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der Bela erung von Viana gefallenen Sohnes Alexander's 171. zu thun ßaben, während die malerische Ausführung mit der- jenigen Raffael's in seiner römischen Epoche m imverem- barem Widerspruch steht. Man hat dgs Bild bald dem als Porträtmaler geschäßten Florentiner Ang elo Bronzino, mit dessen Coxonna-Porträt im Paxazzo Sciarra es einige Aehnlichkeit ,hat, bald deni noch mamerxr- teren Franceßco Parmeggicin'ino zuschreiben w01len, die koloristische Haltung desselben sprixht mdeß' mehr _ für pene- zianische Herkunft. _ Man Mrd übrigens in diesem Winter die Gemälde des Fürsten _Borghese nicht mehr in den ungünstig beleuchteten Zimmern des Fürst- lichen Palastes an der Piakzza Borghese, sondern ,in der bekannten, vor der Porta del Popolo gixlegenen VilLa aufzusuchen haben. Schon früher wa_ren hier in dem oberen Geschoß des Kasinos einige, freilich meist werthlqse Gemälde untergebracht, während das Erdgeschoß bekanntlich die berühmte Antikensammlung des Fürstenhauses beherbergt. “ n die durch den Verkauf des Pseudo=Naffael entstandene
ücke sollen vier bisher in den Piriva'tqemächwn des städtischen Palastes aufbewahrte, kunftgeschichtlich hochmtereffante Werke Lorenzo Lotto's, Francesco Francia's, Lorenzo di Credi's und Fiorenzos di Lorenzo's eintreten,fo daß die bisher nur dürftig vertret-znen älteren Kunstschulen des fünfzehnten Jahrhunderts eine dankenswerthe Verstärkung er-
halten.
:» Ju Bellinzona im Kanton Tessin starb am 3. Ok- tober der durch seine reiche bildnerische Thätigkeit in Turin bekannte Bildhauer Vincenzo Vela im AYter von neun- und :fechzig Jahren. Als Steimneßlehrliiig m das Atelier Cacciatori's in Mailand aufgenommen, machte er den piemon- tesisrhen Feldzug des Jahres 1848 mit, um dqnn nach Turin überzusiedeln. Hier schuf er das Denkmal Victor Emanusl's für das Nathhaus der Stadt 1860 sowie daS er sardinischsn Armee errichtete Denkmal vor dem Palazzo Madama, die Statue Karl Albert's im Königlichen Schloß sowie das Staud- bild des Ministers Baldi. Donizitti's Grabmal in Sa. Maria Maggiore zu Bergamo entwarf er 1855, _die'Gestalt des sterbenden Napoleon in Versailles 1867 forme em Denkmal Corregio's für den Marktplayseiner Vaterstadt im Jahre 1880. Unter seinen aÜegorischsn Gestalten und Gruppen seien „Die Hoffnung und Entsagung“, „Fraiikreich und Italien“, „Der Frühling“ sowir „Columbus und Amerika“
genannt.
_ Die Technik der vompejanischen Wandmalerei, tvelche bekanntlich seit langenIahren wiederholtGegxnsiand lebhaften Meinungßaustauscbes und eingehender PraktischerVersuÖe gewesen ist, glaubt der iialienisÖe Maler und Stuckatcur A. Valentmo aus St. Josep!) (Provinz Novara) wiedergefunden zu haben. _ Das leb- hafte Interesse an der Sache hat die Könialiche Ministerial-Bau- kommiision in Berlin veranlaßt, dem Wiedererfinder Gelegen- heit zu ausgedehnter Vorführung seines Verfahrens zu geben, indem fie ihm dazu einen Raum im Erdgesxhoß des Abgeordneten- hauses am Dönhofsplaße zur Verfugung gestellx, hat. In einem dort neben dem Eingangsflur belegenen Zimmer hat, wie das .Cenjralbl. der BaUderm' schreibt, Hr. Valentino
„._.-z.."
Wetterbericht vom 5. Oktober, Morgens 8 Uhr.
Stationen. Wind. Wetter.
Meeressp.
eine 15 qm große Wand mit seinem .Stucco' bekleidet. Die Vor- schrift für die Anfertigung der Wandbexleidung, behandelt der Er- finder begreifxicherweise als sein Gebeimniß; er giebt an, daß die be- züglicben Mittheilungen Overbeck's, Zahn's _u. A. zwar werthv'oll seien, aber die Sache doch nicht vollständig trafen. Es lassen sich ein- farbiae Flächen in lebhaften Tönen und ohne alle Flecken bersteÜen; ihre Oberfläche bat den Glan; polirten Marmors; ornamental? und bildliche Zuthat wird, wie dies nachgewiesenermaßen in Pompeji ge- schehen, entweder gleich den Flächen 5111-6800 hergestellt oder nach- träglich enkaustiscb aufgetragen. Der Preis einfacher, aber_ in mehreren Farben mit Friesitreifen und Linien behandelter Flachen betragt Alles in Aüem, aber ausschließlich der von jedem beliebigen Maler anzufertigenden dekorativen Malerei, 8,50 „jk pro Quadratmeter.
Theater und Musik.
Philharmonie.
Das Eröffnungs-Concert des Philharmonischen Orchesters, welches gestern unter Leitung des engagirjen Kapell- meisters Hrn. Rudolf Herfurth aus Lausanne stattfaiid, war sehr zahlreich besucht. Daß die alte heimatblicbe Kunststaüe auch die alte Liebe den Künstlern bewahrt hatte, ging aws den 'laixten Empfangsbcgrüßunqen hervor. Das Progranim entbieit meist be- kannte und beliebte Musikstücke. Mit der Ouverture zu „Euryantbe“ von Weber beginnend, folgten die Variationen aus dem ,Kaiser-Quartett“ von Haydn, das Byr- spiel zu ,Lobengrin“ von Wagner und Rubinstein's „Walzer-Caprice (Lg-äur), die ursprünglich für Klavier geschrieben ist. Der zwm? Theil brachte die .Tannbä1rser-Oudertüre“ vdn Wagnrr und zwei Violinvorträge des Hrn. KaveÜmeiiters LUdng Bleuer: Chopin's WZ-äur-Nocturne und der; Elfentanz von Popper, denen das so schnell beliebt gewordene Intermezzo aus „08.79.1161'13. 171861081113.“ von MaScagni und die' Ungarische Rhapsodie (Nr._ 11) von Liszt folgten. Die .TeÜ-Ouvertüre“ von Roxsini eröffnete den dritten Theil, der mit einer Phantasiesür Harfe von 'I. Tbornas, angeführt von Hrn. O. Müller, und einer aus drxei Abschnitten bestehenden Suite aus dem BaÜet „Svjvia“ von Délihes absckil'qß. Aus dem leßten Tbsil des Programms ist als Novikat Sine melodixch und rhythmisch recht origineÜ erfundene Ouvertüre zUm „Karneval von Venedig“ von dem Odernkomponisten A. Thomas, „hervor- zubeben. Die Leistungen der Kapeüe unter Leitung ihres Dirigenten, des Hrn. Herfurth und der Solisten Erfreuten M) der giinstigsten Aufnabnic'. Das nächste Concert, cin Sym.)hone-Concert, findet morgen, Dienstag, 6. Oktober, statt.
In der VorsieÜung von „Tristan imd Zsoldc“ am Mi11woch im Königlichen Opernbause (Anj'ang 6Z11hr) Ftixd dieDamen Sucher und Staudigl die Herren (“_-zudehus, Bey, “*),-tödlingrr und Oberhauser beschäftigt. In der Aufführung dcr_,Z-aube_rflöte“ am Donnerstag treten die Damen Leisinger, Herzog, Krwka, R;“otbauser, Lammert, Staudigl, Hiedler, Weiß und Dieirick) 1owie" die Hérren Rothmübl, Mödlinger, Krolop, Baß, Lxeban, Frankel und Philipp auf. , "
Im Deutschen Theater bat „Nathan der Weise“ fur die Wiederaufnahme, welche am *.*-ächsten Sonnabend, ].0. d. M., in Scene gebt, folgende neue Befeßung erhalten: Saladin: Hermann Nissen; Sittah: Marie Frau-“xndorfer; Nakhon: Max Pohl; Rxcha: Terefina Geßner; Daja: Paula Carlsen; Tempelbsrr: Alrxander Barthel, Derwisch: Gustav Kadelburg, Patriarch: Max Pate-gq. Kloster- bruder: Georg Engels. _ Arn daraxif folgenden Sonnabend,
Pferden. Anfang 711 Ubi“.
Schau' „Adolph Ernß-Theater.
Rennen auf der Bübne
Mitiwoch: Dieselbe Vorstellung.
Deutsches Theater. Dienstag zum 1. Male: „_
Die Eine tveiut, die Andere lacht.
spiel in 4 Aufzügen ron Dumanoir und Keranidn. Dienstag: ZUM
17. d. M., findet die erste Aufführung des dreiaktigen Schauspiels .Das goldene Buch“ von Franz von Schöntban statt.
Aus dem Berliner Theater wird gemeldet, daß Agnes Sorina demnächst in einer großen tragischen Rolle neben Nuscha, Busse und Ludwig Barnay austreten wird, und zwar in dem Voß'schen Schauspiel „Schuldig“ , das Sonnabend, drn 10. d, M., zum ersten Male in dieser Spielzeit in Scene geht. Die übrigen größeren Rouen sind wie früher mit dén Herren Kraußneck, Stahl, Suske, Jacobi, Stockhausen und Weiß besetzt.
Die Erstaufführung der Novität des Wallner-Tbeaters .Telepbon-Amt 711“ ist vom Mittwoch auf Donnerstag verlegt.
Elise Schmidi stand am Sonnabend, nacb mehrwöchiger Leidens- zeit endlich geneien, im Friedrich - Wilbelmstädtiscben Tl) eater wieder in Reil) und Glied und hatte sich selbstverständlick) bei ihrem ersten Erscheinen auf der Scene im ,Yrmen Jonathan" als .Bemoostes Haupt“ der wärmsten und herzlichsten Kundgebungen zu erfreuen. Der neu einstudirte ,ArmeJonaiban" durfte sich des vollen frischen Humors der Genefenen rühmen, der auch bei dem Publikum. ein fröhliches Echo iand. Die prächtige amüsante Operette- Mil- löcker's hatte von Niuem großen Ex'fo!g undkrug den Hauptdar- stellern, den Damen Offeney, Lind u. Sckmiidt und den Herren Steiner, Hanno, Binder, Broda. Schu1z reichen Beifall ein. Leider ist in dem Zeitpunkte, in welchem Eiise Schmidt ihre Gruesung anmeldete. Jenny Stabcl wiederholt erkrankt.
Jm Concerthause wird “morgen u. A. die stets mit großem Beifall aufgenommene Phantaiie aus der Maßeagni'fcbe Oper „Es-73.118118. rustiaana“ mit Orgel wieder zur Aufführung kommen.
Nach Schluß der Redaktion eingegangens DeyeseHen.
Sigmaringen, 5. Oktober. (W. T. B.) Der Fürst von Hohenzollern ist zum Besuch dss Königs von Rumänien nach Vallanza abgereist.
München, 5. Oktob-sr. (W. T. B.) Der Ober Landes:- qerichtS-Präsident Schmidt in Nürnberg ist zum Prä- sidenten des Obersten LandeSgerickUS in München ernanntworden. _ Der spaiiische Botschafter Bairue- los ist gestern von Vsrlin hier eingetroffen, um der Königin Jsabskla einen Vch1uch abzustatten, und begiebt sick) von hier aus 11achBaden-Baden, um dem Großherzog von Baden sein B2glaubigungsschreibeii zu überreichen.
Wien, 5. Oktober. (W. T. B.) Der Kaiser hat heute Vormittag den Bürgerxrieister ])r. Prix empfangen, ihm von Neuem huldvoüst für dsn überaus herzlichen Empfan g bsi seiner Ankunft in Wien szinen Damk außgesprochen und sodann aÜe zur Zeit in Verhandlung stehenden kommunalen Fragen erörkert. Am Nachmittage wird eine Kundgebung des Bürgermeisters der Bevölkwung den Dank des Kaisers übermitteln. „
Wien, 5. Oktober. (W. T. B.) Der 11 unte öster- reichische Advokatentag wurde heute Vormi tag im alten Univsrfitäthebäud-Z eröffnet.
(Fortseßung VLS Nichtamtlichen 111 der Ersten Beilage.)
auf irak). Pferde. _ Mr. F. Cbiarini, Jockevreiter
ü en von an?"; Olden. n Scene eset vom ?Bildern) von ErnstNiedt. Im 6. Bixde: Wirk- ' ?OFIr-Regiffle Max (»Hicube.J Anfang 7 gUher. 1iches von lebénden ersten Ranges. _ M!*.A[?x. Briatore, Saltomortal
zu Pferde 2c. Komisck-e Entrées 2c. Mittwoch: „Auf Helgoland“.
Bar. auf 0 Gr. red. in Millim.
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Muuaghmore Aberdeen . . Christiansund Kopenhagen. Stockholm . Laparanda .
t.Petersburg; Moskau . . . |
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768 769 767 771 771
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752 762 765 767 767 768 769 769
wolkig bedeckt wolkenlos balb bed. Nebel bedeckt beiter Nebel
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Uebersicßt der Witterung.
Am höchsten ist der Luftdruck über _dem nordivest- lichen Rußland, am niedrigsten westlich von Groß- britannien, wo das Barometer rasck) gefallen ist und die südlichen Winde stark_aufae"frischt find. Valencia meldet Sturm aus Sud-Sud-Ost. . land dauert die stille, theils heitere, theils" neblige Witterung obne nennensweübe Niedecschlage fort, die Temperatur ist durchschnittlich etwaH gestiegen, liegt indeffen noch vielfach unter dem Mittelwertbe, insbesondere im nordwestlichen Btnnenlqnde.'*1.71kullagh- more meldet 37, Stornoway 38, Valencia 39 mm
Regen.
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7 62 764 764 764 763 7 66 767 768
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bedeckt wolkenlos bedeckt bedeckt Dunst halb bed. bedeckt bedeckt
heiter“-
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wolkig
In Deutsch-
Deutsche Seewarte.
Theater-Anzeigen.
Königliche Schauspiele. baus. 199. Vorstellung. Don Juan. Oper in 2 Akten mit Tanz won Mozart. Text von DaVontc. Dirigent: Kaveütmisier Weingartner. Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus: 208. VorsteÜung. Zum 1. Male: Der Glückftister. Drama in 4 Aufzügen von Hans Olden. In Scene geseßt vom Ober-Regiffeur Max Grube. Anfang 7 U
Mittwoch: Opern
r. baus. 200. Vorsteüung. Tristan und Isolde in 3 Akten von Richard Wagner. Dirigent: Kapellmeister Sucher. Anfang 61 Uhr.
Schauspielhaus. 209. Vorstellung. 31111171. Mal“.- wiederholt: Der Glütkftifter. Drama m 4 Auf-
Dienstag: Opern,-
_ Hierauf: Quintus Horatius Flaccus. Mittwoch: Faust.
Donnerstag: Die Eine weint, die Andere lacht. _ Quintus Horatius Flaccus. Sonnabend: Neu einstudirt. Nathan der Weise.
Berliner Theater. ienstag: Väter und
Söhne. Anfang 7 Uhr.
Miitworh: Der Garnisousteufel. _ Vorher: Sabbath_des Herzens.
Donnerstag: Wilhelm Tell.
Lessing - Theater. Dienstag: Falsche Heilige. Lustspiel in 4 Akten nach A. W. Pinero von OLcar Blumenthal.
Mi11woch); Sodoms Ende. Drama in 5 Akten von Hermann Sudermann.
Wallner-Theatek'. Dienstag: Zum vorletzten Male: Der Mann mit hundert Köpfen. Poffe in 3 Akten Wil Henri Moulin und Edmond Delavigne. Hisrauf: Mufikalisch=deklamatorische Abeuduuterhgltnugx. Gesangs-Burleske in 1 Akt von D. Kaliich. Neu bearbeitet von H. Graef. Anfang 71 Uhr.. _
Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. _
Donnerstag: Z. 1. Male: Telephon, Amt1/1l. Posse mit Gesang in 3 Akten von Antony Mars und Maurice DeSvandres. Deutsxh von Herm. Hirschel. Musik von Gaston Serpette.
„"Friedrich - Wilhelmßadnsrhrs Theater. Dienstag: Der arme Jonathan. Operette in 3 Akten von Wittmann und Bauer, Mufik rzon (Z,. Millöcker. In Seerie geseßt von Julius Frißscbe. Dirigent: Hr. Kapellmeister Jedermann. Anfang 7 Uhr. ,
Mittwoch: Der arme Jonathan.
Neßdenz-Thcater. Direkjion: Sigmund Lauten- k-erg. Dienstag: Zum 7. Male: Bxsuckj nach der Hochzeit. Lustspiel in 1 Akt von Alexander Dumas. Deutsch von Paul Block. In Scene gefaßt von Sigmun'» Lautenburg. Hierauf, zum 7. Mate: Von Dreien der Glücklichfte. Schwank in, 3 Akten von Labicbe und Gondinet. Regie: Emrl Lessing. Anfang 71 Uhr.
Mittwoch u. die folg.Tage: Dieselbe Vorstellung.
BeUe-„AUiance-Theatrr. Dienßag: Zum 68. Male mit durchweg neuer glänzender Ausstattung an Dekorationen. Kostümen. BaUets, Waffen-Requt-
36. Male: Der große Prophet. Gesangspoffe in 4 Akten von Leon Treptow. Couplits vowGusiav Görß. Musik von (Gustav Steffens. Mit ,voll- ständig ncuen Kostümen. Di: ncurn Dekorationen sind aus dem Atclier der Herren Waaner_und Bukacz. In Sßene gesetzt Von Adolpiö Ernst. Anfang 76 Ubr.
Mittwoch: Dixscxbe Vyrste'äung.
Thomas-Theater. Alke Jakobstrciße 30. Direkiion: Emil TYomaS. Diemstag: Zum 12 Male, mit dräiiändig neuer Ausstattung: Mädchenschule. VaudeviUe-„Poffe in 3" Akten (4 Bildern) von Alexander Visson. _Muiik von Louis Grcgl). Frei .bearbeitct von Richard Genée. In Scrne geseßi vom Direktor Ennl Thomas. Anfang 71 Uhr. „
Mittwoch: Dieselbe Vorstcüvng.
Co-ncerte.
Concert-Yaus. Dienstag: Karl Mevder-Concert. Out). „Maximilian Robesvierre“, Litt-olf. „Rübe- zahl', Flotow. Jntroduktion z. O. .Loreley" von Brach. Phantasie a. d. Op.„0a7a11€ria rusrwaua“ ron Maßeagni. „476 111-nia.“ (mit Orgel) von BaÖ-Gonnod. Walzer „“1'0111; 138.118“ von Wald- teufel. Zigeunerweisen f. d. Violine von Sarasate (Hr. Concertmeistcr Hellriegel). Anfang 7 Uhr.
Zing-Ikademie. Dienstag, Anfang 8 _UHr: Concert Von Elise Leuibeuser und 131“. Franz Krükl, unter gütiger Mitwirkung "des Großherzogl. Bad. Kammervirtuosen Herrn Florian Zajic.
Urania, Anstalt '“7ür volkstbümlickpe Naturkunde. Am Landes - Ausstellungs - Park (Lehrter Babuhqf). Geöffnet von 12-11 Uhr. Täglich Vqrsiellung im wisielnschaitliäyen Thrater. Näheres die Anschlag: sette .
Circus Renz. Karlstraße, Dirnstag, Abends
71 Uhr: „AUfHeiaoland, oder: Ebbe und Flutk)“, gx. bydroiogisäoe Ausstattungs-Paniomime m 2 thhei- lungen mit Natioual-Tänzen (60 Damen), Aufzugxn 2c. Dampfschisf- und Bootfabrten. Wasserfallrn, Riesenfsntänen mit allerlei Lichteffekten 2c, arrangirt und inicenirt vom Dir. E. Renz. Kunst- schwimmerinnen drei Geschwister Johnson. Schluß- Tableau: Uranus 170111331110 1411111518556, in einér Höhe von mehr denn 80 Fuß ausstravlend. Außi'r- dem: 4fache Fahrfäxule, geritten von 4 Herren mit 8 Schulvferdcn._ Zyszka, Zantc, Dubosz u.Eravo, arab. Vol]blut-Sclximmclbengßr, ziifammen vorgef. don Hrn. Franz Renz _ Schu1p1erd Neqro, ger. von MM. Vidal. _ Sistirs Lawrcnz am fl. Trapez.
Familien-Naéhrichten.
*, E." -. “ '“ , ' .' .*.
' Am 30. September verschied zu Diissel- “ dorf der Herr Rijtergutsbesißer Jultus
Woltevs, seit 1877 Mitglied unsers Ver-
waltungsratbs. '
Die Gesellschaft verliert in_ ihm einen treuen. eifrigen Mitarbeiter.“, wir aber einrn hochgsschä ten, gegM Jedermann stets liebens-
- würdigen _reimd, drm wir immercin ehrendes ' Andenken bewahren werden.
Berlin, den 1. Oktober 1891.
Graf Stos ch,
Vorsitzender des Verwaltungsraths _ der Norddeutschen Hagel-Verficheruugs- | 38225] Gesellschaft.
Verlobt: Frl. Lina Pöcking mit Hrn. Freiherrn von Hammerstein - Loxten (Abenfheuerbutte_ Abentbeuer). _ Frl. Stephanie von Below rnit Hrn. Prem.-Licut. Richard von „Heinz (Paderborn). _ Frl. Agathe Vehrensen init Hrn. Rittergut» befiyer PaulEkerUParuschowijZ biiRybmk OM/S _Siein bei Rybnik O/S.)._ Fxl.Roia thfiter Zit Hrn. Fredetamts-Kandidat Rudolf Oettinger
eipzig- rau'i. „
Veredelicbt: Hr. Recht§anwalt von der Luhe mit Frl. Adekx von Rcstorff (Güstrow). _ Hr. Regierunas-Ai1effor Max Rötger mtt Frl. Helene Wien (Königsberg i./Pr.).„ _ Hr. Hauptmann Graf Anatol Bredow tmr Frl.. (Gertrud von Wkdétneykk (Schönrade). _ Hr. Professor F Schaper mit Frl. Helene Ritterhaus (Berlin- Barmen). _ Hr. Hauptmann Ferdinand von Schlutterbach mit Frl. Anni von Briefen (Bres- lau) _ Dr.Pastor Paul Scholz mit "k!. Marie MüÜer (Gießmannédori, Kreis Volken ain).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Georg Frbrtx. ".o" Friesen-Lcyffer (Friedrichstßal). _ Hrn. Militar- Jntendaiitur-Asieffor Raibnex: (Karlöruhe 1.23.)- _ Hrn. Franz von Aulock (Kochelsdorf).
Gestorben: Hr. (Hcheime Regierungs- und Pro- vinzial-Schulratb Dr. Bernhard Todt (Magde- burg). _ Hr. Friederich von Dresky (Schweidnlköx _ Hr Professor Dr, E. I. Maanus (Breslau)- _ Hr. Oberst 5. D. Edwin von Ohlen und Adlers- kron (Breslau).
_-
Rcdactcur: ])1'. H. Klee, Direktor.
Berlin: ___-_" - "**-***“ Vcrsag der Expedition (SÖOW-
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verkags- Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Sechs Beilagen (1596)
_ MUS. Adele, Pciiforcéreiterin. _ MUL. Ther-xfina
fitcn, BeleuckotunJSeffecten xc. Fuug-Dentschlaud zur See. (Großes Ausstattungs- eitbild in 4 Akten.
(cinsckylicßlicl) Börsen - Beilage).
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
„WL? 234.
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Entscheidungen des Reichsgerichts.
Der einem „Gefälligkeitswecbsel“ gegebene Schein eines ogenannteti KrindenWeÖsels oder Waarenrvechsels, um so den Weck_sel [richter begeben zu können, ist nach einem Urtbeil dcs Reich69erichts,111. Skraisenats, vom 14. Mai 1891, nicht ohne Weiteres als eme straibare Betrugsbandlunq gigen den qesckxädigten Wechselnebmer zu eraÖYLn. .Es bedarf keiner Ausführung, daß weer Rechtöwirksamkeit' noch Werjb eines Wechsrls im Germgstcn dadurch bsrdtngt „wird, ob derselbe seiner Ent- stehung _nack) ma'terteiL dieses oder jenes Recht§geschäft zu e_rledigen bestimmt ist, ob er also beispielSweise als Rimiffe zur Bezahlung einer Waarcnschuld oder ohne solche TranIaktton aqssÖließlicb fur die Vermittelung einer Krediioperation dient. Entscheidend iur Werth und Werthbeurtheilung eines Wechsels kann seinczr ixme'ren'Natur nach vielmehr nur die Zablumßsfäbigkeit mid Kredtiwurdigkeit der aus dem Weckisel VerpfliÖtcten Personen sein. Sind diese Yerjonen solvent und krediiwürdig, dann ist es vdllkommen gxeixbgultrg. ob die Wechsekverdflichtung aussog. Gefäüig- 1911 zwecks fkktWtUigxr Uebernahme einer Bürgscßast, zur Begleichung emerSchuld oder aus irgend einem andirenVemeggrunde übernommen wor- den ift. Denn dies e Momrnix berühren in keiner Weise die Gerechtsame des Wechselnehmers, die (Gute oder Sicherheit ;der Wickiselforderung. Auch ist es offenkundige Thatsache, daß täglich im legitimen Handels- virkshr zur Yermrjtclung imd Begleichung großer, wie kleiner Krendttoperaxioneii Wechsel ohne jede Unterlage eines Waaren- geschafts gegeben voie genommen werden. Deshalb erscheini es auch verfehlt, mrt dem Urtheile yon einer Reäxtspflick)! dcs Wechsel- gcbers, den"Wechselnebxner Über die dem Wechsel zuGrunde liegenden Rechtßgeschafte aufzuklaren und Von ,dolosem Verschweigen“ des wirklichen, nicbt _an xine Waarenscöuld, sondern auf Bürgschaft oder dgl. zuruckzufuhrenden Ursprungs drs Wechsels zu reden. Nur mittxlbar kann, wii: gelegentlich vom Rrichsgericht anerkannt wvrden ist, unter Uznständen der einem söhleÖthin werthlosen, von _scb'iechtbtn zahlungsunfähigen Per- sonen ohnenjede, geschaftltZHe “Basis auSgcsteÜten Wechsi-„l (Kelle r- wechselck trugerisch und kiinstlich gesehene Schein eines sog. Kunden- oder ,Waarenweibsels geeignet 17111, den Wichselnehmer über die gaiizliche Jnsdldenz der Wechselverpflicbteten und die Wertbloiigxett des „Wechselpaviers “in Jrrthum zu ver- seßen. Ob" dies im vorliegenden Falle zutrifft . . . bedarf er- niutcr „Prufung. Sodann kowmt es für die Fei'tsic11ung des durch die Wechselbegebuna _den Wechsewehmern zugefügtrn Schadens Mei) nicht darauf a'n, ob 'die Leytcren in „den Wrcbseln die von ihnen erwartete Sichrrheit erhielten, oder ob sie schließlich unbezaHlt ge- 0111621111111), sondern lediglich dariiuf, Ob die fraglickwn Wechsel zur Zeit ilirer Be'gebung objektiv ivrniger werth warm, als die Wick)selnebmrr dafur zahlen, und ob der mit Wissen und Willrn der
'Besckhwerdeführer von dem Haupttbätec H. erregte Jrrthum kausal
gewesen ist fÜr dM Glauben de W [ - , . . „ keit d,; WWW.“ k €chse nehmer an die BOÜWLkaUg
. _ Beim Enteignungsverfabren isi nacb rinem Urtbeil d NUÖMLÜCÖW, 7. Civilsenats, vom 24. Jimi 1891, in Preußen flex? die Werthßxymittelunq der Zeitpunkt maßgebend, in WL1chLM der die Cnischadigung„feststellende Beschluß der Regierung (§. 29 Zis Preußischen EnteißnyngßgZseyes) eriolgk, sslbst Wenn die that- sachltcheEniztebung des in Anipruä) genommenen Grundstücch längere Zcit vorher geschehen ist.
Statistik und Volkswirthscbaft.
Invaliditäis- und AltersversicHerung.
„ Es ist vorgekommen, daß Arbeiigcber che c die uiitun ar fur die Jrivalidiiäts- und AlterSderficberiTng msZt MaZen veXekbcrtié das Feld sur" die Marken rnit einem Verm2rk resp. Strmpel bezeickxnen, um eincn ?pateren NÜÉUVLTÖ für das Einkéeben ker Marksn erbringen zu könnxn. Dieses Vrrfabrcn ist Nach §. 108 des Gesetzes vom 22, Yu,! 1889Émzalläsfix1.
ei der „nim iditäts- mid Yltsrédcrfichrrun Santalt Bcr ' 111101111 Laufe des Monats September 1891 90 €Untrsäge auf FGW YaHruyg von _AiterYrente eingegangen und 16 unerledigte aus dem „Konus Augluxt cr. _iibernymmen. Von diesen 106 Anträqyn smd 48 QCJxrkannx, 3?- zurizckgewiesexi und Link:: auf andere Weise erledigt. (»A? Eiitjcheidung uber 25 Anträge steht noch aus. _ Seit dem In raixtreten drs Gefrßes vom 22. Juni 1889, also Vom 1. Januar 1891 ab sind bis'Cnde Scptember d. J. ianeianimt 1649 Anträge al)? Alirrdrenje emgegaugcn mid hiervon 1105 anerkaimt, 501 abgr- Wlksen, 18 andertvcitig erledigt, 25 MW unerledigt. Von den 501 adxiewtxsenen An1ragen sind arif Grund des Esseßes vom 8. Juni 1891 67 voii Neucm erörtert und dsmnäÖst 52 anerkai-„nf, 12 noch- mals abgewiesen, 2 andcrjveit erledigt, 1 Wil) unerledigt.
Wohltbätigkeit.
Dcr Chef der Cigarrcnfabrik von Leopold Engelhardt 11 Vier- FÜUU-_Hr._F, L. Biermann in Vremrn, hat, wie där „Hann. F„Zur. bericht, axis AnZaß dcs fünfundzwanzigjäbtiqen Bestehens der 1?)kmafcm: 1. Okacr „seinen Arbeitern ein Geschenk don 100000 „ik skkwqwt, we!chcs Zizrxqchft 01711 (Grundstock einer Stiftung für Er- expaeindiksxe Lsjii1._ttrier wßstiaizzérnLUrbZterl bildten sol]. SYS genannteFirma,
- ; en un 10" .?n cs ()x-."ne. ' € “» " ' MEH)? als 6000 2165616". [ p s Ms r MUCH?“ bcschafligt
D Dxe Jrrrnanstalten im preußischen Staat. "' as Ürzlich ausgegrbcne Heft 111 dsr „Preußisdben Statistik“ Lnkdbait Nachrichten über die (Geistkskrankcn für die JaHre 1886, 1887 n 1888; und ztvar Wichtetin „173 bezw. 175 und 183 An- stalten „uber im Jaßre Kramkbeitsfcille ei ieskradke 5 ersonen 1886 37892 g s 35 5243) ' 1887 39 571 36 989 D, 1888, 41529 38 471 geisiegkle Unters-Yridung zwiscY-en Fäl-"en der Geisteskrankheit und gkmäß ranrn Pcrsonen „ist durch den Umstand geboten. daf; erfahrungs- er “711 KLWisscr Theilbetrag _ z. B. im Jahre 1888 rund 20 0/9 _ Anstaklltfzienommenen Geisicskrani'i'n während ein-Zs Beriahtsjahres die ZL“? ?ZécbseZt rind dadurch DoppelzählunQen veranlaßt. Geist“? „:?crhalxniß JWlsÖLiJ dinöbeidcn GesäUschiern unter den Jabra „Unken zixgt ,nur grrmge Schwankungrn in drn einzelnen unk; 4Z- dydch1chntttlich waren ,unter 100 Verpflegten 54 männlichc aber besszlb41ch6,Pi-rsoncn. Die allgemeine Aufmerksamkeit verdient ugan ,oZders die ThatsaÖe, daß der Bestand im Verhältnisse zum ÜÜM chber Geisteskranketi m den Jrrenanstalten von Jahr zu Jahr anstäjt gleich in der Zeit von 1.880 bis 1888 die Zahl der Irren- en von 154 auf 183 stieg, entfielen Prozent auf den im Jahre Bestand Zugang 1880 69,9 30,1 1888 72,6 27,4
Berlin, Montag, den 5. Oktober
Die Erklärung für'diese (Erscheinung liegt in dem zeitlichen Verlau e der (Geisteskrankheit. Durch den Tod sind mit geringen Schwankungefn ru'zid 8 9/9 der m den Anstalten Verpflegten jährlich dahingerafft, wahrend'die"Heilu1igen und Besserungen der (Geisteskrankheit an Zahl vxrbäZtnißmaßig kleiner werden. Nicht mit Unrecht wird der Grund fur die 1abrliche Vermmdxrung des Abgangs in dem Umstande gesehen. daß, die Erkrankten. nicht sofort, sondern erst, nacbdrm die Geisteskrankheit schon " Monate odcr Jahre bestanden hat, den Anstalten zugefrzbrt ,werde-i. Durch diese Verzöge- rung" der Aufnahme in die Jrrenanstalten wird erfahrungs- gexnaß die Aussicht auf Heilung der Geisteskrankheit oft der- zmndert _oder aufaeHobcn, mindestens aber der Verlauf der Krankheit in die Lange gezogen. Ein solches Verfahren findet nicht allein bei wohlhabenden, soridcrn aucl) bei armen Geisteskranken statt, bei Zeßierxn wahrscherniich verhältnißmäßig noch öfter, da wegen der «lufbringung der Kosten fur die Verpflrgung in den Jrrenanstalten Seitens der brtHei?.:gten Gemeinden brzw. Armenderbände mannig- f"ache Verzögerungen einzutreten pflegen.. Dabei ist dir Zahl der auf offentliäée Kosten dxrpflegten Geisteskranken schon jeßt recht erheblich, Wie folgrnde AUJÜÖM aus döm Jahre 1838 erkennen lassen. Es wurden verpflegt:
auf öffentliche Kosten . aufkeigene Kosirn. . . . . . . . . . 10154 24,4 theils auf öffikiitlicbe, theils auf eigene
Kosten . . . . . . . . . , . 509 1,2 auf Kosten der Wohktbätigkeit . . . . . 68 0,2 ., . Von Kranksnkassn . . . . . 66 0,2 ohne Angabe der Träger . . . . . . . 4920 11,8
' , zusammen. . 41529 100.0
Wahrscheinlich „wird der Unterhalt für rund 75 0/0 aus Öffent- lick)_en Mittxln bestriiten, da die Zahlen der Gruppe „ohne Angabe der Trager, großtentbeil? den bezüglichen Nachrichken aus der Königlichen Charite in Berlin' entnommen sind, wo die Verpflegung der Geistes- kranken auf offrnklicbe Kosten die Regel bildet.
Abgesehen yon dem nach1beilig€n Einstuffe, drn die Verzögerung der Aufyahme in ' eme Jirrnanstalt aaf den Verlauf und Außgang dcr Geiiteéqunkbeit ausüben“ kann, faUen anßerdrm die Störungen, welche der Göisteskrayke iiizwi1ch2n durch seine Beziikmngkn zu and-ren Meyschen berdorrlet, hedeutend ins Gewich1. Urber die Beun- rubixzungrn von :Ungebörigcn, über die Störungen in ihren Erwerbs- vxrhaltnixien, ubkr die Aufregungen und Erregungen, welcbe em, _GUsteskranl-er in der Familie zu Veranlasscn pflegt, statistische Naé.)richten beizubringen, ist naturgsmäß unmöglich. Oer FamilienstoZz verhindert, so guk eZ gSHt, das Békanntwerden derartiger E'xeigriiffx, Wcil „das Vorurtbcil, w31ches Geisteskrankheit Lines Famixteiigltedes als eine Sckxmach ansith, noch immer dreifach verbreitet lit. Manche Konflikt? der Geisteskranken mit dem Straf- gcseye außerhalb der Anstalt Werden anf diese Wxise derdcckf und grlanxen 1116191 zur Keunxiiiß dir Behörden. Aber die Zahl drrjsnigen B2rgel)en Odec_Verbreiixeii, wclche (Hsistcskranke vor (Gericht führen, ist iioxzdem nicht klein, wre folgende Zusammeiistcüung lehrt. Es
betrag: die Za51 der WWU mit dem
( - . Skrafgeséße in - G,?lstéÖkkäükéU Kouflikt (Gérathcnen bejtraften 1885 9 789 614 400
1886 ]0 713 605 437 188 10811 611 421 ' 1888 . 10544 639 419
Mithin waren dinch*'chnittlich Von den in den genannten Jahren auf- (]?UNUMLULU Gristrskranken rund 6% _ von dci“: Männern rund 8 bis 9, Von den Fraiisn etwa39/0 _ mit dim Strafgesißc in Konflikt gsratben und yon diesen [Wirren 65,1 bis 72.20/0 beitrc-xt worden.
Aüxn dickfén Uebelständrn "kann 11111," ab,;rswkfcn werden, wriin die Uritcxrbringdn.) der Geisteskrankm in JUMÜMÜQÜLU frühzrxitig erfolgt. Dtcje Fordikxmig sol ?'iirck) das Geseß übcr die außerordent- liche Armcnla si erfÜÜt wsrden, welchcs dafür sorgt, daß die Verhandiimgen w-sxxii dcr Uederuabme drr Verdflcßungskosten für uyferzubringend: Gi'iitcskranke die Ueberweisung in eine Irrenanstalt nicht aufhalten.
überbaupt Prozent . 25 812 622
die Zahl dcr Von diesen
dic Gesaiiimizahl
im Jahre der aufgenommeiien
Zur Arbeitsrbewegung.
Die Lobiihe'weg'ung „unter'den deutschen Buck)- druck-zrn beschaftigt die Prrrizipalttät wie die Gehiilfénschaft fortdansrnd in" hohem Grade, hat aber auch für fast alle Kreise drr Bevolksrung'stne l)€*:vorragende Bedeutung, da fast das gesammw Hrmdel-Z- und gewcidlichr- Loben seit [aiiger Zeit guf eme contmutrliche Thätigkciik der Buchdruckor angi'wies-zn Tft," ganz adgesshsn von d-xiiiJnt-sresss an der Ununterbrockxncn (5:*_;)a1tung der Tagespresse , fiir _aUc gcmeiiisamen öffent- lxcyeti Angslégeiiheitrn. Die L€1pziger Buckzdruckerribesißer, die sicbdem Anschein nach von dem gkplanten Ausstand in erster LUUL bedroht sehen, [;aben bexeits eine Darlegung dsr ge'spaniitenxage der Bewegung yeröffentlicht, in drr sie gleich- zeitig ihre «xellungiiahme zu der1elben bsarjindentl. Nr. 232 1). Bl.). " Die „stz. Ztg.“, wslche disse Darlegang mit- thellt, fmtpft an ste folgende Bemerkungen:
Wir bedauern, uns ihr (drr Inschrift der Buchdrnckereibesit32rck a'nsÖi'ießen zu müssen. DechlUilfsndcrcin leistet mit der Forderung, die er 1251 anfsteUt, Vorspanndienste für eine Sache, die seinem ursprüng- lichen Wesen fremd ist. Bisher di-r _bestgeicitete unter den dLU1schkn Ge- wskkaLkLiani, Hat er“ im Geiste drr alfcn englischen Gewerkvcrcineficb ge- butet, unrriull'lmre Fordirungrn aufzustollen. crfitllbare abkr mit Geschixck, guter DtIz'iplm'nnd Außdauer durchgcfübrt. Mit der Forderung dss Norwalarbetißtagcs, die dcn sozialdcmofraiiscben Stempel auf der Skirn tragt, verlaßt er diese Bahn. Ricks zu seinem Vortheil, wie wir qlaubrn. Denuder Schritt, den er cht unternirxnmxi, wird iim 111cht nur Uiateriell, 101119111 auch moralisck) schädixim. Matériel], w-xil er, mit dieser Forderung, so Weit wir sehen, nicl'yt durih- drixigen wird. Das wird zur Fokge haben, einmal, daß bedeutende Mittel uriisonstauschxi'ben Werden, zum Anderen, daß nach Beendigung dk? Kampfes" eine Vcrizittermtg zurückbleibt, die auch auf das spatrrr Vrrbaitniß von Pkks011 zu Person zurückwirken muß. Der moralisch; Erfolg aber wird ikin, daß auch oiéle Nickytbeibriligie, die dem Vcretn bisher Freund Waren, weil sie in ihm einen hoffnungsvollen Ansaß zu friedlichem Austrag der Jklt-“kcffMgégkkisäßé erblickten, fick) von ihm abwenden wcrden. Die Frage dir AkbLÜL-ÖÜUSB kann nach Ansicht dicser Nichtbctbciligten nicht für das Reichsgebiet und nicht auf nnbcgrrnzte Zeit, sondern nur von Fabrik zu Fabrik, böckystcns don "Ort zu Ort, und nur nach der jewei-ligen Lage des Geschaftszwäges geregelt werden, Das ist es, was die Sozia1drmokratie _ nicbt übersiebf, sondern übersehen wiki. Eben die bi'wufite Unadsfüßrbarkeit der Forderungen giebt ihr das sozialistische chiage. Der Verein vollzieht, indem cr sich ihr anschließt, bewußt oder unbewußt, seinen Uebergang ins sozialdewokratiscbe Laaer.
' Inzwischen versendent der, Lokalausschuß der Buchdruckexrei- ÜLslHSk LLLPZLJS eme fur die Oeffentlichkeit bestimmte Mit-
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1891.
theilung, die die gewerblicheii Einrichtungen im Buchdruck- gewerhe behand-th, und dsr tmr Folgendes entnehmen:
' Die gewerblichen Einrichtungen im Buchdruckgewerbe, die zur Zett wohlkemzig "dastehen in Deutschland und anderen Gewerben zum Vorbild dienen konnen, laufen Gefahr, durch den von den Gebülfen arplczntxn AUJstand stark geschädigt, ja VerniÖtet zu werden. Zunachst erwabnrnt Wir die musteraülfige Regelung der Lohn- iind AkbLlLS'VLkbaltnisse. Ein für das ganze Deutsche Reich gultiger Lohntarif regelt in genauer Weise die Preise der im Buckodrucxgewxrbe gar sehr verwickelten Stückarbeit und bestimmt nacb Unten Hm die Grenz; für die Höhe des festen Lohnes, während nach Obkn'hm die „Lohnhdhe natürlich nur von der Leistungßfäbiqkeit der Arheiter bedingt ist. Im Weiteren regelt dieser Tarif die Feiertags- und Nebenarbeit, die tägliche Arbcitsdauer (10 „Stunden), „den „Anfang und Schluß der Arbeitözeit, die Arbeitspausen,_ die Kundtgungsfristen und die Lohnzahlung. _ Der Tarif hesiimmt ferner auch aklgemeinverbindlich die Lehrlings- verhaltnisse, indern er das Verhältnis; der Seßer- und Drucker- leHrlinge zn den Gebulxen „ordnet. Diese Bestimmungen über die Lohn- und Lehr1ingßvxrhaltmffe bilden zugleich einen Ncgulaior für die Konkurreiiz, wie tbii kein zweites Gewerbe besitzt. Endlich regelt der näm- liche Tarif Zach. die Soblrchtung von Streitigkeiten aus drm Lohn- und Arbeifßsderbalxnisc durch Schicdsgerichte. AÜes dies wird durch einen unnöthixzerweise vom Zarin: gebrochenen Ausstand zerstört werden! Ybrr nicht ,nur, das aiiem. "Auch die Buchdruckerqehülfen Haben fur sie?“) aÜem in ihren Unterstusungskaffen für Invalidität, Arbeits- losigkeit und Reise segensreiche Einrichtungen geschaffen, die ausch 'die ungeißeilte Anerkemmng der Arbeitgebkr genießen. und diese Erdrtckxtunqen" werden, durck) den Ausstand aufs Aeußerste gefährdet, “weil die thulfenvereimgung sie als Mittel zu benutzen gedenkt, um ihre Angehorigen (durch Androhung des Ausschlusses aus diesen Kaffsn) zur Thrilnahms. am „Ausstand zu zwingkn.
Die Sckyriftgie'ßergebüjfen Leipzigs brendeten, wie die ,Lpz. Ztg. bkrichiei, in einer von etwa 150 Personen besachten Ver- sammümg am Freitag die Aqßarbeitnng ihres neuen Lohntarifs, der vom'1. Januar 1892 cm tn'Kraft treten soU. Der neue Tarif U'ntersÖctht fich Von „dem, jeßigen darin sebr wesentlich, daß er US Letinitundige Arbeitszeit und die Gewichtsbereckynung an SteUe dérUEdtuckHerechnuna (Berecknmng des Lohns nach dem GewiÖt, nicht nzxdr narf) der Tausendzahl drr gegossenen Schriftzeichen) ein- fnvreYiX MIZ ck
us 5 0 um berichtet das „D. B. H“., daß der Vorstand des Verbandes der deittscben Bergleute in den gestrigen Ver- samm1uzigen die Agrtation für den Achtstundentag und drm memailohn sowie gegen die prozentuale LoHnerhöhung be- JWY er'sst d d 8 ck
f ,er u (111 er wi er in der Wei cnfel er S u - faorik von _Arsand muß, wie der .Vorwßärts“ bsericbtsté abls beeridtgt angeieben werden, da drr Jnßaber dieser Firma andere Zwirker, welche 'zu drffn von ihm festgescßten Bkdingungen bei ihm arbeixten onxn, in gktiiigender Zahl gefunden Hat.
Flas Wieii Wird der .Voff. Ztg.“ telegravbirt, daß Anfangs ZYXEL“ drr IosygiesJOdter Arbeiter der (H [(is-, Porzellan- n* ontn u rie »“ errei s in ' " " staltfitidet.L ck Steinscbonau (Bohmen)
_ Ads emberg und Krakau wird dem ,Vorwäris“ mii ct eilt dg'Z die doztrgsn Buchbinder-Arbeiter, da ihre FordZUden, meist bewiÜtgt wurden, in den Ausstand eingetreten find.
, Jiitern-ationwles Statistisches Institut.
(„ _Die 'diLIjqbrigr Seiswn des Internationalen Statistischen «Lustituts ni Wiennist amWSOimabcnd geschlossen worden. Für den TagungFort der nachsten Session im Jahre 1893 lagen zwei Ein- ladixngen vor, von der Regierung der Vcrcinigten Staaten nach §6166J0_ und dcm dcr rusfischcn Regierung nach St. Petersburg. Nach [ancrqr Debatte,wurde in schriftlicher Abstimmung mit 32 JPS,“ 15 Stimmin (Chicago gewählt, aber für die SIMON im Jahre 1805 C1. Pcterßburg in Aussicht genommen. Im" Verlaufe der Stßung 11'11kdkn der Knitus-Minister 131". Freiherr don GautsCb, Sic WWII? ZZKTLF'YW MdeffrdTgiiaKzutYräantgliedern ernaimt und
_ igteer, arnner aii U,„oni ,5' x' Mischler und von Schiel erwählt. gsaff NUMMER,
Versicherung der Seeleute in (811 [and.
_ Der (Exekutwrath dcs Rdeerbundes [)at sorbegn einen Plan für dteVérsicthung aller in _den Diensten der Mikglieder dcs „Bandes sicbxnden Seeleute genehmigt. Der Plan soll am 1. Januar 1892 iii Kraft trctcn. Die Vcrßcherung ist sowohl fiir UnfaU wie für TodZsfaÜ“ 'U'iid_ErwrrHIUiifaHigkeit. Bci Tod und Erwerbsunfäbigkeif er5a1.ten dixxtSchiff2fch5rer 100 Psd. Sterl., der erste Offizier, der arite JJJLixlkLZk,'dLr &?Ötffsarzt und der Zahlmeisier 75 Pfd. Stekl dfer'zweite Oißzier uiid der zweite Jngcniyur 50 Pfd. Sterk, alli; U11'11JLT'1OFfiilel'é 40 Psd. Sierk, Unteroffiziere und andere 11er den ge- M)!)nllä)??? Matrosen Und Harzer stehende Seeleute 35 Pfd. Sterk, Ma- trosen, H.".lzér und sonstige Mannschaften 25 Pfd. Stekl. Für Unfälle zahxt der kacderdund 13 WoIcIc-n lang, d. b„ wenn der Betreffende keine Arbeit VcrrlchtLi kann und kcinrn Lohn erbält. Dkk Schiffs- fubrcr [;;-kommt 40 Ob. dix Woche, der erste Offizier, der erste In- genieur, de;: Schiffsarzk, zmd der Zahlmeistcr bekommrn 30 S1). die Wochs. dri: "5111811? Oifizirr nnd der zweite Steuermai-m 20 S5. die Wo'c'be,'alje'_ubrigen Offiiicre'16 S5. di.", WOM, Unteroffiziere und dic ubrigen nber den gswöbnlxcben Seoleuten Stehenden 14 S1). die WÜÖc-„MÜZUZW und Heizer 10 Sk.) die Woche. Berechtigt zu oissrn Vcigunjtigungcn sind Wie, welcbe sechs Monate auf den Schiffen *des Bandes gedient haben. Der Anspruch geht vrrlusiig durcb KMcuteret, Deserrion, Wenn sie mit Gefahr für Leben und Eigrntbum Verbanden war, Nichtersäöeinen bei der Abfahrt, nach- dem schoen Anzablwig in Empfang genommen war. Er wird suspen- dirt im Falle _von 591ichterscheinem “wenn dadurch Verzug herbeigeführt wrrd, Urigehorkam und grober Pflickztvernacblässiaung. ie Versiche- rung Wird dem Bunde 20000 Pfd. Stekl. jährlick) kosten. Der Bund hofft". durch seinen Versicherungsplan insbesondere der AUmacht der (Ysewcrkveririiie eiiien Ricgel vorzuschiabrn. Was den Beitrag der AngestelLten böfrlfft, io scheint fich derselbe auf die Lösung einer soge- nannten Bundeskartc, Welck)? 1 SH. kostet, zu beschräukcn.
Nach Mittheilung dcs Siatistischen Amts d €Berlin s'md dei „den biesYzen Standesämtcrn in drr LTT-roiHeSxßY 20. Septeimb'er 5123 inkl. 26. September cr. zur Anmeldung gekommen: YZ l()*?xxxlslcblicßimaen, 10 73 Lebendgeborene, 25 Todtgeborene, 684 er e a e.
“Literatur.
Von dem großen bei E. S. Mittler u. So 11 er einenden erk „Gesammelte Schriijen und Denkwbürdekeiten V!*?es General-Fcldmajrsckml ls Grafen Helmuth von Moltke“, Von wclÖLtZt dex drttxe Bgnd, .GLsCbicbte des deutscki-franzöfisckden Krieges 18.0/71 bereits kurzlich erschienen ist, wird demnächst der vierte Band zu Außgade gelangen. Dieser so!], nach einer Mit- theilung der Verlagshandlung , die Sammlung der Briefe
des Geneml-Feldmarschalls eröffnen, und zwar