fuer wo;- _emtgen Wochen tn Berlin abgehaltenen größeren, von 2000 bis 3000 KeÜnexn besuchten Versammlung sei eine Petition an den Reichstag be1chlo_ff_en worden, in der es beiße, daß die Kellner nicht einmal gls Gebulien anerkannt seien. Durch richterliche Crkenntniffe, z. B. eins T_es Obex-Handelsgerichts Vom Iabre1878, und durch mehrere Vccfugungen 1er anerkannt, daß die Kellner nur alZ Diknst- boten betxachxei werpen könnten, wenn fie V0kW1LgMÖ als solche beichasitgt seien; der Untsrnebmer könne sick) also ga_nz nacb keinem Iritxreffe das 'Eine oder Andkre aus- wabien. ZDék Aytrag 1emer Partei bezwecke, diesen Arbeitern wenigstens das gieicbe Rkchx wie den anderen zu gebkji. Er gestufte dxn Leuten, (1116) ihren reiigxösen Gefühlen Rechnung zu tragen; jkrzt konnten fie _an keinem einzigen Sonntag des Jahres die Kirchx be- sucherx. Jn_1ener Vexsammlung bgbe er zu seinem Ersiaunsn gehört, dé"; ]elbix in de; RetckxstaaSwirtbickyast, troßdem dar Wirth sämmt- liche _Stuble_ und _alles Inwentar unentgeltlich békomme, äbnliOe iraurige Zustande_w:e anderswo herrschten Auf dem Lande und m_den kleinen Stadien _sei die Lage Nr Leute etwas beffcr. Die aroßeren Unterxiebmer i_n der Provinz würden es garxz gern sähen, wchn_n durcb GUZZI ausge1prvchen würde, daß KeÜnkr nicht ohne einen bestin_1mte_n LOHUQTZ angenommen werden dürftén. Man möge den Notbicvrei der Keaner berücküchtigen und den Antrag seiner Partei anneomeiz.

RLJLUUUZL-Ratb Dr._Wilbelmi: Auf die reÖilick)? Stellung der Pexxozxenmx (Yastwirthasts-und Schanksywcrbseinzugeben, werde fick) _521 einem Wxiteren Paragraphen noch Gsiegcnbcix bieten. Der Verzicht der v_erb_undetkn _Regierungen auf 'die aeseleickxe Régclung dé: Sonntag?ar_be1t_ tm GgitzvirtbsÖafts- und SÖaNkZstkbe bxi DiksIL Vyrlage_ sei fem cndguinger Vkrzicht auf eine Re:;iclung Überbawvt. Yi? Reg_terung Habe bereits in der Kommission anerkannt, daß Miß- 1tande m _den bktreffendxn Gewerben beständen. Die ngierang empfehl; gie:ch_wobl dem Oauie die Ablehnung dcr Anträge Ausr und (Yutflétxck),_ weil ZußéxorßentUÖe Sckywicrigksiten in der Sachs selbst lagen. _Die Vérbaltmne i_n den Gastwirthséxaits- und Schanksswsrben unieräxzncn fick; ganz i_vUentlicb Von denen, für die Hier ein.- R29:- iuzig qe1chaffen _wkrden WU?. Man müsse dort auf di: Lingswnrzkltkn Lecemsgcwobpchcn_OLS Volkc-Z Und die unbemiixsltén Klasskn, bksynders auch ::Uf die Arbettkr selbst Eingehenke Rücksicht nekxmsn Mid, sorroii LÖ" _ _si_ch um das _ _Vsrkebrégenwrbe handeke, (1117 die Be- dnrixmje de_r Jndtzjtrte, Von dknkn di? Arbsiter sklÜst am Meriikn_bé_ruhrt nxurden, und auf öffsnjlixiye JHxTékkffM. EO 12! UanoJlkÖ sxwelen, alle diese Verhältnisse in dissem Sta'xium der Bsmthung erngxhsnd_ zu erwägen. So nebenbsi, wie eO “(*-er 'An- Trgg AUsr wolle,_1§t__die SÜÖL nicht zu regeln; Die Vorickviägx TU_ULÖLU Heri Bedursntx1en__i11 keiner Weise gWügen, 077116 in die w1r_t_kckschastitchen Yerbaltmne auch dEr Arbeiter sel'est iciywsr einzu- gretskn. Wie vexickgikdsnartig dic Gcfich1§pankte seien, ergcixe fich xbon aus pen bszugltchen Anträgen Gutsleiick) und Aus:; dieicr Halte euie gefeßlche Regelung_die12r Sache im Rahmen dsr Vorlagc für maiglicb, xenerzwolle diese Regelung nocf) vorbehalten. Auch über 1355 Maß der Hozmtags- und Wocbsnruhe Qexrsche keine Ueberc'm- stimmung. Da die S_ackye gegenwärtig also noch nicht ?sprucbreif sei, btttegsr, [781738 Anfrage abzulebnen. Der Antrag Gnifikis-Ö und der YntraZ Krume bkryegien fich auf der Linie der gestrig-n Erklä- rang?" des Handels-Mimjtch; er_ (Redner) empfkble ibké Annabxxie.

Ubg-_ ])1'. _O_rt_ere_r: Unzwsiselbaft sei die Regelumg ker SMU- t.;gsr'abe im Gastwrrtbicbafts- und Schankgewsrbe eine der dringend- stkn AUfgabkn der Geseygsbung. Die rechtliche StsUUxig der be- Treff'knxsn Psrsynen _könne man hier aber ohne Weiteres niÖt entscxyeidxy, ebemo wenig die_ allgemcin anerkannten, mjßlichsn Lokm- verhaitnzne dur_ch sxsesgéberikckpe Maßregeln abändern. Die Geist)“- gekZung uber_ die Soyntagsrube sei in den yersÖicTenen Staatcn außerordéntlrch3_ Vérichteden, dic thatsächlichen Vcrbäixniffe in Stadt un_d Land, grxzßecen uniZ kleinkrcn Städten ebsnso. DlikÉ) die Landaß- gekeßgibung k011111e_110ck eber, als durcb dis Anträge Auer oder (Hatflsiscky,_ eine _icbnelJe Regelung bewirkt werden; in Baysrn set thtL 1ch_0n vte_l_ge1chehen. In den Ausführungen des Regie- rung_§komu1111_arsbatte er aUerdings eine bündigere «Erklärung übst baidtge Regsiuyq erwartet. Die Gesetzgebung würde ami) die Gcwokm- [m_ten dar Bepolkerung zuin Schutz der betreffendkn Gewerketreibeuden ab_ano_d€rri. Die _LanYSregterungen bättsn fich alle Mühe gegeben, die m1ß1ich€n_V:rk)altm1ie de? Eisenbahnverkebrsweskns zU bessern Und unte_r Y_usrpand großer MMZ dem Subaltern-Eisenbahnversonal die Mogliaykcit _gegeben.__den Synntag Vormittag für fich zu haben, wozu ein r_€1chlichcs Ahlojungsperwnal erforderlich gewesen sei. Die Einzck- staaten hathZn aber jeder Zeit darauf Hingewieskn, daß eine Einschrän- kuxig dxs Guterverkebrs am Sonntag sehr wohl durÖzufübren wäre. Die Cinzsijtaaxen könnten aber (:[lein nichts ausrichten, wenn nicht _das Retch als 1olches Vorgebe und dieses ferne; mix dcn Einzklsiaatcn m erbmdung _trete._ Deshalb habe fick) die Kommission mit Recht auf dre Resolution bexchränkt, die er bitte anzunehmen.

Staat§:Minister Freiherr von Verlepsck):

ka Herrn Vorredner erlaube ich mir auf seine Anregung eine bestimmtere Erklärung zu dem §. 1051 abzugeben. Auf die Frage, ob die Verbündeten Regierungen geneigt seien, den Vsrbältniffen dcr Gebülfenschaft im Gast- und Sckyankwirthschafts- sowie im Verksbrs- gswerbe näher zu treten und fie zu regeln, erwidert ich, daß ich anerkennc, daß diese Verhältnisse drinsend einer Abhülfe bsxürfcn, und daß ich nicht anstehen würde, alles zu thun, “um möglichst bald zur Verbefferung dieser Mißstände beizutragen. Ick) glaube auch nicht. bezireifeln zu sollen, daß die vsrbündeten Regierungen auf demselben _Standpunkte stehen, Wenn sie auch nicht einen diesbezüglichen Be- 1chluß bis jetzt gefaßt Haben. Ick; bin der Meinung, meine Herren, daß die Verbäliniffe der Gehülfen und Lehrlinge im Gast- Und S(bankwirthschaftsbetriebe, irn VerkehrßgeWerbc sowi: auÖ in dem bereits früher behandelten Handengewerbe durch eine speziell? Essex“,- gebung zu erledigen sind, nicht hier, im Rahmen dieses, aUgemyin gewerbliche Verhältniffe betreffenden Gesetzes. Jeb hoffe, der Herr Abgeordnete wird mit dieser Erklärung zufrieden sein.

Abg. Merback): Auch er wünsche eine Einschränkung drs Eisen- babnverkxbrs xxm Sonntage. aber man könne heute über die Reso- lution nicht hinaUSJehen. Vom Standpunkt des Unternehmertbums u_nd auch von _dem des „Yrofitwüthigen Unternehmertbums“ betrachtet, 1te_ßen dre heut: en Verhaltnisse viel zu wünschen übrig. Viele (Güter wurden zwar_ onntags befördert, aber nicht abgeliefert, sodaß eine Stauung etxitrete, und die Arbeiter Monta 8 ein überreiches Quantuuz Guter zu erledigen hätten. Zur Abhül e dieser Mißstände fordere dre Resolution auf.

Abg. Schmidt (Elberfeld): Es sei nicbt nur eine Petition von KeUnern an seine Partei ekommen, wie der Aba.Stoi1e erwähnt habe, sondern mehrere, aucß hätten in [ester Zeit in Berlin Ver- schiedene größexe _ Versammlungen von Kellnern stattJefunden, im Ceytralboiel i_vte m den Arminsballen. Leider hätten ie dort an- we1enden_Berichterstatier nicht der Wahrheit gemäß bericbiej, was in der Arbeiterscbußkommission verhandelt worden sei, ondern Mitthei-

lungen gemacht, die der Wahrheit geradezu ins esicbt schlägen.

1891.

(Hört,_ hört!) Diese Berichte sviegslten fich wider in den seiner Partexxxgegangenen Petitionen, die alie darauf binwiesan, daß in der Kommtsmon d_e_r Beichlyß gefaßt worden sei, die KeUner kimitia unter das Gznnde zu iteilkn, und zwar entgkgen dem Anträge der sozialdemokrattscben Mitglieder der Kommission. Bei Beraxbung des § 12] werde er jene Mittheilungen vorlesen, die von sozial- demofratqckyen Fßßrern, die _diesem Haufe aUerdiNgs nicht awgebörten, gkmacbt erdc-n 1ezen. Es isi ibm intercffant, von der Ariweécnbeix de§__Ab;. Stokke in jener Versamursuna "zk: Hören, Und er (dener) mune damas entnebxnen, vgs; der Abg. StoUe kein: Kenntnis? gehabt habe wn dem, was m der Kommission vorgeganxen sei. Sonik würde er gewiß dquWabrhsit die Ehre gegeben und gksagt baden. d:“s; in. dsr Kcmmman nicbt so biscbloffen sei, wie jsne Bericbtcrékaiter bebathet hatten. Der Antrag sein?: Partci beschränks 7132? uuf das Y_erebrsxxewebe weil zwischen diesem und ksm Gast.- und Schaykxvtrtbichqnsx3ewerbe wieder ein(- Trenmmg gemacht werden _munx._ Beim VerkehrSgewerbe sti übkr Di:! Sonniags- rUbk,__dlé 121ne_ Partei natürlich in DM Qiikeröx“. kaerben (11111) m_r nothend-tg bglte, leichtcr sine Bkitimmung '.u treffen Es konne Usb das i_mr _bezreben aaf daß Privatverkebrsgsbisr, da Eisen- bahn-_oder Po_!tw?1en_ vqn der Gewerbeordnang auscenoxnmsn seien. Bei einer baldigen «ejeßltckpen Regelung m:rde gewiß ach) das staat- liche Verkebrégexverbc nicbt Wilstänkig vergkffen wsrdom. Mit einer RegslunZ dsr SynqtagSrube im Privatverkebrsgswerbc werde schon 2111 großer FN_ttckßrttr gcmackzt worden sein, Txr in dsr Svszial- geicßgkbung naturltcb noch übkrbotkn werden 7071112,

_ Abg. Bebek: Gegen den Abg. Etoile könne M,“;xri isincr An- ernHLtt in jener Versammlung ker KcUnsr ksin VorrrUrf LkÖObLN WWDC", und er (dener) glaube auch UÜÖQ ck25; dEr 215.1. Sémidt emen _soan habe exbebkn onén. (Ein (Fxxx-xikn *.lnxsr Den *.Ukitzlierern dss O_auies Ußer dte_BeschlÜffe in den zahlcsichyen memiisionen vor _emer_zwetten Leiang im Plenum würden wabriÖLinlicb sebr Wyntge beitßben. Bei der gegenwärtigsn Usberarbsixitng mit dcn Oer- !Öiedenartlaticn_Gejkxkn Übörlasse 111.111 ss dim in dis Kommission _gksandten Mtiglrsdern dcr Partsi, dén BksÖZÜfféll zu folgen. Als ihm (dsm RSÖU-L'k) eine kaUtation der Kellner die Peiixion vsrsönlich ans Osrz gklcgt babs, bab? er sofort aaf OM JrrtHUm aafmerksam

gemaÖt. NIÖ der Erklärwng kk§ HanUlÉ-Ministsks wol]? er (R-dxxkk) dem Antragk_©utflxisch keinen Wikkr'WNO ;ntgxgcnséßen, _Obgléich nach dcn Erkiaxungsn rc?- Regierungskoxxmiffaks ibni die Ungelegenkxeit _noch nicbt aufgöklärt erychsin2. Er fürchte nu_r, daß 515 zu _ der in Ausfisht géstéULLn SWxial“ geieHgLHUnxx nrx!) eme Jsraxme Zeit Okkxébk. Nicht aliem im ngdeSratb werds mcm sick) nicbt [kickt Einigen, svnxern auch der Reigßétag_w2rde auf eine solche (IsseßgebimZ nicbt [sicht eingeben. _ O_le verixbtedcnen REVUE]: hältsn aUerdingS iidrér [ebbaftén vavatbxe mc ein wlcbeé- Gsiexz Außkxuéf gsgybkn. Derartisc Sym- pathieerklarynzxii träten aber immxzr ssi“: [Wait Mf, wéxm man za _emex WirkiiÉJZP Regklung der Sachs wenig NÜKUMQ Habs. Die Reiolution, _die Une Regelung in Bazug auf 17.12? Eiicnbuhnsswerbe ve_rlan_ge, ware_ zin arger_ WidersprUÖ, wenn (Hait- und Schank- wxrthjckyastSJebulxkxi von «Zuikr gesetzlichen SOUUTQJNUÖL nu§g€ichlosi€n iemwlltcn. EH 1:1_n_ochn_rchtlaqge Her, daß man yon dérikiksn (Steile, von der:"man 1231 fur die R.“!olution sicb erklärt babs, bébanpter habe: rr€_n_n aus_al]en Gebietsn eins AksLHÜÖC Re:;alu:7g möglich sci, iL doch MOT aux dem Gebiste des Eisenbabnrvcssnö. Nachdem die Schwetz urid O_zsterreicb Vorangsgangkn skisn, ssi)? man jsHt, “daß _man Lack) Hrsr nicht mxÖr „zurückHleiben könné. Die KéUnkk Hätten ck52 O_onnxagsrithe ebénpo nörhig wi? die Eisenvawarbcitsr. Sowohl d_a5 11101111117110015 das wsibitckys Personal Habe hiar cine ü53rmcnsch- iich? Arbsxiszstx QUÖZYÖÜUM. Dazu Wölke aucb den männlichen PS!" 107.611 zchmuthct, eme ganze Reihe von Akbéitéki im Lane des Tages ZU voiYieben, die man als eigentlickyc Dienstbotxnarbkiten im. 1chixmmiien 'Smne_de_§ Wortes bszeichn6n müssé. Den großen Anitrengungen _ent1prachch_ aucb nicht die allerbcscbeidenstcn L_lnwrdeku_ngen rn ÖVgremickxsr Bsxiéhang, besonders die chr- [iygx __llttén Unter d€r sciolecbtcn Lu?! in dsn Räumsn. Em? tßgltch Arbkit-szit Wii 16_1Z Standen ssi geradezu Übe:- m7nfchltch und Lrtödte rie Arbeitskraft Übcrhaupt. Zn dsm Vsrkebrs- gxwerbs, _dem__Pferdeba_bn-, Straßenbaßnq dem Omnibusverkehr scien Tre Verbaltmne 11972) 1chlimmer. _ In Bkriin sei3n in dem Omnibus- ve_rkeh_r 500 Famxlienväter besÖästigt, dis Link TäglicbéArbsitszcit von. 1- bis 18 Stupden, Sonntags wic Wsrktaxzs Hättsn. Von Moxgens _ck UHr bis Nzcbts 12 Uhr ssicn die Leut.- in ihrem Berufe. thatlg, hatten Vor Beginn Und nack) Scblux'; der Arbeitszeit noch- Lxxen weiten Weg zn machsn. Nach einsr Fahrt von cinem Ende der Stadt zum andsrcn h_ältén fi: cine Paas: mm 7 Minnten, während welcher Zsa fis die Pferde umipannsn, iütisrn und ihr Mittagsmahi. verzehren müßxen. Man könne jeden Mittag zwisch€n 12 Und 1 Uhr an den Halteitationen sxhen, wie dis Frau auf ik'rcn Mann mit dem_das Mittagbrod enxbaltenden Topf warte. Der Mann lehne sub (1116111811 Zaan__0d€r eine Straßsneckk und würge io sÖieunig wie möghch das (Fmen hcrunter, Um kann sofor? wtedar auf den Bock zu Wringen. Um 12 Uhr Nachts komme er zerschlaasn nach Hause und müne 1chon nach ganz wenigen StUnd-kn aufß NM sein Tage- werk be-ginncn. In Bezug auf das Pfeidebabuwesen sei in Berlin in der lesten Zeit Erhebliche; gcbcsiert worden, Weil dis ?[rbsitcr im rechten AUgcnblicke mix CZUstTUUZLJ gedroht hätten und die Presse ohné Unterschied dex Partei fiir die Forde- rung der Arbeiter eingetreten _sei. In anderen Städten, in Leipzig und Dreßden, ließen die Verhältniß"? noch viel zu münschen übrig Und lägen ebenso traurig, wi? bai dcr BUliner Otnnibusgeseüschast. Weil am Sonntag Tie Gastxviribsgébülfeu. den besten Verdienst bäliön, woÜe sein:? Partei nur die Möglich- keit schaffen, daß fie aUe vier Wochen einen freikn Sonntag hätten.. Er glaube also, dax“; die Sache keinen Aufschub dulce. Es würdk eine große Enttäuschung in O_cn bktrckfendsn Kesiscm bereiten, wens; nicht nur der Antra-g skiner Partei, wuderii ckckck) k?! Antrag EUT- Jkifcb abgelehnt würde.

Staats-Minifter Freiherr von Verleps ch:

Meine Herren! Wenn ich rsahk gehört hab.“, so is?. dEr. Herr Vorredner dcr Meinung gewesen, daß sich die 21ququan des Herrn Wilbcimi und die meinigen nicht in Ueberkinstimm'mg gafixnden bätien , Ich 9151152, “223 ist nikbt zutreffend. Herr WilH-xlmi bai nicki Jesus?, daß die Regklung dkr Hier 111 Frage stehenden Sveziaigcwekkk dnrch Beschluß des Vundleaibs und Kuifexliche Veroxdnung auf «imd kes §. 105 g erfolgen könne. Das wa: ja mrs! (1119312319 5,an mik Rücksicht auf die Ausführungen, die ich mi: gsstrm in Bezug aus“ diese Frage gestattet habe. Wenn er trojzden; von e'zker Abbüife dur-I Beschluß des Bund-LZratbs gesprochen hat, so bar 2": uicht den §.105 Z'- sondern §. 120 8 Abs.3 im Auge gebak-T, aui den ich überbxxpt. in Bezug aus die jetzt betonte Frage der übermäßig lange» Be: schäftigung in Einzelnen Gewerben hinweisen möchte. Nack.) “diesem Absaß 3 de:“; §. 1208 ist eZ zulässig, daß 'der Bundeßratb '",Ür solche («werde, m welchen durcb übermäßiJe Dauer der iäglicb-zn Arbeits- zeit die Geßundbeit der Arbeiter gefährdet wird, die Dauer “oer zulässigen

täglichen Arbeixkzeit und der. zu gewährenden Pausen vor-

sÖrLWT. AUF Grund, dieser Bestimmung kam“. aÜerdingF die