1891 / 250 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 23 Oct 1891 18:00:01 GMT) scan diff

;emer werden an den Verhandlungen betheiligt sein der taats-Kommissar bei der thürjngischen Verficherungs-Anstalt, Geheimer Regierungs-Rath Sner, und als Vertreter des Vor- standes dieser Anstalt Regierungs:Rath Elle und Regierungs- Rath Wiüharm. Hamburg. . Hamburg, 22. Oktober. Die Bürgerschaft_ hat in ihrer heutigen Sißung den gestern mitgetheilten drmglichen Antrag des Senats angenommen. Sie bewiÜigte zum Zwexk der Hebung des Wracks des Dampfers „AthabaSca“ dre Summe von 150000 «46, sowie fernere 15000 „15 für sonst erforderliche Maßregeln, ersuchte jedoch gleichzeitig den Senat, ihr baldigst eine Vorlage betreffs Regulirung des Fahrwaffers der Unterelbe zugehen zu lassen.

Oesterreirh-ngarn.

Wien, 23. Oktober. Seine Majestät der_Kaiser_und König empfing gestern Nachmittag den hier weilenden Btschof S o a g r 9 aus Central-Afrika.

Einem ausführlichen Bericht des „Xremdenblatt“ üher die Gedenkfeier des ?nfanterie-Äegiments th- helm 1. Deutscher Kai er und König von Preußen

Nr. 34 entnehmen wir_ noch Folgepdes:

Bei der Parade htelt der Neg1ments=Kommandant Oberst Freiherr von Königsbrunn folgende Ansprache: _

„Meine Herren! Mit besonderer Weihe begeben wjr de_ute die Feier der fünzigjäbrigen Namensführung. (Es ist ein Tag pie_tatvoller

rinnerung an unseren (Erlaucbten Inhaber, der zu allen Zecken dem Regiment seine Huld und Gnade, sein warmes Interesse zugewendet bat. Wir blicken zurück in der Geschichte des Regiments! Bewegten Herzens lesen wir das buldvyüe Schreiben vom 11.0ktober 1841, mit welchem Seine Königliche Hoheit der damalige Prinz Wilhelm von Preußen gelegentlich seiner Ernennung zum OberstenLJnhaber des Regiments daSselbe begrüßte. Der hohe riiterliche Sinn, Welckxer fiel) in demselben ausspricht, muß alle Herzen erwärmen und begeistern. Und so sinken wir bei jeder Gelegenheit, wenn es dem Regiment oder einzelnen Mitgliedern desselben vergönnt war, dem hohen Inhaber vor die Augen treten zu können, zahlreiche BcWeise derselben unermüd- lichen Huld und des Wohlwollens, mik welchem Allerhöchstderselbe das Regiment begleiteje. Ick) erinn-"re an das Jahr 1864! Das Rcaiment war damals so glückl_ich, an der Seite der prkußircben Kameraden an den siegreichen Kämpfen in Schleswig-Holstein und Jütland theilnehmen zu können. Gebobenen Herzens gedenken die älteren Kametaden unter uns kes überaus bulbrollen Empfanges, welcher nach Beendigung des Feldzuges dcm Regimert und insbesondere dem Offißker-Cmps von Seite Skiner Majestät Wilhelm 1. in Berljn zu Theil Wurde. Auch diesx TaZe haben in der Resimentßchhicbte einen würkigen Play gesunden, und fie Werden in _der Erinne- rung fortlkben für alle Zeiten. Das Regimen? ist stolz und glücklich, nunmehr aucb Seine Majestät Wllbelm11., den Erben aÜer ritterlichen Tugenden seiner hohen Vorfahren, seinen Inhaber r-ennen zu dürfen. Unvergessen bleibt die herz- gewinnende Weise, mit Welcher Allerböcbstderselbe vor wenigen Jahren als Prinz Wilhelm zu wiederholten Malen unter das Offizier- Corps 1rat und einleme Mitglieder dexselben empfing. Als Zeichen besonderer Huld empfangen wir [);-"ute die von Seiner Majestät dcm Dcutscbcn Kaiser Und König von Preußen dem Regiment AÜer- gnädißst gejpendeten Fahnenbänder; dieselben werden von nun an rmmer unsere Fahne schmücken und uns voranleucbten, wenn es gilt, in ernster Zeit für Kaiser und Vaterland einzustehen!"

Nach der Parade wurde an Seirxe Majestät den Deutschen Kaiser nachstehendes Huldtgungs = Telegramm abgesendet: _

„Geruhen Euere Majestät an dem Tage, an Welchem das Katser- liabe und Königliche 34. Infanterie-Regiment vor cinem halben Jabr- bundert seinen glorreichen Namen erhielt, die Huzdigyng, wclche das Offizier-Corps seinem Durchlauchtigften Inhaber tn ttcfster (Ehrfurcht darvringt, jowae den ebrerbietigsten Dank für die huldvollst gespen- deten Fahnenbänder aüergnädigst entgegenzunehmen. Freiherr von Königsbrunn, Oberst und Regiments-Kommandant.“

Währetzd dcs Diners ging von Seiner Ma1_estat dem Kais er erhelm folgendes Antworttelegramm em:

„Mit Meinem braven Reaimenje feiere Ick heute den Tag, an Welchem vor nun fünfzig Jahren Meines bochselige_n Herrn (Groß- vaters Majestät zum Inhaber ernannt wmde, und w1l1 dem Offizier- Corps als ein weiteres Zeichen Meines Woblwoüens nnd z_ur bleibenden Erinnerung Mein Bildnis; in Oel Verleihen; dasselbe wnd nach vollendeter Fertigsteüung dem Regiment zugeben. Wilhelm.“

Der erste von dem Kommandanten des Regiments Fret- herrn von Königsbrunn während des Diners aUSgebrackzte Toast lautete:

„Im Namen des hier vkrfammelten Offizier-Corpz d_es Regi-“ ments, das hochbeglückt und geehrt durcb kie Anwesenbéit sem_er hoch- geschätzten Gäste ist -- exlauve ich 11er das Wort zu krgreixxn, um Gefühlen AnSdruck zu geben, welcbe Jeden von uns, Weß' Standes er auch sei, heute und immetdar mächtig beherrschen. Wir blicken in Liebe und CbrfurÖt empor zu den beiken erhabenen Monarchen, die, in treuer Freundschaft geeinigt, unabläsfig bestrebt smd, das Glück und die Wohlfahrt ihrer Völker zu fördern und su_ fiebern. Wohl wird aber auch in keinem Theile des Weiten Erkkxctseß der_n Herrscher ein solcher Schoß von Liebe und Treue, von Anbanghckokext und Opferwilligkeit entgegengebracht, wie in den beid_e_n verbündeten Reichen. Und insbescnkere die Armeen; sympathisch sublen wir uns angezogen, denn uns beherrschen gleiche Ideale. gleiche Begriffe, uns exfüUt ein gleiches Streben... Jn unbegrenzter Liebe unoHingevuz19_ find wir unseren obersten Kriegsherren ergeben, dercn ganze, unavlasfige Fürsorge der Armee zugewendet, ist. "- Möge es unseren erhabenen HerrsÖern beschieden sein, noch eine lange, lange Rethe von Jahren zum Segen ihrer Völker, zum Besten ibrer Armeen zu walten! _Jch oedenke zu dieser S1unde des verewigtcn Kaisexs, dessen glorretchen Namen das Regiment für immerwährende Zeiten führt, und erhebe das Glas auf das Wohl Seiner Kaiserlichen und_König- lieben Apostolischen Majestät unseres Alleranadigsjen Kaisers und Königs und auf das Wohl Seiner Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen, unseres durchlauchtigen Inhabers!“

Diese mit Begeisterung gesprochenen Worte zündetßn, und nicht endenwollend brauste _der Ruf __ aus patrto- tischen Sqldatenherzen: „Hoch Seme_ Majestat, unser ge- liebter Krtegsherr , Hoch _Seme Maxestat, unser Oberst- Jnhaber!“ Dxe österretchtsche und preußtsche -V_olkshymne folgten, Klänge, die begeisterten Widerhall fanden m pen_ ge-

obenen Herzen aller _Anwesenden. _Jn den unbeschrexbluhen ubel mischten sich dte vom Schetchenberg her abgegebenen

Kanonensalute.

Nach einem von dem Corps-Kommandanten, Feldzeug- meister von Braumüller auSgebrachtetx Hoch auf das Re- giment brachte Oberst Freiherr von Köntgsbrunn folgen- den Toast aus:

„Mit ebrerbietigem Danke vernabmen wir die erhebenden Worte Seiner ExceUenz des Herrn Corps-Kommandanten, dem wir in ver- trauensvoller Verehrung ergeben sind. Treu, tapfer und auSdauernd, wie es gewesen, wird das Re iment auch in ernsten Zeiten dem

unseker Dankbarkeit gegenüber den bier anwesenden Kameraden der rubmreicbcn preußiZÖen Armee Ausdruck zu verleihen, welche durch ihre Gegenwatt dem heutigen Festtage eine besondere Weihe verleihen. Mit warmem Herzen begrüßen wir fie in unserer Miliz, reichen ibnen die kametadschaftlicbe Hand. . . . Sie haben eme weite Reise nicht gescheut, um Zeugniß abzulegen _von den Ge- anungen edler Waffenbrüderscbaft, welcbe zwischen un_s herrscht.

ebmen Sie unseren herzlichsten und aufrichtigsten Dank yietfür ent- gegen, und sollte es uns einst beschieden sein, Seite an Seite zu kämpfen, so werden wir in begeisterten: Wett- eifer mit den Männern von Mars-la-Tour und Seda_n für Kaiser, König und Vaterland eintreten. Em drei- faches Horb unseren geehrten Gästen!“

Der deutsche Militär-Attaché, Oberst:Li_eutenant von Deines beantwortete den Toast mit der beretts gestern mit- getheilten Ansprache, worauf der_ mit der Führung des Kaiser Franz GardeWrenadier-Negtments Nr._ beauftragte lck_Ob§st-Lieutenat1t von Hu go folgenden Trinkspruch aus-

W te;

„Meine Herren Kameraden, geehrter Herr Commandeur! Im Namen des Garde-Grenadier-Regiments, als dessen Vertreter ich die Ehre habe, vor Ihnen zu stehen, erlaube ich mir, einen warmen kameradsebafflickxen Gruß und unsere herzlichen Glückwünsche zum heutigen Feste außzurichten. Mein Reaiment ist bochbeqlückt über die demselben zu Theil gewordene Außzeichnung, zu diesem hehren Feste eingeladen worden zu sein, und ich -- diesen schönen Tag in Ihrer Mitte zu verleben. Jeb bin fest überzeugt, daß dieses Zusammensein dielangjäbrigen, innégen Beziehungen zwischen den beiden Regiment_ern, w.lche sick) stolz rühmen können, die hohen Namen der geaenseittgen Monarchen zu tragen, noch enger knüpfen wird. Das Telegramm meines Regiments bat die Gefühle gekenmeicbnet, die uns beseelen. . . . (Erlauben Sie mir noch, die lebhaften Sympathien, welcbe wir für das 34. ungarische Regiment empfinden, zusammenzufassen in dem Wunsch, daß “das in jeglicher Anerkennung Wurzelnde Wohlwollen Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph, sowie die besondere Huld Ihres erhabenen Inhabers, Seiner Majestät des Deutschen Kaisers, aÜezeit bewahrt bleiben möge und es dem Regiment gegönnt fein möge, dereinst, gleich feinen tapferen Ahnen, in edlem Wejteifer mit uns für (Gott, Kaiser und Vaterland seinen Ruf neu zu betbätigen In diesem Sinne, meine Herren, erbkbe ich das Glas auf das Kaiserliche und Königliche Jnfanterie-Regiment Wilhelm 1. Deutscher Kaiser und König von Preußen Nr. 34. Hurra!)!“

Zu dLn Handelsvertragsverhandlungen mit Serbien schreibt das „Fremdenblatt“:

Wie wir erfahren, find die Instruktionen unserer Delegirtxn für die Vertragswerhandxungen mit Serbian von den beiderseitigen Re- gierungen endgültig festgestellt und genehmigt worden; die Vertrags- verbandlungen selbst dürxten im Laufe des nächsten Monats in Wien beginnen. Bekanntlich hat die serbische Regierung Vor einiger Zeit dem Wunfckse Außdruck gegeben, vorläastg nur mit Oesterreich-Ungarn in Ver- handlungen einzutreten. Wir hören nunmebr, daß die serbische Re- gierung auf diesern Wunsch nichl; mehr besteht, sondern daß die Ver- handlungen mit Oesterreich - Ungarn und dem Deutschen Reich gemeinfchaftlich hier in Wien geführt Werden sollen. Diese korporatkve Verhandlung war ja auch bereits in dem Erlasse des Handelö-Ministers an die Hanhclskammern vom 7. Mai, in welchem dikfelban um ihre Gutachten zn den «Handels- verträgen mit der Schweiz, ITSÜM und Serbien aufgefordert werdén, in Ausficht genommen, und von diesem Gesichtspunkte aus wurden auch die (Gutachten abgefaßk. Daß eine solche Kooperation die Möglichkeit von Erleickxterungcn für den Grenzverkehr, also separate Verhandlungen über dieselben, nicbt ausschließt, bat sicb ja auch bei den Vsrdandlungen mit der Schweiz gezeigt, und da diese Erleichterungen im Grenzverkehr im beiderseitigen Interesse Oester- reich-Ungarns und Serbiens gelegen find, ein Grenzverkehr zwischen dem Deutschen Reich und Serbien aber nicht besteht, so liegt es wohl nabe. daß derartige Etleichterungcn auch keine Nachwirkungea auf deutsche Provenienzen haben können.

Demselben Blatts zufolge hahen bezüglich _des Handelsvertrages mit der Türke1 und Bulgarten wegen einer gemeinsamen Geseß_esvorlage in dem österreichischen und dem ungar_1schen Parlamente Verhandlungen der beiderseitigen Regterxmgen stattgefunden. Die Einbringung einer Vorlage über dte Verlängerung hes Zeßigen Vertrags-Verhältniffes mit der Türkei und Bulgcmen stehe demnächst bevor.

Jm Abgeordnetenhause begründeten gestßrn, wre „W. T. B.“ berichtet, bei der Generaldebatte Über das Bud et die jungczechischen Redner ihre ablehnende Haltupg haupt ächlich mit dem Hinwets auf den böhm1sche_n AUSgletch und mit dem Vorwurf der Zurückseßung de__s czechrfchen Volkes Seitens der Roéerung. Insbesondere_ bemangelte Vasaty _das hohe Kriegs bu get, welches nur ezne Folge der Allxanz mit Deutschland sei, da Oesterre1ch-Ungarn_ von Hemer Seite ein Angriff drohe. - Am Schluß der Stßung r1chtete der Abg. Prado an den Mintsjer des Innern_ dte AnfraYe, was er gegenüber chr Verunglimpfung der_Retchenbexger e- hörden und der Agttation unter der czechtschen Bevolkerung daselbst zu thun gedenke. _

Jm Finanzausschuss des u_ngartschen Urxterhauseß erklärte gestern der Handels:Mimster Ba_roß, 018 durch _dte Herabsetzung der Gütertarife bisher; erzte1ten Resuxtate seten beruhi end. Wenn sich die aUgememen_ :vtrthschaftlxchen Vér- hältni e nicht verschlimmertcn, _dürfte em Rückgang m finan- zieller Hinficht _vorausstchtlich mehr eintreten. _ _

In der SLYung des Unterhauses_entspa11n ftch bet dßr weiteren Debatte über das fünfmonathshe Budgetpr_ov1- forium eine hextige persönxiche Außemanderseßqu zuZ:f_ en Horanezky (gemä igte Opposmon) un_d dem Jgsttz-thter Szilagyi. Hierauf wuxde die Vorlgge m der Speztalberathung angenommen. Heute fmdet die drnte Lesung stark.

Großbritannien und Irland.

Ju Cork hielt am Mittwoch der irisch? Deputirte John Redmond an das Volk eine Ansprache, xn_ der er erklärte: er spreche als der gewählte Führer der trtschen parlamen- tarischen Partei.

Uebér die nächsten Parlamentswahlen hat fich nun- mehr auch Chamberlain, der ehemalige Freund Glad- stone's , eäußert. Er hielt in !S_und_erlandü eine politische ede, in der er sagte, wenn me nächsten Wghlen Gladstone wieder ans Ruder Nächten, so_ wüxden sechs Monate hinreichen, um Irland m_ W größte Verwirrung zu stür en und Verwickelungen mxt den auswar- tigen Mächten her eizuführen. Die_ nächßten Parkaments- wahlen seien daher von größter Wi tjgkeit; fie würden über das Geschick des Reichs und die ukunft Großbritanniexts entscheiden. Ein Wechsel in der Regiexung wäre verhängmß- voll für die innere Lage Englands, wxe für die Stellung des Reichs nach außsu. _ _ _

Am Sonnabend v. W. ltef m Mtllwall auf Samuda's Schiffswerft der neue Stahlkreuzer „Scylla“ vom Stapel. Die „Scylla“ befißt Maschinen von 9000 Pferde-

.;

Wie der Könespondent der „Times“ aus Calcutta meldet, ift daftlbft am 14. d. nach 501äbrigem segensreichen Wirken der Erzbischof Jacoby von_ Agra gestorben._ Wie aus Ottawa telegraphirt mrd, hat auf Wetsung der britischen Regierung der General-Gouverneur von Canada Lord Stanley den Vremier-Minisler Mr. Abbott ersucht, die nothwendigen Schritte zur Entfexnurdg des Namens Sir Hector Langevin's von der Liste des Konseils Ihrer Majeüät in Canada "einzuleiten.

Daz Kabinet des Sultans von Sansibar ist, wie die „Times“ meldet, _wie folgt zusammenaeseßt: Premier, General Mathews; Fmanzen, Mr. Hug Robertson; Armee und Polizei, Kapitän Hatch; Hafen und e_uchtfeuer, Kapitän Hardinge; öffentliche Arbeiten, Bomanji; Schatzmeister, Mahomed Bin Saif. Aae Schriftstücke werden in Zukunlt“ in englischer und arabischer Sprache abgefaßt werden und jederze t der Bssichtigung durch den General-Konwl offen stehen, von dessen vorheriger Billigung aucb alle neuen Unternehmungen und- Ausgaben abhängig sind. General Matheuxs wird der „Morning Pos zufolge in seiner früheren Émenschaft als- Negierungs-Kommiffar and G2neral=Konsul für Ost-Afrika keinen spexielxen Nachfolger erhalten. Diese Funktionen würden in Zukunft von dem britischen Agenten und General-Konsul für; Sanfibar Portal mit ausgeübt werden. Dem Lxßteren würde demnach die oberste Wayrxmg der britischen ntexeffen, sowohl im Projektorat von Sanstbar wie in ganz st-Afrika,

zustehen.

Frankreich. Paris, 23. Oktober. In der geürigen Sitzung des Ministerrathes wurde, nach einer Meldung des „W. T. B.“, der von der Zoükommiffion des Sepats vorgeschlagene Zoll 1107125 Fr. auf gesalzenes Fletsch abgelehnt uud der von der Kammer angenommene Zo_ll vo_n 20 _ Fr. ge;- nehmigt. Der Ministetrath _beschäfttgte steh alspann mr: den Eisenbahr:unfä_llen,_ 1316 stch m leßter Zett _sxhr g_e- häuft haben. Der Arbetts=Mm1ster Yves Guyot :hetlt? mtt, daß er den Eisenbahn-Direktionen verdoppelte WachtsamkUt an- empfohlen habe. _ _ _ In der gestrtgen Stßung dczr Deput1rtenkamm9r wurden zu der Verathung über dte Budgets der verschre- denen Ministerien mehrere Intxrpetlatxonen oder An- fragen angekündigt, so namentltch zu dem Budget des Aus- wärtigen eine Anfrage des Deputirten Deloncle_ über Tuat und die egyptischen Angelegenheiten, eme Arxfrage des Deputirxen Delafosse übe): den Stand dex dxplo- matischen Beziehunaen zwxschen Fraykrexcb und Italien und eine Anfrage dss D.puttrten Mille- voye über die Folgen der Entrevue von Kronstadt. Die Kammer seßte soDann die Generaldebatte über das Budget ohne bemerk-Znswerthen Zwischenfall fort. Der Dsputirte Xamais verlangte eine Reform der Getränkesteuer. Der ?Präsident dsr Budget:Kommi1sion Casimir Périer _er- widerte unter Hinweis auf die von der Kommisston _beretts herbeigeführten Reformen, es würde unbiUig sein, we1t_er zu gehen. Wenn man im Jahre 1893 mit einer Konvertrrung der 41/2prozentigen Rente vorgehen wolle, müsse man vor Allem eine günstige Finanzlage haben. _ Betreffs der Interpellation des Deputtrten Mahr) wegen der Ausbeutung aUSgedehnter Grundstücke auf der Insel Madagaskar durch ein englisches S_yn- dikat heißt es in einer den Blättern aus Regierungskretsen zugegangenyn Mittheilung, die Regierung dér Hovas_ habe bereits zahlreiche ähnli e Konzessionen ertheilt. Der Mrrxister des Auswärtigen Ribot önne in dieser Sache nichti11terve_n1ren, er könne nur die auswärtigenBeziehungerz der ngterung dcr Hovas mit den fremden Staaten kontroltxen. _

Wie verlautet, wäre die Negieruna genexgt, Schr1tt_e zur "Herabseßung des Zolles von 15 Fr.'a_uf spanzsche Weine zu than. Die Regierung wäre der Anstcht, daß exn zu hoher ZolT für Spanien verhängnißvolle Folgen haben konne, denen man vorbeugen müsse. _ _ _

Der KriegL-Minister de Freyctnet hestchttgte _vorgestem eines der neugebckdeten, aus einem aknven Batatllyn und- zwei LandwehrBataiÜonen zusammengesesten gxmxschtext Regimenter in Troyes. Der thfter erklarte dabet, daß die Btldung der gemischten Regimenter als vollendete Thatsache anzusehen sei. DW Hauptmrkung der Maßnahme- werdde sein, daß die Feldarmee Frankretchs dadurch verdoppelt wür e. Der „Temps“ giebt der_Hoffnung _Aushruck, „daß sywohl die Freude der Radikalen ww dte Indxgnatton der_Klertkalen wegen der Verfolgunkz des Erzb1sck)_ofs von A1_x umsonst sein werde. Die Republi werde die Polink _der Ber_uhrgung fort- seßen, und der Klerus werde _wobl nicht plötzhch zu semen _früheren Maximxsn zurückkehren. Pte Angelegenhett werde xnmdestens politisch bald abgethan sexn. Wie verlautet, soll dle S_ertens der konservativen Depunxxen_wegen der Y_ngelegenhett des Erzbischofs von Aix beabstchugte Interpeyanon bts t_1ach B9- endigung des Prozess::s gegen den Erzbtschqf, worüber dw. Verhandlung am 10. November stattfinden dürfte, verschoben werden.

Der Erzbischof von Aix hat, wie die „Magdb. Ztg.“ erfährt,. bereits vor estern die Vorladung erhaltep, am 3; November; vor dem ariser Appellgericht zu ersch_emen. Wte es_?e1ßt, wird der Erzbischof der Vorladung ketne Folge let ten.

an den Justiz - Minister Fallié-res gerichtetes _Schretben biÜigten, owie gegen den Kardinal Langenteux _von Reims, den Kardinal Foulon von Lyon und den Bischof Freppel wird Anklage wegen Veletdtgung der Negißrung, erhoben. Eine gemeinsame Kundgebung der französtschen Bischöfe wird erwartet. _ _ _

Wie der „Mgdb. Ztg.“ aus Rom telegraphxrt wrrd, hätte der Papst ein Schreiben an den Erszonf vqn __Atx ge- richtet, worin er daß Vorgeh_en_ der franzost chen Bcschofe gegen die französische Neg1erung blUlge.

. Italien.

Der Kronkrinz von Italien stattete, wie ,W. _T.B.“ meldet, gestern Nachmittag der Königin von Rumänien in Pallanza einen Besuch ab und kehrte Abends wieder nach MoJa zurück. _ _ _

Zn urin wxrd am 24. d., em Reitexstanhbtld___des Gmerals Lamarmora enthüllt; man erwarter"zu ver Feier den König Humbert. _

Ueber den bereits lelegraphisY qemeldetenTod Debeb Z erkählt der in Massonah ets einende Corriere Eritrea fo gende näheren Einzelheiten, welche dem Blatt aus ASmara zugegangen sind:

Debeb hatte sich vor etwa zwei Monaten an Ras Mangascba

kraft und ist im Stande, 20 Knoten in der Stunde zurück-

Rufe seiner Führer immer an dem Wege folgen, den Pflicht und Ehre weisen. - Und nun sei es nur gestattet, unserer Freude,

zulegen.

und Ras Alula gewandt mit der Bine, ihm in einem Unternehmen

Auch gegen die fünf Bischöfe seines Sprengels, welche sein_

““Landta s-Ab eordneten des Pinneberger Wahlkreises gewählt und war

Zg'egén Okule Kasak beizustehen, Di

: der Herrschaft des Häuptlings Bat AgoS, mit vor (bern De

eer an und marscbirte gegen Okule Kusai. as Alula's, von seinem Vorhaben abzusteben und sein H

Stellung wurde von den Kriegern Alula's unter v w ' t wehr Debeb's und seiner Leute im Sturm genometxkené'feIe: XLYL

war sebr blutig. Die Krieger Alula's aben k ' selbst, der, von seinen öäüptlingen umggeben, JFF; YJTYZ, YZF? Alula kehrte darauf nach Adna

mit diesen niedergemacbt. Ras

zurück. Er führte Debeb's Li - kirche Aduas b egraben. ck che mit sich und ließ sie m der Haupt

Spanien.

Die Großfürstin Wladimir von Ru [ d ' der „Kixln. Ztg.“_ berichtet wird, am 21. d.ßMénvotTstS1xlt§ Sebasttan mtt threr Tochter nach Cannes ab ereist', um

cht?exklen__b_ur_g- _ ma eme ei e dur_ch Spamen und holt seine Gema [in in Cannes ' Prmzen smd über Bordeaux, PariZ, Berlin nach ÉFWZT

dort ihren Bruder, den

Gro Schwerin zu besuchen„ ßherzog von V

Der Großfürst

abgereist und begeben sich von dort nach St. Petersburg. Niederlande.

Dte Zweite Kammer hat ihre Sißungen noch nicht _ _ _ ]"th in den Abthei- Dte Kommxsstonsberichte über das sind bereits auch in

begonnen, desto“ ei ri er wird “edo kulngepl gearb_e_itet_._f g 1 ck oqntae_ un as gewöhnliche Bud et o_eröffentltcht. * Vßzüglich der Kolonien,g welche dtesem Jahre nxzederunz ein Desxzit von 16 000000 Fl. aufweisen, be_s_chrankt dre Kommi ston sich laut Meldung der „Wes.-Ztg. auf_allgemeine Bemerkungen über einzelne Forderungen _der Regterung. Eine eingehende Kritik der Pläne de_s neuen ltberalen Kolonial-Ministers Van Dedem mird mch? _gegebßn. Der Bericht über das Staatsbudget ist natlzrltch _emqehender. In erster Linie werden in diesem Benchte dxe Reformen _besprockxen, welche das Ministerium in ?_er T_hronrede m Ausstcht gestellt hat. Die Reorganisation es Wahlrechts und der Steuern werden als sehr dringend Y_xpfohlep, u_nd ebenso war die Mehrheit der Meinung, daß eine __eorgamsatxoq der Lgndesvertheidiaung auf der Grundlage der a gemexnen Dtenstyfttcht zu _den Pffichten ehöre, welche der neuer) l1beralen Ncgterung obltegen. Was die; rage derHandels- ve_1trqge anbelangt, so wurde hervorgehoben, daß es nicht erwünscht set, dte Untethandlungen mit der französischen Regierung an- zufangén, _so lange dte Unterbandlungen über den Handels- prrtrgg zxmschen De_utschland, Oeüerreich und Italien, welchem __elg:en_s1.ch voraussrchtltch anschlisßen würde, nicht zu Ende ge- Juhrt se_1e11. Allgemem wgretz die Mitglieder dieser Kommission er Meinung, daß dre hollquxsche Regierung, bevor sie in dieser Fr_aae Unterhandlungen Zryffne, jedenfaÜs das Urtheil abwarten Küsse, welches d_er franzostsche; Senat über den bereits von der gmmer gutgehetßeyen ZoÜtartf aussprechen werde. Einige Mit- glzeder der Komm1sstonfchlugenvor, auch in Holland eine Probe mrt_ der Erbxbung von_ Emfuhrzöuen zur Beförderung der In.?ressey für Lapdwnthschaft und. Jndußrie zu machen. Allem d1e Mehrhett lehnte diesen Antrag ab. Allgemein FZFMWYLYYÜFFUÖWRWsgespwléen, daß man endlich von te 6 or " ' bekommen würde. men ezugltch des Steuerwesens

Luxemburg.

Luxemburg, 21. Oktober. Die „Lu b. t .“ t eilt s

?_?n „M. N._ N.“ die aus Lenggries von? U;)? ?). I)? datliYe

k achkmcht mtt: Dxr Gxoßbßrzyg beabfichtige in Folge Er-

ÉIFHZYrgzogY quÉessm __Fmdrstck; vonAAnhalt, Mutter der _ _ u em urg, emen u ent lt

Hohenburg bts Über eihnachten aUSzuvehfneUé)a auf Schloß

Amerika.

Vereinigte Staaten General Ho _ _ . ward der Com- mandeur des _östltck)en_Depart_ements, zu welchem ((tie Staaten §n_der atlanttschen Küste gehören, widmet in seinem Jahres- Kextctht dxm Pxoblem der Vertheidigung der atlantischen A s (_? _Zmlxeiéxßgehende Besprechung, in welcher es, nach der s l , , & „Seitdem wir begonnen haben unsere neue lotte ' * _ , ms Lebe meä bat Großbritanxjien, um seinen Einfluß ianen amerikanisnchZ: _exv ssern nicht einzubußen, seine Flotte auf der amerikanischen Seite x_n prechend yerftärkt, indem es seine Schiffe von ihren Sta- _1o1t1en _ abbergef und durch größere ersevte. En land hat Wd v er )Hafen an der atlantijchen Küste, Hali?ax Ber- Uu_ a._ ngston und St_. Lucca, welche für Lie im ta_ntrc und besonders tn den Westindischen (Gewässern oYertrenden Flotten bequame Koblenstationen und im Kriegsfalle eine L_„WZF ZZ-rrraFLFbans _gedgex dtäticücinigten Staaten abgeben . n e_o n aeinfelbt u " , Haben auch Pflkcbten gegen dre Menschheit zu erfülslenz ULYudßaernaufsz ebten,_ daß die Regierung in gewissen westindischen Inseln eine civili- sjt_e rst. Thun wir dies nicht, so bleibt uns nichts übrig, als die Prin- 312) en der Monroedoktrin aufzugeben und unsere Pflichten den Europäern ZLYutreten. Kein Amerikaner wünscht, daß dieser Fall eintreten möge _ 1? haben ferner die Kapitalsanlagen unserer Bürger in Ländern mit. ;_ner unsicheren Regierung vor Verlust zu schüßen und soUten zu e_xem Zwecke in den benachbarten Gewäffern ebenso stark wie jede "J" et? Macht und so_gxzr ebenso_ schlagfertig wie Großbritannien sein. __m_„e ne solche militanscbe Starke zu erreichen, gebrauchen wir nicht ?_üen Schiffe_ und Koblenstationen, sondern auch längs der ganzen ste in bestimmten Zwischenräumen befestigte Häfen.“

Kunst und Wissenschaft.

Der Gebeimx Regierungs-Ratb Profe or 1)

, r. or a me ,

_der NFA der Kieler Hochschule, begeht ffheute seiTen 9ch0b &burtT- bag. er körperlich noch rustige Jubilar gedenkt in dem soeben egonnenen Winter-Semester wieder persönlich die Leilung des vbilo» soxbiscben Seminars zu übernehmen. “Er wurde, dem „Hann. Cour.“ m_ olge, am 19. A ril 1836 zum Professor der Alterthums- wissenschaft qn 13er niverfität Kiel ernannt und veröffentlichte set dieser Zett eme große Anzahl 'von Schriften mr gr-chischen und römischen Mytholog :, Archäologie, Topographie, Philosophie und Geschichte. Als Linguist ist Forchhammer ein entschiedener Gegner Kon Jfax Müller zu Oxford und dessen Lehre von der Entstehung 1e8r41 prachen auf mechanischem Wege. Auf seine Veranlassung wurde zu Kiel eine unter seiner Leitun erheblich angewachsene Samm-

lung antiker Kunstwerke gegründet. Zorcbbammer wurde 1867 zum

von 1 70- 873 Vertreter eines heimatblichen Wahlkreises Husum-

beb in tödtlicber eindscbaft lebte, der aber bei den Italienern t

steht. angascba und Alula lehnten das Anfinrke'; “ZELLER Dieser beschloß jest, auf eigene Faust vorzugeben. Er warb ein kleines Die Aufforderung lassen, mißacbtete er. Da erklärte ihn Nas Alula als Aufkieirbrzelrl: ;?th zog gegen ibn zu Felde. Debeb erwartete den Ras in einer guten Stellung östlich von Adna, auf den Höhen von Abba Garima. Diese

planmäßige Aufforstunß und Bewä erung in Zenn! Gebieten in die a

es Gebiet ftebt ge enwärtig unter Eine ebe

- uso großartige wie inter ante en - Za _ck; Stadt Kass e-l von hem Apotheker 1)r. GYM GSlYßergzuikabdeeix gxworden. Derselbe ist am 13. September d. I. im besten Mannes- alter verstorben und hat laut Testament seine sebr wertbvollen Sammlungem ane Auönabme seiner Vaterstadt Kassel vermacht. Dem „Hann. Cour. zufolY geb?ren daziu: Éin; Sammlung altbesfiscber

mm ung; e ne te n ammlun ei

der dem Germanischen Museum in Nürnberg leibwLiseüberlYffeLLFÉ-YLZF stände, ein große Münzsammlung, die hervorragende Sellenberten Diese Sammlungen sonen als untrennbares Ganze unter

Funde, Glas- undPorzeüan

enthält. " dem Namen 'Gläßnkk“Stkßuna' zusamme bl ib f lieben Besichtigung durch das PublikumnzugeänYicZMYeiFr öffent

Kapitals auch Neuanschaffungen, welcbe - Sammlung emsprecben, gemacht werden können. Die B

Gesinnung übernommen und diejSammlun , gen md bis an W in dex Muchard_-S!iftung äStadtbibliotbek) untsrgebracht tvfordeIéle? der jungsten Vurgerscbafts Yung hob der Berichterstatter, Reichstags- JxrgestneZZerr.bweä.dEnd_e_t_x1c_|_n_n, 2:51 [Zeredter Weise hervor, wie __ _ : enen er (1 et me an der * fur dtcseBbxchbet-ziW T_Tbenkubngf gebühre. Bürgerschaft Kaffels _ -_- e _ em e ewer üx_den Ratbbausbau in Gel e - ktr_chen erhalten, wie_der „N. A. Ztg.“ mitgetheilt wird, dtn esrstjxn Prets Erdmann u. Spcndler-Berlin, den zweiten Winter-Hannover (?TaHfreTten Hartung-Charlottenburg. Etwa 60 Entwürfe waren ein; _ Ein kostbares, alterthümlicbes Sebni we der „TH. Ztg.“ zufolge der Magistrat der Stadt 5?!)on dF? Hochmeisterschloß in Marienburg überwiesen. Es ist dies_ die dreietagige Wendeltreppe mit durchgehenden reichverzierten Spmdeln, Welche fich in der _alten Synagoge befand und bei dem Neußau der leyteren dem Magistrat von der jüdischen Gemeinde ge- YYYWÉYF MILF"?! _?aLUTachdxmÉr Mittheilung der Bauverwaltung l n te " * stellung qunZen-it _ (; reppe in dem Wachterthurm Auf- -; er ap uar-Profeffor und Archivar des ' ' - h_erg tn Tirol Basilius _Schwi er hat, wie der ,UFnthFnYTuF- rtchte_t wird, in der_n doritgen rchiv eine für die dkutsche Rechtz- geschtckzte höchst x_ntereffantx alte Handschrift entdeckt Es ist dies em Paptercodex m Folio, welcher den Schw'aben- sxiegel und das oberbayerische Landrecht enthält. Der („,x-dex stat_nmt aus dem Jahre 1461 und umfaßt zunächst das im Mixtelalter we_it verbrsiteje Land- und Lebenrecht des sogenannten Schwabxnsptegels in jener alten Fassung, aus welcher das tmt Unrecht Tem Vorfprecber Ruprecht yon Freising beigelegte Landrecht jene_s Re_chtsbuches hervorgegangen ist. Da dissen Bestim- Tgngen auch m_ Ttxol lange m letung standen, wie aus cinzelnen CaYen der Weistbuxner sich ergicbt, so erkxärt sich die Abschrift im Ykacienhergex Axcbw leicht._ Der Werth des Codex beruht (1 cr nicht m dteser_ Abschrift, sondern in dem unmittelbar sick) anreibenden Weiteren Theile; dieser enthält das ober- bgyerische Landrech_t des Kaisers Ludwig des Buyers aber xjcbt das bekannt_e„ m mehr als hundert Handschriften vorhandéne vom . _Januar 1346, son_dern dessen Vorläufer aus der Mitte der Dretßiger Jahre. Die Handschrift ist von Johann Rotary von Niederqdorf im Jahre 151.61 gefertiat, stimmt im Ganzen fast durch- L_us_m1t der_ dxs bayerischen Reichsarcijs in der RciHenfolge der d rttkel und rst m Bezug auf den Wortlaut derselben für die Kontrole er Fassung des alten, zum guten Theile mit dem oberbayerischen Stadtrecht des Kaisers Ludwig aus der Mitte der Dreißiger Jahre zusammeälelendet Landbrecbts höchst willkommen. - e er te me rerwähnte meteorolo is e ' Felche ryan a1__1f dem Monthlanc zu errichtegn béabfiZikJTLYiIk; er .Frks. Ztg. geschrieben: Dte neuesten Meldungen lassen és als wahrkcheiulicks erscheinen, daß der Plan aufgegeben werden muß denn von Tag zu Tag steÜen sicb neue Schwiexigkeiten ein, die niÉt vor- hergeseben werden konnten. Der Ingenieur Imfeld, der die Arbeiten unter der unmittelbaren Aufsicht des Professors Janssen leitet hat sich mit acht Arbeitern und zwei Aerzten im Observatorium, Ballot in _einer Höhe von v_icrtausend Metern installirt, um von dort aus uber die Dichtkgkett des Schnees auf dem (Gipfel die m_thigen Forschungen anzusteuen. ée Errichtung der Station ist yamlich erst dgnn möglich, wenn diese Dichtigkeit zwölf Meter nicht ubersteigt. Dre ersten Untersuchungen haben festgestellt, daß etwa zwanzig Metex unterhalb des Gipfels ein Felßgrat sich befindet der nur von emem Meter Schnee bedeckt ist. Es wurden nun zwölf, Meter unterhalb der höchsten Spitze vrai verschiedene (Gänge ge- graben, m_n sich zu vergeivxffcrn, ob man auf dieser Höhe den felsigen Ketn_erretchen könne, aber_die erhaltenen Ergebnisse sind wenig er- mutbtgend. Einer der Gange ist bereijs auf 28 m Tiefe getrieben worden, ohne daß es gelang, auf den Fels zu stoßen. Die Arbeiten schreiten nur sehr _la_ngsc_:m vor. wkqen der dücmen Luft und vieler anderen Schwtertgketten. Die Männer leiden schwer unter der Bergkrankbcit_ und könnm nur eine geringe Arbeitssumme liefern, da jeder emzelne bald gezwungen wird, ins Thal binabzu- stet en. O_bqleicb das Observatorium Vaaot mit Cokes durch zwei Oe en gehetzt wird, die Tag und Nacht brennen, bleibt das Therm"- metrr doch immer unter Nul], die Dinte ist beständig gcfroxen und da das Wasser schon mit 83 Grad siedet, so ist es fast unmöglich hinreichend gekochte Nahrung zu bekommen. Furchtbare Schneestürme, die sehr häufig sind, unterbrechen nicht bloß die Arbeiten, sondern“ verursachen den Leuten auch nock) andere Beschwulicbkeiten. Die Schwierigkeiten, mit denen pas Unternehmen zu kämpfen hat, sind so Foß geworden, nam_entli_ch m dcn leßten Tagen, und die bisherigen _rgebnisse find so germgfugig, daß Herr Imfeld,wie nakb Paris berichtet FFM sich entschlossen haben so!], auf die Weiterführung zu ver- - In Lecco am Comersee, am Ausfluffe der Adda w schon kuxz erwahnt, am 9. Oktober ein dem italienisékxnuÉfiZrriY5 steller und_Dichter Alessandro Manzoni (geboren 1785 ge- storben 1878 in Mailand) gewidmetes Bronzedenkmal “unter großen Festlichkeiten enthüllt. Wie die „N. Fr. Pr.“ meldet, stellt das Monument den Dichter in doppelter Lebenßgröße dar, sitzend und th das Seegelände_ binauéblickend, in welchem sein berühmter oman „1 X'romssau Ipoax“ (.Die Verlobten“) zum großen Theil spielt. Der 7 m 40 am hohe Sockel, aus rotbem (Granit, ist mit Hautreliefs aus Bronze geschmückt, von welchen Fei Darstellungen aus dxm genannten Roman zeigen: die gewaltsame ntführung der Lucia, dre Scene im Spital, wo Padre Cbristoforo dkm Lienzo den sterbenden Don Rodrigo zeigt, dann Renzo und Lucia 29 e en getrautcs Brautpaar. Das pjrrjeRelief enthält die Wappen der Stadt Lecco und Italtens mit der italienischen Widmungsinscbrift es Inhalts. „daß die Bürger von Lecco im Verein mit ganz Italien an_ diesem Orte, ivo der Verfasser der „kromessi Zpoai“ lebte und f e ne Anregung dazu empfixg, ibm dieses Denkmal 1891 errichteten.“

Laud- und Forstwirtschaft.

Die Landwirtbscbaft in Ru land

A Aanchb der gegenwärtigen Mißernte in ßRußland macht die . „R. . in einer Mitibeilung aus St. Petersburg darauf auf- merksam, _paß für weite Gebiete energische MaMegeln getroffen werden um ten,_ um künftigen Mi ernten nacb öglichkeit vor- zubeugen. ensetts der Wolga, im sten und Südosten des Reichs, wäre der Boden förml_ich ausgesygen worden; die Bauern dünsten ibn nicht weil sie_ den naturlichen Dunger bei dem furchtbaren Holzmangel als Öcizmaterml verbrauchten und vom künstlichen Dünger niehts wüßten oder ihn sich nicbt beschaffen könnten. Unter solchen Um- ständen erscheint es wahrscheinlickp, daß Landschaften und Staat eine

sonst die efabr nabe éegt, daß weite höchst d

Tondern im Deutscben Rei stage. Seit 1876 ist er als Vertreter Hand nehmen werden,-. l

der Kieler Universität Mitglied des preußischen Herrenhauses.

hat 131“. Gläßner der Stadt Kassel ein Kapital von 20000 Krux;

dem Zwecke testamentarisch vermacht, daß von den Zinsen dieses dem Charakter der

der Stadt Kassel hat mit Zustimmung des erwaltung SÜW"!!! mit Dank und Anerkennung für die be!; FMNYYFUJT

während .Gebet' etwas an

Sofia 22 Oktober Im nächsten Jahre s

, . . oll, na einer

Y_elanYdes. .W.T.B.*, in Pbilivpopel vom 18. SZtember __ ,b ovember unter dem Protektorat des Prinzen Ferdinand die

Z: e ulgariscbe landwirtbschaftliche und gewerbliche

14a sAstellung stattfinden. Eine gleiche Ausstellung soll vom

w'd ugust bi.“ zum _30. September 1893 in Ruftscbuk abgehalten er en. Auslander durfen auf beiden Ausstellungen nur solche Gegen-

YeTFeIFYÜJZeT“ bei der Landwirtbscbaft oder in der Industrie

Gesundheitswesen Thierkrankheiten und A ' Maßregeln. Wertung“

Laut Anordnung des K ?kul'ßckxansds'isck) atert ru en Miki s '

!(oCom_ 11. Okt_obe_r 1891 sind die japanisch ennsézrc'1fedr:xs a.?zgnnßre? _ hoOera verdachttg m_ betrgckxten und die Provenienzen aus denselben n dessa der vorschrrft§maßtgen Observation zu unterziehen.

Durch eine i d KkÉeéeNande.

. _x_1_em eee_ n 'che Staais " '

Verfügung der Komqsicb“ niederZändiscben MinciZLlJantxestLFeeYlle der Finanzen vom 10. Oktober 1891 ist dic Ein- und Durchfubr von Zumpey, gebraucbtxn Kletdungsstücken und ungewassbener Leib- und Bettwajche aus R10 de_Jngeiro mit Wirkung vom 15. d. M ab verboten wvrderz. chackftucke, welche von Reisenden mitgef'übrt werden, fallen mcht unter dieses Verbot.

Verkehrs-Anftalteu.

Laut Telegramm aus Venlo Bf. ist die exste

englische ot "b .

Wremen, 22.0kwbek (W T B) Norddeut . . . er Der ?_«bneüdampfcr „Havel' ist gestern Nachmittag Ltcxbf deXLFYZZt' Fach ew-York_von Southampton abgegangen. Der Schnell- vaer „(Elbe. _bat biUté Morgen Lizard Passirt. Der Dampfer .Dtraßbuxg_ tst vorgestern von Vigo abgegangen. Der Dampfer „_ armsta_dt ist denke in Port Said angekommen und hat die ; abrt nach Bremen fortgescßt. Der Damvfér . Baltimore“ ist heute in AntWerpen angekommen. Der Dampfer „Berlin' ist YsTuZee*1tveonVo2r[nr11ixthrpktn dabgÄxzaYch. Der Dampfer „Stettin' * _ :; tm er 4) v -* nach BkLZXZdisÖZbFJWJM- s on Ost Asten von Port Said ;- “. o_ cr, (W. T B.) Der Schneüdam fer Lala“ ' MELT. 13.911. m Nerv - York angekommen. Dex Sulz,:teädxmpftesct W e bak, von New-Yoxk komMnd, die H'eimreise nach der 142eser am_ 22. d. M. Vormntags von Southampton mit noch 22 PYsfagteren fortgeseßt. Der Postdampfer „Dresden“ ist am . d. „kk. Voxmittags m_Baltimore angskommen. Der Reichs- JFFZFYY'FMUJ- tft am 22; d. M. früh mit der ostasiatischen abgeangen. o ampfer „Darmstadt von Port Satd nach Brindisi _- ambura, 22 Oktober. (W. T. B am' -' - kanische Packetfabr_t - Aktiengesells)ch?ft. lUJZ “??YLF- danzvfer „August_a Victoria“ hat, von New-York kommend bene Morgen Smily pasfirt. Der Poszdampfer .Virginia“ ist“ von New-York kommeyd, beute Nachmittag auf der Elbe ein;

getroffen, 2 - 3. _ Oktober. _ (W. T. B. D ,Aßgusta chtoria: iii“, von New-YoZk komnFnd,Sbé1;1teea§ktZJeex m Southampton eingetroffen. Der Postdampfer ,Suevia“ ist Bm New-York kommend, gestern Abend auf der Elbe eingetroffen, e_r Postdampfer .Scandia“ ist, von Hamburg kommend gestern- Mttt§g ind Ne1132-2 Y Z xk_eingetroffen, on. on, to-er. (W. IV.) Der 11 ' - DMoor ist heute auf der Auskeise von Madkxitxan ZYLYYZeenr er Castl_e-D_ampfer ,Dunottar Castle“ ist am Mittwoch" JLHerc-YMZUW von (Fa vetown abgegangen. Der Castle- Madeira __„asfiztéxmmon Castle hat hkute auf der Heimreise

Theater und Musik.

Thomas-Theater.

Vor einem ebenso zahlreichen wie beifallsfreudi en u lLosen Publtkum wurde_gestern die von früherer Heir bnekéaannnftpzuénsd eliebte_Poffc ,Lteße s Memoiren“ von Emil Pohl in neuer Bearbeitung und von Hern Bender mit zeitgemäßen Couplets ver- sehen unter dem veranderten Namen „Un ruhige Zeiten“ gegeben und unter lebhafter Heiterkeit sebr fraundlich auf- genommen. Die Hauptrokl: des Stückes Karl Liese, ein Portier __ de_r auß _ seinem Dienst entlassen wird und in den Dien_:t etnes emfaltigct] Landwirths tritt, um diesem zur Er- füÜung etner Testamentsbedmgung bei kUksz Aufenthalt in Berlin zu einer Frau zu verhelfen, wurde von Herrn Emil Thomas mit de_m an ihm bek_ant_112_n und oft gxrübmjen unverndüstlickoen Humor gegeben wahrend _der :mfache Landwrrtb Wilhelm Lauschke treffend von Hern; Willy Peters charaktxrifirt wurde. Unter den Damen zeichneten fich durch gute Leistungen bew_nders aus Fräulein Gisela Schneider die als gewa_ndte Coupletsangecin großen Erfolg batte, sowie Fräulein, Ida Schluter_ un_d Fräulein Frida Wagen. Auch die Dar- stellung des_ Parttkulters Rentmeier durch Herrn (Guthe ry verdient KFZ;) ZXWntauzxg _x_ve_r_detn.S3s_)Zs flotthgespkelte, mit neuen Dekora- _ eaee u ewärtden - losen Possen emen unterhaltenden gAbend. Freunden solcher harm

Zu einem sebr i t ?intg-Ikademsie. Ab 11 ere an en omponiten- end at

ein zahlreicher Zubörerkxeis eingefunden. Herr Eduabr dteBüe? LMM der _Könßglichen Hochschule außgebildet, brachte ein Quintett für Klävier zwe: Geigen, Brgtscbe und Cello. eine große Symphonie (])-moll) unt; m_ebrepe Lieder fur Sopran und für Bariton zu (Gehör. Das Quintett zercbnet fich durcb Klarheit und Stilgewandtbeit aus, origineUe thema- tische Erfindung _tritt_1edoch am meisien in den beiden Hauptsäßen hervor, die gleichfalls eme lobenswertbe Beberrsckpung der Form erkennen lassen. Ein sehr bedeutendes Werk ist die Symphonie für Orchester (in V-moU). Der erste Saß, der ein festliches Gepräqe hat, ist durch ein breit angelegtes Andante passend eingeleitet. Die Motive des Satzes sind edel und schw_ungvol1, auch die Durchführung zeigt überall die geschickte Hand des Kunstlers. Von reizender, echt humoristische: Wirkung ist das Scherzo, in_welcbem das kurze, rhythmisch lebendige Motiv, jhetls laut, theils flustexnd, bald von diesem, bald von jenem Ystrument übernommen, an eme scherzhafte Unterhaltung erinnert.

enn dann vlößlicb die ernsthafte Pauke sich daran betbeili t schlagen die Flöten ein helles _Gcläebter auf, sodaß der Zuhörer selYsé mttlachcn mgß. Zugleich ist dte mufikalifcbe Arbeit sehr lobenswertb. Der dritte Das, ein Andante, zeichnet fich besonders durch die darin enxbaltene Fu_ge aus," die_einen imponircnden Eindruck macht. Einige Kurzungen wurden fur dtesen Saß vielleicht ratbsam erscheinen. Das feuxig belebte Finale der Symphonie bildet einen passenden und wirk- samen Abschluß des Werkes. Für die Liedkomposition zeigt Herr B. Fleickofalls eine glückliche Begabung. Unter den von Fräulein Nitt- (bal k tro einer kleinen Indispofition vortrefflich vorgetragenen Liedern m chten wir „Weißt Du noch“, „An die Nachtigall“, ,Nacbtgruß' und .Der Soldat“ achl-esonders gekllungen begr)vorheben, _ umann an in t. as ie .Der Soldat“ wurde nach mehrmaligem Hervorrux; der Sänngit?

wiederholt. Die von Herrn Hensel inni dv " - gesehenen, Baritonlieder „Auf der WackßtEn „ÉßstanxeTißFelZ-YÉIF „An meine Laute“ und .Meerfabrt' erfreuten fick) gleichfalls de;

ünstigsten Aufnahme. Herr Behm, dessen Werke * reise gekrönt worden sind, wird einem Rufe nach StthLiTrtYoallgsendTL

ucbtbare Gebiete stb in eine Steppe verwandeln.

aselbst als Mufik-Direktor tbätig sein. Die Herren Bleuer,

Traufe, Dösburg und Bouman, welche den Concertgeber in