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'für Infektionskrankheiten in Berlin, Professor Dr. Claus
Den Privatdozenten in der philosophischen Fakultät der Friedrich Wilhelms-Univerfität zu Berlm Dr. Walter truck und Dr. Wilhelm von Sommerfeld ist daS Prädikat Professor beigelegt morden. ' , Dem Gymnafialdirekwr Dr. Müller ist die Direknon des Gymnasiums in Patschkau, Regierunngezirk Oppeln, über- tragen worden.
Königliche Akademie der Künste.
Bekanntmachung.
Das unterm“ 2. Dezember 1910 außgeschriebene,Stipend ium der Nathalie Pirsch, geb. Wolff-Stiftung tm Betrag? von 300.11 Haben wir der (Gesangschülerin an der Königlicbey akadem1schen Hochschule für Mufik, Fräulein Johanna Sternberg m Charlotten-
urg verliehen.
Berlin, den 5. Mai 1911.
Der Senat, Sektion für Mufik. G e r n sl) e i m.
Ministerium des Innern. Die bisherigen Abteilungsleiter bei dem Königlichen Institut
Schilling und Professor Dr. Joseph Koch sowie der wiffen- schaftliche Hilfsarbeiter, ProfeJor Dr. Max Hartmann . smd zu etat§mä igen wissenschaftli )en Mitgliedern dieses Jnstttuts ernannt worden.
Der Kreisassistenzarzt Dr. Pilf in Wiesbaden und der Arzt Dr. Rosbrig in Duderstadt sind 511 Kreisär ten ernannt und Ersterer mit der Verwaltung des Kreißarztbezir 6 Landkreis Wiesbaden, leßterer mit der des Krezißarztbczirks Kreis Duder- stadt beauftragt worden.
Der Bautechniker Kraus ist zum technischen Sekretär bei der Königlichen Ve11'11chs- und PriifungSanstalt für Wasser- versorgung und AbwäserbeseitigWg in Berlin ernannt worden.
Die KreiSarztstelle der Kreise Heinsberg 11111) Geilenkirchen, Regierungsbezirk Aachen, mit dem AmtSsLH in HeinSberg, ist zu bcseßen.
Das Dißhthcricbcilsern 111 mit den Kontroünummern 253, 256 11111) 257, geschrieben: „5111-21hundertdrciundfünfzig“, „zmei1)unde1*11"2c1)§1111df1'111f3111“ und „3111811111111)Ortsiebcnundfünfzig“ aus dcm Schlaboratorium R11212-C'nock) in Hamburg ist wegen Abschwäckmng zur Einziehnng bestimmt.
Yichfamisicßcs. Deutsches Reith.
Preußen. Berlin, 5. Mai.
Seine Majestät__der Kaiser und König empfingen heute vormittag im Rendenzschloß 111 Karlsruhe den dort ein- ZZtroffcnen Reichskanzler Dr. von Bethmann Hoüweg zum
sortrag.
Laut Meldung des „W. T. B.“ sind S. M. J. ,Hohen- zollern“ und S. M. S. „Königsberg“ gestern ßezm. vor- gcstern 11011 (159111111 nach Gibraltar in See gegangen.
S. M. Tpdbt. „Sleipncr“ ist vorgestcrn in Tunis ein- getroffen Und an demselben Tage von dort nach Gibraltar in See gcgangem.
S. M. J. „Sperber“ ist (mf der Heimreise vorgestem 111 SUez eimchvffén und 11111 gcstsM die Reise nachAlexandrien 511111210121.
(Restkm sind S. M. S. „Emden“ 11111) S. M. Tpdbt. „Tak11“ '111 Tsingtau und S. M. Flnßkbt. „Vaterland“ in Schc1111111c11 cingctroffen.
1S.I)1.F[11f;kbt. „Tttcr“ ist gestern 131111 Tschungking nach Jtschang (“,)/1111131121 (1599951111211.
Qefterreich-ngarn.
Der ungarische Hanchmini/LLF Hieronnmi ist, „W. T“. B.“ 311101112, 118112111 in Yudeksa nack1 1071116761,“ Krank- heit im 5111121“ 111111 74 Jahren 112110111211.
In der heutigen (5113111111 13953 ungarisävsn 211): geordnetcnbauses widmete der 5131111159111 Bcrzéviczn dom verstorbknen „Handolsminister H i 91“ 0 1111 mi einen tiexcn1pf1xndenen Nachruf. Ter Ministervräsident Graf 51511211:Öed€rv.1111 gab 1211101 T1“1:ue1' 211121511111 11591“ den “119111111, 5811 1191111113213 die Regie:- r11n11 d11rck1 das Hinsckwiden ."?"W. 511 112111orragsnden 211111111de 611111211 111150. Hierauf 1111111147.) 011152111911 Parteifüßrcr 9521151116 die Ve1'diens1e ch TL1'2'7'19151'11211. Ein Antrag, die Trc111s1'x11010k01111ri1'ck1 zu 1713101010011 11111) ein Begräbnis (mf ZtWTÖkOÜSU 511 52111111111an, wnrde cinsti111mig (111991111111111211.
Großbritannien und Irland.
Jm 111110111a111'e richtete gestern der Abg. Dillon die Frcme (111 den ZLQUtézsekretär des 2111211116111111911 2111115, 111) die: bütische 3161118111170 eine Eisenbalmkonzx'ssion. ._in Sü_dperfien nc1ch112111c111 1111119 und ob die Form 119?- br1t11ch€11 E1121ch911€ an die persische Regierung und Z'; :'31111ck18 211121111111 paraux 1327; öffentlicbt 111111112, worauf Z;:' 25113de GTM, erwrd-zrte, dax, die britische "3121112an sab wegen ch TpxronSrscknxs 511111 Bau einer Eisenbakm mit britischem Kapital in Züowenvernen an Persien gewandt habe, er 111221 bei Dem gegemwärtigc-n Stand der Verhandlungen nichr 111 der Lage 117.1, eine Er- klär1171g Über die “Form 5263 Ersuchens; oder oer Anémort darc111f abzugeben. Sodann wurden einige Mar okko be: treffende Anfragen erledigt.
Ter Akg. Dillon wün5chte eine JStéZN-tlicbunz ke: TUteÉ 1:87 franzcüschcn NOTE, durch die die Akfirbt rx: ?ranxéfi'kßen Régißrum, Trurven nacb Fes zu sendsn, mitgetsilt worcxn ssi, UKT_€Ö€UW dic Vsröxsntlichang der kritiy'cbsn Antwort 517.111?- 131313111 271111611? Grey, „W. T. B.“ zufolge, die MiULUUUJ sei mündlich erfolgt, 11:11 eine Note 3111 Veröffentlichung; LÜNEN nicht. Tr:;mn fragte Kei: Harkix, 1117 Fes nicbt FN 811121 Werbe von 1911 Sultan?- trurrer1 91117835; 13:1", unk, rrßnndem so wärs, was i.":r 81118 thwsnxigfm für einséraxzxsikchk Jntsrrentionvorliege. Sith? (“ w a “:'c G r e 1; MWML, die 1751271 Nachrickxm aus Fes [aut_eten_, "Tat“; die ?ustxnémabaUa kcrtb'm z::xäck-Zefekrr sei, dar"; in Fes 121111 Nuke bxrr'cbe, aufznéalb kk! Staxt akN réllige Unordnung „md kai; rie Trakt ::m Y_krkebr ab,;kkcbmtxén 121. AU7 2158 weitere Anfr.“.ge ?rklärte GM:, rie 7731111":-
xQuelle zufolge, aus, der
von Fes mitzuwirken. Damals hätten keine Nachr1chten über einz- un- mittelbare Gefahr für die Europäer vorgelegen, aber es seien settdem Nachrichten ein egan en, da13 die Verbindungen zwischen Fes und der Küste seit ein ger eit unxkerbrocben seien und daß die Situation jeßt augenscheinlich zu Besorgniffen Anlakß gebe. Auf ein? Frage Keir Hardies, mit welchem Recht Fran reich odex Großbrttannien 71 in die inneren Angelegenheiten Marokkos einmtschten, erwiderte Str Edward Grey, er möchte ihn auf die Algecirqöaktx und auf das engliscb-franzöfiscbe Abkommen Vom Jahre 1904 hmwetsen. Hierauf trat das Haus in die Beratung des Versiche- rungsgeseßentwur S ein. Der Kanzler der Fkammer Lloyd George führte, obiger eseßentwurf gliedere fich n zWei Tetle, wovon einer die Versicherung gegen Krankheit, der andere die Ver- ficberung ge en Arbeitslofigkeit betreffe. DteKrankxnversicberung liedere ficß in die obli atoriscbe und die freiwtllige. Erstere be- ?tebe in obligatorischen bzügen vom Wochen1ohn ydex vom Ver- dienst, der weniger als 160 Pfund Sterlmg jabrltcb betrage. Zierzu treten die Beiträge des Arbeitgebers und des Staates. uSgenommen von dem Geseße seien Lehrer und An e- hörige von Heer und Flotte, für die besonders Vorsorge getro en werden solle. Der Lohnabzug würde bei Männern vjer ence, bei Frauen drei Pence wöchentlich betta en. Die Arbettge er sollten wöchentlich drei Pence für jeden iter Angestellten, der Staat zwei Pence beitragen. Die Gesamtzahl der Von dexn Gefes- entwurf betroffenen Männer, Frauen und Ju endl1chen be- trage 14 700 000. Um der eißel der S wkndsucht zu begegnen, schlage die Re ierung vor, den_ Lokalbebörden und den Spitälern bei der Eni tung von Sanawnen im ganzen Lande Beihilfe zu leisten. Der Staat würde hierfür ein Kapital von 1x Millionen Pfd. Stekl. vorsehen. Die Krankcnunterstü ung_ solle für die ersten drei Monate 10 Schilling wöchentlich, für d e nachsten drei Monate fünf Schiüina wöchentlich betragen. Dauernd Arbeits- unfäbi e 1911an fünf Schil11ng wöchentlich Erhalten. Der Entwmf sone auptsäcblich mit Hilfe der AtbeiterunterstüYungöVereine d'arch- geführt werden, doch könnten die Beiträge auch dur d1e Post Zntrtchtet werden. Der Geskßentwurf werde erst am 1. Mar 1912 m Kraft treten. Die Belastung des Staats für 1912/13 werde fich auf 1 742 000 Pfund Sterling belaufen, für 1913/14 auf 3350000 und für 1915/16 auf 4568000 Pfund Sterlin. Was die Versicherung gegen Arbeitslosiqkeit betreffe, Jo werde fie obligatorisch, Vorläu g aber auf das Maschinen- und BauasWerbe beschränkt sein. Arbeitge er und Arbeitnehmer soUtén je 21 Pence für die Woche entrichten, wäbrxnd der Staat ein Viertel der Kosten tragen werde. Die 211513115- 1osenunterstüßung werde bei den Maschinenbauern Heben Schillin wöchentlich betragen. Im Falle von Aussiandcn oder * ussperrungen würden aber keine Zahlungen geleistet werden. Von dem Geseyentwurf würden 2 400000 Arbeiter betroffen wcrden, dkkkn Gesamtbeitrag 1100000 Pfd. Stets. betragen würde; die Arbeitaeber würken 900060 und der Staat 750000 Pfd. bei- tragen. Die gesamte im ersten Jahre für beßde Arten der Ver- ficherung zu erhebende Summe beziffere fich a117 24 500 600, wovon der Staat 2500 000 Pfd. beitrage. Jm viertcn Jahre würden die Beiträga des Staates schon auf 5500 000 Pfd. ge- stiegsn sein. Lloyd George wies in seincr Rede auch häufig auf das deutsche Verficberungssvséem bin und er- wähnte anerkennend, das; die deutschen Behörden in entgegen- kommendster Weise Matérial zur Yerfktgnng gestellt bättsn. Austen Chamberlain begrüßte den Gejeykntwurf und brachte die (111- enwine Zustimmung zum Ausdruck. Mac Donald (Arbeiterpartki) ?pxach fich ebenfaüs günstig über den Gescßentnmrf aus. Das Hat1§11ahm die Versichcr11ng§vorlagc in erster Lesung einstimmig an. Frankreich. Der Ministerpräsident Monis und die Minister
Berteau und Cruppi hatten gestern vormittag eine Be- sprechung 111 der Marokkoangelegenheil.
Rußland.
In der Kommission der Reichsduma für Wege und Verkehr erklärte gestern, wie „W. T. B.“ meldet, bei der Beratung iibcr die Beschaffung von Mitteln für ?(!er- banten der Vertreter des Finanzministeriums, daß ei der aegcnwärtigen 9161132115111 21196 1386 Reichsschaßes eine Anleihe für Hafenbautcn 111111131111 ssi. TieKommission beschloß darauf, 11011 011191 2111191119 (1113117111911 und die crfordcrlicbcn 210 MiUionen 21111321, (mf 11213211 35512 gleickmnäßig verteilt, aus Mitteln ch Reichsckchs (1115111521125.
Belgien.
Wie die 2111160161“ Abendblätter berichten, ist der Gesund- 11211-35111111111) 501“ 311311111111 verhältniNnäßig gut. Dic Ent- z1'111d1111g 1111111111 91111211 1101111c118n Verlauf. 231111211116 werden nicht Ueröffentlicht.
_ JU dsr (:o/“11111211 Kammersißung erklärte der „Unister 586 311119171, „W. T. B.“ zufolge» daß im Hafen von Antwerpsn sofort nach E11111Lck1111g cines pkstvcrdächtigen JUNI (1119 erfordsrlicben Maßregeln getroffen worden 191211, trotzdem die Pest nicbt féstgcstcllt werden 111111112.
Amerika.
TUS amerikc11111'ck1e Stamsdkpartement betrachtet nach einer 5111215111113 des „W. T. B.“ den Zwischenfall von Agua Priska 111€: beigelegt. Tie bcricbtigte Antwort Mexikos auf die Vorstellungen ILL“ Vsrsinigtcn Staatcn wird als voll: kommen béfricdigsnd angesehen.
"- Auf eine Anfrage 111 der gestrigen Sitzung der kana- dischen Kammer erklärte der Premierminister Laurier, obiger Quelle zufolge, daf; Verbandwngen iiber einen Gegen- seßtigkeitövcrtrag 11111 Deutschland nicht stattgefunden
(1 911.
h -- Vom „W. T. B.“ verbreiteten Meldungen aus Mexiko zufolge ist die Hauptstadt 1111111111 Gefahr, an- gegriffen 311 werden. Sie verfüatg'1ber eine mit Schnellfeuer- geschüßen (1115112156219. Vssatzung 11011 2000 Mann und 1200 Gendarmen. In der Umgebung machen fick) Banden der Auf- ständischen bemerkbar, die aber umereinander nicht in Verbindung zu stehen scheinen. TUS Kriegßministerium ist davon benachrichtigt worden, daß die Aufständischen den Hafenort Mazatlan, wo sich viele Amerikaner befinden, ein- 11211 om men Haben. Dagegen sind die Revolutionäre, wie aus Prssidio in TeraS gsmeldst wird, vorgestern, nachdem fie die Bela_er11ng von Ojinaga hatten aufgeben müssen, bei Elgato nach echsstündigem Kamps geschlagen worden.
Dem mexikanischen Friedenßunteréändler ist eine von Madera unterzeichnete Erkkärung unter reitet worden, in der verlangt wird, Diaz möge ein öffentliches Versprechen ab- geben, daß er auf die Präfidemschaft verzichte.
Asten.
Wie „W. T. V.“ meldet, beunruhigen von chinesischen Truppen zerstreute Chunchusenbanden wiederum die BG wohner der Törfer in der Umgegend von Charbin. Tie Trupvenabteilun-Z, die die Banden verfolgte, wurde durch ein Kavallerieregiment auß Mulden verstärkt. Der neue General- gouverneur bat um 1312 EntiendUng einer sechsten Divifion nach
- Afrika.
*Nach der Meldung des französischen Konsuls in es über den Einzug der Kolonne des Majors Brémond am H;. April find alle Jnstrukteure wohlauf. Die Kämpfe seien erbittert Ywesen, die Stämme hätten fich nicht unterworfen. Die
lockade der Stadt dauere "Fu, es herrsche Mangel an LebenSmitteln, und die Notwe i_ keit neuer Zufuhr sei nach wie vor drin end. Der englische onsul McLeod meldet dem englischen Ge?andten, der „A ence Zayas“ zufolge, in einem Schreiben vom 26. April, da die age bedenklich sei. Nach- richten aus Fes vom 29. April be tätigen daß die Stadt ein-
e chlossen ist, die LebenSmittel napp 117111 und die Stämme Sch nicht unterworfen haben. Andererseits meldet der General Toutée, daß er ohne Zwischenfall in Debdu angekommen ei und den ihm vorher zugegangenen Befehlen nachkomme, won ck der Muluya nicht überschritten werden soll.
Koloniales.
Eine Strafexpedition nach dem Markbamgebiet in Deutsch-Neuguinea. Bezirksamtmann Ber hausen in ?riedrich-Wilbelmsbafen be- richtet dem „Deutschen Ko onialblatt' zu olge: Auf einer Reise ua;? dem Hüongolf erfuhr ich am 25. Januar in dem Namalado
Bussama unweit von Samoabafen, daß der Paradiesvogeljäger
Richard im Januar im Hinterlande des erzoggebirges von Em- geborenen erschlagen worden sei; Rickard warm tneun Jungen bei Stein- meßspiße in das erzoggebirge_mngedrungcn. Nac!) mehrerenTagemärscben War er auf zal) reiche Eingeborene gestoßen, mit denen er frkundliche Beziehungen anknüpste. Die Eingeborenen bei?" Buang. Nach kurzem Aufenthalt ging Richard, unter Zurückla ung seines Gepäcks und von acht Jungen, nur von einem Jungen und zwei Buang-Ein- xborenen bsgleitet, Weiter 111 nordwesüicber Richtung vor. Er stieß ßtkr auf die zahlreichsn Wamba-Eiv eborcnen, dée mit den Buan - Eingehorenen in Feindschaft lebkn. ie leßteren batten Richard WT vor emem Betreten des Gcbists ker Wambaleutc gswarnt. Richard Wurde dann.!)on ken Wambaleuten troß Gegenwehr erschlagen, mit ihm der ihn bcglettende Arbsiter und ein Buang-Ctnaeborener. Dcr überlebende Buang-Cmgeborene brackpte die Kunde zu seinem Pla "e, worauf die Richardscben Arbeitkr die Habe_dcs Getötcten mit -ilfe der Ein- geborenen zur Küste nach Bus 1ama brachten Die erneute Er- mordung eines Weißen und die Rückficht auf die Küstenkewobner, die gerade_ 111 der (Hßgxnd des Matkbam in ständiger Furcht vor den Ueberfallßy der Hmterlandbewvbner leben, machte ein energiscbcs Durxéxgrßtssn gegen die Wambaleute notwendig. Von Morobe, wobm 1ch z11r Crledi ung mzderer Geschäfte mit .Gabriel' fuhr, nahm tcb de,n olizeimeister Kraus und 25 Soldaten zur Verstärkung m1t und marscbiekte am 28. Januar mit 111111 und 46 Soldaten bei Steinmeßspise ins Herzoggcbirge. Dieses wnrde in scinkn v»rschiedenm Höbenzügen d11rchquert, Wohei Höhen Von stveifellos über 1200 m (Moosvcgctation) über- scbntten wkrkcn ' mußten. Am 31. Januar aelanatcn wir zu den Buang1euten, 11111 densn wir gleichfaUs freundschaftlicbe Beziehungen ank11ü511811._ Am 1. Fehruar Wurde dann untkr Zurücklaffung sämt- lichn Gepäcks gsgen dre Wambaleutc Vorgegangeu. Wir Waren Von über vierbundert mit Srccrcn, Pfeil und Bogen, Holzschwertern und Schilden bewaffnctcn Buanglsyten begleixct. Als wir in dem Gebiet _dcr Wamba ankamen, sammélten sick) Scharen Von Eingeborkncn 111 den Dörfern und führten dort Kriegstanze auf. Wir rücktkn 1119 zu Liner hoben Bergkuppe bci de'm größten der Wambadörfer wor; dort 91119811 dann die Wambaleute von zwei Seiten in langcn Reiben, hinter 11111211 mannsboben Sch11d6n gedeckt, direkt zum Angriff ge en uns über. In fast dreistündigem Gefecht wurden fie zurüé- geßcbla en und auseinandcrgctrieben. Das große Wambadorf wurde unter euer genommen und eing€äsch€rt. Die Wambalcute batten etwa vi erzig Tote. Die befreundeten Buanglcute griffen in das Gefecht ein. St€11€111vcisc kam L_s zu einem erbitterten Nahkampf. Die Soldaten, anfänglich durch die Menge dkr Gegner und den Cinfiusz-der aufgeregten Bucxngleute unruhig gemacht, bieltrn fich nachher sebr tapfer: Polizkimcister Kraus Vsrdient _sür sein ruhiges, tapferss Vorgcbcn VoÜe Anerkennung. Nach in§g61amt elf Stundkn, während dkren wir außer etwas wüdem Zucker nichts genoffcn batten, langten wir wieder in Buam] an 11111“- crrcicbten nach zwei GNvakkmärsckycn 17111 3. Februar die KÜstS. Rach Angabe der Bnanglcute ist Richard Von den Wambaleutsn begraben und nur “rie beiden ermordeten Schwarzk11 find aufgefreffen wwrden. Ob die Wambas identisch mit den 2.19 Wamhas am mittleren Markham find, konnte nicht mit Sichcrbett festgc/tcllt MWM.
Parlamentarische Nachrichten.
Die Schlußberichte über die gestrigen Sißungcn des Re i ck H : tags und des Hauses der Abgeordneten befinden fick) in der Ersten Beilage.
_ Der Reichstag begann in'seiner heutigen (167. Sißung, der der StaatSsekretär des Innern Dr. Delbrii bciwohnte, die zweite Lesung des Entwurfs einer Reichs- versicherungSordnung.
Borichterstatter 11er das erste Buch „gemeinsame Vor- schriften“ ist der Abg. Dr. Drocscher (dkons.). Der _erste Abschnitt „Umfang der Reichßversichernng“ (Kranken:, 1111111113 Jnvaliden- und Hinterbliebenenversrckwrung), §§ 1 und 2, wurds ohne Debatte unverändert genehmigt. '
Der zweiteAbsckmitt „Träger der Versicherung“ umfaßt dre „3:6 3 bit.", 32. Die §§ 3 bis: 6 passierten ohne Debatte. ? 7 bestimmt, das; der Vorstand des Versickwrungézträgers (Kran, en- kaffe, Verufsgenoffenschaften, Versiéerungsanstalten) in eiltgen FäÜen schriftlich abstimmen lassen ann. _
Abg. Schmidt-Berlin (Soz.) befürwortete Stre1chqu dieser Bestimmung. Die schriftliche Abstimmung müßte m allen FäUen zugelaffen sein, um zu ermöglrchen, daß auch Rentenansprüche eingehend geprüft werden. _
§ 7 wurde unverändert angenommen, ebenso d1e §§ 8--10.
,' 11 bestimmt: „Die Sitzungen find nicht öffentltch.“
269. Bus old (Soz.) vertrat einen Antrag, dieser Bestimmung binzuzufeßen: „soweit nicht anderes beschloffen wird“; Die Ver- ficberten hätten ein roßes Jntereffe daran, die Beschluése des Vor- stands kennen zu Kernen, und das geschehe ccm esten durch öffentliche Abhaltung der GeneralversammlunJZen. Der sozialdemo- kratifcbe Antrag ebe die Möglichkeit, je nach Yrdern nicbt öffent- lieb oder öffentlicß zu Verhandeln; die Rechte der erficherten wurdm dadurch gerrabrt.
§ 11 blieb unverändert.
§§ 12 ff. handeln von den „Ebrenämtern“. Nach § 12 find nur volljährige Deutsche zu den Organen der Verficherungs- träger mä (bar. _
Abg. engsbacb (Soz.): Wir sehen nicht ein, warum mcht auch gut eleumundete Ausländer, die Jahre lang und Jahrzehnte lang 111 den Grenzbezirken und in M11teldeut1ch1and gearbeitet und das Vertrauen ihrer Mitarbeiter erwvrben und alle Steuerlastexu
etragen haben, in diese Ehrenämter wählbar sein sollen. Wir
fikcbe Regéérung kak? mitzersilt, daß eit) _dringenfk-IS Eréx1chén 'r-Z Zultßns Frankrsiäz :anwkzt hab?, b-n (Sk Vklkung «ne: Makaß: 111211 ("'H-111.13
“521 Mandschurei ersucht,
,chlagen deshalb vor, statt „Deutsche“ zu sagen „Personen“.
. . lkenbu : Soz.): Ew: gan e Anzahl Leute find in Den A(511an*:)orban'deuk, (die deutscher Ab nft find„ aber die deuts e Reichsangebörigkeit verloren „Haben und nicht wieder- erwerben konnten; das trifft z.B. auf dtejeni anannoveraner xu, die nach 1866 nach Hamburg gin eq und „nach nfjäbri er Abwe enbeit ihre hannoversche Staatscm ? öU keit embüßten. Un ex Kollege Elm wäre infolge ähnlicher Ver ältnßse beinahe wider Willen Dane ge- worden. *
Der ialdemokratische Antrag wurde abgelehnt.
Nachso§z 14 Absaß 1 ist als Vertreter der Verstcherten nur wählbar, wer bei dem Verficherungsträger verfichert ist. Nach Absaß 2 der Kommisfionsbeschlüffe [sollen bei der Unfallverstche- rung verficherte Mitgliedex der Beru s, enoffenschaxten de'n Unter- nehmern zugerechnet werden, wenn te regelmä iF mmdestens einen VerfichemngSpflicbtigen beschäftigen; bei. en übr1 xn VersicherungSzweigen sollen solche Versicherte, dre regelmä 1g mehr als 2 VerficherungSpflichtige beschäftigen, den Arden- gebern zuqerechnet werden.
Abg. *Molkenbubr wil] allgemein jeden Versicherten, der regelmäßig mindestens einen Verficherungspf11cht1gen beschäftigt, den Unterne mern zugereckpnet wiffen.
§ 14 blieb unverändert.
(Schluß des Blattes.)
_ Auf der TageSordnung für die heutige (67.) Sißung des Hauses der Abgeordneten, welcher der Minister der öffentlichen Arbeiten von Breitenbach beiwoLUte, stand die erste Beratung des Entwurfs eines Eisen ahnanleihe- geseßes in Verbindung mit der Beratung der Denkschrift über die Entwicklung der 11ebenbahnähnlichen Klein- bahnen in Preußkn und der Nachweisungen über die Verwendung des Fonds zur Förderung des Baues 1) on Kleinbahnen.
Die Verhandlungen hierüber wurden durch eine Rede des Ministers der öffentlichen Arbeiten von Breitenbach 211th- leitct, die morgen im Wortlaut wiedergegeben werden wird.
(Schluß des Blattes.)
Dem Reichßtage ist der Entwurf eines (Heseßes über die Außgabe kleiner Aktien in den Konsulargerichts- bezirken und im Scbußgebiet Kiautschou, der vom Reichstag am 6.9)11111910 in zweiter Lesung mit geringer Mehrheit abgelehnt worden war, abermals zugegangen. Ein- zelne, inzwischen geltend gemachte Wünsche und Bedenken sind in dem Entwurfe berücksichtigt worden.
Statistik und Volkswirtschaft.
Die Geburjcnbäufigkeit und die Stcrbli keit in d deutschen Großstädten. ck en
Man War früher chvbnt, Deutschland als ein kindkrrekcbcs Land 31: betrachten, 5. . als 6111 Land, in dem aufje 1000 Ein- n*011ner 40 11118 mehr Geburtén entfielen. Dies traf auch bis zum End; dcr fisbztger Jahre im allgcmcinen zu. Seitdkm ist 66 jedoch (111111111113 Jsgangen, ,und die Gesamtziffkr sckIWankt jéßk 1111 1111111911 9161671“ zwtscben 33 und 34. In den Groß- 11.111111 111 qbcr der Rück ana noch Weit bedenklicher. Dte VeroffenMcbung des 'KaiFerliÖen Eesundhcxitsamtes 11er das Jahr1910 zeigt, das; d;e_Gcburtcnziff€r von 40 der grö ten Städte Deutschlands, die 31110111an 12,6 Millionen Einwvßner 31151911, sth dem Jahre 1907 immcr weitsr zurückgegangen ist. Dama1s betrug fie, 28,3, heute nur urch 25 auf je1000 Ein- kéchncr, und noch 1s1 mcbt abzusehen, wann der Rückgan zum Sullstany kommen ,wnd. Denn eine ganze Reihe von Groß tädten bcMgt s1ch Wscytück) 111113: diesem Durckpscbnitt. So ist die (55?- burtcnzabl jn Gchoneberg m dcn lcßten vier Jahren 11011219 auf 16,2 gesunkkn, m Cbarlotfcnbmg 121111 21,4 auf 19,3, in Wilmersdorf von 20,4 auf 16,3,_in Wiesbadkn von 22,5 auf 20,1. Sjädtc, in dencn 1191) die Akwartßbewequng nicbt gelte'nd machte, gibt es über- 11a1tpt_n1ch1. Jn Gclwnktrcbcn, das in 17111611 diesen Jahren den Rekord der Kmdxrerzxugung„behauptete, ging die' Gesamkakyl yon 47,2 auf 41,9 11111118", ahnlich _111 Dortmnnd, Dxisburg, E en und Mannheim, den emzxgcn Großstadtcn, die noch [111118 65111? GS urtenzabl Von mehr als 3907a111sz1m€e1sen basben. „_ cx 11111 igsrwei 8 findet fick) 111111 in diesen Städtsn 11111 16: 9170?th Geburtsziffer nicht auch die verhältx1i§mäßg größte Kinder- sfx? _11_1ch1'e11. Dortmund, E en und Gelscnkircben stehen *fygar 11111) ?Upftjgkr ka a'ls der_Durcbf 11111 (11161 Städte, Duisburg und 2111111111? _101111 11111" WLPJ dargber. De'n traurigen Ruhm kcr größtkn Kinder- jterblicbkézit mmmt vtesmehr Stettin für fich in Anspmch, nächstdem Cbcm11i,_Brkslau, Magdeburg, „Nürnber? und auffaüenderwe'ise (111711) ' 011111. Doch 1st 1181 Bres au, Magdeburg und C5em11115 hervorzuheben, daß 111 den !cßtcn Jahren eine starke Abnahme, erfolgt i_st. Der GesmnfdurÖscbnitt der Kinder- ste1'bltchke1t_ (111121, Stadtc betrug im Fabre 1907 auf je 100 stcnd- 9811918118 11,04, 1111 Jahre 1910 dagegen 15,08. Stettin akkr hatte 219, (811811111115 19,1, MagdeHura 19,0, Nürnberg 18,1 und ©5101; 18,1. DW (111111118118 K111derstc§rbltchkeit weisen demgcgenüber die 11811611 (Schwesterstadte Barmen und Elberfeld mit wenig mcbr als 9 (5,56- -1orbene11 auf 100 Gkboréne, Wilmersdorf mit 9,02 und Cassel mit 13,95 auf. Merziger als 11 Gsstorbene batten sodann noch Hannover, ck1111911 11nd_W1esbaden. Dic Tatsackpe. daß unter diesen 113111711: ae- 119111'en StadZen mcbrßrc mit starker Arbeiterbevölkerung 111?“ ' " 1111217161, auf dtescm G-thetc noch gele'istct werden kann und 1111.11 Du: Gesamtsterbltcbkcit folgt dem seit vielen Jahren 111 D «111115- 1and zufkon'staticrenden Gesetz dsr Abnahme. In den 11111811 vier Jahren 1[t ste von 16,33 auf 14,58 Gf torbene auf 1000 Einwohner 118181 Stadte gxsnnke'n. D_1e geringste terblichkkit hat Wilmersdorf M11" 6,94 0/00, em außergemobnlicb nicdri er Stand, der wohl nur auf VJrchrgchcnde_ Ursgchen, besonders au? starken ZfU ug junger Be- 11 ollerung zuruckzufuhren ist; An zweiter Stelle teYen Schöneberg 111111 Charlottenburg aus abnli en Gründen. Dann aber zeigen nwder die bxiden Schwestertädte Elberfeld und Barmen, WEZ auch bei ketneswe s idealen Zuständen durcb vernünftige Städte- kvgtene und gesugde ewvbnbelfen der Bevölkerung erreicht 11111011 ann. Beide Stadte_ leben nur weni ungünstiger da als Char- lottenbur . _Auch Du eldgrf„Cs[erx, ZannoVer, Bremen und Kiel sind als tadte mi_t verbaltmsmaßtg geringer Sterblichkeit bewor- ZUkoieben. Den ungunstigsten Pla nimmt da egen seit den le ten re Iabren Posen ein. An zwei er SteUe ste t Breslau, das fruher lech größere Sterblichkeit als Poéen aufwies fick) aber in den iéßikxt Jahren'Wacker vorwärts gear eitet hat. Es folgt als Dritte LF Bunde dte lcßte Metropol“: des Ostens: Königsber. Ueber k „andi , das noch kein städtisches Statistisches Amt unterbä t, liegen „Zink; nggbßn aus dem Jahre 1910 vor. Die Verhältnisse smd dort a n ck 11311- 1n Köx11 sbxrg. Auch Stettin ist schon wegen se ner sebr gkyßen Kmdersterbltt kett ungünstig geteilt. Doch wird es merk- wurdkgerweise von etner Stadt übertro en, die fast genau am ent- Zkßknßeseßten Ende Deutschlayds liegt und die man gewöhnli für uedorxGers bev_or ugt hält, namlich Von Freibur 1. B. Auch cLMM? " öikÜL dab en zu den weni er günstigen StäYten. 11 cbkeitST man fiebt, gibt eine , etracbtuna der Geburts- und Sterb- Auf aba ffeirn Anlaß zum Nachdenken. Es wäre eine dankenswerte sterézliclxk“ iLtUXWL zu Untersuchen, welcbe Gründe die große Kinder- e n Stettm hat. und warum Städte wie Görltix, HaUe
und di Warme; MGU?) LTF des Ostens so anfäÜkg hinter Elbe eld und
“:*“.„1,
Der Alkoholiömus als TodeSur a ' im Jahre 1909.'. (he m Preußen
Die vom preußischen Statistischen Landesamt heraus e ebenen .Meixizinalstatiétisckxen Nachrichten“ enthalten im [eh!en gefftxe eine statisttscbe Dar teilung der Sterblichkeit der Gesamtbevöl erung W preußischen Staats nacb Todeßursachen und Alterskla en während des Jahres 1909 und darin auch Angaben über den lkoboliSmus als ngWur/ache. Danach starben 1111 Jahre 1909 1096 Personen an SauferWabnfinn, währerxd 1908 1157, 1907 1203, 1906 1132, 1905 1008 ynd 1904 1001 dteser Krankheit erke en find. Die Mortalität an SaufWabnfinn tft, auf 100000 Leben berechnet, von 4,45 im Jahre 1877 auf 2,81 nn Jahre 1909 gesunken. Eine Zusammen- ste11ung 'der an SaufeWabnfinn Gestorbene'n nach Alter und Geschlecht brmgt dte fofgende Tabelle:
Uebersicht der Sterbefälle an Säufenvabnsinn j Geschlecht und LebenSalter im Jahre *;9Yéußm nach
(Einfache und Verbältniözablen.)
Von je G e ff 0 r b e n e 100 Gestorbenen
Alterskla/sen waren
Ulli???“ XFX? samen MännliÖS [VLibliÖS
über 15-20 Jahre 7 _ 7 100,00 _ 20-25 . 11 1 12 91,67 8,33 25-30 33 3 36 91,67 8,33 30-40 230 34 264 87,12 12,88 40-50 290 38 328 88,41 11,59 50-60 224 44 268 83,58 16,42 60-70 119 24 143 83,22 16,78 70 Jahre . . 27 8 35 77,14 22,86 unbekannten Alters 2 1 3 66,67 33,33
SummederGestorb. 9431 153 1096 86,04 13,96.
Jmmerbirz kann mar) mit Genugtuung feststellen, daß die Verhältnis- ztffe'r der mnerbalb ernes Zeitraums von 32 Jahren an Säuferwabnfinn Gestorbencn in Preußen um fast die Hälfte gesunken ist.
Zur Arbeiterbewegung.
Infolge Ent1affung 811186 Arbeiters bei der Firma Ludwig 2981118110711. 111 Bsrltn (Huttenstraße 17-20), der [*ci Auf. rctzun emes nicht dem Usketaüarbeite'rVe'rbande angehörenden Arbsitkrs be'oba 161 1vorde_n trat, haben die Arbeiter der bLtrcffcnd-Zn Ab- te1l11ng m St_arke von Etwa 300 Mann die Arbeit 6111 c- stxllt 11111) erklart, si'e erst Wikdkr aufzunehmen, Wenn dsr Entlas/gene wzedcr em estsÜt w1rd. Durch dxn Ausstand kkléikét der Bctricb kmneÉWtsF XFJMI'S tf [) ik C
n mt e_n am a r en refelds fand, wic die „R11.- Wcstf. ZtJ.“ bertcbtet,“ gestern vormittag eine Abstimmung darübsr statt, ob 1111? Weber, dte eine Lohnerhöhung yon 10 0/0 forderten, das Angebot der Arbeitgeber, einer Erhöhung von 3%, anne'bmcn sollten, oder ob man zur Erlapguna der geforderten Erhöhung in den Aus- stand treten soUte. „D!? Abstimmung ergab die Ablehnung des An- gßbots mit 1156 Sttmmen gegen 268 Stimme-n. Es ist also in den nachstcy Tagen zulerWarten, das; ungefähr 1500 Samtrvsber die Kündtgung einrktchn rvcxden.
J111 Lugau-chömker Koblenbezirk erklärte fick), wie dkc „Koln. Zt .“ erfahrt, e 11 Teil der WerkVerwaltungen bereit, bis zu 20 „3 S 1chflohnzulage sowie eine Aufbesserung dsr Gedinge für TageSarbettcr Vo1111.Juliab zu gewähren. Man hofft damit den Ausstand abwenden zu können. '
In den Betrieben der thiengeseüschaft Verein deutscbc'r Oelfabxiken m Mannhetm legten, der „Köln. Ztg.“ zufolge, die_ Arbeiter der'Fabrzk .Jndustriehafen“ sämtlich, Von 200 dsr Fabrik .Lmdenbof' zwet Drtttxl die Arbcit niedkr. In der Fabrik „Linden- hof“ soll der Betxieb et11schich11g aufrecbtkrbaltcn werden können.
,' In der Matnzer Holztndustrie ist, wie der „Köln. Ztg.“ gemsldet wird, gestxrn d1trch gegenseitiges Nachben 81118 Einigung erzie1t wwrden. Dre Arbeiter crbalten eine obnerbölmnm von 6 ,s, verte1xt auf 11161: Vertragöjabxe, und die Verkürzung dsr Arbeitszeit um e_tns Stunde. Werfer 1st die Einse§111g 61118! SchlichtUngI- komm1sfion Vorgesehen. (Vgl. Nr. 105 d. 1.)
Wk en eines 111 einem Bergwerk beschäftigten nicht organi- sierten .lrbeiters k_am ck Ostern, wie „W. T. B ' meldet, im Rbonddatal(Sudwales „wicder zu Unruhen, die zu 81116111 Z_11samm§11stoß Von Arbettcrn mit Polizeimannschaftcn fuhrten. Market wurdey Vexscbiedcnc Personkn 58116131.
In Rym sind, kme 116 „Voss. Ztg.“ erfährt, die Straßln- reiniger m_ “den AuSstaer getreten um eine Lohnerhöhung durcb: znsktzen, und 111chcn (11111) die Ersaxzar eiter gewaltsam an der 2115611 311 verbmdkrn.
(Weitere „Statistische Nachrichten“ s. i. d. Zweiten Beilage.)
Kunst und Wissenschaft.
Die Königliche Akademie der Wissen (1 ten [)iclt unter dem „Vorfiß ihxes Sskretars Herrn Vahlen ams YTfAWil 61116 Gcsamtsrjzung, 111'„der_ Hsrr Waldever über Gehirn und Skxlctt ctncr 161abrtgen Mtkroccphalin las. Das nur 439 ;; schwcre Gkbirn zekgx besonders auffäÜi e Veränderungen 111 der Brocascbxn Sprachregton, wvmit das wä rend dss chcns bcvkyckytetc unpollkqmmenc ArtikulationSVermögsn stimmt. Der Schadekl cntfprtcht 111 seiner Entwicklung 5911105151111; das übrige S_kelstt ist* vo_n schöner, graciler Form, das Becken 561111 fast mannliche Berbaltmssc. _ FÜan-L Druckschriftcn 11111rdcn Vor- gelsgt: Wickands Gesanzmelte christen. HrSg.V1)11 dcr Deutschén .Komngisfion “dsr Akademxe. Abt. 2: Uebersyßnngsn. Bd. 3, bcarb. Vgn (d;. Stavlex. Bexlm 1911, und zwei von der Akademie 1111t€r= s111 te Wexke: H. Gluck, Blow ische und morphologische Unicr- su' ungx'n ubcr Waffer- und Sump?gcwächss. Tl. 3. Isna 1911 und 1411131111 ()[101'11 100. 11. 1701315101: 1'11] 6. 191151211“, 1911.
Die diesjährige Ausstellung der Sezession 5ri_11gt gerad?
keine großen Ueberras ungen. Auch das, was die "1111 tc aricr Genkratioxz eingesandt at, bedeutet nach dem, 111116 111611 iW 111121913th Jahren [11er 11111) bei Casfirer schon kannte, 1111516918111'5. Recht jvetse [)at ubrt ens dic Ausstellungslcitung diesc neufranzöfisckpen Landschaften, „kW und Stilleben 111111 auf die Spiye ge- triebcncr, einscttigster Mamxr, 111 einem Zimmer vsreinégt und abgesondert. Den großen Mtitclsaal bsberrscbt wieder Ferdinand Hodler, der neben Arbeiten allerm'uesten Datums auch ein Jugsnkwkxk „])ia1x1x116 111111110“ zeigt, das dcr mildern und etwas mudett Wets'e Puyis de' ChaVanncs nv sebr nahe steht. Mit ckncr sebr rc1chbalttgcn Sammlung von rc „t tüchtigen B11dniffen, farbig sebr frischen Vlumcnstückcn und sehr kcckcn Sktzen, mit denen Axtgcnblickc aus den prunkvollen Zcrcmonien des eorgiordens in Munckpen festgehalten sind, ist Max Slevogt vqrtreten, Louis Corintb'mit einem großen, glänzcnd cmaltcn Stilleben, zwei Professorenbtldcrn und cmcm unchöbnli dctbcn weiblichen 5I'lk't, Liebermann mit Bildnisscn 1111d 11110111 1't111as 61111611 .Barmbemgen SaznanterZ Von dem unlängst verstorbcncn riß von'Ubde ,stnd' etnlge frubere,Werke aus der Zeit scine'r Fre licht- manter sthe eme gro e Arbe'tt dcr lcvtcn Ja re, die bereits an anderem Ort gezeigte „ odellpause“ zu sehen, Von Hans Thoma zWei herrliche, sonnige Lgndschaftcn, von Wilbslm Trübncr cin wunderVolles, ga„nz in Le1b1s Smne gemaltes Bildnis einer Dame in Schwarz Vor emem Grunde von sattem Rot, ferner eine rcicblick)
Dogge. Von„Max Beckmann abgesehen, der eine farbig sebr un- angchn7_bme, m der Auffasung respektlos robe .Kreuztragung Cbnstt“ „ausgestellt hat, 11111 fich die Mehrzahl der deutxchen Sezesfiorysten heute von uxtlden Extraragaxzen fern. Aus der Muffe der tuchngen, wxnn 9uch mcbt gerade hochbekkutknden Leistungen mögen nocb enannt sem dxe schönen B1umcnstücke ron George Mosson und obertBrever, diefeinen Jnteriexurs von Heinrichübner, das zarte, tonzge Strankbild vgn (Ernst Oppler, die pikante An- fizbt des Kurfurstendamys an Karl Walser nnd die beiden wor- zuglicb auf Schwarz-Wetß-thkung bin berechneten Winterlandschaftm Von Waltbc'r Klemm. Dte Plastik, das Stiefkind unseres Zeit- alters, kymmt auch in 1181 Ausstellun? auf dem Kurfürstendamm zu kurz._ Dre 311111 der, ausgesteüten Olaf: sch8n Werke ist sckon an fich verhaltUWmaßF „klem, und Von dicsen wenigen vermö en auch nur zkxet oder drei _Gtuckqwic etma Gau [S Ente oder dis prä tige Bi1dnis- buste von Frtxz Kltmsch den Besucher zu feffeln. Dr. ?. 11.
Wohlfahrtspflege.
*Das Rote Kxeuz nimmt in Deutschland, wie aus den Vertebtep der dre1'zcbn Abteilungen dss VolksheilstättanrLins zu Berlin 111 der gsstngcn Generalvcrsammlung ex 1ch111ch Wurde, an' der Tuberkulosebekämpfnng einen von abr zu Jahr sje1genden „Anteil. Zu den Heilstätten für Emachsene und Kinder, d'en zaklrmchxn WaWerbobmgéstättcn 1111d Arbeitkrgäüen, der 16111)- 11ch€n Kolo'mc, Fktienkolrnik, Hklfe'rinncnsckulk usw. find Elcmxnxar- und Foztbükungéscbglen für Knaben nnd Vkäkckxkn in ländlicbkr und ng67511chkk _BesÖättigung eingetickdtkt oder in dkr Aquübrun bcgr1ffxn. D!? Fütscxge ch Rotkn Kreuzks 1617111 fich banptséckplieF an d1e,Woblfak)1tf-pf11*ge_dkr Gemeinden an und ist bcsncbt, namentltcb aucb-den Bcdürsnissen des Mittelstandes gkrecht 311 WLÜTU. In letzterer H111s1cht [*esteben Verbindungen 11amc11111ch zu den Ministkrikn „11111 großer Beamtcnscbaft Und der gryßen Zahl won BcamtenVLre1ncn,' die zu günstigen Bedingungen Frauen und Kinder ' ihrer Vküglieder in „dyn (Hknesun Ößcimkn zu ?.)ok'cnlvcbkn unterbrmasn. An dcr Spnsc diescr csjrebungen tkbt unter dxm BMW 5813 Vizeobsrzereuwnienmeistsrs Dr. B. von dkm Kneskbeck em Z€11tra1vors1and, 131111 die Hmm Staatéminister 13011 211511813 Generalarzx Werner, Gebcimrat stald, Profkssor Dr. Pannwiy und _Ge'be1mratRarkné angehören, Wäbkknd 111 den Vérschiedcnkn sllbstand1gen Abterlungen di? Damen: yon Studt, von Thielen, Frci- fran vyn Schorlemer, von Budde, yon Sckpjerning, Delbrück, 11011 Brette'nbach 11. A. dc-n Vorfiß führen. Eine aus zahlrcicthMit- gltedrrn bestehende Sachwerständigcnko111n1i1fion s/kbt dcr Orßanisation des Roten Kreusz ,als beratcndes Organ z11r Skiken Tas 111 den Anstalten und E1nr1chtungen tätige Kapital beträgt me'br als 5161 Millionen Mark. Zy (8111611 1786 Vmstorbcnkn Geheimrat Hoffs ist In Freisteüenfonds fUr orthopadtsch zu bchandelndc Kinder gegründet or19n.
Laud- und Forstwirtschaft. Saatenstand und Getreidehandel in Rußland.
Der Kaiseßrliche' Kynsul in Charkow 5611111161 1111161111 25. April d. I.: Nach ubsremstnnnyndcn Bcrichten sind diE Wintsrsaaten im KM]111at§bezxirk__durch1vcxx 1n befriedigendcm, zum 1611, so namentlich m §111tge11 511811611 116 GOUVcrnemcnts Jkkatcrinc'slaw und des Don- gxbwts, 111 gutem Zustande Untcr dcr Schneedéckc hervorgegangen“ eme Neubestxllung 111 nur in ganz unbedeutendcm Maße erfordsrlick; chescn. Dze thtcrung war in der crsten Hälfte des Monats April 191111 und trube, seit etwa zwei Wochen aber 11611111 jmd sonnig, sodaß dtexSaatenss gut entwickeln konntcn. Insolg-dt'ffcn hat (11111) die Fr11111c111'rsbe fc ung, wenn a11ch'11m ein bis zMi Wocbcn später als exvobnllch, sq doch untex gÜnstmen Bedingungln stattfinden könne'n. 1_1r dasanerZ Gedktben dcr Saaten wären zurzeit ergiebige tedcrschlaZe'Lernscht, an denen 66 seit lägerer Zcit gcfeblt hat. Der atscrltche „Generalkonsul in Odessa berichtet 1111161111 27. Ayril d. J.: Be1'Veginn des Monats April [11111211 die Nacht- fryste tm Konsulatsbeztrk noch an; darauf folgte wärmere 2531112111119 1111191653811. Nach den einlaufcnden Nachri ten 111111111 die Winter- saaten m den Go111ckernements (55611911, effarabisn Und Tanrien dur AuMÜnt-srung krheblicben Schaden (161111011, sodas; an Sinzklnen Stel en 1118 zu 33 0/0 der mit Wintcrsaaf bestelLtcn Aexcker umgepfli'tgt 111exden mussen. Sonst stsben ste befriedigend. Infolge des langen Wmters 11111161 Anbag der Sommersaafsn recht spät begonnen 11115 dur te erst 111 etwg etner Woche becndet 16111 J11fo1gcdeffcn dürfte au djs Ernte in 81118 spätere Periode fallcn. Namsntlich ist jedoch 311 cxfurchten, daß dte bald eintretendcÉKi € dem 11011) nicht kräftig 131111111ck€11€nSo1n111ersaaten crbcblichen Kadkn zufügsn kann. Im aÜgememen rst der Anbau der Sommerung unter günstigen Umständen von sJtJÜitth ?(? angen. ck € 1111 ren ua den Hafenstädtcn blieben klein, da die We e sch1cch1 UTZ die Bauern auf den Feldern beschäftigt find. Dis WAIT- Mrscbtffungen in Weizen haltcn 1111) andauernd auf 0608111611de Höbc. R11 land zeigt Zuxuckbczltung und der Verbrauch grßift bkberztsr zu. BL ondYrs (531031117161an bat bedeutende Postcn aufgenommkn, sodaß 111€ Pretse tn etzen langsam angkzogkn habcn. Von dkm starken russlscben Angebot, 11113 befurchtet wnrdl, ist nichts zu spürcn kaessn. J11 Rog en_ entwwkelte s1ch endlich 6111 lkbhaftks Gsschäft zu stetgenden retsen. Namxntlich Deutschland zeigt? rscht ute Nach- frage, da auch dort ansckyémend dis Wintersaatcn durch die .-kärzfröste ?cltttcn Haben. In Gerste war_g[cichfa_[1§ wiederUm dEr Umsay ehr'lebbaft z11_stelgenden Prek/Cn, 111113111815 für 1chW1m111611dC (1111611: erst 111 den [cytcn Tagkn bLWirkth bcdsutonde «erschtffunaen, vor allcm (1116 dem der Schiffahrt Eröffnktsn Asowschen Meerc,_eine Abschwächungßfür gkladene Partien. DNT'NLU fi_nd Ltcfexungen f1_1r die Sonnnernwnatk gcsuckt. Dis r11sfi1'cben 21161- kgufex blctbcn zuruckbaltend und 1811611 wenig Ncigwng, Lisfsrnnaen fUr dle Hcrbstnwnatx schon cht a53111ch118ß8m Mais War 111211115119 infolg_e großer Ankunfte .kmanyncrn gcdrückt, sch11s1116 jedoch Mit Ayfboren dcr Z11f11111en „1 dlL_.PÖl1('. Bsi lkbbaftcn 1117155er (nt- wrckßlté' si akltna1111ckp 9111 9111st Gsichäfx 1111 (“11 Sommsrmonate zu xagltckp 1811161111211 Pretsen. Da Südauwrika 111 2111.11) vorsagt 11.11, kayste Großbrttaxnncn 11.111181111111) bisr: a11schci11811d 11.11 dis Prsis- ste1gexu11g noch 111cht den Höhepunkt crrxicbt. Au,]cnschcimlick) [1611111611 fich 1111 Innern Rußlands noch 11195? Vsständc 11111 altsm Mais. A11ch Hafer 70111118 yon der allgmncincn Prkésstcigsrung 5111“ 57111111- m1ttcl 2111111611 ztchsn: cs fands" 11701361"? 1111115158 331 stsigcnkcn 5111111911 statt. _In261n1aat 111115 11111 noch11191111151131'111'1111: kick 1111111 11111 dtc Mnblcn als Käufer aus. An der Odessacr Börse 11.111311 .1111 25. *.*11'711 '.“. F. 11: Prc1sc fol1cndc; Ästma . . . . 90-112 KN“. Uka. . . . . 82-110 “ 9101111011 . . 71-479 (3161111' . . . . 78-85 Mais . . . . 67-80 Yafcr . . . . 72-80 _"infaat. . . . 260 Pcdcrich. . . . 115 Die Vor'rätL [*611'1111611 am 14. Avril 1“. Z.: 111 Amma . . . . 356265 112, Ulk.) . . . . . . . 112375 , Nrnautka . . . . . 409 , Vcrschicdc11c WcizMswrrcn 9365 , Waizkn z11sam1111'n 468 414 (15, 111011111'11 . . . . . 171631 9111111 . . . . . . 16937 1afcr. . . . . . . 27 910 01.111. . . . . . . 60558 Kolza(Ra1*s1 . . . . 1638 Leinsamen . . . . . 2457 Sonncnblumcnsamcn . 1337
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. 1111 d.).“- -* 111“ , 5111 .111 Y Dkk. ' ' '
ateliermäßig kalte Andromeda, sine Landschaft und das Bild eine?
Erbsen . . . . . . 4095 Linskn . . . . . . 4095