1891 / 106 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 06 May 1891 18:00:01 GMT) scan diff

rocken worden, daß ich es nicht für meine Bestimmungen enthielten, [ näher auf die Gründe beizu- ie Kommiifion veranlaßt Ich habs nur Abg. Singer gegenüber einiges anzu- bat Worte von mir citirt, die ich einer dt Berlin gegenüber in Bezug gethan haben soll. Er Ick) habe den betreffenden Hörren gegen- sei, auf Grund dieses Nackmnittagßarbcit Ob das in mittleren

„Diskussion so reichlich gesp Pflicht halten kann, heute noch einma fügen, die die Regierang und nachher d haben, dem §. 1051) seine jeyige Faffung zu geben. den Bemerkungen des Hrn. Hr. Singe: tation von HaKdluniisgebülien der Sta auf die Auslegung und bat n1ich nicht richtig citirt. über ausgesprvckocn, das; es meine Uebckchgung knigstens in Großstädten die

frage. wer entscheiden soÜe, dem der betreffende F;:[l zur si

machten ihre

Anchdung des ,I. 105 [)

Paragrapbcn wchc w an Sonntagen für Haiidiungsgcbulskn aufborcn. und klcinctcn

gestattct werde. seiner Arbeiter gefallen [affem strafbar machen.__ _ fleisck) nicbt maricviahia.

Ab . B ebe [: . Z

Jedknfaüs sei

wischen der Auslegung des vorliegenden An- .:rcb dcn Antragsteller und der Auffassung des Regierungs- W9sentlicher Unterschied vorbanben. Man babe eben gebäck, daf; dsr Regierungs-Ratb 1)r. Wilbeltm unter Notbfall notbwi'bdige Arbcit berstanren wi“ sei nicbt so !rxit ZMÜUJLU. _ für die erstcn drei großen Feiertaae, sondirn auch fur das ganze Jahr, Und niibt blos: dic HandlungSgebüifen, [ondern aucb aUe Industrie- arbcitcr zur Arbeit gezwungen wurdcn !OÜTen. Ste_be dem_Arb_eit- geber Lin großer Schaden auf dem SPjél, insofern_ eine Arbeit nicht rechtzeitig geliefkrt Wkrden könne, so werde er von diesem Paragravben (Gebrauch machen. der SwnmtagWrbZif in Frage: geitelJt. Nach 211181? kurzen Repltk _ Wilbélmi wird dEr §. 1050 mit dem Amendsment Gutfleisch angenommen.

105€] wird ohne Debatte angenommen. _ _

cb §. 1058 ML Bétrisben, welcbe ausschließlich vor- Winb oder unregexinäßige Wamerkraff be- 1, die Sonntagsgrbeit durch Ver- ltungsbebordo geitatxet wcrden. Abg. Holtzmann bittst déiiBUtidSHrath, diese Angelegxn: bsit gleichmäßig tür daS ganze Reick) z): orbnsxi,_ darmt iiicht im FaÜe Vetschiedener Entscheidungen bie Miiller m d21i1_€iii€11 LandeEtb-Zile am Sonntag aibéitéten, in dem andersn iiicht. DN" 0. 1050 wirb angenommen.

Di€§§.10ök-j und 106-112 wcrden ohm: Debajts

QUILUVMMLU.

Bei §. 113 bemerkt _ _

Abi]. B, iebl: Der Abg. Grillenbkrgér baba ibn als Arbezxgeber aftlickycr und Unmotibirtcr Wu]? an- d sick) dafiir an Zsitmigsartikcl bkmicix. Aus dem Schiedsgcricbis in P?iincbcn Über den betreffendkn FaÜ gebe berbor, daß er jknkn Arbeiter niÖZ a::Igcbcutct und Lohn- driickcrei sicb bube m Skbuldcn kommsn 15111211. _ _

Abi]. Birk: Der Abg. Biebl babe gcgcii Yun Abg. Wi BoUmar kus; dic Bcdicmietsn dcr Kramwav- ordcrnngsn böwiUigt crbaltcri bäxtxm bebor Dkk Strike in Wien aubgkbrocbsn Fei. Dkk Strike i_n Wien biib? am 21. Librii 1559 siattiiofilndcn mid crit ani 1. ZU]: bastcn die Tramiv»!bbckii'nstejcn iti Miincbcn ibre Lxgsiniiigimzi erbaltcn. EI ski axso

angxsprochem Resort - Ministi-r Handlungs ebülien Véktkkjkks sei Das würds mcincs Erachtcn§ gkgcn din In- Abcr das schue ick) mich "[eines Ecachienö alle die Bcbördcn, die crpslickxtet sind, unter VckbäLtniffc das Möglicbsie icbiiifcn am Sonntag Nack)- Jch bin uteinerseiw dnrcbans geneigt, soweit kiiiciiigkxi Bcbördcn, die meinen An- cntsbrccberide Direktibe in dieser RicbtUng !. Tb riebrsußMcbcn RsssNt-Ministcr- es handelt fick) Nicht aÜeiN 11111 ken Haiircls-Ministcr - anf Grund dicser A.". Qligcmcine Anweisungen ergebkn zu [affen odcr nicbt, Wenn MM, 11121116

SUUNTQJ NJÖTUÜTMFI nikgcnds die beschäftigen ii: lasiei: halt ch jewigsii Paaxxirzpb nichT zn iyicderbolcii, Dai:

die “Flilfxmbe haben, Mi F" 1051) aqunfÜch, [' Licriiiksiiixtiziiiig dcr zwiiisciidcii iirtiicheii im! Die 'Ilrbcii dcr «O.::(Dlti';

cu verstoßen.

miklazen ZU ['i-1210501. M*it dieskm P es eif-„*r?écxlich *ciki iriirdc Mä) d

ii*chi"»4"gci; zii fslgcn babs", kik

scheinung dazu ge- langen werdri', bin ich chic 11041) nicht in Der La,]? zn übkrscbcn. an in das (Hessß aafnimmt, so [Mt man sich Verpflichtung auf, ibn aukzufübren. Der eine möglichst aux-

wiegend mit durch _ wegten Trisbwerksn arbeite:

Hkrreri, eiiien Paragraph _ fügung dsr friiheren Vsrwa

drci) sslbsx zii'cifellbb“ Dic Zweck“ W (51021325 ist, dcn Handlungßßebüifen reichexide Svinitaxisrnbk zn gi'bkii, und in Folge skincr Bksiimmungen werdkn 111ch1 mit 1:1 Prcuficn, sondern in chm BundeUtaatcn die aus- ikibrciidbii L*cbbrkcn sich bemühen, den Paragrapbcn 1051) nach Mog- lichkeit aucb „Ur Wirklichkeit werden zu laffen.

Dem Abg. Dr. Hariimixin aogcnübcr bemerke 5 Kaniin ÖL! Landbcbölferung nich zu an Sonntag-_Nacbmit_tagen die (Hs- (Fine Reibe bon klcmcii Stadien (11:8 (10:11 Dcr Abg. Dr. Hart- wclcbe A1:-

Ylbg. Bebel: cr, Mf; kik Riicksikbt aiif 1a der Besiimitiiing sibäitc cffcn zii Gciiciideii bäthxi mami Misc (inf dic mt biilic schaffkn solltcn. Gsijiciiidcbcbbrdcii bestäuben M an _ imd daraus warde niiiidcstriis L*?bändltxtig.

Tübrcn könne, 10107? Petjtjönen cingkrciäs. in zweitcr Lesung in leidensck; Istatutariscbsn Wcstimmnngsn bin,_ _ 2 das Vcdenkltckpk, daß _dte Vollnmcbtcn erhalteixsblltsn; _d€_nn _d1LsL önlicb an der Sacbe bctbeiZigi ieren, Mißitimmung entstehen, _baufi,] aizcb Amertka möglich

gegriffen Uri

Aber das sei ja gerad Urtbsil des

I Lciiti'n, dis Per]

in dlk zweiten LMM] bcmexkt,

9 ' F, , . “Ws m (WWW und bab" m Miiii-„bcn langst ihre F

man auch in Dcntscbland gescxlick) bestimmen. da der Ab.]. Scbmidt nicht anwesend “(*-„'r Fabrik, um die es fich (1er di? Mitlbcilimgkn dcs kme gszablt wiirden; Wenn en, so lisge das säßcn, alfi) anf das

Ab». Gisblkrs erwidcrc cr, _ sri, Dixi“: cr (Rodncr) kik Vcrbältnisic iiii'bt siclichk kenne, _ Geblsrt sclbii b€n*ies€11, das? dc*_kx Hiiiignlö dic Laute lloydem dic “erbcitßjt buran, das: Die meisten kleine HäixScbsn dort bc Verbleiben ain O1! (:ck-«wies Abo.. S4mbammcr2 sci biclfnÖ bwf; einc cingcwnrzcltc iiblc, alk UllkaÉYLkÖQUM axis Kbiiknrrcnztückfiäxisn; um 711.121 beschäftiiit sei. Irkcii Sonntags mii irabicr Vcrzw biilfeiikcbafx Wmäbiiib angestrengt, erlanbtcii Zwiinicizisiirbcit sollten diirch cncrzxisckye bracht wi'kkcn. _ Die“ Herren tbätcu Öikk 10, als cit gewähren UTZ nicbt der

U: iiiir selten Verlisß

in Mé'm-Öcn Mik iböibke SÖrikTsÉÜiT “Jer T ÖQUOTUW; bcrboxgcbx, ;U karLc'ZZn. mtr ni-É! sebr [Mi (ÜL Heitcxkci

. „A _ 1 “' “:(! Tci-U „&:er 15-0

Dis Soniitagsarbkit im Handclßgciverbe c Gewohnheit, zum Theil dcn Korik-„xrreiiten zu

89.011111] „acarbeitkt 111117 die Ge- MißbiäUÖL der duxcb J 1151) Jnaxqprncbiiabmc

Laim- Dcr (Z..." troffen worker: 7111.77. Wismer Sriikc mix Ter zu tbiin babe. _ 2.113 wird aixiisnommeii, ebeiiw ohne _Dxbatts §. 114. . 11-5 eiiibiilt Das Verb0t_ de? “Dr_uckiyxtsms. Der dritte Abiatz [MUST nacb dsm Bsickzbiß zwxxth Leiung: Lohn- und AbschlußHzabkungen diirfsii bbiie GLUÜMUJUU? de'r unteren VSLWÜUUUJSWUÖWS 11icht in (Haft- Mid Schau W

oder VcrkaaissteÜM erfolgen. Die?lbgg.1)r. Glltfleis

kek Oéffkllsiichis ZUk Abstellixiig «e' *.*le. 'Frcibcrr vom Stamm: wenn die Mebrbcit Den HaiikliiiigsgcbiiLfcn wcniger Freib woll? «[*I sio “Wr sck071 bälle"; dab sei doch ach dnrcha .Bcbcl bczcicbiiö einc (5101110121? Wii 3-4 Freiliäi) tvcrxti man 10 .!k Arbeitölv ri ;5*4 „Fé- tiocb cin «OUUJésllbe'. OM bäixcii Petitiviiirt iim dis Frcixizbc dcs Sonni i_biikcrii 71111; einig? Soziuidcmokratcii an Diesen Orten. (Zicéattmitbkit Dcr

bn Verlangs für Riicht Die_Land- a,]MaÖmntaM,

HUNJCUOÜU. dcn. 'Fir1*circi',kaiéii !

dcr klcixicii dcn Bikini-

Grircrbstxiibcnkkn Wynn abcr dic Sozialkömokrotcii _ Riickiicbtnabme aaf die Hand- das “Nr Mebrkisit mir an- bkcr “Iixiilation auf kein pLaxteii Lanka

Släktc Politibiiirt. riiiieix dcr Laiidbibölkcriiiig dnrch dic [UiixxIleklllllxix c:".tinxicntxätcii, »;ciicbm sxiii,:c:iii cs [L*Cka' 1 kiiiicii V9rschxiib [cixicii

Abg. Gcblch: lcdixiiZ-F) iim cirxc ,isbaiikaxi, aii ivcitcrcii & Präfikci't iii'bixiki'xt, Weil:! dcr “)

Es bab? fill) bci seiiicr frübcrsn Bi'mcrkung falscher Bcbauptungcn ÖWsiiNkici'iUlgkn daraus babe ibn dcr Hr. dciisn Bestimmung cr sick) natiirlich aiick) je Abi]. Bcbcl Wii Hunßcrlöbnsn 113164178, 11) miiie man miiircixciis crit eii'c Erklärunx. dicses Wortkö geben. § 1031) wird mit sim'm lediglich redaktioneüen meixt 0310060613, sonst NUVSYÜUÖHTT angenomnWix. „Z. 105)“ fii'iii bio AUÖUUMUEU von den Vorstbri '. 10011: MUM) finden Diess Basiiiiiniumgcn keiiie Anweiidung 1) Nils Nrbcixcti, wclcbi' zur Bus sxanbss Oder XUL“ Abwendung 01 unverziigiiä)

tbzis.i-.blichs Bcrickitizintig abzügs siiid VLWOWU, zugclaffen siiid. _ Yiiolkcnbiibr: DemMißitande dcr Lobnabzüge müsse enf- gkgeiigétreten nwrbén, imd sciiiePcirtei 913141)? mit ckan 'Untragx, wcl- d.“rar1*iga Lobiiabzügk Übeibau ini'irxc Sbmbxxbic rcckmcn zu könncxi. Die Arbeiter brauchten Den Lobn jcbci'zcii,

citigung einés Notb- ner Gefahr ODM 1111 biicmliibcii vorgenonmwn durcb d'en Atböitgkbkr . 111“. “»54 Utflcisä) cmpficbit killi'nKOMPWMiHÜUthJ, wonack) (“cr JCWTle-Jll Worte «(sagt Werken soil: kacskäxls, Fälle plöyliébcr es UNHWUWÄZ ' fem kimi) das Wort ,Nblbsmiid“ nicbt gedeckt _ 9 das Bcdsitfiiif; ker iin'xerzi'tglickIx'n Exlxdtgnrig Einem cbeiiluelisn Mißbrauch dtc1cr Bc- mig dcr *ILitfficklebebörde borgechgt Skike marke vicULicbt ciugewcndct Antrag daIGcsch dnrckilöcloern. ci eine woblbcrkcbtixite Absickt, zii bcxiyiiikcrir, km] ric “Ilitwriiät dcs Gefäßes abiicsckywäcbi werde (“insb (imc U::igcbiiiig ch (Gcseyes, wclche in zahlreickxcn FäUcn er- ixlxicix wiirdk, wcnn der Antrag nicbt (UMSUVUUULU würde. Sinaer: chii :*.icbt der Absicht, io Doch der Wirkung nack), [*(UUZ? kie'K'r Antrag eiiie WcrscbleäUciung dieiss Geseßes. 1911." demi nx ter ,Nolbkali“ bcrsiaukcii Wcidxii? Man sollenicbt durch jiirii'tiiäp fcibc Tistinkiii'iikn eiiien Aböch fck Gessi; grmidiäßlicb festiiesteUie Sbiiiisagsrube zu dUrchlöchern. Arbeiter seien nicbt io mibcrstäiidig, daß sie nicht zu Unterscheiden rrüixtciy, WV ciiic aixiiriiblicklichc Arbeit nothwendig sci. Fälken Mike Der Arbeitgeber die Hülfe der Arbeiter nicbt vergeblich aiiinici'. Er könne sich die Einbringung diese:? Anfrage; nur erklären auI (“cr Fmcht der Herren, allznkeutliä) ihre WiUkürlickxkeiicn bei dsr TurcMöchernw-g dcr Smiiitaßörnbe zu zcigkn. zu deni Aubkimftsmittél einss schötiklingciidcn Wbrtcs, wclcbks aber der WiUkür "Thür und Thor Sffiik. ein NblbfaU sei? Die ',Uacbplüixmg nüße dem der Sonntagßrube bcraubikn Axbeiter nicbis und die Gemeinrcbsbördc habe weder Zeit, noch Uctbcil, rioch)Liist, cine Eiitichcidiing zu trcffcn, Welche dem Unter- nclrmcr Unbiquem sei. _ 'My;- [dk. Gutils_i1 ckck: In 1214 deutschen Einzelstaaten seien viel Sonntagégcxssc

Erkrankimg u. s. w„_ in__dencn "iberiiebcxide Arbcitcii !iajtsanch, Seine Partei woll? mtr 1!!1*)1011cki»1[1, w „iibcitcn 131765, 110101112115 ibcrkc diirch kicNackMiif VM 103131k€1110kk1111ck2k iverkcii, siiiic Partei !rolle mit Dicicm [Miri [ci Uixbcgrkiiiket. __ __ _ _ _ gaitandmß 181 bxxbcr verw famic man aUmäblick) aii, gesckxricbeiicn Bcicbrärikixngcn Gabi ausdrückxick) sci riss _ 25. April dieses Jabrcs ausgeipiochkn, _ __ dafi die Arbeitgeber Ück) bi-Iber schon bewußt gewexen ieren, bas: sie affen, um die durch das Lobneinbcbaltniigen in unbeicbränkiem _Maßc zu machen daS Recpt Von den Kbtijnnkinren anf dcm In solchen jede Lobneinbebaltmig z der Arbeitgeber in den schadlos zu halten. Dcsbalb greife man Arbeijslöbnen Arbeitslobns dadurch in die Hände Kaufmanns

beträchtlicbcr Kousumvereins züglickxe Verbot durch das Gescß von 1869 sei nicht _miter Strafe gciteüt gewesen und deshalb umgangen worden. babe sich eine Ceißon z. B. über einen Bon auf Waaren in dieser Höhe SMN"- dieser nicht zum Ankauf: von Waaren verwendet, sondern zu einem

Wer solle kenn bestimmen. was

undurchführbar:

Der Vorredner babe gemeint, die Arbeitxr würden schon freiwiuig am Sonntag arbeiten, wenn es notwandig wäre. Das sei aber nach dem Gesetz gar nicht gesiczttet. Der Abg. S_inger was ein Noibiall sei. Der Richter, rafreckotlicben Kognition komm2._

x-Ratb 131- Wilhelmi: Die verbündeten Regierungen Bedenken gegen die Gestaltung der §§ 1051) und___1050 heute nicht wieder geltend, weil fie bofften, daß die Frage der Sonn- tagsrube der HandlungSgebülfen auf Grund des Y_menbements _Gut- ßeifcb sicb befriedigend lösen [affen werde. Wer_mrt dem prakiiscben Leben vertraut sei, könne nicht bestreiten, daß im GeWerbe, n_1 den Fabrikbetriebcn und auch im HandelSJeWerbc Arbeiten_ vorkamen, die auch an Sonn- und Festtagen vorgenommen werden mußten, deren Vornahme aber durch die gegenwärtige Faffung_des Cniwiirfs nicbt Woüte der Arbeitgeber sie!) die freiwillige Hulfe so würde er fich zweifellos selbst

dicses Gescy ohne den Antrag Gut-

iien wolle, der Abg. Dr. Gutsleisck) ei auch zu beacbtsn, daß nicht bloß

aragrapbeu sei das ganze Verbot

des Régier'ungs-Ratbs 111“.

es kcs Strikes :::-„bt bsdurft

dic Verbesscriixig der Lage der Tramwaybekicnsicten herbeiziifiibrsti. _ Bixiyl: Sr bleibe bei seiiicr Bcbaiibtimg Über die Tramway den Präfidsiixcn nm die. ErlQUbniß bisTSU, ein .* T:!WQUDÖKÜÉOU, aus dcxn die Richtigkeit dieser Be- Präüdch VON Leveßow: WEnn e:?“ L ') Rcknsr [*Ckliést das Sckoreibkn, nach fast anäbrW zur Umfbefferung dsr :!TUCTIUTC unk KMM: rer Traiiibabii J.Maßnabmsn gc- Er bxbaixbxe _ _ Äyibcbssxixng ker Tramwabbedienitsicn nicbts

kcsbalb nacb wi? vor, daß dcr

irtbschaften

ck und Hitze onen dexiAbsaßZ ach nem'n §. 11:3:1 formulireii Und ibm den Zusatz geben,_ daß und AbschlagsZmblu1igen an Dritt? nicht Erfolgsn dürfen auf Grund von Ric1)t2*z=-,€sc1)iift€ii oder 111011113611 Über Rechts- gksclziifty, wc.che nacb dsm Gcstß, _betrcxiend dl? Beschlagnahme TOS Arbeitßlobns, rschtlick) Uiiwirkjam Und.

Die soziald21x10kra:ischen Abgg. Auer u. Gen. onsn dem „115 fblgsndsn „ZUiaH gébeii: LohneiiibLhaltungsn und _Lohn- soweit solche nicht durch Gesetz ausdrncklick)

Pt ausscbiicßen trolle, aui allge-

bre Fainiliin zu ernäbrcn. Beim

biitbcibö müßten sie HUngcr lsiden imd nähmen SÖÜÖLU ck11 ibkék Gciiindbcit, obst fie bersiklcn dem Wpcber. _Nach deni ©0615: Wii 1969 iycrde dic Bescblagnabmx dcs Arbettzv_erkiensies üborbaiivt au-Jgeschloncn, _1eßt iyurde _diks mich 1116301) sein fiir Forderangkn, die 17er ArbcikZ-„cber 111 Zukunft an dcn Arbeiter crlangen könnte. ArbTit-Zr iiicht boi? vmidcm Arbeit,;ebér, ] „__ abbängiii, bei bsiicn fie ibre LebenSmittsl eiiikauften. Debbalbxnniie Fiii'soriic getroffen Mrbcn, dafi Dcr Arbeiter Unter (11er Umstanden sciiicn Lobo „ian; i;! Baarsm crbalte. _

Abg. T):". Giitilciick): Er könne den Abtrag AUM nicht zur Annahme cmbfeblkn. Es widerspreche aller Billigkeit, und es sei auch in dem Rabmcn dcs Géieich nicht möglich, so Mit zu gebey._ Ex- freu1ich ssi ker Antrag Anek insofern. alF- er das Zugxitandmß enthalte, das: die Lobircinbcbaltnngcn Mon nach 17111 beitcbenden unbeschränktcm Umfange zulässig ]":isn, Dikses _Zu- cigert wordkn. AWH in den Arbsiterkreiien den Vortbeil dcr in diesem Geskß vor- der Lobucinbcbc-ltimgen anzuukénnen. in dcr Nnmmu des „Vorwärts' vom

Die Einbebalfungen machten den “ondern ällck) von 17871 Lcutcn

EI gebe darm]? hervor,

Lage keien, das bänge aUerdingS

Arbsitsmarkt ab. Weiter zu geben un_d u berbieten, gebe sch0n__de§ba1b n__icht_ an,_xverl Stand gesetzt sein müiii, sick) fax iabrlaißge ober bÖSwillige Bescbädigung des Materials durcb rte Arbeiter Der von ibm gesteüte Antrag wwsle dem Mis:-

des Gesetzes von 1869 sehr vorkämen und ein

wandere. Das be- Ein Konsuuwercin

20 “ji ausfüllen lqffen und dafür Häufig sei aber

niedrigeren Preise weiter verkauft_ worden. Nach seinem Anfrage solle künftig eine solche Konzession nicht _als Grund zur Lobnaußzablurg angeseben werden. Zahle der Arbeitgeber dennoch, so solle er einer Strafe verfallen, Betreffs deren er (Redner) zu §. 148 einen Ant_rag steUen Werde. Nicht vermindert solle dadurck) werden die_Mögltch- keit, daß Vollmachten ausgestellt würden. Dies aUSzusÖlteßen liege auch nicht im Interesse der Arbeiter selbst.

Abg. Möller: Seine Partei könne deuxAxtirag Auer und dem Antrag Gutfleifch-Hiße nicbtzustimmen. Bezuqlxcb der_ Lobnxessionen bestäuben ja Uebelstänre, aber der Antrag Gutfieiicb-Htße iyurde das Kind mit dem Bade ausschütten, insofern_ er_ _ntcbt nur eine Reibe von (Geldgesckzäften, die für den Arbkiter nötbtJUlen, unmöglich m_acbe, sondern alle Cesfioncn unter Strafe steÜe, wahrend das Geseß bisher nur die Nichtigkeit gewisser Cessionen ausserÖe.

Regierungs-Ratb 131". Wilhelmi: Die Regierung könne nicht die Konsequenzen auf sich nehmen, welcbe der Antrag Auer nach fich ziehen würde. Der Arbeiter würde dann ÜUÖ nicht mehr in der Lage sein, von dem Arbsitgeber einen Vorschuß 311 erhalten. Auch den Antrag GutficisÖ-Hiße könne die Regierung nicht zur Annahme empieblcn. Der Antrag one die Klagen über das Verfahren der Konsumvereine beseijigen, welche aber nicbt bon denArbcixern, sondc_r11 bon s01chen GeWerbetreibendcn gekommen seien, welcbe (111 eiiier (_Ein- schränkung des Geschäftöumiangs der Konsumvereinc ein weientltébes Interesse hätten. Man müsse an diese Klagen daher mit großer Bor- ficht herantreten. Die betreffenden Cesfioncn seien schon nach den ießigen «cscßlicben Bestimmungen nichtig, es frage sich also nur, ob fie darüber hinaus auch Unter Strafe zu stellen seien. Der Antrag wäre ein Schlag inÉi Waser; was er formell bescitigcn wolle, würde durch ankere Rechjsgeschäfte, z. B. die Voüttxacht, crsc t werden. Der Antrag wiirde außerdem auch die WoblsabrtScinri - tungen Wesentlich erschnwren. _ _

Abg. Molkenbubr: Scinc Partei meme, daß_ ein Recht x_u Lobncinbcbaltungen nicbt bestehe, aber in manchen Faüenbattcn die Gerichte den Arbeitgebern ein solches Rccbt zuerkannt. Disch) Uebel- sjand wolle der ioiialdemokraiisibe Antrag cntgcgcnwirken. Em Vor- schuß Werde dcm Arbcitex dadurch niäxt unmöglich gemacht, denn der Arbeitgeber könne dock) den Lohn pränumcrando zablcnx Das; der Aba. Dr. GMfleiscb nicht so weit gcbcn irone wie die S_ozialdcmo- kraten, begreife er (Rednsx), weil der Abg. 111: Gulßciscb 711rcht«*,_daf; dieser Antrag den §. 1241) (Buße für Kontraktbruckx) in Gefahr brmgc. Ohne den Antrag Werde iiur vrch inkbr Anreiz zu Lobneinbcbal- tungen gegeben. Der Arbcitcr könne leicht durch Mißbaiidlungcn zum KOntraktbruckI bsrlcitet Werken, Wofür ibm dcr Lohn einbxbaxtcn werde. Der Arbcitgebcr könne dann für aUe möglichen __Scbadbn Lohn einbehalten, z. B. wegen der Möglichkeit, daß der Sohn eines Nr- [781121523 einmal eine Fenstcrscbéibe einichlaqc, Für den Antrag (Hut- chisÖ-Hi x: Werke seine (kes Redncrs) Partei stimmen; ivcnn aiich in maxicbkn Gcrverbkn die Arbsitgebkr unter anderen Formen das _Truxk- ivstcm ciniübrsn könnten, so müsse man es den Leuten doch 10 Viel wie möglich crsÖwsrsn. _ _ _ _ _ _

Abi]. Hitze: Für scincn Antrag 181_*dte Ruckficht an dteYrbciter maßgebend. Der Antrag solle auch den Konsambereincn_ knigegentrctcn, insofern fi? ibri'in ursprünglichen chcke, die _Arbi'xii'r zur Baar- zablung zu bringcii, cntgegkn selbst ziim Y_orgsystem ubkrgingen imd Die Arbéiiék in drückende Abkängigkkit bracbtcn; Wenn_in zivelter Lainiig dicssn zum Theil von dyn Arbeitgebern i_elbit crrtcbtcicn und untcrbaltenen svgcnxnnicn K*onsumbercincn ein Lobi)??? gesuxigcn wordi'n sei, io könne er darin iiiclit einstixnmc'n, Der vral'sacb durch sie ge- üble Zwang müsse auf dem gcjcßlickycn Wege, den er Vorschlage, beseitigk :öerch. _ _ _ _ _

chicrungI-Ratb Or. Wilbclmt bestre_ttet_ Wiederboit, daß dcr Antrag eino Verbcffernng bos Gxscßcs sei; Ubiigens werde _cr _aucb durcb §. 117 Abs. 2 Überfiüssig, denn dort werde die Nichtigkeit der betreffenden Ver-träqe ganz obne Weiteres außgesproäysn,

Abg. Möller bestreitet,. die Konsumvxrxine uritxr (1001 Um- siändkn aaf Baarzabwng ba n müßtexi. Iii vxelcn JaÜen konnten sie nikbt wirken, wenn sie nicht aucb aus K_redit verkauftZri.

Abg. 131“. (Gittfleischbemcrkf, das; die Vollmacbr jeden Momexit widerruflich sei und vor Mlem nicht mit ein-Zm Accep] dss Arbeit- 9617er bersebén ivkcden würds, wie es jeyt bei d6_11_Cexiw:ien geicbebe. “Onrcb die VoUmacbt Werde also die Wirkung !eines Antrags nicht bercitelf. _ _ _

Nach Ablslwmng d??- Antrages Ausr wird J. 110 nach dem Antrags GutftxisckxHiße angenommen. Ohne Dsbatte er: ledigt das Haus dj_e_§§.1_15:x bis 119.

§. 1193 stEÜt 1911, daß Lohnembcbqltnngezi, welche zur Sich€runa des ErsaßeH sines aus der wrderrecbtlichen Auf- lösung dss NrbEitZVLkhälUÜffés Erwachsendszi Scbadkncs aus- bedmigen werden, iingesan-iml den Betrag eines Wockzenlolwss nicht übersteigen dürfen._ _

Abg. Dr. Hirick): Cr b&be gkbofft, daß dcr__Antrag_AUer zurückgezogen werdxn würde, nachdem untcr Ybchmmg xcincs zu F. 115 gestellten Antragéi biöicr 51aragrcpr Ic_n-cbmigt und daburchWd-as Recht an? “3531120113001th gcseleiä) keitgcitellt worden s_ei. O0 sebr er bedauere, daß die Lobiieinbcbaltung genehmigt sci, namenilicb da sie die Grundlage der web wobl auch zur Annabnie kommencsn YZ- rcchtig1mg auf Cntschäkigung§an1xchuch beiKontcmktbruck) bilbet, sb m_uiie cr wii) für §.]198 icin, da diem CML Einschrankniig_de§ Z. 11.) bilde. Ec müsse aber «ck bier sagcn, daf;_die gcannbeinangc Lokm- einbébalwng von Seiten der Arbeitgeber zum_SchUtZ _gegeii Kontrakt- brncb etwas ungemein (Hebäißges gkgxri die 'Yrbeiter babe. Die Fäl]: bon Kontraktbruch skicn minimale im Vkrbaümr; znr Zgbb der Yrbsiier. Man möge fiib kik Lage des Arbeitkrs vcrgcgcuwartigen, wcnn ibm ein Theil dcs kärglicben, sauer verdienten LOÜUCÖ ab;,Lchn Mrke; solche HzndlUngswcixe ryerde sickzcr zu dem voxi_a[leii Ssitzn so iebr gewünschten Frieden zwi1ch2n21rb2itsrn_und Axmbgsbérn nicht bsitragcn In dsr Praxis jedenfalls mögen die Arbetlgebcr bedcnksn, daß sie nicht übli'! baiikxln könnten, als wenn sie das Lob:: ichbalten gcwobnbcixsmäßig deckUübkten, __ __ _ _

Abg. Singer: AW dcn Auösubrungen "des Abg. Dr. Hix'ck; wurde für den Ierstand Dcs ngöbnlicben Sterblixbsn foxzien, Dai; kk gcgm „S 1198. stimnikn wcrde. Seine (desRL_?*11UÖ)PÜL*1Üiébéilxl§ 119 nicbk Eine Art von ArbéitSUÖUB, darum stimme sie dagegen, und darum zisbe fie aucb ibreri Antrag nicht zurück §.1198„ onc ein neues AUÖUäkUWkTÖt für Arbeiter sibaffsn. Daf; FäUe bon Lobnkinbcbaliung citiiréien würdsn, sei eine FOWL Tec irkisinnigen Erfindxmg, die man Nm Abc]. Or. Gutfleisck) vcrbanke. Dic Sozialdetiwkraten hätten keine Neignng. ciner Bc1timmung zuzuitimmNi, welche die Unternehmer geradezti auifoxdere,_eiiien beséiiiMicn Bstxag dcs Lobiies cinznbsbaltcn, und darum "im 112 gchn § 11971; fie glaiibten, daß eine Vericblimmciyng für die Arbeiter durcb Ablebmmg des §.1193 nicbt Liktkktcß Werde, kenn die gegenwärtigen Zustände, wo sich Y:- bcitgcber fänden, die zur Bildung von Kautionen Lohn einbsbiclten, würdin aiif die Dauer nick): möglich feiii.

Abs, Joesi: Cr meinc, daß scine Partei ihren Antrag nicbt mir nicbt zurückziehen, sondérn daß die Mehrheit ibn annehmen er, denn fie foUte das im Jntcrcffe dcr Arbeitgeber thun, Was icine Partei im Interesse der Arbeiter für nötbig halte.

Nbg 111".Gutfleiich: Man werde es im Lande nicht begreifen könncn, daf; Dic Sozialdcmokratcn die Ablehnung eines Paragraphen beantragtcn, der Eine Erleiäßerung fiir die Arbsiter darstelle, aber er konstatire bier und vor dem Lande, daß die Sozialdemokraten wiir- liel) so verfübrcn, und er bitte, dicscm unbegreiflichen Verhalten der Sozialdrmokraten nicbt stattzugcben, sondern im Injkrrsie der Arbeiter den §. 119a anzunehmen.

J. 11% wxrd darauf_genebmigt.

, 120 begriindeb die obligatorisch? Verpflichtung der Arbéitgeber, ihrs ArbUter unter achtzehn Jahren die “Kort- bildungSschulen besuchen zu lasssn. „Am Sonnta dini der Unterricht nur stattfinden, wenn die Unterrichtsstun en so ge- legt werden, daß die Schüler nicht gehindert werden, den

Hauptgottesdisnst oder einen für sie eingerichteten besonderen

Gottesdienst ihrer Konfession zu besuchen.“ W231; ,.,

__ Abg._Freiherr von Stumm wil! hinter den Worten „_fur fie etygerichteten“ einfügen: „mit Genehmigung der kirch- lichen Behorden,“ Hamit nicht ir end ein nur pro forma ein- erichteter Gottesdienst den Be uch der Fortbildungsschulen

aktiTUch verhindere.

bg, Vr. Ruge beantragt, den mitgetheilten Passus über den Sonntagsunterricbt zu streichen und an desen Stelle zu setzen: „soweit eine Verpflichtung zum Besuch der FortbilduxxgßsÖule besteht, darf am Sonntage dcr Unterricht nur statifindcn, Wenn die Unterrichts- stunden so g-legt werden, daß die Schüler nicht gehindert find“ u. s. w. wie im Beschluß der zweiten Lesung. Durch diesen Antrag sei jedem einzelnen Schüler die Möglichkeit gegeben, seinen religiösen Gefühlen Genüge zu thun. Aber das; man die jungen Leute, tvelcbe die Abstcbt hätten, sich Weiter zu bilden, und dcn Gottesdienst, wenn auch nicbt Vormittags, sodoch Nachmittags bcsuchen'wo[1ten, zwingen wolle. iich nicht fortzubildcn, das gebe koch über die Macht und das Recht des Staats hinaus, Ueberal] da, wo der obligatorische Unter- richt eingeführt werde, werde der Unterricht so gelegt werden können, daß dic Schüler den Goitcsdienst besuchen könnten. Anders sei es in den größeren Städten, wo ein fakultativer Unterricht bestehe. Dort Werde es genügen, wenn die Schüler am Nachmittage odcr zu andcrcn Zeiten den Gottesdienst besuchten. In Berlin hätten die Schüler zwölf Wochen frei, fie könntkn also an den hohen Feiertagen zu jcder beliebigen Zeit den (Hottes- dienst befucbcn. Da der Fortbildungßunterricbt individuel] ertbeilt werde, so könnten sie aber auch auf Wunsck) bereits mn 9T Ubr _ _ Verbiete man den Fthbildungsschu1untckricht am Sonntag Vormittag ganz, so_ wcrde er ijbzrbaupt bestitigt, weil man ibn nicht in die Arbeits- zeit verlegen kbimc und auch der Abenkmikcrricht als schädlich ver- worfen werde. Außerdem könne man die Sonntaq-Vormittagsstunden 1chon de_sbalb nich_t_entbcbren,wci1 für den ZejcbeimnferriÖt das Tageslicht crfordcxlia) i_iJi. Jm Priiiziv sci cr gar nicbt für die Aus- debmxng dcs obligaiorUckycn Unterrichts bis zum achtzcbnten Jahre. Darm! nxcrbc dcm_1ungcn Manne dic Selbstbestimmung genommen. (Der Prasidcnt rast den Redner zur Sache.) Man mache sick) Von den ForibildUngHscbulcn, insbesondere von den Bcrlinxr Fortbil- dimgsichulcn vielfach ganz falsckoe Vorstellungen. So habe der Abg. Sxöckcr in der zivciten Lesung gesagt, die größte kaabr bestehe darin, daß man es mit einkm Wiffeii zu thun babe, das von ieder fittlich- J_n dcn Berlincr Fortbildungs- sLbulxn wsrde mit ungeheurem Ernst bon Seiten der Labtec und “Schitler gsarbcitct, cs wche bist eine bsiiige Sache bcrfockyfcn und besrlék'c'__k1. mid c§_sci beklagcnswerjb, daß bei Verschiedenen (Gelegen- heiten uber emen i_o achtenswertbcn Stand, wic dcn dcr LLbki'k, in so abibrexbenper Wciie gcnrtbailt Werde. Er bitte, diesem Instiiut die JNOJ_[1ch1211 zu geben, sich in scböner und edier Weise Mitcr zu cnjwickcln. Er könne sich nicht denken, da““; der Deutsche Reichstag

den Unterricht vcrlaffcn und den Gottesdisnst bésuckzen.

religiöscn Grundlage gclöst sei.

in_ dem Augcnblick, wo er ein Vlrbciti'rschygescß machs, Line Be- stimmung aufnebmc, dUrch Mlcbe es dem bcranWachscnden streb-

samen Jüngling res Vaterlandes unmöglich gemacht werde, sich wsitcr

geistig fortzubilden. (BéifaU links.)

Abg. Eberib: Sein? Paxtci babe Wsklbc Jntkreffc wie die andercn Parteien, das Wildnng-I- und das fittlick'rcligiö'se Bedürfnis;

in Harmonie zu _erbalten. Urn dcn Konfliki zwischen beiden zn ber- meidan, babe sie ihren Antrag QSÜLUT. Diss sei absolut ksine Partei- fragc. Es kämcn auch andere Städte als Bsrlin in Betracht.

_ Abg. Dr. Orkrrei: Dis Bökeatung und den WAW der Fort- bildungsicbulen Verkenne er nicbt. Dkk Uiitcrricbt aÜoin tbue es aber nich Wadern aucb diéErziebUng, und in ricsem Betracht sei der Ein- f1_uß der Kiribe auch aufdiesejungkxiLeuteniibrzaentbehren. Die Fort- bildunssjchlcn in München zeigtsn, daß man bei gutem WiÜcxi au_ch bbnexcn Unterricht gm Sonntag Vormittag anskommeti könne. Die Praktiickwn Bedürfniiie dcr Schule lisßen fiä) sebr wobl mit

dkk Isrvfiicbtung Vereinbaren, daß die JUZMÖ am Swimtag ken

GoUcßdicnst besuche.

Staats:Minister Freiherr von BErlspsck):

Msink Herren! Der Abtrag Or. Ruge bervegt fick) in der Richtung, die die Verbünkctkn ngikkUUZCkl in der Vorlage einge- vbmmcn babcn; wir würdcn bchalb ganz damit cinbcrstanch sein, Wenn sein Antrag zur Aniiabme gelangte. Wsnn wir aus eigcncr Initiaiibc nicbt versucht bach. den zweiten SW dc§§.1'.'0 in kcx Faffng zivsiter LMM wicder 511 bcscitigcn, so bcribi Das karan, daß sowobl die Formnlirnng dieses SALES wie QUÖ die des chien Saßcs dcs §.1'20 das Resultat cines Kom- prbmiffc's sind, an dem wir in [angkii Uiid eingsbcndm Erörterungen gkarbeitet haben Und der schließlich za Tem vorlisgciibcn Resultat ge- iübrt but. ,

Wenn der Inhalt diascr "Süß? derartig wäre, daß wir mit dem Hrn. Abg. Dr. RLM annebmen müßten, daß damit bis fakul- tatibcti Fortbildiingsscbtxlkn, 0Uch die Bsklitis, böUig barnicbtct Mrdcn, dann würden die bkrbündeten Regierungsn Tieschombrbmiß voraus- sichtlich nicbt zugkstimmt babsi]. Meine Hcrreii, dicse Folgkrung möchte ich aber dock) nicbi zicbcn. Wsnn c-Z, wie da:“- zUtrcffcnd von dem Hrn. Abg. Ortcrcr erkväbnt wurde, 011 ankcrcn DUCK gélungcn ist, eine RCZZWUJ zn findm, die sowobl dsn Besuch kes (Fbttesbiknstss wic aach eine befriedigende AUIbildung 1721: jiingcn Lech in der Fort- bildungsscbule ermöglicht, so wird das auch in Bkrlin »,;(lingon. Es ist in dem Gkseß eine Ucbsrgaiigksfrist biS 311111 1. Oktober 1894 gc- wäbrt; in dieser geräumigen Frist mas; es méiiics EraÖtcns den Berliner städtiscben Bcbörden gklingsn, einen immerhin bciriedi- genden Zustand für die Forlbildungsschulen zu gewinnen; sie werden zu erwägen haben, ob es nicht zu crmöglicbcn ist, daß an einzelnén Tagen der Woche einzelne Stunden des Unterrichts gegeben wcrdsn. Sie Werden zweitens zu erwägen haben, ob nicht vor Und nach dem Gottesdienst am Sonntag die Stunden, die Tageslicht erfordarii, gcgst mrbsn können, und endlich ist das Mittsl zu Ratbe zU ziebcn, ob nicht cin besonderer Gottesdienst für dic Schüler dkr Fortbildmigssobuw eirigerichtet Werden kann.

Also, meine Herren, der Wege siiid nicbt gxnz wmigc, und ich bin überzeugf, Wenn man mit gutem WiÜxn an den Versuch sebr, so wird sick) das Mittel finden, den Bestand und die Erfolge der Fort- bildungsscbulen zu erhalten. Ick) erkcnne an, daß das namentlich in Berlin nicht leicht ist, 'Das; das zu manchen Schwierigkeitén und im Anfang auch zu Unzufräglichkciten führen wird. Ick) Hege aber die bestimmte Hoffnung, das; auch die vorzüglichen Fortbildungsscbulen Berlins über die Schwierigkeiten dieser Bestimmung forth'mmen werden; sonst, wie gesagt, würden die verbündeten Regierungen dem Kompromiß voraussichtlich nicht zugestimmt haben.

Abg. Dr. Meyer-Bcrlin:_Wenn er als der Dritte seiner Partei das Wort in dieser Sache ergreife, io geschehe es, weil der Paragraph, m_n den es sich hier handele, der einzige sei, dessen Annahme es seiner artei bedenklich mache, fiir das ganz“ Gestß zu stimmen. Diese_ edenken sollten um so mehr Berücksicbbzung finden, als es sich bier um einen Gegenstand handele, der mit dem Hauptinhalt des Geseßes, dem Schuße dcs Arbeiters, in keiner unmittelbaren Be- rubrung siehe. Die Bedenken des Abg.1)r.Orterer seien dadurch binfäUig, daß die_freisinnige Partei nur von den fakultatiVen Vor- schulen spreche, fur die obligatorischen gebe sie die beschlossene Be- stimmung zu. Es werde also kein einziger Schüler, welcher Kon- fesfion er auch angehört, durch den Antrag gemungen, seine religiösen Verpflichtungen zu vernachlässigen. Die Freisinnigen hätten auch in keiner Weise die Absicht, dem Besuch des _GVMS'

ballen. scbulwesen die wichtigste DiSziplin sei.

gewinnen würde.

sei allein seiner Partei Absicht. (Beifall links.)

den Antrag Ruge zu stimmen.

Debatte genehmigt. Mittwoch 11 Uhr verkagt. „„:

Haus der Abgeordneten. “8:2, Sixzung vom Dienstag, 5. Mai.

])r. Miguel b€i.

Aux dEr TagsSordnung sieht di? Verathung dés aus dem Hérrenhause zuriickgekominenen E i :1 ko m m e 11 st SU 9 r g 1“ e J s.

Tab H2rrenbaus bat die Vesckylüffs dss Abgsorbneten: bausss m_ solgsnden Piznktén abgslsbnt; Zn J“. 17 ist der Stsuertaris/ dessen höchstéix Satz das Abgéordneténbaus auf 4 Proz._ bei 100000 „Fl: fektgsfsßt hatte?, wisder auf 3 Pro:, herabaeießt worden.

_ Nach dsn §§. 57 Und 58 701] bsi Vsrmsbrung bézw. Vsr: mmdsrung des Einkommsns dis höhere bézw, iiieders Stsner gezahlt wsrden vom Béginn dss nächstsn Vierteljabres (statt dss nächsien MonatsZ ab.

In §. 73 ist m- sn dém Worte „Geinsiiideti“ das Wort Gutszismeiiiden Liiigésteüt worden.

In §. 82 ist iiSbLn dér Usberweisung dsr Grumd: und Gebäudesteiiér auch bis Beseitigung dEr Grund: MW Gebäudé: steuor als StaateZstéuer in Aussicht gsnommen.

Zu §. 17 liegen zwsi Anträge vor: 1) VON den Abgg. 1)1*, Arsndt u. Gen., ÖM Bésthluß dss *)[bgsordnstsnbauses wisdsr berzusieUen und fiir die Einkommén von 100 00006 und msbr den StLUSrsay von 4 Proz. cinzufiibrén.

L)_ Von den Abgg. Knörcke u. GM., die mittlsrsn SsMEkstUfSU bis zu 10000 „46. im Stéusrsaße von :] an 21/2 Proz. zu ermäßigßn.

Jm dsr Generaldiskuision ergrsist zunächst das Wort

Finanz=Mi11iftsr ])r. Miquol:

Meine Herrcn! Ick glanbc, es wird ansn die Diskussion cc- leichtern, Mini ich die StkÜUng dcr Siaatércgierung zu dcn Be- scblüffkn W Nbgkordnetcxibauscs sckxon bcim Eingang der Debatte näber bezeickpne.

Das bbbe Haus stc'bt Heute vor cini'r mciner Mcimxng nach schweren und verantwortungsOoUen Entscheidung. In einer scchs- monatigcn Arbeit warcn wir kabin gelangt, dcn schweren Fclsblbik der Stencrreform fasi bis auf di? Spitz? dcs Börges bciaiifzuwälzen, und nun kommt anickyeincnd cin kleine's Steincbsn uns in Die Qiicke und drobt dkn Felsblock wieder bcrantkr zn wsrfsn, wo er möglicher Weise lange unaufgeboben liegen bleich wird.

Meine Hkkkén, wir babsn crrcich in dcr genwinsamkxé Bcratbung darch gcgenseitige Nacbgiebigkcit, daß bcid-x Häuser des Landtages im Wesentlichen fast nur mit der einzigen hier in Frag? stsbenben Differenz sowohl das Eiiikomrnonstén-Irgescß als da:"? Gewerbe- steucrgescß, und zwar mit ganz iiberwiegcnder Majorixät, tbeilwsise einstimmig angenommsn babkn. Wir bach aber nach meiner Meinung mit diesc" Veratbungcn NOÖ wait Uiebr erreicht. Wirfiiib aKscitig cinig ge- Msén Über den weiteren Fortgaiig der Slcmrreform Und dercn Grundlagen, über die Notbwendigkcit cincr Wisdebiiung der Reform auf das Kommunalsteixcrwescn, über Die Notbwcndigkcit cincr cndliÖcn AUT?- glcicbung der Unzxträglicbkeiten Und UngéreÖtigkciten, jvelcbr iii unscrcm beujigen direkten Stsucrsvstem in Bktrsff dcs Vsrbältniffss dcr Personalsfcuern zu den RealstsUcrti NWA]. Wir konnten dicHoffnung hegen, daß, Werm der erst? Sckpritt zUUi Abschluß kommt, nun «1115; um so weniger Schwierigkéttcn in der zweiten Pbase dsr Reform citi- treten würdsn, als es dann ja wcssntlick) UM Entlastungen swb bamdklt.

Meine Hcrksn, das Abgeordnetenbaus sich Vor der Frage, ob es das Risiko laufen wil], an einer €il13€[11811 Frage möglicbcrwcise die Sthsrreform zwar nicht ganz von der Tagssorbnung abzuicßen _ denn das kalte ick) kibérbaupt für unmöglich nach achn vorangegangenen Debatten -, sondern ins Ungcwiffe zu iicUsn, zu vertagen auf eine Zeit, Übcr die wir al]? nicbt kiswniren können. Es muß doÖ eine sehr bedeutend: Frage sein, an “die man so viel Hängt, wenn man überbaupt crnstlich die Reform wikl.

Um welche Frage handelt es sich denn? Handelt es fich um die prinzipisüe Frage der progressiven oder der prozentualen gleichen Bc- steuerung? Ist bier ein großes Prinzip, wie Hr. Abg.1)r. von Gneist uns darzulegen suchte, in Frage? Meinst Ueberzeusung und der Ueberzeugung der StaatSregierung nach nicht im AÜerentierntestcn. Denn eine wirkliche Progression fest ja natürlich gewiß voraus, daß sie erst recht dcn Betrag von 100000 .“ übersteigt, fie kennt keine Grenzen, keinen Halt an einem bestimmten Punkt. Von einer pro- gressiven Steuer kann also hier gar nicht die Rede sein. Ick) würde es verstehen, daß diese Fragen, Welche vor der Regelung der Kommunalbesteuerung jedenfalls nicht gelöst Werden, uns einmal wieder gestelLt werden, und ick) würde es dann Ver- stehen, das;, um eines solchen wichtigen Prinzips willen, ob prozentuale oder progressive Steuer, vielleicht die ganze Steuerreform gefährdet

dienstes e enüber sicb feindseliq oder auch nur gleichgültig zu ver-

YT stellten in die Freiheit des einzelnen Schülers, welcher Pflicht _er zunächst nachkommen wolle. Nun handele es sich aber in erster Linie um den Zkichenunterrickxt, der in dem ganzen Fortbildungs- _ Der Zeichenunterricht lasse sich nicht in die Abendstunden verlegen, auch nicht auf den Sonntag Nachmittag, rveil_ man dann dafür keinen Lehrer _ _ S_eine Partei suche dafür die einzige Stunde zu xetten, die dafur uberhaupt möglich sei. Für eine große Zahl S_cbuler fei das_Zeichnen_ das einzige Mittel, den Außdruck selbst- standigxr schöpfertscher Fahigkeit zu betbätigen. Das Zeichnen sei ei_n Mittel des Gedcznkenausdrucks in demselben Maße, wie es irgend eine S_pracbe sei, fur den grö_ßten Theil der technischen Berufe. Der Ruckixang de? Handwetks bange mit der geringen Aufmerksamkeit, die man dem Zetchenunt€rrtcht Wenke, zusammen. Ibn zn schüßen,

_ Abg. Freiherr Voq Stumm tritt diesen Argumenten entgegen. Fur den Zcichenunterr_1cht_ sei die Zeit von 8 bis ck10 und dann i_oon_ 11 bis F1 voÜstandig genügend. Das Beispiel Münchens zeige ubrigens, wie die Frage gelöst werden könne. Er wolle auch den Lebte: im Goltesdienste sehen; gerade die Unmöglichkeit des Besucbos des Gottesdienstes, welche für den Lehrer bei dem fakultativen Unterricht entstehen würde, sei für ihn ein Grund, gegen

§. 120 wird mit dem Antrag Stumm angenommen, der Antrag Ruge abgelehnt. §§. 1203. bis 1200 werden ohn?

Um 51/4 Uhr wird die Fortseßung der Berathung auf

_ _Dey Sitzung wohne_n_ dsr VizePräsidsnt des Staats: Minixteriums, Staats-Mnnftxr Dr. von Boettichsr, der Munster des Innern Herriurth und dsr Finanz,:Minister

Meine Herrren, handelt es fich auf der anderen Seite um eine große finanzielle Frage? Ebenso wenig. Ick babe fchon im Herren- bause dargelegt, es handelt sich hier um etwa “Y Miklionen, soweit man das zu übersckolagen im Stande ist; also um eine Sache von großer finanzieller Bedeutung namentlick) im Vsrbältniß zur Weiter- führung der Steuerreform, um Mittel zu gewinnen, ven Grund un?) Boden zu entlasten, handelt es sich in diesem FaÜe ebenso wenig.

Meine Herren, es handelt fich aber, glaube ich, ?ndliÖ :mck) nicht um die Frage, ob diejenigen SieuerVUichtige-i, bis hier mm 756000 „“ Einkommen ab allmählich ansteigen, bis sie schließlirh mit bökbiiens 49/0 beranßezogen Werden sollen, diese Steusrlast xi; trasxn iébiß wären; denn in dieser Beziehung, JlUUÖé 5:17, *.*-Lb): m€x Alle einig, daß man gewiß nicbt bsbaurten k-ZMN, 3»)? diese Ccnfiten unter dieser Last würden eeiräxét „“."-Men, Also irgend ein großes Prinzip, eine weittragende BENUTUKY "*I-„ 5.7. Weitere Fortführung der Reform likgt in der ftriitixzeii 577x732 „““;-“x- bauvt nicht.

Meine Herren, nun hat die Staatsregierung wcn ksk-berexx *.». dikser Frage eine ganz konsequente Stellung eingemommsn. “€*.? (*,)t den Antrag, der von der Kommission gesteUt WUkkk, in (ekt. ZZZLTM Stufen 40/0 zu nehmen, niemals prinzipiel] bkkämeTZ fis [MNG 75:51 gebütet, aus dieser kleinen Frage eine Kardinalsrage zu macbsn. Wix die Staafsregicrung - das Zeugniß, glaube ich, Werden Sie ihr „UN versagen können - in sehr vielen Punkten die größte Nachxziebixzkeir und das größte Entgkgenkommen bewiesen hat, um diese !"Öwisrixze Aufgabe nicbt an kleinen Fragen schkitern zu laffen, so bat sie zuck) in diescr Bczikhung dax; HineinWerfen der Fragen einer stärkeren Ve- steuermig in den höheren Stufen zwar nicht für ratbsam gehalten, sie bat absr nicbt di? Frage der Annehmbarkeit oder Unannebmbarkeit bes Geseßsö hieran gexknüpst.

Was waren die (Gründe, meine Herren, am“; Welchen die Staats- (Wikknklg fich diesem Geseye gegenüber so verhielt? Zunächst bat die Staatsri'gieruiig bei Aufstellung des GeseyeniwurfE steh naturgemäß das Ziel gcscht, Die bisher vorzug-Frveisc im Lande erhobenen Klagen Und Bksckywerden zu beseitigen mid ibnkn gerecht zu werden und namexitlicb auch den Jahre lang bi-idnrck) in Verschiedenen Formen ge- äiißcrien Wünschen des Landtagks sélbst zu entsprecbsn. Bis dahin war aber in den Beratbungen des Landtages, soviel ich wenigstens Weiß, dic bier borliegcnde Frage niemals aufgeworfen; man wollte cndlicb Link wirksame Und gekochte Einkommenstcner; man wollts zn dicscm Bcbufe die nötbißcn Mittcl gewähren, den Steiicrpflicbtigen in der Form ker Deklaration zur Mitwirkung bei dsr Eruirung Des wirklichen Cinkommenéi beraiiziebén, in der Organisation der Veranlagung eine solcbc Kbnsiruklibzi bkrstcllen, das; man auch selbst dann, wenn die Deklaration aUcin nicht als maßgchnd krachtct Werden konntk, doch dcm Staat die nötbigsn Mittel gicbt, um das Einkommcn gleich- mäßig zu finden Und zu veranlagen. Das ?lbgcordnrtcnbaus wollte ferner in dsr Gcwerbestcaer - mit dem Scheitern der Eiiikbmmciist.iierborlagc scheitert natürlich aucb die sick) auf dieselbe bsziebeiidc, in Wort und Inhalt von ihr unzkrtrennlicbe Rcform der Grnikrbeiicucr - [“En klcim'n Handwerker endlich entlasten Und die (HLWcrbestcULr xileickxmäßig nach Maßgabe der Gcößs und Bedeutung dcr Bekricbe mid ihrer Erträge vertbeilen.

Wiss das bat das Abgeordnctcnbaxxs W" der StaatSregierung stets burlangt, und dicser Aufgabe maßte die Staatöregierung ent- sPkLÖM. WI 111111 wäbrknd dék Beratbung der Kommijsion die von der S2aat§regiarung bbrgksckplagene Degrsssion in den unteren Stufen verstärkt WUrkO, da ist erst die Ansicht aufgetaucht, daß man di'n Verliist, den man im den untcren Stufen durch eine verstärkte De- grcsfibn sicb zugizogcii, wieder &uögleiÖen müsst, und zwar durch eine stärkcrk Hrranzichng der Höheren Einkommen. Das War also eine

rein siiianzieUe Frage; eincn inneren Zusmnmenbang bat die Frage dsr „eraiizisbunß dsr böberen Einkommen mit 40/0zu dcr BLUWffUUJ der Degrcssionsskala nach meiner Ueberzeugung nicbt.

Wodurch untersckyeidet sicb denn eine Dagresswn von einer Pro-

gressibb matcrieü? Z).)ikatcriekl ist die Dsgresfion die Boräckficbtigung dcs (I)i'iickytspnnktcß, daß bei mäßigen, kleineren Und mittleren Ein- kOMMM die Stcusr als selch: noch auf die Lebenshaltung der betref- fendcn Stcucrpfliäotigen unmittclba: einwirkt und dieselbe weséntlick) bceinflußt, da[“; es daher berecbtigt, ist, hier einen geringen Prozentsaß zu iräküen. Nun, meins Herren, diejenigen, die Von dieser Wobltbat in kikfcm (Höseße betroffsn wsrden, mkrkcn nicbt geschädigt und be- bortbcilt Dadurch, das; andére StSUecvflichtiiic in Höheren, Stufen msbr Oder weniger :ablen. Mien; man hat Eben den Verlust, den man durch die stärkere Vom Abgebrdnktcnbausc bcscbloffene Degrksfion der Staatskasse zufügte, wicdck sinbolen onsn durch eine stärkere Besteuerung des höheren Einkc mmcriö.

Diese Frage ist eine rein finanzielle ge-

ZH) habe schon aUSJefübrt, um welchen verbältnißmäßig garingen

Betrag, es fich Hier handelt. Da hat nun die StaatSregierUng bon boriiberein abgkratben, disscn Weg zu beschreiten, und zwar aus mebrcrsii Griinden, aber nur ans Gründen der Oppormnikät.

Zuerst ist bis Staatsregierung davon durchdrungen, und ich

persönlich bor Aüem, daß eine wirklich gcrsckße Steuerskala gegön- wärtig übxrbaupt nicbt aufzusteÜen ist, Weil wir gegenwärtig noch nicht in der Lagc sind, der Scheidung zwisckycn ftmdirtcm nnd nicbt fundirtcm Einkommen näber zu trkten. Wir Haben also nicht nötbig, Fragen aufzuwerfen in Bctreff der Skala, dia noch zu großen Meinungßv:rscbiedcnbeiten fübren, wir das mm der Bcichluß Des Herren- Hauses gezeigt bat, weil wir die definitiv? Gestaltung des Tarifs gegenwärtig überbanpt noch nicbt vornehmen können, und daher mehr oder weniger der ganze Tarif vorerst ein Provisoriam ist, welches aber notbrmndig ist, um überhaupt zu einer Veranlagung zu gelangen, die ihrerseits nicbt entbehrt werden kann, Weil wir nur durch die Veranlagung der Citikommkiisteuer selbst erst das Material erhalten, um diese Scbei- dung zwis-Éen fundirtem und unfnndirtem Einkommen vorzunehmen.

Wenn die Sackoe so liegt, so verliert (dadarch nach meiner Mei-

nung die ganze Streitfrage nach allen Richtungen hin ihre grund- legende Bedeutung.

Weiter aber bat die Staatßregierung auch geglaubt, daß es nicht

ratbfam wäre, bei der ersten Einführung der Deklaration, die auf so viele Widerstände, auf so viel offenen und WiderwiÜen stößt (sebr richtig!), den Bogen zu überspannen, um so weniger, als wir gleichzeitig eine das gewerblickye Einkommen sehr stark belastende GeWerbesteuer durchgeführt und daneben zum ersten Male auch die Enverbßgesellschaften, die Aktiengesellscbaften heran- gezogen Haben. Wir haben geglaubt, daß es ratbsamer wäre und dié

geheimen

werden könnte; in einem solchen Prinzip liegt wirklich eine große Frage. _ - “'

Widerstände gegen die Steuerreform mebr vermindern würde, wenn