1892 / 269 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 12 Nov 1892 18:00:01 GMT) scan diff

Minißerium der öffentlizen Arbeitcii.

Der bisher der Kaiserlichtn Joischaft in Rom gethcilte Waffcr-Bauinspcctor, Baurajh Keller ist ua Verldljt: versetzt und dem Ausschuß zur Untersuchung der erverhältnisse in den der Ueberschwemm besonders aUSgesexten Fluß- gcbieten behufs Verwendung m dtm diesem Ausychuß beizu- gebcnden Bureau überwiesen worden.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizina[:Angelegenheiten. Dem Gymnafial:Direcior Or. Kleist ist die Direction dcs Gnmnasiums zu Dramburg übertragen worden.

Haus bei Abgeordneten.

Bei dem Hause der Abgeordneten ist dem' bisheri en Feld: webFnHartmann die Stelle des Hausinspectors QYMragen wor .

Angekommen:

„Seine Exccüenz der commandirende Admiral, Admiral Freiherr von der Goly, aus Kiel.

Personalberänderuugen. KüstrülkMariu.

Offiziere _:c. Ernennungen, Beförderungen, Vér- isßu'ngen :c. Kiel, 7. November. v. Kries, Cow. Capitän, unte": Entbindung bon der Stellung als Commandant S. M. Panzerfahr- zeug .Bekuls', zur Botschaft in London commankirt. *

Sä,)uiztruppe für Deutsch-Ostafrifa.

. Kiel, 7. Novembßr. Knoblauch, Assisi. Arzt 2. Kl. a. D., bisbcr m der etatsmaß. Stelle bei dem Coips-Gcn. Arzt des T']. Armee-Corpé-J, mit dem 16. November d. I. der Schutztruppe für Deutsch-Öfiasrika zugetbeilt.

Yiehtamtliohes.

Deutsches Reith.

Preußen. Berlin, 12. November.

Seine Majestät der Kaiser und König fuhren am Donnerstag [Nachmittag 4 Uhr 40 Minuten mit Sonderzug vm) der Station Wildpark nach Königö-Wuster: bauscn, wo die Ankunft im Schloß um 61/4 Uhr erfolgte. Am Abend trafen da1e1bst noch Seine Majestät der König von Sachsen und Seine Königliche Hoheit der Prinz Georg von Sachsen ein, um an der gestern in den Ober- förstcrcien „Hammer und Königs-Wufierbausen veranstalteten Jagd tbcil zx: nehmexi. Gestern Abend gegen 10 Uhr trafen Seine Majestät dxr Kaiser und König mit Sonderzug wieder auf der Wildparkxtation cin.

Heute Vormittag nahmen Seine Majestät die Vorträge des Reichskanzleréa, dcs CbcfS des Generalstabs der Armee und des Chefs dcs Miliiärcabineis sowie militärische Mel- dungen entgegen.

Dcr BundeSratb ertbcjlie in der am 10. d. M. unter dem Vorsitz des Vice-Präsidenien des Staats-Minisieriums, Staatssccretärs des Innern [ck12 von Boettichcr abgehaltew nen Plenarsitzung dem Entwurf eines Geschs über die Conxrolc dcs Reich§bausha1tß und des Landesbausbalts von E1saß-Loihringcn für das Etatsjahr 1891/92, dem Entwurf einer Verordnung wegen C'r änzung der Ver: ordnungen vom 16, August 1878 un vom 22. Mai 1891 über die Caulionen der bei der Militär: und Marinc- verwaliung angcitcxltcn Beamten und dem Gcseßcntmurf wegen Ergänzung des GMFZ vom 2. Juni 1869 über die Cautionen der Bundesbeamten die Zustimmung. Die Uebersicht der ReichS:Au§gabcn und :Einnabmen für 1891/92, der Entwurf cinés Gcfeßcs wegen Abänderung des Geseßcs vom 23. Mai 1873 über die Gründung und Verwaltung dcs Reichs- Invalidcnfonds und dcr Nnirag des Reichskanzlcrs wegen Abänderung der Anlage 8" der Verkehrsordnung für die Easenbahnsn Deutichlands wurden den zuständigen Ausschüffcn zur Vorberaihung übermixsen. Endlich wurde über mchrcrc Eingaben in Zoll: und Sseiterangelegenbeiten, über de'n Scinkr Majestät dem Kaiser wegen Wiederbescßung dcr Stcüc cines siändigcn Mitglirds des Reich§chVcrfich€rungck amis zu unisxbreitcndexn Vorjcblag und über ein Gesuch wegen aUSnahmsweiicr Zulanung zur ärztlichen Prüfung Beschluß gefaßt.

„Heute tagten dic vercinigten Ausschüsse für 011: und Stemrmkscn und für Rkckinungswesen. Z

Nach der im _Rcickzö-Cxiscnbahnamt aufgestellten Nack): weiiuzig der auf dcuiychen Eisenbahnen _ aus: schiicßlich Bayerns-Zim MonatSeptember dJ. beim Eiycnbabnbctriebe (mit NuHichluf; der Werkstätten) vor-

gekommeyxn Unfälle warczi im ganzen u verzeichnen: 7 Entgleqimgcn und 4 Zuigmmmswße au freier Bahn, 14 Entgicisnngen und 8 Zuxammenftöße in Stationen und 168 sonmgc_ Unfälle (Uebcrfahrcn von Fuhrmcrken und andere Erctgniffc beim Eisenbahnbetriebe, sofern bci lehxerN Perjonen _,qc-töbtet oder verleßt worden sind), Bei dreien UnfäUet] 11110 un ganzen, und zwar größtenthcils durch_ eigenes Verjchulden, 199 Personen verunglückt, sowie 22 Eijcnbahnfahrzcuge e_rheblich und 67 unerheblich beschädigt. Von dcn befördertexi Reisenden wurden 5 gejödtct und 25 ver: lest, und zwar e_ritxaqen: ztpci Tödtungen auf den Verwal- tungaczirf dcr Komglichen GFmen-Direction (linksrheinische) u inn, xe einc Töotunq am die Reichs-Eisenbahnen in Elsaß: ckothringen, die Königli württembergischen StaaLSeisenbahnen und dcn chmaliungsbezirk derKöni, lichcn Eisenbahn-Direction (rechtSrbemiichc) zu Kolxi, sechzehn erleßungen auf den Vér- Waitizxigsbkzirk der Koniqlichen Cisenbabn-Direction (links- rlxnyYe] zu Köln, vier Vcrleßungen auf die Hessische Lud- mtgs»

jenbabn, cine Verlesung auf die Königlich württem-

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_ Zehen StaaiSeiscnbahncn, zwei Vcrleßungen auf die Königlixh sau), chen StaatSetsenbahnen und, 1a sm_e Verlesung. auf die Verwaltun bezirke der Königlichen E1senbabn:Dtrect1onen zu Elberfe d und zu Bromberg, Vw) Bahybeamten imd Arbeitern im Dienst wurden beim ci m_tlichen Eijeiibahnbexrtebe 25 „etödtet und 112 verlc t, von Hottbxamt'en citier_getodtet, von emden Personen (eins ließlicb der m_cht im Dienst befind- lichen Bahnbeamien und Arbeiter) 18 gctodtet_ und 13 verleßt. Außerdem wurden bei Nebenbeschäftixéixizxigen ZoBegmte verlegt. Von den sämmtlichen Unfällen beim I*neubahnbetriebe entfallen auf: ck. Staatsbahnen und „unter Staatsverwal- tung stehende Bahnen (bci zusammen 34151638 11111 Vetriebslänge und 966735 704, gefqrdxrtcn Achskilometcxn) 188 Fälle, davonsind verhältnißmaßig, d. h.uxiter Beyuck: sichtiqung der geförderten Achskilomcter und, der im Betxuxbe .Wesenen LänFen, in den Verwaltungsbezirken der Konig-

ichen Eisenba n:Directionen zu Erfurt, zu Koln (rechts: rheinisch) und Hannover die meisten Unfälle vorgbkomtzien. 13. Privatbahnen (bci zusammen 2.526,21 km Betrixbslange und 31384687 geförderten Achskilometern) 13 Fglle, die bei der Lübcck-Büchener und der Heistschen Ludw1gs-Eisenbahn vorgekommcn sind.

Dem Kaiserlichen Gcsundhcitßamf vom 11. bis 12. November “Mittags gemeldete Cholera-Erkrankungen:

'In Hamburg 1 Neuerkrankung.

Gesandte am Königlich portugiesischen Hofe Graf von ray-Steinburg hat einen ihm 2111er: höchst bewilligten Urlaub angetreten. Während seiner Abweseii: beit von Lisabon fungirt der LegationL-Sccretär von Below: Rußau als Gcschäftstrciger.

Der KaiscrliYJc

Bayern.

MÜnchcn, 11. Nbvsmbsr. Ihre Majestät dis Kaiserin Friedrich, Ihre König1ichc Hoheit die Prinzessin Margarethe von Preußen und Seine Hoheit der Prinz FriedrichKarl von Hessen sind [)eutc Nachmittag kurz nach 5 Uhr hier eingetroffen. Tic Mitglieder der preußischen und der englischen Gesandtschaft waren auf dem Bahnhofe zum Emyfcmg anwesend.

Hessen-

Darmstadt, 11, Novembsr. Dcr großbritannischc Ministchcfidcnt ain hiesigen Hofe Herr Nassau Jocelyn ist, wie die „Tarmst, Ztg.“ meldet, in der Nacht zum 10. d. M. am HerzsYlag gestorben.

Jm Qumragc Scinsr König1ichen „Hoheit dcs Groß: herzogs bat dae."- Ministerium der Finanzen den Ständen, und zwar Zunächst der Zweiten Kammer, cinen Geicßentmurf Über die Abänderung des Einkommcnstcuergesstzes vom 8. “Juli 1881 zugeben lassen. Nach dem neuen Entwurf crfolgt die .Hcranzichung zur Einkommsn: steuer auf Grund cinkr Erklärunx], die jeder in dicstr Ab: ilikiliing ZiEiikerichtigc übrr dcn Jahresbetrag ssines Ein- kommens sowie der etwa zum Abzug gscignxten Lasten bei der hierzu bcrufcnkn Voranlagungscmnmission schriftlich abzu- gebsn bat. Tic Einkommknsteukr beginnt bei einem jährlichen Einkommkn vo:12600 4117 Die Erklärungen find alljährlich spätestens am 1. Juli (m die Bürgcmncistarci odkr das Zicuorcmnmii'iariut einzureichen. Wisscmlich unrichtigc oder unvollständige Angaben Unterliegkn cinsr Bc- strafuna in der „Höhe dcs achifachcn Zicnerbcirach, nachlässig? Angaben sind cbcnfalch: strafbar. Dic Veranlagungs- commission wird alle drei Jahrs neu gebildet. Tas (HeseH 5011 erstmals- boi ber Sreuerregnlirimg fiir 1894/9521nwendung finden. “Dic Vsrjähmmgsfrist ist aiif drci Jahre fcstgcseßt.

Sachsen-Meiningeu.

Mainingcti, 10. Novombcr. Dic in verschiodcnen Zei- tungen ciithaltcnc Nachricht, das; der Landtag dcs .Hkrzog: thumH am 14. O. M. zuiammcntrcic, is! nicht zutrsffcnd.

Reuß j. L.

Gera, 10. Novembxr. Seim“ Tiirchliiucht dcr Fürst ist yozi seiner inse nac!) dsr Zchkaizé, :vicdcr auf Schloß Titer- 1tem CMJLU'NWU.

Oesterreich - Ungarn.

Ter Kaiser Hai, ch bereits in der gestrigen Nummer 11.231. unter den nach. Schluß der Reduction eingetroffsncn Depeschen kurz mixgktbcilt werden konnte, den Finanz:Minister [)x'. Weferkc mit der Bildung des neuen ungarischen MinistcriiiinH beauftragt, und dicser bat die Mission an: genommen. Di", Wskerlc, der JCslLkn Nachmittag mit Dem R9ich§-Minister des Au-Ztn-„iriigcn Grafen Kiilnofti confcriric, iix am Abend nach Budapest zuriichgc: kcbri, um !ich_ dort mit den maßgebenden poiitisch-sn Fäctorcn, insbesondere mit den Miigiicdcrn dcr cigknen Partei ins Einvernehmen "U soßen und sodann dkm Kaiser seine Vor: schläge iiber die BLJLHUUJ dcr 8111le1161: Portefeuille?) zu untsr: breiten, WH sicher wird angenommen, daß 1)1'.chcrlc das FinanzvortcfruiUc behalten wcrde. Ter „Budapester Correxpondcnz“ zufolge würde dic erste parlamentarische Erklärung des neuen Minister-Präfidentcn jedcn Zweifel darüber ausschlisßcn, daß er das Mandat zur Bildimq des Cabinets auf Grundlage der Durchführung dc?- firchenpolitisciicn Programms übernommen habe, das von dcr Minorität des zurückgetretenen Cabinets ver: treten wurde. 111". Wekcrle isi, _ wie der „N. Z.“ mit: getheilt wird, der Sohn tik'lks aus Württemberg nach Ungarn _eingcibandcrtcn Teutsckicn. Er ist 43 Jahre alt uiid hat ('H im Laufc_v0n 20 Jahren vom Ministerin1:Concipistcn bicZ zum Miniitchräsidetitcn, gcbracht. Seit 1889 ist er Finanz: Minister,

Zu der

_. _ Sicilimq der Krone der Einführung der Civilcbc

aegcuübcr wird in einem Ilrtikcl ch „Ncmzkt“ au-chfüizrt: “Indem _ die Krone den Stand: punkt cixigcnommm habe, daß; ("inc sofortige Abqabc einkr Erklärung über die Civilebc wegen der Gefahr*der V2rschärfimg dcs confsiiionc'ckcn Zircits inopporiun und prak:

tisch wxrthlbs sci, b,a11c*_sic sick) Feincsmbgs im Gegensaßc zu dcm gcxammtcn Cabmci und dem WiUcn dcr Nation

!

befunden, vielmehr in voller Uebereinstimmun mit einem Theile der Cabinetömitgliedcr gehandelt, welche g _eichfalls einc Vertagung der Erklärung wünschten. Das znzeifellose Recht der Krone, die Zustimmung zur Einbringung einer Gcseßvor- lage zu verweigern, komme garnichtin Betracht, da die Gesex cntmürfe, betreffend das Eherecht, sich noch nicht in dem Stadium befänden, daß die Krone darüber ätte entscheiden können.

Bei ber internationalen ünzconfercnz in Brüssel wird Oerterreich-Ungarn durch den ostcrrcichischum arischen Gesandtxn in Brüssel Grafen KhevenhülZer-Met ch ver- treten sem. Eine anderweitige Vertretung irt nicht in Aussicht genommen.

In der gestrigen Sißung des österreichischen Ab:

cordnctenhauses brachte der Abg. ])1', oon'Plener eine

Interpellation ein wegen der durch das Prager (8e- 1chryorenengerichi erfolgten Freisprechung des Ti _ch1ergcse11cn Boyak, insbesondere wie die egierung die aus jenem Vcr- dicte der Jury für die öffentliche Sicherheit und die RcchtSordnung der Stadt Prag erwachsenden großen Gefahren zu beseitigen gedenke. Im weiteren Verlaufe der Sißung geizehmigtc das Haus sodann unverändert den Antrag des Ansichusses, in welchem die ReZierung aufgefordert wird, den Bau des Donau-Oder: anals mit Ab- zweigungen nach der Elbe und der Weichs cl unverzüglich aus Staatsmiticln durchzuführen oder die Initiative zu ergreifen, um den Bau unter Heranziehung der interessirten Länder und der Stadt Wien mit staatlicher Subvention u ermöglichen. So- dann verlas der Iuftiz:Minister Graf Gchönborn in Be»- antwortung cincr Interpellation des (Grafen Piniuski unter wiederholtem lebhqften Beifall des Hauses einen an die T*ber-Landcsgerichts-Präyidenten gerichteten Erlaß, worin genau dasVerhalten des mitderLcitung der Verband- 1ungen betrauten Richter? präcifiri wird, der bei voller BE- bcrrsckiung dcs Verhandlungsytoffs den zur Wahrung der Würde ch Gerichts erforderlichen Takt befißen müffe. Der Erlaß handelt sodann von dem Verhältniß des Richter?- zu den An: geklagten, den Zeugen mid den Vertheidigern, mißbilligt schr entschieden das _Uebergreifcn der Richter auf politische und nationale Tagesfragen und beklagt schließlich das unnöthigc, die Wärdc des Gerichts schmä1erndc_Hereinziehcn des Privat: und Familienlebens in den Gerichtsmal,

Großbritannien und Irland.

_. “Das „Neutcr'sche Bureau“ erfährt, die Regierung habe 11ch cntscbloisen, Uganda nicht auxzugcben. Die Kostcn für die Behauptung von Uganda werden auf 30000 bis 40000 Pfd. Sterling geschäßt,

Tie Morley'schc Commission zur Untersuchung der Lage der vertriebenen Pächter hält tägliÉ) _Ziizungen in Dublin. _Sie scheint jedoch bei den ächtern io ibenig Anklang zu finden wie „bci den Grund cfißcrn. Wenigstkns erschienen, wie dic „A. C.“ mittheiii, voxgcstkrn keine _; engen für die Bkkräftigung dcr Yeichwcrdcn dcr Lächier,_ und die Commission mußte sich nach ciner viertelftündi cn Sißung wieder ver: tagen. _ In einer zahlreich beichtkn Vkrfammlung in Gal: mai) hielt der irifchc Abg. Dillon vorgestern eine An: ipxackze', worin er sagte: Während der lcßicn 13 Jahre sei das iriiche Vblk aiif dcm Pfade dcs Sieges fortgeschritten und die Grnndbeyißcr, welche die' Ilaßircibungcn bewirkt Hiitisn, seien Pimkt fiirPunki ge'sckilagen. So werdch iv2itergsbcn, bisscin Triumph ('in vollkommencrsci. Ein Jahr sei nun seit seinem (D_ill0n“§)1eßtcn öffsni1ichcn Auftreten an dicscr Stelle vor- i1oiscn, absrinncri)a1b dicser Zcit sei eine dsr mächtigsterx, Ncgicrungsn, die jemals das irische Volk gcknschtet, zu Boden gsfcblkudkrt worden, und das irische Volk habe nun Macht Übsr cine chisrung, die i11r Vsstcs 11mm werde, um das Wcrk Balfour's binfällig zu machen.

Frankreich.

Fiir die Opfer der DUnumiNExxlosion in der Rue des“ " ons Enfants wnrde gestern Vormittag in drr Notredamc: Kirch: cin fcicrlichcr Trauergottesdicnst abgehalten, dcm einc Zciblrcichc Mengc beiwohntc. Unter dcn Anwcsenden bc- mcrktc man die Minister Loubct und Ricard sowie die Mit: g1icder d(S Municipalraibs. Tsr Präsident Carnot UND die nicht erschikncncn Ministcr batten Vcr- irci-Ir entsandt. Zahlreiche Kränzo wurden an dcn Zeirgen niedcrgclcqt. 'Auf der gunzcn Zirccke bis „zum Kirckx 1)_0ic von Mont Parnaffc, auf dem die Becrdigung dcr (Ze- xbdicicn stattfand, batte sich eine große Volksmengc a'nqe: iammclt. Aixi Grabe [1181th der Ministcr-Präsidcnt Loubct nnd der PlÜUdcm dcs Mimizipalraths Sauton Ansprachen. Lobby] hob hervor, daß die Urheber des Verbrechens kcincx“ P011U1ch€n Sckiulcbngchöricn, sondern gemeine Miffetbäier scicn, d_cr_cn Vcrbrechcn ,ich durch nicht?- rechtfertigen odcr enischuldigcn [i_eßen._ Alle braven Menschen müßten sich bemühen, dic ;chiildigcn__zii ermitteln. Die Familien der Opfer würden xncbt vergkiiqn werdcn. Sautbn bcionie unter lebbaftsm Bei- sgl1,__daß dic_ [Zrhcbyr ch Aticntats niiwürdig seien, dsr (i_ml_1_11ricn_Gsxcüjchaft aiizuachörcn. Gegen sic müsse man mit ruckncht§101br _Strknqc einschreiten, das.": crwartc das Land.

Toi" Rurichrich Raabe, dessen Verhaftung vorgestern gc: iiicldsi rbcrdcn 111, wuxde gcstcrn von dcm Untersuchungs- chxsr LMU". Vc'rbör iintsrzogcn. Raabe, der noch dcr zxciiyck)m_ii::zerci bcscbuldigi wird, leugnctc auf das ent- 1Tbl§dcn729, an dkm jüugst-cn Tiinainit:Attcntai in irqsnd eiiicr Weise betlxiligt gewesen zu sein. * '

Ter :ciiat hat in seiner Zißung vom 10. d. M. bei dcr WNWWU Vermbung der Vorlage über die Colonial-Armcc dcn Antragiéer chicrunq, die Entscheidung über Art. 2 (Zurbbilung dex Truppcnbcfcbl-Zbabcr) bis zur Beratbung dcr Cofoiiiqlorganijaiion zu vcrtagcn, mit 144 gegen 97 Stimmen vsrmorxcn. Der iibrige Theil des Gesetzes bis zu Art. 26 wurde angenommen. .

, Txr ZollauEschusz dsr Tcputiricnkammer, der Mit „der Prüfung des zwiichcn Frankreich und der Schweiz iicxmiibartcn Handelsübcreinkommens betraut ist, hat mit 20zxegcn *.*:timmcn xcde Erméßigung dcr Zölle ausiek) abgelehnt. TCL" BudgetauHschuß [iat «stern den am Donnerstag in dcr Kaninicr eingebrachten “Abd“. ndcr [: n gs antrag bcraibcn, ivo- nacb 1ämmx11chc StaatIstcucrn auf Wein, Bier iind Avscchin “aufgehoben wsrdsn sollen. Er beschloß mit 14 gkgc:_t_ ; Stimmcn ini Einvxrnchmen mit dem Finanz; Mlmch Rouviex, dic Kammcr zu ersuchen, die Veräthung bes Geießsniwurss über die (thränkcficucr zu vertagen und m die Bcratbung iiber das Budget einzutreten. '

An Stelle des zugiickdcrufcncn Generals Reste istGencral T11ch81111n zum ka-lilsbabcr dcr Truvvcn in Franz:")???

J nd (1: (T [) ina cxnanr: wordcn.

Russland und Polen.

Wie die „Nowoje Wremja“ meldet, sei bes losen worden, in Wiborg den Sis eines besonderen ort odbx:russi- schen Erzbischofs von Finland und Wiborg zu schaffen, nachdem das Amt eines solchen Erzbischofs dem ehemaligen_ Vicarbiscbof des St. Petersburger_ Metro: politen M1gr. Antonius übertrgqen ist._ 'In Wibng soll auch ein besonderes orihodoyrusnsches geistliches Conmtorium für Finland eingeseßt werdcn. Feiner mird gemeldet, in dem Dorpater Kreise des Livländi1chen__Gouvernemcnts werde eine neue orthodox-rusfisCHe P„farre eröffnet werden.

Der Rcichörath bat nch in seinen leßten Sißungen ausschließlich mit neuen Steuerprojecten beschäftigt. Dem oben genannten Blatte zufolge gehört dazu auch eine Steuer für alle Wohnungen mit einem MictbSvreiie von mehr als 500 Rbl. ]ährlich.

Spanien

Die Cortes sind, wie „W. T. B.“ msldet, auf den

5. Dezember nach Madrid einberufen worden.

Schweiz.

Dcr BundeSrath hat zum Director des inter- nationalen Amts für geistiges Einnthum den bis- berigßtli Gcneralsecrctär dicses Amis 5 orel-Neucnburg gewä 1.

Das Budget der Eidgenossenschaft pro 1893 br: ziffert sich auf 72 730000 Fr. Einnahmen und 83810000 Fr. Außgaben; das Dcficit beträgt also 11080000 Fr._ Für die Anschaffung von _(Hewehren find 4785000 Fr. vor ejehen, für die Gotthardbefenigung 1800000 Fr., für die efestigung von St. Maurice 1 Million, für die Weltaussteüung in

Chicago 200000, für Munition der Artillerie und Infanterie

3295000 Fr.

Ueber die Veranlassung zu dem in Nr. 266 2). B1, mit- Zetheilten Zwischenfall in Genf werden dem „Bund“ folgende nähere Angaben gemacht:

Anläßlich dcs schweizerischen OffizieréicsteL in Genf war der Genfer Bahnhof mit schweizcriscben Fahnen und Wappen decorirt; an dsr Frontseite waren alle Cantonéwappsn angebracht, während auf dem Dathe die großc eidgenössische“ Flagge webtk. Gegsn- Über dem Bahnhof befindet sich ein kleines Gcbäudc, die Babiibofsrcstauration, der französischén Mittclmccr-Eisgn- bahn gkbörend und von einem Franzosen _gesübxt; Dieser batte aus das alleinstcbsnrc Restaurationsgsbäurc eine iranzöiiiche Flagge? gsbißt. Bernoud sab diese Fahne und sagte, man 111511716 sie durch sine schweizerische erssßcn. ist richtig. das; diese "Fahne jedem zuerst ins Auge fallen mußte, der aus dem Babnbof kam oder an:? der Stadt nach dem Bahnhof gina. Doch hatte man in Genf von der Sache kamals ka um gciprcchen. Im Monat August beschwerten !" ich die Bahnhofs- arbeiter beim schweizerischcn Eiscnbabn-Dcpartement, daß sie Berncud mit Bezug“ auf die geseylick; vorgeschriebc'ncn Tage vcrkurzc, _und nach einer Unt€rsuchung durch das administrativc Jnsvcctorat wurde er von Feinen Vorgesktzten im Dienste suspendirt. EinTHeil der französischen Colonie basic auch hefti gc kn ibn Stellung gcnommen.

Der Staatsratb ZUFOUT, dcx als Mitglied dcs Vcr- waliunchraths der Mittelmeerbahn nch in Paris befand, hatte, wie der „Bund“ weiter mittheilt, eine Unterredung mit dem Minister Visite; diescr beharrte aber auf seiner Forderung der Abscßung Bcrnoud'S. In einer Conferenz dagegen, die der Gesandte dcr Schweiz in Paris Lardi) mit dem Minister de'?- Auswärtigcn Ribot über diese Angelegenheit batic, crkläric dieser, wie telegraphisch berichtkt wird, bis Ylbseßung Vcrnoudß von seinem Posten sei erfolgt, nachdem er sich in seinem dienstlichkn Verhalten bereits früher Rügen zu- gezoqcn habe, welche die Mitglieder des Genfer Comités selbst gcbiUigt hätten. Dem Bundesrath schienen die wahren Ur: sachen, die zu der Abscßung Bernoudß Anlaß gegeben hätten, garnicht bekannt zu sein, indeß sei cr (Ribot) infolge der officiöscn Intervention des Genfer Comiiés gern gewillt, an- statt der Absc ung cine Pcnsionirung Bernoud's eintreten zu lassen. Der Staatsratk) von (ernf hat gestern bes [offen, mit dem Bundesrath wegen ch Rückkaufs des ' abn- 1)on von Cornavin und der xmf schweizerischem Gebiet liegenden Strecke der PariH=Ly0n-Eiienbabn sofort in Unter: handlung zu irctcn, Gleichzeitig wurde beschloffen, der Ver: waltung genannter Eisenbahn die Unregelmäßigkcit ihrcs Vor- geben?, gegen den Jnivcctor Bernoud vorzustellen,

Belgien.

Nach einer der „Frkf. Ztg.“ aus Biüiiel zugegangensn Meldung haben die Commimoncn fiir die Revision der Verfassung ibre Arbeit wieder aufgenommen. Die Com- mission des Senats erklärte sick) im Princiv für die Proportionalocrtretung in beiden Kammern. Tie C1mmission dcr Depuiirtcnkammer nahm die bestehende jcßige Watzl: ordnung für die ScnatSmitglicder an und ssßte nur das WählbarkeitSaltcr auf 35 Jahre stati bisher auf 40 Jahre fest.

Bulgarien

Prinz Ferdinand von Coburg hat sich gestcrn Abend nach Philipvole begeben, um der für den morgigen Sonntag in AuHiicht genommenen fcicr1ichcnSchließung der Ausstellung bcizuwohncn. Tic Minister und andere bochgcstsllic Pkrsönlichkciten waren bereit?: am Vormittag auc", gleichem Anlaß dorthin abgereist.

Amerika.

In Paris sind neue Meldungen aus Santiago ein: getroffen, wonach das chilenische Ministerium auf (T?- iuchcn des Präsidenten die wo.: ihm eingereichte Demission zurückg czogen habc.

Afrika.

Der General Kitchener ist, wie das „R. B.“ meldet, vorgestern aus Kairo in Zuakim _cingetroffcn. Osman Digma soll mit einer Schaar Dcrwijche 70 englische Meilen von Suakim stehen. Eine Abtheilung Reiterei und das .Kamcclcorps rückten vorgestern unter dem kachl des Majors Benson von Suakim ab, um das Vertrauen unter den schwankenden Stämmen wiedertzcrziistcllen tt_nd dic_Der_wischc, falls sie bei Sinkat und Erkowit noch zu nnden 1cin wüten, fortzutrciben. General Kitciicner gcdachtc heute nach Tokai“ aufzubrechen.

Parlamentarische Nachrichten.

_ Im 5. Münsterschen Landtagswahlbezirk (Lizdinghausen-Beckum:Warcndorf) ist an Stelle des Guts- benßers „Pcllengahr, der sein Mandat niedergelegt hai, ' dqr AWTSqerlchts-Rath Will ebr a n d-Warcndorf (Centrum) mn 21)k.Z"Stimmi?1i zum Mitglieds des Hauses der Abgeordneten Ikwablt worden. Der Gutsbesißer “Darup Deiters zu Nottuln (Centrum) hat 100 Stimmen erhalten.

Nr. 46 des .Ceutxaxblaxts dcr Bauverwaltun ', bcxaukgegeben im Mtnrsicxtum der öffentlichen r- berten, vom 12. November, hat so enden Inbglt: _Preisbewerbung um die Gebäude des neuen Hauptpxr onenbabnboss in Dresden. -

rüfung und Unterhaltung von Weichen und__Kreu_zunaen. _ _Pteis- Werbung um den Enwwtf des Lag lars sur eme Weltausstellung in Berlin. _ Strombauten _am Gel Flixß (Hwapg-bo) in China. - Vermischtes: Programm für die Enxwmse. zu emen] Bahnhofs“- Empfangégebäude und Verwaltungégebaude _m Yukareit. _ Ver- halten der Schicnenstoßverbmdmi en. _ Bmdeeixen zyt Anlage von Luftschi tcn. '- Soennecken's Zet ,e:n= und Schrmbgeratb. _ Erste Beband ung voriVerwundungen aus Baustellrn. _ Pqterxtrroxeß des . Cementbaugescbasts J. Donath “u Co. _ Dkk Watkm'iche Riesen- iburm. _ Schärfen von Feilen- und Wder-“n Werkzeizgen durch. An- wendung der Elektricität. _ Btnnenschtnahrts- und (Fuenbabnverkebr in Nord-leerika.

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Senket ein Gläubiger an seinen säumigcn Schulknxr unter Be- nutzung eines gedruckten Formulars, wie solche zur Ausrertigung der gcricbtlickzcn Zahlungsbcfeble verwendet werden, einen von ibm ielbit ausqéiertigten Zablungsbeiebl, welcher den Schuldner in die Meinung versetzen soll, daß der Zablungaefebl vom Gericht ausgegan cn sei, (*Im? daß unter die der Datirung so_lgcndxn Woite .Königli es Amtsgericht“ eine Namens-Unierschrift 921th iii, so isi, nach sinem Uribeil des ReichSgerichts. 117. Strafieiiats, vom 17. _Juni 1892, diese Handlung zwar nicht als Urkunrén- sc'zlichurxg, wohl aber a1snnbefugtc Vornahme einer amt- lichen Handlung aus § 132 dLZ Str-G.-B. zu bestraxen.

«Bci derHinteriebung österrsichischer Z_öl[e soll nach § 17 des ZoUcarieUs zu dem früberen dcuisch-österreicbiichen Handels- vertragc vom 23. Mai 1881 und ebenso zu de'm je'yigen Handelsber- tra (? Vom 6. Dezember 1891 „auf Antraak der zuständigen öster- rei ischen_Bebörde das die:?seitige Strakarfczbren _eingeleiiet werken und ebenw umgekehrt. In Bezug auf dieye Bestimmung bat das RYicbsgericht. 1 Strafsenat, durch Urtbeil vom 27. Juni 1892 aus- gelproch€n, daß 'die Worte „auf Antrag“ nicht die Bedeutung einßs Strafantrags im Sinnk ch Strafgesexzbuchx- haben, demnack) alxo nicht an *die im § 156 Str.-Pr.-T*tdn. bezsichnetcn Sicherheité- bezw. Gerichtsbebörken (Staatsanwalt, Amtsgericht odsr Polizei) zu richten find; es enüat zur Eriäüung der erwähnten gesejzlichen Bestimmung das blo e Ersucbcn TN“ k “Steuerintersffc vertratcnkkn Behörden der be'rtragschlicßcnden Tbeixe Unter: und gcgsneinandsr.

Kunst und Wissenschaft.

Tic großxn naturbistoriichcn Sammlungkn, WklchL 1888 an:? dem Univsrütätxägcbäude in da;; nLue Mussum für Naturkunde [*cr- iéyx wcrden smd, babcn ihrc'n gegsnwärtigcn Rkicbtbum un? bobkn ivime'nschaftlichn Werth größikntbeils öffentlichen Mittsln zu “ccr- danksn; es find abcr derminemlogiscky-bstrograrbischcn, dcr géologiscb- raläontologisckyen und der zoologiscbkn Sammlung anck; bieliach Ge- scheiidke bon gelcbrtcn und sammslnden Prärawerioiicn ziigsiréndct wor sn.

Abgcsebkn Von dem biöbcrigcn Brauche, Die Namen der Geschenk- gebcr nicbt b1oß in dkn Archivck dcs Mascums tiikkcrzu1cgsn, svnkcrn auch noch jekem einzelnkn G€schenfe beixuiügcn, 1911811 Von nun cm Die Nambn derjen',9n Personen, welcbe "ca? Yknicum durch besciidsr-Z weribvclle (Heschnke bsreicbert haben, “ceii Bc'iiichcrn 1:5»5 „Ruscumxx noch besonders an gcsignetsii Stsllen bskannt SLZÉLU wcrden.

Auf Marmortafeln in der großem Oberlichtballc rsr Schausammlung soUen dic Namen derjenigen Pktsonxn verzeichn€t wsrden, ws1ch€ dsm Museum umfangrcickyc'rc Sammlunßcn von (111- gemeinercr wiffknsckxxftlicber Békeutung übNgsbkn odcr vsxmacbi babsn, nachdem diese mit Gsnsbmigung Söinsr Majéität rss Kaiikrs nnd Köni “2811! Museum einverleibt worden fink. Au? Pkrgamcnttaik n in den Sälen Dcr wisssnscbäktlicbcn Haurtsammlnngcn sollen 'Die! Nainkn derjenigen “„D-:rsonsn anfgszsichnct wkrdkn, dsrsn T-yfe'rwiüigkeit besondere Abibcilungcn ch Mussum? aiiicbnlicbs BC- rcicberungsn zu ykrrankcn babkn.

Ticvsn Ancrdnungkn gemäß iind 711.111 in bis Hintkrn'ank der großs'n Mittalkalls TLZ Muskum-Z zwci grcßc Marnwrtafelii Cin- gelaffen mit “dsr Inschrift: „Den Förderern DSÖ MUTOumZ für Naturkundk zum elxrkndcn GDDÜÖTUZZ.“ Untsr 1T??? diescr [7810811 groß?" sind drei klézincrc Marmortafcw (LUJÉk'käkhk, aui densn bis- jc'xzi folgknde Namcn vkrzeicbncr fink:

Diédrickp Karstcxi 1789, G. Adolf Gsrre'sbcim 1810, (T'. F. Cbladni 1827, Job. Cbrist. Albers“ 1857, Willé. Noir"; 1879, Frikdricb Pacic1 1889, Karl Rumpff 1889, Fu1iii§ Ewald 1891.

Dcr ziisrst gi'UäUUtL Diedrich Karstsn, gcßcrcn1768, gc- siorbcn zu Bcrlin 1810, war daszlbsi Lkbrér k?! Mincralogic und Bcrgbankunkk bei dem Bcrngkéclcvsn-Inititm, Staatskatié, Mit- g1icd der Königlich: Akabcmic ker Wissknschaficn. Turck) dic Schenkung skiner rsicbbaltigkn “Privatsammlung wurde das 1781 ins stcn getrütcnk König1ichc Mincraliencabinct, die nacbmalig-Z Mine- raliensammluxt-Z kor Universität. bedeutend erwsitcrt.

«Hofratb 1)r. (Herrezbcim war in B:“rlin gcbbren, [Ebro absr in Trk-FTDLn. Er Nrmachie der Uniberiität Berlin cim“ für seine int bcdeuixndc Korallknsammlu ng, wxlche Ci). G.. Ebrcnbsrg irätc'r zu wichtige'n svstkmatisckzcn Unteriuchimgkn Übék Korallen bennxzte.

E. F. o bladni, gcboren 1756. gkswrbsn 311 Breslau 1827, war kayfikcr und Immer der Minkralogie. in n*c1ch 1lx3tcrkr '«yi'isnscbaft er besondcrs dsr Z).)kctcvritenkimdc zu dsr ibr gcbübrknden Ztkliimg vkrbalf. Wäbrend nämlich im vorigen Jabrbundkrt es bei dsr“. (Zielebrikn für eine Schande galt, an dic auf;“:i'irdiicbs Hsrkunft "Dcr chtkoritkn zu glaubcn, trat Cfiladni 1791 dicichnglaubxn CnsngLn und bcwik-Z dnrch Wort und Schrift dicRicbtigkeit seiner An1chauung. Skine rcicbbaltig-I Privatsammlung, dic Belcgstiicke zu scinsn Arbeit?" entbalicnd, bat er der Universität vcrmachr, uni“ i_"ic bildet isis 1827 eins Zierde der mincraly- ischcn Sammlung dcrsclbkn.

Job. Cbrist. Alxéwrs, ],)r. 111S(1„ Processor und Medizinal- Rath, geb. 1794, war 1847-49 Director der Tbikrärztliebcn „Hoch- schule in Bürki" und starb 1857 in „Nidelbérg. Er vermachte dkm Museum eine über 3000 Arten mnfaffcnrc, vorzüglich geordnet? Sammlung von Lank- und Süßwasser-Conchylien, welche „11-5 Grund- lage diente zu einer von ihm 1850 rcröffentlichcn babnbreckyendcn Schrift über Helicc'en. * _

Wilhelm Reiß, gcb.1835, bcrükémter Rkisc'nke'r. fübris in Gemcinschaft mit K“. von Fritsch und A. “Stäbe! großc Reisen nach den europäischem und südamcrikanischcn Vulcangcgcndciiaus _un'd 18b_t jeßtbls KöniglicF) prkußischer GclisimkbR-ZqisrungH-Ratb an! ?ckle Köniß bei Saalxi'Ld in Thüringen“, woielb1x cr teme großcn Camm- lungcn zu bkarbeitcn gedenkt. Das Muyeum Verkauft ibm ncbcn viclen kleineren Zuwendungen 1879 einc aixsgezeiibneic, 4000 Num- ??an umfaffends Sammlung von vnlcaniychkn Gssteinyn aus dyn . 11 kn. . Friedrich Pastel, geboren 1812 in Schöneberg bci Bcrlin, viclr Jabra Stadtvi'rordnktcr in Bcrlin, gestorben 1888, hinterließ Line" gegen 2000 Arten umfaffendk Conchyliensammlung von hohem WN'sbL, welcbe die Sobnc des Vsrstvrbencn, dic Hkrrrn (?lwin und Ostmann Ykactel, dcm wisscnfckyaftlicben Sinne ihres Vaters ge- mäß, dcm uscum zu iinmcrwäbrendcm Eigentbuxn überwiejcn. Tiiikb diesc Schenkung hat das Museum für Naturkunde zahlre che Stücke erhalten, welchc namhaft? Ccnckzyliowgen zii ibrkn monr- grarbisckycn Arbkitcn bénmzicn. Dcr gedruckte Katalog kk!" Pactxl-

schen Sammlung, 1888-90 in vierter AufiaXDrftbixnen, dient gegen- wärti vielen deutichxn Conchylioloaen als ' spertonum;

Karl Rump", geboren 1838, gestorben 1889, Ritterguts- und Ybrikbefißer auf Schloß Apratb bei Elberfeld. Liebhabex der 5 ineralogie, envakb er die ehemals a_uf Schloß umburg oefind- liche, berühmte Sammlung des vcritorbenen Erz erzogs Stephan von Oesterreich und wollte dies_e_Samm1ung in Berlin in jemgr Privatwohnung aufstelxen. Ngch'jcmem Tode fonte sie der Universitat zufallen. Da sich_die!xs Ereigniß noch voerqangriffnahme der Auf- stéllung einstellte, w iit durchdie HochberziFeit seiner Gattin, der Frau Clara Rumpff, nunmehrigen Frau Ge 61an Ober-Regierungs-

Rath Gump, die ganz bedeutende und über14000 Nummern um-

faffendc Samm1ung 1889 an bis Universität gekonzmen, und _es sind die[ Hauptstücke der Sammlung in würdiger Weiie zur Aufstellung !* angt. J Julius Ewald, geboren 1811, gestoxberz 1891 in Berlin, Mitglied der Königlichen Akademie der WincmchasQ Li Berlin, hinterließ ein: ungewöhnlich umfangreich? “und rpcrtbv __" Samiulung pon Pctrcfactcn wirbelloser Thiere und Meralten, ment auf „eigenen Reiikn, namentlich in Südfrankreich, der Schweiz imd Italien, zu- samrüengebracht, sowie 'das Bclegmaierial zu der von 117111 bergefte_11ten FUOMÉM Karte des Gebiets zwischsn Magdeburg uni: dem Harz. -1e Sammlung wurde, einem Wanych? dcs Gatien- entiprecbend, von der _Wittwe Frau Félicie Ewald, gxborenen du Bois-Nkvmond, *ckm Mukkum übkrsignkt.

:ck Z:: Mn Knybcisaalc TcHArchitcktcnbauie-I bat ker VCXC in Bcrlincr Künstler einc Sciidcrausstellung vvn Werken *ccé nochgiicben Maiers Eduark Munch veranstaltet. Der fünf- undiünfzig Numme'rn auizäblendc Katalog umiaßt sebr ungllicbe Lciitimgen aim“:- urixüchfi Ln jungkn Taicnts. das mit den Errungen- schaften "der mc'kcrmtcn 5Zciirisei“ Technik in scuvcräncr, absr bi? .Und ka rkcht barbarischr Waise ipiclt. Ke" zu Überbictm Versucht, vbnc doc!) Linen eigsncn féstkn Sti1 zu finden, Wer Üch Munch Ari zu skbcn unk zu schaffen anvaffCn will, muß notbwcndi crwciss a11c Historisch überlieferte Kunstbilkung absireifen. E:"; ist da cr begreiflich, Daß disse Werke eines übersvrudxlndsn un: gefügen Kraftgxnieés zunächst [ebbaftcm Protsst bx kgnkn. Neben zabl- reichen Extravaganzen, “rie Unwillen odcr Läcb-kln kraUHiordem, finden wir indeß auch V2rsuche, wc1chc von bobsm künstlkriscbcn Ernst und Vumögen Zsugniß ablégcn. Man hätt? vielléicht durch 1381 Onnknérc Aus- wabldcn Mißerfolg dér AuSsteUung vkrbüten können. Sicherlich sind so willkürlickoe ;_xarbensxpsrimente, wie: die .B1augekleidete Dame mit blauem Wasic'r', dic- „Spieler in Ykoniccarlo“ u. a. nicht für eine Ausstsllung bestimmt. Sie rkrmiigsxi bsitsn Fa11s dknjknige'n zu iiitkrcsürcn, dcr für Munch? Psrsén1ichkcis bércits diirch andkre Lcistungen gewonnkn ist; ssinc xrsik Bckanntickxait zu vxrmitisln smd fis durchaus iingeéignet, auch bcrzc'rren "iö “Du:? Biko sciner Entwickelung. Die frübsstcn Arbkitén T€.“: noch im jugendlichkn Micr siebenkcn Norwege'rs, wie z. B. daI „I)iädcben bei der kargknwilkttc“ ('. 11". 1). das den bkstxn Leistungkn ZornLZ nabe kommt, wirksn am erfrsulicbsten. Sickisrs, durchdringende onkxicbning, ewandie Lichtiübriing imd coloristischfx Befonnsnbkit find dissem -* ilde nicbt abzusprcckxen, Auch einzelne'MännerrorträtZ bon unmitiél- barkm AuÉdruck un'? treffender Charactkristik, wie dis von Hans Jäger und Gunnar Wiberg (Nr. 48 und 50 des Katalogs") „71673811 Rksrkct rcr de'm Können Muncb's cin. Ganz b-Irryrragcnd FinK aucb cinigs Nachtstückc, ikwik da-Z- großc BUD, ws1ch€s ein von Angsbörigen gkpflcgtcs Mäkckysn im Krankenstub12 zcixt: in Stimmung und Ausdruck ergreifsnk, d&bsi VM ?inLr ungswön- lichen Feinbeit dké Licht","vicxl-Z. _ Ju dkn bordkren Aussteüungs- räumen dL-Z ArchitekisubßzusEZ ?"»111811 inT-bsicndcre Cine Rsibe tücbiigcr A::iiar911k ins Augs: ne „cn engliichM Arbeitsn von M. ZscVLricn, AUitcn Brown und E.. Har-ZZ 181811 namentlicb „mä; Bart81s, Dcttmann uni: Mevsr-BaiU gsnannt. (Zins Überraiäxnd frifche Und ?lvttc Lkiitung ist auch daz AquarsUrcrträiW PrÉCisor-Z Brause"- n*ctt§r vm: Max Komet. Mir sch1icht€n Mitteln und 211161" brkiisn Tkchiiik ist bicr Cine unmittslbar übxrzcngknkx Wirkung Erzisli. Dis wiHig-rbantastischkn Caricatursn kc-F Müncbnch C. Stratbmann sch1i€ß1ich macbcn uns mit ?im'r brigin€l1kn Künstlé'rvsrsönlicbksit b?k.1:111i,di9 ank dxm Gebiss (“Ok ,J11iisiration auf NÖM Erfolge rc'cbnexii darf,

_ Dkk a1s Dicbtxr 11117.“ tberlogiiÖkr Zcbriin'iéUZr bkkäkmlé Piatrsr Adolf Ztöbsr, dcr lxizte dcr Zöbne: Ebrsnfriék Stöbcr's, ist am 8. Nob-xmbsx im Misr bmi 81 Jabrxxx in Mülbanicn i. E. rsrstorbM. Mit icincm Bruder Niignit, der „115 vanaiial-Profeffor Lbcndyrt wirkt?, Fat ?: siÖ. wic “ci? .Straßb. Post" suhreibr, iim kik Exbalsimg kcc “dcnticbxn Sbkacbs und dic '*i1cg-Z deutscbxn Wxsens bocvarkisni gsmacbt. AUT“ ibrcii iind *:inigex andkren Ykännxr gsmsin- ixmkn Vkstrsbungen ging die (Öcmuégabk 2-35 „Elsässischsn Sage- buch“, dcr „Alkatica' und (“es „Elsäiüichsn ZamétagéanI" börvsr. Er ixlbst gab [Maus „GUZÖTI" (“1845"). .Rkissbilrcr" [1850 un“? 1857) Und „Rsikrmawrknbädcr' 1,1857). Liixfxng Dcr 72ch=igcr Fabre wurde Adolf“ Stöbsr ZUM (Tvnfisw:ia1-Prsiüdsnrsn CrwäM, w21ch€s Amt Cr bis zu sein?": TM (ziilcßr (11-5 EHrsn-Praü: Tsnr') bcklcibete. Nac131870 bskanntc er iich imcrickxrvckéii ziir dcutickI-IU Sacbc und suchti“ aiické icins Landslkittc in ciwcr klc'insn Volksi-„briir: .Einiackys Fragkn sincx- Cliäiiiicbkn VOlkÜkkleC-F“ kBaicl 15721 z::r (Finiicbt _;„u brinJ-kxi.

_ J" Yk'ch iki, iris diE „Köln. Ztg.“ bskicbtxr, in dxm [ckÖst- zclkgknkn Ztaditbxil, ww aucb dsr austra'isiiis Königéyalast gksiandsn sabsn 1911, und zwa! in Kerilsrn an Der Triniiarisrstraßx, bon dnn Archiv-Dire'ctcr [)r. Wvlktam unk dcin Stadr-Baumsistkr Wabn Mauerwcrk gsfiinkcn wcrden, auß dcm sick) dcr B»: cinsH großartigM römischen Hauses fkitstsilen lier"; Dis **))kaixcrn stsbcu zum tbe-il noch bis z:: xinér .Ö'st von 5 biS 6 m mik cine'r Gssammrlänge von ctwa 70 113. Ti? linksrsuchungsn wsrkcn fvrkgxicßt.

Theater und Musik.

Kroll's Töcaicr.

Dcr KH::ZZUÖ rrsußiscl)? Kainmsriängsr *H-srr Emil Gkizc cr- Öffnstc gcstcrii „115? .beann bon Lothringsn' in FonciL-reZ' bier- actigcr Trkr 511C1ch€n Namcn-F- cin kurze? (5531111121. Die Ivar wurde Vor mekéxe'rcn Zabren _im anzcn mit Erfrlg im Königlich» Ibcm- kaufe: gsgkben: ob xtc :ck a11mäblich fcst kinbürgern wird, blcibt glsicbivobl fraglich. Ti? bciksn krsisn Actc ent- 1*.11t€n :yckkr in Handlung noc!) Miifik yixl Interessantes; kik beiksr: [sytcrcn sink in diescr Bkzicbixn-x; [**Jfikk bkkacbt. Für Hérrn 1556155 war _kis Figur d&" Ritrcrs Johann ron Lotbringxn ji'dsniaUZ m'ii bmvndercr Anzicbungékrafs, d:. dicskr immex izt“ Sitimliyncn auiiritt, welchc große Leidcnick'ait und ausgiebige Kraft der Stimm? erfordern. Nach dieser Richtiing [*in lic" Herr G6 ? Win «UCL- Uichks ZU Wünschen übrig; ja er t at kikllci t dss Enis]! 511 _vicl, da man fast den Eindruck gkwann, «1.5 ob dsr grc'ßc Krcll'sche KönigSsaal zu klein ?iir isine Stimme sxi, Zükkkkk" ÉMMUÖUUSNL WEU; cr kaum noch Au-Zkruck zu gcb-sn. _ :o isbr das zu bedauern, xv- läst fi doch nicht leugnen, da:"; die Kraft der Stimme von imxcnirender irkmig ist: cr riß die“ Zubörsr mit M) fyrt uni: cntfeneltc Bcifallsftürms. Von DM übrigcn Mit- wirkenden seicn Fräulein Detscbv als Pagc, dcr eine fiimtmmgsVoUc maurische Romanzs mit Wärme und ?luékruck Vcrtrug, fcxnxr Fräulein Lange, dic sich der scbn'ikrigcn Partiqdcr Gräfin gssanglich und. dramatisch mit acbibarcm Erfc'kg Tnklkdlgkk- *Öökk BcrtramiFürstRudolpb), Herr Lurgcnstcin (Grat Arnold) Mk“ HM "(*I-“PC Kaiser Friedrich) lobend crnnibnt. Dic (_Hcsammt- darstellung kklmxé kkkisdigén; besonders :'lncrkcnnung verdiente das Irchesisr untcr Kapellmeister Zschorvk.

Am Tianta-I. 59171 im Königlich" Tvcrnbause dic Oper ,Gcncsius“ VON F. Wcingartner untcr Lcimng dcs Cymponisten zum «rstkn Mali“ in fo1gc'ndcr Bcießnng in SWL: _Kmscr Diocletian Hm Bulk. Goncfius Herr Sylva, (anrianzik- -Herr_ Betz, q1agia Frau Suckpsr, Claudia Frau Göye, Hkrclr_xcrr Frankel, mien:

Mkr Krolov. *ZICU" Zieban, Bü'rgcr: ::.-: xx:xsn Philipp, Ritter,