1892 / 264 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 07 Nov 1892 18:00:01 GMT) scan diff

Dem Kaisxrlichcn GcsundheitSami vom 4. bis “7, November Mittags gemeldete Cholera:Erkrankungs- und Todesfälle: _ Regierungsbezirk Schleswig: In Altona verlief exne _am 4. d. M. eingetretene Erkrankung am folgenden Tage todtltch. (Einschleppung von auswärts.)

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Fürstlich schwarz- bukrg-sondershausensche Staats=Minisier Peters en ist hier an: ge ommen.

S_. M._ Kreuzer__.,Sperber“, Commandant Corvctien- Capitan Fischer, ut am 17. Oktober cr. in Ayia (Samoa- Znscln)_e1ngetrofsen und hat am 1. Novembcr die Rundreise durch die Deutschen Schutzgebiete angetreten.-

__ Neuwied,_5.Novemdcr. Der König von Rumänien m_, mie der „Koln. Ztg.“ berichtet wird, cstcrn Nachmittag *mit (Gefolge auf Schloß Segenhaus zum esuck) seiner Gc- nrahlm eingetroffen _und wird dort voraussichtlich zwölf bis Vierzehn Tage verweilen, da er seinen Hochzeitstag (15. No: vember) dort zu feiern beabsichtigt.

Sigmaringen, 6.November. DerPrinzFerdinand von Rumänien und der Erbprinz von Hohenzollern sind nach Coburg abgereist. Der Erbprinz von Hohenzollern

begiebi sich von Coburg nach Potsdam.

Mecklenburg-Schuxerin. - Schwerin,_ 5. "November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog mird, telegravhischer Naxhricht zufolge, Montag, Ten __7, d. M., Paris verlassen, um 1ich nach Cannes zu cge cn.

Oesterreich-Ungarn.

_ Der ungarische M1nister_:Präsideni Graf Szaparr) ist extern 111 Wien eingetroffen und von dem Kaiser in ängerer_ Audienz empfangen worden. Ueber das" Resultat der Aixdienz verlautet dem „H. T. B.“ zufolge, Graf Szaparr)

. ?_?be _die Zusicherung erhaltßg, daß alles, was seitens der Krone

r die Beilegung der KMK; ethan werden könne, sofort

geschehen wcrde._ Verschiedenen _läitern wird anderweitig ge: meldet, der Kaiyer scheine für die facultativc Civilebe ge- wonnen zu sein. Innerhalb der liberalen Partei bestehe 'edock) Coioman Tiqu auf der Einführung der obligatqriéchen Civrlehe._ Ueber die von dem Cabinet gleichfalls vorge1chlagcne Verstaatlichiing der GeburiSmatrtkeln herrsche keine Meinungs- verschiedcnheit. _

In der vorgestrigen Nummer des „R. _1_1. St.-A.“ smd unter den_ nach Schluß der Reduction ein, etronenen Depeschen bereits_ die Haupt_zak)len_ des dem Rei Scott) zugegangenen Bud_get_s kurz mitgetheilt worden. Wir [affen heute einen ausfuhrlichen Außzug nach den von dem „W. T. B.“ ge: machten Mittheilun cn fol cn. _

Das Budget für a_s Ja ,.r 1893 wrist cin Gesammterforderniß Von 608 684 794 Fl. aus. _DaF Gesammtsrfcrdkrniß für das Jahr 1892 war finanzgeseszlich aus 583 947 553 F1. fcstgeskyt. Das richtig- esteüte Erforderniß pro 1892 von 586 308 613 Fl. mit dem Er- orderniße pro 1893 per 608 634 794 “F1. Verglichen, ergiebt pro 1893 ein Me r yon 22376181 Fl. Das Öesammterfordemiß, welcbks im Sinne des Voranschlages für die _gemeinsamen Angelcgenbciten mit Berückficbtigun der Zoliübertcbünß von _dsr dicsseitigen Reichs- bälite im Ja re 1893 zu bestreiten sem würde, beziffert fick) auf 107 396 774 Fl. Gegenüber _dem pro 1892 für dic Beitrags- leistung zum gemeinsamen _Auiwande bkwiüigtcn Credits yon 104 474 350 Fl. würde sicb alw ein berersordkrniß Vyn 2 922 424 F1. ergeben. Wird vpn den__ZoUüberschünen abgrseben, yo entfallen auf die eigentliche _Bcrtragsleniung 33: den gemeinjamen Auslagen, cin- schließlicb der Kosten der Occupation von Boénion und der iKerz-xgowina 70 296 474 Fl., was gegenübxr deni Jahre 1892 eine Erböbung bon 1251124 Fl. involvirt. Beim Ministerium des Innern er iebt fich gegenüber dem Voranschlach für 1892_pro 1893 ein Mehrer orderniß yon 765 250 F1. DIZ. Ersordermß für den Wasirrbau wird um 91435 Fl. höher vralimmirt, hauptsächlich insolY der Beitrags- leistung zu den Kosten des Ausbaues der Rbein-' _innendämme in Vorarlberg und wegen Erböbizng déZs Staatsbritra &? xür die Moldau- Regulirung. Beim Ministerium für Landesvert eidigung crgiebt fick) cin Mebrerforderniß von _ 500 983 F1. Jm Voranschlage des Ministeriums für Cultus und [interricbt zeigt sich ein Mebrerforderniß von 709 583 Fl. Jm Etat d&“; Ziyariz-Ministmums resultirt ein Mehr- criordcrnißvqn 3 186 680 * [. Im “Kapitel „Al_igemeinSKaffmWrwaltung' werden die Kosten der usbragimg von S_tlbern Nickel- und Bronce- münxen der neuen_ Kronenwabrung vraliminirt, und zrvar mit 2022000 Fl. Beim_Münzirc1€n_ tritt ein Mebrerfordernif; von 1829 233 F1. e_i_n infolge der vom Yanptmünzamte für Rechnung der allgemeinen Kanenverwaltung zu beiorgknden Ausvrägung drr Silber:, Nickel- und Broncemünzen der nruen Kriynenwäbrung. Im ganzen wsrden die Betriebs- und Einbebungskoftsn drr Staaté-einnabmcn gegenüber dem Jahre 1892 um 543 732 “l. niedriger vräliminirt.

Jm Etat drs Handels-Ministeriums cträgt das Mcbrerforderniß 11 662 418 Fl. Dieser Etat cntbält jkdoch einige grö ßere durchlaufende

osten, yamltch das Ersorderniß und andererseits die Ennabmen der vom

e-taaie [ür fremde Rechngng _ Striebencn Bahnen, d. i. der Lemberg- Czernorvrßer und der mabrikchen Grenzbabn, dann das Erforderniß nir Ans affungen zum Zwecke der Errichtun und Erhaltung von Telegrap en- und Telepbbnleitungcn, deren Ko ten bei der Hinausgabe der betreffenden Materialien zur vollen Rückvergütung gelangen.

Der Unistand, daß die anlaßlicb drr Verstaatlichung der galizischen Karl - Ludrytg-Vabn vom Siaat übernommenen Vertragsmäßigen Zghlurigcn m den_Voranschlag des Jahres 1892 auSnabméweise nur mit einem Fegenurr dem normalen_ IabreSerforderniffe um rund 2900000 F . gennZZren Bctrage eingestellt wurden, fällt bei der Beurtheilung _de_s * orazischlages des Handeis-Ministeriums pro 1893 nur wenig ms Gewicht. _Da nämlich die Actien der gedachten Bahn scbon tm _erfien Halbjabre 1893 durch Abstempelung in S_taaxsstbuldverscbreibun en i_txnzuwandeln sind, wird das Erfordernis; fur dxe_ am 1_. Juli 18 3 xallig werdenden Zinsen der Actien und Priqntaten dieser Babu _Vt_)n_ zusammen 2586 870 Fl. bereits im Capcxel „Staatsschuld' pralimtxnrt, sodaß nur noch das Erfordernis; Zur die am 1. Januar 1893 _falligen Zinsen und Rückzahlungßraten m den Etat _de _Handels-Mimsteriums eingestellt wird, welches den pro 1892 praluntmrten Betrag bloß um 295800 F1. übersteigt.

Das bedeutende Mebrersordcryiß der Post- und Telegrapben- anstalt erklart sich theils durch die Fortsexzung der Ma reYln zur Verbeüerunzz der matmeUm_Lage.der Postbedierr'teten, t ei - und zwar uberwixgend, _durclx die unaußgeseyte Verkebrßzunabme. Von dem bererxorrcrmffe _f_u_r den Staatéeisenbahnbetrieb entfallen auf das Ordmanum 3019 7-_0F_[-, aus das Extra-OrdinmiumZ 342 940 Fl. , Da? Mebrerfordermß _tm Ordinqrium erklärt sich einerseits daW die Erhohung der ordentlichen BetrtebSausgaben, andererseits du

jene der anläßlich" der Verstaatlin von Ei enbabnen übernommenen vcrtrYSmäßikzm Zahlunfen. s -

rftere [i -_ abge eben von der Crweiterun des Staatsbahn- nexes durch die mit 1. ngmar 1893 eintretende erstaatlicbung der Eisenerz-Vordernberger Etjkigbabn - überwiegend durch die stäte Zu- nque des Bahnverkebres, wwie durch die zur Erhaltung der e- xnebsficberbrit _notbwendigen Vorkehrungen bedingt, zum ibeil Fbrrkgen? auch eme Folge der erhöhten Fürjvrge für das Bahnbetriebs- e ona.

_Was dqs azxßcrordentlicbe Erfordernis; des Staatseisenbahn- betrtebes betrifft, 19 beruht dasselbe theils au“ der Nothwendi kxit weiterer umÉngreichr Anschaffun en von Jahr etriebßmitteln, t eils auf der aus runden der Verkehrssgieberbeit unabweisbaren Verstärkung des Ober- und -11nt_erbaues, beziehungsweise Erweiterung und Um- gestaltung von StationsanlaM

_ Jm _Etat drs Ackerbau- “nisteriums ergiebt sich ein effectiVes Mmdercrsordxrmß von 248 784 F1.

Das Erfordernis; des Iustiz-Ministeriums erhöht sich gegenüber dem Jahrc 1892 um _130 280 Fl.

_ __Das Erforderni für den Pensions-Etat wurdc, untcr Ve-

ruckncbtgyng _der na_ dem Durchfehnittßergebniffe der letzten Jabra vorauSzuiebenden weiteren Steigerung um 557 039 Fl. höher ein- gestellt als pro 1892.

Im Etat de_r Staatsschuld ergiebt sick) ein Mehrcrforderniß von 3_620_094 Fl., _btervon kritiallen 79 566 F1. auf den Zinsenaufwand fur die_allgememe _Staatévkchuld und 3 092 298 Fl. auf jrnen für die . S_taatsicbyld der tm Reichsrxitb Vertrktenen Königrciche und Länder infolge Erribsztebung der anlaßlicb der Verstaatlichung der galizischen K_arl-Ludwtg-Babn vom Staate zur Zahlung übernommenen Prioritäten dieser Babn._

Das Erfordchiiß für die Staatsschuldentilgung steigt auf Grund “2in betreffendkn ;_UlgungYilanebei der allgemsincn Staatsschuld um 35_5317_ Fl., b€i_dkr Staatstcbuld “ker im Reichératb vertretenen Kontgreicbe und Lander um 92 913 Js.

_13. Bedeckung. Di? grsammten StaatSeinnabmcn werden, wie bereits cinxzangs“ bemerkt wurde, auf 609 572 085 71. veranschlagt, alt_o _gegenuber der für 1892 präliminirten Bede ungssumme vvn 585 954126 Fl. um 23617 959 F1. höher.

Die Bedeckung im Kapitel „Subventionen und Dotationen',wclche brb_1892 nur m1t_ 1000 Fl. präliminirt ivar, wird pro 1893 mit 3 545 300 Fl. eipgesteUt.

Hiervon enfsallcn 3 40000021. auf dic Rückzahlung der bis Ende 1892 zu Lasten_der BetriebsrecbxnunxÄ der südnorddeutscben Vcrbin- dungsbabn_ bestritxxncn Inbestitions- uÖlagen, und 172000 Fl. auf den Anibeil de? St_aa'tes an dem aus der Convertirung der fünf- vrccrntigcn Priontats-Obligationen der gcdacbten Babu erzielten ConvertirmigC-nginne.

Uebrrdirs wird noch für die drm Staate infolge der fraglichen Converttrung cntgebenden Einnahmen an Einkommrnsteuc'r und Couponstexnpclgebübxen die vereinbarte Entschädigung von 206 000 Fi. 111 (mcm !craraten Kapitei vräliminirt.

Jm Etai dsr Staatsschuld vsrmindert ficb die Bedeckung um

629132 Fl., _mdem von dem gegenübsr dem Vorjahre um 355 317 F1. stxt endeii Ersorderniffe für die Tilgung der allqemeinen Staaté-scbuld m [, wre pro 1892, 2 Millionen, jonderti 3 Millionen, anstatt durcb Achgabe von Tilgungsrente, aus den [aasenden Staatseinnabmen be- deckt wxrdrn soslcn. _ Dic Gesammtbilanz strikt fiel) in folgkndcr Wrise dar: Die n_nanzgefet3lrch€n Pofitivnkn für das."? Jabr 1892 erhöhten sich durch die wahrend des Jahres 1892 mit bcwndercn Ersetzen bewiliigten Außgabcn [Yon 2361060 Fl. und Einnahmen von 586 470 Fl., im stamrxiteriorderniß yon 583 947 553 Fl. auf 586 308 613 Fl., in der Gkiammtbedcckung von 585954126 Ji. auf 586 540596 Fl. Fur_ das Jahr 1892 würd? sicb 1onach ein präliminarmäßi er Urbcr- [chu von _231983 Fl. Ergeben. Dcr _Yoranschlag des Ja res. 1893, wei er in scincn _Schlzißrrgc'bninen Linen Ueberschuss yon 887 291 Fl. aufwcisi, ist (1110 gegen jenen des Vorjahres ünstiger iim 655308 Fl._ Nack) dem Staatéovqranschlag für das Ja r 1893 soll n_ur_1 abcr iür Zwscks dcr Staatéxcbuldenttlgun cin Bctrag Von 3 Millionezi Guldkn den laufenden StaatSeinna men entnommen wrrdexg, wghrend im Jabrc 1892 nur 2 Millionen Gulden, in dieser Art_ fur Tilgungsézwccke grwidmet tvarc'n. Durch diesen Umstand er- [cbemt das vorlirgendc Präliminare noch writer um 1 Million gün- stiger als das Budgct drs Vorjabrrs und strikt sicb daher in Summa um 1655 308 Fl. besser dar.

_ __Dte Hauptztxtcrn des Budgets, das der Finanz,- anrer 131". Steinbach mit einem liingerer: mündlichen Exposé: begleitete, wurden von dem Harne mit Vrifall auf- genommsn. Dcr Rede des Finanz:Mini1ters entnehmen wir Folgendes:

DL Minister wies zunächst auf die „ziemlich alle_Unart' Cincr strtcn Htkigerung ch Jußerordenilicbch Budgrts bin, insbeiondcrs infolgc drr steigeridcn Bsdürmisie für den *Oeercsaufwand, welcbe ibr Ende nt_cht_e_xre:chen würden, so le_mge die gegenwärtigen politischen Vrr- baitxnne andausrtcn. CH_iei gcgemyärtig vergeblich, gc en cine Strigcrungie'r Ausgaben für HßercH-zwrcke anzukampfen. er all- 1ertlg frsudtg begrüßte Staatseijenbabnbrtrieb zeige_ein€n compro- niittirendc'n Zug des stkfigcn Steigcns dsr Auégaben iowie cinkrVrr- ringerizng_dcr Einnabmcn. Dcr Staai müsse auf Liner gewiffcn Durchichmtt§rentabilitat _bcsiebrn, da sonst die Nichtintereffcnten bemußmr ix_aren, den_ ?lusfall nir die Eiscnbabnintereffenten zu deckm. Der Minister wün!_chte eine Erhöhung der Bezüée dsr klcinkn Yeamiep; die hierfiir gemachten Voranschläge be iefen fich auf 54 Millionen Guldenjabrlich, während seine ( drs Ministers) Erhebung rrgebrn babe, dizi; unter 6 "Millionen nichts balbwegé: in das Gewicht Fczllendes gclkutet _ werden könne; &? müßte also eine neus Einnahme __dnrch eine neue Steuer oder die Erhöhung Liner Loon b§1tkbrnren Steuer vorangehen. Grgrnüber dem Sggenkrrnq brtrrffrnd di€__ Valutarcform bctontc der Minister, da derzxnig§._ der Ge! xine vorbabe, darüber „schweige. .Die C,;lerazert 19 5th 21 7chluß von Gcscbäften ungekignc't ge- wexcn. Das Hauptkrwrderniß, näznlicb Ruhe, nichts als Rabe, und eme Zntsprecbende Vorbxreitung wir der Sanctivnirung sei nicht urigqnußt geblieben. Drx Minister bcmerkte weiter, bei der öster- reichiscb-ungarncbkn BanY reien über 39_Millionen Gold eingegangen; er spreche chr Bank für ihr den Interknen des Staats entsprechendes _Vorgeben Yemen Dank _aus. Die Salinenscbeinc erfüUten Wrzü lich x_bre Bestrmmuxi wahrend der Ueberézangszeit. Die Stabili- xirung der Warung beginne bereits crvorzutretcn;'die Curs- cbwankungen der Wahrung seien wir Monaten beendet. Die Her- stellung der neuen Mfznzen_befindc sich in vorgeschrittenem Stadium. Yer_Machl an_E[_a1ticitat in dem Yorjäbrigen wie in dem dies: xgbrtgen MW [1558 _1bm (dem Minister) Sorgen für die Zukunft em, deshalb erscheine ibm Selbstbescbränkung und Maßbaltung Dor der _Durchsubrung dcr Steuerreform wegen der Erhaltung drs Gleich- gewichts notbwendrg._ Mati_ dürfe sicb nicbt in Projects einlassen; m_!(h m_der Stgatßwrrtbfchast dürften die Aué-gaben die Einnahmen nicht_ uberichrerten, sonst würden die Enkel ibre Großväter wertvuriscben._ Em geordneter Finanzstand sei ein hohes Ziel, welchem alle Einzelwun_1che untergeordnet i_verden müßten. Andererseits sei das Budget beruhigend, und die politischen Verhältnisse lägen so, daß wemgstenß dcr ndchsten Zukunft mit Beruhigung entgegcngkseben werden_konne. Die _Vaiutarcforrn schreite _scrt, daher jei ksinkrlci P§s11m1sxnus gerechtfertigt; allem ein Wiederaufleben des Deficits wurde_em qukbeures, jkdenfalls ein zu vermeidendes Unglück sein. (Lebbastcr Beifall und Händeklancben.)

Jm weiicren Verlauf der Sißung wurden mehrere Inter: pellationen_emgebracht, darunter eine von dem Abg. 131: von [ener uber die Auflosung des Stadtverordneten: ollegiums von Reicheiiberg und eine Interpellation dcs Abgeordnxten Marchet uber. das Resultat der Verhand- lungen mit Italien wegen der Ausführung der

Weinzollklaufcl. Leßtcre Interpellation stellte die Frage,

ob xs wahr sei, daß auch andere Staaten den er'mäßi ten Wcmzoilbeanspruchten und wgs die Regierung in_dieser Qn- gelegenhert zu thun beabsichtige. Die Abgg. Barenther und Genossen stellten den dringlichen Antrag, daß die von dem Statthalter von Böhmen versuchte Auflösung des Stadtverordneten-Colle inms von Reichenberg ayexgeboben und diesem Co e ium die Gemeindeverwaltun

wr er ubxrtrg en werde. Der ntrag solle einem Ausschu e von 18 Mit lie e_rn überwiesen werden. JmVerlaufe der Sißung bemerkte der imster-Präsident Graf Ta a f fe, er werde die Inter- pxllairon_ des Abgeordneten von Plener beantworten, sobald die angestellten Erhebungen actenmäßig abgeschlossen seien. Er konne aber schon_ heute erklären, daß die Verfugung des Statt- haliers von Bohmcn weder_ egen die Autonomie der Ge- niemde noch gegen den deut) en Charakter ReiFenbergs ge- richtet gcwcjen sei. _ _(_35r glaube daher, daß die ierbci laut- gewordenen Bcsorginne _unbegründet seien. Bei der Berathung uber den Drin lichkeits_antrag Bareuiher griffen Ba- reuther und rgde die Regierung und insbesondere den Statthalter von Yohrncn s_charf an. Engel (Jungczeche) cr- klärte, er werde fur die Dringlichkeit stimmen und die Unter- driickung des czechis en Elements in Reichenberg zur Sprache bringen. _])1*. yon ; (ener erklärte sich gegen die Dringlich- keit. _ Dic Wiederßmscßung der Stadtverordneten in ihre Functionen sei_un_nzoglich_; durch den Antrag Barenther werde der Sache; präxudicirt, wahrend die allergenaucste Untersuchung i_iothwendig 1er. (LedhaftZr Beifall.) Pernerstorferpolemi: Urte gegen Plxncr und grin dcn Statthalter von Böhmen aufdas schärfste an, indem er ihm Frivolität und Brutalität vorwarf, Wegen der [eßtermähnten Ausorücke erhielt der Redner nachträ iich vom Prändenien den_ Ordnungßruf- Der Minister: räfi ent Graf Taaffe i_rat 1odannkräft1g Lür den Stattha ter und alle Beamren em, deren Ansehen urch derartige Angriffe wahrlich mcht_ gehoben werde. Der Statthalter habe sich innerhalb seiner Amisbefugniß gehalten. Er könne des_s§_n V_erfüg_ung nicht ohne weiteres aufheben, sondern mune die Dinge näher untersuchen; ein anderes Vcr- fahren würde absolutixtisch und ungese lich sein. (Lebhafter Beifail.) Der Abg. Dr. von Plener ührte hiernach aus, die Einigkeit drr_Deuischen in Böhmen sei durch die Deutsch- N_a1ronal_cn _zcr1tor1,_ _und, wies die VeLauptung Lueger's zu: ruck, daß die __Aufloyun des Reichen erger Siadtraths im Jntereffe der liberalen Zxartei geleqen sci. Vielmehr müsse man a_nnebm_cn, daß bei der Durchführung dieser Maßregel duch die Absicht bestanden habe, die gemäßigte deutsche Partei in _Bokzmeti m Verlegenheit zu bringen. Schließlich wurde die Dringlichkeit des Antrags Barenthcr mit 144 gegen 48 Stimmen abgciehnt.

Zur Vorseier des Jahresm s der Schlacht am Wer en Ber e zogen nach einer eldung des „W. T. B.“ aus Prag geLStern etwa 800 1111192 Leute nach dem Weißen Berge, um dort xine Demonstration zu veranstalten. Durch die_ von der Behorde getroffenen Maßregeln wurde verhind:rt, daß cs hierbei zu Ausschreitungen kam.

JmFinanzausschuß drs ungarischen Unterhauses wurde am Sonnabend über die Steuerindemnität für das erste Quartal des Jahrrs 1893 beratben. Den Hinweis Pazmandy's auf die in den Blättern verbreitete Nachricht von _etxier Kabinetskrisc und die Anfrage des Nedners, ob die Bewrlligung_ der ansmnität noch der gegenwärtiqcn Nc- gierixng zu italien kommen werde, beantworiete der Minister- Prändent Graf Szap ark) dahin, daß er für die Blätter- meldxxngen keine Verantwortung übernehmen und fich betreffs _dcr Lebensdaucr drs Cabinets auf keinerlei Yrophezciungen einlassen können Der Abgeordnete Koloman Szeil bsxnerkte darauf, irzie vom Mirxister-Präfidentcn amrlxxh _fcstgcstellt worden 1ei, daß daß Cabinet nicht dxninnomrt quc; _der Ausschuß bewilligte fodann mit Stimmenmehrheit dic Jndemnität. Im weiteren Ver- laufe der Sißung beendete der Ausschuß die Be: rathung _des Budgets für 1893 und stimmte dcm Generalberrcbt des Refereniciz zu, wonach unter Hinweisung auf die Rccllität dcs Voran1chla„ es die Vorficht anerkannt und hervorgehoben wird, mit der er Finanz-Minister bei dem Boramrhlagc der Einnahmen vorgegangen sei. Hierauf wurde dixchKißung unter Eljcnrufen auf den Finanz:Miniftcr gc; oien.

Großbritannien und Irland.

Am vergangenen Freitag wurde ein Cabinetsrath abgehalten, an dem sämmtliche Mitglieder des Ministeriums tbcilgcnommen haben. Tags darauf trat ein Cabinets: COMUÉ im Localverwaltungs-Ministerium zusammen. Der „A.C.“_z11folgeist man der Ansicht, daß die lichkeit, cine Maßregei zur Erweiterung des Stimmrechts zu ?chaffen, (Hegcmtand dcr Berathung gewesen sei.

_Tcr LordNieutenant von Irland Lord Houghton cmpnng gm Freitag im Dubliner Schloß cine Deputation der vereinigten Syno_den der Diözesen von Dublin, Glaizdalougk) und Kildare untcr Anführung des Erzbrxchofs von_ Dublin, der in einer überreichten L_[dchc gcgen die ]üngjte Entscheidung der Nationab-Er- ziehrmgsvermaltung protestirie und die GewiffcnSclausel dahin abzuändern hat, daß die Schulen der „christlichen Bruder“ m_dic Lage gesetzt würden. an der chierungs-«Sub- Lennon thrilzunrhmexi. Lord Houghton erwiderte, daß die Jrnggbcretts Gegcyjtand aufmerksamer Erwägung der Regie“- rung 1er und daß die Vorstellungen der Deputation gehörige- Bcachtun, fi_nden wiirden.

_ Jrr 5 axhingion ist die Nachricht eingetroffen, daß Groß: i_ixtiannien das Protectorat über die Gilbert=Inseln im Stillen Ocean übernommen habe.

Frankreich.

Tie Dcputirtenkammer “hat am Sonnabend die Generaldcbatie über den Geseßentmurf wc en einer Reform de_r Getränkesteuer begonnen. Zwei geordnete aus dem Sudeki bekämpften das Verschneideri von Wein mit minder- wertbigen Sorten, da dadurch die Weinbauern geschädigt. werden würden. _

Die indirecten Staatscinnahmen betrugen im Oktober 5700000 Fr. weniger als veranschlagt war und 12600000 Fr. weniger als im Oktober 1891; die Zoll- einnahmen blieben hinter dem Budgetvoranschlag um 3260000 Fr. zurück.

Rußland und Polen.

Wie dem „W. T. B.“ zufolge in St. Petersburg ver- lautet, habe die zur Berathunq einer Zollconvention

mitDeutschland cingcfeßtc Commission in den leßten

)

eine E una abgehar“ SHW" soli“;

. ten - , nääxften IM heißt, Re Antwort Rußlands festgestellt wer .

- Italien.

Bei den gestern vorgenommenen Parlamentßnxahien wurden, soweit bis heute friih bekanxit war, 184 ministerielie und,71 oppositionelle Deputute getyahlt. Zy 17 Wahlbezirken find Stichwahlen erforderlich,)vobei voraussichtlich ministeriellc Candidaten ewählt werder) durften. Vo_n Ministern find ge: wählt: Gio itti, Brin, Fmocchiaro Aprile,_ Genala, el_loux und Boccani. Gefiegt haben airßerdem in ihren Wahl ezirken CriSpi, Zanardelli und Nixdim. In Mailand siegte der frühere Minister Colombo, 1x! Rom wurde Barzilai gewählt. Unterlegcn sind: Cavallotxi in Corteleona, Canzio, der Schwiegersohn Garibaldi's, in Ferrara und Santini in Ofimo. Nach einem der „Magdb. Ztg.“ zugegangenen Tele ramme wären in Palerm o vierzehn Personen wegen WählerbeJtechung verhaftet worden. Der Gemeinderat!) von Frosinone [et we en Parteinahmx für die conservativen Candidaten aufgelost un die Stadt militärisch beseßt. - _ _

Der Ertrag der Steuxrn in der Zeit vom 1,3101er zum 31. Oktober 1). J. Überstei t die Steuereinnahme_n im gleichen Zeitraume des vorigen ahres um 5800000 L_ire.

Der Papst Lat am Sonnabend den Großfursien Sergius in bal stündiger Audienz empfan en. Spater stattete der Großfürst dem Kardinal-Siaqtssecrctar Nampolla einen Besuch ab, den dieser alsbald erwrdcrte.

Spanien.

Die Königin:Regentin ist mit den Mitgliedern der Köni lichen Familie am Freitag Abend von_Sev11la ab: gerei t. Das zahlreich versammelte Publikum de_qxußte die Königliche Familie bei der Abfahrt mit enthusiajtnchen Zurufcn.

Portugal.

Der König und die Königin beabsichtigen, in Paris cingeiroffenen Nachrichten zufol 2, am nächsten Mittwoch von Lissabon nach Madrid abzurei en.

Belgien.

Die Thronrcdc, mit der bis Kammern mdrgen er- öffnet werden sollen, wird, wie „W. T. B.“ _aus Briiffel ver- nimmt, sebr kurzsein. Der König werde die herzlichen Beziehungeii zu den auswärtigen Staaten consiaiiren und sodann an die Einigkeit und Weisheit der gescßgebenden Korperschaften appeliiren, um die Verfassung den wahren Interessen des Landes entsprechend abzuändern. Eine andere Frage werde der König nicht berühren. _

Tie liberale Vereinigung von Oft-Brussel hat eine an die Bevölkerung gerichtete K_zzrdgebung anschlagen [offen, worin es heißt: Die Comixumon der Kammer habe durch Ablehnung des aligemeinen Stimmrechts; gezeigt, daß sxe den Willen des Landes verkcnne, Der König und die Kammerndurften sich über die Wünsche des Landes keiner Täuschrmg hingeben. Die Bourgeoisie der Hauptst dt solle durch eine friedliche Knud-

ebung am Dienstag den illen der Nation kennen lernxn, indem der Zug der Maniftstanten bei der Fahrt des Konig?- zur Kammereröffnung rufen werde: „Es lebe das ailgcmeme Stimmrecht !“

Dänemark.

Jm Folkething hat der Marine:Minister Raon am Sonnabend eine Vorlage eingebracht, worin die Vermehrung der Vefehlshaberstellen im Sccminen- und Ma: schinisicn-Corps sowie eine Vermehrung der Beamten im Aerzte: und Jniendaniurwesen und die Errichtung von vier neuen Commandeur:Capitän-Posten bxaniragt wird. Die jährliche Mchraußgabe hierfür stellt mk) auf 344000 Kronen.

Amerika.

Die Aufregung der Bevölkerung ix_cr Vereinigten Staaten angesichts der übermorgen stattfindenden (_Hlecxoral- wahlen ist, Wie der „Frkf. Ztg.“ gxineidei Wird, m iretcm Wachsen begriffen. Zn Ncm:York Und die _Vundcsbrhordezi _ meist Republikaner - bereits me_hrfach in Conflict mri dcn demokratisch gesinnten Staatsbehordeu gerathen. Leßiere haben beschlossen, ein etwaiges Eingreifen der VundeSUrgane Zit dden Wahlumen mit Hilfe der Polizei gewaltsam zu ver: m ern. -

Kunst und Wissenschaft.

In der Sißung der Gesellschaft fßr Erdxundc am Sonnabend wurden die Neuwahlen des Vorstandes _sur das Jahr 1893 Vorgenomrnen. Dureh Zuruf wurde der bisherige Vorst rnde_ Freiherr bon Richthofen wiedergewählt, und glrichfalls durcb ums wurden die Herren General der Artillerie Sallbacb und Pro effqr 1)r. Hßllmarxn zu stellvertretendcn Vorsißenden bestiuimt. Auf die beiden interenanth! Vorträge, den des Professors 131". Hellmann über die ColumbuZ-FererlrMertrn und Congrcffe in Genua, Huslva "!*.d Madrid,_und dcn ch errn [)r. J. Stahlmann über Feine Rene mit Emm Paicba, die _Un außerordentlich zablreiches Publikum an- gslockt Hatten, werden wir noc!) ausrührlicber zurückkommen. _

- „er Gkbcime ;_HcZsratbund Director des Köni lichen historischen Seminars der Umvermat Lerpzt , ProfesiorWilFelm Mauren- brecher ist laut Meldung “es , . T. B.“ gefiern am zschlage gestorben. Der Dabmgejchiedcne bat fich rzamentlich durch eine For. ichunYi auf dem Gebiete der ReformatwnSgeschichte einen Namen gema . „_ _

__ Die Herstellung des Kaijer- und Krirger-Denkmals für die Stadt Alzey ist dem Bildhauer Kauer m Kreuznach über- tragen worden. _

- Das Londoner .Atbenaum' meidet die Auffindung einas Tempels der ekate ber Stratonicea, _dem heutigen Eski Hiffar, im südWe ilicbeix Karten. Von den Friesdarstellungen_ sind ungefähr 160 Fuß vollstandig xrbalten und werden unter der Leitung von Hamdi Bey nach Konstantinopel gebracht.

Nr. 27 des „Eifenbabn-Verordyung_sblatts“_ (beraus- gegeben im Königlichen Ministerium der offentlichen Arbe_1t_en) vom 4. November 1892 hat folgenden Inhalt: Erla e des Mtnzsiers der öffentlichen Arbeiten: vom 18. Oktober_1892, ett. geziknsemße Zi,!- lassung der Ober-Realscbul-Abiturienxen m_Preußcn und Braun chweig zu den Prüfungen für den Staatßdierist 1m_Bauf_ach;_ vom 25. Ok- tober 1892, betr. Personalien der Schiengericbte fur die Arbeiter der L_Wßis Staatsäsenbahnveertung; vo_m 29; Oktober 1892, betr.

llerb fie Anerkennung der Leistungen _bei Bekampfung der_Cbolera- WWE; vom 29. Oktober 1892, betr. die Verwendung von Torfstreu zum Bestreuen der Fußböden offener Viebwagen.

_ _ Ernte in Russis -Poleu. Die Wmferbeüellung der Felder olenbeendet; Der mit Winterroq _ _ t 1 641000 DLLjätineu glei Winteriveuen besäte 326500 Desjätinen g eicb 356 855“ 113.

_ _Dte Witxerung im Laufe des Monats Oktober begünstigte das krafttae_ Aufkeimen der jungen Wintersaat. D_ie_Ernte der Zuckerrüben ist beendet, Quantitat, als auch der Qualität nach ein un die Rüben sind klein und haben wenig Zuckergehalt.

(W. T. B.) Nach einem Telegramm mwollenernte in 1: bisher nicht erreicht

i in allen Gouvernements des ute Flächen- 113. der mit

Königreichs

raum umf

dieselbe batte sowohl der befriedigendes Ergebmß;

London, 7. Nobember. Kairo überstrigt die Bau

der .TimeS' _ Egypten 5 Wllionen Kantars, ein Ertrag, de

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten uud Absperrungs- Maßregeln.

Cholera. In der am Freitag ix_n Bürgersaal d Versammlung der . Vereinigung Verb berichtete der Vorsitzende über die That! Danach kamen vom 5. am Tage 1233 Erkrankungsfälle, unter dies _ theils brecbrubrartige zur Vebandlung und zwar fast alle Hygieniicben In- dem die Unter- rabacillen übertragen und Residenzstadt des unfiltrirten, an

es Ratbbauses abgehalienen iner SanitätSwachen“ gkeit dcr Wqchen während der Cbolerazeit. September bis 6. Oktober en 213 theils cbolera- verdächtige, unentgeltlich.- De_r Priyaidocent und Assistent am stitut der Universitat Berlin, Dr. _ der Stralauer Wasserwerke aux Cbole theilt itxi „Gemeindeblatt der _.Haupt- Bcrlin' mit, daß die bakteriologische Untermchung Berlinsr Wasserwerke in Stralau entnommenen die bisher täglich von Mitte September bis jetzt en ist, Cbolerabacillrn nich ergeben bat. Hamburg Hierher gekommener rankenbause an Cholera gestorbZL. Von Freitag Abend 6 Uhr bis Sonnabend era-Crkrankungen und szi Tydeéz- Abend bis_beute Abend nnd minx- er Cholera erkrankt und vier gestorben. _ _ stern ist in Semendrta ein erkrankt und dem Övspital hosvital beßridetsich nur in Draguzevaz ist kein nsuer

Ju Brrda sind drri Cboiera- odesfall, in mehrerrzx kleinrn Ortschaften rkrankungen und drei Todessaüc, Hier in Amiterda m cin Cbolera-Todesfall vorgekommen.

Brüssel, 5_. November, beek sind heute sünx Cbolera- gekommc'n. Todesfälle an Cholera AntWeriZen, 5. _ _ Schelde_ verfügte, daß die einschließlich Amsterdam und einfachn Besichtigung untxrl rkünfte_ aux; Frgykrcr aus en ruxfijcben OWL bindurcb beobachtet werd ist auf zwei Tage herabgesetzt worden.

Niederl ande.

Durch ministerielle Verordnung

mburg, Altona und akle

itten erge bestehende Waareneinm ausge 5 oben worden.

Zuiolge Bcfchluffe§ Einfuhr von H wenn die Absendxr den ') _ _ von Cholera yericucht. geweien ist.

9 Der Gesundbeitsratb ch Fürstentbums hat am 1. Roycmber 1892 folgmdr Bestimmungen gsirvffen_: 3. Die Einfuhr von Maccaroni un cl) Bulgarien ist yerboten. Reißende un

Karl Günther,

der Schöpfstelle der Spreezvassers, weitergeführt word _ Lübeck, _5, November. Ein aus Handwerksbursche ist im K Pest, 6. Nobembxr. _ Abend 6 Uhr sind hier 817 Cho! fälle Vorgekommen. ersonen an d

Von gestern

„_ November. Artillerisi unter verdachtigen_ Erscheinungen übergeben worden. Im hiengkn Baracken cin choleraverdäcbtiger Kranker, Cbolerafall vorgekommen. Amsterdam, 5. Erkrankungen u zmammen acht C

November.

In dcr Brüffeier Vbrstadt Molen- Erkrankungen und drei Todessaüe Vor-

werden drei Erkrankungrn und zwei

ovember. Die Sanitätsconzmiision_dcr

erkünfte aus allen boilandi1chen Haien,

otterdam, von jekt ab nur noch iegen sollen. Die 2471ündige Bsqbacbtupg cb bleibt vorläufig bestehen. Dis Herkünste ebäfen sollen ebenfalls nur noch 24 _Stundm en; die Beobachtung derjenigen aus Hamburg

November 1892 ist das Plätze an der Elbe unterhalb Hrverbot in Bezug aus Cigarren

Rumänien. _ __ _ der rumäniichen Gcsundbcrtsbebörde 111 die deutscher Provenienz nacb Rumamm gestattet,

iachwcis führen, daß der Ursprungs

d anderen aus Mehl ge- fcrtigtrn Waaren na

1). Aus Serbien kommende ciner elftägigey Quarantäne; einc Ant serbisch-ungari1chen Grenze dur mehr statt. - Vergl. .,:R

0. Außer den Häsxn wa dem Perjonen- und r. 252 vom 24. Oktober 1892.

Bra1ilien. Regierung hat die remen, Kiel und L_ _ Kscsrdäibtigkeitserklärung gegen 17:61

tcrlicgcn außnabmélos ecbnung der etrvaigen, an der tkn Quarantäne findet nicht r. 243 Vom 14. Oktober 1892.

Lom und Rustschuk wird auch dsr Donau- bafcn Sisto WaarenVerki-br geöffnet. - Vergl. .R-A.“ N

Die brafixigziiscbe die deutschen sen B dagegen dl?

Verseuchunchrkiärung gegen übeck _zuqugenonrmen, 6 drei Hasen aufrecht

n Häfen vor Ilha Grcrnde :; nicbt mrbr _cincr lieben xanitaren

Die aus den genannten drci deutsch _ Schiffe werden somit bis aux 113611672? _ infection und umitaxid ck eincr kurzen „sanitaren Bsobackytung

anlangenden mebrere Tage andauernden Dc Bebandlnng,_srndcrn nur no unterworfen jrin.

Auf dem städiischen Central- smd im Monat Oktober im Oktober 1891 - au & 12 Stück weacn Trichinen _und 184 Stück menschlichen Nabrung ungeeignet zurü

Schlachthofe in Berlin d. I. 52328 Schweine - ge en 51537 f Trichinen untersuch _ wegen Finnen als zur

ckgcwissen worden.

Verdinguugeu im Auslande. S ck) w e d e n. _ *krafiixabijézxpsciirioo der MeUerit berg. Lieferung von 1200 t en Staatsbahnen.

a-Halland- ]. Stablschienen des Gewicht_ 34 RZ per doppelten Witzkellgicben.

März oder April nachsten J

14. Novembcr. Eisenbahn in Fglken _ s für die schwedisch

nebst den Lieferung am Q Angebote smd v

crforderlichep uai zu Varberg_1m erfiegelt einzureichen.

Verkehrs-Anstalteu. fic:Linie nach Süd: ck alle vier Wochen silien abgesandt werden, und Bordeaux jeden vierten Sonn- 26. November und aus Lissabon am och. Bei den übrrgen_ in Brasilien vorläufig 111

Mit Schiffen der englischen Paci amerika können bis auf wei Briefsendungen nach Bra zwar bei den Fahrt abend, zunächst am_ darauf folgenden Mittw genannten Linie wird

teres nur no

ahrten der tmehr an-

Nord deutsch?: von Brasilien kommend, _ift mpfer „Baltimore' im

Neichß-Post- November Nachmittags Der Reichs-

. November. _(W. T. B.) mpfer .Weser', mittags mit dem Da

angekommen.

Lloyd. Der am 4.November Schlepptau in Li sabon S d'HabSHcFrgÉu von y ney na ropa .Darmstadt', nach T) aten ,Hobenzollern', n Aden an

PostdaRpFer P std _

. amp er er o November Abends i 5. November k abgegangen.

kommend, md am 4. Schnelldampfer

Genua 718 Gi raltar nach ')kew-Yor

vember NK-kmkioéZt. Cat e“ i “ck oiuk , M «' W|! „Ol .kizburg', YF Om: . ;", „. ißgg'j5,

MMU! Genua migekommen. 3 " .- 7. . (W. T. B.) Der Sebneadaawfkr .Saale“.

von New-York kommend, hat am 6. Roomba Morgens Seilly pass"? Der Schnelldampfer .Werra' ist am 5. November Nath- mitta s von New : ork m'a Gibraltar nacb Genua abgegangen. Der ostdampfkr . tuttgart“ ist am 5. November Mtlags von New-York nachder Weserab egangcn. Der Postdamvfer „Leipzig“, nach dem La Plata bestimmt, at am Palmas vassirt.

November Nachmittags L a s

5 Hambur , 5. Novembkr. (W. T. B. Hamburq-Ameri-

) kanische Pa etfabrt-Actien-(Hetellscbaft Der Postdampfer . Califqrnia' ist heute Nachmittag, von New-York kommend, auf der Elbe einge'troffen.

Southampton, 5.November. (M.TB.) Der Hamburger

Schnelldampf-er „Fürst BiSmarck', dxr die neue Winter- linie der „Hambur - Amerikanifchsn Packetsahrt - Actiengesellschaft zwischen New-Yor und Genua-Neavel am 17. Noyember er- öffnen soll, ging beute mik 458 Cajüten - Passagiere,! ._Von Southampton nach New-York in See. . “-

Theater und Musik.

Die Vorbereitungen zur Neueinstudirung des „Fiesfo“ im

Kö_niglicben Schauspielhause find bereits bis zur Generalprobe gediehen. Das Stück erscheint, wie schon mitgetheilt, xu Scbiiler's Geburtstage, am 10. d. M., in gänzlich neuerAué-ftattung an Decorationen u_nd Kostümen. Die decoratide Leitung stebt unter dem Ober-Jnspector Herr.“- Brmzdt, die Cosiüme sind nach Entwürfen und Zeichnungen des Köiiiglichqn Costumiers, MalerS Gutknecht anFrfsrtigt. Die neuen choratwnen wurden von dem Königlichen Tbeatermaler HM

era Zo und “ten Herren G. Hartwig, Wagner und Bukacz aus- gesu . _Aus Anlaß der 100. Vorstellung der Oper „(*31'81161'13. rnsrrcaua“ im Königiichkn Opernbausr ist dem General- Jntcndantxn Herrn Grafen von Hochberg von dém Componiiten €l_1_1e Depesche zugsgangen, die in der Uebersetzung lautet: .Ich bo_rc_ beute Abend von der 100. Aufführung der „881'31161'13“ im Koniglichen Theater zu Berlin. der ersten Bübne, die meine erste Arbeit bxrcits bu_nderttx1al ziir Dariieklung gebracht bat. Ich bin anen für diesen Erfolg außerit erken_nt1ich und bitte Sie, meinen lebbaftesten Dank entgegenzunehmen. Mit dsr Bitte, zu gleicher Zeit die Künstler, das Orchester und den Cbor i_owie dercn Leiter zu beglückwünscberi, verbinde ich _die Hoffziung, die Ebre zu haben, Sie am nächstcn Donnchiag bei der ersten Aakxiibrung dcr .Nanßau"___z_u begrüßexi. cha nr" Sein? Hoheit der Erbprinz und Jbre Königiicbs Ho eit die Erbprinzeysin von Sachsen-Meiuipgen besucbtrn gestern dasDeutscbe Theater und wvbnten der Auisübrung von ,Lclo's Vater“ bis „zum Schlusse bei. _ _ „Dir Grvßxtadtlust', die' am Wallner-Tbeater ibre Erfolge erneuert, ist jetzt aucb in Roxn, am Teatrchatibn_ale, zur Darstellung Xkommen. .Die, Orientreiire“ bat in holländiicber Uebsrseßung in ' offerdanx bédeutenden Erirlg gehabt. Jm Kroll'scben Tbeater wird _bci dem morgizzcn ersten Auf- treten Von FräuleinVeUincioni und Herrn Stagno der bier Von seiner Tbäti keit bei der italisnijcben _Stägione von 1885 be- kannte Cape meisten“ Pomé das Orchter leiten. Dia Künstler wcrdkn morgen und am Sonnabend in „La Traviata“ austreten und in der nächsten Wocbe in dcr mit ihnen zur Aufführung gelangendrn Neubeit ..ck Zagta Dacia“ von Taéca wirken, während eine anders, „11318. kim“ von Giordano, einstudirt wird. Das Gastspirl des JunkermannßnmeleL im Thomas- Tbcater wird nur noch _eine Woche wabrrn; bis zu seinem Schluß bleibt „Onkel Bräsig' aux de.»; Sviexpian. _ _ Das Neue Theater am Schigbauerdamm wrrd Sonnabend, den 19. d. M., mit .vaigenie' eröffnet. _ _

Jm Ccncertbause wird der Ccllo-Viriuoye Herr Albert Smit in dcm morgigen Concrri „Le Cygne' von Saint-Saöns und „Mazurka Nr. 6“ von Yorper, Herr Steffens ,Standcben gm Morgen“ für Cornet 5 Pi1ton von Wolff vortragen. Das Oräxeiter bringt u. a. das .Siegfried-dell“ von W9_gner und einen Walzkr, betitelt .Sprecwellenl, von MüUer zur Ausführung.

Fräulein Louise Haymann, Ble beute Abcnd in dem Concert dcs Pbilbarmoniscben Chors dic Sokranvartie in der_„Schöpxung' fingen sollte, ist erkrankt; Die Sängerin war gestern 1chon_ letdxnd, und sang nur, mn die Öffentliabx Prbbe zu ermöglichen, da am ErxaH, für den brate grsorgt ist, nicht zu bcicbaffsn war.

Jagd. Dienstag, den 8. d. M., findet Königliche Parforce- “Jagd statt. Stelldichein: Mittags 1 Uhr am Jagdsch10ß Grunewald, 11/2 Uhr am Saugarien.

Maunigfaltiges.

Dcr Neckynangsabschus; über die Verwaltung_der_städtischcn Wai 1" crwcrkc für da?- Recbnungéjabr 1891/92 !cbließt mit einer Einnahme und Angabe von 14393 895,91 .I. ab. Hikruriter sm_d enthalten 6195752,09.§(-.Einnabm2 aus dem Olbia e des Winers, die um 46 005,23 .xé. grringer ausgefallen sind, als der - rat annabin. Da die Zahl der Vorbande'nrn Zuleitungxn um 2,66 '),-“*g gegen das Porzabr zu- genommen hat, 1" (* muß als Ursachk für die Mmderemnabrnr die_ kublc und feuchte Wittcrung de-Z Frühlin Hun) Sommch 1891 und insbeiygidere der Monate Abril, Mai und 51ugmt qngksebkn werden. Tbatiacblub ist denn auch der Wasserverbrauch “m_ diesen drei Monatkn um _154 213 0er geringer eweicn als in den gleichen Monaiexi desBorxabres. Die aus der 9 niribe bsstrittenxn Außgaben für die Errich_tung der _neuen Waffenvrrks am Müggelxee und der VertbeilunFstatwn bei Lichten- berg haben 4932 210,58 _ «js betragen. _ ls Verwaltungs- überschuß kcnnren in die Stadt-HauptkaYe 2254 320,17 .“ abgeführt wcrdsn: der in Effccien angelegte Vcftand des_ Rrxermsonds betrug Ends März 1892_ 654 716,90 44 An der stainchen An- leibcschuld find die städtischen_ Wanerwerke mit der ““x“-umme O_M 45 185 956,94 .44 betbeiligt. Ans die mit % zu verzrnjende _Anle'ibe vom Reichs-Jnvalidenfonds sind durch Verstärkte Amortiithn im Rechnungsjabr1891/92 crtraqrdinär 1 500000 46 gstilgt. Die Schuld 'von ursvrünglicb 30 Millionen Mark beträgt danach nur noch 18 861 000 «14

Im Laufe dieses Sommers wurde die WaYrversorgung in Char- lottenburg durch die „Charlottenburger asserwerke' sebr häufig bemängelt. Die Klagen darüber mu ten insofern als__berecht_igt anerkannt werden, als das an und für fi gute, aber eiyrnbaltige Wasser infolqe der andauernden Dürre des Sonimers und be: dem außergewöhnlich starken Verbrauch besonders bet den an den End- tationen wohnenden Abnehmern einen recht_ m_tangenrbmen Grruch bekatn,der das Waffer als gesundbeitssckpädlich erchetnen [_lkZ. Um diesen Klagen ein Ende zu machen und auch den fortwabrend fich zielgerndeir An- sprüchen an die Menge des zu liefcrgden _Waffers auf Jahre hinaus Genüge leisten zu können, entschloß nch dic Gcscllscbaft .Cbarlottxn- burger Wasserwerke“ zu umfangrer en Neuanlagen am_Teuselssce im Grunewald und am Wannsee m ecliybof. Das nicht den Seen entnommene, sondern durch Brunnen aus dem Griindwafferstxom gewonnene qullwaffßr bat infolge des eben _crwzibriten kleinen Eisengehalts eme leichte Färbung, die durch die jéßige Waffxr- bebandlung - wovon die zu einer Bmicbttgung dcr Werkx e_m- ' eladencn Vertrcter der Presse fich_ e_stern ?chb ynsonltche lnscbauung überzcheyn konnten - volljtän tg beseitigt wird. 'Das Wasser wird durch afchinen na einem besonderkn Gebauiye auf Siebe gehoben, um von dort du eine 3 m bobs Koksscbicbt zu

Der* rieseln, und so durch die dauernde erübrung des Wassers mit der ormittags von

Lu von seinem Eifengebalt befreit. Von dem_ Nieseler wird dasft' Waäcr dann noch auf Sandfilter _ „geleitet, _ wo es

dampfer „Gera', nach dem _La Plata bestimmt, hat am 5. No-

eine 1 m bobs Filterpackung von Sand, Kies und