Baumann nur als Privatperson in Frankfttrt (Main
anwesend war, keinerlei amtlichen Auftrag hatte und selbt ' t e'nmal u den'cni en Beamten gehorte welche dienstlich mch l z ! zlusstellung nach Fiankfurt beordert
zur Besichtigung der waren, _ _ __ Daß Übrigens die Ncsolutwncwdcr Frankfurter V_er: sammlung keinerlei verbindlichen Charaktezr babeii wird auch, sobicl dirssrits bekannt, W." dcnxemgcn frxiiinmgen Blättern anerkannt, welchc in bicycr Frage auf DRUM der Starkstrbmanlagcn stehen.
Die néucrdings in der Preise verbreitete Narhricbt, daß die Einzicbung dcr si_lbcrnen Zwanzigpfciinigstucke be- absichtigt werde oder 1ogar unmittelbar bevorxtcbe, entbehrt _icdcr Begründung.
Dcr Kaiserliche Botschafter in Paris Graf zu Münster bat behufs Theiltiabmc_an dcm quitelbxs Schwarzen Adler: Ordens sowic bebufs Einnahme seines «Wes im «Herrciibauie cinen ibm Illlcrbbchst bewilligten Urla_ub angetreten._ Wahrend sciner Abwescnbcit von seinem Pqsten sungirt der Erste Sccrctär der Kaiserlichsn Botschaft, chatwns-Ratb von Schoen als (Zescbäftsiräger.
Der Commandcnr der 36. Division, Gcneral:L_icutenani don Heisicr ist zu kiirzcm Aufenthalt bier eingetroffen.
' Das Krciizcr:GLschwadcr, bc'sic'hcnd aus" S. M. Schiffen „Leipzig“ (Flaggschiff), „Alexandrins“ und „,Sopbic“, 636schwader:Cl)cf Contrr:Adm1räl Va101s, be: absichtigt beutc, (15. Jannar) von Monirvibcb nach Sao Francisco (“Brasilien) in See zu geben.
Poscn,14. Januar. Der Erzbischof ]))“. von Stab: !cwski traf, wie das „W. T. B.“ mittbeilt, heute hirr ein nnd staitcic alsbald dcm commandirendcn General von Sceckt sowie dem Tbcr-PräiibcntciiFreiherrn bon WilanwwiZ-Möllen: doris Bcsucbc ab, die kurz darauf crwidrrt wurden. Abends r-xistc der Erzbischof nach Wreschen ab.
Bayern.
München, 14. Januar. JU dcr 1161111g011S1131111g der Kammer der Abgrordneién kam bci der weiteren B?: ratbung des (Ziscnbabn-(T'tats dcr Abg. ]“)1'. Trierer aaf die Frage der ungarischen gebeinirn Frachtnacbléiffc zuriick. Das; der Minister von Wards; am 5. November 1891 cinrn so1chen Pribawcrtrag mit Giiltigkeit bis zum Jahre 1894 abgcsck)1bffeiibabc, miiffe als eine gewisse lebyalitäi betrachtet werden. Der Miiiistcr Freiherr vou Crails- beim erklärt? nochmals, die Sachla, L hinsichtlich der unga- rischen Refactien könne Erst nach der YUÖUMTWU der Handels: brrträgc in Lcsterreich-Ungarn Übersshen werden. Gegen eins etwaige Beibehaltiing der norddeutschen Gctreidestaffelfarifc wiirden bon der Regierung die erforderlichen Schritte cingelcitct__ werden, um eine Schädigung dcr bayerischen Landwirtwcbast zu verhüten. Bei der frcundlicbrn Riicksichtimbmc dcr _preußiscbcn Regierung auf Bayern wiirden disse Schritte iichcrlick) Erfolg liaben. Dic Localbahn- ziischlägc scicn crjt gbznscbaffcn, wenn die Rentabilität dieser Balmcn cine angemcffcnc geworden sei. Dic Einsiollung dcr 153910111111tcinnabmcn dcr baycrischcii Bahnen in den Star mit 109625626 411; wnrde bewilligt.
Sachsen.
_ Dresdcn, 14. Januar. “Die Erste Kammer bcrictl), 11110 das „Dr. J.“ berichtet, brntc dcn Vorbericht der “weiten Deputation iibcr die allgemeinen (Hriindsäßc, nach welcxn die im Staatshaiisbaltsttat auf die Finanzperiode 1892/93 vor: kommenden (Hebaltserböbungcn eingestellt wordsn sind, und trat in dicallgkmcincchatte iiber den Staatsl)ausha11s:Etat für 1892/93 cm. Den Bcricht erstattete in Vertretung Scinrr Rbniqlichcn Hobbit dcsiirinzaneorg dchbcr-Ysirgermcister [)1'. Siiibel, dcr 1111 51111ch1us3 an den vorliegenden Bericht vcrscbicdenc Arndernngci] in der Aufstellung des Budgets bcriwrhdb. „Hierauf crortcrtc Freiherr von Friesen cingrhcnder die Finaiizlagix imd dic Yiifordkrimgeii und sdrack) den Wunsch aus*, daß beide stets im Einklang stehen möchten. 1)1'. iidn W(ichier brklagie die Vcrgniigungssuch und den Zug 111 die großrii Städte als eine der Hauptursachen dcr bcrr1chcndcn Unzufriedenheit und gab dcm Wunsch Aiisdruck, daß (mil) das p_lattc Land imd die kleineren Städte von der .“!i'cgicrung m ciitiprechcndcr Weise beriicksichtigt werdcn möchten. Der StaatNMnnster von Thiimmrl dankte fiir die wohl: wollcndc Aufnahme dcs Etats imb beantwortete einzelne Punkte; dir von den Vorrednern hervorgehoben words" waren. „Hirraiif genehmigte die Kammer auf Antrag der _Dcputaiibn nach dem Vorgang der Zweiten Kammer die 111 dcn_1xr1äutcrungcn zum Staatshaushalt für 1892/93 Dysainmciigcstellixn Grundsäße dcr Gebalisrcgclungcn, indem ic fick) die Pruning der einzelnen Gebalie bis zur Beratbung drr cinzcinen Etatsworbehielt. Schließlich bewillite dic „Jammer m_ Uebereinstimmung mit dem Beschluß der / wcitcn Kammer die Cap. 22, 23, 25 bis 31 des leschnitts0 der allgcmrincn Staatsbsdiirfniffe.
Die_Zw cite _K (1 m m er bewilligte aufden Bcrichtder Finanz: Deputation ,4 die Cap. 59-69, 71 und 72 des ordentlichen Staatsbqusbalts-Etats dcs Departcmcnts des Innern (Medi: zmalixmrichtungen, Feuerwehrfonds, Landarmenwescn, Gre'nz: regiilirungen, Y_eiirkundung des Pcrsqnenstandes und der Ehe: schließung, Militarangelegenhciten, Kunstzwecke, Statistisches Yureau, Allgemeine Ausgaben) nach der Vorlagr der Re: “irrung.
Hessen.
__ Darmstadt, 14. Januar. Die „Darmst. Ztg.“ ver: offcntiicbi e_in Ausschrriben des Ministeriums des Jnncm und der Justiz uber den Wettbewerb ur Erlan ung eines Eni: wurfs fur dcn Neubau des Groß crzoglicZen Museums Y_Darmstadt. __ Der Wettbewerb ist unter fiinf von dem _MYWYLUM grwahlten Architekten ausgeschrieben, doch wird die «„heilnahmc daran auch solchen Architekten auf ihren An: trag gestattet werden, von denen das Ministerium glaubt,
91"? 111311111919 Lösung der gestclltcn Aufgabe erwarten zu _ konnen. “
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Sathfeu-Weimar-Eiseuaäx.
Weima r, 14. Januar, Seine Königliche? Hoheit ber Erb- großherzog ist nach der „Th._ (,.“ von Wien, wohin er sich zum Leichenbegängniß dcs Prinéßcn (Hystav von Sachsen: Weimar begeben hatte, heute hiemer zuruckgekehrt.
Hamburg. ambnr , 14. Januar. Die Bürgerschaft gc- nehmigte in incr gestrigen Sißung die Vorlage über das Armenwesen.
Oesterreich-ngarn.
Das Abgeordnetenhaus seßte gestern die General: debatte Über die „Handelsverträgc fort. Der Abg. Robitf ch (Slowene) erklärte, er worde, obwohl kein Gegner der Handelsverträge, im a11„emeinen dock) gegon den Handels: vertrag mit Italien timmen. Der _ Abg. Stalix; (Triest) trat fiir die „Handelsverträgc ein, die, indem sie eine Epoche der ZoUhcrabseiZung in: augurirten, Einen großen Fortschritt bedeuteten, und sprach sick) für eine Vermehrung der österreichischen Handels: marine, sowie für die Errichtung einer Bank zur Hebung der Sebikffabrt und thdcrei aus. Der Ackerbau-Ministcr Graf Fal cnbayn erklärte, er betrachte die Weinzollklaiifcl in dem italienischen Vertrage Zwar nicht als eiiie Zierde des Ver: trages, halte dieselbe in essen fiir ungefährlich. _Wollte Italien die Wcinzöllc herabsetzen, “0 würde es die Herabseéung allen Ländern mit Ausnaiyme von Frankreich bewi igen müssen. Er Hoffe, auch die Abgeordneten, welche die Wein- zollklausel beanstandeten, würden für (111€ Verträge stimmen. Drr Abg. Geßmann (Antisemit) erklärte, er werde aus volksivirtbschaftlichen, nicht aus politischen (Griinden, ins: besondere aus Rücksicht fiir das Klein ewcrbe gegen die Verträge stimmen. Der Abg. Neuber €iprcici) sich fiir die Verträge aus, besprach die Nkfactienfrage und hob hervor, die Refactien kämcn nur der Handrlsgefellschaft zu Gute, welche im ungarischen Jiiierksse gcgriindct sei und sonst keins Existenzbcrcchtignng habe: er bedauere das Vorgehen des ungarischen _.Handels:Ministc_rs von Baroß. ““_Dcr Abg. Vasain (Zungczcche) war der Amicht, daß die 1511er: rcicbischc Industrie erstickt, dcr brierreichiscbe Markt iiber: fcbwsmmt und das Absaßgcbiei des Balkangebietes durch die dcuiscbc Industrie erobert werden wiirde, und kündigte eine Nrsbbition an, in welcher die gänzliche Beseitigung des die Assccuranz:GcieUsck)astcn betreffenden Punktes aus dem „Handelsverrragc mit Deutschland beantragt werden so1l. Redner griff den Grafen Taaffc wegen der Bernfung drs Gräfin K'iicnburg iiis Cabinet cm und fragte ironisch, in_ wel: cbcn Club der Minister Vrazak eintreten werde; er schloß mit wiederholten Ausfäilrn gcgechutichland und den Dreibund.
Jm StcuewAnUcbuß dcs Abgeordnetenbanses erklärte dsr Finanz:?)iinistcr ])1'. Steinbach, die Arbeiten für die Sieiierreform schritten ohne Unterbrechung fort und wiirden im Laufs bis “Februar odcr März ibrcn Abscblnß findcn. Dcr Ausschuß nabm _drn Antrag P(eiier's auf Lineii Sieurrnacblaß fiir das Kleingewerbe mit acht gegen acbt Stimmen an. Der Obmann Menger entschied bei der Stimmen, leichbeit zu Gimsten dcs Plcner'schcn Antrags.
Die «rage der Einberufung der Landtage ist gestern, wie die „Magd. Ztg.“ erfährt, dahin entschieden worden, daß der Reichsratb ununterbrochcn bis Anfang „März tagen wird. Die Laiidtage wcrden Mitte Miirz zu längerer Tagung einberufen wrrdcn.
Wie den *«Zicnsr Blättrrn ans BUdaPSst gcmcldct wird, hat sick) Koloman von Tisza einer Deputation drr liberalen Partci der Stadt Großwardein gegeniiber zur Annahme cines Mandats zum Reichsiagc brrcii Erklärt.
Großbritannien und Irland.
Ueber das gestern (nacb Schluß des Blattes) bereits gc: meldete Ableben des „Herzogs von Clarence und Avon: dale, Enkels dcr .iiiinigin Victoria und (“_iltesten Sohnes des Yrinzcn von Wales, wird noch berichtet, dax; sick) in den ersten St_undkn dcr Nacht zum Donnerstag eine wrsentlichc Yrfferung bemerkbar gcnmcht batte, gegen 2 Uhr Morgens jcdbcl) kcbwandcn plötzlich die „Kräfte 11111) L?- trat allmähliche Er- chöpf1mg ein, welcbe bis zum Tode ÜLidaUthL. Als das Ende des Prinzen beraimabts, versammelten sick) alle in Sandringham weilcndcn I)iitglicder dcr Königl'i “en “Familie 1owie dic Brant des Herzogs, dic Prinzcsin Mari) von Teck und deren Eltern 1111 Krankenzimmer, wo rin Hofprediger fiir den Stcrbenden Gebete sprach. Dcr Königin Victoria, welche zur Zeit in Osborne. residirt, wnrde dic “Tddc-sn_ac1)richt mit dcr größten Schonung mit: getbcilt; Jbre Maxstät sandte sofort eine Brilcidsdcpcichc an die schwerwrüfxcn Eltern des Prinzen. Die Königin ist durcb den Todesfall auf das Ticfstc erschüttert, ibrc Gesiind: beit bat jcdoch zum Glück nicht gelitten: die Prinzessin von Wales dagegen ist vbm Schmcrz viillig Überwältigi. Die Lcichcnfcicr 1011 mit Königlichem Pomp in der St. Georgs:Capclle des Schlosses zu Windsor stattfinden.
Ueber dicUrsache der Erkrankung des Prinzen verlautct in cng1i1chen Blättern Folgendes: Prinz Albert Victor habe be: reits am Montag chier Woche, ais er von dem Bcgräbniß des Prinzen Victor von Hohenlohe zurückkehrte, sich nicht wohl gefühlt, ]kdoch dcßenungeacbtct am Mittwoch an einem Jagd: ausflug tbeilgcnommen und dadurch wahrscheinlich sein Be: finden vcrschlimmxrt, sodaß er an dem zur Feier seines 28. (He: burtstags am Freitag «ebenen Diuer nicbt theilncbmon konnte. Gegen Ende der5 oche wurde zuerst dcr Localarzt 1)1'. Manbr) und bald darauf ]))". Laking consultirt, welcher neulich auch seinen Bruder, den Prinzen George während dessen Krankheit behandelt hatte. Am Sonntag erachtete es der Prinz von Wales fiir nothwendig, außerdém noch den rcnommirtcn NY 01“. Broadbcnt hinzuzuzicben.
Aus 011211 “ .bcilcn des Vercinigtcn Königreichs sowie aus den Colonicn liefen Yon gestern Bcilcidstclegramme an die Königin sowie den “ rinzcn und die Prinzessin von Wales ein, auch die Souveräne und Staatsbäuptcr dcr auswäriigen Ländxr somic der Papst gaben ihrer Tbcilnalwie in Condolcnz: Dcpejchcn Ausdruck. In London ist der Schmerz, den der Tod des „Herzogs vbn Clarence verursacht hat, ein allgemeiner; dic lcbhastcftc Tbcilnahme „icbt sick) auch fiir die Verlobte dcs Herzogs, die Prinzesjin 9 art) von Teck kund, die in der Pflege des Kranken von Anbcginn der Prinzessin von Wales unausgeseßt Beistand geleistet Hat. Die Leichen der Trauer machten sich fofort in dcr Stadt iiberall bemerkbar;
schwar e Fahnen und Trauerdckorationen „aben der Stunum' der Vezyölkerung Ausdruck; von der St. auls-Kathedrale 3,9; tönte auf Befehl des Lordmayors _das_ Trauergeläute der großen Glocke. Die öffentlichen Festlichkeiten sind aufgehoben und verschiedene Theater blieben gestern gejchlo en. _ Die Abend: blätter erschienen mit Trauerrand. Sie be lagen den ftü en Tod des Herzogs von Clarence, durch dessen Hinscheidcn die schönsten, an die nahe Vermählung _eknüpften ?o ungen ver- nichtet seien, und geben ihrem ließten Mitgeü le mit dem unermeßlichcn Schmerze des Köni shauses, wel en das ge: sammle englische Volk theils, NusZruck. Der „ lobe“ meist auf die Thatsache hin, daß keiner er fünf HerÉoge von Cla: rence, welche in der Geschichte Englands vorge ommen seien Nachkommen Hinterlassen habe. Das Blatt spricht die Hoff; nung aus, daß dieser unglückverbeißendc Titel nicht Wieder werde verliehen werden.
Wie allgemein und lebhaft sick) aUch an den Höfen des Auslandes und in der auswärtigen Presse die Theilnabme an dem Trauerfall bekundet, das erxebcn die vorliegenden Draht: berichte des, „W. T. B“. Aus ien wird gemeldet, General: Ildiutani Graf Paar drückte dcm britisckZen Botschafter im Auftrags des Kaisers vonOcfterreicl) cssancileid wegen des .Hinstbeidcns des Herzogs _von Clarence aus. Gleichzeitig sandte der Kaiser herzliche BLileidstcli-gramme an die Königin Victoria und den Prinzcn von Wales. _ Der belgische „Hof wird, [ant Mittheiliing aus Brüssel, eine sechswöchigc Trauer anlegen. Alle Festlichkeiten sind bis auf weiteres ver: schoben. Der 51“ ö n i g wird den Traurrfeicrlichkeiten voraussichlick) in Beélcitun des Generals Nicaise, des Obersi-Lieutenants Cbape ic um des .Hof:Marschalls Grafen Oultremont bci: wohnen. Dcr (Hraf von Flandern ist noch in Trauer wegen des Prinzen Balduin und wird daher der Beiseßung nicht bei- wohnen, vielmehr eine Vcrtrctung dahin entsenden. _ Der König von Italien sandte BcileiW-Telegramme an die Kbnigin Victoria und den Prinzen von Wales. Das für gestern Abend angesagte Diner bei den italienischenMajestäten, U dem das diplomatische Corps eingeladen war, wurde ab-
estelli. Es wird eine vicrzchntägige Hoftrauer angeordnxt werden. Der iTapsi übersandte der englischen Königsfamilie seine Beileidsbczruqiingen. Die gesammte ita li cnis ch e Pires 1" e drückt das tiefste Bedauern iiber den Tod drs „Herzogs von Clarence aus. „Fansulla“ zufolge wird cin Prinz der Königlichen Familie den Leichcnfcicr1ichkeiten beiwohnen. _ Der Präsident Carnot hat an die Königin Victoria ein Telegramm gerichtet, in welchem er der tiefen Trauer Frankreichs über den "Tod des Herzbgs von Clarence Ausdruck giebt und seine eigene aiifricbiigyte _Tbeilnabme an dem Sckzmerzr der Königlichen Familie answrichi. Dic Pariser Zeitungen begleiten die Nachricht von dem Tode des «rinzen mit Worten lebhafter “Theilnahmc fiir die Königlich“: ckFamilie und das britische Volk.
Frankreiéh.
Paris, 15. Januar. Bci Eriiffiiimg der gestrigen Sitzung des Senats constatirtc, wie „W. T. B.“ me1dc1, der Präsident _Leroycr, der Senat scheiße die Reformen, dicse müßten iedock) ohne Erschüttcrungcn und obne Ueber: 111"!szle cingefiibrt_werd€n. Dic Interessen und die Rechte aUcr .“ iirgcr müßten garantirt werdcn, dicse ,Garanticn diirften jedoch nicht 311 einem “Instrument der Unter: driickimg werden. Der Senat nahm sodann die Beratbnng des Bridgets wieder auf. In der Dcpntirtcnkammcr biclt Floquct bei Uebernahme dcs Vorsißes eine An prachc, in welcher er hervorbob, Frankreich habe unter der Falxne der Republik seinen Play in der Welt wiedercrobert, indem es fiir die Zukunft a11e Franzosen bereinigc, um der Gerechtigkeit und einem dauerhaften, auf Achiung vor dem Réchtc begründeten Frieden zum Siege zu verbclfen.
Wie dcr „Köln. Zig.“ mitgetheilt wird, beabsichtigt dic Ichierimg, in denKammern zu beantragen, daß die WÜ[)[LU zur Erneuerwig dcr Gcmeindcräibc, die in diesem Jahre (im 1. Mai jtaitzufindcn haben, bereits im April, und zwar während der Osterferien, vorgenommen werden, um ein Zu: sammcntrcffcn mit den alljährlichen Arbeiterkuudgebungen und etwaige Niihestörungen zn vcrmeidcn.
Nack) einem der „Magd. Ztg.“ ziigegangcnen Privat- tclegramm gelten die französisch : schweizerischen Handelsvertrags:Verk)and[ungen fiir ab ebrochcn.
Dom „Tcmps“ wird aus Rom gemeldet, dcr ' apst werdc dcnfranzisischen Bischöfen durch den Nimtius “errata mii: tbeilen, daß er sich freuen wiirde, wenn der Vor chlag des Bischofs von Nancy, ein Collcctivschreiben iiber die rcligiöse Frage in Frankreich zu veröffentlichcn, nicht verwirklicht werde.
Italien.
Die italienische Teputirtenkammcr hat gestern ibrc Arbciten wieder aufgenommen. Der Minister-Präsidcn! Marchese di Rudini legte zunächst die auf das Ueber? einkommen mit Ras Tigre bcziiglichcn Dokumente vor. Darmis trat dic Kammer in die Bcratbung dcr Handelsverträgc mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn ein. Die Deputirten Giantnrco" und Nubini sprachen fick) nach dem Be- richt des „W. “T. B.“ fiir die Verträge aus. Der Dcputirie (Hiain- pieiro von der äußersten Linken erklärte, seine Freunde hätten sui) als Redner gegen die Handelsverträge eintragen 1a1scn, nicht um dieselben zii bekämpfen - fie billigten 1ie vielmehr -, sondern um die wirthschaftlich Politik der Regierung zu tade1n. Dcr Redner erörterte sodann den Gedankengang, vob dem die Regierungen sich bei ihren Verhandlungen und bei Festsetzung der Vertragsbestinnnungen hciitcm leiten lassen, im?) erklärte, er könnr nicbt Umbin, namentlich mit Riicksicht auf die Haltung Frankreichs, denselbi'n fiir gerechtfertigt zu halten. - Beim Eintrrffcn der Trauernachricht aus Sandringch_11 forderten der Präsident und der Marchese di Rudin: die Kammer auf, anläßlich des Ablebens des „Herzogs VON Clarence ibr Beileid auszudrücken. Das Haus kam diescr Aufforderung unter lang anbaltcndcr lebhafter Zustimmung nacb. - Der Dcpuiirtc Giovagnoli bat eine Interpells- tion iiber die „Haltung Italiens gcgcnübcr den Vorgängen lll Maro_kko angemeldet.
_Tie auf gestern anberaumt gewesene SiYung der inter“- nationalen SaniU'its-Confcrcnz in Venedig wurde auf heute weiter vertagt.
Spanien.
Der Minister des Innern Silvcla erklärte laut Mei- dun,__ des „W. “7. B.“ aus Madrid in der gestrigen Sißuyg der “amm er: Sp a nien habe keinerlei Einladung zum Beitr! zii dem Zollbiindnif; dcr Ccntralmächte erhalten, und die spanische Regierung habe auch nicht die Absickt, mit irg?"d cincr Macht ein derartiges Bündniß zu sch1ie en. Soda";l
' enthält.
* die Kei mer ohne Debatte „den Geseßentwurf UhÉdurch wel en die Regierung ermächtigt wird, die
ändelsvexträge zu verlän ern. Der Geseßentwurf „][ unverzüglich dem Senat zuge en. - Dis Unterhandlungen mech Verlängerung des franzosis -spanischenH_andc1s- vertra es haben, wie das „Wolff's e BZreau“ vornimmt, z_u keinem rgcbmß gefuhrt, sodaß vom 1. Februgr d. I. ab die gegenseitig; _)Behandlung auf Grund des Maximaliarifs P(aß
' en wur e. grUfJn der Nähe von Xeres haben neuerdings anarchistische Unruhen stattgefunden. Aufrührerische Scharen griffen mit Steinwürfen das _Dorf Bornos an. Cavallerie stellte jedoch die Ordnung Wieder her und nahm mehrere Verhaf- Fungen vor,
Portugal.
Dcr portugiesische Ministei*:Präsidc111 d 'Abrcu e Sousa at, wie „W. T. B.“ aus Lissabon meldet, estern den Cortes angezeigt, das; das Cabinet seine EntlaFsung ein: creicht babs, weil die Verhandlungen wegen Uebernahme des , inanz-Ministeriums zu keinem Resultat gefiihrt hätten. Der König habe die Enilaisung angenommen. Der bisherige Finan :Minister Mariano de Cgrvalbo rechtfertigte in dcr gezstrigcn Sitzung dsr Kammer icine Verwaltung und die von ibm dcr Portugiesischen Eisenbahn-Gescllschafi _gclcistxicii Vorscbiiffc. Man [)offt, wie es in der Meldung [wißt, daß es “dem Grafen dc Valbom gelingen we'rdc, ein Versöhnungs: Ministerium zu bilden,
SchWeiz.
Dis Commission des Nationalraths zur Beratbung der die Kriegsbereitschaft der Schwciz bctrcffrndci] Vor- lage dcs BundeSratbs bat derselben zugestimmt. Die Geiammi- summe des für die Kriegsbcreitxchast verlan ien Credits betragt 71/2 Millionen Fr.: der Bun csratl) wur c ermächtigt, zur Dccknng cine Anlcibc von 5 Millionen Fr. aufzunehmen.
Türkei.
Der Sultan hat gestern den neu crnannisn italienischen Botschafter Roßmann empfangen Und dessen Beglaubigungs: scbrciben entgegengenommen.
Die „Agence dc Constantinople“ versichert, die Mächte, wylcbc das bulgarische Lliisivcisungsrcchi untcr: stüßion, näbmen die Gslegknbeit wahr, um behufs Vrrmeiditng don Mißverständniffcn die Auslegung der Cavitulationcn in Betreff der Ausweisungrn zu regeln. Hiernach hätte die Pforte, deren unbedingtes Ausweisungs: rccht dic Mächte anerkennen, bei jedem" Ausweisungsfalle die Mitwirkung der Konsularbcbbrdc 0er einer anderen com: potenten Behörde anzusprechen, wodnrck) zu einem etwaigen Abkbinmcn dic cntsprechendc Leit gcwonncnwii'rdc. Falls dies unmöglich sei oder die betrefZeénde Bcbördc nicbt intcrvcnircn sollte,_ so könnte die Pforte unabhängig mit der Ariswcisung borgcben, indem iir dic Schlichtung dcr Cvciitucllcn Jnirreiscn- vrrlcßung dcr ZUkunst iiberließc.
Montenegro.
Cetinjc, 14.Jan1iar. Die Pforte bat nac!) eincm Telegramm des „W. T. B.“ ve'rfügi, daß alle Psrsonen, welche die montenegrinisch:albanisckx Grenze passirsn, ibre Pässe vorweisen sollen.
Afrika.
Aus Mozambique vom gcstrigcn Tage erhält das .,Neutcr'sche Bureau“ in London folgende Mittheilmig: Die Vertreter der englischen Seengesellscbaft in Nyassa: land berichten iiber eine Niederlage, wclche die Truppen der Gesellschaft unter dem Commando des englischen Konsuls Johnston criitrcn hätten. Araber und Sklavcnjägcr, die sich zum Widerstand gegen die Engländer vereinigtrn, 1)_c'ittcn die nnter britischen Einfluß gestellte Stadt Makandiira am Südostufer dcs Nyaffasees angegriffrn. Drei Engiänder, drci Sikhs und sechs Eingeborcne seien getbdtci, zwei Engländer 1cichi, acht Sikbs schwer verwundet worden. Die englische Co1onial-(Hcicllsckwft habe um sofortige Entsendung von Ge- icbiitzen, Munition und Vorräthen gebeten.
Parlamentaristhe Nachrichten.
In der heutigen (148) Sitzung des Deutschen Reichs:
tags wurde der Eingang eines Gesetzentwurfs, betr. die Anwendung der vertragsmäßigcn Zollsäße auf das am 1. Fßbruar 1892 in Deutschland vorhandene unvcr: 301118 ausländische Getreide, angezeigt -und sodann die zweite Bcratbung des Etats des Reichsamts des Innern bci Capitel 9 des Ordinariums: Behörden für 1.111: iersnchung von Seeunfällen, fortgeseßt. _ 'Der Abg. Meßger brachte die Bcbandlun der Feuer- 1c_uic anSeedampfcrn und cinen bestimmten, auf cmDampfer „Aline Wocrmann“ vorgekommencn Fall zur Sprachc, über den vor dem Seeami in Hamburg verhandelt worden sei.
_ Der Unter-Staatssccretär 131". von Rottenburg trat dicicr Darstellung in einem ausfiihrliche'n Vortrage ent: gkgen und warnte davor, einen Fall aufzubauschen auf Grund von Mittbsilungcn von Koblenziehcrn, unter denen sick) sehr unziwerlässige Elemente befänden. Die Regierung wiirde lebhaft bedauern, wenn der Fall sicb wirklich so ver: hielte, wie er dargestellt worden sei; in kcinem Fall dürfe miin daraus einen Vorwurf gcgen dic Nbedcr und den Rercheß-Commiffar erheben. „
Bei Schlnß des Blattes sprach der Nbg. Sebwarß über dcniclbcn Gegenstand.
* In der heutigen (2) Sißung des Herrenhauses chbte der Präsident Herzog von Ratibor zunächst Mittheilung von dem Eingange cines Schreibens des Ministers des Innern Herrfurth, welches ring Ueber- 1ch_t der seit dem Schlusse der vorigen Seysion im
stande des Hauses eingetretenen Personalvoränderungen Danach find ausgeschieden in Folge Ablebens: Stadtdircctor Haltenhoff-Hannover und ebeimcr Justiz: Rath Adams, denen noch dcr am 13. d. M. verstorbene qumerherr 131'. von Bcbr-Schmoldow hinzutritt; infobe Niederlegung ihres städtischen Amts ])r. von Mevisien-Kö n Md Ober:Biirgermeifter Doetfch-Bonn. Das Andenken an die Verstorbenen ehrte das Haus in_ der üblichen Weise.
Neu in das Haus berufen sind die Herren 1)r. von Meviffen, Freiherr von Unch-Bomst, V1“. Freiherr von Schorlemer:Alst, von Bredow: enske, Freiherr von Warker: barth gen. von Bomsdorff, erster Bürgermeister Witting-
xosen erster Bürgermeister (HiesexAltona, O_ber:Bürge_rmeister chü11er-Koblenz, Ober-Bür ermeister Er_heimcr Reguxrungs: Rath Jäger-Elberfeld und O er-Vürgermei ter Becker-Koln. _
Der Präsident erbat und erhielt darauf now _quse fur das Präsidium dic ErmächtiÉung, Seiner Maxe tat der_n Kais er und König Zu [ler öchstdeffen Geburtstage die alleruntcrtbänigstcn Glü wünsche es Hauses darzubrizigew
Die Quästurgeschäffe des Hauch werdxn auch in dieser Sesxion von den Herren Eggelmg und Boie wahrgenommen wcr en.
Nachdsm noch über die Constituirung der_Abtheilungen und über die Wahl der Fachcommiffionen Mittheilung gemacht worden war, schloß der Präsident die Sitzung um 13/4 Uhr. Nächste Sißung unbestimmt.
- J'n der heutigen (2) Sißung des Hauses der Abgeordneten, welcher der Minister des Innern He_rrfurtl), der Finanz-Minister [)k. Miquel, der Minister für Land: wirthfthast 2c. von Heyden, der Minister der geistlichen oc. Angrlcgcnbeiten Graf von Zedliß-Triißschler nnd der Minister der öffentlichen Arbcircn Thielen beiwohnten, wurde zunächst der verstorbenen Abgeordneter: Mosler, von Grote, Berger-Witten, Vuddenbcrg und Kiepert gedacht und ihr An: denken durcb Erheben von den Plätzen geehrt.
Auf Antrag des Abg. Stengel wurden dann die Abgg. von Köller, ])1'. Freiherr von Heereman mid von Benda durch Zuruf zu Präsidenten gewäblt. Zu Schrift- führern wurden ebenfalls durch Zuruf die Abgg. Barth, Eberhard, Hathmann, Jm Walle, Kulisch, ])]: Mitthoff, Sperlick) und Vopelius gewählt.
Zu Quästorcn wnrden dic Abgg. von Liebermann Und Francke : Tondcrn ernannt. Von der erfolgten Constituirung drs Hauses wird Seiner Majestät _dem Kaiser Meldung erstattet werden. Im Laufe der Siizuiig traf von dem Präsidenten von Köller cin Telegraiziin cin, inklwc1chem er die Annahme derStsllc des Critrn Prasidenten er (irt.
Dcr Finanz-Minister 1)1'. Miquel Überreicht): dcm Ha_usc darauf die allgemeine Ncchmmg für 1888/89, die Usbcrsicbt der Einnahmen und Aitsgaben für 1890/91 und den Staa_is: haushalts-Etat für 1892/93. (Ein_c Gcianitheberiicht iiber den C'tai veröffentlichen wir in der Ersten Bcilagc. DRM.) Der Ministe-r führte aus, angesichts ds_r beschränkten Fiiwnz: lage habe es einer großen Standhaftigkeit des FiiigiixMiwiicrs Und einer grbßcn Resignation der einzelnen_ R€110r1:9)1_m_1[16r bedurft, um den Etat obne Anleihe zu balancircn. _Der Mimyier ging sodann auf die einzelnen Etatsansrbiäggxm mid _wics darauf bin, das; seine vielleicht als demimiitiick) vcichricenc Auffassung der Finanzen im _vbrigrn Ja1)rc___1ic1) als bercchtigt herausgestcilt babs, da bei dcr __grdßtcxi Bc: triebsbcrwaltung, bei den Eiscnbahnxn, ml) ein er: heblicber Einnahme : Ausfall h_cransgejtellt h_abc. __A_bcr einc allzugroße Bennrubigung dürfe man daran mcbi fniwsen, da dio Einnabmcciiicllcn des Staats sonst cxusgiebig Josscn. Von einer Tiffcrcnz zwischen ihm und dem Ei1enbahn-Mxmster könne nicht die Redciein, da beide darin einverstanden seien, da[; die Finanzverwaltung in die Eisenbahnverwaltiing so weit eingreifen dürfe, als darunixr nicht der Bcrkxbr leide. Bezüglich der Gehaltsverbältniffe 1cicn ixii we1en111chen nur die Lehrer an den höheren Schulen beriicknrhtigt wurdcn, weil sie bisher immer in drn Hintergrund gedrängt 181811. _Aus der Einkommensteuer habe die'. Regierung geglaubt, eiiien Mehrcrtrag von 71/2 Millionen einstellen zu konnen, _ obgleich das Resuktat drr Steusrvcranlagung noch nicht zu iibersehen sci. Um den Finanz-Mimstcr 111 di_e__ Lage zu soßen, den ihm convcnirendcn _ Zcitpiinki "X die Anleihen zu wählen, solle cr crmäcbtigt wcrden, “SCHUH- anweisungen bis zu 100 Millioxien stati bisher bis zu 309.911- lionen aus ugebcn. 'Der Minister forderte dann _an zu 811161? sparsamen irihschafi, die 176) namentlirb auch bei den Bqutcn beweisen könne: freilich müßten m_!ck) die zunachit BLÉÖUUJTLU sich gefallen lass-Zn, da]; die Sparianiki'it auf 118 angewendet werde.
Darauf legte der Minister drr geistlichenxc. Angelegen- heiten Graf von chliß-Triißjchlcr die (Hrnndziigr dcs Volksscbulgescizes dar, welches dbllstc'indig dcn Prixicwien der Vérfaffung entspreche; es bßrüch1ichtige dix conscmionclle Stellung der Volksschule, cs schere dem _Staate die An: stellung der Lehrer UntLr gcordneier Miiwrrkung der Ge: meinden; cs sichere die anskömmliche Bewldung dcr chrcr und die Freihcit dcs Privatunterrichts; gesichert werde auch die Pflicht der Gemeinden, die Schule zu unterhalten. Der Entwurf bedeute durchaus keinen Niickschritt, _denn rr rni- halte nur die Bxstimmungcn, welche _ 1chon _bis _]th von ibm und 1einen Vorgängcrti im Ministerium stets gehandhabt seien, Er könne das_Haus nur bitten, __den Entwurf einer wohlwollenden Prüfung zu unterziehen. (Beifall.) _ _ _ _
Damit schloß die Sißung nach 1 Ubi“. Donnerstag, den 21. Januar.
Nächste Sißung
_“ Dic Wablprüfungs-Comiiiission des Reichs: tags beantragt, die Wahl des Abg. Fnrsten von B [smarck
im 19. Wablkrcisedcr Provinz Hannoverfiir gsi 1 ii 9 zu erklären.
- Der Kammerherr ])]: von__Vebr-Schmo[b_bw, Mitglied des Herrenhauses, Vornßcnder de_s Deutstbcn Fischerei-Vercins, 111 am 13. d. M. _auf seinem Gute Schmoldow in Pommern cstorbcn. Der „Heimgegangene war am 3. Oktober 1821 zu Brunow bei Anklam geboren. Er gehörte politisch der frei:conservativeiz Partei 9" und wurde am 4. Mai 1877 ins Herrenhaus auf Lebenszeit berufen.
- Von dem Abgeordneten von Eyncrri ist im Hause der Abgeordneten folgende Interpellation cmgebracht_ worden:
Ich erlaube mir, an die Königiichr _Staatsrcgtsrung die__5.)lnsrc_cgc zu richten, ob dirsckbc bcab ichtigt, no_ch im Laufe? dicsin Sesiion einc Vorlagc' zu machen, dur wc1chc_dic in §_5_2 und F 69 _des Em- komnicnsteiicrgrseyrs Vom 24. Juni 1891 bestimwte Geheimhaltung dor Stcusrcrklärung durcb Aufbrbung dcr zur 3011 cntgrgenstcbe'nden älteri'n Bestimmungen gkfichcrt wird.
- Dem Hause der Abgeordneten _find dix Nack): richten von dcherwaltung dEr p_re1tß1schen Staats: Bergwerke, :Hütten und :Oalinen wahrend des Etatsjabres 1890/91 zugegangen.
Kunst und Wissenschaft.
41: Die im Lichthofc des Königlichen Kurzstgcwxrbe: Museums veranstaltete Leihausstellung japanischer
Kunster*eugnisse aus Privatbesiß, welche am gestrt €" Tag- ibreéc Eröffnung d_ur_ch _ den Besuch Ihrer Ma]e_tat der Kai erin und Konigtn ausgezeichnet wurde_, gewahrt einen fessselnden Einblick in _den Reichthum japanischer Kunstthätigkeit, welche durch ihre staunenswerihen Vor- iige in den leßten _Zahrzebnien von tiefgehenkxm F'nfluß auf das europäis e Kunstgewerbe gcworben_1st. ugleich bietet sie ein reiches Bild yon dem in der_Reichs: Hauptstadt sich cntfaltenden_Samxneleifer, wslcher sin ms: besondere den Erzeugnissen ]ap9n11ch_er_Kcr_ai_nik Lud"5 onze: industrie zugewendet und unxigennußig 1cine «ckqu dsm woblthätigen Zwecke zur VerquJUUg gestellt bai. Eine em: gehende Würdigmr der ausgetelltcn Kostbarkeiten behalten fvir eincm ausfiibr icheren Berichte vor.
Land- und Forstwirthsckxastz
Dic [andwiribsckmfrlichkn Wintrrxcbulkn zu MY- surigc'n, Fulda und Hofgeismar_ babexn _Mitte Oktober ckck Tbätigkcit bcgonnrn und Crfreucn fick), biI-aui dw Mclsuriger Schals, lines gutsn Znsrruchs. Auch niébr als 100 [andltche Fort: bildungsscbulen im ?KkgiCTUUJHÖLZirk Caiirl babcn niit .lnfang Novmnbrr dkn Unirrrich wirres anmaiwmmcn,
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- 'Maßregeln.
Darmstadt, 14. Januar. Dir obcrstr I)icrizinalbcbörds bat, wic drr „Frff.3."111itgrtbeiit wird, an sämnitiicbr Krris-Grsuxidbc'its- ämtsr des Landes sorbsn rin Rundscbrrich crlaffkn, i_nit drm Er- suchen, 0091“ das Anstrcten drr Influsnza chaux iiatisiiicbe (Tr- miiiciungen ansirllkn zu [affmr Jnfylgs ??UCU baben dw Krris- . Grsnndbcitsäwtsr dis Acrzir ibrrr Bézirfi' aiifgcibrbcrt, das nötbigc Matcrial zu sammrln und 311 gceignricr Zeit kinzuscndrn. DW Statistik soll sicb auf das Austrrtrn doi" Klüiikbéis iibi'rbauyi, ibrrn ?,???an imd 17-11“ dnrch dic (?ridrmir rrruriackiirn Tvkcsxälir e*r- ti'rrcn.
Handel und Gemerkte.
Tägliébr Wagengestrlinng für 370131631 Und Koks an dcr Ruhr und in ObsrsckWciicn. AU dcr Rubr sind am 14. 1“. 5.1.11. griicilt 9726, nicht rechtzeitig JCstLÜT kcins Wagc'n. _ _ _ _ JU Oberschlesirn find rim 1.3. d.M.gr1_ir111 3598, nicht rcchtzcitig g(“stLUT keine Wagc'n.
Zwangs:Vérstcigsriiiigrii.
Bcim König1ichsn Aintsxzsricht 1 Vcrsin standen am 14. Januar 1892 dic nackyrcrzrickynrtoii Griindstiiirc zur Versteigerung: Rcinirie'ndrrfcrstraiic 2.30, drr Frau M. E. Kbblcr, bier, ngörig; Nutzungénwrib 17100 :.46.; das gkringste Grbbt wurde auf 2000 ;ck fcstgsscizi; Erstiber iriirdc drr Kanfttmnn “Fiva Naumann, Oranirn- burgcrsiraszr 27, f.":r da?; Mcistgcbbt ron 235000 «ck - Kotibuscr Ufer 36, drm Maiirrrmcistkr Hcrni. ;;immrrmann, bier, c- börig; das grrinßitr (Zörbot wiirdc anf 248 000 115. 701111618151; ErsieZLr wurdr drr .Kanfnmim Isidor Habcrla nd, T[“anirnbiirgerstraßc 22, für das Mristgcbot VO]! 250 000 :ck
- Dic (Zöläiibigrr dcr Kaiscr=Bazar:Actirn-Gcsrll: skbaft babcn Zriiungsbcrickyikn zufolgr bbrgcstcrn bksckylvffcn, drm Directorcn dsr (Hrscilschait ric soforti c Ilmnridung dss Concursrs zu cmpfrblrn. (?inrr bon dsr „Voss. Ztg." bsw ,.Conirctionär“ rni- 1191111112an Miiibkiwmii zufbbii' bat das Gi'i'icbt dcn 61*11(1!sö angs- twmmrn und die Eröffiiimg stcbt brbor.
*- Dcr „Hamburg. Börssnb.“ zufoigc isi Dcr Vrrtrag zwiscbcn 17811dcntscbi'nJiitc-Jiidustricllcn brziiglicb dcr Einschrän- kung ibrer Production, dcr im Dczsmbrr 1891 brratbcn wurde; gesicrii formell in Kraft grtrcti'n 11111“ drr Likgiim dsr Bctrirbs- Einsäyränkung bescbkossrn ivbrdc'n.
“Zn Licrn wird, wir „W. T. B.“ mcidct, am 21, ?. NT. e*im' Ziizung dcs Vörwaltiingsraibs drr Jnra:Zimblon-Eiskn- babn mir folgcndsr Tagesordnung stattfinre'n: ]) dcr Lisrickyi dcr Dirkctirn iib-kr dic iiirbisirii dcr Eintrittsbiiaii; 1111? die (Zrncbmigung drr dazn gcbbrcnirn Ann-Iri', 2) drr Lirricbt iibri' dcn Vctrag und die Ursachmt drr Vcrmcbrimg drr Be'tiichiisgabrn und 3) “die' Zu: sammi'nbi'riifimg riiicr iiiiße'rm'rcntlicbcn (Zirnrralvc'i'satiimiimg drr Actionär? ziir “.)iarifimtimi rini'r Emissirn rom 15000 ncucn Obli-
gatibnrn.
Lripzig, 1.4. Janitar. (W. TB.) Kammzug-Tcrmin- bandcl. La Mata. (Britndmustcr 15. prr Januar 3,571-«16, *rr Februar 35719161, pri“ März 3571516, brr April 3,5721 «16, Per ai 3,60 „16, PLL“ Jimi 3621-16, pcr JUli 3,62Z ;16, pcr Angust 3,65 «je:, Pcr Septcmbcr 3,70 „16, Pcr Oktobsr 3,70 „M, pcrlibvcmbkr 3,70 „45, PCL" Dlzcmbkr 3,70 416 Umsatz 155 000 YZ. _
TZik'U, 14. Janimr. (W. *T. V.“) Aiisiréis drr ösicrrsichi1ch- Ungarischen Staatsbabn (dstcrrricbischs NCH) Vom 1. bis 10. Januar 547089 Fl., LVDrbrcinname gcgrn dcn rittirrcchcndcn Zéitmum dcs borigcn Jabrrs 7875 F1. _
Bradford, 14. Januar. (W. T B.) Woils i'iibig, unbrr- ändcrt; Garnc rnbig, in “Stoffrn mrbr (Höschc'ift.
Paris, 14. Januar. (W. T B.) Dic Agitation drr 117181115 (10 ('béiUYS zur Bcssitigimg drr freicn (501111120 bat aufgcbört, da dcr Finanz-Miiiistsr sicb deni 11(*UC11 Sbndicns Hc'rbaitlt gcgrniibrr für Dic 9111 iiichkcit drr Couliisc 'aiisgcswrocben imd Gegrn- mafiregi'lii angrdrobt xai, fails dic *,)[ge'nti'n ibri'FrindicLigfeitcn gegrn dic Couliffc nicbt cinstcllcn 10111811. _
St. Petersburg, 1.4. Jamiar. ("W. T._B.) Gcwmn- zicbung drr russiscbcn Prämirn-Anlcibc Von 1864: 200000 Rbl. Scr. 819.3 Nr. 5, 75 000 Rbi. Skr. 19909 Nr. 18, 40 000 Rb]. Scr. 19736 911". 8, 25000 Rbl. Skr. 1036 Nr. 8, je 10000 Rbl. Scr. 12080 Nr. 4, Scr. 11509 Nr. 20, “Scr. 15426 Nr. 25, je 800091111. Zcr. 19288 Nr. 16, Ski“. 1788], Nr. 8, Scr. 10010 Nr. 40, Scr. 9995 Nr. 35, Sci“. 4167 9117.22, js 500001131. Scr. 7466 Nr. 22, Scr. 4408 Nr. 16, Scr. 15269 Nr. ;“), Scr. 18408 Nr. 40, Ser. 15239 Nr. 8, Scr. 5598 Nr. 20, Scr. 15385 Nr. 18, Ski“. 103.3 Nr. 12: je 1000 Rbs. Ser. 8063 Nr. 36, Scr, 10718 “Nr. 43, Ski“. 5210 Nr. 37, Scr. 1787 Nr. 39, SL!"- 12307 Nr. „3, Scr. 243 Nr. 47, Scr. 13540 Nr. 39, Scr. 15166 Nr. 43, Ski“. 3868 Nl“. 13, Scr. "14583 Nr. 5, Scr. 10160 Nr. 26, Scr. 16538 Nr. 34, Ski“. 17400 Nr. 6, Scr. 4403 Nr. 48, Ser. 16811 Nr. 40, Scr. 17749 Nr. „30, Ski“. 16192 Nr. 11, "Scr. "2.327 Nr. 2, Scr. 6304 Nr. 34, Scr. 17300 Nr. „36. _ _
Belgrad, 15. Januar. (W. “T B.) Es bc'trugcn dic Em- nabmkn dcr scrbischcn Taback-Ncgic fiir das Jahr 1891 7701235 Fr., 1890 6779865 Fr., mithin in 1891 mrbr 921370 Fr. Dir Einnahmen bm“ scrbischcn Salz-kkiegic bctrugen für das Jahr 1891 „3 265 914 Fr. (+ 321621 Fr.) Dic_ Einnahmen der Sii'mbcikaffc beliefen sicb fiir das «zubr 1891 aus 2386783 Fr., (+ 184 465 Fr.) _
N(xw-York, 14. Januar. (W. T. B.) Die ;_Yöryc war an- fangs scbwack), später bcrschärftk. fick) die Abschwachunxz bis zum S )1uffc. Dsr Umsaxz dcr Actien betrug 356000 Stü_c_k._ Der Silberborratb wird auf 3300000151»! gkschätzt. Dir Silbe r- verfänfc betrug?" 172000 Unzcn.
Verkehrs-Austalten.
(W. T. B.,) Dcr Uniondamvfcr
London, 14. Januar. _ _ AUsrmfc griicrn von Madmra ab-
,.Me'xican" ist auf dcr gcgangen.
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