3) das unterm 27. Januar 1891 Allerböcbsi vollzogene Sxatui für die EntwäfferungßgenoffenfÖaft 11 zu Wawern im Kreise Prum durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Trier Nr. 13 S. 95, ausgegeben den 27. März 1891;
4) das unterm 27. Januar 1891 AÜerböcbft voUzogenx Staxut für die Entwäfferungégenoffenscbaft_11 zu Oberlauck) im Kreise Pram durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Trier Nr. 14 S. 107, ausaeqeben den 3. April 1891;
5) der AUerböcbite Erlaß vrm 23. Februar'1891, beizeffend die Genehmigung eines Nacbtrags zu de_n reglcmentariicben Bestimmungen des Kur- und Neumärkiscben Ritter1chaftlichcn Kredit-Jnstttuts, durch die Amtsbläjter '
der Königlicben Reßierung zu Potsdam und der Stadt Berlin
Nr. 13 S. 115, ausgegeben den_ 27. V.)?ärz 1891, der Königlichen Regierung zu Frankfurt a. O. Nr. 13 S. 85, ausgegeben den 2, April 1891,
der Königlichen Regierung zu Martenwerder Nr. 12 S. 69, aus-
gegeben den 26. März 1891, , „
der Königlichen Regierung zu Stettin Nr. 12 S. 45, ausgegeben
den 20. März 1891,
der Königlichen chierung zu Köslin Nr. 12 S. 69, ausgegeben
den 19. März 1891, _
der Königlichen Reaiernng zu Magdcburg Nr. 13 S. 81, aus-
aegcbcn den 28. März 1891, . „
der Königlichen Resieruxsg zu Liegmß Nr. 12 S. 43, awsgegeben
den 21. März 1891; ,
6) das unjerm 23. Februar 1891 Aixc'rbbcbst voUzogene Statui für den Gobfclder Tcicbvcrbmid im Kreixc Herfoxb durch das Amts- blatt der Königlicben chicrung zu Minden Vir. 18 S. 129, aus- gegebcn den 2, Mai 1_891;_ ]" _
7) der AÜcrböcbne (d“rlab wm 4.5.171arz1891, bctrcncnd dc'n Zmßfuß des ::ocb nick71 beacbcncn :Tbeils ch vgn kcr Sxakt Chak- iottenbura auf Gruxid dcs AÜarböcan Primicgmmß WM 4. No- vember 1889 aufzunebmcndkp Anisibc von 12000000 .“, dure!) das Amtsblatt der Königlickycn chicrmsg ZU Potkdam Nr. 13 S. 115, ausgegkben den 27. März 1891: _ ff
8) das Allerböcbftc Privilegium Dom 9; Marz 1891 xxgen Ausfertigung auf den anabcr iaatcnder Anistbcjcbcmc der Stadt Königsberg i. Pr. im Bctragc von L*; 000 000.44 dura“ FZZ Amksblatt der Königlichen Regierung 32 Königkbcrg Nr. 15 “». 111, aus- gegeben den 9. April 1891; _
9) der Allerbö-cbité Erlaß, OM“. 23. _Marz 1891, bctreffcn_d _ken Zinsfuß der von dcr Stadt (Hchn au,“ Grind kcß'AÜrrbocbmn Privilegiums vom 31. Au»?! 1890 auszugcbrndcy Anlétbs, kurxcb daß Amisblatt der 575111911113er Regixxungx zu Fraukxurt a. O. M:, 1- S. 105, ausgkgeben km 29. April 1591.
Die Nummer 10 der Geisß-Sammlung, welche von heut? ab zur AUMabe gsiangt, enthäl.t_u7119x _
Nr. 9447 das E:ssß, bsrrsffexid OM Gsltungsberelck) der Jagdscheine. Vom 20. Abkil 1891; unter _
Nr. 9448 das (8617913 zar Er_géimzunz 5er GMFZ, be- treffend die evangelische Kircbsstrxammig ty OM acht alteren Provinzsn der Monarchie, yym 3314111 18-0 (GessH-Samml. S. 125). Vom 19. Mai 1891: und u_ntcr „_ _
Nr. 9449 die Vsrfügung bes Juitiz:Miti_111_erS, betreffend die Anlegung des GrundbUckJ-Z für eincn Theil der Bezirke der Amtsgerichte Erkelénz, Gemünd, Euskirchsn, Blankenhelm, Düren, Rheinbach, Montjoie, Kleve, Andexnach, Koblenz, Münstermaifeld, Boppard Kirchberg, Meisenheim, Strombxrg, Sankt Goar, Bensberg, kagbeim, Grevenbrmch, Koin, Ratingen, Mstimann, C1békie1d, Grumbach, 'Saarloms, Tholey, Saarbrücksn, Bitburg, Neucrburg, Wiixweiler, Prüm, Wittlich, Trier und Herka-sii. Vom 8. Mai 1891.
Berlin, den 28. Mai 1891.
Königliches GeseHS-ammiumgT-Anxt. Diddstx.
Yichtamtlichez.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 28. Mai.
Fiir die in diesem Jahre stattfindende tczkiiscbe UebungSreise von Generalen uni) Stqbßpfftzieren derKavalierie un_d reitendenArtillerie smd foigsnde Bestimmungen getroffen worden:
1) Die Divisions- und Brigakefübrer, Regimentß-Conjmandkure, Generalstabs-Offiziere und Commandeure der reite'nden Abtheilunaen der nach der Allerhöchsten Kabinets-Ordre vom 19. Februar 1891 unter Leitung des Jnspccteurs der 2. Kavallerie-Jnspxktion, (General- Lieutenants von Rosenberg, gegeneinandkr übenden Kaballcrie- Divisionen bereinigen sich im Monat Juli zu einer UebungSreise unter dem genannten Jnstheur.
2) Die Dauer der UebungSreise wird awf sechs Tage, ausschließ- lich der Hin- und Rückreise von und zur Garnison, festgeseßt.
3) Bis ZUM 20. Juni 1891 sind dem Kriegs-Ministerium Zcit und Ort des Beginns und Schlusses, sowie der Anlage der Uebungs- reise anzumelden,
4) Zur Bestreitung von Flurschäden wird der Betrag von 100 .“ zur Verfügung gestelit.
5) Im Uebrigen finden die für die gleichen Reiscn im Jahre 1890 gegebenen Bestimmungen vom 16. Juni 1890 Anwendung.
("iir die Dauer der Erkrankung des Dr. (H. Lindes zu St. Ketersburg ist nacb einer Bekanntmachung des Reichs- kanzlers an SteÜe desselben dem Dr. Adolf Wagner da- selbst. ayf Grund des §. 42 Ziffer 2 der Wehrordnung die Ermächtigung ertheilt worden, die im §. 42 unter „ iffer ] a unix b bezeichnßten Zeugnisse iiber dre Untauglich eit oder bedingte Tauglichkeit derjenigen militärpflichtigen Deutschen auSzustellen, welche ihren dauernden Aufenthalt im innern Rußland haben.
Der Königliche Gesandte am Großherzoglich badischen
Hose„ Wirkliche Geheime Rath von Ei endecher, it von dem ihm Allerhöchst bewilligten kurzen Urlaub nach KarslSruhe
zyrückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder ubernommen.
Der Königlich bayerische Gesandte am iei en Aller-
121112"„H.O“Béi?f Wyckinieanv-Köfe118 „. r n JULU ge e r un at d' ..
Gesandtschat wieder übernommen. h W Ge ckafte der
Württemberg.
Stuttgart, 27. Mai. Seine Majestiit der König leidet, wie der „St.:A. f. W.“ meldet, seit einiger Zeit mtxder an Unterleibssiörungen, moge en eine Trinkkgr nut Wildunger Wasser ärztlichem Raths zu olge gebraucht with. In dxr xeßtxn Nacht hat fich etwas Fieber gezeigt m_1d Seine Maxsstat ist dadurch heute veranlaßt, zu Vctt zu ble1ben.
Baden.
KarLSruhe, 27. Mai. Seine Kiimalicbe Hpben der Großherzog wohnte vorgestern dem,m'_Emmet_15mgen ab- gehaltensn Verbandstage des Mtittarver'ems-Gau- verbandes „Brengau“ bei und richtete bet dteser Ge- legenheit im Anschluss an das vom Vorstands des, Gauverbgnds aUSgcbrachte und von den versammelten Vereinen bxgetstért aufgenommene Hoch auf den Landesfürsten an 516 Ver- sammlung Worte des Dankes und „dsr Mahnung. Dre _Rede Seiner Königlichen Hoheit lautet m dxr von Her „Badischen Landeszeitung“ dargebotenen Fassumg, ÉLÖW' unt ermgennAb- änderungen, durch welche nach dem «cugmß des Gewahrs- manns der „KarTSr. Ztg.“ die Woxts dss erlaucbten Redners bestimmter zum Ausdruck kommen, foigendermaßsn:
.Es ist mir die nicbt leicbte Aufgabe gewordsn, 11011) dm WNFY des Herrn Vorredners, nach seiner Sckxildexung (xilés rcffc-n, was Ste erfüllt, was Sie bewegt, was Sie gelobkn, txocb Mkbr zu Ihnen zu sprechen. Ick.) spreche Ihnen" meincn Dank (1118 dafür. daß Sie es vcrlangten, mich in Ihrer Mitte zu wissen, und g(rne bin_ ich Jbrcm Russ gchlgt, Weil ich Weiß, Unter jvcicb trcm'n Oerzcn 1ch'::1ich be- finde. Ick bin um so lieber gefolgt, weil ich Weiß, raß Vtcle unter Euch das miterlebt und mitgewirkt bach an allem Dem, was Großes gclcisict Wurde. .
Meinen Verbindlicbsten Dank Verbinde ick) m_it cincr ircugcmrmtcn Mahnung, und diese Mabnung richte ich zunäcbtt anxic untcr Euch, die cixicn Kricg mitgemacht babcn, nicht nur an Die, die mit dem Eisernen Kchz gcscbmückt find, sondern aua“) 0:1 Jene, die mit der Mokaich a::s kcm Kriege zurückkehrtcn; Sie MÜUM crzichnd wirken, Sie müssen vorbildlich wirken, Sie müßen _kazu bcin'agen, daß die jüngere Generaiiwn empfinden icrnx, was 68 beißt, dcm Vaicriande treu zu kikükl'. Sucbcn Sic dic Empfindungen, ki: Sie" in den scbmrsicn ISIS]! gesammelt babsn, auf die junge Gcncration 311 Übcrttgacn. «:e soÜm scbildcrn, Sie soÜcn icbrcn, raf; aucb die junge Orneraiion, rie crft aus dem Di::iste Trat, durckyxrungsnwexbc Don solchem Geiite!
Was bsifxt DMU diknen?
Sick) scibsich untcrcrdncn Und cinfügen in dj_cÉliekcruxc-Z, welcbe gcsÖaffcn ist zum Scbus und Fromm?" Dcr bbcbyxen J::tcrcxzcn. _
Jeb ricbxc meine Mabnung aber aucb an ali: Diejemch, die erst nacb dem Kriege in [“on Dicmst dcs errcs Zeichen sind, und freu: mick), daß so Viklk in die Kricgcrvsrcixic eintreten, welcbe durch diésé “Schl: gkgangen smd. J:“b rich1e dic Mabnung an diesalbcn, fcitzubaltcn am drm, was Sie in dk: Armce gclcrnt baben, an dem Cid der Treue. dsr zu Sieg cbcnso sehr als zu Erfolg im Innern führt; sicb zu bütcn vor allen _ken Vér- suchungen, die im öffentlicfxcn Leben sicb ixx aUcrl-ci (Gestalt, auch in der Gsstait vermeintliéyen guten Ra1bes, 10 lcicht an Has Hcrz berxndrängen, um es zu verfübxen. Da beißt c:! auerkjam icin auf der Wacht gegkn solche Verjucbungen! Wynn das nicht der Fall ist, meine Freunde, so gkht es übel, wie Manche untkr Euch, die noch aus früherer Zeit stammkn, sick) der Eciebniffe erinnern, Welche z_ur Auflösung der Ordnung geführt Haben. Wenig: smd noch aus dieter Zeit voxbanden, aber diese Wenigen können es bezeugen, wwbin der Eidbruch fübkt. Ich will nicht näher auf diese Ereignisse eingehen, ich will Ihnen nur einige Eindrücke aus denselben wiedergeben.
Man sollte glauben, daß die Regierungszeit des boehseligen Groß- berzogs Leopold, der mit Recht der Gütige genannt wurde, eine solche war, in der nicbt viel zu wünscbkn übrig blieb an Freiheiten, an freibeitlicben Einrichtungen. Wenn man jéner Régierung cinen Vor- rvurf macben kann, so ist ks, daß fir viellsicht nicbt kräftig genug war. (Es war zu viel Liébe da, und die ist mißbraucht worden, Und dicikr Mißbrancky bat kazu geführt, daß Viélk, und ick) mit ibnxn, zu dcn Waffer- greifcn mußten, Um unser Wert zu sébüßkn vor mcutcriickocn Rottcn. Dieicr Treubruck) wurde dann viel sckxweker beitrait, als die Betrcffcndcn ficb einbiidcn konnten, Daß er bestraft rrcrke.
Ti;icr TcherÖ bat ZU gar vicim “Ibis.“- Folgkn gsiübrt, ake'r a::b Zur Erkcnutniß. daß (Ö cbm? Orönurg "ici" *:;ka nnd diese ist bcrgcstciix krklkéki. Nuri, MM:: Freunkc. rkr irlciyc'n Eckabrcn ist man xis ki-(bxk, Vkriübrer ba: cs ZU icrcr in! ßczcbcn UMD giebt (Ö [*Die mä). 3112er wird 5:78:10: M rc: YuTkkIJZT, dann sag-t tmn: „EZ 9st 7.231 :.".cbr “"O, (? UWH axkcrs 271110311“, UKV DQS find Utyrikn, 2:1? bsi?! Dcrrücklc Dixch Vr: Z1k1i'11 Tingcn muß um:: sicb bütsn! Also mabne ?ck St.:, 113ck1771_Si5 rar.".„aÖ, d:.ß kixik Orduunz nicbt geiiért irchc. Ick xcrtrZUe am Sie 223.17, kaß Sic :xié; vcr- s:cbcn UND aucb mcimr Meinurix, beixretkn Werk?:i
Wir batten ro: iiicht [angst int cinen skbwcrcn Vcriust 3:1 be- kiagkn, den ?ck gxrriö 1:01 Jbuen bs-OrkÖc: Wir_bab:n unscrn Feld- marfcioaü MolTks rcriorcn. Six Wi,: wiffcn xcine Verdienste zu scbäZen; Viki: untcr anen haben ibn__1;och chsebcn, und Nile keunen nicbt :*„Ur seinen Namen, fonxern winen auch seine Bedeutung zu scbäyen. Er war dsr selbstlostste und treuefn Diener seines Kaisers, dcr binaebcnkste Fübrcr 1201-28 Vaxeklandes; seine Größe liegt in seinem Charakter. er war der größte, edclrte und zugleich der be- scheidknstc Charakter. den man finden konnte.
Er bat die große Tugend kaäbkt, Selbstlosigkeit und Uneigen- nüßigkeit zu übcn. Folgen wir ihm nach in diesen (Eigenschaften, denn die Selbstlosigkeit ist die Grundlage der Unterordnung; es giebt keine Freiheit im Leben ohne Unterordnung und obne dic Selbstlosiakeit. Auf dieser Grundlage onM Sie stets eingedenk sein der TklUL, die wir dem Vatkrlande gescbtrocen, die wir ihm schuldig sind, nicbt nur unserem engeren. sondern unserem arofxen wciien Vaterlande. Bewabrkn Sie sich Ihre Liebe und Treue zu diesem Vaterlande, denn Vicle sunter Ihnen, auch von Denen, die man Landsturm nennt, find vielleicht noch berufen, die Waffen zu? Ergreifen. So (Gott will, wird uns das erspart bleiben; Wenn es aber nicht anders sein kann, dann müssen wir unsere ganze Kraft einseizen, mit der ganzen Hinqcbung uns dem Vaieriande weihen. So scheide ich denn von Ihnen, meine Freunde, mit der Zuversicht, das; wir uns Verstehen, daß die Worte, die ich heute an Sie richtete, verstanden und gewüxdigt werden. Ick habe das Ge- fühl, einig mit Ihnen zu sein und insbesondere in dem Ruf: Es lebe unsere geliebte badische Heimath, sic lebe bock)! boch! boch!"
Anhalt.
Dessau, 27. Mai. Seine Köni liche Hoheit der Groß- herzog von Luxemburg ist nac'c? einer Mittheilung der „Magd. Ztg.“ heute nach Frankfurt a. M. abgereist.
Oesterreich-Ungarn.
Gestern Nachmittag fand bei Seiner Majestät dem Kaiser und König in Schönbrunn zu Ehren ber deutschen und schweizerischen Delegirten fiir die Handels- vertragsverhandlungen ein Diner statt„ zu welchem auch der Minister des Aeußern Graf Kälnoky, der deutsche Botschafter Prinz Neuß, der schweizeris e Gesandte Aepli und der SektwnS-Chef Glanz von Aicha, owie die Delegirten Oesterreich-Ungarns geladen waren. ; Der „Presse“ zufolge haben die schweizeris chen Delegaten fiir die andels- vertragsverhandlungen in der Konferenz am Dien tag die
Forderungen ihrer Regierung schriftlich formulirt überreicht und dafür die öfterreichifch-ungarischen mid deutschen Forderungen entgegengenommen. Die nächste gemeinsame Konferenz findet am Sonnabend, den 30. d. M. statt.
In der geürigen Sißung des, Budgetausschusses erhob dcm „W. T. B.“ zufolge der )ungczechische Abgeordnete Herold gegen die Regiyrung den Vorwurf, daß seit zwölf Jahren in den großen politischen und sozialen Fragen, namentlich aber in den Fragen der Verfassungßreform und Betreffs der von dem böhmischen Volke angesirebxen Auto- nomie ein Stillstand eingetreten sei. Aus dcr ablehnenden Haltung der Regierung gegenüber einer Verfassungs- änderung und der damit verbundsnen Krönung des Kaisers zum Könige von Böhmen, wie aus dem Umstande, ,daß mit diefsr ablobnenden Haltung der Regierung der böhmxsche Aus- gleich in Verbindung gebracht wurde, sei zu ersehen, daß die Regierung die bercchtigten Wünsche des böhmischen Volkes nicht erfiiUen wolle. Der Minister-Präfident Graf Taaffe betonte dem gégeniiber unter Hervorhebung der durch die all- seitig: Anerksnnung ,der Vsrfaffung erzielten Fortschritte, daß der Ausbau und die Erweiterung der politischen Grund- rechte in Oestsrréick) wegen der ausschließlichen Be- urtbsiluna solcher Fragen aus nationalem Gefichtöpunkte be- sondere SchwierigksiWn bieten. Fiir eine Erweiterung der Zlutox-xomis bilde die Erzielung des nationalen Friedens die noxbwendige Vorbedingung. Die Regiérung hätte darum einen AUSglcick) zwischen den Nationalitäten in Böhmen ver: sucht; leidsr seien dabei Verhältniss eingetreten, die eine voll; ständige Verwirklichung der Absichtsn der Regierung noch nicht ermöglichton. Die ngicrung balte an den Wiener Punktatioxicn fest und strebe die vollständige Durch- führung derselben an; die Regierung halte ferner an dEr deut- schenAmt-Zsprackxs als der nothwendigen Vorausfsßung einer einbsitlichsn Administration fest; sie werd: dagegsn den Bedürf- nissen dsr Bevölkerung byziiglici) der. Muttersprache im Parteien- vsrkébr in jeder Beziehung ontßcgenkommen. Dis Jungezcchen Herold und Kaizl erklärt:" die Ausführungen des Minister: Präsidentsn fiir unbkfricdigcnd und ernkuerten ihr Verlangen, 010 berechtigtsn Wünsche des böhmiscbsn Volkes anerkannt zu sLhSU. Tsr Abgeordnéts Koziowski) brachte darauf eine Resolution cin, welcbe fordsrt, daß das Ministerium dss Aus- wärtigsn auch in ZukunftssineBemübungen fortseße, die Wieder: aufhebung dsr in der englischsn Bill von 1886 mg) in dem Erlaß des französischen Ackerbau:Minisisriums Betreffs der Einfuhr von Vieh Enthaltenén Bkstimmungcn zu erreichen, ebexiso mög? das Ministsrium dahin wirksn, daß dic“, den Verträgen zuwiderlaufenden Bsschränkm1g9n der Viebkinfuhr Seitens der Schweiz aufhören,. umd Mdiick) dafiir Sorg: tragen, daß die österrsiciziscb-ungariscb:n Botschafter und Konsulate in West- Europa gLnaus, zur Wsitervsrbrkitung bestimmte Informatwiwn iiber 11211 Zusiand dm“ VStsrinärpolizki in Oestsrreich erhaltsn. Die Resolution wurde angenonimsn.
Großbritannien und Irland.
Die Königliche Kommission zur Untersuchung der Arbeiterfrage hiLit am 26. 13. ihre zweit: Vorversamm- lung ab. Mit NuSnahme des an der Influenza erkrankten Lord Dkrby und des Abaeordnsten Mundeüa waren al1e Mitglieder 9richienen. Die Kommission biiligte den Voxschlag, sich in drei Unterausschüsse zu trennen, von denxn dEr erste_ die Eisen: und Kohleninduftrie, der zweite die Verkc-bcmmtttei und die Landwirthschaft und der dritte die Textilindixsirie zum Gegenstande seiner Nach- forschungen machen xolle. Jsffe Collings wünschte einen eigensn Ausschuß für 010 Landwirthschaft eingessßt zu sehen. Dj_Jmeidten Mitglieder aber warm der Ansicht, daß die Kom- mxmwn hierzu nicht zahlreich genug wäre.
Das TU_nkSl, weiches den Zusammenstoß zwischen den port_u_g181i1ch2nTruypenund dkaolizei-Corps der britiicben Süd=21frika=©esellschaft umgiebt, hat fich immsr nocb nicht 5211011191.“ Weder auf dem Kolonialamt noeh in dxn Bureczus der Süd-„Zlsrika-Geseilscbast in London find bis jLHT auNührliche Nachr1chten eingetroffen. Zn wohlunter- ricbtsn Kroisen glaubt mqn, daß zwei Zusammenstöße statt- gexunken haben. DW „Timxs“ jchrsibt:
ES scheint, als ob eine Streitmacht von 200-250 Europäern (Portuaicien), versiärkr kuxck) 500 vorausstcbtlicb von .Gouveia' ge- stciitc Eingebokkne, bi?1 Maxsi Keffc voraedrunacn waren, n'clcbcs auf Wunicb Lord Salisbury? von dcn vikr Beamten der Silkasrikaniscksen Gsseiiscizaft, w:]Öe dic porfugicfifckxcn Depots bewacht battcn, geräumt WOZDTU war. Wabrsäyeinlicl) amgcn dic Porjugicscn dann Weiter his zu dem nur einige Meilen entscknten und gerade jensetts der in dym Vertma vom 270. Anmtst v. .*.3. bestimmten (Grcnzlinie gcic'acncn Mutassa. Da Lexik) Salisbury keinen Be- fcbl zur Rämmmg dcßicibcu crtbcili hatte, so befand fich in kcmscibi-n nucb cine vi-liciM ans sechzig kräftigen, 711051“ diöziplinirtcn und bewaffnet"! Männcrn bestcbcnbe Poltzei-Abtbeilung dcr Süd-Asrika-Gescllickzaft, welcher ein Maschmenaeschüß zur Ver- fügung stand. Die Portugiesen, zum größten Theil jene beißblüligcn Studenten, Welche vor cinigcn Monaten Lissabon verlassen hatten. um die der (Elite ibrcö Vaterlandes zugefüxten Beleidigungen zu rächen, batten dagcgcn vier detattige Geschüße. släßtfich1cichtdenkem daß die ihren Gmnern numerisch weit überlegenen Portugieskn nicht lange zaudericn, dieselben zur Uebergabe aufzufordern. Ein Zusammerstoß, in welchem die §)."oriugiesen ge1ch1a§en wurden, war die unvexmeidiickoe Folge. Daß es den Portugiesen gclungen sein sollte, bis in die nächste Näbe von Fort 'Sali:bury, Welches mindestens 100 Meilen von Massi-Kcffe entfernt ist, zu kommcen, ifi im böchsten Grade un- Wabxscbeinlich. Sollte s1ch der (Gang der Ereignisse, wie hier ange- deutet, zugetragen haben, so dürfte, wie man auf den Bureaus der Süd- afrika-Eeselisxbaft glaubt, Lord Salißbuxy dieser und der pottugiesistben Regieruxtg die Regelung der Angeleßenbeit überlassen, soraß die derzeit zwischen England und Portugal schwebenden Verhandlungen nicbt dgdurckv beeinflufit würden. Was den angeblichen Zusammen- stoß m1t.Maxor*,Jobnstoa auf dem Punawe-Fluß anbetrifft, so glaubt man, vgs; die Yoriugiesen nach ihrer Niederlage sich längs des Pungwx zur Kaste zmuckgezogen und auf dem Wege mit Johnston und seinen P-omercn zusammentrafen und aneinander gerietch.
Baron Htrsch hat in einer Unterredung dem Pariser Vertrxter ch „Reuter'schcn Bureaus“ seine Ansicht über die russische Judenfrage, kundgegeben. Er Hält die heutige Austxetbung' der Juden keineswegs für ein un edingtes Uebel, da" dieselbe libkk kurz oher lang doch unvermeidlich eingetreten ware. , _Er giebt daher jedwebe Hoffnung auf einen Widerruf *deß Edtxts Lettens der russischer) Regierung vollständig auf- möchte 120011) von dem quen zwe: nebensächliche Zugeständnisse erlqngen; erstens„ daß dte'Austreibun in humaner, civilisirter WELsS' slch vollzrehe, zweitens, daß “sie auf eine Periode von zwanzig ahren V?Lthellt werde, innerhalb welcher aU'ährlitb sine gexptss Anzahl Jubßn Rußland verlaffen, der Reit aber bts_dah1n unbehelligt bleiben würde. Mittlerweile ließen sah paszende Ansiedlungßpläße ausfindig machin.
Der Vize-König von Indien hat, laut Meldung aus Kalkuita, den: Major Maxwell, politischen Agenten in Manipur, telegraphisch zu der Gefangennahme des Sena- putty beglückwünscht. Das über die Leiter des Aufstandes verhängte TodeSurtheil wird nicht yollzogen werden, bevor die vom General Collek erhobene Beweisaufnahme an die Re ie- rung gelangt ist. - Inzwischen ist in Keon hur, einem er Oriffa-Vasallensfaaten, eitx neuer Au stand ausge- brochen. Wie es in emem Neuter'schen Telegramm vom 23. d. heißt, wurde dxr Schuß des Maharajal) geplündert, die Gefqngenen freigelassen ,und die Verkehrs- itraßen blockirt. Dux Aufständischen smd die Vhooyalls, welche sich im Jahre 1868 um leßten Mal gegen die Engländer erhoben atten. Von Ka kutta ist ein 250 Mann starkes Polizei; orps genen fie abgesandt worden und außerdem hat die Singhboom-Abtheilun des 17. bengalischen Infanterie- regiments in Kalkutta Be ehl erhalten, marschiertig zu sein, mm sobald wie möglich gegen Keonghur vorzuriicken.
Frankreich.
Paris, 28. Mai. Die Deputirtenkammer nahm, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern den Gesc-ßentwurf an, be- treffend die Sicherung des Vorrathes von Mehl auf 2 Monate für die in befestigten Pläßen wohnende Bevölkerung im Falle eines Krieges. Einen Theil der Kosten hierfür hat die Munizipalität dsr betreffenden Pläße zu tragen. Die Nachtragskredite, insbe- sondere diejenigen fiir Dahomey wurden gleichfalls angenommen. In der Budgetkommisfion hatte sich eine gewisse Opposition gegen leßtere gezeigt, indem man sich darüber beklagte, daß verschiedene AUSgaben gemacht worden seien, ohne die Kammer zu befragen.
Die parlamentarische Armeekommission stimmte dem Gsseßentwurf, Betreffs Bildung eines neuen subdivisio- nären Jnfanterie=Regiments, zu, mit dém Amendement, das; das Offizierscadre aus den disponiblen Offizieren der Marine-Jnfanterie gebildet werde.
Feuvrier, der Schwiegervater von Triponä, ist gistern als in die! Affaire Turpin verwickelt, in Le Creusot ver- haftet worden. Die Nachricht, Triponé sei bereits wieder in Freiheit gesetzt, beruht auf Jrrthum.
Ein Telegramm des Gouverneurs vom Senegal bestätigt, daß der Administrator Foricbon bei einem Tumult, als er den Handel mit Sklaven hindern wollte, ge- .tödtet wurde. (Siehe Nr. 122 des „R. u. St.-A.“ vom 27. d. M.) Zwei TiraiÜeurS, welche ihn bsscbüßen wollten, wurden varwundet. Der Gouverneur bkgab sich an den Ort .der That, um eine Untersuchung anzusteüsn.
Rußland und Polen.
„Zur Feisr des Jahrestages der Krönung des "Kaisers Alexander 11]. celebrirte, wie „W. T. B.“ aus Moskau meldet, der Metropolit Johannikius gestern im Beisein des Großfürsten und der Großfürstin Sergius die Liturgie. Zum Empfange dLS Kaisers und der „Kaiserin ist die Stadt festlich geschmückt. Die Auffahrt zum *Kreml ist auf Sonnabend festgesetzt.
Wie die „Nowoje Wremja“ meldet, hätten verschiedene russische geistliche Akademien mehrereihrer Zöglinge :Behufs Studiums der Philosophie an die Universitäten Zn k?»?)öttingen, Jena und anderen deutschen Städten ent- ' en et.
Niederlande.
Die Königin Wilhelmine und die Königin- Régentin ert eilten, wie „W. T. B.“ aus Amsterdam meldet, gestern ormittag von 91/ bis 121/4 Uhr Audienzen, zu welchen überaus zahlreiche Personen erschienen waren. Bim 3 bis 41/2 Uhr Nachmittags fand in der protestantischen .erche_(Nieuwe Kerk) eine Feierlichkeit statt, bei welcher den „Kommunen eine Erinnerungsmedaille Überreicht wurde.
„Bcr der vorgestrigen Ergänzungswahl für n Ge- memdxrath wurden, wie man der „Köln. Ztg“ erichtet, ein radikaler Kaufmann "und ein Arbeiter gewählt; die beiden ltberglerx G§gch11ka11didat€n waren zwei Advokaten gewesen, die verhaltmßmaßxg rvénige Stimmen erhielten, da die von radikaler Seite au§gegebene Losung, das juristische oder 'Advbkatxnelßnixxtt, das im Gemeindsratl) schon ohnedies un- ve_rbaltmßmaß1g statt ve'rtreten ist, nicht noch weiter zu ver: starken, auch 111 vielen liberalen Kreisen Beifal! gefunden zu haben scheint; Die Antirevolutionären stimmten zusammen mit den Radikalen, während die Katholiken dieses Mal gar keu.en eigenen Kandidaten aufgesteÜt hatten.
Serbien. ' Belgrad, 26. Mai. Das Amtsblatt theilt mit, daß der Bauten:Minister Velimirovics mit der Stellvertretung des heute abgereisten Minister-Präsidenten Paschics betraut sei, dessen bereits früher projektirie Abreise in Folge der jüngsten Vorgänge wiederholt verschoben worden war.
Amerika.
Vereinigte Staaten. Aus New:? ork wird, dem „W. T. B.“ zufolge, die Meldung für unrichtig erklärt, daß ine Regixrun_g der Vereinigten Staaten eine Einmischung *m ,die chilenischen Anaelegenheiien beschloffen habe. Seitdem der Gejandte ber Vereinigten Staaten vor längerer Zeit m Sannqgo seine guten Dienste angeboten, seien Seitens der_ Union Herne weiteren Schritte gethan worden. _ Auch die „mexikanische Regierung weist die Behau tzmg' einer Parxetnahme ihrerseits zurück. Nach einer ttthetlung der mexikanischen Gesandtschaft in Paris ist dem der Kongreßpartßi gehörigen chilenischen Kreuzer „ESmeraldcx“ zwar dxe Erlaubniß ertheilt worden, sich in Y_capulco wir den zu emer Fahrt bis zur chilenischen Küste noihmen Kohlen zu versorgen; dieses Vorgehen der mexi- kam chen Regierung bedeute jedoch keineswegs eme Anerkennung der tlemschen Kongreßpartei als kriegfübrende Macht, sondern
die zugestandene Erlaubnis; bexuhe lediglich auf der schwierigen
Lage der „Esmeralda“.
Lins Ne_w-Orleans vom 26. Mai meldet „R. V.“:
ZOte Anzvalte, welche die Vertbeidigung der Detectivs O'Malley im? We Crtsmal übernommen haben, die Beide der Bestechung der Mtiglteher der Jury bei dem Hennessey'schen Mordprozeß beschuldigt sind, Haben erklärt, daß sie eine Verlegung des Prozesses nach einer anderen Stadt beantragen wollen, da ihre Klienten in NKWOÜUUS keine 9erechte unparteiiscbe Untersuchung finden würden.
Chile:. Eine der „Hamb.Börsenh.“zugegangene Depesche “"S quque bezeichnet die Nachricht von Torpedo- Angrrffen auf Jquique als gänzlich falsch. _ Als Ver-
treter der provisorischen Regierung für Washington wird Erra Zuriz genannt. - Ein m Paris eingegangenes Telegramm qus Jquique erklärt auch die Nachrichten von emer anJebltchen Gegenrevolution in Jquique als völlig un egründet und_ meldet ferner, daß Pedro Monti zudeerxr'eter der provisorischen Regierung in Mexiko ernannt wor en er.
Afien.
China. Nach in Paris eingegangenen Meldungen des „W. T. B.“ beschloß in Folge gemeinsamer: Vorgehens des diplomatischen Corps das chinesische Auswärtige Amt eine Entschädigung für die am 13, Mai gemeldete Zerstörung der katholischen Mission in Wuhu zu gewähren.
Afrika.
_, Egypten. Die egyptiscbe Regierung hat, wie man der „Koln. Ztg.“ über London meldet, beschlossen, das Salz- monoxol auf eine Reihe von_Ial1ren unter der Bedingung abzuge' en, daß der Preis für dre Verbraucher um eiri Viertel ermäßigt werde. Die Regierung richtete ferner ein Rund- schreiben an die Mächte, worin sis um Genehmigung zur Ver: wjxndung eines Theils der Octroi-Gefälle zu gesundheits- fordernden Anlagen in Kairo nachfucht.
Parlamentarische Nachrichten.
Di: Kommission des Hauses der Abgeordneten zur Vorberatbung dss Geseßsntwurfs, betrcffend die: Verlegung der Landes-Buü- und Bettage, hat sich konstituixt und zum Vor- fißenden den Abg. Simon von Zastrow, zu besten Stellvertreter Yen Abg Francke (Tondern) und zum Schriftführer den Abg. Dr. Köhler gewäbix.
- Tie Kymmiiswn des Hauses der Abgeordneten zur Vorberxi'YnZ des Gesetzentwurfs. betreffend die Wegeordnu ;1g fur dr: Provinz Sachsen, hat in ihrer am Dienstag abgehal- tenen S:“:Zyna die_ erste Lesuna des Enttvurfs bkendet, Nach längerer Dsbzttc wurden xämmtlicbe Paragrapben in der Faffang des Herren- bauch angenommen. Die zweite Lesung findet morgen Abend statt.
Land- und Forstwirthsckzaft.
Eine heftige Windhose durchtobte am 24. Mai d. J., Nachmittags 3 Uhr, die Oberförsterei Jablonken, im Kreise Osterode des Regierungsbezirks Königsberg belegen, in der Richtung von 8877. nach 19190. und warf in einem Zeit- raum von kaum zwei Minuten auf i5rer ca. 200 m breiten und 4 km langen Bahn schäßungswei e ca. 20 000 Festmeter Kiefernholz.
Der hiexdurch verursachte Schaden ist nicht unbeträchtlich, dg zum Thetl 40 jährige Slangenhölxer vernichtet und auch die gebrochenen haubaren Hölzer in olge der Zersplitterung des Scbaftes sehr entwerthet worden ind.
„ Dre Orischaftßn Alt-Jablonken und Königswiese, ferner die Ortschaft Barmece und die dortselbst befindliche Damyf: schneidemiihie sowie das Obexförster- und Först€r=Etabiissememt JabÖonken sind durch die Windhose zum Theil stark beschädigt wor en.
Menschenleben scheinen dsr Katastrophe indeffen nicht zum Opfer gefailen zu sein.
Aufforstungen,
Dic Königliche Forstverwaltung im Regierungsbezirk Stade isi fortdauernd bestrebt, ödcs Heideland, Welches mit den Forsten grenzt, zu erwerben und aufznforsten. Leider tritt diesen Bcstrebunscn dic §Zlbgeneigtbcxit der Landbcwobncr, Theile ihres Befich'? zu ver- auszern, bindcrnd entgegen. Ganze Hcidcgüter wurden cbcr zu erwerben sein: dies empfiehlt sich jcboä» nicki, da solche Echrbunac-n nur noch zur Verminderung der obmbin sckxwacben Bevölkerung kes (Hccstiandss beitragan mir.“:x, Die Neigung zu eigenen Aufforstungcn von Ocdiand i'"? ici dcr- Geesibewobnern in Hen [exten Jahren rege g::vordon und T*."Üt'k 12:73.“ Gewährung Von Uufforstungö-Prämicn, zu wciiikm dcr P?in:*“:c: “"“,";r Landwirtbscbaft, Domänen und Forftm in dcr“. 1ex::-:r_;;x_:c:-::: Jahren jc 5000-41. bcnxéiiiatbat, akfbrdcrt, Mar“. k.:xn anxckwc;*. 7.17"; gegenwärtig jäbriiäs ca. 1000 Vioxch Ickiaxd 'em: Priv.)!kx“. im Regierungsbezirk aufgeforstct wcrden.
Dic landwirtbschastlichc N::sstciiung in Bremen vom 4. iW“ 8, Jani 1891.
Brctxxcn,_am 26. Msi 1891. Du- Vorbcreiiunsen zu der großem landwirthastliÖcn9111511010111: in Bremen sind abgeschioffcn. Dcr wdtc Tbcii dcr. Auöitcli:1ng_itt zum Tbct1 jrßt schon auf dem Maße aufgestellt, und die Tbicre neben zur Verladung bereit. Dcr Katalog der Au§steliung ist erschienen. und endlich bat eine unter der Leitung des _Prastdcnten ,der Deutscbkn Landwirtbschafts-Gesellicbaft, Seiner Königlicbczn Hobctt des Crbgroßberzoas von Oldenburg am heutigen Tage Seitens des Ortsausscbuffes stattgefundene Besichtigung des Aussiellungsplaßes gezeigt, daß sämmtliche Bauten nnd sonstigen Vor- bereitungen zur Aussteüung fertig sind und demnach die Gesellschaft ihre Aussteüer und Gäste empfangen kann.
Bei günstiger Witterung ist zu erkvarten, daß di: gesammte land- wirtbjcbafjltcbe Bevöikerung von Hanxwver und Oidenburg, Holstein, einem Tbeile von Mecklenburg, Westfalen, Rheinland, Lippe, Braun- scbWeig, der Altmark „u. s. w. die Ausstellung besuchen wird, nament- lich werben aucb dre Mitglieder der Deutschen Landwirtbscbafts- (GeselisÖaft-aus ganz Deutschland berbeieilcn, um die Gelegenbcit zu ergreifen, dre bycbberübmten Viebzüchtungen an der unteren Weser und Elbe und m den Nordsecmaricbcn an ibrem Ursprung zu besich- tigen, ebcnso die Marscb- und die Moorwirtbscbast des nordtvcstlicben Deutschlands kennen zu lernen.
Die Mübcn und Kosten, welcbe die Ausstelier baben, und die Be- scbrVerden, welcbe die Ausstellung aUen Richtern, Ordnern, man kann auch wobl sagen Besuchern bringen n-ird, werden hoffentlich zu _dezn Ergebnis; führen, daß die LandwirtbsÖaft, dieser Grund und Eckttem unseres Volks- und Staatslebens, beson_dexs im nordwestlichen Deutsch- laxdtdurké tdiese Veranstaltung einen krafttgen Anstoß zum Fortschreiten ge 9 en a .
Die Aussteilung währt fünf Tage, und zwar von Donnerstag. den 4., bis Montag, den 8. Juni. (Es ist Vorsorge _getxoffen, daß sowohl diejenigen, welcbe durch ein _etwas erböbteS_Elntkltk§ge[d ge- fchüßt fick) mit einer verbältnißmaßigen Rabe emem eingehenden Studium der Ausstellung widmen onen, d_tes in der) ersten Tagen aufs Beste thun können, „während ein niedriges Eiytrtttsgeld in den lesten beiden Tagen auch dem kleinen; weniger vetyiitelten Mann (Gelegenheit giebt, die Fülle der Gegenstande zu besichttqen.
Der Umfang der Ausstellung ist ein sehr bedeutender, es werden ausgestellt 2500 Stück Großvieb, und zwar:
384 ferde, zumeist aus den edlen Warmbiütigen Schlägen,
912 5 inder, zumeist aus den Niederun ssch1ägen,
723 Schafe, zur größeren Hälfte WoUZchafe,
482 Schryeine, größtentbeils aus den weißen Schlägen.
An Geflügel wud zur Stelle sein: 393 Stamm Hübner und 279 Stamm Tauben, zumeist
Nutzgeflügel.
Die Abtheilung der landwirtbscbastlicben Erzeugnisse und Hülfs- stoffe ist mit fast 5000 einzelnen Gegenständen beschickt. Außerdem st Ear tenbau und Fischerei vertreten und endlich werden 2500 Ma- scbtnen ein voÜständiges Bild dieser für den Landwirt!) so unentbehr- lichen Axbeitßgerätbe geben; sie sind vertreten vom Dampfpflug bis zum geringsten Handgerätb.
„ (L*) Gothenburg, 25. Mai. Die mit der_aÜgemeinen land- wlkkb„schaftlichen Ausstellung verbundene Viebausstellung wird eine sebr umfangreiche werden, denn es find nicht weniger als 850 Sjück Rindvieb aus allen Theilen des Landes angemeldet worden, ferner 245 Pferde, 130 Schweine und 130 Schafe.
Handel und Gewerbe.
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind (xm 27. Mai gestellt 10591, nicht rechtzeitig gestelii keine Wagon. In Oberschlesien sind am 26. d._M. gestellt 3902, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen. “
, Köln, 27. Mai. Wie die „Kölnische Zeitung“ meldet, bsscbioß dW Hauptversammlung des rbeinisch-Westfälis chen Roheisen- verb andes eiystimmig das Verbandsabkommen bis zum 1. Januar 1893 " zu Verlangern. Die Preise für Gießereiroheisen blieben itn'verandert, die-jknigcn für Puddelrobeisen Luxemburger BksckUffen- bett und fizr Tbomaieisen wurden je nach Bezugsstelle um 2-3 „,k-Z erböbt. Dre ntederrbkiniscb-westfälische Verkaufsstelle für Qualitäts- YYFZQOHMM beschloß ebcnfaÜs die Verlängerung bis zum 1. Januar
„ Nack) de_k „Kölyiscben Volkszeitung“ konstaiirt der Sieger- lander Eijetibertcht eine bessere Stimmung. Die Verband- limgen wegen emer neuen Vereinigung machen, wie dasselbe Blatt MULL nur geringe Fortschritte. Die rbeinisch-Wesifältsche und die 1§blcfifche Gruppe seien für ein neues Syndikat, jedoch bätten die snddexztscben und die fikgerländischkn Werke noch nicht au8nahmslos zugestimmt.
Leipzia, 27. Mai. (W. T, B.) Kamszg-Termin- baz! bei. La Plczta. Grundmuster 13. pr. Juni 4,3221 „14, pr. Juli 439 „ki, pr. 211191111440 „16, pr. September 4,40 „M, Or. Oktober 4,45 „x, pr, NQVember 4,45 „74, pr. Dezember 4,45 „FH, pr. Januar 4,45 „16, Umsaß 225000 lee. Ruhig.
Wien, _28. Max. Wie die „Presse" meldet, werden die Ver- handlungen uber die Ablösunqssumme für die Versiaailicbung der unga_rtschen Staat?;cisenbabn am Sonnabend im ungartschen Handels-Ministsrium wieder aafgencmmen Werden.
_ In der Generalvcrxammlung der Südbabngefellscbaft er- klarie dcx_Prafident „dis VerwaltungSratbs, Baron Hopfkn, gegenüber pen Ausiubrungen etmger Aktionäre, den Erundscbaden der Gefeli- 1chqft bilde Das Mißverbältnis; zwischen der Höhe des Aktien- kamtals und 1:13 _ Prioritätenkapitals, sowie die Zins- zablyng d?!" _Prwriiatxt - Obligationen in Gold. Verborgene ((Z-(baden, cxntuxen “nicbt; die Konversion der 5 0/0 Pxiori- 15th biete „große SÖwierigkeitcn dar, die VerWaltung Werde _diese Frage 111 Mime Erwägung ziehen. Die Versammlung lehnte wdann den Antkag Baumfeld, den Beschluß der Dividendenvertbeiiung zu vertagen, ab und genehmigte die vorgeschlagene Dividende Von 4 Fr. pro Aktie.
_ Die Generalvcrsammlung der NordWesibabn genehmigte die Vertheilung einer Dividende von % Fl.
Der iiir die Generalversammlung bestimmte Nacbicagsberickzt der DonaU-Dampfscbiffabrts-Gesellscbaft theilt den bekannten Vertrag mit _der österreichischen Regierung mit und empfiehlt die Annabme déS1elben, _da mehr nicht 51: erreichen sei und in den er- baitxnen ngeständnisren ein dankbar anzaerkennendes Woblonen der 7119912111an mi) aasdrucke. Der Vertrag ]":i derartig abgefaßt, daß er bet kétjiér anderen, an dem Donauverkebr interessirten Staats- verwaltung Bédenken errcgén dürfte.
In der beuiigcn konstituirenden Versammlung des Vereins der Baumwvli-Jndnstricllen Oesterreicbs Wurde ein Brief des Handels-Ministcrs Marquis Bacquccht vorlesen, worin bcrvoracboben wird, daf; dcr Veni" in darkanswcrtbcm Patriotismus zur _(Frlciibic'rung cincr b.:;DcLNwLUN'ÖUi Vcrstäxidismxxx mit DZns'cbiand Dic Hz::d ' “Ick Exist er Mäßigung YIM b;*'7.-:“., *.*-". :: xxx.“: ..::: :::“; Vkrcins anck) hin- 11ch1iéch dr: ::: Yröoi1,:cbcrn xmd Arbeitern “K.“?“- :*.2172522'". “ :.- ::.*. ::“. "I:".“(ZT "(111 krérkk. Dkk Vor- :7.§..-*.“.*».- 23:7; “**-:::"...Lxx'xxr c:.'*::cr:c brcraU'" :kaiibrliä) die Ziele des LT::*ch:::'- 7::';:.,::„ .:; "LILLÖLZTTY ":::". Zvii-[Tx!“:négruppkn, sowie die “5“:2572543 ;;".k ,:c:'"::.:: L*cbxnig dcr Iirb:itcr m:? die fricdlick)? LösUng ck.“: “.';:.:'_:*.*i:1:"chc:'. Tiscrcnch. Sodann Winden die Statuten des Mrzixs *.*-“r*: kxcj:x:i,:cn dcr zu gründenden Ort:“"gruppen angenommen. 32:17. Präsxkknmi Wurde Baron Leitcnbergcr, zum Vize-Präfidenten dcr Fabrakant Pacher von TbeinbUrg gcwädlt.
Pra,1,2-*.Mai. In der heutigen Generalvetsammlung der Prag-Duxer Babu wurde beschlossen, yon dem 633 974 F1. be- tragenden thtoacwinn cine viervrozkniige Verzinsung der Prioritäten cintrcten zu lassen, eine Dividende von LZU/a an die Prioritäts- afticn 111 Vertbexlen. sowie 15 000 F1. als Verwaltunqsiantiéme, 200000 Fl, für Jnvestirungcn und 32195 Fl. als Vortrag zu vertvenden. Ferner beschloß die GeneraLVerammlung die Auf- nabme von 15 000000 „46 zur Konvertirung der fünfprozentigen Goldprioritätßanleibc. Darauf Wurde die Gesammiwaöl des Ver- waltungßratbs vorgenommen, da die Verwaltungßrätbe Bauer und Gutman (Leipzig), welch: zugleich der Verwaltung der Dux-Boden- bachcr Eiscnbabn angebören, demiffionirtcn. Es wurdengewäblt die Hrrn. Max Arnhold, Graf Ruedenbausen, Baron Dreifuß, 1)r. Feitis, Dr. Weisel, 131“. Klaudy, Dimer.
London, 27. Mai. (W. T. B.) An der Küste 3 Weizen- iadungen angeboten.
Paris, 27. Mai. (W. T. B.) Yie Börse war wenig be- lebt, Course durcb Dcckungen dec Baimepartei und Baarkäufe an- geregt Internationale Fonds aegen gestern gestiegen. Zum Schluß 12685er Reaktion auf unbestätigte Gerüchte, betreffend die portugiesischen
ert c'.
Paris, 27. Mai. (W. T. B.) Der portugiesische Finanz-Minifter Carvalho batte heute Nachmittag eine längere Unterredung mit dem Direktor Berger vom Comptoir d'Escomvte und mehreren anderen hervorragenden Finanzmännern. Vormittags besuchte Carvalho den Gouverneur der Bank von Frankreich, Magnin, mit welchcm er eine Besprechung über das System des Bimetal- ltömus bqjte, welches er in Portugal einzuführen beabsichtige. Madrid, 28. Mai. (W. T. B.) In einer Versammlung von Vertretern der Handelskammer wurde ein Antrag gegen den Gesetzentwurf, betreffend die Bank Von Spanien, angenommen. Bern, 27. Mai. Der Verwaliungsratb der Ju ra-Simvlon- bsabn beruft die Generalversammlung der Aktionäre auf den 19.Juni enz und beantragt, den Stammaktien keine Dividende zu zahlen. Direktor Dumur hat neue Pläne für den Simplondurckxstick; vor- eleat, wonach derselbe 85 Miüionen Franken kosten wird. Das * rojekt der Fusion mit der Centralbabn wurde nicht besprochen. New-York, 27. Mai, (W.T.B.) Zur Ausfuhr nach Europa bestellte 500000 Doll. Gold werden morgen mit dem Schnell- dampLTJer ,Ygust? Vißtoria'I abgesaxiidt.
er amp er er mnan-d. nie „City of ariß' nimmt 1;“ Mill. Dol]. Gold für Europa an Bord. P
Submissionen im AuSlande. [. Oesterreich.
' “19.JU-t_11, Mittags. Wien. K. K. Generaldirektion dcr öster- reichischen Staatsbahnen. 800 000 1: Steinkohlen.