1891 / 217 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 15 Sep 1891 18:00:01 GMT) scan diff

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SKxinze, Kaffendiener bei der Reichsbankstelle zu, Halle a. an e, Lindau, Briefträger zu Quedlinburg, Lüdke, Kaffendiener bei der Reichsbank-NebenfteUe zu Halberstadt, _ M atthies, Gememdevorfieher und Gutsbesitzer zu Blöns- dorf, Kreis Wittenberg,_ 9 _Möhrling, städthcher Polizei-Wachtmeisier zu Nord- au en, von Naßmer, Strommeister zu Mauken, Kreis Schweiniß, _ _ Nane, berittener Gendarm zu Altengottern, Kreis Langen- a za, Nehls, Ober-Wachtmeister der 4. Gendarmerie:Brigade zu Wittenberg, N dt 11, Otterichter zu Obhausen-Iohannis, Kreis Querfurt, Pabst, Eisenbahn:Weichenstel]er im Direktionsbezirk Er- furt, Kreis Naumburg a. S., Posthieur, Gerichtsdiener beim Umlegexicht zu Mühl; hausen i. Thür., _ Püschel, Posiichaffner zu Haüe a. Saale, Rohwaldt, Revierförster zu Nietleben im Saalkreise, Romanus, Förster zu Pratau, Kreis Wittenberg, Salzmann, _Eisenbahn=LokomotivfÜhrer im Direktions- bezirk Erfurt, zu Erfurt, _ Schmidt, Kaffendiener bei der Reichsbankstelle zu Erfurt, Schollmeyer, bezirk Eifurt, zu Erfurt, _ _ _ _ Schiiße, Regierungs-Kanzlist beim Ober Präsidium zu Magdeburg, _ Schulz, Erster Gerichtsdiener und Botenmeifter bei dem Landgericht zu Halberstadt, _ Seyfarth, Steuer-Ausseher zu Zeiß, Steger, Steuer-Aufseher zu Neuhaldensleben,_ Stegmann, Posischafmer zu Wittenberg (Bexirk HaUe), Suchow, Maschinenmeister zweiter Klasse zu Wittenherg, K __Thiel, Fußgendarm zu Milow im 2. Ierichmmchen rei e, Thierielder, Orisrichter zu Goseck, Kreis Querfurt, Thier1ch, Erster Geriéhtsdiener und Votenmeifter bei dem Landgericht zu Haüe a. Saale, Voigt, Postschaffner zu Halberstadt, Vorgiländer, Briefträger zu Magdebura, Wart ewig, Kirchenäitesier und Kirchenkaffen-Rendant zu Oheraehra, Kreis Nordhausen, _ k_Weidner, Ortssthulze zu Sollstedt, Kreis Mühlhausen 1. T' iir, Weiße, Ortsschulze und Standesbeamter zu Dermesdorf, Kreis Eckartsberga, Weisel, Gcmeindevorsteher zu Mühlbeck, Kreis Bitterfeld.

Ferner haben Seine Majestät aus;“. dem gleichen An- laß zU verleihen geruht;

dem Kammerherrn Frahz Adolf von Veltheim auf Harhke die Würde eine?: Erbmarschalls im Herzogthum Magdeburg,

dem Kammerherrn Rittmeister a. D. Grafen K arl Gustav Adolf von Hohenthal auf Dölkau die Würde eines Schloßhauptmanns von Merseburg,

dem Erhscher-ken im Herzogthum Magdeburg, Kammer- herrn Grafen Hilmar Friedrich Anton vom Hagen auf Möckern die Würde eines Königlichen Hofmeisters,

dem Landrath Ernst von Bredow auf Miickenberg,

dem Landrath Arthur Konstantin Ludwig von Breitenbauch auf Burg Ranis,

dem _Rittmeisier a. T. Freiherrn Alhard von der Borch aui Friedeburg,

dem Freiherrn Ernst Franz Georg Adam Knigge auf Endorf und

dem Erhtruchseß im Fürstenthum Haiberstadt Grafen Albrecht von AlvenHleden-Schönborn auf Erxleben die Kammerherrn-Würde, _

dem Regierunas-Präsidenten von Diesi zu Merseburg den Charakter als Wirklicher Geheimer Oher=Regierungs-Nath mit dem Range der Räthe erster Klasse,

dem Ober-Siaatsanwalt Hecker in Naumburg a. S. und

dem SenatS-Präsidenien bei dem TdevLandesgericht in Ncmmburg a. S. Hiiie den Charakter als Geheimer Ther- Iusiiszh mit dem Range der Näthe zweiter Klasse,

dem Militär Oherpiarrer a. D;, einstweiligen katholischen Schulraih bei der Regierung zu Eriurt Nagel den Charakter als Geheimer NegierungS-Ratb,

dem Tker-LandesgerichtH:Rath von Klocke in Naum- burg a. S. den Charakterdls Geheimer InstizRath,

drm OTÖLUTÜÖLU Proieffor an der Universität zu HaÜe &. T:. ])r. Eherih den Charakter als Geheimer Medizinal-

a ,

dim SanitätsMath ])r. Betie zu Magdeburg,

dem SanitätH-Rath Dr. Mayer zu HaUe a. S. und

dem SamtätFRath Dr, Wilke daselbst den Charakter als Geheimer SanitätE:Rath,

drm Kommerzien:Rath Vogler zu „Quedlinburg den Charakter als Geheimer Kommerzikn-Raih,

dem RechteZanwalt und Notar Roeder in Halberstadt und

dem Rechchariwalt 11111) Notar Sickek in Weißenfels den Charakter als Iusüz-Rath,

dem Kreiephysikus Dr. Peukert zu Merseburg den Cha- rakter als Sanitäts-Rath,

dem LandeS-Bauinspektor Kredel zu EiHlek-en und

dem LandeH-Vaumspektor Nose zu Weißenfels den Cha- rakter als Baurath,

drm Lher=Vosidirektion€:Sekretär Be es e zu Magdebur ,

dem Lber:Postdirektions-Sekretär Benzmann zu Ha e a. S. und

dem Lber-Pofidirektions-Sekretär Strobach zu Erfurt den Charakter als RechnungS-Raih,

dem Sekretär bei der StaaTSanwaltschast in Hakle a. S. Blankenburg,

dem Ersten Gerichtsschreiber, Sekretär Reinecke zu Neu- haldenßleben,

dem Ersten Gericht§schreiher, Sekretär Richter zu Eis- leben und

dem Gerichtsschreiber, Sekretär Tiebe zu Heiligenstadt den Charaxter alsNKanzleiMath,

rem Zyabrikbenßer Recklehen zu Dahrendorf im Kreise Wanzleben und

_ dem Rittergutsbesißer Zei auf Bleddin im Kreise

Wittenberg dexi Chczrakter als Oe onomie-Rath,

dem Großindmtrieüen All endorff zu Groß:Salze,

EisenhahmZugiiihrer im Direktions-_

dem Fabrikbefißer Mahr zu Naumburg a. S. den Charakter als Kommerzien-Rath,

dem Tuchhändler _und Kleiderfabrikanten Blume zu Erfurt den Charakter als Kommisfions-Ralh,

dem Ersten Bürgermeister der Stadt Erfurt Schneider und dem Ersten Bürgermeister der Stadt Naumburg a. S. Krauß den Titel „Ober-Bürgermeifter“, und

dem Ober-Bürgermeister der Stadt Mühlhausen i, Thür. ])r. Schweineberg die Befugniß, bei geeigneten Gelegen- heiten die goldene Amtskette zu tragen.

Deutsches Reich.

NachweUung über die Produktion, die Versteuerung und den

Bestand inländischen Branntweins für den Monat August 1891.

Menge

[des nach Eni- richtung der Verbrauchs-

abgabe in den bekgesteute" freien Verkehr

, übergeführten B ranntw eins. Hektoliter reinen Alkohols

. . . . 60 091 157 112 Dazu aus den Vormonaten des laufenden Betriebsjahres . 2 781 657 1 834 202

Zusammen vom Beginn des Betriebs- ] jahres (1. Oktober 1890) bis zum Schluß des vorbezeichneten Monats 2 841 748 1 991 314 3 135 499

In demselben Zeitraum des Vorjahres 2 084 390

Am _Schluß des Rechnungömonats verblieb in den Lagern und Reinigungsanstalten unter steuerlicher Kontrole ein Bestand von 393 260 111.

Dr_e vorstehende Nachweisung beruht auf den Angaben, weiche m den der unterzeichneten Stelle Seitens der betreffen- den Ceniral-Finatgzbehörden der BundeSsiaaten aklmonatlich zugehenden Reichsxteuer-Ueberfichten gemacht sind.-

Berlin, im September 1891.

Hauptbuchhalterei des Reichs-Schaßamts.

Zeitabschnitt, des auf welchen die Betriebsergebniffe sich beziehen.

Im Monat August 1891 .

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

_ deii Landrath ])1'._)'11r. Freiherrn von der (3013 zu Geilenkirchen zum RegierungH-Rath zu ernennen.

_Auf Ihren Bericht vom 26. August d. I. wil] Ich dem Kreise Schweidniß im Regierungsbezirk Breslau, welcher den Bau einer Kreischauffee von der Breslau-Schweidnißer Promnzialchau e_e hei Weizenrodau über Käntchen, Klein- und Groß-Wierau 16 zur Reichenbacher Krengrenze bei Enders- dorf beschlossen hai, das Entei nungSrecht für die zu dieser Chaussee erforderlichen Grundßiücke, sowie gegen Ueber- nahme der künftigen chauffeemäßigen Unterhaltung der Straße das Recht zur Erhebung des Chauffeegeldes nach den Bestimmungen des Chauffeegeld- Tarifs vom 29. Febrnar 1840 (GS. S. 94 ff.) einschließlich der in dem- selben enthaltener) Bestimmungen über die Befreiungen, sowie der_ sonstigen, die Erhebung betreffenden zusäßlichen Vor- schrtsten _ vorbehaltlich der Abänderung der sämmtlichen vorausgefiihrien Bestixxxmungen - verleihen. Auch sollen die dem_Chauffeegeld-Tar11e vom 29. Februar 1840 angehängten Bestimmungen wegen der Chauffee-Polizei-Vergehen auf die gedachte _Straße zur Anwendung kommen. Die eingereichte Karte erfolgt anbei zurück.

Neues Palais, den 31. August 1891.

W i l h e lm K.

_ _ Thielen. An den MMLftLr der öffentlichen Arbeiten.

Finanz-Ministerium. Bekanntmachung.

Gemäß §. 36 des Reglements vom 28. Dezember 1775 für die_Königliche aklgemeine Wittwen-VerpflegungsAnstalt werden in) nachfolgenden Verzeichnisse die Nummern der Auf: nahnieschemebekannt gemacht, von welchen die Beiträge gegen- wärtig fiir emen, zwei oder drei Termine rückständig bezw. nach Ablazzf des Oktober-Termins U. I. bereits rückständig geblieben und.

_ Tie Nestanten fiir einen und zwei Termine werden hier- mit qufqeiordert, im nächsten Termine, den 1. Oktober 1). I., die Nückjtéixide nebst der reglemeUTSMäßigen Strafe und dem sodann_ fälligen Beitrag, also überhaupt das Dreifache bezw. dds Siehemache LMSS Beitrags, zu berichtigen. Die Restanten fur zwei Termine, iyelche dieser Aufforderung keine Folge leisten, werden, soweit ihre Beitragsrücksiände nicht eventl. durch Abzüge vom Gehalt oder der Pension zu berichtigen sind, mit Verlust der verficherten Pensionen aus der Anstalt UUSJeschloffLn werdeii.

Den Restanten 1111: die drei Termine vom 1. April 1891, 1. Oktober 1890 und 1. April 1890 und für die dreiTermine vom 1. Oktober 1890, 1. April 1890 und 1. Oktober 1889 w:rd_bekannt gemacht, _daß fte aus der Anstalt au2gesch1offen und ihre Aufnahmescheme ungülti geworden sind.

Berlin, den 10. September 1 91.

__ _ _ General-Direktion der Komglichen allgemeinen Wittwen-Verpflegungs =Anstalt. Germar.

V e r i e i ck) 11 i s; der Nummern der Aufnahmesckoeine

4. derjenigen Interessenten, welche für die Termine vom 1. April 1891,_1. Oktober 1890 und 1. April 1890 mit ihren Wittwenkaffen- Beitragen tm Rückstande geblieben sind.

a. Restanten für einen Termin: 54 014, 54135, 59 403, 65 592. 72 736, 76 400, 77 357, 84 623, 85 906, 86 860, 87 205, 90 208, 91 031, 91 696, 94 418, 97 382, 101 793, 102 742, 107 401, 108 076, 108 662, 109 901, 110 553,

dem Fabrikdefißer Hubbe zu Magdeburg und

110 610, 110 703, 111762, 111849, 112 467, 114 604, 115 941, 116120, 116 468, 116 548, 116 688 und 117 740.

b. Restanten für zwei Termine: 81 816, 90 790, 95 248, 110 310 und 118 374. (: Resianten für drei Termine, welche auSgeschlossen worden sind: 76 155, 108 149 und 112023.

13. derjenigen Interessenten. welche für die drei Termine vom 1. Oktober1890,_1. Apri11890 und 1. Oktober 1889 mit iHren WittwenkaffenzVetträgen im Rückstande geblieben und bereits nach Ablauf des dritten Rest-Termins Oktober 1890 excludirt worden sind:. 109 390 und 117741.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen .und Forsten.

_ Dem Kreis-Thierarzt Wiest zu Rheinbach ist, unter Ent- bindung von _seinem gegenwärtigen Amt, die Kreis-Thierarzt- stelle des Kreises Euskirchen verliehen worden.

Minißerium der geistlichen, Unterrichts- und MedizinaL-Angelegenheiten.

Bekanntmachung.

Die Königliche Bibliothek ist nach §. 1 der Be- nußungö-Oxdnung vom 21. bis einschließlich 26. September geschlossen.

Berlin, den 14, September 1891.

Die General-Verwaltung der Königlichen

Bibliothek.

Yiehtamtsiches.

Deutsthes Reith.

Preußen. Berlin, 15. September.

Seine. Majestät der Kaiser und Könia nahmen gestern Vormittag um 10 Uhr die Parade des 17. Armee- Corps bei (Hamstädt ah, empfingen um 2 Uhr Seine Majestät den König von Sachsen und arbeiteten von 51/4 Uhr ab mit dem Chef des Generalstabes der Armee Grafen von Schlieffen. Um 6 Uhr fand_Parade-Diner im Rathhause zu Erfurt statt. Im Anschluß hieran_ hörten_ Seine Majestät den Vortrag des Chefs des Militärkahmets, Generals der Infanterie- von Hahnke.

_ Ueber die gestrige Parade bei Gamstädt entnehmen wrr der „Magd. Ztg.“ Folgendes:

Die Paradeaufsteüung war der Chaussee paraÜel erfolgt u_nd unterschied_fich von den bisherigen Paraden dadurch, daß die_ Truppen in Folge der formirten ReserveWivision in drei Treffen aixfgesteÜt waren. Das erste Treffen wurde von der _7. und 8. Division gebildet. Die 7. Division unter General- Ma1or vpn Iena war aus der 13. Infanterie-Brigade mit dem Infanterie-Regiment Fürst Leopold von Anhalt-Deffau und dem 3. Magdeburgischezi Infanterie-Regiment Nr. 66 und aus der 14. Infanterie-Vrigade unter General=Major von Heydwolff nut dem Infanterie-Regiment Prinz Louis Ferdinand von Preußen und dem Anhaltischen Inianterie=Regiment Nr. 93 zusammengesetzt. Die 8. Division unter General-Major von Otdtman wurde gebildet aus der 15. Infanterie=Brigade unter General-Major Rössel mit dem Magdeburgischen Füsilier- Regiment Nr. 36 und dem 3. Thüringischen Infanterie-Negiment Nr._71 und aus der 16. Infanterie-Vrigade unter General- Maxor von Hagen mit dem 4. Thüringischen Infanterie- Regiment Nr. 72 und dem 7. Thüringischen Infanterie- Regiment Nr. 96, sowie der Unteroffizierschule zu Weißenfels und dem Magdeburgischen Vionier-Bataiüon Nr. 4. Im zweiten Treffen stand die Reserve-Division unter Genera1- Liehtenant von Müller, gebildet aus der 7. RefervxInfanterie- Br1gade_unter_ Oberst von MüÜer mit dem 13. Reserve- Infanterxe-Regiment (Oberst-Lieutenant Moeaer) und dem 14. Reserve Infanterie-Reaiment (Oberst=Lieutenant Stüber), und aus der 8. Reserve:Infanterie-Brigade unter Oberst von Amann mit dem 15. Neserve-Infanterie- Regiment (Oberst : Lieutenant von Oesterreich) und dem 16. _Reseroe-Ihfanterie-Neaiment (Ohersi:Lieutenant von quckstem), forme einer Reserve-Pionier-Compagnie. Im dritten Treffen, befehligt vom General-Lieutenant von Kleist, Inspecteur der 1. KavaÜerie-Inspekiion, stand auf dem rechten Flügel die KavaÜerie-Divifion 4. Sie war zusammengesetzt _aus der kombinirten Brigade unter Oberst von Haeseler mit dem Kürassier-Negiment von Seydliß und dem UlaxiewRegiment Hennig?- von Treffenfeld, aus der Brigade 4 tinter General-Major Graf von Wartensleben mit dem Magdeburgischen Hus aren-Regiment Nr.10 und dem Thüringischen Husaren-Regiment Nr. 12, aus der Brigade 13 (17. KavaÜerie- Brigade) unter Gene_ral-Major von Schnackenberg, aus dem ].. und 2. Großherioglich Mecklenburgischen Dragoner:Regiment. Nr. 17 und 18 und aus der Brigade () (19.Kava11erie- Brigade) unter_General-Major von und zu Schachten mir. dem Oldenburgischen Dragoner- Regiment Nr. 19 (Oberst Erbgroßherzog von Oldenburg) und dem Königs-Ulanen- Regimexat Nr. 13. An die Kavallerie schloß fich die 4. Feld- Artrkierw-Brigade unter Oberst von Mohl mit dem Magde- burgischen Feld:?Urtillerie-Regiment Nr. 4 und dem Thürinßi- sche!) Feld-Arxillerie-Negiment Nr. 19, der Reseroe-Fe d- thlÄerie-Ablheilung und dem Magdeburger Train-BataiUon

r. . _ Ihre quesiäten der Kaiser und die Kaiserin ritten mit Seiner Majestät dem König von Sachsen und den anderen Fürstlichkeiien zunächst die Fronten der“ Truppen enilang. Hierauf erfolgte der Parademarsch, welcher wegen der Üheraus großen Hiße nur einmal stattfand, bei der Infanterie m Regimentskolonnen, bei der Kavallerie in EEcadroanront nn Schritt. Seine Majestät der Kaiser führte das K_"ömgß-UlaanRegimem (1. Hannoversches) Nr. 13- AÜethdchstjelbst i_mt gezogenem Säbel Ihrer Majestät der Kgiserm und Seiner Majestät dem König von Sachsen vor, wähiend der General der Kavallerie Graf Waldersee cotoyirte. Ebenso führten Graf Blumenthal sein “Füsilier-Regiment Nr. 36, Seine Durchlaucht der Fürst Güniher zu Schwarz- burg-Sondershausen sein Infaxiterie-Ne iment Nr. 71, Seine Hoheit der Herzog von Sach1en-Alten urg sein Infanterie- Regiment Nr. 96, Seine Königliche Hoheit der Prinz Georg von Sachsen sein Ulanen-Regiment Hennigs von Treffenfelp' Nr. 16 Seiner Majestät dem Kaiser vor. Bei der Kritik sprach _Seine questät der Kaiser, wie „W. T. B.“ meldet Über die vorzügliche Haltung der Truppen sein vollstes Lo *

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aus. Nach Beendigung der arade bestiegen die Majestäten am „Fürftenhof“ wieder den Yßagen und kehrten nach Erfurt auf dem elben Wege, den sie bei der Hinfahrt benutzt, zurück.

Na mittags um 61/4 Uhr fand das Varade-Dmerim Rath- bause statt, an welchem indeß Seine Majestät der König von Sachsen nicht theilnahm, da Allerhöchftderselbe alsbald nach der arade die Rückreise nach Dresden angetreten hatte. Bei der afel trank Seine Majestät der Kaiser auf das Wyhl des 17. Armee-Corps und hob dessen Tüchtigkeit und gute Führung hervor. Der kommandirende General, General der K_avgllerie von Hänisch dankte für das Wohlwollen Seiner Ma1efiat und gab der Versicherung der Hingebung und Treue des Armee- Corps Ausdruck. __ _ _

Abends unternahmen Ihre Majestaten der Kaiser und die Kaiserin eine Rundfahrt durch die Stadt zur Besichtigung der ganz außerordentlich prächtigen Illumination und begaben Sich um 9 Uhr nach dem Friedrich-Wilhelmsquß, um dem großen Zapfenstreiche beizuwohnen. _Seine Majestat der Kaiser nahm mii. Ihrer Majestät der Kaiserin 1n__ dem aiif dem WilhelmSplaße errichteten prachtvoll geschminkten Kaiserzelte Plaß und spendete den musikalischen Y_uffixhrun en ganz be- sonderes Lob. Während des Zapfenstreiches wur e zu Ehren der Kaiserlichen Majestäten die große Domglocke „Maria Gloriosa“ geläutet. _ _ _ __

Heute Morgen um 61/2 Uhr begab Sich Seine _McYestqt der Kaiser in das Manövergelände, wohin _Ihre Ma1estat die Kaiserin gegen 71/4 Uhr nachfolgte. Die Kaiserin wird morgen von Erfurt nach Wilhelmshöhe zurückxeisen, um dort voraUS- sichtlich bis zum 1. Oktober zu verbleiben.

Zur Beseitigung etwaiger Zweifel hat der Finanz=Minister die Königlichen Steuerbehörden darauf hingewiesen, daß' die unterm 11. April 1883 vom Bundeßrath erlassenen Aus - führungsbestimmun gen zu der Kaiserlichen Verordnung, be-

treffend das Verbot der Einfuhr von Schweinen, Schweine- '

fleisch und Würsten amerikanischen UrsprungH, vom 6. März 1883, bezüglich der lebenden Schweine mit der durch dieKaiserliche Verordnung vom 3. d. M. erfolgteri un- bedingtenAufhebung des Einfuhrverbots ohne Weiteres ihre Geltung verloren haben. Dagegen müssen _die1e, soweit fie sich auf Schweinefleisch und Würste beziehen, auch ferner bis zu einer etwaigen Abänderung durch den BundeSrath Anwendung finden, da die Einfuhr dieser Erzeugnisse nur unter Bedingungen freigegeben ist. Ahaefehen von den zugelaffeiien AuSnahmen ist daher bei der Einfuhr von Schweixiefletfch und Würsten. welche nicht mit einer amtlichen Bescheinigung dariiber versehen sind, daß das Fleisch m_ Amerika nach den dvitigen Vorschriften untersucht und frei von gesundheits; schädlichen Eigenschaften befun en worden ist,_auch m Zukimit der nicht amerikanische Ursprung durch Zeu mffe nachzuweisen. Auf diese Ursprungßzeugniffe finden die bis ermen Verschnften Anwendung. Ueber die an die amerikanischen Bescheinigungen zu stellenden Anforderungen bleibt Bestimmung vorbehalten.

Die amtliche Erklärung der Regierung der _Vereinigten Staaten von Amerika 11er den Schutz der Erfindungen und Handelsmarken der Aussteller_auf der Welt- Ausfst_ellung in Chicago lautet im Wesentlichen wie () gt:

Das amerikanische Patentgescß gewährt dem Ausländer daSselhe Recht, wie den Bürgern der Vereinigten Staaten. Hiernach kann also „jeder“ Erfinder 811161? neuen und nütz- lichen Verbifferung 2c., welcher Nationalität er auch angehören mag, nach Hinterlegung eines entsprechenden Gesuchs und urxter Bkachtung der geltenden geschlichen Bestimmungen ein Patent er ungen.

Abweichend von den Gesehen der meisten europäischen Länder ist in den Vereinigten Staaten die Ertheilung eines Patentes auf eine Erfindung auch dann noch möglich, wenn diese bereits in einem anderen Lande paientirt ist, es sei denn, daß sie vor der.Ginreichung des Patent- gesuchs bereits länger als zwei Jahre innerhalb der Vereinigten Staaten in öffentlicher Benutzung (_)der _zum Verkauf gestanden hat. Die öffentliche Benutzudg in einem anderen Lande steht der Patentertheilung nicht entgegen, Yfßrn __?er Patentsucher der ursprüngliche und erste Er- n er 1 .

Nach Maßgabe der vorstehend auigrführlen_ Voraus- scßunaen hat sonach "eder Aussielier innerhalb zweier Iahre, vc-m Tage der Schauixiellung seiner Eifindung ab gerechnet, rechtLichen Anspruch auf Ertheilung eines Patentes in_ den Ver- einigten Staaten. Ueberdies kann ein Erfinder,n_)elcher sem Patent- gesuch innerhalb der vorgeschriebenen Frist hinterlegt, den An- spruch eines anderen Patentsuchers oder selbst_ eines Patent- inhabe“,s anfechten; in jedem solchen alle wird, auch wenn bereits Privilegien verliehen sind, das atent dem ersten Ex- finder zu esprochen. Demnach ist ein Aussieüer, welcher sem Patentge uch rechtzeitig eingereicht at, sofern_ der Be- willigung des Gesuchs em inzwichen an eme andere Partei auf die gleiche Erfindung ertheiltes Patent entgegen- steht, in der La e, die Frage der Priorität_ der E:findur_1g zum Austrag zu ringen. Erlangt er ein obsiegendes Urtheil, so wird iZm das nachgesuchte Patent bewilligt, während das früher erteilte Patent nach Maßgabe der gesetzlichen Be- stimmungen ganz oder theilweise für ungültig erklärt wird.

Das bestehende amerikanische Geseß gewährt demnach dem ausländischen Erfinder und Aussteller weitgehenden Schuß, sodaß für die Dauer der Ausstellung in Chicago der Erlaß eines neuen Gese es nicht erforderlich ist.

_ Was den Marken chuß anbetrifft, so galt in den Ver- einigten Staaten, ohne daß es besonderer Statuten oder Verträge bedurfte, von jeher der auf dem allgemeinen Rerht beruhende Grundsa , daß der Ausländer den- selben S im Ge rauch seiner Handelswarken Kemeßen olle, welcher den Bürgern der Vereinigten Staaten gewährt wird. Das zwischen Deutschland und der nordamerikanischen Union bezüglich der HandelSmarken ge- txoffene Uebereinkommen vom 11. Dezember 1871 _hat eine Erweiterung der Rechte deutscher Reichsangehöriger mcht herbeiführen können, da die le teren diese Rechte bereits besaßen; das gedachte Ue eremkommen gilt vtelmehr lediglich als eine formelle Erklärung der Regie- kUng der Vereinigten Staaten über ein bereits bestehendes Recht. GEMÜ; demselben gehört eine Handelswarke dem- ]em?en, welcher fie zuerst angenommen und auf seinen zum Ver auf bestimmten Waaren angebracht hat. Es ist

weder eine förmliche Sintra i_mg, noch ein Regie- rungsfiegel erforderlich, um lesen _ Recht5anspruch zu begründen. Wünscht der Inhaber der Marke_ deren Re iftrirun , so find hierfür durch das Geseß Vorschriften er- laskzen; do ist die eit nicht begrenzt, innerhalb _deren das Gesuch einzureichen it. Sowohl unter dem allgemeinen Recht, als auch nach dem Vertrage _sieht der_ Deutsche enau an demselben Boden wie der heimische Fabrikant, soda auch in dieser Hinsicht der Erlaß eines be onderen Gesehes für die Dauer der Ausfieüung erübrigt.

Der Präfident des Reichsbank Direktoriums ])r. R. Koch hat sich entschlossen, seine zahlreichen werthvollen Abhandlungen, die in den Jahren 1865-1890 in verschiedenen Zeitschriften zerstreut erschienen waren, unter dem Titel „Vorträge und Aufsäße aus dem Handels- und Wechselrecht“ ge- sammelt herauszugeben. Die Aufsäße über Bedürfnis; und Inhalt eines Check- und Warrantgeseßes find bei der 111 Aus- sicht enommenen geseßgeberischen Regelung_ eingehender Be- rücksUZtigung sicher. Sobald das Werk vorliegt, werden mir darauf zurückkommen.

Der General-Lieuienant Edler von der Planiß 11., Ober-Ouartiermeister im Großen Generalstahe, Und der General-Lieutenant Oberhoffer, Oher=Quarnermeister im Großen Generalstabe, haben fich zur Theilnahme an den Kaiser-Manövern in das Manövergelände des 117. und )(1. Armee:Coips begeben.

Der Contre Admiral Freiherr von Hollen, Direktor des Marine-Departemems im Reich§=Marine=Amt, hat fich 1mt Urlaub nach Borkum begehen

Der Chef-Präsident des KammergerichiS, Wirkliche Geheime Ober-Iustiz:Rath Drenkmann ist vom Urlaub zurückgekehrt.

Die Regierungs-Räthe Weßel zu Danzig, Witthoeft zu Marienwerder, Meyer zu Bromberg, Fromme zu Stade und Riedel zu Köln sind an die Königlichen Regierungen zu Yrezölau, bezw. Potsdam, Münster und Arnsberg verseht wor en.

Der neuernannte Regierungs-Asseffor Yeiherr von Zedliß und Neukirch ist der Königlichen egierung zu OLnabrück überwiesen worden.

Die Regierungs-Referendare Putsch aus Diisseldorf, von Geyso aus Liegnitz, Brinckman auZ Danzig, von Wedell-Parlow und Bayer aus Kamel haben am 12. d. M. die zweite SiaaisPrüiung fiir den höheren Ver- waltungsdienst bestanden. .

S. M. Kanonenboot „Iltis“, Kommandant Korvetten- Kapiiän Ascher, ist am 13. September in Chefoo em: getroffen. -

Bayern.

München, 14. September. Seine Königliche Hoheit der Prinz-Negent hat fich, wie die „Aklg. Ztg.“ meldet, gestern früh zur Abhaltung von Jagden nach Oberstdorf begehen. Ebendahin sind auch Ihre KöniglichenHoheiten die Prinzen Ludwig, Rupprecht und Arnulf abgereist, _während Seine Königliche Hoheit der Prinz Leopold, emerEin- laduna Seiner Maiestät des Kaisers folgend, sich zu den Manövern nach Thüringen begeben hat. _

Die Königin Isabella von Spanien ist heute aus Paris zu längerem Aufenthxlte bei ihrer Tochter in Nymphen- burg eingetroffen. Am Bahnhofs wurde die Königin von Ihren Königkichen Hoheiten dem Prinzen Louis Ferdinand, deffen Gemahlin der Prinze1sin Metric: de la Paz, dem Prinzen Alfons _und der Prinzessin Eulalia von Montpensier empiangen.

Baden.

KarlSruhe, 15. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog kehrte am Sonnabend von dem Manöver- feld de;. )(17. ArmeeCorps nach Schloß Mainau zurück. Gestern Nachmittag begab fish der Großherzog nach Straß- burg und von dort heute früh in das Manöverterrain des )(17. Armee:CorpeZ. - Ihre Königliche Hoheit die Krdn: prinzessin von Schweden und Norwegen trifft, einer Meldung des „W. T. B.“ zufolge, am 19. d. M. in Baden- Baden ein, wohin Ihre Königlichen Hoheiten der Groß- herzog und die Großherzogin am 17. d. M. üherfiedeln werden.

Heffen.

Darmstadt, 14. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog ist, wie die „Darmst. Ztg.“ meldet, von Seiner Majestät dem Kaiser zum General-Obersten er- nanht worden. _ __ _ _ _

Unter dem 13. _d. M. hat Seine Komgliche Heheit fongnden Tagesbesehl an die Großherzogliche Dimston er a en: -

Seine Majestät der Kaiser haben gestern die Gnade gehabt, die Znhabersteüe des 2. Infanterie-Regiments Nr. 116 zu ubernehmen_.

Es ist dieses eine AuSzeichnung, die in Verbindung mit _meiner Aüeranädigsten Ernennung zum General-Oberstcn der Infanterie, die Division mit Stolz und Freude erfüllen muß. Sie hat fich die Zu- friedenheit des Allerhöchsten Kriegsherrn erworben, und _bin ich sicher, daß das Regiment Großherzog dem neuen Namen ._Regiznent ._KaUer' wie seither, so aach in Zukunft, bei allen Gelegenheiten, m Krteß und Frieden, nur Ehre machen wird.

(gez.) Ludwig, General-Oberst.

Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Heinrich vqn Preußen und Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Alix find Festern Abend voanffel hier angekommen und im Großherzog ichen Schlosse abgestiegen. _ _

Das „Regierungsblatt“ verdffenthcht eine _Verordnung über die Errichtung einer Min_1steria_l-Abtheilun_g für Eisenbahnwesen. Die Abtheilmig führt die amtliche Be- zeichnung: „Ministerium der Finanzen, Abtheilung fiir Eisenba moesen“. Die oberste Leitung und V_er_wal_tung der Eisenba nangelegenheiten verbleibt denz Mtznsterium der Finanzen in dem bisherigen Umfang. _Sammtliche Eisenbahn- angelegen eiten werden der neuen Abtheilung zur Begutachtung

oder zur earbeitung überwiesen.

MecklenburgSchu-eriu.

Schwerin, 14. September. Die Genesung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs macht, wie die „Meckl. Nachr.“ melden, wenn auch langsame, so doch unverkennbare Fortschritte. Obgleich die Gebrauchsfähigkeit der Hände und

üße noch immer im hohen Maße beschränkt ist, so hebt fich doch bei gutem Appetit und reichlicher NahrunJSaujnahme der sehr gesunkene aUgemeine Kräftezuftandzusehends. Die nervösen Y_n- fälle von Athemnoth treten zwar immer noch zeitweise, namentlich des Nachts, auf, haben aber ihren bedrohlichen Charakter verloren. Am Tage befindet der hohe Kranke fich bereits größtentheils außer Bett im Roklsiuhl. Aeußersie Ruhe und Schonung ist jedoch auch fernerhin absolut noch wendig. Weitere Buüetins werden von jest an nur akle zwei Tage aUSgegeben werden.

Sachsen-Weimar-Eisenaä).

Weimar, 14. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog ist, nach der „Weim. Ztg.(“, gestern wieder auf der Wartburg eingetroffen.

Die LandtagSurwahlen im Großherzogthum Weimar waren durchweg wiederum schwache MinderheitHivahlen. In Eisenach haben von gegen 2000 Wahlberechtigten nur etwa 430 gewählt.

Sachsen - Meiningen.

Meiningen, 14.September. Die__LandtagSwahl_ dei: Höchstbesieuerten des Herzogthums ist dem „HC.“ zuiolge auf den 1. Oktober angeseht worden. *

Schwarzburg-Rudolftadt.

Rudolstadt, 14. Sepiember. _ Seine Durchlaucht der Fürst ist, wie die „Schwzb.:Rud. Los.:Ztg.“ mittheilt, gestern nach Erfurt abgereist, um der Parade und den Manövern his zum Schluß dieser Woche beizuwohnen.

Reuß i. L.

Gera, 13. September. Seine Durchlaucht der Fürst hat sich der „Ger. Ztg.“ zufolge nach Erfurt begehen, um an der Parade des 117. ArmeeCorps Theil zu nehmen.

Oesterreich-Ungarn.

Wien, 15. September. Seine Majestät der Kais er und König begab sich nach einem Telegramm des„W. TB.“ gestern früh in Begleitung der Suite sowie des deutschen und des italienischen Militär=AttachÉS, Oherst-Lieuteiiants vort Beine?- und Brusati, ingleichen des rumänischen Kriegs- Ministers Lahovary nach dem Manöverselde und kehrte Nach- mittags 2 Uhr von dort nach Bistriß zuriick. Dem Hofdiner wohnten die genannten Herren sowie die an dem Manöver theilnehmenden Erzherzoge bei. Die Rückkehr Seiner Majestät nach Wien wird nach dem „Prag. Ahdhl.“ am 19. d. M. erfolgen.

Großbritannien und Irland.

London, 15. September. Der englische Delegirte auf der im Iahre1890 in Berlin stattgehahten internationalen Arbeiter-Konferenzj Whymper ist, wie „W. T. V.“ meldet, zum Chei-Inspektor der Fabriken ernannt worden.

Ueber die von Konsiantinope[ verbreitete Nachricht von der durch Mannschaften eines englischen Panzerschiffes er- folgten Besetzung der Insel Sigri bei MItilene ist dem „Rent. Bur.“ zufolge in hiesigen amtlichen reisen nichts bekannt; man bezeichnet in diesen Kreisen die Nach- richt ach: vöÜia unglaubwürdig. Die „“Time-Z“ meirxt in ihrem Finanzartikel, das; es sich 1110911ckSNV811€ um ein Spekulations = Man över der Börse im Hinblick auf die neue russische Anleihe handele. „Daiw Telegraph“ glaubt eine Erxléirung fiir daS Gerücht darin zu finden, daß englische Schiffe _im Auslande zuweilen die Erlaubnis; erhieliem, Mann1chaiten und selbst Kanonen voriibergehend ans Land zu sehen, um Uebungen vorzunehmen, und daß hier höchstwahrscheinlich ein ähnlicher Vorfal! vorliege. (Die Nachricht wird iibrigens auch aus Konstantinopel jetzt amtlich widecrnien. D. R.)

Frankreich.

Paris, 15. Skptemher. Der Minister des Auxwärtigen Rihot empfing laut Meldung des „W. T. B.“ gestern Nach- mittag die beiden Söhne des Khedive. _ _

Die feierliche Beiseßung des ehemaligen Präsidenten der Repuhkik Grévy fand gestern in Mont sous Vaudrey alsbald nach dem Eintreffen der Minister de Freycinet, Faüiéres und Rouvier statt. Der Zug setzte sich unter dem Donner der Kanonen in Bewegung. Als Vertreter des Präsidenten Carnot folgte der Divisione-General Brugdre unm_1_Ttelhar dem von Kränzen dichtbedeckten Leichenwagen. Die Prändenten des Senats und der Kammer, Le Royer und Floquet, sowie zwei Deputirte des Wahlbezirks hielten die Zipfel des Sargtuches. Eine große Menscheximrxige schloß sich dem Zuge an. Unter den bei der Feierlichkeit gehaltenen Reden ist diejenige des Ministers cFrehcinet hervorzghehen, welcher daran erinnerte, wie sehrderZWerjiox-beziez1ir_Fe1tigung der Republik beigetragen, mit welchem Geschick er 181118 Aux- gabe als Präsident erfi'tÜt und _es verhandeti habe, eme un- persönliche Regierung in Frankreich zu !chaffen.

Bei der heute stattgehabten Feier der _h_1_1_nderi- jährigen Vereinigung des Comtat VLUÜUUU i_mt Frankreich hielt der Minister des Innert) CFonstaxis eme Hlnsprache, in welcher er hervorhoh, daß Zz'rankreich sich wieder erhoben und seinen Maß m der Welt _:_meder em- genommen habe. Der Minister warf emeanuckdlick auf die Politik der Republik, welche zur Wiedereihebung Frankreichs geführt habe,_u11d fügte hinzu, die Regieruxig werde dieselbe Politik auch 111 Zukunft verfylgen. Die Regie- rung fordere alle guten Bürger,_ (_111e Patrioten auf, fich mit ihr im Dienste dieser Politikzu vereinigen, der Letzteren durch ihren Anschluß an die Regierung noch größeren Ngchdruck zu ver- leihen und aÜe Franzosen mit dem Bande der Einigkeit zu einer Stunde zu umjchließen, wo Frankreich von Außen her die höchste Freundschaft und die herzlichsten Sympathien entgegen- gebracht würden. Ieder Kommentar würde die Bedeutung dieser Freundschaft und dieser Herzlichkeit abschwächen und ihre Tragweite herabmindern.

Das Manöver der unter dem General Saussier ver- einigten vier Armee:Corps begann nach der „Köln. Ztg.“ am 11. d. M. früh 5 Uhr. Troß der rohen Hiße hielten die Truppen -fich gut und zeigten heson ere Anspannung, wenn die fremden Offiziere in Sicht waren. Die vier Corps

marschirten im Carré, in der Reihenfolge 1711, 17111, ?„

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