K!, M Elb Nikoiaus Jrsch am “ Px ymnasrum in Abu- weiler, Wil Zim Müller an der ReakJule in Sobern enn, Otto Donath am Gymnasium _nebst Realschule -in,Bue,r, Otto Schröder, Königlicher Musikdirektyr am Gymnasuzm in Torgau, Dr. Otto Sittig an den vereinigten „Gymnasien m Brandenburg, Dr. Au ust Schlemm am Stadtschen,Gyrxt- nasium in Dortmund, onrad Lehmann am Gymnasium in "Stegliß, Dr. Paul Seyferth an der Oberrealschule m Bitterfeld, Walter Rauhaus am Gymnasium, nebst. Real- schuie in Buer, Dr. Philipp Simon 'am B1§marck-Gym- nasium in Wilmersdorf, Dr. Erdurn S chramm am “Gymnasium Andreanum _ in Hildesheim, Wilhelm Beese an der Oberrealschule 11 in Kiel, Karl Weber an der Oberrealschule 11 in Cassel, 'Dr. Helmuth, Groß- mann an der Oberrealschule in Groß Lichterfelde, “Dr. Heinrich Bröm € an der Hobenzoüernsckyule (Gym- nasialabteilung) in S öneberg, Dr. Erich „Winkler am Gymnasium *in Friedenau, Dr. Wilhelm Eisenhardt am Realgymnasium nebst Realschule _m Naumburg a. S., Dr. Theodor Lennici) am Realgymnasium ziehst Realschule an der Rethelstraße in Düsseldorf, Hermann Biggemgnn am Pro- gymnasium in Grevenbroich, Dr. August Junemann 'am Gymnasium in Brühl, Dr. Hans Wachtier am (Gymnasium in Stegliß, Karl Schloes f er am Gymnasium nebstReqlschnic in Greifswald, Ernst Hammer am Jobgnnes-G1)1nnaftum m TBreslau, Martin Böckler am Gymnasium nebst Realschule in Schneidemühl, Dr. Paul H e i d ri ck) an der Sachsenhäuser Ober- realschule in Frankfurt a. M., Dr. Friß Adler qm Realgym- nasium in Potsdam, Dr. Edmund Kurß am Gymnasium in Düren, Max Philipp am Realgymnasium in Dortmund, Johannes Vahr am Humboldt-Gymnasium in Berlin, Dr. Bruno KUhnke an der Vorsiädtischen Nealscbulein Königsberg 1. Pr., Dr. Joseph Druxes am Schillergymnasrum in C_öin-Ebrenfeld, Otto ' Junge an dem in der Entwicklung begriffenen Realgymnasium ' nebst Realschule in Elmshorn, Dr. Johann Schmitt am Mai- “gymnasium in Essen, Dr, Wilhelm Wiederbold am Real- gymnasium nebst Gymnasium in Goslar, Kari Thomas am Gymnasium in Cöln-Kalk, Hans Schmidt nm Conradinum in Danzig-Langfubr, Dr. Walther Krassowsky an der Frisbrichschnle in Luckenwalde, Dr. Franz Jahn am Frirdrichs-Realg1)mnasium in Berlin, Karl ' Friesland am Realgymnasium 1 in Hannover, Ernst Schimmelpfeng an der Sachsenhäuser Oberrealschulr in Frankfurt a. M., Dr. August Kugel am Realgymnasium in Cassel, Dr. Reinhold Pyrkosci) am Gymnasium nebst Realgymnasium zum izeiligen (Geist in Breslau, Wilhelm Wenck am Realgymuasium nebst Realschule an der Reibel- straße in Düsseldorf, Dr. Johann Möillmann an der Ober- realschule nebst Reaigbmnasinm in Cöln, Joseph Gilsdorf an der HandelSreaiscbu e in Cöln, Dr. Georg Kreuzberg an dem in der Entwicklung begriffenen Realgymnasium in Hechingen, Felix Fiedler an der Kaifrr Friedrichsschuie (Gymnasium nebst Realschule) in Charlottenburg, Heinrich Nieper am Kaiserin Auguste Victoria-Gymnasium in Plön, Dr. Johannes Cbristinnecke am König WilhelmS-Gym- Uasium in Magdeburg, Kuri, Grulick) am Realgymnasium ULbst in der Entwicklung begriffener Realschule in Düren, Johannes Kraus 9 am Progymnasium in Neu- mark, Heinrich Lennings an der Oberrealschule an der Lutherkirche in Hannover, Eduard Markus am Progymnasium in Be,_dorf-Kirchen, Dr. Inlius Richter am Wöbler-Neal- gymnatum in Frankfurt a. M., Dr. ti). Ernst Timpe am Gymnasium Carolinum in OLnabriick, Florcntin Miiller am Gymnasium in Heiligsnstadt, Ernst Somborn an der Real-
ickntls in Cöln, Aloys Kresse am Gymnasium in Oppeln,-
PeterGehlcn am Realgymnasium in Cöln-Nippes, Arnold 'LUcaßen am Gymnasium Corviniannm in Nortbeim, Eugen Kretschmer am katholischen Gymnasium in Glogau, Hubert Schweißer am (Gymnasium in Cöin : Kalk, Hermann van Rensen an der Realschule nebst Realprogymnasium in Mettmann, Dr. Konrad Lübeck am Gymnasium in “uiba, "Viktor Durrnek an der Oberrealschiilr in Beritbrn S. S., "Paul Mattbes am Gymnasium in Beigard (1. Pers., Theodor von Euch an dem in der Entwickluxtg begriffenen Gymnasium in Bottrop, August Manns am Lesying-Gymnasium in Frank- furt a. M., Joseph Schmalobr am (Hymnasium in M.:(Hlad- bach, Dr. th. Albert Lauscher am Friedrich Wilhelms-
(Hymnasmm in Cöln, Willi) Schwensfeier an der Ober- “ FAQFAQ in Barmen und Joseph Wolf am Gymnasium in , rns erg.
Seine Majestät der König haben Alieranädigst ge- rubi, den vorgenannten Professoren den Rang der Räte vierter Kiaffe zu verleihcn.
Ministerium des Innern.
Bekanntmachung.
Auf GUMÖ des § 4 Abs! 1 und 2 der Kreisordmm fiir die Yrovinz Westfalen vom 31. Juli 1886 erkläre ich hier urch die tadt Buer im Regierungsbezirk Münster vom 1. Fe- bruar d. I. ab für ausgeschieden aus dem Verbande des Land- kreises Recklinghausen. Die Stadt Buer bildet von diesem Tage ab einen Stadtkreis.
Berlin, den 20. Januar 1912.
Der Minister des Innern. Im Auftrage: Freund.
Dic Kreisarztstelle des Kreises Neustadt (Westpr) ist zu beseßen. Finanzministerium.
Das Katasteramt Meldorf im Regierungsbezirk Schleswig ist zu beseßen.
'Yichfartrtliches.“ Frankreich.
Der Senat hat in der gestrigen Sißung, wie „W. T. B.“ meldet, das Finanzabkommen mit der Ostbahngeseli- schaft, das bereits von der Kammer gebiliigt worden war, angenommen.
, » Die Deputiertenkammer hat gestern derselben Queue zufolge, bei der Beratung der Wahlre iSreform mit 457 gegen 91 Stimmen den das „apyarsnbsmsnß“ be-
treffenden Artikel *abge'lehni, batch den einander »nahestFenk-en Parteien das Recht eingeräumt werden sollte, sich na dem érsten Wahlgang auf ?] nen Namen zu einigen.
Rußland.
Der Kaiser hat laut Meldung des „W. T. B.“ die von der Duma und dem ReichSrat angenommene Geseßvorlage, betreffend (Heldzablungen seitens Finnlands an die russische Staatskasse als ErsaH für die persönliche Wehrpflicht finnischer Bürger, genehmigt.
-« Der Marineminister forderte gestern im Ministerrat einen Nachtragskredit von 11500000 Rubel zum Bau der Flotte im Schwarzen Meer.
- Die Reichsduma hat, obiger Quelle zufolge, gestern in dritter Lesung die Geseßvorlage, betreffend die Kranken- versicherung der Arbeiter, angenommen.
Italien.
Wie „W. T.. B.“ meldet, hatte der französische Geschäfts- iräger Legrand gestern mit dem Minister des Aeußern Marquis di San Giuliano eine Unterredung über den Manuba-Zmischenfali. Legrand ersuchte gemäß den ihm erteilten Weisungen um Freilassung der 29 Türken, die in Cagliari zurückgehalten werden. Der Minister verschob seine Antwort auf heute, da er sick) vorher mit dem Minister- präsidenten besprechen müsse.
Spanien.
Aus Anlaß des Namenstages des Königs fand gestern nachmittag im Königlichen Schloß in Madrid großer Empfang statt. In Erwiderung auf die Glückwünsche einer Abordnung von Senat und Kammer sprach der König, wie ,W. T. B,“ meldet, den Wunsch aus, daß alle Streitpunkte bezüglich Marokkos mit der Spanien durch so vicie Interessen und Sympathien verbundenen Nation einer glücklichen Lösung zu- gefiihrt werden möchten.
Türkei.
Nack) Melduxigen des „W. T, B.“ hat der Marineministsr Cburschid-_Pa1chawsemet Demission zurückgezogen. Der Senator Said Halim, ein ägyptischer Prinz und Anhänger der jungiürkischen Partei, lst zum Präsidenten des StaatéIrats ernannt worden.
Serbien.
Wie die „Tribuna“ meldet, hat der Kronprinz Alex- aiidxr infolge von MeinungsversckÜedenbeiien mit dem Kriegs- milniittcr die Würde eines Generalinspektors der Armee nisder- ge eg .
Dänemark.
Zu Ehren des Königs gab gestern abend der deutsche Gssandtc Dr. von Waidtbausen ein Festmahl, an dem, wie „W. T. B.“ meldet, außer dem König der Minister des Neußern Und die Vertreter mebrcrer (Großmächte teilnahmen.
Amerika.
Wie „W. T. B.“ meldet, haben nach amtlichen Nack;- ricbien, die das amerikanische Staatsdepartement aus Gua- yaquil erhalten hat, die Führer der Regierungsiruppen und der Aufstiiiidischen die NriedcnSartikei unterzeichnet, die die Revolution becndigen. Luci) die Hauptstadt hat sich den Re- gierungsiru pen ergeben. Die Ruhe ist im ganzen Lande miederherge teUt.
-- Das neue chilenische Ministerium bat sich gestern gebildrt und setzt sick) laut Mrldung des „W. T. B.“ foi- gendermaszen zusammen: Inneres: ISMacl Tocorna, Aeußeres: Renato Sancbes, Finanzen: Pedro Monte- negro, Justiz und Unterricht: Arturo Debrio, Krieg und Marine: Alexandra Rosselot, Oeffentliche Arbeiten: Abraham Ovalic. .
» Der Präsident der Republik Paraguay Rojas ist
gestern in Asuncion eingetroffen Und hat den Kongreß ein-.
berufsn. »
- Der argentinische Ministerrat hat gestern, obiger Quelle zufolge, bestblonen, den Eisenba?ngesellsck)aften zu befehlen, daß sie binnen vier Tagen iir die Wiederher- steliung eines normalen Verkehrs der Personen- und Güter- ziige sorgen soliien und das; bis zum 15. ("ebruar der Eisen- babndienst im gesamten Umfange wieder auFunehmen sei.
Asien.
Nack) Meldungen der „St. Petersburger Telegrapben- agentur“ aus Kirin weist der Gouverneur in einem tele- grapbischen Bericht'an _den Thron auf die äußerste Er- schöpfung der Promnzmlkasien hin, frrnsr auf die Weigerung der Bevölkerung, Sisuern zu zahlen, und auf den Mangel an Vor- pstegungSmrtiein „fiir die durch Mißwachs betroffene Bevölke- rnng. Endlich Wird in dem Bericht auf die geringe Truppen- zahl und die Obnma t der Obrigkeit gegenüber den zu- nehmenden Räubereien er Cbunchusen hingewiesen. Ju An- bestxacht dciZser Sachlage sucht der (Gouverneur seine Eni- a1ung na .
Jn Ausführung eines Kaiserlichen Erlasses hat der Vize- könig der Mandschurei ein Rundschreiben an die Behörden der drei Provm en der Mandschurei gerichtet, in dem er um- Yaffende Maßnabmen zu'm Schuß des Lebens und Eigentums er Ausländer gegen die Chunchusen auch fiir den Fall eines UeiZFgrekitfens der revolutionären Bewegung auf die Mandschurei vor rei . '
Wie das „Reuterstbe Bureau“ meldet, besuchte Yuanschikai gestern früh im geheimen den Palast und batte eine Unterredung mit der Kaiserin- _Witwe, die unter dem Ein- fluß der jungen Mandscbu-Prinzen sich "r die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten erklärte. Sunyat en hat an Wutingfang telegrapbiert, daß er den Absichten Yuanschikais miß- traue und deshalb beabsichtige, die Präsidentschaft zu behalten, bis die Republik China von den Mächten arierkannt sei. Falls Yuanfchikai seine Verbindung Mit den Mandschus aufgeben und öffentlich seine Zugehörigkeit zu den Republikanern bekennen werde, solle er zum Präsidenten gewählt werden und er, Sunyaisen, werde dann zurücktreten.
Da es den Revolutionären an Mitteln fehlt, um den Ende Februar fälliger; Sold an die Truppen auszahlen zu können,
ai der republikanische KriegSminister, wie vom „Reuterschen Bureau“ aus Schernghai smeldet wird, an die Dampfschi - fabrisae'seilschaft fiir chmersche Waren die [Forderung gcste t, zehn Millionen Taels zu zahlen, widrigenfa s die Schiffe der G9seiischaft beschlagnahmt und verkauft werden würden. Die Direktoren der Gesellschaft haben um Aufschub gebeten, um ihre Aktionäre befragen zu können.
(_, Im xj-“a-panischen Abgeordnetenhaus gab e bet 'der _Eröffnung der Minister des Aeußern BYTE :Uchida eme Erklärung uber die äußere Polit k ab und sagte laut gkaieldrinlgsxes „AJ; T. . B. “ :
as engi ; ani ?. Bündnis babe dur die N v' Vertrages eine Max:??gungxrfabren. Japan, das Yi? Wiedetebyrtärxlliéxx der Ordyung in China wunsche, babe gemeinsam mit Engiand seine
utxn Dienste ziir Erleichterung der Verhandlungen zwischen den treitenden Parieten angeboten ,und ferner gemeinsam mit anderen Ma txn die Kampfenden auf die' Noiwendiakeit hingewiesen, Frieden zfuls ltjeßesn. sEir bedkauere,ddaßGdiesZlVorstxliungen zunächst ohne Er- oggeveen een; enn ie run ae ' ' " der Friede im fernen Osten. g Er 1apamschen Poxtflk sei Nachdem sodann der Ministerpräsident Marquis Saion'i erklärt hatte, daß die Regierung mit der Reorganisation deir V'erwaltung und 'der Nsubrdnung des Steuerwesens beschäftigt ser, lxgte der Fmanzmtmster Yamamoto das Budget vor und €JthriÉ cms:s [ i
as Udget ei ed giick) nach dem Grundsa auf stellt, w' Einnahmen, und Agsgaben das Gleichgewicht bertzzustechxx, um zdixsYY gemeine wirticbaftlicbe Lage zu fördern und die Finanzen auf eine festere Grundlage zu stelirn; Die ge enwärtige ungünstige Handels. bilanz sei Gegenstand reifltäxsier Ue erlegung gewesrn. Die Er- munterung der Ausfuhr und die Förderung der Jndusiric seien daher AngeÉgchlinitex ZM“ drgilnaßndster ?VileigkeTiti Der Z).)c'inister betonte zum u, a eine en erun 11 em i unsl d ' nicht beabfichtigt sei. 9 g 9 H M “ MM"
Afrika.
" Lieber den Kampf bei Gargarcsck) am 18. d. M. ver- offentlrcbt der „Tamn“ folgenden Bericht aus türkischer Quelle: Am, Morgkn rückte eine feindliche Kolonne, aus Infanterie, Kaballerte und Artillcx'rie bestebend, bon Gargaresch vor, um Zanzur zu beseisrn. Das" tiirkisrbe Kommando schob sofort türkische und argbiscbe Streitkrafte bor, dir die Italiener bsi Gargarescb an- griffen. Der Kampf dauerte dreieinhalb Stunden. Durch eine Umgxbungsbewegung dss linken türkischxn Flügels Wurden „die Italiener gezwungen ,_ zwei ihrer Vsrteidigungsiinian auf- ziigebrn. „Am Nacbmiitag zogen sie fick) auf eine dritte Linie zuruck, um Versiarkungen yon Tripolis abzixwarten. Gcgen Abend untrrnabmen die Türkßn und Araber einen weiteren Angriff auf den Félnd, der chrrxts Verstärkungen erhalten hatte. Der Nacht- kampfzzestaltete sicb auxzsrsi blutig. Die Italiensr mußten schließlich auch die dritte Links ausgeben und fick) bis in die Oase vor die Stadt- mauern Von Tripolis zurückziehen. [in_dviele VerWUndrtS und ließen aucb Krikgsmaierial im Stich. Die Qarken und Araber batten achtzehn Tote und einige VSTWUUDEW.
Statistik und Volkswirtschaft.
Die offenen Verkaufssikilen im Gewerbe Preußens im Jabre 1907.
Die bisene11„Verkaulfssi€[leri find in dsn eigentlicbxn Handels- gewerben iebr baufig, ovscbon auch hier viele Betriebe (z. B. im Großhandel,]m Betriebe don großsn Posten, im Agentur: und Kom- mrsfionsgescbaft usw.) keinsn ,Ladcn“ unte'rbalten. Beim Handel kann daher Von der Brsprecbzmg der offenen Verkaufssieüen, weil sie für ibn nichts Bcsonderrs smd, abgesebsn wrrden. Dagegen ist die brtriebs- statistische Fcststellung iiber das Vorkommen bon Ladengkscbäften lehrreich, wenn fie auf die „mit der Warencrzeugung und der Her- ste'llung don Vsrbraucbsgegenstanden befaßisn Gewerbe erstrsckt wird. Viele von diesrn Erzeugungsgewerben Vértreibsn die eigenen Waren in offenrw Verkaufsiiciirn, und das ist 061 manchen gerade'zu Line bctrtcbsiccbmicbe Notwsndtgkcit (Bäckerei, Konditorei, Fleischerei u. dgl.); a"ndere'zieb€n' auch den Vsrlri-Zb fremder Erzeugnisse in ihr LadengesÖast mri bmsm; noch andere Verbinder? mit der Waren- erzeugung „em offenes Handelsgeschäft, nicht aus betriebs- oder ver- triebstecbmschem " chzngr, sondern mit der Absicht, durch die Zwiscbeiibandclsizitigkeit dri] Unicrncbmcrgswinn und das Einkommen zu steigern; in einzelnen Fcziierx wird auch di€ Absicht Vorlie en, den Zwiscbexibandel beim Vermrbe dcr eigenem Erzeugnisse auszuéicbalten. GleicbViel "aber, Juswelcixm Grundc die Erzeugungsgewerde offene Verkaufsstatten cmrrcbtcn, die Wirkung ist in 5611 meisten Fällen ein merkbarer Yiitbrwerb mit drm rrinxn Handelsgewerbe und bedeutet o'ft einc Einengung drs Erwerbsfsldxs der selbständigen eigent- ltch€n Hande'lsuntrrnebm'ungen. „_Die1e [ebnen fick) denn auch dagegrn auf und rufen nacb Abhilfe, merit unter Empfehlung gesesgeberijcber, namentlich siruergessylicber Maßnabtmén.
Nack) diesen Bimcrkunssn [affkn wir riniga Zahlen über das Vorkommen Von offenen Verkgufssicilen bei dsn Erzeugungsg-Zwerbrn Preußens folgen. Als solche smd im ganzen-die Bktriebe der Gewerbs-
rappen. 1 bis LMU anzusehen, d. h. die Gärtnerei, Tierzucht, iscberet und die gesamte Industrie Einschließlich des Bauwesens. andel, Verkehr, Versicherungswesen, Gast- und Schankwirtscbaft und
BÖausicUungsÉew-xrbe werden bier nicht berücksichtigt. In den Ge- r
werben jener uppen fanden sich bei der Betriebszäblung von 1907 tm preußischen Staate nach der „Stat. Korr.“ 1199824 Einzel- und Gesamtbetrie'be oder Unternebmungen (die sonst übliche Zerlegung der Gesamtbetricbe in ihre Teilbetriebe fällt bier fort). Hiervon batten 220 755 Haupt- iind Nebenbetriebe, d. s. 18,4 0/0, offene Verkaufs- steuen, iind zwar rm ganzcn drren 231930. Das ist ein beträchtlicher Bruchteil, dcm gegeniiber man fich zunächst fragen wird, wie sich die berschi€denen, nacb dez: Personenzahl gegliederten Größenklaffen drr Betriebe daran beteiligen. Von den 218905 Haupt cirieben, die 230055 offene Verkaufsstellen unterhielten, waren . mit Verkaufs- Betrlcbe Verkaufs- sielirn auf je ' stellen 100 Betriebe Alleinbeiricbe . . . . . . 37 934 38 267 101 andere Betriebe mit 1 Person 5134 5272 103 Betriebe mit 2 und 3 Personen . . 112189 117115 104 Betriebe mit 4 und 5 Personen . 36 671 39001 106 zusammen Kleinbetrieb? . 191928 199 655 104, Betriebe mit 6 bis 10 Personen. 18199 19630 108 Betriebe mit 11 bis 50 Personen . 7 431 8917 120 zusammen Mittelbetriebe 25 630 28 547 111, Betriebe mit 51 bis 200 Personen . 1 124 1443 128 Betriebe mit 201 bis 1000 Personen 177 251 142 Betrirbe mit über 1000 ersonen . 46 159 346 zusammen Groß etriebe . 1347 1853 138, im ganzen . 218 905 230 055 105.
, Mit der steigenden Grbße erhöht sich die durcbscbnittlicbe Anzabk ddr eingerichteten Ladengeschaste' je größer der Betrieb ist, der 0611 einmal “zum Ladetzgescbaft entscbließt, desto mehr solcher Verkaufs- steÜen richtet er ein.'Das wird man beispielsweise an großen Zigarren- uxid Schokoladenfabrtken usw. leicht bestätigt finden. Aber die aus dresem Ergebnis etwa herzuleitendcn Bedenken werden erheblich ge- mrldert, Wenn man aus denselben Zahlen ersieht, daß mir Von 1347 Großbetrieben Verkaufssteüen (1853) eigerichtet waren, d. s. von 0,61% Großbetrieben 0,81% der Verkaufssteiirn. Der großen Menge gegenüber bedeutet der bandklsbetriebliche Mitbewerb der Großbetriebe also nicht allzuviel. Mehr (bon will es sagen, Wenn 12,41% der offenen Verkaufsstellen von ittelbetrieben mit 6-50 Personen unterhalten werden. Daß 86,79 0/0 der Verkaufsstellen von Kleinbetrieben, darunter 50,91 0/0 von Betrieben mit 2 und 3 Person?" ewgertchiet sind, ist das Kennzeichnende an der anzen Ermitteiung. Daran smd vorzugskveise die Bäckerei- und die ?eiscbereibetrtcbs be- teiligt bei denen das Ladengeschäft fast rege mäßig eine betrtrbs- technische Notivendigkeit ist, fiir die in der Sache liegenden Frage“" also kaum eine Bedeutung bat. ' -
Die Italienerr batten 150 Tote *
Die Zusammenfassung der Zahlen führt aber leicht irre. Richtiger
* ist es, die einzelnen GeWerbearten für sich zu betrachten, was allerdings
[ Raum beansprucht. An dieser Steüe mag wenigstens noch eine ?lixine Auswahl von Gerverben gegeben werden, die Veranschaulichen kann, wo man unter den Erzeugungsgewerben solche mit dffenen Verkaufsstellen und insbesondere wo man die größeren Betriebe zu suchen hat. Es batten offene Verkaufssieüen von, je 100 Haupt- und Nebenbetrieben (in Klammern der Anteil der Mittel- und Großbetriebe an dkn Hauptbetriebcn): Apotheken 92 0/0 (12,5 0/0), ferdeschläcbterei 88,9 (3,3), Bäckerei und Konditorri 88,7 (8,93, brmacherei 74,4 (1,2), Fletscherci_72,7(6„4), Pußmczcberei 58,2 (9,2 , Gold: und Silberberarbettung 54,2 (5,2), Kiempnrrei 51,8 5,1), Kürschnerei 48,9 (3,2), Kaffeebrennerri48,5(21,8), Vrrferiigunq
irurgis er usw. Jnsirnmente 47,7 (10,0), Verscrtrgimg bon Fabr- rädern 4 ,5 (6,6), Seifensiederei 47.4 (20,8), Barbier- und Friskur-
eschäfte 46,6 (1,1), Buchbinderei 45,1 (3,2), Seilerri 44,8-(2,3), LScbokoladenfabrikation 43,9(34,6), Bonbon: und Konfitürexiiabrikaiwn 40,4 (16,3), Bürsienmacberei 36,4 (3,7), Bleicherci urid Farberci 36,3 (4,4), Hut- und Müyemnacberei 35,3 0/0 (2,7 0/0) zriw. Verhaltnis- mäßig weni untrrbaiten offene Verkanfsstelikantcic'be drr folgenden Gewerbe: «Önriderei 3,8 0/0 (0,7 W)„ Drechslk'r-Zi 14,2 (0,7), Schill): mmbkrei 14,7 (09), Pianoforteiabrikairon 15,3 (6 9), Tabakfabrikaiwn 17,5 (4,6), Kunstgärtnerei 18,4 0/0 (3,4 (',/0) usw.
Zur Arbeiterbewegung.
Die Maschinisten und Heizer der Koblepzechn bo'n
Südwales haben, wie „W. T. B.“ meidci, mxi Liner Mebrbcit bon fast zwölf zu eins denAussiand brscbloffen, um Lohnerböbyngrn duxcbzuseßen, die die Zechenbrfißsr abgelehnt haben. Die ;Kanmgnng sol] am 1. ;Februar auf den 1. März rrioigen. Das Wurde emen StiUstand a er Kobiengruben von Südwalzxs bedenten, auch Wenn der allgemeine Streik der Bergarbeixer (dgl. Nr. 19 d. Bb) vermiedc'n wird. Der Ernst der Lage wächst dadurch, daß, wenn die VjiascbiUTrtd nicht im Gang blriben, ein Tet1 der Grnben untrr Wasser - S e t w r . I 8Aus Manchester wird dem „W. T. B.“ telegrabb'iert: Drr Ausschuß der Baumwollspinne'reibesißer Lniscbird sich in einrr g-Zsiern abgebalsrnen Sitzung dahin, daß es in Hinsicht auf „die Beilegung der Streitigkeiten mit dkn Wrberetarbeitern "nicbt ewpisbienswert sei, die Produktion noch weiterhin Linzuschranken. (Vgl. Nr. 19 d. Bl.)
Kunst und Wissenschaft.
In der Aussirllung des Salons Schulte interesfirrrn in dicssm Monat vor aUem zwei Ramon: Albert ' bon Kelirr und Christian Landenberger. Bei dem ersteren isi " es die Mcnae des Gebotenen, dic sine umfassende Usberficbt uber sein Schaffen ermöglicht, bei [eßterem die Giite der Werke, die DCU Bsiuckyer immyr wieder zu ihnen zurückxiiist. Aibert bon Kel'ler ist kein Unbkkannter in Berlin. Erst Voriges Jahr war er tmt emrr großen Zahl don Bildern bei Gurlitr vertretxn. Das xelzt Gezeigxe bkdkutei eine Bestätigung des" damalrgrn Eindrucks. Sein'e „513111111 bewcgt sich auf einem engen Gebiet. Es sind vor allem '016 Reize moderner Clrganz, die ibm licgcn und die er txt seinen Damenbildniffsn nicht müde wird zu schildern. Em femrr und kühler, nicht rbcn kraftboller Farbgeschmack, zeichnet besonders manche Stücke in kleiner Form a,us. ,Die großsn Bildnisse wirken leer; man sucht vergeblich nach emsr emieucbtenden Raumfüllung, einem lebendigen Gesicht, emer kräftig empfundenep Körperlichkeit. Auch das tbeatrali1ch=sentimentale Nonnetibegräbms (,Die giiicklicbe Schwester“) wird brutzirtage wenig'Freunde mebr findsn. Erfreulicber find eine Reibsfarbiger Skizzen m Breitformat, glüciiich zusammengefaßt durch die feinen, ncbelgraueti Töne der Land- schaft. Christian Landenberger, der jeZt in setxier Heimat an- sässige Schwabe, stellt ausicbließlick) große Figurenstucke aus. Von den beiden prächtigen Bildnissen, der .Bnlgarin' und des ,brienden Kxndrs“, findet man am besten dcn Weg zu ibm. Erstaunlich, mit w icherZurückbaliung in den Mitteln und mit welch sublagrndrr Kraft I)iodeliierung und Aufbau bier einern mageren Altjungfcrntypus dort ein Kind Von 12 Jahren charakterisieren, wie beidczmal aus den Zufälligkeiten des Modells ein Typus gewonnen wird, drr unserr An- schauung Vertieft und bereichert. Erstaunlich, wie rms: einzelne starke Farbe, unten am Bild mit Volicr Wurbr zur (Hritung ge'bracbt, oben mir in den zariestcn Abwandlungen wiedcriltngt, u::d wis das Ganze malrriscb troßdem so fest im Gleicbgrwtcbi steht. Auch die zwei „fisenden Bauernmädchen" zeigen, wie Landenberarr Umriffe und Flächen besonders eines Grfichtrs mit Ausdruck, zu fuÜen wriß, obne nur cinen Ton zu laut zu werden. Besonders das Vordere der briden ist ein Stück Malerki don so entzückendcr Feinheit, don so ungssucbtcm Stimmungßreiz, dciß man ihm nicht viel „aus 'der deutscben Kunst_der ngcnwart an die: Seite stellen kann. Nicht mzmcr hat der Künstler so glückliche Eingebungen gehabt. Wo er brrii iind saftig Vorträgt, rundet sich das Ganze hier und da nicht recht zum Bilde, empfindet man eine gewisse Küblr, die das Modell nicht, gestalicn, sondern nur zum Trägrr farbiger Impressionen benußen will. Ein Rest Von WiUkiir- licbirii haftet auch einzelnen Bildausschnitien an, die man lisbrr ais Stiidikn denn als endgültige Formulierungen gélten lasscn möchte. Ueberall aber spürt man die lebcndige Persönlichkeit, des Meisters, nicbt eingespannt in eine Manier, sondern stark und reich, genug, um sich und uns verschiedene We e zur Kunst zu bahnen. Dre Eindrücke, die man sonst auf der Ausste ung gewinnt, sind rasch aizfgezäblt: Von ästeren Bildern ein herrliches Stiilebkn don Schuck), zwei große Stücke Von Uhde, unter denen das „[acbende Madchen“ bstVorgeboben sei, ein paar Sachen don Menzel, bon Liebermann und Leistikow, und don dem Dänen Kröyer. Größere Reiben fiebt man von Stuck und Hengeler. Beide wirken unerfreuliY als Wiederbolupgen allzu oft gebrachter Motive. Hengelers große A endlandscbaft, freilich kein ganz neues Werk, bildet eine AUSUahme. Eduard von Gebhardts Kompositionen wird man stets hohe Achtung vor dem Woiien dieses Künstlers entgegenbringen. Es fehlt ihnen freilich auch dirsmal das unmittelbar Ueberzeugende, fie wirken mebr erda t ais geschaut, und der farbige Vortrag hat nicht selten etwas Mü sames. Unter drei jüngeren Landschaftern ist Robert Richter zu nennen, dessen tannen- bestandene Waldgründe immerhin eine stark persönliche Note arfWeisen.
Bei Keller 11. Reiner zeigt Wera von Bartels eine große Anzahl farbiger Zeichnungen in der Manier Penoxrs, der Schiveizer (__Ernest Biéier erscheint in der Schilderung bauerlicher Typen als ein Oaisiesverwandter unseres Fritz Böhle. 1).
In der Januaraussiellung des Salons Cassirer steht der Wiener Max Oppenheimer an erster, SteÜe. Eine unge- wöbulich starke Begabung für das Porträt ist ibm nicbt abzusprechen. Mit nervöser Feinfübligkeit und beUseberiscbem Blick arbeitet er daran, das Innerste der dargesteiiten modernen Mxnschen bloßzulegen und in ihre Gesicthzüge einzugraben. Vor Bildniffen wie dem „Heinrich Mann“ und dem „Peter Altenber “ xmpfindet man freilich bei aller Bewunderung ür die Eindringli kext der F?rmenspracbe, daß der Künstler seinem egensiand zu nahe getreten ist, und daß diese erschreckende Intimität das Gefühl reiner KunstWerke nicht aus- zulösen verma . Gewiß gibt es bei Rembrandt ein paar späte Bildni e, die ähnliche Absiébten "verfolgen, aber dort schafft die eniale Ueberlegenbeit uber den Stoff uiid die Unerscböpflicbkeit der malerischen Mittel Werke, die befxeiend wirken w € ein tragixcber Stoff, den ein Dichter eformt bat- Pier dagegen werden wir ü er die Tatsächlicbkeiten nicbt inaus-
* gehoben. Nicht bloß die maierisck) einkörmigeErscheinung der Arbeiten,
auch die Technik und die Anordnung nnerbalb des Rahmens, die un- sletcbe Behandlung der Einzelheiten erinnern immer wieder an Vor- arbeiten im Atelier. Sie haben die beunruhigende Wirkung geist- reicher Skizzen, die nicht zu ihrem Vorteil in Format und 'Auf- machung den Anspruch erheben, Tafelbilder zu sein. Auch die Kom- PORtionen mit vielen Figuren führen über diese Stufe kaum hinaus.
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.Die .Krcxuzabnabme“, die eine Anzablliterarischer Größen des beuti en
ien m deutlichen Porträts um den Leichnam des r- [ösers zusammenballt, wirkt widrig, weil ihr jeder tiefere Respekt vor dem Gkgenftand fehlt, an dem nur das Pein- liche den Maler zu interessirrcn scheint. Auch der .Blutende', drr den) Greco nacb-xmpfunden iii., bringt es über virtuose Einzelheiten nicbt binaus: Als Komposition iii er wirr und wüst. Seine heutigen Werke stempsln den Künsilsr _ gewiß gegen seine Absicht *- zu einem DarsteUrr des literarisch Jnteressantrn und des pbiiosopbisch Artsgedeutctep. Ob wir rrifs Kiinstwerke, ob wir „Bilder“ im doUen Sitin bon'ibm erwarten dürirn, hängt Von seiner malerischen Wertereniwicklimg ab. Einzslne seiner Köpfe, wie bis ,anu mit offen-Zm Haar" und den „Grorg Müller“ möchte man gern als gute Propheten semrr Zukunit in Ansprncb nehmen. Seinen Wég wird marx immer mit JUWWUL vc'rfoix'zen. Von Richard Dreher gibt es Yrsierks als die diesmaL ausgeiirilicn Hafen- und Seebiider, deren mzchtrrn=rnergr1cb€r Aufbau cbrr anspricht, als ihre harte, oft under- mtiielir Farbigkeit. _ Von (1116an Wsrkrn vrrdienen zwei von Yin cent, van Gogh Beachtung: ein frühes Seebild mit Fischer buttrn und Lin_ wmiderboilrr Blumenstrauß. Auch wer dkn Spät- werk€n 'drs Meisters noch abikbnend gegenübersteht, wird bisr den Maler im höchsten Simi bsrausfüblen. 1).
Bauwesen.
We'ttbewérb für Entwürfe zum Bau der Viktoria- scbu'ie in Magdeburg. Der Magistrat der Stadt Magdeburg schrerbt'diesen Wettbewerb unter dcutschen Architekten mit Frist bis 1. Juni d. J. und mit drci PkEisM von 7000, 4500 und 3000 „46 atis. Dem Preisgericht grbören u. a. an: Proféffor Dr. Theodor Fischer !" Miinchen, Stadtbaurat, Geheimer Baurat Dr. Hoffmann in Berlin, Gebetmer Hofrat, Professor Hermann Pfeiffer in Braun- schweig und Stadtbaurat, Geheimer Baurat Peters in Magdeburg. Die Unterlagen für den Wettbewerb find Vom städtischn Hochbauamt fur 6 „M zu beziehen, die den Teilnehmern erstattrt werden.
Für drn Neubau der alten Mainbrücke in Frankfurt a. M*. find im Etat der Bauberwaltung für das Rechnungsjahr 1912 900 000 «16 zur Ablösung der staatlicbyn Bau: und Uiiterbaliunaspflicbt vorgesehen. In den Erläuterungen Hierzu wird ausgeführt: Die aus derm 12. Jahrhundert stammende alte Mainbrücke in Frankfurt a. M. ist 1866 bei der ngseinanderseßung mit der Vormals reirbsunmiixel- barrn Stadt Frankfurt a.M. (Gesetz Vom 5. März 1869) als einzige fesié Mainbrüxke ron Preußen zu Staatseigxntum erklärt und in eigene Verwaltung genommen. Maßgebend bieriür waren militärische Rück- 1chten. Der schon Vor 1866 Von der Stadt geplante Neubau unter- lieb, weil, man von den durch die Stadt in der Zwifckyenzeii er- bauten Brücken (Ober-, Untermain-, Wilhelmsbrücke) eine dauernde Entlastung der alten Mainbrücke erwartete. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt. Der Verkehr Übér die alte Mainbrücke ist von Jahr zu Jahr gewacbskzn, sodaß ibre Breite - 7,42 bis 8,94 111 Gesamt- breitS, 4,73 bis 4,98 m Fahrbahn - nicht mehr ausreicht und be- gründsic Klagen über die ungünstigen Verkehrsberbältniffe laut wurden. Auch für den nach Eröffnung des Frankfurter Osibafens bedcittend sieigendrn Schiffswerkebr find die Verhältnismäßig schmalen Oeffnungen - dieugrößten smd 13,6 m und 14,8 m breit- zwischen sebr massigen, schrag zur Stromrichtung stebknden Pfeilern binderiicb. Da zudem der Bauzustand der Brücke dérart ist, daß erhebliche Justandseßungskosten in näcYster Zeit aufgewendet werden müßten, erscheint gerade je 1 "Eine A lösung der staatlichen Bau- und Unter- haltungspfiicbi zwe maßiß und für die Staatskasse vorteilhaft. Die Stadt will eme 18 11] reite Brücke bauen und architektonisch so aUsgesialten, daß das berühmte Historische Stadtbild mökglichsi er- balten bleibt. Die Kosten werden rund 21Mi11ionen Mar betragen. Seitens des Staates konnte als für den Verkehr notwendig nur eine Brückenbreiie von 14 111 anerkannt und der für eine solche Briicke bei bescheidener Ausgestaltung erforderliche Kostenbetrag der Ab- lösung zugrunde geixgi werden. Hiernach ist die der Stadt für den Neubau und die Uebernabme dor Unterhaltungs- und Baulast zu zahlende Ablösungssumme auf 1350000 .“ Vereinbart worden, Von weléer sdéli erste Teilbetrag mit 900 000916 im Etatjabr1912 gezahlt wer en 0 .
Gesundheitswesen, Tierkrankheiteu und Abspermngs- maßregeln.
. Das Kaiserliche Gesundheitsamt meidet den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche vom Viebhof in Frankfurt a. I.)?- am 23. Januar 1912.
Schweiz.
Der sÖWeizerisckpe Bundksrat bat untsrm 16. d. M. Japan, die bilivpinen und die Stadt Odessa als pestfrei erklärt. Es nd daher die durch die Bundesratsbescblüffs Vom 4. September 1908 und 22. August 1910 gsgenüber den Herkünften aus diesen Be- zirken angeordneten Maßregeln aufgehoben. (Vgl. „R-Anz.“ Vom 11. SCPtkmer 1908, Nr. 215, und Vom 27. August 1910, Nr. 201.)
In drr „Schweiz werden nock) als pestderseucht angesehen: Britisch Indien, Hongkong, die Insel Formosa, Mauritius, Aegypten und die brasilianischen und chilenischen Häfen.
Tü r k e i.
Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel bat die für die Herkünfte Von Konstantinopel angeordnete ärztliche Untersuchung wieder aufgehoben.
Die für Herkünfte von Jnéboli angeordneten Maßnabmen wurden beschränkt auf eine ärztliche Untersuchung bei der An unft im ersten türkischen Hafen, wo s1ch ein Sanitätsarzt beßndet.
Verdingungen.
(Die näheren Angaben über Verdingun en, die beim.Reichs- und Staat!- anzeiger" ausliegen, können in den ochenta en in de en Expedition während der Dienststunden von 9 bis 3 U r eingese eu werden.)
Spanien.
Der Magistrat von Barcelona schreibt Linen Wettberverb Tür die Lieferung der hinteren Triebräder mit gußxiäblemen Radfel en ür die städtischen Dampfwaizen Nr. 4 und r. 5 aus. Hö fpreis 11000 Peseten. Angebote bis zum 15. ebruar 1912 an das tadt- sekretariat (ZSN'GW-l'ja 11111111011381) in arcelona. Näheres an Ort und Stelle sowie - in spanischer Sprache - beim „Deutschen Reichsanzeigxr“ und in der Redaktion der „Nachrichten für Handel und Industrie“.
16. Februar 1912, 10 Uhr. Pulver- und Sprengstofffabrik in Granada: Lieferung von 90 000 ]rg Schwefelsäure zu 18 Peseten für 100 kg, 91000 ](Z' 75 % schwefelsaueres Anhydrit 8U111äkjä0 5511111300) zu 53 Peseten für 100 kJ und 350 000 ic ntbrazit zu 85 Peseten für 1000 kJ. Näberes an Ort und Ste € sowie - in ipanischsr Sprache * beim .Daxutscben Reichsanzeiger“ und in der Redaktion der „Nachrichten für Handel und Industrie“.
Belgien.
Lastenbefte können, wenn nichts anderes vermerkt, vom Zursau ck93 5:1] [1310360115 in Brüssel, Rue des Augustins 15, bezogen werden.
30. Januar 1912, 10 Uhr. 14818011 0011115511310 ln Jette- Saint-Pierre bei Brü el: Lieferung von 1001 Anthrazit für die Heizung der Gemeindegebäude. Bedingungen vom Zagréßariat; (3011111111531.
31. Januar 1912, 2 Uhr. USW] (10, ijs in Lü ttich: Lieferung von 45000 flasiersieinen und 1000 Kopfsteinen für das Bassin de Commerce. edingunFE vom Stadtsckreiariat. *
3. Februar 1912, cittags. Ebenda: Lieéerung von 137000 Pflaster- und 2700 Kopfsteinen. 2 Lose. Lasten efte je 50 Centimes vom Staitsekretariat.
7. Februar1912, 12 Uhr. Börse in Brüssel: Liefertnig W 1650 Grenzsteinen aus blauem Granit. Si erbeitsleistung 300 Fr.. Spezialiastenbeft Nr 355 kostenfrei. Eingef riebene Angebote nnn
.,. Februar.
7. Februar 1912, 12 Uhr. Ebenda: Lieferung von 2000 Fetroleumlaternen für die Staatsbahnen. 10 Lose. Gesmutskksk“ eitsleisiung 8300 Fr. Eingescbriebene Angebote zum 3. ebruar. .
14. Februar 1912, 11 Uhr. Ebenda: Lieferung un Montage bon Verteilungstürmen für die Telephonverwaltung in Tournai. Speziallasienbeit Nr. 1174.
14. Februar 1912, 12 Ubr. Ebenda: Lieferung größerer Posten PÜasier- und Randsteine für Verschiedene Stationen der Staatsbahn in 1912. 38 Lose. Speziallasienbeft Nr. 356 kostenfrei-
Türkei.
Minisierium der Posten, Telegrapben und Telephone ia Konstantinopai: Vergebung der Lieferung Von 3223 aar Schuhen für das Personal des Ministeriums. Angebote in ve regeltem Um- scbiag bis zum 8. Februar 1912 an die Jntendanturabteilung bei dem genannten Ministrrium, woselbsi näbere Bedingungen und Lastenhefte.
Rumänien.
Königlich rumäniscbes Kriegsministerium Generalkriegsverwaltun , 911. Jutendanturdirektion, in Bukarest. 10./23. ebruar 191“ , Vormittags 10 Uhr. Lieferung von: 100000 AlummiumkaniFtern. Das Bedingungsbeft liegt bei der 1711. Jntendanturdirektion taglich bon 8-u12 Uhr Vormittags zur Einficbt aus.
Bulgarien.
KreisfinanzVerwaltung in Sofia, 12. Februar 1912. Lieferung von 467 500 kg Druckpapier für die Staatsdruckerei in Sofia. An- schlag 201800 Fr. Kaution 5% des Offertenbetrages. Lastenhefte sowie Muster der verschiedenen Papiersorten sind zum Preise von 2 Fr. von der Direktion der Staatsdruckerei zu beziehen.
Ebenda, 16. Februar 1912. Lieferung von 15 fünfqäöfigeu Gütersokomotiven für die Bulgarischen StaatSeisenbabnen. Anschlag 1 200 000 Fr. Kaution 5% des Offertenbstrages. Die Lastenhefte, “ Zeichnungen usw. sind bei der Generaldirektion der Eisenbahnen und Häfen in Sofia, Zimmer Nr. 7, zum Preise von 20 Fr. erhältlich.
Ebenda, 24. Februar 1912. Lieferun von Kupfer in Stangen für die bulgari che Eisenbahnwerwaltung. An?chlag 52 800 Fr. Kaution 2640 Fr. La ienbefte sowie Verzeichnis Nr. 233 liegen an Werktagen in der Materialienabteiluna dsr Eisenbabndirektion in Sofia sowie bei den bulgarischen Handelskammern zur Elnficht aus.
Theater und Musik.
Theater des Westens.
Das russische Ballett fäbrte gestern das zweiaktige Tanzpoem ,Giselle' („Die Willis“), Mufik bon Ad. Adam, auf, -das man bei Gelegenheit früherer Gastspiele der Russen, mit der berühmten Pawlowa in der Titelpartie, hier wiederholt sab. Gestern aab Tamar Karsavina diese Partie, und auch sie zeigte darin, daß sie nicht nur eine Tanzkünstlerin, sondern auch eine starken Ausdrucks fähige Dar- stellerin ist. Die Freude am Tanze, die Giselle zum Verderben wird, die erwachende Liebe zu dem als Bauer verkleidexea Prinzen, die schmerzliche Enttäuschung über dessen Untreue und ihr Sterben in wabnfinniger Verzweiflun , das alles fand eine so er-
reifende Wiedergabe, wie He eine S auspielerin nicht fesselnder ätte gestalten können. Ihr artner Nijinsky als Prinz stand ihr dabei nicht nach. Beide zeigten wiederum als Meister ihrer Kunst und ernteten stürmischen Beifall. Geradezu er- greifend gestalteten sie den zweiten Akt, in dem die nach ihrem Tode zum ewigen Forttanzen mit anderen Geistwesen (im Volks- munde ,Willis' genannt) verdammte Giselle ihren Geliebten, ihrer unabänderlichen Brsiimmung folgend, zum Tanze lockt und mit fich ins Grab bmabzieht. Hier smd auch die Leistungen der Damen Nijinska, Pilß und anderer sowie die Maffentänze der .WiÜiS' gleich wie diejenigen der Gespielen Giselles im ersten Akt von großer Wirkung. Den Sibiu des anregenden Abends bildete dann die bete ts bekannte Tanzpbania e „ Carnaval“, mit der von verschiedenen Musikern orchestrierten Musik von Schumann; auch bier standen die anmutige Karsavixia und der in seiner Gewandtheit bewunderungs- werte Nijinsky wiederum im Vordergrunde.
Jm Königlichen Opernbause findet morgen, Donnnerstag, die 25. Wiederholung des „Rosenkavalier' in der Beseßung der Hauptrollen durch die Damen Denera , Böbm-van Endert, Du , Rotbauser, don Scbeele-Mülier und der kleinen Wally Bartels sowie der Herren Knüpfer, Hoffmann, Henke, Sommer und unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Dr. Muck statt.
Im Königli en Schauspielhause wird morgen Gustav Freyia s Lustspiel „ ie Journalisten“, mit den Damen Arnstädt, Stein ieck, Buße und Voilmer sowie den Herren Vollmer, Ke ler, Ciewing, Boettcher, Werrack, Patry und Eichholz in den Hauptro en, wiederholt.
Zur Feier des 200. Geburtstages Friedricbs des Großen findet heute im Deutschen Theater eine Aufführun von „Minna Von Barnbelm“ statt, mit Else Heims als inna, Eduard von Winterstein als Tellbeim, Paula Reimann als Frau i_ska,
riedricb Kayßler als Werner, Wilhelm Diegelmann als ust,
lexander Moissi als Riccaut, Hans Waßmann als Wirt statt. Zu Beginn der Vorstellun spricht Friedrich Kayßler einen von Fritz von Unruh ?dem Verfa er der .Offiziere') verfaTen Yrolog. _ Die morgige .Ore tie"-Auffübrung im Deuts en
beater beginnt um 8 Uhr; an demselben Abend beginnt in den Kammerspielen die Aufführung des Lustspiels „Eine glückliche Ehe“ ausnahmsweise um 7? Uhr.
Im Lessingtbeater findet die Erstaufführung von Arthur Schnißlers Komödie „Komteffe Mizzi“ oder „Der Familientag“ und Karl Schönberrs Komödie des Lebens „Erde" am Diensta , den 30. d. M., statt. Die Regie führt" Emil Lessing. Die Bors ellung
beginnt um 7 * Ubr. Morgen, Donnerstag, bringt das tus sische Ballett im Theater des Westens folgende Ballette: ,Die Sylpbiden', .Der
Geist der Rose“, „Poloweßer Tänze“ und .Cleopatra“.
Auf Allerböchsten Befehl findet am 21. Februar eine Auf- führung von Händels „Judas Maccabäus“ in der König- lichen Hochschule ür Musik zu Wohltätigem erecke statt. -- Die Mitwirkenden sin der Philharmonische Chor, das bil- harmonische Orchester, die Knaben des Königlichen om- chors und Solisten ersten Ranges.
Richard Strauß' Suite in B-Dur für Blasinstrumenteist für Berlin eine Neuheit und wird am 1. Februar in der Sin - akademie in einem der Kammermusikkonzerte von Gustav Bum e ibre Erstaufführung erleben. Diese Suite ist mar em Jugendwerk von Strauß, aber erst jeßt der Oeffentlichkeit übergeben worden.
In der Kaiser Wilbelm-Gedächtniskircbe verartstaltet der Organist Walter Fis cb er morgen, Abends 6-7 Uhr, ein OrFl- konzert, bei dem Herr Gerhard Fijcber (Bariton) und der [. Kammermusiker A. G. Kurth (Flöte) mitwirken. Die Vortr fy se ist eine musikalische Gedacbtnisfeier für riedri deu GroHen. Sie enthalt außer dem Orgelkonzert von riedemannBacb und e ner Orgelfuge aus dem „Musikalischen OLfer' Von Jo . Seb. Ba einige Kom ositionen für löte und Orge von Fried: dem Gro en und Jo . QuanY sow e einige der alt-niederländischen VolößliYZr in der Bear eitung von Kremser. Eintrittßpreise wie gew n .