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Bekanntmachung.
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*“ d , dm ,lane emäß, heute vor Notar und_Zeugen bez wirktxc93.uSe;ieréziebugng des vormals Kurbesstfcben, bei dem Bankbause M. A, von Rojbscbild u. Söhne zu Frankfmt a /M auf-
enommenen Staatslotterie-Anlebns vom Jahre 1843 find
_olgende 152 Skrien-Nummern gezoaen worden:
13 "6 182 208 238 247 293 319 3,30 352 371 405 428 430 440 4691538 676 748 756 759 767 802 903 915 916 948 991 1025
1129 1153 1173 1201 1215 1225 1240 1243 1259 1275 1440 1541 1584 1703 1770 1826 1936 1973 2030 2233 2323 2345 2371 2466 2494 2549 2610 2621 2682 2695 MMMMMWMMMM “ 3 3692 3700 3 0 3 ..
3579 690 4335 4350 4360 4362 333 313 4835 4852 4859 4972 5024 5038 5 1 5 5 5 2 5376 5380 5381 5445 5463 5493 5537 5679 5748 5901 6199 6224 6238 6258 6366 6388 6433 6450 6455 6545
4103 4149 4173 4238 4276 432 4383 4403 4415 4468 4469 447
6669 6673 6689.
1297 2236 2718 3469 3991 4374 4795 5341 6134 6556
Dies wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis; gtbrakbt.
Ka!“ el, den 1. Dezember 1891 s Der Regierunas-Präfident. Roth
1428 2262 2796 3477 4045 4376 4804 5356 6192 6610
Yichtamtlich es..
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 9. Dezember.
Seine Majestät der Kaiser und König arbe1telen in den gestrigen Abkndstunden allein. _Heute Mprgerz nahmen Seine Majestät die Voxträge des Gehexmen C1ml_kabmets und des Kultus-Ministers mit dkm Gehetmen Reg1erung§-Nath Professor Ende entgegen _und erthet1tsn um 12 Uhr _dc-m türkischen Botschafter Tewftk Pascha dte nachgesuchte Audtenz.
In einem unter Nr. 271 565 Weißbuchs ü_b€r_die Vor- gänge in Chile abgedruckten Erlaß an_ den Katse_r11chen Ge- sandten in Chile war diesem der Auftrag e_rthetlt m_ordexz, über die in einer Correspondenz der „Kolmfchen Zettung
0-
vom 1. September d. .;.
unter dem
23. Juli d. J. gemsldcte Verhaftung eines angesehenen
deutschen Chemikers zu berichten. auch in dem unter Nr.
Der Vorfal] findet steh Weißbuchs über
Chile wiedergegebenen Bericht des Cyntrc-Ydmtraksz Valors vom 22. Juli 5. I. erwähnt, wo angefuhrttynd, daß_1n Folge Verwendung des Kaiserlichen Gesandten m Santtago am 15. Juli d. I. die Freilassung emes kurz zxwor verhaftetsn Deutschen, dk?) Chemikers Or. Witte erfolgt se1,_daß absr der Gesandte nicht habe feststelxen können, od 1312 Verhaftung
gänzlich unbegründkt germsen sei.
Nach dem inzwischen eingegangßnen Berichx des thser- lichen Gesandten in Santiago xst dxese Dgrsteüung__ d_al)m zu vervoklsiändiaen, daß der genannte Retch§ange_hortge am 11. Juli d. I. verhaftet worden war, wexl aux der Post
Brie e erö net worden waren, in denen sich revolutionäre, be- sondefrs gesxfen den Präsidenten Ba1maceha und dessen Mutter gerthe Flugblätter vorfanyen, dte, mxt der_Unterfchrtfx _des
itte versehen, in Prospekte desselben uber p?ptomsrrte
])r. Milch eingeschlagen waren.
Nachkem Freiherr von Gutschmid am 13, Juli früh vyn diesem VorfaÜ in Kenntniß geseßx _worden war, b_e_ga_b er steh unverzüglich zum damaligen Munster der agswaxngey L_ln- gelegenheiten m Santiago uno_ erh1_elt von dtesem auf seme warme Verwendung für ])1'. thte_dte umgehend verhört und, Falls seine werden
1112116, in Freiheit gessßt
in das Gefängnis; und
Am
durch
Vernehmung dks Verhafteten von seinc-r Unschuld.
Bei dem
[sicherung, daß dieser "schuld sich heraus- darauf- folgenden Tage verfügte sich ein Beamter der Gesandtschgst überzeugts eme _ Der Kaiserliche Gesandte setzte den chilenischsn thster hxervon noch am 14. Juli in Kenntniß, und chr Munster versprach daraufhin, den 131“. Witte bis_ zyr amtltchsn Féststeüung des Sachverhalxs vorläufig in Frethett feßen zu_ lgsjexr. _ _ _ Besuch, dén der deutjche Geschwader=Ctze_f mxt Jemen Oxftzrexegx am 15. Juli in Begleitung des Fretherrn von (Hutschmld
dem Pxäsidsnten Balmaceda und den Ministsrn machte, brachte
der deut1che Vertreter das ihm am vorhergehenden Tags gc- gebene Versprechen in Erinnerung _und er _ daß die nöthigen Anordnungen berezts getro en__ sexen. In der That wurde Dr. Witte am Nachmtttag des ngmltchen Tag§s dem Gesandten zu eführt, der ihn dann noch Mr und zxvan51g
Wohnung behielt, bis seine Uns chu1d_ vöUrg klar- gestellt war. Die Untersuchung ergab, daß ])r. Wute, welcher sich in keiner Weise mit Politik abgegeben und _von der Vsr- sendung der Flugblätter durchaus keme Kenntmß hatte, das Opfer eines gewissenlosen Konkurrenten gewordcn_ war, der ihm eine Anzahl seiner Prospekte entwendet und dtese dann in der angegebenen Weise benußt hattk.
Stunden in seiner
Das „Marinc-Verordnungsblatt“ verb Allerhöchste KabinetSordre über Torpedo: _
Ich bestimme an? Ihren Vortrag, daß für die Impsktion deß Toipedowesens rie SteUung eines, im Range der Mati_ne-Baumcistec stehenden, böberen technischen Baubeamten zu schaffen 11,1, welcher den Amtsthel Totpedo-Baumcister zu führen bat. SteUe haben Sie das Weitere zu Veranlaffen. 2. November 1891. Wilhelm. In Vertretung des Reickskanzlers.
Hollmann.
Nach einer Allerhöchsten KabinetSordre vom 23. November werden die Mannschaften der Torpedo-Abthetlungen, an Stelle der bisherigen Bewaffnung, mit Revolvérn 0/83 und Enterme ern ausxzerüstet. werden in Lei riemen mit Säbeltasche und Futteral getragen. *Die Einführung der Bewaffnung hat nach Maßgabe der ver- fügbaren Mittel zu erfolgen.
Das „Marine-Verordnungsblall“ veröffentlicht neue, durch AÜerhöchste Kabinetsordre vom Vekleidungsbestimmungen
Marineverwaltung.
Der Bevoklmächtigte zum Bundesrats), Kaiser1iche_ Untet- Staatssekretär von Schmut M aus Straßburg hter an-
gekommen.
"1811 zur Antwort,
ffentlicht folgende B a u m ei | e x:
Wexxen Beseßung dieser Neues Palais, ken
Entermesser und Revolver
30. Novkmber gsnehmigte Beamten der
S. M. S. „Moltke“, Kommandant Kapitä_n zur_ See Freiherr von Erhardt, ist am 6. Dezember m Trmidad eingetroffen und beabfichtigt, am 13. Dezember nach Barbadoes wieder in See zu gehen. -
Hannover, 8. Dezember. Der Prooinzial-Land- tag lehnte in seiner heutigen Sißyng den Antrag des Provinzialausschuffes, dem Entwurf etner GesekeSnoyelle zur Abänderung der hannoverschen Wegegeseßgxbung seme Zu- stimmung zu ertheilen und bei der Staalswmxrun den Erlaß des Geseßes zu beantragen, nach _längerer Dtskus torx ah und beschloß, den Entwurf einerKomm1sfion von nkun M1tg11edern zu überweisen.
Bayern.
München, 8. Dexember. Unter dem _Vorfiß Hemer Königlichen Hoheit des Prinz-R egenten wxrd am nachsterx Donnerstag eine Sitzung des StaatSraths sxattfinpen, bxr der der „Allg. Ztg.“ zufolge die_ Geseßeniwuxfe ix_ber dze provisorische Steuererhebung, dann dte Gescßentwyrfe _über dte projektirten Lokalbahnen, und zwar gesondert fur dre rechts- rheinifchen Provinzen und die Pfalz, zur Beratyung geLangen
werden. Sachsen.
Dresden, 8. Dezember. Von Seiten der konservaxiven Traktion isi, wie das „Dr. J.“ meldet, der Zwexten
ammer nachstehender Antrag zugegangext: „ _
Die Kammer wolle beschlikßen, die Kéxnigltckoe StaatSregterung zu ersuchen, beim Bundeskatb dahin zu wtrken, daß den bei der Vör'se bestehenden, neuerdings wieder in bésonders starkem Maße bervorgstretenen Mißständen im W392 der Eeseßgebung entgegen-
getrctcn werde. Hessen.
Darmstadt, 8. Dezembex. Die_Zn_)eite Kammex genehmigte in ihrer heutigen Snzung, wre dte „Darmft. Ztg.
bérichtet, die von der Ober-Rechnungskammer aufgestellten Nachweisungen über die Staats - Emnahxnen und =Au_s- gaben in der Finanzperiode 1879 brs _1882. Dre Nachforderungen der Regierung für _versch1edene Bauten der Gießener Univerfität _ und größere_ Hersteüungqn im Regierungsgebäude zu Mamz wurdxtx bew111igt, ebenso dre RegierungSvorlage über eine anderwe1ttge Orgamstxung der Centralsielle für die Gewerbe. Ferner wurde hte Vorlage auf nachträgliche Aufnahme der Beamt_en und Vedrxnsteten der Oberhessischen Bahnen in den Staatsdtenft genehmtgt.
Mechieuburg=SchWeriu.
Schwerin, 8. Dezember. Sei_ne Maje[16t_der Kais er haben Sich zu einem Besuch bet Ihrer Komgltchen Hoheit der Großherzogin:Mutter angenzeldet. Seme Majestät beabsichtigt, von Nemplm, wo Allxrho stdcrselbe der Vermählung Ihrer Hohe.t Yer Hexzogtn elene von Mecklenburg-Streliß m1t jSemer Durchlaucht dem Herzog Albert zu Sachsen=Altenburg_ beiwohnxn wird, am 13. d. ungefähr 6 Uhr Y_bends m Schwer_1n einzutreffen und am 14. Vormußags yon" h_ter wieder abzurcisen. Die Anwesenheu Semer Mazestcxt xmrd einen rein privaten Charaktex trag_en, und es 16 demgemaß nher Empfang vexbeten. Doch _1st_ mcht auSgeschloffen, daß Sexne Majestät mit Ihrer Kömgluhen Hobett der Großherzogm: Mutter der VorsteÜung_ des H_of-T_heater_*_5, das die hoch- betagte Fürstin seit eimger Zett wxeder oster zu besuchen pftegt. béiwohnen wird. _ _
Dem Landtag rst eme Vorlage zugegangen, d_urch welche die Bewilligung von 1500000 „74 a_us aÜLememen Landeömitteln für die Zwecke der Großherzogltchen Enenbghn- verwaltung, insbesondere zur Beschaffung nquer Betr1e_b§m11tel, sowie zur Bestreitung der Kosten nothwendxger Cz'rxvexterungs- bauten beantragt wird. Die beantragte Bewxllrgung von 1235 000 «16 zum Bau einer _Jrrenhetlanftalt tst abgelehnt worden, doch lzabsn die Stände? fich zur Zahlung von 60000034 aus allgemeinen LandeSmrneln zur _ Beschaffung vo_n Räumen für die Unterbringung _Getstesxranker bereit «klärt. Ueber ein den Ständen schon tm Vorxahr v_9rgeleg1es Ent- und BemäfferungSgeseß,_ das anangsverbande enz- sührt, hat inzwischen eine siänd1sche_Commttte _berathen. Dte Vorschläge dieser Committe sxnd 1m Wesentlxchen von dem diesjährigen Landtag genehmtgt worden. Dre Grundlagen der landesherrlichen Vorlage werden duxch d1€__ von der Com- mitte vorgenommenen Abänderungen__ m_cht beruhrt. __So st_eht zu hoffen, daß auf Grund _der ßandzschen B_eschlusse _eme Einigung möglich ist, und dtese _fur dte landw1rthschaftl1chen und sonstigen Jntsreffen fo wrchnge Gesetzgebung zu Stande kommt.
Qefterreich-Ungarn.
Wien, 8. Dezember. Ihre Majestät die Katscrtn und Königin ist, wie die „Wien. Ztg.“ meldet, am Sonntag fxüh von Miramar hier eingetroffen. __ _
Die erste Lesung der HandelSvertr_age tm Abge- ordnetenhause ist verschoben wor_den, bxs der Ve_rtrag mit der Schweiz, der der _„Pres1e““__ zufolge unmttte__lbar bevorsteht, und der Motivcnbencht zu sammtl1chen_ Vertragen unterbreitet sein werden. Dj_e Vorlagen werdexr e1n€m Zoll- ausschusse von 36 Mttgljedertx zugewiesen werd_en, deffén Wahl in [er Frettagßnßung erfolgen mtrd. Zum Obmann desselben wird der Abgeordnete Dr. von Bilinski gewählt werden, _gls Referent für den Vertrag mit dem Deutschen Rjich Ut Abg. ])1'.L01[W1ch, für jensp mit Italien Abg. “Freiéxerr von (_hweael in Ausstcht genommen. Der us chuß wird se_me Be- rathungen nächsten Montag aufnehmen und bis zum 19. d., an welchem Tage das Abgeordnetenhaus seine Weih- nachwferien antritt, täglich Si ung halten. Eine Permanextz- Erkläruug dec- Ausschuffes ers ckck nicht nothwendig, da eme Vsrtagung des Reichßraths über Weihnachten nicht_ beab- sichtigt ist. Demgemäß wird der Zollausschuß unmtttelbar nach Neujahr fich wieder versammeln, währexzd _das Ab- geordnetenhaus erst am 8. Januar seine Thätrgkett wieder aufnehmen soll.
Großbritannien und Irland.
Die schon telc'graphisch gemeldete Verlobung des Prinzen Albert Victor, Herzogs von Clarence u31d Avondgle, ältestsn Sohnes des Prinzen von Wales, mu der Prm-
r e Anlaß ihrer Loyalität ge en _das Könégliche Hanz FuYruck zu, verleihen. Die „ ormng _ Post“ sagt, dxe Nachricht von der Verlobung werde bet der Nation dre all emeinße Befriedigung hervorrufen. Heute sehe England in (5er zukünftigen Herzogin von Clarence und Avorxdale den Glanz der zukünftigen Königin von Enql_and reftxkurt. An) diesem Grunde dürfe man sagen, daß s_'_ett der Zett, „1170 dt? Tochter des Seckönigs übers Meer kam , es kern wichngeres Ereignis; für das Königliche Haus und das Volk C'ng1and_s aegcben habe. Die Verbindung hes Herzogs de_ruhe wle dze seines Vaters zum Glück auf rem_ex _ Netgung. Dxe P.inz sfin Mary von Teck habe btshex“ e_m e1_nfaches und häusliches Leben geführt; dennoch sex dte Prmzejfin. recht bekannt und wie ihre_ Muttxr po ular. Von Kind- heit an sei fie die stete Beglejterm 1hrer uxter gxwxsen und überau habe sie durch ihre Schönherr und 1hr gewmnendes Wesen die erzen erobect. S1? hab_e kem Land _ außer Eng- land kennen ge!ernt und von ch-heu an unter_ thren Lanhs- leuten gelebt. Die Verbindung habe deshalb emen _wesentltch' englischer: Charakter und werde em neuxs Band zxmschey dex Souveränin und den Unterthanxn kn_upfen. Dre „Ttmes schxeibt in ihrem Beglückvünschupgßarnkel: Die Verhmyungz werde unter den günstégsten Ausp1c_xen.ge_schlo[_sen. Braungamé und Braut kennen fich gut, fie sexen mcht_ _urch eme Laune zusammengeführt morden, .sondern_1hre Veretmguxtg habe nach reiflicher Ueberlegung die Genehmtgung der Kömgm ethalten. Der .Der og habe all ememe Anxrkennunq ge unden wegen seiner beizcheidenen, em tgen x_md dtskreten Erfü ung a_l[9_r tym. zufallenden öffentlichm Pfitchten, und _dte Poyulqrttat der Prinz M19; sei kdet: natürltche Abglanz emes prachngen gut- eri en ara ters.
h zz;g)rinzh21lverrt Victor ist in Frygmore am 8, Januar 1864 geboxen und erhielt am 24. Mai den Titel eines Earls_ von Athlone und Herzogs von Clarence und Avondale._ Der Prinz _tst Major im 10. Husaren-Regiment, Chren-Licutenant m der Königlichen Marine-_ Reserve und Cbren-Oberft mehrerer Regimenter. Auch ist er Vencber des Middle Temple, Doktor_ der _Rechte der Universität Cambridge und des Triniw College_m Duhl-n, Ritter des Hosenband- und St. Patrick-Ordens. Dte Punxesstn chtoria Marv ist die einzize Tochter der Prinzes11n_Maty Adela»; (von Cambridge) und des Herzogs von Teck. Sxe tft am 26. Mn 1867 im Kenfington-Palasf zu London geboren. _ _ _
Der Herzog von Devonshire ist, wxe dte engltschen Blätter melden, vor einigen_ Tagen schwer exkrankt._ Dress Nachricht ist insofern von po11ttsch3r Beyeutung, als sem Erbe, der Marquis von Hartmgton, tm FaUc»;_Ablebett_s de_S- Hérzogs in das Oberhaus berufen xverden wurde. Für dte liberalen Unionisien, welche aus ztemltch bßterogenen Elementxn zusammengeseßt sino, würd: der Verlust _1hres maßvollen bls- herigen Führers ein schwerer Schlag sem. Nach den leßten Nachrichten hat steh das Befinden_ des Exkrgnkten etwas ge- bessert, doch ist der Kräftezustand mcht befrtedtgend.
Frankreich.
Paris, 9. Dezember. Das Bekamztwerden her zwijchen Deutschland, Oesterreich-Yngarn, Jtalzen und Belgtezx abgeschlossenen Handelsvertrage hat, wre _„W. T. B. meldet, in den yiefigen politischen und kommerztellen Kretfen einen tiefgehenden Eindruck hervor erufen._ Mehrxre Blätter klagen die Protektionisten an, rankreub m eme schwierig? und gefährlichß Lage gebracht u haben. Der „Temps“ erklärt, Frankretch, der Absaßque en beraubt, gehe dir:“kt einem industriellen Sedan_ e_ntgegen. _
Der Ministerrath beschäfngte fich gestern mxt den be- vorstehenden Jnterpellationen über 1312 Halt_ux1g des- Klerus. Gutem Vernehmen nach würde der M1n_1ster d_er Justiz und der Kulte Falliéres_ erklären, daß dze Regtx rung die Bischöfe und den Klerus m den Gxenzen 1hre_r__Be- fugnisse halten werde, gleichzeitig gber würde der thster hinzufügen, daß die Trennung der Krrche vom_Staat memals« einen Theil des ministeriellen Programms gebrld2t_hgbe. Der Minister:Präsident de Freycinet und de:; _MtnYter__ des Aeußern Ribot würden, wie es heißt, den thster zxalltsres, wenn erforderlich, unterstüßen. _
In der gestrigen Sißung des Senats_ wurde wrederum eine große Zahl von Artikeln des ZoUtartfH an enommen. Eine Diskufston rief fast ausschließlich der Arttkexl, affintrtes Petroleum“ hervor, für das, ungeachtet der __Emfprache des, Handels Ministers der ZoUsaß auf 25 Fr. erhoht wurde.
In der Deputirtenkammer_beantragte gestern der Deputirte Lafargue die Amnesttrung aller m_egen politischer oder Strike=Ver_qe_he_n Verurth_etlten. Die von Lafargue gehaltene soztalxsnsxhx Rede__ _rtef leb- haften Widerspruch hervor. Der MtntfterzPrastdent de Freycinet bekämpfte den Antrag, de_r mtt 398 gegen 113 Stimmen abgelehnt wurde. Dre Kammer feste sodann die Berathung des Marmxbudgets fort. Von mehreren Seiten wurden zwa; getvtffe Reformen vzrlaygt, gleichzeitig wurde aber auch dte vpn Lockroy an der Mar1_ne- verwaktung geübte Kritik als unzutreffend und maßlos zurügk- gswiesen, Der Marine-Minister Baxbey p_rotesttrte gegen d1e gemachten Bemängelungen; die _Marme vegttzne,_ Dank den be- wiuigten Mitteln, den marmmen Strenktaften_ anderer. Staaten ebenbürtig zu werdsn. Yon den Settenß des Deputirten Briffon gemachten Vorschla en werde e_r Hre ihm nüßkich e;scheiuenden annehmen. Das rogratpm für dte N_eu- konstruktionea befmde fich m rege sort_schr_etten_der Verwzrk- lichung; in Bezug auf die Fahrgeschwmdtgkezt seten erhebl__1che Fortschritte gemacht worden. Am S_chluffe seme_r Rede erklarte der Minister, die französische Marzne nyerde tm Jahre 1892. ein fubmarines Torpedoboo: aufweisexi körznen, das allen be- kannten Konstruktionen überlegen set, mt? ste schoxr gegen- wärtig schnellfeuernde Geschütze befiße, die alle bishertgen Systeme Überträfen.
Italien.
d“m General Gandolfi und _ _ _ Örenzfrage und die freundnachbarltchen Bezxehungen em
welches noch gesiem am rechten Ufer des Mareb unterzeichnet werden sollte.
vember übersteigen, wie dem „W. T. B.“ aus Rom ge-
43/10 Millionen Lire. same“.
des Centralbahnankauss durch das
zesfin Victoria Mary von Teck giebtder London::
011, sein Amt niederßelegt. Der „Frkf. Ztg.“ zufolge erklärte er, nachdem das Vo
,. -- 5 Ma oval): zwischen: Der „Popolo Romano UHF Wange! ck a sei über die“
beide Theile befriedigendes Ab k o m m e n zu Stande gekommen„
Die Zolleinnahmen im abgelaufenen Monat No-
meldet wird, diejenigen desselben Monats im Vorjahre um-._
Der Prästdent der Eidgenosseyschast Welti hat, wie“ schon gestern nach Schluß gemeldetV m Folge der Verwerfung.
! die-
_ _ Vérftaatlithung abgelehnt habe, sei er „als Vorßeher des Eisenbahn-Departements gegenüber den Gesellschaften, mit denen er bereits Jahre lang gekämpft habe, ohnmächtilgc;h alle n_euen 1 ung em 2- bracht _würden, vermöckyten die Sachlage nicht zu ändern. ie Demisnon erregt in der Schweiz das größte Aufsehen. Der Bundedrath und verschiedene Parteifühxer thaten sofort Schritte, um Welti zur Rücknahme seiner Demtsfion zu bewegen; man laubt indeß, er werde auf seinem Entschluss ver arren. elti, 1825 geboren, ist seit dem 8. Dezember 1866 Mitglted des Bundesraths , feierte also als solcher gerade gestern sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum Sein DemisfionSantrag, wie
Motionsn und Anträge, die für die Verstaat
er jm?)
H;rr Welti noch heute Antwort eben. Der BundeSraty beschä?
Zeutiaen Tage erfo'gen.
_ Dje vom_Militär-_Departement geforderten Kr edite für dre Kr1e_gsbe_re11schaft betragen circa 7 Millionen Francs. Für d1e_ pro ektirten Befestigungen im WalXis werden vorläufig noch keme redite v“:!rlangt, da hierüber noch weitere
Studien gemacht werden sollen. Belgien.
Das_Ge_feß, welches die öffentliche Armenpflege unte__c thetlwexser Abschaffun des Unterstüßun swohnfißes und bkurzung der zu diesem er orderlichen Ansä figkeit neuregelt,
ist am 4. d. M. im amtlichen Blatt veröffentlicht worden. Griechenland.
Der _Kö n _ig ist, wie dem „W. T. B.“ aus Athen ge- meldet w1rd,se1t mleeren Tagen an den Windpocken erkrankt; nden des Monarchen wieder befxiedigend.
gestern war das Be
Bulgarien. __ Sof_ia, 9. Dezember. Blatter uber Verhaftungen und Haussuchungen in der Angelegenhstt der Ermoxdung Beltscheff's, sowie die Meldung, der Unte_rsuchung5rtch_ter hätte die Frauen der Vsr- hafteten, _wekche_ eme Denkschmst bei einem diplomatischen Vertxeter überrercbten, um fich über das Vorgehen der bulgarischen Reg1exunkz _zu hejchweren, aufgefordert, ein den Inhalt de_r Denk chr1ft für falsch erklärendes Schriftstück zu unter- zetchnen, werden von der „Agence Balcanique“ für fals ch erklärt; ebenso unbegründet sei die Meldung, der Präsi- dent der Synode Gregoire habe in der Angelegenheit Beltscheff's Schritte bei dem Prinzen Ferdinand gethan.
Dänemark.
Kopenhagen, 9. Dezember. Gestern fand hier die ahresversammlung _der Delegirten der Rechten tatt, qn welcher sämmtl1che Minister, etwa 600 Vertreter änzmlltcher thlkretse und die Abgeordneten der Rechten thetljxahmen. Dte Versammlung nahm eine Resolution an, in
der_ 516 von d_er Regierung befolgte Politik gkbilligt wird. Vet dem _spciteren Feßmahl hielt der Minister:Präfident Estrup eme Rede, m der er, dem „W. T. B.“ zu- folge, hervoxhob, er nehme zum sechsten oder siebenten Male an dtesen Versammlungen Theil, bei denen der Gru11dtor_1_stets dßrselbe gewestn sei: muthiges Vsrtrauen auf de_n definmpen Ste_xg der guten Sache, Vertrauen zu der Re- Yxryng, em völltgeß Anschließen an ihre Ziele und die
1111gung der von thr benutzten Mittel, die ste auch ferner benutzen wsrde, um zum Ziele zu gelangen. Was die Ver- hqndlungen zwrschen der Rechten und der Linken angehe, so mtsse Nxemand genau, welchen Erfolg fie haben würden. Den vethandxlndet) Gegnern gegenüber müsse anerkannt werden, daß drese_ mele Schwierigkeiten zu überwinden hätten. Von emem Partetstandpunkte aus ski dies gleichgültig, obwohl man beda_uern _müsse, daß der Zeitpunkt der Einigkeit nach mcht erretcht_set._ Wenn der Weitfriede jeßt troß der Aeuße- rungexx aufmchnger Friedensliebe Seitens der maßgebenden europaxschen Stagiömänner gestört würde, so würde Däne- mark mel _beffer tm Stande sein, seine Neutralität zu bewahren, Dank der m den leßten Jahre vom Staat und von Privaten gebracht3n Opfer.
Amerika
Dem „New York Herald“ wird aus Santiago in Chile gemeldet, es gingen dort Gerüchte um von einer Verschwö= rung geketx die Regierung. Das Militär sei in den Kasernen onstgnirt und die Artillexisten der Krie96marine in den Forts von Valparaiso seien durch Matrosen der Flotte erseßt worden. Die im Gefängniß befindlichen Sokdaten, WSLche für Balmacha gekämpft hätten, seien, um jeden Ver- kehr derselbsn zu vethindern, m Einzelhaft geseßt worden. Aus den Artilleriekasernen von Santiago soll eine große Anzahl von_Revolvern auf bisher unermittelte Weise ver- schwunden _setn.
_ Nach m Pgris eßngetroffenen Meldungen aus Monte- vtdeq brachte dre dorttge Regierung gleichzeitig im Senat m_1d _m_ der Kammer _einen Gesetzentwurf ein, der die L1_qmdat101_1 der Nationalbank von Uruguay, die Bildung emer nationaxen Hypothekar-Bank und die Gründung em_er_ neuen_Bank von Uruguay mit einem Kapital von acht qutopen Ptaftern bezweckt.
Eine Depesche des „New=York Herald“ aus Panama bxsaJ, __dqß am 6. d. . in der Republik Columbia dte rastdentfchaftxwahlen stattgefunden haben. Die Liberalen behqupten. eme große Major1tät errungen zu haben, aber das defimtipe Ergebnis; der Wahlen fei biSher noch un- bekannt. Es seren mehrere Versuche gemacht worden, einen Krnggll anzufachen, aber jede Ruhestörung sei sofort vom M1lttcir unierdrückt xvorden.
In dem brastlianischxn Staat Rio de Janeiro war der „A. C.“ zufolge beretts seit einiger Zeit eine Agi-
atronalrath und Ständerath eingebracht wurde, lautete wörtlich: „Der Unterzeichnete ist im Falle, der hohen Bundes- versammlung das ehrcrbietige Gesuch vorzulegen, ihn auf Ende des laufenden Jahres von der Stelle eines Mitgliedes des ByndeSraths zu emlaffen. Mit dieser Bitte verbindet er den m_armsten Dank für das Vertrauen, welches ihm die Räthe der Etdgenoffenschaft während seiner sünfundzwanzigjährigen _Ilmjsdauer bewiesen haben, und verabschiedet fich mit dxn mmgsten Wünschen_ für das Gedeihen und das Glück des Vaterlandes._ W231.“ Auf das ebenfalls bereits gemeldete Ansuch-n betder Näch, seine Demisfion zurückzuziehen, wiki
tigte fich in einer gestern Abend abgehaltenen Sißung mit den HandeLSvertrags- Ynterhandlungen. Wie „W. T. B.“ aus Bern ver- mmmt, hätten dte leßten Schwierigkeiten ihre Erledi ung efunden, und der formelle Abschluß werde vorausfichtli am
Die Nachrichten auswärtiger
tella hält uh tapfer in Nictberoy' Truppenma _ yba zur Hauptstadtgewäh ck den Vorgängen gegenüber theilnahmxos.
neuerdings zu erbitterten Streitigkeiten zw
Rio Grande: ernannt worden sein.
Pedr o beantragt. Asien.
scheint fi Depssche aus Peking berichtet, dieKaiferlichen T
auf T sch ao a ng vorgerückt.
gestern geüaltet fich die Lage jest kritisch; die einander gegen- überstehenden arteien bewaffnen fich. Der Gouverneur Por- _ _ _ _ die Aufständischen orgamsiren Zedoch e1_ne promsorische Regierung und eine t, um N1cthexo7 anzygreifen. Sie haben Par-
t. Dre Central-RegierunngveZhaxte
_ u tm
StaateNio Grande do Sul ist es, nac? dem „N.- .Herald“ _ ichen der ational- part_e1 und den Re ublikanern gekommen. Die National- parte: _wünscht dle ujlösung des Kongresses, während die Republckanxr, welche dle Mehrheit in demselben haben, dem entgegen smd. General Okorio soll zum Gouverneur von
Einem Wolff'schey Telegramm aus Rio de Janeiro zufolge, hat Yer dornge Gemeinderath die Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen ehémaligen Kaiser Dom
DieFemeldete Niederlage der Rebellen in China zu bestängen. Eine heute in Paris eingegangene _ __ _ ruppen sexen nach Yem Kampf in dem Dinrtkt von Tften-Tschang, der nut dcm Stege der Truppen geendet habe, in der Richtung Die Niederlage der Auf-
sxändilxchen wer 2 als sicher angesehen; sie seien überall um- ztnge . -
Parlamentarische Nachrichten.
die Abänderung des Artikels 61 des Handengeseßbuchs.
übrung und ihre Leistungen auszudehnen.
werden würden,
_Abg. Uhlendorff erklärte sich gegen den Antrag, weil er die Ausstellung von Zeugnissen über die Leistungen der Handlungsmener nur auf Verlangen der Leßteren zulassen will.
_ Abg. Dr. Hartmann hielt den Antrag Goldschmidt m_cht fÜr_ angémessen, weil keine zwingende Nothwendig- kext dafür vorltege und- die_ betreffende Materie in dem negen Bürgerlichen Ge1eßbuch geregelt werden würde; xedock) mo_lle _se'me Partei, wenn es einmal zur Befchlußfqffung m dwser an fish nützlichen Sache komme, den Antrag _mcht gblehnen und sich auch einer Kommissions- beraang mcht wxderseßen.
ohne Kommisfionsberaxhung.
für viel nothwendiger, als die Frage der Zkugnisse und € ür- w_ortete dte geseßliche Festsxßung einer KündigungSfrist von mer Wochsn. Redner wrll den Antrag nicht ablehnen, glaubt aber nxcht, daß_ er die SteUungslosigkeit der Handlungsmener besettigen werde, was viel- mehr nur dgrch Verkürzung der ArbeitSzeit zu erreichen sei. Emer__ Koxnmtssxonsberathung bedürfe es nicht. Er behalte _??? furr dte zoette Lesung Anträge bezüglich der Kündigungs- oo . Abg. Dr. von Marquardsen sprach für den Antra Goldschm1dt und wünfchxe ke_ine Kmnmisfionsberathnng. g _ Abg. _Samham__me„r _hrelt dem Abg. Singer ge enüber d1e_ ?eygnxsse wohl fur geetgnet, zur Beseitigung der Stellen- lqstg e1t_ betzrztragen, Ya fie das Einzige seien, was die Handlungs- dtener m Handxn hatten, besonders wenn sie zu ihéer Ver- voÜkommnutzg ms Ausland gingen. Nach eme; Erwiderung des Abg. Singer nahm Abg. Schrader bet Schluß des Blattes das Sch1ußwort.
_ Der Sen_1orenko11ve:1t des Reichstags (Vorstand und VertrauenNnanner der verschiedenen Parteien) trat heute Vormjttag zusaxxtmen, um fich über die Behandlung der Handelsvxrtrage _schlüsfig zu machen. Man ist, wie aus p_arlamentartschext Kretsen berichtet wird, übereingekommen, von emer Ueberryetsxmg an eine Kommisfion Abstand zu nehmen, _dam1t dte Verträge_ jedenfalls noch vor Weihnachten" zur Erledtgung kommen. Dte Handeléverträge sollen bereits morgen zur_ ersten _Lesung auf die Tagksordnung gesetzt werden. Dre Frakttonen haben heute sämmtlich Sitzungen
anberaumt, um die Redner ür die e te V t ; zustellen. _ f ks era hung fest
- Unter dem Titel .Der Deutsche Reichstag“ ist im Verlage von Siementoth 11. Worms eine Art Album erschienen, nxe_1ches apf 16 Tafeln dre fraktionSweise gruppirten Bildnisse sämmt- ltcver Mttglicder d_es Reich-xtags nebst kurzen biographischen Notizen enthält. Die meist woblgetroffentn Photographien ßnd in dem Atelier Yes Hof-Pbytograpben Julius Braatz hergestellt, der aucb die bei Veranderungen tm Personalbestande erforderlichen Nachträge zu
"es?"! fick) bereit erklärt. D s "1" , gebunden 6 ck “ geka q ausgestattete Buch kostet
Kunst und Wissenschaft.
_ Auf dcr Burg von Tangermünde find vor cini er eit tm Austraße des Kultus-Ministers durch den dortigen AZotbéker Herrn Hartwich die Reste der seit langer Zeit vom Erdboden ver- schwundenen St_ Johanniskapellc aufgedeckt worden. Einem Bericbx Hartwichs über seinen Fund entnimmt das ,Centr.-Bl. d. Baud. folgende Angaben, Nachdem Kaiser Karl17. 1373 die Verwaltung der Mark Brandenburg für seinen minderjährigen Sohn Wenzel übernommen batte, baute er in Tan ermünde, wo er stb mit Vorliebe aufhielt, die dort vor andene Burg um und errichtete darauf mit aroßer Pracht an Stelle dkk wahrscheinlich mit der Burg zerfallenen Kapelle St. ,so- bumia bzptiatao sr suvgsöatas eine neue Kapelle, die er nach dem Muster der Wenzelskaptlle im Pra er St. Veitßdome und anderer böbmiscber Bauten mit geschliffenen bz mischen Steinen köstlich aus- schmücken ließ, reich mit kostbaren Gefäßen und Reli uien aUSskattkte
tation _im Gange, die | egen den Gouverneur richtete. Nach emer Depesche des „Yi. 8B.“ aus Rio de Janeiro von
_ In der heut_i_gen (136) Sitzung des Reichstags, welcher dte Staatssekretare ]_)r. von Voetticher und Freiherr von Marschall betwohtxten, stand als erster Gegenstand auf der Tachoxdnung dte erste Berathung des von dem Abg. Goldschmxdt eingebrachten Geseßentwurfs, betreffend
_ Der Entwgrf enthält einen Zusaß zu Art. 61, nacb dem dre Handlungs_drener beim Abgange ein Zeugnis; über die Art und Payer thrkr Beschäftigung fordern dürfen. Dieses Zeugmß rst auf Verlangen der Handlungsdiener auch auf ihre
Abg.Goldschmidt bpgründete den Antrag, indem er die
heutige_schlechte Lage der Handlun sdiener beleuchtet, welche durch dte gefordexten Zeugnisse in i rem Fortkommen gefördert
g. Spahn erklärte fick) für den Antrag Goldschmidt Abg. Srnger hielt eine Regelung der Kündigun sérist
funden baben könnte, wurden Nachforschungen nacb 1bren Resten
dem altmätkischen Museum in Stendal überwiesen worden.
Verkehrs-Anstalten.
Tag 38 467,32 „74
Theater und Musik. Königliches Schauspielhaus,
Gastspiel als Sbylock in Sbakespeare's .Der K
Aufnahme. leistung des Herrn Krause geboten wuxde.
lerisch befriedigende Witks'amkeit zu erwarten wäre.
Die fünfte VorsteÜung _ des Mozart-Cyklus im Königlichen Ovexnbguse fix-det am Frettag statt. In Scene geht „0081 tau tucxs mtt den _Damen Leifinger, Roxbauser und Dietrich, den Herren sztlipz), Schmtht und Krojop. Die Oper wurde zum ersten Male m_:xqefubrt m ch'n am Hos- und National-Theater am 26, Januar 1790, 1" Berlin gm Königlichen Opernbause am 15. Dezember 1846. Fur de_e nächste Woche bereitet das Berliner Theater die erste Ausfubrung dks Dramas „Dec Väter Erbe“, des neuesten Werkes von Ricksard Yoß vor. Gelegentlich der morgen stattfindenden Aufführung des „Huttenhefißer“ wird Alexandrine Mullen vom Stadttheatex zu _Hamburg tn der Rol1e der Claire auftreten. _ _Dte_ Dtrektwn des_ Lessing-Tbeaters hat fich enfsckoloffen, etntgen alterc_n Repcxtotrestücken dieser Bühne, die an fich selbst den Abeyd akxfullcn, _noch das_ sizilianische Volksscbauspiel „08173118er rastxoana beizugexellen. Die erste Doppelvorsteüung dieser Art wird mor_gen_ stattfinden, wo das Stück dem oieraktigen Schauspiel „Satis- faction von Alexander Baron von Roberts foxgen wird. Die Poffe_ „Immer zerstreut“ wird am Freitag im Wallner- Theater bereits zum_ 25. Male gegeben. Der seit fast vter Iabxen im Spielplan nicht mehr erschienene ,Zigeunerbaron“_gebt morgen im Friedr i cb- Wilhelm städ tischen Theater neu einstudtrt in Scene, Morgen Abend 7-1 Uhr findet in der Philharmonie das große Künstler-Concert (zu populären Preisen) statt, in dem Frau_ Lilian Sanderson, Frau Anne1te Csfipoff, sowie die Herren Heart Fontaine (Baß) und _Cbarles Gregorowitscb mitwirken. Concert des zwßlfjahrigen Cellovirtuosen Jean Gérardy _ Stn g- Akademie am Freitag wird die Klaviervirtuofin Fräu- lem Szxtmowkka mijwixken; dtn orchestralen Theil des Programms über- nimmt das Pbilbarmomsck): Orchester (Direktion: err Rud. Herfurth). Bei der dritten Quartett-Soirée der Herren rofessor Joachim und (Genossen am Songabend gelangen Neuheiten von Johannes Brahms, _etn Trio und exn Quintett _ beide noch Manuskript - zur Ausfuhrung, die kurzlich in Meiningen unter Mitwirkung Profeßo: Jyacbtm's und Professor Haußmann's, in Gegen- wart des Autors zum ersten Male gespielt wurden. Die öffentliche Generalprobe zu dieser Soirée, in welcher die Herren Dr. Iobannes Brahms und Kammn-virtuos Mühlfeld (Klarinette) aus Mei- ningen mitwirken, findet morgen Abcnd 8 Uhr in der Sing“ Akademie statt. , Der Direktion des Concertbauses bat Fraulein Rafaela Pattini ibre Mitwirkung in den GeseUschafts-Concerten am Sonn- abend und Montag zugesagt.
Jagd. Mor en,Donnerftag,den10.findetKöni liche Parforce- ]“ a d statZ Stelldichein: Mittags 3/41 Uhr gdschloß Grune- wa75, 1/42 Uhr am Saugarten.
Manigsaltiges.
Zbre "Majestät die Kaiserin Friedrich besuchte, wie die . . A. .“ berichtet, gestern das Kaiser- und Kaiserin- Friedri -Krankenbaus in der Reinickendorferstraße und befichtigte auf das Eingebendste die Räume des vor einigen Wochen eröffneten neuen Flügels, der schon voUständig mit kranken Kindern
und 1377 mit einem Collegiatstift verband. Im Ia re 1640 wurde
beseyt ist, sodaß selbst die Tagräume xu Krankensälen eingerichtet
die Bmg von schwedischm Truppen eingenommen und zerstört; mit ihr wobl auch die Kapelle, wenn auch noch bis zum Jahre 1751 Reste von ihr sichxbar geblieben find, an denen man die Steam sehen kynnte, „dg dte kostbaren Steine neben einander geseZet gewesen.“ Nach oteser Zett ist jede Ermnerung, wo sich diese Kapelle be- gescbwunden. Im Jahre 1847 vorgenommen, doch anscheinend ohne _Erfolg. Die Untersuchungm Hart- wicb's begannen 1888 Vetm Aufgraben des inneren Vurgbofes wur- den zuyäcbst andere beachtenswerjbe Reste alter Bauwerke gefunden. die theilweise der alten, von den Askaniern bewohnten Burg an ebökt babe_n mögen, und weiter sogar deutliche Spuren einer noch ä teren, slavtschen Ansiedlung an dteser Stelle aufgedeckt. Inzwischen war eine Uc_kunde aufgefunden worden, die Kurfürst Friedrich 11. 1465 ,in der grunen gewelbeten Dornze neben bei der CapeUen oder der Silbetkammer“ auegxstelit hatte, und wonach sixb annehmen ließ, daß die Kapelle in unmittelbarer Nähe des _Burgbaufßs, jcyigen Amtherichjs, sicb be- funden haben werde. Die Arbeiten führten nun schnell zum Ziele. Auf der Nordseite des Amtherichts, 6 m von ihm entfernt, wurden die_ Er_undmauern eines „viereckigen Gebäudes aufgedeckt, deffen Selten xe 8,25m und 9,80 m messen. Sein Inneres War vollständig zerstört und mit (“::-(butt gesüYt. 1 m unter der Erdoberfläche be- f9nden fich an der Südseite Reste einss Tonnengewölbes, und 1,8011: ttefcr Thule eines mit rothen, gebrannten Flixsen bexegten Fuß- bodens. Auf der Nordseite hatte das Bauwerk einen gleichfalls viereckige!) Ausbau. _4,10 m breit und 2,30 m vorspringend, jünger als das uhrige Gebaude; denn in den Ecken, die dikser “Aux-bau mit dem Gekaude bildete, fanden fick) Formsteine mit Ziegelslempeln, die an_ dem 1470 begonnenen Theile dxr Stephanskirckoe in Tangermünde wtederkebzen._ - Daß der Bau die gesuchte Kapelle ist, be- xveisen die m und unmittelbar daneben gemachten Fund:. Unter tbnen lzefanden s1ch eine voÜfjändige und eine nur noch in Brucbsiucken vorhandene Altarplatte, die beide im Ge- bäude_ selbst lage_n , ferner fünf kleine Platten geschliffener böHmtscher Edelsteme, Carneole und Amethyste, theils in, tbetls neben dem Gebäu_de, weiter ein Bruchstück einer ge- schlxffenen Platte aus wetßem, rothgeädertem Marmor, zahlreiche S1ucke gotbxsckder Ornamente und ebensolchm Maßwerks, theilweise noch mit Resten von_ Vergoldung Zwischen der Kapelle und dem Vurgbayse fand sich _em stre_ckenwei7"e noch erhaltener, gewölbter (Gang, in den eme Treppe btnßbgeftzbrt zu haben scheint. An der Nordost- exke der Kapeüe lixgt eme unt fünf Stufen abwärts führende Treppe, dte nach oben in_ emen neben der Kapelle befindlichen (Ganß mündet und uyten vielletÄt in die in der genannten Urkunde des Kurfürsten Friedrtcb 11 erwahnte Silberkammer geführt hat. Die Funde find
_Auf den Liyien der (Großen Berliner Pferdeeisenbabn- Aktteng;f_e_lljch2ft sind im Monat November 1891 10193835 Personen besordert und dafür 1167 732,92.“ oder durchschnittlich auf den Tag 38 924,43 .,“ eingenommen. Die Einnahme im Monat November 1890 betrug 1154 019,48 „Fé- oder durchschnittlich auf den
Herr Weise: vom Hof-Tbeater in Meiningen seßte gestern sein aufmann von Venedig“ fort und fand wieder bei den Zuschauern eine beifällige __ In der _Tbat fügte sich die Leistung des Gastes dem schonen Ganzen, das 7312 Königliche Bühne gerade mit dieser Komödie liefert, im Wejentlichen mit gutem Gelingen ein. In der ersten Scene mit_'21ntonio ließ der Darsteüer nicbt kräftig genug die tiefen Wurzeln seines Hasses durchblicken, aber prächtig war die kurzeScene-mit Tubal, - zum Theil wobl, weil hier zugleikh eine kleine Meister- Jn der großen Ge- xichtssce1_1e batte Herx Weiser einige sebr glückliche Momente, die er- kennen ltxßen _ das; 111 der_Seele Shvlock's ein verborgrner Kampf sich abspxelt, tn dem der blinde Haß Sieger bleibt. Herr Weiser ist keine genial angelegxx Natur, aber eine tüchtige, ernste und wirfens- freudigeschausptelcr11che Kraft, von der an jedem Platz eine künst-
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