Das wird heute Niemand - mehr wollen; die Unmöglichkeit liegt so klar zu Tage, daß ich mich darüber nicht näher aussulaffen brauche.
Das, was in den Bestimmungen des jetzigen Entwurfs empfohlen wird, [ist wesentlich nur das, daß die Berg-Revierbeamtm dieselbe Stellung gegenüber dem Arbeitsverbältniß der Bergleute einnehmen sollen, wie fie der Gewerbe-Jnspector nach § 1391) der Gewerbe- ordnung einnimmt. Ich kann nicht finden, daß dieser Schritt zu irgend Welchen Bedenklichkeiten Veranlassung giebt, daß im Bergbau besondere Verhältnisse Vorliegen, die uns nöthigen, von den Vor- schriften der GewerbeordnungsnoWlle in dieser Beziehung abzugeben.
Eine Abweichung von leßterer findet auch2n1cht statt, im Art. 711. des Entwurfs der dem Rcvierbeamtru di? chugniß zur Einstellung des Betriebs unkcr ganz bestimmten Voraussetzungen giebt. Auch dicse Bestimmung ist klin? Besonderheit des Envyurfs; fie findet ihren Vorgang in dem § 147 Abs. 4 der Gcwcrbcordnungsnovcllc. Meine Herren, sollte in dicskr Bestimmung cin Bsdrnkcn gcfunden werden, 111111611 Sie es 1111 nöthig halten, den Jnstanzenwcg, der übrigsns zwcifcÜos vorhandkn ist, noch bestimmter zu gsftaltcn, so lasse ich darübcr jcder Zeit mit mir reden; ich bin ganz überzeugt, daß übkr diesen Punkt cim: Diffsrknz zwischeén 1111?- schlisßlicl) 1116111 mehr vor- bandcn scin wird.
Sehr viel frag1ichcr _ das muß ich zugeben _ ist die Bcstim- mung 111 2111.)*', in dem dem Obcr-Bergamt die' Befugnis; zugs- sprocbcn ist, 11111111 durch Usbcrmaß von Arbsit dis Gksundkwit der Arbritkr gcfährdct wird, den Bcginn, das Ende und die Dankr dc'r Arbeitszeit 511 1761111111611. Ick) mache darauf aufmerksam, mcineHercn, daß wir (11181) [1161 cincm Vorgange dcr GeWerbcordnungsUOVcUc ge- fvlgt find, 11111 mit dcm U11tLrschicdc, daß in der Gc1vcrbé- ordnungsnoMUe dicse Bcfugniß dem Bundesratk) zugesprochen wordcn ift, hicr drm Obcr = Bergamt. Sollte das hohe Haus Bédcnkcn tragen, diesc Brfugniß dcm Oker : Bcrgamt zu übertragcn, 10 17-111 ich durchaus 11131611, Line Aenderung 111 dcm Sinne vorzuncbmcn, daf; dicse 256111111111“; dem Ministér oder, wenn Sie oncn, dcmStaats-Ministcrium übkrtragenwird. Es Handelt fir!) “nur 1761111111, daß 7261113158 Grundsatz auch 111 1118113111 (5581813 zum Aus- druck kommt, der 111 der Gewerbeordnnn981111111118 zum Ausdruck ge- ko111111€11 ist, daf; nämlich 131118 Möglickseit für die Bchördcn 110111813611 1111113, wenn die Gesundheit der Arbeitcr durcl) dis Ueb€rmäßigkeif dcr 2111381183811 gcschädigt wird, cix1z111chrcitcn. Gagcn diesen Grundsaß haf 1116111554 Wiffcns bis 16131 161110 politische Partei im Rkickystag oder auch in diesem Hausa cin Bcd€111611 118111151. Ick; crinncrc daran, das; fast 11011 6111011 Partcikn cntsprechcnchnträgc gcstht1vord€11find; ja,1'ic gingrn 18111 11181 weiter, ',"msinc Herren; es find 1011111111 11911 der Ccntrmnspartci wick von dcr 101116111111an Partci 2111111198 im Reichstag gcstcüt wordcn, die auédrückliäy dis Fcstscynng 8111617 Maximalarbcikszéit für sämmt- Tiche Industrien vsrlangten. Ich bin crfreut darüber, daß die Frage des Maximalarbsitstagks 1161118 ron k€i11er Skits 111 Anregung gebracht worden ist; ich würde mir!) auch für den Bcrgbau ablshnrnd dagcgcn vkrbalte'n.
Dagkgcn 5111 ich der Meinung, daß das BMW, Welches die Ge- Wcrbrordnnng für die übermäßigc AUZ11ulZu11g der Arbeitskräfte' gcgebcri Hat, auch für den Bergbau 111 Aanndnng kommen 1011. Findcn Sie Es bedcnkkich, die HandbabUng desscMn dcm Ober-Bcrgamt 511 11561- tragsn, _ wic gcsagt, 11161119 HCLTM, 111161 die Instanz [affc ich mit mir rcdcn; fie ist für mic!) woÜkcmmen gleichgültig, ihre Anordnung ist l€diglich (31118 chckmäßigkeißstagc, und ich 13111 a11ch2utc11och der Ansicht, das; (F» zwcämäßichr ist, drm Ober-Bergmnt, das dcn Ver- HäLtniffcn näher stLHt, dirsc Bcfugniß z11 iidkrtragcn, als Lincr Weitcr 116116111911 Instanz, 111111161 zu ÖLTÜCksiÖÜJCU ist, daß das Obcr-Bergamk (111 die Anwsisnngcn 115 wcrgsssxxtcn Ministkrs grdnndcn ist. Abcr darüber 111811611 1511“ ja 111 der Cou1111i1'1'1011 réden, Und ich darf Hoffen, daß wir auch 111 dicssr Bsziclxung 171111“ Verständigung wcrden Crziklcn könnkn.
Nun, 11181116 Hcrrcn, smd auch Ernwitcrungcn dcs Gesetzes in Anrkgung 116111111111 wordsn, 11117: da schcint mir bésondcrs ein Wunsch von crbcblickyrr Bedcufung zu 10111; daS ist der Wunsch des Abg. Stöjzsl, dic 211115811 dcr jugcndlichcu Arbcitcr schon 111 171618111 (5561613 112; näbcrcn z11 111111111811. Ganz unbedknküch ist ci11€ solch? Negulirung nicht; 111» hat ihre Folgen für dis Industrie; darübcr MÜffCU wir 11115 SUL klar 16111. Indcffcn kann ich Ibncn das aussprkclycn, daß ich mit 'Diésék Frage mich [1618118 1611 langcr Zeit trage, und ich würde, WWU mir die Vcrbäl'tniffex schon genügend gcklärt 6116111811611 wären, nicht gezögrrt 11615911, einc [1651153116118 Brstimnmng 111 den Gesetzcntwarf auf- zunehmen, dic “0811 Wünsckycn dcs Abg. Stöße'T nabr kommt, also Vor- scbreibt, daß an gewissen ArbeitsstcUsn, na111€ntlich an gcfäHrd-eten, 11111“ 5111591181 bsschästigt wcrd€11 dürfen, die 81116 5611111111116 Zeit bereits 1111 Bsrgbau zugebracht 11515611. So weit möchte ich jedsnfaÜs diese Frage 1161116113611. Eine allgemeinu Anordnung, das; nur der als Häuer be- schäftigt wcrden darf, der sclwn 81111139 Jakwe 11n1€r Tage? gearbeitet kat, crsch€int mir nicht unbcdcnklich.
chcnfalls wird es gcrafbkn 18111, in dcr Connniss'wn dic ganze Mafcris ciner €i11gcöe11den Erörtcrung zu untrrziebcn. Bisher war ich der Mcinung, daß die Frage noc!) nichl spr11chreif und es Vorzu- ziech sei, sie durch Polizeidsrordnungcn drs ObCr-Bcrgamts zu rcgcln, wozu dassclbé, da es sich um Lebrn und Sicherheit dcr Arbeitc'r handelt, befugt ist. Zikbcn dicHerrsn abkr schon jLHt cine grséßliche R€g€11111g Vor, 10 werdcn wir darüber wobl 8111 Eindarneßmsn herbeifübrcn können.
Der Herr Abg. Letocha Hat den Wunsch ausgesprochen, daß dcr Eisencrzbergbau in Obcrsch'lssicn dcn Bcstimmungcu dcs Berggcscßcs 1111181711191an wc'rdcn mögr. Auch das ist ein Punkt, Über dsn wir vielleicht eine Vereinbarung [)crbkiführen können, nanuxntlicl), 11161111 man dadon ÜUSJLHk, daß nur grwiffe Bcstitnmungen des Bcrggescyes auf den oberschlesischén Erzdergbau a11§gechnt werden sollen. Ins- besondcre dürftc cs durchzufübrcn sein, daß die Aufsichk über denselben nicht mehr dcr ordentlichen Polizeibehörde 11111) dkn Gewerbeaufsicht» bcamtcn, sondcrn dem Reviekbeamtcn übcrtragcn wird, weil dieser der Sackyvcrständigerc ist. Uebrigens ist die Frage schon früher virlfach erwogkn und, soviel mir im Augenblick crinnerlicl), nur deshalb nicht zum Austrag gckonnne'n, weil bei 1111131“ Erörtexrung noch anders Vcr- bältniffe dcs oberschl-éfischcn Eiscncrzbergbach herangkzogcn wurdcn. Jetzt kann man sich auf die Frage beschränken: ist es wünschcnsMrth, dic Bastimmungcn über das Arbeitsverbältniß und über die Aufsicht durch den Revierbcamten, die in de111GcseYentwurf getroffen sind, auf die Verhältnisse der Erzbergarbeitcr in Oberschlesikn auSzudeHnen? Formell würde es fich unschwar mackycn laffen, indem man die Be- jiimmnng des § 210 des Allgemeinen Berggescßes, in dem bereits
auf den Braunkohlcnbergbau der dritte Titel des Berggeseßes ausgedehnt wvrden ist, nach dem Wunsche des Herrn Letocha erweitert.
Ich muß mir die definitive Stellungnahme zu dieser Frage, die ich in diesem Augenblick nicht vollständig zu übersehen vermag, vor- behalten; indessen glaube ich, daß wir auch hierüber in der Connnisfion uns verständigen werden (Brado !), meine Herren, über eine Volle Ver- ständigung in der Commission würde ich mich um so mehr freuen, als ich mich bedrückt darüber fühle, daß ich nicht schon früher mit diesem Geseß an den Landtag herantreten konnte. Denn die Notbweudigkcit zum Erlaß eines solchen, nach den eben entwickeltenGrundsäthn, war, meines Erachtens, eine erhsbliche seit nunmehr zweiJabren. Es war aber nicht möglich, den Entwurf früher Vorznlegen, wei! inzwischen der Reichstag mit der Gewerbeordnungsnovelle befaßt war, und es nicht angänglich 111511, vor Verabschiedung derselben cin prsußischcs Gescxz zu machen und fich dabei der Gefahr auszuseßen, dasselbe dsm- nächst durch Bestimmungen cines Reichögesetzes abgeändert oder gar in wLsentlichen Theilen wieder aufgéhoben zu 185811. (BWW !)
Abg.1)1'.Nittsr(freicons.) Erklärt, daß die Arbeitsraussckpüffe 1115
_ _ _ Bei den Arbeitersntlaff11ngcn würden 111 erster Lime die L_eute_ent[ass€n, wc'lche erst vor kurzcm von der Land1v1rthschaft _m dte Grubkn ekommen seien. Das sei zur Zeit de_s Ausstandes 11_1 Folge _der ho en Löhne geschebcn. Diesc Arberter 511611811 nicht «561118109; ste könnten wieder zur Landwirthschaft über- grben._ Der H111we1s au England treffe nicht zu; man 1011? am!) 111cht 1mme_r auf frcmde _ exspisle hinweisen. Daß die Gesetzgebung et_1vas_ Versamyt Habe, _1131 mcht ganz richtig; man hätte nur früher 111cht1o V1elrtnre1ße11 10111111, dann hätte man jetzt Weniger aufzu- bauen. (Zusttmmung rechts.)
AbZ; Graf Kamy (co111'.): Man könne 111 t umhin, die _Vorschr11ten der Gewerbeordnung auch auf die 5 ergarbeiter zu uYertragcn. Ob d1e__Gewerbeordnungsnoväle zum socialen Frieden fuhren werde?, das konne mgn beuxe gar nicht voraussehen. Die Ge- werbeordnungönovelle_und dte heutigen Vorlagen seien auf dsn Aus- stand Von 1889 zuruckzuführen. Damals sei man nicht dcr Ansicht Jewesen, _d_a13 dre Frage der Arb€1tsordnung die Ursache des Aus- tandes 181, sondern das rasche Steigen der Koblenpreise. (Ve- wegqu.) Er wolle darauf nicht weiter _Lingehcn. Er wünschr auch, das; die Vorlage zur Bsfferung der_Verhältniffe zwischem Arbeiter und 2111161198521 be1tragen möge. SUM außer dcn Bergbebörden auch die Jytcrkffcrxtkn selbst zur Vorlage gehört worden? Beruhigend 1121 15111 7:18 __Erkkarung des Abg. Rtttle, daß die Arboitera11§schüffe sich be:- wabrt 5911811. Das; 1716 Yxrgarbertcr heruntergekommen scién, müsse: cr bestrsttéq. DLC Löb11c_1811'11 1€Hr erhrblich gestiegen. Die Entlassung alter Arbe1tcr_- würde 1chr _bedaucrlich sein. Wenn die englischc Q[rb€11?kschUHgL]LZJSÖUPJ wirkkich so gut ski, so habe fie doch Wenig zur S1chxr11ng des soctalcn Frtedens gethan, denn einen solch€n Aus- stand, 11118 xexzt _111 England, 11.156 man in Deutschland noch niemals erleht. Y_Lzugbch _der Verkürzung der ArbeitSzeit seitens der Brrg- bLHOrde 161 er befrtedtgt über das Entgegknkommsn deZ Ministers. M1n1stcr für Handel Und Gewerbe Freiherr von Ver-
lcps ck) Meine «Herren, schon dcr Hsrr Abg. Schultz bat im Eingang 1611181“ Bemerkungcn _ die ich leider nicht ganz gehört Habs, weil ich erst in das Haus Eintrat, als er 851211 in seinen Ausführungen bsgriffcn war _ die Frage aufgeworfsn, Warum nicht die zunächst intrrcsfirten Grubknbesitzcr 11581 dissen Gßsktzcntwurf gehört wvrden wären, und 111818158 Frage ist 18131 110111 Herrn Grafen Kunitz wiederholk wordrn. «5011 mir ist 81118 Anordnung an dic mir Untcrgeordnrtén Bebördrn, dis «Zertretungen dsr Grubenbefiixcr über diesén Gésctzcnfwurf zu hören, 111ck)tcrgangen, und ich glaube, daß ich dazu gutc Gründ€ gehabt Habs. Zunächst Halte ick) es für sklbstdLrstä11dlich, das;, wenn die Obcr-Bérgämter und die Revisrbcamtcn iibcr 6111611 so ein- schneide11den Geseßentwurf zu bsrichten Haden, 1113 1111 111111611 an die C€ntralinstanz nicbt eber abgeben, bis 118 fick). über dic Stimmung drr BLtHcikigtc'n in den bctrsffendcn Jndustrikkrciscsn WWU auch nicht in officiLÜCr Form orientirt 11115611; ich zweifle nicht, daß das aucb im vorlikgcnden Fakle gkschekyen ist, dknn wenn man die [1911811951151 Bc- richte durchlirst, so findet man darin 311111 Ausdruck 111251116111, ob diksc oder jene Bestimmung auf Zustimnnmg 111 d€11 Krsiscn dcr Bctbeikigtcn zu r€chne11 [M oder nicht. Meine HELLER, 61116 An- ordnung, die bLtHciligtcn Vkrtreter drr Grnbrnbesißér über dieses Géskß zu hörßn, ist abcr 111€i11€rscits 1118191111161) defzbakb nicht crgangcn, wcil ick) dann vkrpflickytet gcwcscn wärc, dic Obcr-Bcrgä111ter anzu- weiscn, dic: Vertretungcn dcr Bcrgarbsitcr 1311611111118 „511 böreU. Organe der Vcrgarbciter aber, die dcn Anspruch (1111 Verfretung dersckbcn nach a[[€11Rich11111gc11 crHebcn 1151111611, 8111111011 chte nicht; darauf muß ick) aufmerksmn 111achen _ und Sie wcrden 11111“ das, gkaubs ich, (1116 JUJLÖLU müssen _: Es wäré schr schwierig gewesen, Vcrtrctungcn der Bcrgarbeitcr, dir als solche anzuerkennén find, berauszufinden und rvc'nn (111€ bestcHLndcn Vsrcine thört worden wärcn, so würde kaum ein bkrubigcndcs Moment 3111“ Beurtheilung dicses Gescßsntwnrfs hin- zugekommsn 18111. Ick [1111 fest überzeugt: Wer sich 1156151111111 um dir Vorliegcndc Materie kümmert, ist über fie nach den „Vorgängen im Reichstag orisntirt gewcsen, 61,18 die Vorlage an das hoHc Haus gc- langtk. Daß die Kréise dcr Grubenbesnzer, Wenigstens 311111 großen Theil, fich übcr ÖM 1v€s€ntlichen JnHalt derselbkn kkar ge1vesen sind, (112111 aus dem Umstand 5811101“, daß dir Grubenbcfitzcr in Rhc'inland und Westfabxn 1181116 bsreits cine ArbLiTSOrdmmg Vereinbart und, soviel mir bekannt ist, zur Ausführung gebracht haben, dis, Wenn a11ch mit einigen AbMichungen, doch im wesentlichen auf drn Gcfichtspunktrn “beruht, auf dkncn aucb disse „Korsage aufgebaut ist. _ Abg. Schmi cding (ul.) st_e[[t fest,daß beiArbeit-zrentlaff1111gen immer erst dte Fremden und d1e unverheiratbetcn Männer ent- lassen w11rden_; der_Abg._Stö13el habe seine Behauptung wohl nur aufgesteklt, wezl er emen e1nzclx1€n al] generalisirt Habe. _ Ab? H1136 _(Centr): _Sol 8 Fälle dürften doch nicht ver- e111zelt 6111, wo altere Arb-Uter entlassen worden _sLlLU; gerade soxche _Entlaffungen xnachten aber einen sehr unangenehmen Eindruck. Fur _die Vorlage konne cr_der Regieru_ng seinen Dank aussprechen, allßrdmxzs rnit der ausdrückltchen Beschrankung, daß die Vorlage das Mmdes maß de en_ brmge, was für _die Arbeiter geschehen müsse. Es Handel?. 11 Hter um 8111 Arbe1terschußgeseß, nicht um den Arbertgeherquxz. Wenn chu anderer Seite der Versuch emacht werde, dre orlagc abzuschwacheg, so wrrde seine Partei den ersuch machen, fie noch mrhr zu _verftarken. Es müsse in Erwägung ge- zoge11_1verden_, 01) 1118 Arbx1t§ordnung nicht vom Ober-Bergamt zu bextatigcn sczn werde. Seme Pacte1 Habe im Rei stag davon ab- ge ehen, well dze uytergeordnetew PolizeioYane ni t die nöthige techn11che_ Kenntmß hatten. Aber tm Ober-5 er amt babe man eine fachtecbmscbe Behörde, welche solche ?ragerx wo [ beurtbeilen könne. Abg.Cberty (dsr): Es Handle 1ch mcbt darum, Fremdes nach- zughmen,_so11dern fur u_nsere Arbetter jolche Einrichtungen zu treffen, wte fie in England Fc? bewahrt hatten naY dem Urtheil vieler dkutschen Gelehrten. a wn: an der Kran eit der Socialdemo-
kratie _litten, liege daran, daß bei uns die Gesc gebung u spät emgegrtffen Habe, um dre nothwendigen Zugeständni € zu macZen.
Die Vorlage wird darauf an eine Commission von
21 Mit liedern verwie en. S [1113 nach 3 hr. Nächste Sißung Montag. Auf
sehr gut bewährt Hätten.
der TSZéL-ordmmg stehen: 1) Dritte Ber "1111
entwu s zur Ergänzung der Geseke, be Yhalt er ementirten Geistlichen vom 15. 880 LG _
amml. S. 216 „ _und bett 1_1d die Fü orge fm- Jh" Wittwen und atsen der. etstlichen der evangeljschu LandeskirYe in den neun älteren Provin en der Monarche'n vom 15. 1111 1889 (Geseß-Samml. S. 1 . _ 2) W;? und zweite Berathung des Geseßentwurfs, betreffend 11T äyßere Leilighaltung_der Sonn- und estta e in den Pro: pm en chleswi :Hol1tein, Hannover un Zr en:Naffau, sowie 111 eu Hohen o ernschen Landen. __ 3) ste und zweiteBe; _rat ung des efeßentwurst, betreffend die Aufhebunq älterer 111 er Provinz“Hessen-Nas1au geltender geseßlicherBÉstimmuU- en über die Untcrxuchung des Schlachtmehs und die Aus: tellun von VieZÜqe undhe1tsscheinen. _ 4) Erste und zweite Berat UM dcs efeßentwurfs, betreffend die Entschädxgxmg ür an 'lzbrand gefallene Thiere. _ 5) Erste Verathung es Gescßentwurfs, betreffend d1e Aufhebung der Befreiung von ordentlichen Personalftcuern gcgen Entschädigung. “
Ä
GesundheitZtvesen, Thierkrankheiten und Absperruugs- Maßregeln.
Konstantinopel, 24. März. (H- T. B.) Na M11 ___ des„_1____1.T.B.“ ist die CHolera in Mesched WF „€ 1111611
, _ ers 1611 au“:- gxbro 611, von 1110 stk 1111 HLrat ver1chleppt worde'n ist. Da 81“: '*'“ dre Cwlera im Vilajrt * 6117111 im Erlöschen. W] M
Handel und Gewerbe.
Tägliche Wagengestellung fiir Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr 11nd am 24. d.M. gestellt 10 012, nichtrscbtzejtjg Jeske]? ketÖebW? er_1. _ __ __ __ M n er e ien 11 am *.. . d. . 781113324, ' rechtzeitig gestellt keine Wagen. W 1111111
_ _ _ ZwangZdersteigcrungen. thm Kontglrchen Axntsgericbt 1 Berlin standsn am 24. Marz 1892 die nachverze1chncten Grundstücke zur Verste1er11n :
Pappkl-Allee 89, dem Kaufmgnn H. A. Raab e hicr gehörig; nginde t- beot 800 «34; fur das MStstgcbox von 3500 «16. wurde der Artillerie- „1eutenant M. Schulcnburg, hier, Ersteher. _ Exkrzierstraßc 33, dem Ma11rer111ctstcr C. Krausch gehörig; Nußungswertl) 9020 .41; Mmdestgchot 1419 „14; für das_Meistgebot von 127000 «41» wurdc 111 Ma11rertx1€1ster Eugen Kyrn181d, Bülowstraße 105, Erstekyer.
_ A_u1hcbungen _betm Königlichen Amtsgericht 11 Berlrx. Das zym Zweck der Außemanderfetzung unter dcn Mit- e1genthum€rn dss 1111 Grundbuchc von F r i e dr i ck 61211) € Band 8 Nr. 326 auf den Namcn drr Vcrebclichten Baucrngutsbefißer Pahl, M. JF. A., geb. Sangq, und Gcnossen cingetra enen Grundstücks emge 811618 ZwanZZVLrstUgLrungsvcrfahren wird 1111 Zurücknabmx des ?lntragßs 1111111111111 en. Bt_e Termine am 29. April und 2. Mai d. J. 11111811 1ort. _ Frrncr 111 Sachen der dem Bäckermeistcr Emil Damerow gehdr_1g€n Grundstücke in Pankow Band 8 Nr. 347 und 348 wurden die Anfrage zurückgrnomrnen, das Verfaören der HZWFJYL'ÜUYWMI aufgekwbcn und ,fallen die Tkrmine am 25.111171 “. . . . 101" .
_ In der GeneraleIrsanUnlqng dcr P 1: c 11 J 11“ ch e n pr 015-311" n- Ver11cher1111 s-Act1_en-Ge1e[ls_chast vom 24.1). M. wurde dxr porgßlsgte Jghresab1ch1uß gcnehxmgt, Vorstand und Auffichtsratk) 8111111111m1g c11tla1tst und VW V2rth€1l11ng ei11€r Dividende von 60/0, 1716 sowrt znr 2111§zak1111ng Tclangt, beschlossen. err Geheimer Ober- Reg1_er1mgs-Natk) Kletn, Landss-Direcwr dcr Hcinprovinz, wurdc NEU 111 den Auffichtörqtk) gkwählt.
__ _ Jn_d1?r gcstrtgen Génerglversgmmlnng dcr Meck1811511r- F11chcn S_parbank mgchtc _dW D1rectio11 über das Engagement __c1__dcr Katser-Bazar-Actxengeseaschaft folgcnde Mitthekilung: Das .K'a11erzBazar-Grundstück 111 Von der Konkursvcrwaltung dem Ge- 1cha1t§1nkyqbyr der Ftrma „Mode-Bazar Gerson u. Co dem Herrn PWM) Freydénberg Verkauft ux1d bereits am 19. März_ auf- gelaffen. Der K'au1erlxatzug_1€ich die 1icr1öx1liche ftpflicht für die DVM:- thek übernommcxr DW Po11tio11 dcr Bank it dadurch eine völlig gxfichértcx, 11581de smd _NrtrameÉßig starke Abzablun en (1111 die 1131111011161 Vorgcwh-Zn. DW Firma Gcrson_wird in eine &111111111117311- §11111chast 11111 »Yxrrn Frxudknberg als Ge1chäftsi11haber umgewaydslt.
ie Gründung ersolgt nut einem Connnanditkapital von 6Z Miklioncn Mark duxch_ die_ Deutsche Bank,__ Dresdnrr Bank und Bcrlincr Pande1§g€1cll1cha1k Aus der Konkursnmffe find der Bank 200 000 «14 gkzcxl)_[t,_ Von welcher Summe nacb B6- FAÖUUF dcr rf1ch1ta11d1gen _Zinsen und Kosten cin 1111111 1111-
Strach1 jeher Therl zur Verfügung der Bank bleiben wird. _ Aus (Hmmd dcs 11011 122111 AufsichtZratk) über die Prüfung der Jahrs!» rechnung 211111111:th Berichtss wurde dc'm Vorstands Entlastung aus dcr JaHre-Zrcchnnng crtbcilt 111113 die Vertheilung des Reingewßnnrs von 399 094 „16 111 der Weis? be1chloffe11, daß der gesetzliée REMME- fonds Vorweg 60 370 «14 6151111, Wodurch er auf die ge eykich vor- grschri€56nc Höbc gebracht wird, daß fernkr zu TantiémcU und Dotirungkn 47 744 141. Vcrwa11dt_w€rdcn, die Actionärc eine Dividendc 13011 10 0/0 mit 200000 „46 em 1angc11_ und der Rcst von 90 979 :16 einem zu bildendexi zweiten eservr onds überwicsen wird. Dkk Dividends beträgt 1011111 100 16. pro 9 ctic und gklangt vom 25. Marz ab zur AUZzablung. _
__ Na einem St. Pwtchburger Priyattkskgramm der „111111111. 256116115.“ it 110111 St. Petersburger Börsencomité- 016 nach- Fesuchtr Administration für die Firma J. E.Gü11zburg einstimmtg ewilligt wwrden. _
Leipzig, 24. Marz. (W. T. B.) Jammzug-TerminJ handel. La Plata. Grundmuste'r ]3. per Marz 3,35 „zu, per 2111111 3,37-1 „Fü, per Ma13,371; „14, per Juni 3,40 „jk, per Juli 3,40 .W- per August 3,40 „44, per September 3,4273 „16, per Oktobcr 3,4219“- per November 3,4211 „16, ver Dezember 3,421- «Fi, per Januar 3,421.“- per ebruar 3,42 M Umsaß 30000 k.?- _
1811, 24. ärz. (W.T. B.) Dte Heute veröffentlichte Bilanz der Unionbank für 1891 weist emen Nettogewinn von 1049102_F_l- aus. Der VerwaltungSrath beantragt die Vcrthc'ilung eincr Div:- dende von 7 0/9, gleich 14 Fl. per AOÜL, ferner 36 629 ("l. dim ReserVLfonds, 20000 “1. dkm Pensionsfonds zu überwci en _nnd 134 158 ("l. auf neue Kechnun vorzutragen. Die erzielten Gewwnk aus den onVLrsionen der KasZau-Oderberger und der Cark-Ludwt I- bahn-Prioritäten sowie aus dem Yerkaus der Pester Vatprlandt! kn Sparkassen-Obligationen bleiben 1ür das Geschäftsjahr 1892 vor- vorbehalten. _
London, 24. März. (W. T. B.) An der Küste 6 Weizen- ladungen angeboten.
Bradford, 24. März. (W. T. B.) In Wolle ruht das Geschaft, dte Käufer warten den Voraussichtlicbcn reinückgang dcr Auction ab. Export arne matt, Sto fe geschä slos.
Mailand, 24. ärz. (W. T. .) Die EinnaZm-en ch Italienischen Mittelmeer:EiZenbabn-Neßes wä_rend der zweiten Dekade des März 1892 etru en nach provisortscber Ek' 1111U61ung im Personenvkrkehr 11892 4 Lire, im Güterverkxbk 1 694 591 Lire, zusammen 2 883 865 2118, im Vorjahre 3 017 577 211?- mithin wcni er 133 712 Lire.
New-5 ork, 24. März. (W. T. B.) Nach schwaYF Ek“ («?nung blieb die Börse 1m weiteren Verlaufe bis zum_ suff? Et. Der Um 1113 der Actien betruA 310000_ Stuck. er
ilbervorrat wird auf 3400000 nzen geschayt. Silber- !)erkäufe fanden nicht statt.
,-
«.
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
„212€ _ 74.
Parlamentarische Nachrichten.
er dem Hause der Angordnercn ugcgangcne EntZurf eines Gesetzes, betr91fend d1e - ufhebung “ Befreiung von ordentl1chen Pcrsonalsteuern egen Entschädtgung, lautet:_ _ __ _ g § ]. Die den Hamstern u_nd M1tg_lteder11 der Fa1111l1en vortyals mittelbarer deutscher Reichsstände sowxe der gleichgestellten Faxmlien ""ck .Ustehcnden Rechte auf Befrerung vo_n ordentlrchen "o xsßnalsteuern oder auf BS_VOFZUJUUI bmfichtlwh der_selbcn den hierdurch aufgehoben, Dre tm § 4 des Emkommenßeuer- WKW Vom 24. Juni 1891 Gesey-Samml. S. 175) vorge1€bene Aeranzjehung der bisher _e1reiten und Beworzugten z_11_r Ein- ommensteuer erfolgt vom 1. Apr1l 1892 ab nach dern Vor1ch111ten des
“"“ e ? es. “"geYhZéMFürde Aufhebun des Rechts_ auf Beftrixmg oder Bewor- nung (§] Abs. 1) wird 611 dere t1g_te11 ?amcktew eine Ent- ?Hädjgung aus der Staatskasse dur emma igeKapztalSabfindung nach Maßgabe der in den §§ 3 W 6 folgendsn Bestmnnungen ge-
währk. _ „ , („_ , 3. Ent ckad1gung§ber§cht1gtfind: 1) de'r 7511111 zu Venthemn- Steétnfurt,s 2) der Fürst zu _alm-Salm,_ 3)derJ1'1rst zu Sayn.Wittgenstein-Dxbcnstem, 4) der Furst zu «0111123- Braunfels, 5) der Furst zu Solmö-Hobénsolms-Lmh, 5) der Fürst zu Wied, 7) der Graf zu Sto_lberg-S_to[bcrg, 8) der Graf zu Stolberg-Roßla, 9) der__F1_111tz11 I1cn_b1trg- Bjxstcin, 10) der Fürst zu Jscnbrxrg-Budzngen 111 Wächters- bach, 11) der Graf zu Isenb_11rg-Bud_111gen _111_Meerbolz, 12) der Graf zu Soltns-Rödell)_e_1111, zu 1 [W 12 _111r 1Hre ersoncn und die Mitgliedér ihrer Fa111111611, 13) der Furst z11_ C-tolherg- Wernigkrods für sein? Per1o11 _und dt? (1111 1. Apr_1[_ 1892 111 dcr GrafschaftWernigerode leb€ndethtg11ed€r ferner F91111116. Al: M11- glieder dsr Familie (Abs . 1) geltcn d1e mann11 611 und du? unwerhrwatbetrn weiblichen ebenbürtigen DeHcendLntkn vom Stifter der Fam1l_1€, 10111611 dieselben nicht auf ihre Standeéborrechtc verz1ch_tet Haben, 1011316 d1€ durch die Ehen zur rechten ngzd 11111 6561151115951 Agnatcn 111 der Familie Verbliebenen oder in d1€1elbe_c111 e_trsxcnrn Frazwn. _
§ 4. Die Entschczdigu11g_w1rd (13111 x_edes der 1111 § 3 bezeich- neten fürstlichen uud gräslichen Ha111€r w1€_ 1olg_t berechn€1:_ 1) Der Bercchnung werden zu Grunde gslegt dxe (111119618 FannlrrnHaupt, sowie auf die bisher befrenten, abkr 111 (3181111113551 der B€111n1111u11g §1 Abs. 2 vom 1. April 1892 ab zur Emkommenstruer Heranzu- ziehenden Familienmitglieder (§ 3) ffzr das Struerjahr 1892/93 r€ch_ts- kräftig veranlagten Einkommensteurrsaße. 2) Von den_v_era_n[agtcn (Hm- kommsnsteuersaßen (zu 1) werdcn 111Abz119g€bracht1118111119611 Bsxrage, welchc 8.- auf die bereits vor dem 1. Aprrl 1892 zur Emkommenfteuer herangezogenen Einkommenstheckr, 1). au1_das an _Gelxcrkt, Penfion und ähnlichcn Bkzü en aus p€r1ö11_11_ch€1_1 Dwnstderbaltmßxn vrranlagtk Einkcman na dem Verhältmßed1cserEmkommenstkyecke (11. 11111111.) zu dem veranlagten Gesa111mteink11mmen drs bktrxffendrn Excuer- pflichtigen entfallen. 3) Dcr drerzebn- 1111d_01n dr1tte_l1ach€ Betrag des nach diesen Abzügxn (zu 2) Verbleibenden Tbrckc's der für das Jahr 1892/93 _rschtökrastig VLranlagtcn Emkommcnsteuer (zu1) wird als Entschad1gu119 gewghrt. _ _
F 5. Innerhalb der vom F1nanz-M1111ster zu best1m111€11d811Fr1st find demselben von Seiten der 1111 § 3 genannten Fa1n1l1enha11pter diejenigen Familienmitgliedcr 1111161: Angsze dcs Wovnßrtes zu be- zeichnen, deren Einkommenstcusrwße gemaß § 4 911.1 ber_B_€rechnu11_g_ der Entschädigung zu Grnnde gelegt werdc_11_ soll_en._ Dre 1n_nerhal_ Der bestimmten Frist nicht bezeichneten Fam1118nnnt§zl1eder ble1ben_ber der Berechnung außer Betracht. Für jedss entschadtgungéxbcreckyßgte Haus (§ 3) wird, nachdem die Vexraylßgang des Fa_1_1111_1811k_1auptes und der bei Berechnung der Ent1chad1g111113 zu beruckFchttgenden Familienmitglieder z11r_ Eixckommenschsr 111r das Jg 1 1892/93 rkchtskräftig erfolgt 111, dre Entschadtgung_ _nach _den _1m §„4 an- gegebene'n Grundsäßen durch den Fuzanz-Mmtstrr 111 811181 _Summe 7619616131. Auf Antrag eines Fam111enhaupt€s _ 111 jedoch _d1e Ent- schädigung für das Haupt, sowie für jedes exnzslne 9811111132151] bezeichnete Mitglied der Familie nach den 1111 _ § 4 annghencn Grundsäßen besonders *sestzuseßen._ Gcchn __]6d_e_ (31111 _eidung des Finanz-Ministers, durcb we1che_ em für cm YZmrltrnngÜed er- hobener Entschädigungßans ruck) (2151. 3) zurückgewte1cn W111), _n1_ch1 aber l_vegsn des Betrages der 11: tgeseßten oder festzusandexi_Ent1chad1g11ng 11117261 derRecthweg statt. DieKlage 11113011 dem ethecktgten; axmlren- m1tgli€de binnen einer Frist von drei Monßtßn, von der JUÜLÜUUJ ker abweisenden Entf eidung dcs Finanz-thstcrs an gerechnet, bk! dem zuständigen Geri te Einzureichen. _ _ „
§ 6. Die AuSza lung der festgesetzten Entschad1g1111g erfolgt 1111 Yaüe des § 5 Abs. 2 an das Familicnhaupt, 1111 Falle des § 5 _ckbe?) an die einzelnen Familremnitglixdcr, Welxhe an _dxr En?- 1chadtgung tbeilncbmen. Im übrigen 61111th der Fmanz-Mnnster die Wkgktx der Außzahlung erfordsrlichen Bcstimxmnzgen.
F 7. Der Finanz-Ministér wird ermacht1gt, zur Dkckung __chs WÖ die Auszahlung der Entschädigung (§ 6) entstehenden Bcdurp "lffes Staatsschuldverschreibung€n außzugrben. _ *
„ Wann, durch w81che Stelle und in welchen Betragkn, z1_1 W[ÖLm ZMS U11?- zu welchen Bedingungen und zu Welche11Cursen d1cC_ch11[d- vers _ _r_etdungen vkrausgabt Werden sollen, beftrmmt der Fmanz-
1n1 er.
, Im übrFen kommen wegen Verwaltung und Tilgun der _?!11- [UHR MIM .lnnahme derselben als pupillcn- 11_r1d 1111131) tt_czlmaßtge Skch€rbeit und wegen Verjährung der ZYsen dre Vors rtsten des Gesetzes Vom 19. Dezember 1869 ((Gesetz-«amml. S. 1197) zur An-
en un „ _ _ _ _ , 9 Z Der Finanz-Minifter wird mit drr Ausführung 11181813 Gefäßes beauftragt.
rkundlich 11. s. w.
In der Begründung wird 11. a. aUSJeführt: _ D4as Einkommensteuergeseß Vom 24. Juni 1891 best1mmt
"“ § .
.Die äupter und Mitglieder der Familien vormals 11111n1tfel- barer deuts er Reichsstände, welchen das Recht der Besretung von Vrdentltchen Personalsteuern zusteht, werden _zu der Emkommen-
e11er von dem Zeitpunkt ab herangezogen, m welchem durch_ be- sonderes Gesey die Entschädiguné Für die aufzuhebende Befreiung von der_Einkommensteuer gereget ein wird." _ _ _ „ 1 . walchend von der Re mungsvorlage, Welche d1e btsber Pr1v1- “WTM xedenfalls vom 1. iYwil 1894 ab zur Einkommensteuer her- anz,le[)ex1„wollte, macht das 2123 die Besteuerung derselkxeiz von der JLUÜILM en Re elung der dafür zu ewährenden Enxschad1 1111_g a_b- WW - ndrer eits lassen aber die ei Beratbung _d1eser Yor1chr1st W, andtage geführten Verhandlungen keinen Fwetfel darubsr, daß FU" Smne des Ge'exzes lie t, mik der in ?usficht genomchen „;;???an des bezeiéhnetcn 2 orrechtes der Standesberren unge1aumt en.
kmgemäß find alsbald nach der Verabséhiedung des Einkommey-
ZLULÉFÜBLS die Vorarbeiten zu dem vorlixgenden Geseßentwurf m "971 genommen, welcher sich die endgült1ge Lösung dteser Frage
““ Anfgabe stellt.
11" . " dem Wunsche, die Ablösun des zum tbeil_ aus verxrags-
“ZHW?" Zusicherungen beruhendcn rivckegs womßgltch 1111 E_1nver- men Mit den Berechtigten durchzuführen, bat dre Staatßregwrung
Vierte Beilage
Berlin, Freitag, den 25. März
zudor dcn Häuvtcrn der beibeiligten fürstlichen und gräflichen Häuser leegenheit _ergebcn, sick) iHrcrscits über dic_i11 dc_111 Entwurfs Vor- gc1chlagcnc11 lbfindungsgrunwäyié zu äußern. „Hieran Habcn drr Fürst zu Stolberg-Wcrnigsrode und der Graf zu J1en urg-Büdingkn i11 Meerbolz 111 den wesentlichrn Zunkfen ihrs Zustimmung erleZirt.
Die seitens dsr übrigen k-tc1n1*esherre?n hinsichtlich dsr Höhe der EntschädigunFn erhobenen Ansprüche weichen s_o weit von den Vor- schlägcn__der «fnatsrc kerung ab, daß diese 61111 61116 Verständigung a1s_ a11§11chtslos Verzi ten und mit der einseitigen g€1eßliche11R€gclung die1er Lngelegenbeit vorgeHen zu müßen glaubte.
Wie bereits in dcr Begründung zum (Entwurf Lines Einkmnmen- struergeseßks (Nr._5 der Drucksachen des Hauses der Abgeordneten Sesfion 1890/91 S. 42, 43) dargelcgt worden ist, licgcn übsrwiegende Gründe' dcs__gemcinen Wohles vor, Wclchc die Bes reitun dicses Wegks gkmaß § 70 der Emleitung zum Allgemeinen andre t rccht- fert1gcn. Nach dem dort aufgesjclltcn und im §4 dss Einkomuuxn- steuergescßrY ankrkannten Grrxndfaßc ist den bisher Bevorrcckyteten eine (Fntsclydigung für die auszubcßende' Personalstrucrfreiheit zu gs- wäHrcn, i111of_ern zhnen ein Rscht darauf zusteht, welches 111: als Ein Privileg in Gemaßheit der §§ 4, 79 Titel 14 Theil 11 A. L.-.R zu verfo_l_Jen _in der Lage_1"1nd. _
«zorab i1t daher [LftzUstLÜCW anf 1vc1che cinzelnen Fa111ilien dir1c Voraussetzung gegenwärtig zutrifft.
_ Als die_1zr11.1r1"1ngliche_ und für allc vormals un111itt€1baretx deut- 1che11 Reickpsstande gemein1axne Reckytsgrundlagc für ihre Skcuersreibsit pflegt 1111111 anzu1ebc11 und führen auch dieStandeZHé-rren überein- stimmsnd an den Art. )(117 dcr deutschcn Bundksactk vom 8. Juni 1815, we1cher in dkm Hier in Betracht kommenan Theil 16111161: „Um den im Jahre 1806 und seitdem mittclbar gswordencn ehcmaTigsn Reichsständexx und Neiclysangcbörigcn in Gemäßbcif der ßsgenwärkigen Vsrhältninc 111 aUe11B1111desst§1atcn eincn gleichförmig _leibendxn Rkchtsz11stand zu vcrschc111611, 111 Vcrcinigen 11ch die Bund_cs1taat€n dahin:
) :c.
2) Sind dic «Häupter diescr Häuscr dic erstenStandkchrrcn 111 dcm Staate, zu dem 116 gebören. Sie? und 11)cm Fa- 111i[i_en bilden die priv11egirtestc Kla1'18 in dcm1elbkn, insdssond-Zre 111An1'cb1111g der B8- stcuerung.
3)
1c. Bei dcr 11äb€renBesti1111111111 dsr angeführten Bcfngniffr sowohl
wie übcrhanpt und in MM 11 rigsn Punkten 1v1rdzur weite'rcn
Begründung und Fcststsllung eines 111 allcn dsutschcn Bundesstaatcn
übereinstimmenden Rrchtszustandcs dcr mittelhgr gewoxd€ne11_Für_stc11,
(Hrafc'n nnd 1381an, die 111 dcm BLUME crla_11cx1c 315111glich
baysrisckye Verordnung Vom Jahre 1807 als chis und Norm
unterlkgt werden.“ _
Diksé am 19. März 1807 er angene 5a11cr1sche Verordnung verhält sick) iiber die Stcurrvrrl)ä[tni 18 unter 19111. 1.1. und bestimmt Hier 1111161“ Nr. 10: _ _ __ _ _
„Es Hat in den mcdiafifirtsn Landen kc111c_ S_thErsrUHUt statt“, währcnd unfer Nr. 12 den zu denHausbedürmiUen der Skandeshkrren erforderlichen Consumtibilien Zollbsfreiung zugestanden 1111111.
Es kann da[)ingcstcüt bsciben, ob 1111d 111 welch€111U1n1a11 6 durch diese Bestinnnungkn, wclchr in dcm Artike163 dsr W1en€r S 111131111? 110111 15. Mai 1820 untcr den Schutz der BundeZVsrsamnckun gestellt Wurden, den Stande-Zherren Cine PcrsquksteMrbefrcxrzng 1"1 erhanvt gewährleistet ist, Und welch? Bkdeutung _d1c1c11 Vor1chr111en nach Auf- lösung des dcutsch€n Bunch gegenwartig noch bmwohnt. Du: Preußische StaatSrsgierung hat 11619 angenomtxu'n, daß dre Stauch- hcrre'n einc 11111nitte1barc Brr€chtig11ng n1cht aus dem Art. F1? dcr Drutschen Bundesactc, sondern nur (1113176111 Landesrs 11181- lciten können, (1111 dessen (HkstaUung 11111311111th d1c bundesre tl1chen Vorschriftcn, so lange dieselben in K*ra1t bkstandsn, besttmmend em- gewirkt Habkn. __ _
Auf Grund der angeführten Bestimmungen der BundeSacte tft in den einzelnen Bundesstaaten die landesgßsetzk1che R9 elung dcr Rsckstsvcrlyältniffe dcr Mediatifirtcn in Vcrschtedener W816 8110191, und dcsbalb sind auch dic rkchflichc11 Grundlagen f1"1_r_d1€ Yersonalstkuerfrsihcit dsr drm pre11ß1sch€n_ Staat angehörigen Standesberrcn Vcrsck)iedcn€, jc 11achd€111 d1c Lkßterrn den alten Provinzen oder den im Jahre 1866 crwwrkcnen Landsétbetlen an- gcbören.
Die Begründung untersucht _alsdann die Rechtstnel für die Personalsteuerfrer e1t 111 den _altcn Pro: vinzcn und kommt dabei zu fo gendem Er ebmß: _ „Wird Hiernach dic R€chtslag€ der_ _cinzc 113311 111 den älteren Landestbeilcn an_1_äs1"1 en standesberrlichen _.Yauscr emer _rü11mg_ unter- zogen, so ergic t Sch zunächst, da13_ cm Vorrecht msxchtltcb _d-Zr Personalbesteuerun? und somit auch cm Ent1chad1gun§169n1pruch mehr weiter in Frage ommrn kann zu _Gunftcn der Hamer Ar1_3nberg- Meppen, (»My-Dülmen, Saln1-Hor11mar, we_1[ _drefe a_uf dre Bc- freiung durch rechtsbc'ständige ertrFZe außdruckltch Verz1chtet haben, ebensowenig zu (Gunsten dsr 59511161“ 5; 611111131m-Txcklcxnburg-Rbeda und Sayn:Wittgenstein-Berlkburg, weil deren waüegwn bcrcrts durch die Gcscße Vom Jahre 1878 aufgehoben 11111) und deshalb gcgen- wärtig nicht mehr zu Recht 111111111811. _ __ &
Anderkrseits ist unbedenkltch fur d1e_Hanscr Sakm-Salxn, (Zayn- Witt enstein-Hohenstein, Solms-Braunsels, Sol111s-Hoben1o1ms-Lick) nnd 5 ied sowie für die drei Zweige des HauseZStoMrg 8111 Recht auf Befreiung Von ordentlichen Personaxsteuxrq 1111 SUJUL des €) 4 Tit. 14 T1). 11 A. L.:R. bsgründet, Werl lasttge Vertrage vorliegen, in welchen diese Befreiun den Hauytern und Mrtgl1e_dcrn dxr ge- nannten Familisn _ jedoZ dem «13111116 Stolberg-Wermgerode 111 der Beschränkung auf die 111 der Gra11chaft _lc'bcnden Mttgliedcr der Familie _ ausdrücklich emgeraumt worden rst. _
Die früher gegen die RcchtHgülngmt dte_ser Vertrage erhobenen Zweifel und Einwendungen mü1sen als erledt t__ gelten, 11a den_1 die Verträge be'i Erlaß dcs Gcseßes_ Vom 15. karz1869 11a traTlich wenigstens die mittelbare Genevmtgung des Landtczgs er alten ha en. Steht Hiernach dsn genannten acht_ Haysern em 1100 [erworbenes Privileg zur Seite, so kann dasselbe 1n seiner re_chtlichen Wirksamkeit auch dadurch nicht erschüttert werden, da 1216 Steuerfreiheit der beiden Familién, mit welchen dte Verkxan lungen erst nach dem Inkrafttreten des Geseßes vox_n_15. Mar_z_1869 zum Abschluß ge- langten, inzwischen ohne Entschad1_gung bescxtt t wurde.
Abweichend liegen d1e_Verk)a[tn1ffe h11_11 tltch des ürften Von Bentheim-Steinfurt, da n_11t demselben aus rund der erordnung vom 12. Noyember 1855 em Vertrag nicht zu stande gekommen ist. . . . Das in dem Ed1ct_ 110111 21. Juni 1815 zugestandene Recht auf Steuerfreiheit, welch6s_ 111 _cmer Entscheidung des Reichögcri ts vom 3. Februar 1887 (Ent1ch. m Ctvtlsacherz Bd. 17 S. 235) aus _rücklich als ein im Reckytswege verfolgbareß Prwixeg anerkannt wird tt aber zu Gunsten des _Fürsten kantheim-Stemwrt wiederhergefte t _und hieraus folgt, wie [611er die Freilassung des_ Fürsten und sexner k5F_a1nilie yon der kaommxnsteuer, so jetzt d1e "erkennung emes * achtsanspruches auf Erxtschadtgung.“ _ _
Weiter werderx d1e Rechtsntel fur d1 „Personal- steuerfreihe1t m den tm Jahre 1866 erworbenen Landesthe1len gepruft: _ _ FC
Im Jahre 1866 ersußr der Krc1s der preußischen, c--ta11dcsl)crr1'11
eine Erweiterung.
1Z92.
Es 1111111611 dcm prcuszischsn Staat einrcrlkibf folgendes standrs- herrliche Befißungcn
1) mit dcm Kurfürstcnthunt Hessen:
die Aemtcr Birstein und Langensrlbold, sowic“ dcr Ort Rückingcn
das Amt Mccrbolz des Grafen zu Mrerbolz, . - _
das Amt Wäckytkrsback) dcs Fürsten zu J1cnburg-B11di11gk11 in Wächtersbach
und dsr dem Grafen-zu- Sohns-Rölelxcim gcbörigc 211115611 61111 Marktflccken Praunheim; _ __
2) mit den vom Großhcrzogfßum H€11k11 1111 Prcußen QÖJLTkEfWLn
Bezirken:
der FEM (551111611 zu Soln1§=Nödell1ci111 chörégr Ortsbkzirk Rödkl-
81111: 3) mit dem Hcrzogtbum Nassau:
dic LHrafschaÉt Westerburg kés Grafen 511Nrn-Lkiningen-Wkstkr- urg 1111
dis Acchgr TZrktLrs (Vormals Grenzhauscn) und Runksl DLÖ Fürstcn zu 5 tc ;
4) mit dem Königreiä) Hannover:
das Hkrzo1tk1u111 Arknberg-Mcpwkn des Herzogs ron NLWKN,
die Graff aft Bentheim des Fürsten zu Bentbcixn-L-„teinfnrt und
die GrafsckyaftHochstsin, welch€ zum 111811 dcm Gra1cn (jsxzt Fürsten) zu Stolberg - Wernigerodr, zum 111611 dem Grafsn 311 _«101- [*crg-Stolbsrg Lhört, also nur sta11d€sherr11che (96111811: 1o1ch€r Familien, 11161 ,6 bereits 111 dsn ältcrcn LandeÉtHeilen 589111611 waren,
Der [)(UUtOVCrslhé? 211115611 an RHQna-Wolbcck bcfand sich bei dcr (Zinwerlcibung cbcnso wis drr preußische nicht UWHT 1111236173 der standxskyrrrliche'n Familie Looz-Cvawarcn, war (1111161115 dsr 9181136 der standcsbewlichen Gebiete ausg€1chiedc11. __ __
Zn jcdcm der neuen Landestheilc waren dis Recht§110111111111111e andere.
Als 111 den mit der Monarchie n611 vcrcinigtsnLa11desth€il€n das K'laffcn- 11nd Einkomnwnsteucrgeseß vom 1. Mai 1851, 1111161163 einc Steuerfreibcit der Standesösrren nicht erwähnt, durck) dic Vcr- ordnungcn Vom Jahr? 1867 eingsfÜHrt wurxx, sal) man doch von der Héranziebung der StandcsHerrcn zur K[Ü1_1€11- und Einkommen- ftLUCY ab, wohl weil es rechtlich nicht für 3111111119 8111111161 wurde, die Standesberrcn drr n€11€n Landestbéilc' hipsichtlick) dcr Psrwnalßesteue- run ungünstigér als dsrcn Standes 811011811 in den älteren Prodinzsn zu cbandexln. Zur chslung dicseerngeWgenHeit_crging 11111 15._Sep- tember 1867 eins _ nicht Publicirte _ A1lcrböch1ts Cabinstsordre an den Finanz-Ministcr, in welchcr dcrsclbc „Ermächtigt“ wurd» die in dkn 11611611 Landésthcücn „ansässigcn“ Vormals _1'eich5un111ittc[barcn Fürstkn und (551111811, „insofcrrn dissklben nicht aus Frcibeit von _Pkk- önliclycn directeantcnérn quT-driicklicl) 111 rcchtsvcrbindlich€11 Varträgkn Verzichtet baden, für 11118 Personen und ihre Familien von der Entrickytnng dsr auf dem 111 den gcdachtc11 11611611 Lanxkstksilen Eingeführtcn (55616136 vom 1. Mai 1851 bcrubcndszTancn- 11111) klassificirfen (Tinkonnnsnstcucr frcizulasten.“ THcils (1111 Grund diessr CabinctÖordre, 158115 auf Grund ibrcr altpreußischen Priv'ckegisn 11111rdc11 dic 1“(1'111111tlich€11 oben €r11*äk)nt€n, 111 dcn 11611611 Landrstbeckcn angeseffch Standssbcrren und 11,116 Familien v_on dsr 3111111611: und Cinkomrnensteu-Zr freigrlaffen. EML Aénderung 111 [1181111 1811138111 zu- nächst bezüglich dcs Herzogs von Arsnbcra eingetreten, 111118111 das „Geseß, betreffend den standcsßcrrlicéen Ré t§z11sta11d dSI Hcrzogs 11011 Arknbsrg WCJLU dss HerzothmnH Yanerg-MEYPM“ Vom 27. Juni 1875 nur dic 111 dem GULP a11§drücklich au1gcsübrtcn Vorrechxe dés 'erzo s und 1811111 “Familie 1111119151 erhält, 311 dicscn abcr dic Perwnal- Xcucrxceiheit nicht gehört. _ _ _
Außerdém sind seit dem Jabrc _1884 11111 Grund 1111131: damals statfgsHabten Prüfung der Vsrhä11n111e dEr Graf von Ncu-Leiningcn- Wsstcrdurg sowie der Graf zu Soltns-Rödcchim _ dcr 26131811: jedoch unter Freilassung des Einkommens ans dkm standcsberrkckycn Bcfitz in Kurbcffcn _ zur Einanmc'nstrucr Hkrangezdgon, 111728111 a1_1-
enoknmen wurde, daß auf die in den 81161111ka NaffZui1chen 111156511113- ?)erzoglich [)Csfisthsn Gebiététheilkwa11gc1€11c11€11 Standesslwrrn mit Rückfickyt auf dcn dortigrn R€ch1sz1111a11d vor dcr Einv€rlcikck11ng dic AUcrHöchstc Cabinctsordrk VOM 15.Skptcn1bkr 1867 mehr CMkVL'Uk- bar sei. _ _
DiE Häussr Arcnbrrg und NLU-Lcinün€11-Wcstcrb11rg 1111611611 hiernach (1115 dem Kreisc dcr 5111111191116!) dcr e_1tc11€_r_11ng 5650131191911 FamiLisn überhaupt aus, wiz'brknd „für den (HMM «011118-916561581111 nicht mehr dic gänzlich? B91rei11ng von dcn Pcrsmxalstcusrn, 1ondxrn nur cine solche 111 Ansehung der im eHLrnaligen 31'1zr1ürstrntk111m H€11c11 belegenen standksberrlichen Bc11§1111gc11 111 Frage 1teht_._ __ __
Von den übrigsn 111 den 11c11€n Landesthcilcn an1as11gen StaydeH- Herren bkfindcn fich in einer cigenthiimlichsxx _RcckstSlage diejkmgcn, für welche wcgcn ihrer 111 drn älteren prcußi1chcn Landxstk1€11€n bc- legcnkn Bcfitzungen ein Steuerprivileg a11z11crkr1111011 11t. Werber gebörsn:
*(“Cs FÜTstLxX _zu_Jscnburg- _ B1r1tc_1n_, _ J'snburg : Bakmgén 111
die Fürsten zu Wicd,
zu Bcntheim-Sthfurt, _ _ zu StolberÉ-Wornigcrodc 191115: der Graf zu l*tolbsrg-S_twlbcrg._ _ _ _
Denselben ist durch Vertrag odkr GULP all 6111-2111 ,die Fre1k161t Von den ordentlichen Personalstcuchi' a11§drü 11ch_z11gc11ch_ert und dieses ;Privilegium auch für das crwe1tcrt€ Staathcbwt 111111111111. _
A lerdings smd nach den Worten der Verordnung Vom 21. Jun: 1815 die darm bewilligten Vorzüge den Standesherren _11111 „wegen“ der bestimmten, namentlich__bezcichncte_n Y_efißxxngen 111 den altcxn Landksthcilen eingeräumt. .1_._3181d11rch 1011 111de1en, 11116 auch _dre Yraxis stets angenommen at, nur klar Este twsrd§11._daß1_cne * orrechte durch den West der bestimmten étandcshcrr1chc111 bedingt Lind und mit dem Vkrlu dwseHBefiYes crlö1chcn._ M1t d161cmVor-
ehalt ist dic Fersonalsteuerbefretung oh_1_1e Ezns ranfung zugestanden,
insbksondcre :) nc jcdc Andeutung, daß_11ch dtese 8 MW nur _9uf das Einkommen aus der Standxsherxschaft_ erstrecken s_o[le. __Ware das letztere beabfichtigt gewe1en, 11) [1atte_ eme _solche Emschrgnkung zum Audeck elangen müssen, wie dies b1nfichtl1ch der _BcfreYUHen 11011 der Grundéteucr und Von der Erbsckxaftssteuer sowohk 111 der In tructton von 1820 als auch in späteren Rccessen _gesch_ebcn tft. __
Das auf bestimmte Einkomznenstbetle n1cht bxschxanktcRecht auf Personalsteucrfreibeit schließt scmcr Natur nach dtc Y_eranztchung des Privilegirten zur Einkommensteuer überhau t aus. ?tt Recht find dabsr die genannten vier Standesberren s_ 1111 vor dem Jahre 1866 auch chen des Einkommens aus ihren 1111 damal1ge11Yerzogthum Naffau bezw. Königrei Hannchr belegenen Bkfiyungen 111en1axs zur
reußifchen Einkommen tcuer herangczogeq worden, und zwar r1_m_dete ?? die Freilassung dieser Einkommenstheüe _led1g11ch auf das Ömvtleg, i t etwa auf all emeine gese liche Vorschnften. _ _
Denn Vor (Zrlaß des eich§gese es weTer Besetngung der Dop elbestcucrung vom 13. Mai _187 war et_Veranlagung der preu ischen Staatßangeböri en gemaß § 18 des Gewßes vpm 1. Mm 1851 rundsäylicb auch eren Einkommen aus dem 111 a11deren deu_ts Zen Staaten belegcnen Grundbefi zum Ansa? zu bungen, Wenn fie nicht den Na weis führten, da fie _wegen 1eses Grund- eigenthums in den etreffenden Staaten cmer der preuFschen Emkommensteucr gleichartigen Besteuerung unterlagen.
tesen Nachweis würden die genannten Standesbmen nicht haben
führen können, da auch der Fürst yon Bentheim, sowie der Graf zu