'das Schlußtexzett des ersten und zweiten Actes und in dem textlichen Interm 0 des dritten Actes das vietstimmige Gebet, das von den Damen“ iedler und Rotbauser und den Herren Krolop und Philipp beifallswürdig vorßetragen wurde. _
Jm Gesammteindruckist ie Aufführun als _eme durchczus wvhlgx- lun ene zu bezeichnen, die den reichen Beifa verdiente, der 1 1: zu tbeil rvar ; ganz besonders wurde Fräulein Dietrich_nach dem „S ttentanz“ durch langandauerndcn Beifa aus ezeicbnei.
* Sing-A ademre. _
Der rausame Boreas, der unseren Sängerinnen besonders ge- fährlich it, war ge_[iern daran _Schuld, daß em Concert ohxie Concert ebc_rir_t tattfand._ Fraulein Vysjae er war lößltch erkrankt,un FraulemEllyGrimm,einebere1rs wob ekgnnte oncert- sängerin, batte fich in leYter Stunde entschlossen, _ibre Colle m zu vertreten. Sie brachte ihre ka) klin ende, wenn auch mcht.sek)r_ _tark_e Stimme, die zugleich mit verständni voller Ausdrucksweise vereinigt 1st, m v1_er Gefangen aus den „Yrautliedern“ von Cornelius und _m Löwe's BaÜade „Der Y_[umen Rache“ ga_nz vortrefflich zur Geltung. Der Pianist FM . _Weiß, der _ das Concert unterstüßte, tru an er den 1e t offer gehoxten Variationen über ein Händel'kiches Thema von 5 _rabms und einigen kleinen Clavierstücken von Cui noch eine Sonate eigener Composition vor. Das Werk läßt ein recht erfreuliches Compositionstalenterkennen,
„ WelYes in den beiden [eyten Säßen .,Aria“ Und „Allegro" besonders wir ngsvoll hervortritt. Sein sehr klares u_nd axisdruckspoiles Spiel errang fich lebhaften Brisaü, der auch der Sarxgerm in Wichern Maße gespendet wurde. *
Wegen einer Indisposition des Herrn Bulß kann die auf txwr en, Donnerstag, angekündigte Vorstellung des „Otheklo“ zm Königli en Opernhause nicht in “Scene gehen; de_xfür wird „TtiuS“ mri den Damen Sucher, Staudigl, Weiß und Htedler, den Herren Sylva und Stummer zur Darstellung gelangen. _ _
In der Vorstellung dss „Nathart“, die cxmkéreitag, dem Geburts- tage Lessing7s, im KöniYickMn SYÜURLU )quse gsgehen wird, spielt Herr Krause die itelroile. err *ahle l_st _voxi seiner Er- krankung noch immsr nicht völlig ber esteÜt. Die ubrige Brseßung des .,Nathan“ mit den Damen v. Hochen urgkr und Scehach, _den érrren Matkowsky, Ludwig, Oberländer, Eichholz, Arndt blech die_be (mnie.
. Im Deutschen Theater muß we en Erkrankurzg einiger Mit- licdcr die auf ““reifag angekündigta VorieUung abgeandert werdsn. &iatt dessen at die Dirxxciion,_ da _der Andrang zu „Colißge Crampton“ ein außerordentlichcr ist, sich enischlossen, das Stuck auch für di€1en Tag anzuseiZen. _ _ _ _
Das Lessing-Tbea er bereniet fur den Dienstag der iiach- sten Woche einen LustspiLl-Abend Vor, der JqsÉ Echcgaray's dreiactigen Scherz „Ein unbcrufsner Kritiker“ m BLFÜZLÉUUJ O_on Ludwig Fulda's Linactigem Lustspiel „Unter vier_AUg€11“ m_ngcn wird. _
Jos. Wieniawski wird 111 drm morgigen Concert nut Orchester in der Sing-Akademir sein?. Ouderfnre (1111115101110 16 ']."xroiiarxch selbst leiten. - Eugkn d'Albert wird 111 seinem am Freitag in der Sing-Akademic stattfindenden Concrri Werke von Bach, Friedr. Kiel und Raff, das 14-1n011-Rondd von Mozart,_ Beribodcn's
onate op. 90, Chopin? Scherzo W- 20 und eme Rexhe Ltszi'scher Compositionen spielen. ___-..
I!“: der Freien musikalis en VCrcinigung, w€lchc sich am Donnerétag Abend um 8 Ubräim Sulzer'schen Mufiksaaie, ots- damethraße 27, versammelt, wrrden Ltedcr von JultuH Hey, T eod. Kewii ch Max Loewcngard uud Rob. von ornstem, cm Trio (1-c1nr 0 . 27 "r Klavier, Violine und Violoncw _von J. Rosenfeld und Äoloncellstücke von Bungert-Smrib und Philipp Rois) zum Vortrage gelangen,
Mannigfaltiges.
Die - obenzollern-Galerie an _der Mdltke-Briicke i*e_im Lebrtcr Ba nhof ist heute Vormittag Vor _61116111 Kreis geladenxxr Gaste eröffnet wvrden. Die ?ohenoncrn-Galeérie ist em Nundgemalde von
n
' 'ertl' t e reui er GL i ie (1640 bis 1890). Die einem Vl e XCM auf p ßsckLen HaiiétYarakterzügcn ihrer Thal'cxn
undi rer eit in einem großen Panorama _zur Ansßbauung zu bringexi, ent- sprinxt dem Gedanken, daß das Volk sich dl? G6schichie samer Eniwwklung
Idee, die Fohenzoüern-Fürsten in
stets lebendig vor Augen halten muß, um den großen Aufgaben der Gegenwart und Zukunft gewachsen zu [ein. Wie die Schule fyrtan die vaterländis Gef ichte mehr wie bisher pflegen so_ll, uxtd wie die Jugend durch en Ge chichtsunterricht in ihrem Verstandmx i_md m ihrer Liebe zu dem Vaterlande und dem Hohen ollernbau_e immer mehr gestärkt und _ K_efördert Werdeix so , so it (1110!) ein großes Rundgema e, wclchcs die Kurfürsten, Könige und Kaiser, ihre Tbaten und ihre Zeit den Lebenden vor Augen führt, gewiß in hohem Maße geeignet, demselben Zwecke zu dienen; Aher die en Gedanken in wirksamer Weise durchzuführen, war ewrß_ keixte lei te Aufgabe. Diese Aufgabe ist in der „Hohenzollern: alerie“ m staunens- und bervunderswerther Weise elöst worden. Das Panorama zerfällt nicht in von einander getrennte inzelbilder, sondern_btlde_t eme ununterbrochene Darstellung der bistorisckyen Ereignisse und Zeztperwden, die wie im Leben so auch hier im Bilde in einander übcrflteßcn. Ber einer solchen Anlaxxe war es selbstverständlich, daß der außsührcndc Künstler, der His orienmaler Ph. Fleischer, oft zu idealen Com- po itionen gte_i_f_en mußte; aber in diese'n ist stets der ausgeprägte C arakter der (Kieran Ezeit, die sie verherrlichen wollen, enthalten. Die Zeit des Großen *urfü ten wird dur den Fürsten, wie er die Réfugiés empfängt,unddie afrikanischeFlotten- ;; edition, mitderJnselRü _en im Hintergrund, charcxkterisirt; es folgt_Frtedrich l., mit der Lan Ln_5 rücke und der Orangerie im Lust artsn im Hmtergrunde, zur «erte das Modell des Groiwn Kurfü ten, welche?; ihm von _Schlütxr ezeigt wird. Friedrich Wilhelm 1. tritt uns ent Lgen, ww er die arade über seine „langen KerlS“ abnimmt ; im intergrunde 1th xnan die Garnison-Kircbe und daI Stadtschloß Potsdam. Die Zeit rtedrtch's des Großen wird durch militärische Gruppen wie durch eme große Reihe don StaatSmännern, Künstlern und Gelehrten gekennzeichnet; der König tritt aus einem Zelt und wird von d€n Truppßnsiibrerw bc- Yißt; im Hintergrund sieht man Rheinsberg, die historische - indmiihle, die Communs und Sanssouci. Friedrich Wilhelm 11. ist gleichfalls von den gro en LNännern seiner Zeit um- cbén; im Hintergrund er iickt man das Brandenburger Hor. Den Mittelpunkt der folgkndcn Zeit bilden dic Königin_Luise und writer rechts Fricdricl) Wilhelm 111., umgeben von dsn Helden der Befrciungskricge. Diese Zeitperiode und weiter die folgenden find rk1ch an (Gruppen beritßnxter Zeitgenossen. _ “ ur Kenn- zsichnung der Regiériingszeii Friedrich Wilhelm? 117. 1i6)t _man im Hintergrund das Alis MUsLUM und das Palins _des rinzen, nachmaliÉcn chiscrs Wilhelm das Dcnknial 5 rirdrtckx's des Großen, das (haus ielHaus, die Scisoßkuppki; der önrg, an der Seite der Königin, ste? t mitten uiiter dkn «Haitptrepräsentanten der Bildung. Kunst und Wissenschaft. Kaiser Wilhelm?) [. großes chen concentrirt R in dem Sie“, LSLiang durch das Brandcnburger Thor a_m 16. Juni 18 1; Fricdri 111. und sLiXW Gcmablir;_ stehen 111 ,ieick) reichkr Umgebung don bekanntcn, zum __ wßcn Theil noch jeßi 8b€nden Zeitgenossen in eincr Bogenhasls, wa rend das Neue Palms daniniergrund bildxi; eine fast unerichöpfiick)? Menge eriibmier und auch uribérüHmter Namen vdnK'ünstlern, SchklststLÜßk11_11.s._w.find in Person hier vrrcwiéxt. Den würdigen Abichlrxßbiidst Kanc'rWilbxlm [ [., der an dem Socks cines Standbilds Von Kats-Zr Wilhelm [. steht und Von seinen Ministrrn'imd Generalrn, _woran Graf Caprivi, umgkbcn ist, während Alkerhöchstdßmselben zur Rscißkn _JHW Majssiai mii den rinzrn-Söbnen und den Mitglicdc'rn dsr Königlichen Farnilie' den Ylick nach dcr SCL wendet, wo die stdlzcn Panzerschiffk --« ein (Gegen- siück zu der Flotte drs Grosxn Kurfiirsikn --- in volker Fahri nach dem in der Ferne erglänzendrn .Qslgoland begriffen sind. Es brdarf Wohl kaum der Bemerkung, daß alle Gdsialten uns in VOÜLU LebanFrößé und Naturwabrhkit entg_cg€ntret€n; es ist ein lebendiges Bi d aus dem ziveilmndcriundfiiyizig Jahre langen Leben der brandenburgisch-prkußisch-deuisch6n Geschichte.
Das Panorama ist Von dauerndem Wcrik); _das Zitiere e daran kann nicht, wie bsi anderkn, ?rlaerkn, wéi! cs ems Art Rn meshaüe der preußischen Geschichte bildet,_ die jedqr Prcuße, jxdc-r Deutsche k?nnen lernen muß und zu drr auc!) nyc!) spaiisrx Gerreratwnen dankbar die Schritte lenken werden, Der OsffrntÜckMii wird das Panorama am Donnerstag übergeben.
Dresden, 19. Januar. Heute Mittag nm _"1 UHr fa_n_d,_ wie das „Dresd. J.“ b€richict, die EinsrguunÉ der Léxche des Königlich preußischen Generals der Artillerie und eneral-Adxntanien werland
Seiner Majestät_ des Kai'ers Wilhelm 1., Kr aft Prin zen zu ob en- loh e - J 11 g e [ ft n g en statt. Im Tragerbause, Sidonienstraße , batte sn? eine große Trauerversammlung, du: ficZaus zahlreichen Generalen un Offizieren, hohen Staats- und stadtischen eamten zusammenseßte, ein-
e_funden. Im Auftrage S ei_ner Majestät des Kaisers war der F ügxl-Adjutant MY)! von Hülsen und im Auftrage Seiner Majestät des König s v o n achs en derÄlügel-Adjutant Oberst-Lieutenant
Graf Vitzthum yon Eckstädt ers ienen, um der Trauerfeier bei- zuwohnen. Vor dem Traucrbau e batte unter Commando des General-ngors von Issendorff, Commandeurs der 1. In- fanterie-Brtgade Nr._ 45, die Trauerparade Aufstellung enommen, die fich aus je einem Bataillon des 2. Grenadter- egimcnts Nr. 101 und des Schützen-Regiments Nr. 108 mit Spielleuten nnd Jahner, sorvie_dem ?autbmstencorps dcs 2. Grenadier-Regimcnts r. 101, drei ESca rons des Gardersiier-Regiments und zwei Battcrien _dcs 1. Yeld-Ariiüerie-Regimcnts Nr. 12 zu je vier Ge- schüxzen Mit dcm__r_o_n_1_)etercorps zusammensetzte. Die Beerdi- ung fand Mit intlitart chen Ehrenbezcugungen auf dem Tolkewißer JZkrisdhofk statt.
Nack) Schluß der Reduction eingegangene Depeschen.
Kiel, 20. Januar. (W. T. B.) In Anwesenhéit Seiner Majestät des Kaisers, Seiner Königlichen Hoheit dcs Prin eaninrick), der Vice-Admirale Freiherr von der Golß, Ho mann und Knorr sowie zahlreicher Offiziere fand heute Vormittag 10 Uhr in der Marine:(Harni onkirche die Vereidigung dcr Rekruten statt. Daraus loß sich eine militärische Feier im Exerzierschuppen der Marine. Später folgte Seine Ma'estät der Kgifer einer Einladung des Offizier- corp-Z zum Frühsiück im Casino.
Paris, 20. Jamxax. (W. T. B.) Die Morgen- blätter besprechen die Vorfälle in der gestri en Kammersißung und Heben ihrem Bedauern über diese den Ausdruck. Gleichwohl illigen sie fast durchweg das Vor- gehen des Ministers des Innern Constans gegen Laur.
Paris, 20. Januar. (W. T. B.) Bei. dem Duell, welches wegen der gestr,“ en Kammervorgänge heute zwischen dem Deputxrtcn Delch) und Castelin stattfand, wurde der Erstere am Arme verwundet.
Rom 20. Januar. (W. T. B.) Das Befinden des Papstes, der sowohl gestern wie a_uch heute mehrere Audienzen erthcilte, ist ein durchaus befricd1._ endes.
Bern, 20. Januar. (W. T. B.) er Ständerath hat das Gcseß, betreffend die Auslieferung politischer V c rb re ch e r, einstimmig angenommen.
Belgrad, 20. Januar. (W. T. B.) Der König die Regentschaft und die ReJHierung richt-xten anläßlicö dcs
riechischcn Neujahrstages lückwunschtel _ramme an den ?rinzen Ferdinand und die bulgari che Reqierun . Qeßtcre übersandten noch an demselben Tage lei freun : !chaftliche Glückwünfche dem Könige, der Regent (haft und der ethischen Regierung. _
Tiflis, 20. Januar. (W. T. B.) Die Brücke deren Zusammenbruch so große Menschenverluste herbeifü rte, ist von einem armenischen Priester erbaut, gegen den sich nun dteall e- meine Erbitterung richtet, die Bevölkerung verlanqt die stren „te Bestrafun? desxelben. Jnfol e dessen rotteten sich wieder olt starke Vol shau en vor dem ohnhause dcs armenischen Bischofs zusammen und versuckßen, in das aus _ein: Zudringen, wurdcn ]edock) von der Poli ei zurückgedrangt. Bei
em Tumult wurden die Fenster des bischöflichen Wohnhauses“ zertrümmert.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
„___-___.._ MMMM_I»*__M
eri t vom 20.Ja11uar, r Morgens.
Stationen. Wind. Wetter. Klei
in " Celsius
50C.=40N.
Temperatur
[Weckt bedeckt heiter bedeckt wolkig bxiter
» nee wo kenlos
ONO SSO OSO
Mullaghmore Aberdeen . . Christiansund Kopenha en . Stockho m . ZWYWYH'
' . er g. Moskau . . .
Coerueenö- town . . . Cherburg . . [der . . . yl'i . . , . mburß . . winemunde Reasabrwaffer Memel . . . 773
Mis . . . . 759 nster . . 762 Karlsruhe . .“ 761 Wiesbaden . 762 Münchxn, . . 760 Chemnitz . . 768 Berlin . . . 770 Wien . . . . 770 Breslau. . . 771
Nizza . . . . 758 Triest . . . . 758
1) Dunst. 9) Reif. Uebersicht der Witterung. _ Die Wetterla 8 hat sich im all emeinen wenig Verändert, am Höchsten ist der Luft ruck über dem mittleren Schiveden, am niedrigsten vorm _Kana_l. Ueber Central-Euroßa Weben s wache südöstliche bis nordöstliche Winde ei kalter, etterer und trockener
Von PaulTa Anfang 7 Wk.
p-WW WWW»:-
Regßn bedeckt wolkenlos Wolkenlos wvlkenios wolkenlos
Hedeckt
wolkenlos bedeckt
wolkenlos wolkenlos wolkenlos wolkenl.1) wolkenl.2) - wolkenlos wolkenlos
beiter beiter
(»,-*p- o; „x. PWB-SUWWWWYQO
ONO
Sonnabend :
fund über London na Südwestfranreich und von dort aus westwärts über Ober falten hinaus. In Die Ehre. Deutschland liegt die Temperatur 3 bis 14 Grad unter dem Gefrierpunkt. Breslau meldet 14, Wien 15, Moskau 16, Stockholm 16F, Haparanda
26 Grad unter Null. Deutsche SeeWarte.
Theater - Anzeigen.
„baus. 19. VorstellunY Titus. Oper"in 2 Acten “voii W. A. Mozart. ext frei nach „1.3 010m6n28
(11 MW“. In Scene gcsxzxt vom Ober-Regiffcur] 7TcZZaff. Dirigent: Kapeknneister Sucher. Anfang
r. Schauspielhaus. 21. Vorstellung. Der zer- brochene Krug. Lustspiel in ] Aufzu yon H. von s . In Scene x_xsteyt vom
in 3 Aufzü 611 Von Baude's en Ueberseßun . Ober: egiffeur Max Gru (!.
Freitag: Opernhaus. 20. Vorstßk-ung. Miguotz, Oper in 3 Akten von Ambroise: T(wmas. Text Mit Benutzung des GoetheischM Romans: Mcister's Lehrjahre“ yon Michel Carré und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumderi. YaUci lwni. Dirigent: Kap-Zleeisier Sucher.
Schauspielhaus. _ Weise. Dramatischer Gedicht in 5 Aufzügen von G. E. Lcssmg. Anfang 7 Uhr.
Der Verkauf der Abonnements - Billers fiir den Monat Februar findet am 28. Januar cr. in der Königlichen Theater-Haupt-Kaffe statt. Es werden aungegeben für das Opernhaus 26 und für das NLÖÜ Schauspielhau§ Vilkets für 30 Vorstellungen.
Dcntsrhes Theater. Donnerstag: College Crampton. Anfang 7 Uhr.
Freitag: College Crampton.
Sonnabend: College Crampton.
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Freitag: 19. Aboniiemenis-Voritellung. Zu Lsssing's Geburtstag. Neu emsiudtrt: Minna von Barn-
helm. ' Sonnabend: Der Hüttenbefilzer.
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. - Direction: Emillemas. Donnerstag: Herr und a. M““ , „ YFIY JILZXFÉstZZLTÖW' Helga. Frau Doctor. Schwank in 4 Acten yon Hcinricky Gestorben: Ihre Erlaucht dre Grafin zu Solms- . . . . , ? ' * Das vierte Gebot. » Casal- thterung. Dre FrostJenze verlauft Von Christian- [orie runjeznz,
Nächste Nachmittags-Vorste[lung zu kleinen Preijen :
Wallner " Theater. Donnerstag : *Zum 12. Male:
Kön Krause. _ I.-Ke er und L. Herrmann. Musik von V. Hollan- “ der. Anfang 7? „-
reitag u. fo.g. Tage: Köui Krause. onntag: NachmittagS-Vo teilung zu bedeutend
' ' ' . t :O - ä ' ten .! reisen. Ein toller Ein akl. S wank Unguhkl Ichausptelc Donners ag pern Fink; ßlcken Kon Carl Laufs. Anfangf4 Uhr ck
Uhr
Das Sonntagskind.
Ober- egiffeur Max“ Sark MiÜöckLr.
In Sccne e 831 vom fana 7 Uhr.
„ oliÖ-re, mit Benußung der Anfang 7 hr.
„ Wilhelm
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Gus av Steffens. Ernst.. Anfang 7.1 Uhr. Freitag: Der Éanzteufel.
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Geöffnet von 12-11 hr. Tc":
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zettel. Anfang 73? Uhr.
Friedrich - Wilhelmnchd11sches Theater. Donnerstag: Mit neuer Ausstattuztg Zum 1. Male: Operette m Hugo Wittmann Und Juiius Bauer. Mufik v_on __ _ck D _JiiK S_c_2ne___ges_x_ßt von JUJS
. - - 7ri 6. iri En : ade mee er 7„edermann. 18 __ GUM“ "_ Der em elnldete Kranke. Lustspiel Dcéoraiionxn a?:s drm Ate'iisr von Fxlk. Die neuen 74: Uhr: Au_f Fel oland oder: Ebbe und Flut .
Costumr Vom Gardkwbcn-Fnspector Vcnßky. An-
Freiiag: Das Sonntagskind.
ULÜdLUZ-Thealkr.Directioxxt:Sigmund Lauten- Zum 1. Mala: Lord und S Ok)"- höchst burg. DOMAINE? ZMU51-MÜLI Madame Mon- Reitpiece won mehreren Herren. - (7011023631159, odin. S wayk in 3 Acien V1117_Ernest Blum und gerittcn von 9 DLUksch VM EMU Neumann. JU zusammen dresfirt und “vorgeführt von errn Franz Scene gcseßt von Sigmund Laufenburg. SchWank in ] „ATT Von Frl. Clotilde HEYM- -Sisters Lawrence am flie en-
Benno Jacobson. Zn Scene gesexzt von (Html Lessing. den Trapez, _
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OeUe-UUiancc-Tneater. Donnerstag: 21. (S_n- sembke-Gastspiel der Mün ener unter Leitung des
Köni li baysrisckyen Hofs auspielers Herrn Max «HopruY. Zum 2.Ma1e: 's Nullerl. Volksstück “
mit Gesang in 5 Aufzüßen von Karl Morrée. An- Freitag: 22. Ensemble-Gastipiel der Münchener.
Adolph Ernji-Theater. Donnerstag: Zum _ _ _ _ YanFPoffe in Verehelicht: Hr. 5Z)rem.-Lteut. Moeller-mit rl. . n .
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Zum1.Male: Cacao.(Novität1) Posse
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wissenschaftlichen Tbeater. Nä eres die Ansch
Concerte.
Zing-kaademie. Donnerstag, Anfang 71 Uhr: Concert yon Joseph Wicniawski mit dem Berkiner Phiiharmonisäzen Orch-xster (Dir.: Rud. Herfurth).
Concert-iijaus. Donnerstag: Karl Meyder- Concert. Gesellschafts-Abend. Anfang 7 Uhr. 3 Acien Von _
Circus Menz. Karlstraße. Donnerstag, Abends
Große hydro ustattungs-Pantomime in 2 A - theilungen mit Nationaltänzen (60 Damsn), Auf- zü en u. s. w. Ferner Dampfschrff- und Boot- Za rien, Wasserfalls, Riesenfontanen nut aÜerlei i teffecten 2c. vom Director E. Renz. Au erd_e_1__t_; : orm 8
Herrcn. «- 6 Trakehner Rappbengstc,
Vorher: Renz. - „Colmar“, geritten Von der chulre1terin .luftreten der vorzüglicbsten sit- künstlerinnrn und Reitkünstler. - Konnsche Entrées Vorher: und _Jntermezzos von sämmtlichen Clowns. '
Taglich: Auf elyolaud. _
Sonntag: 2 orf ellungen. Nachmittags 4 Uhr (1 Kind frei). Auf “vielseitiges Verlangen: Die Touristen. Abends 7.1- Uhr: Auf Helgoland.“
Familien-Nachrichten.
Verlobt: Frl. Elisabeth Sack mit Hrn. Y_Fdigt- amts-Candtdat Heinrich Dieckmann (Fran rt n. Q-Altfriedland i. d. Mark).
i'dt. Lilli Le er (Berli -- Herr Rittergutsb ißer ann a inter mit Frl._Kaetk)e von Haber (Dresden *Placzki). L .. Geboren: Ein Sohn: rn. rem.- ieut. von Krofi k (Gnesen). *- Eéne chhter: Hrn. Gericßis-Affeffor Schildkne t_(Ber_[m). - YM. Privat)docent ])r. Chr. emzerltng (Fran urt
dolpb
Rödelheim, eb. Gräfin zu Solms-Laubacb éAssen- heim). - erw. r. Flora von Unruh Trem- men). -- Hr. Ober örster a. D. August Wilhelm Alexander von Wachholiz (Harzburg). “ “
Redacieur: ])1'. H. Klee, Director. “9" Berlin:
Verlag der Expedition (Scholz).
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin Ms., Wilbelmstrqße Nr. 32.-
Fiinf Beilageri ' (einschließlich Börsen-Beilage).
* zum Deutschen Reichs-Anzei
M 17.
Erste Beilage“
Berlin, Mittwoch, den 20. Januar
ger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeiger.
1892-
Deutsches Reich.
Ju _Gemäßheit des § 8 des Gescßcs, betreffend die Rechts: verhältnisse der deutschen Schußge icte (Reichs :Gcseßblatt 18_i_38 chS. 75), Wird Nachstehendes zur öffentlichen Kenntnis; ge ra t: Der BundeSratl) hat in der Sißung vom 22. Dezember
1). J. bcschloÉen, der mit dem SiY in Berlin errichteten Astrolabe: dmpagnie auf Grun ihre?» von dem Reich?:- fanzler enehmrgten Statuts die Befugnis; zu erthcilen, unter ihrem amen Rechte, insbcfondcrc Eigentbum und andere drngltchext Rechte an Grundstücken zu erwerben, Verbindlich- kerten einzugehen, vor Gericht zu klagen uud verklagt zu werden. * “ Aitszug aus dem Siaiut. 1. Allgcmcine Bestimmungen, Die „Astrolabe-CompagniM ?a17ibrc11 Sitz in Berlin. . l' " _ chck' der GcseÜschaft ist, Compagnie in der Südsee
chndHesi? zu erwerben und zu verwerthcn, Land- und Plan-
tagenwtrth chaft, namentlich Tabacksplantagcn, auch gewerblich
Unternehmungen und HandengesciÜftk, welchc damit in Ver-
bindung stehen, zu betreiben.
im "Schutzgcbict dcr Ncu-Guinca-
Art. 3. . _Zur Erreichung ihres Zweckes darf die GescZÜschaft im Schutz- gebiete der Nen-Gumea-CvmpaFmte Zweigniedcrlmsungcn errichten.
X . . Die_ Organe der Gcselischaft sind: die Direction, die Revisoren, dle Generaldcrsammiung. ' * . Akt. 5. _ _ Die nach diescnx Statut erforderlichcn Bakmmtmackwngcn werden in nachstehenden Blattern Veröffentlicht:
de'm Deutschrn Reichs- imd Königlich Preußischen Staats-_
Anzeiger, der Weser-Zeitung, _ der Hamburger VörsLn-WUL, der National-Zcitung, dér Post.
Die Direction ist berechtigt, diese Blätter mii Ausnahme des erstgenannten Deutschcn_ Reichs-Anzcigers durch andarc zu Erscßcn. Em solcher Beschluß ist durch die bisherigcn Blättrr zu vsröffent- lichen, sOWLit diesclbcn nicht cingcgßngcn odcr sonst unzugänglich ge- wvrden ind.
* Friisn, Welche in den Bekanntmachmxgen «UJMLÖLU wcrden, laufen von dem Tage, an welchem das)“ bcirkffkndc“ Stiick dcs Dcntsckyen Reichs-Anzkigcrs ausgcgebcn wird, diesen Tag mit eingrrcchnet.
1,1. Grundcapiial. _ Arx. 6. _
Das (Hrundcapiial dcr Gesell) ast ist zunächst auf 2400000 «4-6. festgesetzt und in 4800 auf dcn QUlJ-übék [autcndk Antheils zu js 500 „56. getheilt. ___ _ __
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_ Dic; Zeichner der Anibeile und demnächst dercn Rechtönachfolgeér btiden die Gesellschaft._ Die Antßßiic sind untbsiibar; sie habsn die "Eigenschgft dcr beweglichen Sachen. Einzelne Z).)iitglicdcr können nicht aus Thcckung klagen. __ _
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Für die Verbindliéhkcitqn der ij'cllschaft “Haftet dcn Gläubigcrn drrselben nur das €55Ls€Üschaitst1YSJe11. r
_ _ Die_ crste Einzablmxg ist *mit 10 0/0 des chmbctrages jcdes An- thxtls 'ij zur ersten (Honeralpcrsammlmtg zu entrichten. Weitere? Eznzahiungxxn smd nach Bestm11nung_ dcr Direction in Raimi zu [Listen, von welchen jede höchstens aus 30 0/0 des Nennbetrage's fLst- «setzt werden_ darf. DLL Aufforderung zur Zahlung jeder einzelnen * _ate mu? nzmchtcns zwki Wochen Vor dem Zablungstcrmin durch die GLsLÜ ck)asxsbla116r_bekamti gamachi werden. Der Zeichner cines Anihéils ist für die Zabbmg dss vollcn Ncnnbctrages dcssclbcn un- bedm? Verbgftet._ _
leber diesc Y_oüzablung Hinaus Habcn die', Mitglichr dc'r Gescu- schaft keine Verpflichtung. A _ __) . r 0 „ck-
Berpfiichteie, welchc “säkligc Tbciszahlungen nicht leisten, sind von der Direction weitels Bckaxmtma ung unter Angabe d€r Nummsrn der Anibecke, auf Mi 6 dw Zak) ung rückständig gebüeben ist, auf- zufordern, dtesesbß uebi Zinse'n zu 5% innerhalb einer nicht untsr 4 Wochen z_u beijinmenden Frist zu entrichten.
_ Wer diese rtst, obne dtc_VorbezLichnctc ZaHlung zu leisten, ver- stret §n_laßt, [)at außer dLn_Z_msen cine Condentionalstrafe von 10 0/0 des alltgen Beirages vxrwirtt und _kann zur Zahlung der fäÜigen Rate _famxnt Zinsen, Strafe und Kosten auf dem Rechtswegc von der YF??? _angekbaiten Yerdemch __ _
_ a e en önnen a Lr au ie äumigen Zei ner nacb no - maliger fru tloser _Auffordcrung _zur Leistung de?) rückständigén Zahlungen, _welche nut ivenigstxns pterwöchiger Frist unter Androbun der Ausf licßung vou_ der Direction bekannt zu machen ist, dur Beschsuß _er [eßtc'ren ihrer Anrechte aus dir ckZ_Lichnung und,.den ge- leisteten thlun en __zu Gunsten der Gesclls aft verlustig" erklart wrrden. Diese *,rklarung „wird öffentli _bekannt gcmacht und es Werden izeue S_tückc an_ Girlie deJr kra tlos erklärten ausgefertigt, welche die bereits geleisteten Thetlzablungcn und den zulet ein- geforderten Theilbetrag umfassen. Fiir Linen Ausfall, weléen dic
“Gesellschaft bei der Veräußerung erleidet, bleibt der erste ) eichner
iyaftbar. Art. 14.
_Durch Zeichnung _oder_ Erwerb_ von Antheilen und Interims- schemen unterwerfen s1ch du! Mtigltrder _für alle Streitikaeiten mit der Gesellschaft m_ts _dem Gesßllsckpastsverhaltnisse dem in Berlin für Handqu en zustandtgext Gcrtcht 1. Instanz.
111. : anz, “ErnttttelurÖ? und Verwendung des Er: trages, escrvefonds. _ Art. 15.
Auf den 31_. Marz ist von der Direction die Bilanz für das ab- gelauÉneGes aftsjahr zu ziehen. Dieselbe! muß mit der Gewinn- und _ erl_1_x_ftre nung, u_nd unt cinem, den Vermögensstand und die Verhalxm e der Gesrütchaft entwickelnden Brri t der Direction, so- Wie mit dem darü er von den“ Revisoren zu ers attenden Bericht der _éeeereralversammlung Vor Ende des laufenden Kalenderjahres vorgelegt
en.
Der Gémxralversammlung, ist die Genehmigung der Bilanz vor- !)„ehalien. Dr_trch _Ertheilung der Genehmigung wird die Verwaltung furdte Geschaftsfubrung dcs berctxfdeen Jahres entlastet.
r. . „ Arif Vorschlag der Direction bes ließt die Generalversammlung Y_Y_):inxze Venvendung des fich aus er Bilanz eingehenden Rein- Von dem -zur Verwendung bestimmten Betrage sind vorweg
_mindeftens 10 und höchstens 15 0/0 in einen. Reservefonds zu legen.
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_ Von dcm Verbleibenden Bcirqgc Werden an die Mitglieder der chcklsehaft 40/0 _des eingezahlten Grundcapitals vertheilt.
Von dem _ hiernach verbleibenden Betrage werden der Dirsction 100/0 (_1ls _Tauttéme überwiesén, der Rest wird als Superdividende an die Mitglieder Vertbkilt.
Dt? Gcncräldersammlnn kann keinen geringeren Beitrag zum Reschqsonds und kcinc_ bö)crc__Vcrtl)eilnng don Reingewinn an die Mltglllkkl' dm" Gcscllschaft ocschließen, als die Direction vor-
schlägt. _ _ Art. 17.
_ Dcr Re:!crvcwnds dient zur Deckung von unvorhergesebknen oder an erordentltchén Geldbcdürfnisen der Gesellschaft. Der Direction stet dio? Vkrivc'ndun über denselben zu. ,
_ Nachdem der cserdefonds 15 0/0 des Grundcapitals erreicht Haben wird, Pörwn dic_ Verträge zu demselben auf. Im Falle von Entnaymkn aus ihm ist er auf den Vorgcnannikn Höchstbetrag wieder zu crganzrn. [U, Vcrrwaltung. :,]. Direction. _ _ _ Art. 18.
__ Dic Dtrcxtwn bcstcht aus zwölf von dcr Gcn€ralversammlung zu imzhsc-ndcrt Mttgiiedcrn. Minde'stens sechs Mitglieder der Direction mussen m Lierkm wohnhaft skin. DiE Wahl erfolgt in der ordent- [tckch _Generasdersamm[ung auf vici" Jahrs, Jedes Jahr scheiden drei Mit [:cker aus _nnd werdcn dnrch Neuwahl crseyt. Bis die Reihe 1m_ ustrttt" gkbiidct ist, Entschx-idcf darübcr das Loos. Die Aus- scheidcnden Und wißdrr wählbar.
_ Ueber diE Wablcn sind gcrichilichc odkr notariell? ProtokoUe anszunchmcn.
Art. 19.
__D_ic Direction vchr1ritt dicG-zskllschaft nach außen in allen Rechts- geschaffen m_ld sonstigc'n Angc'icgznhciten derselben, _cinschiießlick) der- 1€1iigc_n, w_§[ch€ _nach dc11_Gcsch-_n cine Specialvoklmacht erfordern. Dtcsrlbe' fiihrt dn: Bcrwaünng sckbstständig, soweit nicht nach diesem Statut dic Gi“ncraMrsammiung miizuwwisn bat. Gegen drittc Pcrsqncn bqt [cdvcb Olm" Mehr Beschränkung drr Direction keins rcchtltch8 Wirknng. ___
*. rt. 21.
Die Dirc'ction besorgt ihrs 6§€schäftk
&) in P[cnarvcrsammlungcn,
i)) dYkch gxsckzaiftsfiibrkndc Mitgliedsr. _ Sic" wahlt jabrlick) in ibrcr ersten Sißung nach der .,.ordrntlichen (Gcnera[vcrsatntnlunq ihrey Yorsiycndcn und zwei Sikllvcrtreter dcs- sekbcn. Ukbc'r dic Mahi ist Citi)" notarislch Protokol] aufzunsHmsn.
-. r. : .
_ _ Dtirci) Piknarbcsck)[usz ordnet die Dircction zwei VDSL" mehrere Z).)ittglicdcr ab, wclchcn die Führung dLr laufc'ndcn Gkschäfte und dic Entschcid1mg iiber a[_1(: A11§818gcn1)€itcii, dic nicbt aixsdrücklici) dcm Pkcnuni WrbcbaÜen 1ind_,_ii ertragen wcrddn.
____Di_c_W_ai)[ dcr geschästsfiihrc'ndcn Mitgiichr dsr Direction erfolgt giixalwlick) m dcr _erstLU Sitzung nacl dcr ordentkichcn Generalder- iammsung zu notartcilkm oder gerichtliiixm Protokokl. Es ist briannt zn mach€n, wclche *,Nttglicdkr Hisrnack) als gi'schäftsfiibrcndk Dirocwrcn abgkordnct sind.
Art. 27.
_Urkundcn odcr Erklärungen dcr Diructiou sind fiir die' (Geskllsc'haft Verbindlich, wcnn_ sic; untrr dem Namen der .,Aftrolabe-Compagnic“ dow zwei gkschciftösiilwrnch Mitglicdc'rn dci" Direction untc'r- 1chr1chn sind. ' * .
Art. 28.
_ Dis g8schastssiil)rkndcn Yiitgiiedrrxdcr Direction sind befugt, an emen Bcazntkn dcr Coywagme Vollmacht für dem Empfang der bei der Post cmgchcndsn Brtcfe, Gtxld- und Wcrthsendungen zu ertbe'ilmt, auch andcr€__Vol_1macht€n ariszwicilcn, soweit nicht nach dem Statnt odcr drm Gescha tHreglemcni dar; Plknum dsr Dircction Hicriibe'r zu bestimmen [)at. 18 Volimaäyr erstreckt sick) im Zweifel auf aUe' Recht:;zhaydlungxn, 1v€lchc dte_ Aquiilwung d'r dLn Bramfcn oder Be"- voÜmachttgtcn_ubcrtragenen_(Hesckmfte gcwöhniich mit si bringt, obus UntLrsckULd zivtschen bcwkgitchcn und unbrwegiichc'n Sa ('n. 'i). Rkvisorcn.
D' (ck 1 ' [ Yk" 30" M (
. [L_ denera prrmmzn izng at drci 5„“iig ieder dsr Gesclls a't, wclche 111_cht_ zuglctch MLtglsLÖLT der Direction sein diirfen, als KELL- ?orcn ans dre AmtsdaUZr dor: drci Jahren zu wäßlkn.
_ _ Art. 31.
Die". ?)TWlsOLIYU Haben dic genazxc Beobachtung des Statuts de'r Compagnie zu_itbe_rwachc_n._ Sie 1ind berechtigt, an den Plenar- stHungxn der _Dweciwxi mti berathcsider Stimme theilzunebmen, jeder- zeit Einsicht tri dle Bucher, Rcckznungxn, Correspondenzen und Urkunden der Compggme zu 11?[)M€_11 und auf Grund eines einstimmigen Be- schlu es eine außerdrdentlichr (Hensralversammlunß berufen u lassen.
_ tc_ Haha)! dxe Inventarien, JahresreÉnung-cn und ilanzen, sowie zeitweilig dic KMU! und_ Portefeui es dsr (Gesellschaft zu prufen und darüber an die ordentliche' (Generalversammlung dc'r Mii- glteder der Gescilschaft Bericht zu erstatten.
0. Gen9raldcrsa1nmlung. _ _ _ Art. 32. _ Die_Gcneralvcrsammlung, regelmäßig constituirt, Vertritt die Ge- mmmtbeit dcr Geseklschaftsmitxrlieder. _ Art. 34.
In jedem Jahre findet cine ordentliche? Generalvcrsatnmlung vor Ablauf_ drs Monats De ember statt.
Erne außerordeytli ? Generalversammiun wird berufen,
3. wenn iiber die Auflösung der GescUscZaft oder deren Vcr- _schme[zung _nnt einer andcren Gesellschaft oder die Umwandlung thrßr rexhtlzchen Form zu beschließen ist;
b. wenn Mttxlicdcr, Welchx zusammkn Wenigstens den vierten Theil der Anthetie besrßen, die Einberufung fordern und der Direction zur Vorlage _an die Generalversammlung einen formulirten Antrag einreichen, Wekcher innerhalb der Zuständigkeit der Gencralpersaxnmiung liegt;
(*. _!)vcf'xri dx? Direction aus besonderem Anlaß die Einberufung
e )12 ; (1. wenn ie Revisoren einen darauf gerichteten Beschluß fafsxn (Art. 31). Art. 35.
In der ordxntlichen Generalversammlung wird über die Ge- nehmrkzung der Bilanz, sowie die damit der Verwaltung zu ertheilende Entla t_ung Beschluß gefaßt. _
_Die Bilanz mit der Gewinn: und Verlustrechnung, yowie die Berichte der Direction und der Revisoren müssen wäYend „wei Wan vor dezr Versammlung in dem Geschäftslokale der esellscYa zur mficht eines jeden Mitgliedes ausgelet sein. Außerdem1et der ordentlicher: Generalversammlung der BHs luß iiber cY_ede Vorlage zu, welche nicht nach Art. 34, unter a. der an erordentli cn General- versammlu11g___überwwsen ist, insbesondere:
a. über i_e Ausgabe weiterer Antheile (Art. 6);
1). über die Aufnahme von Anleihen; .
0. über Aenderungen und Ergänzungen des Statuts, insbe ondere
Aenderungen und ErweiteitrminFn des ZWeckes der Gese schaft.
r o ! - _ Besclßlüsse über einen der im Art. 34 unter & bezeichneten Gegen- stqnde sin nur gültig, wenn wenigstens drei Viertel der Antheile in
dcr ersammluw yertretcn smd. Ist dies _nicht der Fall, so kann zu gleichem Zwo € innerhalb der nächsten sechs Wochen abermals eine außerordentlx e Generalversammlung berufen werden, in welcher gültig Beschl_uß gesa 1 werden kann, auch wenn weniger als drei Virrtel der Antheile_ Vertreten smd. Außerdem ist zur Gültigkeit des Beschlusses erfqrderlich, daß derselbx tmt einer Mehrheit von wenigstens zwei Driztel der m der Versammlung vertretenen Stimmen angenommen , wer c.
__ Abänderungen _ und Ergänzungen dieses Statuts (Art. 35 0) _konnen nur mti crncr Mehrheit von wenigstens zwei Dritteln der m der Versammlung vertretenen Stimmen beschlossen werden.
Vorbehaltlich dieser Bxstimmungsn Werden die Beschlüsse der Generalpersanxmluxig mit abwluier Stimmenmehrheit ge aßt. Ber Gleichheit der Stimmen giebt die des Vo ißendcn den
Ausschlag. 7. Auflösung. “ F u ' A fl“ Art'dM'G [ls ck _ JM a :* 811181? 11 ömng Lr ese aft wird ua Til un ihrer Schulden das Vermögen na VerhälttYZ der auf die Ant eil? gelersteien Einzahlungen unter die 5 itgliedcr getheilt.
_ D_te Vertheilung darf nicht eHLr doilzogcn werden, als nach Ab- lxzui emos Jahres von dem Taggan gerechnet, an welchem die Auf- losung der (Gessllschaft uxiter Auxforderun der Gläubiger, sich bei ihr zu melden, m den G9sell1chaftsblgttßrn be annt gemacht worden ist.
_Vis zur Berndtgung der Liquidation verbleibt es bei der bis- k'crtgetx Orgaqtsatwn der _Gescllschafi und ihrem Gerichtsstands.
_ Eine tb€l[WL_lsL Zuruckzablung _des Gesellschaftscapitals an die Mitglieder nntcrltegi denselben Bestunmungen Wr? die Aufkösung der
Gesellschaft. _ 171. Aufsichtsbehördc. _ __ _ Art; 38. _
___Dtc' Aumck)t_ uber die Gcscllickyaft wird von dem Reichskanzler gefuhrt. Dxrsclbr kann z_u dcm Bebufc' cinen Commissar bestcÜen. T_Ocr Comtnzffar rst bcrechttgt, an_jcder Plcnardkrsammlung der Direc- _twn Ut_1d cin x_eder GenerglVLrsamtnlung theilzunchmen, von der Direction xedcrzci1B§x1cht uber A9 Angelkgenkwiten der Gesellschaft zu Verlan en, auch du: Buchcr und Schrtstén dkrssiben ('inzusebcn, sowie auf KOJten ch Geskllskhast, wcnn dcm Verlangen der dazu berechtigten Mifgliedcr de_r Gcsells af_t Art. 341) nicht entsprochen wird, oder aus sonstigen wichtlgmi ( t'UUÖL'U 01110 außerordsntlichc Gcnrraldersammlung zu
berufcn. Art. 39.
_Dcr Gcncßmigung dcr Aufsichtsbehördk sind insbesondkré unter- woven:
1) dre Axisnahme von Anlciben sowie die? Altögabc von weiteren ?intbßtlen ;
2) 018 Bkschlüsss dcr YeseÜsÖaft, nach tvrlchen eine Aendcrun odcr Erganzung dss Statuts Erfolgcn, dir Ge eÜfchaft aufgelös , mit Liner andcrcn pcreiuigt oder in ibrsr rc )tlick)e'n Form um- geWandcit werden 1011.
Deutscher Reichstag. 151. Sißung vom Dienstag, 19. Januar. 1 Uhr.
Am TiLcH-e des Bundesraths die Staatssecretäre ])1'. vgn _Step an und Frei err von MalßalYn, sowie der Kom [li]? preußische Staats: inister von Hey en.
u der Tagesordnung steht unächst die erste Berathung des__ (Heseßentwurfs, betreffend die Zlnwendung der vertrags- maßi en Zollsäße auf das am 1. Februar 1892 in Dcuichland vorhandene unver ollte ausländische Ge: treidc, dsr in seinem einzigen 5]éxaragraphen lautet:
,Die Bestände _von aus1ändischem Getreide (Weizen, Ro en, Yaéér, Gkrfte, Mais) und Hülsenfrüchte, welche nac? amtii er xctstelwng am 1. Februar 1892 innerhalb des deut chen Zo!!-
gcbictes in Frc'ilagern (Freibe irken), in 6 entlichen Zollniederla en, in _Privatlagern unter amtli em Mitvers [n oder *in gemis ten Prtdai-Transitla ern ohne amtlichen Mitverßchlubß, sowie in den deuischen ' anus chlüff6n vorhanden sind, werden is zum 30. April 1892 eins ließii obne Nachweis der Abstammung aus Vertrags- staaten chr meis begünstigten Ländern zur Entrichtung der fiir diese Getreidearten am 1. Febrnar 1892 in Kraft tretenden ermäßi ten Zollsätze zugelaffen. Disses Gescxz tritt mit dem Tage seiner Fier- kiindigung in Kraft.“ .
Staatssecretär Freiherr von Malzahn:
Meine Herren! Der Abschluß der Handelsverträge wird, soWeit nicht ein Act der Gesetzgebung hierin eine Aenderung hervor- bringt, die' différentie'lle Behandlung einer Reihe von Artikeln beim Eingang aus dem Auslande zur Folge haben. Die ermäßigter. ZoÜsäZL der Verträge werden allerdings An- wendung finden auf den Eingang aus denjenigen Staaten, welche uns gegenüber das Recht der Meistbegünstigung besißen oder erwartrn. Diese ermäßigten Zollsäße auf Waaren, welche aus anderen nicht meistbegünstigfen Staaten eingeHen, anzuwenden, smd wir geses- lich nicht ermächtigt; es würde auch zollpolitisch nicht richtig sein, die- jenigen Begünstigungen, welche wir gewissen Staaten gegen Conces- sionen, die sie ihrerseits uns gemacht haben, kgewäbrten, anderen Staaten ohne solche Concessionen zuzubilligen.
Es werden daher vom 1. Februar ab diejenigen Artikel, bezüglich deren die Handelsvsrträge Zollcrmäßigungen oder Zollbefreiungen ent- halten, begünstigt sein, wenn sie aus Vertragsstaaten oder meist- begünfiigten Staaten eingehen; die Eingänge aus anderen Staaten werden nach wie vor die höheren Zölle zu entrichten haben. _
Auch diejenigen Waaren, welche an dem entscheidenden Tage sieh unverzollt, aber zum Eingang fertig in den deutschen Zolli'äger'n befinden, wsrden nur dann Anspruch auf die ermäßigten Zollsäße "haben, wenn sie ihre Herkunft aus begünstigten Ländern nacbWeisen. Es ist zu erwarten, daß dieser Nachweis eine gewisse Verzögerung drr Einfuhr berbeiführsn kann, daß er mit mancherlei Schwierigkeiten verbunden sein wird. Das sind Uebelstände, welche die Importeurs der Waaren werden auf sich nehmen müssen.
Die verbündeten Regierungen haben aber geglaubt, daß bezüglich einer bestimmten Kategorie von Waaren, nämlich des Getwides, és fich empfehle, diefer Verzögerung der Einfuhr dadurch entgegenzuwirken, daß die am entscheidenden Tage auf den Zolllägern' vorhandenen Bestände von Getreide obne Nachweis des Ursprungs zum, niederen Zollsay zugelassen werden. Entscheidend dafür, das Getreide in diesxr Weise zu begünstigen, war in erster Linie die Erwägung, daß derPrqis derjenigen Brotfrucbt, von welcher sich ein großer Theil der Denkföm zu nähren gewohnt ist,- des Roggens, ein ganz ungewöhnlich hohe: