1911 / 123 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 26 May 1911 18:00:01 GMT) scan diff

"*!*“ (“wo,“xé-„JMKFHMNJ; *„ . * . -

bedürxtigenStudierenden desBaufachesjüdischenGlaubens versie ben werden. ' Geeigdnete Bewerber Werden aufgefordert, ibre Gesuche bis zum 15. Juli . J. an das Kuratorium genannter Stiftung, zu Händen des unterzeichneten Professors Dr. Kaliscber in Berlin 97. 15, Konstanzer Straße 2, einzureichen und ihnen beizufügen: 1) einen kurzenLebenSlauf, ' , 2? eine Urkunde, daß Bewerber jüdischen Glaubens ist 3 ein amtliches BedürftigkeitSattest mit spezieller Ängabe der Vermögensverbältniffe des Bewerbers, 43 ein Führunßsattest von der Techniscben ocbscbule,

5 ein Zeugns über Fleiß und Forts ritte während des Stud ums.

Berlin, den 25. Mai 1911.

Das Kuratorium der Julius-Adelbeid-Stiftung. Professor Dr. Kalischer. Martin Meyer.

Mehtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 26. Mai.

In der am 24. Mai unter dem Vorfi des Staats- ministers, Staatssekretärs des Innern Dr. elbrück ab- gehaltenen Plenarsiyung des Bundeörats wurde dem Entwurf eineS (Heseßes, betreffend die Gewährung einex außer- ordentlichen Entschädi ung an die Mitglieder des Reichstags, die Zustimmung ertei t.

Der BundeSrat versammclte sick) heu_te zu einer Plenar- sißung; vorher hielten der Ausschuß für „Handel und Verkehr eine Sißung.

Am Sonnabend, den 3. Juni d. J., Nachmittags, bleiben die Bureaus Und Kassen der Reichshauptbank geschlossen.

Sachsen.

Seine Majestät der König hat gestern sein 46. Lebens- jahr vollendet. Anläßlich des Geburtstages des Monarchen fond Mittags auf dcm Alaunplaß in Dresden eine Königsvarade statt. Nach der Gratulationxöcour im Residenzschloß txaf„,W.T. B.“ ufolgs, Seine Majestät der König um 1 Uhr aus dem Parade: ?elde ein, wo er von den Truppen mit einem dreimaligen Hurra begrüßt murds. Nach der Parade nahm der Köni militärische Meldungen entgegen und begab sich hierauf na der Villa Wachmixz, wo um 3 Uhr Familienmfel stattfand, an der außer den Mitgliedern des Königlichen HausesSeine Hoheit der Herzog von Sachsen-Altenburg teilnahm.

Oefterreith-ngarn.

Durch ein Kaiserliches «Hgndschreiben, wird, wie „W. T. B.“ meldet, eine Kommisnon von 20 Mtiglwdemxzur Förderung der VerwaltungSreform eingese t. Die Kommtsnon

oll an der Reform Her inneren sowic er Unter1ichts: und Finanzverwaltung beratend mitwirken.

-- Jm ungarischen Abgeordnetenhause widmete vorgestern, obiger Quelle zufolge, der Präsident dees Hauses dem verstorbenen friiheren Ministerpriisidentcn Baron Banffi) einen warmen Nachruf. Tie Führer der Opposition Graf Apponyi und Justi) hoben die Verdienste und die großen Cbaraktercichscbaftcn ch Toten hervor. J'nstb pries den Verstorbenen als Vorkiiiiipfer dcs Liberalismus imd der Demokratie. Tie Siyimg wurde hierauf zum Zeichen der Trauer geschlossen,

Großbritannien und Irland.

Jm Obe rbausc wurdc borgestcm die Beratung der Vetobiil fortgesetzt. _

Jm Lanfc dci“ chattc embfabl, „.W T. B.“ zuwlgc, dcr Erz- bischof von Canterbury in dringcnder Weise, einen Kompromiß zu schließen. Der Lorbkanzler erk_lärte, die Rexiirxung wsrde in 178111 gcgenwärtigcn Stadinm dcr konnitutioneüen Krixis bie Vetbbill nicht aufgeben. Cr deutctc jcdocb an, daß 121 tnöglicbcrweiic zu cinem AÖkOMMM über das Problkm der Reform kes OberbaUse's kommen wsrde, abrr 6111 1991795 Abkömmen we'rrc 11111 dann möglich 18111, Wenn die Noijnkigkeit rincr wirklichen GleiÖbCit zwiichen beidcn Partkicn im Oberbanse anerkannt wurdc. Wenn eine wirkliche Gleichbeit gogsbcn sei, so könnten bikilcicht nacbbsr neus Bczicbnngen zwischkn dcn beiksn Hänscrxi des Parlaments gescha77€11 Wirken.

Dcr Ztamssckrciiir dks Innern Cburcbill hat im Unterbause cinen GLsOZLUtWUlf Lum Z ck11 5 2 _ch Publikums gegen Gefährdung durch ,xlugzeuge eingebracht.

Frankreich.

Tak;- Kolonialminiftcrimn hat dic Nachricht von einem Gefecht an den Grenzen dos LbcrenZenegal erbalte'n. Wie „W. T. B.“ meldet, ist ein Totacbement von Eingeborenen, dus am 12. d. M. von Kifa in östlicher Richtung entsendet wordsn war, 5011 Näuberbanden bci Jirafiet 75 11111 südöstlich von Kifa iibcrfaUen worden. Die “kerluste auf französischer Seite bctmxgen cm Tolen 1 Lemnant, 9 scncgcllefiscbe Scbükzen, an VO).“WWÖLTM 1 Sergean: und 5 Zchüßen. Tsr Angriff Wird als vereinzelkor Zwischenfall angssehen.

Rußland.

Tas *)]iinisterium des Innern hat ein Rundschreiben an die Gouvsrnsure eriasicn 11er genaue Befolgnng dEr Kaiser- lichen Erlass nus dcn Jahren 1903 und 1906 über die Gewissensfreibcit. Wie „W. T. B.“ meldet, sol] der Uebergang vom ortbodoren Bekenntnis „zu anderen Be- kenntniffen von den Trix-bebörden nicbt gehindert werden: die Förmlicbkeiten beim Glaubensmecksel sollen inner- halb eines:, Monatéj: erledigk werden. Lribodoxe dürfen religiöse Versammlungen '.lndengläubiger besuchen, doch bleibt die KateckÜsation orthodoxer Kinder durch Prediger anderer Konfessionen strafbar. Jnézbesondere wird erklärj, daß die Bestimmungen über die Taufe von Juden, die nur mit Genehmigung des Minisiers des Innern vorgenommen werden darf, unverändert bleiben-

- Auf der Tageßordnung der Reichsduma stand vor- „estern ein von vierzig Abgeordneten eingebrachter Antrag,

treffend einige Abänderungen der Budgetvorschriften aus dem Jahre1906 und Verlegung des Anfanges des Budgetjabreß vom 1. Januar auf den 1. April, damit die gsiesgebenden Kärpw'ebafien genügend Zeit für die sorg- fälxige Beranmg deH Budgets hätten, die bißher in drei Mo-

nqten zu erledigen Yetyesen sei. Der Dringlichkeitsanirag wurde mit 110 Wien 42 ttmmen angenommen.

Wie .T.B.“ berichtet erklärte derFinanzministerKokow ow, die Regierung lehne eine DurÖsicht der Budgetvotsckyciften nicht a und sei auI damit einberstanden, den Anfan des Budgetjabres auf den 1. Ap [ zu verle en, jedoch enthalte die eéeßvorlage Bestimmungen, Zden die die egierung Einspru er eben müsse. Da der

ringlicbkeitSantrag angenommen sei, ehe die Regierung bon Wider- legungen im allgemeinen ab und werde erst bei der Verband- lung über die einzelnen Paragraphen ihren Standpunkt darlegen. Die Redner der Opposition wiesen darauf hin, dF! der Gesexoentwuxf die gegenwärtige Lage weni ändere, da viele edite dana doch nicht m den Bereich der Bu getrechte dcr Duma faUen würden. Die Mit lieder der Rechten erklärten hingegen die Vorlage für einen ngriff auf die Grundlagen der Staatsordnunß. Der Finanzminister Kokowßow erhob Einspruch gegen die A - schaffung des aragrapben der Budgetvorscbriften, der dem Minister- rat in Notfä en, wenn es unmöglich ist, die legielative Bestätigung abzurivsarten, das Recht zuspricbt, Kredite auf eigenen Beschluß cm- zuwe en. .

Darauf beschloß die Duma gegen die Stimmen der Rechten mit allen übrigen Stimmen entgegen der Ansicht des Ministers die Abschaffung des betreffenden Paragraphen.

-* Der ührer der Progresfisten und Präsident der Inter- parlamentaris en Gruppe hat vorgestern in der Nei sduma im Namen von 118 Mitgliedern des Hauses eine Er lärung abgegeben, worin auf das Anwachsen der Rüstungen der

„Nächte hingewiesen und an den Vorschlag des Kaisers vom

. Au ust 1898, den Rüstungen Einhalt zu tun, erinnert wird. Sowob die erste wie die zweite Haager Konferenz hätten nicht zur Lösung der 2Frage gexfiihrt, doch hätten die Vertreter der geseßgebenden ersamm ungen der fortschrittlichen Staaten Europas den Gedanken der Abrüstung nicht faUen lafien.

.Die Mitglieder der Duma,“ beißt es in der Erklärung weiter, „find überzeugt, daß die dem Abrüstungßgedanken günstige Stimmung der geseßgebkndkn Kammern den Regierungen die Lösung dieser großen dringenden Aufgabe erleichtern wird. Deshalb vereinigen fie ire Stimme mit der Stimme anderer Parlamente und 1prechen den Wunscky aus, die Regierung möge im Einverständnis mit anderen Mächten Maßregeln ergreifen, damit dem Programm der dritten Haager Konferktzz die Frage einer gleichzeitigen Einschränkung der Rüstungen eingefügt werde.“

--- Die Tagung des finnischen Landtags ist vor- gestern geschlossen worden, nachdem das Haus das Budget mit A11§1mhme der für Heereszmccke erforderlichen Kredite cm- gcnommen hatte.

Belgien.

In der Deputier'tenkammcr bat vorgestcm die Be- ratung iiber die Zulassung ch Jnitiativan ragß der Katholiken, der dcnSchulgeseHoniwurs der Regierung wieder aufnimmt, be- gonnen. Nach der Begründung durch den Antragsteüer Limburg-Stirum erklärten, „W. T. B.“ zufolge, je ein Ver: treter der Liberalen und der Sozialisten, daß der Entwurf gegen die Verfaffung verstoße. Die chatte, zu der noch etwa 30 Redner gemeldet find, wurde vertagt.

Türkei. .

Dcr Sultan hat vorgestern den deutschen Botschafter Freiherm Marschall von Biebersiein, der am 3], d. M. seinen Urlaub antritt, in Abschied§aud1enz empfangen.

Der russische Botschafter in Konstantinopel [1111 sich vorgestern zu dem Minister des Aeußern begeben, um den von der St. Petersburger Telegrapbcnagentur angekündigten Schritt zu unternehmen. Wie das Wiener K. K. Telegraphenkorre; spondenzburcm: meldet, bewahrt man in Regiemngskreisen iiber den genauen analt der Untsrredung Stillschweigen, docb betont ein nach dsr Unterredung crlaffeneß Communiqué des Ministe- riums dees Aeufwrn, das; der frenndscbaftliche Geist und Sinn, in selbst der Wortlaut der Unterredung keinesfalls mit der Meldung der St. Petersburger Telegrapbcnagentur iiberein- stimmten.

---- Dcr bulgarische Gesandte bat, „M.TV.“ zufolge, entgegen einer friihercn Meldung 1325 genannten Bureaus bis cht keine Note wogen der Erschießung ch Hauptmanns (Horgieff iiberreibi.

“- Ter Kriegsminister bat an die Militiz'xbebörden cine Zirkulakdepesckw gerichtet, in der er den LssiLcron die Teilnahme an der Politik vexbietet. Ter Kriegs: ministcrkrkennt [ant Meldung des „W_. T. B.“ an„ daß die Offiziere, die bei dem Werke der tiirki1chen Revolution große Tisnste gcloistet 111111911, sicb noch _mit Politik befaffen.m11ßten, bis der Zweck der Revolution qetichcrt war. Nunmehr aber crfordcré das Zntereffc an der Fortentwicklmig d_er ATMEL, daß die TffiFiere sich ausschließlich ibren miiitäriichen Pflichten widmeten, und er werde Zuwiderbmidelnde streng bestrafen,

In der Tcputiertenfammcr erklärte gestern im Verlaufe der Budgetdebatte der Großwesir Hakki Pascha, daß die Lage der Finanzen gut sei und dns Defizit mit der neuen Anleihe in 336119 von 51 ._. Millionen Pfund gedeckt werden könne. Da die Vojierung des Budgets bis zum Sonn: abend unmöglich ist, gilt, obiger Quslle zufolge, _eine Ver: längerung der Session bis zum 4.Junial§:1icher. In diesem Falle reist der Sultan am 6. Juni nach Albanien ab.

Da die Regierung dem Verlangen der Kammer nach Vor- lage eines Gesesentwurfs über die RegeZung der Tabak- steuerfraqe bisher nicht nachgekommen in, haben einige Ab: qeordnete eine Jnitiativvorlage eingebracht, die die Bandorole: Treuer vom 14. März 1913 ab einführen will, was die Kün- digung des Vertrags mit der Tabakregie bedeuten würde.

--*-- Nac!) Meldungen des „W. T_„B.“ haben die von Mu eddin Ben gefübrten Truppen vorgcjtern den, Berg Zehe kappe beseßt haltende Anfständisckze angegriffen und sie nach fiebenstünbigem Kampfe vertrieben, wobei die Aufständischen 20 Mann, die Trvaen vier Mann und einige Veiwnndete verloren. 4

Da die aus Mali Hotit verdrängten Rebellen mit Ver: stärkungen zurückkehrten, wurden auch die türkischen Truppen durch zwei Bataillone verstärkt. Nac!) heftigem Kampfe zogen sich die Rebellen mit einem Verlust von'etwa zwanzig Toten zurück. Das KriegSministerium bat die teiephonische Verbindung aller Posten an der 1üchisch:montenegrini1chen Grenze angeordnet.

Amerika.

Wie das „Reutersche Bureau“ aus Mexiko meldet, ist es vorgestern in der Stadt zu Unruhen gekommen infolge der Weigerung des Präsidenten Diaz und des Vizepräsidenten Cortal, vor Tonnerstaxz abzudanken. Truppen und Polizei er- öffneten das ; euer auf ie Menge und töteten und verwundeten viele. Au.?- - ehuamepec, Guadalajara und Zacatecas werden gleichfal1§ Unruhen gemeldet.

Gestern nachmiiiag ,ist der Präsident Diaz „WFT Ö“ sufolge, zurückgetreten und die oviori "e ä * ' ' auf den Minister des Aeußern de [FBcsxrrscéübÄengMYLast

Asien.

"Wie die' ,Affociated Pre aus Tokio meldet, wird in ?Yfiziellxn Kret en erklärt, Japan Lei bereit, Unterhandlungen Ü er „emen allgemeinen Schie Egerichtsvertra Mit Amerika anzuknüp en und Vorschläge für einen solchen ertrag zu unierbrexten, alls es da 11 eingeladen würde. Die Regie- rung interessiere slch lebhaft "r den VertragSentwurf.

Afrika.

Wie die „Agence Havas“ aus Casablanca vom M. 11. M_ meldet, ist der General Bitte, der slch mit einer Eskadron Chaffeurs d7Afrique auf dem Marscbe nach Rabat befand, bei Dar el Yrausfi von einer beträchtlichen Anzahl Marokkaner angegriffen worden. Er hatte fünf Tote, unter ihnen ein Leutnant, und vier Verwundete.

Aus Tanger wird berichtet, daß bei Sidi Noqani wischen dem Kaid der Beni Malek und dem SckZeri en der Djebbala, der sich kürzlich zum Sultan auSrief, ein Kampf stattgefunden habe, der mit der Niederlage und der Flucht der Djebbala endete.

- Der Zwischenfall, der die Beseßung des außerhalb der spanischen Zone gelegenen,].Led Negro durcl die Spanier veranlaßt hat, bei ränkt fich, obiger QueUe zuZolge, auf einen Streit zwischen echH spanischen ischern und einem Ein- geborenen. Man versichert, daß die eseßun , die die Spanior mit diesem unbedeutenden Zwischenfall begrün en, eine voriiber- gehende ein würde.

Na Mitteilungen 'von Reisenden, die aus Ceuta in Gibraltar eingetroffenmsmd, haben die spanischen Truppen weitere Punkte der Déplés von Aixa, fiebert Kilometer mestlicb vom Negronberge, besth. '

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schlußberichte über die vorgestrigen Sißungen des Reichstags und des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Zweiten und Dritten Beilage.

- Dcr Reichsta „erklärte in seiner heutigen (184.1 Sißung, welcher der etchskanzler Dr. von Bethmann Hollweg, der Staatssekretär des Innern Dr. Delbrück, der Sinatssekretär bes, Reichsschaßamts Wermuth, der Staatssekretär des R21ch§1Ustjzam1§ Dr. LiEco und der Staats- sekreiär in Elsaß-Lothrmgcn Freiherr Zorn von Bulacl) bei: wohnten, zunächst eine Anzahl von Petitionen, die die Petitions: kommission znr CTörterung im Plenum fiir ungeeignet erachtet hat, für erledigt unix trat sodann in die erste Beratung des Gescy. entwurfs, betreffend die Gewährung einer außerordeni- lichen Entschädigung an die Mitglieder des Reichs tags ein. Nach dieser Vorlage sollen die ReichHtagSmitglieder für Oktober und November. 1911, wenn der Reichstag in Zieiser Zeit versammelt ist, eme Entschädigung von 700 «16 er:

11 ten.

Abg. Bebel (Soz.): In der BegründunBsind einige Bemerkunßcn gkmacbt, die unangenebm_ berühren müffin. ie Regierung hätte sich die ganze Begründung 1chenken_ können. Diese Bemerkungen smd außerordentlich kleinlich. Es ware viel 1icktigcr, den Reichstag recht- zkitig eimubcrufcn. Sowie jeßtögecxrbciiet wird, kann ('s nicht weiter- gebcn. Wir Wollen dcck) soziale Jür1orge treiben, aber an einen sozialxa Schutz des Rcicbstaßes denkt man nicht_. Dic Vorlaac beweist nur. daß das jeßige Diätengeseß unhaltbar tft und einer Revision bedarf. Hoffcntlicb wird der nacbsje Reickstag bierin Wankel schaffen. Wc11x1 der Reiäxtag zu einer nygetröbnlicbcn Arbeit außerhalb der sony! üblicbcn sit zusammenbcrufcn wild, jo muß er sclbstberstänglicb k.)- iür entschädigt werden. 21er gegen die ganze Art, wie die Vorlazx begründet worden ist, müssen wir Vcrwabrung sinchen

Abg. Bassermann (nl,): Wann das Diätenge 6 *einer Revision bkdarf, so kann sie jedenfalls der jcyige Reichstag ni 1 machen. Ok die chige Rb,]clung 17er Diäten notwendig war, und cb fie das 211: seben des Rkicbslog-Z crböbt, darüber babkn alicrdirgs aucb meim Freunde Zweifel. ' ' _

Abg. 'Dr. Müller-Meinmgen (for11chr.Vblk§y.): Da, drs» unwürdige Vorlage, rrcnigstens in ihren Motiven umriirdi eTorlaZS, urs bcrgclcot 11'01dcn ist, daran ist allein das unwürdige „iätengs'éx schuld. Auch wir smd der Meinuvg, daß dies ge'änert rrerden n::xx. Mit miserer Arbeitskraft 1v1rd jeßt geradezu Raubbau g-trieben.

Damit schloß die erste Beratung. _ _

In zweiter Beratung wurde der Gewßentwurs unverändéri angenommen. _

Es folgte die crjte Beratung der Novelle zum 31111? warenfteuergeseß. '

Abg. Enders 1“for1schr. Volksw.): Der Vorschlag der Regtchx'z bcieutct lcdiglicb eine Etböbung der Stcucr auf Zündn1aren um 20; und eine Lichsgabe für bie bestehenden kontingentierten Fabrikex. (Fincn Notstand ker Zünkwarcnfabxikation erkennkn auch wir an, glauben aber, daß eine Abhilfe nur möglich ist durch eine Aufbchns des ganzen (Gesetzes. , ' _

Abg. Brey (Soz.): Die unheilvollen Wirkungen des Zynbwa_rs_n- steuer cieses haben sich sehr bald gezeigt. Die Arbeitslofigkettm M'“ Jnrn iris bat erschreckend um fich gegriffen. Dabei ist der Zweck _er Kontingentierung nacb keincr Seije erreicht worden, obwohl. gerad; Mk? die Arbeitélofigfeit verhindern sollie. Heute hat auch kt'e RELUUMÄ einßcschen, da wir mit unseren deenken bon vqrtihe781x1__zm J “' gewesen find. cgierung und Mehrheit kalen aber die abscbumgc *. QF"; weiter wandeln, die mit derReichsfinanzrefortü betreten wurde,an1tatx d;:- retbängnéswlle Geéey einfach aufzuheben. Der Preiß der PUNKTE ist 111-2? mal er als bor dem Sommer 1909; die Vorlage QW denkt ar mcbt karan, bier ken Hebel anzuseßen. sie will vielmökk diefe Freißgestaltuna konsxrbimen, aiso die Belastung ker Vki' bxaurbcr, auch der allcrärmiten, vervicljacben; wir stimmen gcgk" k!?

Vorla e. ' _ .. Agbg. Dr. Thoma (nl.1: Durch die Ausfgbrungen res er_1tC1“* Vorredners klang das Bedauern hindurch, daß „uberbgupt die ZUUÖ' waren mit einer Steuer belegt werden. Wir teilen dieses Bedauern, erklären aber gleichwohl zu der heutigen Vorlage unsere Zusttxumuns; ka fie die Unstimmigkeiten beseit' en wxll, die ck durch die Kotz tingenticrung in der Zündwarenindu 1rie_ berauégeste t haben. Dekr „PC!; bällnißmäßigen Herabseßung des Kontingent? darf ,aber auf einse- Lall rück1vi1kende Kraft gegeben werden. Die Fabriken. denen es 13 ungen ist bis u 70 0/9 des Kontingents zu erregben, haben doKUYW schon große Abkchlüffe gemacht, die durch die ruckwnkeude Kra ent- erfüllbar gemacht werden könnten. Wir stimmen der Vorlage naim rcn lich in dem Sinne zu, daß sie die Erhaltung der mittleren und kle ne

Betriebe erleichtern wird. , m Damit schloß die erste Lesung. n zwerter„Lesung nah

die Mehr eit die Vorlage ohne D1Skustotx unverandert an._ d

ur ritten Beratun, kam nuntxiehr die Vorlage, betreßenl-

die Zerfassung Elsa - Lothringens und das Was:; gesey für die Zweite Kammer bes Landtagsdv Elsaß-Lothringen. In der Generaldiskussxon führte er

*" [ "." Wiüäler (bkons.) aus: Obwohl kas end WiF Ergebnis Was uns Hueits fesüiebt,balteu wir es doch 1: unserer- seits die WM Er unser ablehnendes Votum nochma s darzu- legen. Im SMM es alten Cato, von dem gesagt ist „71011er 081188 (Lija plabkujr, 5911 7101-9- Gaboui“ eerreife ich für unsere

ktion das Wort; aber ohne den Iube der Linksliberalen itisieren oder an nur irgendwelche Schärfe des Tones einfließen lassen zu wollen. ir haben hier aus voller Ueberzeu ung ein Nein sa en müffen; aber schon beim nächsten Gegenstand der ageSordnung, be der ReichßverfirberungSordan, wird sich eine andere Gruppierung

der Mehrheit zeigen, werden 1 die Zusammengeböri en wieder zusammenfinden. In den Rei 8 anden bat sich das usammen- arbeiten der Regierung mit dem LandeZaus chuß schlie li als un- möglich erwiesen; aber gibt die neue Vorlage eine arantie dafür, daß in Zukunft die Zustände dort si beffern Werden, daß das denkst!;- nationale Element mehr in den ordergrund treten wird? Ist Elsaß-Lotbringen schon so Weit vom Reickpsgedanken erfüllt, baß man ck als Bundesstaat absondern kann“.) Man will den bisherigen Fu- sammenbang zwischen dem Lande und den Organen des Reichs 15 en. Die Organe des Landes waren bisher Organe des Landes und des Reichs zugleich. In Zukunft wird der Bundesrat und der Reichstag aus-

schaliet; ob das ticbti ist, wird die Zukunft lebten. Bundeskat und

e Zkeicbsta geben große, cbwerwiegende Reckote'auf. Können wirkmib

autem ewi en dieses Recht und damit diese Pfiicht aufgeben? Wird das S iff, das jeßt in See sticht, immer in deutschem Sinne segeln? ür uns ist in erster Linie bestimmend das deutsche Interesse. Vom bes ränkten preu ischen Standpunkte sehen wir auch die Ge- währung der Bundeöra sstimmen an Clsaß-Lotbringen nicht an.

(Schluß des Blattes.)

-*-- In der heutigen 84.) Sißung des Hauses der Abgeordneten, welcher er Finanzminister Dr. Lenße beiwobnte, wurde in dritter Beratung der von dem Abg. von Pappenheim (kon?) eingebrachte (Heseßentwnrf, be: treffend die Schulver äumnisse in dem ehemaligen Kurfürstentum Hessen und in den zum Regierungs- bezirke Cassel gehörenden ehemaligen bayerischen Gebietsleilen (Be trafung der Schulversäumniffe mit Geld- strafe bis 11 3 «16 o er Haft von einem Tag für jeden Tag VersäumniéZ-H, ohne Debatte angenommen.

Dann olgte' die zweite Beratung des Entwurfs eines Ausführungsxxeseßes zum Reichsziiwachssteuergeseß vom 14. “'*ebruar 1911 auf Grund des Berichts der 14. Kommis ion.

Bcr1chte1siaiter Abg. Lieber (ul.) bemetkt, daß die Kommission die Veranlagung der Zuwackyssteuer dcn Gemeindebwördcn bezw. dcm KreiSausschuß gelassen babe, und befürwortet die einzclnen Aende- rungen, die die Kommisfion beschlossen bat.

Nach § 1 in der Kommissionsfassung wird die Zuwachs- steuer 'm den Stadt- und Landgemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern (Regiernngövorlage: 3000 Einwohnern) durch den Gemeindevorstand, in den Landgemeinden mit nicht mehr als 5000 Einwohnern und in den Gutsbezirken durch den Kreis- ausschuß veranlagt. In den Landgemeinden der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen liegt die Veranlagung dem Land- bürgermeister bezw. dem Amtmann ob. Die Kommiss ion hat den Zusa? gemacht:

„Denjemgen Landgemeinden mit nicht mehr als 5000 Ein- wobnern, in denen eine Z111vachssteaer schon vor dem 1. Januar 1911 in Kraft war, kann auf ibren Antrag die Veranlagung durch Beschluß des Kreisausschusses überwiesen werden.“

Nach § 2 finden auf die Rechtsmittel gegen die Veran- lagung zur Zuwachssteuer die Vorschriften des Kommmml- abgabengeseses bezw. des Kreis: und Provinzialabgabenge eyes mit der Maßgabe Anwendung, daß in erster Instanz iets der „Bezirks nuss ck) zuständig ist. (Die Bestimmung der Re- gierungsvorlage, daß das Obervertvalmngsgericht auf Revision Keine Entscheidung in nicbt öffentlicher Sixzung, in der Regel ohne vorherige mündliche Anhörung der Parteien, erläßt, jedoch den Parteien Gelegenheit zur persönlichen Verhandlung .ge; währen kann, Hat die Kommission gestrichon.) _

Abg. Graf von Carmerx ieserwixz (kons.) beantragt, hinter den Worten „zur Zuwachs teuer“ einzuschalten: „und zu den etwa erbobenen Zuschlägen“, sowie den Passus der Regierungßvor age iiber das ObewermaltungSgcricht statt des Bezirksausschusses wieder [)erzustellen.

§ Z betrifft die Abführung dkr Zuwachssteuer cm die Gemeindekasse bezw. Kreiskommmmlkaffe sowie die des Reichs- nnteils an das Reich. Die, Kommission hat den Zusaß ge- macht, das; von dem nach dem Rcichßgeseß dem Staate zu- stehenden Anteil von 10 Proz. dcs Stcuerertrages der Kreis , bezw. die Gemeinde die Hälfte für die Verwaltung und Erhebung der Steuer erhält.

§ 4 bestimmt:

Von rem Anteil an der Zuwacbssieuer, der nach dcm ?)Teicbs- Fcseß den Gemeinden verbleibt, erhält die kreiéangebörigx Gemeinde

ei nicht mehr alkl 15 000 Einkvobnern zwei Drittel, bet msbr als 15 000 Einwohnem drei Viertel; den Rest erhält der Krcis. Aus den Gutsbezirken erhält der Kreis den vollen StCUkkantéil. Die Kreise haben ihren Anteil für ihre eigenen Aufgaben ()de 311111 Teil auch für diejenigen einzelner (Gemeinden und Gutsbkzitke zu ver- wenden.

Die Abgg. Westermann (ul.) und Genossen beantragen zu § 4 die Aenderung, daß die Grenze bei 10000 Einwohnern aezogen wird.

Zum § 1 beantragen die Abgg. Marx (Zentr.) und (Geno en die folgende Fassung:

Die Zuwachssteuer wird 1 in den Stadtgemeinden mit Bürger- meistereiverfaffung durch den emeindcvorstand und vier bon der Stadtberordnetenversammlunq zu wählende Beifißer, in den übrigen Stadtgemeinden durch den Gemeindevorstand sowie zwei vom Magistrat und zWei von der Stadwerordnetenbcrsammlung zu wäblende Beisißer, 2) in den Landgemeinden mit mehr als 10000 Ein- wvbnern durch den Gemeindevorstand und vier von der Gemeinde- bertretung zu wäblende Beisi er, 3) in den anderen Landgemeinden und in den Gutsbezirken dur den Kreißausschufz bcranlagt.

_ ür den Fall der Ablehnung dieses Antrags beantragen diesel en Abgeordneten die Streichung der Bestimmung im „H 1, nach der in der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen die Veranlagung dem Landbiirgermeister bezw. Amtmann obliegt.

Abg. Grax von Carmer-Zieserwiv Kons.): Dic Heraufscvnng der Grenze an 5000 EinwoLner im H 1 lt jedenfalls gegenüber der Regierungsvorlaae ein Fortk ritt. Die ReFierungsvorlagc.batte vor- L?seben, da? das Oberverwa tungsgericbt dic evisionoentsckocidung bat; die Kommi on hat dafür in erster Instan1 den Bczirkömwschnsx ein efeßt. ir halten die Fa un dcr Reg crungöborlage für bis

kfere, denn sie ißt analog dem in ommenstcucrvcranlmungsgchi ac- _1 dzt- Die Tätig eit dec! Oberverwaltunxöacrickol(1 in dieier Bci c mm ist uberall anerkannt worden. Wir werden deshalb die Wicdcrbcrsielbnm der Regierungsvorla e beantragen, da wir ck für nötig halten, bai": ch„möglichst s ne durch die Entscßcidungrn deo Obctbcrwalnnmö- gextchts eine kon tanie Praxio heraus ildct. Mit ker von drr Kom-

Plsston vorgenommrnrn Veticiiunn ber100/11voudrmikriram'sindwir einverstanden. DieGemcindenlmbcn dicErbcbun dchuwacbosicurr bc- schlossen, darum gebührt ihnen auch in erster 2111 c die“ Cutscbädimma; daIsoslbe gilt von den Gemeindeberbändcn, also den Kreisen. Zu bc-

grüßen ist gmb, daß die Kreise den auf sie entfallenden Steueranteil nicht nur fur ihre ei enen Aubeen, sondern auch für diejenigen ein- zelner Gemeinden un Gutsbez ke zu verwenden haben.

(Schluß des Blattes.)

Statistik mtb Volkswirtschaft.

' N91!) dem vorläufigen Ergebnis der in diesem Jahre in Groß- britannien borgenommenen Volkszählung haben, wie „W. T. B.“ aus London berichtet, England und Wales zusammen 36 075 26 Eimvobner gegen 32 527 843 im Jahre 1901. Die Bevölkerung von Groß-London beträgt 7252 963 gegen 6581402 im Jahre 1901.

Frazikrei hatte, wie dem genannten Bureau aus Paris e- m_eldet Wird, na der im Amtsblatt veröffentlichten Statistik der e- bolkerungsbewegung im Jahre 1910 774 358 Geb urten und 703 777_Todesfälle, sodaß der Ueberschuß der Geburten über die Sterbefalle auf 70 581 sich eläuft. Jm Jabre 1909 betrug dieser Ueberscbuß nur 13 424.

Zur Arbeiterbewegung.

Dcr Ausstand der „Eisenkonstruktionsarbeiter in Berlin (bg1.Nr. 11811231. 1stje15tauch auf Spandauer Gebiet über- getreten. Die Meta arbeiter, die an den Ueberführungsbrücken der neuen Grunewaldbabn über die alten Bahngleise bei Ruhleben arbeiten, haben, wie die .Voff.Ztg.“ mitteilt, Vor einigen Tagen auch die Arbeit niedchßeleét.

Die BäckerZebilfen [ erfelds find in eine Lobnbewegung eingetreten, Sie ordern, der „Rb.-Westf.Ztg.“ zufolge, u. a. 32 „16 Mindestlohn für Tischarbeijer und 34 „66 für Ofenarbeiter und 37 ck fux Schichtfübrer, ferner 10stündige Arbeitszeit statt bisher 11stündige nut einer Stunbe Pause, 6 „Tage Sommerferien mit Bezahlung des Lohnes, 60 „__1 für jede Ueberstunde.

Jn Essen traten, wie die .Frkf. Zig.“ erfährt, die: Schub-

macbergcbilfen wegen Lobnsireits in den Ausstand. _ DerAusstand der A11tomobildroschk8nfübrer inDresden ist, wie die „Köln. Ztg.“ meldet, vorZOestern durch Vermittlung des Oberbürgermeisters beenket worden. ie Drbscbkenfübrer erhielten eine Lobnzulage (bgl. Nr. 113 d. Bl.).

Aus Hamburg wird der ,Köln.Ztg.“ gemeldet: T€!“ Arbeit- geberschußverband für'dieHolzindustrie lcbnte einstimmig den Schiedsspruch des Eintaunngts ab, _da er die obligatorische Einführung des paritatiscben Arbeitsnachrvetsc's vorsebe. _ Dic MeinungSvcrsckoiedLnbeitcn zwischen der Werft Blohmu. Voß und den ausständigen Maschinenbauern find nacb demsslben Blattc beigelegt wvrkc'n. Die Maschinenbauer haben die Arbeit wieder aufgenommen.

In einer gestern in Wien aiÉebaLtenen Vcrsammlnn der Von der “.[lusyperrung betroffenen tückmeistkr und ebilfcn dsr Perrenscbneider Wurde, „W. T. B.“ zufolge, mitgetkilt, dF troZ des boraesirigen Beschlusses in einigen Betrieben die Stü - meister arbeiten dürfen", infolgedessen wurde der Ausstand der Stück- mcister verkündet. (Vgl. Nr. 122 1). Bl.)

Der Vorfiyende des in Sivansea bestehenden Zweigbereins

derVereinigung dereeleyte bat, „W. TB.“ zufolge,1n einsr Unterredun? erklärt„ die Leute seien ausgezeichnet oanifiert und bereit, die Arbeit m richtigen Aizgenblick niederzulcgen. (16 Lager in Süd- Wales, in dem die Ausständigen untergebracht werden soUen, Werde bei Cardiff am 10. Juni benußbar_ sein. _- Einer Blättermelduna zufolge hat ein'Vertreter der Vereinigung der Seeleute erklärt, daß ein internationaler Ausstand jetzt jeden Augenblick erklärt Werden könnte (Yb Nr. 119 d. Bl.). , In einex crsammlung der Bergleute dcs Cambrian Koblenrebiers (bal. Nr. 121 d Bl.) wurde, wie „W. T. B.“ meldet, mit großer Mehrheit beschlossen, die Bedingungen des Ab- kommens born 15. d. M. abzulehnen und den Ausstand bis zum äußersten fortzusejzxn.

Brüsse1€r Blättern zufolge smd in der sozialistischen Weberei Vooruit in Gent 200 Weber, die bessere Behandlung und anders: Arbeitszeit Verlangen, in den Ausstand getretkn.

(Weitere „Statistische Nachrichten“ s. i. d. Dritten Beilage.)

Kunst und Wiffensckzast.

Dic Galarie' Eduard Schulte eröffnet ihre nächste Aus- stellung am 27. Mai. Den Miltelpunkt bildct eine: Sammlung Von 50 Werken der bedeutendstxn modernen Künstler Spaniens, wie Ycrmcn Anglaba, Aureliano de Berners, Claudio Castelucbo, Manuel

amirez, _R. 11.V.Z1tbiaurre, Ignacio Zuloaga u. €:. Weitere Werke sandten (H111111) Beka =Dachau, Hermann Frobenius = Eppan, Elsa Hanlnmr-Lekmnd, Theodor Johannsen : Berlin, Dr. W. .H. Lauter- Bet'lin, Hc1ns§icht-_Berlin, Hans rcnßel-Berlin und Prof. Dr. W. Steinhausen : özrankturt a. M. on Eduard Zetsche- Wien kamen einige Motive aus Korfu.

Land- und Forstwirtschaft.

Wie aÜjäbrlicb, veranstaltet die Königlicbc Gärtncrlck'r- an stalt zu Dahlem bei Stegliß-Berlin wicdsr eincn Obst- 11 nd Gemüseverwertungskursus für Damen, der auf bielfacbcn Wimscb in diesem Jahre bereits in der Woche bom_19. bis 24.J1mi stattfinden wird. Das reichhaltige Programm umfaßt das gsfamtc Gebiet der Obst- unb Gemiiseverwertung, sodas: die' Tcilncbmcrinncn Gelegenheit haben, ihr Wissen und Können nacb dicser Ricbtung 311 mebrcn. Der Unterricht - tbkbretisch nnd Praktisch wird Von Spezialisten auf diesem Gebiete erteilt. Programm mit Yngabc dcr Unterrichtßzcif Versendet obengenannte Anstalt. 91 11 111 cldu 11 gen smd an die Direktion der Anstalt einzureichen. Das Untsrricbtsbonorar bsträgt für Deutsche 9 «M, für Ausländer 12 .“.

Paris, 25. Mai. (_W. T. B.) Nach amtlichcr Sckäymig Tom 1. Mai d. I. ist eine Flache bon 5765 9901111 mit Wintcrivcizcn und 522 720 1111 mit Sommerweizen bcstcüt 1c,1_«*n 6282 200 und 248740 1111. im Vorjahr. Die beiden lcytcn Ziffern bctrngcn nacb endgültiger Richtigstellung zusammcn 6 559 900 11:1- Der mittlere Stand des Winterweizkns am 1. Mai ist 69,1 gegen 60,2 am 22. Januar 1911 und 1119111 70,2 am 1. Mai des Vorjahres. Der Stand des S1*1111111*1'11*1*i„11*11ö ist 69 gcgcn 72,3 am 1. Mai 1910. Mit Wintcrbafcr smd 748 510 11:1. mit Sommerbafer 3278 600 1111, zusammen also 411271101111 beim]! gegen 3 952 530 119. im Vorjahre. Der mittlere" Stand duk Wintcrbaicxö am ]. Akai ist 68,5 gegen 623 am 22. Januar 1911 um“ 724 am 1. Mai 1910, des Sommerbaiers 71,8 gegen 72,7 am 1. Mai 1910.

Gesundheitswesen. Tierkrankheiten und Absperrung» maszregeln.

Italien.

ordmmgx vom 17. . Pk. dic gc en Herkünfte aus Batavia an* «ordne cu Quarantänemaßzre clu aux dcn baicn von emaran (“Java) ausgebc nt. (Irmi. „91.12111' vom 3. d. M., “) r. 104.) Rumänien. Nach einer Vckannimaeixun bom 3./16.Mai d-J. im thdblat:

Nr. 20 bat die rumänische Rca «mm die' fn'ibcr gcacn Rcixcndc

und Herkünfte aus Smyrna verhängten Sperr- und Ueberwachungsmaßregeln von neuem angeordnet. (Vergl. „R.-Anz."_vom 1. Dezember v. I., Nr. 282.)

Schweden.

Das KöniFkicb schmedische Kommerzkollegium bat die äfen am Persischen eerbusen sowie Niederländisch- stindien fur pestverseucht erklärt.

Indien.

, Nach einex Mitteilung der Regierung von Bengalen vom 27. v. M. rst wegey der m der Hafenßadt Bufbire außgebrocbenen Pest diescr Hafen fur verf'eucht erklart und für Schiffs, die von dort in den Häfen bon Obriffa ankommen, Quarantäne angeordnet worden.

China.

Das Kaiskrlicbe Konsulat in Canton bat die Verfügung bpm 6. Februar d. I., betreffend die Jeesnndheitspolizeiliche Kon- trolle der aus Dairen, iutscijang, Chinwangtao, Tientsin oder Tscbifu kommenden und den Hafen bon Canton anlaufenden deutschen Schiffe Wiédkr aufgehoben.

Die Einfuhr von Lumpen, altem Papier, alten Säcken, trockener und feuchter Erde und Särgen mit Leichen aus den genannten Häfc'n bleibt auch fsrnerbin Vorläufig Verboten. (Vergl. „R.-Anz.* Vom 8. März d. I., Nr. 58.)

Das Kaiserliche Konsalat in Sivatau bat durch Verordnung bom 28. 1). M. seine Verbrdnung born 12. April 1911, betrcffénd dic gesundbeitsbolizeilicheKontrolle der aus 5611-39 (i fc n b er Ma 11 d s ck 11 rei , einschlicßlick) Dairkn, sowie (1116 Tientsin (Tongkn) und Tschifu kommenden und den Hafen bon Swatau anlaufenden deutschen See- schiffe, wieder aufgehoben.

Die Einfuhr bon Lumben, altem Papier, alten Kleidern, altem Bettzeug, Särgen mit Leichen sowie bon trockener und feuchter Erde aus den bezeickmetcn Häfcn unterlicgt auch fernerhin den Bcstimmunqsn in Artikel 9 der 1701131011111 8111111111'1' 11.0;„111111110115; ["(11' 1,1111. ['011; ok 811-3611»- Von 1911. (Vkrgl. „R.:Anz.“ born 12. d. M., Nr. 112.)

Der Kaissrlichc Konsul in Tientfin bat die Verordnnngsn bom 23. Januar und 4. März 1). J., betrcffxnd dic gesunbbcitspolizeiliche Kontroüe der aus den Häfen der Mandschurei sowie aus Daircn (Dalny), Tschifu und Lungkbn kommendén und die Häfen bbn Tongku-Tixnjsin und Tschinwangiau anlaufc'ndcn deutschen Schnie, wiedcr anxqcboben.

Die (Einfuhr bon Lumpen, altem Papier, Särgen mit 28ich611, trockener und feuchter ErdL sowie (111611 Säcken ans di'n 11911a1111ten (äfcn ist auch fernerhin Verboten. (Vergl. „„IT-Anz.“ 110111 20. Je: ruar d.,éw Nr. 44, und vom 6. 11. IN., Nr. 11.)

'Z-

Amsterdam, 25. Yiai. (W. T. B.) Auf Jawa sind 13011] 19. bis zum 24. Mai 105 Pcstfälle, darunter ein Fall bon 33111151811- Pesi, borgckommcn. 74 Personen sind gcstorbczn.

Theater und Musik.

Denkschcs Theatsr.

Die Aufführung bon „Bankban', Tra ödie in fünf leiln bon Joseph Katona (überseßt von Joseph Jészi), am Mittwoch im Deutschen Theater, wäre nur dnnn zu rechtfsrtigcn gchskn, wynn diYes ungarische Nationaldrama dicht€rischen Wert hätte. Die Tat- sa 6111801, daß es fast bnnderi Jahre alt ist und in Upgarn ais vaterliindiicbes Schauspiel geichäßtwird, ist dafür 1851 gsmügsnrer Grund, ebknsanig ker 111111161111“, M1 CI “2611 61€1chM csscbicbtiickßsn Stoff behandelt, den (HriUbarzcr seinsm „Tki'UknDianl16111€SHSTT11* zugrunde gelegt bat und 13611 zweieinbalb Jabrbunkkrte bor ibm scbcn Hans Sachs zum Inhalt Lines fiLbLUÜkÜQM Dramas „5211111835 dcr Ungarisch? König mit Vancbanb seincm getreuxn Stniibaltsk“ machtk. Der aÜcn drei Stückén gemcinsmns Vbrgang ist in 'der Katonasch€11 Fassung folgcndér: „König Andréas 11. bon Uxigarn bat, während ('r selbst in dsn Krikg 3011, skin? Gemablin Gcrtrnk, Cine Merancr Fürstin, in dcr Hur scinLS getrsuestkn Vasallen, (s.; Bam».- Bank, den cr zum RLichSbkrMscr bcsu'Utx, znrückgslaffsn. Prinz TUV bon Z).)kcran, Gertruds Brnbcr, bkrliebt fich in Mslinka, BMI Gattin, und [*Lrgswaitiat sic. Bank, bér 511115 dix NIKI? 111.82": schurkiscbe-n deUtscben Ritters in .*211 Glawbén rérssxr 11111, die Königin babc: bci bieisr berbrxcbsriscbcn Tat ric: HMT Lm Spiels gcbabt, tötkt dis Königin. Dcr iéiimksbrkxks' Y:".kk-JJZ kann nach Klärung kér Sacblxgc '"cimkn 21.121115? 111111 :51- urte'ilen. Auch Banks Wsib ist ;111: SWM für 1971 T:? :*:r Königin Von den deutscbsn *.“ankIlswr-kn crkr1chkwo1kc:1. Z::“Pé-M den Babrcn be'r bkiden Frauen kOÜÜka sick) dcr &erka “ZEHN dieses blutigen Dramas, da:? UmstänkliÖ 1111? sckowcrfäkbg 117117)“ Akten über die Bübnc scbrcitcx. In lanzcn 311191151911", Er;§i!;x::;;:1 und Bctrackptungcn krfäbrt kék 3211Ö3Uck da:“; msistc: ki? 13121“ „::-. Personcn reien (111€ di:" gleicberracbx (im ungarischn Urksxx :i-x . ichöne kast', in rsr 11511*r*"1*;:11115 2117551.“- cin kfchk 1chlchck1x§ * '“ kommcn 11111“ («55:11 1:**..“ «F dércn Vsrfaffsr giraké k*-*'Z-.*(. Ykagbaxsn smd 1:31 BÜZ sämliicber Tachksn Tmiticbc" sämtlich Unlngcndmi nnd “.“:11'1-3: ..x-x:

**."1r d:".i 1ch11rk11ck€n Nittcr Bibkrack) b.?! J:_;: *“ kakkl] .]I1TQ1LTS11, für den kbMsb D*»;271m-IN “***“ ' ***riwzxri Tm“ Jago.“- Gimpcl 911111121“. _

arixclinng bättc bicr fiir das Drama k-cjxx “11: :*crmrcbt. (Ednard bon Wintsrstcinxx kr§:;b:::, .. 0411151111161), und der blntlccrctr 01.12.11: :=": K Dietrich, - eineberi*1*iß11ng§bol1s W:»: 917557. -- ::.... TCF Lübcns. Jn dcr wcnis k.):ikbar-x. :.:LL-K "1cb Lcopbldinc Konstantin UL:“? (.:::-: *:“.Zx: “.:::. ;- Ztcllkrin. Tie“ 11111m1kba111; A::bec ::». :?:-.') .. . dcr 11121 Verarmtcr Vanek 12:15 FF: :::“. * Obr dcr Zub-Zrcr z:: .:€:**7:.;*. „“.“:rx.

Mühe!

Jm Königlicbcn O:“"J.7". .. .. cine Anffübrnkg kon ..1***.*-.1"..-.,.; ' ** 1112264011111511125111»: ' ' * * bis 911111: “Fr:"; :?:“. S dcn “311151“: HJT; H.;biÖ 111 ich'cbcr TV:": “J:.ZuK-xix: _" ." ** ". Vcrscr ;;1111 5:17:71 219311“ 236111511119: *TOP*-.*“ HI.“? ZXÖIJ; .. ÖT?!" Öknki“ ax?"- WWWIK“ "T*.“- 131;*':. * KQDCÜMT1'1TT T7. L* II.

JM König'.'

16. 1:2"? [WTI 213117511“. ...". ' 11.711 m:? zw.:r 17" “'*- a11sgckx'1brt, “Ji: * - '

71.“ ÖTTWN S?.ngmnz;

darin “1111511191.

*, 11175111751111c am 21132175; ck» ";.": .I“ KÖ:::,:11chcn S.B;;;*:':.'***

Die italienis 2 Regierung hat durch sccsanitätWolizciliÖc Vfw '

. : M.“.1'71 SWDÖHFO *7 *.*-“JJ",JOZ 711". K."“UZTTWÜ dv; ".“ S*.“däckiimk'mkx “.I: :.“ m:“r71'1'119117 ck91 SIMTEK

Das KUWWNUM "..?"? d:; **.

WLLBcXMinc SUB:..B. “***.“

BC!“ (311t“ch2.1?c171*n 27. !*.-135.97. " * „217.271 da?“.n'ob vicßt'x'b: 11763717: Jm Orntor,ch1'1xpdc ck.»: *,:er „1761111011671 Saab? (“.J.“) *: .:.“.mcn nnd inBMBIR B..:n»

* 776 Wüst? WiWr'm-n411.“ *.*DKUU (§*.**.*1n,16bm 175191 595 .§*y71;-'.?wr

HQNPUNÖOW 1e11r15x ck11“ ??'1'71". 1"'“«-". 1:17? *Giwß'c'n fi; 3,5 '.! „*zzxzznx wiiidtact INM. JR 751“ (K*döäÉmkrpdc ('r-1711.77“ dm“ W '.;“täc O."? 11bad1**1*71*1m 11111“ 171“. Q“;71*«"1*.'77dc'k M)) 11117. dx": Q;.*.“T**k.'**n71pf Irons nnd QOMBM'LPKM W:»Ummpvd (1997167117.- 12-73: 9-4111-1

. WKM?" J mit Spbch 1111? w'1-* (:ck 51711“ 131,1.Wäcéxm dam-

1111106 übätmam «K* 511" k111271*1'11“.1*1*71(*fk WWW»;*1?**“.*.'2:1111.:.'1 dx".