W und. , en Stellvektreter des Vorsiße'bieser Be örde mit dem Range räte mid
dk Vergrwierbeamten, Bergräte Llesenbofsf zu Diez, Schnepper zu. Recklinßhausen und Josef Hoe t zu„Dort- mund sowie die Bergwer sdirektionsmitglieder, Bergrat Kres er- lin g“ zu Saarbrücken Bergwerködirekivykeil zu Zabrze und Bergweexsdirektor P eler zu Recklinghausen zu Oberbergräten zu ernennen sowie , * _
dem Medizinalrat, Prof or Dr. Burchard m Posen den Charakxer als Geheimer “ edizinalrat zu verleihen. „
der II bsrwgieru1tzmé-
Seine Majestät der König haben Mergnäbigst gerubt: , dem Ersten Bürgermeister Schoppen in Gnesen den Titel Oberbürgermeister beizulegen. _
Ministeriumfür Handel und Gewerbe.
Uebertra en ist dem Oberbergrat Liesenhoff die Stelle eines Mitglier bei dem Oberbergamte in Bonn, den Ober- berg'räten Schnep er, HoeYft, Kieserling und Pieler e eine Mitgliedste e bei dem berbergamte in Dortmunb und em Oberbergrat Keil die Stelle eines Mitglieds bet dem
Oberbergamte in Hane (Saale).
Ministerium der geistlichen und Unterrichts- angelegenheiten.
um Rektor der Technischen Hochschule in Breslau "r die mtszeit vom 1. Juli 1912 bis Ende Juni 1914 ist Fr
etatSmäßige Professor Dr. Schenck wiederernannt worden.
Der ordentliche Professor, Geheimer Regiemzngsxat Dr. Loes cke 11 Bonn ist 'in [eicher Eigenschaft „1,1,1 dte hila- sophis e Fazkultät der Friedriä? Wilhelms-Unwersttat zu erlin versth worden. '
Dem Volontärassistenten an der Zrtzeiten Medizinischen Klinik des Charitékrankenhauses zu Berlm , Dr. med. Artur Pappenheim ist das Prädikat Professor betgelegt worden.
Evangelischer Oberkirchenrat.
, um P aréer der deutschen evangelisYen „Gemeiyde in Säo ento tm Staate Santa Catharina ( raftlien) tft der HilfsPrediger Ortmann aus Lage (Lippe) berufen worden.
Die von eute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 22
der Preußis en Ge eßsammlung enthält unter Nr. 11214 die Bekanntmachung des Textes des Knapp-
schaftheseHes vom 17. Juni 1912. Berlin "77. 9, den 25. Juni 1912.
Königliches GeseßsammlungSamt. Krüen
Angekommen: Der Staats- und Justizminister Dr. Bes eler.
YiehtamtlicheH Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 25. Juni. Der Ausschuß des BundeSrats für Handel und Verkehr,
die vereini ten Ausschüsse "r Eisenbahnen, Post und *Tele- graphen un für daS Land eer und die estungen sowre die vereini ten Ausschüsse für Handel und Ver ehr und für Justiz- wesen ielten heute Sißungen.
Der Königlich" bayerische Gesandte Graf von Lerchen- feld-Köfering hat Berlin verlassen. Während seiner Ab- wesenheit führt der Legationßrat von Schoen die Geschäfte der Gesandtschaft.
Der BotschaftSrat, Wirkliche Staatsrat und Kammerherr Bronevsky ck in Berlin eingetroffen und hat die Leitung der Kaiserlich russischen Botschaft-übérnommen.
Der Königli bulgarische Gejandte Guéchow hat Berlin verlassen. Währen seiner Abweéenlzeit führt der Erfste Legations- sekretär Nestoroff die Geschä te er Gesandtscha t.
Der Präsident der Preußischen Zentral enoffenscha tska e, Wirklicher Geheimer Oberfinanztat Dr. Heingenstadt Tft vbsm Urlaub zurückgekehrt. _
Laut Meldung des „W. T. B.“ sind am 22. d. M. S. M. S. „Stettin“ in Vigo und S. M. S. „Panther“ in Lome, am 23. d. M. S. M. S. „Tiger“ in Kobe und S. M. S. „Luchs“ in Canton eingetroffen.
Deutsche Kolonien. .
Der StaatÉxekretär des Reichskolonialamts Dr. Solf “hat wie dem , .T.B.“ aus Lüderißbucht_ (Deutsch Süd- jwesxtafrika) berchtetwird, in den„leßten Tagen dte Einrichtun en von Colmanskop, “*d'er Kolomalen _Bergbaugesellschajt, er Deutscher; Diamantengesellschax und- des quonagebxetS be- fi tigt. Gestern mahnte der taatsfekretär emer Sißung der
nenkammer be.
sei. Sie habe aber gar keine „nachteiligen
"fich außerordentlich entwickelt und
' ,der g'“, '*Skvxm dés ösberréichischen Ab- georYtetenhauz ex «klärte „ '- LandesverteidigungSmlnister von Gear iin „ ng*einer terpellabion „des Ab- eordneten Breiter-über angebli e Unbrau barkeit
es ersten DréÉdnoughtS“„Viribus Units“ laut W.?“ “B.
'“.
Meldunxzkdes , . . , Die acbrltbt des.;Neuen Wiener Ionrnalö' 111 dieser Anßele e_n- beit ent1'precbe nicht Um Taksaäpea und stelle sich als eine ten enz _ose Ueber?"- amg der Tatsache dar daß bei den Turmanlaüen eine in
erlaubten Grenzen,*l-köaeifbeé-GewickptsübetsYeituüg feft'ge i_ellt worden Schiff 5 noch für dessen Geschinie'bexterbrer ÄFZZZY aan des e - fähiézkeit ergeben. Die Marinéveertung ba e nicht den geringsten Grund, irgend envas.Besonderes wegen der Turmanlagen oder der Gejcbüßausfübrung zu veranlassen.
_ Der ungarische S'taatskassenausweis des erstxn Quartals weist obiger QueUe ; zukol e Gesamteinnahmen "m Höhe von 442945989 Kronen un esamtaUSgaben „m Hohe von - 444 942 622 Kronen NZ. Die Einnahmen smd um 54717634 Kronen und die uSgaben um 5217 879 Kronen Zrößer als im ersten Quartal des Jahres 1911; mithin" 1st„die Bilanz des ersten Quartals um 49 499 755, Kronen grxnsttg'er als im Jahre 1911. Bedeutendere Mehremnahmen smd zu verzeichnen bei den direkten Steuern 3,52, b?! der Verzehrungs- steuer 14,24, bei der Stempelsteuer 1,14, bet den unm:ttelbaren Gebühren 2,41, beim Tabak6monopol 4,93, bei „den Staats- eisenwerken 5,5, bei Post und “Telegraphen 2,99, ,b?! den Staats- bahnen 13,1 und bei den Staatsforsten 3,3 M1lltonen Kronen.
Großbritannien und Irland.
Der deutsche Botschafter Freiherr Marschall, von Bieberstein ist gestern vom KöniZlGxorg zur Ueberretchung seines VeglaubigungSschreibenS in udjenz empfangen worden. NacL der formellen Audienz wurde Fretherx Maxschau pon Bie erstein, wie „W. T. B.“ meldet, noch 111 Prwataudtenz empfangen. "
_ Im UnterJause wurde gestern an den Staatssekretar des Aeußern Sir E ward Grey die-Ynfrage gerichtet, ob er von dem englischen Gesandten in Pextng Nachr1chte_n erhalten babe, daß China den indischen thunxbande'b m ungeseß- icher Weise unterdrücke und. ob dte engxtsche Rxgxerung es zu- lassen wolle, daß China stel) über, dte Vesttmmungep' des englisch-chinesischen Opiumvertrages, dle zugunsxen hex brxttschen Händler lauten", hinwegseße, während es glexchzemg dre thm durcb diesen Vertrag auferlegten Bedingungen mcht" beobachte. In Vertretung Greys erwiderte der ParlamentssekretarAckand laut Meldung des „W. T. B.“: “
Die englische Regierung sei fich des Ernstes der NZZ betvußt und der en lische Gesandte in Peking mache der inefisÖLn' egrerung ernste Vor tellungen. Die Unfähigkeit der chinefi chen Regterung“ die Befolgung der von ihr anerkannten Vertragsvekpfltcbtungen in dreser wie auch in anderen Angelegenheiten in den Provinzen zu erzwingen,
müsse, so lange wie fie Zortdaure, *die Anerkennung der neuen chine-
stschen Regierung hinaus chieben. , In der folgenden Verhandlun über die Resolutionen zum Budget kündigte der Kanzler der S aßkammer on'yd George an, daß er aus dem Ueberschuß von 61/2 Mtlltonen Pfund Sterling eine Mil ion heraUSnehmen werde,. um den Er- gänzungsflotten tat zu decken, den Churchtll dem Hause demnächst vorlegen rde. “ » ' LWS daran
Lloyd George erinnerte das “ . steUun des Budgets zwei Mögli kxiten m Rechnung gezogey urxd deshalb den Ueberscbuß von ök Millionen Pfund Sterling m dte Reserve gesteUt habe. Die erste Möglichkeit sei die Wirkung des Koblenftreiks auf die Einnahmen gewesen. Er freue Hel), sagen zu können, daß es die Regsamkeit des" „Handels Yare, Wenn er sick) ficher fühle, daß es nicht not1g sein wurde, auch nur einen einzi en Pfennig an dieser gro en" Reserve zu kürzen, um dur den Streik, entstaydene chadigungen zu beseitigen. Die zweite Möglichkeit, 1718 er bet der Au stellung des Bud ets erwähnt habe, sei das möglich? Anrvacbsen der orderungen der 5deiralität dem Scbaßamt gegenuber gewesen. Bei der Ein- bringung der Flottenvorlage babe Churchill ganz klar gesagt, daß fich diese: Vorla e gründe auf die Annahme, daß Tas deu1scheFlotkengesey ungeändert leibe. Damals War dem Reichstage eine orlage zu- eaan en, die gegenüber dem alten deutschen Flottenaesexz eine er- bebli e Vermehrung enthielt. Seitdem sei die 'Voxlage Geseß geworden, und es sei nicht mehr eine M'ögltchkett, sondern eine Tatsache, der man fich gegenüber befinde." Dres neue Geseß sehe eine über sechs Jahre Verteilte Vermehrung fur das deutsche Flottxn- ro ramm vor, die sich im ganzen auf zehn Millionen Pfund Sterlmg ezi ere. Churchill werde demn§chst den Nachtragsstottenetat vor- legen. Er wolle seiner Erklarung nicht vorgreifen und fick) auf den Etat nur so Weit beziebßn, als zu; Darlegung seines Finanzexposés notwerxdig set." In dtesem Jahre Werde die Summe, die Churcbtll nachtragliéb fordxrn werde, eine MiUion Pfund Sterling nicht überschreiten., Abxr m den foTJenden Jahren würden bobe Summen erforderlxch [em als Folge des Programms, dessen Ausarbkitunq Cburckpiü fur notwendig halten werde. Lloyd George erklärte schließ11ch, daß 500 000 Pfunkz Sterling des Ueberschuffes dem Kolonialamt vorgestreckt Werden wurden zur
'"wirtschaftlichen- Entwicklung von Britich-Ostafrika und Uganda und
die übrigen fünf Millionen für die S uldentil ng verwandt werden würden. Zur Begründung der Aufwendung ur Briitscb-Ostafrika und Uganda führte der Redner aus, daß die Yoduktion dieser Ge- biete, namentlich was Weizen ,und aumwvüe bötreffe, m 1 bis 2 Jahren mehr als verdoppelt habe. In diesem Jahre werde eme Ausfuhr Von 105 000 Zentnern Baumwolle aus Uganda erxvartet. " Die Eisen- bahnen, die Dam fboote “und die Straßen standen ganzlixb außer Verhältnis zu dieéen neuen ProduktwnSqueÜen. Der Eisenba n- Verkehr babe fich geWaltig vergrößert und das rollendx Material müsse notwendig Vermehrt werden. In den Lagerhausern und auf den Lagerrampen gingen Landeéprodukte zugrunde. Jnkolge pes Mangels an Straßen könnten die Eingeborenen ihre Erzen mffe mcht an die See bringen und würden dadurch entmutigt. us diesem Grunde beantrage er, dem Kolonialamt eine halbe Million Pfund
Sterling für die weitere Entwicklung dieser Länder vorzustrecken. Er erwarte davon eine Verzinsung von 310/0- '
_ Italien:
Die Deputiertenkammer hat gesterxt laut Meldung des „W. T. B.“ mit 161 gegen 43 Stimmen die am 13. Oktober 1909 zu Bern unterzeichneten internationalen Akte, betreffend den Rückkauf der Gotthardbahn seitens dex Sebwteiz, genehmigt und sich darauf auf unbestimmte Zett ver ag .
Vor der Vertagung svracb Lacava dem Präsidenten der Kapmzer und dem Ministerpräfidenten den Dank der Kammer aus. Gtolttti
b l i wi i , ter die Wablre orm, zur An- , ba e Jah re che cht ge Vorlagen damn f _ Bedarf we tÜber eigendes Ange ot beobachtet, während die
Er danke ihm auch dafür, da ex in das Ansehen und _das enommee Italiens so hochgehalten babe. Schließlich dankte" der Redner noch den Käm fern in Lybien und im Aegaischen Meere und gab Kern Wuns e Nußdruck, da ihre Tapferkeit von Sieg Skrönt werde. Der Ministerpräfident iolitti erwiderte, mit tolz habe er die Ruhe und Festigkeit feststellen können, mit der die
nahme gebracht. der gegenwärtigen Zeit
' beschlossen, einen In pektionsrat einzusetzen.
daß er bei der Auf!
Kammer in diesen bewegten Zeiten eins der erbabensten Probleme babe [5 en können, die ein freies Volk interessieren. Die Kammer babe 11 als eine“ würdige Vertretun des “r“übigen und zielbewMten Heroißmus des italienischen Vo kes gezeigt. (Die Mit- glieder der Kammer und des Ministeriums erhoben fich von den Plä en.) Der „Präsident Marcora cles das «ße Werk G olittis und der seiner würdigen itarbeiter. sei ihm eine hohe Genugtuung gewesen, die Arbeiten in der Kammer u leiten, die während der gan en gegenwartigen Legislaturperiode dym arlament zur Ehre gereicht [) lten. Er wies darauf hin, welche Em- müti keit des Willens fich beim König, der zum Heil Italiens einem Meu elmorde entgangen sei (donnernder Beifall, Rufe: Es lebe der König!f)u, der Königin und der Königin-Mutter, wie bei sämtlichen artei "hrern gezeigt habe. Dem Heere und der Marine und deren übrern zolle die Kammer Bewunderung, ebenso aber auch dem anzen olke, das fich, erhaben über jede Selbstsucht, zu den größten pfem bereit gefunden habe in dem Bewu tsein, daß nur der moralische Kredit des Vaterlandes sein Geschick 1chern könne. (Al]gemeiner, an- dauernder Beifall, Rufe: Es lebe der König, es lebe Italien!)
Spanien.
Gestern ist in Madrid ein stark besuchter Kongreß der Eisenbahnbediensteten eröffnet worden. Wie „W. TB.“ meldet, wurde beschlossen, in den Generalstreik zu treten, falls eine der Gesellschaften einen Angestellten wegen seiner Be- teiligung an dem Kongreß entlassen sollte.
Serbien.
Wie ,W. T. B.“ meldet, ist der KassationNichter Markus Éjurcschitsch zum Justizminister ernannt worden.
Türkei.
Die Deputiertenkammer hat gestern; wie „W.T. B.“ meldet, nach kurzer Debatte die Abänderungen des Artikels 35 der Verfassung mit 212 gegen 15 Stimmen, fast einstimmig auch die Abänderung des Artikels 43 und die Aufhebung des Artikels 73 der Verfassung angenommen.
_ Mehrere Führer der Südalbanier haben mit den Führern der Aufruhrbewegung im Norden des Wilajets
*offowo eine Unterredung zum Zwecke einer allgemeinen Erhebung gehabt. Der Plan ist obiger QueÜe zufolge an der Haltung der Ghegen gescheitert, die auch “ die Einführung der nötigen Reformen verlangen, aber dem Sultan die Treue bewahren woÜen:
_ Der Minister des Innern erklärte nach einem Interview des „Tanin“, er habe bei einer Inspektionßreise durch Mazedonien und AlKanien die Ueberzeugxmg gewonnen, daß .dort die Verwaltung ohne ständige Beaufstchtigung nicht ordnungSgemäß aufre t erhalten werden könne. Er Zelxbe Faber
n enen Spitze wünsche er einen englis en Fachmann „ zu stellen, der _mit den Landessitten vertraut ei- und dem noch einige aus- ländische Fachleute beigeselli werden sollen. Jedes Wilajet werde dann einen eigenen Inspektor besißen. Der Minister fügte ?inzu, er werde diesen Entschluß demnächst der Kammer bei
er Beratung des Budgets für das Ministerium des Innern mitteilen. Die Ernennung der Wilajetinspektoren werde stufen- weise erfolgen, zuerst für Numelien, dann für Ostanatolien und- Syrien. ' . . Asien.
Einer Meldung des ,
der Dalai Lama von Kakimpong nach Lhaffa zurückgereist. - _ MitNücksicht auf die Erschöpfung des chinesischen Staatsscha es wird, wie ,W. T. B.“ meldet, der Versuch emacht, die ebälter aller ckjinesischen Beamten auf ein ein- beitliches Mo'nathehalt von sechzig Dollar herabzuseßen. Die Beamten in Schanghai, von denen einige ein Gehalt von tausend Danr oder mehr beziehen, beschweren sich über diese
Maßnahme. Afrika. '
Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Jes hat der General Gouraud am 22. d. M. den Wadi- naun über- schritten, um die dort befindlichen Ansammlungen der Hazanas zu zerstreuen. Nach heftigem Widerstand wurden diese auk- einandergetrieben. _ _ 13 Verwundete, darunter zwei Offtziere.
Parlamentarische Nachrichten.
Nach dem endgültigen amtlichen Wahlergebnis wurde». wie „W. T. B.“ meldet, bei der Reichstags-zrsaßwahl 111 Hagenow-Grevaühlen fiir Sivkovick) (fortschr. Volks») 7034, für Pauli (fans,) 6794 und für Kober (Soz.- 4291 Stimmen abgegeben. Danach ist Stichwahl zwxschen Sivkovich und Pauli'erforderlich.
Statistik und Volkswirtschaft.
Die Bewegung der ausländischen Arbeiter im Monat Mai 1912.
(Bericht der Deutschen Arbeiterzentrale.)
Wenn der leßte Bericht andeutete, daß voraussichtlich mikt dem Monat April die Zuwanderung der auZländischen Arbeiter fur die diesjährige Frühjahrskampagne ihr Ende erreicht haben, werde, so wurde dtese Vermutung durch die Erfahrung des Bertchtsnxonaks vollauf bestätigt. Der Zuzug bewegte fick) im Mai in recht maßkgen Grenzen; zum größten Teile Waren die wenigen Nachzualer, Bex- wandte und Bekannte von auSländiscben Arbeitern, die beretts 111 Deutschland ein Arbeitsverbältnis eingegangen waren und nun ihre Angehörigen und Freunde nachzogen. Es waren im all emeinen nur aanz kleine Arbeitertrupps, die noch über die Grenze amen und in feste Arbeitsstellen zogen und mit dem Pfingstfefte hörte auch dkese gerian Zuwanderung fakt ganz auf.
uf dem landwirtschaftlicben Arbeitsmarkte wgr es "1er IahreSzeit entsprechend stil]. Das An ebot der Arbeitskrafte boxte fast ganz auf, wohl aber zeigte sich ste enWeise eine gewlße Nachfküsk- die ganz zu befriedigen fich als schwieri erwies ,
Das rege Leben auf dem industr ellen Arbeitßmarkte hielt "" Berichtsmonate an. Der nr immer sich a1s sebr , stark zeigenke Bedarf der oberschlesischen Ko lcnwerke an Grubenarbettekn ryartroß aller Bemühungen nicht zu decken, da auch der galiziscbe Arbensmarkk nach dieser Richtung bin völlig versagte. Ein An ebot von arbeitern Tehlte anz. Jm We ten wurde im augewerbMYth industrie und die Steinindustrle unter Arbeitermangel zu leiden hatten- Grubenarbeiter Waren auch hier nicht zu haben. k
Die Ueberseeauswanderun zeigte sich immer noch als “abi, während die Abwanderung nacb Bö men rankreich und den skanckx ?YvisZYtLändern weniger ins Gewicht sieb a hier der Bedarf gede
n u e.
Reuterschen Bureaus“ zufolge ist.
Die Franzosen hatten zwei Tote und
Gruben». . o . Z _IYSitern 3,9111 54
BeidenWanderarbeiternausRußlandlie der un ander ßpreußis en Grenzstrecke so stark nach, daß der Veßdarf Ferzdegutschen „xhejtgeber n cbt vöÜig gedeckt werden konnte. Dies wird erst möglich ein, wenn sich das Innere Rußlands dem deutschen Arbeitßmarkte mehr ch1ießen sollt . Auch an der westpreußischen Grebze tvar die : wanderung sebr knapZß Abaeseben davon, daß die. Amerika- , wanderung und der eicbselflößeceiverkebr Lebt störend auf den utschen ArbeitSmarkt einwirkten, etlitx dieser a er auch dadurck eine arke Einbuße, daß die russischen Grundbefißer selbst über Ar eiter- angel zu lagen atten und- alles aufboten, um die Arbeiter im "IMM Lan_de zu alten. Ein größeres Angebot ist aus“ diesen «zenden fur _die Zukunft kaum zu erwarten. An der posenscbe nd der schlestscben Grenzstrecke war es ziemlich stil]. Das Selbst- ngebot hörte ganz auf, wie an die Nachfra 12 nur arina war. Zur „te durfte jedoch der Beharf er Landwirthcbaft er eblich steigen.
,.- Der Zuzug der galinschen Arbeiter War wie im Vormonat ur schwach und das Selbstangebot kaum nennenßWert. Wenn auch egen Exide des Monats sich das Angebot männlicher Arbeiter etwas ob, so jst'bei der Schwierigkeit der AnWerbung auf einen stärkeren „zug gaxtzifcber Arbeiter kaum noch zu rechnen. Angesichts der „fangs gunstigen Ernteausficbten in Ungarn war bei den unga- ischen Arbettern' Axgebot und Nachfrage gleich nuÜ. Wie ver- lautet, bat jedockp dje Saat durch Hagelwetter und UeberschWemmun en eaen Ende des Monats stark gelitten, sodaß vielleicht noch Arbe ts- räsnzBfrieidw-zrdtcsn.l isch A
8 en i (: ien en rbeitern zeigte 1ch eine iemli tarke Rückwanderung in ihre Heimat, sodaß der 1xlbzug dezn ?ngs fast Üherwog- Der Bedarf im Baugewerbe und bei den Erdar eiten rvar „'zujg gedeckt, sodaß ein stgrkes Ueberangebot entstand, das sich aber nicht entschließen konnte, m der Montan- und Schwerindustrie, die über Arbeitexmangel klagten, Beschäftigung anzunehmen. Auch die Steininbusttte hatte noch Arbeiter einzustellen, doch war es bei der Vielseitigkeit des Betriebes in dieser Industrie schwierig, die geeigneten ArbeZqzrchztk)fi"1ndd8n.h [[ sch
u e enn o ändi en Arbeitern zei te 1 eine lark Neigung„zur Ruckwanderung, da die in Holland e inLcelbde Heuserntx? sowie gxoßete Erdarbeiten "daselbst gute Lobnausfi ten boten. Aus diesem Grunde ,ist auch fur die nachsten Wochen eine nennenswerte Zuwachequg mch§ zu detwcxrsth. A b i -
er uzug xr än en r e ter war stark enn , um der Nachfrage .das Gleichgewicht zu halten. Zur Ernte chhne? man auf ZaökereLÜYekdarf, dem auch das e'ntsprechcnde Angebot gegenüber- een -
Die Tätigkeit der Kaufmannsgeri te in re im Jahre 1911. ck P “ße"
Auf Grund des Reichs eseßes vom 6. Juli 1904 beianden Ende des Jahres 1911 in reußen 1-77 KaufmannSgerichtek Von Der??? 149 bereits bestehenden Gewerbegerichten angegliedert waren. Für eryzexne Gemeindßn waren inSgesamt 155 Kaufmanns erichte zu- s1andrg (darunter fur Gemeinden mit mehr als 20 000 inwohnern, dte ein "Kaufmannßgericbt zu unterhalten gesetzlich verpflichtet find, 149), fur die Bezirke nzehrerer Gemeinden 9 und für die Bezirke weiterer Kommunalverbande oder Teile Von solchen 13.
Von 'der Gesamtéahl der Kaufmannsgerichte entßelen Ende 1911 prqvknzwetse 5 auf D tpreußen, 4 auf Westpreußen, 1 auf den Stadt- kre1s Berlin, 28 (Von denen 2 jedoch noch nicht in Tätigkeit getreten smd) auf Brandenbura, 7 auf Pommern, 5 auf Posen, 20 auf Schlefizxn, 16 aus Sachsen, 7 auf Schleswig-Holstein, 15 auf Han- nover, 30 (darunter 1 noch mcht kn Tätigkeit getretenes) auf West- falen, 6 auf HeffenMaffau und 33 auf die Rheinprovinz, während in dm Hohenzouernscben Landen Kaufmannßgeri te fehlen.
Jm Berichtsjabre Waren "bei den preußis en Kaufmannsgerichten wygesamt 17593-Klagxn anbangig (daVon 6042 oder mehr als ein Dnttel aÜetn in Berlin), und zwar auf Klage der Kaufleute 105], 1T? Zlsacbxrev dbetr Gdehtlferxh 0de Lexrxingxö 16i 542. In einem Gerichts-
r e en cmna ma ren es er s'a res du ' ohneFZerlÉn ZÉtKliagex. [) ck 1 h rchschmtlich 99, , on en re ttg eiten etrafen 1948 oder 11,1 v. .den Antritt, dre Fortseßung ober,die Auflösung des Dienst- oder LZrVerbältniffes soxme die Aushandtgung oder den Inhalt des Zeugnisses (§ 5 Ziffer 1 des K.:G.-G.), 12 380 oder 70,4 v. H." 1) e Leistungen aus 1em Dxcnst-_ oder„Lebrverba1tnisse (§ 5 Ziffer 2 a. a. O.), 389 oder 2,21). H. die Ruckgabe Von Sinclxrheiten, Zeugnissen, Legitimatio-s- paptkren oder" anderst!" Gegensjanden, die aus Anlaß des Dienst- oker Lebrberhaltnxsses ubergxben worden sind (§ 5 Ziffer 3), 2685 oder 15,3 1). H. Anspruche- auf Schadenxrsaß oder Zabluna einer Vertrags- strafe wegen Nichterftzüung oder nicht gehöriger Erfüllung bestimmter Verpflichxungen Jowte wegen gefcßwidriger oder unrichtiger Eintra- [Zungen m Zeugmsse, Krankepkaffenbücber oder Quittungskarten der JndalidenVLrficherung (§ 5 Ztffer 4), 10 oder 0,1 v. H. die Berech- mzng und Anrechnun ker von den Gehilfen oder Lehrlingen zu leistenden KrankenVerß erungsbeiträge und Eintrittsgelder (§ 5 Ziffer 5) und enHltcb 181 qder 1,0 v. H. Ansprüche aus emer Vereinbarung, ZÖYstdxeoFr éétéfebczkéerLlean sfiTLr die Zeit Mä) Beendigung des
„rererame nemerewer " - schrankt wtrd (§ 5 Ziffer 6). 9 chen Tatigkeit be 7 Der Wert des Streixgegenstandes betrug in 1367 Fällen oder „*8 v. H. 20 .“ und wcmger, tn 2242 oder 12,7 v. H. mehr als i„01315 50 9164 in 3338 oder 19,0 v. . mehr als 50 bis 100 «js, 1Y§1§7err 35,2 [T. Zthbr a]s 10d0i 1611300 Éuund in 3259 oder
„..znkra ,waren 11 90 enoder6, .. der TELE?“ nth festgestejxlt Fus F 8 v H wur en von er eamtzahl der Kla en im Veri 15a r Yedigt durcb Vergleicb'6'569 oder 37,3 v. H.,9 durcb Verzi tjién Ainne des, § 306 der Zthprozeßordnun 186 oder 1,1 v. H., durcb dnerkenntms 177 oder 1 0 v." H, durcb urücknabme der Klage 3134 oer 17.8 v. H., durcb Versaumnisurteil 1519 oder 8,6 v. H., durch a;)dere Endurteile 3217 oder 18,3 v. H. und auf sonstige Weise 1686 oJ er 9,6 v. H.; 1105 oder 6,3 v. H. aller Streitigkeiten blieben im abréeB 1i91151urk13erleybigt7. S e :. er 21 treitigkeiten, die nach gegenseiti er münd- licher Verhandlun dex Parteien durch Endurteil entf iedegn Wurden, bts zur erkundigun des leZteren das Verabren weniger
Woche, bei 772 oder fat einem * iertel al1er Fä e 1 bis Jaue- W [ich) 2 Wochen, bei 1090, d. 1. bei mehr als einem Drttel, Vi tschen bis (ausschließlich) LMonat bei 845, d. 1. über einem HZ“- 1 Monat bis (ausschließlich) 3 Monate und bei 149 FäUen fäll onate und länaer. Bei 362 durch Endurteil entschiedenen Streit-
MA wurde Berufung an das Land ericbt eingelegt. nur 216 Einigungsamt (§ 17 d. es.) wurden im Berichts'abre n d Kaufmannsgericbt'e je einmal angerufen; in dem einen al1e, kam 9?" s't beide Tetle an das Kaufmannögericbt gewandt hatten,
etne Verembaruna zustande. _ Von zusammen 13 Kaufmanns- en wurdZn au Ersuchen von Staats- oder Gemeindebehörden verb„l1;tachten uber ragen, die das kaufmännische Dienst- oder Lebr- 7 Gainis betre en „(§ 18 Abs. 1 d. Gef.), abgegeben und von Korrexckpten 14 ntrage im Sinne des § 18 Abs- 2 gestellt. (Stät-
Zur Arbeiter egung.
Die anaedrobte al! ' gememe Au sperrun in der Metall- WHU“ Gro Berlins ist dureh den9 Bes luß einer von 2. eni tausend etallarbeitern besuchten Versamm un , in der am Wein" die Vereinbarungen der Kommissionen der Arbeitgeber und e mex angenommen wurden, vermieden worden. Wie die tg. mitteilt, kommen die Vereinbarungen den von den ent gestellten Forderungen in den wesentlichsten Punkten egen. So soll die wöchentliche Arbeitözeit von 56 , ..“"153211“ W1919ä111"1d112“151o ...... - rzung er r e ze enen an des MYeand enstes zur. olge hat. Da der Gesamtverbandgdetktscber
ableh utindustrieae" grun sävlkcb dle estsehungtariflicber Mindestlöhne
", wurde weiter in protokollar schen Erklärungen festgelegt, daß
vom'1. Oktober d. I. ab, an dem an die Verkürzun der Arbeits- , zxit tn'Kraft tritt, „für un elernte Ar eiter der Anfanßslobn 45 „5, fur gelernte 48 „3 fax die funde betragen soll. Nach dreimonatiger Beschäftigung mUß fur gelernte und ungelernxe Arbeiter der Stunden- lobn um 2 „3 erhöht werden. Auch die veretnbarte Neuregelung der Akkordarbett entspricht xm wesentlichen den Forderungen der Arbeiter.
Auf dem Etsenbuttenwerk Thale trekken seitMontag ftüb- wie die „Frankf. Ztg.“ berichtet, ungefähr 503 Arbeiter, weil die von ihnen geforderte 10 prozentige Lohnerhöhung ab elebnt worden ist- Der Betrieb läßt sich vorläufig noch aufrechterba ten.
b In Velbert (Kreis Mettmann, Regierungsbezirk Düsseldorf) aben die ch1istlichen, die-Hitsch-Dunckerschen und die sogenannten freien Gewerkschaften sich zu einer Lohnbewegung geeinigt. Die
okmer und Schlosser der Eisen ie erei von Emil. obagen aben nach Mitteilungen der „Rhein.-We tf- UD“ UNd der „Kö "o 79“ dixser „Firma„am 15. Juni ihre Forderungen unterbreitet und g ei - zertkg„ ihre Kunding zum 29. d. M. eingereicht. Darauf hat nun d e abrtkantenverein gung. beschlossen, in sämtlichen Eisengießereien den "any- und Maschtnenxormern das Arbeitsverhältnis für den al] zu undtgen, daß die „Former und Schlosser der Firma HOHUJM bs zum 27. Juni ihre Kundi ung nicbt zurückziehen. Wenn die Bewegung bis zum 7. Juli ni t beendet ist, soll die Hälfte der gesamten Arbeiterfchaf1 m den der Fabrxkantenvereinigung angehörigen Betrieben am 13. Julr außgefperrt werden.
Einer Meldun der „„Rhein-Westf. Ztg." aus Crefeld zufolge smd dort die' tbeiter und Arbeiterinnen der Sammet- appreturen m eme Lohnbewegung eingetreten. In einem Schreiben des Arbeit eberverbandes war folgender Bors lag gemacht worden: . enn die Arbeiter ein Lohns!) tem haben woljen, bei_ dem der Arbeiter nach seinen Leistungen bezahlt wir?, ist die Veremigung bereit, gegen den Schluß des Jahres Vor- schlage zu machen, nach denen der fleißige und tuchtige Arbeiter be- FILTWUOZUexerblaerdienY kJnnf.“ dBiZZercb fiFdfxied VZhandlungen „ uen. m aue er oe üreie uber die Frage eines _Ausstands fallen. ntscheidung
Aus London xvtrd dem „W. T. B.“ berichtet: In einer Ver- sammlung der Etsenbabnbedienfteten der Linie Strat- ford-London, die gestern in “London stattfand, wurde eine Resolutiqn gefaßt, in der fich die Eisenbahnbediensteten verpflichten, die Arbett am Mitiwvch um Mitterna t niederzulegen, falls der Verband der Schiffgreeder und die Haenbehörde von London sich weigern, die berufenen Vertreter der Transportarbeiter zu empfangen.
Zum Ausstand französischer Seeleute und Hafen- arbeiter wrrd dem genannten Bureau aus Marseille vom gestrigen Tage emxldet, daß die Hafenarbeiter daselbst beschlossen haben, die usfubrung ihres „Entschlu es, Handelsschiffe, die mit Vom Staat gestellten Marmemanns affen beseßt find, weder aus- zuladen noch zu beladen, um 24 Stunden binaußzuschieben. Sie vaen ,dadurcb ibxex Organisation die Möglichkeit geben, gemeinsgm m1t der Veremrgung der eingeschriebenen Seeleute den allgememen Streik Vorzubereiten, wenn die Verhandlungen über eine schrcdsger1chtliche Regelxmg ergebnislos Lein würden. _ Gestern nacb- mittag ist von Marse111e der Tor edo ootszerstbrer „Voltigeur“ mit der Post nach Tunis und der (Ya tdampfer .Cartbage“, mit Von der Marmeverwaltung gestellten eeleuten besevt, mit der Post nach AlgerIiKenVZYgeJaeren. s '
n a r d ver ammelten sich gestern, wie die ., rank . ." berichtet, Vertreter aÜer spanischen Eis enbabnbedienF stcrtef 11:2th unter Androhung des Generalstreiks eine Anzahl Forderungen aufzu- stellen, 11. a. 25 % Lohnerhöhung, einen Mindestlohn von 3 Peseten und die Schaffung von den Eisenbahnbediensteten mitderwalteter Pensionskassen zu verlangen. Dre Gesellschaften erklären so„1veit- gehende Forderungen, die aüein für die Nordbahn 12 Millionen jähr- lich ausmachen Wurden, für unerfüübar.
Auch in Portugal galt ein Ausstand der Eisenbahnbkdiensteten als bevorjtebend. Wie „W. . .“ aus Lissabon meldet, haben dr; Arbetter der EléenbahnWerkstätten mit den ausstandigen Straßeybahnar eltern gemeinsame Sache machxn wollen, aber dre tm Fachbetriebe und Fahrdienst beschaftigten “Beamten, die fich - mit den zur“ Arbeit zurück- ßekebxten Beamten der Straßenbahn solidarisck) erklärten, “haben einen Stmk qbgelebnt; Der Ausstand der Eisenbahnbediensteten ist infolge- teffen,mcht verkundet worden. _Jn Almada, der Industrievorstadt Von Lxffabon, ist,. einer Meldung der „Voss. Ztg.“ zufolge, der all- YerFeTtmeiétreljkt erklartDworden. 213652? 22000 Yrbeiter haben die
neereeg. _ er am . un veründete alle ' Ausstand der ZVeber in Covilbao ist beendet. g meme
Kunst und Wiffensthaft.
Der 22. Vertxetertag des Verbandes deutscher Kunst- gewerbevereine wurde am 24. Juni in München im Kunst- gewerbebause durch den Vorfißenden, Geheimen Regierungsrat Dr.-Jng.Mutbestus xnit der Be rüßun der erschienenen Re kerungs- vertreter und der Delegterten erb net. I)er Vsrtreter der öniglich bayerischen Staatßregierung, Ministerialdirektor von Meinel Wunscbte den Verhandlungen reichen Erfolg. Verbande angsschloffenen Vereinen mit 72 Stimmen waren 39 znit 61 Stimmen vertreten. Die Beitragseinbeit mit 32 „16 „wurde beibehalten. Ein Antrag Ylauen auf einen niedrigeren Saß "fur kleinere Vereine wurde dem 'usscbusse überwiesen. Die Gebubrenordnung wurde den im Vorjahre geäußerten Wünschen entsprechend, nach den vom "Ausschusse vorbgelegten, von rofeffor Dr.LehnertVertretenen Vorschlagen geändert, esonders in der ichtung der „möglichsten Außschaltung der Materialkosten. Die Flug- Lchrtftenkommisston schlug vor, zu versuchen, aus den Vereinen
eraus 3000 Abomxenten fur jährlich 4 bis 5 gut aUSgestattete efte im Jahre zum retse von 30 „H zu gewinnen. FK von Bedenken, ie geltend emacht Wurden, wurde der Kommission aufgetragen, weitere Bors läge außzuarbeiten. Die Frage des Wettbewerbswesens wurde Für das nächste Jahr zurückgestellt. Beim Bericht uber Submis lonswesen wurde vom Referenten Baurat, Professor Dr. Haupt-Hannover auf die Verhandlungen im preußis en Abgeordnetenhause zu diesem Gegenstande und auf den Entwur emes Gesetzes. das, Submisfionswesen betreffend den der Hansaßbund bexstellte, hmgewiesen. Mit den Grunbzü en der Entwurfe erklarte sich der Vertretertag im wesentli en eigverstanden, verlan te jedoch Veseitikung einer Reihe von Uebel- standen im Submif orxswesen, die m Interesse des Handwerks ßelegen sei. Dre hauptsackplichsten Wünsche be ieben | auf die Be- andlung von kurz-tgewerblickxen Arbeiten, die usfcbrei 11119 und Ab- nahme, die Einfuhrung von Ueberwachungsämtem, die Re elung des Submr fionswesens durch Reichs- oder mindestens LandeSge ev. Eine entspre ende Entschli ung wurde einstimmig angenommen.
Zum Punkte??» ung der Friedhofkunst teilte der Profe or Dr. Lehnert die estrebungen mit, die aus einer Reihe von deuts en Städten zu verzeixbnen sind. Man einte fich dahin, die Vereine aufzu- fordern, die wicbttße Aufgabe der Förderung der riedbofkuntnicbt zu vexna lässigen, 9.) eisierausstellungen zu veransta ten, das ublikum aumuk ären au Kitchen- und städtische Behörden elnzuwirken und au geschi tli begründete ötxlicbe Gewohnheiten Rücksicht zu nehmen. uch der SchaffuF kunstleriscber Beratungsstellen wurde
estimmt. Hofrat Peter ruckmann- ilbronn berichtete „über
Infolge ein er eihe
IU . . dEWrenxzeschenke"Tderen' künstleris er Wert [) ufig sehr gering it. An
Hand zum eile ebr drastis er Beispiele verlan te der t- erstatter, daß durch qugblätter, die Ta espreffe undgdie Sportpre e daran! „ bin earbeitet werde, für Ge enke und reife nur gu e KML tatsdarPeit: xerstYenß „915 [Yen. Ze HsirreZi äruckmcmn-Heil- un ro'e'or ro - re en wer en t - stelleZ DU? sYerstcrhetertag stcißmtxjteh zu. be e sße hierzu auf um 11 gu von r a rungen 1": er die Welt s- stellung Brus el 1910 teilte Dr. Wolff-Halle mit, daßabtine
Anfra en bei den usstellern ge ei 1 haben, wieüßeritnx der wirtßsb u :
liche rfol für fie war was e eintrat D ff 5 ti ask- r. u e w darauf zuchkfübrte, daß wir noch unter dem Vorurteil leixen?
Von 45 dem“
escbmacklose Arbeit zu liefern. Das könne nur dada? e- ?eitit Herden, daß wir das denkbar Beste und Ges abcr- voll te bteten. Bet dteser Gelegenheit wurde auch davor ge- warnt, fix:!) ohne Sicherheiten an amerikanis Ausstellungen zu beteilrgßn, da dort keinerlei Schuß ge stigen Eigentums vorbarzden 1st. Ueber die Wiederbelebun und Fort- entwicklung deutsYer Eigenart in' Baußunst und Bau- ewerbe sprach der tadtbauinspektor Labes-Görliß. Cr ver- angte örderun?l des deutschen gationalen Stilgefübls, das schon von dxr S gle gep egt werden musst., Der KoSmopolitiSmus sei in 3315739331" "UWSF?“ die[ ““M"? KaffeVbab“ “"ck e n . _ er amm un or 1: en tu Jahre 1913 wurde Breslau gewähltg. f ertretertag
Jm 4.“Heft dex Anzeigers de§ .Germanis en National- museums in Nurnberg wird aber NeuerWer ungen berichtet, von denen fo1gende hervorgehoben seien. In die kunst- und kultur; geschichtliche Sammlung gelangte eine leider nur in Bruchstücken er- haltene Steinskulptur jn Gestalt einer gekrönten Heiligen, die als treffxicbe Durchschmitsleffjung einer im Museum bisher nur ir) GipSab uffen vxrtretenen Werkstatt angehört. Sie stammt von expem Hau e in Villingen (Baden), ist um 1300 entstanden und ge- hort nach Form'und TeYik in die Nthung der Freiburger Hütte. _ ,Die vorxzes tchtliche ammxung erhielt eine seltene, wundervoll patmierte, n brer _Schlichthett ungemein ansprechende Bronze- belmbaube der fruhen HaÜstattzeit, die bei Erdarbeiten zwischen Kronach und_ Stocka gefunden wmde. Wichtig ist ferner die Er- werbung eintger kost arer wissenschaftlich er Instrumente,
, Arbeiten des Prager Jnstrumentenmacléters E r a s m u s H a b e r m c 1 , r
dje auf einer Auktion in Amsterdam e anden wurden. Sie e öte exner Rexhe . von 28 Instrumenten an, die Habermel 19585/86 fusr einen ttaltenischen Arzt an ertigte; sie find genau gearbeitet und zer nen 17.3.) durch geschmackvo eAusstattung aus. Das interessanteste Intrument ist eme Sonnenuhr, die aus einem vri5matischen Stab mit Visier, Kerbe und Korn besteht. An diesem Stab ist seitlich eine. um eme Achse drehbare Scheibe angebracht, die auf einer Hälfte schwerer ist als auf der anderen, sodaß fie sicb selbst so einstellt, daß der 90.0 per Ranhteilung senkrechtuunter die Achse zu stehen kommt. Auf der Schetbe is? eme Sonnenuhr fur die Polhöbe von 480 und eine Skala derzTierkreiszetcben anZebracht. Die gleiche Teilung befindet fich auf der die Achse baltendenLas „&EinScbieber kannauf den Ta derBeobacbtung eingesteÜt werben. Em zweites Instrument, eine latte, auf der ein Schreber lauft, dient zur Vergleichung verschiedener Stunden der Sonnenuhr. Ein weiteres Instrument ist zu astrologisch=medizinischen Zwecken bestimmt, die Art seiner Anwendung aber konnte nicht er- mittelt Werden. _ Auch die von dem Ditektorium des Germaniscken thionalmuxeums fur das Jahr 1911 berauSgegebenen „Mit- tejlungen [ixgen jeßt in einem 195 Seiten starken, mit vielen wertvollen Abbtldungen auSgestatteten Heft vor. 'Es enthält folgende“ Abhandlungen: Helme der frühen *bHaUstattzc-it von Ktznservator Dr. Georg HocksWürzburg. Zwei Gra mäler aus der Frubzeit des 14. Jahrhunderts in S. Elisabeth in Marburg Von Dr. (Gustav Von Bezold. Studien zur Geschichte der deutschen Rgnaissance-Fayence von Dr. Walter Stengel. Beiträge zur Ge- scbtchte der, Außenmalerei in Nürnberg (Schluß) von Dr. Friß T. Schulz.. Dte Landschaft auf Dürers Eisenradierung .Die große Kanone vom Jahre 1518. Johann Adam Klein als Zeichner und YanleanxndYr.hHetiittrich Lohn untl;i diss t[)erthyrcmQenden Münzfunde eu en aern eSeis . . KuU-München. g 1) es beins von I V Literatur.
_Spi bergens Natur und Ges icbte von un
Lolms en m?,t einer Einführung Von Prof. DKH. HergeseU. (?Berbirctl,
erlaa NZrdland G. m. b. H, gebd. 3 «is). Der rührige Verlag „Nordland , der fich um die Förderung deutsch-skandinavischer Be- zrebungen schon manches Verdienst erworben hat, verdient auch wegen der HerauSgabe des kleinen Buches von Holmsen wieder den Dank aller'Nordlandfreunde. Uebex Spißbergen, das aÜmäb'lich anfängt, ein Tourxstenland zu Werden, tft seit einigen Jahren mancherlei ge- schrieben worHen, doch kaum, etwas, das so kna p und Hoch im Wesent1tchen erschöpfend dem UnkUndigen anregende Felsbrung uber den arkttscben Archipel bietet. Selbst Nansen behandelt in fernem bedeutenden und groß angekegten Werke „Nebelheim“ gerade Spißbergen vielleicht etwas stiefmütterlicher, als es Wohl verdient. Das Buch 'Von Holmsen kommt gerade recht, auch zeitlich insofern, als dre SHtßbergenfabrtezt der Touristendampfer demnächst beginnen, u'nd das 5 uch mczncbem tbrer Passagiere eine nüßliche Einführung in e_mx: Welt sein rvtrd, von der erfabrungSgemäÉ nur recht wenige eine etmgermaßen'zutreffende Vorstellqn haben. ie ersten Kapitel" be"- fassen fich Mit, der Geschichte" Sprß ergens; sie nd flott und über- sichtlich gejchneben, Nebensacblicbes ist mit Re tfortgelaffen. Be- sonders lc1ensw§rt 11 das K 1181, das die Blütezeit Spitzbergens behandelt, uxld vtellet t noch me r das folgende, in dem das Leben der rusfis en Fanger lg)eschildert wird; das liest sick) nellenweise fast wie ein oman. Se ; intereffant find die sonst in den bekannten Schilderungen" Sprßberaens u. W. nicbt ltcbxn Sager! uber den Skotbut, die früher efürchtetste Geißel des Spt bergenfabrers, und Yen fabelhaften pißbergenbund. Die ans lteßenden Kapitel beschaftigen fich dann mit dem Walfang in nxuerer Zeit, den geo rapbrscben Entdeckungen der Fänger, die meist mcbt beabfichtigt, gkeicbrvohl mehrfach recht bedeutsam gewesen find, mit Weiteren Schtldexrungen aus dem Fängerleben. mit der n11ür- lixhen Belscbaffenbett Sptßsber eps, seiner Tier- und Pflanzenwelt, semer Geo o ie und schließltch emen Koblenlagern. AUe diese Kapitel VerdienenF-Zo ; befondezs gelrzngen erscheint das über die Pflamen- welt, Wahrend das uber dre -Geologie wo [ an dem Fehler krankt, betm Leser gar zy wenig vorauszu eßen und ihm die Grundbegriffe der Geologie xzberbaupt erst beibr ngen zu wouen, was m dem engen Rahmen begretflickyerjyeise nicht gut mögklcb ist. Sehr bantenSchrt rst das Kapitxl über dte Koblenlager und die angeknüpfte Rei e von Bemerkungep uber Sprergens wirtschaftliche Zukunft. Holmsen beurteilt e ztemlicb fkep s und unseres Erachtens mit vollch Recht. Er 12th die Schwierig eiten vor allem in den überaus ungunstigxn Hafenverbaltnjffen. Das ist zweifellos ricbti , dafür nur ein Beisptel aus der Praxrs: Als der Verfa er dieser Beßprechung im Juli 1910 , den Eisfjord, an dem d e mei ten Koblenlager lxegenW verlte ," War weit und breit keine Eis cholle zu se en; eine ocbe pater konnte fich an derselben Stelle die „Ma nz“ mi„t dem Prinzen Heimich und Graxen Zeppelin an Bord nur mubsam aus der Umarmung des Eises efreien. Solche Verhältnisse [affen eine eordneteßSchiffahrt, und wäre es nur für weni eSommer- monate, ni t durchfu ren, und das dürfte der Wirtscha ichkeit von Unternebmungen auf pi bergiscbem Boden dauernd im ege stehen. Der Verfasser weis! an ganz richtigi auf die hohen Lö ne in, die gezahlt werden um en. Ferner sche nt es nach seinen ng en, als ob die spißbergische oble gar nicht einmal sonderlich "bo weriig' ist, Was sub bei ihrem vergleicbsweK“ ' Zungen geologis A-ter auch gut denken läßt. E n in ür eine euauflage sei noch an den Verleger gerichtex: es em fiel) 1 si , die Uebersktzung ?ZnabxeegregItÄ YZF pILJHeßultiY) Y prufen; ws; retusxxb fie eitejöweise tadellos
, ner an uneu en enu. Unebenheiten sind mit leichter M?xbedzu beseitigen. ng Solche
Gesundheitöivesen, Tierkrankheiten und Absperruugs- maßregeln.
mitgeteilten unbeim-
Malta. .
In Malta find durch eine Régietungsvetfü :! vom 18. d. M N„eapel und Palermo als rei vo d LY? ?t - ' ; klart worden. (Vgl. .R.-Anz.“f, vom 25n 2)?th maneMeriZZe er,
Aegypten. : Der intexnationale Ge undbeitörat in Alexandrien bat (blossen, ' gegen Herkunfte aus yas und Alexandrette das C oma- reglement anzuwenden. * “
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