Sing-Akademie, 711 Ubr, Orchester-Concert von Ed. Behm. Frei- tag, 23, Sing-Akademie, “(k Uhr, Orchefter-Concert 'von Johann Kruse. Montag, 26, Philharmonie, 77) Uhr, 1. Philharmonisches Concert (Direktion H. von Bülow).
Herr FranceSco d'Andrade singt in seinem Concert am 29. Oktober von Liedern Schumann's „Ick aroÜenich“ und „Wander- lied', sowie Bizet's .Cbanson'. _ Fräulein K (1 t b e L e n b a ck , eine Nichte des bekannten Malers Lenbach, tritt am 4. November in einem Concert in der Sing-Akademie zum ersten Mal vor das hiesige Publikum. _ In der nächsten, zweiten Quartett - Soirée der .Herren Profeffqr Jos. Joacbim und Genossen am 28. Oktober, gelangen die Streichquartette in 1)-111011 0x). 47 von Bargicl, in 14411011 von Schubert und in 041111“ 09. 59 Nr. „3 von Beethoven zur Ausführung. _ Johann Kruse Wird in seinem am 23. Oktober in der Sing-Akademie stattfindenden Concext Beethoven's Violinconcert, das Notturno op. 12 von Joseph Joachim und ferner einen Saß aus Paganini's erstem Violinconcert svixlen. Den orchestralen Part übernimmt das Philharmonische Orchester unter Leitung des Herrn Professors Dr. Joseph Joachim. _ Der Hofopernsänger Paul Jensen aus Dresden wird in seinem biefigen, mit dem Klaviexvirtumen Percv Sherwood gemein- schaftlich zu veranstaltenden Concert (Sing-Akademie am 27. Oktober) unter Anderem Recitativ und Arie aus Händei's .Susanna“, das Lied des Rugantino aus Beethoven's „Claudine von Viüabelia' und Bakladen von Loewe zum Vortrag bringen.
Jagd.
Dienstag, den 20. d. M., findet Königliche Parforce- jagd statt. Stelldichein: Mittags 1 Uh? am Moosfenn an der alten Langerwischer Straße, Forstrevier Potsdam, Belauf Plantagenhaus.
Bekanntmachung. Die Jagd auf Rebbübner im Regierungsbezirk Potsdam wird mit Ablauf des Montag, des 16. November 1891, geschloffen. Potsdam, den 15 Oktober 1891. Der BezirkSausfcbuf; zu Potsdam. - von Dewiy.
Sport.
Der Premier-Lieutenant vom 1. Westfälischen Husaren Regiment Nr. 8 Freiherr von Zandt [„ kommandirt zum Genexalstabe, hat einen Distanzritt von Berlin nach München und zuruck zur Axis- führung gebracht. Freiherr von Zandt, welcher auf dem Hm- wege durch das Königreich Sachsen und den Böbmexwald, auf dem Rückweqe durch das Fichtelgebirge und Yurcb Thüringen ritt, legte täglich 100 km zurück. Skin Gevack war in Sqttel- taschen auf dem Pferde befestigt. Unterwegs fütterte und pußtx Freiherr von Zandt sein Pferd selbst Als Ttänkeimer warde der eigene Hut benutzt. (Freiherr von Zandt ritt in Civil.) Txoß der großen An- strengung, Welche namentlich durch das Retten tm Gebirge" hervor- gerufen wurde, sind'Reiter und Pferd gesund und leistungsfabtg nach Berlin zurückgekehrt.
Für den DistanzritiBerlin_Frankfurt a. M._Berli_n (.Herren-Reiten) ist die Proposition vom Verlag des .Turf“ in Berlin nunmehr angeWrieben. Danach soÜ der siegende Reiter einenEhrenprets,
“;
Schauspielhaus. 220. Vorstellung. Der neue Dreien der Glücklirhfte. Schwank in 3 Akten
Wetterbericht vom 17. Oktober.
das erste Pferd 50000 .“, das zweite 25000 .“ erhalten. Im Ganzen erhalten die ersten zehn Pferde Geldpreise nim Gesammtbetrage von 100000 „M Jedem Tbeilnebmer eine Ertnnerungs-Medaille aus Bronze. Der Ehrenpreis wird aus einem Gegenstand aus Gold von hohem Werthe bestehen. Für einen künstlerischen Entwqrf zu dem Ebrenpreise ist ein besonderes PretSausscbreiben in Aussicht genommen. Laut Proposition beträgt der Einsatz 500 „js, ganz Rey- geld. Das Abreiten von Berlin erfolgt in der Zeit vom 18. bis 24. März 1892. Die Zusaßbestimmungen der Proposition schreiben den Konkurrenten genau vor, welcher Weg einzuhalten ist und in welcher Weise die Kontrole über richtige Zurucklegung des Weges außgeübt wird. Für Unterkunft der Pferde und ihrer Reiter in Potsdam, Treuenbrietzen, Wittenberg, Bitterfeld, HaÜe, Erfurt, Gotha, Fulda, Hanau, Frankfurt a. M. tragen die Provoyenten Sorge, ebenso dafür, daß die Kontrolc übenden Vertrauenßmanner'an den Melde- stationen zu jeder Tages“ und Nachtzeit für die Distanzreiter zu sprechen sind. Im Uebrigen können Exemplare der Proposition vom Verlag des .Turf' in Berlin bezogen werde:]. Die Anmeldunqen laufen anz besonders zahlreich aus österreichi1chen und deutschen Offiziersßreinn ein. Auch Rußland und Italien hat Vertreter an- gemeldet Die Frist für Anmeldungen der Reixer zugt einfachen Einsav läuft bis zum 15. November. Schlußtermin fur Nennung der Pferde: 31. Januar 1892.
NachqSchluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Gleiwiß, 17.0ktober. (W. T. B.) Unter, den Arbeitern mehrerer Gruben bei Zabrze macht sich eme Bewegung zur Erlangung einer Lohnerhöhung bemerkbar. Auf der Königin-Louifen:Grube haben eine geringe Anzahl, auf der Guido:Grube gegen 500 Arbeiter die Arbeit eingestellt.,
Stuttgart, 17. Oktober. (W. T. B.) Herzog Wil- helm von Württemberg, welchem in Folge Ablebens des Königs Karl in der Königlichen Familie nunmehr die SleÜung eines ersten Agnaten zukommt, wird ftch in Zukunft mehr, als bisher mit den Angelegenheiten Württembergs beschäftigen. Hiyrmit find die Meldungen über den Austritt des Herzogs aus dem aktiven Dienst in der österrsichischen Armee (Siehe unter Oesterreich Ungarn) in Verbindung zu bringen.
Wien, 17. Oktober. (W. T. B.) Heute Vormittag fand durch den Kaiser die feierliche Eröffnung des kunft- historischen Hofmuseums statt, in w'elchem ai1e Kaiserlichen Kunstsammlungen, darunter die Galerie des Belvedere und die Ambraser Sammlung 'ver- einigt sind. Der Kaiser wurde von der zahlreichep Menschenmenge jubelnd begrüßt. Der Feier wohnten, u. 91. ber: die Erzherzogs CarlLudwi , Ferdinanix, Albrecht,Wiih_elm urid Rainer, sämmtliche gemein ame und österreichische Mxmftxr, die ungarischen Minister GrafCsérky und von Szögyenyt, dre Mll- glieder des diplomatischen Corps, die Prästdien und „zahlreiche Mitglieder der beiden Häuser des ReichSrathes, viele Pro- fessoren sowie Künstler. Der Kaiser reichte dem Erzherzog Karl Ludwig sowie dem Minister-Präfidenten Grafen Taaffe
die und und nahm die Aufstellung fämmtlicher Kunstscbähe in Yenschein. „ ien, 17. Oktober. (W. T. B.) I)er fünfztgste Geburtstag Plener's gab dessen Parteifreundexi gestern Gelegenheit zu großartigenHuldi ungen. Aben'ds fanb em Bankett statt bei welchem der Ab . Ch umecky m' einer mit lebhaftem Beiéall aufaenommenen ede die Verdtxnste Plener's ent- wickelte. Nach weiteren zahlreichen Trinkspxüchen anderer Redner ergrißs Plener selbst das Wort zy einem Toast auf das Wohl er Partei, deren Fortschritte er hervorhob. Seine Rede; wurde mit jubelnden BetfaUsäußerungen auf- genommen. ,
Paris, 17. Oktober. (W. T. B.) In dem heutigen Ministerrath erklärte der Minister ves Guyot, daß er den gegenwärtig auf die spanischen eme angewandten Tarif nicht verlängern werde. ,
Paris, 17. Oktober. (W. T. V.) Einer Meldung aus Buenos-Aires zufolge habe das Einverstäxidniß unter den Parteien, betreffend die Kandidatur für dre Präsident- s ck a f t, vollkommen aufgehört. General M i t r e habe seine Kandi- datur Jurückgezogen. Gegenwärtia werde erwogen, eine Versammlung der hervorragenden Persönlichkeiten aller Par- teien zu berufen, damit ein gemeinsamer Präsidentschafts- Kandidat destgnirt werde. Mitre habe ein sehr maßvoll ge- haltenes Manifest veröffentlicht, in welchem er seinen Rück- tritt von deerandivatur ankündige, aber hinzufüge, daß er fortfahren werde, an der inneren Politik des Landes mitzu- wirken. Hierbei werde er fich in den konstitutionellen Grenzen halten, um nicht Unruhen hervorzurufen, deren Freund er niemals gewesen sei. _ „Wie aus Montevideo gemeldet wird, hat der Minister des Auswärtigen Vidal seine Ent- lassung eingereicht.
St. Petersburg, 17. Oktober. (W. T. B.) Alle auf Hungerßnoth und Elend im Kaukasus bezüg- lichen Nachrichten beruhen völlig aaf Erfindung, da in der ganzen Kaukasusgegend eine gute _ nicht nur mittelmäßige _ Ernte gemacht worden ist und ferner in diesem Jahre das jährlich im Gebiete von Baku auf- tretende Fie er ausblieb. _ Laut Berechnung des Ménister- comités'werden zur Hülfeleistung für die durch die Miß- ernte betroffsne und mit Hungsrßnoth bedrohte Bevölkerung 183 MiÜiojten Rubel nötbig sein. _
Rom, 17. Oktober. (W. T. B.) Der Minister-Präsident di Rudini ist aus Monza hierher zurückgkkehrt.
Rom, 17. Oktober. (W.T.B.) Die „Agenzia Stefani“ veröffentlicht eine Mixtheilung, in welcher die Blättermeldung, daß der Dreibundsvertrag dem russischen Minißer des Auswärti en „von Giers in seiner Unterredung mit dem Minister: rästdenten di Rudini mitgetheilt worden sei, als gänzlich unbegründet erklärt wird.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Circus KMZ. Karlstraße. Sonntag: 2 Vor-
.Aschenbrödel'. Pbantastiscbes Zaubsrmärchen in 4 Abtb., arrangirt und inscenirt vom Dir. E. Renz mit Ballet: Frühlingsreigen - Walzer. Abends
Sonntag: ZUM 711 Uhr: „Auf Helgoland, oder: Ebbe und Flutb“,
gr, Hydrologisckoe Ausstattungs-Pantomime in 2 Abthei-
80. Male mit durchweg neuer glänzender Ausstattung . ; . = „ . an Dekorationen, Kostümen, Ballets, Waffen-Reaui- FLYZWTBMOYLTMBYFOÉYYKM)“ Aufzugen “'
Wasserfäüen,
ur See. Großes Ausstattungs-Zeitbild in 4 Akten und inscerxirt vom Dir. E. Renz. Kunst-
von lebenden Tableau: Eranäs Fontaine; dumiueuss, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuß ausstrahlend.
In beiden Vorstellungen Auftreten der vorzüg- licbsten Künstlerinnen und Künstler, sowie Reiten und Zum Vorführen der bestdrcssirten Schub und Freiheits-
vferde. Komische Intermezzos von sämmtlichen
Täglich: „Auf Helgoland“.
ständig neuen Kostümen. Die neuen Dekorationen „"___".-
Familien-Narhrichten.
Verlobt: Frl. Anna von Werner mit Hrn. Pre- mier-LieutLouis von Dewis (Breßlau-Bromberg). _ Frl. Alma Tenge mit Hrn. Ritterguisbesiher Joseph Heinrich von Zastrow (Rietbkrg i. Westf. _Sengerhof bei Dinter i. Westf.) _ Frl. Nora von Buchwald mit Hrn. K. K. Oberst-Erbland-
Ranyau i Holstein). _ Frl. Elise Gawlick mit .Fr? Predigtamts-Kandidat PaulSczeSny (Jucba,
pr ). Verehelicbt: Hr. Lieut. Werner Anders mit Frl. Margarete Fraentzel (Berli? _ Hr. Prem.-Lieut. Victor von Lucke mit Frl. na Biss; (Ossig). _
M 5 8 U r. Herr. Schauspiel in 7 Vorgängen von Ernst von von Labickoe und Gondinet. Regie: Emil Lessing. . | . _ .or.gen b , Wildenbruch. In Scene aeseßt Vom Ober-Regiffeur Anfang 71) Uhr. stellungen Nachmxttags 4 Uhr (1 Kilb frei). ÖKK “YB Max Grube. Anfang 7 Uhr. Montag 11. folg. Tage: Dieselbe Vorstellung. .; 35? FZZ. HDHensxagZ OÉTrnhaus. K 212sckVZsteUung4 Axxie ; “*I ' 3“ o et es aro. omi e erin ken . Stationen. ZH? Wind Wetter. Zé "- von ozart. Teßt von Veaumarcbaxs. Dirigent: BLUL"SU1ÜUkk"TheatLr- FHH & :? Kaveilmeister Sucher. Anfang 7 Uhr. " ZK =:" 8 “"'““ SYuislpbielbaus. 2d21.V§xste§ung. Dash KaZxchße1x sit B [ cbt 9 ff t I ng Deutschland von e rouu, 0 er: e euerpro e. ro e en, e eu ung e ec en :c. u = . . ' Yieichxegebtmore HY USLLSLW ZYXEL € historisches Ritterschauspiel in 5 Aufzügen von ? , Riesenfontanen mitaÜerleiLtcbfeffekten 2c, arrangirt Cbristiansün'd 744 SO 1beiter 9 Heinrich von Kleist. In Scene gese t vom Ober- 7 Bildern) von Ernst Niedt. Im 6. Bilde: Wirk- schwimmerinnen drei Geschwister Johnson. Schluß- Kopenhagen. 756 WSW 2Dunst 12 Regisseur Max Grube. Anfang 7 U r. liches Reimen auf der Bubne Stockholm . 755 SO 4bedeckt 10 __ Pferden. Anfang 75 U57- aparanda . 753 itil] bedeckt 6 T te S , D ld " Montag: Dieselbe Vorßeüung. tPetersburg “-“59 SSW 2 halb bed. 6 Dentsches hm k. MUSS“ as go eu. ___-_ Mbskau 764 W 1wolkenlos 6 Buch. Schauspiel in 3 Aussagen von Franz von d l E T 1 S t . Cork Quéeérs' SMW“ F | 48IMolphD ma" MIZ»... l()»!JMsW'spoffe in “ ' . onag: au . ae: er gro e eang town ' ' ' 757 WW Twokxxg 3 Dienstag: Das goldene Buch. 4 Akten von Leon Treptow. Couplets von Gustav (Clowns. CZYW -- ZZZ ZW 4:33ij 11 Mittwoch: Götz von Berlichingen. Görß. Musik von Gustav Steffens. Mit voll- ylt“ 754 WSW “UNNI: 11 * . 5 us de Atelier der erren Wagner und ***** WHAT ' ' . 358 „SSW Zwollbktgl) YZ Berliner Theater. Sonntag: Nacbm. 2? Uhr: Yukaccx. Inm Scene geseßt Hy„" Adolph Ernst. Nwmemunde 1 75? YZF LZ“, W 7 Ein Tropfen Gift. Abends 71 Uhr: Die Blnt- Anfang 7.) Uhr. Meufabrwafferi “60 SO bexllkxkbed 8 hochzeit. _ Montag: Dieselbe Vorstellung. .;".nse;_'_';' ;ck... S ;2 Re m;; .___-8. Fionxag: CHtxldftskhe. Anfgng 7 Uhr. ; Mäxtste'r: Z Z 758 S 3 hat?) bed. 9 “"w““ e B "tho'éhze't' Thomas-Theater. Alte Jakobstraße 30. Karlswbe- - ZS? SW 4 Regen 14 Direktion: Emil Thonxas. Sonntag: Herr und KixsZaden . 762 (M Fkk?!“ 13 Tesßng - Theater. Sormtag: Eine Geld- Fran Donxtor.f LYsptelZnKZsktetn vYnsYpiHleinien un en . . ' e ' mann. terau : er ra eu . u e . , . Cbenzniß . . 760 SSW Z'wolkp 13 hSYkYZDpf?ZÜÉYYNYÜZ. AÉxkfßnng U(Ystav 1 Akt von W.„Kläger. Anfang 7? Uhr. Jagermetster (GrafBaudissin-ngendotf (Hagen- Zeirexlm. . . . ZZZ SW stil]? !?Llll? YZ). 1T MMMWHFWJUW Lustspiel in 3 Akten von Montag: Dieselbe Vorstellung. Breslaüj ) J 761 still;wolkenlos 12 ZMF; , "m““ 5 . . „.; „._. ___ , , g. Die Ehre. Schauspiel m 4 Akten Filiezx'Aix* ' 76? LS;3 ZMF? 1? WHUBHUMTW Yadietrxxxanzwm 1 Male Die Groß' Ph.") ' Coxkcetrte. Ab ds 7x Uk) ' oranzege. re - "4 - 7 , = : armome. on ag, en r: TLZest - - - ' 765 ftiujbedeckt 18 stadtlUfto Schwank "[ 4 Akten von OScar Blumen" Stekn'sÖSk Gesangverein (Director: Prof“ F Gerns-
1) Abends Wetterleuchten. Uebersicht der Witterung.
1551 und (Gustav Kadelburg.
WaUner-Theater. Sonntag (leßte Sonntags- Das barometriscbe Minimum, welches gestern * _ , , „ über Irland lag, ist nordnordostwärts fortgeschritten YÄFHÜK; „FFF YFPÉTQYUF' ZTÄFQhZJn
Sembricb. Concert-Baus.
und "Ut Wi nördlich von den Sbetlandß. Auf “" Antony Mars und Maurice Desvalliéres. Deutsch Concert. Anfang 6 Uhr.
Britischen Inseln ist wieder ziemlich rubiges Weiter ein- , . getreten. Bei meist schwachen, vorwiegend südlichen FFWZYT'XJIÖÜ' Musik von Gaston Serpette.
land mild, in den nördlichen Gebietgjbeilen vielfJTch YZLFUYZZ'ZFZFÜMÜÜIYYKYYITYZ: vonisten Herrn K. Goepfart. Anfang 7 Uhr. U „„ .
nordwestlichen Denkscbland fanden vielfach elektrische étoiailT:1GITftT-aßoth YLYTKYYFMZWÜMFYZF!“
von Francis Stahl.
und südwestlichen Winden ist das Wetter in Deutsch- beiter, in den südlichen trübe mit Regenfällen.
Entladungen statt. Die Zunahme des Luftdrucks, Welche sich gestern im Westen einstellte. hat fich weiter ostwärts ausgebreitet, sodaß für unsere Gegenden vorwiegend heiteres Wetter erwartet
werden kann. DeUtsÖe Seewarte. von West und -- -- Hr. Binder. “._.-«_ __|-"' Anfang 7 Uhr- Theater-Auzeigen-
Königliche Ichauspüle' Sonntag: Opern- Die Basoche. KomisÖeOperinZAkten von Carré.
baus. Keine Vorstellung. „
2. vapbonie-Abend der Königlichen Kapelle. An- fana 7.) 1.155“. ** ** *
Schauspielhaus. Keine Vorsteüung.
Montag: Opernhaus. 211. Vorstellung. Der berg. Sonnta
Troubadour. Oper in 4 Akten von Verdi. Text Hochzeit. LULU); nach dem Italieniscben d«s S. Camerano. Anfang Deutsch von Paul Blocx. In Scene gesetzt von 7 Uhr. Sigmund Laufenburg. Hierauf, zum19. Male: Von
___-.___-
[37221]
Krüdenz-Theater. Direktion:Sigmund Lauten- 37201]
Zum 19. Male: Besuch nach der tel in 1 Akt von Alexander Dumak.
Für sämmtli e
beim). Paradies und Peri von Robert Schumann, nnter gefälliger Mitwirkung von Frau Marcella
Sonntag:
Mantua: Extra-Sympbfonie-Concert unter ge-
fälliger Mitwirkung des Klavier-Virtuosen Herrn , _ „ Pfeiffer (Schüler Hans von Bülom's) und des Kom- Gestorben“ Hk" KNM Rath Johan" WWW
Urania, Anstalt für volkstbümlicbe Naturkunde.
A L d s - Ausstellungs - Park (Lehrter Bahnhof). ÖMZ evon 12-11 Uhr. Tä lich Vorstellung im
Jriedriä) - Wilhelmaädtisckxes Theater. wifienschaftlichen Theajer. Nä eres die Anschlag-
Sonntag: Der Vogelhändler. OperejteinZAkten "Ml- eld. Musik von C. Zeller. Regie:
Ausstellungen cute 30 Pf"
Hr. Major von zymoüski mit Frl. Elisabetb von Podbielkki( allmin). _ Hr. Walter Graf Pückler mit Frl. Louise von Zastrow (Schloß Schönberg O/L). _ Hr. Regierungs-Affeffor Paul Schulß mit Frl. Helene Stein (Koblenz). Karl! Meyder- Geboren: Ein Sohn: Hxn. Lankrichter Dr.
jur. Ludwig FelSmann (Beuthen O.:S.) _ Eine Tochter: Hrn. Pastor Simon (Fröbden b. Jüterbog).
(Gloaau . _ Hr. RechnungORatb Carl Spren- berg ( ieisse). _ “Hr, Justij-Ratb Theodor Gerstenberg (Neisse). _ Hr. Geb. Postratb, Ober- Postditektor a. D. Friedr. Wilh. Carl Sachße (Berlin). _ Fr. Anna von Boelßi , geb. von Bonin (Neustrttin). _ Hrn. Oberför ter von Alten Tochter Cbrista (Kupferbütte b. Lauterberg i. Harz). _ Hr. Landgerichts-Rath Stanislaus von Mrozinßki (Meseriß).
irigent: Hr. KapeÜmeister Katya. __ Nur noch kurze Zeit, __... . , ' * Herwartbstraße 4, am Königsplatz. Berlin: Donnerstag, 29. Oktober: Zum ]. Male, mit “ V [ - i [ d A st tt d t" kt Q ck st * „Das “1“ Rom er (18 der Expedtt on (Scho z). urchaus nluer us a una un vers ar em r e er. mit dexn TriumvbzuiZe Kaixsör (?olnstantins. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags- Deutsch von N. Genée. Musik von A. Messager. Ein,? «ZYFÉMZZ 1:7306355 & Anstalt, Berlin M., Wilhelmstraße Nr. 32.
Fünf Beilagen (einschließlich Börsen (Beilage),
& Co, zu Berlin, betr. Der verbesserte Tachograph.
Wil [ st . 10. „Nordland " PontoraY-eujx.“r | und ein Prospekt der Firma Hermann Hurwiq
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Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
„4.6 245.
Personalberäaderungeu.
Königlich Preußische Armee.
Offiziere, Portepee - Fähnricbe :e. Ernennungen, Beförderungen und Verseßungen. Jm aktiven Heere. ZubertuSstock, 13. Oktober. Evl, Pr. Lt. vom Inf. Regt.
r. 135, als Assist. zur Inf. Schießscbule, Seyffardt, Sec. Lt. vom Niederrhein. Füs. Regt. Nr. 39, als Comp. Offizier zur Unteroff. Vorschule in Weilbur , _ kommandirt. Düwell, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Groß erzog riedrich Franz 11. von Mecklenburg- Schtverin (4. Brandenburg.) ir. 24 und kommandirt zur Dienst- leistung bei dem Eisenbabn-Regt. Nr. 2, in dieses Regt. verseyt. Sprenger, Sec. Lt. vom Gren. Regt. König Friedricb Wilhelm 1. (2. Ostpreuß) Nr. 3, Klein, Sec. Li. vom Inf. Regt. Markgraf Karl (7. Brandenburg) Nr. 60, _ zur Dienstleistuna bei dem Eisen- babn-Regt. Nr. 1, v. Doering, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Prinz
riedricb der Niederlande (2. Westfäl.) Nr. 15, Bertram, Sec.
1. vom 8. Rhein. Inf. Regt. Nr. 70. _ zur Dienstleistung bei dem Eisenbabn - Regt. Nr. 2, _ vom 1. November d. I. ab auf ein Jahr kommandirt.
Königlich Bayerische Armee.
Offiziere, Porteveefähnriche xc. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Jm aktiven Heere. H
5. Oktober. 1). Froelich, Sec. Lt. des 3. Cheb. Regis. vakant erzog Maximilian, unter Stellung 5. 1a suits seines Truppen- tbeiis, auf die Dauer eines Jabres beurlaubt.
6. Oktober. Klarmann, Hauptm, des Jngen. Corps, von der Stelle als Comp. Chef im 1. Mon. Bat. enthoben. v. Münster, Hauvtm. von der Fortifikation Ingolstadt, zum Comp. Chef im 1. Mon. Bat. ernannt. Stephan, Unteroff. des 15. Inf. Regts. FYiJ ?llbert von Sachsen, zum Port. Fähnr. in diesem Regt.
e t er.
11. Oktober. Frhr. v. Besserer-Tbalfingen, Pr. Lt. des 3. Cheb. Regis. vakant Herzog Maximilian, unter Beförderung zum Rattm. obne Patent, zum EEcadr. Chef in diesem Regt. ernannt. Frhr. v. d. Heydte, Pr. Lt. Vom 4. Cheb. Regt. König, Möser, Sec. Lt., bisher 9. ]a suits des 1. Ulan. Regts. Kaiser Wilhelm 11. König von Preußen, unter Enthebung vom Kommando zum 2. Train-Bat., _ Beide zum 3, quv. cht. vakant Herzog Maximilian verseßt.
Durch Verfügung » Kriegs-Ministeriums. Koll- mann, Pr. Lt. des 11. Inf. Regis. von der Tann, auf Nachsucben vom Kommando zur Luftfchiffer-Lehrabtbeilung enihoben.
Im Beurlaubtenstande. 9. Oktober. Weber, Loebr, Hermann Strunz, Baer, Emil Strunz (Nürnberg). Braun (Erlangen), Sec. 2:5. in dcr Landw. Inf. 1. Auf,;ebots, Sckzoener hEfröladngxn), Sec. Lt. in der Landw. Inf. 2. Aufgebots, _ zu P:. Lts. e r er .
Abschiedsbewilligungen. Jm aktivenHeere. 3, Ok- tober. Brendel, Sec. Lt. im 5. Inf. Regt. Großherzog von Hessen, auf Rachsucben der Abschied aus allen Militär-Vecbält- nissen bewilligt. Aman, Sec. Lt. vom 10. Inf. Regt. Prinz Ludwig, zur Landw. Inf. 1. Aufgebots verseßt.
11. Oktober. Arnold, Rittm. und Escadr. Chef im 3. Cheb. Regt. vakant Maximilian, mit Pension und mit der Er- laubnis; zum Tragen der Uniform der Abschied bewilligt.
Im Beurlaubtenstande. * 9. Oktober. v. Treuen- fels, Riktm. von der Res. des 5. Cbev. Reqts. Erzherzog Albrecht von Oesterreich, Sten gler (Kempten), Pr. Lt. von der Landw. Inf. 1. Aufgebots, _ der Abschied bethiat.
Jm Sanitäts-Corps. 9. Oktober. 131“. Hecker (Lud- wigshafen), Wsist. Arzt 1. Kl. Von der Landw. 1. Aufgebots, der Abschied bewilligt. 1)r. Hartmann (Passau), Assist. Arzt 1. Kl. der Reserve, in den Friedensstand des 13. Infanterie- Regiments Kaiser Franz _ Joseph von Oesterreich„ Dr. Schön- werth (1. Münckpen), Axsist. Arzt 2. Kl. der Ref., in den Friedensstand des 17. Jnfanterie- Regiments Orff, _ versetzt. Brenner, Unterarzt des 3. Chev. Regis. vakant- Herzog Maximilian, in diesem Rest., Wolff, ])r. Schubert (1,5-München),
])r. Schaumberg (Augsburg), ])r. Nette, Dr. Oostendory,»
131". Einstein (1. MünchenZ, Kramer (Ingolstadt). Unterärzte der Res.,Scbulze, Richter, eimer (1. München), Unterärzte in der Landw. 1. Aufgebots, _ zu Asfist. Aerzten 2. Kl. befördert. Beamte der Militär-Verwaltung. "9. Oktober, Hartlmaier (Augsburg)- 131“. Wirtble (Wurzburg), Unter-Apotbeker der Res., zu Ober-Apotbekern befördert.
U11. (Königlich Württembergischeö) Armee-Corps.
Offiziere. Portepee-Fäbnricbe :c. Ernennungen, Beförderungen und Verseßungen. Jm aktiven Heere. 10. Oktober. Herzoq Robert von Württemberg,Könialiche Hoheit, zum See. Lt. 5. 1a suits des Drag. Regis. Prinz Wilhelm Nr. 26, vorlaufig obne atent, ernannt.
12._ Oktober. erzog Franz von Teck, Hobeit, Oberst 3. 1a. aruba des Drag. Regis.Königin Olga Nr. 25, unter Belassung in diesem Verhältniß, zum Gen. Major befördert.
Kaiserliche Marine.
Offiziere 2c. Ernennungen. Beförderungen, Ver- seßungen 2c. Hubxrtusftock, 13. Oktober. Herrmann, v. Holßendorff, Kapttän-Liß, Leßterer kommandirt beim Stabe des Ober-Kommandos der Marine, (Graf v. Moltke ]„ Kapitän- Lt., Kommandant S. M. Fahrzeug „Loreley", _ zu Korb. Kapitäns, Ersterer unter Verleihung eines Patents vom 7. April 1891 und unte,r"Festsieilung seiner Anciennetat unmittelbar hinter dem Korb. Kaptxan v. Arnoldi, Rumpold, Lt. zur See, Adjutant der Werft zu Danna, 13. Bredow, Josepbi, Bachmann, _Lts. zur See, _ zu Kapitan-Lts., Kutscher, v. Grumbkow,Kloebe 1. Lange- mak, Unter-Lts. zur See, zu Lis. xur See, Aßmann, Maschinen" Ober“Jngen., zum Stabs-anen., Fontane, Maschinen-Ingen., zum Maschinen-Ober-Ingen., Schirnick, Kählert, Prüssing, Maschinen-Unter-Ingenieure, zu _Mascbinen-Ingenieuren, Schamp, Stehr, Ober-Mascbinisten, zu Maschine..-UnterIngenieuren, letztere beide unter Vorbehalt der Patentirung, _ befördert. Patente ihrer Charge erhalten, unter Festst. der Anciennetät, in nachstebenderReihenfolge un- mittelbar hinter dem Korv.KapitänHerrmann: die Korv. Kapitäns: Jachmann, Stiege, Jäckel vom7.April1891, Thiele 11. vom 12. Mai 1891, Becker vom 16. Juli 1891. Den Unter-Lts. zur See: Goette 11., Frbr v. Strombeck, Höpfner, Barren- trapp, Tieaneyer, Rexroth, Schröder,Redlich,Eitner, v.Mantey. Lubbert,Kinel, Grafv.Posadowsky-Webner.
ie13er,(*53oet,te111., Hering, Thorbecke, Lobmann,Karpf, ucbs. Jacobi, Kopp, Dyes, Koerber, Graf v. Saurma- kltsch. K_eyl, Burchard'11., v. Oberniß, Fremerey„ Menger, Kusel, Bornmüller, v. Lehsten, v. Trüßschler U- Falkenstein, Vles, Meinardus, Schlemmer, Graf v. Monts 11., Jannsen, Keller, Frhr. v. Dicpenbroick- Gruter, unter 5Fesisteüung, ihrer Anciennetät, in vorstehender Reiben- folge und unter. erleihung eines Patenis ihrer Charge vom 23. Mai 1890 das Zeugntß der Reise zum See-Offizier ertbeilt. '
Berlin, Sonnabend, den 17. Oktober
Nr. 41 der Veröffentlichungen des Kaiserlichen (Ge- sundbeitßanzts vom 13. Oktober bat folgenden Inhalt: ersonql-Nacbrtcht. _ Gesundheitsstand. Mittheilungen über Volks- ankbeiten. _ Sterbefälle in deutschen Städten mit 40 000 und mehr Einwohnern. _ DeSgl. in größeren Städten des Auslandes. _ Erkrankungen in Berliner Krankenhäusern. _ DeSgl. in deutschen Stadt- und_ Landbeztrken. _ Sterblichkeit in Berlin 1889. _ Tricbinose m Sakbsen. _ Geburten und Sterblichkeit in Baden 1889_. _ Todeßursachen im Kanton Basel-Stadt 1889. _ Sanitäts- verbaltpiffe in dcn Kolonien Viktoria und Neu-Süd-Wales 1888. _ Witterung. _ Zeitweilige“ Ma reaeln gegen Volkskrankheiten. (QestcrreiÖ-Ungarn, Türkei, PortUJa , Egyvten.) _ ThierseuÖen in Daneanxk, 2; Vierteljahr. _ Th erseucben in den Nieder'anden. _ Yetermar-poltzeilicbe Maßregeln. (Deutsches Reich, Sach1en, Oester- reich.) _ Medizinalgeseßgebung u. s. w. (Preußen. Reg.-Vez. Danzig.) Hetl_perfonal. _ (Reg.-Bez. Merseburg.) Aerztliche Be- bandlung bet der,Krankenversicherung. _ (Oesterreich. Galizien.) Ansteckende Krankheiten. _ (Italien.) Desinfektion von Viebiranßport- Eisepbahnwagen und 'Scbiffen. _ (Großbritannien.) Viebtransport- Schiffe. _ (Belgierz) Flußverunreinigung. _ Arbeiterwohnunqen. _ Australien. Kolonie Viktoria.) Oeffentliche Gesundbeitßpflege. _ _ecbtsprecbung. (Landgericht und Ober-Landeßgericbt Braunschweig.) Farben von Erbsen mit Kupfervitriol. _ Vermischtes, (Preußen,
Bayern, Sachsen.) Kranken-Statistik der Knappschafts-Vereine 1889. _ (Italien,) Erkrankungshäufigkeit nacb Berufsklaffen.
Entscheidungen des Reichsgerichts. Der durch unerlaubten Nachdruck in seinem Urbeberrecöt Ver-
letzte kann naxh einem Urtbeil des Reichsgerichts, 111. Strafsenats, vom 25. Mar 1891, im StrafrecbtWege die Einziehung der Nachdrucks-Exemplare 2c. beantragen, obne genötbigt zu sein, den zur Strafverfolgung ves Thäters erforderlichen Strafantrag zu stellen.
_ Die Eigenschaft des verantwortlichen Re 5 a c t e ur s einer
periodisckven Druckjchrift, gleichviel ob dessen strafrechtliche Verant- wortlicbkeit fur den beleidigenden Inhalt der Druckschrift als Urheber der_Veröffentlichung nach den aUgemeinen Strafgesetzen oder als Thaler nail) §. 20 Abs. 2 des Reichs-Preßgeseßes in Anspruch ge- nommen rvtrd, schließt nach einem Beschluß der vereinigten Straf- senate pom 6. Juni 1891 an sich die unmittelbare Anwend- barkeit des §. 193 Strafgeseßbucbs (betreffend verlexzende Aeußsrungcn zur Wahrnehmung berechtigter Interessen) nicht aus„ ' In der Begründung dieses Beschlusses haben die vereinigten Strafsenat: eine Erläuterung dem ganzen §. 20 Abs. 2 des Preßgesetzes: („Ist die Druckschrift eine periodische, so ist der verantwortliche„Redacteur als Thäter zu bestrafen, wenn nicbt durch besondere Umstande die Annahme seiner Thäterschaft außgeschloffen wird") gegeben, welcbe kurz dahin zu fassen ist: 1) Gegen den ver- anxwortlichen Redacteur einer Zeitung oder Zeitschrift, welcher einen obxektiv strafbaren Artikel veröffentliÖt hat, soll kraft geseßiicber Vermutbuxg ohne „Weiteres so lange als erwiesen gelten. daß er ""t. „Kenntmß und Verständnis; des Inhalts den Artikel voxsaßlcÖ veröffentlicht bat, bis von seiner oder anderer Seite das Gegentbeil dargeiban ist. Handelt es sich um eine Straftbat, bei welcher außerdem Bebufs Aburtbei- lung noch _ein nzer!erer_ strafrechtlicher Vorfuß festzustellen ist _ beispielSrbetse um etne ebrverletzende Behauptung zur Wahr- nehmxmg berechtigter Interessen, Wobei der Skrafricbter dem Thäter gegenubxr den Vorsaß zu beleidigen besonders festzustellen bat _, io ist_dtefer Yorsaß de_m Redacteur persönlich gegenüber festzusieÜen. 2) Die erwahnte ge1eßliche Vermuthung der Tbäterscbaft kann vom Redacteizr stets widerlegt werden durch den Nachweis, daß er tbatsachlicb an der Veröffentlichung des objektiv straf- baren Axttkels'in keiner Weise vorsäylick) mittbätig gewesen sei und ntchx geflissentlich von der Krnntnißnahme bezw. Veröffentlichung des Artikels fick) ferngehalten babe. Iii dies zu Gunsten des Redacteurs festgestellt, so ist er, faÜs seine Nichtbetbeiiigung an der Veröffent- lichung auf Verletzung seiner redaktionellen Obliegenheiten beruht (3. B. durch wiÜkürlicbes Fernbleiben von der Redaktion), aus §. 21 des Prqßgeseßes. wegen Fabrlai sigkeit zu bestrafen, war dagegen seine Ntchtbetbetligung an d-r Veröffentlichung durch einen zwingenden Grund (7. B., durch plößliche Erkrankung) veranlaßt, so ist er über- haupt straffret.
Statistik und Volkswirthsckzaft.
Genossenschaftswesen. Nach dem schon kürzlich erwähnten Jahresbericht für 1890
über die auf Selbstbülfe gegründeten deutschen Erwerbs- und Wirth- scbafthenoffenscbaften von F. Schenck gab es im vorigen Jahre 7608 Genossensebaften (gegen 6777 im Vorjahre). Davon waren 3910 (3467) Kreditqenossenschaften, 2664 (2404) Genossenschaften in ein- zelnen GeWersziveigen, 984 (868) Konsumvereine, 50_(38) Bau- genoffenscbaften. Zum größten Theile sind dies (Genossemchaften nach dem System von Schulze-Delißfcb, es sind indeß auch die genossen- schaftltchen Darlebnskaffen nach dem System von Raiffeisen in die Listen aufgenommen, um eine möglichst vollständige Darstellung der ganzen .deutsckden Genossenschaftsbewegung zu geben.
Die unbeschränkte Haftpflicht nach dem (Genossenschafts-
geseß vom 1. Mai 1889 haben, wie die „Correspondenz des Genossen- schaftsverbandes“ mittheilt:
3746 (3422) Kreditgenoffenscbaften, 2444 (2324) Genoffcnsckyaften
in einzelnen Gewerbszweigen, 715 (808) Konsumvereine, 26 (31) Baugenossensckyasten, zusammen 6931 (6585). Hierin sind auch die, Wenn auch nicht mehr in großer Anzahl beste
genen Genossenschaften, die jedoch auch zum größten Theil die unbe- schränkte Hafjpflicbt baben, enthalten.
enden, nicht eingetra-
Die beschränkte Haftpflicht haben: 146 (41) Kreditgenoffenfchaftem 203 (75) Genoffenschaften in
einzelnen Gewerszweigen, 265 (58) Konsumvereine, 24 (7) Bau- genosserzscbaften, zusammen 638 (181).
Dre unbeschränkte Nachschußpflicbt haben: 18 (4) Kreditgenossenschaften, 17 (5) Genossenschaften in einzelnen
Gewerszweigen, 4 (2) Konsumvereine, zusammen 39 (11).
Von den in Deutschland bestehendén Genossensckpaften gehören den
folgenden Verbänden an :
1) dem Aügemeinen Verbande der deutschen Erwerbs- und Wirth- schaftßgenossenscbaften _ 1422 Genossenschaften, (davon 1327 zu den 33 Unterverbanden des Allgeuzeinen Verbandeß)
2) dem Allgemeinen Verbande dcr landwirtbscbaftlxchen Genossen- schaften des Deutschen Reiches in 20 Unterverbanden
i M ftlicb K ““?“-“ GZ""?3"sféastei"“
3 dem Verbande landw rt (: er reki geno en (: en 71
) Württemberg 338 Genossenschaftex,
4) dem. BerkhandéddF [YdTirtbféaftLZÖetZ Krets-Comités fur ter an en un (: MM 71 urz urg _
1111 fr sch g 124 Genossenschaften,
5) dem Verbande der polnischen Erwerbsgenoffemckaaften m den
Provinzen Posen und Westpreußen 83 Genossenschaften,
siandes einversra:.. aus. Bei dem nächsten Punkt der Tagesordnung berichtete der ReichstagSabgeordnete Molkenbuhr über die parlamen: tarische Thätigkeit dsr sozialdemokratifchen Reichstagsfraktion und bemerkte:
1891.
6) dem Verband: ländliäyer (Genossenschaften der Provinz West-
,_ kalen in Münster 207 GenoffensÖaften, .) dem Generalanwalfscbafts-Verbande d2r Raiffeisen'schen Dar- lehnskaffen 855 Genossenschaften,
_ Die Herbergen zur Heimatb.
Ueber dl? Hkrbergxn zUr Heimat!» liegt jetzt eine gute Statistik vor ;_ Pastor Morcben 'm (Gadderbaum, der Schriftführer “525 deutschen Fcrbergßvereins, .ist-tbr “ÜTÖLbLk. Tie „Soz. Corr.“ Hebt daraus
olgenyks bervor: _
Dre erste ,Hcrmatb“, wie die wandernden Handwerksburscben kurz sqgen, wuxde 1854 in Bonn qegkündet, nachdém schon seit 1848 m Berlin „eme ahnliche Herbsrge bestanden. In den neun Jahren bis 1862 entstandxn zusammen 12, von 63-69 kamen 42 ,.zu, von 70_76, also in der Gründer- zeit, nur 28, von 77-83, in der Zeit des wirtbscbaftlicben Ntederaqngs und der Vagabundennotb, gleich 75 und von 84 bis 90, d_. 1). seit Pastor von-Bodélscbwingb in Bielsfeld in der Innern Mission Deutjcblands eine so große Rolle spielt,nicht weniger als 208.
[ Die erste Anstalt in Sachsen war Leipzig 1864, in Süddeutschland
machten Rcutlingen und Stuttgart 1867 den Anfang. qute zählt „nian362 Herbergen ;xtr Heimat!) mii 12 777 Betten, Sie werden jgbrltch v_on anderthalb MiÜionen Durcbreisender benutzt, die 21Mil- lionen Nacbte dort verbringen; außerdem haben fie über 21000 Kost- ganger, welcbe über eine halbe MiÜion Schlafnächte bedemien,
Unter den 362 Herbergen sind 13 Maffenberberqen (mit 100 und niehr Betten), 39 sehr große (60 bis 100 Betten), 77 große (40 bis 59), 118 mittlere (20 bis 39), 69 kleine (10 bis 19), 46 ganz kleine (unter 10 Betten) Di: größten Herbergen smd Frankfurta. M.
(47445 Scblafnäabte bsi 150 Wetken), Berlin 1, Hamburg 1,
Berlin 11, Hamburg 11.
Nach Bezirken und Frequenz geordnet, stebt das Königreikb Sachsen obenan; seine 50 Herbergen haben 354 000 Schlafnäckote aufzuweisen, danach folgen die Provinz Sachsen mit Anhalt 312000 Schlafr-ääyte,
Brandenburg „276 000, Schleßwig-Hoistein mit Hamburg und Lübeck 249 000, Rbetnprovinz 247 000, Südwestdeutschland 207 000, Nikber- facbscn 205 000, Westfalen 200000, Hessen-Darmstadt und Heffen- Nassau 160 000, Altbaysrn 116 000, Schlesien 115 000, Tbürxngen 106 000, Pommern 77 000, Mecklenburg 68 000, Westpreußen 29020, Posen 11000, Ostprkußsn 10 000 Schlafnäcbte. In Ostpreußen smd nur 3 Herbckgen, in Brandenburg dagegen 44.
Von den 362 Herbergen sieben 247 mit Vcrpflegunasstationexx in
Verbindung. Davon bat die größte Hälfte diese Verpfleqyngs- stattonen nur nebenbei, d. b. die Mebrzahi ihrer (Gäste sind „Selbst- zahler'. Bei der kleineren Hälfte überwiegt die Zahl derjenigen, für deren Verpflegung _die Vcrvfiegungssiation einen (;;-wissen Bstrag zahlt, odxr bre Zu:)l beider Arten (Gäste ist ziemlich gleich. Der Betrag fur dtese Verpflegi-ng ist ziemlich verschieden in den einzklnen Provinzen oder Städten. 54 erbergxn erhalten w:“niger als 40 „3
für Abendbrot, Nachtlager und Frühstück eines Mannes, 77 weviaer
als 50 ;,5. In Rheinland, Scbleswig-Holstcin, Westfalen werden da- gegen haufig 60 bis 85 Ö gezahlt.
DeutsÖe Sebußgebiete. Nach dem Werk „Die Bevölkerung der Erde“ von Prof. Wagner
u,nd Prof". Sypan (Gotha, Justus Pertbes) bat DkutsÖ-Oi'iafrika emen Flacbemnhalt von 955 220 qkm mit 2900000 Einwvhnern, sodaß auf 1 qkm 3 Einwohner kommen; Deulsch-SüdWest-Afrika: 835100 qkm mit 200000 Einw. (auf 1qkm 0,2 Einw.); die Südsee- Besißungen betraqkn zusammen 251420 qkm mit 400 000 Einw. (a'uf 191x111 1,5 Einw.), und zwar Kaiser-Wilbklmsland 181650 qkm mrt 110000 Einw., Bißmarck-Archipel 47100 qklu mit 188 000 Einw., nördiicheSalomot;s-Jn1e1n 22255 qkm mit 89000 Einw., Marschall- Jtzseln 410_ qkm mit 11500 Einw. und Navobo (Nauru) 5 qkm mrt 1324 (Einw. Ueber Togoland und Kamerun sind keiae näheren Angäben gcmackyt. Von lesteren abgesehen, würde also der Flächcn- inhalt dcr deutscbcn Scbußgebiete 2041740 qkm bktragen mit 3 500 000 Einwobncrn. Nach Hübner's Geogr. statist, Tabclien von Iurascbek ist erstkrer mit 2071860 qkm, die Einwohnerzahl mit 2 243 400 berkclmet.
_ ' Zur Arbeiterbewegung. Dre gestrige Verhandlung des sozialdemokratischen
Parteitages in Erfurt brachte nach weiteren endlosen Debatten die vorläufige Entscheidung in der Angeiegenheit der Parteiopposition; es gelangte nämlich ein Antrag Bebel's auf Einsetzung einer Kommission von neun Mit-
liedertx zur Annahme, welche die Anklagen der Oppo- ition m Bezug auf die Parteileitung und die Reichstags-
fraktion, sowie die Anklagen, daß die Parteileitung bezw. der Parteivorstand gegen die Parteitaktik verstoßen habe, prüfen und dem Parteitag Bericht erstatten soÜ. _ Ein Antrag der Vertreter der Opposition: „Der Parteitag möge beschließen, diejenigen Mit [ieder des Vartsivorstandes, die in der Debatte Namens des arteivorstandes gesprochen haben, m?gen ihres die Grenzen des Zulässigen weit überschreitenden Vorgehens gegen die Mitglieder der Opposition zu radeln“ fand nicht die Uöthige Unterstützung, um zur Verhandlung zu-
elaffen zu werden; dagx'gen exklärte sich mit allen gegen ünf Stimmen , 1Lartenag mxt der Thätigki-it des Vor- und drückte ihm sein voljes Vertrauen
Der Zweck der parlamentarisäyen Thätigkeit sei erstens, den
Arbeiter kampffäbiger zu machen und da, wo es möglich sei, seine Lage zu verbessern, zweitens agitatorisck) zu wirken, sowbbi um die Stellung der Partei zu den verhandelten Fragen. zu bezeichnen, wie um dieGkgner bloßzustellen. Die Fraktion stehe nicht auf dem Stand- punkt, kleine Fortschritte in der Verbesserung der Lage der Arbettcr zu verachten, sie nehme aucb kleine Vortheile an, ohne deshalb den Haupt- zweck, di;- Verwirklicbung sozialistischer. Prinzipien, 9115 den „AUßen zu verliercn. Zu dem Antrag auf Beseitigung der Kundigung m _den Arbeiterverhälmiffen bemerkte der Redner, fie wexde vielletcbt Mancbcm unbequem sein; aber die Beseitigyng der Kundigungßfxist sei darum wünschenchx-tb. weil durch sie, dre empfindlichen Bestim- mungen über Lohneinbebaltungen hinfällig wetdxn. Was den Maximalaebeitstag betreffe, so habe man dsr Fraktion vorgeworfen, daß sie nicht die sofortige Einführung des A(bistundcntages verlangt babe. langten aber einen Uebergang. Seitens der Opposition Werde auf der einen Seite die ganze parlamentarisch: Thatigkeit verworfen; auf der anderen Seite klage sie über zu tvemg parlamentarische Thätigkeit, namentlich was die Abschaffung des stehenden Heeres betreffe. Die Fraktion stelle alljährlich bei dcr Budgetberatbuna die Stellung der Pattei zurn MilitariSmus fest. Kein Mensch könne doch im Ernst annehmen, daß ein Antrag der Fraktion auf Abschaffung des stehenden Heeres Erfolg haben würde.
Derartige bedeutsame Veränderungen ver-
Msdmm nahm Bebel das Wort, um die Taktik der Partei