1892 / 267 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 10 Nov 1892 18:00:01 GMT) scan diff

Geistlichen. Kirchendiener und Elemezüarscbullebrer sowie derWittMn

und Waisen dieser Personen zu Emkommen- und Aufwandssteuexn

-( 18) kommen die Bestimmungen der Verordnunß, betxeffend die

(m_?iehung der Staatsdiener zu den Communalauf a en m den neu

rwor enen Landestbeilen, vom 23. September 1867 ( esey-Samtpl.

S. 1648) mit der Maßgabe zur Anwendung, daß das nothwendtge DomicilNußer Berücksichtigung Zleébt. 5

Hinfitbtlicb der Heranziehung der Militärpersoneti zu den auf das Einkommen gelegten Gemeindeabgaben bewendet es bei dcn bestehenden Bestimmungen. _ _ _ _ _

Die Mitglieder der Gendarmerie gelten als Militarpersonen un Sinne dieses Gesetzes.

Den Gemeinden md Vereinbarungen mit Steuervflicbtigm ge- stattet, wonach von ia rikmäßigcn Betrikben und von Bergwerken_ an Stelle der Gemeindesteuer vom Einkommen_und vom Gewerbxbetxtebe ein für mehrere Jabre im voraus zu bestixnmendcr fester 1abrltcher Steuerbeitrag zu entrichten ist. _ Die Vereinbarung bedarf der Ge- nebmigung.

1). Berechnung des steuerpflichtigen Eitikommens der fiscaliscben Domänen, Staats- und Privatbahnen.

§ 37.

Das Neineinkommen aus fiscalifcbcn Domänen urid Forsten ist für 'die einzelnen Liegenschaften aus dem Grundstßucrremertrage nach dem Verhältniß zu berechnen, in Welcbcm 13le m der betreffenden Provinz aus den Domänen- und Fox:]tgxunditückcn erzielte etats- mäßige Ueberschß der Einnahmen iiber die Azisgaben Uiii'ék Berück- sichtigung der auf denselben ruhenden Verbindlichkeiten und Ver- waltungskosien zum Grundsteuerremertrage steht. _ _

Das Vcrbältniß ist durch Resolyt dcs Reffort-Mnnstcrs alljähr- lick) endgültig fcstzuiteüen und öffer_1__18[tch bekannt zu machen.

§ .

Als Reincinkommen dex Staats: und für stbnung des Staats vkrwaltetcn Eisenbahnen mit 5le recbnun Smaßtge Ueberscbuß der Einnabmen über die Aus abcxi nut der Maßgabe, das; unter die Aus- gaben cine 31./2 proccntige erzmsung des Aylage- bezw. Errverbskapitais nacb der amtlichen Statistik der im Betriebe befindlichen Eisenbahnen zu übernebmcn ist. Der sicb danach crgebeqd? steuerpßicbtige Ge- sammtbetrag ist Zurck) Rcsolui des Reffort-Mimsters alljährlich end- gültig fcstzusteklen und öffentlich SbeZZrmt zu machen.

Als Reineinkommen der Priwateisenbabnunternsbmungcn gilt der nacb Vorschrift der GkselZe Vom 30. ZNai 1853 (GeicZ-Sammlung Seite 449) und 16. März 1867 (Gcscß-Sayimsung Skitc 465) behufs Erhebung der Eisknbabnabgabe für jede b-erelbkn ermittelte (bc'zw. zu Ermittelnke) Usberscbuß abzüglich der Eixknbabngbgabe _ mit Yer Maßgabe, daß bsi der Berechnung nach dmx! Ge1eße vom 16. Marz 1867 die zur Verzinsung und_p1anmäf;igcn Tilgung dsr etwa g8111achtkn Anlciben Erforderlicben Betrage als Aukgabe mit in Anrccbiiungbe- bracht werden dürfen. Dis sicb danach ergebetxden itLULrbilicbxrgcn Beträgc sind von den StaatZautücbtsbebörden aiijabrlicb durcb New[ut endgültig festzusteücn und öffentlich bekannt zu machen.

0. Vermeidung bon Toppelbesteuerung.

§ 40.

Die Vsrfbc'üung des gknicindcsteuerpflicbtigen Einkommens an?; dem Bkfiße oder Bsirisbc einer sich übcr mebrech Gemeinden er- streckenden Gewerbe: oder Bergbauunternebmung erfolgt, sofcrn nichi zwischen den betbeiligtcn Gemeinden und dem Stcuerpflicbtigcn ein anberwciter Ma stab vereinbart ist, in der WLisS, _daß:

3. bei Be tcberungs-, Bank- und Crkditgefchästen dsrjenigcn Ge- meinde, _in welcher die Lsitung de;? Gcsamnixbétriebes stattfindet, der zehnte Tbeil jsnes Einkommens Vorab überwieicn, bagkgen der Ukbcrrcst nach Verhältnis; der in den einzelnen Gemeinden erziclten Brutto- einnabme bertbcilt; _ _

1). in den übrigén Fallcn das Verbäitnit; dex,__in dcn cinzeincn Gemeinden erwachsenen ?[usgabcn an Gcbäitcrn “Und Löbnén ein- schlicß1ich der Tantieémc'n dcs Vc'rwaitungs- und BktriebFHLrsonals zu Grunde gelegt wird. Bei Eisc'nbabncn kqnmtsn jekocb dis Ge- hälter, Tantiézmcn und Lbbtgx chjgnigcn Pßrxonass,_rr)81ckes, in der allgeméincn Verwaltung beschaftigt iir, nur mri bor Halstk, 7:85 in dEr Werkstättknberwaltuug und im Fabrbiknst bc_sch(1ftigt€n Personals nur mit zwei Drittbeilen ibrc'r Beträge zum 211111113.

Erstreckt sicb eine Bstriebsstäfte, Station IT., innerbnkb dercn Außgaben an Gcbältcrn und Löbnén erwachsen, iiber dsn Bezirk“ mebrcrsr Gemeindcn, so bat die Vertheilung nach Lage der örtlichen Verbäitniffc untcr Bcriickiicbtigung des Fläcbcnverbälkniffcs _und dé!) den bctbciligtcn Gcmcindcn diirch das Borbaudcnsein dcr Bctricbs- stättc, Station 11. s. w. erwacbicnen Conmiunallastcn zu erfolgcn.

0. Bci den Staats: und für Rccbnung des Staats verwalteten Eisenbabnen wird bis zum 1.2[p-ri11896 cin Drittbcil dcs gcsammtcn nach § 30 steuerpflickxtigcn Rcincinkmmnciis _dicscr Vabncn denjenigen Genicindcii, Weiche vor dem 1. April 1880 jtcusrbcrccbtigt waren und “dieses Rccht tbaisäcblicb m1§gciibt babcn, zur Vertheilung nach Ver- bältnii; der im Durcbscbnitt der dem 1. April 1880 vorangegangcnsn drci Sicuerjabrc zn dcn Gcmcindkabgabcn berangczogenkn Rcinerträge vorab überwiescn. _Dcr Ucbcrrcst wir_d nach 17611 Vorstcbend untcr 1) angegebenen Grundsatzen auf sämmtlixbe nacb §§ 27, 29 berechtigte Gemeinden vcrtbcilt. Vom 1. Aprii 1896 ab erfolgt die Vertheilung nach den Grundsäßcn Ukiték 1) bciÄÜcn stcuerbcrccbtigtcn Gcmcindcn.

Ö

Die Ermittelung dcr Bruttosimmbmcn der Versicberungs-, Bank- und Creditgeschäste soryie_dcr Auégabm cm Löbnkn und Gebältcrn 40) erfolgt in drciiabrigmn Dnrcbscbnitt nacb Einsicht Links den steuerbsrccbtigtsn Gemeindcn von dsm Unternebmcr [)sz. Geskilscbafts- vorstanbe jährlich mitzxitbcilcndc'n Vertbkiiungsplanes. Dcrssibe ist bezüglich der Staatseixenbahncn 38) für jeden Directionsbezirk besonders aufzusteklcn. S __

Bci Veranlagung dcr_ Stcucxbikicbtigen zur Einkommensteuer in ibren Wobnfißgcmeindcy itt, u_nbekcbadct der Bestimmungen des § 29, derjcni c Tbcii dcs Geiammtcinkonnncns, welchcr außerhalb des Ge- meinde ezirks_ mis Grttndbcrmögen, Haiidcls- odcr gctverblicben An- lagen, einschließlich der Bergwerke, sowie aus außerhalb des Gemeinde- bezirks stattfindenden! Handyls- und (Heivcrbebetrieb, einschließlich ch Bergbaucs (§§ 13, 14 ch Cinkomtncnstcuergcskßes vom 24. Juni 1891, GeseZ-Saznmi. Seite 17 5) fließt, außer Berecbnung zu lassen. Zu diesem 5 ebuie wird das _Gcsammtcinkommen des Stcucrpflicbtigen eingescbäßt und der scx crmrtteite Steuerbetrag dem Vcrbältniß dcs außer Berechnung zit_[anendcn kavmmcns zu dem Gesammtcinkommen entsprechend berabgcßßt.

Die Gemeinde, in lecbcr der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz bat, ist jedoch, ivenn da_s iteuchilicbtige Einkommen weniger als ein Viertbeil Yes Gesammtemkonzmcns beträgt, berechtigt, durch Gemeinde- besch1uß ein volles Vieribclbdcs Gesammteinkommens untcr eni- sprecbender Verkürz_un des einer oder mchteren Forcnsalgcmeinden zur Besteuerung zusa enden kaommcns für fich zur Bestcucrung in Anspruch zu__ne1_1mcn. Hat _der Steuerpflichtige eincn mehrfachen Wobnfiß- 1!) lit dieser Bruchkkckei[_11*1__ch3 Maßgabe des § 43 zu vcrtbeilen.

d . Bei der Einsckyzißung von Pkrsoncn mit mebrfaibem Wobnsiß in ihren WobnfiÉJcmcmden_!)erblcibt derjcnige Theil des Einkommens, wel cr a_us rundvermogen, Handch- oder ewerbliéhen Anlagen, eins ließlicb dcr Bergwerke, aus H.:mdel oder &cwerbe, einschließlich des Bcrgbauqs (§§ 13, 14 a._a. O) fließt, der Bcle enbeits- bezw. der Betriengcxnemdx. Betraßt jedoch dicser Theil des Einkommens mehr als drei Viertbeil bes ge amxntcn Einkommens des Steuerpflichtigen, so gelangt die Bestimmung im § 42 Absatz 2 dieses Gesetzes smn- gcmä zur AnWendung_. _ _ ersonen, welche 1_n emer Gemeinde wegen ihres di? Dauer von drei Monaten übersteigenden Aufexitbalts zu den Gemeindesteuern bcrangezogerz _werden 27), smd mwweit denjenigen gleichgestellt, welcbe in dreier Gemeinde ibrcn Wvbnfiß babcn.

Jm übri en dürfen Personen mit mebrfacbem Wobnfiß *in jeder Wobns' eiznde nur von einem der Zahl derselben entspretbenden Bruchtb libres Einkommens heran ezogen Werden. Wobnfihgememden, in welchen der Steuerpflichtige sib) im Laufe Hes vorangegangenen Rechnungsjabres über t nicht oder kürzexe Zeit als drei Monate aufgehalten hat, werden ierbei nicL_t_ mitgezablt.

Die Bssißer von Actien einer zur Gemeindeeinxommensteuer oder zu einem Steuerbeitrag 36) herangezo enerx Axtimgeselischaft odex Commanditgesellsckpaft auf Actien md, m oWeit dtxsex Acttxnbefiß bei ihrer _Veranlagung zur Staatsein ommetisteuer mit m Ruckitcbx ge- zogen ist, zu verlangen berechti t, daß bet_Bemeffung des vor) ibnen zu entrichtenden Gemeindezuscbxags die ihnen aus dem Actienbesiß zuflieF'nde Dividende außer Anja gelassen i_verdex _

orfiebende Bestimmung fin et auf die Mitglieder der Berg- gewerks aften, der eingetra enen Genossenschaften und der GeseUscbaften mit bes ränkter Haftung sinngemäße Anwendung.

3) Vertbeilung des Sieuerbedarf5“auf die verschiedenen Steuerarten.

§ 45.

Die Vertheilung des Sieucrbedarfs au die_ Cinkommensteuex und auf Realsteuern ist nach Maßgabe folgender Bestimmungen zu bewirken:

Werden Zuschläge zur_Staatsemkommxnsteuer erhoben, so sind mindestens gleichbobe, böch1tens um die Halfte bbbere Procente der vom Staate veranlagten Nealstcuern (Grund:, Gebaude- und Gewerbe- steuer) zu erheben.

Werden Zuschläge nur zu den Veranlagten Realsteuern erhoben, so dürfen dieselben höchstens 150 Procent dieser Steuern betragen.

§ 46.

Abiveicbungcn von “den im § 45 entbaltexien Vorschriften sowie Zuschläge über den voUen Satz der Staatsemkommensteuer hinaus find _nur aus besonderen Gründen gestattet und bedürfen der Ge- ne mrgung. _ _

h Bci der Vertheilung find ingesbndere_ dic Erleichterungen zu berücksichtigen, welche den Steuerpflichtigen einer Gemeinde durch den Eriaß der Staatérealsteuern zu tbetl gewvrden find. Auch müssen, s ofern die Außgleichng nicht nach § 7 oder § 16 erfolgt, Aufivendungen der Gemeinde, welche in überwiegendem Maße _dexn Grundbesiße und dem Gewerbebetriebe zum Vortheile geretcben, 1n1_owcit in der Regel durch Realsicuc'rn gkdeckt Werden. Zu solchen Y_UsWendungen gehören namcntlicb die AuSgabén fiir den Bau u_nd die Unterbalxung von Stra en und Wegen, für Ent- und Bewässerungsanlagkn 1owie für dis «)erinsung und Tilgung der zu solchen Zwecken aufgenommensn Schulden. __

§ .

Zur chkung des durch Rcalsteuern aufzubringendsn Steuerbedarfs find die veranlagten Grund, Göbäudc- und (Hsircrbeitcucrn in der Regel mit dem gleichsn Procentsatze beranzuzikbcii.

Gknießen jedoch die Grund: (HMF) VLiitzer odcr Gewerbe- treibenbcn Von Vkranstaltungen dcr Gemeinde besondere Yorfbeile odcr verursachen sie der Gcmsindc bcsonbcre K'cxftsn, so ist, sofern die AuSgleichng nicbt nacb § 7 odcr § 16 erfolgt, “Yer durch die Realsteuern auizubrinqendc Stkuerbsdarf (§§ 45, 46) aus die StLULrn Vom Grund-( au§-)Besitx» und GSivsrbebetrisb, in Procentsn dsr ver- anlax ten Reals euern berccbnet, anderwsitig entsprxcbeUd unterzubertbeilkn, jado mit der Vkaßgabe, daß (Hrnnd- und Oebäudestsuer böchstkns doppelt so stark herangezogen Werken, wie die Gewerbesteuer und umgekebri. _

Die UntLrV-ertbcilung bcdars dcr Genebmigung.

Die Betriebsstcucr kann obUC solcbe Rücksichtnahme in böbcrem Maße zur Tsckung dcs St€ucrbebarfs berangkzogen werdcn.

§ 48.

Bei der Veübcilnn des Stcuerbekarfs 45, 46, 47) ist das Aufkommsn bcsonkcrcr 5 Cmsindcstsnkrn 18 Absaiz 2, §§ 20, 24) je nach ibrer Einrichtung und Bkscbaffenbßit auf denjenigen Tbsii des Stcucrbedarfs zn bsrrecbncn, Mlcber durchrocentc dsr entsprechenden vom Staat€ Veranlagicn Sicncr aufzubringcn ift.

§ 49.

Ueber *die Vcribciiuxig des Steusrbekarfs nach den Vorstebendén Bestimmun cn (§§ 45_48) bat die Gemeinde bis zum Abläufe dcr ersten drei “Monate dcs Rcchnuna§jabres B_esch[uß zu fassen. Kommt bis zu diesem Zeitpunkte cin giilticcr BL!ch1U_§_111ch1 zu stands, so werdkn behufs Deckung des Stkucr edarfs die “ealstkuern mit einem um die Häiftc böberen Yrvccnisatzc als die Cinkommensteucr, unter fich nach gleicbkn ProcentjäZ-xn, bkrangezogen.

Der hiernach zur Anwcnbimg gklangcnde Maßstab bcht so lange Geltung, als nicht bis zum Ablaufe dcr Erstsn drei Nionate dcÖ jkdes- maligen Rccbnungöjabres cin gültigcr Gcmaindsbcscbluß über die Ver- tbi'iiung dcs Sienkrbsdarfs zu stande gskommen ist.

4) Zeitliche Begrenzung der Sikusrpflicbt. § 50.

Soweit ficb dis G€mcindciteucrn ben Staatssteuern anschließen, und etwas Anderes nicht bestimmt ist, gelten für den Zeitpunkt des Beginnes und des Erlöxcbcns dcr Steusrpflicht die für die entsprechende Staatéftkuer bestkbenden Vorschrift?»

Im übrigen gelten binfichtlich dsr Dauer der Stcucrbflicbt folgcnde Bcstimmungen: _

1) Die Steuerpflicht bkgmnt:

:).. soweit fie von der Begründung cin€s Wohnsitzes oder Sitzks in einer Gcmeinde abbängt, mit dem ersten Tage drs auf die Begründung dcÖ Wobnfitzes oder Sitzss folgenden Monats;

. soMit sie Von dcm Aufenthalte in einer kaeinde abbäugi, mit dem erstkn Tage dcs nach dem Ablaufs der maßgebendkn Aufc'ntbaitsfrist 27 Abs. 4) beginnendm Monats;

„soweit fie durcb Grundvermögen, Betrieb von „Handel odcr GeWerbe, einschließlich des Bcrgbaue-Z, bedingt ist 27 Nr. 2, § 29), mit dem ersten Tage des auf ÖM Erwerb des Grund- vermögens oder den Beginn des Betriebsö folgenden Monats.

Ist in dem zu 1)_ bczeicbnxten Falle die Steuerpflicht infolge des Ablaufö der Aufentbaltssxist oder der früheren Begründung eines Wobnfi es eingetreten, 10 muß die Steuer seit dem ersten Tage des na erfolgter Aufenthaltsnabmc begonnenen Monats nachcntrickytet wcrdcii.

' 2) Die Steuerpflicht Lkilschkk _

&. durcb den Tod des Stéuerpflicbtigcn mit dem Ablaufs des Monats, in nxelcbcm der Tod erfolgt ist;

1). durch das Ausgeben des Wobnfixch, Sißes odcr Aufenthalts mit deux Ablaufe des Monats_, in welcbem dcr Wobnfixz, Sitz odcr Aufenthalt tbatsäcblicb ausgegeben Wordkn ist, sofern jedoch bis zu diesem Zcitvunkte_ der_Gcmcindebebörde hiervon keine Anzeige crstattac ist, crjt mit dem Ablaufs kes folgendcn Monats:

„durcb dic Vcräusierung des Gryndvermögcns bezw. die Ein- stellung des die Steucryflicbt bedmgcndcn Betriebes von Handel oder Gcrverbe, einschließlich des Bergbaucs 27 Nr. 2, § 29) mit dem Ablaufs des Monats, in welchem die Veräußerung bezw. die Einstellung des Bstricbes erfolgt ist.

5) Veranlagung und Erbebung.

§ 51.

Die Veranlagung (Einsckyäßung) e_rs'olgt durcb dcn Gcmsindcvor- stand o_dcr eine'n besyndcrcn Steuerausikbuß dc'r Gemeinde.

Dle Zusatnmenscynng und die Gescbastsordnun d_er Steueraus- scbüffe find unter finngcmäßer Anivcndun-z der Voxs ritten der §§ 50 Abs. 3 bis einschließlich 54 dcs Einxqmmcnsteucrgeießes vom 24. Juni 1891 durch Gemeindebcscbluß zu inimmen.

__ Dem Gemeindevorstande (Steuerausscbuß) sind von den zuständigen Staatsbebörden diejenigen, bei der Veranlagung oder Fcstscßung der Staatssteuern bekanxit gxwvrdenen BcstcuerungSmerkmalc, deren er für die Veranlagun Emscbaßung) bedarf, auf sem (Ersuchen mitzutbeilen.

Zu dcm (; ei en chcke babcn die Bébördcn andcrcr Gcmcindcn

' ck ck 5ckWMBchMWwachnM m". bbnriiénd'eYSteWsMZ) auf CrYwem Yuskunft zu ertbeileu.einde

Durch die Steuerordnung _önnm_ die Rechte des Gemeindevor- standes (Steuerausschuffes) unix dte Obliegenheiten der Steuerpflichtigen nach Maß abe folgender Bestimmungen gere elt werden. _

Der Éememdevorstand (Steuerausicbuß? kann, [oweit er nicht auf anderem Wege ( 52) zur Kenntmß der für die Veranlagung, (Einschätzung) maßge enden BesteuxrurigSmerFmale e_langt ist, er: mächtigt werden, von den Steuerpflichtigen bterübex mnen einer an- gemessenen Frist Auskunft zu_ erfordern. Dre Aufforderung muß in jedem einzelnen Falle durcb eme besondere, dcm Steuerpflichtigen zu- zustellende Zuschrift erfolgen. _

Die Verpflichtung zur Auskunftsxrtbcilung erstreckt sich nur auf die Beantwortung der bei der Aufforderung estellten ragen über bestimmte Tbatsachen._ Soweit es sicb um S äßungen andelt, ist der Fxxßrpfliibtige eme Erklärung abzugeben berechtigt, aber nicht' verp ! e.

Wird die AuskunftSeribeilung beanstandet, so sind dem Steuer- pfiiébtigen vor der Veraniagnng (Einscbä ung) die Gründe der Be- anstandung mit dem Anbei_mste[len mitzut eilen, bierüber binnen einer angemessenen Frist_eine Weitere Erklärung abzugeben.

Die im Vorjtebcnden we en_ dxr Steuekpflicbtigen getroffenen Bestimmungen finden auf_Bevv macbttgte und geseyliche Vertreter der Steuerpflichtigen finngcmaße Anweyxung.

:) .

Die Veranlagung der besonderen Realsteuern kann nach Be- stimmung der Steuerordnung fiir m_ebrere auf einander folgende ReJ- nungsiabre erfolge)» Soweit eme hierauf bezüglicbe Bestimmung ni t“ getrdffcn ist, geschieht die VcranlagZan für je cm Rechnungsjabr.

:) .

Im Falle der Erbebung bon Zrbcenien der vom Staate ver- anlagtcn Steuern, deLgleicben von uicblägen zur StaatSeinkommen- steuer, erfolgt die Bekanntmacbizng d_er Steuern _dnrcb den Gemeinde- vorstand für diejenigen Stcuxrpslicbti en, bezügilcb deren die staatlich beränlagie Steuer die unveranderte_ rundxage der Proccnte oder Zu- schläge bildet, durch eine in ortsüblicberweiw zu bewirfcnde Veröffent- lichung der zu erhebenden Procentsaße, für andere Steuerpflichtige durch besondere Mittheilung. _ _ _ _

Bei Erhebung besonderer Gemeindesteuern geschtkbt dre Bekannt- machung durch den Gemeindevorstand nnttels Auslegung der Hebeliste während eines zrveiwöcbiaxn Zeitraumes it) cinem oder mehreren, in ortsüblicber Weise zur öffentlichen Kenntnis; zu bringenden Räumew des Gemeindebezirfs. _ _ _

Bei Zugängen im Laufe des Jahres bédars es stets besonderer Yiittbeilung.

Durch Gcmsindebssckikuß kann an Stelle der Bekanntmachung, durcb Auslegung eine bcsondere Mittheilung an jedau cinzelnsn Pflicbtigcn angeordnet werden.

§ 56.

Nach erfolgter Bekanntmachung 55) ist bis Steuer in den criten acht Tagen eines jeden Monats zu entrichten; an Stelle des Monats kann duxcb Gcmcindebeschiuß einc zivci- odcr kreimoxiatige .Hebeweriode eingeführt werden. Auch können durch Gemeindebcjchluß- bestimmte Hkbungstage féstgesetzt wcrde'n.

Wenn die zu erhebenden Procentsätze der vom Staate veranlagten Stcucrn ydcr dcr Zuschläge zur Einkommensteuer 50 Vom Hundert nicht übersteigen, so kann durch Gcmeindcbeschluß unter c?xxstsetzung der *Yebetermine die Hebung der Steuer in balbjabrigen Beträgen oder“ auch im Beira e des gqnzsii Jahres angkordnet Werden.

Dem Püi ,tigen iit itets die Vorausbczablung mcbrkrcr Raten bis zum ganzen Jabrksbetrage gestattet.

Vierter Titel. Naturaldieniic.

§ 57.

Dis Siencrpflicbfigen können durch Gemeindebcscbluß zu Maturab- dicnstcn (Huub: und Spanndiénsten) berangezogen wcrden.

Bei Neuregelung von Naturaldienftcn ind Spanndisnsts aus- icbließlicb von den gespannbaltendcn GrundWsitern nach dem Ver- bältniß dcr Anzabl ?_cr Zugtbicxre, wclxbe die Bcwirtbscbaftuna ibrcS- Grundeigcntbums criordcrt,__Handdicnita von sämmtlichen Stkucr- Pflicbtigcn gleichbsiiiick) z_u [cixicw Ob und inwiewckit biecbci dcn ge- spmmbalfcndcn GxundbUithxn die ibnen obliegenden Spanndicnste auf das Max; dcr aus fie_ entkaULndcn Handdicnstc anzurccbncn sind, be- stimmt Pcb nacb den hierüber getrbffcncn vertragsmäßigmi odcr statu- tariscben Festsetzungcn ober dcm Hcrkbmmen. Jm Zivcifclsfalls wird Ukrmutbat, daß jcne Bciitzcr nur bOi wichen Arbeiten, bei Welchen zu- gleich Spanndicnste vorkommen, von den Handdieniten bkfreit sind.

Abweichngcn binsicbtlicb dcr Vcrtbcilung bedürfen der Ge- ncbmigimg.

Die Dicnste können xnit Llusiiabme bon Noibfälicn durcb taug- licbc Steilvcrtrcter abgeleistet ivcrde11._

Die Gcmcindc kann gastattcn,_daß an Stokke ch Naturaldisnstcs cin angcmcffcncr Geldboitrag gcleiiiet wird.

Die gcmäß § 31 bicscs Gesetzes von den Gemcindkabgabcn ganz. odcr tbcilrvcisc freigelancncn Stcuerpfiickyiichi können nach Maßgabe- der Bestimmung des Abs. 2 zu Naturaldicmten bcrangczogau rvsrdkn.

Dic in » 34, 35 aufgcxübrtcn Pkrioncn sind von dcn Natural- dicnsicn, soweit diese nicbt aus den ihnen gehörigen Grunbstückcn lasten,

befreit; untere Kircbkndicncr insoweit, als ibncn diesc Befreiung bis-

bcr rccthgültig zustand. Fünfter Titel. Rccbtömittel. __ _ _ § 58.

Dem Abgabcprliclzttgcixitcbt gegen diE Heranziehung (Veranlagung) zu Gebühren, Bc:t_ragck1,__St_cucrn u_nd Zianiraldiensten dcr Einspruch- zu. Das Rc_chtsmrt_tcl tit [111an einer Frist von 4 Wochen bci dend Gemeindechxand 611131116811:

Dcr Laus der Frist .cgmnt:

1) soweit die Bekanntmachung durcb AuZlcgung dcr Hebclisten.

erfolgt ist, mit dem ersten Tage nach Ablauf dcr Auslegungsfrist;

_ 2) sOWLit eine besonders Mittheilung Wrgescbrieben ist, mit dem; crstenTage nacb erfylgter Mittheilung; _

3) in allen übrigen Fällen mit dem crstcn Tage nacb der Aus-

forderung zur Zahlung bezw. Leistung.

_ Bet (_Gcmeindezuschlägeu find Einsprüche, Welcbe sicb gegen den zu;- G_r_u_n_de ltcgcnden Staatssteuersaß (§§ 21, 24, 30, 31) richten, un- zu a ng. '

Die vvrsicbcnden Bestimmungen finden finngcmäße Anwendung.

au_f_ Einsprüche Wege_n Heranziebunxi odcr Veranlagung von_Grund- [)8111361'11, (_chrbctrcibetidxn und Einwohnern eines Gutsbezirkes zu den öffentlichen Lasten deSiclbcn.

Ucbcr dcn Einspruch beschließt dir Gemeindevorstand.

Gegen dcn Beschluß stcbt dcm Pflicbtigcn binnen einer, mit dcm.

ersten Tage nach crfol ier Zustellung beginnenden Frist von _zw_ei Wochen die Klage im erwaltungsstreitverfabrcn offen. Zuständt m erster Instanz ist für Landgemeinden (Gutsbezirke) der Kreißausscbuß für Stadtgemeinden dcr Bezirköausscbuß. _Der Gemeindevorstand kann zur Wahrnehmung der Rechte der (_Hememde einen besonderen Ver: treter bestellen. Gegen die Entscbetbung dcs BezirkSausscbuffes bel Stadtgemeinden ist nur das Rechtöm1ttel der Revision zulässig. _

Der Entscheidung im VerWaltu11g§streitverfabren unterliegen deSglcicben Streitigkeiten zwischen Betheiligten über ibre in dem öffentlichen Rechte begründete Verpflichtung zu den im § 58 Abs. 1 bezeichneten Lasten.

§ 60. Durch Einspruch und Klage wird die Verpflichtung zur Zahlung;

oder Leistung nicht aufgeschoben.

Gegen die Feststellung des Gcsamintsteucrsa es für einen (Herverbe- betrieb, der sicb über web_rcre Gemeinden erstrc t und nicht zur Staats- gcwcrbcsicuer, abcr gcmaß § 23 Nr. 2 bis 6 zur Gemeindegewerbe-'

Neuer) beta, en wird ' die elben N *mittel statt, die im Faiie der VeranlaguPd es Betriebes ueranUverbe- steuerAgeYZeiz 1s§1__n__ würden (& 35 bis 37 des ewerbefteuergeseßes vom . m .

DeSgleicben finden umb in diesem Falle binficbtlicb der Zerlegung des Steuersaßes in die auf die einzelnen Bcirieböoxte entfallenden Tbeilbeträge die im § 38 a. a. O. wegen der Rechtömtttel getroffenen Vorschriften Anwendung.

Sechster Titel.

Aufsicht. § 62.

Für die Erkheilung der in diesem Gesetze vorbxbaltenen Ge- nebmigungen ist nach Maßgabe der fo_lgenden Bxstnnmungen bci Stadtgemeinden_ der BezirkSausfchuß, bei Landgemeinden der Kreis- auS'fcb'uß zuständig. _ _

Gegen den aus Bescbiverde ergebendcn Bescbluß _ ber Stadt- emeinden dcs Provinzialratbs, bei Landgemeinden dcs Bezirköaus- (buffes _ ftcbt dem Vorst enden dieser Behörde aus Gründen de_s öffentlichen Interesses die inle ung der weiteren BescbWerde an die Minister des Innern und der inanzen zu. Hierbei finden die Bc- stimmungen des § 123 des Gesetzes über die aÜgemcine Landes- verwaltung vom 30. Juli 1883 Anwendung. _

_chDic Bestätigung (Genehmigung) von Gemeindebesckyluffen, durcb ive e

3. besondere directe oder indirecte Gemeindesteuern neu eingeführt

oder in ihren Grundfäizcn veränbert, __ _

1). Zuschläge für die einzelnen Stitfcn dcs Steuertariss verschicdcn

bemessen 30), _ _

c:. Abrrkeichungen von dcn im § 45 worgc1chriebcnen Vertheilungs-

rege n. _ _

(1. Zuschläge über den boklen Satz dcr Staatscmkmnmenfteucr hinaus 46) angeordnet wxrden, _ bedarf der Zustimmung der Minister _dcs Innern 1_U_1d der Fmanzcrz. Den Ministern ist gestattet, die Ertbetlung_ der Zustimmung auf die

ihnen untergeordneten Aufsichtsbebördcn zu ubertxagcn. _ _

Die Ertbcilung der vorbebaltenen Gxncbmigung kann aus eme von vornbercin zu bestimmende Frist von einem oder mcbrcrenJabren beschränkt Werden. _ _ _

Wenn bei dcm Jnkrafttrstcn dcs Gcseßcs m citizexnen Gemeinden Ordnungen über die Aufbringung bon Gebühren, Vertragen, ix_idirccten, directen Steuern oder Diensten bestehen, ivclcbe_ den Vorschriften oder den BesteuerungSgrundsäßcn dcs Gxseßcs zuwrdcrlausen, _ _odex wenn biernäcbst derartige Gemeindébcscblüns gefaßt Werben, so ist die Auf- sichtsbehörde befugt, dercn Abänderung odcr Erganzung unter Angabe der Gründe anzuordnen. _

Gegen die Anordnung findet mncrbalb 4 Wochcn,_ vori dercn ZU- stellung an gerechnet, die Klage im_Yarwa[111n951ireitbcr7abreti, iür Landgemeinden bei dem Bezirksausscbunc, für Stadtgemeinden bei dem Ober-VcnvastungögeriMe itatt. __ _ __ _

Wird die Klage innerhalb dieser Friji nicbt ecbobcn, fo iii die Aufsicbtsbcbörde befugt, falls ein der Anordnung entwrecbcnder Gx- meindebescblufz nicbt zu stande kommt, die in Anssbung dcr Aus“ bringung der Gebühren, Bciiräge, indirectcn, directen Stcuxrn oder Dienste erforderlicbe Ordnung auf der Gruiidlage ibrcs eritcn Bc- schluffes vorzuschreiben. Das Glcicbe gilt fbr dén Fall dc; _rcch_t§- kräftigen Abweisung der Klage. Wird dxe Klage endgickttg sur begründet erkannt, so tritt die Angrbnung a1_1_x;or Mair. _ _ _

Sofern das öffentlicbe Jniercnc cs erbcucbt, bejcbließt un Falle der Erhebung der Klage über. die _vbrläufige Ordnung de?) Steuer- wesens bis zur rccbtskräftigen Eniicbcidung für Lanßgemcmden dcr KrciSausscbuß, für Stadtgemeindkn der BeztrkéauT-jcbuxz.

Siebenter Titel.

Strafen. § 63.

Wer wissentlich auf die bei der SikuchLranlagUnLJ bon zn- ständigcr Seite an ibn qcricbtctcn Fragen xder bci dcr Xegründung cines Einspruch unrichtige oder unvollständige Angaben macht, welcbe geeignet sind, zur Verkürzung der Steuer zu führen, wird mit dem vier- bis zebnfachn Betrage dcr stattgc'babtcn odcr beabsichtigten Verkürzung, mindestens aber mit cincr Geldstrafe von 100 .M bestraft.

An die Stelle diescr Strafe tritt eine Geldstrafe Von 20 bis 100 «16, wenn aus den Umständcn zu cntncbmcn ist, daß dic unricbti; e oder unvollständige Angabe zwar__wiffcntlich aber nicht in dcr Abii t 722: Stcuerbintcrzicbung crfolgt'iit. _

Dcrjcnige Steuerpflichtige, wclgbcr, bevor cine Anzeige crsolgt oder eine Untersuchung cingclcitct iir, seine Angabe an zuständiger Stelle berichtigt odcr ergänzt u_nd bieuvoxcntbaltcne Steuer in der ihm gesetzten Frist entrichtet, blcrbYÉrassret. '

Dcr Gexncindcdorstand bezw. die MYgiiLder dcs Gemeindcvbr- standcs, dic Mitglieder der Stcucraussckyünc, sowie die bei der Vcr- anlagung (Einscbatzung) betbciligtcn Gcmeindcbcmntcn wcrden, WEnn fie die zu ihrer Kenntniß gc'langten Erwerbs", _Vcrmögens- oder Ein- kommenHverbältniffe Links Stcucrpflicbtigen, mIbcsonderc aucb dcn Inbalt ciner Auskunfisertbeilung 53) oder *er dariiber gkpflogencn Verhandlungen unbefugt offenbarsn, mit (Heldiirafc bis zu 1500 ;16. oder mit Gefäiigniß bis zu drci Monaten bestraft.

Dic Verfolgung findet nur an Antrag ch Gcmeindevorsiczndcs odcr dcs betroffenen Stcuerbflicbtigen bezw. denen Virtretcrs statt,: ist das Vergcbcn Von dem Gemeindevorstandc oder von Viitgxiedern des Gemeinbevorstandes begangen, so ist auch die staatliche Aussichts- bebörde zur Steilung des Antrag€§65berechtigt.

Die m_tf Grund der §§ 63 und 64 festgesetzten, abcr unbcitreib- licb_en Geldstrafen find nacb Maßgabx der für Ucbertreiun, cn geltenden Bcitimmungen des Strafgescßbuchcs für das Deutsche Rei (§§ 28, 29) in Haft umzuwandeln.

Die Unters_uchung und Entscbcidung in Betreff der im § 63 bezeichnete'n [trasbqrcn Handlungen steht dem Gerichte zu, Wenn nicbt der Beschuldigix die von dem Gcmeindxvorstandc vorläufig festgeseyte Geldstrafe ncht dcn_ durch das Versabren Egon ibn entstandenen Kosten binnen einer ihm bekannt gemachten Jrist freiwillig an die Gemkindekaffe zablt. _ __ _ _

Dcr Gemeindevoxitand Ui crmaxbti t, bierbei eine milderc', als die im § 63 vor escbrxcbenx Strafe in _nwcndung zu bringen.

_Hat der Bcbcbulbigte m Preußxn keinen chnsiß, so erfolgt das Eimcbrciten des Gerichts 0qu vorlaufigc estseßung der Strafe durch den Gemeindevorstand. Dasielbe findet tatt,_wenn der Gemeinde- vorstcxnd aus sonstigen Gründcn_von dcr vorlaufigen Festsetzung der SttJaTZlbstand zu nehmen erklart oder der Angescbuldigte hierauf Mrz: 42.

In Betreff der Zuwiderhandlungcn _ivchn der Verpflichtung zur Gcbeimbaltung 64) findet nur_dZZ gerichtliche Strafverfahren statt.

In den Sieuerordnungcn können Strafen gegen Zuwiderhand- lungcn bis zur Höhe von 30 «M anaedrobt werben. _ _

Die Strafen find durcb den Gemeindepxritand fejtzmelch und nach eingetretener Re tskraft (F“ 459 der Strafvwzeßordnung vom 1. ebruar 1877, Rei s-Gef.-B[. S. 253) tm Verwaltungszwangö- ver abren beizutreibcn.

Achter Titel.

Nachforderungen und Verjährung. § 67.

Die Einziehung binterzogener director Steuerr_1__ (§_ 63) zur Gemeindekasse erfolgt neben und unabhängig von der Strase.__ _

Die Verbindlichkeit zur Nachzahlung dcr Steucr_vc_r1abrt m _1_() Jahren_ und geht au_f die Erben, jedoch für diese mit einer Ver- ]_abrungsfr_1st von 5 Jabren und nur auf Höhe ihres ExbantbeilFZ. uber. Dr_c Verjäbxung beginnt mit Ablauf des Etatsjabres, m welchen) die Hrnterztebung begangen wurde. _

Die Festseßung der Nachsteuer steht dem Gcmemdevorstande zu,

. * »,

gegen en Beschluß nach Maßgabe der §§ 58 59 der Einspruch und dixeßlage im Venvaltungssxreßtxerfabren zulässig sind. Steuerpflichti e, welYnentkze en den Vorschriften dieses Gesetzes oder der aixf Grun desfel er aßenen Steueropdnungen bei der Ver- anlagun dtrecter Gemeindesteuern übergangen oder steuerfrei geblieben find, 1) ne daß eine strafbare Hinterziebung der Steuer stattgefunden hat (§§ 63, 67), sind _zur Entrichtung des der Gemeindekasse ent-_ zßgenen Betrage§ verpflichtet. Die Verpflichtung erstreckt sich m_:s die 3_Rechnun351c_ibre zurück, welche dem Rechnungöjabre, in dem die Vcrkurzun festgestellt worden, vorausgeRngen sind. _ Die expfitcbtung zu_r Zablun der acbsteuer gebt auf die Erben, jedoch nur bis zur Höhe ihres Er theils, "her.

Die Veranlagung der Nachsteuer erfolgt einheitlich für den ganzen '

Zeitxaum,_ auf welchen sich die Verpfli tung erstreckt, nach den Vor- schriften dieses Geseyes oder der m_?Fge enden Steuerordnungen.

Wenn gemäß den Bestimmungen 'der §§ 67, 80 des Einkommen- steuergeseßes vom 24. Juni 1891 die Festseyung einer Nachsteuer für den Staat erfolgt Ui, so haben die zur Entrichtung der Nachsteuer Verpflichteten nach Maßgabe der_ hierfür geltenden Vorschriften auch die entsprecheztden Zuschlage an_ dxe Gemeinde nacbzuzablen.

Tie FejtseYung der_ nacbtragltcb zu entrichtenden Zu cbläge geschieht duxéb den Gemeindevorstand (Steuerausscbuß) einbeitli für den ganzen thxxaum,_ auf Weichen fich die Verpflichtung erstreckt, nach den Vor- schriften dieses Gc1eßes oder der mZchbendm Steuerordnungen.

( .

_ Wenn infolge der Einlegun von Rccthmitteln odkr ciner ander- weiten Veranlagung 57 dxs inkommensteucrgesetzes vom 24. Juni 1891) eme Erhöhung der uxwrünglich vom Staate veranlagten Steusr 1tattge_fundcn bat (§_ 24 Abiaxz 2, § 30 Absatz 4), so kann die hieraus entfprxngcnde Nachforderung di:!“ Gemeinde nur innerhalb der Frist von_cmcm Jabre, i_vclcbe mit dem Tage der ergangenen endgültigcn EnUcbcidung uber die Erhöhung dZ__r_ Steuer beginnt, erhoben werden.

Die Bcrecbtigung dcr GLMÉiUdM zur Nacbforderun andsrer Gemeindeabgabxn als dirccter_ Stéuxrn bkscbränkt fich o',n€ Unter: !cberduna, ob die: Abgabe gar nicht oder mit einem zu geringen Bc- trage erhoben Worber! ist,

1) bei indirecten Stsucrn auf die Frist Lines Jabrss vom Tag? WZ Eintrittes der Zablungsverpflichtung an g(JWCÖUST,

2) bei Gebühren und Bci_trägen (§§ 4_8) sowie bei Kosten auf die Frist von drei Jabrkn xcit dem Ablaufs deéjenigén Jahres, in welcbsm die c"orbeérung entstandcn ist.

_ Die Na )fordlrun bon Naturaldicnstkn ist, svfcrn die Nach- lCiitung n_acb dcn Zwe en dcr “u lcistcndsn Dienste überbaupt nvcb möglich ist, auf die Daum: des außßnden R€chnungHjabrcI b€schränkt.

l....

Zur Hebung gcsikÜte Gcmsindcabgaben und Koitsn, welch im Rück- siandc Wrblikben odcr bcfkistct find, vcrjäbren in vier Fabrcn, bon TLM Ablanfk dcs Jabrcs an gcrcchnct, in wc'lchs dcr Zablungztsrmin fäiit.

Dic Vkrjäbrung wird durcb eine an dcn Pflicbtig-Zn eriaffknk Zablimgsauffvrdm'img, durck) VcrfägnnI dcr erangéboilstrxckung und durch Stundung untsrbrccbxn.

Nach Ablauf d&;- Jabrss, in irclcbc'm die letzte Aufforderung zu- gcx'iclit, die Zwangébvllsttcckung Verfügt odkr die bswilligtc Frist ab- gclaufen ist, bxginnt einc? neUe bixrjäbrigk Vörjäbrungöfrist.

Neunter Titel. _ Kostexn und Zwangövollstrcckung.

§ 43. _ Die Kosten der Vsranla ung und Erbkbimg der Abgaben failsn, iWNVLiT bi-Zrübßr nicbt durcb § 14 W Gesetzes wegen Anib€bung dirkcter Staatssteuecn andxrwcitige Bestimmung getroffen ist, der Géniéindekaffe zur Last. Jsdocb smd “ciejcnigcn Kosten, weiche! durch Die geicgsntiicb eines Einsprucbö crfclgcnden Ermittslungxn bkranlaßt werden, von dem Abgabcpflicbtigcn zu crstntten, wmm sicb Wine Angaben in wesentlichen Punkten als unrichtig erweisen. Dix: Fcstscizung dicser KMM kann nur in dsr Entscheidung 11er 12611 Einspruch érfolgkn. “4

i .

Ti€_ im Nückstandc verbliébcncn Gkbübrsn, welche nach eincm bon dEr AufficbtsbcbördZ féstgcstc'lltkn Tarife crbobcn Mrdsn, Beiträgs, Stcusrn und Kosten nntkrlich der Beitreibung im Verwaltun Z- zwangsvcrfabren nach Maßgabsx dci: Verordnung vom 7. September 1879 (GescUSamml. S. 591).

Sind 'iaturaldienste zu leiiicn, so ist der Gcnwindevorsfand bei Säumnis; der Pflicbtigcn befugt, die Dienste durch Dritte [Listen und die cntstebenden Kosten von den crstcrcn im Vsrwaitungs-Zwangs- vcrfabrcn beitrciben zu lasten.

Tbcil 11. Kreis- und Provinzialstcucrn. § 7 5.

Di? bestcbcndcn Vorschriften übcr dic Aufbringung der Kreis- und Provinzialsicuern bleiben mit foi enden Maßgaben unberührt:

1)Wiedc11Stäi*t€n, blcibt cm dM Landxymcindcn, iniswcit dicé- nicbt bcrcits bestimmt ist, bis BescblnßfanunZ darübsr bor- bLbaltkn, in welcher Weise ihre Antbkiie an dcn K“l'€i§st€UCkn auf- ngracbt wsrdén solle'n. '

2) Bei der Vcrtbeilung dcr Krciöstcucrn find die Grund, (Hébändc- und bis Gcwcxbcstcue'r dsr R'1asscn1und [[ mindsstcnSmit dcm gleichen, böcbstcné"; mit dem aiidertbalbfa *cn Betrags dcsjenigcn Proccnksaßss beranzuzicben, mit welchem die c-taat§8infbmme'ni'teucr bclastst wird.

Mit Zustimmung der Aufsickytsbcbörde kann dcr Bstrag, mit ivslchcm die Realiteucrn berauzuzisbsn find, bis auf die Hälfte jOnC-Z Procentsaßks bsrabgcseßt Werdcn. _

3) Die Mebr- odkr Mindcrbslastimg einziiner Krsiötbcile mit Krciöstkuom und cinzelncr Krcise mit Provinzialstcucrn darf auch nach einem andern Maßstabs, als nach Quoten dEr Kxcisstcuern beziehungs- weise der dircctcn Staatssteuern, ersolgcn.

Schluß-, Ausfübrungs- und Uebargangsbestimmungcn.

F (6. Alle in dkm gcgcnwärtigen Gesch vorgcscbricbknen Fristen smd

Aussckxlußfristkn. Die Fristcn bcginnen, soweit in di§1cm__Gcset§€ nicbt?- Andercs bcstimmt ist, mit dcr Zustellun? dcs Be1chlui1€s oder der sonstigen Anbrdnung. Der Tag der Zustclung wird nicht mit- gkre'cbnct. Im übrigen find für_d€n Bßgmn und dic Berechnung der Fristen die bürgerlichen ProzkßgeieZZZ maßgcbsnd.

(

Das Rccbnungöjabr für den Gerneindcbaquast beginnt mit dem 1. April und schließt mit dem 31. März "eden Jabxcs. __

Dcr Beschlußfassung der Gemeindcbe örden bleibt überlanen, an Stelle des Rechnungsjahrcs eine längere Rcchnung§period_e _trcten zu laffcn, welche jedoch die Dauer von drei Jahren nicht übersteigen darf.

§ 78.

Das gcgenwärti e Gesch tritt glcicbzxitig mit dem Gesetze Wegen Aufhebung directcr Staatssteuern in Kraft. _

Innerhalb eines Jahres vor diesem Zeitpunkte könnexi die zur Ausfübrung des Gesetzes erforderli cn Gcmcmdebescbl"ffe 1m_voraus gefaßt und die dadurch bedingten .lnordnungen und ntscbctdizngen dcr Verwaltungs- und Verwaltunngericthbcbördcn nach Maßgabe der Bestimmungen dieses Gesetzes etroffen Werden.

Mit dem Inkrafttreten des cseßes treten alle demselben ent- gegenstehenden Be timmungcn außer Kraft.

Wo in den eseycn auf diese Bestimmungen Bezu genommen ist, kommen diejenigen des gegenwärtigcn Gesetzes firmen prechend zur Anwendung. __

Unberubrt bleiben die Vorscbriften Wegé'n Erhebung von Burger- recthgeldern, Einkaufögeldern un_d ___Yeicharttgcn Abgaben.

_Dcr Minister des Innern und der Finanz-Ministcr find mit der Ausrübrung _dieses Gesescs beauftragt. Urkundlich :e. _ _ Beglaubigt:

Der Minister des Innern. Der Finanz-Minister,

Y Denkschkjft zu den ' ** dem Landtage vorgelegten Entwürfen ber Steue- reformgesehe. ]. Das preußische System der directen Steuern von 1820 in seiner Entwickelung bis zur Gegenwart. Die mit den Gesc en vom 30. Mai 1820 (Gesetze über die Ein- rithung des AYabenwe ens _ GezeZ-Samml. S. 134 _, wegen Ein- rung einer la ensteuer _ GeieH-Samml. S. 140 _, wegen Ent-

qüchtunq einer Ma [: und Schlachtsteuer _ GeseZ-Samml. S. 143 _ '

und nießen Entrichtun der Gewerbeiteuer _ GeseH-Samml. S. 147 _) zum A schluß gebra ie Steuerreform ist für viele Jabrzkbnte die Grundlage und der u-Zgangépunkt „für die weitere Entwickelung der preußischen Steuerverfaffun gewesen.

Das große Reformwer bildete einen bvcbbcdeutsa , Wendepunkt in der Entwickelung des Steuerrvesens, indem der STIL zum ersten Male seit seinem Bestebm zu einem einbeitlicbcn, nicht“nur den prak- tischen Bedürfnissen der Zeit entsprechenden, sondern auch den An- Yordßrungcn der Gerechtigkeit Rechnung tragenden Steuersystsme ge- ang c.

So erheblich aber auch die Fortschritic gcgcnüber den biZberigen Zuständen waren. so [agen dock) die Vorzüge der Gsse gebung von 1820 zum überwiegendmi Theile im Bexx-ichx dsr indirec cn Steue'rn. Ans dem Gebiete der directkn Steuern war die Rcform nur ein halbes Werk.

_ Ncben der unvollkx'mmencn, nacb äußskcn Merkmalen _ dw." S_tciiung in der bürgerlichen Geisllscbait _ vcranlagtkn und im Péckyibctrage auf cinen Jabre-Zsatz Von 48 Tbalern (seit der Wier- iLöckdiicn Cabinetsordre vom 5. September 1821 _ GesW-Samml. (5.154 _ 144 Tbxaisrn) beschränkten Klassensteusr dés platten Landks und dEr firinrrm Städte "bestand für die größeren Siäkte die qu1- und Scblacbtsteuer, welcbe alIbald nicbt nur al?- 1gitig§§ VErkeerbinderniß, sondcrn aucb als cine unbkrbäitnißmäßige Belattimg der unb€1nittcltcn VolkÉscbicbicn empfunden wurde.

TtJwaerbestCULr war im wsscntlicbcn al-Z 81118 Ergänzang dcr Klanemteuer gedacb't und WWW nur auf bsstimmte Gattungen vo_n Gcwcrbebstricben bcickyränkt und in den Steuers.it„:en der ertrag- rcicichcn kaerbe nisbrig bsmeffen. Die? Umgcitaltung dsr in ksn vericbiechicn Landéétbeiisn in größtcr Manmgfaltigkcit beifebkndcn u_nd böcbit unglci_chniä_ßi_g wicksndcn Grundsteusrsvstsmc zu einer embcitlicbc'n, glcicbniaizxg vsraniagtsn und zivéckmäßig xingsrikbtetkn Steuer Wuxds anégcikxxt.

Schon diss? kurzen Anicutungsn laffcn crkcnnsn, wic unbsstimmf noah di:“. Grundzügk ch System?“ der kirxctM Stsuexrn warsn.

_ Ncbcn zwsi böcbst unvollfmnmcncn ETNIJÖÜCLLCYU _ ch Griind- "chm u_nd ker Gcwcrbchusr _ bcstsfxt eins cbcnso wc'iiig cntivickklte Pcrwnalixeuscr _ die KiäffCUstUch' _, Mich nur 5.25 1313111? Land und bis landlicben Sfädte trifft, in 1911 gröbkrkn Städtsn aber “durch Cine inbirscte SKULL" _ dis Mabi- unk: Scbbicbtsikusr _ Crietzt wird.

Hiermit warkn nur dic critcn Anfänge janZ Svitcm-Z geqebsn, welchxI die Erträgk dsr gütcrcrzsngcndkn211611611, bébbr ii? sich zu Einkommkn ibrc-Z anabers gkstaltcn, gn ibrem Ursyrnngc bksteusri, Zaki??? abér mit Liner umfaffknikn Personalstciisk das Einkomxnén

a c .

In welcher Richtung die weitsrs Eniwicke'lung fiéb voiiziiben Mrde, War Vorkrst noch nicbt 511 crkcnnkn.

_ Die beiden näcbstkn Jabrzebmtk waren für die gsscxziicbe Aus- gsxialtnng dcs Systch dsr directcn Srcuern aus" Mrscbiedencn Gründau fast ganz unfruchtbar.

Die immer fühlbarsr bkrvortrstcndcn Mängci der Klaffsnsteusr ynb dcr Mahl: und SMWKWUM sowi-Z dio: bicrau? Entirriiigendén, 1ich_ mcbrenden und steigcmdcn Bcsckywcrdcn iibcr Stsasrdruck und Pragrabation veranwßten Endlich dic Staatsregicérimg zu einer Vor- lagé an bkn CrstM Okreinigtén Landtag vvm 28. Miri 1847 (E. Blcicb, dkr vereinigte Lanitag, Bank: 1 S. 29), Mich sine 1chäcicre Ausbildung dcr PerscnaifiLUCr mistrcbte und zu Visiem Bc- bUfc *die gänzlicbg Aufhebung dsr Mabl- und Schlachtit2usu die B8- scbränkung dcr K'iasi'cnstenér anf dic bsiksn untkrstkn Hauytklaffsn (Einkommkn untsr 400 TbZlérn) unk dic Eriktzimg 1761" Klaffsniteusr durch Eine Einkmnmcnstcucr"?ür dic bisherigsn bsidcn oberitkn „Janvi- klaffkn (Einkvmmsn an 400 Tbalcrn unk: darübcr) bkzirkxkxc. Die Einkbunncnsteucr solite 3231?th vom funkirtsn („auI “ccm BLÜZ Von unbcwcglicbsm bdsr [*cwcgliciykm Vcrmögsn berrübrendsn“), 2 Proc. vom nicbt funkirtcn ( „ans remErtmgc (insb (Hewsrch (Mr irgend eincr Art bon gkwinnbringenksr Bsicbäftigung, aus Ncsoikangkn und Emsbimsntcn, Wartkgeldörn, Pcniicnsn mid Lsibrkntsn“ bsrvc'r- gcbcndcni Cinkomtnku betragcn. Jyrs Vöraniagmig icilis auf Grund obligatorisäxr chlargtion cri: grit. -

NCb-xn ankersn Bedcnk-Zn gab [*krzugéw-siie kcr VDricbl-ag dcr Einiiibxxmg der DcclarationsvfliÖt fiir die Veranlagimg der Ein- kommcnstcucr dcn Anlaß zur Abisbnung kcx? GöscßkntwmnicÖ mir einer Majkrität von fast 3'4 dkr Stimmen.

Diese Haltung der Ständé dcs VCTéinigtCU Landtagk? b(itimmt8 die Staatsregierun , dcn inzwiscbcn gcbiidctcn Kammcrn mittch Ailcrböcbstsr Bots aft Vom 21. Septcmblr 1849 ciiisn Mientlicb cingcickyränkte'ix Gescizcntwurf zugebkn zu [affcn (Sixnvgr. Verband- lung Der 11. Kammci“ 1849 Lidl S. 565). Derselbe nntkrsckxicd sick) bon “cer frübchn Vgrbigc vornehmlich durcb kik Bcftimmang dcr (Hrsnze zwischen Kiankm und Einkommcnstcusr auf 1000 anstatt 400 Thaler, durcb ksn Y_erzicbt auf cinc [*crichikdcns Bxiastimg des fundirtcn und des nicht sundirten Einkommens und durch den Vor- sckyiag eincr ledigiicb facuitativen Dccsaraticn.

Di81.Kammcr vcriagte aucb diesem, seitens der 11. Kammer angsnommcncn Gsscizsntwitrfc die Zustimmung, gcnebmigre vielmehr cinen vvn ibrkr (svmmijiwn aitsgcarbsitktcn Gcgencnteri, wclcbcr die Mabl- und Scbiakbxitcuer bcibebiclt und für die Einkrmmcn 11er 1000 Tb.:lcr dic Umgcitaltung dcr Klaffensteucr in 61112 klaifificirie Eiiikbtnmknsicuxr mit Cincm böchst€n Stcucrsaya Von 6000 Tbniern in AnHsikbt iiabm. _ _

In der Rickétnng Yieics Gesctzcntwurch bcivcgtc sicb die Vorlage, Welch die Staatörchxnmg mit AllcrböcHster Ermächtigung vom 2. Januar 1851__dcn Kammern zngcben ließ. Aus dieser ist das Gesetz, betrcsscizd die Einführung einer Klaifen- und klas1istcirren Einkommensteuer, vom ]. Mai1851 (Gesetz- Samml. S. 193) bxriwrgegangcn.

Dos näheren Etngebxns auf die Grundzüge dicses Gesetzes bedarf cs bier nicbt. Dcr Vorgange, Welche seiner Entitcbung vorausgcgangen sind, ist nur dcsbglb gexazbt worden, um den weiiercn Entwrcklungs- gang des ganzen Stcucxwstxms verständlich zu machen.

Wenn dicZ aucb ntcbt m der Abficbt dcr damali en__Geseßgebung [ag, so ist dccb nicbt unwabrscbeinlicb, daß das uitandekommcn eines Gcscßes „1111 dsr Grundlage des Entivnrch von 1847 dcm Ent- jvicklungSgan e eine veranderte Ricbtung gegeben baben würde.

Die bö,c_re ijteuerung des fundirtcn Einkommens auf der Grundiagc obltgaköknxher Declaration würde fast mit Notbwc'ndigkcit dazu geführt h_abknk die höhere Steuerkraft dcs fundirtcn Einkommens ausschließlich 1111-3111me der Einkommensteuer zu erfassen und die bisher in mwoukbmmcner Weise diesem Zwecke dienenden Ertrag:?- stcuern __ Grunbiteuem und Gewerbesteuer _ aufzugeben.

Dcr fortgescßtc, lebhafte Widerstand der LandeSvcrtrctung g en diE für eine zutreffenbe Veranlagung dcs Einkomman uncrlaßliJen Einrichtungen und sOlntt gegen eine durchgrcifende Ausbildung der Per- sonalstcucm bcwog aber die Staatsregierung, von der Umgestaltung_dcr Klaffenstcucr_ zu emcr allgemeinen Einkommensteuer, sowie von emer böbcrc'n BLÜLULUMI des fundirten Einkommens _im Rahmen der Einkommensteuer vorerst Abstand zu nehmen und ihre Bestrebungen nunmehr der Ausbildung der Ertragssicuern neben den unvvllkommenen Personalsteuerxx von 1851 zuzuwenden. Hiermii War die Rich- tung zur Weiteren Entwickelung dcs gem1schten Systems von Perso_na[- und Ertragsstcuern gegeben-

Dcr erste bedeutsame Schritt auf dieser Bahn geschah auf dem Gebiete der Grundsteuern. Die Verheißungen der Finanzedicte