.
leisten, deffen Deutschland bkkarf. um bis zur nächsten Ernie fort- zukommen und auch nach der nächsten Ernte, da wo es etrva fehlen sVUkk- auszubelfen.
Die Nachrichten, dé: dieSLaatSregieng aus Handelspläßen von bkrvorragmden Kauflsuten, von Rhedern, von Verficherungsgkskkl- fch3stcn :c. eingezogen kat, gehen Übereinsfimmcnd dahin, das; zur Zeit erhxblicbe Transporfs bxreits nach Deutschland unterwxgs find. Es soll das, wée m.".n mir sagke, eine Eescbeimmg sein, die (1118 Jahre eiutritt, daß im Mai, Juni und J!,xlk die Importe fich zu steigern Pftegxn. Es wird in diesem Jahre nakürlich noc!) wahrschxknlécher, tHeils durch unsere koHen Preise, theils abc-r durÖ erbältnéffe in je:“.en Ländern, auf deren Import wir angewiessn find. Uns scheint es zweifellos zu sein, daß dcr nordamsrikanisck)? Markt in dem Bewußtsein vor eirsr überreichlichen Ernte zu séékxxn, im Begriff ist, abznsckxieben, was er aus VoxjährigM Vssünden noch übrig hat. Wir werden nach Wochen zählen könnsn, bis das erste osténdis-Fye Getreide aus" dem europäischen Weltmarkt eirxtréfft.
Nun ist da?, was (:*-„:s Nord-Amerika und aus Ost-Jndien auf unscxxn Mark: koxkaf, vorberrsÖend Weizen, wäbrknd es ja bekannt ist, da:“; in P::ußen das Roggenbrot noch die Nahrung des größten Tbcils unssrsr ärmeren Klassen ist, daß also der Roggen noch eine hervoxmgende Rolle spült. Jndcffxn auch in déeser Be- ziebumg glauöcn wir keine großen BefürchtungM Hegcn zu müssen. Soweit wér die SQÖL Über7ch2n körmen, sind in Rußkand noch Rrggknbestänre, di? sixT), Wie es sckxeint, in den Händen einzelner reick'er Personkn befindon, die auf den Augcnbléck wartkn, wo es ihnen nutzbringend ersckyöinen wird, damit auf Um dcutschen Markt zu ersckyeinen.
Es ist ferUer kino nicht erst jctzk beobackxtkte Erscheinung, daß in Dxxtschland der Weizenkonsum im Verkxältniß zum Roggcxxkonsum zunimmt, mag das Motiv davon sein, daß die Bevölkerung mclr Gcsthmack am Weizln smrct, mag es der steigende Woßlsxand seiN, mag es auch die Aönabme dcs Roggenbaues sein. Die ThaksacHe liegt vor und sprießt dafür, daß, Wknn uns ROZJLU fehlen Würde, ein [Tabarzang zu gkrinßerkn Weizcnsoxten für diejenigen Klaffcn, die bisher Roggen gegessen haben, in nicht unkrbeblicHem Maße möglich iét, Es kommt dInn Hinzu, daß die Ykarktverbäktniffe in dkn sogenanntén Nebenartikeln günstig steben,
so dax“; das Land, wenn es davon abfiebx, Roggen zu (“MÖLLER Z:veckcn, z. B. zu FutterzMckcn, zu vexkaufen, und dazu diLJ'c Nebsnartikel verrUendet„ wobl in der Lage sekn wird, seinen Nahrungsbxdarf an Rosgen zu decken.
Wenn nun die Verhältniss? so liegen, so entsteöt für die Staats- regierung die Frage:: sokl man nichk doc!) Angeficbts dex? Drängens von verschiedenen Seiten, Angefickpts der Aufregung, die im Lande auf die eine odér andere Weise übst déese Frage entstanden ist, fich ent- schließen, jeßk auf eine Herabsetzung odxr Aufhebung der Zölle hinzuwirken? Man muß fich da die Frage vor- legen: was würde eine solche Aufhebung zur Zeit nützen! Die Frage, wieMit ZöUe auf die Preisbildung einwirken, ist _ und darüber, glaube ich, wird, seitdem zum cxsten Ma! in diesem H.“.use über Kornzöl]: verhandelt worden ist, eine Klärung dsr Ansickxkkn ein- getreten sein _ eine sehr komplizirtc und nicht mit so einfaéyen Worksn, wäe ,das Ausland bczablt den lel' Oder ,der Konsument bezakzlt den ZoÜ“ abzwtkmn. Scßr richtig!)
ZaßlreiÖe sebr schwcr zu üßccseHendc Verhältnisse machen es selbst unseren größten Nationalökonomen schwikria, nicHt aÜcin generekl über diese Fmge 5a M?sckyeich, sondern auch im :'mzelnen Fal] eit“.- wnndsfreie Resultate zu gewinnex.
Sehr schwer wird es im gégsnwärtigen Fax! sein, fcséznsteUcn, wi? Weit eine Aufhekcmxg oder Herabminderung der Kornzöllc auf ZM geeignet wäre, die Kornpxeise bei unf; zum Sinken zu bringen. Sehr richtig !) Wk: babkn in dsn lexzfxn Tag:» ww in FOZJL der Sißung vom??. Mai fick) in waitércn Krciscn der Glaube werreitéje, 95 würden die Zölle beruntchQssßt W(rdkn, dic Erfäeräng gcmaäßt, daß in Nachbarxändexn, in Rußland, den Nicdcrlandsn xc. di: Preise an- ZOZW. (Schr richt?g!) Tas Ausland sÖicktL fick) ck27: cm, WU der ungewöbxtlicken Lage, in dar wi: UNI bcfindcw, Nnch zu ziehen.
EZ läßt fick) nicht in Abrxd: stekleN, “daß dsr letmarkt, der ja unsere Kornprcix'e mit bedingt, im (53.711an eine steigcnde Tendenz bak, und ua;"; dem, w:.s ich von SQÖVerftändigen ersten Ranges gehört habe, noige ?ck mia“) auch dem Glauben zu, daß diese stsigendc Tkndenz noch a::Halien wird.
Es Werden versckxiedene Grkmdc dafür angegebsn. Dkk Ekne sagt: unser Kornkandel ist Won skxt Jahren nicht Weitsickstig genug ge- w:sen, er hat mit falschen Voraussxßungen gcrcclznct, cr fängt jetzt er!? an zu exkemxen, wie bis SUM liegt, und cr wird gynötbixzt sein, mit dkn Preisen in 1222 Höhe ZU gehen. Andere bekyauptcn: bei der steigenden Bcvölkerung in der ganzen civilifirtcn Welt wird der Geltsidebcdarf immer stärker, und der Getrkidkban bat damif nickt Schritt gehalten; dieser zweit: THcil kommt zn dkmselben Resultat, “wcnn aUch aUs anderen Vorau-xsußungcn: der WeXTHKndel wird eine steigende Tendenz behalten.
Seßen wir nun die Zölle brruntcr, so “ist naÖ meéner Uebcrzcugung mit Sickperhcit anzunehmen, daß die PreiZcrmäkzi- gnng auf Dem deuMÉen Und Pxeußisäxn Markke niÖt ker Herunterskyung unserer ZSU: glcichksmmt. (SW: richtig !) Skit ein:): Raik): von WOÖM ist dcr PKW des Gstreidsß in DLUÜÖWUÖ gleich dem Wslkmarféprcise _ ick) nubmc bécr den Lonwncr Preis als WthmarkTrrkis an _ ])1118 den Zöklm U57:
mm variirt es: einmal kommt e? cka Löber u:“.d eikmal etwas darunter, im Allgemeinex abcr NUM wir zur Zeit Welt:!!arktpreis plus Jol].
Wenn wir aber den 301! anébkken, so ist m?:t _ wie ich glaube _ Sickerßcit vorauszusehen, daß ein Tßcil Bös Zosxes a:: kak- Aus- land fäÜt; man kann den Tbcil größer oder geringer taréren, kin Theil aber fäüt dcm Auslande zu mxd nur ein ankcrér Tkeil würde den inländischen Konsumenten zu Gute kommen. TKZ Auslank also gehört jedTnfaUs zu den Gewinnern.
Wie weit der inländische Koniumcnt zu den Gawinnéxx zekéxen würde, das ist zweifelhaft (Sehr !iÖsiJ), um so zwxiéslbaüsh je geringer die Herabseßnng ist und an? je kürzere Zeit **:: .“:eliekt würde.
Die Staatsregierung hat in reiflicherErwägung aUer die72: Ver- hältnisse NÖ UVM überzeugt, das; mit einer mäßigen Heraéseßyng der Zölle _ also etwa 1.13, was man ein Offenlaffm bis zum Perfekkwerdsn des keutsch-ös?crrsichischcn Ha.",delsverfrages nmnen
würde _ nicht geholfen isi, soudcrn daß, wenn eine Ermäßigung der Brotprkise eintreten folk, wenn also unseren armen Mitbürgern geboxfen werden soll, dann der 3911 auf Zeit ganz erlassen werden müßte. Das aber ist eine Maßregsl, zu der die Staatsregierung sich nicht würde entschließen können.
Wenn wir also auf der eénen Séike den Maßen, der aus einer Herabseßung oder aus einer zeitwkixen Aufhebung dcs Getreidezolles entstehcn wüxde, für einen fraglichen Halten, so [);-!th wir für u:“.- JlLiÖ tveniZer fraglich dm Schadcn, xcr aus einer soxchen Maßrcgal enLsteHén würde, Darüber ksmmsn die Sachverständigen des Handexs, der Jndästrie und der Landwirtbscbaft, wie mir schcint, überein, daß für eine gesunde Entwickewng dieser Erwerbszwekge Stetigkeit das srste Erfordernis; isk. (Sehr richtig!) Stetigkeit brauäyt ker Handel, uu: Verbinduxtgen ein- zugköen, die ja, wie es beim Handel meist der Fal] ist nnd beim Getreidehankel erst recbf, oft erst in lang:!“ ZeLT wirksam werdcn. Einer ruhigen Entwickclung bedarf der Hanxel. Wsnn mcm aber die Zölle auf Mcmate bin- und byrwirff, so ist eine solche :ußige Eniwickelung gkfäbrdet. Das solide Geschäft leidet darunter und zieht fich vom Handel zurück, wähtend die Spcerlztéon _ und ich wiÜ dabei sagen, um nicht mißverst'anden zu Wsr'öeu, iZ; 32712 die Spskulation nicht für etrvas Schädliches an sub, sondkrn für etwas an fick) Nöthiges, fie mus; Lie Bexürfniffe dcs Volkcs vor!;sr- ssben, um lb.".en nachkommxn zu können _, ick: wil! dayxit nich? sagen, daß nicht wie all? menschlichen Dinge auch fie ihre Uebertrcibungen uud Mißlciiungen erfahren könnte, aße: dé: Spekulation ist im Ear-zen ekforderli-é). Nach dieser Parxntkchx will“ ich fortfahren _ die Spskulajion, ich möchke sagen,. die wilde Spekulation, die prosverirt bsi dym Hin- und Hexfchwankm der Verhältnisse, unter denkn der Handel sich zu bcwegen hat, und, ich wiaderboXe, ker gésynde Und folide Hande] bedarf dsr Stetigkeit. (Sehr rich1ig!)
Aehnlich liegen die Verbälfxiffe nac!) msinem Dafürhaxten kn Bezug auf die LandwixtdsÖaft. Ick) kann da zunächst anfübrxn, Faß,
Wenn die Staatsregierung slch cntfahlöffe, Oki den incksßxbörkxn e:“ne
AUföZbung unserer Gstreidezölle oder Wenkgsténs der Zölxe für Brotgetreide auf Monate zu beantxagen, und wm-m déescr Antrag Folge hätte, daß wir dam: do:!) ncxäx- Ablauf der Frkst, für "c-Te die Aufßebung gegeßm wurde, söhr leéchf in der Vérlegenöxit „sein könnten, das schwer wieder €in5Ufü2-ren,2 was "c::ir erst a::fgsbob-en Haben (sebr rich2ig!), daß dann eins Agitation, eine wakgung in der Be-
völkerung entstehen köxmtc dumb Ereégniffé, die Hoch im AugMZZ-L-xk ja garnicht übersehen laffen, ir? noch bökxexem Grade wie jc'ßt; fie k&nt: vielleisbt innerlich unberZÖÜ-t sein; F;: könnte aßer ein Motiv haben, welche es einem Theile der mitwirkénden Faktoxen erschweren w-Üßte, überhaupt auf Getreidezölke zegrückzukommen.
Nun haben aber die pr2ußische ngierung Und, sowsék ic!) UKW-
rickyjet bin, die verbündetM ngierungcn keinkswegs iM Sinn und auch nickyt im Sinn gehabk, zu eénxn Freibaxkelssystem in Bezug auf das threidc überzygebxx, (Hört, Hört! FXP.“ Ja:! rechts und im Centrum)
Wir haben i;: Verhakxdxxttch ZT? ja offean-ndég find, Mi: an-
GetreidczöUe die Zustimmuag zu geben, aber unxsr der Vyrausfeßung, daß wir da auf ankerem GebZ-efc Gewinae maxberx, die uns eben Reqak- „ valentc dafür geben. Ich bém 111-191 in.- der Lagxx, mich im AUSWÖWÉ in dieser Beziehung zu äußern, und Muß zugleä; im waaus sagen, daß, wknn irgM-dwo die Debatte auf dau dex11schchfterrcichischenH„m'k-cls- vertrag geleifet würde, ich :»Lederum iN de': Nokasndigkeit „Mu würde, auf eine Untxrbaltung dWÜ-be): nkchx einzugeL-zzn und MT“! zu kon- statiren, daß ich die Behaudkung d;“;srs TÖSUZÜI in weiterem Maß? zur Zeit auf das Aeußerfé? Öeklagen “müßte. (HM! börjx) Fährten wir nun gecwgöre Zöklc- ein auf ["ckte int, oder schritt2n wi: anf kürzere Zeit gar zu der volxßtändigen Aufhrbtmg der Getr-céde- zöUc, so müßten wir doch 2111-15 mit der Möglikok'céT rech::en, da?; am E::dc dieses Termins der deu2fch€ Mmkt mét auiéänkisch (Jeeride de“;- maßcn überschwemmt kein könnte, (sLIr :icÖtZg!) daß dann ux“;;"-cre nächste Ernte in Vzrlegenbeit 1:75:72. (chhxéke Zusééntyixmg.) Die fxanzösxsÖe Regixrnzxg 8,11 Zn déesé: Beziekxung nach meiner 5217271531 korrekt gcbanDkLt _ es kann hier nicht meine?; Amtes sein, in cin: Untcrsucöung darüßer einzukteien, welchc MLUV? die frzxxzösische Regierung gx- leitet haben können _ abcr iQ erkenne an, daß fie rithig geßcmdelt bat: fie läßt disse Zölle erst “:*-om nächstm August an fallen, also zu einem Trrmin, wo mit der dann beginncnden stäkkcan Eimanr di? eigene Ernte schon konkUrriren kann. Ließen wir unsere Zölle beute falken, so 1711th wir in der LaJc sein, möglicherweise _ das find Alles Dinge, ick) wiederlwle es, die nicht mit apodiktisckzer Gewißheit zu beweisen find _ möglicher- Weis c eincso starke EinfabrzUbekommcn, daß dann unz'ere Lanßwkrjb- Wass: unter der Unabfchbarkcik der cigMn Ernte ["it-“s. (Sehr riÖTiJ!)
Neban kirékn basnten Motiv?» bat die
auf den Handel umd die Landwirtbxcbaft StaaLSregierung anck) Motive politischer Ark. Man kann uns einwexdén: macht doch dicx'sr unerquickliÖen Agktation ein Ende. Es ist ja nichls einkaÖLr für die Rezierung, als daß fie sagt: die öffentliche Meinung ist dafür, _ wir würden vielleicht in allen Partexen dieses Hauses Stimmen für einen Sebritt béim Bandcsrail), dar auf 5Aluf- bcbmxg ker ZöUe zielte, gewinnsr: köxmelk. Ja, w-nn wir Von dem Ge- ficht§punkt ausgingen, so wäre unsere Vorantwortung allerdings leicht gedeckt. Ick bén aber ker Mcinung, daß Line ngierung dazu da ist, Verantwortung zu tragxn und auf fix'; zu nesxmen, wum fie davon überzeugt ist, daß das, WZ fie will, zum Besten des Siaatcs dient. (Sehr richtig!)
Eine Regierung muß auch gegen dxsn Skrom schwimm€n könneU; (sehr gut!) und selbst, wexm der Strom der Agitation in Bezug auf déese Maßregel noch wackxsen 701122, so traue ick) uns zu, daß ker STrom uns nicht auf die a:;dere Seike bringsn wird (seör gut! Bravo!), so Wenig wie mané: andsre Aßikation uns schon aus der Richtung sebracht bat, die wir für die richtige gckalten bakxcn. (chhaftcs Bravo!)
Wir kabea _ und darin möéten wic Niemandem nachstehen _ ein warmes Herz für die arm2n Klasen. Wer an:!) in dieskr Bezieöung glauben wir rth zu ha.“.deln, wenn wir auf eine Hetabseßnng oker Aufhebung der Getreidexöxée auf einkge Monat? UiÖt eingeben. Wie rreZt würde fié) denn der Brojvreés ändern, Mun die ganze Welt,
ker Zwkéchenlxändler u-d der Bäcker, cm fich auch Leute, dZe ihr
dexcn Staaken Uns entsÖlosxxn, za ein:: gewisse): Herabseyun-J Unferex *
gutss Recht haben, eine:: Gewinn machen zu wo!]en _ von Hause aus wüßten: die Sacbe dauert nicht lange? Was würde dann eine Hemb- skßung d:: Zölle, etwa auf die Hälfte, nütz»:n? Wenn wir den
so würde der Effekt vielleicht te: sein, daß das Kélogratxxm etwa 2 bis 3 43 billiger würde. Ick) Habe nkcbt dkn Glauben, daß dxefe Preisermäßigung in dsm Preise oder in “ccm Gswickyt des Brotes zum Ausdruck kommt. (Seör tichtig!)
Ick; Klauke Nicht, daß eine so unbedentende und auf so kurze Zeit ergriffene Maßrcgek im Stay??? sein würd?, den chxiger bemißelten KlaJcn wirksam zu Helfen. Ich glaube dagkgen, Man wir auf längere Zeit die Getreidezöüe ermäßigen können, wie wir Das _ wie ich mir schon erlaubk Hase zu sagen, und wie es ja offenkunOig isi _ im Lzufe von VertragIVcrbanDlungen mit andexn Staatän ins Auge ge- faßt Haben, daß dann auf eine länßere Zakk, eine Rsibe von Jahren, der ärmcrxn Bevöxkenxng mehr (gen::ßt Mrden kann, daß Lokon und Vrodpreise der Axbéiter séch besser stskxen Mkden als jetzt. faUs wir etwa auf vier Monat?: eine erabseßtmg herbeiführen Wollten; wir Werden damx, wie ich hoffe, die VerbäxtniJe di€ser Klassen dauxrxd beffem, während wir jetzt“ im g:“:nsti-gston FTU? eine unkxcdeutendk, kxum bcmerXbare erbefferung auf kurze Zei? Haben würden. (Sehr gut! rechts..)
Eine Hsrabseßung odor Auföebunß. der Getreidezöüe wäre nun aber auch in bandesSpolktisÖe: Bezéebunq für die NeichSregierung zur Zeit in so hohem Grade unerwünsÖt, wk? nur irgend mößlich. Für die größere Handelspolitik ist eine gewisse Stetigkeix dcr Anschauungen, eben der leitenden Anschammgen, ebenxogut Erfordemkß, wZe Für Handel UNd Jndußrke und dem Wandel im Lande. Wir können nicht in Zroße bandelépoléfiscbe Aktionen eintxeten und sie mit An?- ficbt auf Erfolg durchfübrem Mn wir anfch2inend in m;)"ercn eigenen AnscÖaUWgen WeÖsckn, noch eb? wir nur dns erste Requak solcbm: Aktionen eingebeimst Haben. Wir würden dem Auslande gegen- Über als eine Regieng und we'rter auch als eine Nation exsckxsknen,
' mit der (M einen langen Zeitraum, auf eine Reibe von JaHrcn fick
in solckx-e TranSnktion einzulaffen, bedepkl'rch Zst. WZ? würdM Vor der Gefahr been, daß das, Was wir (::-wonnen Haben, sÖMert, noch“ es): wir es an einer kinzigen STILL? haben. WULuden kanen, wenn- wir jetzt fcßwankend Wexdcxx, und e'xncr, vom Standpunkt des Auslandes aus, doch immeröin keikérxten Strömung in entgegengesetzter RickztunF nackxgeben woüten. D'leStaatßregieng ist sich ZZ-rer VeranTwortung in dieser Beziehung vollkoumxen bewußt, Re ist fich aber auch dxr Verantwortung bewußt, die fie-Tragcn wü'cde, wenn fi: dazu mMirkte, dés- bandelspolitifcbe Aktiow, von dsr fie sich fehr viel für Séaat und-Reich verspricht, zu störey; und ck, Yann für meine Pcrsor:7 sagen, daß! ich eine solche Verantwortung auf miÖ zu nehmen nicht geneigt skin würde. WQ: find darauf aef-Ißt, daß man in der nächsten Zeét von véeken Seiten uaxer Vérlxaétcn nkÖt werséeHen und'mißbiüigcn wird. Indessen wir m.“;ffcn uus das ge- faUeI lassen, und wir Werden es uns gern gefaÜew lassen, w::m, wie wir Hoffen, das, was wir“ Thun, dém Lands zum Segen gereic'ésen wird.
Ö (Zebkcrstcr Bxisall rechts.)
Der Vundex-ratb ertbeilte in der am 30. v. M, u:“;tcr
dem BMW des V';«:Pxäsidenten dx-H StaRB-MinJMiumS,
Stzvat-Zsekrstärs des Innern 137. von BoetLicher ahgehalte- nem “lenaxfißung den vom Reichstage ÜNJMOMWMZU Gesetz- enTwürfen, hstreffewd die Mänderwyg dss §. 157 d??- In: vakiditäts- Und MtexxwersicherUnch-chetzes, 1de WWW Abände- rUng da»; Geseßes, bexrefsend die YestsueM-ng chs BranntweZN-“I, sowie den Gefeßentwürsen für Elsaß- Lothringsn wegen FeftsOellung Links N0chtrchgs „zum dortigen Landeshaushalts-EL-xt fÜr 1891/92 (Bau e*"cttZr EMM- bakm von Mommsnheim nach Samalben Und Saakgemünd) und Übe? dic: ärztlickgen „ZauSapothekon in der VM Landks- auöschuß beschloffC-nen FaF-Ung, Endlich dém Enthxrx zu BL: Fimmungen ÜN? die Geöühmiffe der zur Durclzfé'thrung von Rbsperrßngsmaßregeln “?Kgsn die RindLWLÜ verwendxtsn Milixär : Kommandos “ie Zustimmxxxxg. Jm Vexsng eines Antkagéz dss RZZÖHZanzlerS wurde beswhlosxmy daß'dre “im [a;xdeIreckthichen Wege gestöchens EinveYexbUng enxes Gemsindxbezirkö OÖLY eértes Tbeikes dssfelbsn m pen Yezrrk Linsr Qxxdersn Gemsinds dén Einéritt än dis SN'kalans des lcßtarkm zur Fokge haben so!!. MFT Her bczxxttß' erfoxaten Uedßxweistmg mehrerer Vorlagen axx, dxe JUJTÜROZJZU Aue;- schiä§e sLWiL dem Vorschlage _des Retchskaxlesch wogM Bc- seßung einor MitßliedEsteÜe bann,RerchS-Verßckzerungéanü_er- klärte sich Die Verammlung emverstcxydsn. Dem Gexuck) eines- R€ichöb8amten a. D. wegen Erhohung semer PLTUWU bejchloß der Bttndksrail) eine Folge mcht zu geben.
In der Nacht vom 30. zum 31. Mai vsrstarb hiyrselbst der Geheime Ober-Postrath und voxtragende Rath im_ Reich?:- Postamt Herr Ernst Auaust Maßmann am Herz1chlag.
Am 10. September 1840 zu Osmabrück geboren, txat der Heimgegangene nach beendmtem, Besuch des Gymnasiums zu OHnavrück und der Polyt€chmschen Schule zu Hannover im Jahre 1864 in den hmmoverschsn TelegrapheNdienst ein und wurde im Jahre 1867 in 13611 preußischen Tekegraphendienst „übernommen. Am 17. Dczsmber 1868 erfolgts seme Ernennung zum Talegraphsn- Direktions-Nath undxacb Vereinigung der T€[Sgkaphic mit der Post am 22. Julxe1876, zrzm Postrath. Jm Jahxe 1878 wurde er JAZ): DtenstlUstung ber dsr Centralbehörde einberufen, wechcr er selldem ununtsrbrochen angehört hat, Am 2. September 1879 wurde er zum Ober-Postrath, am 26. Juni 1880 zum Geheimen Postrath und vortragenden Rath und sodann am 1. Okto'ber' 1884 zum theian Ober-Postratl) Ernannt. «„war Mxtgltxd dL-Z Kuratoriums der Phxsikaléfch-Txchnisäyen Rexéhsanstalt und Kurator dsr Reickzsdru erei. Beim letzten KronungsZ und Ordenzsfestx wurde ihm der Roths Adler- Orden zwsaex Klasse nut Etchenlaub verliehen,
_ Der HSYJWYMJMS war ein Mann von gsdiegenem Wtffen, vqrzuglt er fachmännischer Begabung Und muster- haftex Pflrchttreue. „Seine dcm c“cvrtschritten der Eloktro- techmk ftetzs aufmerksam folgende hätigkeit und der reiche Schaß semer Erfahrungen in V?xbindung mit einer großen Arbeitskraft machten sein amtliches Wirken zu emem besonders erfolgreichen. Die ihm eigene edle Einfach-
heit unk1 Liebenswürdigkeit, sowie die Lauterk-sit !ein-II Cha-
Roggenzoll auf 25 „FC für die Tonne auf vier Momte beraSseIten, .
rakters machten ihn Vorgesetzten wie Kollegen und Unter: 1 aucb bei dem dermaliaen Stande der Verhandlungen kaum mögück).
gebenen. gleich perth und theuer. Sem,Dahmscheiden hinterläßt eine tiefe Lücke; stin An: denken bleibt unvergeßlich und gesegnet. “
Während der Abwesenheit dcs Minist€r=Residenten der
_ Republik Haiti, Délorme, welcher am 29, Mai von Berlin
abgéreist Zn, werden die Geschäfte der Misfion in der Wohnung dels, dLeZZatwns-Sx'kretärs Duvimer, RathenoWerftraße Nr. 105, er «3 lg .
Der BevoUmächtigte zgm BundeHrath, Königlich bayérisäzs MinisteriabRath Heller tft hier angekommen.
Der Chef der Marinestation der Nordsee, Vize-Ndmiral S ck rö der, hat nach Abstattung persönlicher Meldungen Berlin wieder verlassen.
Der „Präfident des Kammx erichtkq, Wirklickze GebeZtne Ober-Iusttz:Rath Drenkmann Ft nach Berlin zurückgekehrt.
' „S. M. Fahrzeug „Loreley“, Kommandant Kapitän- Lteutenant Graf von Moltke X., ist am 29. Mai im Smykna eingetroffen und beabs1chtigt, am 4. Juni nach Konstantinopel in See zu gshen.
S. M. Kreu32r_„M 6 w e“, Kommandant KorvetTen-Kapitän von Halfern, ist am Mai, von den SeycheÜen kommend, in Sanfibar eingetroffsn.
'S. M. Kreuzer „Schwalbe“, Kommandant Korvetten- Kapttän Rüdiger, trikt heute (1. Juni) von Sanfibar die Reise nach den Seychellkn an.
Flensburg, 30. Mai. Die „““-[ensburger NachriélyWn“ meldsn das heute Nachmittag erfolgte Ableben .. hrer König: lichen Hoheit der Herzogin Wilhelmine zu chleswig- Holstein-Sonderburg-Glücksburg,
Die Herzogin Wilhelmine zu SchleSwig-HolsteinSonder: burg-Glücksbura, geboren am 18. Januar 1808, die Tochter des Königs Friedrich 71. von Dänemark und der Prin- zessm Marie von Heffen:Kass€l, war in erster El)? vermählt mit dem Kronprinzen, nacbherigem König von Dänemark Frieörick) 711, von dem sie am 6. Ssptember 1837 geschied2n wur'D-k; in zweiter Ehe mit dkm Herzog Karl zu SchleSwia- Holstein-Sonderburg:Glücksburg. welcher am L4.0k1ober 1878 starb. Die Herzogin-Wittwe !SJLÖÜBTS in GliLcké-burg.
Sachsen. Dresden, 30. Mai, Seine Majestät der König ist, wie das „Dr. J.“ meldet, nach SibyÜenort zurückgekehrt.
Baden.
Karlsxuhe, 30. Mai. Ihre Großb2rzogl€che Hoheit die Herzogm von Sachsen-Co burg:Gotha ist, wie die „Karlsr. Ztg.“ mittheilt, gestErn von hier wieder abgereist. Gesxsm Mutag traf Ihre Königliche Holzkit dé? Kronprin- zesxin von Schweden und Norwogen hier ein und wurdc: auf d€m Bahnhofs von Ihren Königléchen Hohéiten dem Gryßhérzog und der Großherzogin empfangex. Da?- Ausxchen Jhrsr Königlichen Hoheit ist dsm gknannten Blatts zuwlge em sehr befriedigendes.
' ' Sacktsen-Meiniugeu.
Me'tnmgen, 30. Mai. “'u den für dm nächsten Land- tag besttmmten Réchnungsz Qisenbahn-, Hochwasserentschädi- g;:UWYorlagen kommt dex „Magd. Ztg.“ zufolge auch noch em Gejeßexxwyrf, nack)_ welchem d€e Pfandbriefe der deutschen Hypothexenbank zu denxenigsn Werthpapierexx gérechnek werden sc-Üen, d:e zur Anlkgung von Mündckgsldern bestimmt sind.
Schivarzburg-Sondershaufen. Sonderßhausen, 30. Mai. Der am 4. Mai zur verfaffungstnäßigén Prüfung der Staatskaffénrechxmngen für das Jahr 1888 UN“ zufamnxengetrétsne Landtagsausschuß hat nach dsm „Ryg- u. Nachr.:Bl.“ héute seine Axb-Ziten zum
Abschluß gebrächt. Elsaß-Lothringen.
Straßburg, 31. Mai. TLS heute ausxxsgebene Nr. 8 des _Geseßblattys fÜr Elsaß-Lothringen veröffentlicht zwei Kaiyerliche VErordnungen, bktreffend die Ermächti- gung für den Ehren-Domherrn Dr. Frißen zum Empxange _der kanonischen Institution als Bischof von Straßburg, und betreffend die Ermächtigung des Dymherrn Marbach zur Annaßnw eines Tixular- Bxsthunxs und des Ath sines Weihbischoxs bei dem Bischof von Straßburg. Beide Verordnungen daixren vom 24. Januar 1891.
Oesterreickz-Ungarn.
, Nm S9:x_nab;nd fand, wie die „Wien. Zt .“ meldet, bei SmucxMaxxftät dem Kaiser im Cercmonien aals der Hof- burg em Omer statt, zu welchem sämmtliche in Wien wexlenden Mitßlieder dex: W eltpostkongresfeéx sonne der EcsteOberst-HomeiKer, (55. d. C. Prinz zu Hohen- lobe, YexMimster, FstdmarsckxawLiSutEnant Graf Kxilnoky, der „Miimterz-Präfident Graf Taaffe, der Minister von SILVERLIT, der Oberü-Küchemneister Graf Wolkenstein, dSk.MUUstN Marqnis Bacquehem, 'der General-Adjutant,
lemakschaU=LtZutsnant Graf Paar und dsr Flügel-Adjutant,
WSZUWKUPUM Sachs erschisnen waren. -
„ «ZOtl_den dreijommissionen det.", Weltpostkongresses durfte, WW Nr „Koln.Ztg.“ berichtet wird, die zweite _beute ihre WWW" beMdM- sod_ann bkginnt die dritte Kommisjion unter Vorsrß deYOber-Poxtdirektors Sachse die Berathung übxr PostFMWKTsUMk-xl und Postaufträge sowie Über em neu UUzUsUhrendes tntsrnationales ZeitungsMbonye- FFU- W931! der Entwurf von Deutschland, Oesterreich,
etLWÜ UW Portugal ausgearbeitet wurde. Nachdem 1313 FW SFF 9" Fragen m drei Kommissionen und im Plenum sxtxténérktarYY sJZcHWLZHSaner die Reddaktionskoménisfton zu:
.. . , e re ' ' ' un ver- tragsÖnaßZg UZMÜZOitet. esch isse für :e zweite es g „ ". 937 .an elSvertragS-Verhandlungen mit der SÖKUz 1chre1_bx das Wiener „Fremdenblatt“: mi“ “BZÖSFÜLUWF Pause__ sind heute die Vertrag:;vcrbandlungen Unxérbrech welz Meder ausgenommen wordc_n. Der Grund „de: ker ? WWK “9 däkkn, daß die Unterhandler zum Studtum kenöth? ? “W Y)]!Wxxetausästen Punktationen eincr kurzxn Frist den 9 e." „ck '? kabandlungen werden ch zunachst, anf dis “““)-“r" _ck, Thetl' des Vertrages er recken und wird
e cr m LWUÖM STLUngm xuxcbberatbeu werdkn. Ist es
die Dauer derselben besiimmt zu fixiren, so sprechen doch aUe Apzkickyen dafür, daß die Verkandlungen in der ersten Woche des Juli blendet sein werden. Vorläufig ift die Anzahl der besonders wichtiaen Punkte, W[Öe konkars find. keine bcdeutende _ etwa fünf bis sechs _, und nachdem ja bezüglick) der von Oeüerrekcb-Unaarn und dem Deutschen Reich der Schweiz zu acwäbrenden Komesfionen cine Mek- nuncsversckyiedenbeit nicbt bestcbt, so erscheint der Gang der Verkand- lungsn wesentliä) Vercinfackot. Was un7ere Anschauung von dkm Fur Finaiiürung dcr Verbandlungcn noiandi-gen Termin bcstätigt, ist der Umstand, kaß dkr Handels- Und Ackerbau-Minisksr ix: ibksn Erlxffxn an Die KSMMLM und Korporationen Bcöufs Erstattung von GUT- acbten über die abzuschließknden Handelsscrträqs für dyn Handels- vertraq mit Skrk'ien dm Termin vom 15, JUL": anßcraumt Haken, daß Tomacka bi?) zn déescm Texmin ax? cin: Beendigmx: des Schxvciz2r VnKraaeI gcrccßnxt wird, da so'dcmn die Verbaödlungsn mit Sirki-Zn in NUMM genommen fink.
In dem Befindon Seiner Kaiserlichen und Königkickxen Hoheit des Erzh9rzog§ Franz Ferdinand, welcher die Nacht vom Sonnabend zum Sonntag unruhig bei stärkeren Fiebererschsinungm-t zugebracht hatte, ist dem „W. T. B.“ ?uktolgs gLstSM Vormittag eine leichte Besserung einge- re en.
Wie das „FrenZdLnblatt“ vernimmt, wnrde dsm im Minösterium d:“s Aeußcrn und des Kaiserlichen Haufssin Ver- wxvdung siebénden außerordsntlicbsn Gesandten und bevolX= mächtiaten Ministsr (Hxafen Kuefstein die Würde eineS Wérk- lichen (H?heimexx Raths und Dem ebendaselbst zuqétbéiltkn außer- ordsntlichen (HUcmdten und bévokxmächtigtettMinister Frxiberru Fwiedinek von Südenhorst: das Großkrsuz des annz Josépl) Ordens v::rliehey.
Jm VudgetauNcbusse erklärte am Soxxxxabend dEr Minister-Präfioent Graf Taaffe, die Régisrunß WENDE dsr möglichst b&ldigen WiederherstEUung dEr Prager Karlk-Brücke als eines wichtigen Kommunikationsmittels und historisch€n Monuments ihre vollsteAusmerksamkeit zu und habe l)ir1sicht1ich der durch bis Ueberschwemmung in Böhan vcsrursachten Schäden Eine Hülfsaktion in Aussicht genommen. HinsxchtLich der Klagen wegen Uebergriffe der Polizei und der politifaßsn Behörden gegenüber den lebeitexn und wcgsn Verkennung der 1110081711211 sozialen Fragé erklärte Graf Taaffc', es sei Pflicht der PVKZLZ, Aufzügen und Versammlungsn, Wclch€ die Ge- fährdung dé): Ruhe und Ordnung befürchten li-eßsn, recht- zeitig mit geséßlichen Mttteln entgegenzutretsn und das Vereinesyß stréng, aber gleichmäßig unpaxteiisck) zu hand- habsn. Vorkommenden L_Lebergriffsn werde im Rskurswege ab: geholfen werdsn. Es 1ei leichter, am grünén Tisch vom Takte der Polizei zu spreckzsn, als einer aufgerkgten Volks- monge gegenüber zu stehkn. '
Das Prager Bezirksgericht [)th nach Vernehmung einiger Zéugen heute die VLrhandlung über die Schläaerei in der Landes: Ausstellung vertagt. Der GérTckgtslzof stellte nach einer Meldung des „W. T. V.“ fest, daß bei der Schlägersi „am 20. d. M. der Kläger MüUer (Berlin) thatsächlxch körperliäze Vxlaßungen erlittsn habe. Der Angeklagte Cziczek bestritt Hie ihm zur Last gelkgte An- wendung von Gewalt. Die Arxsyagen der Betheixigtsn sowie der Zeugen waren, je nachdem 1ie von Deutschen oder Czechen abgegeben wurdén. durchaus widerspreÖend. Dsr vernommene Wachtmeister, der mtewenirt hatte, steÜte fest, daß die ganze Geseüfchast augenschsinlick; trunksn gewesen sei.
In Dkk am Sonnabend abgehaltenen Sißung dxs Kom- munikationsausfchusses dss un arischen Unter- haUsES wées _der Handexs-Minifter aroß bei der VS: rathung dc-r Gejcßyorlagen, betreffend die». Auflösung des Lloydvertraaes und den neuen Vsrtrag mit dsr urxgarijchen Dampfschiffahrt-Gesellschafl „Adria“, cms die Wichtigkeit “085 er7glischen Marktes Tür die ungarischM- Produkte hin und bstonte, daß dieser Mar ( noch mshr als bisher kultivirt werdgn müsso. Tie Schiffahrt Ungarns wsrde zum exstkn Male im Schwarzen Meere auftrsten und mit der staatlich Dox7a2=Schéffahrt zusammenwirken.
In der SUZUKI deS Unterhauses vom nämlicbsn Tags erklärte O_ei der B-Zrathmtg der Vorlage Übor di“: Verwal tungsrexorm Graf Apponyi, der Führer der gemäßi WU Oppofixion, er_ word? die Vorlage unterstüßen. Hiérbéi Feste xhn nicht ent psrsönliches Interesse, denn zwischen chm und“ dsr Regierung bestündeU noch große prin- zwixlke Dznerenzsn, vor deren Beilegung er ksinerlsi Funon emgehen könne. Auf eine Jutsrp-Iüation des Whg. Ugron, wechxr ausführte, dis Régierung ssi zur Ver- [erUung größersr Machtbefugniffe an don ObSrZespan des Bexs'sor Komitats nicht berechtigt geroésen, antwortete dsr V?xntßex:PrästdZnt Graf Szapary, er habe disseMußnahmen rechtze1t1g getronsn, weil später eventuell schärfere nothwsndig géWLsSU wären, Von dieser Antwort wurds mit großer Mehr- heit Kemxtniß genommen.
Großbritannien und Irland.
" Zux naßträgljchen Feier des Geburtstaa-zs dsr KomgtnBtctorta gab der Premier:Minister Marquis vorx Saltsbury gestern ein Diner, an welchem außer dsm Prtnzext von Wales. die Botschafter sowie das übrige drplomattsche qups therlnahmen.
' Der canadasxhe Premier-Minister Macdonald wurde, wu». neusre Nachrxchten aus Ottawa melden, bei d-em Schlag: anfaÜ, den er erltttten hat, auf der rechten Seite vollständig
gelähmt. Frankreikh.
' Paris, 1. Juni. In dem vorgestern abgehaltenen Mmtsterrathe kam der „sFr. C.“ zufolge die von der RS: merung und dem 80l1ausfchu e befürwortete Z ollfreiheit dsr Rohstoffe „zur Sprache; wogegen die Sclmßzöllner, ermuthigt duxclx 1hre bxsherxgen Erfolgs, auftreten woÜen. Der Handel?:- thster' wxrd m dte Verhandlung eingreifen und auf d1e frete Etnfzchr der Rohstoffe :'ingen. Hr. Jakes Ryche beabnckxtrgt namentlich, auf die Unzukömmlich- ketten „hinzmpetsen, die mit der Belastung der Felle und Haute, dte zuerst an die ReiZe kommen werden, sowie dsr Cocons verbunden wären. Na der Sitzung empfing dé):
KandelS-MZnister Abordnungen v2rfchied2ncr Departements, §(Zöne, Loxre, „“Danke-Loire, Dröme, IML, die nach Paris: ge ommen smd, um steh für die Zoafreiheit der Rohseide zu verFenden, und Hr. Jules Roche versprach, sein Möglichstes zu un.
Bei der estrigen Deputirtenwahl inBsaune wurde!,
.“ meldet, Ricard (Republikaner) gewählt.
der Deputirtenkammer brachte C'lémenceau einen, ntrag zur Unterdrückung von Betrügereien im Oxlhandel em. Die Dringlickeit wurde er- klärt. 'Der Deputtrte Castelin brachte ems Vorlage ein, wefchedxeAufhebung der Strafe des „in Eisen legen“
wie „W. T. In der vorgestrigen Sißun
be? deju Matrosen foxdext; der Antragsteller foxderte die Drmgl1chk€tt für s:",inen Antrag. Der M2r€ne=Minister Barbet) bekämpft? die Dringlichkeit, indem er ausfühkte, daß dtefe Straß w-ZniZZr hart als eine Gefängnißstrafe sei; kein
?qtrose würde das szängniß dieser Strafe vorziehen. .Die Drmaltxhkeit für 1191: Antrag wurde hierauf mit 381 gegen 103 Sttmxxten abaekehnt. Die Kamm-3r nahm nach Exlzdégung dxech mechenfakls diLVZrathung übor die Zolltaxiffrage mxder „aux. Der Ausschuß nnd die Rsmisrnnz verlangten fxxt-ZnEmgang für Mist!)? und trockeny, groß? umd kleine R01): baute. Der Deputirw Milochan vkrlangt-Z Linen Zoll von 12,50 Fr auf frés-xbs und von 30 Fr. auf trßcksne Häut-Z. La- v ?r tu1o :! aLéZ Béréchécsrscattsr trat fÜr die Befreiung sin; ÜH-érasl fete?! Hättte onfrsi; man dürfe ein Gswsrbz nicht zerstöxen, durch weches a[[2in in der Gegend von Grenoble ein Lohn: betxaggzon 15 MiUionen außgezahlt werds. Dsr Handels- thnsr bskämpéts dM Antrag MiloÖau'H, dex “(;ame mit 446 gxgsn 06 Skimm-zn véxworfen wnrM. Dia Bsfreiung OSL? Rloäyte Und Rauchwgarsn wurde daWUf a21g€n§mm€n u::d M MMM Vxhandlung auf Montag vertagt.
n FOLK? dsr auf (Titi-(MLJSÖWÖLUM Unruhen ist zum “(T)UYS'ÖYY framösis 011 Untertßmxsn Liu fraxxzösisch6c3 eregsschzfs nach Port au Prince Entsandt wordsn.
Henke wl], wie der „Köln. Ztg.“ gsfchristU wird, von dem ,ob-ZW:: Rath der Marine unter dem Vorséß “Les Miriisters da?- Programm der aroßxn Fthen=Manöver festgsféeüt wexden, Welche _im ZUM unier Laeitung dss VLCZLNOTUÖMLZ _Dupxrxé lnl'MlTT€[MLék staTtünJßn soZén. Das Gésckzwadér 101-1_s1attzw€1sr, vier Divésionsn Uméaffsn U:".d dis Rzssws- Txvxston tmrd YMMl skärker sei;; als Sins aktiv? Dmfioxx; qm!) 1011 [Wi dom zweitsn Theil diEs-Lr Dwision exne Mobtlm-xchung Wc!) aUen Rickztungen durcHgé: fxxhrt wsrden. _ FOTJSUDE Schiffe mérden daS Gsschwader b1lden: Panzer1ch1ffe „Formioavle“, „Trédem“, „Vauban“, „Amiral Baudin“, ,.D-Zvastation“, „Courbst“, „HocHe“, „Vc1t)axd““, „Dugu-ZEcUU“; KTSUZLT „Tage“, „CéciÜS“, „Trouoe“, „Lalande“, „Tupetit-Thouars“; TorpWokrc-uzsr „Vauxour“; ToxpédoAWos „Dague“, „Dragomw“; HUMM- ToxYEOOZ „OuraZan“ umd „Audacäsux“; Endlich dis Rsssrve: MUMM, dsxenBEjkandtthsiTE in dsr OÖLU Erwähntsn BSMWUUJ festgesteÜt werden sOÜM.
De_r Vextrcter dor chilenischen Konaressisten- Pxxxter verlangte von der Schiffsbaugeseüschaft di? Breserung. de_r _auf BLKSUWZ deZ Präsid-xnten Balmacedet L_rbauten L?ck);fss Utxd beanspruchte bis JUL? richtex: [WHM _EnUchetdung dis Ernsmmng eist Skanestérs. DJ_V PWM“, ernanyxo 6“;an Séquestsr und ExmäcHtigTe gl€tchzext1g dre Sch1nsbauges98schast, einen Vorschuß von L Mtüxonxn auf du? für die Erbauung de:: Schiffe gsfcbuldetsn (51/2 Mtlxtozwn zu fordern. Durch gerichtlichs Entsch-xidung ist WLiter b;»stmnnt worden, daß die beiden in Frankreich fÜr Rßckznyng der chilenischen Regierung gebauten Schiffe „Prefidsnte Errazuriz“ umd „Presidénte Pinto“ nicht abgeben dürfen.
. ' Aus Paris, 30. Mai, 11181st „W. T. V.“: „Das poli- zerlxche Vérbot dEr Aasstsllung éinch Vildés im „Sakon des Jndépsndantes“, welche?: dsn KMU: Wilhelm 1. zu Pferde d'arstsät, den Steigbügsk von ZWL'L Elsaß-Lothxingsn pcrsonifi= 3172111397! FraMngSstcxlten umklaMMErt, wird von vsrschisdsnchn VléZttern auf CME VOTÜZUTMJ dsr d2u1schzén Botsckxafé :,uxi'zck- gsfulwt. Von gyt UULLMÖWTELI Seit? wird diss? TarsTSÜung der: BMW:: (1ka dxxrchems unzutrsffßnd bezsichnsk.“
Rußland und Polen.
, Der Kaiser und dis Kaiserin [)ieléen U31! So::xraösnd tm Kreml zu Moskau gxoßsn Empfang ab„ 7.79“; MWS? G2- lsgsnbsit das Séadthaupt vom Moskau dxm Kaiser dsn Dank der , Bürßsrsckzast fü: diZ Gnads auéZspra-ZH, w-élche SLIM Majestät durck; Ernennung ssimss VrudUs, NH Großfükstén Sexgmß AlsxandrowéksÉ), „um GMcxal-Gouvsrneur von Moxkzxg dEr Stadt erwissen hab?. Später bEsUÖT-M die Maxéjtatén,'y0n HsrzahlrséßzenVolksm-engs Übsrakl nm [ÜUTÉM Jubek begrixxx, dw 39i171mck17ak)rts-Kat[)sdralz unk) 'La-3 Tchu50w- Hlosxßr “»znd ?OMTTU mik dsr Großfüxftin X.»:xéa soxyi-I dom Hroßxüryten Sergius *und Gemahlin die fkaxxzösisch Aus: xxsllxxng. In W: leßtersn wurd: das KaLsQLKÖE Paar von dsm gemmmten Pérsonal der französrsch5n Boxsckzaft in St, PETITI- Huxg,„denl;91)cen rUssisckzxm WüröcnträxBrn und "9037. SRYZU ÖT); sxäytijchen BIHÖWLU EMPfÜUZM. Auf (3111? Bssrüßxmgß: anwrackas dess _Stadthxuyts Erwidsrts OSB Kaifsr dvm „W, T. B.“ zuxolge: Er danks von gaxxzsm Herzen für ÖM ihm 31: Theil ngorOZUEU Empfang. Er freus sich, durch seinén Bruder in Moskaa verkrcésn zu skin und feiüber- FLUU, daß sein BrUT-er MoSkau [Lev gs-wénnen UU'O von Lesxcrem chiebt werdcn würds. Ec (dxr KaLsZr) 19.1113 YZOÉkaU schon in der Ki11dh€it [Wb JIWOU *.*:11. Dia KaissrlickzM HW:: fchaftcn verw-xilten 21/2 Stunde in Wr AUSZLÜUUZ. Nachher fand im großen Palais (*in DÜW? von 11EU1131J G3d€ch221statk, zu dem bis Spißen der Behörden und Mitglieds: der M05- kauer Gesellschaft Einladungsn erhalten hattsn, (Zsstkrn wnhntsn dsr Kaiser und die Kais-zrin Liner Parads dsr Moskauer Truppen bsi und stattetsn darauf der mitt?!- asiatischen AuBsteUung eins:: Besuch ab.
Italien.
Ja der Sißmxg der D*:putirthammc'r WM Sonn: aboUd antwortete der Finanz=Mini82r auf eins ?lUfrage der Deputirten Danes: dis (Hokrsédspreise sowiß déc: unsichsren inlä11disch9n und aUSlänöischeU NachrichL-xn Kchtfskiigtkn zur ZSit keino Maßnahm-zn bszijglich der (Hetreidezölls. „Jéöe Aendexunq könme fck;ädliäze Folcwn haßsn. JWMfaÜF wérde €): (dax Minéste'r) alls 1nöglich€nDat€n sanmrsln um die Fragx: zu stxxdiron, und das Ergexbnif; dsr Ernte abwarf-In. Er wsxde nöthig-exxfalls Vérfagungcn txeffen, um 1112 .J.-*.tchZsM dkr Ack-Zrbautreibsnden, der Konsumenten und de: Finanzkzn zu veryöbnen.
In dem h-Zutiqon Konsistorium erd derapsk, ancm Tslsgrmnm des „W. T. V.“ zufolge, nach dsr Ernsmmng dss Wiemxr Erzbischofs Gruscha zum Kardinal. zwaixzig USUS Bischöfe präkonisircn, nämlich sechs italienischy, viér spanische", zwei für Süd-Nmérika, einen für Afx'ika (Angoka und Congo und sisben Bischöfe iu xmrtibns. Dis Präkoni: sirung desL-rzbischofs von Mobilen) ist in Folgs 112439118112, entstandensr Schwieringitén 135€; zum HZrbst verschoben wordexx. _ Zn Gomxa ist am Sonntag der Erzbischof von Turin, * [imondm gestorben. "
Pormgal.
Z»: Lissckbozr Find qm SonnaßMd die Cortes_eröffnet wordcn. Das,?)öxnxstertum enkwrckelte 'in dsr Eröxjnungs; sißuxxg das b-Mtts bkkaMte Pxogramm, welch gi'mxxig aux-