1912 / 175 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 24 Jul 1912 18:00:01 GMT) scan diff

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81“ rt werden, als bis ihn: Unt8riu_chu_ng durcb beamte_t8 Tierärzte ?iaxthefunden und fich dabei ihre Frc1be1t don seuch8verdachttgen Er- scheinungen ergeben hat. _ _ _

Die eingeführten Klauent1ere _mufien außerdem an ihrem Be- stimmungsorte einer acbttägiaen poltzeiltcben Beobaehtung unterworfen

und dann nochmals amtstierärztlich untersucht werden.

§ 3. _

Aus ließli 8 Einfuhrstellen für die _im J 2 genannten Tiere sind bei bér Eincfhubr mit der Eisenbahn die V1ebramp8 des Bahn- bofs Karthaus und bei der Einfuhr auf dem Landwege die Mosel- brück8n bei RemiÖ-Nennig und Wellen-Gredenmachex, d18 _Sauer- drücken bei Wafferbiliig und Echternach und die Ourbrucke bet Noth.

§ 4.

Die Ein abr ist 811811182: _

a. fürf den Bagbnhof Karthaus j8d8n_ Montqg, M11twvch u11d Freitag 81111?) AitxMabme der g8181311ch8n Feiertage von 6 bis 9 U r a mi tags, _ _

1). an Fer Mosekbrücke bei Remicb-Nemng an den fur Remich festg8181318n Viebmarkttagen und an den den Viehmarkt- tag8n _der Stadt Luxemburg folgenden Tagen von 10 bis 111 Ubr, __

. an der Moselbrücke bei Wellen an den sur Grevenmacher fSsÉgLsLSEn ViehmarkttagM 15011 12 _bis 2 Uhr,

„an der Sauerbrücke bei Wa118rbtlltg (m_ den Tagen der Echternach8r Vi8bmärkte, an alien den Viehmarkxtagen der Sxadt Trier borb8rg8hend8n Tagen und an den fur Wasser- billi selbst f8stgeseßten Viehmarkttagen von 1 518 5 Uhr Na mittags, _ _

. an der Sauerbrück8 581 Echternach an den fur Echternach 18119818131811 Viebmarkttag8n Von 11 Uhr Yormrttags bis 4 Uhr Nachmittags und an alien auf den fur Mexscb fest- 11818151811 Viebmarkttagen folgenden Tagen Von 1 bis 4 Uhr Nachmittags, __ _ __

1". an, der Ourbrücke b8i Roth an den 111r d18 luxemburgr1ck8n Ort8 Ctt-zlbrück, Vianden und Diekirch féstgeskßtén Vieh- Markttagen Von 2 bis 5 Uhr.

Auß8rd8m ist nach einer mind8st8ns 48 Stunden vorher zu er- 181181113811 Benachrichtigung des zuständigen b8an118tc-n TierarzFeH 5) die Einfuhr an den 9811111011811 Sxeücn auch zu jeder and8rn Zett, nut

2111511051118 der Sonn: und 98111311ch8n F818rtage, g-Zstattet.

§ 5. _ _ Mit der 118rärztlich8n 111118111115111111 der T18r8_1st_ beauftragt: an 1811 Einfubrséelix'n in Nennig und WWW der Kreistierarzi zu Sa_ar- burg, auf dem Bahnbdf Karthaus und bei der Waserbtiliger Brycke dCr Kreisti8rarztasfistent zu Trier, in (_Fchternacberbruck der Kreistter- arzt 311 Bitbarg und in Roth der Kreist181arzt zu Neuerburg.

§ 6. _ Für die tierärztliche Untersuchun der Ti818 ift_von dem Em- *?1'11ck18nd8n 10111811d8 Vergütung 1111 den Für jede E1n1uhr11808 ernannten É5ebübrenerb8ber zu zahl8n: _

für P18rd8, Es8l, Mau1818l und _ _

Maultiere ,_ fur das Stuck,

für Kühe, Sficre und Ochs8n . ,

für Jungvieh . . . . . .

für Kälber .,

“für Schw8in8 ......... .

"fiir Schafe und Zieg8n_ ..... ,

für Schaf- und Zicgeniammer und _

Spanf8rk8l ......... ., 0,05 . ., _ _, _

Vergüf11ng8n an die untersuch8nd8n Beamten sind 581 811181: Cm- iubr zu 17811 im § 4 genannt8n 1811811 UntersuchungSzetten mcht zu 311111811. __ _ __

Erfolgt die Untersuchung an dem regelmaßigenEmfubxtage n “einer anderen Stunde, so sind dem untersuchenden T _ WM eine besondere Reise notwendig War, Reisekosten uzid, falls_. ein anderer Tierarzt als Ste_iixvertrle die UnltFrsuchung vormmmt, diesem Reise- 10 1811 und 8 „16 agege er zu za 811.

s Bei 8in8r Viebeinfubr zu and8ren Zeiten 41813181 Ybsaß) smd, außer vorstehend8n Untersuchungxégebubwn an _die Gebubren- 8rbeb81, d811 bcamteten Tierärzten 1218 1511811 9818131111113“; zustehenden Reisekost8n und 5211989811781 zu 31151811,

--

§“-. _ Vorsj8b811d8 Bestimmungen 1§§ 2-6) find8n 81111 Pf81d8 _und “Wiederkäuer, die im kl8it18n (Grenzwerkebr die Land8§grenze reg8l1naßig bin und zurück 5b811chr8it811, k81n8_Anw8ndUng. Hierüb88 gelten folgende Vor1chrift8n: _ Dic amtstiLrärztllch8 Untersuchung 1018581 [1118315111911 8581 P fe r d 8, “318 im kl8in8n Gr8nzderkebr ziv11ch8n dem prcuß11_ch8n 11111) dem lux81_n„ burgisch8n Staatsg8bietc die Land8§igr81138 r8g811naßtg bm und zuruck überschreiWn, 8rfolgi nur einmal 111511111) und zwar unentgcltliä) an d8n im § 4 unter 5 bis 1" genannten Ort8n und zu den 8benda an-

118985811811 Taqeéz8it8n. D8r 118111111818 Ti8rqrzt bat 98813118181110118" die S8Uch8nfreibeit auf dem UrsYr_ung§zcugn1§ 111 _beichetmgen. Daß UrsprungßzeUgnis ist 5811 d8r z111tandi53811 luxemburgischen Ortßvoltzm- .bzbörd8 auSzusteUen und hat 81118 Gulttgk81tsda118r von 3 Monaten.

.Es muß 8ntba118n:

1) di8 Bezeicbnung 1:85 Cigcniünwrs d8§ Pferdes (Namen,

Stand und Wohnort),

'.2) 1718 B8schrcibung d8s Pferdes (G81ch[8cht, Farbe imd Ab-

z8ich8n, Alter und GröJ), (3) di8 V81ch8inigung der

(1111981181811 find.

' * [111181 ucbung solcher dreJßischT Pferde, _di8_i1n kleinen GreanrTÖbr di8sLa11d8§grenze 18g81ma1zrg bin 1111?) zuruck karschkklth, durch dikSsLiii-ZC 5801111818 Tierärzte bedarf es mehr; _d18 Fubr8r solcher Pkrde n11"11“18n (1581 im B8fiß8 von Ursprungsz81tgn1ff8n 18111, welche

7716 B81cheirxigungen zu 1 und 2 enthalten.

1 a111tstierärz111ch8 Untersuchung 10lchek iuxemburgiscber Wieéxrkäuer, die im kleinen Grknzverkebr 111111819811 dem preuß11§b8n Und dem lux8mb11rgisch8n Staatsgebiézte d18Landesgr81118 18g81mgß1g 11111 und zurück übe11chr8iten, findet nicht statt, wenn d18 W18d81k11118r

dnrch UrsprunJSzcugmsie nachg8wi81811 werden.

Die Ursprungsngniffe, welche Von der zustä_ndig8n_ _lu em- b11rgiich811 Ortspolizcibehörde (111831111811811 sind, haben 81n8 Gulttg eits-

17.111121: Von 3 M1ck11at811. Sie 1111111811 enthalten:

11. Bezeichnung des Eigentümers d8§ Wiederkäuers (Na1118,Stand

und Wobnort),_ b. ]. b8i 621013111811:

Beschreibung 1386 b8118ff8nd811 Ti8188 (Geschlecht, Farb8, AitLr,

Abzeichen), 11.58iK18i11vieb: _ Bezeichnung der Stuckzabl,

. 185 8 cdcini un der Ortöpolizcibebörde des Heimatßoxtes, daß 6 ZedY ?8011 1128118111 d8n Orten, wo das b8t18ffcnd8 Tier ix_mer- bald dcr 18131811 3 Monate ein 8stellt ng818n 111, 111211) 111121118111 ßen Orten entfernt, ubertragbare

Tierkxankbeiten währ8nd der 18131811 3 Monate aufgetreten sm_d. ung bedarf 85 fur

*iederkäuer, d888n heimischer Standort Lick) auf p1811ß11ch8m

Umkreis 11011 20 11111 bon die

Der unter 0 aufgeführten Bescheini

ZEWO "1818 befind8t, nicht. * ./ . ZM JFE'JJÜ “M und den beamteten Tierärzten vorzuzeigen.

811 d 1381 1

Ausführung des

ArbeitBZeber de_8r8_chti dem eitrags 818 _ _ rechnung dieses Wertes smd die nach § Orthreise maßgebend,

' für diejeni trieb§-, Bau-,

rtspolizeibehörde des HeiniatSOrtes, daß wedsr dort noch in den O118n, wo das P18_rd 1111181111115 dLr [Wien drei Monate eingesteüt kaesén 111, noch 111 81118111 U111kr8is Von 20 11111 Von d18sen Orten entfernt, Übkltkagbaké Pferdekrankbciten während 181: [CZth 3 Monate

Die Genehmigung _na _ Absaß 2 erteilt der Bezirks irektor.

Weimar, den 17. Juli 1912.

ro er ogli sächsischeéz Staatsministerium, G W zTUZrtement des Innern. Paulss 811.

§ 9. ' A ordmm' tritt sofort in Kraft; _ , YiTisszeirt'ia treth meine landespoiizeiltcben Anordnungen vom

. 1907 Amtsbl. S. 9/10), dom 18. Juni 1910 (Amtsbl. 7S.JLa712j)aimd voni W. April 1911 (Amtsbl. S. 139) M vollen Um-

fange außer Wirksamkeit. Trier, den 18. Juli 1912. Der Regierungsyräsident. Balß.

Bekanntmachung Versicherungsgeseßes Angestellte vom 20. Dezember 1911.

ur Aus "hrun des VersicherquL-geseßes für Angestellte vom Z20. Dezfxlmberg1911 (R81chng 8131311111 _S8118 989) be- stimmen wir als oberste Verwaitungs ehorde 1m Einverxiehmen mit dem Großherzoglichen Ministemaldepartement der Fmanzen

[

Auf Grund von § 321: 1) Höhere VermaltungHbehördeZist das Staathini-

terium, "De artement dex, Innern. __ _ _ s 2) Unptere Verwaltung-Zbehörde 111 der Bezirks-

3) Ortsppolizeibehörde und Gemeindebehörde ist der Gemeindevorstand.

[]

Auf Grund von § 242 Absaß 2:

"111 Betriebe, die unter“ bergpolizeilicher Aufsicht 1185811, 113811in die Geschäfte, die nach § 242 Absaß 1 der OrtsPokzer- behörde übertragen sind, durch daS Bergamt wahrgenommen.

111.

Auf Grund von § 54 Absaß 2:

Bescheinigungen über Krankheitszeiten Gemeindevorstände auSzustellen.

[s.

Auf Grund von § 180:

tet der Eni elt nur aus Sachbezügen, so ist der BLs H t,g Abzüge davon zu machen, deren Wert

es Versicherten entspricht.

110118194 Absaß 1:

- * -1

onen, die

5. im Übrigen durch die Gemeindemmtände. _ „_ _

2) Verpflichtet zur Au§gabe_ der Karten 1s_t dre SÜLUZ, _111 deren Bezirk der Versicherte 1181 der _Atitragstellung befchaft1gt ist. Wohnt er nicht an seinem Y_8schäft1gu11JSort oder 1151 er eine versich8rung§pfiichtige Bescha1trgung mcht 11118, die Stelle 3111: AUZIÜÖT. der Kaxten verp111chtet, deren Bezirk er wohnt oder 1181) aufhalt. _ _ _ schäftigung vorüberg8bend 1m 211159111an1181 11_1_ 81118111 Betrtebe statt, deffen Sitz im Inland 581811811 111, so 111 zur 2131513058 der Karten di8 S18U8 verpflichtet, m deren Bezwk der StZ d8§

triebes lie t. _ _

Be Zur Angabe von Karten für Personen, d18 _srck) dauernd im Ausland aufhalten und d18 Versicherung 1181111111111 fort- setzen (F 15), sind 11118 unter Nr. 1 genannten Stellen ver-

3) Die unter Nr. 1 8.11.81 genannien (“51811811 _find zur Aquäbe der Karten auch 111111111811 befugt, alE 118 mch1 dazu verpflichtet sind.

Auf Grund von § 371 511111113 2: § 371 in Verbindung mit § 93

)'].

Berichtigung. 'n der in Nr. 165 vom 12. Juli 1912 veröffentlichten BekaIntmachung, b8treff8nd Reg8lung des Ueberganges der Befugnisse von dem Fürstlich Reuß11ch8n Landesverstcherungsamt in Greiz auf das Reichsversicherungsdmt, muß 85 Unter Nr. 2 statt: 31. Juli 1911 heißen: 3]. Jul1 1912.

sind durck; die

Für die B8- 2 21511113 2 18111181th811 Die Befugniß deS Arbeitgxbers, solche Abzüge zu machen, besteht nicht, wenn der Verncherte dem Arbeitgeber seinen Anteil 111 bar erstattet. Wird ?8rch(§ntg_elt onJ T_xrittxw 1 81:18 ve i tet, einen 81 rag 181 _ Héerstatteii? wenn dieser ihm nachwe1st, daß er den voUen Bél- tragsteil entrichtet hat., .

ernährt, 10 ist der Ver- dem Arbeitgeber in bar

Orts-, Länd-P Jnnun s- oder knappschaftlichen Krankenkasse oder der Gemeindekran enverstcherung angeHoren, durch deren

Findet die B8-

- , . die 'n ara ravbcn erwähnt8n UrsprungSzeugniJe sind Die W “firstiernPbesz. Führern der Tiere auf Verlangen 18d81z81t

“Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Mlergnädigst geruht:

m xäTdenten der Königlichen_Kl_osterka1nme_r in Han- noverdeR oétßzo [1[ den Charakter als_W1rk11ch8r (Geheimxr Ober- regierungsrak mit dem Range eines Rates erster Klaffe zu

verleihen.

Mini terium der geistliche_n und Unterrichts- s angelegenhe1ten.

bis eri 8 Rektor Max, MWke (UFS SWM ist zum KreiséckFlins ?ktoi] in Flatow, Regierungsbezwk Marienwerder,

ernannt wor en.

8. egen §die Vorschriftcn dieser Anbrdnung

Zuwid81dnndlunb "“'-LF "188111811 nach F 74 „bis 5 1909 138111111.

77a des Reichsviebseuch8ng8s8ses vom 26.J11ni

Bekanntmachü'rig.

Gemäß § 46 des Kommunalabgabeugeßyes _voni 14 Jul: 1893 GLsLH ammlung Seite 152) Mrd zur _offentltchen Kennvüg ebra 1, da aus dem Betriebe der preuß:schen Strecke Salz- ergen-Landerenze der Almelo-Salzbergxner Eisenbahn im ahre 1911, soweit dabei die Holiand_1sche Eisenbahn- Zes e [ [1 ck 11 ft in Amsterdam berührt erd, 81a kommunalabgabx pflichtiger Neinertrag nicht erzielt worden ist. Münster (Westf.), den 22. Juli 1912. Der Königliche Eisenbahnkommiffar. Gerstberger.

Bekanntmachung.

Gemä “46 des Kommunalabgabengeseßes _vom 14. Ju_[1 1893 Geseßßs§mmiung Seite 152) w1rd_ zur offentlichen Kenntmg gebra 1, daß der im laufenden SteuerjahreÉu den Kommunal- abgaben einschäßbare Reinertrag aus dem etmbeahre 1911 hinsichtlich der preußischen Strecke Salzb8rg8n-Landesgrenze, soweit die Almelo-Salzberg8n8r„E1senbahn-G8181l- schaft in Almelo in Betracht kommt, * 124064 „16 18 „3 beträgt. ' _ Münster (Westf.), den 22. Juli 1912. Der Königliche Eisenbahnkommiffar. G8rstberger.

Bekanntmachung.

Gemäß § 46 des Kommunalabgabengefeßes_vom 14. 31111 1893 (Geseß ammlung Seite 152) wird 111 öffentltch8n Kenntms gebracht, da aus dem Betriebe der pr8u 11ch8n Strecke Ahauß- LandeSgrenze der Abauk-En1cheder_ Etsenbahn 1m Jahre 1911, soweit dabei die Holländische E1senbah11-G8selxschaft_111 Amsterdam berührt wird, 8111 kommunalabgabepflichßger Rem- ertrag nicht erzielt worden 111.

Münster (Westf.), den 22. Juii 1912.

Der Königliche _Eisendahnkomminar. Gerstberger.

Abgereist: Seine ExzeUenz der Staathinister und Minister für Handel und Gewerbe Dr. Sydow m1t Urlaub.

Yiehtmutliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 24. Juli.

M „* E «1211115211 :uisxx u.„d Köui .nahmen siTF ' Mi'tgjinBales' anBZrderJaFtÉHoen- z Tem“ die Vorträge. dss Chefß des Miltfärkabinetts, enerals der Infanterie" reiherrn von Lyncker, des Chefs des Marme- kabinetts, Admirals von Müller und des Vertreters des aus- wärtigen Amts, Gesandten von Trentler entgegen.

Der Präsident des Kaiserlichen AufsichiHaryth 1111“ VrixZJt- ve11ichcrun11 , Wirklicher G81)81mer Oberregwrungsrat 7-11“. Gruner ist vom Urlaub zurückgekehrt.

Laut Meldung des „W. T. B.“! sind „S. M. S_Z „Sei)arnborst“ und „Nürnbc1*11“_ 1011118 (:ck. M. Tpddt8. „8. 90“ und „Taku“ am 23. Juli 111 Mixadzu 8111138110501.

Großbritannien und Irland. In der gestrigen Siyung des, Oberhauses lenkte der Earl of Seiborne die Aufmerksamkeit _ des HausecZ au1 die RegierunngklärUUgen Über die M1itelmeer- olitik. __ 1) Laut Bericht des .W.T.B.“ erklärt8 Seiborne, der SCHUNK] zu der ganzen politischen Lage sei di8 Tat1acb8, daß Deu_tsch_l§nd 181- nabe sofort in der Nordsee eine Flotte _baben_ werde, 1718 1111 SMM sofortigen Krieg bereit sei, in einer Weise, *cv18 8§_k81n8 andere Firxxk bisber gewesen sei. Sie mache die Forwalttax eiyer KUE»- 81k1ärung zu einer reinen Höflichk811,_ weil 11116 81n8r Jidixe von einer 1111111811 Bereitschaft gleichzeitig unt der Kriegserklaruxlz ein Schlag ausg8fübrt Werden könne. A11ß81d8m_werd8_ €? i_XZ nächster Zukun't eine Flotte 111911 Schlach11ch1ff8n 1m_M1-ite.m1--_ geben, die Um Verbünd818n Deut1cblcznd5 g8bor8. Er [181138 d18 Dak- legung der Absichten der Admiralttai nn Mittelm88r wckikomrmw aber er betrachte die Vorkehrung8n_a1s Notbebelf. Die VorkkbrunY bewiesen schlagend, daß England 8111 911115881 G8ichwader v-Zn Schla schiffen zu wenig habe. Der Redner schloß rnit der Eriiarunq. „W- abg818h8n von dem Cburcbills 811 Progrqmm, England cm VOUstFUi neues Geschwader von acht Sch1acht1ch1ff8n brauche. - Der Ust of Crewe führte aus, wenn aueh jeder zug8b8,_ da die Lage LkK_ sei, sei es doch wichtig, ihr so kübl wie möglich 1115 1108 zu sehen U"_*_ sich Vor d8n beunruhigenden Anschauungen radikaler Parteckeute zu hüten. Zu der Forderung Seiborn8s, aäxt neue Dreadnougbts cdl bauen, eckiärte Crewe: .Wir sind bereckptrgt zu fragen; Wo müM diese Forderung absoluten Uebergewicbts Halt? Es ist_ sebrÉW denkbar, daß eine Zeit kommt, wo_ ach_t Dreadnoughts im Ml _“ ländisckpen Meer uns kein Uebergewtcbt 11581 81118 Machtegrupxlkkunii gehen würden. Die Kritiken, die wir gebort bczben, gehen JUL_ 2115 gemeinen dabin, alle Länder als mögltch8 Feinde und Hemd., 18:1: möglichen Freund zu b81racht8n. Wenn man die Zahlen 111 „lk ___ Sinne nimmt, kann man die denkbar _furchtbarster) Kombmgkloxen herstellen. Von einer Kombination Jtaiien-Oesterreich ist geivko .___ worden, als ob fie eine Möglichkeit Ware, gegen die Vorkxbkunßin etroffen werden müßten. Es gibi nicht zwei ande Landerükgt Europa, zu denen wir berzlicbexe Bez1ebunqen der Sympathie gsi) bé- baben und noch pflegen als 131818, und doch muß man, um 131121and sonderen Fall zu konstruieren, annehmen, daß Italisn de:- Oesterreicb gegen uns Verbüniet sind und daß Nl!) 'tebk selben Z8it die Gefahr eines _Krieges mit Deutscbxand e'ank: während die übrig bleibende Mitteimeergroßmdcbt, nc1111_11ch_Jki reich, entwed8r ganz und gar unbeteiltgt oder moglicherwetie semchtch gegen uns ist. Wenn man die Zahlen in dieser Weise betradan_ kann man fast all8s beW8is8n. - Der Lordgroßkanzier Ha

erklärte, er woiie nicht 5851111111811, daß die Flottenmacht, die

' 5Yllfiic'nwischen. Mehrere haben sich den

Mitxelmeer stationiert werden solle, für Entwicklungen ausreiche, die

ck _111 Zukunft e?eigneu _könnten und wabrsch8in1ich ereignen würden. _Zwet große Mittelmeermacbte, die z_um Dreibund gehörten, seien dabei, tbte Flotten zu vermehren, zlnd batten _Dr8adnougbtsprogramme, die der Vollendung entgegenretften. Er 18i weit davon entfernt, zu .bebauvterx, daß _die bloße Tatsache, daß die beiden Mächte __zuxn Dretbund geborien, bedeute, daß England darauf rechnen müsse, 8011 sie 1111) an jedem denkbarkn Angriff auf England be- tetltgxn wyrken- „Jm „Gegentetl', fuhr Haldane fort, „mit der 8111811 dieser beiden Machte stehen wir fast auf dem Fuße d8r Intimttai und mtt der anderen unterhalten wir sebr freundschaft- 11ch8 Beztebungen. _Jcb habe außetdem _in keiner Weise Kenntnis T_aVon, daß der Dretbund auf einer aggreifiVM Grundlage ge kündet 111, und ich nehme das ohne Gegenbeweis auch nicht an. as die andere M_acht angeht, d8re_n Flotte so ßroß wie die Flotten dieser H81d8n Machte zu1a_mmen_ tft und wabrsch8inlich auch bleiben wird, 111 sieben wir_ 111 _ boxhst Freundschafxlichen B8ziebungen zu ihr, obwohl wtr mtt tbr keine Allianz einge an en sind- So- 1v81t die Herrschcrft zu_r See unter normalen ämiiänden in V8- t1acht kommt, haben wir 81118 sehr starke Flotte an unserer Küsxe. Ich glaube, daß EnLland Elk.?r_ der 1ntscheid8ndiéen Lagen hinsichtlich s8in8r Mezrme gegenuberslebt, emer Lage, wie sie entscheidender seit langer Zett n_icht_ vorgekommen ist. Die R8 kerung ist darin einer Meinung, da1_3d18 SteUung Englands von einer -Macht zur S88 abhangt. _ Wir haben in der frexmdscbaftlichsten Form zu der einzigen „MaM, dre un18r Ribale 111, g8wroch8n und unsere Anficbt dargelegt, da_s1„_w8lch8 Anstrengunßen sie auch immer mache, sie darauf rechnen mu11_8, daß wir Anstrengungen machen werden, die größer sein werden, als 1111811881118 Anstrengung, die fie macht. Wir haben auch gesagt, daß wir dies nicht tun trxit der Absicht eines Angriffs, sondern weil DTS Macht zur See un18r 285811 ist. Und in der Macht zur See 58abficht1g8n wir,_ die Uebcrl8g8n8n zu bleiben. Das ist die An- 2chau1zng der ngtetung und das ist der Grundsaß, für den wir uns xx:xpfandst haben.“

Darauf wurde die Debatte geschlossen.

_ _-_ Jm Unterhaus8 stellte gestern der Liberale Morrel die Ansrage, ob gegenwärtig_irgend welche Verhandlungen Über 1318 V88n_d1gung des Tripoliskrieges gepflogen würden. D8r M1n11ter deH Aeußem Grey erwiderte, obiqer Quelle 3111111138, daß 8r 11011 le_mer der beiden in Betracht kommenden R8g1erung8n h18ruber 81118 Nachricht erhalten habe.

Rußland.

Gestern abend fand zu Ehren des auf der Standartreede 111 den finnischen Schären eingetroffenen schwedis chen Königs- paares an Bord der Jacht „Standart“ Paradetafel statt, an der außer den Kaiserlichen und Königlichen Majestäten die Kaiserlichen Töchter, die Minister und die beiderseitigen Gefolge

teilnahmen. Niederlande.

Die Internationale W8ch181r8cht§kon1888nz, die 1811 dem 15. Juni im Haag tagt, ist gestern von MM Prä- sidenten, StaatSminister_ Dr. Affer geschlossen worden. Wie _„W. T. B.“ meldet, 111 die Konvention zur Einführung 811182: einheitlichen W8chselrechts unterzeichnet worden von Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Mexiko, Montenegro, Norwegen, Nicaragua, Paraguay, den Niederlanden, Rußland, Schweden, der Schweiz, der Türkei und Italien. Mehrere andere Staaten haben die Unterzeichnung für die nächste Zeit

in Aussicht gestellt. Türkei.

Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts hat noch im leßten Augenblick Veränderungen erfahren, da Kiamil- Pascha das Ministerium des Aeußern nicht angenommen hat. Laut Meldung des „W. T. B.“ ist das Kabinett nunmehr, wie foigt, gebiidet: Großmesir: bisheriger Präsident des Senats 035111121th Mukhtar-Pascha;Scheichülelam:D1"ch8mal-

_8d - din : Effendi; Präsident deH StaatsratH: Kiamil-Pascha;

Justiz: Huss ein Hilmi-Pascha; Inneres: ehemaliger Groß- 11381'11 Ferid-PascHa; Krieg: Mitglied ÖGZ höheren KriegSrats Nasim-Pascba; Finanzen: früherer Minister Zia-Pascha: Marine: früher8r Minister General Mahmud Mukhtar: 5130111111; Aeußeres: Senator Noradunghian; Unterricht: bis- fxeriger Unterstaatssekretär Said-Bei; Evkaf: Vizepräfident der Kammer Mehmed Fevzi-Pascha. Der Großmefir iiber- 111mmt interimistisck) das Ministerium des Jnn8rn bis zur Rückkehr Ferid-Paschas von seiner Schweizer Reise. Die *))iinisterien fiir Oeffentliche Arbeiten, für Handel und Ackerban 1011318 für Post und Telegraphen bleiben noch 1111581831. Vorgestern abend hat in der Pforte inmitten 811181“ großen V8rsamml1mg die f8ierlich8 Verlesimg d8§ Handfchreibens und d7:8 Investitur des Großwesirs und des Scheik ul I?:[amß stattgefunden. Das Schreiben enthält einen Zutz, der, obiger Quelle 3111111118, besagt, der Sultan 811varie, daß das Kabinett die Ursachen Untersuchen werde, die die Unzufriedenheit in gewissen Gegenden, nament- lich in Albanien, hervorgerufen hätten, und gefeßgeberische Maßregeln treffen werde, welche die dem Recht und dem Gesetz miderstreitende Lage ändern und die Ordnung wiederherstellen wiirden. Da das Heil und die Entwicklung des Reiches von 1381 gewissenhaften Achtun der V8rfas1'ung adhingen, hoffe der ZUltan, das; das 118118 Ka inett seine Kräfte auch di81'8n Zielen WSith werde. _ " In der vorgestrigen Sißung der Deputierten- iammer erklärte der Prändenk, die Kammer müßte eigentlich Yon Said Pascha Erklärungen Über die Gründe des Rücktritts 985 Kabmetts verlangen, aber da das neue Kabinett schon ge- 011581 sei, werde eine Debatte überflüssig. Mehrere Ab- _1_80rdnete verlangtetz, daß Said Pascha dennoch spreche, worauf 018Z811mmer beschloß, die Minister des zurückgetretenen Kabinetts 511 1111811. _ .." Der Ministerrat hat, wie „W. T. B.“ meldet, be- schionen, die militärischen Operationen in Albanien sofort 8111301182811 und eine Kommission unter Führung des Albanefen Ziechrd Akif-Paschcx nach Albanien 11 entsenden. Außerdem 11111 er die Au1hebung des Äela, erun qustandes lxber Konstantinopel, der seit drei Ja ren bei) Erlaß einer Amnestie beschlossen. _ “_ Ueber die bereits angedeuteten anarchischen Zustände Md d1e Kämpfe der leßten Tage in Nordalbanien wird Vom „W. T. B.“ weiter gemeldet: Die Kämpfe zwischen den Truppen und Aufsiändiscben im Haß- ?»2'91818 endeten mit dem Rückzuge der Truppen in der Richtung auf 1akova. Die Verluste der Truppen folien 300 Tote und Ver- ikundeie betragen baden. Außerdem Wurden zahlreiche Soldaten ent- !L'Zffkxst- Die Garnison von Djakova bat die Forderungen der Auf- "“Udlsch'en anerkannt, worauf" die Feindseligkeiten eingestellt wurden. ;Dék K_mmakam von Djakova ist eflücbtet. Der Albanesenciyef Riza B?!) 111 in die Stadt eingezogen. I)ie Oinere fraternisierten mit den rnautenscharen angeschlossen, kz? Von allen Seiten nach der Ebene von Koffowo eilen, wo estern JF? große Versammlung stattfinden 101118. Die Straße nach Veri owiß ZUVM Albanejen bese 1. Am 20. d. M. hat bei Getnoljcva ein “?MILr Kamps siatige„unden. Die ganze Garnison bon P1izr8nd hat

8111, und den

bis auf 1 Bataillon gemeuteri. Der Muteffarif mußte dcmissionierxn. Die Albancsen von Ljuma marschieren gegen Prizrend. Am 21. d.M. erbeuteten die Albancsen einen Munitionskransiwtt von 27 Wagen u_nd entwa_ffn8ten 80 der begleitenden Soldaten. Am 19. Juli fand em sechsstundlgerKamvf zwischen Truppen UNd Ausländischen bei Bardovca am Drin statt. Der Kampf endete mit der Ennvaffnung von 520 Soldaten und 80 GendarMen. Die Gendarmen der Ort- schaften Goxa imd Suhareka wurden entwaffnet und mißbandelt und mußten schließltcb 1151191811. Amerika.

Nach emer vom „W. T. B.“ verbreiteten, an das cuba- n1sch8 GM_eralkonsulat in Hamburg gerichteten Depesche aus Havanna 1st der Aufstand in Cuba, da der Negerführer

Jvonet getötet ist und die anderen Negerführer sich unterworfen haben, beendet. Asien.

Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, Hat der Kais 81“ 0011 Japan gestern eine gute Nacht U8rdracht. Die Aerzte erxlaren, eS_sei möglich, von Genesung zu 185811, wenn der gegen- warttg_8 Zustand 581185811 bleibt. Ein am 215an auSge 85811863 Bulletin verzeichnet keine Besserung in dem Befinden 1382- 1111818.

Afrika.

_ Nack) MeldUngen des „W. T. B.“ aus Fes hat in der Nahe des Lag8r§ der Abteilung Marchand Zwischen drei 18118- galtschen „2301011101101, einem Bataillon afri anifcber Truppen un_d_ axfstand1sch8n Zatans ein ernster Zusammenstoß statt- ge 11 811.

Aus Marraf 81" ck wird gemeldet, daß es dem französischen Y_l enten geiungen sei, El Glaui und Mtugi wieder zu ver- so 11811. S18 härten darauf beschlo118n, dem Vormars 8 des Vratendenten Hiba entgegenzutreten. Mtugi ist nach Tiki auf- eb_roch8n, um die erforderlichen Str8itkräft8 311 sammeln. Ein Ll_[_ d8r eurodäisch8n Kolonie von Marrakesch ist vorgestern in Saß emgetrosfen.

.

Parlamentarische Nachrichten.

Der R81chStag§abgeordn8t8 für Schlettstadt und Mitglied der El1aß-Lothri11gischen Zentrumspartei, Pfarrer Dr. Wil [ ist, 1018 „W. T. B.“ 11181581, gestern in Hönh8im im 45. Leben?:- jahre nach läng8r8m L8iden gestorben.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbew 891111 9.

_ In E118n find d8r_.Rbein.-W8stf. Ztg.“ 311101118 die G8s808n tt_n Huf“- und Waq8n_1chmied8g8W8rb8 in 81118 Lohnbew8gung ,ettxgetreten. In einer Ver1ammlung am Sonytag 111111811 118 einstimmig 181 «51011811, am Montag, d8n_22. Juli, den M8ist8rn das Arbeitsberbältnis zu kündigen11nd am 3. 211191111 in den Streik 5:1 1181811, 181111? bis dabin nicht 81:18 be1ri8drgend8 tarifliche Regelung der 201111- und ArbeitZV8rickältniff8 ersolgt ist. Vom Christlichen Metallarb8it8rV8rband, in dcm 8111381 60 0/0 der Gesellen organisiert sind, wurde der Schmi888innung 8111 Tarifvertrag unterbreitct , der Forderungen entbält über Fest- l8_gung von Mindesjlöbnezt, Einführun der 101'iündigen Arbeits- zett_, prozentuale Zufchlabgcx für _Ue erarbeit, Adscbaffung des Ko1t- und Wohnwesens 81111 M8i118r usw. Für 0118 j8Zt be- stehend8n Löhne wird ein? Erhöhung um 5% b8r1angt, die im wesentlichezi als Ausgleich gefordert wird für die V8rkürzumg d8r Arbeitézeii aus 10 Stunden, da in allen B8tri8b8n 81118 längerc Arb8it§zeit besteht, und zwar nicht unter 109[ Stunden und bis zu 11 Siixnden. Di8 Schmi8d8innung [851118 ein V8rband81n mit den OrJani1atidn§vertr8tern ab. 31181 Drittel d8r Schmi8d8gesclien ÜIÖSU ib: Arbeitswerbältnis g8kiindigt.

Aus Jserlobn wird d8r „Köln. Ztg.“ g8u181d8t: Der Aus. stand_ der B18chwalzer 01111 der benachiarr8n Abt8i1ung d8r Pbömxbütte, d8r Wkg8n zu 1101181: Abzüge für Außscbußbi8ch8 am 17. ds. ausgebrochén war, ist 81111 Grund bon Vewinbardnge'n am Moxtag beendigt worden. Für _die Folge so[l8n 40 0/11 Vom Bi8ch- au§1chuß bezablt 111811811, doch dars dex Ausschuß die bisberiße Höbe nicbt über118ig8n. Fernxr 1011811 50 43 1ür jede A1b8itsschicht 188 Nr- gangen8n Monats, also s_1"1r 25 S_cbithten zusammen 12,50 ,“, 1181911181 1118121811. In dem Ausstand ÖFMliT-Én sic!) MM 190 B18chwa158r. (Vgl. Nr. 172 1). Bl.) „„

Jn Hanau baben,„ wic: DLS „Frkf. Zig.“ b8richtet, di8 V8r- bandlunqen, welcbe dic KoblenbäUd[81b818i11igung mit d8m Sekr8tär des Deutsch8n_ Transportarb8it8rk8rband8s WLJSU d8s Kobl811- arbeiterausstandes (bgl.Nr.170 dBi.) 1115118, 8i118 E inigung herbeigeführt. Den Au51tändig8wwurd8 ein T8i1 ibr8r Forderung8n bewiÜigt, worauf fie die Arbeit 11318181 aufnahmen.

In der mechani1ch8n Baumwollspinnerei und W85818i Aumühle baden, wie d8r „Nb. Westf. Ztg.“ aus Augstrg t8l8grapbi81t wird, ungefabr dé8 Halske (11181 W8b8r w8gen Lohn- streitigkeitewdie Arbeit ni8dergclxgt. _

Zn L8rdzig haben _der ._W- Ztg.“ 511101138 118 Arbeiter des großen Syezialgescbästs 1111 Klosett-, Desinf8ktions- und Badeanlagen Hermann Feuerstein G. m. b. H. am Montag wegen LobustreitigkeiWn di8 Arbeit eingesteüt.

(Weitere .Statiftiscbe Nachrichten“ 1. i. d. Ersten Beilage.)

Wohlfahrtspflege.

Jbr8 Königliche Hoheit die Großb8rzogi11-Wiiw8 Augusta K_arolin8_ don Mecklenburg bat, wie die „Landes- zettung' erfabrt, anlaßiicb ibres 90. GeburtÖtag-JZ den Betrag bon 2(_1t0_§)t0.16 zum Besten des Carolinenstifts zur V8rfügung ge 8 .

Der in Münch8n v8r1'torben8 Arzt Dr. Riqgauer bat, wie .W- T. B.“ m81d81,_ d8r Stadtgktpcmde München 100 000 „15 ve_rm_acht, deren 31111811 zur Ausbildung begabter Zöglinge des sfadttscben Kinderasvls, zur Untérstyßung armer Kranken Und znr Pflege des Grabes des Stifters bestimmt sind.,

Land: und Forstwirtschaft.

Saatenstand in Dänemark. 18 dDY Kaiserliche Generalkonsulat in Kopenhagen bericht8t unterm _vSeitddexn BeriÖt Vom 18. b. M. haben sich die Saatenst'ands- verbalimffe m_folge des günstig8n W82ters fast in allen Landesteilen erheblich gebe11ert. Von Roggm und Weizen wird zivar kein ?roßer Ertrag erwartet, dock) steven Hafer und Gerste durchaus zu- rtekensteliend_und [1111811 eine gut8 Ernte erhoffen. Dic Heuernte bat stellenwxite unter Regen g8lit1811, dagegen wird der gute Stand der Hackfrucht8, besonders der Zuckerrüben, hervorgehoben.

Die Aussichten der Landwirtschaft am mittl8ren Mississippi am ]. IUU1912.

Missouri.

_ Im Monat Juni 1912 sind 8,33 Inches (zu 2,54 cm) Regen Mailen grgcn 1,79 im Vorjahre und 4,76 im Durchschnitt der leßten

75 Jabre. Am 16. Juni gingen innerhalb Ciner Stunde 2 und inner- halb 24 Siundext 3,98 Inches nieder. Ebenso un ewöbnlich war die Schwache der Wmdbewegung im ganzen Monat. Kas meteorologische Observatorium der St. Louis Univerfijv bat 1811M8nsch8ng8denf8n keinen so tiefen Stand der Windberv8gungNneld1-r zu verzeichnen gehabt. Das Wetter war ungkwbbnlick) kübl; die Wetterwarte in Columbia, Mo., gibt abs D111ch1chnitt 69 Grad Fahrenheit an 811811791111 Vdrxaere. D18 Jn18ktenpest b81chränk18 fick) auf 81118 derbältnismäßig kleme_Fläch8 unter Winterweizen im Südwesten des Staates, wo die Getreidewanze - 011111811 WZ 511551151800013181-113 - in ziemlicher M8ng_8 auftrat. In einigen wenigen Maisäckern bat sick; neben der Getre1d8wan38 auch dsr MaiSwurzelbobr8r - 00111 1001 K'ot'm, 013111511§_08.11 111058111153 oder (1135101108 1011Z100rx11'5 _ gczeigt.

Mats. andlge der ge1cbiid8rt8n Witterungsv8rbältniff8 ist die Eniw1chlung d8r Saatcn dexzögert, wie man heute annimmt, durcb- schn1ttl1ch 11111 etwa zehn Tage; Seit dem [81318n Junidrittel betrieben xwrxnale Htßegrade, 1oda_13_ d18 junge flanz8 nunmebr gute Fori- 1_ch11118 machx. Die Qualitatszabl, das md di8 Prozente d8s Normal- 11a11d8s, w1rd mit 85,6 an 8985811. g-saen 81,7 d8s Durchschnitts der Voran 8110111101811 38511 Ja 18. Die Standdicbtigüit wird mit 89,6 dom .„11nd:1t_g€rt18id81. Die endgültig 811111118118 Anbaufläcb8 ist um 2,4 v. H. 11111158r als das im borig8n Herbst abg88r111818 Areal von 7 554 242 Acres (zu 40,47 3).

Wint_8rweiz8n. Nach Vorläufig-er Schätzung wurd8n vom Acre durch1chnittlich 12,4 Busbel (188111181 w81d8n gegen 14,8 Schätzung boxn 1. Juli 1911. Die Qualitätszabl hat sich im Juni von 64,2 (1111 75,8, also recht erheblich, V8rb8ff811. D8r 811dgültig 8rmitt8l18 111111111113 181 AuéwinWrung b8trägt 25,6 vom Hundézrt Nr im 50119811 15811311 b81j8lit8n 2170242 Acre?! die Prozente 111811811 für 1911 und 1910 3 bczt8bungsw8118 13,9. 9381; Schs1itt isi spät. Man r8chn81, daß am 1. Juli 1912 51 v. H. 1181ch11itt8n find 989811 96 im VN- 1abr8 und 23,2 1111 Jahre 1910. *«81 M8b1gebalt wird als gut bezxtckynet; das Pradtkat ist 91,6. Aber das Stroh ist Weich und der- 1pr1cht w_8nig Haltbarkeit.

_Ha18r. Di8 Qualität:“zabl ist 93,8 982811 83,4 im Vormonat, 41 1111238111151 und 98,1 am 1. Juli 1910. Ti8 8ndg1iltig ermittelte Anbaur1ach8 11t 79,4 M im Vorig8n Frühjabr eiiig8v'ät8n 1143 753 218188, _von d8n_8n ind8s nur 529 _188 abz881nt8t word8n waren.

_ Die W_1818n 11115811 „181111112115 drächtig8 Fortschritte «macht. D1_8 Quaiüatszabl 111 1111 " im01b88 87 (am 1. Juli 1911 41), für ZrZeiZblYZygcn Ki88 82,2 (47), für Luz8rn8 (Aifalfa, Médisck)?! Kies)

, 1-

__ Ti8 Weiden b[81b8n daU8r11d aUsgcz8ichn8t. Die Qualitätszabl 111 91,2 989811 40 im Vorjahr und 84,3 am 1. Juli 1910.

Baumwolle. D8r 8ndg1iltig 811111118118 Anbauv8r1111'1 ist* 24 Vom Hundert. D18 Quakttätszabl wird mit 64 0111181385811. Die 8111- 1br8ch811d811 Zahlen find für Lein 25 und 89,5, für Tabak 3,6 und 8744, fiir Guin8akbrn (5100111 80111, B818nkorn) 12,2 Und 87. Kar- toffeln 8158111811 die 58118 QualitätHFabl 93,8.

_ Obst; Di8 Qualitätxzabl für ÜÜL A118n Obst und Gart8n- 11111518 3111011111180 iii 76,6 13817811 51 im erjabr8. Dag-szen gibt 83 581181 11) gut wie k81118 PfisfiÖL.

Okiahoma.

_ Wint8rw8i18n. Di8 Ernte ist im VOÜM GENIE. Man r8chnet aui 8111811 Ertra_g Von 17 bis 20 ViiUionM Bu1b81 im ganzCn Staat 111_1d don durch1chni1111ch 11 bis 14 BuiKi 80111 AM. Ti8 Anbau- fläche, 131211 d8r in 751818111 Jabr8 1188111181 wird, beträgt fast 1500000 AMI JLJLU rund 1122000 im Vorjahre und 1567000 Vor zw8i Jabr8n. Di8 sÖiCÖkSÜEU Aussicbtfkn [3.11 d8r Südwesten Und,_ wie üblich, dax? Panbandle, d8r Str8if811 zwisch8n TxxaI und KamaS-Colorado.

Hafer. W5518nd 1:81: Ertrag dom Acre 111 den Jabr8n 1909, 1910 und 1911 27,3,_ 36,5 und 9,0 Buslxl 118wis8n war, 111311151 111.711 b8U8r d811 Ertrag 81111 20 bis 24 BU1581. Da di8 8ndgüitige Fläch8 unt8r Haier 1912 éiwas größer ist als 1910, so wird (1111 8111111 etwa gleich gxoß8n Ertrag wie 1910, nämlich rund 25,5 Miilibnen Buib81 118181131181, also 81111171 50 vom Hund8rt MLk-k 01-5 1909 uud 1118br ais 200 P. H. 111851 (115 1111 Jabr8 1911,

Mais und die 113111119811 im Staat8 mind8r angeba1118n Körncx- 11118518 12811811 918185181115 8111811 9111811 HCrbst in Auéficbt, 8511111: LUZEan. Arkansas

Wint8rw8izen. Wi811*1*b[ 521115111718 w8nig Wiut8r1v8158n an- ba11_t,_ 111781111 111 di8i8m Jadr8 181: Erntsausfali 118113118815 8rm11tigend z11 18111. Der Schnitt 111 85111581 und bat wrbi d811 b81'181118 «zielten Ertrag 981181811, WiéWObi 1111513188118 di8 (55.111811 auf 17811 F81d8rn VOM RLQM 1381111811 bab8n.

Haf8r; Di8 1chW€r211 NSZM 115518111“ 181: Saatzeit d8s Sommerbawrs batt-cn d811Anbau 11815313811- Sräter 111 dann 118 Frucht frübreif 11111: 81111 mindercm GSHQU 118180115811.

Mais. TUT; .411x81115515 C0118Z0 01“ „4101110111101? 128111; 81118 gute, wenn nicht gar 181858 Ernt-x in Au§ficht.

211381118 und 101111113? Futt8r111iit8i 1185811 1181715.

Texas.

Die T8xas Grain Deaksrs“ Affbciation schä§t auf (531111111 511- Mtläsfiger Ewni118lung8n d811 Ertrag bon Wi11tcrweiz811 (111; 1111113 14 (1911: 6,6 und 1910: 10,5), Hafer auf rund 50 (18,5 und 24,1) und Vkais auf rund 150 (69,4 und 140,1) Millioncn Busbel.

Winterweiz8n. Außer im 1818111185811 Panbandl8 ist d'r Schnitt worüber. Der Ertrag dom Acre wird [*,Öbék 5811115131, 018; die Ernteni111D_urchschnitt 181 [8131811 Jahre, nämlich (1111 20 bis 35 Vusb81; 18151tim_Panbandl8 isi die Schäßung 111 1811 [8151811 Wochen bon 10 (1111 12 bis 15 Buibei ,ina11fg8s8ßt Wordw. Nanwntlicb di8 G8gend8n der schwarzcn Erde find 8111111118155. DÜZLJLU wird fast überall üb8r l8ichtcs (558181851 dcr Frucbt g8klagt: dcr_ BUWLi WiWi nacb viel811 Stiebvwb811 mr 52 0d8r 53_P11111d (zu 453,6 ). DJH normale Durcbickynittßgewiäht 101118 60 Pmnd 18111. Tas urckzichnittsgewiÖt des Winterw8iz8ns in der ganzen 11.111011 war 1910 56 Pfund 1111d1911 etwas Mkk'k. So würde der W811 888 Ertrages in di818m Fabre 81b8blicb ber.:b- gemindert 111811811. And818118125 macht 18111 501181 chbökgéhfckk 1811 diesjäbri 811 T8 WWLZZSU für MüUer ÖCZCÖLSUZWZÜ-

Haixe r. ie üb8raus reicb8 Ernte, dic in 2111817851 118111“, 111th Vor 81118111 don der sÖWMZSU Erde. _Tort st€1gt dcr Ertrag V.;“!!! BUsÖ-Zl in der Regel bis über 45, 111 811158111811 A€ckÉM auf 60, ja 80 Busbel, 11*ä[)r811d dic Ernie dom Acre in ganz Texas? in 1:11 ngr8n 1909-1911 16, 35 und 25,1 Busbks 1181881811 war. Auch beim Haixr ist das Eckvicbt leicht au§g8falien Stichprobc'n 819811111 das GLWÄÖT 811185 Vu1bels Frucbt mit 20 bis 24 Pfund. 2111 1ch1U8r118n smd d18 Sorten der Mitt8 und des 'Süd8ns, besonders 11.1 Templ8 unh Waco. Di8 geringst8 Güte Weist dcr Hafer d8§N01d811s und namentlich des Nordwestens (Panbandl8) auf.

Mais. Die Dürre im Mai und Anéang Juni batte der Ent- xvigklung der Saat8n Eintrag 818111; 1811 etwa Mitt8 Juni b8rrscht 1a11ot1g8mäße Witt8rung. Es Scheint, daß dcr Mais 1101118111118!) im Süden noch einen leidlich8n Ertrag in Auéfich 118111.

_ Luzerne, _Kafirkorn, Sorgbum, Milomaise, diescn- sti 811 Futt8rgrä18r und überkaudt alle Furt8rmitt81 sterben, wie 218 Asizociation bekannt gibt, berdorragend 9111.

Kansas. Winterweizen benspricbt einen Erkrag you 76 bis 80 Miilivnm

Busbel. Nebraska.

Weizen. Der Ertrag des 18131811 Herbstes 1101111 Winkerweiicrr rund 38 474000 und in Sommerweizen 3100000 Busbcl. Dieses Jahr _rech_nct man, da sowohl die Anbaufläche größer, _als auch dcr Dgrch1chnxtts81trag Vom Acre böber ist, auf etwa 45 2731111111181: Buschs Winterweizen und 5 Million8n Busb8l Sou11118rfrucht.

Hafer. Die Ernte des Vorigen Herbstes mit 34 750000 Bushs! war ungewöhnlich sCbWacb. Heuer erwartet der Haferbauer einsn Ertrag von 55 bis 60 Million8n Busbel, wixwobl die Anbaufläcbe kgum,_ wenn überhaupt vcrgrößert trord8n _111. Die Saat8n habesn em gunstiges Aussehen und bis Frucht sch8int gut 311 werden.