1892 / 285 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 01 Dec 1892 18:00:01 GMT) scan diff

ein Mann, der fiel; in dem Alter befindet, in drm wir an- erkennen, daß unsere Unteroffiziere berechtigt sind, eine (Zivilver- sorgung zu verlangen, weil im allgemeinen ihre körperlichen Kräfte nicht mehr ausreichen. Es ist doch notorisch, daß in verschiedenen Schichten der Bevölkerung die Leute fich schneller consumircn, als es in den wohlhabenden Schichten der Fall ist; es ist notorisch, daß es eine große Anzahl von Berufen giebt, die den Mcnschcn schneller consumiren oder ihn wenigstens in seiner K'ricgsbraucbbarkeit be- schränken.

Also wir [affen die jungen Leute zu Haus;: und ziehen die alten Lenke ein. Der Aeltere ist mir militärisch weniger wcrtk) als der Jungk, nicht bloß körperlich, sondern auch um deshalb, weil er soviel länger aus der Truppe heraus ist, wie dcr jüngere Mann. Das ist der militärische Nachtheil.

Nun kommt der wirtbschaftlichc Nachtheil. Ick) ziebc dix: Leute ein, die Steuerzahler find, die fich einen Beruf, ein Gewcrbc gc- grütkdet haben, die eine Familie haben, dir ctira-Z für dcn Staat leisten, und ich lasse die Laute zu Hause, die noch nicht so weit smd.

Und endlich finanzieU! _ Ich ziehe Lrute rin, von denen ich im voraus Weiß, daß fie in einem ungleich höheren Maße ZnOaliden- r*cnfionen und Familienunterstüyungen beanspruchen, als wenn irh junge Leute Einziehen Ich schwäche die Steuerkraft drö Landes und brlaste das Land finanziell.

Es ist doch undenkbar, daß man gewillt sein soli, einr'n solchen Zustand längcr fortbcftchcn zu lasssn, und ich Haltr es für absolut undenkbar, daß das in der Bevölkerung populär sein soll! Ich bin der Ueberzeugung, ohne die Rekrutrnmüttcr odcr dir Landwehrsraurn zu fragen _ im Lands ist die Ansicht sehr weit drrbrcitet, daß man mit diesem Zustande brrchen niuß. Ich babe das vcrigr Mal schon angedeutet, daß dieser Zustand zum großen Thcil willküriiche Mai;- regeln zur Folgr hat, das; er eins Ungleichheit Vor dem Grieß statuirt, daß er in seinen moralischrn Folgrn hier und da [*:dcnklick) ist, imd ich hätts geglaubt, daß die Frrtschritt-F-partci nichr io hcstig gegrn diese Veränderung auftrétcn würdr.

Jah entnckz-me cinem Programm drr Fortschrittsrartri vom Fabre 1878 Folgendes":

Entwickrlung dcr Wilen Webrkraft dcs IQolfs «Hört! [)ÖTTJ rcchts) unter Schonung der wirtbschaftlichrn Jntrrcffrn; dahrr Vcr- minderung und gleichmäßigere Vertheilung drr Militärlaft durch Verkürzung drr Dirnstzsit und voile Durchführung der allgemsinrn thrpflichi. (Hört! Hört! und Hritcrkrit rccbts.)

Nun sage ick): wir wollrn bier ändern! _ und nachdrm wir angr- fangen haben, was Sie (links) frübrr wolltcn, da sagen Sie: [iki]?- nun Wollen wir nicht mrhr! (Grrßc Heiterkeit.)

Wir ziehen also die alten Lrutc ein und lassen dir jiingcn zu Hause, oder ziehen sie erst später cin. Was sind das für alte Leute, die wir einziehen “.) Nun babe ich [*cutc einc Beledrung von dem Abg. Richter bekommen, von der ich um Derirschlands willen wünschte, sie wäre wahr. Aber fie ist absolut falsch. Dcr Abg. Richter hat bc.- bauptet, dic RrscWrdiviswnrn faßten fick) _ ich weiß nicht: ganz oder _;Um großen Theil _ aur? Reservisten zusammen. Ja, da sieht man: man kann Ein politisches A-B-C-Buck) schreiben, was ganz grschickt ist, und kann doch im militärischcn A-B-C noch cinigrrmaßrn zurück sein. (Heiterkeit) Das ist für drn Einzelnen an fich ja ksin Vor- wurf. Warum ? Das ist ja Sache drr Fach1nännrr, dics zu k?nnen. Aber ich wünsckytc doch, man [zich mit dem Urtheil zurück, wcnn man in diesen Dingen nicht ganz zu Hause ist. Faktisch liegt dic Sachs so, daß, ausgenommen bei der Garde, dir rim: größere Regimenter- zahl und von jrdem einen größeren Etat hat, und dadurchkin drr Lage ist, mit einer jüngcrcn Altersklasse anszukvmmen, in keiner unsercr Nescrdedivisionen die Jnianterie aus* Nescrdistrn zii- sammengeseßt ist. Diese Divisioncn bcstc'kkcn in idrcr anantcric durchweg aus"“ Landwehr. Und mm kann ich mir erklärcn, worin die: falsche Rechnung dr-Z Herrn Abg. Richter liegt. Er hat schon früher gewvßi, daß vierte Bataillonr aufgcstcllt sein sollrn. Adrr da rr 85 noch nicht officiell wußte, [ULT er davon nicht Act grrwmmcn. Es sokl bci uns planmäßig im KrirngaUc jcdcs Jnfanrrricchimrnr, ausgenommcn dic Garde, cin viritcs Bataillon aufstrllrn. Dieses rierte Bataiilon soll in feiner Bcirhaffcnbkit glcicb sri" drm Feld- bataillon. Dirs wird zusamnrcngesrxit aus* Rrscrvistxn. („*)uruilinkx?)

Es bleibt also kein Reservist übrig für die Rcscrvrdirifion, dic vierten Bataillons rücken mit iHrenRrgi-nrrrfrrn als dcrrii inirgrirendcr Theil aus.

Der *Hcrr Abg. Richtrr ist, indem er dic franzöfischc Trgaiiisaticm so rifrig stiidirr Hat, der Meinung gcwmdrn, wir woÜtrn auch régi- 1k1011i§ mixt». machc11. Tas licgt nicbt dor. Wir rückcn mit drm Fcldrcgiment zu vicr Batailloncii aus. Diese: und dir Ersaßbafaiüonc ronsumiren UZÉ-t allein das, waö wir an Nrscrvistcn [*ab-cn, iondrrn dcr uns verfassungsmäßig für dir Einstsilung in dir Feldfrch zu: stehende jüngste Jahrgang dcr Landwrirrrn wird »Wéb 110ch in die Fsldtruppen eingestellt. Alles, was in dir sogcimimrc Rcservxdivision kommt, ist Landwckyr crstcn Auigcdcrs, grlxört also zu den Lrutcn, die durch die Reorganisation drs Kaiich Wilbclm aus drin Vrrbandc mit der Feldarniee ausgeschieden wc'rden sollirn.

Abcr nicht allein das, auch die Landwrdr zwcitcn Aufgebots, wie ich schon11culichanzudeutcn mir erlaubt [:nbr, wird zum überwiegenden Tbeile am crsten Mobiltimchringsmgc nwbil gemacht; €? wird ein Theil des Landsturmcs mobil gemacht, und wcnn ich den Iandsturm vor dem “Feinde brauchen will am rrsic'n Taxis oder in der crstcn Woche, so licgt es nur“ der Hand, ich kann nickt diese ]"imgcn, viel- lriä)t vom brsten Geiste bkssclten Z).)iäimrr in den Landsturm cin: stellen, ihnen die Flinte in dic-Hand gcbrn imd sagi'n: Seid Soldaten sondern, wenn ich den Landsiurm frühzeitig braurhrn will, crübrigt iiur, daf; ich dicjcnigcn _ und daz gcstatict das (“*Icseß _ vorneweg Heranziebe, dic gedient [)adcn. Alfi“ wicdcrum: Tcrselbe Mann, der friiher cingestellt wvrdcn ist in die Truppe, wird verfolgt bis in seine Landsturmjadrr, wälércnd auch im Landsturm die jungen Leute nicht herangezogrn wrrden.

Ich habe ncuiicb davon gcsprockwn, daß die Jahrgänge, die die Bafis unseres Miiitärsvstrms bilden, zu schwach wären. Ich babe dann ein Gleichnis; von dcr Pyramide gebraucht und gesagt, [“Nun-dic Grundlage zu schwach ist, dann wird die Spitze dchyramidc wacklig. Die Schwäche habe ich nicht, wie der Hrrr Abg. IiiÖt-rr mir im- putirtr, in dem Mangel der Landwcbr gesucht, 1,“ rndcrn in der schwachen Baüs. Ich will ancn ein anders; Gleichnis; vorführen: Sie bauen ein Haus“ und icizrn immrr (inc Etage nach drr andern auf: das? Haus wird warflig. Wir iind aui dicscm Wegs in Zustände grrärbrn,

345 735 “234 «;(», sodaß also den Einzrlstaakcn aus den Ueberweisungrn

Ich will aber doch noch einen Blick werfen auf die Weise, wie

fie auf den Einzelnen wirken. Was giebt ck Ungerecbteres, fast

Grausameres, als Menschen im Kriege zu Diensten nötbigen wollen,

zu denen sie nicht fähig find? Ist es nicht eine Grausamkeit, einen

nicht außgebildeten Mann an den Feind zu bringen, der nicht im stande

ist, sich mit der Waffe seines Lebens zu wehren? Ist es nicht eine

Grausamkeit, alte Leute _ wicderum „alte Leute" im militärischen

Sinne _ in einem Bewegungskriege zu verwenden, in einem Kriege,

für den nun einmal ihre Gliedmaßen nieht mehr hinreichen? Muß

es nicht das Ziel einer jeden vernünftigen Organisation _und Heer-

führung sein,- den Rahmen so zu gestalten, das; die Mcnsrhen je nach ihrer Qualification gebraucht werden können, daß fie aus dem Ein- zelnen den höchsten Nußen herausziebt? Tbue ich das, wenn ich junge Leute ziehen [affe und alte einstelle? Nein. „Wir können sehr wohl in die Lage kommen, wo auch der älteste Mann, auch der Krüppel noch mitgehen muß. Die Türken haben uns vor Plervna gelehrt, daß, wenn man hinter dem Schüßengraben liegt und ein Grivebr hat, was ungefähr wie eine selbstthätige Maschine wirkt, man immer nur mit eincr Hand kerauSzukommen braucht, die spannt, abdrückt, ohne daß der Mann sui) selbst einer nennenöwerthen Gefahr ausseyt, und daß doch eine solche Handhabung von Waffen von großem Nutzen sein kann. Wenn ich aber dieselben Leute, die in solchem Gebrauche 5 13 Plewna nützlich sein können, im Feldkrieg gebrauchen wollte, “Tag und Nacht marschiren [affen wollte, alle An- fordcrungrn an sie stellte, wie ich fie an die guten Feldtruppen stelic, so müßten fich diese Leute ruinircn. Ick haZe die Behauptung aufgestellt, unsere Armee wäre in ihrer Kriegsorganisation zu schwach, zu alt und zu lose geworden; diese Behauptung erhalte ich vollkommen aufrecht. In diescr Behauptung liegt“ gegen keinen Menschen ein Tadel, Altwerdrn ist nicht tadelnßwertb, der Tadel würde nur die treffen, dir einen altrn Menschen an der falschen Stelle gebrauchten. Ich habe aber auch _ und ich lege Werth darauf, das richtig zu stellen _ kein? ?leußerung gethan, die dahin ginge, daß ich Vom deutschen Sosdaten irgendwie geringer dächte, wie von irgend einem der Welt, und ich bitte deshalb um die Erlaubniß, die bezügliche SteUc aus dem Stcnvgramm meiner [chten Rede vorlesen zu dürfen: „Wir Habcn noch heute pcrsoan nach meiner Ueberseugung die

Ucberlrgenkyei't über jede andere Armee; unsere Grneralc find besser, unsere Offiziere find beffcr und unser Mann ist besser. Wir haben die Vköglichkeit, unsrrc Stellung zu erhalten; aber woran es fehlt, das ist die: Stärke und die Organisation. Wir sind zu schwach, zu alt und zu los,: in Brzug auf unsere Kriegsorganisation, und wir wolicn verstärken, verjüngen und veckeffern.“

Staatssecretär Freiherr von Malßahn:

Drr Herr Abg. Richter Hat einen Saß der Wronrcde bcmängclt, mit welcher Seine Majestät der Kaiser dem Reichstag eröffnet haben, und er hat gegen dicjenigc Strllr, wclche berufen war, den Entwurf dicse'r Thronrede aufzustellrn, dm Vorivurf erhoben, als sei der Ent- wurf so aufgestellt, daß Seine Majestät etwas Unrichtich an dieser Stellr gesagt haben. Diese Ausführung des Herrn Abgeordneten ist mir nur dann erklärlicb, wrnn er entweder den Wortlaut des be- trsffcndcn Zaßcs in der Thrcnrrde nicht genau beachtet hat, oder wrnn ihn die genaue Kenntnis; unssrer Etatévcrbältniffe, die wir aile an ihm sonst kennen, in dirscm Augenblick rorüdcrgrbend vcrlaffcn Hätte. Mcine Hrrren, was sagt dsr von dem Herrn Abg. Richter citirw Sai; drr Tbronrcdc?

Ungeachtet der nicht unerbeblichrn, im allgemeinen imicrbalb dcr planmäßigen Grenzen fich strllcndcn odrr auf rcchtlichcn Ver- pflichtungen beruhenden Mehrausgaben, welche der Rcickysbausbalts- Etat für das nächste Jahr in Aussicht nimmt, werdcn die Bundes- staaten in den ihnen gebührenden Ueberweisungen eine mehr als außrsichcnde Deckung für dic allen gemeinsamen Matrikularbciträgc vom Reich Empfangen.

Nun sagt der Herr Abg. Richter: .Es stehen im Etat 355 Miliionrn Matrikularbciträge rund, 349 MiUionen Urbcrweisun- grit. Wie können diese Ueberweisungen jene Matrikularbeiträge deckcn?“ Das steht auch nicht in der Thronredr, sondern cs strkxt 111r darin, daß rine mcbr-als ausreichend: Deckung für die Allen gemein- samcn Matrikularbeiträge wird gefunden wrrdcn. (Heite'rkeit links.) Ick). bitte, meine Herren, lachcn Sie nicht, sondern vergegenwärtigen Sie sich die Lags unseres Etats. Zn dcn 355 718 797 -;(, wclchr als Matrikularbciträgr im Etat stehen befindet sich eine “Summe von 0053 563 „;(, welchc kcineéwegs gemeinsam von allrn Staatcn gctragen w'rd, sondern welcbe diejenigen Staate'n, wclche nicht zur Postgcmrinscbaft, nicht zur Brausteucrgcmcinscbaft u. !". w. gchörrn, vorwrg als Aequivalent für dicjenigsn Stkucrn aufbringen miiffcn, welche innerhakb diescr Gemeinschaften aufgcbracht werden. Erstwenn Sic dicse Summe abziehen, kommcn “Sie auf dem wirklichen Bctrag drrI)iatrikuiarbeiträgc, wrlchc nach dcm in dcr Vrrfaffung bcstimmtcn Maßstäbe gcmcinsam von allen Einwoiénern des Reichs getragen wrrdcn, imd dieser Betrag beläuft fich im Entwurf des Eta? auf

über diesen Betrag hinaus noch eine Summe von Z 482 766 =“; vcr- bleibt. Ich glaube dadrr, daß der Saß drr Tbronrcdc vollkommen dem Inhalt der Etatsvorlagc entspricht.

Der Herr Abgeordnete bat ferner einen Satz von mir nicht richtig citirt; er hat, wenn ich rccht vrrstanden [)abr, gesagt, das; ich ausge- führt hätte, dir Uebcrsckyüffe ch laufenden Jahres seien _ bci drn Ucbcrwcisungötifeln _ so gering, da?"; Höchstens 1? bis Miklioncn an die Einzelstaaten fallrn würden. (Abg. Richter: Nachträglich!) Das habe ich nicht gesagt, sondern über den Etat hin- aus, (Abg. Richter: (Jewiß, nachträglich!) aber, maine Hrrrcn , drr Etat srlbft Ha: für die Einzclstaatcn _ und ich nenne wieder dic Zahl nach Abzug der Acqrrivalcntc _ eme Ueberweisung von netto 40505 219 »“ in Aussicht genommrn, zu denen diese U bis L:? Millionen für dies Jahr hinzukommen.

Der Herr Abgeordnete hat unter der Heiterkeit cines Theile»; dcs («,odcn-Hauses dargestellt, wie der Staatssccrctär dcs Reichs-Säxaßamfs mir dem Hut in der Hand im Lande bcrumgcréist sei, um *die-Finanz- thster der Einzelstaaten: um gütigen Ruth und Belehrung zu bitten, woher wohl die Einnahmen genommrn werden sollten, aus denen die Militärbedürfniffc gedeckt werden könnten. Selbstverständlich rst diesr Darstellung eine völlig irrige. (Widerspruch links.)

Die 5Ilchrrbeiiung der Gesetzentwürfe, die anrn demnächst zugeben werden, ist rcchtzeitig innerhalb der Ncicbsbcbördcn erfolgt und zu der Zeit, als, was ich gar nicht lcugnc, ich mich mrincr Ver:

die' nach iiiriiirr iirl'rrer-ZUUZ ifaarkick) nickt i.:«ngcr 311 duidrn find.

pflichtung grmäß mit dxn Finanz-Ministcrn dcr außerprcnßiscch

Planes vollkommm feft, mtb üb babe mit den sämmtl'uhm-Herrenm auf Grundlage der hier bereits aukgearbeiteten Grundzüge verbandelt und babe, wie ich gar nicht anders erwartet babe, überall nicht nur Verständniß, sondern ' vollständiges Entgegenkommen und fast in allen Punkten volle Uebereinstimmung mit dem, was ich vor- geschlagen babe, gefunden. Ich bin dem Herrn Abg. Richter dankbar, daß er nach dem vielen Unsinn, der in dieser Be- ziehung in den leßten Wochen und Monaten in der Press geétanden hat, mir eine Gelegenheit gegeben hat, dies mit einigen Wort:“n bier aussprechen zu können. Die Presse wußte allerdings, als die Con- ferenzen stattfanden, noch nicht, um was es sich handeln würde. und deSwegen war auch die Beunruhigung noch nicht vorhanden, ron drr der Herr Abg. Richter uns vorgeworfen hat, das; wir sie in den Taback bineingetragen hätten. Nein, meine Herren, das haben wir nicht gethan, sondern die Erörterung über die Einnahmequellen, aus denen wir die Militärbedürfniffe decken wollten , find innerhalb der Reichsbebörden völlig secret gehalten, und nur durch Jndiöcretion von anderen-Stellen find sie binausgekommcn, nnd die Presse d;? *sich der Angelegenheit bemächtigt. Speciell, was den Taback betrifft, kann ich dem Herrn Abgeordneten sagen, daß seit dem Beginne der Erörterungen bis zu dem Moment, wo die Angelegenheit an den Bundesrat!) gekommen ist, mit AuÖ-nahme einer einzigen Notiz, durch die ich eine irrtbümliche Nachricht der Presse richtig gestellt habe _ eine Notiz im .Rrichs-Anzeiger' _ keine Silbe von mir in die Ocffentlichkeit gekommen ist, sondern nur durch den Interesienten selber. Aber, meine Herren, es war bekannt, daß für die militärischen Aukgaben Mebreinnahmrn gefordert werden sollten, und die 23an- von der Tabacksindustrie haben selber genug seit Jahren für di? Vc- unrubigung in ihrem Krsisr gewirkt.

Nun sagt der Herr Abg. Richter. daß die 58 Millionen, dir ich

Vorher vorgerecbnet karte, noch nicht einmal an die 64 MiÜionen beranreicbten, die aus der neuen MüüäWorlage demnächst als Mehr- aufwand entstehen würdsn. Ja, das ist richtig, aber diese Yiebr- ausZabc von 64 Miilionen entsteht jeßt noch nicht, sondem erst nach Verlauf von meßreren Jahren, und nach den Erfahrungen, die ich bisher über die Stellung des Reichstags gemacht habe, namknxlirh aber nach den Erfakrungen, dir ich über das Vkrkaltcn der druii'Ö: frrifinnigen Parteien in Steuerfragen gemacht hab?, habe ich ck.- für völlig unmöglich gebaltsn, das; die drutscbfreisinnige Partei den drr- bündeien Régierungen einen Pfennig mehr Einnahmen bcwikligrn würds, als str im Augenblick bedürfen. Wrnn die Herren in désirr Beziehung anderm: Mrinung sind und uns Einnahmen im VOWU-Z brwilligen wollsn, so würden wir uns cinem solchrn Entgegenkommen gegenüber keincéwrgs ablehnend herhalten. Dann, meine Herrkn, möchte ich noch einen Punkt erwädncn. Dcr Herr Abg. Richter bat fich darüber brklagt, daß er und viele seiner Collegen mit Zuschriften von Beamten darübrr übrrfchwcmmt würden, daß die Vramtcnbesoldung nicht endlich wcitcr frrtgxfülirr wrrde, und daß sie dann immer antworten müßten: Wegen der Militärvorlagen cht ck nicht. Demgegenüber will ich doch noch einmal daran erinnern, daß bereits während msincr Amtözeir die verbündstcn Regierungen cine Vorlage betreffs Erhöburxg ron Beamtenbcsosdungeu Ikonen vorgelegt babkn, welche im Rrirbstagr und speciell auf Betreiben der freifinnigm Partei srdr wefentlixl" br- schnitt€n worden ist. Hätten die Herren damals dicse Verlag? an- JMOMMM, so würde Eine große“ Kategoric dcr Beamtrn dereik-Z? Z'--.'*.ir-: im Befiiz einer Mehreinnabme sein. (Brady! rechts.)

NÖJ- Vb)" Kardrxrrr (RLF): Den Grenzbewobncrn [irgs die Frage rmcr Hérresyerrtarfurx? i_iabcr als vielleicht andr'ren Bewohnern der Monarchic; da eine Ml itarvorlage kommen würde, habe man in gewußt, der_in der erchskanzler habe schon im vorigen Jahre rrklärt. daß die _brkyrre __Bevolkrrungsziffer ausgenußt wrrden müsse. 11:1- erwartct yer allerdings _dte finanzieUc Wirkung der Vorlage: und dsr Umfairg de_r Nruforrprxtwu. Man [76158 nicht geglaubt, daß mm: von deri btsbkrigrn Tradtttonrn _in der Armce in diescr Beziehung abgrdcn nxurdr. Sxit "25 Jahren batten die consrrdativen Partrien gckanwir fur die: Aufrechterhaltuxig _der drei'ährigen Dienstzeit, und zwar auf Grund dcrböch1ienimlitari1chen utoritäicn. Schon in drr (Crn- [l_iCtZßAt habe K_r_i_c stmister von Noon auf die Möglichkeit drr Eiri- subrung der zwetxayrtgerz Dienstzeit der Infanterie hingewiesen. Glxicb- wobl hczbg drr lwch1elxge_ König Willhelm mit ciscrncr Festigkeit an der drcixahrige'n Dienstzeit festgehalten, und Feldmarschall Moltke sri bid zulc t, wie er glaubr, em Gegner der zweijährigen Dienstzeit ;_wwxsrn. Er( _*rdncr) rrkcnne an_„ daß die' zweijährige Dienstzeit ihrs crbebliäwn Vorzugc h_abe, namrntltcl) in Bezug auf die älteren Leute, die rm'ar- dadurch gexchont würden. _Das Urtbeil der militärischen Aurorxtärrii gehe dahm: WII- wir an Quantität grwinnen. vrrlirrru wir ar_1_ dcr Lualrta_t__drr Armee. Das wäre ein bcdexklichrs Ergebnis. Dre: politiichr Lage sci sink irdr fricdlickéc, und scznc __(dcs Rxdner-Z) Partei freue fit!), daß auch daß Ver- haltnis 3U_Rlzßland_Ylch beffrrc. Cr brdaucre auch mit dem Nricbs- kanzler, da!; die den 6 Panr, namontlicb dic Wiyblätirr, in nchr- aritxvcrtl1chrr_ _und die Runcn auf:“; tiefste bc!cidigcndcr Wr??? Tir rrxsxischcn Zustande qugriffen. Viel grfäbrlichrr aber für dcn kn.":- paiychrn Fnsdrn_1cheme ihm ein_ anderer Vorgang zu icin. Dsr NÖ,). ].)r.L1eb€r babe m chr Mainzer Katholikrndersammlung für die Wicker- hexsteilung_der weltlichen Macht des Papstes grsprochcn. Man wisst, daß; die Fubrsr nicbt Deutschland deshalb in cinrn abenteusrliaicn Krieg verwickcln wolltc'n. Aber man wisse auch, daß solche Aeirßc- rrmgcn in Italien nicht unbeachtet eblieben seien, namentlich da iich _einc gewisse Neigung zu Frankreich Lisrrit mache, die in der lcßrrn _),rir immer mehr zugenommen babe. Auf das nationale Enivfindrn mache es keinen guten Eindruck, wenn von der weltlichen Herrscbaff ch Yaapstes gesvrochm werde. Er erinnere an die Rede Criöri? in

lermo. Yian mögc übcr Crispi als Staathann denkxn, iris nix:: wolle: eins aber werde man kaym bezweifrln können, daZWCriIri irrt? emen Zußerordentlicb feinen Instinct für die verschiedenen Strörniiixgcn dex önmtlichkn Meinung in Italien gehabt__babe. Wenn er also ic gewrdihen habe, wie es bekannx sei, so lane 79575 [cldék eins:“; ?)Tück- )chluxz zu, daß _in Italien cine rranzosenfteundxtchere Strömung, als re bisher geweien sei, brrrscbe. In Frankreich erwarte: man den uqung deZ_C'_rveriments, welches man hier machr; von einer Be- unrubtgung ici dg garnichts zu merken, und die Ablehnung der Vor _ e würde (1110 dort auch keinen Eindruck machen. Finanziell un- nxöglr set die _Aufbringunkz der 60 Millionen a_llerdings nicht; aber die wrrtßschaftltchen Verbä tniffe x_etcn durchaus nicht ut. Den wirth- xclxaftluben Rückgang der Jndrrstrre habe der Reichs anzler schen cr- wahnt. Aber auch die Landwtrtbschafdstebq m t übrrall glänzend da. Der guten Kornerntc steht? eine [cl)r !chle tc Fiittercrntr und eine _mindkrwcrtlzige _Zurkerrübcyernte gegenüber. Die Land- wirtbjchaft crlcidc grrZZn Yorluit durch die Maul- und Klauen- seuche: man schäßc den ' erlujt aus O Millionen Mark. Wenn man drn St_eucrsaß für den Branntwein von 50 auf 55 „5 erhöhen wolle, w hedeute das namsntli für die kleineren Brenner einen großen Ausfall. _Das L_giid cntvö fers fick) fortdauernd und dir Rr- grerung babe dicwm Z).)kisstzmde bis[*cr_niit schönen Wortcn gcgenüdrr- gestanden; namentlich hahe sic in drr Währungsfragc nichts getban. Der Rückgang der Landwrrthicbaft [*„cdrutc auch dir Vrrmindrrung der Wehr- frait des Landré, deshalb miine dcr Landwirthscbafr cholirii wrrdrn.

Brmdeßitaatrn in Verbindung grskizt [Fake, standrn dir Grundzügr dirie-F-

Hierauf vcrtagt sich das Haris. SÖiUZZ 41,2; Ukr.

'Zwéite Beilage

5 .

zum Dentschen Reichs-Anzeiger und Königlich“ Preußischen Staats-Unzeiger.

M 285.

Parlamentarische Nachrichten.

Dem Reichstag ist eine Denkschrift. _betreffend die Vor- bereitun en für die Berbeiligung des Ret_chS_ an der Welt- ausste -lung in Chicago, zuge augen. Es ist tbr zu entpehxnen, da)“; die Vorarbeiten soweit vorgeixcbrrttrw find, daß _der mit ihrer Lertun betraute ReichScommrffar scmcn Amt-Zmz denznacbst nach Zhiccro zu verlegen haben mird. Bundré-ratb und Reich_§tag haben die Wichtigkeit des Unternehmens für die Gestaltung unmes überseeischen Ausfußrhandels anerkannt, indem durch den Nazchtrags- Etat zum ReichsbausbaltL-Etat für 1891/92 und durch den Erganzurzgs- Etat zum ReichshaquaÜs-Etat von 1892/93 Kap. 3 TU. ?_1_ ms- gesammt drei Millionsn Mark zur Bestrertrxxig_der aus der Bethetügung des Reichs an der Ausfüllung erwacbsc-nden Kwiten Hererrgeftcllt wurden. Die Erwartungen we, Ln einkr regen Antbcilnakme der deutschen Juz dustrie find durck) die'“ batiachcn übrrtroffrn wordrn. Man rechnete “aux etwaßmebr alÖ 2000 AuZsteUer.__d.l). etwa das Dorpelfe drr_zu_r Aus- stellung in Philadelphia zugelcrvrncn Tbeilnebmer. _ Wahrschrmlrrb aber wird ihre Zahl fick) auf rund 400“), d. [). arri annahernd da-Z Dorpeltc drsjenigen belaufen, waÖ im Frühjadrx diexe§ Jahres arzgenvmmen werden durfte. DaF Ausstellerverzeichmß rüdrr bis jetzt 25 Gruppen auf, weiche hervorragend und würdig vextrrten sem wcrden rind ein writh

eld der deutschen GrmerbZtHätigksitumsaffen. Junerbald dreykr Grupprn

ollen die je einsr Gruppe angehörenden Aussteiier ihrs Waarkn m gleichartigcm und grmeinsamem Rahmen zur Schau bringrxi, obne ???*be auf ihre Eigenschaft als Einzelauéstcilsr und auf die fribitandrge Entfaltung ihrer Erzrugniffe innxrkalb de-Z R_a[)mens_ zu ver- zichten. Im einzelnen find zu crwalénen: dre_Wernc_iu€-stell_ung, welche nahezu 300 Auösteller aus den brdrutendsten dkuticbrn Wrmbau- grbieten (Rbcinpreußkn, Rbeiygau, Rheinbazyrrn, Fr.1_nkrn,_ Württrw- berg, Baden, Hessen, Oker-Clxaß, Unter-Eliaß, Lotbrmgsn) auiwrzit; die Garten- und Obstbauaußsielluyg, dxrcn ?_Irgaimatwn zwar ioc!) nicht abgeschldffen ist, weiche index; edcnralTI em WirkUXZZS= Volles Bild der deutschen Blumen: und Oditbauzuckyt _erboffen laßt; die Bcrgdauausstellung, in welcher nsben erner Collectiv- auÖstellun drs Preußisckyen StagtHbrrgbauÉ _Ztucky bxderrtende Urinal? ergwerké-eigentbümrr, www die St_aizrurtcr _Kaliwerkr vrrtrrten skin werden: die AuH-stcüung drutxcizer Y_ader und Brunnen, welchcr nakeiu 50 Bädrr angrbören; dre AuT-nrklung vixn lrbendem Vieh, mit Au-Zsiellungeii 6011_Z_11chtr_1rrd rn _auZ Oft- rreuszen, Oldenburg und Zchlr§wrg=€ckolst€rnx _ dre _Ma1ch_ _ aur-„ftcllung, wclche, dic AuZstellrr landwrrtbyckyartltckyerMixxchmen und Gerätbe eingcrkrbnrt, gegrn 100 Thrilnehmcr__aunr€rrt: die Elektricitätsausstsllung, an wrlckyer fich ungerabr 40 elekiro- technische Firmen bctbeiligen, von denen mehrere ap drr aligerxremrir Beleuchtung der Ausstelluxig mit Bogen- _und Glüblichtern, www unt Sckpeinwertrrn dcthe'iligt win werden: die Ausstellung von Instru- menten dcr Feinmrchanik wwie dis Aué-stelluri des deutyckprn Graveurdcrein-Z mit erwa 50 und 20Ilrr§1trllerirx die K_qullunZLn dcr Architrktur und des Jngenieurwr) 61122, welche die dsdcutiamstrn neucre'n Schöpfungrn und Erfindungen auf dem Gebiete des Hochdau-, Tiefbau: und MasÖinenbauwcsens in eirzer um'affcndey Sammlung von Zeichnungen und Ykodellkn zur Veranichaulicipung briirgkrr wcrdrn; die 9 uösrellung chemischer und chwandtcr Erzrugnrnc, _m wrlckxcr etwa 100 Ausstelier cin nabrzu vrxklitandiges Bild der drut1ch€n Pre)- duction liefern werdrn; die Yuésteklung dsZ Buckygrwcrhcs mit gegrn 340 Aussteilrrn, wxlckdc 1ämmtliche Zwrige des Druckrrcrgsgvrrde-Z (Buchdruck, Steindruck,_Polzschnitt IT.). www den Buch, Kunrt; und Zeitschriftenvcrlqg umfaßt; die AuZstellung pbotograpbiickyer Leistungen; die AuÖstelsung der durch Fraurndand _gc- fertigten Erzeugnisse und _ Werkr, weiche in rmrm bewu- ders zu diesem Zweck bcstimmten _Grdaudc Plgß finden wil; die Ausstellung der deuisckxcn Kunst, wrlchc ems umsangrerchs Sammlun von neurrrn Gemälden und Bildwerkrrr enthalten soll; endli die Auéstrllung de-Z drutschcn Schul- un d Erziehungs- wesrns. _ _ _

Außer diesen, die Ausstchr aus dem gescrmmtsn R€ich§gebict m fiY Vereinigcnden Gruppen imd _rxock) eine Reik: wrrtsrrr Grupden ge ildrt worden. welche dir Erzcugmne einzelner, auf emcm brstrmmtcn industriellen oder gcwcrblichen Grdtet bcionderé brrvortrctrndrn Jndustriccentren in überfiäptlichcr Weise zur Darstellung bringen sollen. Dabin gehören die Grupvrn der Nürnberngärtber Shirl- waare'n-, Spie el: und Mktallwaarcnindmtrie, der Spixlwaaren- industrie von c-rcknneb€rg, Gotha, Waltertbausen,_ Obrdrrir _mit zu- sammén ungefähr 120 Aussteilcrn, dcr_ Texttltnduitri e des Königreichs Sachsen mit etwa 130 AuHsteUrrn, de_r Sammet: und Seidenindustrie K'rrfelds, der Krefelder kirchltchgn__Kun1t. d_er Edel- metallindustrie von Hanau, Pforzheim, Schwabiych Gmund und endlich der Fächerindujtrie des Königreichs _Sach1en. _ __

Neben diesen SondcraussteUungen i1t crne_ Anzadl_ i_onitiger Industriezweige, wenngleich nicht in Gruppen_ zuxammengergßt, ddch so nachhaltig vertreten, da“ fie aller Vorausnchr nach zu emem em- drucksvollen und würdigen esammtbilde dax; ibrrgr brztrßgrn werdeii; darunter beispielsweise die Bronze- und Schmtcchirnmdustric, die Zorzkllanmalerei, die Zimmerauéstattung und Möbklrahrrkatidn, die

roßeisenindustrie, die Porzeüan- und Thonwaaremridustrix, dic Juwelierarbeiten, die Uhrenindustrie, _die Lederwaarenmdusfne, die Fabrikation medizirxiséher und chirurgi1cher Instrumente, die Fabri- ation von Mufikinstrumenten. _ _ _ _ _

Die Deutschland zugewiesenen_Naume rm Industriegebäude, in der Kunstgalerie, im Maschincngebaude, in der Eleericttatsbalie, rn dem Gebaude für Transportwesen, im YergwrrkSgebaude und m der Landwirtbschaftßballe befinden sick) fast 19mmtl1ch_1n bevorzugter Lagc und stehen auch binfichtlich ihres Umzangs gut _den den _übri e_n Yaupt-Jndustriestaaten zugewiesenen Plasser) au1_gle1c_bcr Stufe; _ ie

äumlichkeiten find im wesentlichen bererts fert langerer Zeix resi- gelegt, und es babcn_ danach die Gruppen und Einzelaussteller dre fur fie verfügbaren Plaße zugemessen erhalten. Die Absenduzz dxr _Güter und Ausstattungsftücke hat begonnen und Wird "Z' bis m die ersten _ Wochen des kommenden _Jabres i_m'm erstreckenx fie erwlgt _an Grund der von _Seite-,n des Reichs- commiffariats ausgearbeitetrwTranSportvorschristen und unter Beob- ach_tung _dxrjenigen Formalttaten, welcbe zur Erkan g der z_ol1- Zreien Einfuhr und der auf den der_rtschen und amcri ani1chen Even-

ahnen, sowie auf dem Scrwcge bcrvilligten Transportvergünstigungen vorg chricben md. Der Kaxalog der deutschen Abtheilung wird in dcuts _, xngli cher und spanischer Sprache bcraußgegeben werden.

_ Die er ende Betbeiligung von Industrie und Kunst hat einen mcht uner i(hen Einfluß auf die Verwrwdung der druch den Reichs- bausbalts-Etat vorgesehenen Mittel au§geubt. Um die Gruppen und die Einzelausfxeller in der gekennzeichnetxn Weise zusammenzufassen, bedu e ck vielfach beträchtlicher finanzieller Aufwendungen, die die zur zZZ-rfu'gung stehenden Reichßmittel um etwas mehr als ein Viertel in An prize!) trabmen. An ei enen baulichen Anlagen bat T_Oeunzhland vornehmlich em sogenanntes c-taatsgebäude zu errichten, wie es jettens der Mehrzahl der anderen Länder ebenfalls geschieht. Der Plan zu 'dieéem Gebaude h_at fich seither insofern enveitert, als einzelne Ans-

un rappen m scmen für solchen weck hervorragend gele_gene_n , ies gilt insbesondereßrr die Gruppe der kl lichen Kunst, auf deren eindruckaVollx Vorfubnxng 11,111 so böherer_ kxtb gklxgt wird, als Amerika für drr Erzeugmße dx es Jndustrtxzthgrs em kobnendes Abschebiet bildet. Fur dre e Gruppe mtt ihrem Altarfchmuck, den aramenten, Gewand-

Féäumi keiten unterzubringen waren

inen-'

Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember

stücken, Glaémalereien u; s. w. ist in dem der_itscchn Staat§_ebäude cin kapellenartiger Bau hergerichtet. Ferner soll in dem Staat?;- gebäude die Collectivaussteüung des Buchgcxwerbxs Platz finderr, weil auch für dies Gewerbe in dem JnduftrreZebaudr em geeigneter, namentlich dcn binfichtlich der Lichtwirkung fur _Strckye, Drucke :e. zu stellenden Anforderungcn genügender Raum nicht vorhcznden war. Durch die infolae dessen nothwendig _gewordxne Erweiterung des Bauwerks, an deffen Errichtung sich übrigens mne groüe_Anza_bl„von nambaften Baufirmen und Gewerbetreibenden durcb kostenloie Her- abe yon Materialicn und unentgeltliche Airsführung „bestimmter Bauarbeiten in ent egrnkommexndsr Weiie derberlrgt hqi, Ut es_notb- wendig geworden, 1": er_die urwrünglich gedachte Bauxumnxe hinaus- zugehcr, sodaß die gexsrmmten Baukortrn rich auf etwa 350000 ;;Q belauirn dürften. Die Summe hält den Von anderen betbetligxcn Naricnkn für den gleiclwn Zweck aufgewcndktsn Mitteln unserabr die Waage. _ _ _ _ _

Neben diesem Staatsgcbaude bgben noch e_rntge welt_ere bauliche Einzelanlagrn bergestrllt werden münexn, um dt_e Unterbrmgun vsr- ichisdcnrr, in die allgcmrincn AuHftrilungSgrbaude_mcht pay cxider Gcgcustände auf dkn für Deutschland im Freren reiervirten Ylaßen zu Ermöglichen; fo namrntlich die Unterbringung der Erzeugnmre es Krisgxbedarfs welche cine eigenartige Enticzltung erbetichen, ferner gewiner maschineller Vcrrichtuzxgen und _LUDÜÖ dcr m ctnsm KeÜrr- raum au-qustcilenden Erzeugnine de:? Wernbgue-Z. __ _

Was die drm Reick) obliegende Der_omansyrlixbt anlaxrgt, _w er- st'rkckt sich dieselbe im wkssntlichen au? die würdige Au§xchmuckung der deutschen Abtheilungen in den großen AuZsteUungÖgedaudM. _

Dir (Hrsammtsumme der für_ der_orative_ uxtd _baul_ich€ Zwecke drranscblaqten Auégaben belauft 11ch aus reichlich em Drinks, d. i. eine Million Mark, drs _:atsbetrages.

Zu dkn drm Reich zur Lait" fallendkn Yquaben wkrdcn _1111n1n€_br, soweit fick) zur Zsit übrrsedrn läßt, nochmzutretem _1) dre Kortex des Transrorts der Vom Reick) zu_ entsenderzdrn Gegenstande, '2) drr Prämirn für die Versicherung dieiec Gegemlzmdr gegen Transporr urid Frurrégcfabr, 3) die Reisekoitrn u_1_1d _Kojten de:“: Aursrxtbalrs m Cbicago für daS dem Reich:?commiiarrax aygehorige Pcriorral uiid für cini; Anzadl zu entsendendec Sa *srstandiger, 4) die Lodne fur die in Cbicago zu beschäftigendey Arbeiter,_5) die Auégabön mr Hér- stcllung cines Katalog»? der dsutxchrn Abtderlrmg._ _ _

Von dirsén Arrsgabcn [affen fich nur_ drcjrriigén m_irer 5, wclckx sich in mäßigrr Gr-Inzr Halten wsrdrn, 1chon _]Ltzt _mrt Genaurgkcrf ikstiteücn. Dage en könncn dir Aufwundungxn rür die unter 1 biÖ 4 bezeichnerrn chckge nur schätzungsweixr verarrichlagr wrrdrn. Nach den vorliegcndcn Anbaltsvunkten dürftr 1ür_ dre)? LerstunLen ern Betrag von mindest-ens einem Vierte?! dcr Etatsiumme, also (50000 «““. zur Vrrfügung 31.1 Halten icin. Wsrden fick) die_2_lnnahu_1€n, m_rlche hrerbrr maßgrdend waren, in der Wirksicbkrit bestatigkn, w bleibt n_c_ch em Betrag von emur 400000 .;C; bis 500000 -;(_ zur _Vcrrugung. Hikraus darf Entnommen werden, daß die bthettgr_Art de_ö _Vor- JSÖCUZ dcn Vorau-Zserzungen Entspricht, unter wrlchen die Bewriligung dcr Etatömittsl rrfolgt ist.

_ Der Vorstand _des Wahlverems der Deutschen Cor]: servat'rven hat für emen 'm den _nächxten Tagen 111 Verlm zusammentrelenden Parteitag _sylgenden Erxtmurf eme?- neuen Programms zur Beschlußranung festgestellt:

Die deutschs conservative Partei, unter Aufrechterhaltung ihrs; Frogramm-Z yon 1876, Hält es fiir rbotsn, i_n Anlcbnung an dr€1€

rwaßrtcn Grundsätze zu den wsientiche'n Ausgaben drr Gegenwart in nachsteßkndcm Programm Stellung zu nklx-mcn:

]) Wir woklen die Erhaltung und Kräftigung drr christlichen Lrbensansckyauung in Volk und Staat und exczcbtm ihre Praktische Betdätigung in der Gesetzgebung für dir unrrlaßlichc Grundlage ]ede'r gesunden Entwickxlung. _ _ _

Staat und Kirche sind vori Gott vrrordnete Emrrchtungrn; em Zusammrnwirkcn dridrr ist die nothwsndige erbrdmgung zur G6- sundung unfrrc-Z Vrlkslcdcns. _ _ _

Wir erkennkn rincrieits drm Staßr da-Z Recht zu, krart )€_lk1_ßr Souveränität, sein Vrrbältniß zur Krrchr zu ordnen; andrxcrimt-Z wollen wir keinen Gewiffeixszwang und deshalb kein _Uedrrgrrtrrn der staatlicben Grfeßgebung aus das Grbirt des rnnrrrn krrchltchen Leben?. In diesem Sinne werden wir auch tür daÖ gutr chht de_r «angelt- schen Kirche: apf selbständige Regelung ihrer mnerrn Einrichtungen eintreten.

Dic confcffionellc christliche Volksichulx: e_raibtm wir _für die Grundiage der VolkSerziehung und für die wrcht1gftszIrg1chaft gr_g€z1 die zunehmende Venvjlderung der Massen und drr sortxchrcithnde51 ur lösung aller gesellscha1tlichrn Bande. _ _

Wir bekämpfrn den_ vielfach fich Vordrangsnden und zrrieizenden jüdischen Einfluß auf_ unjer Volksleben. _ __ _ _

Wir verlangen für das christliche Volk EML chr11iltche Obrigkeit und christliche Lehrer für christliche Schüler. __ _ _

Wir verwerfen dir AuZscbreitunIen des AntrjemrtrSmus. _

2) Wir wollen die für _unfer Laterland gewonnene Einheit auf dem Bodrn der Reichsverfanung in nationglemSirme starken und auIbauen. Wir wollen, das; innerhalb diexer Einheit die berccbtigtr Selbständigkeit und Eigenart der einzelnen Staaten und Stämme gewahrt werde. _

Wir wollen in Provinz. Kreiö und Gcmsinde eme Selbstverwal- tung erhaltcn. gegründet nicht auf das ail einein? Wahlrecht, sondern auf die natürlichen Grurpcn und organiiÉsn Gliederungen des Volks.

3) Wir wolirn die Ykorxarchie von _ o_ttes Gnaden unangetastet erhalten wiffen und bekampsexi, bei exeßltcb gesicherter bürgerlicher Treißeit für alle und bki wirkyamrr etbeiligun der Nation an der

efeßgrbung, jaden Versuch, die_Monarchre zu unsten sinds parla- mrntarischen Regiments zr: be)chranken._ _ _ _

4) Wir können nur eme rolxhe Weiterbildung unseres_offent11chen und privaten Rechts als segensretch anerkennen, welcbe, aur den realen und geschichtlich gegebenen Grundiagerx fu end, den Bedürfnisen der Gegenwart gerecht wird un_d_dam1t dte_ c“tettgkgrt unserer gestimmten politiich€n, focialen und getsttgen Er_Uwrckxlung Uzbert. _

Wir WFM?) daß___d_as MF burgerltée Gejeßbuch von deut|ch- nationalem Re ts ewu ein [; (1 en wle e. _ _

5) Für die gebotene Sparsaui eit bet allen offentlrchrn _Außgaben in Reich und Staat trcten wrr em zur Erhaltung der wrrtbscbaft- lichen Wohlfahrt und der Steuerkra dds Volks. _ _ _

6) Wir sehen in der voslcn We rkraft drs deunrhen Volk§ eure unerläßliche Bedingung für die Machtstellung der Natron und fur dre Erhaltung des "cdens. _ _ _ _ _ _

7) Die m voüc Fortfubrung erncr_ ztclbcwußten Colomalpolmk

unter dem des Reichs werden um unterituézen. _ 8) Wir te en auf dem _Boden de_r_Allerbochten_Botscba _vom 17. NovemberÉYZL. _:_velcbe dteGélMd'akée' __d_-_es praktrschen rasten- t muß in der eßge ung zur g rm _ b Die auf Grund dieser Botschaft erla etlen Gesetze, betreffend die Einrichtung von Krankenkasxn. die Verfi_ ung (; en l_Lnfall und dre Invaliditäts- und Altersch__ uberung bedurfen der ' _eremfachung.

Wie wir für die Bcnerung der Lage der Arbeiter, unter _erbeb- licher Belastung der Arbeitgeber, emgctretxn md, so balken wir nach wie vor die Stärkung des Mittelstandes m tadt _und Lgnd zmd _dte Beseitigung der Bevorzugquen dx? großen Geldkaprjals fur die dtm- gendsten Aufgaben der Socialpolitik.

1892.

„Wir "ordern ein wirksames_Eins_chreiten der S_taatdewcrlt gegen jede gememschädlichs Erwerbétbaiigkeit _un_d_ gegkn die undeutjche Ver- letzung yon Treu und Glauberr tm GexcbartSVerkebr. _ _

9) Wir erstreben eine Gestaltung des (Yrb- und Fgmrlrxnrzcbts, welche die Erhaltung sin&? kräftigen Bauernitatrdes _gewahrleziter.

Die Einführung einer zweckcntsprechcnden Hermstattrrr-GMeHg-rbung für den kleineren Grundbeätz und die Ueberrübrung derÉc-arrr dem Grundbesitz lastenden Hyvothekarixrrschuldung in zu Frjortmrende Rentenschuld €rachten wir als wünxchenswertl). __

10) Für die Landwirtbschafr, welche nur_er de_r Ungumt d€Z_Welt- marktrs, drr internationalen Währungsrerbaltyrne und der tnnerezi wirthschaftlichen Entwickrlung [Lider, ist der beitebcnde Jollichux: aur- recbt zu erkxalten, im weiteren aber ein ausreichendrr ZvFschH sur dre Zukunft anzubabnen: (ruck) ist für dis Umgestaltung de_r Geier; ebun*, betreffcnd den Untsrstüßungswohnsis im Sinne au§g1e1chrnder Gre - tigkeit Sorgr zu tragrn. _ _

11) Für die Jndustrir ist der durch die Cvncurrenz _er_ Auß- landes bedingte Zollschurz auirecht zu erhaltrn und, wo ndter, 'zu Verstärksn. _ _ _ _ _ __ _

12) Für das Handwrrk rréchsmt Oornclxmlrch dw Emruk-xrrmg drs. Brfähigungsnachweiscé dic Stärkung der JnnunZ-Jw U;1_D_JUT“.UUZZ-

rrbände, dic Begründung und Fördrrung griicr11€nkchartlich8r__V€ro rinigungen geboten. erlicher Ha_nd€l_ und chcrdrdrrrxi; Ut zu schützen durcb Beschränkung und Braursichn 1!le _drÖ Hauxirdanx-LLZ und der Abzablungsxzrschäftr, sowis durck) dir »Lxewrgurrg drr Wandrr- lager und der Wanderauckicncn. _ _ _ _

13,1Dir Börsrnarichärtr smd durch rme Bdrirnyrdnxng wirk- samcr staatliäycr Aufsicht :.u untsrstéklcn: i11§b€irckndrrs _ixt drm__ZJiir_;= brauck) des Zeitgeichäfts al-Z Svielgrichäit. namentiich m dsn kur di? Volksernäbrung wichtigsn Artiksin, Entgrgenzutrrtkn. _

14) Die Andänger der Sceiasdrmokratir und de:; AUMÖÉMUZ. deren vateriandslose und auf den Umsturz gsricbtrte Brxtrxbirn' rn wrirö Kreise unserss Volks gkfäkrdrn, änd- al-Z F8ind€ dcr ijaaxii rr; Ord- nung durch die Grsrßgrbung zu kmmzrichncq und dringrmaß rnit dM Machtmitreln der Staatsgewalt zu dsfamvren. __

15'*- Eine'r gswiffenldien Prrüe, Miche durcb ikrr Erzrrrgnmr Staat. Kirch? und Grfrilsckyast untergräbt, ist narkxdrrirkirck) rnrgsgrn-

utrrtrn. -

z Hochdal'rimg von Cdriikrntbum, Monarchir und Varrrland. ZÖUH und Fördrrxng jrdrr redlichrrr Arbrir. Wadrung dcrrcbrigtsr Airrorirät, das find dir Obersten Grundiäßr, wrlch? die druts -: cdn'rrdarivs Parisi auf irre Fabric grfckyrieben dat.

Literatur.

EZ wird Unsern Lrscrn den Jutsrrffs icin, daß dis 529595? König- [iclye Bidiiotdck daé kürzlici) crwäbntu. in idrem YFU; drändiickoe Original drs von Luther im Jadrr1517 rrramtzirrrrn Trucks scinrr Tliescn, welcbr rr cm die Zch1c3k_irche_ zu Wirrrnbkrg anichlug, durch Lichtdruck rrrvielrältigrn iirrZ. Dir gsnau racümilirrk Liachbildung ist in Wr I.)?irtisr'irhrn Buchk73nd1un5, Mkdrrn- straße? 19, für 1 ;;6 käuflich.

Militäriitiyrs.

_ Gesammrlte Schrifrrn und chkwürdigksiwn ch Grneral-FUdmarichalls Grgrcn Hrsmrrfb ron Mdlrks, Sechster Band. Brieirr an seine Braut und Frau. Verlag Von E. S. Mittler urid Srbn (Vrrlin) und der Drutsckocn YrrlaZZ-An- stait in Stuttgart. 1892. Prki-Z g-Zké. 8,40 -,;(, _grb. 10 ;( _ Schon die Briefe Moltke? an iriné Murtsr, _Gei'chwinrr m_rd anders Vér- wandte badrn uns grzrigt. das; in drr Brust drH dri Finen erzeitrn den weitcrrn Krciirn drr; Vrser? nur al:?" drr S_kkßk S-rbiachenlenker bkkanntrn Stratcgrn di“: Gsrswle kindlickyrr _ Yirbr_ und T-aiikbcir- ksit, warxnrr und riirivrgkndcr Frrundich mit grögkrrr LrbendiZkM und Jnnigkkit bkrrichtrn al-F dri dsr Visbrzabl der übrigrn '),)krnkcern. Doch lernkn wir den ganzkn Edelmutb dirsrr erdadrnsn Srelr, _dis Weichdeit seinr-I Gsmütdxx ugrd irin reges _„mxsrérik _sür rbiiowpbiichr und religiöse? Fragcn, für Kunst und Wincnxcha'r m vokiitrm Mayr crst auI den jékZT vorlicgknden Bricien an !einc Braut und_ erau k?nnen. Die auß den Jahren 18-11 und 1842 bkrrübrendrn Brirre _an die Braut und die Von 1843 bis 1368, dem Todesjaöre der Gattin, an dicse ericbtetcn Brirfe gcbrn ein anzicbendH Bild von dem glü [ichen Verkäitnisz, "da:“- unvcrändert _27 Jabrc hindurch zwischen Moltke und ssiner Frau bestanden hat. Außrrdrm wckrdkn dreie Brirfe adrr aus!) das lrbbaftrste Interesse errrgrn, weil fie Merks's Eindrücke auf srinrn vielen Reisen, an den vrrxchirdenrn euroyaricbrn Höfen in England, Spanien,_ JZalien, _Rugland und_ Orttrxreich wirdrrgcben, seinen Sinn für dre Schönheit der Natur, rur dre Kumi und seine scharfe dabei doch stets wodlwolleridc Beracbturi der Menschen Hervortreten lauen, und endlich weil fie yammtlr als Must-Zr klassischen deuts rn Stils gelten können rznd VW nxrrßm den Brweis liefe'rn, daß oltke zu den bedeutexrditcn (x_ckxrrmiellxrp Deutschlands gehörte. Ein? wiUkommene Er anzung dreier Bmere bildcn die im Anlyang grgcbenen Brisfe Motke's an__ andere Ver- wandte, urid Briefs seiner Schwrst'er Auguste und der Frau von Burt aus den Jakrrn 1868 bis 1890. _ _ _

_ Die Krie Zartikel für den Dtenstunterrtcbt, er- klärt und dur Beispiele erläurert von Paul von Schmidt, Gcneral-Major 3. D. Berlin 1892. Verlag_ der Liebel'schen Buchhandlung. ( reis 1,50 „;(z). _ Trotz der zablretcben, zumeist recht brauchbarrn er über daß1elbe Thema,_ die brreriÖ a_ls Hilemittel für den Unterricht des So[d_aten dem jungen Dr_fizler zu Gebote stehen, ist doch da;? jexzt_ vorlre ende Werk zu be rußen, einmal weil die Schwierigkeiten dieses egenftandes dur jede neue sachverständige Bßaxheitung Verminderr werde:), dann aber au , weil es dem Verraner gelungen tft, mrt zahlrerchen gur Y, [ten Beispielen dem militarischen Lehrxr neue Gefickytsvrznktz? r diesen Unterrichi zu geben; Jntere-“sant ist auch der als Emlertung der kleinen Schrift vorangestellte Betrag „Zur Geschichte der the s- artikel', weil über ihre Entwickelung von den ersten vrym Kurxurs en Albrecht Achilles im Jahre 1478 erlassenen Knegßartrkeln bis zur

Ge enwart beri tet wird. 3 ck und Unterricht.

Erziehun _ Deutsches Lesebu für höhere_ Lehranstaxtey U.?" I. Hopf und K. auls iek. Zweiter Thall, erste Abtheilung: sur

Tertia und Unter- ecunda. Zwanzi ste, den neuen Lebrplänanmäß

abgeänderte Auflage, bearbeitet von rofeffor Dr. 1111._ R o_ß, Drrector des Luisenstädtiscben Realgymnafiums zu ' erlm. crlm, E. S. Mittler u. Sohn, Königltche_ Iföofivu handlung. _ Nach dem Tode des Directors aulfiek, de_r_d1e es Le echb [an 2 Jahre und viele Au lagen indurch eifrig und mtt E olg xordexte, bat Profe" or R. Jof; das Buch auf Grund der neuen_Lebrplane umgearbe'riet, erweitert und erneuert. Besonders mußte_n rm osa- tbetl Aenderungen vorgenommen und _der neueren_ Zett dur der_n LEHR?" eine eingehendere Berücksichtigung zu tbetl werden. Dre

nordi und ermani chen Sagen sind an den Anfang der poetis

und s rosa-Strgicke geitellt wvrden; __sre sonen das Gefühl " das Volkstbümliche und _echt Dey _che erwecken und anregen. Statt der Ueberseßun en, die m den fruheren AuSgaben des Lesebuchs

von den altdeuts eldenliedern geboten wurden, find die nenefien

und besten Rachdtchtungen gewählt._ Im übrigexrbat sich_der He_raus_- ge_ber bemüht, den (Grundzügen zu folgen, dir [em Vorganger fur die