1912 / 173 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 22 Jul 1912 18:00:01 GMT) scan diff

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S aus lie li e Eigentum der Aktiengeseüschaft Habermann u. Yuckes T1?) Kißel ck1)md der Firma J., van der Velde, G. 1_n.b.H., in HamburJ, welche Kie als Heimatshafen des Sch1ffes cm-

a en; ' MILF? Yon dem Kaiserlichen Konsulat m 'ZuLderland unter dem 6. Juni 1912 dem in Sunderland aus Siahl neu, er- bauten Dampfer „Herman Sauber“ von 161298 Register- tons Nettoraumgekjalt nach dem Uebergang in da?; (UZH- ichließliche Eigentum der offenen HandengeselZschast Can er Gebrüder in Hamburg, welche Hamburg als Hexmatßhafen des

Schiffes angegeben hat.

Bekanntmachung.

er ern rechderkebr ist eröffnet worden zwischen Berli?ck [MF denspOrten Buchholz, Kr. Schivchau, Mankmuß, Obernzel], Suckow, Kr."Pt)'riH, und Wendisch-Pribbernow _ gewöhnliche Gesprächgebuhr ]e 1 „16. Berlin, den 20. Juli 1912. Kaiserliche Oberpostdirektion. Vorbeck.

' «erteilun éIstclle fiir die Ka_liinduytrie _hat

in ih??? Zn 28. Juni! 1912 abgehalteneii Stßung beschloßen:

der Gewerkschaft Dingelstexdt Wird vom 1ÉJuli 1912

ab eine vorläufige BeteiligungHziffer dyn 4,09_-7ai1s_endsteln

ewährt mit der Maßgabe, daß diese'BeteiliZyngé-zifter :)0 vo1k11

undert der durchschnittlichen Betetltgungsziffer aller Wer e

ni t überschreiten darf und im aÜe des Uebersckzreitens

die es Betrages auf 50 vom Hun ert der durchschmitltchen

BeteiligunxiSziffer zurückgeht. .

AUSgefertigt Berlin, den 18. Juli 1912.

(11. 8.) . " . Der Vorsißende der Verteilurcikgslstelle für die Kalimdustrie. ye e.

Vorstehende Entscheidung ist der Gewerkschaft Dingelstedt

2 . ' l' d. ;. .ugeteÜt worden. am 0 IM F3 s Köhler“.

V e r o r d n u n g des Senats der freien Hansestadt Bremen

k '“ run der 85 321, 54 Abs.2, 1,94, 371 zur AUQFY Vegrsicherdui31gsxxeseßes fur Angestellte

' ' 0 Ab?“ * vom 20. Dezember 191

(Reichsgrseßbl. S. 989 ff.), Vom 19. Juli 1912.

AUS ü run des Versicherung§geseßes fiir Angrsieüie vom JZ. DezLYber g1911 Urrordnet der Senat in Gemaßheit

der §§ 321, 54 Abs. 2, 194, 371 Abs. 2 dieses GeseHe-Z: § 1. Es werden zugewiesen die Aufgaben

der höheren Verwaltungsbehörde: der Polizei-

be .örd.en:'„für die Stadt“ ckck*WPolizeidirektion, für

Orts oli eibehörden:_ fiir die Stadt Bremxn drr Polixeeidirektion? füzr das Landgebtet dem Landherrn, fiir die

kommission des Senats,

der unteren Vermqllpnkgüzs, Bremen, das Land ebixt *undeéges Bremerhaven dem orttgen Stadtrat,

Hafenstädte den Ylemtern,

G meindebrbörden: fiir" die Stadt Bromen der Beds??? fieir Krankenversicherung, fiir das Landgebiet den

Gemeindevorstehern, fiir die .Hachznstädte den Stadträten.

“"d'e Be ([ einigungen iiber Krankbeiiszeiien, welche qemc'iNs“;1 F 51é )Ziffer 3 des Geieizes als BeNragSmonate im

Sinne der FF 15, 49 migereckwet werdon, werden auSgesteUt

fiir die Stadt Bremen und daS Landgebiet von der Be-

hörde fiir Krankenversickwang, " für die Hairnstädte von d§n Stadtraten.

Als Ilußgabestellen fiir. die Vcriicherungskarten

6 183 des Geis es) werden bezeichnei ' ' , (B für die STZdt Bremen: die Poliszirektwn, iir da?, Landgebiei: drr Landherr,

iir die Hafrnstädte: die Aemter.

Dic näheren Vorschriften iiber die AUSgabe der Versiche-

rungskarten werden von den Yiisgabestellcn erlassen.

» -

die Genehmigung der Uebertragimg, V'erpfandunig, PfänTZililqu und Aufrcchmmg der Versrcherung§anspruche (§_§ 93, 94 des Gesßßes) an Zuichnßkaisen 371 Abs. 1 des Geieyes)

sind zuständi,

für ÖFL Stadt Brcmen, dacZ Landgebiet und Vegesack:

die Poliwidirektion, ' fiir Bremerohaven: der dortige Stadtrat.

Be chloisen Bremeti, in der Vrriammlung des Senat?-

am 4. uni und bekannt gemacht am 19. Juli 1912.

Verordnung, betreffend die Einfuhr und Durchfuhr

von Tieren aus der Schweiz. Z 1.

Mit Rücksicht auf den Rückgang der Maul- und Klauen-

' ei werden die Verordnunwn vom 13. April MW UKW“ . „, “_ . -

«' **ch ***iiriiiéiiiir «„IT..YZ.Z2€?.KY«ZYY§§I§§ **ix- * ...*;x ZFI. ' un ie en au em . „„ , , .

FrqaudeYJulidUZUg(117. 15 0921, 111 9382, Verbot der verbaltmffe der E1chungsm

Einfuhr und Durchfuhr von Rindernmid Ziegen aus dem

schWeizerischen Kanton Neuenburg), 29. «Februar 1912 (117.

4804, 111 2561, Verbot der Einfuhr und Durch uhr von

Rindern und Ziegen aus dem schweizerischen Kanton * reiburg)

hiermit aufgehoben. Z 2 Diese Verordnung tritt sdfori in Kraft. Straßburg, den 19. Juni 1912. Ministerium für Elsaß-Lotbringen. Abteilimg für Landwirtschaft und öffentliche Arbeiten. Der Ministerialdirekior

von Traut. Koehler.

Abteilung fiir Finanzen, , . andel und Domänen. W em) 'nschat des Lottmannsbardtalszu Hirschbrrg im Kreise YOU Unterstaatssekrelär ArTYZZIg Kirch dfas Amtsblatt der Konigluben chikrung MAMI-

Köuigreicl) Preußen.

' ' l'n, rofeffors Dr. Ernst, Goldbeck zum nDaisréktnbr 1dlektsVCHroqtok)'ienxßzx,ltx)mnccsiums daselbst die Allerhochfte .Be-

-- ' "len und WUMZÉY eiii? von der Stadiverordnetenveriammwng zu

erte etro "enen Wahl den Fabrikdirektor LudwrgKEmme- ZYwdaselKst alY unbesoldeien Beigeordneten der Stadt Schwerte, infolge der von der Stadtverordxtetenversammlung und den unbesoldeten Mitgliedern des Magistrats) der Stadt Tiida ge- troffenen Wahl den Rentner Lorenz Michael, Halb eib als

' e rdneten der Stadt Fulda sowie unbesicrzllFo-thZx: Yig oyon der STZdtverordnetenversammlung zu

' 11 Wahl den Fabrikanten Gustav Keller YZLLdsxrsalZettuorYelFldeten Beigeordneten der Stadt Roanorf

auf fernere sechs Jahre zu bestätigen.

d Veri t vom 17. Juni 1912 wil] Ich der StaZYeméinde Yaarbrücken, Regierungsbezirk Trier, auf

tum im Wege der Enteignung zu erwerben. Eine Mappe 01 t hierbei zurück. , f g NeueS PalaiS, den 29. Juni 1912. W i l h e l m K. ' " ' ' "i des Innern und der öffentlichen Arbeitcn Zugleich fur die YYMeeiür Handel und Gewerbe: Frsibrrr von Schorlemer.

' ' 't der öffentlichen Arbeiten, für_ Handel_ uiid MZHeYTrlYnfilisreZandwirtschaft, Domänen und Forsten sowre des

Innern.

Ministerium des Königlichen Hauses. Bekanntmachung.

* re Könixliche Hoheit die' Frau Prmizessin ("rieLiZiZich Withlm von Preußen ist am 21. Juli d.'I., rük) 1 Uhr 30 Minnten, in Schloß Camenz zur FreudeS'emer Majestät des Kaisers und Kömgs urid des ganzen Komglichen Hauses von einer Prinzessin glucklick), entbuziden worden. Das erfreuliche Ereignis wurde der hiesigetx Einwohners aft durch Abgabe der Herkömmlichen,Kanonenschuffe kuxidgege en. Die hohe Wöchnsrin uiid die neugeborene Prinzessin be- finden sick) im besten Wohlsem.

Berlin, den 22. Juli 1912. . ' Der Minister des Königlichen Hauses. Graf A. zu Eulenbarg.

Ministerium der geistlicheri und Unterrichts- * angelegenheiten.

KöniÉliÉZÉFriedrich-Wilhelms-Universität.

Bekanntmachung.

63 Ver ei nis der Vorlesungen an' der hiesigen UniKars ität zfürckdas am 16. Oktober dJ. beginnende Wmier- semester 1912/13 ist von [Mute ab bei dem Oberpedell im

Universitäthebäude fiir 50 „3 zu haben. Berlin, den 18. Jnli 1912.

Der Rekior: L e n z.

Finanzministerium.

Die Rentmeisterstelle bei der Königlichen Kreiskasse in Belzig, Regirrrmngezirk Potsdam, ist zu beseßen.

Ministerium für Landwirtschai1,Domänen und Forsten,

Die Ober örsterstelle Nastätten im RegierUngsbeztrk

Wiesbaden ist zfum 1. Oktyber 1912 zu beseHen; Bewerbungen

müssen bis 311111 14. August eingehen.

Die von Heute ab zur AuSglabe JÜWJFM tNummer 26 ' e e amm un en a un er der YrrruÜJZench s(HYiseß iiber dige Reinigung öffentlicher Wege, vom 1. Juli 1912. Berlin 177. 9, den 20. Juli 1912. Königliches GeseßsammlungSamt. Krüer.

Die von heute ab zurs Au-ngibe gelatrligktnde tNummer 27

“' Ge e amm ung en a uner '

der ????UZLFZZJZUdaH TGL?» betrcffend die kalarqtmn und Ergänzung des § 24 des Geseßes iiber“ _das „Diensteinkommen der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlicheix Volkézschulen vom 26. Mai 1909 (Geseßsamml. S. 93), vom *.). Juli 1912,

spektoren, vom 9. Juli 1912.

Berlin 117. 9, den 20. Juli 1912. Königliches (Heseßsmnmlungöamt. Krüer

Bekannrmacbung.

Nac!) Vorschrift des Gcicßrs Vom 10. April 1872 (Geseßsamml.

"* macht: C' ZFYOanaZckINJRi 1911 Aükrböcbsi VoÜzogcnc Statut fur die

. ". 6, s egeben am ]. Ssytember 1911; _ berg 2Yrda3sba? 1685. Nßxeiéibcr 1911 AÜerböchst Vollzogene Statut fur

die Wulferdingser EntwäfferungsaenoffensÖast in Wulferdingfen im

3) der Allerhöchste Erlaß vom- 14. April 1912, betreffend Z.;,

Genehmigung des von kcchr Generalversämmlung drs Kur- und N23: ,.. „, .. „. : "kk R' ktlien _ Seine Pia1estat der Konig habe?2 A, ULJLLZdlgst MGMT; beischksoffJen 219chstra§xs zu den reglenxexuariscben Bestimmungen des der Wahl des Oberlehrers am „Ulsensa ischen [) genannten Instituts, durk die A tsblat„

Kreditinstituts am 15. Dezember 191)

Köni li en Re ierung zu Potßdam und ,der Stadt Beriiz der Nr. 291Y.Z95,g ausgegeben am _24. Mai 1912, & der Königlichen Regierung 'zu Frankfurt a. O. Nr. 21 S. auSgegeben am 22. Mai 1912, ,'

der Königlichen Regierung 'zu Marienkverder Nr. 21 S. auSgegeben am 23. Mai 1912, _ :

der Königlichen Regieruzig zu Stettin Nr. 21 S. 279, gegeben am 24. Mar 1912, " _

der Königlichen Regierung zu Koslm Nr. 20 S. 163, gegeben am 17. Mai 1912, ' ,

der Königlichen Regieruxtg zu Ltegmß Nr. 20 S. 183, a;:g, gegeben am 18. Mai 1912, und

der Königlichen Regierung zu Magdeburg Nr. 20 S. 231, „]:-„„: gegeben am 18. Mai 1912", |

4) der Allerhöchste Erlaß vom 28. Mai 1912, betreffend 2:2

[' an des Enteignungsrecbts an die Stadt emeinde FM FF THIN? für die“Anlage einer Kleinbahn 'Von ?? Freungesbeim nach Frankfurt a. M.-Berksr§beim, durch das AW * [

rankfurt a. M

att für den Stadrkreis Frankfurt a. M. Nr.25 S. 297, UUZJegxkz

am 22. Juni 1912;

5) das am 3. Juni 1912 Allerböcbst Volizogene Statut fü; Ti:

. uni 1874 GLseß amml. S. 221) _ ' ' " 'r ' Kr i e Geeie YYrZLJaéesNeeSi-Z? FYrYiZZnSdaS zur Heistkarig der gepxanten FFMYÉÜÉZJWWI ÉZUZFYZMRZHWJ zßsStades „FFK Kläranlage der Stadt Saarbrücken erforderliche Grundeigen- S. 278, ausgegeben am 28. Juni 1912;

6) das am 3. Juni 1912 Allerböcbst vollzogene Statut für »

Moorkanal-Genoffenschait LYstekt in Loxstedt im Kreise Geestemürt. durch das Amtsblaik der , S. 291, ausgegeben am 5. Juli 1912;

öniglichen Regierung zu Stade Nr.? 7) das am 8. Juni 1912 Ailerböcbst bollzogene Statut für xz]

D ' - U 5 S leufxnberband zu Warsiade im Kreise NM hLZLstcit-dedr. OFF) »Ich dés AmtSblatt der Komglickyen Regierunz, Stade Nr. 26 S. 281, ausgegeben am 28. Jimi 1912.

YiehfamilicheS. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 22. Juli.

err Mini“ter der 5“ entlichen Arbeiten hat in Ane kennuéiexr Zr im P1riifungsjak§fre 1911 bei der Ablegimg. StaatSprüfung fiir den preußischen Staatsdienst im Yama bekundeten tüchtigen Kenntnisse und Leistungen den Reglerxxig baumeistern Paul Siefert, '?ermany Jentsch, 75? Hickfang, Karl Pirat!) und Wil elm Hillebrandt Pram:-

Der SenatSpräsident beim OberveerltungSJericht, Wi licher Geheimer OberregierungSrai 'Dr. Struß hat fich * Anfang September nach der Schweiz begeben.

ld des „W. T. V.“ ind am 19. d. *; S HTMSMTIZLXUYWW in Swakopmund und S. M.-

„Loreler)“ in Batum eingetroffen.

In der Zweiten Beilage zur heutigen Nuwmer des „er- und Staatsanzrigers“ ist eine GenehmrgungHrzrkund betreffend die Au§gabe voii Schuldverschrexbunc, auf den Inhaber dnrch die Stadt Dortmund, .

öffentlicht.

Frankreich.

Die von der deutsch-französischen Congo-Kanrexö kommission über dir AUÖfiihrung des deuisch-sra§zoxi*n Abkommens vom 4. November 1911 au§gearbeiteten Her,?) barunqen umfassen drei Eniwürfe. „Der erste Entwurx beni, wie „W. T. B.“ meldet, die Vorbereitung der Abgrenzyil-Z arbeiten und bat rein techmsche1z Charakter. Er sex,". daß eine gemischte Kommission die Abgrenzung mMn»- sol], und regelt, wie auf dre beste _Ynd schiiellnr Art;, Weise der Zug der Grenze fejtznsteüen Ut, gemaß der TMZ:- im Artikel 1 des Vertrages vom 4. November 1911 un , Artikel 4 dieses Vertrages, der" empfiehlt, der Gestakiimr Geländes und den lokalen Umstanden Rechnung zu truthje Entwurf über die Uebergabe der au«5_getauschten GHW ießt die Zeitpunkte fest, an denen die verschiedenen Eso!- in Bruchstücken und nach „und ngch ubergebewwerdew und zwar in einer Weise, 'die der. gemisckitew L , kommission ihre Tätigkeit möglichst e'r-letchtern, Zwack),n vrrmeiden und das Ansehen der europaischen Natwnxn le Augsn der Eingeborrnen wahren soll. In dsr HMD Congo-KonzessionSgesellFchq'ften,'von d'enzzn e*eg Entwurf handelt, Kat man 11chnuber _em vorlaunges aeeinigt, wonach ei aller Berucknchtigung der dnx n . Rechte der Konzessionßgeseilschgften deren Konzesxon ; betreffenden deutichen Vorjchristen" angeyaßt wer ede Diejenigen Gesellschaften, die 11ch uber die und die französische Koiqme erstrecken werd9n,d in jeder dirser Kolonien ihre Steuern entsprechen Gt“ AUSmaße ihrer Ländereien zu zahlen haben. DRM schaften, die vollständig unter deutsche „Herrschaft JW werden eine Optionsfrijt zur Aenderung ihrer Nationcßnzö'. halten, ohne jedoch gezwungeti zu sxm, auf„ihre strden Nationalität zu verzichten. Die drei Entmitrfe WEM definitiv, wenn sie die ?ußimmung der beiden vertragsch e ierun en er alten (1 en. , , , R g _ TgOer P?inii'terpiäsident Poincaréz hat 111 GEM auf einsm Festmahl am Schlusse des _Kongreffes 13223er Unterrichtswesen eiZie Rede gehalten, m der er lauf .T.B.“ aus " rte: _ „W Trotz feinst Jauer habe er sich vexvfiichiei a?,fublt,„k'l1 F, der Vogesen zu kommen, dem die Republik nicht zu Mdie Z' Dankbarkeit erweisen könne. Denn im leßten Jahr, „wo WF düster und drohend erschien, seien Von dort Beisplßl? rie „. keit, Kaliblütigkeit und Zuwerficht außgegangen, dle LMT Nation sofort begriffem habe und denen „RX Zum Poincaré- erinnerte dann daran, daß dqs M"?)Uesprack schwierigen Umständen gkblldet worden sei, un cndstk" ks

Kreise Minden durch das Amtsb'att der Köriiglicbrn Regierung zu

Minden Nr. 50 S. 365, auégcgrben am 16. Dezember 1911;

Sto! davon. da“ er so leicht mehrere der hervorrag der zrepublikanisxen Partei k,:bc um sich Versamms"

von je 1800 „16 zur Ausführung von Studienreisen bewiiii

namentlich Briand imd Bourgeois. Der Minisietpräsikent betonte die _unzerftörbare Einigkeit und Solidarität aller Mitglieder der Regierung in der „Verteidigung der Unabhängigkeit der Schule und der Neutralität des Unterrichtswesens sowie in der Schaffung bon_ Flottengcseßen für die Aufrechterhaltung der Ehre und Wurde Frankreichs. Die Regierung hake zum gryßxn Teil die letzten sechs Monate dsr Lösung der aus- wartigen' Fragen ewidmet, die von Bedeutung seien sowvbl fur die Zu_kun des" franzöfischen Kolonialreicbes, als auch besonders fur das europmsche Gleichgewicht. Die Regierung babs niemals die Notwendigkeit aus dem Auge verloren, die Bündniffe und Freundschaften Frankreichs intakt zu erhalten und von Tag zu Tag wirksamer zu gestalten, noch auch den Wert, den eine große arbeit- same Demokratie der Aufrechterhaltung des Friedens beilegen müsse. Da aber stark? Nattqnen die einzigen seien, deren Bündnis oder Freundschaft ge1uch1 set, da sie auch die einzigen seien, die kriegerische nkrandlungen bei anderen zurückhalten könnten, so habe die französische Regierung_ _die wichtigste ihrer Aufgaben in der Eptwicklung der militarischcn und maritimen Stärke Frank- reichs erblickt. Und aile Maßregeln, die vom Kriegsminister und Vom Marineminister zur Stärkung des eeres und der Flotte getroffen worden seien, seien dur beide in voller Uebereinstimmung mit drn Absichten der Regierung bor- bereitet und zur Anwendung gebracht: worden. Zum Schluß wandte fich Poincaré. ker Wahlreform zu und erklärte, daß die Regierurig, ohne ihre Grundsatze aufzugeben, bereit sei, unter Mitwirkung der Republikaner beider Kammern nach Verbesserungen für den (Grieß-

entwurf zu suchen. Rußland.

Gestern nachmittag ist der Fürst Katsura in St. Peters- burg eingetroffen und von dem japanischen Botschafter Dr. Baron Motono und einem Vertreter des Ministeriums des Aeußern empfangen worden. Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, wird Fürst Katsura infolge der Erkrankung des Kaiser?- von Japan seme Reise durch Europa aufgeben und nach Japan zurückkehren.

_ Der Chef der Oberpreßverwaltung hat einer Meldung des „W. J. B.“ zufolge den Auftrag erhalten, zur Eröffnung der vierten Duma em neues Preßgeseß auszuarbeiten.

Italien.

Ueber die Operation italienischer Torpedoboote in den Dardanellen liegt jeßt eine Meldung des Generals V iale vor, die der „Agenzia Stefani“ zufolge besagt:

_Um Mittrrnacht Vom 18. auf dsn 19. Juli gelang es einem Gsichwader, das aus ken Hochseetorpedobooten .Spica', .Centauro“, ,Astore', „Climrne“ und. .Perseo“ gebildet War, durch List in die Dardanellenmündung binsmzufabren. Das Torpedoboot .Astore", das am Ende des Geschirrtders dampfte, Wurde bald entdeckt, und sofort eröffneten Vatterien_bon beiden Küsten das Feast auf das Schiff. Die Wachen, die am Ufer zahlreich mit geringer Entfernnng anFssieUt waren, gaben das Alarmsignal Weiter. Dis Torpedobootsflotti ?, die stets von ungefähr einem Dußend ScheinWerfer beleuchtet war, Verfolgte in Enger Formation mit einer Geschwindigkeit von 21 Knoten ihren Weg und hielt sich sebr dicht an der europäischen Küste. Als sie um

efäbrKilidbabr erreicht hatte, Wurde das Fruer lebhaftsr. Das

rrpedoboot „Svica“, das die Spitze der Flottilie bildkte, rannte gkgrn €i_n€ Stahltroffe; nachdem rs losgekommrn war, dampfte es writer,_1iies3 dann aber“ wicdcrum mit einer Troffe zusammen, Von dsr es ebenfalls loskam, indem es VoÜdamPf ießtk. Jenseits Von Kilid- habt und Tschanak wurde die Wasserfläche durch Schrinwsrfer bon drr Küste und den türkischen Kriegsschiffen Voli- siändig Hell beleucbtet und Vom Lande und Von den Schiffen aus durch ein heiliges Artillsriefeuer bestrichen. Die sich kreuzenden zahlreichen Lichtkegxl der ScheinWerfer machten es unmög- lich, die türiijcbrn Kriegs1chine zu erkennen oder auch nur eins an- näbrknde Fejistellung ihrer Lage Vorzunehmen. Daher hielt der Kom- mandant Mille) es Unter diesrn Umständexx für unnütz, einen Apgriff zu untrrn-zbmen, der den Verlust der meisten Torpedoboote zur Folge gehabt babsn würde. _Da er fick) rvéiier sagte, daß die ErkUnkmrgs- fahrt im übrigen voliiiändig geglückt iei, gab er den Befehl zur Rück- fahrt, die in Ruhe und Ordnung Vorgenommrn Wurde. Ob.;leicl) vas Fcuxr drr türkischrn Battrrien noch an Stärke zunahm, habkn die ikalienixchen Torpedoboote nur geringe Beichädigungen erlitten.

In einer Note, die die türkischen Meldungen iiber die Operation in den Dardanellen wiedergibt, erklärt die „Agßnzia Stefani“, daß diese Meldungen vollkommen falsch seien. Erstens hätten die Italiener keinen Verlust an Torpedobooten gehabt. k'erner hätten die Torpedoboote nicht bei der ersten Sperrlinie Halt gemacht, sondern seien noch über die zweite bis Tschanak vorgrdrungen, während die längs den forn der Meeren e aufgestellten schneiien Tor edo- booiszerjtörer der Tür en unbewegliß? geblieben, eien. Endlich sei es falsch, daß die Schi e des italienischen Geschwaders die Torpedoboote unterstüßt oder an der Operation teilgenommen hätten. Unrichtig sei auch die Nachricht, daß ein italienisches Geschwader gegenwärtig zwischen Mytilene, In)- bros und Tenedqs kreuze. Eine weitere Note dsr „Agenzia Stefani“ stelit fest, daß drr Widerspruch zwischen den einzelnen Meldungen der Dardamxllenforts über Anzahl und Verluste der Torpedoboote ihre beste Widerlegung sei.

Spanien.

Hunderte von portugiesischen Emigranten sind laut PTeldung des „W. T. B.“ heute untßr polizeilicher Bedeckung in Madrid angekommen, bon wo 1ie unverzüglich in die Provinzen Cuenca und Terucl gebracht werden. Unter ihnen befinden sick) mehrere Offi iere, Journalisten und hervorragende Persönlichkeiten, die sich est entschlossen erklären, keine Gnade der republikanischen Regierung anzunehmen.

Portugal.

Die Lage im Lande ist nach Meldungen des „W.T. V.“ unverändert. Republikanische Truppen haben in den Pro- vinzen Minbo und Trasosmontes die Verfolgung der Trümmer der royalistischen Banden aufgenommen. Die Nach§rschungew die an verschiedenen Orten nach dem Verbleib der erschwörer angestellt wurden, sind ohne Erfolg geblieben. In Evora ist eine Militärverschwörung gegen die Verfassung entdeckt worden; die Anführer wurden verhaftet. .

Türkei.

Der interimistis 2 Leiter des Kriegsministeriums, der am Freitag im Jildis ie Proklamation des Sultans an die Armee verlas, begründete laut Meldung des „W.T.B.“ die Proklamation in einer Rede und forderte die verschiedenen Komitees und Parteien angehörenden Offi iere auf, aus diesen aUSzutreten. Der Minister fügte Hinzu, man habe es für gut befunden, dem Sultan ein Schriftstück zu Überreichen, das von einem geheimen Offizierskomitee gefertigt war und Forderungen enthielt. Der Sultan sei se2r betroffen gewesen und habe die Proklamation erlassen. Je er Offizier müsse eine Erklärung unterschreiben, daß er die ungeseßmäßigen Forderungen nicht überreicht habe. Der Minister schloß, er überlaffe es den Offizieren, sich über jene ein Urteil zu bilden, die diese Erklärung verweigern wiirden.

_ Ein Reskript über die Ernennung Ahmed Mukhtars zum Großwesir und Dschemal Eddtns zum Scheich iil ISW?" ist gestern bekanntgegeben worden. _

_ In der Deputiertenkammer stellten vorgestern ejnjge jUngÜkkische Abgeordnete den Antrag, die Regierung über die gegenwärtige La e zu befragen, die einen ernsten Charakter habe, da die ?Derfaffung in GefaÉr sei, Ein armenischer Abgeordneter erklärte, obiger Que e zufolge, es sei zwecklos, Aufklärungen von einer Regierung MMW?!)- Junehmen, die die Kammer dadurch irreführe, daß sie emisfioniere, nachdem fie kur vorher ein Vertrauetisvotum er- halten habe, und die das AnseZen der Kammer dadurch schädige, daß sie bei ihrer Demission einem anderen Machtfaktor nach- gebe. Die Kammer entschied sich dahin, von der Regierung AUFUÜWUJM zu verlangen und dazu das Eintreffen des Groß- wenrs abzuwarten.

_ Die vorgestern vom „W. T. B.“ verbreitete Nachricht, daß die Pforte an die Patriarchats ein Schreiben gerichtet habe, worin auf die Möglichkeit von Zwischenfälien am 23. Juli, dem Jahrestage der Verfassung, hingewiesen wird, wird dementiert.

_ Obwobl die Proklamation des Sultans in allen (Städten Albanienß bekannt gemacht worden ist, hat nch nach Meldungen des „W. T. B.“ die Lage bis- her in keiner Weise geändert. Von alLen Seiten, namentlich aus Pristiim, werden bedenkliche Ansamm- lungen gemeldet. Die Straßen sind von Arnauten be- seßt und die Märkte geschloffen. Die Arnautenxiihrer bestehen auf ihrer Forderimg, daß die Kamnz'er aufgelöi werde. Die albanischen Abgeordneten bemühen iich, zur Beruhigung der Stimmung in Nordkoffowo beizutragen. Sie versichern, die Untersuchungskommisfion werde die Wünsche der Albaner nach Möglichkeit zu erfüllen trachten, nnd beschwören ihre Landsleute, weiteres Blufvergießen zu vermeiden.

Serbien.

Ter friihere Arbeitßminister Jovanovitsch ist nach einer Meldung des „W. T. B.“ zum Finanzminister ernannt worden,

Montenegro.

Die RegierUng hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ wegen des leZten Grenzzwischenfalls ener ische Schritte bei der Pforte unternommen. Am Tage nach em Zwischen- fall begab sich der Gouverneur von Podgorißa mit dem türxischen Konsul an den Tatort, wo im Beisein eines türkischen Offizierß die verstümmelten Leichen vorgrfunden wurden und festgestellt wurde, daß die Montenegriner auf montenegrinischem Gebiet getötet worden sind.

Asten.

Wie dacZ „Reutersche Bureau“ aus: Peking meldet, Hat Yuanschikai eine Abordnung der Uerschiedenen Par- teien davon in Kenntniß gese i, das; er nicht gewiilt sei, einen“ weiteren Wechsel im Amt e*Z Prcmiermiiiisters während der Dauer der pronorischen Regierung zuzulassen. Lutscheng- bsiana hab? verspro en, das Amt drs Premierministers zu be- halteU und eine neue Liste von Miigliedern (Wir das Kabinsti vorzule en. Yuanschikai hob hervor, wie wi KZ es sei, daß währen der Errichtung des Parlaments die O struktion und der politische Kampf eingesteüt wiirden. Die Abordnung ver- sprach, ihren Einfluß bei den betreffenden Parteien für die Er- füUung der Wünsche Yuanschikais zu verwenden.

In der Nationalversammlung sind in der Beratung iiber die ZusammenseßUng des künftigen chinesischen Parla- ments obiger Quelie zufolge, bisher nachstehende Be- stimmungen angenommen worden: Daß Parlament sol] aus zwei Häusern bestehen. In dem Senat soll jede der 22 Froviwen durch zwei Mitglieder vertreieten sein, Tibet dur 10, die Mongolei durch 30. Die im Ausland lebenden Cbinssen werden sechs Vertreter aben und die Erziehungs- gesellschaft acht. Ein Drittel er Senaioren wird aUe zwei Jahre neu gewählt werden. Ueber die Vertretung der Mongolei und Tibets im Repräsentantenhause kam es zn heftigen Debatten. Es wrirde betont, daß die Mongolei und Tibet durch die Fürsten, drn Adel und die Geistlichkeit regiert werden, und daß, wenn das mongolische imd tibetanische Volk keine besondere Vertretung erhielten, dieS zu ernsten Folgen führen könne. Die Tébatte iibcr diese Frage wurde vertagt, ohne daß eine Entscheidung gefallen wäre.

_ Nach einem gestern ausgegebenen und vom „Reuterschsn Bureau“ verbreiteten Bulletin über das Befinden des KaiserS von Japan, drr seit dem 14. d. M. an einer Magen- und Darmkrankheit leidet, ist seit Freitag eine Wendung zum Schlimmsren eingetreten. Die Temperatur betrug gestern früh 9 Uhr 39,3, der Puls, der unregelmäßig und schwächer war, 100, __die Atmung 30. Die Zunge ist trocken, die Fieberpbantaiien dauern an. Es haben sich Krämpfe und andere schwsre Symptome eingestellt.

Der ustand des Kronprinzen, der die Windpocken Hatte und ich auf dem Wege der Genesung befand, bat dnrch die Nachricht von der Erkrankuug des Kaisers eine Wendung zum Schlimmeren genommen.

_ Wie eine amtliche Depesche aus Niederländisch- Jndien vom 19. d. M. laut Meldung des „W. T. B.“ be: richtet, sind unter den 300 chinesischen Arbeitern, die Fiir die staatlichen Zinngruben auf der Insel Banka angewor en waren, Unruhen ausgebrochen. Obwohl die Behörden ihr Bestes taten um die Arbeiter zu beruhien, griffen diese doch die Bureaugebäude an, töteten eine Jersxm und ließen sich durchaus nicht durch daS herbei erufene Militär ein- schüchtern. Die Truppen gaben schlie lich "euer, erschossen drei RebeUen und verwundeten fünfzehn, von enen noch sechs gestorben sind. Die Ordnung ist nun wiederZergesteUt. Die Unruhen waren dadurch entstanden, daß die Ar eiter verlangten, aÜe in derselben Grube beschäftigt zu werden, ein Wunsch, dem nicht entsprochen werden konnte.

Afrika.

Nach Meldungen des „W. T. B.“ hat in der Gegend von Maaziz am 19. d. M. ein Kampf stattgefunden, bei dem die Franzosen einige Verluste erlitten haben.

Die Abteilung Mazillier überrumpelte am ver- gangenen Freitag bei Nebel dre abtrünnigen Stämme, die bis Abd el Uschad vorgerückt waren. Nach einem lebhaften mehr- stündigen Gefe'cht wurde der Feind, der große Verluste erlitt, zurückgeworfen. ,

_ Wie die „Agenzia Stephani“ ausM es it rata vom 20. be- richtet, bestätigten die Meldungen der leZten Tage, daß feindliche Gruppen aus der Gegend von Gheran 7 km westlich von Mesurata bis in die Oase von Mesurata vorgedrungen warer), Vieh weggetrieben und Gewalttaten jeder Art gegen die

* Italiener

EinwoZner verübt hatten. Das italienische Kommando beschlo daraufhin eine energische Aktion, die heute früh unter dem Befehl des Generals Fara nu?:geführt wurde. Die Truppen verließen Mesurata um 4 Uhr früh. Nach halbstündigem Matsche auf der Straße von Sliten stießen die Truppen auf die ersten feindlichen Gruppen. Weitere Gruppen _ zeigten sich bald darauf in einer gedeckten Zone nördlich der Straße. Der sind wurde aus der Oase hinauszgeworfen .und flüchtete nach heran, wobei er zahlreiche Tote zurückließ. Zwischen der Oase von Mesurata und der Oase von Gheran befindet sich eine öde, fast drei Kilometer breite Zone. Die italienischen Truppen durchliefen_ troH der Hiße den Wezz und griffen den fast 1500 Mann starken Feind in seiner Haupt- stellung an, wobei sie ihm sehr nahe kamen. Nach vierstündigem erbittertem Kampfe wurde der T"sind mit starken Verlusten ge- schlagen Und genötigt, seine Stellungen zu verlassen. Die italienischen Truppen kehrten in voilkommener Ordnung nach Mesurata zuriick. Eine Kavallerieschwadron kehrte nach einem ErkundungSzug an dem äußeren Rande der südlichen Oase nack) Kap Zaru zurück. Die feindlichen Ver[uste waren groß, die

Zatten 19 Tote, darunter neun Askaris, und 87 Ver- wundete, darunter 12 Askaris.

Der General _Briccola telegraphiert aus Benghas i dom 20. d. M., daß zwei Teldbaitetien und eine Batterie des 149. Regiments ein feindlicZeS Lager von 50 eiten, das seit einigen Tagen 15 km von der Stadt entstan en war, bom- bardierten. Das Lager wurde überrascht und fcbwrr beschädigt._ Die italienischexn Geschüße traien zahlreiche Gruppen von Beduitien, die fich zerstreutrn und ins Gebirge flüchteten.

Koloniales.

Von der Reise des Stgatssekretärs desReichskolonialamt-Z- Dr. Solf durch Deum!) . Südwestafrika wird dem „Y. tT. B.“ unterm 19. Juli aus Swakopmund weiter be- ri te :

In dem Ta en vom 15. bis 18. Juii wurden die Eisenbahnwerk- stättén und die carmorbrückpe in und bei Karibib sowie die Betriebs- anlagen der“ Otavibabn, insbesondere die WoblsabrtIeinrickytungsn für weiße und farbige Arbriter und die Werkstättsn in Uiakos bcfickotigi. Der Staatssrkretär sprach dem Direktor der Otabibabn ©er seine Ancrkennung aas. Am 18. JUli traf der_StJatssskretär in Swakop- mund ein, wo ein frierlicher Empfang stattfand.

Statistik und VolkSwirtschafd

Die Bewrgang dsr aquändisrbr-n Arbriter im Monat Juni1912.

Dis Abnabmr in dcr ZuWandkrUn?M drr ausländischen Arbriter, wie fie fich naturgemäß bereits in drn conaten April und Mai ge- zeigi Hatte, Verstärkte? sich im Juni 10 weit, daß Von einem Zuzuge nicht recht mehr die dee sein konnte. Nachdem Ende Mai und An- fang Juni die leisten Nachzügler dis Osxgwnzrn überickyritten batten, hörte hier die Zuwandsrung gänzlich aus, und auch an den wsstlichen Grenzen Trat im aÜgemeinen SiiÜe ein. Zwar erwartet man noch Von Mitte Juii an zur Erntcx einen qewißen Zastrow ausländischer Arbritxr, ob dieskr aber den Bedürfniffsn drr deutschen Arbeitgrbrr vollauf genügkn wird, diirfte sebr zwrifsibaft sein.

Auf dem landwirtschaftlickyen Arbeitsmarkts machten fich bereits die Vorzeich€n der beborsishenden Halmfruchternte itari be- merkbar. Angefi ts_der besseren Ernteaus ichth is te die Nachfrage" nach Arbeitscn le bastkr ein, doch stand i r kein ngebot gigenüber. Wrnn sich zu Anfcxng des BerichtSmonats noch hier und da ganz_klrine Trnrps anbotcn, 10 hörte di€s dock) in_ der MoyatSmittC aus,_ und es idr? unmögiick), den stkigendsn Bedarf der drutichen Landwirtxchaft zu „€ In.

Der industrielle Arbeit§mark_t lag nicht viel ünstiger. _Für Arbeit Untrr_Tage Warkn Arbxitgkrästé nicbt zu b€scha en, sodaß der stark? Bedarf drr Grubén, bswnders der obcrscblssischen, nnbefrixxdigt blriben mußts. Arbeit über Tagr war leichter zu bexcßrn bis (1117 die der rbsini1ch€iiL_Trxtiliydusirix. wo zwar bei erböbtsn Löhnen Viele ausländischr Eriaßkrätte B€1ch5iftigung Fanden, Bedarf aber immer noch vorhanden war, und dir der Strinindustxie, die andauernd iiber Leuteknapbbeit kiagrs. _

Die Ueber1_€e:Ausw.1nd8rung entzog auch in dem Berichts- monate dem dsusicbkn Arbxitßxnarkts manche branchbarr Arbritskraii. Neuerdings macbt fich in ren.1lavischcn Ländern eine lebhaftr A itation für die Außwanderixng nacb Canada bemerkbar, bon wo nc Von 3 bis 4 Nudeln in Aussicht gestsilt werden.

Bei den Wanderarbeitern aus Rußland zeigtenénh an der ostprrußijcben Grénze die; Bemühungen, die fehlenden 9 rbciter beranzuschaffsn, als fast ganz erwlglos. Wrnn aus den Grenzgebieten wirklich noch Arbeiter zur Verfügung standen, so wurden sie durch die nahe _Erntrzeit in Ru land in ihrer Heimat zurückgehalten, und di? stellenweisc ziemli lebhafte Nachfrage blieb zum großen Teil ungedrckt. Achl an der wesipreußischen (Grenzstrscke herrschte aÜgemeiner_ rbéiterman sl. Der Zuzug fehlte gänzlich, und viele im Flößereiverkebr eschäftigte Arbeiter Wurden für andere Arbeiten noch nicht frei. Es ist Wenig Aussicht Vorhanden, daß die nächste Zukunft eine Wendung zum Befferen bringen wird. Aehnlich war die _Lage an der posenschen und schl€sifchen Grenze, WO. am Anfange des Bericht§mona16 noch ein geringes, abxr dem Bedarf durchaus nicht entsprechendes Angebot festzustellen war, das jedoch mrt der Miike drs Monats sein Ends erreichte.

Das Angebot dEr galizi s chen Arbeiter ließ weiter nach. Z:»igfe fill) Galizien überhaupt schon erschöpft durch die starke Jnansprack): nahme seitens Deutschlands, Frankreichs, Böhmens und drr skandinavisckoeii Länder, so kam no erschwerend hinzu, daß das eigene Land durch die beworstebenden Erntearbeiten sowie durch Kanal- und Erdarbeiten die wénigen noch verfügbaren Arbsitskräfte selbst Ringer.?) nötig batte. In Ungarn wurde bereits mit drr Eriks begonnrn, undndaher erfothe bon dieskr Seite gar kein Angsbot. Da troY der anfänglich ungunstigen Aussichten doch nock) sine Mrhästnißmäßig gute Zinti! zu Erwarten ist, so ist auch auf späteren Zuzig nicht mehr zu rk nen,

Bei den italienischen Aibeitcrn War die Niickwandrrung starker als die Zuwandernng. Passiertxn z. B. dis Urbsrgangsstation Konstanz noch nicht 200 Zuwanderer, !o stellte sich die Zahl der Ab- Fdeerer auf 500 bis 600. Aehnlich lag es bei der Uebergangsstation

m o.

Lex Zuzug der holländischen Arbeitxr _bewegte sich «ach in recht ma igen Grenzen. Bri dcn landwirUcbastlicben Arbeitrrm Srl dies wen ger ins Gewicht, weil auch die Nachfrage nur ering war. Dagegen waren industrielle Arbeiter, besonders Zechenar eiter, sebr Zfragt, doch haben die Holländer eine starke Abneigurg gegen_1kde

rubrnarbeit. Beobachtet Wurde im BeriÖtSmonat strie ?tari'e Werbetätigkeit französischer Agenten im Rubrkoblcnrevter, die namentlich polnische Arbeiter unter großen Vcrsprechun en fur die französischen Gruben zu gewinnen suchten; mit welchem rfolge, [kkß sich noch nicht Lestsiellen. _

Bei den ("mischen Arbeitern ruhten _Angebot und Nachfrage. Cin bemerkbarer Uebergang über die Grsnze sand kaum statt. (Nach.) einem Bericht der Deutschen Arbeiterzentrale.)