1892 / 16 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 19 Jan 1892 18:00:01 GMT) scan diff

fübrbar fick) crgcbcn babcn, näher a11zugeben,_ aus welchen Gründen die Absiandnabme crfolgt ix. Die Nachwe1s11n1 _1st an den Re- gierungs-Präsidcnten cinzurei cn, wclchexysie, mtt Femcp Bemerkun cn versehen, durch die Hand des Ober-Prafidenten mir bis zum 15. c- bruar 1893 einzusenden hat.

3) Abtre'nnnng und Zulegung cinzclucr Grundstücke 2 Nr. 4, 5). _

Die Abtrennung einzclne'r Theile bon cinem Gemsmde- _odcr Gutsbezirke und deren Vcreinigung mit eincm anderen Gemeinde- oder Gutsbezirke erfolgt durch Bcschlus; dcs Kreisausscbuffss, dern 81112 Anhörung der betbciligtrrx Gemeinden und Guthesißcr, sowie der B ißer dcr betreffkndcn Grundstücke Yoranzugzbcwbat, _sowmt 91116 sol Anhörung sich nicht durch die 118116111811 Anfrage erubrigt. Die hier in Rcdc stehsnde Maßnahme wird insbe1 dixdere Vorkommsn behufs Verbesfrrung unzWeckmäßtger Bßzirksgrcnzen, 1011116 behufs chelnn, des communalen Verhältnis'cs der in Verschicdencn Landkstbeilcn 1111 bestehenden Dorfaucn, M! ,L rechtlich der 912ng 1111111 Bcstandibrtle dcr Gutsbezirke bilden. In den Verhandlungen BLZ andtags machte sich überwicgcnd die Ansicht geltend, daß es dcm bffcntl1chen Zntxreffe entspreche, ive'nn die Dorfauen (1111181116111 dc11jci11gc11 Landgemeinden cinberleibt würdcn, in dcrc'n Brzirkcn sic beixgcn smd. Eine solche Regelung wird sich nöt111gc111alls namentiick) auf Grund _der Vorschst in § 2 Nr. 5 (?. crzwingcn lasscn, da bci dcr gegcnwäriig bestebe_1_1den communaie'n Zugsbörigkcit der Dorfaucn zu dzén Gutsbezirken baufig ein krbeblicbcr Widerstreit dcr connnunalc'n §51_1_ierc_ff_en zu entstebcn

flegi. Die Ncure elung des conuuunale'n _Vcrbaltnistcs dcr Dbriaucn at eine privatrchtlickx Arndcrung dcs bißbcrige'n Iicchtsz111tandks, namentlich in Bcircff dcs (ingcnibums (111 11161611 _Grnndstückcn, 111cht zur Folge; bielmcbr blsibt dic Herbcifiibrung cms): solcbcn 11191181- gebcndcn Acnderung dcr Gsscygchng vorbcbaltcn. _ _ _ __

Licgt kein allseitige's Einverständniß dEr Bctbciiigtcn [»Jug- licl) der Abtwunung und Zulegung bon er1rk§tbcikm1 vor, so__ian11 de'r Kreisa11§sch11ß diesc Maßnabmcn nnr bc1chl_icß1*11, w1*1111_„das offrni- Liebe Intersffs cs crhcischt“. Cin iokckzcs öffcnilicbcs Intkrcffc [OU gleichfalls 11111" dann als Vorbandmi angcnommcn 111crdcn, 11111111 ("1118 der in § 2 911.5 formulirtcn, 1111101“ 2 bcrciis näbcrc1'iir1sric11Vorauö- seßungcn borlicgi. _ __ _ _ _ _ __

Gcgcn dcn 258111111113 dcs „Kreisauöwbusws iindci 111 alicn Fc'iiiljl des F" 2 Nr. 4 --- mag (Tinbrrstäiidniß drr Bcibcilixxicn borgclcgcn babrn odcr nicbt - dir Bcschwkrdc', in dcm Uiifkk § 2 Nr. 3 bor- gcsebrncn Justanzsnzugc statt. Soll aus den abgrirrnnicn _(Hrund- stücken ('in ne'uer chncindc- odcr Guisbczirf grbildct wcrdcn, 1o“_1st 111 drm Brscbluffc dir Königlicbc Grucbtnignng (1911111191) dcr N_c_11b11d1111g vorzubcbaltcn und, sobald dcr B81ch111ß 6111111911111 gkwordcn 111, wcgcn Einholung dsr .K'öniglicbcn (Zömtc'bmigung Bcrickßzn crstaticn. __

Die Landrätbc babcn iibi'r dic bbrbkzcich111*r1*11 IZiafiiiabixzcii, wclcbs bis zum 1. Januar 1893 (ingclcitßt sind, 11119 1111111na1*11cickc_Nach_- Weisung aufzustc'Ümi. Tic Nach1vci11111g bai (1115111165911, 111 1131? 11181 Fällrn die' cingclcitcikn Vbrfsindlungcn znnrcndgüliigcn lesrhlus; gc- 1a11t sind und 111 wie vici Fäilcn 1111 11011) 1chwcbcn._ D1€_Nac1)- weiTiung ist dem I)iegicrungs-Präsidknikn Einzurkich9m Welcher dicscibe, mit scincn chcrkungcn bcrirbcn, bis 511111 ]Ö._FC[)1'11111' 1893 durch die' Hand 1753 Ober-Präsidcntkn mir cinzurcicbc'n bai.

4) 211186111a11dcr1c1§1111gdcr Bbibciligtrn 3).

Durés) die Bbsi11111111111gcn i11§3 wird dcr (chcnsiand dcr in Folge bon Veränderungcn dsr Grenzen der Landgcmcindcn 1111d Guis- bezirke noibwéndig wcrdkndrn 2111§ci1ia11dcr16151111g zwischsn dcn Bc- ibciligisn gcgc'niiber dcm bisbcrigcn Rschtsstandc bciräcbtlick) crwc'isrt Und näher bezeichnet. Wenn 131111 dsr bicrnack) 111111111an ArtIglricbiing dcr öff€11tlich-rkchilichcn Inicrcßcn cin 111111ichtigkr (ööcbrauck) 1181110191, insbesondére dahin gewirkt wird, das; nacb jeder Richtung bin Billig- keii walici, und das; übcrtricbc'nc Ansprüche fern (1611011911 werder, so steht zu crwartcn, das; die Bcsiimmnngcn dcs § 3 dicDurcbfiierung der im öffentlichrn JiiichffC notbivcndig wcrdondcn Bczirkbbxrgndk- rungcn erleichtern wcrden. Di? Anörinandkrstßung tritt _crft 11119196, *also nach bewirktcr Vcrändernng dcr Bczirkr cin. J11drs1r11 1111rd c: in der Regel dem Interesse» drr Sacha ciiisprkchen,_ 11161111 bxrstts _bx't den Verhandlungcn 11081,“ die' Bczirkxibcränd611111131111 1911111 --*_-_ 1all_s__d1?111 dadurch nicht erbcbiick) bcrzögcrt odcr 111 111178111 Crgebni111r gcsabrdc't wcrden _- die für 1318 AuIrinandcrse'Hung in Wciracbi kmmnsndsn öffentlich-rcchilickxn Vcrbältniffs dcr Bstbbiligtcn ilargcstclit und (111- skits zufrisdcnstc'llc'ndc Yorstiindignngen gcirofscn 1116112611.

5) Zivcc'kbcrbändk (§5§ 128 515138).

Nach den Bkstinnnunge'n dcs Vi-kaM Tiich dcr_Lqi1dgc111k_indc- ordnung sind dir zu bildenden ZMckbcrbände e*ntwsdcr 11101117, wslchsn qui ihren Antrag 111it31'ö11iglici11'r Gmwbniigmig die Rxchie bffrniltcbsr Körpsrschaften bcigclogt wcrden, odcr sol_ch€, 1116011811 dic1e Rßckztc nicbt- zusterhrn. DLL: Bildung dcrartigcr Verbände ist besbndcrr FÜUQUZZ zu widmen, und es werden dazu die Erwägungsn und Vcrbandlmiqxn, betreffénd Aufbsbung, «Zercinigung und Umwandlung 11011 (5581119111179? Und Gutsbézirfcn (s. obe'n Unter 2) vielfach (_Hexegrnbbu 5111111. Es wird bei Einlkitung 'cncr Verhandlungsn, 1011316 1111 111811911211 L_Wrbauie , dkrselben zu prüfen cin, ob dem Bediirwns; an_ Steile Liner Béztrks- veränderung besser und [Lichtrr durch die Vcrbmduug dcr bßsicbc'ndcn Bezirke zu cinzclnen Zw-cheén nacb MaßZabc der §§ 128 ff; ab- zuhelfen ist. 521er auch abßswlwn “von jenen * *erbandlungcn 111u1;_d1e Bildung nützlicher Zweckbcr ände nach Maßgabe_ ders (5391111381? il)1111[1chst gefördert Werden. Als daZ11ächsilichndc Gcbxet, (111 welchem 11161" Line rege Wirksamkeit Entfaltet 1vc-rdcn kami, stellt 11 _dtebffcntlrcbe Armenpflegc dar. Es kann in dieser Beziehung aus die Eingehenden (Érßebungen übcr dic Nothwsndigkcit der Bildung bon Gcsammiarmen- ver (“inden und auf das die Abänderung drr §§ 31, 65 und _68 des Geseßes Vom 8. März 1871 betreffc-nde Gerry vom 11. Juli 1891 (Gcs.-Sa1n1nl. S. 300), sowis dessen Begründung BLZUHJ gmxommen und daran dis: Eribartung geknüpft Werden, dasJcs drn 5_811111bunge11 der Bsbörden gclingcn wird, überall da, 1119 16 öffentliche Armen- pflege bisher 111?ng man elnder Leistungßsabigkeii d€r Ortsarmbn- vyrbände ihrer Ausgabe 111 tgerccbt Fwordsn, oder wo_ durch cms unbillige Vertheilung der Lasten der rmenpflege auf die cinzclnen Ortßarmenverbände cin erbeblichcr Widerstreit communalcr Interessen entstanden ist, nunmehr eine Vervollkommnung dcs bisbc FTM Zu- standes dun?f Bildung von Gesannniarmenberbändcn nach 2 aßgabe _der §§ 128 . (Vergl. insbesondere § 131) der Landgemeindcordnung hUberÜHUYU- _

as dte bcrcits bestehenden Zweckverbände, betrifft, so ist zu bea ten, das;_gemäß § 131 Absa131 auf die Gesammtarmcn- yer ände die Bestimmungen des Tit. 117 der Landgemeindeordnung sinn emäße Anwendung finden. Diese Verbände sind daher, soba1d die ememdeversamtxilungen (GemeiUdchrtrctungen) neu gebildet 1e1n werden,_ zu veranlaßen, da? sie ihre Statuten dcmcntsprechend _einer Umarbeitun unterzteben. Kommt ein andertveitcs zur Bcstätt ung eet neies étatut durch freie Vereinbarung der Bctbeili trn ni t zu tan 8, so 1st dasselbx nacb Anbörxmg der leßteren dur den Kreis- ausschuß, oder, alls eme Stadtgememde beibciligt ist, durch den Be- zirkSausschu fe izustellen (§§ 137,138). Was die sonstigen be!- reits be lebenden Zweckberbände betrifft, so ist, Wenn sie ihren Aufgaben genügen und die Betheiligten nicht selbst ihre Um- gestaltung beantra en, deren unverändertes Fortbestehen durch das Gesey 111 tausge chlo cn. Sorveit aber eine nähere Prüfung der Verbältni1e ergiebt, da befiebrnde weckVLrbände in ihrer dermali en Gestaltung den Anforderuxigen, Wel e a11_ sie gestellt werden müs en, nicht in ausreichender Wßtse entsprc en rst deren Umgestaltung nach Maß abe der neuen Besttmmungen crbeizufübren. __ nlangend das Verfahren we en Bildun bon Zweckberbandcn, so olgt dieselbe nach Anhörrmg er __bctheit ten (Gemeinden und Guts esißer im FaUe 1bres Einverstandnis es dur Beschluß des KreiSausschuffes; auf Bes werdx egen diesen Besch1u 11a) 61117- gülti der Bezirksaizsschuß zu eschlt_ en. Wenn em Einverstgndniß der Hetheiligten n1cht_ zu erzielen 1t, so kann das Einbersiandm durch Beschluß des KretSaussÖ-ußes er e t wsrden, sofern das_ öffent- „Uéhe Interesse dies erbeischt, 1) _ne da der Kreisausschuß bei _Beur- !!)ei-lung der Jra'ge des offei'ttlichen Interesses hier an bestimmte

Voraussetzun en",c'bundc*n wäre; auf Bkschwerde gegen den Beschluß des Kreié-“aus chu es befcbließt endgültig der BezirkSausschuß. Die Verbandsbildung srkbst Erfolgt in dem Falle mangelnden Einverständ- nisscs der Bcibeiligten nicht durch die Bcscblußbchörden, sondern durch den Ober-Präsidcntcn 128). Demnach ist dsr Obcr-PrYident nicht bkfugi, in den Fällen, in wclchc'n rin Einverständnis; der etheiligten 1"!er die Bildung Links chckbcrbandcs _nicht zu crziekc'n ist, eine solcie Verbandsbildung im Widerspruchs 11111 den Beschlüssen der Sclbsi- bérwaltungsbelwrdcn durchz111übren; es_ steht ihm aber auch cnigcgcn solchexi Bkschliiffen die Bksugniß zu, die Vcrbandsbildun? abzulcbm'n.

11111sichtlich dcr NuSkina_11dersch1111g _unte'r dcn Bcibsi' igtcn, Welche der chrbandbbildung nachzuwlgcn hat (I' 130), gclicn im wcscnklichen die oben untcr" 4 angegcbencn Grundsätze.

_ Ueber die Organimtion, die Verfassung und Verwaltung der 11611- zubildcndcn Zwrckvrrbände enthalten dis §§ 132 näbcre Bcstimnmngcn, wclche cincr. Erläuterung zunächst nicht _bsdiirftig erscheinen. _

Bis zum 1. Januar 1893 Haben dis Landrätbc cin? Nachivcisimg dcr cingelcitcten Vrrbandsbildungm cinzurrichen, ans Welcher ersichtlich ist, zu welchem Zik1k dic Vkrbandlunacn gelangt sind, odc'r in 1138111181“ Lage sick) dicsclbcn bcfinden. *Die Nachwi'isung ist 111 gleichcr Wrist? wie die 1111191: 2 nikiilrzubcfördcrn.

6) Vertbsiligung 11011 Stadigcmcindcn bri dcn untcr 2, 3, 4, 5 crörtcrtcn :).)iaß11a11111r11 2- Nr. 6, § 138). Die cröricricn Maßnabmcn findi'n auch auf Stadtgi'nicindc'n “U11- wcndung, 11191111 cs" sich darum bandelt, Landgsnwindcn und Gutsbezirks odcr abgetrennte Tbcils dcrse'lbcn mit cinrr Stadtgemeinde zu VS).“- einigkn, odcr Tbc'ilc cincr Siadigcuwindc abzuirrnncn Und mit Land- „meindrn odcr GiiiIbcziricn zu bcrcinigrn odor zu 11811011 ländlichkn Qezirkc'n zu gkstaltén odcr StadtgemeindM mii Landgi'mcindcn und (HutHbczirfrn zn Zwrciberbiinden zu barcinigcn. Hierdurch «[Cidcn dic Vor1chrisir11 in Z'? dcr Städteordnung 110111 30. Mai 1853 Von Abs. 3 ab 111311111113 Abändci'ungcn, wäbrcnd es bcziiglich dEr Einbér- lcibung bezirksfrc'icr Grundstücke in dcn Brzirk cincr Siadtgcme'indc bei dcr besisbcndcn Vorschrift bkwe'ndct („H 2 Nr. 1; § 2 Abs. 2 dcr FFZtWrdnung und J" 8 dks Zuständigkci117116191565 110111 1.52.1ug11st

*) „_

In 1111611 Obcnbczcicbncicn Fiillcn sind die lciicndln Grundsäix

und ist das 2511111111611 im wcscntlickxn da§(951cich6 wic obe'n unikr 2, 3, 4, 5 angrzebcn, abgesc'bi'n dabon, daß an Stelle des Landraibs der Regicrnngs-Jiräsidcni, an Sich “OLJKL*(*iÖ(11lÖschU cs dcr BkzirkMuösMts; tritt, und von den sonstigen Abändcrungcn in Licircff dc'r Zuständig- 11711, weich sicb aus der Natur dcr Sackß und ans dcn brsbndsrc'n Vorsckyristcn i11 § 2 Nr. 6 nnd § 138 611119011.

In 17911 1111611 untcr 2, 3, 5 a11g€ordnrtc11 Jich1ch11wisinxx1m1 sind dic“ FTU? i11 dcncn Link Stadtgcrncindk mitbctbciligi ifi, 1111101111118 bsrbvr- 31116 cn. -

7)11111wa11d1111ig 111111Siadigcmeindcn inLandgmnrindru Und 11111grk81)rt „1 Abs. 2).

Nach § 1 Abs. 21711111 Stadixicnwindkn die' 2111111191119 der Land- gctxicindéordiiung und Landgemeinden dic Annahme dk!“ Städteordnnng 11111 ibrc'n “1111111111 itari) Anhörung des Krcismch und Prrbinziai- Landtages durcb Königlicbk Verordnung gcsiaitci werden. In den bst- Licbcn Provinzen ist 71116 11611113 großer LandgEmcinden mii bobkr Cin:- 1000116150111 borl)andc11, Miche eincn borwiögcnd städtischsn Charaktkr babi'm. Fiir_1“olcbc Orte ist dir? Landgcmeindcordnung 1116111161) nicht die _angcmcstmtc FM.“!!! zur Entfaltung dcs ebnitninmle'n Lebens; wie 1ic X_ÖWM 91111an Wcskn nacb Städte sind, 11) wiirde sich die städtischc Verfassung nicht nur weit 1116111 für 118 6111111111, sondc'rn sic wiirden durcb EiUfiibrnng dcrsx'lbcn cine Förderung in ihren wichtigsten Likbcns- 1111616s1€11 criabrcn. Andcrcrsciis 111111111611 in dern östlicbcn Probinzsn viel? kicins Städte mit mir geringsr Einwobnbrzabl bor, wel ,s, vor- zugöwsise anf d€11 Landbau angewicscn, (111 drm größcren Tsrkcbrc nur 111 geringcm Maße: ibéilncbmßn, somii 6111611 dorfäbnlichr'ii Charakter Habkii. Solchmi 118111611 Siädicn bermag dic städtischr Vcr- 11111111111 keine VONÖCUL 111 ULWÜHWU, da iii“ dcr ibrcn Vcrbälfniffcn €utsprrchcndc11 Einfach1ckcit cnibebri imd UnnütZC Kosten bcrrirsaéht.

Unter dcr gcgsnivärtigen (Bcsrizgchng bat sick) der Umwandlung kicimxr Städic 111 LandgCMind-cn --* (1111161811611 11011 d€n1 11119611rdn81'611, unsicbcren Zixsiande drr [kindlichln Gewiriiichrfassinig --- 11a111611tlich das Brdrnksn cntgegcngcstellt, das; dadurch eine Anzahl der bisher Stinnnbcrschiigicn, nämlich die nicht mit 61118111 Wohnhaus: ange?- sesse'ne'n Gsrtxci11drbiirgcr, daI Bsirgcrrecbi 111111161811 wiirden. Dicsc Schwicxigksir ('ksÖCiUl mmmcbr durri) dic Bksiimmimgmn 1111 „H 41 11€sciiigi. 211111) wird die' Annabuw dcr 9,1111dgcmcindcord111mg für solch“; Städte“, welcbe" zw-Jr 61111? nicht ganz 11111'rbcblicbe (Ein1110b11crzab1 (1111- 111611611, im übrigcn abcr bon größcrsn LällkgMWitldCU nicbt 1116111111111) 11crschikd€n simd, durch dic" nac!) § 74 Abs. 6 1111d Q“ 75 Abs. 3 gc- boicne Möglichkeit drr Einriéhtung cincs cochgiaiiscbcn (9561116111738- borstandcs und drr Ilnstcklung 6511111“; brfoldeicn (Yrmrmdc-Vo".'1'icbcrs crsétcbieri.

Die Bcivcgimgsn dcs (Hsnicindelchns, 111611118 durcb das anrast- ,

trixicn de'r Landge':nsindrordnnng cntstcbem, Wkrdcn 111an11igf11ch621nläffc zu dsr (Erwägung bieten, ob dic 2111111111111? dcr Städteordnung 16118111“) einzelner rößersr Landgmnsindrn mit Vorwicgcnd siädtischkm Cbarakirr nnd die:" .[1111abmc der La11dgcmci11d€ordmmg seitens einzelner dorf- ariigcr St_iidte sich cmpfi-xbli. Fälle dieser Art [lind durch den Resis- rungI-Präßdenicn festzusicllc'n und cintretrndenfa s die Verbandkungrn mit den bezüglichen Genwindcn WWE" andcrwciier Rrgclung ihrer Gmuejndebcrfaffung ci11zulcitcn. Berlin, dcn 28. Dezember 1891. Dcr Minister dcs Jnn-Irir.

*Herrfurtk).

Anweisung lll

zur Ansfiibru 1111 1161 Landgemeindcordnu ng für die ficbrn 131111111811 Provinzen der Monarchie vom 3.2";11111891 ((H 21. - Sam 111 [. S. 233), _ brtrcffcnd __ dic Vcrfassung und Verivaltung dcr Landgcm Linden)) 11. D ie Organisatibn der Landgc'm 8111an.

Die Q rg a 11 e der Landgemeinde sind der (:"-Ö 1? 111 e i 11 d - V o r si e 1) e r mit den ihm zur Unterftüßung und Vertretung beigcg:3benc11 Schöffen und dir Gem 6 in d c 1) r s a m m i u 11 g. Unis: dem Gcmeindc-Vorftcbcr stehen die fiir 8111511112 Dicnstznwigc odc'r Dienstberricbtungen Zr- nannten Gemeindebcamicn.

An Stelle der Geuwindebersam111111119 tritt, wo dicse zu *ablreick) sein würde, odrr aus anderen Gründen eine ortsstatutariscbe Ziegkluxng stattgefunden bai, *:inr gcwäbltr (55 c 111 c i n d 1311 rt r c t u n 9. Für grö ere Gwneindrn kann die' Einrichtun? getroffen werden, daß die wi tigeren Gcscbäfte dcs Gemeindc-Vorstc )ers von einem collsgialiscbcn G e 111 e i n d ev () r | an de, bcsiebcnd aus dem Gcmsinde-Vorsteber und dkt'. Schöffen, Versehen werden.

1. Die Gemci11debcrsa1111nln11g. _ 1) Stimmrecht. __

Die GLme-indebcrsammlung besirbt zxnmchst aus den stimm- ber-xchtigten Grmeindcangehörigcn. Wclchs Gmncmdrangebörigen nac!) ihren persönlickßen und wirtbschaftlichen E1genschaft€z1 als stimm- berechtigt anzu eben sind, ergiebt “ck aus §§ 41 bis 44 und 45

Abs. 3. AUZerdcm sind ftimmbere 11th in dcr Gemeindkvcrsammlung Auswäero nende, juristischr Personen und GLseÜfchaftcn nach Vor- schrift des § 45 Abs. 1 nnd 2, wenn sie Grundbesiß von dem Um- fange OdLL' Wrrtbe ciner .,Ackcrnabrung, Welche zu ihrer _Bewirtb- schaffung die Yaltuw bon Zugvie'b Erfordert", im Gen1€i11d€bez1rk haben.

Jedem i_imm crccbtigicn strbt der Regel nach Eine Stimme zu.

_ Als GentUndcglicd-Ir werden die'enigen Geme'indearrehörigen be-

zeichnet, welchen das Stimm: uxid ablrécht und das *. echt zur Be- kletdung unbesoideier Armixr zusteht.

*) Die bbne nähere Bezeichnung an efübriku Paragraphen sind die der Landgemsindkordnung Vom 3. Juli 1891. '

2) Mebrfache_Stimmen.

_ Stimmberechtigte, welche bon tbrcm Grundbksiß im Grmeindc- 1183111 an Grund: und Gebäudesteucr 20 «16 odcr mehr zahlen, haben zwä Stimmen,

50 drei 100 .. .. vier

Die Geiberbctrcibcndcn dsr drei obcrsten Gewerbesteuerk1a1en

n_ach_dc1n ©81th Vom 24. Juni 1891 (Ges.:Samml. S. 205) &a en cm 111 cntsprcchendew Wcisc bcrmcbrtes Stimmrecht 48 r. 2“ Abs. 3). Für das Jahr 1892/93 gcltsn die in der Anweisung 1 11 1 511 a Abs. 3 dargslcgtcn Grundsä 12. ' Auf Antrag des _Kreisauss ussLs können durch Besschluß des Provinztal-Landtages dte' vorsicbkndcn Grund- und Gebäude teuerfäßc 11131120, 50 und 100 «16. erhöht odsr _ Höchstens jcdo um die Halfte „_1 rniedrigt wxrdcn; in__g[eichcr Weise kann die timmen- 511111, 511 welcher die' _im Gcsytz 611111511th Steuersätze berechtigen, um rms _(d. 1. auf drkx, 111cr,_f1"1111) €rböbi wcrden 48 Nr. 2 Abs. 1 11117) 2)._ Durrh ('1110 Erböbnng dcr Stimmenzahl der Angesessenen“ Wird (*1111'. 61111prcchrnd€Crböbung dcr Siimmc'nzabl der Griverbe- irrtbcndcn 11011 scélbft [)krbcigefiibrt 48 Nr. 2 Abs. 4).

chn dérKriéisxachhuß bcschlie i, eine derartige Abändrrung der 1151615116151 9_icgcl_ bm dcm Provinzia Landtage 311 beantra en, so bai" dcr_ Lgndraib _dic Gcnwindcbrrsmmulung 11er diese A änderungs- bbrjrxxlagc „511 bbrsn und durch VcrmiiiclunJ dss Régikrungs:Präsidenten dic 1a111n1i11ch111 Vyrbaydlungcn dcm O cr-Präsidcntcn einzureichen, bon wclcbcm 11c 11111 611101“ gntacistlicbcn Aknße'rnng dcm Provinzial- Landtag€_ 111111111161 cn sind.

_ 65 111 jcdo _)_z11 brachten, das;, 11161111 cinem Wobnbausbesixzer auf Grund dcr_v011 111111 cntricbicicn Grund: und Grbändsstcucm und zu- ch1_ch 111 srntcr__E1g1*11scl)ait als Gchrbcircibc'ndcr eins Mehrheit von Hiiinmrn 1111111111811 solltc, diss? Siimmsn nicht zusammenzurcchnen smd, _soxidcr1111ur die riißsre Zahl zum Ansatze kommt.

_ Kcm Stimmbcrc tigterdarf auf vorstsbcnde Weise mehr als ein Drittcl allcr Stt-ximcn auf 11111) versinigknz geschieht dies, so1nu_1;3 eine *Herabsctznng statisindrn, WLlchk bonsdcm Gernsindc-Vorstcbec ,erbei- 311101)an ist (F" 48 Nr. 3).

_ _ _ 3) _Colicktibstimmen. _ _ Andgbrsbits 11c1cki das (Hesel; eincn Fall vor, in welchem nicht ]cdcr _GrnnntbcrrÖtigtc Line wolle Stimmr Hat. Die Gemeinde- giigcborxgcn, welch? _nicht 11161811 ibrrs Grundbejiizks, sondern wegen 11)1*6st11111ck_1111111115 111mmb1're tigt sind, 1011611 11a111lichzusammen 11icht mrbrglxß ('.111 Driiicl dcr Stimmcn fiibrc'n, also Höchstens Halb io b1clStimmcn als dic iibrigen Stimmbrrcchiigtcn. Uebersieigt die Anzahl der nicht angbscésknkn 1556111ci11d1-glicdcr den dritten Theil der Gcsanimizabl dcr Yiit icdcr der Gcmsi11d1113ecsam11111111g, so Haben die crster€11 ibr St_nnmrc „r durcb cine jcncn Verhältnissen entsprech€nd€ Anzabi *.wn Ab11(*ord11_sicn anszuübcn, 111616116 "ie 111113 ibrbr Miike (1111 d11é Dancr 11011 _sc'cbxs“ Jabrcn wählen 48 “. r. 1). Die Wahl er- folgt 11111 (,?Uiiadung Und 1111tcr Lritung dcs (Hsmcindc-Vorsicbrrs. & _ _ 4) Stcklberirciung.

__ Das Sinnmrc'cks rst in der Regel ersönlich auszuüben. Aus- waris11111bm'11d1' könmxn sich durch männli )L"Gcr11ei11deglicder verircéten 11111911 oder iclbst cr1chrinc11_; Miblichc und unselbständige Personen, 1ur1st1schc Pcr1011-2n Und (Hrscllscbaftcn 1151111811 nur durch Vertreirr 111 dcr__bom (HMH 116111131“ gercgaltcn Weiss ibr Stimmrccht aus- 1'15611 46, 47). De_ér G8n1€i11dc-Vorsteher bat im Zweifelsfailö Eine: durch Z).)kcbrbci'rxébkscbl11ß zu treffendk Entscheidung dcr Gemeinde- bcrszZnnnlung iibi'r ditéGiiliigkc'it dcr Legitimation dcr Vrrtrc'tcr Herbei- zu111 1611.

_ 5) Lisié drr Siim1nbcr€chtigiew

_Dic _11ch1ch Nr. 111, 111117 „131 dsr Anweisung 1, betreffend die erst- maltgc 231111111111 dcr Grnwiiidebrm1111111111111; Ln UndJGerneindsvertre'tungen, 110111 7. November 1891 rndgiiltig friigestrllta Liste der Stimm- bcrrcbttgten isi 1111111" Brriicksickyiigung dkr im LauLL der Zeit ein- irsrsndcn _Vsrändcrungcn fortzuführen und in Gcmä beit dk!“ HF 3. und 56 ackjäbriick) im Januar zu berichtigen. _

_ 6) Vorsitz.

DCU 21011113 111 dir G11118111dcbcrsam111lung fübrt drr Gsmeindr- Vorstsbcr odcr dLr ibn vcrirctrnde Schöffe (i. 111 2); bei Stimmen- xilcicbbcii gisbt srinc: Stimme dcn “Ausschlag 88 Abs. 2, § 107.) Er beruft diE? Vcr'antmlung, so oft dir Geschäfte es erfordern (H 1.04), 1131161 bicsélbe und bandbabt die SiYungspolizei 110). Ordnungswidrich 2561115111611 sines Mitgliedes 111 der Versammlung 1111111 durcb Orrsstaiut nach Maßgabe des § 112 unter Strafc gestellt

111111811. 7) Sißungcn.

_ Tic(55cmeindsbcrsam1111u1111en sollen in der Regel nicht inWirtbs- iiinsern Odrr Schänkru abgebalten ivrrden (8 104); als Zuhörer “:ön11c11 die 111 I' 109 bszeick111cten Personén t é11311111351118n. Die BL- ick11üs1c iind untrr Angabe dcs Tages und 1381" .lnMsenden in ein be- sondcrcs Biwi.) cinzutragcn und bon drm Vorsixcndcn und wenigsikns 2 ZNitglikdcrn dcr Vérsammlung zu 11ni€rz€ick11€11 111). Dkk Schrififiibrcr braucht nicht 311 den Mitglic'de'rn dc'r Gemeindeber-

samminng zu gcbbrku. _ __ _ 8) Besck)l1tß1ai)igkcii.

Zur Bcsck)lußfäbigkeit dcr Genwindebrrsammsung gshört, daß mrbr als ein Driiisldcr 111111111b€rcchtigt€11 „kaeindemitilicder“ anwesend sind 106 Abs. 1); dis nicbt genmindcan Sböri sn Étitntnbercckytigimi und die Verrr€tcr [1191ka also bei dicser Gch nung außer Betracht. Bei jrder Vorladung ist auSdrücklich darauf hinzuweien, daß die Nichterscbcinenden sicb dyn 256111 küssen dsr Erscheinenden zuunierwerfen baben. Erfolgt )))-MLU Be1chlu€unfäbigkeit der Versammlung die Vor- ladiing zu einer 118111311 Vrrsammlung, so_kommt es auf die Zahl der Erscheincnden nicht wciikr an; bieraus' 111 bei der ziveiten Vorladung binzunwistn (Abs. 3 Und 4 a. a. O.).

, 9) (51csck1äftskrcis.

Aniangrnd dcn Geschäftskrcis drr Gemeindebersanmckun1,«so Hai.“ diesylbc übcr alle GLmrindeangclegrnbeiikn zu bkschließcn, owkit sir nicbt axtsdriicklicb durch Gesetz dexm Gcmcinde-Vorstehcr ( emeinde- vorstand) iibcrwisscn sind. Ucbcr andere als Gemxindeangeleßexibciten darf die Gcmeindcbersammlung nur beraibrn, soweit sie durch e1onderc geseizli e Bestimmungrn oder Aufträge drr Anfsickytsbebörde dazu bs- rufen ii (,L 102). =

“11. Die Gemeindeberirctung.

_ _ 1) Einführungyder (Hemeindxvertretung. _

Beträgt die Zabl der Stimmberechtigten niehr als 40, so tr1t_t an SteUs dsr GStneinersammlung eine Gemeindebertreiung. Dkk, Wahl dcrsklbe'n ist -- crforderli enfalls von Aufsichtswegen sofort zu brranlasßn, sobald die beri tigte Liste _(f. oben 1 51) xnebr als 40 Stimm crcclxiigte nachweist. Bei geringerer 3111) kann dtex Bildung einer Gentrindebcrtrctung d11rch Ortsstatui cmgefübrt oder im öffentlicbkn Jutcrlffe durch den KrctSaué-scbuß angcordnei werden 49 Abs. 1 und 2). “*.-Z

Da, wo bc'rc'its jetzt eine Ge1112111d1'bbrtrciung bcstcbt, behalt es dabei nach Maßgabe Öls § 147 Abs. 1 scm Bchndcn.

?) Zusannnsnscßung; Wahl der (Hsmcinchrordncicn.

Die (Hsmsindebertrctung bestsbi außer dem GUneinde-VZrstCHM und dcn Schöffen aus Gemeindeberordncisn, ivc'lchc__bon den Staum- b€r6chtigte11 aus ibrcr Mitte auf sechs Fabre cwahlt werden. Die Zahl dsr Gcmrindcverordneirxi betragt das reifachc dcr Zueri- genannten, kann aber durch Statut auf 12, ]5 18 oder 24 erbö t wcrden 49 Abs. 3). Eine Erhöhung der Zabl dcr Gemeindever- ordnetcn wird zwsrkmäßigcr Wcisx nur in dxnjenigcn Gemeinden in Anregung zu bringcn skin, bet denen 11miangr€1che communale Auxgaben zu lösen sind odsr ein größeres Gcnnxindevcrmögcn zu ber- wa irn it.

Ni t wählbar sind bis in § 53 bezeichneten Personen. _

Die Wahl erfolgt nach dem Drciklaffensyftcm na Maßgae der §§ 50, 51,_wo11ach jrdcr Stimmberechtigte in seiner Kla e_eine Stimme bat, jede Klasse am Drittel“ dsr Gcmeindeberordneten wahlt, “VFW“ an die Angebörigcn der Klasse gebunden zu sein. Mindestenszwec _ rittxk“ aller Mitglieder der Gemeindebertxctung MYM Angeseffene sem; du: bic'rnach zulässige Zahl der zu wahlenden 1

' .: ** ““'-“1971173719 TUHH, . «.;

chtangeseffenen wird auf"

die drei _Kchn nach Maßgabe des § 52 möglichst [rieb vcr- theilt. _Dtc ablen erolgen auf sechs Jahre; alle zwei Ja „re scbeidet ein Drittel der (&leth aus und wird durch Neuwahlen Ersetzt; dit;h anbercn Bestimmungen über die' Wablcn sind in §§ 54 bis 64 en a cn.

_ Was die Wahl 11achWab1bczirk€11 bc'trifft, so ist zu beachten, daß die Bildung der le term sich au! all_e odrrxinzclne der drei Klasscn erstrecken kann, "ed immer nur iir wlch Klassen zulässigist, wrlchc mcbr als 500 abler umfassen 51 A 1“. 1).

_3) Bcscblußfäbigkeit, Vixrsin, Sitzunzcn, Gcscbäftök'rris.

__ Dl? Gememdevertrktung i1i eschlußfäig, 11111111 mcbr als" die' Halit? dcr Mitgliedsr anwksknd sind 106 Abs. 2). 11119111- sYuidtgtcs Ausbleiben kann durch Ortssiaiut nach Maßgabe dcr Vor- s rtstcn in F“ 112 untcr Strafe? gestellt wcrdcn._

Im übrigen kommen in Betreff dcs Vor11131's, dcr Zusatmnkn- berufurrg, der Abhaltixng dcr Sitzungen und dgs 153€sch1äftskrciscs die für die Grmsindcch(1111111111119 gkge'bcncn Bcftimmnngcn zur An- wcndung (s. obe'n 1).

111. DM GenisindC-Vorsichr und dir sonstigen (H1'1111'i11drb6a111te11. 1) Wabl drs Gcmcindc-Vorstébcrs; Gcsckyäftskrcis.

Der (HcmeindL-Vorstcbcr wird bon dcr (5561116i11d6b1'r1'a1111111111111 GMWindCVLrtkEtUUg) aus" drr Mitte der GenwindeÉicdrr gcwäblf. 11' Wahl ckon durch Stimmzciiä nach niibcrc'r Icstimmung dkr

§§ 76 bis 83. ie Wablpcriodr be'trägt 111125 Jahr?, kann abcr, und zwar auch bsi dcn zur Zeit ch Jiikrafttrctrns dcr Landgknicindkord- nung im Amte bcfindlicbc'n (Bciiicindc-Vorstcbcrn, nach *Iiblanf dri? ersicn drci Jahre auf zwölf Jahre crsirlcki we'rden 75 Absaxx 1). Dic Wahl bédarf sowohl bsi dcr ersten Wahl als bei cincr Vcr- 1a11gcrung dcr Wablpcriode dcr Bcstätigung durch dcn Landratb, 1velch6_1111r untcr Zustimmung dcs K*i'risansschffcs bcrsagt 11161in 1111111 é§ 84).

Es ist, erforderlichc11Fails bon Aufsicbiswe cn, darauf zu 131111011, daß rkchtzeitig vor Ablauf der Wablpcriodb di€ 1611111abl borgenommcn und dercn Bestätigung brrbrigc'fübrt wird, da nach Ablauf der Wahl- perwde dic AmiZci en1chaft drs friibcrcn Gcmei11dc-Vorsicbers nicbt msbr bcstrbt, Amis a11d111ngcn chba1b nicht mrbr 11011 ibm, sondcrn mtr 111111 seinem StcÜVLriretcr- borgcnotntncn Werden könncn.

Der Gemeindc-Vorstcbcr fiihrt dic [aufsnde 2461111110110; dcr (556- 1116511161 drr Krris scincr GLsÜZÜstC ist Hauptsächlich in „B' 88 bcstimmi. Er ist Organ drs 2111ttsvorsicckcrs (§§ 90, 91).

2) Schöffbn.

Drin Gemeindk-Vorstchr sti'iWU 110111th 1011161." 1111161111111111111 1111d Vsrxrctung dic Schöffcn _zur Sciic', dcrcn Zabl i11_ dcr 91171161 zwci betragt, abcr durcb OrtÖftaiut bis (1111 sccbé; VN'MSHÜ 1118111811 1117111. Wg die Zahl _dsr Schöffk_il nacb dEr bisbcrigcn Orrsbc'rfaffimg cine grb_1zcr_1', ald zWCl Zerocscn 111, 11er die' Zahl bon slch5 nicht iibrrstcigt, 119111161111; (5 MM ci bis 511 anderivciicr oriIstaiuiariscbcr Fcftfoiznng. Orisstaiutsn odcr Orisbc'rfaffungen, nach 1v11chen die' Zabl dcr Schöffcn mebr als fcchs beträgt, treten außrr Kraft. Bci "dcr Fra, ?, Ob ('in-3 solchß andkrwciic statutarischc Rrgclung in Anrrgung zn Zringkn scin wird, ist “zu bcrück ichtigc-n, das; die“ größere Zahl dcr Sckyöffkn 611119 81111? Cutsprccbendc Icrmcbrnrig dcr Zahl d-xr Gcmci11d€bc1'111*d111't1?11 bedingt. L.,)Liriizt die: Zahl nur zwei, so ist 11.01!) 13111 stcchrtrctmider Schöffe zu 1111191011. Vater und Sobn, sowic Briidm' düricn nicht glsichzciiig Gemeinde-Vorstcbcr und Sch111ff611 skin. Dis Schöffrn werde'n a11f_scchs Jabrc gcwäbii; WCILU dcr Wiiblbarf-Zit, dsr Wahl und dir Bkftätiémng gclisn 1111 iibrigén die 111 Bcircff dcs (5591110111116.- Borstkbers gcgc (“nen Blstinnnnngcn 74 211111113 2 bis 5, „Ö 75).

Die Vrrtrctung dcs GknicindC-Vorstébch 611111111 111 d1*172)icgcl durcb dcn dcm Di€11stalter nach, bei gleichemDic11stalicr dnrchdc11d€111 LLÖLLWÜÜUÜ 11a ältesten Schöffen.

Ju Betrr dcr Ausfiihrung dcr Gc111€i11d€bcsch1iisse iibcr die' Be- nuiznnlß dcs 49811143111d€b6r1nögcns bat dcr Gcnwindc-erstabcr cine F?rraFang mit d81113chöff811 cintrctcri zu 11111611 (§§ 113, 88 Absatz 4 r. .

3) Cbrenamilicbs Siclémig.

Das Amt des Gerncindc=VorstsberS und dsr Schöffcn ist ein Ebrrnamr, iür das keins. Besoldung gcwiibrt wird. DL]; Grmrindc- Borstebxr bgt den Ersatz seiner baarsn Aitslagcii und die Griväbrung emxr 11111 1911121“ L).)iiibewgltung in billi em Vbrbältnissc siebcnden Ent- schadigimg zu beanspruchen. DCU S ,iiffrn kommt in dcr" chcl 1111r der Ersatz ibrrr baaren Auslagcn zu (Z' 86).

_ _ 4) Y_césoldctc 1551211161111)?-Vorsteher.

_ Zn Gcmcmdrn 11111 1116111“ «[Z 3000 Einwobncrn kann dic) (7151?- msmdebertreiuxig die'. Ansicllung 6111813 1161017101611 (358111111de-Vorsicbcrs bcschltcßen, desen Wahl auf zwölf Jahrs erfolgt und nicht auf die! Gemsinde [ikder beschränkt ist (78 75 Absatz 2). Die AnMndung dieser Yi" timnnzng wird sich, da dem 2111118 dcs Göémoinde-Vorstrbc'rs der Charakter eines unbksoldeicn Ehrenamis tbu1111chst zu crbalten ist, Um? in_ dem Facile empfehlen, _wcnndcr 1111117111111 der Gemcindrbsrwal- 75111111 cm derartig gxstelgcricr 1st, daß er die Kraft? cincr LHWUÜULTÜÖLU Vcrwaltung 1111911161111 und die 11111119qu111 «inks Berufsbcamten uncut- bxbrLicl) €rschcr11rn lcxßi. Liegt jedoch dicsxr FaU_ vor, so ist &? auch die Ayfgabedcér Anistchtsbebördc', dicsxk Einrickyimix in dcn bcziiglicben (Hemcmdrn 111 21an ung zu brmgrn, sails dicse sui) nicht aus Ligcncm Antriebs Hierfür eni?che1den.

__ _ 5) 2111de bqsoldeic Gémeindcbcamtc.

Zur Unzeiizc Dienstzweigc oder Die11stbcrrichtung€n kann nach §_ 11 ubcmÜ d1L_AnsicU1_1_119 bcsoideicr (HLMLindLbMMth (Gémsindc- 1701110011161", Gewentdcsckprribcr, Gémeindcdicncr u. s. w.) bon drr Ge- meinde bcschlosnzn wcrde'n. Die AnNaUnng dcr Gemeindebéamtcn bat burch_dcn Gcwixiqde-Vorstcbkr zu er 01 en. anieiveii disse». Beamten staatlicher Bestattgnng unterliegen, be iimmi sick) nail) dcn besonderen Gesbxzkn._ Wegerz de_r Gehalts- 111_1d Pcnlxibnsbérbäliniffc drrselbkn enthalt Z 118 1116 111111611111 Vorschrtftcn. chr di? Cautionslcisiung dcs Gcmrmdecnmcbmch bat die kaeindc zu beschlicßkn,

6) Aufhebung _er mit Besitz bon Grundstücken Verbundcitcn _ _ Bcrwglfung dcs Schulzenamts.

_ Durch die §§ 921111? 101 Werde'n die fiir die Provinzen Osi- preitzxzen, Westbrsmzrn, Brandenburg, Pommern, Schlc'sicn und Sachsen dur dic § 36 bis 45 der Kreisordnun Dorn 13. Dkzsmber 1872 erlajxk'ncn Bcstnxnmmgrn 11er die AUF)? ung dsr mit dc111BesitZ8 1111111 cr Grundstucke vcrbnndenén Bere )tigung und Ver flichiung zur Perivaltung des Schulzenamt? aufr€chterha1tcn und aux die Provinz

osrn a11sxedebnt. Demgcmaß finden bon dem Inkrafttreten der Yandgemsm eordnung an die Vor_sclésriften im dritten Ab chnitte drr unter diem 20. Srptember 1873 er _a enen Instruction zur* usfübrung der _drei ersten Abschnitte der Kreisbrdnung Vom 13. Dezember 1872 1(__Midn-Bl. 1873 S. 258) auch auf du: Provinz Posen sinngemäße N11-

611 ung.

. 117. *Der Gemeindevorstand. Einfübrung ch GemeindeborZandcs; Geschäftskrcis.

In röszercn (Hemetnden kann 11a F" 74 Abs. 6 durch Ortsstatut exn _aus 6111 Geyncindc-Vorftebcr und den Schöffen bestehender colle- gmllscher Gcmemdeborstaud ein efübrt wsrdcn. Dem Gemeinde- voktayde können nach § 89 2le 1 durch das Ortsstatut folgende „GL cha1te und Befugmsse dcs (Hctncmde-Vorstchrs, alia odcr Linzelns, 11 ertraYy T_Tersden: ff 23 _ck "

3- le« 12 lußfa ung auf “x e werdrn und Einsprüchk, betreffend Kas Becht der 2 iitbenußung der" öffentlichen (Hemeindcanstaltcn und er Eberhia 111e_ an den Gemeindenutzungen (§§ 9, 71 ;

9- dl? _bl1egenbeiiendes (Hirnetndc-Vbrstcbers, vci der Bildung

VM Wahlbc 1rkcn für die Wahl der Gcmrmdrvcrordnetcn (Z 51);

d 0. d1e_* orbereiiung dir Ves lüffc drr Gemeindeberfammlung 0 Er Gemeinde!)"ertrctung 88 Ab. 4 Nr. 2); _

d __ Tex d1enAusfubrung der_Gemeindebeschlüffe, die laufende? Verwaltung

(' t.lzc-.r1ni)g_ens und der _Emk'ünfie der Gcmrinde sowie der Gemeinde- Fi's 351?"- sur_ welche eme besondere Verwaltung nicht besteht, und 21“ kaufficbtxgllng der Gememdeanstalten, für Welche eine besondere

*crwalnzng eingez1c-13t ist 88 Abs. 4 Nr. 3); *

8. die 1an ung der Einnahmen und Ausgaben der Grmeinde

15.1111)? .dieNBcZifsichtigung des Rechnungs- und Kassenwesens 88 . 4 '. k. ;

i'. die Verthcilung dcr Gemeindeabgabsn und Dienste und die Y_norJungen nochn ibrcr Einziehung und Ausführung 88 Abs. 4 -1r. ;

Z- „die Aufsicllung dcs Voranschlags ]. 19 Abs. 1) und

11. da, wo ein bksondcrcr Gemeindeeinnchmcr bestellt ist, die' FHMZFWW dcr Von ihm rinzurcichcnden Genicindcrecbnung 120 '. __ .

119er das Vcrfabrcn dcs (Hkincindeiwrsiande's trifft § 89 in Abs. 2 bis 4 die- näbrrcn Bcstimmungcn.

Die Einrichtung cines _cochiali1chen Genicindkborstandcs ist an eins Mindcstzabl der Einwohncr nicht gkknüp_ft. Für die Frage seim'r Einfiihrung wcrdkn neben dLrEintvob11€r3a11 und dsm Umfan der Geschäfts anch noch andere, insbcsondcrc 1611611661)? «Zerbältniiic i11 Bctracbt zu zicbcn sc'in, und es wird ftcis cincr )CL'CU Prüfung im cinzclnen bkdiirfsn, ob es dcn Jnierssscn dcr Gemcindcbc-rwaltung entspricht, die obcn crwäbnten Gcschäfié cincm Collcgüun an Steil? kinos Ein,“.clbcamti'n zn übcrtragcn. _

Ju Gemeinden, dcrcn Vrrbältniffc ciniacl) und glcicbartig gc».- staln't sind, und d(éren Einwohner dir kuptsachk nacb Landbau rrcibi'n, kann 111113 bcträcbtlicbkr Skrleuzal)[ dic laufende (Hmncindc- bcrwaltnng msist sebr wobl bon cinem Einzcliu'amtkn gkfü11rt wcrdcn. Zn Gcmcindcn mit VLrWickl'lkern Vcrbälinisscn und borwisgsnd städtiscbc'm (Cbarakicr, wic 11a111611tlicb in manchen Vororien größc'rrr Siädts, wird andcrrrseits oft diE Einführung (*in-:I col[cgiali1ck)c11 (15611161ndcborstandcs zur Fördcrimg drr; (T5mncindelcbcnö und zur Hebung dcr (Ic1110111dcb€rwa1111ng diencn könncn. Insbesondcre wird sie Häufig (*im'n (111111311161117111'11 _Uc'bergang 111111 drr Landgkmcindc- Verfassung 3111" städtischsn Vrrs'aswmg 111 solch; Lrtcn bildcn, dcrc'n Cntwwkciung auf dic Vkrleilmng dcr [€151ch'11 binwcisi.

Ob bisruack) dic Einfübrung (“ines collegialiscbcn Gémeindc- borsiandcs zulässig imd zweckmäßig ist, Hat in erster Linii' dic Gemcinds sklbst bei Licschluizfaffung iibcr das 9111151“; „Z 74 Abs. 6 nothwcndiJL Ortsstatnt, dcmnäcksi abcr auch drr Krcisaussckxuf; bci Ertbcilung dcr 11115? F" 6 Abs. 2 für 1.111 Orisstaint «forderlicbkn (1581161111111111119 zu. 1rn cn.

)* 11. Das AÖJÜÖCWLsLn dcr Landgctnrindcn.

Dic Liliirägi", welchc bon drn Landgrmcindcn bcbufs Erfülbmg ibrrr Aufgabcn crbobcn Mrdcn könnru, sck)1*ib1*111“ici)in Abgaben (im cngcrrn Sinne), (?Ze'biibrcn und T)i('11st(*; dic Abgabc'n wiCdc-rmn i11 dirket? 1111d indirrcis. Directc Gmnrindeabgabcn könnrn nach § 11 11111“ bon (1111111111 1111111, 1111111 Gr1111db81'i136 und Vom (551'1118rbkbctrixbc c'rbobe'n wsrdmi. Durch dicse' BC- stimmung isi indcsscn nicbt brablsickxigt, andrrc (Hmnrindcabgabrn, 1118111)? bisbrr (“rk)obc'n und 51111181 911 dmr directrn bsigczäblt Wordkn sind, insbcsbndrrc die', -T71111dcstcn€r, 511 bkscitigi'n; bci d€11_1 obncbin 1111111511911an Licgriff drr dirrctcn 1111d indircctcn Sieucrn 1icbi Vikl- mcbr nichts im chc, solchc fortan dcn indircctkn Gc1110i11dcabgabm1 bciznzäblen und _wcirlr zn erthcii. _

Daß die (Torporationcn ibrc Ausgabmi znnäcbst durch die' (Ein- 111111111811 11115 ibrcm Vcrmögcn zu dcrkbn 1111d11urzur notbwkndigrn Ergänzung dkrsclbcn 2111111111111 rrbsbcn Wilen, isiki11ailgsnikii11'1' Vcrwa11111igsgrundsay„ 1119111111 fiir das (*“5561116111d1'abgc'bcnwkskn dm" Laiidgctncindkn 111 § 10 ausdrücklich Aninabmc 118111111611 [)111 11111“ sircng zn 111110111111 ist.

1. Gi'incindbabgabcn1111111(?111111111111011. 1) Abgabcpflicbi; Brstcinngcn.

Den (5581nci11dcabga'b011 1111111 Einkcm 1111-11 UUWTÜWL'U:

:).. dic pbvsiscbcii Pi?1*s011(*11, wr'lcbc in dkm (Zir1111'ind1'bi'zirie' 1'1111'11 Wobnsiy babcn 22 Abs. “1 Nr. 1.) sowie" nach Maßgabe dcs I' 22 Abs. 2 disjenigkn, 1116961" 6111811 dir Dansk 11911 drri Monaisn Übcr- stxigcndén Anfrntbalt 116111111111;

11. Nci1€11gcscllschafirn, Comnxandii csciiscbaftcn (111121111811, BSW- grwe'rksrhaften, Eingetraßcnc (Hc11bsic11111aftcn, deren Göcsck7äft§bstricb übc'r den Kreis" ibrsr Mirxziicdör binanögrbf, imd juristische Pcrsoncn, Mick)? in drin Gmncindcbczirkc (55r1111dbr1'113, gcw-xrbiicbe' 211111111011, Ciscnbabncn odcr Bcrxwkrks babcn, PaMnngr-n, stehsnde (He'wlrbc', Eiscnbahncn odcr Wer an bkirribcxi, Hinsichtlich dss 11111911 aus dicscn Quellc'n zuflikßcndcn ?ÉÜLÜUMWUI, chglcickwn dcr Siaaiößscrts, bc- ziiglick dLs Einkommens aus ÖM bon ibm bctrie'bsncn Gewerbkz Cisßn abn- und Bérgbmtnntörncbni1115611, sowic ans DNUÜUCU und Forsten 22 Abs. 1 Nr. 2: § 1 Abs. 1, 2 7168 (5511161505 Vom 27.351111 1885 »- (Hcf-Samm'l. S. 327);

«. Auswärtige pbysischk Personen,. 101-*ich 111 drm GrmwindCbkzirks Grundbesiß, gewerbliche Aniagrn, Eise'nbabm'u odcr Bcrgiverkb 131111811,

'PachiungM, stkbendc GWICWL, Eisrubabncn odcr außerhalb rinkr

Gc1verkschast Ocrgbaix beirsibcn (F111'1'11sc11), binsicbrlich drs ibnca aus diesen Qucllcn zuflirßcnden Einko111111111§ („H 22 Abs. 1 Nr. 2; F“ 1 Abs. 3 dss GLsLiZCS 1111111 27. Jiili 1885).

Hinsichtlick) drr Bcfrciungcn bon dcn Eixik111111111'118c1bg1abe'11 11111011 dic §§ 29 bis 31 Bisiimmung.

2) Z1tschlagsabgabr11 dcr SWMÖEZU101111USUÜSUC]"PÜi'ÖligM.

Dic Heranzirbung Zcr unirr 15. bczcicbnctén Pcrsoncn 111111111“ dur Znscblägk. 1111 »iaaiseinkom1110111611111". Diöjenigcn 313811011111, wel nicht 1118111" als 900 «16. Einkommcn Haben und da[)rr kcinc SiaatSrinkonimeniicuer U11irichi€n 5 ch Einkom111c11stcucrgcsc§€s 110111 24. Juni 1891 __- (3361eé-Sa111m1.S. 175 -), werdcn zu Linkin fingirtcn Prinzipalmßc 118)qu Bercchnung dcs (HémcindkzusckAaZs nach näbkrcr Vorschrift dss § 13 Abs. 2_ in Verbindung mit J" 15 ch CinkommLnstkiwrgcscizcs bcranlagt; d1€1c Psrsonkn können indcffM - und zwar sowobl alia Pe'rsoncn bon nicht mehr als 900 «16 Ein:- kommen, als die Von Einem g(xringrren Bcirag dss Einkonnncns an abwärts * 11011 der Heranziehung «anz frei grlaffcn oder, während im allgcnioxinen dcr Pi'occnisaß de?) zuschlagrs zur Staatöeinkomme'n- steuer ein gleichcr fein 1111113, zu emém gsringerkn Procenisajze bkran- gezogen 'vrrden; der (1111 _Frciiaffuni odcr gcringcrc Heranzikbnrig lautende Gcnwindebkschluß bcdar1 der “5 Ustimmung des Kreisausschusses.

Die )xranziebung dcr unter 11) bczbiclxnétcn juri tiscth Personrn und Gesc 1chasten 11.1. w. crfdlngle1ch1aÜs dur Zuschläge? zur StaatSeinkommcnsteuer, soweit sic StaaiSeitikonitne11ite1ter enir1chit*11; es sind dies nach F" 1 Nr. 4 und 5 des Einkommensteuer eselies:

die Ariic11geschlschaften, dic_ Cmnmauditgsse scha1tc11 auf Actien und dic: Bcrggsnwrkscbastcn, 1V81ch€ in Preu en cinen Six; Haben, die'. Angetragenrn Gsnoffcnschasikn, drrcn “HesÖästs- betrieb iiber den Kreis ihrer Mitglieder binaUSgebt, und die Consumbereinc mit offsnen Läden,. sofern-lexzterr, die Rcchte juristis er Personen haben.

Hierbei is zu bemerken, daß der fiir die staatliche Besteuerung dicser Gesellschaften vorgeschriebens Abzug_ Von 32“ 0/9 des Actien- capitals IT. fiir die Berechnung der Gcmc'tirdeab aben nicht statt- findrt, vielmcbr das VOÜL Einkommen obnc dicsrnL “zug berauzuzirhrn ist 16 Abs. 1 und 3 a. a. O.).

3) Besonders Gemeindeabgaben W111Einkon11ncn.

Die übrigen juristischen Peréonén und Gcsellschaften u. f.1_v., wel 8 zwar nicht dem Staate, a er dczr Gememde gegenüber abgabe- pfli tig sind, sowie die unter 10 beze1chnete11_Forenskn können durch Gemeindebcschluß nacb Maßgabr' der §§ 1 b1s6 des Gcseizes vom 27. Juli 1885 zu besonderen “Abgabxn _bom Eixikoinmxn hcrazi- gezogen Werden. Bei Ermittelung dcs 'gbrl1cbrn Nememkommcns ist tm allgemeinen nacb dcn fiir die Abs a151111g zur Staatscmkormnc'n- steuer geltenden Grundsäßen zu Verfahren (J“ 3 Abs. 1 a. a. O.).

4) Doppelbcsteuewngkn.

Zn Anscbung der Vermeidung von Dobpelbb_fic111'1*u11gc11 des Einkommens kommen nach § 25 überall die Bestimmungen dcr §§ 7 bis 11 des Gcseßcs vom 27. Juli 1885 zur Anwendung.

11. Gemeindeabgaben vom Grundbesiy. _ 1) Zuschlagsabgaben und besondere Abgaben. _

"Die Gemeindeabgaben Vom Grundbcéiße können als Zn- schlaZe zur ftaqilicben Grund: und Gkbaudc teuer nac! dcn Gescßen vom 1. Mai 1861 (Geseß-Samm1.S. 253 und 3 7), oder Als besondere Gemeindkabgabcn bon Grund: und Gebäudcbesiß erhoben werden. Die Gestalinng solcher besonderen Grund- und Gebäude-

abgabcn it den Geméinden - vorbehaltli dcr Genebmigung des Kreisauss uses und, soweit erforderlich, der ntralbebördcn _ über- laffen. (Es dürfen jedoch derartige Gemeindeabgaben 1111111 im Wider- spru? stehen mit aqumcinen und insbesondere den vom Staate in dcr „rdnung seines Steuerwrscns zum Ausdruck cbrachten Grund- säßén, __1ondern fie müssen sich nach Maßgabe die er Grundsä e als zweckmaßig urid angkmessen darstelLen. Unter dicsc'r Voraus eYung smd z. 21. zuläs 1g Abgaben in Gestalt cincr Haussicuer, eincr Gebaude- 1icuer nach Ma gabe der Brandkaffcniaxc 11. (1. _ 2) Abgabepflicbt; Befreiungen.

Ab abcpflichiig sind nac!) Z' 23 die innerhalb des Gemeinde- bezirks clcgencn Grundstücke und (Hrbäudc', sowi'it sie nicht nach § 26 bkfreit sind. _

_ Was zunächst die Von dcr staatlichen Grund: und Gebäudesieucr besrcitcn, zu öffrntlicbcn und grmcinnüßigcn Zivccken be- siimmtcn Grundstücke betrifft, so ist der bisbertgs Rechtszustand bei- behalten wordsn. Dsmnach sind Von dicscn Grundstücke'n, wenn sie bereits bei Erlaß dEr Akicrhöckystsn Cabinetéordrc 110111 8. Juni 1834 staats- 1tcucr1rri warm, dic'jenigcn gémcindeabgabcfrei geblieben, wel c damals gcnicindcabgabc'stei warsn; dikjc'nigcn, bon wclchsn damals - emeinde- abgabeén cntricbréi wurdcn, sind zuder€11F0rtc111richtung bsrpflicbtet geblieben. Die nach Erlaß dcr bTabincrIordre Vom 8. Juni 1834 zu öffentlixhén und gotiikinnüizigkn Zwscke'n erworbrncn unbebauten Grundstückk babcn mit der Etaatssirucrfrcibrit auch die Freiheit Von den (IemcindcabgabM crlangi. Die nach diesem Zeitpunkt? zu gleichen- chckcn crworbcnen (Hrbiindb sind dagcgcn trotz der Staatssteuer- ircibz'ii znr Fortentricbtung dLrjcnigen Gebäudcabgaben an die? Gemeinde bcrpslicbtei. wclche sik damals bcrciiö' leisteten. Naturalieistungen 11111111 [11611161 nach dcn Preisen znr Zcii dsr Erwerbung 111 cine Geld- 181116 Uingkrcckwcr wsrdcn, persönliche Lcisiungcn dagcg€n forifalien.

Wxi Anwcndnng diescr Bkst'imnmngen ist dabon aUSzugsben, das; die Bc1rciung dcr darunter “alicnden Grundstücke von der Staatssteuer die Voraussetzung für ibrc Icircinng bon dcn Gcmsindeabgaben bildet. Ein Yom Fiscus (*rworbcnkI und friibkr anderweiti. benußics Grundstück gc11ic1;t_dabcr weiter die Frsibcit bon Gcnwindca gaben Erft vom Zeit- * 111111er 1cixicr Verwcndimg zn iiffknili cn imd gc111Li1111iiizigc11 Zwrckcn ab. Andcwrsmts» siiid bon d1*11 fiskaiis _11'11 (Hkbiiudcn 11111" diejenigen Gc- nilindcabggbkn sortzusnirickyrcn, wslcys bon ibncn 1111 Jahre 1834 oder 5111“ Zcit ibrrr 1115111111Erwerbnng dnrch dcn Fiscuö kniricbtrt wurdcn. Fallen 113111'Üibgabi'1111111, si) kiinncn dii'Gsbäudc nicbt ctwa zu anderen als dyn 11111161 11011 11,111011ZL'110110111'11 Gcmcindkabgabsn Hérangezogen 1110113011, sondern 116 111iis1'1"11 bon «Lisi! (55131116111delastcn irki blciben. Ins- blwndcre? 11511 die ?lbgabcpfiirbt unbedingt und für immer mitdcm Abbruchs dss (ÖCÖÜUÖW, (111 weichrm sic 11111181, auf.

2981111 im F“ 26 _außcrdmn dir“ Dirnstgrundstiicke dsr Geistlichen, 5111111011di€1161 1111d VolkIsÖullrbrkr aUJé'UlLiU 111111 dcn Gemeinde- 1111f1chzg€11_b611“e'ir siiid, 11) ist damit cin einbeiiiicbkr zweifelsfrcier, dcn Vi*r1(1*risrcii dcr Siädtxordmmg Entsprsclycndcr chbtsZUstand gc chaff€n. “Dic? Quarticr[ri1'11111gsplflicbt dsrariigrr (*Mbäitdk wird jkdo durch d11'11*_Vor1“ri)rift nicbi «rriibrt, da die' Ouarticrlaii kein? Gcmeindc- abgabc bildet Undibrk, sclbständigc' chrlung im RCiÖÖgLsLH vom 251111111 1868 (:D-(51:99. S 523) 11111“ 1111 RCichgCsW b011113.Jimi 1873 M.:G-Bi. S. 1211) findit.

Ti? 11111 61111“!!! bciondrrcn éjiccbistitc[ b1'111111'11d1'11 Bcfreinngen (1113611101 (IZrundst'ii-xis 111111 dcn Gcnic'iiwcabgabcn bleibsn nach F" 27 111 11111111 bisbsrigrix 1111111111116 fiiribksicbcn. Dic (chcinden sind je- docb bkrschtigt. dir!? Befrsiunxicn dnrch 311111111111 dss zwanzigfachrn Iabrcswrrtbcs nach dcm Dn1chsch11iii der iCiZkCU zcbn Jabrc bor dcm 1.Jan11ar d_1-*Sje'11ix1§115_*5abr1'5, 111 1111711116111 dir Ablösnuz beschlossen wird, 1111511101611. Sicbi cin andcrcr E11isck)iidig1111g§5111a1“11iab fcsi,*1“o bai €*.- bicrbci skin Wswsndrn.

3) Wiistc Hiifen.

Endiirb isi, 111188711 .Krcix» der gmncindcabgabcbilichtigen Grund- stiickc betrifft, dir Bcstimmimg dW § 28 WWW Hrranzicbung der „wiistcn Huisn“ 5,11 bcacbfcn. Dcrsk'sbc b€1ck)ränkt 11111 ni t auf wüsts *HUfCU im rigonxlicbcn SMM; dikir iind biclmcbr nur (1 s Hauptsäch- 1111105 Bcisbiks ausdrücklich srwäbnt. Dir Bestimmung findet An- wsiidnng «111 alle Ursprünglich biiuc'riicbe'n, zn selbstständigen Gütern ki1111czogcnk11 Grundstücks, (mri) WWU 116 bor dEr Einzicbung nicht un- [11716in (wii_ft_c) 119111111311 111111111. Bci Beurtheilung des gcmsinderechi- 11ch611Vc11ä1111is1cs disssr (Hrnndsiiickc ist zu beachten, daß alle ur- sprünglich bä1113r11ch1111 Grundstücks, welcbe nach dem fiir die Einzelnen Tbc'iic drr 11817611 13st]1ch('11 Probinzkn Vorschicden b1*siim111tcn Normal- jabrs (1. 2111111136 .-*1. dcr Be'griindung dcr Landgemeindc'ordmmg, Druck- sacbrn dex"; Ilbgcordxwicxibaitscs, 1890/91, 511 91127 S. 14 ff.) zu den Tbniiizirn Cingczogcn worden sind, Bestandthkil dcr Landgemeinden gebiicbsn sind Und nicht zu den (Huisbczirksn gkbörku, falls sie nicht 611011 111c'itkr in rkchtsgültig€r Wrist *- wie insbksondrrs bei der Re- 1161111111 dcr 1111tsbcrrlich-bäucrliche'11 Vrrbälfniffe im WEIL dcr Ueber- weisung als Yandabfindimg dkn (Gutsbezirksn cinvcrleibt sind. So- 173611 also dix örtlicbk Lage disscr Grnndstiickc überhaupt noch, wcnn auch nur durch 61111" ringsbbndc Untersuchung, fcstxcstrlli werden kann, smd sic drm Brzirk drrééandn'mcindcn, z11 welcßen sie rechtlich ge- börsn, auch thatsächliib zuzureibnen. Fiir FäÜC dagegen, in denen dic! 141111? solcher Grnndsiiickc' iiberhaupt michi msbr erkennbar ist, Hat§ 28 die 25811111111111119 iibkr die Forikistung oder Ablösung der bon diesen 051'1111dstück611 bisher cnrricbtctcn Genwindrabgaben und Lasten getroffen.

111. (Hrmeindkabgabsn born Geworbebetricbc'.

_ 1) _Zuscbkagsabgabc'n und bssonderc Abgaben. _

_ [Tie (Hmmrtndcabgabrn vom (Herverbebctriebc können gleich- falls kntivkdc'r_ als Ziischläge zur (Hmvcrbksteuer 11ach dem Geseße: Vom 24. J11111 1891bder als besondere Genwindsabgaben Vom Grivci'bübrrrich erbobrn ivcrdrn. Lcyicrcn Falles ist Es nicht nötbig, alle strbenbcn Gcwcrbo gleichwäßic§1 zu dcn Geivérbbabgaben heranzu- zic'be'n, sondkrn disse köxinen au ) auf einzelne stehende Gewerbe be- skhränit werdcn. Insbcwndch ist _es z.B. zulässig, kleinere band- 111crksmäfzigc (Hderbebctricbe kon be1o11dere11(HememdTgewerbeabgaben ganz frei 111 [1111611 und diese? auf rößcre Acticn- odcr Fabrikunter- "1511111115611 z11 b131chränk€11. Im 11 rigen gilt wegen der Festsetzung bisbndcrer (Hrwcrbc'abgaben das unter 11 bezüglich der bcsondc'rcn Ab- gabe'n 110111 (Orandbesiße Gesagten

2) Abgabepfiicbt; Gewcrbxbetricb i11 nicbrcrcn Bezirken. Der (Hemrindrabgabb vom Gewerbebsiriebe unterliegen die inner- balb des Grmrtndkbezirks bciricbencn siebend-xn Gewerbe.

_ Gcrftrcht Zick) dcr Bktmeb des Gewerbes auf mebrc're Gemeinde- bx'zirke, so _er 111131 die Bcsteucrnn 11a Maßgabe des auf jeden der Bezirke entsailcnden Thrilcs drs *“ strie es „8 24).

__Bki die11'1' Ykrtbcilung ist zu unters eiden zwischen den Zu- sckplaan zur staatltchen Géwerbestcucr und den besonderen Gemeinde- abga 611 born Gewcrbcbxtmcbe. Bei den erstéren ist narf; Maßgabe: der Vcrqnlqgun Sgrundsaßcz drH (YeWerbesteuer eseßes bom 24.«§uni 1891 dc'rjsmge bctldcs fiir die Staatssteuer estgestellten Gcsammt- crtrcxng de_s gewerbltchrn Unternehmens zu ermttteln welcher unter Ber11ck11cht1gung (1111-17 111 Beiracht kommendm ibatsäcbli en Verhält- n1ffe auf _chxn dsr bctbeiitgien _Gemeindcbezirß entfä t; dement- sprschend 1i§ 10dann der auf die cmzelne Gemeinde entfallende Theil- bxtrag dcr Staatssteuer zu bereckynen und den Gemeindezukcblägen zu Grunde zu 16 en. Wo dag? 211 eine besondere (Gemeindea abe 'vom (555111crb1'bcirte (* bx'stchi, 11_1ü en die Bestimmungen über die 6 Abgabe crsorderltchetx Falles zuglc1ch Vorschriften über die Beband un eines wasrbsbetricbes, der sich über mehrere Gemeinden erstreckt, en alten. CZ:) lange- es an solchem näheren Vors riften fehlt, bieten die „*"ür die SiagtEcherbcsteuer besteyendcn Vors 111th einen Anhalt für sinn- gemaße Anwendmz . DW Grundsäßc des Gesetzes Vom 27. Juli 1885 können _dagcggn 111 t _obne weiteres zur Anwendun gebracht werden, da sie 1112 am die Emkommenbestkuerung nicht 11 er „auf die hier in , Frage t? enden Ertragsstcuern bczichcn.

17. Verbäliuiß dsr directen Gemeindeabgaben _(vom Einkon1men,bo1n Grundbesitz, 110111 Gcivcrbebetrteb) zu einander.

Nach § 12 sollen ni icinseitig vom Einkommen, oder vom Grund-

brsiß, oder bom (&)?er ebetricbc Gemeindeabgaben erbobe'n werden; .

sondern es soll _ wenn überhaupt in einer Gemeinde directe Ge