1892 / 278 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 23 Nov 1892 18:00:01 GMT) scan diff

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Aus den allgemeinen Bestimmungen sind die F8sts8ßun en_ über TranSporlpreise und Tarife hervorzuheben, dte 1111 n- schluß an die in dem iniernationalen Ueberxmkommen fur d811 Güterverkehr getro enen Anordnun e_n die oberstcti Tgr1f: grundsäße für den rsonen: und _ uierverkchr gl81chmaß1g dahin zum Ausdru bringen, daß d18 Berechnung der Trgnß- portprcise nach Maßgabe der zu R8cht bestehenden, _Jehowg veröffentlichten Tarife zu erfolgen hat, daß Tarifcryo ungen oder sonsti 8 Erschwerungen der Bcfdrderungshedtngyngen nicht vor Ylblauf von 6 Wochen nach 1hr8r VerLfsentlichung in Kraft “ÜF dürfen, u1_1d daß, abgesehey von ';.»ranSporxen für milde un für öffentliche Zwecke, _sow1e 11911 solch811 1m dienstlichen Interesse der Eisenbahnen, ]ede Prc1s881naßigung odcr 11111111 8 Begünstigung egenüber den veroffentnchten Tarifen vcr oten und n1cht1g it.

Die Bestimmungen iiber den Personenverkehr haben, abgesehen von einer zweckmäßigcren Anordnung des StoffcY, 11111“ 11111vcsentliche Aenderungen erfahren, Unter_ anderem ist der Umtausch von Fahrkarten gegen solche 81n8r_a11d8r8n Wagenklaffe oder nach einer anderen_ Station er: leichtert, die Befugniß zum Aufenthalt 111 den Warte- räumcn für die 11111 durchgehenden Fahrkarten ver: sehenen Reisenden erweitert, der Verkauf 131111 Fahr: karten für bestimmte Pläße in Zugen m1t beson- deren Einrichtungen oder in besonders_ausg8stat1818n Wagen erlaubt, auch den Neistndcn gestattet, b81m E1nstc1ge11 fur 1181) und Mitreisende Angehörige 18 8111811 Plaß zu belegen. In den Abtheilungcn für Nichtraucher u_11d*fi'1r Frauen darf selbst mit Zustimmung der Mitreisenden 111cht geraucht_ werden, a11ch ist es nicht gestattet, solche Abtheil1111g8n 11111 _[1ren118nd8n Cigarren odcr Pfeifen zu betreten. D1e bisher1g8 238111111- mung über die Erhebung cines Zuschlag? 311111 Fahrpreisxx fur den Fall, daß ein Reisender dem Schaffn8r_ odcr Zugfahrer unaufdefordcrt meldet, er l_1abe wegen Verspatung ke1118 ahr- karte lösen können, ist g8m1ldcrt worden. In _Bezug au das Oeffnen der Fenster in den Personenwggeu 1st angeordn8t, daß die Fenstcr nur mit Z11st11111111111g aller _ 111 der elbcn Abtheilung mitreisenden Personen auf b81d811 Selten des Wagens „l8ichzeitig geöffn8_t sein dürfen _1111d daß, soweit die Reisenden (Zick) iibcr das Oeffnen und Schl18ß811 der Xenstrr nicht verständigen, dcr Schaffner z11 81111ch81d8112111 Öegcnstände, durch die Personen oder Sachen beschädigt 11181“ 811 können, aus dem Wagen zu werfen, ist untersagt. _

Der Begriff des Reiscqepäcks ist insosert 811111811811, als außer anderen nicht zum Reisebedarf 511 r8ch11811d8n (5589811: ständen aucb Fahrzeuge sowie _kkeine Thiere in Käsrgcn, Kisten, Säcken und dergle-ichen wie__ Reisegepäck zur Be- förderung angcnommen werden konnen. In _ Riicks1cht 11181"an find die bisherigen besonderen Bestnnnmngen

für die Beförderung von Fahrzeugen in Wegfall gekommen, *

sodaß diese d8m11ächst je nach dcr Auflicferung entweder zu den Bestimmungen über Reisegepäck oder Über Frachtgnt zur Beförderung gelangen. _ _

Fiir die Beförderung von Exprcßgut 111 im Anschluß an die bisherige Uebung ein besonderer Absch111tt hinzugefügt.

Unter den Bestinunung-en iiber den (Güterverkehr ist

des 11811811 FrachtbrieftFormularS schon friiher an dieser Steüe gedacht worden. Vom 1. Januar k. JS. ab wird 111111m8hr für den inneren deutschen Verkehr das 118118 Frachtbmrf: Formular der Verk8hrSord11u11g, dagegen fiir den Verkehr, der sich auf Grund d8s internationalcn U8b818inkommens voll- icht, das in diÄem fcstJescßte Formular zur Anwendung ommen. Die erwen ung der biésherigen Fracht- brief-Formulare ist 110111“ 1. Januar k. Js. ab 111cht mehr gestattet. _ _ _ __

Die Eisenbahn in 11118 blSk)€k VLspsÜchfef, auf Verlangen des Absenders den Empfang des Gute? zu bescheinigen, und zwar entweder auf einem Frachtbrichuplicat oder auch, soßern es sich um (Hüter handelt, die nicht in ganzen Wagen- la 11119811 aufg8g8b811 werden, auf einem Aufnahmcschcine. Beide Urkunden Haben a11ch in Zukunft 1_1icht die Bedeutung des Original-Frachtbriefs oder 811186 Lade1ch8ins. Ihre- AUS- fertigung erfolgt auf emen 1111 Frachtbr1efe zu steilendcn An- trag; im internationälcn Verkehr ist die Eisenbahn zur Aus- stel1ung eines Frachtbrief-Duplicats auch 011118 Antrag ver:

1 tet. pfl ckDas Verfügungsrecht de_s Absenders ist im 1v8sentlici1811 in der im Ha11delsqeseßbuch8 1011118 in d8111 bisheriganetricbs: Reglement vorgeseßcnen Weise gcregelt, ]edoch im Anschluß an die Festseßungen des interngtionalen Uebereinkommens scharfer begrenzt. Die Ausübung d1cses Ncchis hat im Falle der Ays- stellung eines Frachtbricf-Duplicats oder eines Aufnahmeßchems zur Vorausscßunq, daß diese Urkunden vorgelegt 1111 auf 1hncn di8 schriftlich abgegeb811811 Verfügungen w18dcrbolt werden. Die Eisenbahn darf die Ausfiihrung der dem Ab- ender gestatt81811 Anweisungen nur dann verme1g€rn oder Verögrrn, oder solche Abweisnngcn in veränderter Weise ausführen, wenn durch deren Befolgung __ der regelmäßige TranZPortvcrkehr gestört werden wurde. Durch dicse Vorschrift sind die bisher üblich gewesenen, von den Betheiligten lästig cmpfundcncn Bedingungen 111 Wegfall gekommen. Im inneren Verkehr können die Eisenbahn: verwaltungen derartige Anweisungen in einem weiteren [im- fang zulassen, als dies im internationalen Verkehr cstattet 1st.

Unter den n8uen Bestimmungen der VcrkeFrsordnung ist von hervorragender Bedeutung der dem internationalen Uebereinkommcn entlehnte Wegfall der bisherigen Beschrankung dcs Schadcns8rsaß8s bei Verlust oder Beschädigung von _Ge- päck, Exprcß ut, lebenden Thieren und Gütern auf emen Normalsaß. n Zukunft hat dxe Eisenbahn, wenn nach _den einschlägigen estimmungen für gänzlichen oder ihcilwe1scn Verlust Ersatz geleistet werden muß, den gemcincn Handels- werih, in dessen Ermangelung, den gemeinen Wert am Ort der Ablieferung zu erseßen und im Falle der Bcfchäd1gung_ den ganzen Betrag des Minderwerths zu be ahlen. Nur der er- mäßigten Ausnahmetarifen ist der Eisen ahn noch gestattet, für den zu gewährcndcn Crsaß einen Höchstbetrag festzuseßen. Eine Wcrthvcrsxcherung durch Angabe des Werths 1m Fracht- briefe findet n1ch_t mehr statt. Dagegen ist aus dem inter: nationalen Ucberemkommcn die Einr1chtung der „Declaration des Interesses an der Lieferung“ in die Verkehrs- ordnung übernommen. Durch sie ist die Möglichkeit gegeben, Ich gegen Zahlung emes Frachtzuschlags nicht nur im alle

es Verlustes, der Minderun oder Beschädi ung einen den erth

des Gutes übersteigenden rsaß des 11a gewiesenen weiteren

Schadens, sondorn auch, falls nur eine Versäumung d8r

L1e erfri1t _vorliegt, den Er des hierdurch entstandenen

S adens 111 einem höheren etrage zu sichern, als die Eisen-

bahn 111 Ermangelung der Declaration ihn zu gewähren 'ver- pflichtet ist.

ür die Berechnung der Lieferfristen sind in_Abweichung von Tem internationalen Uebereinkowmen m die _Perkehrs- ordnung die bisherigen, den Verkehrswtqressenten gu_nst1 eren Festseßungen übernommen. Zuschlagsfrrsten smd de_n E1sen ahn- verwaliungen mit Genehmigugt der Auffichtsbehorde nur gw stattet für Güter, deren Befor erung von und xtach absetts von der Bahn gelegenen Orten (Gizternebenstelien) ubcrtiommen wurde, ferner für außergewöhnkche Verkehrsverhältwsse und für den Uebergang auf Bahn8n_ mtt gnderer Spurweite. Die-Verändcrungen, d1e stch mit dem 1. Jaxmar 1893 in den Grundlaqeü des Eisenbahn-Frgchtrechts vollztehen, find zum theil so erheölicl), daß den Verkehrswteressenten zu empfehlen ist, fich mit den neuen Bestimmungen emgehend bekannt zu mache11. Von der Verkehrsordnung hat d18_ Vcrlagß-Buch- handlun von Wilhelm Ernst und Soh_n 111 _Bcrim W., Wilhelm traße 90, auf Veranlassung des R81chs-Eiscnbah11amts eine mit einem Jnhaltsverzeichniß und emem alphabenfchen Sachregister versehene Außgabe in Octavformat veranstalxet, deren einzelne Exemplare den Vermerk „Durchgesehen 1m R8ichS:C'isenbahnamt“ tragen.

Der Chef der Topographischcn Abtheilu'ng der _Lanch: aufnahme, General-Lieutcnant Stembauseu hat 1181) M11 Urlaub nach Süddeutschland begeben.

Der Bevollmächtigte zum Vundesratl), Herzoghck) sachs8n: altenburische Staats-Minister von Helldorff 111 von hter wieder 11 gereist.

Der Königlich serbische G8schäftsträger ani hicsigrn Aller: Höchsten Hofe Pavlow1tsch ist nach Berlin __zuruckgekehrt und hat d18 Geschäfts: d8r Grsandtschaft wreder ubcrnommen.

Baden. S8i118 Königliche Hol1cit__der Großherzog hat gestern in Baden:?Jadcn d811 r11111sch811 Gesandten Baron von Koßebue in AntrittSaudienz 8111111111111811.

Sachsen-Weimar-Eiscuaéh. Dic Session dcr Landessynodc' ist gcstcrn geschloffen worden. Oldenburg. 11“ [re Köni lichen [) eilen dcr Großherzog und die Gro(ßl1)8?z)ogin Faden f?rhhgestern zum Besuch des Herzog: lichen Hofes nach Altenburg begeben.

Sachseu-Meiningen.

Der Landtag ist auf 1381127. d. M zur Wahl d8s Dirccjo- riums, der Ausschüsse, der Berathnng dcs Eiats 28. em: berufen worden. _

Unter den dem Landtag bereits zugegangenen Vorlagen ist nach der „Goth. Ztg.“ di8 Domänen: und Landes- kassenrechnung auf das Zahr 1890 die beachtcnswcrtbest8 Der Abschluß dieses Jahres ist sehr befrieddend. Der Domänen- kaffe verbleibt bei einer EinnaHme vo_11 2 '“ 0001/16. und einer Ausgabe von 1707000 „18 ein 118b811ch11ß von 1 147000 «16, der zu gleichen Theilen zwischen Herzog und Land getk)81lt wird. Unter den Einnahmen ergaben die Forsten 1 935 000 «48, sonack) ein Mehr von 510 000 «18 gegen den Voranschlag. Unter den AusZaben steht in erster Reihe die f8st8 Civilliste d8s Yerzogs mit 394000 «18. - Bei der Landeskaffe betrugen die - innahm8n 4821000 8-18, die Jesammten AUMUben aber 4017000 1.46, sodaß cin Jahresii erschuf; _von 804000 918. verblieb. Unter d811 Einnahnwn stehen d18H_8ra11Szahlung8n aus der Reichskaffe mil 1869 000 „16, die 1111881811 Steuern mit 1260 000 816, die indirect8n mit 368 000 «18; zu den Aus- gaben gehörcn 1 269 000 11111 Matrikularbeiträge 1111d 513 000 «16 fiir Vcrzinsung und Tilgung dcr Staatsschuld. Der Kassen- bestand zu Ende 1890 1181118 fiel) auf 3568000 1116, 10111181) 11111 516000 «11: höher als zu Ende des Jahres 1889.

Schwarzburg-Nudolftadt. 8. Seine Durchlaucht der Fürst Und Ihre Durchlaucht

die Fürstin sind am 21. d. M. 111111 Schwarzburg zum Winteraufenthalt nach Rudolstadt zurückgekehrt. Zum Empfang Hatte die Stadt reichen FlagYnschmuck angelegt, um der Freude über die _Genesuyg Ihrer urchlaucht der Fürstin von langer schwerer Krankhcit Ausdruck zu geben. - Zu der gestrigen Sitzung des Landtags wurd8n_ d18-Kosten fiir d811 Neubau eines (Gymnasiums in Rudolstadt bewilligt und dem von der Regierung vorZelegten Entwurf eines Gewerbe: steuergcseßcs mit g8ring811 Abänderungen die „Zustimmung 811118111. Elsaß-Lothriugeu.

Der Kaiserliche Statthalter Fürst Hohenlohe ist vor:

118118111, 111111 Wien kommend, wieder in Straßburg eingetroffen.

Oesterreich aingarn.

Das österreichische Abgeordnetenlaus hat gestern mit 155 gegen 101 Stimmen seine Mißbi ligung iiber die Aeußcrungen d8s Abg. Menger in der Sißung 130111 18. d. M. (siehe Nr. 275 des „N.: 11. St.-A.“) UUSgedruckt. - Tem Abgeordnetenhausc ist gestern das (5381813 über die Festscßung dcs Rekruten- Cont1ng8nts fur das Jahr 1893 vorgelegt worden. Es wird darin auf Grund der Volks- zählung von 1890 das Contingcnt des Heeres und d8r Kriegs- marine mit 59 211 Mann, das der Landwehr M11 10000 Mann fcstgcseßt. Für. die im NeichSratHe vertretenen Konig- reiche und Länder ergiebt sich eine Verminderung des Contm- gents um 1178 Mann. _ _ _

Als Einleitung zu der in d811 Delegatwmn angekundtgten Umwandlung der beiden Genie:Reg1me_ntcr _und_d8s einen Pionier:Regim8111s in 15 selbständtge 51511111181- Ncldbataillone veröffentlicht das ge_stern_ erschienene

il1tc'ir-Vcrordnungsblatt vorläufige orgamsatomsche Aende- rungen. Dcr General-Major Berk von Nordenau ist mitddcn Geschäftcn eines General:Genie-Jnspectors betraut wor cn.

Sämmtliche Wiener Blätter besprechen heute die estern bei Eröffnung des Deutschen Reichstags gchqltetie Tßrorx- rede und [)eben besonders die Stelle hervor, die 11ch_ au die Einmüthigkeit der verbündeten Regierun en uber dte oth- wendigkeit der Militärvorlage bezrehx. as „Fremdenbkatt“ schreibt: „Da man sich daran gewohnt hat, daß das Vor-

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handensein der sich kreuieyden Strömun en in Europa in den wachsenden Rüstungen “emen Ausdruxk ndet, _ohne daß da:. durch der Friede erschüttert würde, wrrd auch die 1_18ue Kräfti- gung der deutschen KriegSmacht nirgends Besorgmffe hervor- rufen können.“

Großbritannien und Irland.

Zn eincm vorgestern abgehaltenen Miyisterratlxyist der „A. .“ ufolge das Programm für d18 näthe arla: ?!ian zur Sprache gekommen. Neben der orlage über Jmerule oll auch eine Bill zur Abschaffung des_ mehrfachen

ahlrcchts eingebracht werden. Dage en mill dre Re terung von einer NeuemtheilunJ der Wahlkreis und der Er1v81t8rung des Stimmrechts vorläufig absehen. _ _

Angesichts der fcindsel1§en Stimmu11g_1n Ltsfaöon (fiehe (Nr. 276 des .: 11. St.: l.“) hat die Regierurxg b8schloffen,daß das britische Geschwader nicht in den Tajo 8_1nlau_fen soll.

Wie das „Reuter'sche Bureau“ erfährt ware d18 Nach- richt, daß die englisch-russischen Verßandlungep 111 dkr Pamir-Ungelegenheit ihrer Lösung entgegengmgen, unrichtig; indessen hätten die Cabinetxe beider Lcinder den Wunsch und den Willen, zu einem friedltchen und be1d8 Theile zufriedensteilendcn Einvernehmen zu kommen.

Frankreich.

Die Dcputirtenkammer hat in ihrer g8strig811Sißung mit der Wahl der Untersuchungscommqswn 111 der Panama-Angelegenheit begonnen. V81_ dem ersten Wablgange wurden 23 Republikaner _u11d dre1 Conservatwe gewählt. Unter den Gewählten befinden s1ch Br1sson, Sarrien und Pelletan, die den verschiedenen Gruppen der Linken angehören. Villebois : Mareuil erklärte im Namen der Rechten, di8 Conservativen hättew _kem Jntcreffe art der Ernennung der Unt_ersuchungscommrsswn, W811 nur drei ihr8r Mit lieder 9811161le 18i811. Hierauf traten diese drei Conservativen ?owie scchs Mitglieder, 1118 der Linken angehören, zurück. Der zweite Wahlgang wurde auf heute verschoben. Am Sonnabend wird d18 K_ammer emen „AntraZ ch Deputirten Pourquery-B91s scv1_n berathen, wona den Mitgliedern der Unicrsuchu11gsco111m1sfion ein THM der Bcfugniffe dc-Z U111811'11ckz1111gSrick118rs zugestaydenwerden soll.

Troß der ihr drohendrn Prozesse seßt_ d1e Zeitung „L1br8 Parole“, wie der „Magd. Ztg.“ _telegraphirt wird, d18 Ent: [)Üllungcn iibcr die Pa11ama:A11g818genl)81t fort._ Dar: 1188111111118 der 1815198 Kriegs:Mi11istcr de reycinet zwermai 18 200 000 Fr. durch den VcrivaltungS-Ratk) ontane erhalten, ferner

rcx1cin8t'13 Blatt „Télégraphe“ 100 000 Fr., Clémenreau's 5 [1111 „Justice“ sei von der Panama-Gescli1chaft_förmlu? aus- gehaltenworden. Die „Libre Parole“ fordcrt Frcycmetauf, 18 vor dem Schwurgericht zu belangen. Dcr Scnaior Hebrard er- klärt8, er habe allerdings am Panama:Kanal mel (Heid ver- dient, aber infolge glücklicher Speculationcn. 'Der Abgeord- 11818 Delahaye theilte dem Redacteur dLÖ „GauloiZ“ mit, er werde im parlame111arisch811 Unters11chungsausschuß d18 Namen von 192 Abgeordnetcn und 35 Senatoren mittheile-n, die Be: stechungsgelder er alten hätten.

Die Pariser olizei Hat, wie man der „Köln. Ztg.“ be- richtet, erklärt, die Mittheilung der Blätter, daß auf den Anarchisten Louvet wegen des [8131811 Dynatmianschlags, gefahndet werde, sei falsch. Es handle 1111) um zwe1 Brüder; der eine sei gestern verhaftet worden, weil er _ 11_ch seiner Wehrpflicht entzogen habe. _ Dcr S_081ql1st Culine ist in Charleviile verhaftet worden, _wc1_[_ ihm der Aufenthalt in den Ardennen untersagt 111. Culme 111 der socialistische Agitator, der wegen seiner Hcßcreicn in Fonrmies vcrurtheilt, aber vom Cabinet Loubet begnadigt worden war. Da er unter Polizcianfsicht steht, waren ihm die Orte, wo er sich aufhalten durfte, vorgeschrieben.

Italien.

Der italienisch8 Botschafter in Wien Graf Nigra_ ist, wie „W. T. B.“ meldet, in N om eingetroffen und von demK onig in Audienz empfangen worden, Später stattete der Bot: schafter dem Minister des Auswärti 811 Brin einen Besuch ab.

Das amtliche Blatt vcröffentli t sechs, später 111 (Hefe e umzuwandelnde Königliche Decrete; eines davon betri t die Einrichtung einer D8p01118nkaff8, die dazu bestimmt ist, dem Staatsschaß die Mittel zur Bezahlung der Penstonen zu “beschaffen.

mentsse

Spanien. __

Aus Madrid in Paris eingelrofftne Depxschen melden daß, als g8stern dic Königin-Regcntin die historische Aus- stellung besucht und bei dieser Gelegenheit ein vor dem Ge: bäude aufgestelltes GranatZGeschofz bestchti t_ habe, etwas Yulminat e_xplodirt 181, wodurch ein281t kurzem als

djutant der Königin fungirender G811i8:G8118ral leicht verleßt worden sei. Belgien.

Die internationale Münzconferenz _ ist gestern Nachmitta 2 Uhr im Akadc1nie:Palast zu Vrüßei durch den Minister:??räsidenten Becrnaert mit einer längeren Rede _8r- öffnct worden, worin er die Münzfrage als 81118 sehr schwierige bezeichnete die alle wirthsthaftlichen Jntereßen berühre und ihren Einiluß auf den Welthandel übe. Der Redner erinnerte sodann an die wichtige Rolle des Metallgeldcs und die werth- vollen Vortheile der lateinischen Münz-Union, die als Vor- bild für zukünftige Abkommen gelten könne. Z111' Regelung der Frage sei ein internationalc§ Uebereinkommen noth- wendig. Das Aufhören der lateini1chen Münz-Union würde eine außerordentliche E11 ütierung herbeifuhren. ' Zum Schluß wünschte der Miniter den Arbeiten der Conferenz besten Erfolg. -

Rumänien.

Das P arlameni ist auf den 27. d._M. einberufen worden. In unterr1chteten Bukarester Kreisen Mrd dem „W. T. B. zufol 8 vcrfichert Alexander Catargi, der Vice-Präfident der Kammer in der leßten Session, sei zum Gesandten in St. Yetersbur ernannt worden. _ _ ie „Agence 3 oumaine“ erklärt die Meldung auswartiger Blätter, die russ'iéche Regierung habe fich über die Behand- ung des ruf ischen S_chiffes „Olg_a“ sc1tens der rumänischen Quarantäncbehordcy beschwert, 1111: d11rchaus mz- beqriindet. Vielmehr habe_ dre rumanckF R8 ierung d1e ruifische ersucht, der „Gagann'schen Sch1 a rtsgekzeUschaft“ zu empfehlen, eine Uebertretung dcr Quarantänevorschriften 111 Zukunft zx vermeiden." - _

Bulgarien.

Tas amtli 8 Blatt hat gestern das Gesch veröffentlicht- durch das die ufnahme einer Anleihe genehmigt w1rd.

. Sehnde" den und Nouvegén. Der Reichstag hat _gestern die Armee-Reorgani: genehmigt. In einer gestern abgehaltenen e von der Ersten Kammer auch das (88- angenommen.

sein, die Vorla 8 jeßtnichteinzub _ _ _ me Vorlage von so Dingen niottvtrx werden. Man wird ierung mch_t [115 zu einer bequemere nn nur mtt der vollen Wahrheit moiivirt werden, und sie muß die Es muß der seit [an er Zeit be-

wenn sie überbgupt eingebracht Natur kann nicht mit kleinen : 11111er wartet die Re- elegenbett? Die Vorlage

werden soll.

satiotzsvorla Abendßßun

K amm e r gcnehmi Wehrpflichtigen 1111 -auf heute.

8 Wehrpflicht

Zustimmung der Nation ßnden. ste_bend8_ Zustand der Natton o_ffen dargelegt werden. 1n1t Krteg 111 S1cht e_mtreten, 1 werde nicht mit dcm Säbel rasseln, sondern nur 1118 keine Wadr eit vor Ihnen entroilen. _ Regierung freupdschaft11 811 Verhältnissen es ist uns von k81n8_r Seite schwer gemacht wvrd8n, Drutschlands -und seine Ehr8 zu repräsentircn. iruhcr gesagt worden: nichts zu verlangen. dcs Kais8rs, das er bei 1181 Befitznabme H8 dies_da§ leßte Stück Land sei, Wonach Deuts («111 111 Versch18d8118n Zeitungen, auch von patriotischen Männern _ schweren Rüstungen'könnten nicht mehr g8trag811 w8_rd8n; man myßte losschlagen, um die Rüsiungen los zu W8rd8n. Die deutsche Regierung und das deutsche Volk würde niemals selbst 311111 Schwert greife_n und aggresfiv vorgeben. Was würde das Ziel, der Stegesprets des Praventivkrieges sein, z. B. Frankreich gegenüber ? Wir haben nicht den Wubsch, von Frankreich auch nur einen Quadrat- _ Wir würden in Verlegenheit g8ratb811, 1v811n_ wrr uns_ 11nd8uisch8 Völk8r angli8d8r11 soilt811. doch 111 den Mtlliarden auch cix1 Haar efunden, und wenn man sagt: Nehmt französische Colonieen,so 1ag8 ici): _ (_Sehr r_1chttg! links.) Wenn die Ans1cht, daß d81j813ig8 Zustand 111cht ertragltcb ist, welche Anstcht d18 verbündeten Regietungen 11ichi tbecken; durchbrechen sollte, was würde die der Krteg ausbrach, standen uns acht Armce-Corps gegenüber, 1V8lch8n wxr si8bz8hn Arn188-Corps g8g8nüb8rstellen konnt811. wtr_11ns g8g8nüb8r eine gl8i da[)mter 81118 große Reserve- rM88. Regierung nicht düxfen, sondkrn müßxen an der Grcnze 811vaZVonTruvpensteb8n laffen. W1r haben ferner d18 groß8n Sperrforts Frankreichs zu überwinden an der Mosek und_ Maas und dann di8 großen F8st11ng811 Frankreichs, v_o11d8n811 alie starker armirt find als MMZ und Straßburg. Vor d181811 Festungm müßt811 ww 8i11811 Theil unserer Truppen stehen _ _Schla118n wir auch die RLsLrVL-ArMLL und 111 aus Pams, so find8n_wir 81118 Festung, wie sie die W811 ni 111it_ 811181 Kette, Von Forts vdn 130 ];]1]. D18s8 Festung aU'Ezubungern würde schwer 18111. Wenn 1v1r Heri'ti Von Paris smd, würd8n wir eine Nude Von 20 od8r 30 Würd811 wrr nicht, Wenn wir 1191!) Hause kämen, _ zwar 8ifriger a[51rüber? 8111. welche von unserer Lage _GLÖWUÖ machen 111811811? D8r Zustand war8 nach einem vropbylakti1chen Kri8g8 noch Von D8utschiand wird Ich komme auf

8 die neunzigtägiqe [LebUUJSzeit für die vertagte sodann die weitere Verathung

kann nicht

Dänemark.

Die Verhandlungen des Folkethings über die Militär: vorlagen der Re 1erung _haben nach dem „Hamb. Corresp.“ vorgestern ihr E11 8 erreicht. Abstimmung mit 52 gegen 25 Stimmen (drciundzwanzig Ab- geordnete fehlten der ArmeeorganisationsPlan zur zweiten L8s11ng .und an_81n811 Ausschuß 11011 fünfzehn Mitgliedern ver- wiesexi; guck) d18 kletperen zugehorigen Geseßcntwürfe wurden tmt ahnl1cher Mehrhe1t 111 erster Lesung angenommen und dem Armeeausschuß zugewiesen.

Amerika.

Zn Nr. 268 d. „R_.: 11. St.:? .“ war unter den nach Schiu der Red_acnon eingetroffenen Depeschen mitgetheilt worden, da mit der_Uebertvachu11g der Einwanderung betrauten Beamten b6[_ 1sch8 GlaSarbeiter angehalten hätten. Wie _ 8r1chtet, stattete 118118111 dcr b81_ ische Gesandte 1.11 Washmgton dcm Schaßsccretär cinen Best: Freilassung 18118r nach seiner Meinung

mit allen „„ander811 Regierungen; die Würde

_ deutsche Nation EI ist 8111 treffendes Wort Seiner Majcstät lolands aussprach, daß [and Verlangen trage.

Es wurde in namentlicher

gesagt worden: Die

kilometer uns anzueig118n. Wir Haben __W_ T, B“ ir babcnan unserenColonieen _ __ ___ ab und ver- angte von 11m 18 . _: widerrechtlich verhafteten Arbeiter. FOM sel"? M“ 1870

Heute würden Anzahl von Armee-Corps find8n und Wir würd8n Von der russisch811

EntgegenanMn

Wie dem „Reuter'fchen Bureau“ aus Kairo gemeldet cg1)ptische Budget 10 010000, an Auggaben 9550000 egyptische Pfund auf. _Es ergiehtzfick) also ein Ueberschuß von 460000 Pfund. smd 334000 Pfund durch die Co'nverfion dcr Weigerung d8§ Geldes zur Herbeiführung

weist das an Einnahmen freundlich8s

Staatsschuld dcr Mächte, eine Verwendnng 111111 Reformen oder zur Herab18ß1111g von Steuern zu gestatten, nicht disponibel; 106000 Pfund sollen der _ sse überwiesen werdcn. Grundsteuer w1rd um weitere 123000 Pfund vermindert. _ _ wird aus Kairo g81n8ld81, Digma habe die Telegraphcnlcitnng zwischen Suakim 1111d Tokar zerstört.

Nach einem in Brüssel eingetroffenen Telegramm aus Sansrbar ist die nach Katanga entsandte Expeditioü Delcdmmunés, von der man bereits seit 11/2 Jahren keine "Nachr1cht batt8, am 20. August in Mpala eingetroffen. Del- commune'bofst, im Dezember in Lusambo zu sein.

gewonnen ar chire11 wir

“für die chierun

Schuldentilgungs L?skben bat,

Der Ertrag der

Jahren 981118173811. 111911 neuem rusten n1cht and818 Leute da

Der „Timeß“

unbaitbar8r als Heute. Jeb wiederholc also: niemals 8111 solch8r Präbentivkrieg geführt werden. cine B8w8gung, w81ch8 di8 G8111ütk181 vielfach 811891 bat. drt»; Behauptung (1111118118111, Deutschland und in 811181 Linie Fürst B1§111arch habe durch geW1ff8 Vkanipulationen, ja Fälschungen, w8lch8 an D8p81ch8n vorgenommen sein sollen, gebracht, zum Kriege prodocirt zu haben, zum Kri8g8 reizien.

Bei Schluß des Blattes sprach der Reichskanzler weiter wir werden die Rede morgen im Wortlaut vollständig bringen,

in Verdacht WM im _G8geniiz8il wir

Parlamentarische Nachrichten.

Deutscher Reichstag. 2. Sißung vom 23. November, 1111».

Der Sißung wohnen bei dcr Reichskanzler Graf von Caprivi, die Staatssccrctäw ])1'. von Boetticher, Freiherr von Malßahn, Freiherr von Marschall und Ho llmann, u ische Ktiegs:Minister von Kalten: preußische Zustiz-Minister ])1“. von

steht die Wahl der Präsi-

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 7. Sißung vom 23. November, 11 Uhr.

Der Sißung wohnen bei der Präsident des Staats: Ministeriums, Minister_d8s Innern Graf zu Eul811b11rg 1111d dcr Fi11a11z:Mini1ter ])1'. Miquel mit Regirrungs- Commissaricn.

Die erste Berathung des Geseßentwmrfs Aufhebung directcr Staatssteuern und der Denk- schrift iiber die St8118rreform wird fortgeseizt.

Abg. 131: Friedb8rg 8rklärt fich im 91013811 und ganz811111it der Er s8i für die Beseitigung der Doppel- besieuerung, wenn auch dadurch 8i118r großc'n Anzahi 11011 Grundbi-sißern 8111 V81111ög811Sz111vachs z11g8w811det werde, d81111 vi8iieicht Werde sich dafür sorg811 lasikrn, daß di8 Gutsb8zirk8 di8 Grundsteucr, die ihnen zufaÜe, für communale Zweckc' Verw811d811. Aber in 811181n Punkte sei

Theil entlastet,

sowie der Königlich prc born und der Königli Schelling.

Auf der Tagesordnun denten und der Schrift (ihrer.

Abg. Dr. von Marquardsen beantragt die Wahl durch Zuruf

110112888 ow zum Ersten Prä1d8111811, 8111 zum Er 1811 und den Abg. Dr. 5 1111111-

11111) schlägt vor den A d811 Abg. GranBallc bach 311111 Zw8it811 VicerPräfidentcn zu wählen,

Em Wid8rspruch dag8g811 wird nicht 815013811; dic dr8i 9811811111811 Abgeordn8ten_w8rd8n gewählt und 118111118n di8 Wadi da11k811d (111.

Zu Schrtftfübwrn werden 868nfalis dUrci) Zuruf auf Vdrschkag d8s Abg. ])1'. Von Marquard1811 gewählt die Abgg.GrafK[81st- H8r111843 - JaU8r,

R8gi8rung 8111v8rsta11d811.

Schmenzin,

_ Wichmann, Schn81der-Hamm,

b Schmidk- Elb8118ld,

_ Der Präsident ernennt zu Quäftoren dic Abgg. Böttcher und Zimt 8l8n. _

_ ngi't tft dcr Reichstag constiiuirt; S8in81“ Majcstäi dem Kaiser 11111) d18 vora8sch118b8118 Anzeige 8111811111 _w8rd811. _ gedenkt daraus der 1811 7281 [8151811 S8sfion 1181 - skorbenen M_1tg_[18d8r des Reichstags: von chist-Reyow, 111111 r18d1a11d8r, Kircha1111118r, 11011 €).)?8118r-A111S1vald8, 11011 as Haus ehrt das And811k8n dcr Verstorbenen in dcr

1ng8 augen Yi 8i118 Jnterpelsgtion des Abg. [ck12 Petri wegcn der S_tras; urqer Och18ßang8legenbe11, die auf die Tageöordnung einer der nachsten S_nzungen gestellt werden soll. Darauf nimmt das Wort: _Retchskanzler Graf von Caprivi: zw81Vorlagen_ vorzulegen, welche untereinander im Zusamm8nbang Ich bm m1r b8w_ußt, daß LZ ungewöhnlich ist, wenn in diesem Hause Vorlagxzi 1818111) 81n118_fuk)rt Werden. destowcniger “sur 11181ne Pflicht gehalten, um das Wort zu bitten, _ Bedeutung der b t d YzlitärYorxcle M _ck a, un _ wet _18 önen i 8 einung 1 in fal chen Ba 11811 8w8 t bai, wetl sie_ die Vorlage 111_1d ck18 Motive ni t kanntx). Ich wigll v8rsuch8n, _d18 öffentlichexMemung davon zu überzeu 811 111cht um e1nzeln8 Fragen, um etwas Unb8d8utend8s an elt, sondern vom Parteistandpunkt _ di8 Zukxmft Deutschlands 111 es nicht le1cht geworden,_ der Nation n8118 Opfer 11ng1 seit der letzten Aenderung 8g18rungen [md zu der Ueber- zquun gekommen, daß der b8118h811d8 Zustand 111cht fortdauern kann.

_ ernsten Gefahr, welche dUkch 81n8 Able nung der Vorlage für Deutschland entstehen kann. brauche _diese Gefahr nicht näher zu _8rört8rn. __undeten 'Reg18run en glauben dicse Vorlage n1cht binausschieden zu _ ktober 1893 wird der frübcste Termin sem, an welTbrm m1t d_81 Durchfübrung angefan Jahre 1894 Mrd die Wirkung der er Die volle Wirkung wird aber erst 11a Man _bat eingeWendet, "JM dezm _d18 Embringun :elner Zett, m welcher erhe ?“ weniger zu leiden haben, Infolge der socialen Gesc F„oment, Wo der größte manzen xu refoxmirén. Bebeutupg dteser Umstände , dte Aufschiebung der Vorlage sich erklären körinen. , das wir verlieren , ist unwiederbringlich_ verloren, jedes m Tpi! Anstand nehinen, di8 Rekrutenemstellxmgzu ver- t wiederzubringen. Es würde unverantwortl1chgewesen

_ and8r8 belastet w81d8, und zwar erade im 181519811 Augenbixk, ivo die schärfere Einschaß m111811sieuer die Bewölkerung erst d811118i8s11n11ü11ftig für eine fo_ große Maßr8g8l, daß sie sich in wichtigen S18118rVorlagen ' Reichs-Sicucr1)orlag811 ' Börscnftciwr, V8111tög8nsste118r Bc,üglich der Com111111talsieucrgeseßg8bung hätte & erwartet, daß die Regierung bcim Reiche 8i118 Aenderung d8r ZolidewiuLdertcäge ver- sucht Hätte, um den G81neind8n, namentiich d811 großcn Städten in- J11_ Bezug auf die Vcrmö ens- steucr wü11schtR8d118r mindestens B818ifigu11g der S18118rerbö ung bis auf 40/0 bei Einkommen über 100000 „161 Mi“lich 181 das ticfe Eindringen in die 81n18[11811 Verhältniffe, auch 8i8n di8 Veranla- Lcuie schwer verständlich. Ein weiterer ek) er sei, daß alle Vermögmsobjectc gleich behand8lt würd811, nun 8i11 Einkommen direct ergeben, oder erst dann, wenn 1" ie verkauft Werden. W811n große Vermögensobjecte keinen Ertrag 981181), _ auch k8in8 Steuer bezahlen, das entsp18ch8 d8n1Prn1ct kommensteuer; aber wenn man solche Objecte treffen wo 8, man dafür eine AufWandssteuer einführen, di8 1m_vor1g8n J erhebltche BesitzwechEsel-

. in Dänemarck bei Steuersäßen von 1-7 vom 8uß811 d8r Bevölke- a_rk bedeuten würde. _ fundtrt8n Einkommens dtes 111 Italien geschehe.

während der ung der Ein- s8hr Hart ang8faßt habe.

Der Präsident - Concurrenz

dikkcte S18118qu8Ü811 zu 8röff118n. Ick babe dem Reichstage

1111 Sgrundsäße für einfache hab8 es aber nichts-

und dann so sollten 118

daß es fich 8l8b11t sei, schaftssteuer, die z. B _ Hundert 11 Millionen Mark ergebe, w_as_ fur rungszahl nacb 8111811 Ertraxx Von "23 M1ll10118n Am besten sei aber die Heranziehun innerhalb der Einkommensteuer,_ w18 _ _ _ Würde das Arb8it€8inkomm8n Mit dem xevt en Says besteuern, das 118111ischtcEinkommen ausLarzdwirthfchafx Satze und das reine Kapitalemkommen mt _ winde man auch die Garantie erhalten, daß zu den bolzen Steuersaßen der Emkommensteuer keine Zuschläge m_chr _8rhoben _wurd der Vermögenssteuer di818 Garant18 m_ t vyrlte 8. [an könne er nicht zustimmen, Wenn _m t 81n8 ys__tems durchgeführt werde. runde auf fingirte oder erlasf s fehle noch ein Verwendungs

Empfehlenswert!) zu erledigen _ von denen Der N1- ierun zuzumut en. 181 Jahre sind ver unserer Militärverhältniffc. ' ewerbe mit einem höheren

die Vorlage tdem höchsten Saye. Dadurch

daraus bervorge 811 wird un , während bei Dem R8 orm- 8form des Gegen ein Wahlsystem, welches s1ch _ musse _8r_ protestiren. ?feh für d18 120 Millwnen, welche aus den, Ueberschüffen der Em ommensteuer angesammelt worden. Man ware für eine Andeutung über die Verwendung dankbar gewesen, denn es sei eine eigenthümltcbe steuer verlangt werde in einem Mark, für diesen Zweck geseßlich Vorschlag des _ werksteuer ("Zs em Rahmen der Vorl Rxdner als emen agrarischen; seine Anna nut der Ablebnun dxr ganzen .Vorlag würden dadurch g cbadigt werden zu Er hoffe, da der Vermögenssteuer d811 P

Onnen. Der 1. 811 werden kann; erst im 811 Ersaßeinstellungen ein- 20 Jahren und mit K8cht: nicht verschieben? _W1r leben weige der Volkswirtbschaft mehr stehen vor verm8hrt8n ?lußggben und wir befinden ugs 111 81n8m Deutschlands im Begriff 1ft, seme verbündeten 'Regterungen nicht verkannt,

mutbu-ng, daß eine E omente wo noch 120 festgclegt, vorhanden seien. Den die Gewerbesteuer und die Berg- en, bezetchnet der leichbedeutoxnd sein Werbetrerbenden unsten der Grund- und_ G8--

es gelingen werde, durch_Aussch81dur_1g an zur Durchführung zu bringen und em

8 we zulass aber trotzdem (1,

bäudebesiver.

meisten, ist n

"

* 9 .. _ kWerk zu voaenden, das dem Ideal der Gerechtigkeit möglichst bank omme.

Finanz-Minister Dr. Miquel: In Bezug auf den Wider tuch gegen den Vorschlag des Herrn von neue, die Gewerbe: und erg- werkssteuer aus dem Rahmen der 1.18 erweisung aus aschließen, könne er sich dem Vorredner nur anschlteßen, denn dadur würde der ganze Plan über den Haufe_n geworfen werden. Die Aufhebung der Reglsteuern könye mcbt fiir einzelne Besißformen ein-

efubrt werden, ' sondern 11111118 aÜgemein sein, wenn das e_fühl gerechter und gleichmaß1ger Behandlung aller Steuer- pßltchngcn hervorgerufen werden solle. Man würde dabei ge- '

'zwungen sein, die Unterscheidun von fundirtem und nichtfundirtem

Einkommen fallen zu lassen. esogders ungerecht sei die Brutto- besteuerung _der 2381ng8. die sammtlich gleichmäZig besteuert würdet), wahrend ibr8 Productionskosten_ ganz vers ieden seien. Soweit sei 81: mit d8m Vorredner 81nverstand8n,_ aber nicht 111 Bezug auf eine 'übrigen Ausfiihruygen. WF“: Vertheidi- gung des_ K_apita 9 MW unnötbig gewe18n, 1281111 die Regie- rxmg beabsicbttYe gar nicht, das Kapital 81nseiti zu belasten, fie wol18 vtelmehr das . a111talv8rmögen und das gewer liche und landwirtb- schaftliche 238111189811 vyllständig gleich111äß1gb8st8ucrn. Der Vorredner _behgupte, daß d18 R8g1erung _keine Erwägungen über die Eröffnun

111d1r8_cter Steuerquellen angestellt babe, di8se 181811 "aber tHat1ächliY se_1t81118m IaHre im Gapge. Was fie 8111811811, wiff8 81: i_8do

mcht, denn hier 81111ch81d8 nicht Preußen, 1011128111 das Reich. Das Verhot der Weinbesteuerung außerhalb der W8inländ8r schädige d18G81118111d811 sebr 8rh8blich, weil dadurch auch“ eine Heranziehung des Y18r8§ u_11d_Branntw81ns verdindert Werde. Dic G81118i11d811 zur Ein- fuhrung 1ndtrcct8r Steuerxz zu zwin 811, würde 81 nicht für recht balt8n; das 11111118 vollstandig der clbstV8rwaltu11gder Gemeinden und der Prufung)_11118r V8rbäktniffe üb8rlaff811 bleiben. Die Untersch81dung _zw1scb8n fundirtem und 11nf1111dirtem Ein- kommen_ 181 8111 Gebot d8r G818chtigk8it und könne des- ba_[b mcbt _umgan 811 werden, nan18ntlich nicht in dem Augen- bl1ck, wo 1918 Höchcsxt mangelhafte Lösung di8ser Frage mit den R8al- 118118111 Yretsgegeben werd8. D811Sa13: die d118cte11 S18118r11 dem Rezch, d18 Personalst_8118rn dem Staat und die Realsicuern den G8- m8111d8n,_ habe er niemals durch1übr8n wollen, denn di8 Gemeind811 haxten 81118 Doppelnatgr. Si8 hätt8n aucb staatliche Aufgab811 zu erf1t_[1811_u11d_d8sk)a[b mußt8n tkm8n auch di8 Personalsteucrn theilwcise 3119811191181) 18111. Der Vdrr8dn8r sehe 18131181 111 dcr Vermög8nssteuer 81118 b8sond818 BenachtH81ltgu11 des Kapitals; würd811 d81111 ab8r nicht der Grundbeszt; 11nd__das LWCTÖLVEL'MÖJM 81181111) b8hc1nd8lt? Der Grundh8s113 11858 1111 Kataft8r, 011111181 das Kapital so l8icht zu crmittc[11 sem 11181118, _181 schon 3111851815116. Wenn der Pian 1“ 811818, dann 1v8rd8_ d18 E111fübrung_ 81118r Kapitairet118nst8118r, 111 t zu 111119811811 18111, und ob dab81 das Kapital b81ond81s_ gut weg- kommen 1118rd8, _das müsse 81" dabingesieüt 18111 [8111811 chn das fund1rt8 E111k0111m811 innerhalb der Eink8111M8nst8uer 118- 11811811: w_8rd8, 11118 sVÜS ck dann mit den Zuschlägen b8si8llt 18111“.- Das fund1rte (T_mkommen s8i in d811 G81n8ind8n 1811111381 best8ucrt: folie es durch die Einkon11118nsi8ucrzuschlä 8 nochmals [181811181 W8rd811? D18 Ver1uch8 a11d8r8r Staaten, nament ich Italiens, 18i811 s8hr 1111- voilkommwi, _W8il sie zwischen d811 verschiedenen BefiZarten unter- sch18_d8n._ Dre Vermö enssteiwr schließe 8i118 solche 11tersch8idung Vollstandtg aus._ Ein ahlgeseß solle 111181) in di8scr Session, so- bald ais thunltcb vorgelegt 1118rd8n. Die Negikrung babe 81118 E1iisch81du1tg darüb8r noch nicht tr8ff8n kö1111811, d81111 w81111 dgs Wahlwcht nach “881 ersten Zahlung b81118ff8n w8rd811 folie, MÜ"? die R8g18rung erst wissen, wie die Steuern vcrtbeilt 11181d811. Das Haus Habe 825 i11111181: in der Hand, das Wahlg81813 mit der R8forn1 zu verknüpf8n. _Der Wrredner Vermisse sodann e_in Verwendungs- geieß. Werxn d18S18urrrefortn durchgeführi1verd8, so wiirden manche Harten 81111ieH811, Wenigstens in der ersten Z8it. D8r Vorred118r w81d8 daher wvbl nichts dageg811 einzuwenden haben, Wenn die 120 Millionen dazu V8rw811d8t würd811, um d811bilflosest8n G8m8i_nd811, ZVSi-ÖL b8sond8r§ durch die Schulkosten [381811181 werden, .z11Hil18 zu ommen.

Weiter 111111111811 bis zum Schluß des Blattes noch das Wort d18 Abgg. GrafLimburg-Stirunx (co11s.), Hansen (fre1cons.)_,Kraus 8(11[._) und M8118r-B811111(dfr.), über deren Reden 1111r morgen b811ch1811 werden.

Theater und Musik.

Neues Tb8a181.

Nach drm gliicklich811 Verlauf der „prig811i8“=A11ffük111111g811, mit d811811_das Neuc' THeatcr_8röff118t wurde, war di8 81118 Novität nicht 13011 81n8111 8denso_8rfceulici)8n Schicksal begünstigt. Man gab g8118rn Ab8nd .Die L18b_8sl1and[8rin“, ein japanisches Bühncnspicl, dessen V8rfass81in _d18 Frayzöfin Judith Gautier ist, die 11011 ibr8tn Vater d18_ poetische Anlage und N8ig1111g gcerbt haf. Den Werik) tbrcs Schauspiels „,)-11 1118101131166 (18 50111'11"0* 1181111811; man 118111) der gesi8rn gehörten, Von Sigmar Mkbrin-g [ck8- sorgt811 B8arb81tu11g, di8 ste_b erst wi8d8r auf dic Saar7sch8 Ueber- scßung 1111151, nicht abzxiscbatzcn. D8r geringe Erfoi , d811 1718 Vor- st8llung fand; 'kann aus Mancl _an Handlnng 11i t zurückge'fiibrt wcrd8n,_d811n 1_n dcm Stück 11nd die Erlcbnisse zweier G81181ati0n811 abgehandelt; 111 d811 b81d811_8rsten Arten w8rd811 die Geschicke d811 Eltern, in d811 dr8i [8131811 d18 Schicksale ihrcr Kinder in Wort und Viid darg8st8llt. Was d18_Lang8weile und den 111111111111 gesikrn 81- zcugt8, _war 1118 auHcmanderzte-bende, Weitschwkifige Art, mit d8r ganz üb8rf1ij1sige N8bend1nge 81ng8führt wurd8n. Die V8rfaff8ri11 v8rlegt den Ort dcr Handlung na_ch dem fernst8n Osten; Frauen und Männer 8rsch8i118n in d811 sarb811prachtig8n Gewänd8rn Japans auf der Bühne; ihre? Denk- 11_nd_Ha11_dlungSweise ist (1681 1118111_ab8ndländiscb-franzö1isck) als morgenlandnch-xczpamsch. _Em reicher Kausmann führt 8in8 Wicht- 1fertig8 L18bcshand18r111 als zw_81t8 _thtin in sein Haus und Vcrtre'iht dadurchs81118 8rsi88dl8G8mahl1n mrt ihrem dreijährig8nSök111l8in. D18 neue: Gattin, d18_1k)rcn Mann natürltch nicht liebt, raubt ibm alic Kostbarkciten, zund8_t de_m Betbörtcn das aus 1"!me chxf an und flüchtet 11111 einem jungen Schiffs 118chtz dcr 181 8 Kaufmann Miiß 111111 bettelnd durck) das Land zi8b811; _ se1n8 erste Gattin st1rbt am W898 und der zufällig dicse Straße ziehende Fürst nimmtsich_d8s_verwa1sten Knaben an. Als dieser erwach18n ist, entbrennt er 111 L18b8_ zur Tochter der unwürdigen Nebenbublerin seiner todten Muttzér; dxe Lösyn des Conflicts wird durch den fr_81- willigen Tod der L18_b8sbandl_81m gherbeigeführt. - Das Ganze ist 81n8_ romantische G81_ch1chf8, _1n der manch zarte Empfindung und au v818111z8lt_ 81n bumoristisch81 Elnfall auftaucht. Die du tige L1eb_8s 88118 des dritten Actes fand 1n1t ihrem fin111gen_poetis 8n_ Zauber, der von einem sehr hübschen Lied getragxn wird, am m_e1sten Bei all; leider zeigte der vierte Act wieder sovtel_Z8r_fabrerxbeit, daß ier der Unmutb des Publikums bei Gelegenhett 81n81: larmenden weiblichen Straßenversammlupg quf der Bühne steh h_örbar m_achte. Japanische Ei enart trat nur 111 8111- YUM nebensachlxchen Dingen hervor; so 81 (ist der Liebende sein - rieflxin durch 81118 schW1mmend8 Schilfblütbe, und die Liebeshandlerm giebt 11ch den Tod durch de_n Saft einer japanischen Giftblume. Im übrigen hat auch das japanische Gewand einzelne Kra [1811811 des Stücks _8rh8bl1ch _ gemildert. Jm Publikum fan die romantische Mar engesch1cht8 wenig Anklan und auch dex auß_8r8 fremdländiscbe Zu ch111tt,konnt8 über die wächen des Stacks n_1cht hinwegtäus e_n; zud8m_scheint es dem Uebersexzer Und _dem Bearbetter an dem nöt_1gen Geschtck emangelt zu haben. Fur, 81n_Volkstt_1_eater, das ein natveres und an pru sloseres ublikum 111 seinen Rgumen _yersamm8lt, UC?) __?akt pruch1kv§t e Yen? T 8at81_,', wäre das Stuck in einer 8 i en 8 a vie ei pa 811 er eween. ,

Dieß arstellun konnte (Yuki 811. 2711 _der Rolle eines jungen»- Liebenden erwarb ckck) Herr i's eld verdzente Anerkennun ; er Lyricbt mit warmer, angenehmer Stimme uberzeugend und t

emperament; Unbeholfenbeiten, die noch manchmal stören, wird er.